— 1888. Dienstag den 12. Zuni. 1 68. 51 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 15 0 3 15 55 Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Diensta a und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Bonmgerstag end Sanna 0 N 8 0 Annoncen: die einspaltige 2 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von * 8 N auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ——— eee eee 0 1 1 Amtlicher Theil. 9 9 Betreffend: Die Rechnung der Krelskasse Friedberg für 1885/86. Friedberg den 7. Juni 1888. 9 2 Nach erfolgtem Abschluß der rubricirten Rechnung wird, der Vorschrift in Art. 43 der Kreisordnung entsprechend, der nachstehend 8 abgedruckte Auszug aus der genannten Rechnung hiermit veroffentlicht. Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg. 8 0 Dr. Braden. 9 ö Auszug aus der Rechnung der Kreiskasse des Kreises Friedberg für 1885/86. f. Tusgnde 5 50 Nummer Betrag. N 9 Betrag. 5 8. Wiederholung. M. bf. N Wiederholung. 2* 5. 5 9* 1 1. Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen. 130000— 37-43 21. Kapitalzinsen 1144 01 9 5 2 3. Gebühren n 6— 44—57 22. Besoldungen 10555 84 1 3—6 4. Strafen e 3549 87 58-69 23. Diäten und Gebühren e 2055 50 9 5 7 und 8 5. Stiftungen, Schenkungen, Vermächtnisse 339 50 70—71 24. Botenlohn und Verkündigungskosten 17 95 8 1 9—21 6. Kapitalzinsen V 808 79 7282 25. Für Bureaugegenstände und Geräthschaften 520 75 II. Juni 22— 25 7. Rückersatz von Kosten für Landarme c. 15414 83— 174 W. Nreisünterstüß unge ns 9108 06 * 9 206 und 27——?., ¶⅛⁰ͤ.ͥBlEk t.... 40— 175— 467 28. Unterhaltung ꝛc. von Kreisstraßen 48932 72 8 5 28 und 29 9. Beiträge zur Unterhaltung ze. der Kreisstraßen. 22636 83 468 u. 469 29. Für Schulzwecke. 166— 30 und 31 10. Von verkauften Baumaterialien und Mobilien 16 40 470 u. 471 30. Für landwirthschaftliche Zwecke 2400— f. uud 9 5 17. Neu aufgenommene Kapitalien—— 472-474] 31. Für Zwecke der Vogt'schen Stiftung 46 28 7 8 32 und 33 18. Zurückempfangene Kapitallen 120 58 32. Rückersatz von Beiträgen 8 3 8 34 19. Ausstände aus vorhergehenden Jahren. 695 61 475—486 33. Zuschuß in andere Kassen 65729 93 9 35 und 36 20. Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren. 5301 38 487 34. Remunerationen aus Strafdritttheile 3795— 3 9 8 Summe der Einnahme TIö30 6g 35. Uneinbringliche Ausstände.—— 4 b 2 g 37. Ausgeliehene Kapltalien. 9 1—— een 8 a 38. Zurückbezahlte Kapitaliie ans—— Zvischen⸗ 5 Summe der Ausgabe. ITA dr e Abschluß. Seite 56. g Aalttattn Die Einnahme beträgt Seite 16. F 163669 M. 10 Pf. ber be 8 1 Die Ausgabe beträgt Seite 55.. E 8 Verglichen bleibt Rest sdaf N. ö f. 8 deren 8* und dieser besteht: „ 932. a. in liquidirten Ausständen. 9 626 M. 60 Pf. t ich 8 1 Nr. der Belege: 933. d. in Vorlagen N 4 teuer 9 ö e. in baarem Vorrath. 1 16087„ 11„ 15 Zusammen wie oben 19257 M. 6 Pf. i * 1 Friedberg den 25. November 1886. Der Kreiskasserechner: 8 8 9 Kreuder. 9 5 Revisionsabschluß. Seite S6a. ö 9 ach f N 1 9 3 9 der der Rechnung kommt dem Rechner zu Bat in Laßt 114 8 g ragen 80 1 schlüsse Seite Artikel M. Pf M. Pf. — 9. ragen Einnahme. — 16 Verelnnahmt sind. 1 163669 10 11en 9 1. 5 15 35/0] An Kassevorrath zu viel n 1. — g Zusammen sg Io 8 1* Verglichen 2 23 — Somit Einnahme DN 0 78 8 Ausgabe. 1 — 1 55 Veraus gabt sind. 5 144412 04 see* nn e Nachträglich bezahlte e ee — Somit Ausgabe[ 0 4 Vergleichung. — Einnahme. ee 163608 M. 10 Pf. f 8 Ausgabe Nin 0 5 3 N Nest 19255 M. 50 Pf. — 9 bestehend in a. Ausständen. 626 M. 60 Pf. 21 b. Vorlagen ee ducte 9 4 e. Vorrath. 16055„ 55„ selle 9 1 Summe wie oben 19255 M. 50 Pf. — 0 Darmstadt den 16. Mai 1888. Großherzogliche Ober Rechnungskammer. Ferie 1 Heß. Pfeiffer. — + F. 3 6 1 0 Ar titel 4 Betreffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1888. Friedberg den 30. Mai 1888. 11 97 5 1 80* Vu. Ayo* Der Cioilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg 2 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei- Commissariat Wickstadt. — 3 5 Das diesjährige Ober⸗Ersatzgeschaͤft für den Kreis Friedberg findet inzwischen in den Kreis Friedberg Verzogenen, Militäpflirchtigen, * nach dem untenstehenden Reiseplan am 19., 20., 21. und 22. Juni l. J. daferne dieselben nicht auf ein Jahr zurückgestellt worden sind. — 8 in dem Rathhaussaale zu Friedberg statt. Die Ihnen unter Couvert zugehenden Ladungen wollen Ste den 10060 J Hierbel haben zu erscheinen: Militärpflichtigen sofort zustellen lassen und dafür sorgen, daß dle⸗ * 9 I. die von den Truppen⸗(Marine-) Theilen abgewiesenen Einjährig- selben reinlich und sämmtlich präeis zu der in der Ladung ange— ren Freiwilligen; gebenen Stunde erscheinen. — Sollten Militärpflichtige, welche der Großherzoglichen Ober-Ersatz— 2. fämmtliche, in diesem Jahre von Großherzoglicher Ersatz Com- mission Friedberg oder von fremden Ersatz Commissionen gemusterten, f Commission vorzustellen sind, bis dahin in einen anderen Aushebungs— — —— 7 ˙ ˙ ¹»- K- »„FFFFßFT ET ³˙¹ S — „r! — a — bezirk verziehen, oder solche, 0 in Ihre resp. Gemeinden einziehen, so wollen Sie hiervon sofort anher Anzeige erstatten. Betreffenden der der Wehrordnung wollen Sie die betr. Militärpflichtigen bedeuten, daß sie es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie wegen unterlassenen oder nicht rechtzeitigen Erscheinens in eine der in diesen Bestimmungen be— merkten Strafen genommen werden, merksam machen, zum Ober-Ersatzgeschäft keine Vorführung zu gewartigen haben. nicht puͤnktlich erscheinen, sind, sofern sie verwirkt haben, mit Geldstrafe bis zu 30 strafen. (§. 