2 132. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. aren FD Tollen. Annoncen: die einspaltige. 15 Pf., die i lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Annoncen von — Friedberg, 6. November 1888. Ausschreiben. . Schreiner, Valentin, von Maar. Friedberg den 5. November 1888. erfahren eintritt. Friedberg den 6. November 1888. Amtlicher Theil. Personen, bezuglich deren Aufenthaltsorte Auskunft begehrt wird: 1. Eters, Friedrich, Handelsmann aus Drieburg in Westphalen. B. 284/88., 3. Pfannes, Adam, von Dettelsbach. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf die außergewöhnliche Verspätung der Feldarbeiten finden dieses Jahr Aufnahmen in den Winterkursus hiesiger Acker— bauschule, obgleich derselbe am 5. d. Mts. bereits begonnen hat, ausnahmsweise noch bis zum 15. November statt. Der Aussichtsrath der Ackerbauschule. B. 199s/88., Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer. Die zu Martini l. J. fällig werdenden Zeitpacht⸗, Gras- und Holzgelder, Grundbuchs- und Parzellenvermessungskosten, Recognitionsgebühren und Beiträge zu en Forstdienerbesoldungen sind an das unterzeichnete Rentamt an den festgesetzten Zahltagen: Dienstag und Donnerstags, Vormittags von 8—12 Uhr und Nachmittags on 2—5 Uhr, sowie Mittwochs, Freitags und Samstags, Vormittags von 9— 12, längstens bis zum 25. November l. J. zu entrichten, gegenfalls das Beitreibungs⸗ Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, dies im Interesse ihrer Ortsangehörigen durch die Schelle bekannt machen zu lassen. Großherzogliches Rentamt Friedberg. Stoltz. lbücklinge. inge lelm Feriacl N er f kWwänse diehl, Ujagaft geil Deutsches Reich. Darmstadt. Der Kreisbauaufseher-Aspirant Zraunewell aus Ober-Hilbersheim wurde zum Bahnmeister bei den Oberhessischen Eisenbahnen Ind der prov. Heizer bei der Main-Neckar⸗Eisen⸗ ahn Schuchmann aus Ober-Mockstadt zum Heizer irnannt. — Postnachrichten. Der Postassistent Hoffmann in orms ist zum Ober ⸗Postassistenten ernannt und der ostassistent Mergel in Reichelsheim(Odenwald) ist als ostverwalter angestellt. Berlin. Der spanische Botschafter am iesigen Hofe, Graf Benomar, wird von seinem chwerstez zäringe * grnderltt tuch — 1 maschine Fun Marianis zum Gesandten beim Quirinal. Bosten zurücktreten. Die Beweggründe sind zur Zeit noch unbekannt. Als Nachfolger desselben vird Graf Rascon, der jetzige spanische Ge— sundte am italienischen Hofe bezeichnet. — Die seinerzeit in Belfort von den Fran— osen mißhandelten deutschen Studenten haben em Reichskanzleramte angezeigt, daß das ba— ische Justizministerium die Belforter Angelegen— eit für erledigt halte, nachdem alle Bemühungen, inen französischen Rechtsanwalt zur Vertretung u gewinnen, erfolglos geblieben. — Ueber London kommen Nachrichten aus Sansibar, wonach durch das sechsstündige Bom— ardement von Windi viel Eigenthum zerstört porden sei und die Deutschen alle Fahrzeuge tuf der Rhede verbrannt hätten. Stuttgart. Der„Staats-Anzeiger“ be— eichnet die Gerüchte von der Zerrüttung des zniglichen Privatvermögens als durchaus grund— pos. Von der Reise des Ministers v. Mittnacht bach Nizza erwartet man ein die Situation kärendes Ergebniß. Der König protegirte näm— lch zwei Amerikaner, die ihn ausbeuteten, und dle Stuttgarter sind wüthend über diesen Skandal. Die Nachricht von der Abreise des bekannten Günstlings des Königs von Württemberg, Wood— cock(Freiherr von