ſanumlun 1 Abends 8 U (odereg vokah oncordia 0 Alracht. Tnalung derbeſchadig Dummer en 8s u m m. E Hanau. 1888. Bienſtag den 17. April. N 45. Oberheſſiſcher Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. ürreisblatt ſur den Areis Friedberg. Erſcheint dreimal wöchentlich und zwar Dienſtag. Donnerſtag und Samſtag. 1 Annoncen: die einſpaltige Petitzeile 15 Pf., lokale auswärtigen Einſendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), Anzeigen und behördliche aus dem Kreiſe 11 welchen der Betrag nicht b Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg koſtet 9 Pf eee Annoncen von eigefügt iſt, werden ſtets per Poſt nachgenommen. Erledigung. Mein Ausſchreiben gegen Fried Friedberg den 14. April 1888. Amtlicher Theil. rich Quant von Kreſſendorf hat durch Polizeſdiener Schr nidt in Aſſenbelm ſeine Erledigung gefunden Der Großherzogliche Amtsanwalt. Kolb Deutſches Reich. Darmſtadt, 14. April. Der Erbgroß— von Schwartzkoppen nach Berlin abgereiſt, um das Offiziers⸗-Examen abzulegen. Berlin, 13. April. Der Kaiſer wurde geſtern von einer beängſtigenden Athemnoth heimgeſucht, ſo daß ein Wechſel der Canüle nothwendig geworden war. Dieſerhalb wurden Profeſſor Bergmann und Dr. Bramann nach Charlottenburg berufen. Während Dr. Bramann bei dem Kaiſer verblieb, kehrte Profeſſor Berg— mann Abends nach Berlin zurück, um dem Kron— ſchlüſſel, 10 lefinitiv als beſeitigt anzuſehen ſein. 79 burger Nachrichten“ bringen ein Berliner Tele— nend geantwortet hatten. 1 kranten Heirathsprojects nachgegeben habe. Man ten ergriffen und mlt bewegter Stimme aus— prinzen und dem Reichskanzler Bericht zu er ſtatten. Die letzte Nacht hatte der Kaiſer gut verbracht. Er ſtand heute Morgen um 8 Uhr auf, fühlte ſich ſehr gekräftigt und machte eine Spazierfahrt nach Berlin. Die„Kreuzzeitung“ ſchreibt bezüglich des Aufalles: Die Athmungs— beſchwerden waren durch eine Anſchwellung be— dingt, welche ſich unterhalb der Mündung der Canüle gebildet hat. Da Mackenzie dieſem zeit— weilig zu ernſten Beſorgniſſen Anlaß gebenden Zuſtande gegenüber rathlos war, ſo mußte Profeſſor Bergmann in größter Eile herbeige— rufen werden, dem es denn auch in kurzer Zeit ge— lang, dem Kaiſer durch Einführung einer längeren Canüle Erleichterung zu bringen. Es muß als ein zroßes Glück angeſehen werden, daß es moͤglich par, Bergmann ſo ſchnell aus Berlin zur Stelle zu ſchaffen und es iſt dem Vernehmen lach Vorſorge getroffen, daß er ſelbſt oder Or. Bramann in Zukuuft ſtets zur Verhütung ihnlicher Zufälle ſofort zur Hand ſein werden. — 15. April. Der Kaiſer hatte in Folge mehr— achen Huſtenreizes eine wenig befriedigende Nacht! ind fand erſt gegen Morgen ruhigeren Schlaf. L— Die Ausführungsbeſtimmungen zum Stell— ertretungserlaß ſind erfolgt. Dieſelben ſollen genau beſtimmen, in welchen Angelegenheiten die Stellvertretung zu erfolgen hat. Eine allgemeine Stellvertretung des Kaiſers durch den Kron— 1 wie ſolche in der Stellvertretungsordre es Kaiſers Wilhelm vorgeſehen war für die beiten der Behinderung, iſt durch den Stell— ſertretungserlaß des Kaiſers Friedrich ausge— ſchloſſen. — Nach der„Poſt“ dürfte die Kanzlerkriſis Dieſelbe heilt nämlich mit, daß die Kaiſerin den Be— denken des Fürſten Bismarck bezüglich des be— e zählte, die Kaiſerin habe beide Haͤnde des Fur— gerufen:„Ich opfere das Glück meiner Tochter uf dem Altar des Vaterlandes“. Die„Ham— Famm, nach welchem mehrere Perſonen, insbe— endere hochſtehende Diplomaten, unter der Hand ud ohne Vorwiſſen des Kaiſers ſondirt worden ten, ob ſie die Nachfolgerſchaft übernehmen gärden und welche ſämmtlich unbedingt ab— — Die Meldung, daß der Plan beſtanden tte, dem Fürſten Alexander von Battenberg in prenßiſches Armeecorps zu