U el. Zuilt ** 1 t her. Ribpfa b Lentz u* ust 7 bann u en Kaffe 1 Den. kiaad 8 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch Innoncen: die einspaltige 25 15 Pf., ar heim sedenbergen l n⸗Kar ben ASer⸗Erlenbach Fler⸗Erxlenbach M anisteriums vom 25. d. Mts. zu Nr. St. M. 2611 Bonnerstag den 30. Zuni. M 76. dberhessischer Anzeiger. und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. auswärtigen Einsendern 5 lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), 1 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Comité der Lott 8. 0 1 erle zur Gründung eines Unterstützungsfonds für deutsche Militärmusiker in Berlin die kFtlaubniß ertheilt, die Loose einer zu diesem Zweck zu veranstaltenden Verloosung von Musikinstrumenten und anderen Gegenständen innerhalb des Großherzogthums zu vertreiben. 5 N Jetreffend: Die Wahlen zum XXVI. Landtag. Friedberg am 27. Juni 1887. 5 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, welche dem I., II., IV. und XIII. Wahlbezirk zugetheilt sind. Nachdem die in unserem Ausschreiben vom 11. Mai d. J. berh. Anzeiger Nr. 57— angeordneten Vorbereitungen zur Wahl er Wahlmänner laut Ihrer Berichtserstattungen beendet sind, verfügen vir zufolge Auftrags Gr. Staats⸗Ministeriums nunmehr das Folgende: 1. Mit der Offenlegung der Wählerlisten ist J Montag den 4. Juli l. J. beginnen; es hat deßhalb Seitens der Wahl-Commission die er— brderliche Bekanntmachung— Formular F.— alsbald zu erfolgen. Daß, und wann dies geschehen, ist bis längstens 4. k. Mts. an uns berichten. 2. Nach Ablauf der Offenlegungsfrist, also am 7. Juli l. J., ist gescheinigung über die geschehene Offenlegung auf Formular F. auszu— isrtigen. Ueber etwaige Einwendungen hat die Wahl-Commission zu nitscheiden und ist im Falle eines Recurses uns Zwecks Herbeiführung er Entscheidung des Kreisausschusses— darüber alsbald Vorlage zu gachen. Auf Grund der Entscheidung der Wahlcommission oder solcher 8 Kreis⸗Ausschusses sind die Listen zu ergänzen oder zu berichtigen. liernach, oder sofern Einwendungen nicht stattfanden, hat die Fest— sellung in der nach§. 21 Absatz 4 und 5 der Wahlanleitung vor— seschriebenen Weise zu erfolgen. g 3. Die Wahlmännerwahlen haben am 20. Juli l. J. stattzu⸗ suden. Lokal, Tag und Stunde der Wahl sind spätestens am 16 Juli l. J. kannt zu machen.(Anlage G. zum Wahlprotokoll.) In dieser Be— N n ist ausdrücklich zu verkündigen, daß Diejenigen, welche it der Entrichtung ihrer schuldigen direkten Staatssteuer, oder falls zu einer solchen nicht herangezogen sind, sich mit ihrer Communal— J uer länger als zwei Monate im Rückstande befinden, nur dann zur Estimmung zugelassen werden können, wenn sie diesen Rückstand noch is zur Wahl abführen, und daß solches geschehen, der Wahlcommission urch Vorzeigung ihrer Steuerquittung nachweisen. N 4. Etwa während der Offenlage der Listen vorgebrachte Re— Umationen müssen bis zu jenem Termin(20. Juli l. J.) zur Er— digung(siehe oben) gebracht worden sein. 5. Auch hat nach Feststellung der Liste der Stimmberechtigten e Wahlcommission diese Liste der betreffenden Großh. Distrikts-Ein— ihmerei, sowie demnächst dem Gemeinde-Einnehmer, mit dem Ersuchen zuzustellen, die Namen derjenigen darin aufgeführten Personen, welche mit der Entrichtung ihrer Staatssteuer, oder falls sie zu einer solchen nicht herangezogen sind, ihrer Communalsteuer, länger als zwei Monate sich im Rückstande befinden, in der Spalte„Bemerkungen“ mit„St. R.