1— Dae J imen Cung Ert MI LI scher. te, den Hüte, Hestaltadu 1 Nalbfle leck Aug 1 n 1888. Samstag den 14. April. M A4. Dberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Rreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige e Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Die Bildung der für das Jahr 1888/89 Amtlicher Theil. nöthigen Weinsteuer-Einschätungs-Commissionen. Friedberg den 11. April 1888. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Zufolge Auftrags Großherzoglichen Ministertums der Finanzen, weisung auf die Artikel 4, 6 und 7 resp. Gemeinden, in welchen seither Commissionen behufs Abschätzung der Weinsteuerschuldigkeiten mitgliedern und 2 Stellvertretern für das Jahr Betreffend: Gewerbebetrieb im Umherziehen. Abtheilung für Steuerwesen, des Gesetzes vom 9. Dezember 1876, die Besteuerung des Weines betreffend, laden wir Ste ein, für Ihre vom 4. dieses Monats und unter Hin⸗ bestanden haben, die Wahl von 3 Commissions⸗ 1888/89 durch den Gemeinderath sofort vornehmen zu lassen und dem Großherzoglichen Hauptsteueramte Gießen unter Angabe der Gewählten spätestens bis zum 1. Mai l. J. Nachricht hiervon zu geben. Dr. Braden— Friedberg den 11. April 1888. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Nach F. 56, Absatz 2, Ziffer 3 der Gewerbeordnung sind Taf Kenntniß gekommen ist, wird dieses Verbot häufig übertreten. Weisung dahin zu versehen, daß das Verbot sorgfältig überwacht wird und event. Erledigung. Ausschreiben. Friedberg den 10. April 1888. Den gegen den Reinhard Kümmel von Brembach erlassenen Steckbrief Um Auskunft über den dermali Wir beauftragen Sie daher, gen Aufenthalt des Johann Joh chenuhren vom Feilbieten im Umherziehen ausgeschlossen. Wie zu unserer die Ihnen unterstellten Polizeiorgane mit geeigneter Uebertretungen zur Anzeige gebracht werden. Dr. Braden. nehme ich als durch Gendarm Steinbach in Friedberg erledigt zurück. Fischer von Bönstadt wird ersucht. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Kolb. Deutsches Reich. Darmstadt. Es wurde der Hilfsgerichts— Schreiber Dosch zu Gießen zum Hilfsgerichts— Schreiber bei dem Großherzogl. Landgericht der Provinz Rheinhessen bestellt. — Militärdienstnachrichten. Chandos-Pole, Sek.⸗Lt. a. D., zuletzt im 2. Großh. Hess. Drag. Regt.(Leib⸗Drag.⸗Regt.) Nr. 24, als Sek. Lt. der Res. des Pomm. Hus.⸗Regts.(Blücher'sche Husaren) Nr. 5 wiederangestellt. Dr. Geosser, Assist.⸗Arzt 2. Kl. vom Großh. Hess. Feld-⸗ Art.- Regt. Nr. 25(Großh. Art.⸗Corps), zum 2. Hess. Husaren⸗Regiment Nr. 14 versetzt. Berlin, 10. April. Das Befinden des Kaisers, das in den letzten Tagen in Folge mehrfach durch Husten und Auswurf unter- brochener Nächte, sowie einer leicht entzündlichen Schwellung am Halse weniger günstig war, ge- stattete dennoch die ununterbrochene Beschaftigung mit den Regierungsangelegenheiten, sowie Aus- fahrten und Spaziergänge. sich Appetit und Kräftezustand wieder gehoben. Anderweitig wird gemeldet, daß der Kaiser eine minder gute Nacht hatte und daß das Allge- meinbefinden demgemäß zu wünschen übrig läßt.