Iden fachemits us. I. len. veklinge. — 1 1888. Bonnerstag den 8. März. N 29. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Annoncen: die einspaltige. Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Aufforderung. Die Militär⸗Papiere der Mannschaften des Beurlaubtenstandes sind nach dem Gesetz, betreffend Aenderung der Wehrpflicht vom 11. Februar 1888, in einigen Punkten abzuändern, und müssen diese Abänderungen spätestens bei der diesjährigen Frühjahrscontrolversammlung erledigt werden. Damit die Controlversammlungen nicht zu lange Zeit in Anspruch nehmen, beabsichtigt das Bezirkscommando Friedberg die in Rede stehenden Militärpapiere bereits vorher abändern zu lassen, und wird auf Antrag dieser Behörde bestimmt: „Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises haben die Militär⸗Pässe sämmtlicher Reservisten, Dispositionsurlauber, zur Disposition der Ersatzbehörden Entlassenen und Wehrleute ersten Aufgebots einzusammeln. Die aus den Gemeinden eingesammelten Passe sind, mit einem Verzeichniß versehen, spätestens bis zum 1. April d. J. von allen Mannschaften der Jufanterie an den Bezirksfeldwebel Meyer 11 von allen Mannschaften anderer Waffen an den Bezirksfeldwebel Schnellbacher einzusenden, und werden abgeändert bis zur Controlversammlung zurückgegeben werden. Die Packete, mit der Bezeichnung„Militaria“ und dem Stempel der Bürgermeisterei versehen, haben Portofreiheit. (Nicht einzusenden sind nach Vorstehendem die Militärpässe der Ersatz-Reservisten und Wehrleute zweiten Aufgebots.)“ Etwaige Meldungen, zu denen Mannschaften des Beurlaubtenstandes verpflichtet sind, werden erstattet, auch wenn die eingezogenen Paͤsse noch nicht wieder ausgehändigt sind. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Melbach. Nachdem sich mehr wie ein Fünftheil der betheiligten Grundeigen— thümer, welche mehr als die Hälfte der betheiligten Fläche besitzen, dürfniß erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme auf— Runterschriftlich für die Feldbereinigung der Gemarkung Melbach er— gebracht werden sollen; klärt haben, und nachdem ferner keine Einwendungen gegen die Zu— 2. die zur Vollzugs-Commission zu berufenden Sachverständigen lässigkeit oder Rechtsbeständigkeit des Ergebnisses innerhalb der gesetz— und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts lichen Frist erhoben worden sind, hat die Großherzogliche Landes und dessen Stellvertreter zu wählen. commission für Feldbereinigung den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten Außerdem können Wuͤnsche und Anträge seitens der Betheiligten in der Gemarkung Melbach verordnet und den Unterzeichneten zum vorgebracht und berathen werden. Vollzugscommissär ernannt. In dieser Versammlung hat jeder anwesende betheiligte Grund— Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich gleich- eigenthümer eine Stimmez die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültig⸗ zeitig saämmtliche betheiligte Grundbesitzer zu der in Gemäß- keit eine Mehrheit von Zweidritttheilen der Anwesenden und sind unter heit des Art. 16 des Gesetzes vom 28. September 1887 dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Betheiligten verbindlich. 5 g K en gültige Beschlüsse nicht zu Stande, so hat Mittwoch den 21. März l. J., Nachmittags 1 Uhr, tommen gültige Beschlüsse nicht z f zu 1) die Vollzugs-Commission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen und in dem Gemeindehause zu Melbach stattfindenden Versammlung ein. zu 2) die Landes-Commission die Sachverstaͤndigen und Schiedsrichter Diese Versammlung hat: zu ernennen.. 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden Friedberg den 29. Februar 1888. sollen, ob durch Ausschlag auf den Flaͤchengehalt, oder den Ab— Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung: schätzungswerth der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf von Massegrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Be— Dr. Wallau. Bekanntmachung. Obstbaukursus an der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1888 betreffend. 3 Zur Ausbildung tüchtiger Obstbaumwärter soll auch im laufenden Jahre ein Obstbaukursus hier abgehalten werden. Derselbe wird 3 Wochen dauern, von welchen fünf auf die Zeit vom 5. April bis 9. Mal, drei in den August fallen. Der Unterricht umfaßt: Geschaͤfts⸗ Aufsätze und geschäftliche Berechnungen, Grundzüge des Pflanzenlebens, Obstbaulehre, Obstkunde und praktische Uebungen. Er wird durch eine 1 reiche Sammlung der besten Lehrmittel und Werkzeuge unterstützt. Die praktischen Uebungen finden planmäßig in dem hierzu bestimmten pomo— eogischen Garten hiesiger Ackerbauschule und an anderen Baumpflanzungen statt. Außerdem werden Excursionen nach benachbarten Baumanlagen und Baumschulen unternommen. Der Unterricht ist unentgeltlich, fuͤr Kost und Wohnung haben die Schüler dagegen selbst zu sorgen. Anmel⸗ dungen sind baldmöͤglichst, spaͤtestens aber bis Ende d. Mts. an Landwirthschaftslehrer Dr. Tobisch hier einzureichen. Anmeldungen bei den aandwirihschaftlichen Bezirksvereinen und Großherzoglichen Bürgermeistereien bitten wir, uns gefäͤlligst übermitteln zu wollen. f Friedberg den 4. März 1888. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Friedberg am 3. Maͤrz 1888. 2 3— Das(Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an sämmtliche Ortsgerichte des Amtsgerichtsbezirks Friedberg. Wir benachrichtigen Sie, daß in der Kürze mit der Revision der Hypothekenböcher vom Jahr 1887/88 begonnen werden wird und 1 1 veisen Sie an, alle seit der letzten Revision stattgehabten Einträge und Loͤschungen nebst dem Reßzister und topographischen Pfandverzeichniß bor dem bestimmten Termine, der Ihnen näher bekannt gegeben wird, einer genauen Prufung nach Maßgabe Ihrer Instruktion zu unterwerfen, * die dabei gefundenen Mängel zu beseitigen, auch die etwa nicht genügend geordneten Akten instruktionsmaͤßig zu ordnen. Diese von Ihnen vor dem Revisionstermin vorzunehmende jährliche Prüfung, worüber Sie ein Protokoll aufzunehmen haben, aus velchem ersichtlich ist, daß, wann und in Gegenwart welcher Ortsgerichtsmitglieder, sowie bezüglich welcher Eintrage Ihre Revision vorge⸗ rommen wurde, hat sich vorzugsweise auf mangelnde Beglaubigungen und fehlende Unterschriften, fehlende oder wesentlich mangelhafte Eintrage zon Hypotheken oder Löschungen im Register, mangelhafte Abschrift der amtsgerichtlichen Verfügungen, wie Auslassungen von Worten, unrichtige Angabe des Datums der gerichtlichen Verfügungen und unterlassene Unterstreichung derselben, sowie nicht instruktionsmaͤßig vollzogene Loͤschungen Ju erstrecken. 