Savage), nach London bestätigt sch nicht. Ausland. Holland. Haag, 5. Nov. Bei dem König bon Holland soll Diphtheritis hinzugetreten sein, (doch sei keine unmittelbare Lebensgefahr vor— handen. g Frankreich. Paris. Wegen eines Con⸗ lictes mit dem Präsidenten des Appelhofes anläßlich der Aufwartung der Behörden bei General Miribel ist der Präfekt von Nancy, Schnerb, welcher früher Journalist war, nach Nantes versetzt worden. — Präsident Carnot unterzeichnete die Er⸗ — Kammer. Präsident Meline zeigt an, daß die Quästoren Madier und Mahy, sowie der Vicepräsident de la Forge auf ihrer Demis— sion beständen. Die Wahl des neuen Vice— präsidenten und zweier Quästoren findet am 6. November statt. Großbritannien. London. Der„Stan— dard“ erfährt, die deutsch englische Action in Ostafrika werde voraussichlich in der Herstellung einer wirksamen Blockade gegen den Sklaven— handel bestehen. Deutsche Schiffe würden die Küste der deutschen Schutzgebiete, britische Schiffe die Küsten der vom Sultan von Sansibar unter englische Obhut gestellten Provinzen übernehmen. Frankreich sei gewillt, die Anstrengungen Deutsch— lands und Englands durch Beseitigung des Miß— brauchs, der mit der französischen Flagge an Bord von Sklavenschiffen getrieben wird, zu unterstützen. Die Unterhandlungen zwischen Lon— don und Berlin seien dem Abschlusse nahe. Spanien. Madrid. Die Cortes werden auf den 20. d. M. einberufen werden. Italien. Rom. Nach einem officiellen Be— richt soll der König von Goggiat die Armee Ras Alulah's geschlagen haben. Rußland. Petersburg, 5. Nov. Nachdem das Kaiserpaar gestern seinen feierlichen Einzug gehalten, erließ der Kaiser ein Manifest, worin es heißt:„Der Kaiser theile mit seinem Volke die Dankgefühle zu Gott für seine wunderbare Errettung.“ Das Manifest schließt mit den Worten:„Die Vorsehung, welche unser, dem Wohle des geliebten Vaterlandes geweihtes Leben geschützt, möge uns auch Kraft verleihen, die großen Pflichten, zu welchen wir durch ihren Willen berufen sind, treu bis an's Ende zu er— füllen.“— Die Eisenbahn, auf welcher dem Zaren das Unglück zugestoßen ist, ist in Ruß— land unter dem Namen einer Poljakow'schen Bahn geradezu beruͤchtigt. Die Umgebung des Kaisers warnte vor der Benutzung dieser Bahn überhaupt, der Kaiser aber bestand darauf. An irgend eine frevelhafte Ursache des Unglücks wird jetzt nirgends mehr geglaubt. — Der„Pol. Corr.“ wird von hier ge— meldet, daß infolge der Entgleisung des kaiser— lichen Zuges saͤmmtliche Departementschefs des Ministeriums der Wege und Verkehrsanstalten ihres Dienstes enthoben würden. Das Kaiser— paar wohnt dem 25jaͤhrigen Regierungsjubiläum des Königs von Dänemark in Kopenhagen bei. Die Kaiserin und die kaiserlichen Kinder reisen etwas früher ab, als der Zar. Aus Stadt und Land. C. T. Friedberg. Gememeinderaths⸗Sitzungen vom 29. Oetober und 1. November. Der Gemeinderath be— schließt die Verweisung der Rechnung 1887,88 behufs Prüfung derselben an die Finanz Commission. Der An⸗ kauf eines Faselochsen zu M. 290.00 wird gutgeheißen. Einem Gesuche von Carl Barnas, der einen Zufuhr— weg zu seiner Hofraithe von der Promenade herstellen lassen will, soll widerruflich stattgegeben werden, eln hierauf bezüglicher Revers ist von dem Gesuchsteller zu unterschreiben.— Gemeinderath Waas rügt, daß durch Nichtachtung der Polizeistunde von kleinen Wirthschaften nach Mitternacht Lärm und Störung der Nachtruhe aus— gegangen sei. Er bittet um strengere Handhabung der betr. Verordnung.