ſehr freien . Sinbedtr.. — ucklinge. e. in Ferluck ex u Linnich. 133 fel, 2 Arft fen 4 in Dosen 22 22 1888. Dienſtag den 16. October.. Oberheſſiſcher Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erſcheint dreimal wöchentlich und zwar Dienſtag, Donnerſtag und Samſtag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Amtlicher Theil. f N 5 Nr. 37 des Reichsgeſetzblatts, ausgegeben den 3. d. Mts., enthält: 3(Nr. 1824.) Verordnung über die Inkraftſetzung des Geſetzes, betreffend die Unfall, und Kranken Verſicherung der in land und forſtwirthſchaftlichen Betrieben Heſchäftigten Perſonen vom 5. Mai 1886 für das Herzogthum Anbalt. Vom 2. Oktober 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg. Friedberg den 18. Oktober 1888. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Den Herbſtfaſelmarkt des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins zu Friedberg pro 1888. Der diesjährige Herbſt-Faſelmarkt des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins Friedberg ſoll Mittwoch den 2A. l. Mts. zu Friedberg abgehalten werden, Die aufgetriebenen Faſel werden durch eine hierzu beſtellte Commiſſion gemuſtert und wird den Eigenthümern der als preiswürdig erkannten Thiere eine Geldprämie bewilligt, wozu der landwirthſchaftliche Bezirksverein und die Kreisſtadt Friedberg entſprechende Beträge zur Dispoſition geſtellt haben. Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eigenthümer erſcheint nicht als eine Bedingung der Prämiirung. Von der Preisbewerbung ſind Gemeindefaſel ausgeſchloſſen, desgleichen Faſel, die um 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze ſind. Für Faſel, welche als tauglich befunden, aber nicht prämiirt werden, wird auf Verlangen eine Wegvergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefeſſelte Thiere werden von dem Platze weggewieſen. Die zum Abſchluſſe kommenden Verkäufe wollen dem Großh. Bürgermeiſter Herrn Steinhäußer zur Anzeige gebracht werden. Zu recht zahlreichem Beſuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Friedberg den 12. Oktober 1888. Der Direktor des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. Betreffend: Den Herbſt⸗Faſelmarkt des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins Friedberg pro 1888. Friedberg den 12. Oktober 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Vorſtehende Bekanntmachung wollen Sie in den Publikationskaſten einheften. Dr. Braden. ö Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Ober⸗Erlenbach. B ekanntma ch un g. Nachdem eine größere Anzahl betheiligter Grundbeſitzer die Einleitung des Verfahrens der Feldbereinigung in der Gemarkung Ober— Erlenbach beantragt haben, das Verfahren von der Großherzoglichen Oberen laudwirthſchaftlichen Behoͤrde als zuläſſig erachtet worden iſt und der Unterzeichnete zum Commiſſär zur Leitung der Abſtimmung ernannt worden iſt, ſo wird hiermit Tagfahrt zur Abſtimmung der betheiligten Grundeigenthümer auf Mittwoch den 7. November l. J., Vormittags van 10 bis 12 Uhr, im Rathhauſe zu Ober-Erlenbach anberaumt. Diejenigen betheiligten Grundbeſitzer, welche in der anberaumten Abſtimmungstagfahrt weder perſönlich, noch durch gehörig Bevoll⸗ mächtigte abſtimmen, werden als für die Bereinigung ſtimmend angeſehen. Friedberg den 5. October 1888. Der Vollzugs-Commiſſär: Dr. Wallau. Bekanntmachung. nd: Feldbereinigung