4 g Dieses von Ihnen aufzunehmende Revisionsprotokoll haben Sie in dem von uns abgehalten werdenden Revisionstermine vorzulegen. Die schuldvoll unterlassene Berichtigung vorbemerkter Mangel unterliegt angemessener Ahndung.(Verweis und selbst 9 Sellheim. Leber. Dem Frankfurter landwirthschaftlichen Verein ist von Großherz und Offenbach der Vertrieb von Loosen à 3 Mark gestattet worden, furt a. M. abzuhaltenden Pferdemärkte ausgeben wird. Zur Verloosung kommen Luxus- und Im Jahr 1887 wurde durch die Postverwaltung in Ilbenstadt eine neue Telegraphenanstalt errichtet und dieselbe in die Linie Rodheim Altenstadt— Büdingen eingeschaltet. Erledigung. Mein gegen Georg Muller von Groß-Rohrheim ersolgtes Ausschreiben nehme ich als oglichem Ministerlum des Innern und der Justiz für die Kreise Friedberg welche derselbe aus Anlaß der im April und Oktober gl. J. zu Frank- Arbeits⸗Pferde, Equipagen, Fahr- und Reitrequlstten ꝛc. durch Gendarm Hofmann in Bad-Nauheim erledigt zurück. Der Großherzogliche Amtsanwalt Kolb. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Kanzler der Landes— Universität und ordentl. Professor Dr. Gareis in Gießen wurde auf Nachsuchen entlassen, der Geh. Oberschulrath Becker wurde auf Nach— suchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Rubestand versetzt, der Direktor des Realgym⸗ nasiums und der Realschule zu Mainz Soldan zum vortragenden Ratb in dem Ministerium, mit dem Amtstitel„Oberschulrath“ und der Direktor des Gymnasiums zu Gießen Dr. Schiller, unter Belassung in seiner gegenwaͤrtigen Stelle, zum außerordentl. Mitglied der Ministerial-Ab— theilung für Schul- Angelegenheiten mit dem Charakter als„Geheimer Oberschulrath“ ernannt. — Postpersonalnachrichten. Versetzt ist der Postsekretär Scheer von Darmstadt nach Wesser— ling, der Ober⸗Telegraphenassistent Rodemer von Mainz nach Darmstadt, die Postverwalter Körbel von Groß Steinheim nach Pfeddersheim, Fischer von Waldmichelbach nach Groß-Steinheim. Ge— storben ist der Postkassier Hoffmann in Lich. Berlin, 6. Marz. Der Kaiser leidet seit vorgestern an einer leichten Erkältung; er hat deßhalb keine Spazierfahrt unternommen, ist auch beim Aufziehen der Wache nicht am Fenster erschienen. — 5. März. Prinz Wilhelm ist heute früh von San Remo abgereist und wird sich in Karlsruhe einen Tag aufhalten. — 6. März. Der„Reichsanzeiger“ ver⸗ öffentlicht folgendes Bulletin aus San Remo: Gegenüber den in der Presse verbreiteten Ge— rüchten von Meinungsverschiedenheiten unter den Aerzten des Kronprinzen erklären die Unter— zeichneten, daß hinsichtlich der Natur und der Beurtheilung der Krankheit unter ihnen eine solche nicht besteht. Ebensowenig ist von ihnen die Nähe einer gefährlichen Wendung des Lei— dens behauptet worden. Die einheitliche und verantwortliche Leitung der Behandlung des Kronprinzen befindet sich, wie vor der Opera— tion, in den Haͤnden des Dr. Mackenzie. An die Zeitungen des Inlandes und des Auslandes richten die unterzeichneten Aerzte noch einmal im Interesse des hohen Kranken und der Völker, die ihn hochachten, lieben und verehren, die Bitte, sich jeder Discussion über die Krankheit desselben, oder über die bei der Behandlung angewandten Methoden und Instrumente zu enthalten. Die örtlichen Störungen in und am Kehlkopfe des Kronprinzen haben sich wesentlich nicht verändert. Die Wunde ist ge— heilt; die Canülen liegen gut. Die Lungen sind gesund; Husten und Auswurf wurden ge— ringer. Der Kräftezustand ist ein befriedigender, der Appetit im Zunehmen begriffen. Verdauungs— störungen sind nicht vorhanden, ebensowenig Schmerzen beim Schlucken oder Kopfweh Der Schlaf hält ununterbrochen Stunden lang an. Da die Mission des Dr. Bergmann be— endet ist, so wird er demnächst abreisen. Dr. Mackenzie, Dr. Schrader, Dr. Krause, Dr. Hovell, Dr. v. Bergmann, Dr. Bramann. — Von der bekannten Sperrmaßregel sind, wie sich, der„M. Z.“ zufolge, jetzt herausstellt, nur die deutschen Berichterstatter betroffen wor— den, während die englischen nach wie vor ärzt— liche Informationen erhalten. Von englischer Seite verlautet denn auch, daß das von Prof. Dr. Waldeyer abgegebene Gutachten sehr un— günstig lautet und es ist zu beachten, daß obiges Bulletin nach der Untersuchung des Professor Waldeyer erlassen worden ist. Waldeyer erklärt das Leiden für Krebs der schlimmsten Art. Vertretung des Kaisers soll nun doch epistiren, datire von Ende November und sei dem Kron— prinzen zur Kenntnißnahme vorgelegt worden. — 5. Marz. Der Reichstag setzte die Be— rathung des Antrags Ampach betreffend die Aufhebung des Identitätsnachweises fort. v. Wedell-Malchow begründet seinen Antrag, wonach bei der Ausfuhr von Getreide und Oelsaat, wenn die Menge der einzelnen Frucht— arten 500 Kilo erreicht, 90 pCt. des für die Einfuhr gleichartiger Waaren zu zahlenden Zolles baar zu vergüten sind. Woermann ist für den Commissions antrag, namentlich auch im Interesse der Seestädte, Pfetten gegen den An— trag der Commission und den Antrag v. Wedell— Malchow, mit deren Annahme für Süddeutsch— land eine unerträgliche Concurrenz Norddeutsch— lands entstehen würde. Im weiteren Verlauf der Debatte sprechen Bromel und v. Puttkamer— Plauth für, Singer und Richter gegen den An— trag. Bennigsen, Miquel, Behr, v. Kardorff, Stolberg und Wichmann beantragen: In der Erwartung, daß die Regierung der wichtigen Frage ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden und das Ergebniß der darüber anzustellenden Er— hebungen dem Reichstage in seiner nächsten Session mittheilen werde, über den Antrag zur Tagesordnung überzugehen. Der Antrag Ben— nigsen u. Gen, wird mit 178 gegen 101 Stimmen angenommen.