übertragen, wird 1 1 herzog iſt heute in Begleitung des Hauptmanns, geordnete habe darin die Vermuthung ausge— als eine tendenziöſe Erfindung zurückgewieſen; es ſei hoͤchſtens die Frage erörtert worden, ob dem Prinzen das Commando einer Cavallerie— Brigade übertragen werden konne. — Der„Centralverein für Hebung der Fluß und Canalſchifffahrt“ will bei dem Kaiſer ein Immediatgeſuch einreichen, wonach zu Ehren des verſtorbenen Kaiſers dem Nordoſtſeecanal der Name„Kaiſer-Wilhelm-Canal“ beigelegt wer— den ſoll. — Die Königin von England wird am zwei Tage verweilen. — Die dem Abgeordnetenhauſe zugegangene Nothſtands-Vorlage fordert 34 Million Mark, wovon 20 Million zur Gewährung von Staats— beihülfen an einzelne Perſonen und Gemeinden, 8 Million zur Herſtellung der Deiche und Uferwerke, 4 Million zur Herſtellung beſchä— digter Staatsbahnen und 2 Million zu an— deren fiskaliſchen Bauten als erforderlich er— achtet werden. Die Beihülfen können ohne die Auflage der Rückgewähr bewilligt werden. Der ganze Betrag wird auf dem Wege einer An— leihe durch Veräußerung eines entſprechenden Betrags von Schuldverſchreibungen aufgebracht. — Nach einer Meldung aus Paris erzählt Rochefort im„Intranſigeant“, er habe zur Zeit der Schnebele-Affaire von Clemenceau einen aus Berlin eingegangenen Brief erhalten, der von einem Reichstagsmitgliede, einem erbitterten Feinde des Reichskanzlers, unterzeichnet war. Der Ab— ſprochen, daß ein Ueberfall in acht Tagen un vermeidlich ſei und verſichert, daß der Hinter halt von Pagnuy eine vorüberlegte Provokation geweſen ſei. Einer ſolchen Beſchuldigung eines deutſchen Reichstagsmitgliedes gegenüber, ſagt das„Fr. J.“ ſehr richtig, muß man verlangen, daß der Name des Briefſchreibers genannt wird, Ausland. Oeſterreich-Ungarn. Wien. Die Kai— ſerin von Oeſterreich kommt zu langerem Aufent— halt nach Baden-Baden. 14. April. Kronprinz Rudolf iſt heute zur Juſpicirung der Truppen nach Ungarn ab— gereiſt. — Die Beſorgniß einer öſterreichiſchen Cabi netskriſis wegen der Branntweinſteuer iſt als beſeitigt zu betrachten. Der Kaiſer berief näm— lich heute die polniſchen Abgeordneten. Jaworski appellirte an den Patriotismus der Polen rück— ſichtlich äußerer Angelegenheiten; in Folge deſſen acceptirte der Polenclub die Steueranträge. — 13. April. Die heute im Abgeordneten— hauſe eingebrachte Wehrvorlage beſtimmt Folgen— des: Die Mannſchaft des erſten Jahrgangs der Reſerve, ſowie die drei jüngſten Aushebungs— jahrgänge der Erſatzreſerve koͤnnen, wenn be— ſondere Verhältniſſe es erfordern, nach der Maßgabe und auf die Zeit des Bedarfs auf Befehl des Kaiſers zur aktiven Dienſtleiſtung eingezogen, jedoch nur ſo lange praͤſent gelaſſen 25. d. M. in Charlottenburg eintreffen und welche in Folge zu berückſichtigender Umſtände vom regelmäßigen Präſenzdienſt enthoben bezw. der Erſatzreſerve überwieſen ſind. Die zur aktiven Dienſtleiſtung für mindeſtens zwei Mo— nate herangezogenen Reſerviſten bleiben während der weiteren Reſervedienſtpflicht von jeder Waffen⸗ übung befreit. Das Geſetz wird wirkſam vom Tage der Kundmachung ab. Norwegen. Chriſtiauna. Das Storthing nahm die Zollerhöhung für Spiritus an; die Erhöhung tritt ſofort in Kraft. Belgien. Brüſſel. Die außerordentlichen Staatseinnahmen pro 1888 ſind mit 7 Millio— nen veranſchlagt, die außerordentlichen Ausgaben auf 52 Million. Das Manko ſoll durch eine Anleihe gedeckt werden. OSGroßbritannien. London, 15. April. Der Deputirte O'Brien wurde wegen einer am letzten Sonntag in Longhrea gehaltenen Rede in Kingſtown verhaftet. Serbien. Belgrad. Hieſigen Meldungen zufolge beſchloß der Miniſterrath der Skup⸗ ſchtina die Uebernahe des Tabakmonopols in die Staatsregle vorzuſchlagen. — Wie aus Florenz