“ Der Auswurf ist reichlicher; Husten und Husten reiz dauern namentlich des Nachts fort, stören den Schlaf und verhindern dadurch die Hebung der Körperkräfte. Dagegen ist heute der seit einigen Tagen anhaltende Kopfschmerz bis auf ein leichtes Druckgefühl in den Schläfen ge— schwunden. Gestern Abend war der Kaiser bei recht guter Laune, dagegen heute in Folge einer gestörten Nacht etwas abgespannt.— 11. April. Dem Kaiser geht es heute besser als gestern. Die letzte Racht war zwar wieder durch Husten— anfälle mehrfach unterbrochen, jedoch im Ganzen zufriedenstellend. Die Geschwulst des Kehlkopfes hat eine Vergrößerung erfahren, das hat jedoch 6 Uhr im hiesigen kaiserlichen Palais zwischen der Kaiserin und dem Fürsten Bismark stattge— funden. Auf Grund der Thatsache, daß diese Conferenz stattfand, glaubt die„Nat.-Ztg.“ die Hoffnung hegen zu dürfen, daß eine endgiltige Erledigung der Ktisis dadurch vorbereitet werde. Demselben Blatte zufolge hätte namentlich der Großherzog von Baden sich um eine definitive Erledigung der obwaltenden Schwierigkeiten bemüht. — Die Koͤnigin von England wird sich nur zwei Tage hier aufhalten. Die Ankunft soll aber erst am 24. April erfolgen, die Rückkehr nach London am 26. April. Diese Dispositionen sind nunmehr als feststehend zu betrachten — 12. April. Heute Nachmittag fand unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Bismarck eine Sitzung riums statt. — 11. April. Abgeordnetenhaus. Viceprä— des Hauses an den Kaiser durch das Hofmar— schallamt übermittelt worden sei. Der Kaiser habe mit großem Juteresse von dem Inhalt der Adresse Keuntniß genommen und befohlen, dem Hause für die ausgesprochenen Gefühle treuer Anhänglichkeit zu danken. — 12. April. Die„N. A. Z.“ beschäftigt sich heute zum ersten Male, allerdings indirect, mit der Kanzler-Krisis, indem sie die hierbei seitens der freisinnigen Presse aufgestellte Behauptung, Fürst Bismarck habe sein Wort, daß„die Deut— schen nur Gott fürchten“, Lügen gestraft, zurück— weist. Ebensowenig wie mit Furchtsamkeit habe die schwebende Frage etwas mit Unbotmäßigkeit gegenüber dem Kaiser zu thun. Auf den Kaiser machten solche Verdächtigungen ebensowenig Ein— druck, wie auf seinen verewigten Vater. Zum Dienst des Kanzlers gehöre außer der Befähig— des preußischen Staatsministe- Minister des Innern, daß die Regierung jemals nicht gehindert, daß der Kaiser das heutige milde ö Wetter zu einer Ausfahrt benutzt hat.— 12. April. Das Befinden des Kaisers ist durch die naͤcht— lichen Schlaf- Unterbrechungen in Folge des Dustens etwas weniger befriedigend. Im Ver— aufe des Vormittags empfintz der Kaiser die Vorträge des Kriegsministers und v. Albedyll's. — 11. April. Gestern Nachmittag hat eine * gast zweistündige Unterredung von 4 bis gegen ung auch das Maß von Ueberzeugungstreue und Ehrlichkeit, ohne welches das Vertrauen eines Monarchen zu dem Rathe seiner Minister auf die Dauer nicht Bestand haben kann.„Dieses Vertrauen“, so schließt das Blatt seine Betrach— tungen,„ist im vorliegenden Falle ganz unab— hängig von der Frage, ob der gegenwärtige Kanzler Minister bleibt oder nicht. Es würde aber nicht vorhanden sein, wenn von ihm er— wartet werden konnte, daß er, um im Amte zu bleiben, seine Ueberzeugung verleugne und un— ehrlich gegen den Kaiser werden würde.“ — Or. Mackenzie wird bekanntlich nicht vor Ende dieses Monats nach London abreisen. Nach der„Voss. Ztg.