— 6. März. Der Reichstag ge— nehmigte in erster und zweiter Lesung den Ver— trag wegen Unterdrückung des Branntweinhan— dels unter den Nordseefischern auf hoher See, sowie die Freundschafsverträge mit Ecuador, Guatemala und Honduras, und erledigte sodann mehrere Rechnungsvorlagen. Der Gesetzentwurf, betreffend die Rechtsverhältnisse in den deutschen Schutzgebieten, wird mit zwei, mehr redactionellen, Zusatzanträgen des Abg Struckmann in dritter Lesung angenommen. — 6. März. Das Abgeordnetenhaus ge— nehmigte nach längerer aber wenig erheblicher Discussion den Gesetzentwurf, betreffend die fünf— jährige Legislaturperiode, in zweiter Abstimmung. — Baumeister Jaffe ist als Reichsbeamter zur Ausstellung nach Melbsurne abgereist, wohin sich auch Geheimrath Wermuth Ende Maͤrz begeben wird. Ausland. Belgien. Brüssel. Die Regierung be— schloß nach dem Fr. J. das Project der Errich— tung eines großen Seehafens in Brügge unver— weilt in Angriff zu nehmen und hierfür einen vorläufigen Credit von zwei Million zu bean— spruchen. Frankreich. Paris, 6. März. Die Kam⸗ mer setzte heute die Berathung des Kriegsbud— gets fort. Lockroy verlangte Aufklärungen über den Gesetzentwurf, betr. die Einsetzung von fünf Generalinspecteuren und beantragte Verweisung des Gesetz-Entwurfs an die Armee-Commission. Der Kriegs-Miunister erwiederte, die General— Inspecteure sollten Delegirte des Kriegsministers sein. Die Kreirung der Generalinspecteure sei eine große Hauptsache und werde besser als bis— her ermöglichen, die Maßnahmen für die Kriegs— vorbereitung zu inspieiren und zu prüfen und über die Sicherheit des Land es zu wachen. Im Hinblick auf die Wichtigkeit der Vorlage sei er mit der Verweisung an die Armee-Commission einverstanden. Großbritannien. London, 6. Marz. Im Unterhaus beantragte anläßlich des Antrags, zur Einzelberathung des Kriegsbudgets überzugehen, der Abgeordnete Bartelot die Ernennung einer — Die Cabinetsordre uber die eventuelle Commission zur Untersuchung der Mittel zur Vertheidigung des Landes. Brodrick bekämpft den Antrag namens der Regierung; die Unter⸗ suchung würde die Schwächen Englands der ganzen Welt bloslegen. Minister Smith ist bereit, eine Untersuchung darüber, wie weit die Organisation des Heeres und der Flotte den nationalen Bedürfnissen entspreche, zu bewil⸗ ligen; die Regierung könne aber nicht den An— trag Bartelot's acceptiren. Die Debatte wurde auf Donnerstag vertagt. Türkei. Konstantinopel, 6. März. Der gestrige Ministerrath nahm den russischeu An— trag, betreffend die Notification der Illegalität des Prinzen von Koburg, an und beschloß, eine Notification an die bulgarische Regierung zu richten. Der Sultan sanctionirte diesen Be— schluß. Der Großvezier richtete hierauf heute telegraphisch die Erklärung an die bulgarische Regierung, daß die Anwesenheit des Prinzen Ferdinand an der Spitze der Regierung des Vasallenstaates illegal sei. Egypten. Suakin, 4. Marz. Gestern Abend besetzte eine größere Abtheilung Derwische ein Fort außerhalb der Stadt und griff heute die Stadt an, mußte jedoch nach vierstündigem Kampfe unter Zurücklassung von mehreren hun— dert Todten und Verwundeten sich zurückziehen. Der britische Oberst Tapp im egyptischen Dienst und 5 Soldaten blieben todt, 14 wurden ver⸗ wundet. Die Kanonenboote„Delphin“ und „Albacora“ nahmen an dem Kampfe theil. Handel und Verkehr. Frankfurt, 6. März. Heu⸗ und Strohmarkt. Es kosteten 100 Kilo Heu M. 6.80—7.60., Stroh 109 Kilo M. 4.50— 4.80.— Vletualien-Markt. Erbsen 100 Kllo M. 18—22., do. geschälte M. 19—29., Linsen M. 28 bis 45., Mohrrüben 50 Kilo M. 7—8., Bohnen M. 19 bis 22., Kartoffeln 100 Kilo M. 5.50—6.50., Mäuse⸗ kartoffeln 50 Kilo M. 15., Malteser Kartoffeln 50 Kilo M. 50., Weißkraut 50 Kilo M. 7—8., Zwiebeln 50 Kilo M. 10., Rothkraut 50 Kilo M. 20— 25., Meerrettig 100 St. M. 15., Blumenkohl 100 St. M. 30—40., Sellerie M. 40— 45., franz. Bohnen das Pfd. M. 1.50., Spargeln das Pfd. M. 2.50—3., Butter 50 Kilo M. 80 bis 85., Eier das Hundert M. 6.20— 7. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: Der Agent Mareus Levin Traugott, Wittwer, von Mitau, mit Franziska Hanau von hier. 1 Der Kaufmann Gustav Roth von Nidda mit Karoline Johannette Auguste Bertha Fendt von Ober Erlenbach. 5. Febr. 22.„ Der Kaufmann Eduard Blumenthal von Hamm mit Bertha Isenburger von hier. Geboren: 20. Jan. Dem Kaufmann Karl Grödel 1 Tochter. 9 Ein unehelicher Sohn. 28. 5 Dem Metzger Moses Appel 1 Tochter. 1. Febr. Dem Schlossermelster Christtan Lotz! Tochter. 2.„ Dem Schreiner Ludwig Steiger 1 Sohn. 7.„ Dem Handarbeiter Bernh. Witzel 1 Tochter. 13.„ Eine uneheliche Tochter. 1 Dem Wagenputzer Konrad Michel 1 Sohn. 19„ Dem Schneider Pet. Andreas Wolf 1 Tochter. A Dem Großb. Gendarm Adolph Krieb 1 Tochter. 22.„ Dem Premier⸗Lieutenant Ludwig von Wachter 1 Tochter. 22.„ Eine uneheliche Tochter. 2. Dem Handelsmann Moses Eckstein 1 Sohn. Gestorben: 8. Febr. Elise Hanau, Wittwe des verst. Uhrmacher s Siegmund Hanau, 61 Jahre alt. i Anna Schmidt, Töchterchen des Schuhmachers Adolph Schmidt, 3 Jahre alt. 12.„ Der Handarbeiter Gg. Dietrich, 45 Jahre alt. 16.„ Margarethe Phllippine Henriette Schwarz, Wittwe des verst. Briefträgers Joh. Schwarz, 76 Jahre alt. 1 Ein todtgebornes Töchterchen des Schmiedes Friedrich Wilhelm Häuser. 20.„ Der Taglöhner Gg. Hartung, 65 Jahre alt. 255 Sophie Müller, Toͤchterchen der Handarbeiterin Katharine Müller, 9 Monat alt. 26.„ Der Maler Hermann Mathias, 33 Jahre alt. Air. Gestern lang Derwische griff deute 2 rückzieben. 66 n Weischen Dien vberter vet * und * * %u 6. e Ee 1 1 910 4 1„ ce 1 86 1 „ 240 9 1* em, A* Aufruf. Eine am letzten Samstag den 2. März abgehaltene Vorbesprechung hlesiger evangelischer Männer hat nach einem einleitenden Vortrag und nach eingehender Beratbung einstimmig den Beschluß gefaßt, daß auch in Friedberg(mit etwalgem Anschluß der Umgegend) ein Zweigverein des„Evangellschen Bundes zur Wahrung der deutsch⸗protestantischen In- teressen“ gegründet werden soll. Es haben auch be— reits 35 Männer aus den verschledensten Berufsklassen ihren Zutritt zu einem solchen Verein sofort erklärt. Zum Behuf der definitiven Constitutrung des beabsichtigten Zweigvereins soll nun am nächsten Samstag den 10, März, Abends 8 Uhr, im großen Saale des Windecker'schen Felsenkellers eine hoffentlich recht zahlreich desuchte Versammlung stattfinden, in der nach einem ortentirenden Vortrag eine eingehende Diseussion aller einschlägigen Fragen stattfinden soll. Alle evangelischen Männer der Stadt und Umgegend, welche ein warmes Herz für das Hell und die Ehre ihrer evangellschen Kirche und für das Wohl ihres deutschen Vaterlandes haben, sind herzlich zu dieser Versammlung eingeladen. Friedberg im März 1888. Im Auftrag: Schmidt, Dr. W. Weifenbach, Schulrath Professor. Geld Cours. Frankfurt am 6. März. 1888. Geber. Nehme. M. Pf. M. Pf. 20 Franfenstnge 18 16 1612 do. R nn Englische Sovereign.. 20. 34 20. 29 Russische Imperlales. 16. 71 16. 66 J. 9. 48 92 9. 58 Dollars in Gold 20 4. 