Abllekch. ar; SSS d Nenng 1888. Samstag den 3. März. M27. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf, N.. 5 Annoncen von welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. — obersten Schulbehörde aufmerksam machen zu versehenden) Gesuche um Zulassung zu dieser spätestens zum 3. April bei uns einzureichen. Betreffend: Dle Feldbereinigung in der Gemarkung Melbach. Nachdem sich mehr wie ein Fünftheil der betheiligten Grundeigen— thümer, welche mehr als die Hälfte der betheiligten Fläche besitzen, unterschriftlich für die Feldbereinigung der Gemarkung Melbach er— klärt haben, und nachdem ferner keine Einwendungen gegen die Zu— laͤssigkeit oder Rechtsbeständigkeit des Ergebnisses innerhalb der gesetz— lichen Frist erhoben worden find, hat die Großherzogliche Landes— commission für Feldbereinigung den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten in der Gemarkung Melbach verordnet und den Unterzeichneten zum ö 1 f 1 tus. 5 ister. * 1 7 ertech. 4 1 * 9 N ** — * 1 a0t 1— er, eee * kl . l Zchule Vollzugscommissär ernannt. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich gleich— Feitig sämmtliche betheiligte Grundbesitzer zu der in Gemäß— beit des Art. 16 des Gesetzes vom 28. September 1887 birme, Mittwoch den 21. März l. J., Nachmittags 1 Uhr, 1 dem Gemeindehause zu Melbach stattfindenden Versammlung ein. Diese Versammlung hat: 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flaͤchengehalt, oder den Ab schätzungswerth der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf Bekanntmachung. Amtlicher Theil. Betreffend: Definitortalprüfung der Schulamts Aspiranten und Asplrantinnen im Frühjahre 1888. Die Großherzogliche Kreis⸗Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Friedberg am 29. Februar 1888. Sie wollen die an Ihren Schulen verwendeten Schul-Verwalter und Verwalterinnen bezw. Gehülfen, welche die betreffende Prüfung abzulegen berechtigt sind, auf die in der Darmstädter Zeitung(vergl. Nr. 59 J. Blatt vom 28. d. Mets.) erlassene Bekanntmachu ng der und dieselben auffordern, ihre an dieselbe gerichteten kmit Stempelmarken à Montag den 30. April stattfindenden Prüfung, nebst den vorgeschriebenen Anlagen, bis 1. M. 10 Pf. Dr. Braden. von Massegrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Be⸗ dürfniß erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme auf⸗ gebracht werden sollen; die zur Vollzugs-Commission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Betheiligten vorgebracht und berathen werden. Ju dieser Versammlung hat jeder anwesende betheiligte Grund— eigenthümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültig⸗ keit eine Mehrheit von Zweidritttheilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschtenenen Betheiligten verbindlich. Kommen gültige Beschlusse nicht zu Stande, so hat zu l) die Vollzugs ⸗Commission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen und zu 2) die Landes-Commission die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Friedberg den 29. 2 Februar 1888. Der Vollzugs- Commissär für Feldbereinigung: Dr. Wallau. Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Kloppenheim. Es wird hiermit bekannt gegeben, daß die Arbeiten des II. Haupt— tbschnittes der Feldbereinigung in der Gemarkung Kloppenheim, ins lesondere die Verzeichnisse enthaltend: a. die Bestimmung der Bodenklassen und ihrer Werthe, b. die Abschätzung des Werths des Grund und Bodens und e. die Feststellung des Eigenthums der einzelnen Grundeigenthümer nach Culturart, Größe und Werth n der Zeit vom 4. bis incl. 17. März l. J. auf der Amtsstube ser Großherzoglichen Bürgermeisterei Kloppenheim zur Einsicht offen FTetteffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Okarben. Es wird hiermit bekannt gegeben, daß die Arbeiten des II. Haupt— übschnittes der Feldbereinigung in der Gemarkung Okarben, insbe— pndere die Verzeichnisse enthaltend: a, die Bestimmung der Bodenklassen und ihrer Werthe, b. die Abschätzung des Werthes des Grund und Bodens und e. die Feststellung des Eigenthums der einzelnen Grundeigenthümer nach Culturart, Größe und Werth N n der Zeit vom 4. bis incl. 17. März l. J. auf der Amtsstube der Großherzoglichen Bürgermeisterei Okarben zur Einsicht offen Ausschreiben. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Joseph Port, Järtner von Schönberg, wird wiederholt ersucht. Friedberg den 28. Februar 1888. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Kolb. liegen und daß Tagfahrt zur Entgegennahme von Reclamationen auf Montag den 19. März l. J., Nachmittags von 12—1 Uhr, in dem Gemeindehause zu Kloppenheim anberaumt ist. Zu dieser Tagfahrt lade ich die Betheiligten mit dem Bemerken ein, daß die Nichterscheinenden mit Reclamationen ausgeschlossen sind. Friedberg den 29. Februar 1888. Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung: Dr. Wallau. Bekanntmachung. liegen und daß Tagfahrt zur Entgegennahme von Reclamationen auf Montag den 19. März l. J, Vormittags von 10 bis 11 Uhr, in dem Gemeindehause zu Okarben anberaumt worden ist. Zu dieser Tagfahrt lade ich die Betheiligten mit dem Bemerken ein, daß die Nichterscheinenden mit Reclamattonen ausgeschlossen sind. Friedberg den 29. Februar 1888. Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung: Dr. Wallau. Ausschreiben. Um Auskunft über den Aufenthaltsort des Peter Paul Schäfer aus Hof und Hald, Kreis Fulda, und des Johannes Grill aus Nieder Erlenbach wird ersucht. Homburg v. d. H. den 1. März 1888. Der Stellvertreter der Staatsanwaltschaft. Schwarz, Oberfoͤrster. Edietalladung. Nachdem wider den Dragoner Philipp Göttlich der Leib Eskadron 2. Großherzoglich Hess. Dragoner Regiments(Leib Dragoner Regiments) Nr. 24, geboren en 28. Januar 1866 zu Bußbach, Kreis Friedberg, der förmliche Desertlonsprozeß eröffnet worden ist, wird derselbe hiermit aufgefordert, sich sofort bei seinem Truppentbeil h gestellen, spatestens aber in dem auf Montag den 2. Juli 1888, Vermittags 10 Uhr, anberaumten Termin vor dem unterzeichneten Geucht zu erschelnen, widrlgenfalls „ wider ihn eingeleitete Untersuchung geschlossen, er in eontumaejam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldbuße von 150 bis 3600 M. verurtheilt werden wird. Darmstadt den 25. Februar 1888. Ernannt und verpflichtet wurde Heinrich Dienst III., Landwirth Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen(25.) Diviston. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. von Ockstadt als Feldschütze für die Gemarkung Straßheim Deutsches Reich. p Darmstadt. Die ganze letzte Diens— tagssitzung der 2. Kammer wurde von der am Samstag abgebrochenen Berathung über die neu zu errichtende obere landwirthschaftliche Be— hörde ausgefüllt. Es wiederholten sich die Klagen über die Thaͤtigkeit des Generalsekretärs Dr. Weidenbammer. Einig war man darüber, daß sich in Zukunft die landwirthschaftl. Vereine mehr wie bisher um die kleineren Landwirthe bekümmern müssen und daß ein Hauptmittel zur