66) entzogen werden. holt erfolgt, Ist die Versäumniß durch Umstände herbeigeführt, Willen der in anderen Aushebungsbezirken gemusterten Bel Zugängen ist der Loosungsschein des Anzeige beizulegen. nachstehend abgedruckten Bestimmungen Unter Hinweis auf die sowie dieselben weiter darauf auf⸗ daß diejenigen unter ihnen, welche der Beorderung Folge leisten, sich sofortige zwangsweise Sie selbst haben sich an den ge— Deutsche Wehrordnung. deßhalb von den Ober⸗Ersatzeommisstonen dle sind Zurückstellung oder Befrelung von der Aushebung zur Selte, verstärkten Ober-Ersatzeommisstonen dieser Vergünstigungen welche in den Terminen vor den Ersatzbehörden nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe M. oder Haft bis zu drei Tagen zu be⸗ ihnen von den Ersatzbehörden die Vorthetle der Loosung Ist diese Versäumniß in böslicher Absicht oder wieder— so konnen sie als unsichere Dienstpflichtige(§ 65, 3) behandelt werden. deren Beseltigung nicht in dem Gestellungspflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nicht ein. R. M. G.. 38. 8. 24. 7) Militärpflichtige, Außerdem können nannten Tagen, meinden zu erscheinen haben, pünktlich einzuftuden. sofern an denselben Militärpflichtige aus Ihren Ge— Die der Großherzoglichen Ober⸗Ersatzcommission vorzulegenden Reclamatlonen werden unmittelbar nach der ärztlichen Untersuchung der Reclamirten in der Reihenfolge der betr. Liste verhandelt. Geschwister von Militärpflichtigen, mationen irgendwie in Frage kommen, welchem der betr. präcis zu der Stunde, auf welche der Militärpflichtige geladen ist, auf das Rathhaus dahier vorladen und dieselben zugleich auf die Nachtheile, welche ihr Nichterscheinen im Gefolge hat, hinweisen. Eltern oder welche bei Beurtheilung der Recla— wollen sie auf den Tag, an Militärpflichtige zur Vorstellung kommt, Vormittags Dr. Braden. Vortheile der Loosung entzogen worden Stehen solchen Milltärpflichtigen gesetzliche Ansprüche auf so können sie von den nur dann als verlustig erklart werden, wenn ihre Versäumnisse in böslicher Absicht oder wiederholt erfolgt sind. Unter gleicher Voraussetzung können solche Militärpflichtige von den Ersatzbe⸗ hörden als unsichere Dienpflichtige sofort zur Einstellung gebracht und durch die Land⸗ wehr⸗Vezirks⸗Commandeure dem nächsten Infanterle-Truppentheil oder Marinetheil überwiesen werden.(§. 67, 3). R. M. G.§. 30, 4b und 7. Ist die Versäumniß durch Umstände herbeigeführt, deren Beseltigung nicht in dem Willen des betreffenden R. M. G F. 33. §. 65. 3) Vorweg Einzustellende sind solche Militärpflichtige, welche in einem von den Ersatzbehörden abzuhaltenden Termine nicht pünktlich erschtenen und denen] Milltärpflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nicht ein. R. M. G.§. 38. Neiseplan für das Aushebungsgeschäft der 49. Infanterie-Brigade für 1888. ———— Datum. Wochentag Ort f 0;; f 8 8 Angabe d ienstverrichtungen. 7 7 0 und Beginn des Geschäfts. des Geschäfts. Reisetour und Angabe der Dienst 1 Monat. Tag. 400 0 2c. Juni 19. Dienstag, 9½ Uhr Morgens, Friedberg Liste B b, Ca b e, D, Beilagen 1—3, Felddienstunfähige, Juvaliden. 5 92 N Mittwoch, 8½ Uher Morgens, ö 1 Liste E. 3 * 21.] Donnerstag, 8½ Uhr Morgens, N Liste E. 1 22 Freitag, 8½ Uhr Morgens, 5 Liste E. Reise nach Lich. 2c. dc. 2c. Betreffend: Die Hülfsbedürftigkeit der Kinder der Heinrich Müller Ehefrau, Elisabetha, geb. Weiß beck aus Eschenrod. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Ju rubricirter Angelegenheit bedürfen wir, zeugen, weiterer Nachrichten über den 12. April 1887 und über dessen dermalige Verhältnisse. Sie wollen daher, Genannten etwas bekannt ist, baldigst hierüber Bericht an uns erstatten. Aufenthalt des Korbmachers Heinrich Müller aus Eschenrod, wahrend der letzten vier Friedberg den 9. Juni 1888. Bürgermeistereien und an die Gr. Gendarmerie des Kreises. um uns von der Landarmeneigenschaft und der Hülfsbedürftigkeit des Rubricaten zu über— Jahre vor dem sofern Ihnen über den derzeitigen oder früheren Aufenthalt des Dr. Braden. Samstag den 16. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg statt, mit dem Ersuchen eingeladen werden, mit Rücksicht auf erscheinen zu wollen. Gegenstände der Tagesordnung sind: Rechnung pro 1887/88. Voranschlag pro 1888/89. 