16 Jeraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 10. März 1888. P. Hachodesch. Beginn: Freitag Abends 5 Uhr 5 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittogs 3 Uhr 45 Win. Sabbathausgang 6 Uhr 40 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 11. Morgens 6 Uhr 30 Min., Nachmittags 5 Uhr. Dienstag den 13. März 1888: Neumond Nissan. Friedberg. Verflossene Woche wurde von der Frankfurter Versicherungsgesellschaft gegen Wasserleitungs⸗ schäden einem hlesigen Versicherten ein denselben betroffener, Uemlich bedeutender Wasserschaden vergütet. 950 Zolldeklarationen bel Carl Bindernagel in Friedberg. März an 1 Lieferung von Juventarstücken. 961 Die Anlieferung nämlich: 400 Trockentücher, 400 Handtücher, 150 Wannen— tuücher, 200 Teppichtücher, 10 Meter Marquisen— lelnen, 200 Badeteppiche von Wollenfilz, 50 Rohr— stühle, 50 Gartenstühle, 20 Gartenbänke, 150 Meter Rouleauxköper, 18 Meter Wollendamast, 4 Stück Fahnen, 25 Kettenmatten, 15 Meter Cocosläufer, 48 Meter Linoleumläufer, 103 Meter Plüsch, 40 Meter Satin und 6 Badewannen, sowle verschiedene Bürsten und Porzellenwaaren oll Mittwoch den 21. d. M. auf dem Wege des öffent— lichen Angebots vergeben werden. 5 Die Angebote sind schriftlich, versiegelt und frei, sowie mit der Aufschrift„Lieferung betreffeud“ versehen, unter Inserer Adresse längstens bis Vormittags 10 Uhr auf unserem Büreau abzugeben; die Eröffnung derselben ge— schteht in Gegenwart der erschienenen Submittenten. Die Bedingungen liegen von heute ab zur Einsicht offen und können Abschriften derselben gegen Einsendung nachverzeichneter Gegenstände, 4 1 19 5 11 . 62 Jäger. Näheres in der Exped. d. Anz. des Betrags von 50 Pf. in Briefmarken bezogen werden. Bad Nauheim den 6 März 1888. Großherzogliche Badeditectton Bad-Nauheim. Jäger. Arbeits⸗Vergebung. Nachstehende Arbeiten im Badehaus III. dahter, als: Maurerarbeit veranschlagt zu 262 M. 62 Pf. Schrelnerarbeit„ Weißbinderarbeit N ollen in öffentlicher Submission vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf unserem Züreau zur Einsicht offen. Angebote, versiegelt und ranklirt, sind längstens bis zum 17. März d. J., Vor⸗ nittags 11 Uhr bei uns einzureichen. Bad Nauheim den 6. März 1888. Großherzogliche Badedireetion Bad-Nauheim. Submission. Die zur Wlederaufbauung der Dögelmühle bei Groß— karben nöthigen Arbeiten und Matertallseferungen, nämlich: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 7020 69 Steinmetzarbelt 2210— Zimmerarbeit 2772 48 Zimmer- u. Fußbodenholzlieferung ꝛc. ꝛc. 12050— Dachdeckerarbeit 391— Ziegellteferung(Falzziegel) 756— Schreinerarbeit 1961— Schlosserarbeit 2845— Trägerlieferung(T-Eisen) 1018— Glaserarbelt 690— Spenglerarbeit 248 50 Weiß binderarbeit 1048 Cementlieferung 1000— Schwarzkalklleferung 960— Weißkalklieferung 160— Tuffsteinlteferung 34— e ellen auf dem Submisstionswege vergeben werden. Pläne, Voranschläge und Submisstons bedingungen legen in der Arbeitsstube des Unterzeichneten zur Eln⸗ schtnahme offen, woselbst auch dle Offerten verschlossen und frankirt bis zum 10. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, engereicht werden können. — Dögelmühle bel Groß⸗Karben den 4. März 1888. 9¹⁰¹⁴ W. Brückmann. — Junge Mädchen, „ tbeeaie! uche in Darmstadt die Allcenschule, oder sonstige hohere Eh ranstalten besuchen wollen, finden bel einer Beamlen— ottwe freundliche Aufnahme und gute Pension. 956 Kultflüssiges Baumwachs 1 empfiehlt. W.. nerubeck. Seidene Umkubpftücher. u den billigsten Prelsen K. Friedrich. 1 3 *** Mobiliar-Versteigerung. Donnerstag den 8. März l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden auf Antrag der Erben des verst. Herrn Kirchenrath Baur in dessen Behausung nächst der Stadtkirche nachfolgende Mobilien gegen Baarzahlung versteigert: 1 Clavier, 3 Sopha, Commoden, Kleiderschränke, 2 vollstaͤndige Betten, große und kleine Bettstellen, Tische, Stühle, Sessel, Spiegel, Bücher, Noten, Weiß zeug, 1 Küchenschrank, Porzellan, 2 Oleander, Holz, Koblen, sowtie sonstige Haus?, Küchen- und Gartengeräthschaften. Die Versteigerung wird Freitag den 9. März cr, Vormittags 9 Ubr, fortgesetzt. Friedberg. J. A.: Franz Jos. Nees. Auctlonator. Im ganzen deutschen Reiche werden tüchtige Personen jeder Berufsklasse zum Wiederverkaufe eines leicht absetzbaren Artikels gesucht. Hohe Probision bei flottem Verkauf. Offerten mit Angabe gegenwärtiger Beschäf— tigung sub„Rentable“ an G. L. Daube& Co., Frankfurt a. 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Tagesordnung: 1) Abnahme der 1887er Jahresrechnung. 2) Anlegung des 1887er Ueberschusses zum Reservefonds. 3) Sonstige Besprechungen in Bezug zur Kasse. Der Vorstand: Schäfe r, Von sitzender. 3 Wir bringen hiermit zur Anzeige, daß wir dem Herrn F. Gunderloch in Friedberg den Vertrieb der natürlichen Mineralwasser des Selzer- und Ludwigs-Brunnen Gross-Karben in und h Krügen und Flaschen übertragen haben. Lieferung erfolgt frei in's Haus. Laurense Co. Gross- Karben, Hoflieferanten. Berliner Röllmoͤpse, Jofolge eingetretenen Russische Sardinen 934 in 10 Pfund⸗Fässeln bei a 952 Wilhelm Fertsch. Eiserne und hölzerne Blumentische größte Auswahl bei 164 G. M. Reuss. Für Confirmanden neu eingetroffen in großer Auswahl schwarze u. farbige Cachemirs 759 billigst bet Gebr. Strauss, vis-à- vis der Post. Filzhüte, neu este Frühjahrsfagon, Con sirmanden⸗Hüte, Halsbinden und Posenträger empfiehlt in großer Auswahl billigst 852 C. Kalbfleisch. 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Casino zu Friedberg. Trapp als Schluß der Winterunterhaltungen Tanzkränzchen mit Cotillon. 555 re 46jährigen Wiegenfest ein drelfach donnerndes Hoch. Mehrere Stammgäste. :!:; ͤ Frische Schellfische Donnerstag und Freitag. Ph. Dan. Kümmich Kaffee in reinschmeckenden kräftigen Sorten, roh von M. 1, bis M. 1.50 per Pfund, gebrannt von M. 1.20 bis M. 1.80 per Pfund empfiehlt 955 W. Bernbeck. Piasavabesen, per Stück 90 Pf. und 1 Mark, 959 empfiehlt J A. Windecker. Kleidergestelle von Rohr billigst bei 928 Carl Damm. Usagasse. Das Neueste in Damen- und Rinder-Schürzen 486 äußerst billig bei K. Frieprich neben der Post. Bonner Kaffee in den bekannten vorzüglichsten Qualttäten empfiehlt von heute ab zu M. 1.20, M. 1.30, M. 1.40, M. 1.60, M. 1.80 per Pfund Ph. Dan. Nümmich. N Negenschirme, Filz- und Seidenhüte, größte Auswahl, billigste Preise bei 5 698 Fritz Schmidt, KAaiserstraße. Lehrmädchen gesucht von Anna Friedrich, Kleidermacherin, 912 Katserstraße Nr. 117. 