r — E. 0 1888. Donnerstag den 15. März. 32. 1 igsten g 7 0 unechten Doth 2 10 0 3 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch f 1 4 Erscheint dreimal wöchentlich d zwar Dienstag, * Serie 90 und reitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 8 7 e tenstag r, 0 ö 0 N 2 deuschir Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 uf Annoncen von Abeh 5 auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. f kuedochirm— 8 5 8 ö Abe N 2* 1388 5* J 6, 0. 4 1 n Proclamation des Kaisers und Königs Friedrich lll. a en An mein Volk! 9 leder 5 Aus seinem glorreichen Leben schied der Kaiser. In dem vielgeliebten Vater, den ich beweine, und um den mit mir mein königliches 5 Haus in tiefstem Schmerze trauert, verlor Preußens Volk seinen ruhmgekrönten König, die deutsche Nation den Gründer ihrer Einigung, das 4 wiedererstandene Reich den ersten deutschen Kaiser! Unzertrennlich wird sein hehrer Name verbunden bleiben mit aller Größe des deutschen 1 Vaterlandes, in dessen Neubegründung die ausdauernde Arbeit von Preußens Volk und Fürsten ihren schönsten Lohn gefunden hat. Indem J König Wilhelm mit nie ermüdender landesväterlicher Fürsorge das preußische Heer auf die Hohe seines ernsten Berufes erhob, legte er den 1 sicheren Grund zu den unter seiner Fübrung errungenen Siegen der deutschen Waffen, aus denen die nationale Einigung hervorging. Er 2 sicherte dadurch dem Reiche eine Machtstellung, wie sie bis dahin jedes deutsche Herz ersehnt, aber kaum zu erhoffen gewagt hatte, und was 2 er in heißem, opfervollem Kampfe seinem Volke errungen, das war ihm beschieden, durch lange Friedensarbeit mühevoller Regierungsjahre 1 Schulen zu befestigen und segensreich zu fordern. Sicher, in seiner eigenen Kraft ruhend, steht Deutschland geachtet im Nathe der Volker und begebrt ö er. nur, des Gewonnenen in friedlicher Entwickelung froh zu werden. Daß dem so ist, verdanken wir Kaiser Wilhelm, seiner nie wankenden Pflichttreue, seiner unablaͤssigen nur dem Woble des Vaterlandes gewidmeten Thaͤtigkeit, gestützt auf die von dem preußischen Volke unwandelbar ö ze und gib bewiesene, und von allen deutschen Stämmen getheilte, opferfreudige Hingebung. Auf mich sind nunmehr alle Rechte und Pflichten übergegangen, wrgebstbäumen. die mit der Krone meines Hauses verbunden sind, und welche ich in der Zeit, die nach Gottes Willen meiner Regierung beschieden sein mag, — 1⁶ getreulich wahrzunehmen entschlossen bin. Durchdrungen von der Groͤße meiner Aufgabe, wird es mein ganzes Bestreben sein, das Werk in * 5 dem Sinne fortzuführen, in dem es begründet wurde, Deutschland zu einem Horte des Friedens zu machen und in Uebereinstimmung mit den I verbündeten Regierungen sowie mit den verfassungsmäßigen Organen des Reiches wie Preußens die Wohlfahrt des deutschen Landes zu pflegen. 4 Meinem getreuen Volke, das durch eine Jahrhunderte lange Geschichte in guten wie schweren Tagen zu meinem Hause gestanden, bringe ich ö „ mein rückhaltloses Vertrauen entgegen. Denn ich bin überzeugt, daß auf dem Grunde der untrennbaren Verbindung von Fuͤrst und Volk, 0 welche, unabhängig von jeglicher Veranderung im Staatenleben, das unvergaͤngliche Erbe des Hohenzollernstammes bildet, meine Krone allezeit Butzbach ebenso sicher ruht, wie das Gedeihen des Landes, zu dessen Retzierung ich nunmehr berufen bin, und dem ich gelobe, ein gerechter, und in Freud' — wie Leid ein treuer König zu sein. Gott wolle mir seinen Segen und Kraft zu diesem Werke geben, dem fortan mein Leben geweiht ist! 1 Berlin den 12. März 1888. Friedrich III. 997 f 5 „ f Amtlicher Theil. bee 2 5 Betreffend: Das Ableben Seiner Majestät des Deutschen Kalsers und Königs von Preußen Wilhelm J. Friedberg am 14. März 1888. 8 2 N Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. „ 8 Die oberste Schulbehörde hat mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Junern und der Justiz bestimmt, daß am Tage der Beisetzung der Leiche des höͤchstseligen Kaisers Wilhelm, welche nach der bis jetzt getroffenen Anordnung auf Freitag den 16. 1 Mts. festgesetzt ist, in allen öffentlichen Schulen und Lehranstalten des Großherzogthums der eigentliche Unterricht ausgesetzt und dagegen zu der nach den öͤrt— lichen Verhältnissen geeigneten Stunde eine Gedachtnißfeier abgehalten wird, bei welcher den Schülern die hohen Tugenden des großen Kaisers N e und die Wohlthaten und Segnungen, welche das Deutsche Vaterlapd Ihm zu danken hat, in entsprechender Weise vor Augen geführt werden. N g W. 9 11 Au 0. oN Sie wollen also obne Verzug Ihre Lehrer bezw. Oberlehrer hiernach bedeuten und in zwei- und mehrklassigen Schulen womöglich diese 71 7 Feier mit sämmtlichen Schülern(etwa ohne die Kleinen!) in einem Saale abhalten lassen. Dr. Braden. 1 betreffend: Das Militär⸗Ersaßgeschäft pro 1888.. N g N Friedberg den 14. Marz 1888. E 1 Bekanntmachung. 3 1 Das diesjährige Musterungsgeschaft wird für den diesseitigen Kreis Mittwoch den 11. April l. J, Vormittags 8 Uhr, Musterung der ö 5* zu Friedberg im Rathhaussaale Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Ober-Mörlen, Ober-Rosbach, f 11 in folgender Weise vorgenommen: Ober⸗Woͤllstadt, Ockstadt, Okarben und Oppershofen. 6101 iaplalt, Dienstag den 3. April 1 J., Vormittags 9 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Assenheim, Bad-Nauheim und Bauerubeim. N Mittwoch den 4. April l J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Beienheim, Bodenrod, Bön— stadt, Bruchenbrücken, Büdesheim, Burg Grafenrode und Butzbach— Donnerstag den 5. Aptil l J., Vormittags s Uhr, Musterung Donnerstag den 12. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflicheigen aus den Gemeinden: Ossenheim, Ostheim, Petter— weil, Pohl Goͤns, Reichelsheim, Rendel, Rockenberg und Rodheim. Freitag den 13 April l. J, Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Roͤdgen, Schwalheim, Soöͤdel, Staden, Stammheim, Steinfurth, Trais-Münzenberg und Vilbel, aus der Gemeinde Vilbel jedoch nur die im Jahre 1866 und 1867 Trolloir- der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Dorheim Dorn Assenbeim, geborenen Militärpflichtigen. f U. I. f Dortelweil, Fauerbach b. Fr., Fauerbach v. d. H. und Friedberg, aus Samstag den 14. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der „aue der Gemeinde Friedberg jedoch nur die im Jahre 1866 geborenen[Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Vilbel— und zwar die im a Militär pflichtigen. Jahre 1868 in dieser Gemeinde geborenen Militärpflichtigen— ferner und Grb- Freitag den 6. April l. J, Vormittags 8 Uhr, Musterung der sämmtliche Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Weckesheim, Wick— Milnärpflichtigen aus den Gemeinden: Friedberg— und zwar die in stadt, Wisselsheim, Woͤlfersheim und Wohnbach. N den Jahren 1867 und 1868 in dieser Gemeinde geborenen Militär— Montag den 16. April l. J, Vormittags 8 Uhr, a boflichtigen— ferner sämmtliche Militärpflichtigen aus den Gemeinden: im Rathhausfsaale zu Friedberg Looszie hung sämmtlicher och ö Gambach, Griedel und Groß Karben. Militärpflichtigen des Kreises Friedberg aus dem Jahrgang 1868. inge r. Main. Samstag den 7. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Harheim, Hausen mit Oes, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Kirch-Gons und Klein-Karben. Montag den 9. April l. J., Vormittags s Uhr, Musterung der Meilitärpflichtigen aus den Gemeinden: Kloppenheim, Langenhain mit Ziegenberg, Maibach, Massenheim, Melbach, Münster, Münzenberg, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach und Nieder-Florstadt— Dienstag den 10 April l. J, Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militaͤrpflichtigen aus den Gemeinden: Nieder-Mörlen, Nieder-Rosbach, Nieder Weisel, Nieder-Woͤllstadt, Ober-Erlenbach, Ober-Eschbach und Ober⸗PFlorstadt. In den genannten Musterungs Terminen haben sich saͤmmtliche Militärpflichtigen des Jahrgangs 1868— mit Ausnahme der zum einjährig⸗ freiwilligen Dienst Berechtigten, falls nicht Reclamation er⸗ hoben wird— sowie diejenigen Militärpflichtigen der früheren Jahr— gänge, welche bis jetzt eine definitive Eutscheidung noch nicht erbalten haben, pünktlich, nuͤchtern und reinlich gekleidet einzufinden. Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten oder dritten Male erscheinen, haben ihre Loosungsscheine mitzubringen. Fur Militärpflichtige, welche durch Krankheit am Erscheinen verhindert sind, ist im Termin ein ärztliches Attest zu übergeben. Nach§. 65 der Ersatzordnung ist das Erscheinen der Loosungsberechtigten zum Loosen nicht erforderlich, es wird vielmehr in diesem Falle durch ein Mitglied der Ersatzeommission die Loosungsnummer für den einzelnen Militärpflichtigen gezogen. Die— jenigen dagegen, welche bei der Musterung unentschuldigt ausbleiben, verlieren das Recht, an der Loosung theilzunehmen und können keinen Anspruch auf Berücksichtigung aus Reclamationsgründen erheben. Außer— dem wird gegen dieselben das im F. 48 der Ersatzordnung angedeutete Strafverfahren eingeleitet. Die Großherzogl. Bürgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen, oder in ihrer Gemeinde ge— stellungspflichtigen Militärpflichtigen auf Grund der ihnen kurzer Hand wieder zugehenden Stammrollen zu der Musterung vorzuladen und eine Bescheinigung über die erfolgte Vorladung der Stammrolle beizufügen. Körperliche Gebrechen der Militärpflichtigen, welche durch die vorzu— nehmende ärztliche Untersuchung nicht unbedingt constatirt werden können, wie Harthörigkeit, Schwachsinnigkeit ꝛc., sind durch amtlich ausgestellte Zeugnisse des Geistlichen, Lehrers, Bürgermeisters ꝛc. nachzuweisen. Wer an Epilepsie(Fallsucht) zu leiden behauptet, hat auf eigene Kosten drei Zeugen vor Gericht zu stellen, welche das Vorhandensein eidlich zu erhärten haben. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts zu erbringen. Ist ein Militär— pflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig, so haben die Großherzogl. Bürgermeistereien hierauf aufmerksam zu machen und hierüber die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Die Verhandlungen über die Zurückstellungsgesuche sind, insoweit es noch nicht geschehen, sofort und längstens im Termin vorzulegen. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familien— angehörige sich selbst persönlich im Termine vor der Ersatzcommission“ Reclamationen, welche der Ersatzcommission nicht vorge. einzufinden. legen haben, werden von der Großherzogl. Ober-Ersatzcommission un⸗ nachsichtlich zurückgewiesen und nur dann berücksichtigt, wenn die Ver anlassung zu der Reclamation erst nach dem Ersatzgeschäft entstanden ist. Mit dem Ersagzggeschaͤft ist die Classification der Reserve- und Landwehr⸗ mannschaften, der Ersatzreservisten, sowie der ausgebildeten Mann⸗ schaften des Landsturms zweiten Aufgebots(siehe Anmerkung) verbunden.“ Nach Erledigung der Zurückstellungsgesuche findet an den obenbezeichneten“ 7 Tagen die Classificirung derselben rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerb— lichen Verhältnisse statt. Es haben daher Diejenigen derselben, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Vormittags ½ 1 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche, welche sofort bei dem Unterzeichneten einzureichen sind, näher zu begründen. Die Großherzogl. Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und dafür zu sorgen, daß die Letzteren zur bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungsgeschaͤfts ein anständiges und ruhiges Ver— halten beobachten. Der Civilvorsitzende der Großh. Ersatzeommission des Kreises Friedberg. Dr. Braden. Anmerkung: Als ausgebildete Mannschaften sind zu betrachten: 1) Alle Ersatz Reservisten, welche geübt haben, 2) Ersatz-Rekruten, welche mindestens 1 Jahr activ gedient haben und 3) Einjährig-Freiwillige, welche mindestens neun Monate activ ge— dient haben. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Burgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Tommissariat Wickstadt. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen, die Militärpflichtigen, welche gestellungspflichtig sind, speziell darnach bedeuten und sich selbst darnach bemessen, auch dafür sorgen, daß die gegebenen Bestimmungen pünktlich zur Ausführung kommen. Da es vorgekommen ist, daß Militärpflichtige, welche im Kreise Friedberg geboren sind, aber in Orten eines anderen Musterungsbezirkes sich aufhalten(als Gesellen, Commis, Dienstboten 2c), sonach in der Gemeinde ihres Auf— enthaltsortes aumelde- und gestellungspflichtig sind, von Ihnen aber dennoch zur hiesigen Musterung und bezw. Aushebung vorgeladen wurden, weise ich Sie hierdurch wiederholt an, nur diejenigen Militärpflichtigen zur diesseitigen Musterung vorzuladen, welche sich in Ihren resp. Gemeinden thatsächlich und nicht etwa nur vorübergehend aufhalten. Ebenso wollen Sie diejenigen Leute, welche in Orten anderer Musterungsbezirke geboren sind, sich aber in Gemeinden des Kreises Friedberg aufhalten und bis jetzt sich etwa zur Stammrolle Ihrer Gemeinde nicht gemeldet haben, da sie beabsichtigen, sich in ihrem Heimaths— kreise zu stellen, anhalten, die Anmeldung noch nachträglich zu bewirken und dafür sorgen, daß dieselben auch hier zur Vorstellung kommen. Treten derartige Fälle ein, wollen Sie Nachtrags-Stammrolle aufstellen und diese mit den betreffenden Geburts- oder Loosungsscheinen sofort auher einsenden. Die Geburtslisten zu den Stammrollen der drei letzten Jahre(1886, Ersatzgeschäft mitzubringen. Bekanntmachung. 