“ geschieht dies auf be— sonderen Wunsch des Kaisers und mit Rücksicht darauf, daß im Laufe des Monats an den Monarchen Aufregungen herantreten konnten, welche die Anwesenheit des mit der Constitution des Kaisers vertrauten Arztes wünschenswerth erscheinen lassen. München, 12. April. Das Abgeordneten⸗ haus lehnte mit Stimmengleichheit die Petitionen gegen den Impfzwang ab. Bei der Debatte über die Beschwerde der Wuͤrzburger Centrums— Wahlmänner wegen der unterlassenen Neuwahl für einen verstorbenen Wahlmann bestreitet der die Anschauung geäußert habe, unter der Regent— Seit gestern haben sident v. Heermann theilt mit, daß die Adresse sschaft sei eine Verfassungsänderung unmoͤglich. Die Beschwerde der Centrums-Wähler wurde abgelehnt. Straßburg. Der Gnadenerlaß des Kaisers mit der dazu gehoͤrigen Verfügung des Ministe— riums wurde am 10. April Abends veröffentlicht. Derselbe lehnt sich völlig an den analogen Er— laß für Preußen an und erläßt außerdem die Strafen für Vergehen gegen die Bestimmungen der noch giltigen franzoͤsischen Preß Gesetze. Strafbare Handlungen, begangen durch auf— rührerische Rufe, Tragen aufrtührerischer Ab— zeichen sind in dem Gnadenerlaß einbegriffen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 10. April. Im Reichsrath theilt Ministerpräsident Graf Taaffe die Zuschrift mit, in welcher der Dank des deutschen Reichstages an das Abgeordneten— haus fur dessen Beileidsbezeugung anlaͤßlich des Ablebens des Kaisers Wilhelm ausgesprochen wird. Die Danksagung ist durch den deutschen Botschafter an den Minister des Auswärtigen gelangt. — 12. April. Die Regierung legte den Abgeordneten einen Gesetzentwurf uber die Ver— längerung des Ausnahmegesetzes für anarchistische Verbrecher bis August des Jahres 1891 vor. rere Belgien. Brüssel. Der Finanzminister gibt Ende April für 52 Millionen Franes Schatz— bous aus. Großbritannien. London, 10. April. Unterhaus. Der Sprecher theilte dem Hause mit, er habe durch Lord Salisbury eine Mit— theilung von dem Grafen Hagzfeldt erhalten, wonach der deutsche Reichstag am 19. Maͤrz elnstimmig ausgesprochen habe, daß der Ausdruck der Verehrung der Kammer der Gemeinen an— laͤßlich des Dahinscheidens Kaiser Wilhelm's und der Theilnahme an dem Schmerze des deutschen Volkes uberall in Deutschland Sym— pathie hervorgerufen und den Beweis freund— licher Beziehungen zwischen beiden Voͤlkern ge— liefert habe. — 11. April. Lord Salisbury hielt gestern in Carnarvon eine Rede, in welcher er die Ueberzeugung aussprach, alle Herrscher Europas seien auf das Eifrigste bemüht, Conflikten vor— zubeugen, worin die Zeitumstände die Volker hineinziehen könnten. Es sei aller Grund zu der Hoffnung vorhanden, daß diese Bemühungen erfolgreich seien. — 12. April. Bei dem gestrigen Jahres— essen des hiesigen deutschen Hospitals theilte der Lordmajor de Keyser, welcher den Vorsitz führte, mit, er habe bereits 40,000 M. für die Ueber— schwemmten nach Berlin gesandt. Man duͤrfe hoffen, der Hilfsfonds werde eine Höhe erreichen, welche der britischen Nation würdig sei und der in England allgemein empfundenen Theilnahme entspreche. Spanien. Madrid, 12. April. Die Kammer lehnte den Antrag der republikanischen Minorität zu Gunsten der Amnestie für politische Vergehen mit 154 gegen 28 Stimmen ab, nachdem