Heranziehung der letzteren die Herabsetzung des Mitgliederbeitrages sei. Allseitig wurde gewünscht, daß bei der großen Wichtigkeit der Landwirth— schaft für den Staat, der Vorsitzende, der an Stelle der landwirthschaftlichen Centralstelle zu errichtenden oberen landwirthschaftl. Behörde, sich ganz und ausschließlich dieser Beschäftigung widmen müsse und andere Aemter nicht über— nehmen dürfe. Die Sache wurde zur Aus— gleichung der noch bestehenden Meinungsver— schiedenheiten nochmals an den Ausschuß ver— wiesen, nachdem Staatsminister Finger erklärt hatte, das Darniederliegen der Landwirthschaft sei nicht allein in Personenfragen begründet, auch stehe die Landwirthschaft bei uns nicht schlechter wie anderwärts und es sei nicht be— absichtigt, Weidenhammer zum Mitglied der neuen Behörde zu machen. Auf eine An— frage erklärte Staatsminister Finger, daß eine Vorlage wegen Errichtung einer Landescredit— kasse in nicht ferner Zeit zu erwarten sei— Am Mittwoch fuhr man in der Beratbung der Ausgaben für Landwirthschaft fort. Für land— wirthschaftl. Unterricht wurden 21,000 M. be— willigt. Es soll hiermit auch versuchsweise eine landwirthschaftl. Mittelschule im Anschluß an eine bestehende Realschule errichtet werden. Jöckel empfahl Fu iedberg, andere Abgg. andere Orte, waͤhrend die Regierung erklärte, daß sie sich noch nicht schlüssig gemacht habe. Den landwirthschaftlichen Provinzialvereinen wurde ein Staatszuschuß von 10,000 M. gewahrt und ein Antrag Rabenau's um Erböhung dieses Zuschusses auf 30,000 M. an den Ausschuß verwiesen. Man bewilligte für Förderung der Rindviehzucht 15,000 M.(früher nur 3000 M.), der Pferdezucht 2500 M.(früher nur 1000 M), des Obstbaues 5000 M.(früber nur 2000 M.), Zur Förderung der Bienenzucht bewilligte man 500 M. und ersuchte die Regierung hierfür noch weitere 400 M. einzustellen. Zur Aus- führung der Gesetze über die Reblaus und den Coloradokäfer verlangt die Regierung 10 000 M. Man war der Ansicht, daß diese Summe zur Bekämpfung einer wirklichen Reblausgefahr doch unzureichend sei und in diesem Falle außer— ordentliche Credite verlangt werden müßten, zu den jetzt nothwendigen Arbeiten aber 6000 M. ausreichten. Die abgestrichenen 4000 M. setzte man der landwirthschaftl. Versuchsstation zu, für welche man demgemäß 10,000 M. bewilligte. Zur Feldbereinigung wurden 10,000 M. als Beitrag gewährt, zur Vorbereitung von Meliora— tionsprojekten die gleiche Summe. Im Fort⸗ gang der weiteren Berashung bewilligte man für das Landgestüt 115,000 M. Auch für Gewerbewesen wurden nicht unbedeutende Summen bewilligt, es wurde dabei der Antrag gestellt, man möge doch die Handwerkerschulen kleiner Landorte mit 10.000 M. unterstüͤtzen. — Militärdienstnachrichten. Walter, Hauptm. vom 2. Gr. Inf Regt. Nr. 116, wurde zum 3. Hess. Inf. Regt Nr. 83 commandirt. Berlin, 28. Febr. Nach einem Bericht des„Berl Tagbl“ aus San Remo dauerte der Besuch der Aerzte in der Villa Zirio heute Morgen ungewöhnlich lange. Der Correspon— dent des„Börsen-Couriers“ meldet, daß der Auswurf des Kronprinzen behufs miskroskopischer Untersuchung gestern an die Professoren Reck— linghausen und Waldmeyer abgesandt sei.— „Aus der besten Quelle“ erfährt der Londoner Correspondent des„Fr. I's.