“ bezw.„C. R.“(Restant) in rother Tinte zu bezeichnen und ihr, nach— dem solches geschehen, die Liste möglichst beschleunigt zurückzugeben. Den Gemeinde-Einnehmern ist dabei zu bemerken, daß sie nur solche communalsteuerpflichtigen Personem als Restanten bezeichnen dürfen, welche eine Staatssteuer überhaupt nicht entrichten. 6. Die Zustellung der Wählerlisten an die bezüglichen Erheber hat Seitens der Wahlcommissionen so zeitig zu geschehen, daß solche vor dem Wahltermin wieder in Ihre Hände gelangt sein können. 7. Bei Abhaltung der Wahl werden die Wahlcommissionen sich genau nach den Vorschriften der Wahlanleitung,§§. 25 und folgende, und der Ihnen mit unserem Ausschreiben vom 20. v. Mts. mitgetheilten „Aenderungen der Anleitung zur Vornahme der Wahlen der Wahl— männer für die Ernennung der Landtagsabgeordneten“ richten. 8. Zur Vermeidung von Irrthümern wollen wir hier noch aus— drücklich hervorheben, daß in Wahlgemeinden, welche aus mehreren Gemeinden zusammengesetzt sind, die Wahl in der am meisten bevöl— kerten Gemeinde vorzunehmen sei, wohin sich die Stimmberechtigten aus der anderen Gemeinde zur Abstimmung zu begeben haben(vergl. §. 24 der Wahlanleitung) und daß auch in diesem Wahlorte die Offenlage der Listen der Stimmberechtigten und Wählbaren der aus mehreren Gemeinden zusammengesetzten Wahlgemeinde stattzufinden habe(vergl.§. 15 der Wahlauleitung). 9. Eine Uebersicht über die Wahlgemeinden, ihre Seelenzahl und die Zahl der zu wählenden Wahlmänner in jeder Wahlgemeinde folgt unten. 10. Schließlich machen wir noch darauf ausmerksam, daß im Falle der Zuziehung eines Protokollführers, solcher vorher zu dieser Handlung von uns besonders verpflichtet und daß dies geschehen, in den Wahlakten beurkundet sein muß. Eintretenden Falles wollen Sie daher rechtzeitig die Sistirung des erwählten Protokollführers zur Verpflichtung(an einem Amtstag) veranlassen. Dr. Braden. Ueber sicht über die den I., II., IV. und XIII. Oberhessischen Wahlbezirken angehörenden Gemeinden des Kreises Friedberg, die Seelenzahl der Wahl— Gemeinden und die Zahl der zu wählenden Wahlmänner. Seelenzahl Zahl der zu der Wahl⸗ wählenden Gemeinden. Wahlmänner. Rendel Rodheim Vilbel Wahl⸗Gemeinden. Wahl-Gemeinden. I. Wahlbezirk. 940 731 Drtelweil 551 1 1 1 II. Wahlbezirk. ioß⸗Karben 964 1202 2 1 2 Assenhelm mit Wickstadt Bad Nauheim Belenheim Bruchenbrücken Dorhelm Dorn-Assenheim Fauerbach b. Fr. Ilbenstadt Melbach Nleder-Florstadt Nieder-Rosbach Nieder Wöllstadt Ober-⸗Florstadt i Kloppenheim 238 966 1397 809 542 770 270 e ghausen 1 1 809 1 1 1 1 1 1 fachen Hissenhelm 661 918 644 N der-Eschbach lr Esch bach kerben 605 N Ferweil 592 Mreffend: Die Wahlen zum XXVI. Landtag. Ober Nos bach mit Balnhards 1288 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, welche dem I., II., IV. und XIII. Wahlbezük zugetheilt sind. Im Anschluß an unser heutiges Ausschreiben rubricirten Betreffs, benachrichtigen wir Sie, daß durch Erlaß Großherzoglichen Staats⸗ Seelenzahl Zahl der zu der Wahl- wählenden Gemeinden. Wahlmänner. 701 1290 321 1035 609 684 979 383 465 Seelenzahl Zahl der zu der Wahl- wählenden Wahl Gemeinden. Gemeinden. Wahlmänner. 