gemeldet wird, gedenkt die Königin Natalie von Serbten Italien in den erſten Maitagen zu verlaſſen und ſich mit dem Kronprinzen und ihrem Gefolge zunächſt zu mehrtaͤgigem Aufenthalte nach Wien zu be— geben. Bulgarien. Sofia. Der Wiener Corre— ſpondent der„Times“ berichtet nach einem Telegramm von hier, Jemand aus der Umge⸗ bung des Prinzen Ferdinand habe erklärt, ſelbſt der ſchärfſte diplomatiſche Druck werde den Prinzen nicht veranlaſſen, Bulgarien zu ver— laſſen, und ſei er feſt entſchloſſen, nur der Ge— walt zu weichen. Der Prinz ſei mit dem ge⸗ genwärtigen Cabinet unzufrieden; die Beibehal— tung desſelben hänge von der Sobranje ab. Aus Stadt und Land. Friedberg, 16. April. Eine erſchütternde Trauer— kunde haben wir unſeren Leſern mitzuthetlen Reallehrer Blickhahn dahter, bekanntlich ein in allgemeinſter Achtung ſtehender vortrefflicher, hochbegabter und gewiſſenhafter Lebrer und Menſch, hat in einem Anſalle geiſtiger Um— nachtung heute in der Lahn bei Gießen den Tod geſucht und wahrſcheinlich auch gefunden. Die Kleider mit einem Zettel fanden ſich in einem Kahn, nach der Leiche wird noch geſucht R. Friedberg. Von Intereſſe für unſere Leſer— kreiſe dürfte es ſein, daß freiwillige Gaben an Lebensmitteln zum Verzehr, an Kleidungsſtücken, Decken und ähnlichen Bedürfniſſen, welche zur Unterſtützung der nothleidenden Bevölkerung in den von den Ueberſchwem mungen betroffenen Gebteten beſtimmt ſind und von Staats- oder Communalbehörden, Kreisvereinen oder anderen Wohlthätigkeitsvereinen aufgegeben und an ſolche Behörden oder Vereine gerſchtet werden, bis auf Weiteres frachtfret befördert werden. Die betreffenden Frachtbnefe muͤſſen mit dem Vermerk verſehen ſein;„Fretwillige Gaben für die nothleidende Bevoͤlkerung iin.. 4 Die in Betracht kommenden Kreiſe oder Ortſchaften ſind alle, welche in oder on dem Ueberſchwemmungsgebiet der Elbe zwiſchen Wittenberge und Hitzacker, der unteren Weichſel und Nogat und der Warthe bei Poſen belegen ſind, ſowle alle uͤbrigen, inzwiſchen durch Ueberſchwem mungen heimgeſuchten Geblete in den Provinzen Oſt⸗ und Weſtpreußen, Poſen, Brandenburg und Pommern. werden, als dieſelben den erwähnten Jahrgängen angehoͤren. Hiervon ſind diejenigen ausgeſchloſſen, 0 Freiwillige Gaben von Kohlen und Koks werden bis zum Ablaufe dieſes Monats gegen die Hälfte der tarif⸗ — 2 e 2 — 8 3 E r mäßigen Fracht befördert, wenn die Sendungen an Staats- oder Communalbehoͤrden, Kretsvereine oder andere Wohlthätigkeitsvereine gerichtet ſind. Der direkte Verſandt von den Gruben iſt geſtattet. Friedberg. Am Sonntag den 22. April wird zum Gedäaͤchtniß des 400 jährigen Geburtstags Ulrich's von Hutten, eines der bedeutendſten Vorkämpfer der Reformation und der humaniſtiſchen Bildung, Nach⸗ mittags 3 Uhr im großen Saale des„Hötel Trapp“ eine Verſammlung des„Ev. Bundes“ ſtattfinden, in der Prof. Ur. Weiffenbach einen Vortrag über den ge— nannten Mann halten will, und in welcher außerdem uͤber die weitere Organiſation des hieſigen Zweig-Vereins des„Evangeliſchen Bundes“ verhandelt werden ſoll. Wir dürfen im Intereſſe der Sache wohl einem zahlreichen Erſcheinen evangeliſcher Männer und Frauen entgegenſehen. ‚ Friedberg. Unſere Leſer dürfte es intereſſiren, daß Dr. Heck, der dritte Director des zoologiſchen Gartens von Koln, bekanntlich der Sohn eines früheren Fried— bergers, einen an ihn ergangenen Ruf als erſter Director des zoologiſchen Gartens in Berlin angenommen hat. An Dr. Hecks Stelle nach Köln ſoll Director Wunderlich aus Frankfurt a. M. kommen. d. Oſſenheim, 2. April. Der geſtrige Tag brachte der 62jährigen treuen Dienerin, A. Chrtſtine Traut dahter, eine hohe Auszeichnung und eine große Freude. Dle— ſelbe trat am 22. Februar 