“ von dort einge— troffenen Meldungen aus San Remo, die in Kreisen,„die über jede Beunruhigung durch durch Sensationsberichte unzweifelhaft erhaben sind“, die tiefste Niedergeschlagenheit erzeugen mußten. Nach Mittheilungen, die keineswegs etwa einseitig von einem oder dem andern Arzte herrühren, und die auch in Berliner Hofkreisen aufs Ernsteste gewürdigt werden, ist leider mit der erschütternden Annahme zu rechnen, daß das Leben des hohen Leidenden nur noch nach Wochen bemessen werden kann. Der ganze Kehlkopf ist bereits in weit vorgeschrittenem Maße von der tückischen Krankheit zerfetzt, und weiter unten im Schlunde hat sich eine neue Wucherung gezeigt, die ebenfalls die Gefahr der Katastrophe näher bringen muß. Aus nahlie— genden Gründen haben wir, fügt die Red. des „Fr. J's.“ hinzu, längere Zeit die Mittheilung unseres besonders gut unterrichteten Gewährs— mannes unterdrückt, doch glauben wir nunmehr dem Publikum die volle Wahrheit schuldig zu sein, nachdem auch anderweite Informationen uns die außerordentlich traurige Wahrschlichkeit gebracht haben, daß das Leiden unseres theuren Kronprinzen längere Zeit nicht mehr dauern wird.— 1. März.„Nach den heute vorliegen— den Meldungen aus San Remo war der Kron— prinz, der in der voraufgegangenen Nacht erst von 2 Uhr an geschlafen hatte, wie gewöhnlich gestern vor 10 Uhr aufgestanden, er war Vor— mittags am offenen Fenster, fühlte sich aber nicht wohl und klagte über Muͤdigkeit. Seit zwei Tagen waren leichte Verdauungsstörungen eingetreten, von denen man gestern hoffte, daß sie bereits überwunden seien. Wie bekannt, hatte der Kaiser die Absicht geäußert, er wolle nach San Remo reisen, um seinen leidenden Sohn zu sehen. Der Kaiser hat aber in Ruͤck— Gefährdung seiner Gesundheit darauf verzichtet, jedech, wie die„Börsen-Zeitung“ erfährt, seine diesbezüglichen Wünsche nur bis zum Eintritt des warmen Wetters verschoben. Professor Waldeyer ist nach San Remo abgereist. Professor v. Bergmann verbleibt auf Befehl des Kaisers in San Remo bis zur Ankunft des Prinzen Wilhelm, der heute früh 17½ Uhr von Karls— ruhe dorthin abgereist ist. Prof. v. Bergmann, — so wird dem„Fr. J“ verbürgt mitgetheilt— hält jetzt mehr denn je an seiner Diagnose vom Mai 1887 fest, derzufolge bekanntlich schon da— mals als einziges Mittel der Erhaltung des Lebens unseres Kronprinzen ein größerer opera— tiver Eingriff hätte stattfinden müssen, während ein solcher jetzt— in noch größerem Umfange vorgenommen— nur noch geringe Hoffnung in Aussicht stelle, ja mit ziemlicher Gewißheit „zu spät“ erfolgen würde. Der„Magd. Ztg.“ entnehmen wir folgende Meldung aus San Remo: Eine Veröffentlichung des Kußmaul'schen Gut— achtens ist nicht beabsichtigt. Die in einigen Blättern mitgetheilten privaten Aeußeruntzen des Straßburger Professors enthalten nichts Ueberraschendes, sondern bestätigen den ganzen Ernst der Lage, an dem hier wie daheim Nie— mand mehr zweifeln wird. Von einer Berufung Ziemßen's ist nicht die Rede. — 1. März. Der Bundes rath stimmte heute dem vom Reichstag angenommenen Gesetzent— wurf wegen Verlängerung des Sozialistengesetzes zu und beschloß im Sinne der Ausschußberichte über den Freundschafts-, Handels-, Schifffahrts— und Consular-Vertrag mit Honduras und über den Freundschaftsvertrag mit Ecuador. — 29. Febr. Reichstag. Abg Munckel be— gründet den Antrag auf Abänderung des Ge— richtsverfassungs-Gesetzes(Zuständigkeit der Schwurgerichte für politische Prozesse). Die Ab— geordneten v. Rheinhaben, Kullemann und Hart— mann sprachen gegen den Antrag, v. Greve und Träger dafür. Abg. Munckel zieht seinen An— trag, ebenso den Antrag auf Abänderung der Strafprozeßordnung(Berufung) zurück. Im Anschluß hieran zieht Abg. Reichensperger