1887 und 1888) sind zum Dr. Braden. Obstbaukursus an der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1888 betreffend. Zur Ausbildung tüchtiger Obstbaumwärter soll auch im laufenden Jahre ein Obstbaukursus hier abgehalten werden. 8 Wochen dauern, von welchen fünf auf die Zeit vom 5. April bis 9. Mai, drei in den August fallen. Derselbe wird Der Unterricht umfaßt: Geschaͤfts⸗ Aufsätze und geschäftliche Berechnungen, Grundzüge des Pflanzenlebens, Obstbaulehre, Obstkunde und praktische Uebungen. Er wird durch eine reiche Sammlung der besten Lehrmittel und Werkzeuge unterstützt. logischen Garten hiesiger Ackerbauschule und an anderen Baumpflanzungen statt. Die praktischen Uebungen finden planmäßig in dem hierzu bestimmten pomo— Außerdem werden Excursionen nach benachbarten Baumanlagen und Baumschulen unternommen. Der Unterricht ist unentgeltlich, fuͤr Kost und Wohnung haben die Schüler dagegen selbst zu sorgen. Anmel— dungen sind baldmöglichst, spätestens aber bis Ende d. Mts. an Landwirthschaftslehrer Dr. Tobisch hier einzureichen. Anmeldungen bei den landwirthschaftlichen Bezirksvereinen und Großherzoglichen Bürgermeistereien bitten wir, uns gefalligst übermitteln zu wollen. Friedberg den 4. Marz 1888. Samstag den 17. d. Mts., 3 Uhr Nachmittags, findet im„Hessischen Hof“ landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg statt, in welcher Herr Landwirth Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein des Milchviehes halten wird. Sonntag den 18. März, Nachmittags 3 Uhr des landw. Bezirks-Vereins Friedberg statt, in welcher Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst halten wird. Erledigung. Mein unterm 14. Februar erfolgtes Ausschreiben gegen Ludwig Karl von Trais Friedberg den 10. März 1888. Bekanntmachung. Bekanntmachung. ein Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. zu Butzbach eine Versammlung der Sektion Butzbach des schaftslehrer Lemke aus Friedberg einen Vortrag über die Fütterung Der Sektionsdirektor: Hechler. findet auf dem Selzerbrunnen bei Groß-Karben eine Versammlung der Sektion Vilbel Herr Landwirthschaftslehrer Lemke einen Vortrag über künstliche Düngung Der Sektions-Direktor: Stahl. Münzenberg wird als erledigt zurückgenommen. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Kolb. Der„Reichsanzeiger“ bringt folgenden Er— laß Sr. Majestät des Kaisers und Königs an den Reichskanzler und Präsidenten des Staats— Ministeriums.„Mein lieber Fürst! Bei dem Antritte meiner Regierung ist es mir ein Be— dürfniß, mich an Sie, den langjährigen vielbe— währten ersten Diener meines in Gott ruhenden Herrn Vaters zu wenden. Sie sind der treue und muthvolle Rathgeber gewesen, der den Zielen seiner Politik die Form gegeben und deren erfolgreiche Durchführung gesichert hat. Ihnen bin ich und bleibt mein Haus zu warmem Dank verpflichtet. Sie haben daher ein Recht, vor Allem zu wissen, welches die Gesichtspunkte sind, die für die Haltung meiner Regierung maßgebend sein sollen. Die Verfassungs- und Rechts⸗ Ordnungen des Reiches und Preußens müssen vor Allem in der Ehrfurcht und in den Sitten der Nation sich befestigen. Es sind daher die Erschütterungen möglichst zu vermeiden, welche häufiger Wechsel der Staatsein richtungen und Gesetze veranlaßt. Die Forderung der Aufgaben der Reichsregierung muß die festen Grundlagen unberührt lassen, auf denen bisher der preußische Staat sicher geruht hat. Im Reiche sind die verfassungsmäßigen Rechte aller verbündeten Re— gierungen ebenso gewissenhaft zu achten, wie die des Reichstags; aber von beiden ist eine gleiche Achtung der Rechte des Kaisers zu erheischen, Dabei ist im Auge zu behalten, daß diese gegen— seitigen Rechte nur zur Hebung der öffentlichen Wohlfahrt dienen sollen, welche das oberste Ge— setz bleibt, und daß neu hervortretenden, un zweifelhaften nationalen Bedürfnissen stets in vollem Maße Genüge geleistet werden muß. Die nothwendigste und sicherste Bürgschaft für ungestörte Förderung dieser Aufgaben sehe ich in der ungeschwächten Erhaltung der Wehrkraft des Landes, meines erprobten Heeres und der aufblühenden Marine, der durch Gewinnung überseeischer Besitzungen ernste Pflichten er— wachsen sind. Beide müssen jederzeit auf der 1 ungeböte 1 unter il = babe det Oe Einig u Herten unterstt liche G klassen selben staͤnde! Ciwarti durch 6 Oesellsc sozialen der Etz gewandt Bildung macht durch daß Le wirthse können vermeh berüͤcksi Grundle aufwach standskt welche! wegung führung Cs ist; saͤumt w einzuwir nißmäßi, Jedem vorurthen wenn nit samkeit und eine hetbeffüh Verbände tung halt es zur J gewährte shuen 9h eltig do — eh, Hoͤhe der Ausbildung und der Vollendung der —„ Organisation erhalten werden, welche deren e Ruhm begründet hat, und welche deren fernere duftenden 1 Leistungsfähigkeit sichert. Ich bin entschlossen, Land im Reiche und in Preußen die Regierung in gewissenhafter Beobachtung der Bestimmungen von Reichs- und Landesverfassung zu führen. Dieselben sind von meinen Vorfahren auf dem Throne in weiser Erkenntniß der unabweis baren Bedürfnisse und zu löoͤsenden schwierigen Auf gaben des gesellschaftlichen und staatlichen Lebens begründet worden und müssen allseitig geachtet werden, um ihre Kraft und segensreiche Wirk samkeit bethätigen zu koͤnnen. Ich will, daß der seit Jahrhunderten in meinem Hause heilig gehaltene Grundsatz religiöser Duldung auch ferner meine Unterthanen, welcher Religionsge * meinschaft und welchem Bekenntnisse sie auch angehören, zum Schutze gereiche. Ein jeglicher unter ihnen steht meinem Herzen gleich nahe E haben doch alle gleichmaͤßig in den Tagen der Gefahr ihre volle Hingebung