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Versan mit f Stan der zu ch Vottta dabon auf die geleitet ganz al füllt w. staatlic 1 nicht en 960 vierten aufhalt und de Augend Bekam aussich selnet Eindru genach unte! lach 7 Falch Dar ne Arbatge bübrer leinen von S wie ar Fabrike mustert Refera und a Bitte sehen, besolgt so an 6.1 Klassen Paralle abgthol Schulb daß di genann D. dahler wurde huͤlfsve Soldat Nauhein amtsrich Joucar, Masor b. welche d Atlamat melder Nile, Luft von Neordnete nühnern d ation zu lien 4 1 derum dleder 1 Sunetlon du Ja dwarf aut Naadsche uf uch detusent euer au — —— 2. . 5 . 1 1 10 heck. . . n, * 1, indecker. ä le agase. Schürze ee tun 1 1 -jjma 1 ö Nauheim neu ins Leben zu rufen. Es trlraßt 9 6. ö cklinge, under Aal. wurde beschlossen, den bis 1883 Vorstand wurde das Recht eingeräumt, sich durch Coop tation zu verstärken glieder zur definitiven Wahl Der Jahresbestrag ist 1 Mark; kleinere Gaben werden Beilage. — Oberhessischer Anzeiger. 2 29. Aus Stadt und Land. m. Frledberg. Im Monat Februar wurden nicht 262½, so wie irrthüͤmlich in Nr. 28 des Oberhessischen Anzeigers steht, sondern 2621½ Liter Suppe in der Volks— Kuͤche unentgeltlich vertbeilt. m. Friedberg. Donnerstag den 17. Februar hat Pastor Rahlenbeck aus Berlin den voraus angekündigten Vortrag über Bekämpfung der Soetaldemokratle gehalten. Der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt und die Versammlung folgte dem anderthalbstündigen Vortrag mit steigendem Interesse. Der Referent ist nicht im Stande, den ganzen reichen Inhalt des Vortrages wie der zu geben und muß sich darauf beschränken, den sehr richtigen Grundgedanken, der sich durch den ganzen Vortrag hindurch zog, hervorzuheben. Der Repner ging davon aus, daß die ganze soctale Bewegung niemals auf die rechte, fur die Gesellschaft ungefährliche Bahn geleitet werden kann, wenn nicht die Arbettermassen von ganz anderen Grundsätzen und Grundanschauungen er— füllt werden, als dieses gegenwärtig der Fall ist. Alle staatlichen Mittel und Schutzgesetze, wenn letztere auch nicht entbehrt werden koͤnnen, werden den Kampf des vierten Standes um Verbesserung seiner Lage nummer aufhalten und noch weniger von der Fülle des Hasses und der Verbitterung befreien, welche ihn bis zu diesem Augenblick noch beseelt. Der Redner sah die siegreiche Bekämpfung der Socialdemokratie aber nicht als eine aussichtlose an. Ausdrücklich versicherte er, daß nach seiner Beobachtung die katserliche Botschaft einen tiefen Eindruck auf einen großen Theil der Arbeiterbevölkerung gemacht habe. Seit jenem Tage haben sich christlich ge sinnte Arbeiter Vereine gebildet, deren Mitglieder bereits nach Tausenden zählen, welche mit Zuversicht einer ge setzlichen Lösung der Frage entgegensehen. Erfreullch war noch, aus dem Vortrag die Bestrebungen einzelner Arbeitgeber, die für das geistige und matertelle Wohl ihrer Arbeiter mit Hingebung besorgt sind, kennen zu lernen und entschieden wohlthuend hat die Anerkennung von Seiten des Redners berührt, welcher hervorhob, wie an der Spitze dieser Arbeitgeber ein katholischer Fabrikant in München⸗Gladbach stehe, der wahrhaft mustergiltiges geleistet habe. Einsender kann dieses Referat nicht schließen, ohne an unsere großen Landwirthe und an alle Arbeitgeber in der Wetterau die herzliche Bitte zu richten, es als eine ernste Verpflichtung anzu sehen, für das geistige Wohl ihrer Arbeiter sorgfältig besorgt sein. Je ernster sie für ihre Arbeiter sorgen, um so anhänglicher werden diese ihnen dienen. C. T. Friedberg. Der Ueberfüllung der 2 untersten Klassen der Stadtschule wird durch Errichtung von Parallelklassen mit Beginn des neuen Schuljahres(Mat) abgeholfen werden. In dem Schreiben der obersten Schulbehörde vom 12. Juli 1887 war zugegeben worden, daß die Durchführung fraglicher Anordnung mit dem genannten Zeitpunkt zusammenfällt. D. Bad⸗Nauheim, 4. März. In einer gestern dahter abgebaltenen und zahlreich besuchten Versammlung hier bestandenen Zweig hülfsverein für die Krankenpflege und Unterstütung der Soldaten im Felde für den Amtsgerichts bezirk Bad— wurden Ober⸗ amtsrichter Bauer, Geheimerath Dr. Bode, Postmeister Joucar, Dr. Grödel, Bergrath Jäger, Postseeretär Leister, Major v. Rotsmann, Pfarrer Walz, Bürgermeister Wörner, welche die Versammlung demnächst berufen sollen, durch Acclamatlon zum provssortschen Vorstand, die Bürger meister Jeckel von Ober-Mörlen, Kremer von Nieder Mörlen, Alt von Steinfurth, Hofmann von Wisselsheim, Luft von Rödgen und Reuß von Dorheim, sowie Bei geordneter Jehner von Schwalheim zu Vertrauens— männern ihrer bezüglichen Gemeinden ernannt. Dem Nunmehr werden die Mitglieder listen in Umlauf gesetzt und soll demnächst eine Haupt— versammlung der beigetretenen und noch beitretenden Mit des Vorstands und zur Sanetlon der gestern gefaßten Beschlüsse berufen werden. zwar auch angenommen, berechtigen jedoch nicht zur Mit— gliebschaft. Der patriotische Zweck durfte die Hoffnung auf recht zahlreiche Beitritte zu dem wieder ins Leben gerufenen Verein grechtfertigt erscheinen lassen. Allerlei. Mannheim, 5. März. In der Leimfabrik Hems Jof bel Ludwigshafen sind in einer mit Gasen gefüllten Hrube zwei Arbelter erstickt und fünf in Folge des ein Anhaltender mächtiger Schneesturm läßt die Dauer der Sperrung nicht übersehen. Ebenso ist der Bahnverkehr zwischen Breslau, Posen und Stettin durch Schneetreiben unterbrochen. Lübeck, 5. März. Hier mußte heute die Schifffahrt eingestellt werden. Eisbrecher arbeiten vergebens, mehrere Dampfer stecken im Etse auf der See Sansibar, 3. März. Die Stadt Tamatave auf Madagaskar legte ein heftiger Organ am 22. Febr. in Trümmer. Elf Schiffe gingen an der Kücke verloren, darunter der deutsche Schoner„Irene“. 20 Personen sind umgekommen. Handel und Verkehr. Frledberg, 6. März. Hruchtpr. Walzen M. 17.75 Us 18.00, Korn M. 14.— 00.00, Gerste M. 14.— 15., Hafer M. 12.75— 13.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo Zollpfund. Friedberg, 7. März. Buttermarkt. Buter kostete per Pfd. M. 0.85—0.95. Eier 2 Stück 13 Pf. Grünberg, 3. März. Fruchtpr. Weizen M. 17.70, Korn M. 14.00, Gerste M. 00.00, Hafer M. 13.20, Erbsen M. 00.00, Linsen M. 00.00, Lein M. 00.00, Samen M. 00.00, Kartoffeln M. 0.00, Wicken M. 00.00. Gießen, 6. März. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.85—0.95., Eier per St. 5—6 Pf., 2 200 Käse per St. 4— 7 Pf., Tauben per Paar 0.90— 1.00 Pf., Hühner per St. M. 0.85— 1.00, Hahnen per St. M. 0.94 bis 1.50, Enten per Stück 1.80- 2.20, Ochsen fleisch per Pfd. 58— 60 Pf., und Rindfleisch 45 bis 50 Pf., Schweinefleisch 54—60 Pf., Hammelfleisch 40—60 Pf., Kalbfleisch 40— 46 Pfennig, Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00—5 50, Zwiebeln per Ctr. M. 12.00 bis 18.00. Gießen, 1. März. Auf dem am 28. und 29. v. Mts. abgehaltenen Viehmarkte waren angetrieben: 1851 Stück Rindvieh und 171 Schweine. Am Tage vor dem Markte wurden viele Käufe abgeschlossen, wodurch der Handel lebhafter und die Preise höher als an den Markt tagen selbst waren. Nächster Markt Dienstag den 13. und Mittwoch den 14. März d. J., am letzteren Tage auch Krämermarkt(erster Krämermarkt in diesem Jahr. Frankfurt, 2. Febr. Hiesiges Weizen mehl Nr. 0 M. 30.00- 32.00, Nr. 1 M. 27.00- 28.00, Nr. 2 M. 24.00— 26.00, Nr. 3 M. 22.50—24 00, Nr. 4 M. 18.00— 19.00, Nr. 5 M. 14.50 Milchbrod und Brodmehl im Verband M. 50.00 53.00, nord deutsches und westfälisches Weizenmehl Nr. 00 M. 24.25 bis 24.75, Roggenmehl(hies.) Nr. M. 21.50— 22.50, Nr./ M. 19.50— 20.50, Nr. 1 M. 17,00 18.00„Nr M. 14.00 15.00, Weizen ab unserer Umgegend M. 17.75 bis 18.00, frei Bahnhof bier M. 18.25— 18.50, fremder nach Qual. M. 17.75— 20.25, Roggen hiesiger M. 13.75 bis 14.00, Gerste, Brauerwaare M. 15.5 17.00, do. zu Mahlzwecken M. 11.—00., Hafer, prima M. 14.— 14.50, mittel M. 12.50— 13.25, Raps M. 25.00—25.50, Mais M. 14., Erbsen M. 14.— 19., Linsen M. 20.—38., Wicken M. 13.00— 13.50, Heu per Ctr. M. 3.25, Stroh M. 2 50, Roggenkleie M. 4.50— 4.75, Weizenkleie M. 4.25—4.50, Malzkeime M. 4.25— 4.50, Moostorfstreu prima M. 1.30, Spelzenspreu M. 1.50—0.00, Reismehl M. 4.00—4.50, Chilisalpeter per Frühjahr ab Rotterdam oder Harburg M. 0.00. Sämmtliche Artikel bei Abnahme von 200 Ctr. an. Rüböl im Detail M. 53. Frankfurt, 27. Februar. waren 367 Ochsen, 19 Bullen, 388 Kühe, Stiere und Rinder, 271 Kälber, 107 Hämmel und 263 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 58.—60., 2. Qual. M. 52.—54., Bullen 1. Qual. M. 40.—42., 2. Qual. 38.—40., Kühe, Fruchtber. 10.00, Viehmarkt. Angetrieben Nr. 75 Ser. 7, Nr. 3 Ser. 44, Nr. 14 Ser. 44, Nr. 24 Ser. 44, Nr. 40 Ser. 44, Nr. 52 Ser. 44, Nr. 79 Ser. 44, Nr. 82 Ser. 44, Nr. 71 Ser. 256, Nr. 84 Ser. 256, Nr. 8 Ser 319, Nr. 19 Ser. 319, Nr. 97 Ser. 319, Nr. 10 Ser. 615, Nr. 21 Ser 615, Nr. 34 Ser. 615, Nr. 53 Ser. 615. Nr. 88 Ser. 615, Nr. 98 Ser. 615, Nr. 10 Ser. 693, Nr. 30 Ser. 693, Nr. 57 Ser. 1042, Nr. 100 Ser. 1042, Nr. 91 Ser. 1179, Nr. 95 Ser. 1179, Nr. 8 Ser. 1296, Nr. 79 Ser. 1296, Nr. 22 Ser. 1298, Nr. 25 Ser. 1298, Nr. 91 Ser. 1298, Nr. 41 Ser. 1424, Nr. 88 Ser. 1424, Nr. 98 Ser. 1424, Nr. 9 Ser. 1473, Nr. 12 Ser. 1473, Nr. 64 Ser. 1473, Nr. 27 Ser. 1488, Nr. 43 Ser. 1488, Nr. 48 Ser. 1488, Nr. 17 Ser. 1530, Nr. 41 Ser. 1530, Nr. 49 Ser. 1530, Nr. 87 Ser. 1530, Nr. 90 Ser. 1530, Nr. 2 Ser. 1554, Nr. 27 Ser. 1554, Nr. 46 Ser. 1554, Nr. 71 Ser. 1554, Nr. 90 Ser. 1554, Nr. 2 Ser. 1663, Nr. 43 Ser. 1663, 1663, Nr. 81 Ser. 1663, Nr. 91 Ser. 1663, 3, Nr. 99 Ser. 1663, Nr. 8 Ser. 1795, „Ar. 23 Ser. 1795, Nr. 38 Ser. 1795, 5 1808, Nr. 43 Ser. 1808, Nr. 56 Ser. 1808, 2 Ser. 1817, Nr. 76 Ser. 1817, Nr. 7 Ser. 2102, 9 Ser. 2102, Nr. 59 Ser. 2102, Nr. 67 Ser. 2102, Ser. 2102. Wien, 1. März. Ziehung der Oesterreichischen Loose 1864. Serien: 84 123 359 642 683 703 849 879 1268 1718 1723 1765 2013 2097 2112 2197 2385 2519 2537 2597 2993 3256 3493 3629 3907.— Der Haupttreffer fiel auf S. 2597 Nr. 8, 20,000 Gulden auf S. 1268 Nr. 14, 10,000 fl. auf S. 2013 Nr. 28, je 5000 fl. auf S. 849 Nr. 58 und S. 2197 Nr. 88. mehr.— Nur Keine überflüssigen Buchstaben Lateinschrift! Ueber die„Lateinschrift“ sagt der bekannte Pädagog Dr. F. W. Fricke in Wiesbaden: Bekanntlich braucht die Schuljugend aller Völker mehrere Jahre, um lesen und schreiben zu lernen. Ist es da recht, wenn man die Zahl der Buch⸗ staben und mit ihr die Lernlast verdoppelt? Nie⸗ mand wird diese Frage bejahen wollen, und doch zwingt man die deutschen Kinder, zwei Alphabete (deutsch und latein) zu lernen, also 200 Buch⸗ staben(große und kleine, gedruckte und geschrie— bene)! Fast kein anderes Volk hat eine solche wider natürliche, schädliche Doppelschreibung, und es dürfte wohl an der Zeit sein, diese Last auch von der deutschen Schuljugend abzuwälzen. Aber nicht die lateinische, sondern die sogenannte deutsche Schrift muß aufgegeben werden, denn 1. Die Lateinschrift ist fast zur Weltschrift geworden. Ueber 250 Millionen Menschen gebrauchen sie ausschließlich, und bekannt ist sie meist in den Kulturstaaten aller Erdtheile. Wir wurden also eine Mauer zwischen uns und der ubrigen Welt errichten, gäben wir sie auf, wahrend ihr Gebrauch den Verkehr mit der ganzen Menschheit erleichtert. 2. Jeder Deutsche hat die Lateinschrift in der Schule gelernt; folglich ist sie nicht einzuführen, sondern nur anzuerkennen. 3. Dem Aufgeben der irrthümlich deutsch genannten Schrift steht Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50.—54., 2. Qual. M. 42.—46., Kälber pro! Pfd. Schlachtgewicht 1. Qual. 48-50 Pf., 2. Qual. 4850 Pf., Haͤmmel 1. Qual. 56—60 Pf., 2. Qual. 45—50 Pf., Schweine 1. Qual. 48-49 Pf., 2. Qual. 45 47 Pf. Verloosungen. Braunschwelg, 1. März. Sertenziehung der Braun schweiger 20 Thaler-Loose: 112 394 609 736 787 1445 1594 2360 2603 2658 2738 3026 3511 3675 3826 3878 4832 5452 5480 5752 5841 6068 6855 6870 7624 7760 7842 8003 8075 8321 8339 8683 8740 8929 9417 9863. Bayerlsche 100 Thaler Loose von 1866. Serien⸗Ziehung am 1. März 1888. Nr. 25 35 37 50 102 106 144 160 268 425 481 515 614 619 665 717 760 771 886 894 910 933 1068 1124 1144 1205 1211 1214 1240 1299 1354 1398 1406 1410 1437 1481 zeathmeten Gases lebensgefährlich erkrankt. Leipzig, 2. März. In der hiesigen Lutherkirche brach gestern Abend aus einer bisher unbekannten Veranlassung Feuer aus. Der kleine Thurm ist niedergebrannt, die Orgel serstört, das Innere der Kirche gänzlich ausgebrannt. Chemnitz, 6. März. Auf der Strecke Chemnitz Borna Leipzig fehlen seit gestern Abend alle Züge von und nach Leipzig. Danzig, 3. März. Die Strecken Stolp Danzig, Praust Chartaus(Westpr.), Hohenstein(Westpr.) Berent Elmonsdorf Tiegenhof, Allenstein Güldenboden, Marten kurg-Illowo sind wegen Schneetrelbens gesperrt. Der Verliner Nacht-Courterzug steckt bel Terespol, der Dirschau Promberger bel Subkau, der Danzig ⸗Diurschauer bel Hohen ein, der Königs berg⸗Berliner bel Braunsberg im Schnee. 