1848 als Magd in den Dienſt des hieſigen Landwirths und früheren Buͤrger— meiſters Maul und bat nun vierzig Jahre ohne Unter⸗ brechung in einer und derſelben Familie mit lobenswerther Treue und großer Sorgfalt gedtent. Durch Vermittelung von F. A. Jungé, Direetor des Vereins zum Wohle der dienenden Klaſſe zu Frankfurt, erhielt die Katſerin Auguſta biervon Kenntniß; und dieſe hohe Frau, welche Ibre Fürſorge auch ſtets dem Wohle der dienenden Klaſſe zuwendet, bat der genannten Dlenerin in Anerkennung ihrer vierzigjährigen treuen Dienſte ein goldenes Kreuz verliehen und nebſt Diplom vom 7. v. Monats über— reichen laſſen. Beim Empfang dieſer bohen Auszeich— nung war A Ch iſtine Traut hoch erfreut und wahrhaft gerührt und wußte ihren tiefgefühlten Dank nicht herzlich genug auszuſprechen. Möge es ihr vergönnt ſein, noch viele Jahre bei guter Geſundheit ſich dieſer hohen Aus— zeichnung zu freuen. 5 f. Reichelsheim. Für die ſchwer heimgeſuchten norddeutſchen Brüder wurden in unſerer Gemeinde zwei unddreißig Mark geſammelt, welche bereits nach Darm⸗ ſtadt abgegangen ſind. Demnächſt wird eine zweite Sen dung nachfolgen n Altenſtadt. Apotheker Münch von hier, ein noch junger unverheiratheter Mann war vor einigen Tagen in Friedberg und kehrte Abends wieder über Aſſenheim zurück. Dabei gerieth er in der Dunkelheit in die Nähe der Koch'ſchen Mühle dortſelbſt in die Nidda und ertrank. Allerlei. Prag, 12. April. Der Karlsbad Prager Perſonen— zug entgleiſte um 3 Uhr Morgens beim Einfahren in die Statlon Satkau. Der Lokomotivführer blieb todt, zwei Kondukteure wurden ſchwer verwundet. Die Paſſa⸗ glere kamen mit dem Schrecken und leichten Kontuſionen davon Mehrere Waggons und die Maſchine ſind beſchädigt. Oedenburg, 12. April. Heute Früh wurde hier ein heftiges Erdbeben verſpürt. In Eiſenſtadt ſind meh rere Häuſer eingeſtürzt. Peſt, 13. April. Das geſtern früb ſtattgefundene Erdbeben in Oedenburg hat ſich Abends um 1/9 Uhr wiederholt. Im ſtarkbeſetzten Theater herrſchte großer Schrecken. In Eiſenſtadt ſind Häuſer eingeſtürzt. Die Erdſtöße bewegten ſich von Nordoſt nach Südweſt. An die evangeliſchen Bewohner des Dekanats Friedberg. Nach einer vorliegenden Berechnung auf Grund ſtatiſtiſcher Erhebung hat der Beſuch des Gottes— dienſtes, während er anderwärts zugenommen hat, in dem Dekanate Friedberg ſich vermindert. Ich kann in dieſer Abnahme des kirchlichen Lebens in unſerem Dekanate, die ich hier öffent⸗ lich zur Sprache bringe, nur eine große Gefahr für die gedeihliche Entwickelung unſeres Volks lebens ſehen. Eine, wenn auch langſame, aber ſtetig fortſchreitende Abnahme der Theilnahme an dem gottesdienſtlichen Leben der Gemeinde kann am Ende ohne Minderung der ſittlichen Kraft des Volkes nicht abgehen. Eine ſolche Erſcheinung weiſt mit Sicherheit auf das immer weitergehende Verſinken des Volksgemüths in die irdiſch ſinn⸗ lichen Intereſſen hin, welche nur im Genuſſe des Augenblicks ihre Befriedigung ſuchen. Mit dem Zurückgehen des gottesdienſtlichen Lebens iſt nothwendig auch eine Abnahme des Gefühls für Verantwortlichkeit unſerer Handlungen, ein Rückgang der Begeiſterung für die höchſten Le— bensgüter, der Opferfreudigkeit, ein Verluſt an wahrer Erhebung, an ſittlicher Freiheit und Selbſtſtändigkeit, wenn auch nicht immer bei den einzelnen Gliedern, ſo doch bei der Ge— ſammtheit des Volkes verbunden. Solche Sätze, die von keinem denkenden Menſchen beſtritten mächtig antreiben, gegen die Gleichgültigkeit an dem gottesdienſtlichen Leben der Gemeinde anzukaͤmpfen. Bis zur Stunde hat noch Niemand den Menſchen einen Erſatz für die Erhebung geboten, welche ſie im Gottesdienſte finden können, und die ſocialdemokratiſche Schwär— merei, an die Stelle des