bewährt! Einig mit den Anschauungen meines kaiserlichen Herrn Vaters, werde ich warm alle Bestrebungen unterstützen, welche geeignet sind, das wirthschaft— liche Gedeihen der verschiedenen Gesellschafts— klassen zu heben, widerstreitende Juteressen der selben zu versöͤhnen und unvermeidliche Miß— stände nach Kräften zu mildern, ohne doch die bad. Erwartung hervorzurufen, als ob es moglich sei, durch Eingreifen des Staats allen Uebeln der ze Gesellschaft ein Ende zu machen. Mit den mie sozialen Fragen enge verbunden erachte ich die Orte der Erziehung der heranwachsenden Jugend zu ie Auf gewandte Pflege. Muß einerseits eine hoͤhere J vorgeladen Bildung immer weiteren Kreisen zuganglich ge e en In macht werden, so ist doch zu vermeiden, daß durch Halbbildung ernstliche Gefahren geschaffen, endes Kei daß Lebensansprüche geweckt werden, denen die wirthschaftlichen Krafte der Nation nicht genügen önnen, oder daß durch einseitige Erstrebung vermehrten Wissens die erziehliche Aufgabe un— berücksichtigt bleibe. Nur ein auf der gesunden Grundlage von Gottesfurcht in einfacher Sitte aufwachsendes Geschlecht wird hinreichend Wider standskraft besitzen, die Gefahren zu überwinden, welche in einer Zeit rascher wirthschaftlicher Be— wegung durch die Beispiele hochgesteigerter Lebens— führung Einzelner für die Gesammtheit erwachsen. Es ist mein Wille, daß keine Gelegenheit ver— säumt werde, in dem öffentlichen Dieuste dahin einzuwirken, daß der Versuchung zu unverhält— nißmäßigem Aufwande entgegengetreten werde. Jedem Vorschlage finanzieller Reformen ist meine vorurtheilsfreie Erwägung im Voraus gesichert, wenn nicht die in Preußen altbewährte Spar— samkeit die Auflegung neuer Lasten umgehen und eine Erleichterung bisheriger Anforderungen herbeiführen läßt. Die größeren und kleineren Verbänden im Staate verliehene Selbstverwal— et dit tung halte ich für ersprießlich, dagegen stelle ich dutkter es zur Prüfung: ob nicht das diesen Verbänden a gewährte Recht der Steuerauflagen, welches von ihnen ohne hinreichende Rücksicht auf die gleich— zeitig von Reich und Staat ausgehende Bela— gung geübt wird, den Einzelnen unverhältniß 11 mäßig beschweren kann. In gleicher Weise wird Arthet zu erwägen sein, ob nicht in der Gliederung der N Behörden eine vereinfachende Aenderung zulässig erscheint, in welcher die Verminderung der Zahl ter Angestellten eine Erhöhung ihrer Bezüge Lanz kemmm ea sofon ind zn 1 9 * trmöglichen würde. Gelingt es, die Grundlagen — des staatlichen und gesellschaftlichen Lebens kräftig „ ee, ju erhalten, so wird es mir zu besonderer Ge LA tugthuung gereichen, die Blüthe, welche deutsche 11 7 6 kunst und Wissenschaft in so reichem Maße zeigt, bet bent zu voller Entfaltung zu bringen. Zur Verwirk— mee chung dieser meiner Absicht rechne ich auf Ihre 11080 i so oft bewiesene Hingebung und auf die Unter— „ been sfuͤßzung Ihrer bewährten Etfahrung. Möge es ri 14 mir beschieden sein, dergestalt unter einmüthigem * 16.4 gusammenwirken der Reichs⸗Organe, der hin— * 840 gebenden Thätigkeit der Volks- Vertretung, wie e 24 55 Behörden, und durch vertrauensvolle Mitar— „Iii beit saͤmmtlicher Klassen der Bevölkerung Deutsch— 122 nd und Preußen zu neuen Ehren in fried— 1 J . licher Entwickelung zu führen! Unbekümmert um den Glanz ruhmbringender Großthaten, werde ich zufrieden sein, wenn dereinst von meiner Re gierung gesagt werden kann, sie sei meinem Volke wohlthatig, meinem Lande nützlich und dem Reiche ein Segen gewesen! Berlin den 12. Marz 1888 Ihr wohlgeneigter Friedrich III.“ Deutsches Reich. Darmstadt. Der ordentl. Professor an der Landes-Universität Dr. Wilbrand wurde unter Anerkennung seiner Dienste, auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt und demselben der Cha rakter als Geh. Medizinalrath verliehen. Berlin, 12. Maͤrz. Der Sectionsbefund ergab, daß Kaiser Wilhelm in Folge eines großen, mit zahlreichen spitzen Kanten versehenen Blasen— steines verstorben ist; die haufigen blutigen Ent— leerungen und die schließlichen haufigen Ohn— machtsanfälle vor dem Tode, welche auf eine schwere Verletzung der Blase und damit ver— bundene große Schmerzen schließen lassen, hängen damit zusammen. Die übrigen Organe waren vollkommen gesund. Die Uebe führung der Leiche ging heute kurz nach Mitternacht, um 12 Uhr 40 Minuten, im stürmischen Schneegestöber vom Palais nach dem Dome vor sich. 32 Unter— offtziere trugen abwechselnd in Abtheilungen von 16 Mann den Sarg. 400 Soldaten von allen Regimentern der Berliner Garnison bildeten auf dem Wege mit brennenden Fackeln Spalier. Eine Compagnie Garde du Colps eröffnete den Zug, dann folgte die Leibcompagnie des ersten Garde Regiments zu Fuß in Parade Uniform mit auf— gepflanztem Seitengewehr mit der Fahne des ersten Bataillons und stummer Regimentsmusik. Hinter ihnen schritten die Hofdtenerschaft, die Leibjäger und die Beamten des katserlichen Hauses. Ueber den Sarg des Kaisers war eine einfache schwarze Decke gebreitet. Hinter dem Sarge schritten der Kronprinz Wilhelm, Prinz Heinrich, Prinz Leopold, der Erbprinz von Meiningen, Prinz Georg, Prinz Alexander, Prinz Albrecht und der Kronprinz von Schweden. Dann folgten Flügeladjutanten, Hofchargen und hierauf wieder ein Zug Garde du Corps. Den Schluß bildete eine lange Reihe Wagen. Als der Sarg im Dome niedergesetzt war, hielt Oberhofprediger Kögel eine kurze Ansprache. Kronprinz Wilhelm und Prinz Heinrich knieten darauf nieder und beteten; ersterer legte am Fußende des Sarges einen großen Lorbeerkranz nieder. Kronprinzessin Wilhelm wohnte gleichfalls der Trauerfeier im Dome bei. Die feierliche Beisetzung der Leiche des Kaisers soll Freitag in der Mittagsstunde vom Dom aus nach dem Mausoleum in Char lottenburg erfolgen. Der Sarg wird bis zur Siegesallee getragen, die Mitglieder des Konig— lichen Hauses und des Gefolges begleiten bis dorthin den Sarg zu Fuß, an der Siegesallee besteigen sie die Wagen und defiliren dann in Charlottenburg an dem Feuster vorüber, an dem der Kaiser Friedrich sich aufhalten wird.— Einer Mittheilung des„Berl. Tabl.