1336 1499 1589 1668 1777 1824 1831 1833 1918 1967 2056 2130 2166 2186 2194 2249 2317 2356 2388 2465 2582 2573 2613 2656 2691 2719 2810 2841 2995 3100 3116 3127 3171 3193. Die Gewinn Ziehung findet am 1. Mai 18888 statt. Augsburg, 1. März. Die Gewinn ⸗Zlehung der Augsburger 7 fl. Loose. 6000 fl. Nr. 47 Ser. 44, 1000 fl. kein patriotisches Bedenken entgegen, denn sie ist nichts als eine während des Mittelalters von den Italienern, Franzosen, Spaniern u. 19 ganz ebenso wie bei uns Deutschen erfolgte Ver— eckigung und Verschnörkelung der Lateinschrift. Bis zum 10. Jahrhundert bedienten sich die Deutschen durchweg des lat. Alphabets. Eine deutsche Schrift gab und gibt es nicht. Schon J. Grimm sagte von der Eckenschrift:„Es ge— schleht ohne vernünftigen Grund, daß man die verdorbene Schrift eine deutsche nennt; sie konnte eben so gut boͤhmisch heißen.“ 4. Die lateinischen Buchstaben sind deutlicher. Darum gebrauchen wir sie auf Landkarten, Muͤnzen, Denkmälern, Schildern, bei Eigennamen u. s. w. Auch werden jährlich Tausende von deutschen Büchern und Zeitschriften mit lat. Lettern gedruckt. Zur Be— seltigung der den Jugendunterricht so schwer be— lastenden Doppelschreibung hat sich 1885 ein Verein gebildet, der bereits am Schlusse des orsten Vere be. e S 1 Nr. 28 Ser. 2102, je 100 fl. Nr. 16 Ser. 310, Nr. 7fersten Vereinsjahres die stattliche Schaar von Ser. 1473, Nr. 30 Ser. 1795, Nr. 48 Ser. 1795, Nr. 58 Ser. 1817, Nr. 94 Ser. 1296, Nr. 98 Ser. 1296, Nr. 99 Ser. 1298, Nr. 46 Ser. 1424, Nr. 98 Ser. 1488, Nr. 8 Ser. 1580, je 50 fl. Nr. 30 Ser. 44, Nr. 75 Ser. 615 dem stetig zugenommen hat. 2871 Köpfen zu den Seinigen zaͤhlte, und seit— Mitte Oktober 1887 zaͤhlte der Verein gegen 5000 Mitglieder: Nr. 75 Ser. 1554, Nr. 57 Ser. 1663, je 30 fl. Nr. 19, Sprachforscher, Univ. ⸗Professoren, Reale, Gym— Ser. 7, Nr. 24 Ser. 7, Nr. 41 Ser. 7, Nr. 46 Ser. 7, nasial- und Volksschullehrer, Kaufleute u. in 8 Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt Theater in Frankfurt. Opernhaus. Donnerstag den 8.: Zum ersten Male wiederholt: Gioconda. Große Preise. Anfang 1/7 Uhr. Freitag den 9: Vorstellung bei ermäßigten Preisen; Donna Diana. Außer Abonn. Anfang ½7 Ubr. Samstag den 10.: Gioconda. Große Preise. Anfang 1/7 Ubr. Sonntag den 11. Nachmittags 3½ Uhr: Fatinitza. Außer Abonnent. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Amelia, oder Der Maskenball. Gewöhnliche Preise. Montag den 12.: Geschlossen. 8 Dienstag den 13.: Gloeconda. Große Preise. Anfang 1/27 Uhr. Schauspielhaus. Donnerstag den 8.: Alt Frankfurt. Außer Abonnent. Kleine Preise. Anfang ½7 Uhr. 5 Freitag den 9. Abschteds⸗Vorstellung des Hrn. Philipp. Gasparone. Erminio: Herr Philipp. Große Preise. Anfang ½7 Uhr. ö Samstag den 10.: Zum ersten Male: Ratkliff, Tagödie in 2 Akten von Heinrich Heine. Hierauf zum ersten Male: Frühling im Winter. Lustspiel in 1 Akt von L. Fulda. Zum Schluß: Der zerbrochene Krug. Große Preise. Anfang 1/7 Uhr.. Sonntag den 11.: Andrea. Große Prelse. Anfang 1½ 7 Uhr. Ein Ausschreiben des Deutschen Centralkomités der Vereine vom rothen Kreuz in Berlin fordert dringend zu regster Thätigkeit im ganzen deutschen Vaterlande auf. Die Gründe hierfür brauchen angesichts der politischen Lage nicht näher dargelegt zu werden, Wir hoffen, wie unsere Reichsregierung, auf die Erhaltung des Friedens, aber wir müssen uns ebenso wie diese für den gegen; theiligen Fall vorbereiten. Wo durch das neue Wehr gesetz die ganze waffenfähige Mannschast für den Ernst fall bereit gestellt wird, muß auch das rothe Kreuz ge— rüstet sein, die ihm obliegenden Aufgaben voll und gan; zu erfüllen. Dies um so mehr, als fortan also für unser Land wesentlich unser Verein mit seinen Zweig⸗ vereinen ausschließlich berechtigt sein würd, den Kriegs- santtätsdienst zu unterstützen. Dlesem Recht entspricht die Pflicht, das hierdurch ausgesprochene Vertrauen un bedingt zu rechtfertigen und insbesondere zu diesem Zweck jetzt schon unsere Organisatton voll und letstungsfähig zu gestalten, denn ohne gründliche Vorbereitung ist es. nicht möglich, den an uns herantretenden Aufgaben ge⸗ recht zu werden. Abgesehen von besonderen solchen Auf; gaben, welche den einzelnen Zweigvereinen erwachsen können und worauf in besonderen Zuschretben zurückzukommen wir uns vorbehalten, handelt es sich zunächst für die noch bestehenden Vereine um Verstärkung, fur die in der Sicherheit des langen Friedens eingegangenen um Wiederherstellung; da wo solche überhaupt noch nicht bestanden, um Neugründung von Zweigvereinen; überall aber um Gewinnung zahlreicher Mitglieder und kräftiger Geldmittel, insbesondere durch Jahresbeiträge. Indem wir hlerzu dringend auffordern, ottten wir über die Ergebnisse an uns zu berichten. Wegen Bezuges von Statuten und Ertheilung von Auskunft wolle man sich an den mitunterzeichneten Schriftführer wenden. Darmstadt, 18. Februar 1888. Der Vorstand des Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Sol— daten im Felde(vom rothen Kreuz.) Der Vorsitzende: A. Weber, Minlsterlalpräsident. Der Schriftführer: Buchner, Geh. Ober-Konststortal⸗ rath, Riedeselstraße 42. Literarisches. Dabeim Nr. 22 enthält: Seine Frau. Forts.— Der Pfarrer Thümmel in Remscheid und seine Prozesse. Von Dr. Klasing. Mit Porträt.— Ohne Freunde. Schluß.— Zu unsern Bildern: Der Ueberfall, Schaber— nack, und Am Waldessaum.— Hauswirthschaftliche Um— schau. Mit Illustr.— Eine furchtlose Antwort.— Nun ist sie todt! Gedicht von Schanz.— In unserer Splel⸗ ecke. Aus der Zeit— Für die Zeit.— Frauen Daheim. Für die Armen⸗Anstalten sind folgende Gaben eingegangen, die wir mit dem herz⸗ lichsten Danke zur öffentlichen Kenntulß bringen. A. Für die Volksküche: Metzger Friedrich 10 Pfund Fett, Frl. Baur 3 M., Schulrath Schmidt 3 M., Frau Major Römheld zweite Gabe 3 M., Dekan Meyer zwelte Gabe 3 M., Joseph Muller 2 M., Ungenannt 3 M., Frl. R. 3 M.