Gottesdienſtes ein materielles Genußleben zu ſetzen, dürfte ſich doch furchtbar an dem armen Volke rächen. Noch ein zweites möchte ich anfügen. Man hat mit Recht von vielen Seiten auf einen Mangel an evange— liſcher Geſinnung in unſerem Volke aufmerkſam gemacht. Auch hat man mehrfach auf die ge— ringe Thatkraft, auf die ſchwache Anziehungs— kraft, welche die Kirche auf viele Gemüther ausübt, und auf den geringen Einfluß, den ſie auf die Entwicklung des offentlichen Lebens hat, hingewieſen. Und gewiß, wenn die Kirche der Reformation, die einen ſo wunderbar herrlichen Anfang hatte, die ſo befreiend wie kaum eine zweite Bewegung auf das Geſammtleben der Nation eingewirkt hat, nicht im nächſten Jahr— hundert, was Gott verhüten wolle, einem lang— ſamen Siechthum entgegen gehen ſoll, ſo muß ſie ihre Krafte zuſammen halten und durch ein thätiges Eingreifen, durch emſiges Arbeiten und Schaffen für Volkswohlfahrt, für die wahrhafte Befreiung der einzelnen Glieder von den hem— menden Feſſeln, die ſie gebunden halten, ſich mächtig hervorthun. Ich wüßte aber nicht, wie ſolches bei der herrſchenden und zunehmenden Gleichgültigkeit gegen das gottesdienſtliche Leben möglich ſein ſollte. Der evangeliſche Geiſt wohnt nicht von Natur in dem Menſchenherzen, er wird auch nicht allein auf dem Wege des Un terrichts durch die Schule erweckt, ſondern von dem Gottesdienſte der auf wirklich andächtige Beſucher wie ein reinigendes ſtaͤrkendes Bad wirkt, geſchaffen und von hier in alle Kreiſe der Gemeinde verbreitet. Je eifriger die leben— dige Theilnahme am Gottesdienſte iſt, um ſo erbaulicher iſt er und um ſo mächtiger ſind die Wirkungen die von ihm ausgehen. Wer noch ein Herz für die evagneliſche Kirche hat, der muß an ihrem Gottesdienſte Theil nehmen und durch ſeinen andächtigen Beſuch ſie wirkungs— voller macheu. Möchte dieſer Mahnruf an die Evangeliſchen in der Wetterau einen kräftigen Widerhall in all den Herzen finden, welche noch warme Liebe für die Kirche der Reformation und für unſere Volkswohlfahrt hegen. Friedberg. Meyer, Dekan. Verlooſungen. Naſſaulſches Staatsanlehen Ziehung am 19. März 1888. Rückzahlung 1888. Lit. A. Nr. 27 32 43 62 84 à fl. Nr. 28 104 162 177 219 250 271 301 359 361 383 446 436 447 469 523 534 547 562 610 643 661 663 683 725 752 770 775 796 à fl. 500. Lit. C. Nr. 16 17 25 43 86 102 108 115 135 150 174 186 215 216 270 274 288 305 350 359 403 434 552 556 566 592 606 623 642 656 680 717 731 693 800 818 844 857 950 989 à fl. 300. Lit. D. Nr. 11 105 112 143 158 162 308 321 338 352 360 394 435 455 481 501 512 594 596 604 625 642 666 668 700 766 829 836 880 905 931 985 1062 098 108 114 115 224 283 285 321 351 361 873 382 384 408 435 436 439 462 477 493 512 518 522 535 541 560 615 678 679 696 712 741 755 757 765 770 787 808 813 848 858 862 870 889 900 959 960 à fl. 100. Naſſaulſches 4proc. Staats Anlehen von 1858. Ziehung am 20. März 1888. Rückzahlung am 30. Juni. Lit. F. Nr. 88 133 252 497 598 603 628 842 863 929 961 1103 223 283 375 528 555 918 à fl. 100. Lit. G. Nr. 276 617 719 748 815 854 1023 101 245 304 346 389 464 637 824 915 983 à fl. 200. Lit. H. Nr. 63 135 259 529 665 713 834 881 894 898 a fl. 300. Lit. I. Nr. 22 120 292 404 412 620 633 646 686 720 768 928 1398 455 567 863 927 977 2076 114 177 400 473 482 600 3028 054 357 413 565 742 817 4095 161 à fl. 500. Lit. K. Nr. 96 343 452 480 518 535 808 865 à fl. 1000. Rückzahlung am 31. De— zember 1888. Lit. F. Nr. 21 61 379 526 594 616 675 774 819 976 1199 226 280 343 513 569 760 985 2 fl. 100. Lit. G. Nr. 8 204 406 425 477 586 590 738 806 934 1029 063 112 430 524 507 650 655 à fl. 200. Lit. H. Nr. 23 320 357 369 470 635 762 772 à fl. 300. Lit. J. Nr. 192 240 297 356 380 458 506 