“ zufolge soll Kaiser Wilhelm ein baares Vermoͤgen von 54 Million Mark hinterlassen haben. — 12. Maͤrz. Die Schwester Kaiser Wil— helm's, die Großberzogin-Mutter Alexandrine von Mecklenburg Schwerin, welche vor wenigen Tagen das 85. Lebensjahr vollendet hat, ist ploͤtz lich schwer erkrankt. In Folge dieser Nachricht sind auch die Großherzogin Marie von Mecklen— burg und deren Tochter Elisabeth, welche am Mittwoch nach Berlin gekommen waren, nach Schwerin zurückgekehrt. — 12. Marz. Ueber den Empfang des Staatsministeriums durch Kaiser Friedrich in Leipzig lesen wir: Als um 6 Uhr 38 Minuten der kaiserliche Sonderzug anlaugte, stieg zuerst der Reichskanzler in den Salonwagen des Kat serpaares. Es machte einen ergreifenden Ein druck, als der Kaiser dem Reichskanzler schnell entgegenschritt und ihn wiederholt umarmte und küßte. Der Kaiser stand in voller Gestalt auf— recht, was man durch die aufgezogenen Jalou— sien beobachten konnte. Die Kalserin stand während der Unterredung mit dem Reichskanzler neben ihrem Gemahl und begrüßte den Reichs— kanzler ebenfalls. Auch den Minister v. Putt— kamer und die übrigen Staatsminister, sowie den Staatssecretär Herbert v. Bismarck begrüßte der Kaiser auf das huldvollste, indem er jedem ein⸗ zelnen herzlich und kräftig die Hand drückte; das gleiche that die Raiserin. Gegen sieben Uhr setzte der kalserliche Zug sich unter den stürmi— schen Hochrufen der sehr zahlreich versammelten Menge in Bewegung. Der Reichskanzler ver— blieb auf Wunsch der Majestaten im Salon⸗ wagen des Kaisers und begleitete denselben nach Charlottenburg, während die Minister in ihrem Ertrazuge nach Berlin heimkehrten. Der kaiser— liche Extrazug ist im Westbahnhofe bei Char⸗ lottenburg erst um 11 Uhr Nachts eingetroffen. Der Kaiser und die Kaiserin begaben sich ohne Aufenthalt ins Schloß. Infolge eines Schnee— sturmes hatte der Zug etwas Verspaͤtung. Heute Vormittag 11 Uhr statteten, wie das„Berliner Tageblatt“ erfährt, Kaiser Friedrich und Kaiserin Victoria der Kaiserin Augusta einen längeren Be— such ab und begaben sich von dort nach dem Dome, um am Sarge des verstorbenen Kaisers zu beten. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Von zuverlässiger Seite geht uns die Mittheilung zu, daß der Reichskanzler sich in Folge der Auf— regung der letzten Tage in einem sehr auge— griffenen Zustande befindet. Der Verlust seines langjährigen Herrn hat den Kanzler nicht nur seelisch ergriffen, es hat sich leider auch wieder das alte Nervenleiden eingestellt. Mit Rücksicht darauf hat Professor Schweninger es für ange— zeigt erachtet, den Kanzler gestern auf seiner Fahrt nach Leipzig zu begleiten. Ruhe und thunlichste Beschränkung der Geschaͤfte sind nach Ausicht des Professors dringend geboten. Ausland. Frankreich. Paris, 11. März. Die De⸗ putirtenkammer hat gestern das Ausgaben-Budget zu Ende gebracht und durch ein letztes Gesammt⸗ votum mit 407 gegen 33 Stimmen angenommen. Rumänien. Bukarest. Fürst Ghika lehnte die Cabinetsbildung ab. Der König betraute Bratiauu damit. Bulgarien. Sofia. Die bulgarische Re⸗ gierung hat beschlossen, die Note der Pforte be⸗ treffs der Illegatitätserklärung des Prinzen Ferdinand— gar nicht zu beantworten. Dieser, mit Rücksicht auf den Souzerän Bulgariens, den Sultan, wenig höfliche Beschluß deutet an, daß man sich in Sofia auf diplomatische Erör⸗ terungen uber die Stellung des Prinzen Fer— dinand nicht einzulassen gedenkt, und die ge— schaffenen Thatsachen als undiscutirbar betrachtet. Ohne Zweifel rechnen Stambulow und Genossen darauf, daß die Pforte selbst die erfolgte Noti— fication nur als eine Formalität betrachtet und nicht gewillt ist, aus derselben irgendwelche Consequenzen zu ziehen. Rußland. Petersburg. Im Auslande um⸗ laufende Gerüchte über eine angebliche nihilistische Bewegung in Südrußland werden aus bester Quelle als gänzlich erfunden bezeichnet. Afrika. Suez, 11. Marz. Einer Mel⸗ dung des Correspondenten der„Indep. Belge“ zufolge haben die Sudanesen Suakim in Brand gesteckt und den Befehlshaber der dor⸗ tigen englischen Besatzung getoͤdtet. Die Nach⸗ richt bedarf jedoch noch der Bestätigung. Aus Stadt und Land. Friedberg. Von vielen Orten lesen wir, daß die Bevoͤlkerungen aus eigenem Antriebe beschlossen haben, am Freitog, als dem Beisetzungstage der Leiche des Katsers, die Laden zu schließen wie an Fetertagen und sich aller lauten Lustbarkeiten zu enthalten. Wir wollten die Sache hiermit angeregt haben uud sind überzeugt, daß wir damit dem Wunsche und der Ansicht Vieler Ausdruck verleihen. Wie wir hören, schickt die Stadt einen Kranz zur Betsetzungsfeterlichkett nach Berlin. Frledberg. Von allen Seiten kommen Berichte über Hochwasser bel allen größeren und kleineren Fluͤssen. Von eigentlicher Gefahr verlautet jedoch Gott set Dank nichts. Auch unsere Usa hat es gnädig gemocht. Nur an ganz flachem Ufer war sie ausgetreten, ist aber schon wieder zurückgegangen und bringt schon klaxeres Wasser. 21 4 Gießen, 12. Marz. In der ersten Sitzung des Schwurgerichts vom J. Quartal 1888 wurde heute ver— handelt über die Anklage gegen den Schuhmacher, später Kutscher Wilhelm Uhl von Oberschmitten, wegen versuchter Tödtung. Von den den Geschworenen vorgelegten Fragen wurde die Hauptfrage wegen versuchter Tödtung verneint; in der Nebenfrage wegen Körperverletzung, wurde der Angeklagte ohne mildernde Umstände zu einer Gefäng nißstrafe von 1 Jahr, abzüglich 2 Monate Untersuchungs— haft, verurtheilt. Die weiteren Verhandlungen finden statt: Dienstag den 18. März, Vorm. 8¼ Uhr: gegen Job. Zöckler IV, von Köddingen, wegen Melnelds Mitt: woch den 14. März. Vorm. 8¼ Uhr: gegen Conrad Doͤring von Maar, wegen Verbrechens gegen die Sitt— lichkeit. Donnerstag den 15. März, Vorm. 8½ Uhr: gegen Heinr. Jost von Herchenhaln, wegen Mordversuchs. Freitag den 16. und Samstag den 17. März, je Vorm. 8½ Uhr: gegen Meyer Schiff II. von Nidda, Leopold Stmon von Bisses und Liebmann Katz von Hungen, wegen Meineids und Verleitung hierzu. Montag den 19. März, Vorm 9 Ubr: gegen Karl Schupp von Wingers— hausen, wegen Brandstiftung. Dienstag den 20. März, Vorm. 8½ Uhr: gegen Heinr. Kraft II. von Hergers— dorf, wegen Meintids. Mittwoch den 21. März. Vorm. 9 Uhr: gegen Georg Kann von Gießen, wegen Wieder— stands gegen die Staatsgewalt. Weiskirchen, 8. März. Heute Abend gegen 7 Uhr wurde ein Bauersmann aus Dudenbofen, auf der Straße zwischen Höllenhütte und Tannenmühle sprang aus dem Walde auf den ruhig seines Weges gebenden Bauersmann zu und rief:„Geld oder Tod!