in Flur II, VIII, IX, X und XI der Gemarkung Fauerbach b. Fr. 1 Nachdem der Ortsvorſtand zu Fauerbach b. Fr. die Feldbereinigung der rubricirten Fluren beantragt, das Verfahren von der Groß— herzoglichen Oberen landwirthſchaftlichen Behörde für zuläſſig erkannt und der Unterzeichnete zum Commiſſär zur Leitung der Abſtimmung ernannt worden iſt, ſo wird hiermit Tagfahrt zur Abſtimmung der betheiligten Grund-Eigenthüͤmer auf Donnerſtag den 8. November, Vormit⸗ tags von 8 bis 10 Uhr, im Rathhauſe zu Fauerbach b. Fr. anberaumt. Diejenigen betheiligten Grundeigenthümer, weiche in der anberaumten Abſtimmungstagfahrt weder perſönlich noch igte abſtimmen, werden als für die Bereinigung ſtimmend angeſehen. Ein Verzeichniß der betheiligten Grundbeſitzer und der zum Bereinigungsbezirk zugezogenen Grundſtücke liegt bis Tagfahrt auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeiſterei Fauerbach b. Fr. zu Jedermanns Einſicht offen. Friedberg den 9. Oktober 1888. Der Vollzugscommiſſär für Feldbereinigung: Dr. Wallau. Betreffe durch gehörig Be— vollmächt zur Abſtimmungs— Bekanntmachung. 10 Betreffend: Feldbereinigung in Flur IX bis XV und eines Thetles der Flur XVI der Gemarkung Dorheim. toßer uus üglichen er billigen jann, Pelz i 1 fein. Dorheim die Feldbereinigung der rubricirten Fluren beantragt, das Verfahren von der Großherzoglichen der Abſtimmung ernannt worden ormitttags von 8 bis 10 Uhr, f Nachdem der Ortsvorſtand zu Dberen landwirthſchaftlichen Behörde für zuläſſig erkannt und der Unterzeichnete zum Commiſſär zur Leitung iſt, ſo wird hiermit Tagfahrt zur Abſtimmung der betheiligten Grund Eigenthümer auf Freitag den 9. November, V im Rathhauſe zu Dorheim anberaumt. Diejenigen betheiligten Grundeigenthümer, welche in der anberaumten für die Bereinigung ſtimmend angeſehen. ſitzer und der zum Bereinigungsbezirk zugezogenen Grundſtücke liegt bis zur Abſtimmungs⸗ Dorheim zu Jedermanns Einſicht offen. Der Vollzugscommiſſär für Feldbereinigung: Dr. Wallau. el . 1 9 Abſtimmungstagfahrt weder perſönlich noch durch gehörig Bevoll⸗ mnächtigte abſtimmen, werden als Ein Verzeichniß der betheiligten Grundbe Tagfahrt auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Buͤrgermeiſterei Friedberg den 9. Oktober 1888. . Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinigung in Flur II der Gemarkung Bauernheim. N Nachdem der Ortsvorſtand zu Bauernheim die Feldbereinigung der rubricirten Flur beantragt, das Verfahren von der Großherzoglichen Oberen landwirthſchaftlichen Behörde für zuläſſig erkannt und der Unterzeichnete zum Commiſſär zur Leitung der Abſtimmung ernannt worden ſt, ſo wird hiermit Tagfahrt zur Abſtimmung der betheiligten Grund-Eigenthümer auf Samſtag den 10. November, Vormittags von 9 bis 10 uhr, im Rathhauſe zu Bauernheim anberaumt. 1 f Diejenigen betheiligten Grundeigenthümer, welche in der anberaumten Abſtimmungstagfahrt weder perſönlich noch durch gehörig Be— igte abſtimmen, werden als für die Bereinigung ſtimmend angeſehen. 5 ö Ein Verzeichniß der betheiligten Grundbeſitzer und der zum Bereinigungsbezirk zugezogenen Grundſtücke liegt bis zur Abſtimmungs— fahrt auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeiſterei Bauernheim zu Jedermanns Einſicht offen. Friedberg den 9. Oktober 1888. Der Vollzugscommiſſer 15 Feldbereinigung: Dr. Wallau. 