8 8 8 Wahl: Abgeordneten zum Ausschusse Friedberg den 11. Juni 1888. Bekanntmachung. sindet in dem Rathhaussaale zu Friedberg eine General⸗ wozu die verehrlichen Mitglieder des Bezirksvereins hierdurch ergebenst die Wichtigkeit der zur Berathung kommenden Gegenstände gefälligst recht zahlreich Revlsion der Statuten des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg nach Maßgabe der gemeinsamen und der Satzungen des land— wirthschaftlichen Provinzialvereins Oberhessen(siehe Anlage zu Nr. a. des Vorsitzenden des Bezirksvereins, b. des Stellvertreters desselben, o. des Ausschusses des des landwirthschaftlichen Provinzialvereins(§. 14 der Satzungen des Provinzialvereins). Der Director 20 der landwirthschaftlichen Zeitschrift). des landwirthschaftlichen Bezirksvereins, Friedberg. Dr. Braden. Betreffend: Die Erhaltung der Grundbuchskarten. Friedberg den 6. Juni 1888. Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an sämmtliche Ortsgerichtsvorsteher des Amtsgerichtsbezirks. Das von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz nachstehend zu Ihrer Keuntnißnahme und erwarten dessen genaue Befolgung. Sellheim. Zu Nr. M. J. 25456 von 1887. Bestreffend: Dle Erhaltung der Grundbuchskarten. unterm 22. Mai l. J. erlassene General-Ausschreiben bringen wir Weber. Darmstadt am 22. Mai 1888. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, an die Großherzoglichen Amtsgerichte in Starkenburg und Klagen darüber, daß Grundbücher und Grundbuchskarten vielfach nicht mit der der Wichtigkeit dieser Urkunden entsprechenden Sorgfalt behandelt werden, veranlassen uns, unter Wiederholung bereits be— stehender Vorschriften zu bestimmen: 1. Grundbücher und Karten müssen in einem verschlossenen Be— hältniß(Kiste oder Schrank) an einem sicheren, vor Feuersgefahr und Feuchtigkeit geschützten Orte in der ortsgerichtlichen bezw. bürgermeister— amtlichen Registratur sorgfältig aufbewahrt werden; sie dürfen von ihrem Aufbewahrungsorte nicht entfernt, insbesondere von Feldgeschwo⸗ renen, Geometern, Kreistechnikern, Ingenieuren, oder anderen Personen nicht mit ins Feld genommen werden. Wird in Ausnahmefällen die Verbringung von Grundbüchern oder Karten erforderlich, so bedarf es dazu vorgängiger schriftlicher Ge— nehmigung, welche in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen von Oberhessen und an sämmtliche Großherzoglichen Kreisämter. dem mit der Aufsicht über die Grundbuchführung beauftragten Amts⸗ richter, in der Provinz Rheinhessen von dem Kreisrath zu ertheilen ist. 2. Die Einsichtnahme der Grundbücher und Karten ist nur ge⸗ stattet in Gegenwart und unter Aufsicht des Ortsgerichtsvorstehers bezw. Bürgermeisters, welche dabei besonders darauf zu achten haben, daß die Karten nicht beschmutzt oder sonstwie ordnungswidrig benutzt werden. Es ist untersagt, die Karten bei Anfertigung von Copieen zu durchstechen oder durch Befestigung von Pauspapier mittelst Leim, Oblaten, Wanzen u. dergl. zu beschädigen. Auch das Eintragen von Bleistiftzeichnungen oder Bemerkungen ist unstatthaft. 3. Zur Aufertigung von Copieen und Grundbuchskarten sind nur patentisirte Geometer befugt. 4. In den Provinzen der Aufsicht über die Grundbuchsführung Starkenburg und Oberhessen hat der mit beauftragte Amtsrichter sich 0 f eil lege Fallen 0 0. w. messung sllenkar unter l pom 0.5 Parzelle — 0 Rochso tau, geh shränkt baikung Bezirksvereins, d. der fünf N 1. 65 Ibne daß a„ des Nauf ö M pylsser bein 45 baträgzt! Bad⸗ Ort 2199 flir Dle d Staatsstr. und Vllb. Donnerste fllichen abtheilung sleigert w Frie 95 in Donn In in d Osenbein 400 6 90 4 Fre den G sörstere J) b Münch Aaßfeld 1 Steff. Vastädt buchel N Völbe und Ge Da und d. derstelg, O. U N 8 — l Jupaliden. 0 2 5 1 0 N 1 7 1 teises. ö 2 len zu Über⸗ 5 7 de I 1 „ nat Gentral⸗ 0 urch ergeben echt zablreich 1 1 3 u des land 3 88 00 1 der fü berg. ö 88. — 1 — — —— — — 1— r——..——...ʃ — 2 8 — zellenkarten anfertigen lassen. elegentlich durch Augenschein zu überzeugen, ob die Grundbücher sammt arten äußerlich in gutem Zustande erhalten sind. 5. Eine Schonung der Parzellenkarten wird leichter zu erreichen sein, wenn sich die Gemeinden, deren Gemarkungen mit Parzellenver— messung versehen sind, Copieen der Parzellenbrouillons oder der Par— Es wird daher den Großh. Kreisämtern unter Hinweis auf das Ausschreiben Großh. Ministeriums des Innern vom 5. Juli 1861 zu Nr. d. J. 7414, betreffend die Abschriften der Parzellenbrouillons zu Zwecken der Gemeinden, empfohlen, die Ge— zu veranlassen. Oberhessen, sowie die wollen die vorstehenden überwachen. Für meinden durch geeignete Belehrung zur Anschaffung derartiger Copieen Die Großh. Amtsgerichte in den Provinzen Starkenburg und Großh. Kreisämter in der Provinz Rheinhessen Bestimmungen zur Kenntniß der Ortsgerichts— vorsteher bezw. Bürgermeister bringen und deren genaue Befolgung Finger. Prätorius. die Richtigkeit der Abschrift: Weber, Gerichtsschreiber. Edicetalladung. Nachfolgende, dem Johannes Jacobi und dessen Ehe— frau, geb. Konig, von Ober Mörlen zugeschriebenen, be— schränkt im Grundbuch eingetragenen und in der Ge— markung Ober-Mörlen belegenen Liegenschaften Flur J. Nr. 445 und Flur 24 Nr. 472 sind veräußert worden, ohne daß Eigenthum und beztehungsweise dle Abtragung des Kaufschillings urkundlich nachgewiesen werden könnte, Ansprüche jeder Art an diese Parzellen sind um so ge— wisser binnen 14 Tagen dahier anzumelden, als sonst der beschränkte Eintrag gelöscht und die Veräußerungs verträge bestätigt würden. Bad⸗Nauheim den 6. Juni 1888. Großherzogliches Amtsgericht Bad Nauheim. Bauer. 