der Mi— nisterpräsident Sagasta dagegen gesprochen hatte. Türkei. Konstantinopel, 12. April. Der Empfang des deutschen Botschafters v. Radowitz durch den Sultan, welcher gestern Zwecks der Ueberreichung der neuen Creditive stattfand, gab auf Seiten des Sultans zu einem so eminenten Ausdrucke freundschaftlicher Gefühle für den deutschen Kaiser Aulaß, daß man in diploma— tischen Kreisen dies besonders bemerkte. Rußland. Petersburg. Der Regierungs— senat entschied über die im Wege einer Be— schwerde angefochtene Verordnung des Gouver— neuers von Livland, wonach Eingaben in deut— scher Sprache weder von Gemeindeämtern, noch von Gerichten zugelassen wären, dahin, daß diese Verordnung begründet ist, indem die russische Sprache als Staatssprache zu gelten habe und die deutsche Sprache nur im internen Verkehre der betreffenden Korporationen der Ostseepro— vinzen zulässig sei. Aus Stadt und Land. h. Friedberg. Die neueren Berichte aus dem Ueberschwemmungsgeblet lassen erkennen, daß das Unglück ein viel bedeutenderes ist, als man zu Anfang annahm. Das fortdauernd schlechte Wetter macht die Noth nur noch größer. Das Elend ist namentlich im Weichselgeblet ganz unbeschreiblich. Unsere Mitbürger werden daher an— gesichts der steigenden Nolhlage nicht verfehlen, die am Sonntag stattfindende Abendunterhaltung zum Besten der Ueberschwemmten recht zahlreich zu besuchen, besonders da das Programm einen genußreichen Abend verspricht. Friedberg. Ortskrankenkasse. Wenn wir heute einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 1887 werfen, so konnen wir dasselbe ein— im allgemeinen— günstiges nennen. Ist zwar auch in dlesem Jahre der gesetzlich bestimmte Reservefond(welcher bis zur Höhe der durch— schnlttlichen Ausgaben des letzten Rechnungsjahres an— zusammeln ist) nicht erreicht worden, so haben wir doch M. 419.19 gegen M. 302.44 im Jahre 1886, mithin M. 116.75 mehr übrig behalten. Im Januar vergangenen Jahres hatten wir 337 männliche, 63 wetbliche, zusammen 400 Mitglieder. Im Laufe des Jahres traten ein 456 männliche, 31 welbliche, zusammen 487 Mitglieder. Aus- schieden 446 männliche, 15 weibliche; gestorben sind 2 männliche, 1 weibliche, so daß sich der Gesammtabgang auf 464 Personen beläuft. In Folge dessen waren Ende Dezember 1887 noch 345 männliche, 78 weibliche, zu— sammen 423 Personen Mitglieder unserer Kasse. Er— krankungen haben wir bei männlichen Personen 76, bet weiblichen 8, zusammen 84; Unfälle bei männlichen Per— sonen 23, im Ganzen also 107 Fälle zu verzeichnen. Krankengelder haben wir an männliche Personen für 1882 Tage, an weibliche Personen 316 Tage, für die Unfälle 273 Tage, im Ganzen für 2473 Tage bezahlt Hiervon wurden 35 Krankheitsfälle bet männlichen Per sonen, 2 bei weiblichen Personen und 7 Unfälle bet männ lichen Personen, zusammen 44 Fälle im Hospital behandelt. Vereinnahmt wurden an Ruͤckständen M. 225.66, an Zinsen M. 24.68, an Eintrittsgeldern M. 100., an Bei— trägen M. 4185.69, an Ersatzlelstungen Dritter M. 32.79, an sonstigen Einnahmen M. 32.02, an Ueberschuß aus dem Jahre 1886 M. 302.44, zusammen M. 4903.28; verausgabt wurden an die Aerzte M. 1360.30, für Arznet M. 618.60, für Krankengelder M. 878.98, für Sterbegelder M. 84., für Verpflegungskosten im Hospital