3 vollmächt Tag Um Auskunft über den dermaligen Ausſchreiben. 0 1888. Friedberg den 12. Oktober Aufenthaltsort der Eliſabethe Birkenſtock von Dreihauſen wird erſucht; eb 6 Der Großherzogliche Amtsanwalt. 9411. U Deutſches Reich. Darmſtadt. Es wurde der Prof. Dr. Hof⸗ meier auf Nachſuchen ſeines Dienſtes entlaſſen, ſowie der Lehrer Dr. Weinsheimer zu Heppen— heim zum Reallehrer in Darmſtadt, der Lehrer Weyel zu Alsfeld zum Reallehrer daſelbſt, der Lehrer Dr. Heil zu Groß Umſtadt zum Reallehrer daſelbſt, der Amtsrichter Taſche zu Alsfeld zum Amtsrichter in Offenbach, der Feldwebel Pfeifer von Mainz zum Kanzliſten bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, der Gefangenwärter Heilos in Marienſchloß zum Gefangenaufſeher am Landeszuchthaus daſelbſt ernannt. — In dem Befinden des Prinzen Alexander iſt eine ſehr erfreuliche Beſſerung eingetreten. Berlin, 11. Oktbr. Der deutſche Kaiſer wurde in Rom von einer ungeheuren Volks⸗ menge mit unbeſchreiblichem Jubel begrüßt. Das Wetter iſt prachtvoll. Der König, der Kron— prinz, ſowie die Prinzen Amadeus und Thomas hatten ſich bereits Nachmittags 4 Uhr am Bahn— hof eingefunden. Gegen 4 Uhr 10 Min. nahte die reichgeſchmückte Lokomotive mit dem kaiſer⸗ lichen Extrazug. Sobald der Zug hielt, eilte König Humbert dem Kaiſer entgegen und um: armte und küßte ihn wiederholt. Einen gleich herzlichen Charakter hatte die Begrüßung des Prinzen Heinrich von Preußen durch den König, ſowie die Begrüßung des Kaiſers mit den Prinzen des königlichen Hauſes. Zum Empfang waren anweſend die Mitglieder der deutſchen Botſchaft, der Botſchaftsprediger, der komman— dirende General Pallavicini, der Präfekt und der Bürgermeiſter. Die Muſik intonirte die preußiſche Volkshymne. Nach der Vorſtellung des Gefolges fuhren Kaiſer Wilhelm und König Humbert im zweiſpännigen Hofwagen mit Spitzreitern in langſamem Schritt nach dem Ouirinal. In einem zweiten Wagen folgte Prinz Heinrich mit dem Kronprinzen. Vom Bahnhofe bis zum Quirinal bildeten die Truppen Spalier, deren Muſik eben— falls die preußiſche Volkshymne ſpielte. Vor und hinter dem Wagen des Kaiſers und Königs ritten Küraſſiere der Leibgarde. Alle Fenſter und Balkons waren dicht beſetzt. Einen beſon— ders glänzenden Anblick bot die Via nationale dar. Der Enthuſiasmus der Bevölkerung iſt geradezu unbeſchreiblich. Beim Eintreffen im Quirinal wur— den die Majeſtäten am Fuße der Treppe durch den erſten Ceremonienmeiſter, Gianotti, empfangen. Im Schweizerſaale erwartete die Königin mit den Herzoginnen von Genua und Aoſta den Kaiſer, welcher der Königin die Hand küßte. Die Majeſtäten erſchienen alsbald auf kurze Zeit auf dem Balkon des Quirinals und begrüßten die Volksmenge, die unausgeſetzt mit brauſenden Hochrufen ihre Huldigungen darbrachte. Später zeigten ſich die Herrſchaften am Fenſter. Als⸗ dann fand im Schweizerſaale die Vorſtellung der hohen Staats- und Hofwürdenträger ſowie der Spitzen der Municipalbehörden ſtatt. Der Kaiſer zog ſich hierauf in ſeine Gemächer zurück. Abends beſuchte Kaiſer Wilhelm den Herzog und die Herzogin von Aoſta, die Herzogin-Wittwe von Genua, ſowie deren Sohn den Herzog von Genua und deſſen Gemahlin. Der Bürger— meiſter erließ eine Bekanntmachung, worin er der Einwohnerſchaft mittheilt, der Kaiſer Wil— helm ſei tief gerührt von den Zeichen der Zu⸗ neigung und Sympathie, die ihm bei ſeiner Ankunft zu Theil geworden ſeien. Der Kaiſer habe ihn beauftragt, der geſammten Bevölkerung für die impoſanten Huldigungen zu danken. Die Stadt war Abends glänzend illuminirt. Vor H Wiederholt überaus herzlichen Empfang ſehr gerührt ſei. e e in Begleitung des Majors Engelbrecht und des ihm Drignet einen Spazierritt morgen Parade ſtattfindet. zurück, die Kardinäle Rampolla und Hohenlohe, ſowie vorden waren. Der Kaiſer drückte allen die]! and und richtete huldvolle Worte an ſie. aͤußerte der Kaiſer, daß er von dem Der Kaiſer unternahm heute früh Ehrendienſt zugetheilten Generals nach Centocello, wo Er kehrte um 10 Uhr empfing den Beſuch König Humbert's und begab ſich gegen 11 Uhr in Begleitung des Prinzen Heinrich zu Herrn v. Schlözer zum Dejeuner, an welchem noch das nächſte Gefolge, zum die Prälaten Mocenni und Agliardi theilnahmen. Die Fahrt des Kaiſers nach dem Vatican er— folgte um 1½ Uhr in einem vierſpännigen von Berlin eingetroffenen Hofwagen. Spitzreiter ritten vorauf; neben dem Kaiſer ſaß Herr v. Schlözer. Prinz Heinrich fuhr in einem Wagen der Geſandtſchaft; das Gefolge benutzte Miethwagen. In den nach dem Vatican führen⸗ den Straßen bis nach dem Petersplatze und in dem zum Vatican führenden Eingange bildeten die italieniſchen Truppen Spalier. Auf dem ganzen Wege bis zum Petersplatze wurde der Kaiſer mit dem lebhafteſten Enthuſiasmus be— grüßt. Um 1 Uhr 35 Min. traf der Kaiſer im Vatican ein. Im inneren Hof wurde der Kaiſer von einem Zuge der Palaſtgarde mit der päpſt⸗ lichen Fahne begrüßt, von dem Fürſten Ruspoli und Mgr. Sinſtri empfangen und bis zu dem erſten Treppenabſatz geleitet, wo der Major⸗ domus des Papſtes, Msgr. Macchi, der Sekretär Mſgr. Piſſori und andere Prälaten, ſowie die Offiziere der Schweizergarde ihn empfingen und bis in den Clementinoſaal führten. Hier wurde der Kaiſer von dem Oberſtkämmerer Mſgr. della Volpe und anderen Hochwürdenträgern des Papſtes empfangen. Gensdarmen, Schweizer— garden, Palaſtgarden und Nobelgarden erwieſen in den Sälen, welche der Kaiſer und ſeine Be— gleitung paſſierten, die Honneurs. Am Eingange des Thronſaales ſchritt der Papſt dem Kaiſer entgegen und führte ihn in das Privatcabinet, wo ein eigens errichteter Baldachin ſich befand, unter welchem drei gleiche Seſſel für den Kaiſer, den Papſt und den Prinzen Heinrich ſtanden. Letzterer trat erſt nach der erſten Unterredung des Kaiſers mit dem Papſte ein; ſpäter folgten Graf Herbert Bismarck und die anderen Herren vom Gefolge des Kaiſers, welche der Kaiſer dem Papſte vorſtellte. Der Papſt richtete an jeden einzelnen der Herren huldvolle Worte. Die Ver⸗ abſchiedung Kaiſer Wilhelms vom Papſte trug wie der Empfang einen ſehr herzlichen Charakter. Alsdann ſtattete der Kaiſer dem Cardinal-Staats— ſekretär Rampolla einen Beſuch ab und beſich⸗ tigte unter deſſen Geleit mit dem Prinzen Hein⸗ rich den Vatican und die Peterskirche. Die Rückfahrt erfolgte in demſelben Wagen, in wel⸗ chem der Kaiſer von der preußiſchen Geſandt— ſchaft zum Vatican gefahren war. Geſtern Abend zog ſich der Kaiſer nach abgehaltenem Cercle in ſeine Gemächer zurück und arbeitete bis 11 Uhr mit dem Grafen Bismarck. Bei dem Gala⸗ diner brachte König Humbert folgenden Toaſt aus:„Mit tiefer Freude und lebhafter Dank— barkeit begrüße ich hier in meiner Reſidenz, hier in der Hauptſtadt Italiens, den Kaiſer und König Wilhelm II. Die Anweſenheit des Oberhauptes einer großen Nation und einer ruhmreichen Dynaſtie, mit welcher ich aus alter Freundſchaft verbunden bin, in Rom iſt ein dem Quirinal erſchienen bis in die ſpäten Abend— ſtunden immer neue feſtlich bewegte Menſchen⸗ maſſen. Unter den dem Kaiſer im Quirinal vorgeſtellten Perſönlichkeiten befanden ſich die Ritter des Annunziaten-Ordens, die Präſidenten des Senats und der Kammer und die Miniſter, mit Ausnahme des Miniſterpräſidenten, des Kriegsminiſters und des Marineminiſters, welche dem Kaiſer bereits auf dem Bahnhof vorgeſtellt neues Pfand der Allianz, welche von uns für den Frieden Europas und für die Wohlfahrt unſerer Völker geſchloſſen wurde. Ich trinke auf das Wohl Se. K. und K. Majeſtät, meines er⸗ habenen Gaſtes, auf das Wohl Ihrer Mafeſtät der Kaiſerin und Königin und auf das deutſche Heer, den Schutz und Ruhm Deutſchlands.“ Der Kaiſer Wilhelm antwortete:„Ich danke haben. kämpft. dingt, daß werden zur welche die Frieden bietet. en haben den in der erhebenden Begrüßung, die * Truppenrevue erſchienen die Königin und die Letztere, die mit den Prinzen bei Fort Caſilino zu Pferde geſtiegen waren, die Königin und die Prinzeſſinnen. Beim Ab⸗ reiten der Front befand ſich Kaiſer Wilhelm rechts vom Könige, etwa um Schrittlänge voraus. Der Vorbeimarſch erfolgte in muſterhafter Ord— nung Die Zahl der aufgeſtellten Truppen be⸗ trug 28,000. Hunderttauſende von Zuſchauern begrüßten die Monarchen in enthuſiaſtiſchſter Weiſe. Die Rückkehr des Kaiſers und des Königs erfolgte zu Pferde bis Caſilino, ſodann zu Wagen bis zum Quirinal. Auf dem ganzen Wege er⸗ ſchollen begeiſterte Evviras. Der Kaiſer, der König und die Königin, ſämmtliche Prinzen und Prinzeſſinnen des königlichen Hauſes mit ihrem Gefolge, der Staatsminiſter Graf Bismarck, der Miniſterpräſident Crispi, der Botſchafter Graf Solms und andere hohe Perſönlichkeiten begaben ſich Abends u wo ſie von dem Bürgermeiſter und den ſtädtiſchen Behörden empfangen wurden. Die Herrſchaften beſichtigten das Muſeum und begaben ſich als— dann nach dem großen Saal. Beim Eintritt in deuſelben ſpielte die Muſik die deutſche Nu tionalhymne. Es folgte hierauf die feierliche Inaugurirung der anläßlich des Beſuches des Kaiſers entworfenen Gedenkinſchrift. Sodann begann das Concert. Nach Beendigung desſelben beſichtigten die Herrſchaften den ſogenannten Con⸗ ſervatoren-Palaſt und verweilten dann kurze Zeil am Büffet. Gegen Mitternacht erfolgte die Rück. fahrt. Dem Empfange, welcher auf das Glänzendſte verlief zahlreiche Damen bei. elektriſchem Lichte auf — König Humbert verlieh dem Kais helm den Militärorden Italiens. den Kronprinzen von Italien als Lieutenant A I suite des 1. Heſſ. Huſaren⸗Regiments Nr. 13. deſſen Chef Koͤnig Humbert iſt. König Humbert verlieh dem deutſchen Botſchafter Grafen Solms das Großkreuz des Mauritius- und Lazarus⸗ Das Capitol war mil das Prächtigſte erleuchtet er Wil⸗ das Großkreuz des Ordens ferner ernannte er den Botſch zum Großoffizier des Ordens deritalieniſchen Krone. — Nach der Vorſtellung des kaiſerlichen Ge⸗ folges im Vatikan ri zöſiſcher Sprache ſehr f ſelbe und gab wiederholt ſein Deutſche hier begrüßen zu können, wo Ange hörige der deutſchen Nation, namentlich Gelehrte und Künſtler, ſtets verdienſtvoll gewirkt. Wilhelm überreichte dem Tabatière mit Edelſteinen beſetzt, mit dem des Kaiſers auf dem Deckel. Auch dem Mocenni ſchenkte der Kai Bilde Euer Majeſtät auf das herzlichſte für die Tabatisre. enſo des Konrad Zinſer von Groß Karben. Die Etwa Prinzeſſinnen kurz vor der Ankunft der Monarchen. begrüßten zunächſt Unſere lebendigſten Ausdruck eſtät Hauptſtadt mir hat zu Theil werden laſſen. Ich trinke auf das Wohl Ihrer Majeſtäten des Königs und der Königin und auf das ſo ſehr brave italieniſche Heer ö eine Stunde vor Beginn der Galatafel hatte der Kaiſer den Miniſterpräſidenten Crispi zu längerer Audienz berufen laſſen, an deren Schluß er demſelben mit huldvollen Worten den Schwar⸗ zen Adler⸗Orden verlieh.— 13. Okt. Ju der m 10½ Uhr nach dem Capitol, „wohnten etwa 3000 Perſonen, daruntei Militaͤrorden von Savoyen, den höchſten Kaiſer Wilhelm ſtellte Ordens und den Generallieutenants v. Hahnke“ und v. Wittich, ſowie dem Cabinetsrath v. Lucanus der italieniſchen Krones“ after Grafen v. d. Golg Msgr. ſer eine reichgeſchmückt! 14 varmen Worte, welche Sie an mich gerichtet 1 Die Berufung auf die von unſeren[ Vätern überkommene Bundesgenoſſenſchaft findet in mir ein lebhaftes Echo. Unſere Länder haben unter Fuͤhrung ihrer großen Herrſcher beide mit dem Schwerte ihre Einigkeit er Gleichartigkeit unſerer Geſchichte be unſere Völker ſtets zuſammenſtehen Aufrechterhaltung dieſer Einheit, ſicherſte Garantie für den Beziehung gefunden Euer Maj 1 1 ——— chtete der Papſt in frau⸗ reundliche Worte an da- jer Freude Ausdruck, Kaiſen Papſte eine goldene großen Das B det geg und u unſer puetha den in zwiſche welche dem e zwei f Freun in Au und i wild und haldt Mac Verf Friek haup daß weſen buch. der als kann betr. den Frie 87 8 *. erich, 5 N. Il 9 1 an Eure Durchlaucht. das italieniſche Volk zum Beſten des Friedens von Fürſt Bismarck antwortete:„Ich danke Euer * Enxcellenz aus vollem Herzen, daß Sie in dem u„ Das Bewußtſein, gemeinſam an der Befeſtigung der gegenſeitigen Freundſchaft unſerer Souveräne und unſerer Länder gearbeitet zu haben, und t U umgibt, cho des Jubels, von dem Rom widerhallt, bis zu Ihnen gelange, um Ihnen zu ſagen, wie ſehr Deutſchland liebt und die t dieſes Landes hochſchätzt, welches durch die Rathſchlaͤge Eurer Durchlaucht zu ſol— chem Ruhm und ſolcher Groͤße gelangt iſt. Möge mnſer Bündniß ſtets ein ſo herzliches und in⸗ times bleiben zum Ruhme beider Völker und Europa.“— Freundſchaf Augenblicke, wo Sie der Begegnung unſerer Souveräne beiwohnten, welche der feierliche Ausdruck der herzlichen Freundſchaft der beiden großen Nationen iſt, an mich gedacht zu haben. unſer feſter Wille, dieſe Freundſchaft aufrecht— zuerhalten und immer intimer zu geſtalten, bil— den in meinem Herzen eine theuere Verbindung zwiſchen Ihnen inmitten der glänzendſten Feſte, welche in Rom gefeiert werden, und mir in dem einſamen Walde, den Euer Excellenz vor zwei Monaten mit mir zu durchwandern die Freundlichkeit hatten.