552 577 982 1680 796 870 2178 290 306 360 396 397 423 426 458 685 879 3065 141174 295 549 554 612 613 759 4024 von 1851. am 30. Juni 1000. Lit. B. 304 309 318 030 180 à fl. 500. Lit. K. Nr. 204 232 388 398 614 werden, ſollen alle Freunde der Volkswohlfahrt; Handel und Verkehr. Friedberg, 14. April. Buttermarkt. Butter koſtete per Pfd. M. 1.00— 1.10. Eier 1 Stück 6 Pf. Gießen, 14. April. Auf dem heutigen Markt koſtete Butter per Pfd. M. 0.95—0.00, Eler 2 Stück 11 Pf., 0.70, Hühner per Stück M. 0.85— 1.00, Hahnen per Stück M. 1.30— 1.50, Enten per Stück M. 1.80— 2.20. Ochſen⸗Fleiſch per Pfund 5860 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ Fleiſch 45— 50 Pf., Schweinefleiſch 54—60 Pf., Hammel⸗ Fleiſch 54— 64 Pf., Kalbfleiſch 40—46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.60— 7.00, Zwiebeln per Centner M. 14.50— 15.50. Frankfurt, 13. April. Heu- und Strohmarkt. Heu pro 100 Kilo M. 9—9.60., Stroh pro 100 Kilo M. 5.20—5.60., Butter 50 Kilo M. 90—95., Eier das Hundert M. 4.50—5., Erbſen 100 Kilo M. 17.50 bis weiße Bohnen M. 19—23., Mohrrüben 50 Kilo M. 6 bis 7., neue Malteſer Kartoffeln 50 Kilo M. 11—12., Endivien 100 Stück M. 20—25., Eskarol M. 15—20., Kopfſalat M. 25—50., franz. Radleschen per Pack M. 1.50., friſche Aepfel 50 Kilo M. 30., franz. Erbſen per Ctr. M. 50—60., franz. Bohnen per Pfd. M. 1.50. Frankfurt, 14. April. Erbſen ganze per Pfund 12— 16 Pf., do geſchälte 14—18 Pf., Linſen 18 bis 28 Pf., weiße Bohnen 18-20 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 6.—7., neue Malteſer Kartoffel per Pfd. 15—16 Pf., Butter per Pfd. M. 1.10— 1.30, Eier das Stück 5 bis 6 Pf., Radteschen 2—4 Pf., das Päckchen Grünkohl per Portton 50—60 Pf., Blumenkohl per Stück M. 0.40— 1.2“, franz Kopfſalat 14— 18 Pf., Endlvien 18-30 Pf., Eskarol 10— 15 Pf., neue Erbſen per Pfd. 7080 Pf., neue grüne Bohnen per Pfd. M. 1.50, Spinat 50 bis 80 Pf., Romainſalat M. 0.70— 1.00, dicke friſche Spargel per Pfd. M. 2.— 3.50, Suppenſpargel per Päckchen 30 bis 40 Pf., Sellerieköpfe per Stück 15— 25 Pf., Zwiebeln per Pfund 15 Pf., Rothkraut per Stück 40—50 Pf., Schwarzwurzel 50—60 Pf. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienſtag den 17.: Gloconda. Gioconda: Fräul. Baum- gartner als Gaſt. Gewöhnliche Preiſe. Mittwoch den 18.: Vorſtellung bet ermäßigten Preiſen: Der gehörnte Siegfried. Hierauf: Sſegfried's Tod. Außer Abonn. Donnerſtag den 19.: Hans Heiling. Gewöhnl. Preiſe— Freitag den 20.: Vorſtellung bei ermäßigten Preiſen: Kriemhild's Rache. Außer Abonn. Samſtag den 21.: Stumme von Portiel. Gew. Preiſe. Sonntag den 22.: Der Prophet. Gewöhnl. Preiſe. Schauſpielhaus. Dienſtag den 17.: Rateliff. Hierauf: Frühling im Winter. Zum Schluß: Der zerbrochene Krug. Große Preiſe. Mittwoch den 18.: Die Glocken von Corneville. Gr. Preiſe. Donnerſtag den 19.: Abonnements Vorſtellung für den in dieſer Woche ausfallenden Freitag. Die berühmte Frau. Große Preiſe. Freitag den 20. geſchloſſen. Samſtag den 21.: Romeo und Julia. Keſter als Gaſt. Große Preiſe. Sonntag den 22., Nachmittags 3½ Uhr: Alt-Frankfurt. Kleine Preiſe. Abends 7 Uhr: Ant rea. Große Preiſe. Literariſches. Dahelm Nr. 18 enthält: Zum dritten Male. Fortſ.— Kalſer Friedrich, Katſerin Viktorta.— Aus dem boy riſchen Saldatenleben im Frieden jetzt und früher. Von Tanera.— Zu uns kommt er nimmer Bild.— Das Katſerliche Reſidenzſchloß zu Chalottenburg. Von F. Schultz. Mit fünf Illuſtr.— Am Familientſſch: Rogges Kaiſerbüchlein. Von R. Köntg.— Aus Abeſſinien und dem Sudan.— Reitſport in New-Vork.— Die üblichen Beilagen. Romeo: Herr Geld⸗Cours. Frankfurt am 14. April 1888. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenſtücke 16. 13 16. 09 do. in 2 16. 