seinen dahin zielenden Antrag zurück— Karlsruhe, 29. Febr. Heute fand die feierliche Beisetzung der Leiche des Prinzen Ludwig Wilhelm statt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Der roͤ⸗ wische Correspondent der„Neuen Freien Presse““ meldet: England, Oesterreich und Italien haben die russischen Vorschläge fast gleichlautend dahin beantwortet, daß sie, obwohl die Regierung der Koburgers ungesetzlich sei, die Pforte zu keiner Entscheidung drängen würden, welche eines praktischen Ergebnisses entbehren müsse. Es wäre gefährlich, Bulgarien einer Regierung zu berauben, welche thatsaͤchlich die Ordnung im Lande schütze, während die russischen Vorschlaͤge die Bildung einer festen Regierung nicht ge— währleisteten, wohl aber die Gefahr mit sich brächten, daß die gegenwärtige Ordnung in eine allgemeine Verwirrung ausarten könne. Pest, 1. März. Das Abgeordnetenhaus nahm in namentlicher Abstimmung mit 185 gegen 86 Stimmen den rumänischen Grenz— regulirungsvertrag an. Frankreich. Paris, 28. Febr. Die Kammer genehmigte das Budget des Ministeriums des Innern unter Ablehnung verschiedener Amende— ments, darunter dasjenige des Bischofs Freppel, welches die Wiederanstellung von Gefängniß— Geistlichen verlangt. Spanien. Madrid. Gerüchte über den Rücktritt des Ministerpräsidenten Sagasta er⸗ halten und verstärken sich. Man spricht von einem Interimistikum unter Campos oder Martos und einem conservativen Ministerium unter Canovas. Italien. Rom, 29. Febr. Der„Tribuna“ zufolge wäre an die Admiralität der Befehl er— theilt, Schiffe zur Heimführung von zwei Dritteln der Truppen aus Massauah bereit zu halten. sicht auf die das Staatsinteresse berührende Man erwartet einen unmittelbaren Angriff der Abessynier in Sahati. — 29. Febr. Nach einer Meldung aus Massauah unternahm General Baldissera gestern mit zwei Bataillonen Bersaglieri und einer Ab— theilung Irregulärer eine Recognoscirunz bis Ailet, fand aber kein Anzeichen eines Durchzuges der Abessynier. Türkei. Constantinopel. Neuestens zeigt man sich nach dem Fr. J. auf der Pforte ge⸗ neigter, dem Verlangen Rußlands bezüglich der Illegalitätserklärung gegen den Prinzen Ferdi— nand nachzugeben. Ueber diese Erklärung wird die Pforte nnter keinen Umständen hinausgehen. Von Conferenzplänen ist hier nichts bekannt. Rußland. Petersburg. Obgleich keine be— sonderen beuuruhigenden Ursachen vorliegen, scheint die russische Polizei am 13. März, dem Jahrestage der Ermordung des Kaisers Alexan— der, neue terroristische Kundgebungen zu be— fürchten. Es werden außerordentliche Vorsichts— maßregeln getroffen. Hunderte von Geheim— polizisten überwachen bereits nicht nur den Newski-Prospect, sondern alle in denselben aus— mündenden Querstraßen. Der Polizei sind große Geldmittel überwiesen worden. — Man erwartet hier die demnächstige Ankunft einer koreanischen Gesandtschaft und hofft auf engere Verträge mit Korea, die für den Fall eines Krieges mit China von großem Nutzen sein könnten. Aus Stadt und Land. r. Friedberg. Der Bereltwilligkeit hiesiger Dilettanten wird es zu danken seln, daß die demnächstsge Aufführung des„Samson“ mit Orchester, verstärkt durch auswär⸗ tige Mufiker, stattfinden wird. 2 Proben von Occhester mit Chor sind bereits gehalten worden; der Eifer, das großartige Werk so gut als möglich durchzuführen, ist auf allen Selten in erfreulicher Welse zu Tage getreten. Hoffen wir, daß sich auch in dem Concert am 18. März Alles zum guten Gelingen vereinigen