“ Bei diesem Ausrufe hielt er ihm gleichzeitig ein großes Messer entgegen. Der Bauersmann schlug ihm rasch mit seinem ziemlich dicken Spazlerstock auf die Hand, so daß ihm das Messer zu Boden fiel und gab ihm noch einige kräftige Hiebe über die Augen, daß der Angreifer mit lautem Schrel niederstürzte. Allerlei. Hadamar, 12. März. Der Landbriefträger Ernst zu Hadamar wurde am Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr Mittags, etwa 10 Minuten vor Lahr, von zwei Strolchen angefallen und aufgefordert, sein Geld und die Brief— marken herauszugeben. Der Briefträger, ein kräftiger Mann, hielt sich die beiden Angreifer vom Leibe und eilte nach Lahr, wo er auf der Bürgermeisterei Anzeige erstattete. Newyork, 13. Maͤrz. Durch heftigen Schneesturm hier und in der Umgegend ist der Verkehr fast ganz unterbrochen. Die Telegraphenleitungen sind vielfach zerstört und die Eisenbahnverbindungen unterbrochen. Der Verkehr mit Washington stockt seit Mitternacht. Brodpreise vom 16. März bis 1. April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. März bis 1. April. Nach eigener Angabe der Metzger. angefallen. Ein Mann, mittlerer Größe mit Vollbart, Joraelitischer Gotteedienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 17. März 1888. Beginn: Freitag Abends 5 Uhr 25 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittogs 3 Uhr 45 Min. Sabbathausgang 6 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 18. März an Morgens 6 Uhr 30 Min., Nachmittags 5 Uhr. razer be- ee Was nützt die leckersse Mahlzeit, wenn die Ver⸗ dauungsfunktion nicht in Ordnung ist? Die Sodener Mineral⸗Paslillen wirken auf die sanfteste Weise, aber durchgreifend dem Magenkatarrh und der Verstopfung entgegen und lindern und beseitigen wirksamst dle Qualen des Hämorrholdalleldens. Attest. Nach regelmäßigem und fortgesetztem Gebrauche der Sodener Mineral⸗Paflillen kann sch mit Vergnügen eonstatiren, daß dieselben eln ausgezeichnetes Mittel gegen Hämorrholden bilden und möchte ich diese Pastillen Allen zum Gebrauche empfehlen, welche sich durch sitzende Berufsthätigkeit dieses beschwer⸗ liche und schmerzhafte Uebel zugezogen haben. gez. Carl Nicolaus, Caméen- und Wappenschneiderel, Hanau. Alle Apotheken haben Verkaufsstelle. Schachtel. 1050 Evangelischer Pereins Fuͤr Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. 5 15. d. Mts fällt wegen Ablebens des Kaisers aus. Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. General (Eingetragene Genossenschaft.) Versammlung. Die ordentliche General-Versammlung des vierundzwanzigsten. unseres Instituts findet Mittwoch den 21. März d. J., Abends 8 Uhr, im Windecker schen Felsenkeller dahier statt und beehren wir uns, unsere Mitglieder ergebenst einzuladen. 1. Geschäftsbericht des Tages- Ordnung: Vorstandes. 2. Bericht des Ausschusses über die Prüfung der Bilanz pro 1887 und Entlastung des Vorstandes. 3. Beschlußfassung über di Friedberg den 15. März 1888. 1049 e Verwendung des Gewinn-Saldos. Für den Ausschuß: Bürgermeister Adam Steinhäußer, Vollständig unschädliche Oster- Eier farben in 9 feurigen Nüancen und in Päckchen von 5 u. 10 Pf. Für Wiederverkäufer hohen Rabatt. 1066 J. Baumeister. empfehle ich Ia Hornmehl(140% Stickstoff) für alle Arten Pflanzen à M. 3.50 für Post-Collt bon 1960 4 Kilo, per Sack à 50 Kilo M. 20. Mineraldünger für Topfpflanzen(neu, von groß⸗ artiger Wirkung) à M. 3. per Kilo. gebrannt, Vorsitzender. Kaffee, 150, 160 Pf., roh, per Pfund M. 1., M. 1.10, M. M. 1.40, M. 1.50 empfiehlt 1.20, M. 1.30, 1069 J. A. Windecker. Deutscher und ewiger Kleesamen, sowie alle Gartensämereien empfiehlt in bester Qualität Fy. Gunder loch. Frischer Kabliau, Holzkohlen Mehl für Rosenkultur, per Post⸗ Fr ische Schellsische, Colli à M. 3. Alles franco gegen Nachnahme.(H. 61453.) 1070 F. W. Fuehs, Höchst a. M. Ein Haus hat zu verkaufen, große Köhlerstraße, 1044 Simon Ruppel. „ Confirmanden⸗ und Knaben⸗Auzüge von den billigsten bis zu den hochfeinsten empfehlen in be⸗ kannter großartiger Auswahl. Flicklappen zu jedem Anzug. J. Fürth's Erben. Ein kleines Logis zu vermiethen bei sarl Großhaus. Frischer Labberdan, Frische Kieler Fettbücklinge, „ Rohessbücklinge Frischer Ural- Caviar in 1 Pfund und ½ʒ Pfund-Dosen 1064 bei Wilnelm Fertsch. Ein ehrlicher, zuber⸗ E in gesetzterem lässiger, solider Bur che Alter (kein Herrschaftsdiener), der in Garten, Land- und Haus— arbeit aller Art bewandert ist, nur mit Prima-Zeugnissen, vnd auf's Land gesucht. a“ Zeugnißabschrif t und Angabe 108 vormaligen Herrschafts— adressen, nebst genauesten Lohnansprüchen unter 8. 2684 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M.(P. e. 130/). 1068 D Hul und Arm⸗Flore, 3 Seidenhüle& Frauen-Agraffen 155 bel Fritz Schmidt, Kaiserstr. Im Kleidermachen 17 sich Marie Petri, 1074 wohnhaft bei Frau Sehrt Wittwe. in kräftiger Qualität per Pfund 130, 140, ö Casino Friedberg. Der Familien-Abend Donnerstag den 15. d. Mts. fällt aus. 1059 Ein tüchtiger Sattlergehülfe Steinfurth. 1043 J. 8. Uhl, Sattlermeister, Ein 1 welcher selbstständig am Ofen arbeiten kann, wird zee A erfragen bel der Exped. d. Anz. sucht Stelle. Zu erfragen bei der Exp. d. Anz. 1053 Zwei Realschüler können Kost und Logis, nebst unentgeltlicher Beaufsich⸗ tigung der Schularbeiten erhalten. Nähere Auskunft er⸗ theilt die Exped. d. Anz. 1056 Bei Carl Bindernagel ist Friedberg ist vorräthig! Der kranke Hund. Anleitung zur Erkennung, Behandlung und Heilung der Hundekrankheiten unter Angabe det bewährtesten Heilmittel. Nach der Erfahrung bearbelt von Oberförster L. QAuensell. Preis M. 1 Danksagung. Für die vielen Bewelse der Thellnahme bei der Krank⸗ heit, dem Tode und der Beerdigung unseres gellebten Gatten, Bruders, Schwagers und Onkels Heinrich Fauerbach sowle für die Blumenspende sagen herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. 1 Namen derselben: 10⁴7 Augusle Fauerbach. Nieder⸗Wöllstadt den 14. März 1888. —. Verantw. Ned. Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Sarl Bindenagel. (Hierzu eine Beilage.) Preis 85 Pf. per 66 g. Mont im Don und XV stangen! ferner 6 im Ober feldsch Gichen: 0,98 im und 101 Ob 1072 10¹0 Mon steln sche tanne be 2 N 1000 Zusan Chaussee Ockst 105 5 in def Im 9 gerstelgert Die 106 98 8 U 900 0 derer en Holzoersteigerung. u e 1 bbaußer, Mn. dend deut 1 g cachült u l ee bursche lende Aut Hüler eus Kiter 1 ni WW Hund. LL 1 r Ae intl 22 1 1 111* 7¹ „ n e back eh 1 erb* 6 17 un ble A ee Beilage. Oberhessischer Anzeiger. * 185 „ 2 A Bekanntmachung. Diejenigen, welche die auf dem Submissionswege zu vergebende Lieferung der für das Etatsjabhr 1888/89 bei dem Amtsgerichte Friedberg erforderlichen Schreib— matersalten zu übernehmen beabsichtigen, wollen Offerten und Muster bis zum 0. Maͤrz l. J. einreichen. Die Lieferungs bedingungen liegen dahter offen. Friedberg den 12. März 1888. Der Gerichtsschreiber Großh. Amtsgerichts Friedberg. Weber. 