2199 Schütz. Kirschen-Versteigerung. Die diesjährige Kirschen Ernte von den Bäumen der Staatsstraße Gießen— Frankfurt zwischen Nieder-Wöllstadt und Vilbel und von der Straße Vilbel— Offenbach soll Donnerstag den 14. Juni, Vormittags 8½ Uhr, am südlichen Straßendurchlaß bei Nieder-Wöllstadt beginnend, abtheilungsweise oder auch im Ganzen öffentlich ver— steigert werden. 8 Friedberg den 8. Juni 1888. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 2195 Kranz. Holz⸗Versteigerung im Ossenheimer Wäldchen. Donnerstag den 14. l. Mts., Vormittags 8 Uhr, wer⸗ den in dem Gräflich Solms-Rödelheim'schen Waldrevier Ossenheim versteigert: 450 Stück Eichen⸗Stangen, zu Baumstützen geeignet, 50 Raummeter Eichen⸗Prügelholz, 9 15„ 1 von 2 und 3 Meter Länge zu) Schaͤlholz, Geschirrbolz 7500 Wellen Eichen-Reisholz, Zusammenkunft am Jagdhaus. Wickstadt den 8. Juni 1888. Der Gräfliche Revierförster Habich. Heugras- und Gras⸗ Samen Versteigerung. Freitag den 15. Juni l. J. wird das Heugras von den Großherzoglichen Domanialwiesen biesiger Ober— försterel verstetgert und zwar J) von Vormittags 8 ½ Uhr an bei Herrn Gastwirth Münch dahier aus den Gemarkungen: Bingenhelm, Blofeld, Leidhecken, 2) bon Nachmittags 1 Uhr ab bei Herrn Gastwirth Steffan zu Echzell aus den Gemarkungen: Echzell, Berstädter, Echzeller und Bingenheimer Mark, Bisses, Heuchelheim und Gettenau, 3) bon Nachmittags 5 Uhr an bei Herrn Gastwirth Völbel zu Berstadt aus den Gemarkungen: Berstadt und Echzell(auf der Mark). Der Grassamen aus den Distrikten Löwenbusch und Fähnrichsbuche kommt am Schlusse der Heugras— versteigerung in Bingenheim zum Ausgebot. Bingenheim den 9. Juni 1888. Großherzogliche Oberförsterei Bingenheim. 2214 Lang. Jürschen-Versteiger irschen-Uersteigerung. Die der hiesigen Gemeinde zustehenden 60 bis 70 Bäume mit Kirschen, worunter elrea 12 Bäume Früh— klrschen, sollen nächsten Donnerstag den 14. d. Mts., Nach⸗ mittags 1 Uhr, auf Ort und Stelle versteigert werden. Bingenheim am 11. Juni 1888. Großherzogliche Bürgermelsteretl Bingenheim. 2217 Stein. Samstag den 16. Juni, Morgens 8 Uhr, soll das Heugras von 17½ Hektaren Domanlalwlesen auf dem Selzerbrunnen versteigert werden. Heldenbergen den 9. Juni 1888. Großherzogliche Oberförsterel Altenstadt. Pückel. g OGeräuschlos gehende ö Singer-Nähmaschinen von 60 Mark an beit 216 G. M. Neuss. 2208 Württembergische Metallwaarenfabrik, Geislingen. 1500 Arbeiter. g Fabrik Export Eigene abe versilberter und vergoldeter Metallwaaren. nach Raffinerie. Alleinvertretung allen Welttheilen. für Friedberg bei Herrn Georg Heimburg, Uhren-, Gold- u. Silberwaareuhandlung. Haushaltungs- und Luxus⸗Geräthe. Fortwährender Eingang origineller& zeitgemäßer Neuheiten, vorzüglich zu Hochzeits-, Pathen—, Consirmations- und Gelegenheits geschenken geeignet. Kirchen⸗Artikel. 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Die Erzeugnisse dieser Fabrik verdanken die groß⸗ artige und stetig wachsende Verbreitung ihrer Gediegenheit und Billigkeit und eignen sich ganz besonders für Hochzeits-, Geburtstags- und Pathen⸗Geschenke. f f Indem ich zu recht zahlreichem Besuche meines ganz neu ausgestatteten und reich assortirten Lagers höͤflichst einlade, gebe zugleich die Versicherung, daß ich stets bemüht bleiben werde, das Vertrauen meiner werthen Abnehmer durch streng solide und prompte Bedienung zu rechtfertigen. Grasversteigerung. 4 Mittwoch den 20. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, wird das diesjährige Heu- und Grummetgras von elrea 190 Morgen Gräflichen Wiesen in Gemarkung Nieder- Wöllstadt in einzelnen, meist 2 Ortsmorgen(S 4000 qm) haltenden Abtheilungen in der Wirthschaft des Herrn Georg Bechtold in Nieder-Wöͤllstadt öffentlich meist— bletend versteigert. Assenheim am 8. Juni 1888. 2194 Gräfliche Rentkammer. Gras-Versteigerung. Samstag den 16. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll die diesjährige Gras Ernte von 28 Morgen Kirchen, und Pfarrwiesen im Rathhaus meistbletend versteigert werden. Reichelsheim den 8. Junk 1888. Großherzogliche Bürgermelsterel Reichelsheim. Schmid. 1 R Gras-Versteigerung. Freitag den 15. und Samstag den 16. l. Mts., Vor⸗ mittags 9 Uhr, soll die diesjährige Gras Ernte von 170 Morgen gemeinheitlichen Wiesen im Rathhaus meist— bletenb versteigert werden. Reichelsheim den 8. Juni 1888. Großherzogliche Bürgermeisterel Reichelshelm. Schmid. Tapeten in großer Auswahl vorräthig bei 1261 Georg Gross. » Limburger 2097 bel Theis& Müller. Moͤblirtes Zimmer 2201 in der Burg an elnen einzelnen Herrn sofort zu ver— miethen. Näheres bei der Exp. d. Anz. 1801 Hochachtungsvoll Georg Heimburg. 1 Mobiliar⸗ Versteigerung. Dienstag den 12. Juni l. J., Vormit⸗ tags 9½ Uhr anfangend, versteigere ich auf Antrag der Erben des verstorbenen Schreiner— meisters Herrn Paul Falck hier in dessen Be- hausung(Mainzer-Thor) dessen Nachlaß, be⸗— stehend in: 1 Pult mit Glasaufsatz, 1 Sopha, Sessel, Tische, Kleiderschränke, Commoden, Bett— Stellen, Bettwerk, Weißzeug, 1 Küchen- Schrank, Küchengeräthschaften, Zinn und Kupfer, Kleidungsstücke, Spiegel, Bücher, 1 Kinderbettstelle, 1 zinkene Badewanne, 1 Brandkiste, 1 Mehlkasten, 1 braunen damastenen Causeuse mit 6 Stühlen, 1 ovalen Nußbaum-Tisch und dgl. mehr, meistbietend gegen Baarzahlung. Friedberg am 1. Juni 1888. In Auftrag: Schwarz, Großh. Hoftaxator. Das Wunderbuch, 6. und 7. Buch Mosis enthält: Die Geheimnisse früherer Zeiten, sowle das vollst, siebenmal verstegelte Buch ver⸗ sendet für 5 Mark(H. 53810.) 2050 R. Jacobs Buchhandlung, Magdeburg. Syeise⸗ u. Tutterkartoffeln verkauft malter- und mestenweise 2125 2167 Moritz Stahl. A KR ... 3——— 8 S 8 3 e —— 2203 Musikverein in Friedberg. Kirchen-Concert Sonntag den 17. Juni 1888, Nachmittags u Uhr in der Stadtkirche. Zur Aufführung kommt ** 66 „Samson“, Oratorium für Soli, Chor und Orchester von G. F. Händel, unter gef. Mitwirkung von Fräulein Meta Buff(Sopran), Concertsängerin aus Gießen, Fräulein Johanna Pfann⸗ müller(Alt), Concertsängerin aus Darmstadt, Herrn Nicola Doerter(Tenor), Concertsänger aus Mainz, Herrn Jacob Geissell(Bariton) und Herrn Franz Waßmuth(Baß) aus Hanau. Das Orchester ist durch geehrte Künstler aus Frankfurt a. M., Darmstadt und Gießen verstärkt. Billets für nummerirten Platz im Hauptschiff der Stadtkirche à M. 1.50, nicht num⸗ merirten Platz a M. 1.—,. für Seitenplätze und Orgel à M.—.50 sind in den beiden hiesigen Buchhandlungen, in C. Bindernagel's Buchhandlung in Bad⸗Nauheim bis zum Samstag Abend, sowie an der Kasse zu haben. Für die nicht activen Mitglieder des Musikvereins stehen nummerirte Plätze bis zum Samstag Abend bei Herrn Lehrer Heyla ud zur Verfügung. Einem geehrten Publikum zur gefälligen Beachtung, daß ich von Sonntag an über den Markt mein Panorama mit Firma: Hauscher's illustrirte Galerie e 3 7 zum ersten Male aufgestellt habe. Erkenntlicht durch die lebensgroße, auf der Freiheit mechanisch bewegliche Figur an der Kasse,„Schneewittchen darstellend.— Die Galerie enthält: Das Allerneueste: die Leichenuusstellung Sr. Maj. Kaiser Wilhelms im Dom zu Berlin, sowie den Leichenzug vom Dom aus nach dem Mausoleum in Cbarlottenburg; die furchtbare Ueberschwemmung in Ostpreußen im April 1888; den Untergang der italtenischen Expedition im Engpaß von Dagalt durch die Abyssinier, 25. Januar 1887; das Erdbeben von Nizza, 23. Februar 1887; die Katastrophe von Zug in der Schweiz, 7. Juli 1887; der Brand der komischen Oper zu Paris im März 1887. Sodann die prachtvolle Aussicht vom Berge Rigikulm in der Schweiz, von welchem Punkte aus man die herrliche Schweiz 40 Stunden weit im Umkreis zu überblicken vermag. 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Der Hof-Kutscher Schuster wurde unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt, die Finanzaccessisten Freiherr von Diemar zu Darmstadt, Hübner zu Nieder— Liebersbach, Dr. Metzler zu Wimpfen und Stroh zu Alsheim zu Steuerassessoren, die Hauptstaats kassekulatoren Welsch und Stillgebauer zu Buch— haltern bei der Hauptstaatskasse, der Heizer bei der Main⸗Neckar-Bahn Huber zum Lokomotiv führer bei der Nebenbahn Eberstadt-Pfungstadt ernannt, der Pfand-Meister Sattler in Langen auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. — Post⸗Personalnachrichten. Angestellt ist der Post— anwärter Nachtigall in Mainz als Postassistent, versetzt sind dee Post⸗Assistenten Roth von Crefeld nach Nidda, Breidenbach von Nidda nach Crefeld, gestorben ist der Postsekretär Weller in Worms. Berlin, 7. Juni. Der Kaiser hatte einen ziemlich guten Tag. Der Hustenreiz hat nach— gelassen Der Kaiser hat heute viel gearbeitet. — 8. Juni. Die aus dem Palais in Friedrichs— kron kommenden Nachrichten besagen, daß der Schlaf des Kaisers in der vergangenen Nacht ein besserer war. Daher ist auch das Allge— meinbefinden heute befriedigender. Die Stimm— ung des Kaisers sowie sein Appetit lassen nichts zu wünschen übrig.— 9. Juni. Der Kaiser hatte einen ziemlich guten Tag. Im Laufe des Nachmittags fand ein Wechsel der Canüle durch Mackenzie im Beisein Bardeleben's, Wegner's und Krause's statt. Später unternahm der Kaiser eine Spazier— fahrt im offenen Wagen nach dem Wild-Park, woselbst er mit der Kronprinzessin zusammentraf. Der„Voss. Zeitung“ wird von berufener Seite versichert, daß die Eiter-Absonderung, wie sie jetzt seit Wochen beim Kaiser vorhanden ist, mit dem Grundleiden desselben in keiner directen Ver— bindung steht, sondern ihre Ursache in Eingriffen im Wundcanal und in dem unteren Theil der Luft— röhre hat, deren Folgen jetzt immer mehr schwinden. — 10. Juni. Der Kaiser hatte eine recht gute Nacht. Geringe Schlingbeschwerden, welche sich im Laufe des gestrigen Tages zeigten, sind heute fast ganz gehoben. Der Kaiser stand um 10 Uhr auf und begab sich alsbald in den Park. — Aus Potsdam werden Nachrichten über ein vom Minister v. Scholz bereits eingebrachtes Entlassungsgesuch verbreitet. — 8. Juni. Die„Post“ und die„National- zeitung“ melden: Minister von Puttkamer hat um seinen Abschied gebeten und zwar in Folge eines neuen Schreibens des Kaisers, welches ihm gestern zuging. Das Entlassungsgesuch Putt— kamers ist vom Kaiser angenommen worden. Puttkamer erhielt den Stern der Großkomthure des Hohenzollern'schen Hausordens. — Dem Vernehmen nach trifft der König von Schweden Dienstag Abend hier ein, wird wahrscheinlich am Mittwoch den Kaiser besuchen und reist Donnerstag nach Kopenhagen weiter. Potsdam, 10. Juni. Die Kaiserin und die Prinzessin Victoria haben sich am 8. d. Mts. nach dem Ueberschwemmungsgebiete der Nogat begeben und kehrten heute nach Schloß Friedrichskron zurück. München, 9. Juni. Der Prinz-Regent empfing heute in feierlicher Audienz den neuen königl. preußischen Gesandten, Grafen v. Rantzau, zur Ueberreichung der Creditive des letzteren. Baden⸗Baden, 7. Juni. Heute Abend sind der Großherzog und die Großherzogin von Baden zum Sommeraufenthalt dahier eingetroffen. Straßburg, 9. Juni. Eine angebliche Grenz— verletzung bei Saint Ail durch 20 deutsche Solda⸗ ten ist hier nur aus französischen Zeitungen bekannt. Umfassende Untersuchungen sind eingeleitet. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 9. Juni. Die österreichische Delegation wählte Smolka zum Präsidenten, welcher in einer Ansprache auf die schwierige Aufgabe hinwies, welche hoffent— lich durch patriotisches Zusammenwirken eine glückliche Lösung finden werde. Redner verwies auf die Nothwendigkeit der Schlagfertigkeit der Armee angesichts der steigenden Rüstungen und betonte den allgemeinen Wunsch nach Erhaltung des Friedens. Pest, 9. Juni. Die ungarische Delegation wählte den Grafen Tisza zum Präsidenten. Derselbe betonte, der Patriotismus werde die Grenze zu finden wissen zwischen Preisgebung der Entwickelung der Heeresmacht und Ueber— schätzung der materiellen Kraft der Nation. In der gegenwärtigen Situation bilde das Friedensbündniß der Machte den einzigen Ruhe— punkt. Die umsichtige und vorsichtige Politik unserer Monarchie wolle einen Angriff und Conflicte vermeiden, doch seien Vertheidigungs— maßregeln nothwendig. Belgien. Bruüssel. In der Umgebung des Prinzen Victor Napoleon wird nach dem Fr. J. dessen Aussöhnung mit dem Prinzen Jerome Napoleon als bevorstehend bezeichnet. Beide Prinzen werden angeblich in Moncalieri mit der Kaiserin Eugenie und dem König Humbert zusammentreffen. — 7. Juni. Die internationale Ausstellung wurde heute durch den König eröffnet. — Der Graf von Paris berief eine neue große Royalisten-Versammlung auf den 20. Juni nach Brüssel ein. Italien. Rom. Von amtlicher Seite verlautet, die Regierung werde zu den diesjäh— rigen großen Manövern keine fremden Abord— nungen zulassen, auch zu fremden Manövern keinerlei Vertreter senden. — 9. Juni. Die Kammer verwarf fast ein— stimmig die Protest-Petitionen des Episkopats gegen verschiedene Artikel des neuen Strafsetzes. — Eine hiesige Meldung der„Voss. Ztg.“ besagt, daß es sich bei dem neuerlichen Streit mit Sansibar in erster Linie nur um die ver— weigerte Annahme des Glückwunschschreibens des Königs Humbert zur Thronbesteigung des Sul— tans und dessen ungehörige Antwort auf die Remonstration des italienischen Consuls handle. Die römische Regierung vermuthe darin die Absicht, das dem Reisenden Cecchi zugesagte Territorium nicht abzutreten, und wolle deshalb vorgehen. Bulgarien. Sofia. Die„Neue fr. Pr.“ erfährt aus zuverlässigster Quelle von hier, daß ernste Differenzen zwischen den liberalen und con⸗ servativen Cabinetsmitgliedern bestehen. Stoilow und Naschevitsch vertheldigten die Nichtbestätigung des Urtheis über Popow. Mutkurow erklärte dem Fürsten, er und die liberalen Cabinetsmit⸗ glieder würden demissioniren, falls das Urtheil nicht bestätigt werde. Prinz Ferdinand äußerte, er sei bereit, das Urtheil zu bestätigen, damit der Lärm in den ausländischen Journalen auf— höre. Man erwartet in Sofia die Rückkehr Stambulow's.. Egypten. Alexandrien. Der Minister⸗ präsident und Minister des Aeußern, Nubar Pascha, hat seine Entlassung genommen. Riaz Pascha hat das Präsidium und das Ministerium des Innern übernommen. Man glaubt, Mustapha Seni werde das Ministerium des Auswärtigen übernehmen Die übrigen Portefeuilles bleiben unverändert., Aus Stadt und Land. u. Friedberg, 11. Juni. Bei Mechantker Heidt auf dem Haagk, dem geschtckten Verfertiger unserer Thurm Uhr, brach heute Mittag 1212 Uhr Feuer im zwelten Stock aus. Zum Glücke wurde es sofort bemerkt und mit Hilfe von Nachbarn gedämpft; der Boden war aber bereits durchgebrannt. ** 2. 68. g. Ober Mörlen. Wie bereits bekannt, wird auf Veranlassung des hiesigen Gesangvereins„Kirchen Chor“ am 15. und 16. Jult ein größeres Sänger-Fest, wozu 52 Vereine Einladungen erhalten haben, dahler abgehalten werden. Als Festplatz ist die schöne, unweit des Ortes gelegene Wiese, sog. Halnbach, ausersehen und die Fest⸗ wirthschaft befindet sich in den Händen des Gastwirths Thuy von Vilbel. Nun fehlt uns nur noch gutes Wetter und das Fest wird ein schönes werden. t. Rodherm, 6. Junt. Heute ereignete sich hier ein recht bedauernswerther Unglücksfall. Das etwa neun jähelge Mädchen der im Wald mit Lohrindenschälen be— schäftigt gewesenen Konrad Holl III. Wittwe war in der Küche mit Anzünden ꝛc. des Feuers auf dem Herd be— schäftigt, hierbet fingen die Kleider des Mädchens Feuer. In der Verzweiflung sprang das Kind bis zur Apotheke, woselbst Apotheker Etsenhuth die brennenden Kleider löschte und einen Nothverband anlegte. Das unglückliche Kind ist leider nach einigen Stunden seinen Brandwunden erlegen. e Vilbel. Am 4. Juni, Abends 7 Uhr, traf der Bischof von Mainz behufs Firmung hier ein. Der kath. Kirchenvorstand und Dekan Brentano von Heldenbergen waren demselben bis an die Landesgrenze entgegenge⸗ fahren, woselbst Dekan Brentano den Bischof begrüßte. Am Abend, bald nach 9 Uhr, versammelten sich die hie— sigen Vereine Concordia, Germanta, Liederkranz und Lederzweig und brachten dem Bischof ein Ständchen. Nach dem ersten Liede richtete Lehrer Lohrbacher an den Gefeierten eine kurze Ansprache, auf welche dieser dankend erwiederte. Am andern Morgen um 7 Uhr eelebrirte der Bischof die hl. Messe, unter welcher die Firmlinge die hl. Kommunton empfingen. Um 9 Uhr war levttisches Hochamt mit Predigt, welch letztere der Bischof hielt und die Firmlinge über ihre Pflicht als Christen belehrte. Nach dem Hochamt wurde 76 Firmlingen das hl. Sakra— ment der Firmung gespendet. Fast alle Häuser der Stadt hatten anläßlich des Festes geschmückt und geflaggt. ? Vilbel. An dieser Stelle verfehlen wir nicht Runkelrübenzüchter darauf aufmerksam zu machen, daß dahier eine Wette abgeschlossen wurde über die Be— hauptung, wie schwer eine Dickwurz werden könne. Die Wette geht dahin, daß derjentge, welcher am 15. Novbr. l. J. die erste Dickwurz, welche 10 Kilo oder mehr wiegt, im Gasthaus„Zum Lindenfels“ dahter abliefert zehn Mark Belohnung erhält. Die unterliegende Partei hat zehn Mark und zwölf Flaschen ächten Champagner zu bezahlen. Die Namen der Wettenden sind behufs Ab— lieferung der Rübe im„Lindenfels“ zu erfahren. Nidda. An der Nebenbahn Nidda-Schotten ist schon ein Unfall zu verzeichnen. Im sog. Spießkopf, dem Durchstich zwischen Rainrod und Schotten, löste sich eine größere Erd- und Stein-Masse los und überschüttete das Bahngeleise derart, daß der Verkehr am 7. Juni unter— brochen wurde. Die Aufräumungsarbeiten haben sofort begonnen. Darmstadt, 8. Juni. Oekonomierath Weidenhammer, bis vor Kurzem bekanntlich landwirthschaftlicher General— seeretär, ist in Breslau, woselbst er der Landwirtsschafts⸗ ausstellung beiwohnte, gestorben. Allerlei. Berlin. Puttkamer hat die Aufführung des Trüm— pelmann'schen Lutherfestspiels verboten, wegen der darin enthaltenen Angriffe gegen die katholische Kirche. Der Vorgang hat bis in die allerhöchsten Kreise berechtigtes Aufsehen erregt und fand zunächst in der Presse eine sehr verschiedenartige Beurtheilung, welche sich indeß nach Kenntnißnahme der ineriminirten Stellen mehr der Ansicht zuneigt, daß die ministertelle Maßnahme zur Aufrechter— haltung des äußeren Friedens unter den Confessionen geboten war. Der Katser hat im Laufe des Sonntags mehrfach an den Minister Puttkamer telegraphirt und um Aufklärung über das Verbot ersucht. Nachdem die Stellen durch Wildenbruch geändert worden sind, hat nun— mehr die Aufführung unter kolossallem Erfolg stattgefunden. Handel und Verkehr. Friedberg, 9. Jun. Buttermarkt. Butter kostete ver Pfd. M. 0.80—0.90. Eier 2 Stück 11 Pf. Butzbach, 9. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00—0.00., Käse per Pfd. 40—45 Pf., Eier 1 St. 5 Pf. Gießen. Bei dem am 5. und 6. d. M. dahier ab gehaltenen Viehmarkte entwickelte sich wieder ein reger Handel. Viele Käufe wurden schon am Tage vorher ab— geschlossen. 7 Es waren angetrieben: 7 Pferde, 3 Fohlen, 1199 Stück Rindvieb und 1556 Schweine. Nächster Markt Dienstag den 19. Juni d. J. Gießen, 9. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.70 0.80, Eter 1 St. 5, 2 St. 9 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0. 70, Hühner per Stück M. 1.20— 1.40, Hahnen per Stück M. 1.70— 2.00, Enten per Stuck M. 2.00—2.40., Ochsen-Fleisch per Pfund 56—64 Pf., Kuh und Rind— Fleisch 45—50 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ Fleisch 54— 64 Pf., Kalbfleisch 40—46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00— 5.50, Zwiebeln per Centner M. 9.00 14.00., Kirschen per Pfd. M. 0.50—9.65. Frankfurt, 8. Juni. Heu- und Strohmarkt. Heu pro 100 Kilo M. 8.60— 9.80., Stroh pro 100 Ktlo M. 4.60—5.60., Butter pro 50 Kilo M. 75—809., Eter das Hundert M. 4.30—4.50., Erbsen 100 Kilo M. 17.50 bis 21.50., do. geschälte M. 20—30., Linsen M. 28 bis Nenn ——— 45., weiße Bohnen M. 19—23., Mohrrüben 50 Kilo M. 6—7., neue Malteser Kartoffeln 50 Kilo M. 14 bis 15, Blumenkohl 100 Stück 50—60 M., Kopfsalat M. 3 bis 5., frische Aepfel 50 Kilo M. 30., franz. Erbsen per Ctr. M. 40—45., franz. Bohnen per Pfd. 50-60 Pf., Spargeln per Ctr. M. 30-40. Frankfurt, 9. Juni. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 12— 16 Pf., do geschälte 14-18 Pf., Linsen 18 bis 28 Pf., weiße Bohnen 18— 20 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 6 7., neue Malteser Kartoffel per Pfd. 12 bis 14 Pf., Butter per Pfd. M. 0.90—1.00., Eier das St. 5 bis 6 Pf., Radieschen 2 Pf das Päckchen, Römisch Kohl per Portion 4050 Pf., Blumenkohl per Stück 40 bis 80 Pf., neue breite Bohnen 100 St. M. 1.80—2., deutscher Kopfsalat per Stück 3—6 Pf., franz. Zuckerschoten per Pfd. 50 Pf., neue Erbsen per Pfd. 30 35 Pf., neue grüne Bohnen per Pfd 6070 Pf., Spinat 30—40 Pf., Romainsalat M. 0.70— 1., dicke frische hiesige Spargel per Pfd. 30— 60 Pf., grüne Pflückspargel per Päckchen 20 Pf., neuer Wirsing per Stück 25—30 Pf., Zwiebeln per Pfd. 12— 14 Pf., Schwarzwurzel 5060 Pf., neue Gurken 25—50 Pf., neue Kohlraben per St. 6—10 Pf., neue Carotten das Päckchen 12— 20 Pf., Kirschen per Pfund 30—40 Pf., Krebse per Stück 5—7 Pf. Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 12.: Zum 1. Male wiederholt: Am Wörther See. Hierauf zum ersten Male wiederholt: Die ver wandelte Katze. Gewöhnllche Preise. Mittwoch den 13.: 5. Vorstellung des Cyelus klassischer Dramen: Faust 2. Theil. Ermäßigte Preise. An⸗ fang 6 Uhr. Donnerstag den 14.: Die Regiments-Tochter. Fräulein Tobis als Gast. Hierauf: Ballet. tissement. Gewöhnliche Preise. Freitag den 15.: Sechste Vorstellung des Cyelus klassi⸗ scher Dramen: Emilia Galottt. Ermäßsgte Preise. Samstag den 16.: Neu einstudirt: Reingold. Gew. Pr. Sonntag den 17.: Die Zauberflöte. Königin der Nacht: Frl. Tobis als Gast. Gewöhnliche Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 12. Ein Glas Eppelwein. Vorher: Ein delteater Auftrag. Zu Anfang: Der Ring des Poly— f krates. Große Preise. Mittwoch den 13.: Durchgegangene Weiber. Große Pr. Anfang 7 Uhr. Donnerstag den 14.: Geschlossen. Freitag den 15.: Der Hofnarr. Große Preise. Samstag den 16.: Goldfische. Große Preise. Sonntag den 17.: Goldfische. Große Preise. Literarisches. D Meister Dannecker und seln Modell zur Arkadne. Wie aus Stuttgart gemeldet wird, ist dle Ent— hüllung des Denkmals für Dannecker, den großen Meister der Bildhauerkunst, auf den kommenden Herbst verschoben worden, da der früher beabsichtigten Abhaltung dieser Feier sich unvorhergesehene Hemmussse in den Weg stellten. Marte: Diver⸗ Schaaren von Kunst Freunden nach Frankfurt, welche Danneckers größtes Werk, die„Arladne auf Naxos“ in ihrem neu verschönerten Tempel an der Friedberger Land⸗ straße bewundern. Es wird daher zeltgemäß sein, auf eine kleine,(schon 1886 zur Zeit des Gräf'schen Modellpro⸗ zesses erschtenene) Schrlft aufmerksam zu machen, welche über das Verhältniß der Arkadne Gruppe zu dem Ge⸗ sammtschaffen des Meisters, namentlich zu seiner Bacchus⸗ Statue Aufschluß gibt und sich mit der Persönlichkelt einer interessanten Künstlerin beschäftigt. Die Schrift betitelt„das Modell zu Danneckers Arladne, eln Blick hinter die Coulissen der Kunstgeschichte von Ott o von Breitschwert, erzählt in kurzen Umrlssen das Leben und Wirken Danneckers und seines geistvollen, schönen Ariadne-Modells, der Königl. Württem bergischen Hofschausplelerin Charlotte Fossetta, geb. Münch, welche als Tochter eines DeutschCanadters 1778 in Mainz ge⸗ boren, schon mit 15 Jahren zur Bühne ging und einund⸗ vierzig Jahre lang der Stuttgarter Hofbühne angehörte. Es ist eulturgeschichtlich interessant aus der Schrift(deren Verfasser sich zur Zeit in Bad⸗Nauheim als Kurgast auf⸗ hält) zu erfahren, wie die reizende Frau bewogen wurde des Meisters Modell zu sein. Die Schrift ist in den Buchhandlungen von Carl Bindernagel in Fried- berg und Bad-Nauheim zu haben. 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Oberamtsrichter Sellheim und Kinder. herzlicher Thellnahme bel dem Verluste unseres lieben Kindes sowie für die Blumen⸗ Für die vselen Bewesse 5 spende sagen wir unsern innigsten Dank. 2215 Tobias von der Lehr und Frau. Danksagung. 6 Für alle uns gewordenen Beweise von Theilnahme bei dem Hinscheiden unseres geliebten Bruders Karl Herpel, Großherzoglicher Forstmeister i. P., so schweren Leidens bewlesene Güte und Freundlichkeit, Ein junger Bursche für Hausarbeit ꝛc. gesucht Gg. Ulrich, 2206 Zum Gambrinus. sagen wir unseren innigsten Dank. Die trauernden Geschwister. Friedberg den 10. Juni 1888. 2202 80 Versamm nit dem uscheinen . Rec 2. Vor 3. Rev berg wirt Nr. von Kanal Sergius glestet l. r Erbg —N dem Erb an 24. Mrmähl Olden 1 diese Aus gemeldet behalt w Ber richt gut hach nich „bisser. J rause's füberne h nuf Nach gewesen, konprin um sich hundigen Bonsulta dum de Sch Fehr chung sriffen 1 Nowekt freut Vons. Uilaß chr. Abe, fu