wird. Allerlei. Neustadt a. d. H., 27. Februar. In dem nahe⸗ gelegenen Hambach ist zu Anfang der vergangenen Woche der Rentner Graf, ein wohlhabender Sonderling, er— mordet und ausgeraubt worden. Erst am Samstag drang man, durch den Umstand aufmerksam gemacht, daß Graf Werthsendungen, dle auf der Post für ihn angekommen waren, nicht abgeholt hatte, ins Haus ein und fand auf dem Söller die Leiche, die aus zahlreichen Wunden blutete, mit zertrümmerter Hlrnschale. berelts als verdächtig in Haft genommen worden. Würzburg, 28. Febr. Heute Morgen wurde dem Director Fuchs(Brauhaus Würzburg] durch die Trans mission der Kopf vollständig abgertssen. Mehrere Personen sind 1 Jdc N. Tobe die Cal Contert Celle edächt fene nltot! hat und hesonde — do anfang Verstel 1 9 102 Holz fi siifern De! 009 S S und tiger Ab- etc bis Durchzuget tutsteat zeig det Notte ge⸗ läglich dee Fragen Ferri: tütng vin dntrszehe eb bekannt. dgleich keine be⸗ e petliegen Nin, den Faisers Alcgan⸗ gen I be lacde Borsichti⸗ ren Geheim könnten. — Rom, 29. Febr. Infolge starker Schneefälle und Lawinen fanden im Arrondissement Jorea mebrere Un gluͤcks⸗ Fälle statt. Nach Meldungen aus Turin sind mehrere Gebäude, darunter Bahnhöfe, beschädigt. Der Bahn Verkehr ist theilweise gestört. Im Marobbtathale verschüttete eine gewaltige Lawine acht Personen, sie sind alle todt. Ueber Iparona im Thal Del Orco ging eine Schneelawine nieder, wodurch 30 Personen ge tödtet wurden. Bergen,(Norwegen) 1. Maͤrz Die Stadt, deren Häuser meist aus Holz gebaut sind, steht in Flammen. Das Feuer richtet große Verheerung an. New Nork, 29. Februar. Das Unlon Square Theater ist niedergebrannt. Durch Einsturz des zum Theil brennenden Daches wurden sechs Feuerwehrleute verletzt. Eingesandt. Musltkallsches. Den Bemühungen des Herrn Theobald ist es gelungen, für Sonntag den 4. Marz, die Capelle des 116 Inf. Regts. aus Gießen, zu einem Concert zu engagtren. Die vorzüglichen Leistungen der Capelle für Militär⸗Musik sind bei uns noch in gutem Gedachtniß, Diesmal wird uns Gelegenheit geboten, die herrliche Streich Musik zu hören, welche Musik Di rektor Krauße zu einer ganz besonderen Höhe cultivirt hat und auf deren Gebleif staunenswerthes leistet. Von besonderer Wirkung ist das Streichquartett in der Ca— pelle, welches uns an die Leistungen eines Bilse und Langenbach erinnert. Die Capelle verfügt über ganz vortreffliche Solisten und stehen Solo wle Ensemblesplel auf gleicher Höhe. Das Programm, welches uns vor liegt, ist ein so gediegenes und reichhaltiges, das dem hiesigen Kunst und Musik liebenden Publikum im wahren Sinne des Wortes ein böchst genußrelcher Abend ge⸗ boten wird, worauf wir besonders aufmerksam machen. Airchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. O eult. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½,ʒ Uhr: Herr Candidat Vogel. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 912 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Abends 5½ Uhr: Herr Pfr. Bernhard v. Nieder⸗Welsel. Mittwoch den 7. März. Abends 8 Uhr: Herr Fandidat Albert. Burgkirche. Katholische Gemeinde. Samstag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; ¼7 Uhr: Austhellung der hl. Communion. Buxkin und Kammgarne für Herren- und Knaben⸗ kleider, garautirt reine Wolle, nadelfertig, circa 140 em breit à Marl 2.35 per Meter, versenden direkt an Private in einzelnen Metern, sowte ganzen Stücken portofrei in's Haus Buxkin-Fabrik- Depot Oettinger& Co,, Frankfurt a. M. MWuster unseret reichhaltigen Collektlonen bereitwilligst franco. 