— Sitzung vom 1. November. Ge⸗ meinderath Carl Trapp berichtet über die von der Finanz Commisfion geprüfte Rechnung 1887/88 und deren ordnungsgemäßen Befund. Die Gesammt⸗Einnahmen be⸗ liefen sich auf 186,162 M. 22 Pf., die Gesammt-Aus⸗ gaben auf 158,867 M. 41 Pf. 2 Friedberg. Der„Ev. Verein“ hat in seiner ersten Veisammlung am 31. Oetober l. J. beschlossen, auch in diesem Winter wieder in dem seitherigen, durch die dankenswerthe Güte des Stadtrathes abermals zur Verfügung gestellten Lokale einen„Feierabend für Lehr— linge“ zu errichten und am 11. November, ½7 Uhr Abends, damit zu beginnen und zwar für alle Lehrlinge ohne Unterschied der Confession, bezw. Religion. Der Verein hofft, daß seine nicht geringe Mühe durch einen recht zahlreichen, regelmäßigen und bis zum Ende aus— dauernden Besuch des Feterabens seitens der jungen Leute belohnt werden wird, und daß auch die Meister und Lehrherren unserer Stadt die in Rede stehende, so wohl— thätige Einrichtung durch Wort und That unterstützen werden. Gaben für den„Feierabend“ werden mit Dank entgegengenommen werden, und Spiele wie passende Bücher(neue oder auch schon gebrauchte) sind sehr will— kommen und werden von Geh. Kirchen rath Dr. Dlegel, Dr. Becker, Kaufmann Schwarz und Professor Weiffen— bach dankbar in Empfang genommen. k. Friedberg. Der November bringt zahlreiche Sternschnuppen. Zunächst haben wir in der Zeit vom 12. bis 14. November den Schwarm der„Leonkden“, so genannt, weil alle diese Sternschnuppen aus dem Stern⸗ bild des Löwen, senkrecht unterhalb des großen Bären, zu kommen scheinen. Nachher, am 27. November, geräth unsere gute alte Mutter Erde dann in jenen Strom mini⸗ malster Weltkörper, deren scheinbarer Ausgang im Stern⸗ bilde der Andromeda liegt, das auch dem Laten bekannt ist durch seinen Nebel und den Umstand, daß in ihm vor einiger Zeit ein sogenannter neuer Stern aufleuchtete. l. Rödgen, 5. Novbr. Die 26jährige Frau eines hiesigen Orts Einwohners gebar demselben heute Vier— linge, drei Mädchen und einen Knaben; alle Kinder waren nicht lebensfähig und sind todt zur Welt gekom— men, die Mutter befindet sich soweit wohl. o. Ober⸗Mörlen. Unser Ort sorgt für seine Ver— schönerung. In der Hauptstraße wurden 2 neue Läden errichtet, die auch einer Stadt Ehre machen würden, ferner wurde die schon längst geplante Straßenbeleuchtung aus— geführt. Die Gemeinde ist dem Ortsvorstande zu großem Danke hierfür verpflichtet, aber noch mehr ist dies der Fall bei dem hiesigen jungen Turnverein, da ihm seitens des Ortsvorstandes die neuen, prächtigen Turn Geräthe in der heizbaren Halle gegen eine sehr geringe Abgabe zur Verfügung gestellt wurden Allerlei. Frankfurt, 5. November. Im Ostbahnhof ver⸗ unglückte heute früh der Weichenwäxrter Grimm dadurch, daß er von einer Locomotive erfaßt und eine Strecke weit geschleppt wurde Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er bald nach dem Unfall im Hospital zum heiligen Geist verstarb. Görlitz. Die beschlagnahmte Mackenzie ⸗Broschüre wurde wieder freigegeben. Montreux, 6. Nov. Heute Morgen 5 Uhr barst, nach einem Telegramm der„N. H. Vi, das Wasser⸗ Reservoir der elektrischen Straßenbahn Vevey-Montreupx. Die ungeheure Wassermasse von 8 Million Liter stürzte auf das unter dem Reservoir llegende Montreux⸗Verneux. Bis jetzt sind 5 Häuser eingestürzt und 8 Tobte aufge⸗ funden, doch werden noch viele Personen vermißt. Der Schaden an Häusern, Gärten, Mobilten ze. ist ein unge— heurer. Die Genfer Straße ist unpassirbar und sind sämmtliche Eisenbahnzüge eingestellt. 