“, Oberlehrer Bitsch zweite Gabe 3 M., Gesammelt in der letzten Sitzung der freiwilligen Feuer— wehr⸗Unterstützungskasse 11 M., Metzger Waas 10 Pfd. Fett, ein unbekannter Geber 225 Stück Lob Käse, Frau Bürgermeister Steinhäußer zweite Gabe 3 M., Fräulein Klippstein zwelte Gabe 2 Mark, Kaufmann Nauheimer zweite Gabe 2 M., E. Hanstein 1 Korb Kartoffel, Gg. Em. Hanstein 15 Pfd. Fett, Kaufmann Damm 10 Pfp, Erbsen, N. N. 1 Sack Kartoffel und 1 Korb Gemüse, Forstmeister Herpel zweite Gabe 5 M., Frau Geheime Kirchenrath Diegel 5 M., Reallehrer Wiesehahn 3 M., K. Heidt 2 M., Professor Dr. Koestlin 10 M., Kaufm. Flaschenträger 20 Pfund Bohnen und 20 Pfund Mehl, Bäcker Trumpfheller 15 Pfd. Mehl, Ungenannt Suppen⸗ grünes und Muskatnüsse B. Für das Bürger Hospital: N N. 10 M., N. N. 12 Frauenhemden, 12 Kinderhemdchen, 18 Nachthauben, 9 Halstücher, 12 Kinderhauben, 2 Kinderfacken, 4 Paar Kinderstrümpfe und 2 Kleidchen. Friedberg den 27. Februar 1888. Fur die Armen-Commission: Meyer. Stadtkirchenbau⸗Verein. Für denselben gingen im Monat Februar 1888 an Geschenken ein und werden mit herzlichem Danke be⸗ scheinigt: von den Geistlichen des evangl. Dekanats Rod⸗ heim 15 M. und von einem Ungenannten 15 M. Um weitere Gaben wird freundlichst gebeten. Friedberg den 6. März 1888. Dr. Weiffenbach, Vorsitzender. Heidt, Rechner. Oeffentliche Aufforderung. Nikolaus Klein III. von Ockstadt hat bescheinigt, daß er das in der Gemarkung Ockstadt gelegene, auf dem Namen des Rudolf Klein I. von da im Grundbuch stehende Grundstück Fl. II. Nr. 146, Grabgarten, 20te Gewann in den Holderwiesen, in Folge elterlicher Erbtheilung erworben und schon über 30 Jahre ungestört besessen hat. Seinem Antrage gemäß werden nunmehr die mii unbekanntem Aufenthalt abwesenden Erben des verlebten Rudolf Klein J. und Diejenigen, welche auf das Eigen⸗ thum des vorbemerkten Grundstücks etwa Ansprüche erheben zu können glauben, öffentlich aufgefordert, sich binnen 4 Wochen über die Anerkennung des Eigenthumserwerbs durch Ersitzung zu erklären, als sonst die Anerkennung angenommen und die zum Eintrag im Mutationsverzeich— niß und Grund buch auf den Namen des Nikolaus Klein III. von Ockstadt erforderliche Urkunde ausgestellt wird. Friedberg den 16. Februar 1888. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. Oeffentliche Aufforderung. Die Heinrich Schaupp Eheleute von Ockstadt haben bescheinigt, daß sie das in der Gemarkung Ockstadt ge⸗ legene, dem Rudolf Klein J. von da zugeschriebene Grundstück Flur VI. Nr. 180, Acker, 5. Gewann auf den Ober⸗Wöllstädter Weg, vor längeren Jahren gekauft und schon über 30 Jahre ungestört besessen haben. Auf Antrag wird nunmehr den mit unbekanntem Aufent⸗ halte abwesenden Erben des verlebten Rudolf Klein J. und Denjenigen, welche auf das Eigenthum des vor bemerkten Ackers etwa Anfprüche erheben zu können glauben, aufgegeben, sich binnen 4 Wochen über die An⸗ erkennung des Eigentbumserwerbs durch Ersitzung zu erklären, als sonst die Anerkennung angenommen und die zum Eintrag in's Mutatlonsverzeichniß und Grund⸗ buch auf den Namen des Heinrich Schaupp und Ehefrau, geborene Griedelbach, von Ockstadt erforderliche Urkunde ausgestellt wird Friedberg den 6. Februar 1888. Großherzoglsches Amtsgericht Friedberg. 741 Sellheim. 7 Bekanntmachung. Im Firmenregister des unterzeichneten Amksgerichts wurden heute folgende Einträge vollzogen: 1. Die von Herrn Heinrich Mergard in Aachen, Inhaber der Firma„Ziegelei am Bahnhof in Bad-Nauheim“, den Herren Philipp Müller und Joseph Ritz zu Bad Nauheim unterm 24. Dezember 1886 ertheilte Collectiv⸗Procura ist erloschen. An Stelle der ge⸗ nannten Colleetio Proeuristen ist dem königl. Bau— inspeetor a. D. Herrn Milezewski, dermalen zu Bab⸗Nauheim, Procura ertheilt worden. 2. Die Firma Beyring& Nephuth zu Bad-Nauheim 20 ——— 22 Dr. Kochs' Pepton- Bouillon. Ausgezeichnet als Lusnatz zu Suppen, Gemsen, Tunken eto. Zwei Theelöffel voll geben mit Wasser ohne weiteren Zusatz sofort eine Tasse schmackhafte und kräftige Fleischbrühe. 1 Bekanntmachung. Nachdem in dem gegen Fräulein Bertha Zaun von günstiger Steigerlöse sämmtliche Gläubiger mit 100 Pro— zent, also vollständig befriedigt worden sind, so wird unter deren allseitiger Zustimmunz auf Antrag der Ge— meinschuldnerin das Konkursverfahren eingestellt. Bad Nauheim den 1. März 1888. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Bauer. 945 Schütz. Oeffentliche Zustellung. Der Philipp Klefer, Schuhmacher, zu Butzbach klagt gegen den Ernst Pfeiffer, Schreiner, früher zu Wohnbach, jetzt unbekannten Aufenthaltorts, wegen eines Restes für Schuhmacherarbeit lt. Rechnung mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 41 Mark 25 Pf., nebst 50% Verzugszinsen vom 1. Oetober 1887 an, auch das Urtheil für vocläufig vollstreckbar zu er— klären und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand lung des Rechtsstreits vor das Großherzogliche Amts— gericht zu Hungen auf Freitag den 27. April 1888, Vormittags i Ubr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht— Hungen. Klös, 920 Gerichtsschretber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Holzversteigerung. Samstag den 10. d. Mts., Vormittags 10 Uhr an⸗ fangend, kommen im Walde der Gemeinde Beienheim nachstehende Holzsorttmente zur Versteigerung, als: 225 Raummeter Buchen Scheiter, ist erloschen. 3. Die Firma Therese Rack in Bad-Nauheim ist er⸗ loschen. i Babd⸗Nauheim den 29. Februar 1888. Großherzoglsches Amtsgericht Bad Nauhelm, Bauer. 94 Schütz. 4 4 Uuterjacken& Unterhosen u ee. 59 1 Buchen und Eichen Knüppel, 263 6 Buchen- Reisig, 1 Eichen⸗„ 8 1 Nadel⸗ 10 2 10 Buchen Stöcke, 4„ Eschen⸗ U f 17 Eichen Stämme mit 17-39 Centim. Durchmesser, 8„ U. 1722„ Zusammenkunft im Walddistrikt Bauberg. Belenheim am 6. März 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Beienheim. 951 Stein. Holzversteigerung. Im Gemeindewald Nieder-Rosbach, Distrikt Alter⸗ Bad Nauheim eingelesfteten Konkursverfahren in Folge heegwald, werden Montag den 12. März folgende Holz— sorten versteigert: 18 Eichenstämme von 1732 Centim. Durchmesser, 14 Buchenstämme„ 27—42 5 1 4 Nadelstämme„ 21-30 1 1 55 Raummeter Buchen Scheiter, 3 5 Eichen⸗ 1 76 5 Buchen Knüppelholz, 4„ Eichen⸗ 10 82 f Buchen--Stockholz, *„ Eichen⸗ 7 260 Buchen-, 226 Eichen- und 64 Nadel-Wellen. Anfang und Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf dem neuen Weg im Holzschlag.„ Nieder⸗Rosbach am 6. März 1888.“ Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Ros bach. 947 Groh. 79 CogseL H) M. I. 7 enksprie Nr vollständig. 2—. N Die Obstbaum⸗Schulen von Karl Umher, Laubenheim bel Mainz, empfehlen bedeutende Vorräthe von kräftigen und gutbe⸗ wurzelten Obsthochstämmen u. Zwergobstbäumen. Catalog gratis und franco. 456 Feldziegelbrenner, welche alle zur Feldztegelfabrikation nöthigen Arbeiten in Aceord übernehmen, wollen sich melden Dampfziegelei am Bahnhof 836 Bad Nauheim FChocofade KI zu länd. Fabrikaten 33 7 A * — . Fe erledig stehend jur einges einzuse noch Betre ersparte