1060 * * 3 7* 5— Pserde-Uersleigerung. Mittwoch den 21. d. Mis. Vormittags 10 Uhr, wird an der Wohnung des Wachtmeisters Will zu Vilbel ein ausrangirtes Dienstpferd gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Gießen den 13. März 1888 Großherzoglicher Gendarmerie Distrikt Oberhessen. Frhr. von Follen ius, Major und Bezirks Commandeur. 1072 Es werden versteigert: a. Montag den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Zu sammenkunft im Schlage, im Domanialwalddiflrikt Frauenwald, Schläge VI. X und XVII: Eichen: 27 Stämme 7,25 fm haltend, 7 Derb stangen mit 0,54 tm und 1 Nadel-Derbstange mit 0,06 fm, ferner Eichen: 42 rw Scheiter, 20 rm Knüppel, 3228 Raum, 3660 Durchforstungs⸗, 2402 Aus jätungs Wellen und 3 rm Stöcke, b. Dienstag, 20. d. Mes., Vormittags 10 Uhr, Zusam⸗ menkunft an der dicken Eiche, im Ober⸗Rosbacher Domanialwald Distrikt Wester feldscher Wald, Schlag VIII, u. Katzenstirn XX: Eichen: 37 Stämme mit 6,48 fm, 20 Derbstangen mit 0,98 fm(Wagnerholz), 45 rm Scheiter, 44 rm Knüppel und 10443 Wellen. Ober⸗ Rosbach, 13. März 1888. Großherzogliche Oberförsteret Ober-Ros bach. Strack. Holzversteigerung. Montag den 19. März werden in den Frh. v. Francken stein'schen Walddistrikten Allmey, Platte und Klapper tanne versteigert: 24 Raummeter Eichen⸗Knüppel von 2—4 m Länge, 12* Birken Knüppel, 18 5 Klefern-Knüppel, 500 Stück Buchen Wellen. 17500„ Eichen Birken⸗Wellen, 2000„ 1 2„ 1000„ Kiefern-Wellen. Zusammenkunft Morgens 9 Ubr auf der neu gebauten Chaussee zunächst des Löwenhofs. Ockstadt den 14. März 1888. Der Freihl. von Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. Holzversteigerung in den Gräflich Solms-Rödelheim'schen Waldungen. Im Revier Bainhards, Distrikt Unlerwald, werden versteigert: Dienstag den 20. März, Vormittags 9 Uhr: 10 Eichen- Stämme mit 2,14 Kubikmeter Inhalt, 93 Fichten⸗Stämme von 15—28 Centimeter Durch— messer und 5— 15 Meter Länge mit 28,48 Kubik meter Inhalt, Fichten ⸗Derbstangen, zu Lelterbäumen, Baum pfählen, Latten, Einfriedigungen u. s. w. brauchbar, 8 Raummeter Buchen- und Eichen Scheitholz, 94 1073 (Backholz), 25 90 5 Elchen⸗Prügelholz, 12 1 Nadel 7 50 3 Eichen Stockholz, 145 1„ Ast Reis holz, 9500 Wellen Eichen-Durchforstungs Reis holz (Backholz), 1150 Wellen Nadel Astreisholz Zusammenkunft am Forsthaus Bainhards. Wickstadt den 13. März 1888. Der Gräfliche Revterförster 055 Habich. Au- und Verkauf eines Faselochsen. Nächsten Freitag den 16. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause ein zum Schlachten ge— ügneter, sehr gut gehaltener junger Faselochs öffentlich meistbietend verstelgert werden. ö 15 4 1 al ie Alteenschule, oder sonstige höhere Gleichzeitig wird beabsichtigt, einen jungen, zur Zucht welche in Darmstadt die hule, ge ho A., sichtigd, a, zur Zuch Lehranstalten besuchen wollen, finden bel einer Beamten wittwe freundliche Aufnahme und gute Penston. tauglichen Faselochsen wieder anzukaufen, Offerten sind bel der unterzeichgeten Behörde elnzu geschen. Vorschuß⸗ und Creditverein e. G. Friedberg. Vom Montag den 19. d. Mts. ab ist unsere Kasse wieder des Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags, 2, 4, offen. Bekanntmachung. 5 Wegen Räumung des Ladens ist der Schluß des Ausverkaufs auf den 31. festgesetzt und werden alle noch auf Lager befindliche abgegeben Wir machen das werthe Publikum und unsere werthe Kundschaft ganz besonders auf diese günstige Gelegenheit aufmerksam. Hlise Hundu's rben. Die ganze Ladeneinrichtung ist billig abzugeben. A. Pelisser, Hanau, Tuch und Leinwand Handlun Große Auswahl.— Billige Preise. Nutzholz⸗Versteigerung. Aus den Waldungen des Großberzoglichen Hauses aus der Forftwartel Kobden kommen 1. Montag den 19. März J. J. aus Distriet Eichelacker: und 6-20 m Länge= 183,59 ebm Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im Distriet Eschelacker cam sog. Müllerweg) bei Stammnummer 1. 2. Dienslag den 20. März l. J. aus Distriet Kaff: ca. 170 Eichen⸗Stämme von 23- 59 em Dicke. 3-14 m Länge= ca 90 ebm, sowte 4 ftiefern⸗Stämme von 2126 em Dicke und 3—14 m Länge= 1,46 cbm Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im Distriet Kaff(am Kohdener Feld) bei Stammnummer 1. 0 Bei sehr ungünstiger Witterung wird das Holz zuerst an Ort und Stelle vorgezeigt und hierauf in der Brauerei zum Gambrinus zum Ausgebot gebracht. g 5 a Es wird noch bemerkt, daß das Brennholzergebniß aus den beiden vorgenannten Districten demnächst zu⸗ sammen mit dem Brennholz aus den Distrieten Söderecke und Hain zur Versteigerung kommt, was hiermit vor⸗ laͤufig zur Kenntniß gebracht wird. Nidda den 8. März 1888. N Marz a. c. Waaren bedeutend unter Kostenpreis 3 1052 g. 201 erstwart 0 zur Versteigerung: 265 Kiefern⸗Stämme von 14—47 em] Dicke Großherzogliche Oberförsterel Nidda. Hallwachs. Ziehungs⸗Liste der Biebesheimer Zuchtoieh-Verloosung. Bei der in Biebesheim am 6 März 1888 stattgefundenen Verloosung von Zuchtvieh wurden nachfolgende Nummern mit Gewinnen gezogen: 1054 LS. Nr. Gew.⸗Nr. Ls.⸗Nr. Gew.⸗Nr. Ls.⸗Nr. Gew. Nr. Ls.⸗Nr. Gew.⸗Nr. Ls.⸗Nr. Gew.⸗Nr. 89 22 1063 15 1987 19 2583 26 3372 18 487 35 1192 11 2032 39 2624 5 3414 4 555 31 1298 14 2150 25 2762 34 3776 33 561 16 1312 27 2220 29 3067 40 3802 13 562 32 1479 28 2252 9 3092 1 4436 30 685 2 1527 7 2539 6 3140 20 4438 21 781 36 1877 24 2576 10 3293 23 4488 8 859 37 1907 38 2579 5 3321 1 4992 12 März 1888. Die Verloosungs- Commission Kochs' Fleisch-Pepton. Kochs' Pepton-Bouillon. Kochs' Pepton-Biscuits.“? Vorräthig in allen Apotheken, Droguen-, besseren Delikatessen- und Kolonialwaaren- Handlungen; in Friedberg bei F. J Lünn, in Bad- Nauheim bei B. Schwab Jun. u. C. Werner, Apotheker Holzversteigerung.[ehthyo!- Seife Freitag den 16. März d. J. werden in den Domanlal von Bergmann V co. Frankfurt a. M. und Berlin, wald Distrikten Hinterer; und Mittler Köppel versteigert: wirksamstes Mittel gegen Nerven rheumatische und Buchen: 319 Rm. Schetter, 38,7 Rm. Knüppel, 3150 7 Leiden, Fodragra, sowie gegen Flechten, Wellen Reisig, 155,5 Rm. Stöcke. Zusammenkunft in autausschläge eto. Alleinverkauf à Stück 60 Pf. bei Bodenrod Morgens 9 Uhr Apotheker Fr. Lühn. 29 Buß bach den 9. März 1888. ieee Großherzogliche Oberförsterel Hoch-Weisel. 