5 Petersburg, 5. Nov. Die Newa ist voll Eis; die Dampfer werden schleunigst geborgen. Es herrschen 3 Grad Kälte. Die Beschäftigung unserer Kinder im Zimmer ist eine Sorge, die alljährlich um diese Zett an die Eltern herantriit. Die Spiele im Freien haben aufge— bört oder sind doch nur an vereinzelten witterungsgün— stigen Tagen noch praktikabel, da steht denn unsere kleine Welt so recht von Herzen gelangweilt und allen Erwach senen im Wege umher und— ist es nicht natürlich ge— nug?— macht Dummheiten. Ist es denn wirklich so schwer, Kinder im Zimmer zu beschäftigen, muß man dazu eine Bonne in Anspruch nehmen, oder die Kleinen in einen Kindergarten schicken? Auf Beides sagt jede verständige Mutter mit uns:„Nein.“ Ja im Gegen— theil, jetzt ist die beste Zeit, allerlei gute Triebe und Be⸗ schäftigungssinn in die jugendlichen Herzen zu pflanzen, man muß nur die Kleinen behandeln wie die Großen. Auch wir Großen wollen durch Erfolg, befrtiedigte Eitel⸗ keit und dergleichen belohnt sein und thun so schrecklich wenig Gutes und Nützliches blos deßhalb, weil es gut und nützlich ist. Also gilt es zuallexerst das Interesse zu erregen und dann dies Interesse durch geeignete Lohneslockung rege zu erhalten. Gleich die Wahl der Beschäftigung muß darauf zugeschnitten sein. Welcher Knabe hätte nicht Freude an einem kleinen Theater, welch' Mädchen nicht an einer Puppenstube! Der Besitz beider ist ein Ziel, die Selbstanfertigung ist ein für unsere Zwecke eminent geeignetes Mittel. Muß denn Puppentheater, Puppenstube, Burg oder Park fertig aus dem Spielwaarenladen gekauft werden? Ist es nicht für alle Theile besser, wenn in eigener Arbeit das Kind sich beschäftigt und bildet? Die Matertalten zu allerhand Pappklebereien dieser Art sind spottbillig in jeder Papter— handlung zu haben und es gehört nun nichts weiter dazu, als daß Vater oder Mutter, wer gerade Zeit hat oder sich am fähigsten weiß, die Kleinen anleitet. Sind sie im Zuge, seben sie aus dem Stückwerk die Gesammt— heit, aus zweckvoller Ordnung des Einzelnen das Ganze wachsen, so ist ihr Eifer rührend. Sie sind— durch- schnittlich natürlich— wunderbar empfänglich für Hand— fertigkeitslehren, auf welche Erfahrung ja Fröbel seine ganze Kindergartenpädagogik gründet. Und dann noch Eins, was immer Kinderhände schufen, set mes solche eben genannte Pappklebarbeit, Waldmosaik, Puppenkleider— schneideret oder sonst ein Fabrikat, es hält vielmals länger als alles gekaufte Spielzeug und ist anziehender für lange Dauer. Das darf Niemanden wundern. Die gehabte Mühe läßt es höher und richtiger schätzen, die Kenntniß der Herstellung verlockt auch wohl zu recht— zeitiger, eigener Reparatur, an die man als Kind ge⸗ kaufter Waare gegenüber gar nicht denkt. In dieser Weise die junge Welt zu Beschäftigung im Zimmer heran— zuziehen ist also mehr als eine Aushülfe, es ist an sich selbst ein Stück Erzlehungspflicht, das sich vergilt durch rechtzeitige Anregung zu eigenem Schaffen nach Maßgabe der vorhandenen Kraft und durch Verminderung der Zerstörungslust. Handel und Verkehr. Friedberg, 6. Oet. Fruchtpr. Waizen M. 19.50 bis M. 19.75, Korn M. 16.00- 16.50, Gerste M. 15.50 bis 16.00, Hafer M. 13.00— 14.