796 Ober⸗Wöllstadt 1527 Ockstadt mit Straßheim 3822 Ossenbeim Reichelsheim 820 mit Bauernheim 215 Schwalheim Södel Steinfurth Weckesheim Wisselsbeim 235 mit Rödgen 230 f IV. Wahlbezirk. Wölfersheim Wohnbach XIII. Wahlbezirk. 2— 943 2614 418 609 785 633 637 936 504 1378 482 1083 2 —— 2—8 872 625 618 376 598 728 Bönstadt Staden Stammheim 2 2 22——8— Friedberg am 27. Juni 1887. für die bevorstehenden Landtagswahlen zu Wahlcommissären ernannt worden sind; 1. für den J. Wahlbezirk(Vilbel) Großherzoglicher Amtmann br. Wallau zu Friedberg, 2. für Sie wollen sich hiernach bemessen. Die Schießübungen des Bezirks Commandos mit scharfer Munition finden edem Dienstag, Donnerstag und Samstag von Beendigung wird eine roth weiße Flagge auf der Seewiese statt, und zwar an j Eine Stunde vor Beginn des Schießens bis zur ausdrücklich vor dem Betreten des in und neben der Geschoßbahn liegenden Geländes während die Nachdem die Geschoßfänge und Erdaufwürfe für das Schießen neu hergerichtet worden sind, 9 des Allg. Str.⸗G.⸗B. mit Geldstrafe bis zu 60 M. des F. 368 pos., Bleikugeln aus den Geschoßfangen auf Grund des§ 900 M. bestraft werden. Friedberg den 25. Juni 1887. den II. Wahlbezirk(Bad-Nauheim) Großherzoglicher Kreisrath Dr. 3. für den IV. Wahlbezirk(Hungen Lich) Großherzoglicher Provinzialdirektor Dr. 4. für den XIII. Wahlbezirk(Altenstadt— Büdingen) Großherzoglich Sie werden dafür besorgt sein, daß sämmtliche Wahlacten alsbald en siegeltem Umschlag beizufügenden Stimmzetteln an die bestellten Wa Verzögerungen in der Einsendung der Wahlacten zieht die * Braden Bekanntmachung. 291 des Allg. Str.⸗G.⸗B. mit Gefängniß Boekmann zu Gießen, er Kreisrath Klietsch zu Büdingen.* ach beendigter Wahlmänner-Wahl nebst den in ver hleommissäre eingesendet werden. a 10 5 Zusendung von Wartboten auf Ihre Kosten nach sich. in diesem Jahr im Monat Juli auf dem Schießstand auf 1 7 Uhr Vormittags an. oder mit Haft bis zu 14 Tagen, N 8 e zu Friedberg, Dr. Braden. l. 00 e a ö - .. 20 1 betg, der Schießmauer aufgezogen, und wird 1 Aů—2 Ab, ser Zeit gewarnt. ache, 5.5 wird das Betreten derselben auf Grund Ane und die widerrechtliche Zueignung von bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu Beka Bezirks-Kommando. Deutsches Reich. Berlin, 28. Juni. Die Nachricht, daß der Kaiser am Samstag nach Ems reisen würde, hat sich nicht bestätigt. Definitive Bestimmung über Sommerreisen des Kaisers ist überhaupt noch nicht getroffen. — 27. Juni. Die Großherzogin von Baden ist gestern Abend nach Karlsruhe zurückgereist. — Der Gesetzentwurf, betr. den Verkehr mit Wein, hat bekanntlich dem Bundesrath be— reits vorgelegen und ist an die Ausschüsse zurück— verwiesen worden. Dem Vernehmen nach hangt dies damit zusammen, daß Bayern verschärfende Bestimmungen wünschte, womit auch Sachsen und Württemberg sich einverstanden erklärten. Ueber das Kunstbuttergesetz sind im Bundesrath die Akten noch nicht geschlossen. Die Angabe, der Bundesrath werde, trotz der von dem Staatssekretär v. Bötticher im Reichstage ver— tretenen Ansicht, dem Gesetze in der vom Reichs— tag gegen die Regierung angenommenen Gestalt zustimmen, bedarf durchaus der Bestätigung. — Der Reichskanzler hat den Regierungen der Einzelstaaten mitgetheilt, daß zu Melbourne (Australien) im nächsten Jahre eine internationale Ausstellung stattfinden werde. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 28. Juni. Das Kronprinzenpaar ist gestern nach Krakau abgereist. Frankreich. Paris, 28. Juni. General Boulanger wurde zum Commandeur des 13. Ar— meecorps ernannt, dessen Generalkommando in Clermont-Ferrand steht.— Aus Algier wird gemeldet: In Biskoa entstand vorgestern zwischen den Spahis und den bei den Eisenbahnarbeiten beschäftigten Marokkanern Streit. Gegen 100 Ma— rokkaner griffen die abgesandte Patrouille an und feuerten auf sie. Die gegen die Marok— kaner entsandten Truppen tödteten 10 Marok— kaner, verwundeten mehrere und verhafteten gegen 30. Ein Spahi wurde getödtet und mehrere verwundet. Die Ruhe wurde schließlich wieder hergestellt. Großbritannien. London, 28. Juni. Das Unterhaus nahm in dritter Lesung die Staatsschuldbill an. Dublin, 28. Juni. Die Prinzen Albert Victor und Georg von Wales trafen gestern Nachmittag zur Vertretung der Königin bei der Juhiläumsfeier ein und wurden vom größten Theile der Bevölkerung ehrerbietig, von einigen wenigen Personen mit Pfeifen empfangen. Die Municipalität der Stadt wohnte dem Empfange nicht bei. Italien. Rom. Ein Artikel der„Pol. Corr.“ zur Frage des Ausgleichs zwischen dem Vatican und dem Quirinal sagt: Die vatica⸗ nischen Kreise beobachten die Rolle abwartender Zuschauer und nichts liegt ihnen ferner, als hastige Bemühungen zur Herbeiführung der Lösung der römischen Frage. Kürzlich tauchten Nachrichten auf, wonach der Vatikan mit dem Quirinal wegen der erwähnten Frage in direkten Verkehr getreten wäre. Im Zusammenhange damit wurde auf die Eventualität hingewiesen, seiner Regierung hinweg einen Pakt mit dem Papste schließen könnte. Dem gegenüber sei zu— nächst, was das Thatsächliche betrifft, constatirt, daß der Vatikan in dieser Sache in keinerlei direkte Berührung mit dem Quirinal gekommen ist. Die weitere Combination von einer per— sönlichen Verständigung zwischen König und Papst erscheint, abgesehen davon, daß ihr bis⸗ her überhaupt alle Grundlage fehlt, angesichts der bekannten streng constitutionellen Gesiunung des Königs Humbert kaum denkbar. Ueber die Ansprüche, welche seitens des heiligen Stuhles als Vorbedingung der Versöhnung erhoben wer— den, sind trotz wiederholter, deutlicher Kundge— bung in dieser Richtung ganz widersprechende und falsche Darstellungen in Umlauf. Es sei nun auch auf das Zeugniß des Msgr. Ruffo Scilla hingewiesen, der in Paris unumwunden erklärt hat, der Papst werde nie auf Rom ver— zichten. Es wird übrigens für die nächste Zeit eine päpstliche Kundgebung erwartet, welche sich über diese Frage mit voller, jede falsche Ausle— gung ausschließender Klarheit aussprechen dürfte.“ Rußland. Petersburg. Der Kaiser wird sich im letzten Drittel des Juli mit seiner ganzen Familie zu einem längeren Aufenthalt nach Kopen— hagen begeben. In nächster Zeit wird er einen etwa zehntägigen Ausflug zur See nach den Finländischen Schären unternehmen. Asien. Simla, 27. Juni. Der Aufstand der Ghilzais gegen den Emir von Afghanistan ist in der Abnahme begriffen; viele Ghilzais sind nach Hause zurückgekehrt. Aus Stadt und Land. Friedberg, 277. Juni. Das Begräbniß der Leiche des Großh. Seminarlehrers Wahl gestaltete sich zu einer großartigen Kundgebung der Liebe und Achtung gegen den Verstorbenen. Einen Letchenzug von solcher Aus— dehnung hat Friedberg noch nicht gesehen. Die Zahl der Blumen und Kränze war enorm, so daß außer Trägern und Trägerinnen noch ein Wagen zum Transport der⸗ selben requirirt werden mußte. Auch über dieses Begräb— niß werden wir in einem größeren Artikel berichten. G. E. H. Friedberg. So kurz wie möglich wollen wir als Antwort den zwei Correspondenten unsere An— sicht in der Schlachthausfrage hier folgen lassen. Unsere Fleischbeschau zu rügen, ist uns gar nicht eingefallen, wir sind nur gegen ein großes öffentliches Schlacht— haus, weil das pro Jahr einige tausend Mark unnöthige Kosten machen würde, die wir zu tragen hätten. Weir, haben öffentliche Schlachthäuser! Was all vor⸗ kommen kann, könnte auch bei dem Bestand eines ein⸗ zigen großen Schlachthauses passiren, hier wird aber um den Zweck zu erreichen ein Schreckzespenst an die Wand gemalt, mit anderen Worten, wie das Sprichwort sagt: „wenn man an den Hund will, muß er Leder gefressen haben!“ Es ist leider wahr, daß der gesammte Consum der hiesigen Metzger seit 10 Jahren bedeutend zurückge— gangen ist und noch mehr zurückgehen wird, bedingt durch die immer selbstständiger werdende Umgegend. Wenn dle Schlachthausschwärmer mit der Errichtung des Schlacht hauses Friedberg groß machen könnten, so würden wir mit Freuden zustimmen, wir suchen aber vergebens nach Aussichten dafür. Man schwärmte auch s. Z. für Städte— Ordnung, glücklicher Welse ist man wieder davon ab— gekommen und wir haben das nicht zu beklagen; man schwärmte auch für die sog. Lochgasse; unglücklicher Weise ließ man sich, trotz eingesandten Mahnungen nicht davon abbringen; was diese Schwärmerei die Stadt alljährlich kostet, ist bekannt. Die Absichten sind ja immer gute, besser aber ist, das Richtige treffen. Das Wichtigste ist die sanitäre Frage in Bezug auf die Reinlichkeit respeetive etwaige üble Gerüche; dieserhalb sind erst vor 2 Jahren in sämmtlichen hlesigen Schlachthäusern genau daß König Humbert vielleicht über den Kopf nach sanitätspoltzeilscher Vorschrift Vorkehrungen getroffen worden, die auch allen Anforderungen genügen, Zu! widerhandelnde kann man ja jeden Tag am Ohr kriegen, Wären nicht üblere Gerüche zu verzeichnen, so wäre Alles gut; Friedberg steht in gesundheitlicher Beziehung im ganzen Land mit oben an. Eine Geisen-Annonee hat Einsender niemals erlassen, sondern nur eine 1 Empfehlungs-Annonce seiner Waare. Unter Schmuggelei haben wir überhaupt nur verstanden, Fleisch von un“ gesundem Vieh für gesund zu verkaufen. Das ber 05 0 Kalb ist abgezogen worden um das Fell zu verwerthen, Aupoc den das Fleisch ist zu Hundefutter verkauft worden; der virdin in 0 Fall ist ja s. Z. gerichtlich untersucht worden. Uns hehe ven f Oroßbetze; ul dünkt, es wäre besser das gute Renomee der hiesigen Naummete Metzger nicht mit Gewalt zu einem schlechten machen e bn Ei zu wollen, nur um einen einmal gefaßten Plan zu ei⸗( Mumme reichen, damit ist dem Wohl der Stadt schlecht gedientz Stück Eich wir haben das volle und wahre Bewußtsein einer ge. de gasanmen wissenhaften Geschäftsführung und finden uns durch die griedberged beregten Verdächtigungen im Innersten verletzt und weng n lsttag de sich die beiden Correspondenten ehrlich fragen, so werden bern sie sich doch sagen müssen, daß sie zu weit gegangen 9 4 sind. Jedes einzelne Stück Vieh wird vor und nach 5 dem Schlachten von dem beeidigten Fleischbeschauer be lz sichtigt, das müßte doch genügen, wir betonen aber nochmals, daß jeder Metzger in seinem eigenen Interesse dumusog den mindestens so streng oder noch strenger als die Fleisch⸗ hund, sollen beschauer verfahren muß; wir sagen das, zur Beruhigung n wee für etwa ängstlich gewordene Gemüther, aus voller Ueben 5080 zeugung, und hoffen, daß es ein wohlwollendes Ohr 81 fiaden werde. Also nicht höher fliegen, als die Flügel Jasend verste⸗ danach sind. Sollten wir noch etwas vergessen haben, mmenkunf! so stehen wir noch später zu Diensten. Dem r. Corresp. both⸗Weise wollen wir versprechen, daß wir nach seinem Wunsch Gtoßherz auf der Chaussee bleiben wollen, da wir annehmen müssen, daß er selbst schon unliebsame Erfahrungen auß Nebenwegen gemacht hat. ö 1. Rendel. Das Bezirkskriegerfest wird nun Sonn tag den 10. Juli dahier abgehalten. Es sind ea 25 bis 30 Vereine zu demselben eingeladen. Das Programm it ungefähr folgendes: Sonntag Morgen von 7—8 Uhr Choralmustk vor dem Ratbhause, 9 Uhr Festgottesdienst, ½12—1½1 Uhr Empfang der Vereine, 1 Uhr Aufstellung des Festzuges, 1% Uhr Zug durch die Straßen des 1 Dorfes nach dem Festplatz, Begrüßung der Vereine, G sang der Schuljugend, Festrede, Gesang der Vereine, Volksbelustigung, Abends Feuerwerk. Auf dem Festplaßz werden Caroussels, Schießbuden u. dgl. zugelassen, es wäre deßhalb sehr zu wünschen, wenn Besitzer derartiger Buden jetzt schon mit dem Vorstande des Kriegervereins in Unterhandlung treten würden. Die Festwirthschaf! befindet sich in den Händen des Gastwirths Reck zu Vilbel, Wird uns der Himmel am Festtage freundlich zulächeln, 10 dann sind wir uͤberzeugt, daß das Fest zur Zufriedenhet 0 Gießen, 27. Juni. Schwurgericht. Georg Friedr, 1 Mit der rdd aller Festthellnehmer ausfallen wird. Rausch von Höchst a. N. hatte sich heute wegen Ver⸗ bon B brechens im Amte zu verantworten. Der Angeklagtk wurde in 7 Fällen der ihm zur Last gelegten Verbrechen schuldig befunden; die Geschworenen billigten jedoch den von schweren Schicksalsschlägen Betroffenen mildernde Umstände zu, worauf Verurtheilung in eine Gefängniß⸗ strafe von 2 Jahren, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren, erfolgte. Worms, 27. Juni. Heute Vormittag um 9 Uhl 25 Min. ist das Trajeetboot der Ludwigsbahn in Worms Rosengarten mit den Passagteren für Bensheim in dern Mitte des Rheines mit dem thalfahrenden Schleppet Haniel Nr. 1 zusammengestoßen. Die Passagiere wurden vom Schlepper aufgenommen. Das Ueberfahrtsschiff 11 am linken Ufer gesunken — Allerlei. Köln, 27. Juni. Bei Mülhelm am Rbein entgleiste heute früh der Berliner Courierzug. Die Zahl der Ver, wundeten wird auf 13 angegeben. 5 Etsenach. E. Marlikt, die den Gartenlaubelesern 0 wohlbekannte und namentlich bei den Leserinnen in hoher Gunst stehende Romanschriftstellerin, ist, 61 Jahre alt in ihrem Geburtsort Arnstadt in Thüringen gestorben. e. Rüdesheim, 26. Juni. Heute hielt die natlonal- liberale Partei auf dem Niederwald ein Volksfest ab, woran sich Gesinnungsgenossen von Friedberg, Mannheim, Worms, Darmstadt, Aley, Mainz, