* Laserstraße. 8 in groͤßter 1835 t* enktt Vertrauen cödermeistet. ug Kaiserhof) 20., 2, 30. „20, 30. 8, 20, 24. 38 1888. Bienstag den 15. Mai. Oberhessischer Anzeig Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. 9 Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Das Gesetz vom 11. Februar 1888, Aenderung der Wehrpflicht betreffend. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissarsat Wickstadt. Die unten abgedruckte„Aufforderung“ Großherzoglichen Landwehr-Bezirks- Commandos Friedberg wollen Sie in Ihren resp. Gemeinden einigemale oͤffentlich bekaunt machen lassen. Friedberg am 12. Mai 1888. In einzeln gelegenen Gehöften, Bergwerken, Mühlen u. s. w. ist durch die betr. Großherzogliche Bürgermeisterei die Bekanntgabe der Aufforderung durch eine verpflichtete Person(Polizeidiener, Feldschütze ꝛc.) zu veranlassen. Aufforderung. Dr. Braden. Nach dem Gesetz, betreffend Aenderung der Wehrpflicht vom 11. 2. 88., sind bis zur Frühjahrs-Kontrolversammlung: 1. Saͤmmtliche Ersatzreservisten mit neuen Ersatzreservepaͤssen zu versehen; 2. in saͤmmtlichen Militärpässen der Dispositions-Urlauber, Reservisten, Wehrleute I. und II. Aufgebots, der zur Dispositson der Ersatz— Behörden Eutlassenen, sowie der zur Reserve und Landwehr zählenden Halbinvaliden die neuen„Bestimmungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes“ vorzuheften, und die Militärpässe bezuglich der Uebertrittsvermerke zur Landwehr J. und II. Aufgebots und zum Landsturm II. Aufgebots zu berichtigen. Nachdem die Frühjahrs-Kontrolversammlungen beendet sind, werden sämmtliche Mannschaften hierdurch aufgefordert: Die unter 1. Genannten, die noch nicht im Besitz neuer Ersatzreservepaͤsse sind, ihre bisherigen Militärpapiere, die unter 2. Genannten, deren Militärpässe noch nicht vervollständigt sind, die Passe umgehend dem zuständigen Bezirksfeldwebel einzusenden. Mannschaften, die den vorstehenden Weisungen nicht pünktlich nachkommen, können— neben der verwirkten Arreststrafe— in die nächst jüngere Jahresklasse zurückversetzt werden. Bezirkskommando Friedberg. Die Provinzial⸗Fohlenweide bei Merlau beginnt den 1. Juni d. J. und müssen die Fohlen alsdann zwischen 10 und 1 Uhr Mittags daselbst mit einer gezeichneten Kette und Halfter, sowie Gesundheitsschein von Großherzoglicher Bürgermeisterei oder Veterinärarzt abgeliefert und den 29. September d. J. um dieselbe Tageszeit abgeholt werden, wobei der Besitzer beim Einfangen behilflich sein muß. 8 Die Fohlen erhalten neben Behandlung und Weidefutter auf ca. 140 Morgen, bei trockenem Wetter Kleegras oder bei nassem Wetter Heu und außerdem pro Tag und Stück 1½ Pfund Hafer aus der Vereinskasse. Jeder Besitzer kann jedoch seinem Fohlen Haferzusatz entweder durch Liefern in Natur oder durch Selbstzahlung geben lassen. Das Weldegeld für bezeichnete Zeit von 4 Monaten beträgt pro Fohlen— 39 Mark 04 Pf. oder pro Tag 32 Pf. und muß zur Halfte beim Eintritt und zur Hälfte vor dem 1. August l. J. an den Großherzoglichen Baurath Dr. Dieffenbach in Grünberg gezahlt werden. Allenfallsige Kurkosten muß der Eigenthümer der Fohlen bezahlen. Fohlen zurücknehmen und bezahlt alsdann nur für die benutzte Weidezeit. Kranke und bösartige Thiere, sowie über 1½ Jahr alte Hengste, welche die andern Thiere stören, können ausgeschlossen werden. Sonstige Auskunft ertheilt der gedachte Baurath Dr. Dieffenbach. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen: Adalbert, Freiherr von Nordeck zur Rabenau. Friedelhausen am 7. Mai 1888. Betreffend: Die Einsendung der Sterbfallsanzeigen. Letzterer kann wegen begründeter Verhältnisse zu jeder Zeit sein Friedberg den 12. Mai 1888. Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an sämmtliche Ortsgerichte des Amtsgerichtsbezinks. Da der F. 27 der Instruction für die Großherzoglichen Ortsgerichte denselben zur Pflicht macht, alle Sterbfälle, welche sich innerhalb ihrer Dienstbezirke ereignen, sofort bei Gericht zur Anzeige zu bringen, dieser Verpflichtung aber Seitens der Ortsgerichte vielfach nicht nach— gekommen wird, so bringen wir bei der Wichtigkeit der Sache diese Bestimmung hiermit in Erinnerung und bemerken zugleich, daß wir bei vorkommenden Verfehlungen unnachsichtlich gegen die Säumigen mit Ordnungsstrafen vorgehen werden. Sellheim. Weber. Deutsches Reich. Darmstadt. Dem Oberst a. D. Rüti, seither Commandeur des Gendarmerie-Corps wurde der Charakter als General-Major ver— liehen, der Major Beck, Commandeur des Gen— darmerie⸗Corps, zum Oberstlieutenant, der Re— gierungsassessor Wick aus Dieburg zum Amt— mann bei dem Kreisamt Schotten ernannt und der Oberlandesgerichtsrath Dr. von Hesse auf Nachsuchen, unter Verleihung des Charakters als„Geheimer Rath“ und unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt, der Landgerichtsrath Heß in Darmstadt zum Ober— landesgerichts-Rath und der Staats-Anwalt Dr. Rüster in Darmstadt zum Landrichter da— selbst, die Militäranwärter Brückner aus Groß— Steinheim, Döll aus Villingen, Gimbel aus Alsfeld, Hübner aus Höchst, Klingemeier aus Bad⸗Nauheim, Weise aus Aschersleben, Zimmer— mann aus Crainfeld wurden zu Steueraufsehern, der Kanzlei-Gehilfe bei dem Oberlandesgericht Fink zum Kanzlisten, der Kanzleigehilfe bei dem Land⸗Gericht der Provinz Oberhessen Backhaus zum Kanzlisten und der Kanzleigehilfe bei dem Land-Gericht der Provinz Rheinhessen Großard anhält, so ist die Hoffnung nicht ausgeschlessen, zum Kanzlisten ernannt. Berlin, 11. Mai. Bulletin von heute Morgen 9 Uhr. Das Befinden des Kaisers in den letzten Tagen war verhältuißmäßig gut. Das Fieber ist ganz gering, der Schlaf, wenn auch öfters unterbrochen, doch erquickend. Die Kräfte haben sich wieder gehoben. Der Kaiser hatte einen guten Tag und verweilte bis Abends 8½ Uhr im Arbeitszimmer.— 12. Mai. Seit heute haben die Aerzte dem Kaiser, um dessen Arbeitsdrang nachzugeben, zum ersten Male wieder seit längerer Zeit gestattet, Zeitungen zu lesen.— 13. Mai. Der Kaiser hatte eine gute Nacht, auch nehmen die Kräfte sichtlich zu. Derselbe verließ um 10 Uhr das Bett und ging ohne Hilfe in das Arbeitszimmer. — Der Geburtstag der Königin Victoria von England am 24. Mai wird voraussichtlich durch die Hochzeit ihrer beiden Enkelkinder, des Prinzen Heinrich und der Prinzessin Irene be— gangen werden. Die Vermaͤhlung findet in der Capelle des Schlosses zu Charlottenburg statt, und wenn die Besserung im Befinden des Kaisers daß der Kaiser bei der Trauung zugegen sein kann. Von fremden fürstlichen Gästen werden, wie das Fr. J. hört, der König von Sachsen als Haupt des sächsischen Hauses, und der Prinz von Wales als Vertreter der Königin von Groß— britannien anwesend sein. Wird die Hochzeit unter den obwaltenden Verhaäͤltnissen auch nur als eine stille zu betrachten sein, so wird das Brautpaar doch von einem Kreise von Hochzeits— Zeugen umgeben sein, wie sie die hohe Stellung des Bräutigams erfordert, dieser Kreis wird sich auf etwa 300 Personen belaufen. Die Abreise der Neuvermählten findet zunaͤchst nach Schloß Erdmannsdorf in Schlesien statt. Von den sonst ublichen Feierlichkeiten muß in Anbetracht der Verhaͤltnisse und des Ortes der Trauung in diesem Falle abgesehen werden. Seine Residenz wird das junge Paar auf dem früheren herzog— lichen Schlosse von Kiel nehmen, das durch die Munificenz des hochseligen Kaisers zu einem Fürstensitze umgewandelt worden ist. — Die Ausschüsse des Bundesraths haben gestern die Berathung über die Alters- und Invaliden-Versicherung der Arbeiter begonnen. Die Arbeiten wurden heute fortgesetzt und gehen ziemlich rasch von statten.— Zwischen den Ressorts der Landwirthschaft und öffentlichen Arbeiten schweben Verhandlungen über Einrich— tungen, welche künftigen Ueberschwemmungen vor— beugen könnten. Hierzu sollen gehören: Regel— mäßige Beobachtung und wissenschaftliche Erfor— schung der Hochwassererscheinungen, hydrotechnische Mitwirkung bei der Anlegung von Deichen, rechtzeitige und sachgemäße Beseitigung von Eis— stopfungen, Fürsorge für normale Beschaffenheit der Deiche und deren wirksame Vertheidigung ꝛc. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien, 13. Mai. Die Enthüllung des Maria Theresia-Denkmals fand heute in Anwesenheit des ganzen Hofes, aller Würdenträger, Botschafter und Gesandten auf das Glänzendste statt. Frankreich. Paris, 11. Mai. Boulanger ist heute, begleitet von dem Deputirten Laguerre, dem Grafen Dillon und dem Director der„Lan— terne“, Mayer, nach Dünkirchen abgereist. Starke Polizeimannschaften waren am Nordbahnhof auf— gestellt, um Ruhestörungen vorzubeugen. Etwa 200 Personen waren versammelt, welche den General mit Zurufen begrüßten. — 12. Mai. Herbette reist heute nach Berlin ab. — Wie von glaubwürdiger Seite behauptet wird, ist das Buch„Invasion allemande“ gar nicht das Werk Boulanger's. Das Haus Rouff, welches sich einen erklecklichen Nutzen von diesem Buche versprach, wenn es die Unterschrift des Helden des Tages trüge, bot ihm 100,000 Franken dafür an, daß er das Werk eines Anderen zeichne. Der in seinen freien Stunden auch Handel treibende General willigte darin. Das genannte Werk hat zu Verfassern den Militärschriftsteller H. Barthélemy, den bekannten Verfasser von „Avant la Bataille“ und den boulangistischen Abgeordneten Laisant. Boulanger's Einzug in Lille glich einem Triumphzug; eine, von Ein— zelnen auf 50,000 Menschen geschätzte Menge gab ihm das Geleite bis zum Hotel. In Dün— kirchen fiel der Empfang nicht so glänzend aus. Die Hälfte der Anwesenden rief hoch, die andere Hälfte pfiff. Großbritannien. London, 11. Mai. Das Unterhaus nahm abstimmungslos die zweite Le— sung der Eisenbahn- und Kanal-Verkehrs-Bill an, desgleichen ohne Debatte und Abstimmung die zweite Lesung der Bill betreffend bessere Vor— kehrung für die nationale Vertheidigung. — Von hier kommt die Nachricht, dem eng— lischen Parlament wäre die sofortige Mobili— sirung von zwei Armee Corps vorgeschlagen worden. Sollte die Nachricht sich bestätigen, so wäre sie wohl als die Folge der beunruhigen— den Nachrichten aus Centralasien anzusehen, wo— nach der Emir von Afghauistan gegen den Stamm der Dhemsheds, der zwischen Merutschak und Herat wohnt und russisch zu werden wünschte, Truppen aussandte und ein russischer Oberst, nachdem ein Gefecht stattgefunden, den Dhem— sheds zu Hilfe geeilt sei. Dublin, 11. Mai. Dillon wurde wegen einer Rede, in welcher er den irischen Feldzugs— plan empfahl, zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Parnelliten haben nunmehr zu der päpstlichen Bannbulle Stellung genom— men. Dillon, bekanntlich einer der Schöpfer des vom Papste geächteten Feldzugsplanes, hat, wie oben erwähnt, das Wort genommen und der Führer der ganzen Partei, Parnell, ist ihm mit seinem Urtheile am Freitag bei Gelegenheit eines Festessens des liberalen Achtziger-Clubs nachgefolgt. Aehnlich wie Dillon hat Parnell's Clubrede jede politische Einmischung des Papstes in die Angelegenheiten der Nationalliga ent— schieden zurückgewiesen, indem er dem„römischen Prälaten“ das Necht bestreitet, dem irischen Volke seine politische Pflicht zu diktiren. Italien. Mailand, 11. Mai. Der Kaiser von Brasilien ist hier erkrankt und hatte gestern verbunden mit Fieber. Giovanni aus Padua 12. Mai. silien war gestern besser als vorgestern. subkutanen Koffsin-Injectionen hatten zur Symptome haben sich nicht wiederholt. mola hofft viel von der Anwendung von Kofföin. Rom, 12. Mai. In der Kammer fand die Fortsetzung der Berathung über die afrikanische Politik der Regierung statt. des Antrags Baccarini, welcher den Truppen Anerkennung zollt, wurde mit Acclamation an— genommen, der zweite Theil, welcher die Zurück— berufung der Truppen verlangt, mit 302 gegen 40 Stimmen abgelehnt. Die von der Regie— rung acceptirte Tagesordnung Finochiaro und Aprile, welche der Regierung das Vertrauen aus— spricht, wurde mit großer Majorität angenommen. Bologna, 11. Mai. Gestern Nachmittag, während die Königin die Ausstellung der schönen Künste besichtigte, ließ ein Sicherheits-Wachmann durch Unachtsamkeit sein Gewehr fallen, welches sich entlud. Es entstand jedoch kein Unfall und keine Unruhe. Das Königspaar reist morgen früh nach Rom ab. Bulgarien. Sofia, 9. Mai. Die Nach⸗ richt daß die Offiziere von Tschirpan revoltirt hätten und durch andere ersetzt worden wären, ist unrichtig.— Der Präfect in Trin, nächst der serbischen Grenze, telegraphirt an die Re— gierung: Eine Bande von 25 bis 30 bulgarischen Emigranten versuchte, vereint mit Räubern, auf bulgarisches Territorium einzudringen. Die Grenz— wache feuerte einige Male, worauf die Bande in die Gebirge flüchtete. In der nächsten Nacht er— schien dieselbe in der Nähe von Radomir, wurde aber von den Gendarmen zerstreut. Amerika. Rio Janeiro, 11. Mai. Die Kammer nahm die Regierungsvorlage, betreffend die unmittelbare bedingungslose Abschaffung der Sklaverei, an. Afrika. Tanger, 10. Mai. Laut einer Meldung aus Mequinez wurde der Pascha dieses Platzes, der abgesandt wurde, um Truppen zur Niederwerfung der rebellischen Berberstämme im Distrikt Ben in Guild zusammenzuziehen, von den Rebellen angegriffen und nach heftigem Kampfe besiegt. Der Pascha selber wurde getödtet. Aus Stadt und Land. g. Friedberg. Nachdem an Himmelfahrt bereits in aller Frühe des Morgens der Winterstein sehr stark von den Bewohnern der umliegenden Orte trotz der kühlen Witte rung besucht war, unternahm der Taunuselub in Ver— bindung mit dem Gesangverein„Llederkranz“ von hier am Nachmittag einen Ausflug auf das am Fuße des Gipfels gelegene Forsthaus. Die vom Liederkranz vor getragenen Gesänge trugen wesentlich zur Unterhaltung des recht zahlreich versammelten Publikums bei und fan— den allseitig großen Beifall. Der Präsident des Taunus⸗ elubs, Postmeister Fouear, sprach dem Verein Liederkranz im Namen der Anwesenden seinen Dank aus, worauf der Präsident des Liederkranzes, J. Koob, ein Hoch auf den Taunuselub ausbrachte. Erst in später Abendstunde ver— ließen die Theilnehmer das Forsthaus, das sich wie immer mit des Leibes Nothdurft und Nahrung gut vorgesehen hatte. ph. Ober⸗Wöllstadt, 14. Mai. Heute früh acht Uhr brach in der Hofraithe des Oeconomen C. Diel hier Feuer aus. Trotz rascher Hilfe nahm das Feuer größere Dimensionen an und als um 9 Uhr der Kirchthurm zu brennen begann, wurde die Friedberger Fretwillige Feuer⸗ wehr aufgeboten; mit deren dankenswerther Hilfe gelang es das Feuer zu bewältigen, leider aber erst, als der Kirchthurm eingestürzt war. Es brannten ab 1 Scheuer, 2 Stallungen und der Kirch-Thurm. Die Kirche selbst wurde vielfach durch Wasser u. s. w. beschädigt. Man vermuthet Brandstiftung aus Rache. ph. Vilbel, 14. Mat. Heute Nacht brach auf dem Pfaffenhof hier wiederholt Feuer aus, dem die beiden von neulichem Feuer stehen gebliebenen Scheunen zum Opfer fielen. Man vermuthet Brandstiftung und hat man hlerzu bereits ganz bestimmte Anhaltspunkte. Allerlei. P. A. Frankfurt a. M. Der deutsche 17te Lehrertag wird dieses Jahr während der Pfingstwoche, vom 21.—24. Mal, in unserer Stadt seine Versammlungen halten. Eine von den bedeutendsten Firmen Deutschlands Abend ernste Symptome von Gehirncongestionen, Dr. Semmola hält den Zustand für ziemlich ernst und berief telegraphisch den Prof. Acharcot aus Paris und den Dr. de Consultation.— Der Zustand des Kaisers von Bra— Die einen günstigen Erfolg. Die vorgestrigen sehr 19 er Kaiser ist zu vollem Bewußtsein gelangt. Dr. Sem— Der erste Theil und Oesterreichs beschickte Lehrmittelausstellung wird elu der Lehrmittelindustrie geben. straße 6, oder durch die Hof-Musikalten handlung von zum wiederholten Besuch des Palmengartens und des Zoologischen Gartens gegen einmaliges Entree von 50 Pf., zum einmaligen Besuch des Panorama für 50 Pf., zur Theilnahme am Festbankett ä Couvert 3 M., zum Besuch der Festvorstellung im Opernhaus gegen ermäßigtes Entrée. Freien Besuch gewähren gegen Vor— zetgung der Mitgliederkarte: Bethmann'sches Museum, Städelsches Institut, historisches Museum, Kaisersaal, Goethehaus, Senckenbergisches Museum, Mitteldeutscher Kunstgewerbeverein. Die Rothschild'sche Kunstsammlung stellt mehrere hundert Karten zur Verfügung. Endlich berechtigt noch die Mitgliederkarte zu unentgeltlichem Besuch des Concerts des Sänger Chors des Frank⸗ furter Lehrer Vereins. Die Hauptversammlungen finden am 22. und 23. Mai im großen Saale des Saal- baues statt; für Donnerstag den 24. Mai ist eine ge⸗ meinschaftliche Ausfahrt nach dem Niederwald-Denkmal in Aussicht genommen. Verlängerung der Retourbillets haben bewilligt: die Oberhess. Bahn(20.27. Mat), die Main⸗Neckar⸗Eisenbahn(19.— 26. Mai). Wetzlar, 10. Mat. Heute Mittag gegen 12½ Uhr wurde nächst dem rechtsseitigen Lahnbrückenpfeller vor dem Hauserthor ein starkes Rauschen in der Luft und danach noch ein stärkerer plätschernder Schlag auf das Wasser gehört— ähnlich als wenn eine schwere Bohle von der Brücke platt auf das Wasser geworfen worden wäre— worauf sich eine Wassersäule in trichterartiger Form bis gegen 2 Meter Höhe erhob. Dieselbe erweiterte sich in gleichem Maße nach oben und bewegte sich in schneller schraubenartiger Drehung 5—8 Seeunden lang gegen die Ufer. Darnach schlen sie unterzutauchen; es bildete sich hterauf eine etwa ½ Meter hohe glatte Welle, welche in der Verlängerung der Lahn liegend, sich von Nord nach Süd, mit einer Geschwindigkeit von 2—3 Meter in der Sekunde nach dem jenseitigen Ufer hin be— wegte und dort zerschellte. Mehrere Augenzeugen dleses Vorgangs haben vorher keinen Staub auf der Brücken straße gesehen und wollen durch das Rauschen bemerkt haben, daß der drehende Luftstoß direkt aus der Höhe gekommen und die schraubenartige Bewegung des Wasser⸗ strahls auch so stark gewesen sei, daß wenn eins der kleinen Lahnschiffchen getroffen worden wäre, dasselbe unzwelfelhaft in viele Stücke gebrochen sein würde. Eine ähnliche Erscheinung wurde am vorjährigen 22. Mai an der untern Lahnbrücke hierselbst beim Beginn eines Ge— witters mit starkem Graupelfall wahrgenommen. Die große Windhose ging bekanntlich am 23. Mai 1886 hler⸗ selbst nleder. Kalkutta. Von hier wird gemeldet, daß in Delhi und Moradabad ein furchtbarer Hagel-Sturm gewüthet habe, bei welchem 150 Menschen zu Grunde gingen. Die meisten derselben wurden von den ungewöhnlich großen Hagelschloßen erschlagen. Handel und Verkehr. Friedberg, 12. Mat. Buttermarkt. Butter kostete ver Pfd. M. 1.05— 1.30. Eier 2 Stück 9 Pf. 3sratlitischer Gottesdienst in Friedberg. Mittwoch den 16. und Donnerstag den 17. Mat 1888: Schebuoth⸗ oder Wochenfest. Beginn: Erster Festtag. Dienstag Abends 7 Uhr 10 Min. Mittwoch Morgens 8 Uhr. Mittwoch Nachmittags 4 Uhr. Zweiter Festtag. Mittwoch Abends 8 Uhr 25 Min. Donnerstag Morgens 8 Uhr. Donnerstag Nachmittags 4 Uhr. Festesausgang 8 Uhr 25 Min. Wochengottesdienst von Freitag den 18. Mal an Morgens 6 Uhr. Cheviot⸗Huxtin für Ueberzieher und ganze Klei⸗ dung(das Neueste und Preiswürdigste der Salson) garantirt reine Wolle, nadelfertig, ea. 140 em breit, à M. 2.95 per Meter, versenden direkt an Private in einzelnen Metern, sowie ganzen Stücken portofrei in's Haus Buxkin⸗Fabrik⸗Depot Oettinger und Co, Frankfurt a. M. Muster unserer reichhaltigen Colleetlonen bereitwillgst franeo. 1861 Bekanntmachung. In der General Versammlung vom 27. v. Mts. wurde die Auflösung des Vorschuß- und Credit- Vereins zu Bruchenbrücken beschlossen. Philipp Best II. daselbst ist zum Liquidator ernannt, bei welchem die Gläubiger sich zu melden haben. Die Löschung des Eintrags im Genossenschafts⸗ register ist erfolgt. Friedberg den 1. Mai 1888. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 1782 Süffert. Einen Lehrling A. Steinbach, sucht 1753 Kappenmacher. lebendiges Bild von den Fortschritten auf dem Geblete Die Mitglieder-Karte à 3 M., zu beziehen von Lehrer Schroth, Schelling⸗ Steyl und Thomas, berechtigt zur Theilnahme an den Verhandlungen, zum Eintritt zur Lehrmittelausstellung, Olstulkt 1 genehmig 186. d. 1 63 Gigenthl gatlonen bezw. ge ns ver! Obllgatl einzurese Mark Mark Thlt Mar Das gebt La 1745 leue. „ Braun Franz Ua Wä9 f De let aus gesg hiermit Die Lieferung von 25 Raummetern Buchen Scheitholz 1. Qualttät ist zu vergeben. dem 21. d. Mts. schriftlich bei uns einreichen. Friedberg am 14. Mai 1888. Großherzogliche Direktion des Schullehrer⸗Semlnars. 1852 Schäfer. Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Unterhaltung der Dächer sämmtlicher fiska i lischen Gebäude im Baubezirk Friedberg pro 1888/89 erforderlichen Arbeiten und Materlallteferungen sollen auf dem Wege der öffentlichen Anbletung vergeben werden. Voranschläge und Bedingungen liegen zur Einsicht auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle offen, an welche auch die Angebote spätestens bis zum 18. Mal, Vor⸗ mittags 11 Uhr, verstegelt und mit entsprechender Auf⸗ schrift versehen, postfrei einzusenden sind. Friedberg den 9. Mat 1888. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 1846 Die am 9. d. Mts. im blesigen A Distrikt Geisgräben, stattgehabte Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Abfahrttag auf Mittwoch den 2 16. d. Mts. festgesetzt worden Ober-Mörlen am 12. Mai 1888. Großherzogliche Bürgermelsterei Ober-Mörlen. 1857 Jeckel. Bekanntmachung. Es sind bei uns diverse Coupons ohne Namen der Eigenthümer eingelaufen, die zu nachstehenden Oblt gatlonen gehören, welche schon längere Zeit verloost, bezw. gekündigt sind. Damit die Besitzer keinen weiteren Zinsverlust erleiden, ersuchen wir dieselben, die betr. Obligationen nebst Couponsbogen zur Einlösung bei uns einzureichen: Mark 500. 40% Frankfurter Hypotheken Pfandbrief: Lit. P. Serie XII. Nr. 4847, verloost per 1. October 1886. 40, Kasseler Landes-Kreditkasse⸗Obl.: Abtbeilung VIII. o. Serie XII. Lit. C. Nr. 4028, gekündigt per 1. März 1887. 4¼0/ Finnländischer Hypotheken-Verein. Pfandbrief: Lit. B. Nr. 2007, gekündigt per 15. März 1887. 47/0 0 landwirthschaftliche Creditbank Antheilscheine: Serie 7 Lit F. Nr. 93 verloost per 1. Dezember 1887. Friedberg den 3. Mai 1888. 14 Vorschuß⸗ und Creditverein e. G. 25,000 Mark, auch größere Theile davon, sind gegen hypothekarische Sicherheit auszuleiben durch 1712 Renteiverwalter Stahl zu Kloppenheim. Ein tüchtiger Schneidergeselle findet dauernde Beschäftigung bei Nieder Wöllstadt. 1781 Mark 600. Thlr. 500. Mark 1000 Wilhelm Schmidt, Schneidermeister. Wohnung zu vermiethen. Das von Herrn G. Heimburg bewohnte Logis, nebst Laden ist per 1. Juli anderweitig zu vermiethen. J. Fürth“ 8 Erben. Neue egyplische Iwiebeln, „ Malta-Kartoffein, Braunschweiger Schnittbohnen in Dosen, do. Brechbohnen do. Französische Erbsen in Dosen, Champignons, Trüffeln, Julienne 1859 bel Willieli Ferlach. Die von mir gegen Herrn 9. Schilling von hier Aeußerung nehme ich als unwahr 1 3 und von mir erfunden iermit zurũ Nleder⸗Florstadt den 2. Mai 1888. 1850 atharina Rahn. Nehme die beleidigende Aeußerung gegen Philipp Lohrey Frau zurück. Nieder-Florstadt den 11. Mai 1888 1851 Margarethe Vogt. Eis zu haben bei A. Flohr. Nähere Auskunft daselbst und bei Fr. Nees. 1842 Lehrlings⸗Gesuch. Ich suche für mein Geschäft zum baldigen Eintritt einen jungen Mann als Lehrling. 1840 Frlebberg. Georg Groß. Offerten wolle man vor 1 0„tt 1 Corsetten. vorzüglich sitzend, in reicher Auswahl von 800 Pf. an, sowie die bellebten Gesundheits-Corsetten für Frauen von M. 3.50 an. 1036 Heinr. Diehl, Usagasse. Rnaßenstrohhüle s Herrenstrohhüte e. 1752 bei— ä wormser Toller Ziehung 30. Mai. Haupttreffer 20,000 Mark und 10,000 Mark in Gold. Loose à 2 Mark sind zu beziehen durch Ph. Dan Künmich. 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Ausgeliehene Kapitaltens. 59665 34 Einlagen. e Rückständige Zinsen. 20663 81] Geschäfts⸗ Antheile. 7500— Güterkaufschillinnnne 46825 97 Nesersef nds 281 31 Rückständige Zinsen. 868 63 Reingewinn V́» 349 50 Steinkohlen Vorrath und musfürde 3193 57 151767 Vorgelegte ee n 103 42 Mobilien. 597 08 aner 11759— see,, i ae eee 1470 44 131764 25 Ober⸗Erlenbach am 11. Mat 1888. 1845 Schieler,„Aus schußvorsteber. Veith, Direktor. 1255 5 Weimar Lotterie. 5 In zwei Ziehungen. 2500 Gewinne im Werthe von 75,000 Mark. 1704 Erster Hauptgewinn im Werthe von 1 25,000 Mark. 1 Mark. Preis des Looses, für beide Ziehungen gültig, 9.— II. Juni Nächste Ziehung 2—1I. Juni. Loose sind zu haben in den allerorts durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen, sowie durch den Vorstand der Ständigen Ausstellung steine Ziehungs⸗ Verlegung! ogg ue anpingen in——. ——— 0s 2 der Export- Cie Tur 8 8 2 QC Deutschen Cognac, Köln a. 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Hlerdurch die ergebene Mittheilung, g. die Garten wirthschaft nebst Kegelbahn Mittwoch den 16. d. Mts. eröffnet wird. 1867 Bierbrauerei Binz l. Preis⸗Kegeln. Der Unterzeichnete veranstaltet in seiner Wirthschaft „Zur Wetterau“ dahter ein Preiskegeln, welches in der Zeit vom 21. Mai bis 22. Juli abgehalten wird. Es werden 4000 Loose geworfen und das Loos, das aus drei nach⸗ einander zu werfenden Kugeln besteht, kostet 20 Pf. 1. Preis 100 M., 2. Preis 75 M., 3. Preis 60 M., 4. Preis 50 M., 5. Preis 40 M. u. s. w., 25 Preise. Alles Nähere durch die Plakate. Freunde des Kegelspiels sind hiermit freundlichst ein⸗ geladen. Bestellungen auf Loose bittet man zeitig machen zu wollen. U. Floh 1841 A. Flohr. Geschüfts⸗ Verlegung. Einem geehrten hiesigen, sowie auswärtigen Publikum diene zur Nachricht, daß ich mein seitheriges Geschäft in das von mir erkaufte ehemals Heß'sche Haus ver⸗ legt habe und bitte, das seither mir geschenkte Vertrauen auch fernerhin bewahren zu wollen. 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Mai keine Nummer des Anzeigers. 5 (Hierzu als Beilage: Sommerfahrplan der Königl. Eisenbahn-Direktion Hannover.) N erbaut Betreff Das! einigeme Bürgern ungehe jüngere Betreff Großhe Sie den uns unf Macht April fe beßunt sowie 6 geholt da uu Lurch 9 Dilste! Fohlen 1 udse 9 lena