“ — Die Mackenzie'ſche Broſchüre iſt bereits in Auszügen im Londoner„Medical Journal“ und im„Newyork Herald“ publieirt. Dieſelbe wird als höchſt unbedeutende Leiſtung bezeichnet und iſt beſonders gegen die Profeſſoren Ger— hardt und v. Bergmann gerichtet, welch' letzteren Mackenzie direct beſchuldigt, durch ſein„brutales Verfahren“ am 12. April den Tod des Kaiſers Friedrich beſchleunigt zu haben. Mackenzie be— hauptet, auch niemals daran gezweifelt zu haben, daß die Krankheit Kaiſer Friedrich's Krebs ge— weſen ſei. — Das von Rodenberg ausgelieferte Tage— buch⸗Manuſcript ſoll von Anfang bis Ende von der Hand Geffcken's geſchrieben und von dieſem als das von ihm eingeſandte Manuſcript aner— kannt worden ſein. Was übrigens die Gerüchte betrifft, wonach Abſchriften des Tagebuches nach den Originalnotizen des damaligen Kronprinzen gebäude angefertigt worden ſein ſollen, ſo iſt, der„Kreuzztg.“ zufolge, der Reichstagsverwal— Zuſammenhange damit weiker Mitgetheilte amt— die Nachricht vor, daß die vier Beamten der Deutſch⸗Oſtafrikaniſchen Plantagen-Geſellſchaft, Lucca welche auf Deutſchenhof(Lewa), etwa 5 Stunden hinter Pangani und 1½ Stunden nördlich des Markt- Fleckens Chrynan am Fluß Pangani, ſt den hieſigen Kreiſen der Deutſch-Oſtaf Geſellſchaft bangte, ſich nach Sanſibar gerettet haben. Plantage von den Aufſtändiſchen zerſtört, und dabei iſt die Tabakernte, welche mehr als ein⸗ tauſend Centner betrug, vernichtet. ung über dieſe Anfertigung, wie über alles im ich nicht das Geringſte bekannt. — Von der oſtafrikaniſchen Küſte liegt ationirt waren und um deren Leben man in rikaniſchen Dagegen iſt die muſterhaft angelegte Ausland. Oeſterreich-Ungarn. Wien, 13. Oct. Durch ein Handſchreiben des Kaiſers an den Miniſter⸗Präſidenten Grafen Taaffe, wird der Statthalter von Galizien, Ritter von Zaleski, zum Miniſter an Stelle Ziemialkowski's, er⸗ nannt. Der Statthalter von Mähren, Graf Schönborn, erſetzt den Juſtiz-Miniſter Baron Prazak. — 12. Oct. Der König von Serbien iſt mit dem Kronprinzen Alexander Nachmittags hier eingetroffen. — Die deutſche Botſchaft übermittelte dem Bürgermeiſter im Auftrage des Kaiſers Wilhelm für die Armen Wiens 2000 Gulden. Frankreich. Paris, 13. October. Dem „Temps“ zufolge verlangte Lytton von Goblet Aufklärungen über die Anwendung des Fremden— Dekrets. Goblet gab dieſelben ſogleich und fügte hinzu, daß bereits der Miniſter des Innern mehrere Beobachtungen über die Anwendung des Dekrets mitgetheilt habe. Goblet meint man müſſe eine Art allgemeinen Circulars abfaſſen, welches den Beamten Inſtructionen für gewiſſe Fälle an die Hand gibt. — Ein Telegramm aus Tunis beſtätigt, daß geſetzt worden, wie ſolche gelegentlich früherer 0 berühmter Künſtlerinnen erhoben worden ſind Rumännien. Bukareſt. Die rumäutſche Re— gierung erließ ein Dekret, wonach allen Perſonen der Eintritt in das rumäniſche Gebiet unterſagt wird, welche nicht einen von rumäniſchen Conſuln im Auslande regelrecht viſirten Paß beſitzen. Allerlei. st. Frankfurt. Für das Gaſtſplel der Frau Pauline im Opernhauſe ſind dieſelben erhöhten Pretſe an⸗ aſtſpiele Beſtel⸗ lungen von Plätzen für dieſes Gaſtſptel werden täglich entgegengenommen. Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienſtag den 16.: Erſtes und vorletztes Gaſtſpiel der Kammer Sängerin Frau Pauline Lucca: Carmen. Carmen: Frau Pauline Lucea. Außer Abonnement. Erhöhte Preiſe. Mittwoch den 17.: Die Reiſe um die Erde in 80 Tagen. Außer Abonnement. Erhöhte Preiſe. Donnerſtag den 18.: Die Hugenotten. Große Preiſe. Freitag den 19.: Zweites und letztes Gaſt Spiel der Kammerſängerin Frau Pauline Lucca: Margarethe. Margaretbe: Frau Pauline Lucca. Außer Abonne— ment. Erhöhte Preiſe. Samſtag den 20.: Das Nachtlager in Granada. Hierauf: Wiener Walzer. Große