523 877 Mehr und mehr finden dei Aerzten und in An⸗ stalten die Sodener Mineral- Paslillen gegen Katarthe der Athmungs und Verdauungs Organe Eingang und die Zeugnisse über gute Wirkung häufen sich, deshalb sollten in keiner Familie die so schnell berühmt gewordenen Pastillen(erhältlich in allen Apotheken à 85 Pfennig die Schachtel) fehlen. Man beachte folgende Zuschrift aus Cassel: Sehr geehrter Herr! Seit drei Jahren leide ich an einem chronischen Lungen- und Magen Katarrh. Alle bis jetzt angewandten Mittel führten keine Besserung herbet, da ich fortwährend den bartnäckigsten Rückfällen ausgesetzt bin. Vor Kurzem brauchte ich einige Schachteln der unter ärztlicher Controle bereiteten Sodener Mineral Pastillen. Seit dieser Zeit ist eine wesentliche Erleichte— rung meines Uebels eingetreten, so daß ich hoffe, dei fortwährender Anwendung eine dauernde Wirkung zu er⸗ 10 Ubr: Hochamt u. Predigt. 2 Ubr: Cbrtstenl. u. Andacht. zielen. Mit größter Hochachtung gez. Wilhelm Walbrach. Holzversteigerung. Donnerstag den 8. März d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, kommen im Vellersheimer Markwald zur Versteigerung: 5 Buchen⸗Stämme von 48—55 Centm. Durchmesser, 8—14 Meter Länge, 11,48 Festmeter haltend, 132 Eichen Stämme von 12—55 Centm. Durchmesser, 0 2— 10 Meter Länge, 48,07 Festmeter haltend, 171 Fichten-Stämme von 15—27 Centm. Durchmesser, 5—12 Meter Länge, 41,48 Festmeter haltend, 5 192 Kiefern⸗Stämme von 12— 25 Centm. Durchmesser, N 5— 12 Meter Länge, 40,47 Festmeter haltend, 8 Buchen Derbstangen von 7—9 Centim. Durchmesser, 4—5 Meter Länge, 0,26 Festmeter haltend, 2 Eichen Derbstangen v. 12—13 Centm. Durchmesser, 6—8 Meter Länge, 0,16 Festmeter haltend, Fichten⸗Derbstangen von 9— 12 Centm. Durch— N messer, 4—9 Meter Länge, 15,69 Festmeter haltend, 102 Lärchen Derbstangen von 5—9 Centm. Durch messer, 5—7 Meter Länge, 1,21 Festmeter haltend, 20 Kiefern⸗Derbstangen von 912 Centm. Durch messer, 5— 10 Meter Länge, 1,54 Festmeter baltend. Die Zusammenkunft ist im Distriet Streubel bei Stamm Nr. 1. Bemerkt wird noch, daß die Buchen— Stämme ausgezeichnet schöner Qualität sind, das Eichen Jolz sich vorzuzsweise zu Werkholz für Wagner und das kiefern⸗Holz sich zu Gruben⸗Holz eignet i Bellersheim den J. März 1888. Der Füͤrstliche Markmeister: 99 Bopp. 0 5 Holzversteigerung 1 im Feldheimer Wald. Freitag den 9. März l. J. sollen öffentlich versteigert verden: 5 Eichen Stämme mit 0,83 fm, von 16 20 em Durchmesser(Wagnerholz), 1 Buchen Stamm mit 0,43 fm, 35 em Durchmesser, 31 Fichten⸗Stämme mit 8,40 fm, von 16— 30 em Durchmesser, 338 Fichten Derbholzstangen mit 35 fm(Leiterbäume, Gerüststangen u. s. w.), 5 32 rm Fich en⸗Reiserstangen, 124, Buchen-, 17 rm Elchen Scheitholz, 0 28„ 1 20„„ und Arm Weichholz N Prügel, 3 5 28„ Stockholz, 180„ 50 und 650 rm Nadel Reiserholz Anfang Vormittags 9 Ubr im Distriet Scheibel. Kaufliebhaber für das Reiserholz wollen dasselbe vor— her ansehen. Arnsburg den 1. März 1888. 898 Lehrling gesucht. 0 Ein Jüngling(Christ) von guter Schulbildung und Ewrachvorkenntnissen wird in ein Frankfurter Wesßwaaren tail& gros-Geschäft in die Lehre gesucht. Geschaͤft liche Vielseitigkeit und persönliche Ueberwachung des Urinzipales, in dessen Familie auf Wunsch gegen geringe Lergütung Unterkunft gewährt wird, sichern den Erfolg. Lortofrele Anfragen sind erbeten unter H. 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