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Friedberg, 7. Novbr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70—0.80. Eier 1 St. 8 Pf. Grünberg, 3. Nov. Fruchtprelse. Weizen M. 19.50, Korn M. 16 30, Gerste M. 1400, Hafer M. 13.20, Erbsen M. 19.00, Samen 23.00. Gießen, 6. Novbr. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 0.88, Eier! St. 6—7 Pf., 2 St. 13 Pf., Käse per St. 4 8 Pf., Tauben per Paar M. 0.40— 0.60, Hühner per Stück M. 0.90— 1.00, Hahnen per Stück M. 0.90— 1.10, Enten per Stück M. 1.30— 1.70, Ochsen-Fleisch per Pfund 60-68 Pf., Kuh- und Rind⸗ Fleisch 45—54 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel Fleisch 54—64 Pf., Kalbfleisch 45—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00— 7.00, Zwiebeln per Centner M. 5.00—6.00., Weißkraut per Stück 4— 7 Pf., Gänse per Pfund 45- 50 Pf. Gießen. Obgleich das Wetter unseren, den 30. und 31. Oetbr. abgehaltenen Viehmarkt nicht begünstigte, war solcher doch stark besucht und auch der Handel lebhaft. Zum Verkaufe waren 1663 Stück Rindoieh eln großer Theil davon sehr gut genährt— und 1053 Schweine aufgetrieben. Nächster Markt den 20. und mehl Nr. 0 M. 32—34, Nr. 1 M. 27— 28, Nr. 3 M. bis 22.50, Nr. 5 M Fruchtbericht. Hies. Welzen⸗ M. 29.75—31.75, Nr. 2 26.75 27.75, Nr. 4 M. 21.50 18.50 19.50, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 56.50 59.50, norddeutsche und westfälische Welzenmehle Nr. 00 M. 27.50- 28.50, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 26- 26.50, Nr. 0/1 M. 24— 24.50, Nr. 1 M. 22— 22.50, Nr. 2 M. 18.50 bis 19.50, Weizen ab unserer Umgegend M. 19.15 20.25, frei Bahn hier M. 20 5020.60, kurhessischer M. 20.75 bis 00.00, norddeutscher M. 20.75, russische Sorten M. 22.25 bis 22.75, Roggen hiesiger M. 16.25—16.75, russischer M. 16.4016 50, Gerste, Wetterauer, M. 16.25 16.50, Ried und Franken M. 16.50— 16.75, Saal und ungarische M. 19—21, Hafer, prima M. 14.75— 15, mittel M. 14 bis 14.25, Raps M. 00.00.— 00.00, Mais M. 1400.00, Roggenkleie M. 4.75 5.00, Weizenkleie M. 4.25— 4.50, Malzkeime M. 0.00—0.00, Moostorfstreu prima M. 1.35, Spelzspreu M. 1.50 1.80, Kartoffeln per 100 Ktlo M. 4.50—5 sꝗtetgend. Chilisalpeter per Februar März 1889 M. 10.50—00.0 ab Harburg. Sämmtliche Artikel bel Ab⸗ nahme von 200 Centner an. Rüböl im Detall M. 61. Frankfurt, 5. Nov. Viehmarkt. Angetrieben waren: 369 Ochsen, 24 Bullen, 414 Kühe, Stiere und Rinder, 226 Kälber, 982 Hämmel, 000 Schafe und 721 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 6567, 2. Qual. M. 5760, Bullen 1. Oual. M. 42— 44, 2. Qual., M. 38— 40, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 55— 57, 2. Qual. M. 48— 50, Kälber 1. Qual. pro Pfund Schlacht⸗ gewicht 65—68 Pf., 2. Qual. 55—60 Pf., Hämmel 1. Qual. 56—58 Pf., 2. Qual. 30—35 Pf., Schafe 1. Oual. 00—00 Pf., 2. Qual. 00- 00 Pf., Schweine 1. Qual. 54— 55 Pf., 2. Qual. 52— 54 Pf. Frankfurt, 6. Novbr. Engros⸗Markt. Heu pro 100 Kilo M. 7.60 10.00, Stroh pro 100 Kilo M. 6.80 bis 8.40, Butter pro 50 Kilo M. 80 bis 83, Eier das Hundert M. 6.00—7, Erbsen 100 Kilo M. 18 bis 23.00, do. geschälte M. 20— 30, Linsen M. 34 bis 52, weiße Bohnen M. 2325.50, Mohrrüben 50 Kilo M. 4 bis 5., Preißelbeeren per Pfund 20— 25 Pf., Kartoffeln M. 6.00— 7.00, Blumenkohl 100 St. M. 20— 30, Kopfsalat M. 3—5, Sellerieköpfe 100 Stück M. 8— 10, Pfirsiche per Pfd. 70 Pf., Nüsse per Centner M. 12., Zwetschen per Pfd. 5—6 Pf., Aepfel per Pfd. 610 Pf., Birnen per Pfd. 5— 15 Pf., Melonen per Stück M. 0.00 0, Trauben von 25—35 Pf. an per Pfund, Einmachgurken 100 Stück M. 0.