Preiſe. Sonntag den 21.: Cid. Große Preiſe. Schauſpielhaus. Dienſtag den 16.: Cornelius Voß. Große Preiſe. Mittwoch den 17.: Zur Feier des 25jährigen Wirkens des Herrn Paul Zademack an hitſiger Bühne Neu ein⸗ ſtudirt: Adelalde. Hierauf: Der zerbrochene Krug. Zum Schluß: Neu einſtudirt: Der gerade Weg der beſte. Außer Abonnement. Große Preiſe. Donnerſtag den 18.: Abonnements-Vorſtellung für einen ausgefallenen Freitag: Corneltus Voß. Große Preiſe. Freitag den 19.: Tartüffe. Hierauf: Der Geizige. Gr. Pr. Samſtag den 20.: Hamlet. Große Preiſe. Sonntag den 21.: Gaſtſpiel der Frau Niemann Raabe zum erſten Male: Franeillon. Schauſplel in 3 Akten von Alexander Dumas. Erhöhte Preiſe. Brodpreiſe vom 16. October bis 1. November. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Bad⸗Nauheim: Sorte Brod 2 Kilo 57 Pf., 2. Sorte 2 Kilo 49 Pf., 3. Sorte 2 Kilo 44 Pf. Fleiſch⸗ ꝛt. Preiſe vom 16. Octbr. bis 1. Novbr. Nach eigener Angabe der Metzger. 0 1 der italieniſche Conſul den franzöſiſchen General— reſidenten Maſſicault benachrichtigte, das Dekret betr. den Unterricht könne auf italieniſche Schulen keine Anwendung finden; die italieniſche Regie rung werde eine Inſpection ihrer Schulen nicht zulaſſen Maſſicault übermittelte ſogleich alle da— rauf bezüglichen Schriftſtücke nach Paris. Die Angelegenheit wird nunmehr zwiſchen den Cabi Friedrich Wilhelm ſeiner Zeit im Reichstags— netten von Rom und Paris direct erledigt werden. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. 2 Velour und Kamm garne für Herren- und Knaben Kleider reine Wolle und nadelfertig, ea. 440 em breit à Mark 3.45 per Meter, verſenden direkt an Private in einzelnen Metern, ſowie in ganzen Stücken portofrei in's Haus Buxkin⸗Fabrik⸗Depot Oettinger und Co., Frankfurt a. M. Muſter unſerer reichhaltigen Colleetionen bereitwilligſt franeo 3116 ü 1 Obligations-Verlooſung. Durch heutige Verlooſung iſt die Nr. 29 der Partial— Obligationen der Gemeinde Kaichen vom Jahr 1845 im Betrage von Einhundert Gulden auf den 31. Dezember l. J. rückzahlbar geworden. Der Inhaber wolle dieſen Betrag am Verfalltage gegen Rückgabe der Schuldurkunde an unſerer Gemeindekaſſe erheben, da mit dieſem Tage die Verzinſung endigt Kalchen am 11. Großherzog October 1888 liche Bürgermeiſterei Kaichen. Dienſtag den 16. October, ſteigere ich vor der Apotheke in A ſſ von Nleder⸗Wöllſtadt kommende Pfand Objeete gegen baar: 1 Oekonomiewagen, 5 Ziegen, 1 Gans, ſowie ſonſtige Hausmobllien. Herget, 371 Kreisbote zu Vilbel. 8 Zwangs Verſteigerung. Mittwoch den 17. October, Nachmittags 6 Uhr, ver ſteigere ich vor dem Bahnhof in Friedberg mebrere von Nieder-Florſtadt kommende Stück Rindvleh, ſowi verſchtedene Hausmobilien gegen baar. NB. Verſteigerung vorausſichtlich ſicher. Herget, 3719 Kreisbote zu Vilbel. Von Speiſekartoffeln Waggon unter M. 107 Magdeburg, erbeten. (H. 63336 k.) 370 enheim nachſtehende, ben nebſt billigſter Preisangabe franco 2 durch Haaſenflein& Vogler, “Friedrichsdorfer zu billigſten Preiſen 3358 Heinr. Diehl. Uſagaſſe. Ulſter⸗Coat, ächt engliſcher, eleganter und einzig dauerhafter Herten-Megenmantel, 3616 empfehlen zu herabgeſetzten Preiſen J. Fürth's Erben. 0 E empfiehlt zu äußerſt billigen Preiſen 3726 Ph C beſtes Mittel gegen Huſten, in F 3723 D ruuben⸗Btuſ-Shrup, 8 J. A. 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