12 16909 Engliſche Sovereigns 20.82 Ruſſiſche Impertales. 16. 71 16. 66 Ducaten. 9 0 99 8 9. 48 „ al mare 9. 59 9. 54 Dollors in Gold. 4. 20 4. 16 A Buxkin, umſonſt wendet man ſich an billigere Bezugsquellen für Herren- und Knaben⸗Anzüge in reiner Wolle, nadelfertig, ea. 140 em breit à M. 2.35 per Meter. Direeter Verſandt in einzelnen Metern und ganzen Stücken durch das Buxkin Fabrik Depot Oettinger& Co., Frankfurt a. M. Muſter unſerer reichhaltigen Collektionen bereitwilligſt franeo. 1010 ee eee eee ee Dienſtag den 17. April 1888, Nachmittags 4 Uhr, verſtelgere ich an meiner Wohnung, Kaiſerſtraße Nr. 7, meiſtbietend gegen Baarzahlung 1 Kuh. Verſteigerung ſicher. Friedberg den 14. April 1888. Bangel, 620 778 779 à fl. 1000. 1514 Großh. Gerichtsvollzieher. Käſe per Stück 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 1 * 21.50., do. geſchälte M. 20- 30., Lnſen M. 28—45., Ole fü a, ben! 625 80 1020 4 Zu dem 1 Termin seht. 90 0 Gld⸗ Matei Stein Bilth imm Dachd Tiſchl Schlo Walze Olaſe Puß⸗ Spen Stuc Plä der Bü ſicht o Abſchre⸗ Dle ſummen ſprechen rlchen. Die trſchlen. den Of nut t Fturkfatt. 5 2 . Pochkieslieferung. Die Anlieferung von 40 Waggon Pochkles von Lauren— burg für die hieſigen Parkanlagen ſoll vergeben werden. Die Bedingungen konnen auf unſerem Bureau einge— 1 werden. Angebote ſind längſtens bis zum 21. d. M., Vormittags 11 Uhr, dahter einzureichen. Bad Nauheim den 16. April 1888. Großherzogliche Badedireetlion Bad-Nauheim. 1520 AA Jäger. Amtsgerichts-Neubau in Bad⸗Nauheim. Zur Unterbringung nachbenannter Bauarbeiten auf dem Wege allgemeiner ſchriftlicher Submiſſion wird Termin auf den 28. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, feſt— geſetzt. Die Arbeiten ſind veranſchlagt: M. Pf. Erd⸗ und Maurerarbelten zu 5973 05 Materialien inel. Blendſteine 8687 20 Steinhauerarbeit 8889 13 Bildhauerarbeit 150— Zimmerarbett 5597 31 Dachdeckerarbeit 1630 10 Tiſchlerarbeit 4944 29 Schloſſerarbeit 1182 70 Walzeiſenlieferung 273 79 Glaſerarbeit t Putz- und Anſtreicharbeit 3891 77 Spenglerarbelt 1112 78 Stuckarbeiten 191 20 Pläne, Voranſchlag und Bedingungen liegen während der Büreauſtunden bei unterfertigter Behörde zur Ein— cht offen und werden daſelbſt gegen Erſtattung der Übſchreibgebühren, Anſchlag und Bedingungen verabfolgt. Die Angebote ſind in Prozenten der einzelnen Titel ummen auszudrücken, verſiegelt und portofret mit ent— prechender Aufſchrift verſehen, rechtzeitig bei uns einzu— ichen. Die Eröffnung derſelben erfolgt im Beiſein der etwa nuſchienenen Bieter zur oben feſtgeſetzten Stunde. In en Offerten muß ausdrücklich angefübrt ſein, daß von en Bedingungen Kenntniß genommen wurde. Bad⸗ Nauheim den 13. April 1888. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bad-Nauheim. Wörner. 502 l 5 e N 5 Holzverſteigerung. Im Gemeindewald Nieder-Rosbach werden Donners ag den 19. April in den Diſtrikten Hochwald und Pfahl— waben verſteigert: 7 Stück Fichten⸗ Stämme von 10— 16 Meter Länge, zu Leiterbäumen und 194 Fichten⸗Derbſtangen,. N 1370 7 Fichten-Reisſtangen, n 14 Raummeter Nadel-Knüppelbolz, 1395 Eichen Schlag⸗Wellen. Anfang und Zuſammenkunft Morgens 8½ Uhr am Kühnerpfad. Nleder⸗Rosbach am 14. April 1888. 1 Großherzogliche Bürgermeiſterei Nieder-Rosbach. 497 G Arbeits- Vergebung. Freitag den 20. d. Mts., Nachmittags um 3 Uhr, len nachſtehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen uf dem Rathhauſe zu Bönſtadt öffentlich vergeben nerden: M. Pf. Mauxrerarbeit, veranſchlagt zu 78— Zimmerarbeit 652— Dachdeckerarbeit 387 Schreinerarbeilt 74— Schloſſerarbeit 13— Spenglerarbeit 16— Weißbinderarbeit 177— Lieferung von Cementröhren 22 50 Lieferung von Wangenſteinen 16— Friedberg den 16. April 1888. Zörb II., 16501 Bezirks bauaufſeher. 1 5ol—— Holzverſteigerung. Die im hieſigen Gemeindewalde ſtattgehabten Holz— turſteigerungen vom 3. und 4. April l. J.,„Diſtrikt geeisgräben“, vom 9. April l. J.,„Diſtrikt Ausſicht“, ind genehmigt und erſter Abfahrtag auf Donnerſtag den 10½¼½ d. Mts. feſtgeſetzt worden. Ober Mörlen am 14. April 1888. Großherzogliche n Ober-Mörlen. 0. . Bekanntmachung. Die am 10. d. Mis. im Mänſterer Gemeindewald Algehaltene Holzverſteigerung iſt genehmigt und kann bei nockener Witterung das Holz jeden Tag abgefahren werden. Münſter den 16. April 1888. Großherzogliche Bürgermeiſteretl Münſter. Relneck. Ein Zimmer vermſethen bei 2 Schloſſer Lotz. Holzverſteigerung. Montag den 23. d. Mts., von 9 bis 12 Uhr Vor⸗ mittags, ſollen in dem Graͤflich zu Rantzau'ſchen Kirch⸗ wald bei Ziegenberg verſteigert werden: 15250 ſchwere Buchen-Wellen, 110 Wellen Birken Beſenreiſer, 62 Fichten Stangen, ſodann nach 12 Ubr: 16000 leichte Laubholz Wellen(Backholz). Zuſammenkunft am„Möſers Schlag“ oberhalb des „Langentrelben“. Ziegenberg den 14. April 1888. Die Gräfliche Verwaltung. 1517 Sommerlad. 15 Zwangs ⸗Verſteigerung. Donnerſtag den 19. April, Vormittags 11 Uhr, verſteigere ich im Schulhofe zu Heldenbergen gegen Baarzahlung: 5 Kühe, 1 Pferd, 3 Ziegen, Wagen, ſowie Hausmobilien durch alle Rubriken. Herget, Kreisbote zu Vilbel. Kaufmännischer Verein, Frankfurt(Main). Seit dem Bestehen 1865) bis 31. März d. J. 16,896 feste Stellen vermittelt, 1504 davon 1887: 1471, vom 1. Januar bis 31. März d. J. 442. a Starke Nachfrage nach gut empfohlenem Personal kür Comptoir, Laden, Lager und Reise aller Gescbäfts— zweige. liche Bewerbungsdauer. gebührenfrei. 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Mts., Nachmittags um 123 Uhr ſtatt. 1518 — ä 2 28 3 8 Er. mir ergebenſt mitzutheilen, daß ich mein Putz- und Modewaaren- Geſchäft an Herrn J. Keim aus Kreuznach verkauft habe. Dasſelbe wird von heute an von Herrn J. Keim ganz in der ſeitherigen Weiſe für eigene Rechnung in meinem Hauſe, Kaiſerſtraße Nr. 77(neben der Poſt) fortgeführt werden. Für das mir zu Theil gewordene Wohlwollen beſtens dankend, bitte ich zugleich dasſelbe Hochachtungsvoll 2 HK. Friedrich. Auf Vorſtehendes Bezug nehmend, erlaube ich mir mich einem geehrten Publikum beſtens zu empfehlen und wird es ſtets mein Beſtreben ſein, mir durch aufmerkſame und reelle Be— dienung, die Zufriedenheit der mich Beehrenden zu erwerben. Hochachtungsvoll I. Keim vormals IMK. Friedrich. auf Herrn J. Keim übertragen zu wollen. Friedberg den 16. April 1888. 1519 4 Nieder⸗Mörler Spar⸗ und Creditverein. Eingetragene Genoſſenſchaſt. 9 2 Bilanz pro 1887. 8 5 Betrag. 5„„ Betrag. Actiba. aſſiba. Mark. Pf. N Mark. Pf. Gewährte Darlehen an Private 24525 03 Anleh n! lf 81689 47 Gewährte Darlehen gegen Obli⸗ Stammantheile n. 1 d gatlonenn 0 4335— Reſervefonds.„„ n Guͤterkaufſchillinge. 46606 36 Kaſſenvorrath. 5 5 9912 03 Summa der e— 85378 42 Summa der Paſſiva= 85378 42 Nieder⸗ Mörlen, 9. März 1888. Rechner: Controleur: Beiſitzer: 1500 Peter Jakob Möbs III. Bürgermeiſter Kremer. Rudolph Schaupp.. Neue Malta ⸗Kartoffeln, 2 Corsetten. vorzüglich ſitzend, in reicher Auswahl von 80 Pf. an, ſowie die beliebten Geſundheits-Corſetten für Frauen von M. 3.50 an. 1036 Heinr. Diehl, Uſagaſſe. 2 Conſirmanden⸗ und Knaben-Anzüge von den billigſten bis zu den hochfeinſten empfehlen in be⸗ kannter großartiger Auswahl. Flicklappen zu jedem Anzug. J. Fürth's Erben. Schippen, Hacken, Spaten, Schaufeln, Düngergabeln und Rechen 1432 bei Theis& Müller. 2 neue Pianino, eines in Nußbaum, das andere in Schwarz, werden zum Fabrikpreis abgegeben. Wo? ſagt die Expeditlon des Anzeigers. Erklärung. 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