5 N Darmstädter Pferde-Toose Welgand. sind zu haben in der — 5 Junge Mädchen, Expedition des Oberhessischen Anzeigers. Dr. 1016 Näheres in der Exped. d. Anz. 956 Rückstaͤndige Rechnungen Vilbel den 13. März 1880. K Stelleusuchende jeden Berufs bitte ich möglichst bald an mich einzusenden. Großherzogliche Bürgermelsterel Vilbel. plaelrt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Reit- Adr.: Pfarrhaus. IL. Baur, 1057 Hinkel. bahnstraße 25. 207 1063 Koͤnigl. Regler. Baumeister. Submission. den des alten Schulhauses mit Umbau Die fur Lebrerwohnung zu Ober Eschoach erforderlichen Arbeiten, nämlich: Pf. Pf. Zimmexarbeit, veranschlagt zu 671 40 Maurerarbett ae Schreinerarbeit 1438 50 Schlosserarbeit NM Weißbinderarbeit 1563 10 52 60 Spenglerarbest 52 follen auf dem Submissionswege vergeben werden. Pläne,. und Bedingungen liegen von heute bis zum 20. März auf dem Büreau biesiger Bürger meisterei offen Inteteenten wollen ihre Angebote in Prozenten versiegelt und portofrei mit der Aufscheift „Submission für Arbeit der Schule“ bis zum 23. d. Mts., Abends 6 Uhr, auf dem genannten Büreau einreichen. Es kann sowobl für die Ausführung der Einzel arbeiten, als auch zur Uebernahme des ganzen Bau wesens submittirt werden. Ober⸗Eschbach den 10. März 1888. 5 Großherzogliche Bürgermetsteret Ober Eschbach 1022 Fritzel. Kleesamen, Feinst grobkörnigen Pfälzer Rothklee, 5 f Luzern, 1 do. Provencer do., doppelt auf Sade gel einigt, von höchster Keimkraft bei 1030 Luzerne Prov. Rothkleesamen, Weißkleesamen, Schwedischer Kleesamen Wir machen darauf aufmerksam, daß wir sämmkliche do. JVithelin Fertscl. Kleesamen, Samen selbst reinigen lassen, deßbalb jede Garantie übervebmen können. 758 Theis& Müller. Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Ameriko in 9 Tagen machen. Ferner fahren Dampfer des Uorddeutschen Lloyd n Feen nach O st a s ien N Australien Züd amerika. Näheres bei dem General⸗Agenten Chr. Emil Derschow, Offenbach a. M., ober dessen Agenten Isidor Schulhof, Friedberg, NJ. Spiegelberger in Butzbach, August Kraft in Butzbach. 359 Die Oostbaum⸗Schulen von Karl Umber, Laubenheim bel Mainz, empfehlen bedeutende Vorräthe von kräftigen und gutbe wurzelten Obsthochstäͤmmen u. Zwergobstbäumen Filzhüte, weueste Frühfahrsfagon, Con sirmanden⸗Küte, Halsbinden und Posentrüger empfiehlt in großer Auswahl billigst C. Kalbfleisch. Zufolge eingetretenen Kaffee⸗Abs chlags . 852 verkaufe nunmehr Rohen Kaffee, reinschmeckend und kräf fiig von M. 1. an bis zu M. 150 Gebranaten desgleichen von M. 130 an bis zu M. 1.70 Georg(gross. Consirmauden⸗ Anzüge, Confirmunden⸗ Hemden kauft man immer am billigsten und besten in der Herteukleidet- und Hemdensabrik von M. Netscher. ee ee e eee Coslumes, Haus- und Kinder Kleider, Schlafröcke u. s. w werden nach den neuesten Pariser Journalen rasch und billig st angefertigt. Für gutsitzende Tallle wird garantirt. Anna Friedrich. Kaiserstraße Nr. 147 861 914 Alle Sorten Dielen und Latten werden zu enorm billigen Preisen verkauft bei Josef Oppenheimer, Bäckermeister, 1035 in Heldenbergen. Für Confirmanden neu eingetroffen in großer Auswahl schwarze u. farbige Cachemirs 95 759 billigst bel Gcbr. Strauss, vis-à-vis der Post. Zweigarnrollen— — 2 — 2 — 2 Maschinen, 3 — allerneuestes System, 3 S zum Einfädeln von oben, bet S 195 263 G. M. Neuss. 5 Fluss. Crystall-Leim zum Kitten von Porzellau, blas, Holz, Papier, 2 Pappe u. w unentbehrlich für Comptoir und Haus . altungen à Flasche 50 und 30 Pf. de lahunalsbänder Sn A. Rennenpfennig, Halle a, d. S. I Mark. Chines. Haarfärbemittel DQvon A. Rennenpfennig, Halle a. d. S. färbt sofort 8 dauernd braun und schwarz, und ist ohne jede Gefahr zu benutzen. Flasche a M. 2.5“ und 1.25 empfieblt . 904 HK. Obherhöfer. 1 iseur. nder, Cruahrt mil Timpe's Kindernahrung,“) gedeihen vorzliglich. Tausende von Erfolgen. *) à 80 und 150 Pf bei W. Bernbeck. Französisch und Englisch ch wird unterrichtet, wobei ganz besonders das Sprechen dieser beiden Sprachen gelehrt wird. Catalog gratis und franco. 456 Näheres bei der Exped. d. Anz. 963 NMoastbeef u. Lenden, sowle auch einzelne Beefsteaks und Rumstcaks à Pfund 1-20 und 110 täglich im Ausschnitt, Wiener Schnitzeln per Pfund 1 Mark 10 Pf, F ricandeau 1 0 Kalbfleisch zu Ragout, stets 5 Pf. unter dem Ladenprels, also jetzt 45 Pf., Prima Ochsenfleischwurst 80„ auch abgekocht im Ausschnltt, Brustkern und Ronlade, gesalzen und gekocht, Samstag und Sonntag, empfiehlt Gg. E Hanstein 986(neben Herrn Ph. Windecker). Be einer Beamtenwittwe in Gießen finden Schüler gute Pension. Näheres bel Jatob Herrmann, Samenhandlung, Kaiserstraße Nr. 62. 998 1037 Zur ** Confirmation N extra billig 8 Kopf- und Kerzenkränze, Kerzentücher, Handschuhe, Corsetten, gestickte Unterröcke, Taschentücher, Krau⸗ sen, Kragen, Halsbinden, ꝛc. zc. in schöner Aus— wahl bei 2 cee e jeden 7 L 5 des Gescäste wird 115 noch 900 erhaltene Laden Einrichtung, als: Glaskasten, Glas- schränke, Ladentisch, Hutständer ꝛc. ꝛc. verkauft. Näheres bei der Exped. d Anz. 1019 e ac strasse 169, Giesserei an der Galluswarte. Nebengenannte Geräthe liefert zu Fabrikpreisen Herr Wilm. Häuser in Friedberg. Comptoir Baumweg 7, Fabrik Hanauer Land- 8101 BODENCUHT UR AUSSANT& EHNHNTE 10 Maurergesellen 1028 sucht Karl Berg, Maurermeister. Carbol-Theer-Schwefel-Seife von Bergmann& Co, Berlin 80. u. Frankfurt a. M., übertrifft in ihren wahrhaft überraschenden Wirkungen kür die Hautpflege alles bisher Dagewesene. Sie ver- nichtet unbedingt alle Arten Hautausschläge, wie Flechten, Finnen, rothe Flecken, Sommersprossen etc. Vorrätbig à Stück 50 Pf. bei Apoth. Lühn. 272 N20 für Confirmanden. Reinwollene doppel⸗ breite Cachemirs in allen Farben per Meter von 1 M. an. J. Fürth's Erben. N ute Berliner Möbel, einzeln, sowie ganze Ausstattungen zu billigsten Fabrikpreisen empfehlt 6. Rohloff in Berlin, Fischerbrücke N.. Preis u. Zeichnungen sende frauco. 1077 2801 8 Kinderwagen billigst bei Carl Damm, Usagasse. 1067 1 2 2 Die Ailttärpf Bauerube Mit Ter Mili dk,. Dol D N Dortelwel ger Gemen Militarpfl fl chti N Wambach S0 Tilitärp Saum Aulttärpf f Jure 180 sin liche „ W Vor dae 9 fur iu jährt rb 1 0 i pün 1 stärpff. fen