M. 918.25, für zurückbezahlte Gelder M. 5.35, für Ver— waltungskosten M 545., für sonstige Ausgaben M. 73.61, zusammen M. 4484.09, wonach sich ein Ueberschuß von M. 419.19 ergtbt. Allerlei. Augsburg, 11. April. Seit gestern herrscht hier kolossaler Schneefall. Die Trambahn hat den Verkehr eingestellt; der Verkehr ist nach allen Richtungen gehemmt. Langendorf, 6. April. Die Elbe steigt wieder rapide auf den überflutheten Flächen und drängt auf bereits wasserfretl gewordenen Stellen wieder vor. Da von der Saale und Oberelbe stets erhebliches Wachsen gemeldet wird, steht hier eine neue Hochfluth unmittelbar bevor. Elbing, 6. April. Auch gestern war die Weichsel wleder gesttegen, und damtt wurde denn auch das Sig- nal zum Ausziehen für viele Besitzer gegeben. Man hatte auf das Fallen in jeder Stunde gerechnet und sah sich getäuscht. Für die Dauer kann man aber das Vieh nicht unterhalten, auch halten es die Menschen nicht aus, in ungebeizten Räumen bei kalter Küche über Wasser Tag und Nacht zu ecamplren. Man fuͤrchtet schon jetzt sehr, daß Epidemien zum Aus bruche kommen werden. In der Stadt sind neun Straßen unter Wasser gesetzt. Handel und Berkehr. Bußbach, 11. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00—0.00., Käse per Pfd. 40—45 Pf., Eier 2 St. 11 Pf. Frankfurt, 10. April. Heu- und Stroh Markt. Heu kostete pro 100 Kilo M. 7.60— 9.20, Stroh pro 100 Kilo M. 4.80— 5.40, Butter pro 50 Kilo M. 90 bis 95., Eter das Hundert M. 4.60- 5., Erbsen 100 Ktlo M. 17.50— 21.50, do. geschälte M. 20.— 30., Linsen M. 28.—45., weiße Bohnen M. 19.—23., Mohrrüben 50 Kilo M. 6.— 7, Kartoffeln pro 100 Kilo M. 6—7., neue Malteser Kartoffeln 50 Kilo M. 11.— 12., Endivien 100 Stück M. 20.—25., Kopfsalat M. 25.—50., Peter- silten per Pfd. M. 1.80, Feldsalat 15—20 Pf., Spinat 50—80 Pf., Romainsalat M. 0.70— 1.00, dicke frische Spargel per Pfund M. 2.— 4. Suppen Spargel per Päckchen 40— 50 Pf., Sellerteköpfe per Stück 15 bis 25 Pf., Zwlebeln per Pfd. 15 Pf., Rothkraut per Stück 30-40 Pf. Frankfurt, 12. April. Weizen ab unserer Um⸗ gegend M. 18½— ½, frei hler M. 18%, fremde Sor⸗ ten M. 18—20½, Roggen hiesiger M. 14, Könlgsberger M. 13½—½¼, russische Sorten ebense, Gerste M. 16 bis 17½, mittel M. 14— 15, Hafer M. 18 7/4, la. M. 14— 14, Raps M. 25— 26, Wicken la. M. 13½ bis 9/4— 14, alte M. 12, Mals La Plata M. 13%, mixed M. 14—½. Frankfurt, 12. April. Vlehmarkt. Der heutige Kälbermarkt war zwar sehr gut befahren, doch fehlte es an prima Waare. Am Platz waren und wurden verkauft 586 Stück zu Preilsen von 40—55 Pf., für sehr schoͤne Waare auch zu 60 Pf. das Pfd. Schlachtgewicht. Ochsen war noch ein kleiner Rest vom Montagsmarkt vorhanden, der zu den früheren Prelsen abging. Für die Ueherschwemmten gingen ferner an Gaben ein: Von H. S. 40 M., Unge⸗ nannt 8 M., Ungenannt 2 M., C. Walter, Bauernhelm, 3 M., T. B. 5 M., Pfarrer Heßler, Nieder-Florstadt, 2 M. Um weitere Gaben wird freundlichst gebeten. Die Expedition des Oberhessischen Anzeigers. Geld Cours. Frankfurt am 12. April 1888. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 18 16. 10 do.„ 16. 12 16. 09 Englische Sovereigns 20. 82 2 Russische Imperiales. 16. 71 16% Ducaten. 14 9. 58 9. 48 „ a ee, 9. 54 Dollars in Gold 4. 20 4. 