— 0.00, italienische Kastanien 15— 00 Pf., Quitten 15—20 Pf., Haas M. 3.00—4.00, neue franz. Bohnen per Pfd. 50 Pf., Gans per Pfd. 65— 70 Pf. Auf dem Kartoffelmarkt waren angefahren 28 Wagen und kostete das Malter M. 5.00. Das Vorkommen von Viehsenchen im Großher⸗ zogthum Hessen während des Monats August 1888. Milzbrand wurde festgestellt: in Leihgestern, im Kreise Gießen am 12., n den Orten des Kreises Fried⸗ berg Steinfurth am 3., Reichelsheim am 8. und 28. und Rodheim am 183., ferner in Heuchelheim, im Kreise Bü— dingen, am 28. August, jedesmal bei einem krepirten Rindviehstücke. Rotz: Wegen Verdachts der Ansteckung stehen unter poltzeilicher Beobachtung: 3 Pferde eines Besitzers in Offenbach und 1 Pferd in Dudenhofen, im Kreise Offen⸗ bach, ferner im Kreise Dieburg 5 Pferde bei drei Be⸗ sitzern in Ober-Roden, 2 Pferde bet zwei Besitzern in Heubach und 1 Pferd in Langstadt. Maul⸗ und Klauenseuche wurde festgestellt im Kreise Oppenheim in Selzen am 2. und in Nierstein am 10. August. Im erstgenannten Orte sind 9 Rindvlieh— bestände verseucht gewesen, im letztgenannten ein Rind, viehbestand. In beiden Orten ist die Seuche wieder er⸗ loschen. Die Seuche wurde ferner auf dem Viehhofe in Mainz bei einem am 27. August aus Hamburg ange— kommenen Transport von 92 Schweinen kostatirt. Der ganze Transport ist bis zum 30. August abgeschlachtet worden. Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh in Drommersheim, im Kreise Bingen, und in Tiefenthal, im Kreise Alzey, ist erloschen. Festgestellt wurde die Seuche in Griesheim, im Kreise Groß-Gerau, am 5., und in den Orten des Kreises Alsfeld, Altenburg und Maulbach am 20. bezw. 22. August. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kreises Gießen: Schiffenberg und Watzenborn; in Altenburg im Kreise Alsfeld; in den Orten des Kreises Büdingen: Wallernhausen, Blofeld, Leidhecken und Bergheim; in den Orten des Kreises Lauterbach: Maar, Uetzhausen, Metzlos Gehag und Sandlofs; und in den Orten des Kreises Schotten: Bobenhausen Breungeshain und Volkhardshain. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: Frankfurt, 5. Nov. 2. Oct. Der hiesige Volksschul Lehrer Heinrich Müller von Wölfersheim mit Maria Eltsabeth Söllner von hler. 7.„ Der Gerber Johann Heinrich Karl Rupp von hler mit Karoline Juliane Mahr von hier. „ Der Gerber Wilhelm Weber von Dorheim mit Elisabetha Schmück von Büdingen. Der Kaufmann Friedrich Georg Karl Leonhard von Frankfurt a. M. mit Katharina Louise 8 28 21. November d. J. Der Buchhalter Mathäus Hoffmann von Gönn⸗ — Die Schifferfrau. Eine Seegeschichte von H. Kruse. — Neue Erschelnungen aus der geschichtlichen Literatur. Von G. Egelhaaf.— Auf Vorposten um Orleans im Herbst 1870. Von Tanera.— Aus Deutsch Ostafrika. Mit 4 Illustr.— Zu unsern Bildern:„Der Gefoppte“ und„Der widerwillige Kranke“.— Das deutsch evan⸗ gelische Hospital in Sansibar. Von C. G. Büttner.— Ein Gedicht von Schneckenburger.— 2 Beilagen. Für die Brand⸗Beschädigten in Hünfeld gingen weitere Gaben ein, was wir mit herzlichem Danke quiltiren: Ungenaunt ein Pack Kleider, Frl. Möller ein Pack Kleider, E. S. 2 M., Dr. Diegel 10 M., Frl. Kritter 3 M., Gemeinde-Einnehmer Metzger in Münzen berg 3 M. Um weitere Gaben wird gebeten. Die Red. Geld⸗Caurs. 0 Frankfurt am 5. November 1888. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke 16. 18 16.14 do. n 02„%% e e Englische Sovereignss... 29. 35 20. 30 Russische Impertales. 16. 74 1659 Duc; 9. 70 9. 65 „% el ars), 65 Dollars in Gig 4. 16 Jstaelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 10. November. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 5 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 10 Min. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassere übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.75, „ ½ Dutzend l „ Dutzend 1 Die Expedition des Anzeigers. Güter- Verpachtung. Donnerstag den 8. Novbr. l. J., Vormittags 11 Uhr, sollem in hiesigem Ratthaus die dem Johannes Horn markung gelegenen Grundstücke, auf neun Jahre an den Meistbietenden verpachtet werden. Friedberg den 2. November 1888. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 3962 Stein häußer. Hafer Lieferung. Freitag den 9. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Anlieferung von 20 Malter Hafer für den städtischen Faselstall öffentlich vergeben werden. Friedberg den 7. November 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer von hier. 4009 Stein häußer. dahler zustehenden, in Fried berger und Fauerbacher Ge⸗ 3. Nov. heim mit Charlotte Brack von hier; Geboren: 25. Sept. Dem Schneider Johann Peter Beyer 1 Sohn. 2 18 1 Konrad Wilhelm Hestermann 1 Sohn. 4. Oct. Dem Kreisbauaufseher-Asplrant Gust Friedr. Heinrich Ludwig Jockel 1 Sohn. 6.„ Dem Müller Andreas Repp 1 Sohn 4 11.„ Dem HGerichts⸗Ass. Franz Hossinger 1 Tochter. 11.„ Dem Schneider Ludwig Heinrich Rupp! Sohn. 12.„ Dem Handarbeiter Jacob Günther 1 Sohn. 1 Dem Maurer Konr. Philipp Hottes 1 Tochter. 15.„ Dem Fabrikarbeiter Wilh. Mühl IV. 1 Sohn. 16.„ Dem Handelsmann Chrtstlan Schmidt 1 Sohn. 17.„ Dem Kaufmann Isidor Schulhof 1 Sohn. 188 Dem Pferdehändler Feist Löwenthal 1 Sohn. 23.„ Dem Großh. Gerichts vollzleher Karl Kong 1 Sohn. b 23.„ Dem Metzger Salomon Kahn 1 Sohn. Gestorben: 9 4. Oct. Der Großh. Realschul-Direktor i. P. Dr. Fr. Möller, 62 Jahre alt. 12.„ Margaretha Rumpf, Ehefrau des Rentiers Wilhelm Rumpf, 51 Jahre alt. 1 Die Haushälterin Philippine Margaretha Philippi von Königstein, 52 Jahre alt. 9 16.„ Karl Friedrich Schmidt, Sohn des Handels- manns Wilh. Schmidt II., 1 Jahr 9 Monat alt. 6 Der Metzger Koppel Neuhof, 79 Jahre alt. 22 Elisabetha Dorothea Berg, Cbefrau des Schlossermeisters Karl Berg, 34 Jahre alt. 23.„ Aliee Josephine Mayer, 8 Monate alt. Literarisches. Daheim. Nr. 5 enthält: Tino Photinos. Forts. Bei hiesiger! zahlung können bel dem die Ver; Roc 9993 Ke M sollen meistb 2 3997 V. 8 — b leu 55 8* 18 een e e dez eee ee e — u in hiufth 1 rin Farin es dil 0 Bafa Vergebung don Drainagearbeiten u. Material-Lieferungen zu Staden. Samstag den 10. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen n dem Rathhause zu Staden die bel Dralnirung der Fluren VI und VII, Gemarkung Staden, vorkommenden Arbeften und Materlallieferungen, veranschlagt zu 1. Fertigung von 14,125 fd. in Draingraben M. Pf inel, des Röhrenlegens u. Wiederzufüllens der Gräben 187750 2. Lieferung der erforderlichen Drainröhren von 37 bis 137 mm Lichtweite mit eirea 49,750 Stück= 2053 89 3. Anfuhr der Zlegelröhren, 1987,55 Ctr. 397 51 4. Lieferung der Nivellirpfähle 15— un die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg am 5. November 1888. Greb, 3985 2. Provinzial Wiesenbaumeister. 3* 7 0 9 0 0 Veraccordirung von Drainagearbeiten u. Material-Lieferungen zu Stammheim. Samstag den 10. d. Mts., Nachmittags 8 Uhr, werden in dem Rathhaus zu Stammheim die zur Ausführung der Drainageanlage in den Fluren II und XVI dortiger Gemarkung erforderlichen Arbeiten u. Materiallteferungen, weranschlagt: M. Pf. 1. Fertigung von 3327 lfd. m Draingraben nel. des Röhrenlegens u. Wiederzufüllens der Gräben 260 78 2. Lieferung der erforderlichen Dralnröhren von 37 bis 137 mm Lichtweite mit 12,800 Stück— 693 32 3. Anfuhr der Ziegelröhren mit 726,46 Ctr.— 145 29 4. Lieferung der Nivellirpfähle 10 an die Wenigstnehmenden vergeben. Friedberg am 5. November 1888. Gre b, Provinzial-Wiesenbaumeister. 3986 die Verzinsung mit diesem Tage aufhört. Rockenberg, 5. November 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Rockenberg. 3998 Wolf. Korbweiden-Versteigerung. Nächsten Freitag den 9. d. Mts., Nachmittags Uhr, sollen die gemeinheitlichen Korbweiden an Ort und Stelle meistbietend dahier versteigert werden. Dortelweil, 6. November 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Dortelweil. 3997 Nene Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 8. November d. J 9 Uhr anfangend, werden im Saale H. Sang, Haagkstraße, auftragsbalber folgende meistbietend versteigert, als: Tische, Stühle, Nähtische, Sophas, Spiegel, Kleidungsstücke ꝛc. zꝛc., sowie Küchengeräthschaften. Friedberg im November 1888. In Auftrag: 3956 Nees, Auetionator. Seltene Gelcgenheil 500⁰ Meter schwerstes Handtücher⸗ Gebild, pr. Meter 40 u. 30 Pf. 5 J. Fyurth's Hyben. Tüchtige Erdarbeiter finden dauernde Beschäftigung bei Vormittags des Gastwirth dahler von dem Unterzeichneten Mobilien gegen Baarzahlung 1 Glasschrank, 1 Kleiderschrank, 1 Brandkiste, Sessel, Commoden, Bilder, 1 Wanduhr, Betten, Weißzeug, sonstige Haus- und von Gg. Ph. Gail, Nr. 3, in 14 Pfund-Packet 20 Pf., 4008 bet J. A. Windecker Leere Weinfässer von 25 bis 300 Liter Inhalt sind stets zu haben bei 4000 Ph. Dan. Rüm mich. Wichtig für Maussfrauen! Die holländische Kaffee- Brennerei Il. 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Sämmtliche Gesellen und Gehülfen, welche gesonnen sind, sich an dem bevorstehenden Gesellen⸗ Ball zu betheiligen, werden höflichst ersucht, sich nächsten Samstag den 10. d. Mts., Abends präels 9 Uhr, in der Wirthschaft des Herrn A. Flohr einzufinden. eien 3991 Mehrere Gesellen und Gehülfen, Federweißer 3938 bei M. Scheibel. 400 Frische Repskuchen in der bekannten vorzüglichen Qualität empfiehlt äußerst billig Ph. Dan. Kümmich. 5 2 5 Eine gewandte Köchin, welche bei Herrschaften, in Hötels in Badeorten selbst— ständig der Küche vorstand, empfiehlt sich wieder nach der Saison dem geehrten Publikum für Friedberg und Um⸗ gegend bei Festen und Feierlichkeiten hiermit bestens. Eva Kautz. Bestellungen nehmen entgegen: H. W. Kautz in Frled⸗ berg, H. Schüßler und Gastwirth Seib 3 Bad⸗ Nauheim. 3960 Winterhandschube, Handschuhe in Rauhleder, Glacé, Seide und Fil d' Ecosse billigst bei 3990 J. Heim, vorm. 975 Friedrich, neben der Post. 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Briefe be same Oe durch den den der k des Reich wulde se spgene O duch, ein bewahren daß Prof lichung d Neuwied Aufstand Aufständt sans erkl mehr zu 95 fre Deutsche mehr al, der ein, denen v ihren ft und kein 429 bef bativen Centrur sunigen Fraction