16 Brodpreise vom 16. April bis 1. Mai. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert, Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. April bis 1. Mai. g Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert, In Bad Nauheim kostetidas 1 Kilo Cervelatwurst M. 1.40. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. Misericordtas dom in!. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Ur. Weiffen bach. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½½ Uhr: Herr Pfarrer Münch aus Ober— Rosbach. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Am Sonntage Jubilate Abendmahl in der Burgkirche. Katholische Gemeinde. Samstag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; 5/7 Uhr: Austheilung der hl. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Chrtstenlehre und Andacht. e Zu spät erkennen oft Lungen-, Keblkopf- und Magen leldende, daß sie ihren Letden durch rechtzeitigen Gebrauch der Sodener Mineral-Pastillen eine rasche Wendung zum Besseren hätten geben können Immerhin haben sogar tiefgreifende Leiden durch diese Mineral-Pastillen eine Linderung und bei anhaltendem Gebrauch, sowle richtiger Dlät auch Heilung gefunden. Herr Dr. med. Auer aus Landshut schreibt: Ich habe die Sodener Mineral⸗Pastillen bei einer 52jährigen Kranken, welche an hartnäckigem Bronchial-Katarrh litt, mit bestem Er— folg angewandt. Dle Kranke fand sofort Erleichterung, der Husten wurde lockerer und seltener, der frühere Brust— schmerz ist fast ganz verschwunden und der Auswurf sehr wenig. Die Verdauung ist schon eine bessere und hoffe ich baldigst auch die Magenfunktlon ordnen zu können. So das Urtheil des Arztes.(Erhältlich in allen Apo- theken à 85 Pf. die Schachtel.) 1468 BNosenstäbe 1470 bei Adum Söllner II. 1 3 fuocerne Pilzuute in schwarz und braun, 1—3 Mark das Stück, Regen— und Sonnenschirme in Hunderten zur Auswahl, feine Pariser Glacehandschuhe offertre geschäftsveränderungs⸗ halber zu jedem annehmbaren Preis. 1404 Fritz Schmidt, Kaiserstr. Deutschen und ewigen Kleesamen in hochfeiner, seldefreier Qualttät bel 1457 Georg Groß. Einen ordenlichen Jungen nimmt in dle Lehre Bad Nauhelm. Ernst Aletter, 1488 Buchbindermeister. Das Neueste in Seiden. Filz und Consirmanden-Hüten J. HMoob, Kolserstraße vie-. vis. Bel Beginn der Salson empfiehlt Prima Naffia⸗Binde⸗Bast 1961 C. F. Schleuning. Silber schmucke, Broches, Armbänder, Kalsermünzen, Ohrenschrauben, Medaillons, Colliers in großer Auswahl von M. 1.50 an, zu Confirmatlonsgeschenken passend. L. Hanau, 1450 Hof Uhrmacher und Goldarbeiter. Junggesellenverein Friedberg. Der Verein beabsichtigt, demnächst die vierte Auflage des Vereinsliederbuches herauszugeben, da die drltte Auflage gänzlich vergriffen ist. Wir richten deßhalb an alle dichterisch veranlagten Freundinnen und Freunde des Vereins die ergebene Bitte, geeignete Einsendungen an den Verein abzugeben unter der Adresse„Junggesellen⸗ Verein Friedberg!(Brauerei Binzel). Sangbarkelt der Gedichte, demgemäß verhältnißmäßlkge Kürze und Anschluß an eine bekannte Melodle werden gewünscht. Der Ver⸗ ein wird fur die besten Leistungen eine Anzahl durch ein Schiedsgericht zu verthellenden Ehrengeschenke aussetzen. Termin zur Einsendung: 1. Mai 1888. 1482 Der Vorstand. Ein fast neues Buffet nebst Elskasten für sofort sehr preiswerth abzugeben. Näheres bei der Exped. d. Anz. 149 Re Blechin dosen, Wandu geber 623 1421 5 6 borzüg don D. Inlaufe 15 N Abra nt Vun 11 14 4 das sche Und dit ju dimm f 177 1 2 13— 8 F 8* 4 Nonne 8 7 4 1 tes zrrttärder nnn — 7 frirdottg run. 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Bezirks⸗Krankenkasse für Vilbel und Umgegend. Die in F. 47 Nr. 2 der Statuten festgesetzte General-Versammlung findet Sonntag den 22. April l. J., Nachmittags 3½ Uhr, auf hiesigem Rathhause statt und werden zu derselben sämmtliche nach§ 46 Stimmberechtigten eingeladen. Tagesordnung: Nechnuggsablage. Vilbel den 12. April 1888 82 1474 Der Vorstand. 5 Alle Sorten Gemüse⸗ und Blumensamen in bekannt vorzüg⸗ licher Qualität, Kleesamen, als: Ewigen-, Weiß⸗, Schwedischen- und 75 77 Rotih⸗Klee, auf Seide gereinigt, höchster Keimkraft, 1„ Grassamen zu Wiesen-, Garten-Anlagen und Unter- saat in Klee, 1„ Dickwurzsamen, als vorzüglich empfehle einwurzliche, runde Oberndörfer und Neue gelbe halblange, Pferdezahn⸗Futter⸗Mais, ächt virginischen, 1293 empfiehlt Jacob Herrmann. Samenhandlung. vis-à-vis dem Hötel Trapp. Die noch vorräthigen Rest-Waaren-Bestände der Firma Elise Hanau in Friedberg werden bis zum 15. 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Mitwirkung der hiesigen Dilettantenkapelle Sonntag den 15. April 1888. Anfang präeis 8 Uhr. Programm. Prolog von E. Hanau. J. Abthellung. 1. Gruß an Salzbrunn, Marsch C . 2. Frühling, wie bist du so schön, S b. Des Sonntags in der Morgen-⸗( e stund', ö* . Die dunkeln Linden, Solo für Sopran Concert Ouverture für Orchester a. Lied im Freien, 8 b. Wohlauf in Gottes schöne Welt, 8 Ich harrete des Herrn, Duett für on und Alt 7. Lied, Duett für zwei Trompeten.. . a. s Röserl vom Wörthersee, 1 b. Kärntner Liab, bse . Die beiden Wittwen, komisches Duett II. Abtheilung. Fest⸗Ouverture. Nach Afrika, nach Kamerun, komisches Duett.. 5 . Orchesterstück. 13. Tante Mollig, oder: Das Verbrechen des Rittmeisters Schwank in 1 Akt von K. Kläger. Ein gebildeter Barbier, Couplet.. Anno. 16. Der Hausschlüssel, oder: Kalt gestellt. Lustspiel in 1 Akt von E. Hirthe. Es eireuliert eine Liste. Außerdem sind Karten in den beiden Buchhandlungen und an der Abendkasse zu haben, für R. Sehm. F. Abt. R. Palme. Gumpert. C. Franke. R. Sueco. R. Palme. D* 2 T. Hunkelt. Th. Koschat. M. Peuschel. 10. 8 Mannstädt. 1475 Nächsten Sonntag 4 Uhr findet im Ossen heimer Wäldchen ein solenner Nachmit⸗ tags⸗Schoppen statt. Zahlreiches Erscheinen aeademisch Gebildeter und solcher, die's noch werden wollen, ist erwünscht. 1470 Strohhüte, Bei Beginn der Salson empfehle mein reichassortlites Lager in Damen⸗ und stinderhüten zu billigen Preisen.“ Das Waschen und Fagçonniren der Hüte wird bestens besorgt. 131 M. Holler. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 15 und eine Beilage.) 1 Sämmtliche Schüler det Realschule werden 9 Mendelssohn. ö ö — 1 * * bene von N das 3 gesteri benmg lolhw Profe Charl bei de mann hyrinze statter verbr. auf, Spaz schres besch dingt Caus wellig 1. Hofes Tufen! ang, d Canül⸗ sachen und fa Vertretu Henau b Stelle Stellve Prinzen, Les ge Zeiten Hertretun ae — Wefnitiy Aheilt; denken Iaunte erzaͤhly en 7 gerufen Auf de 0 burger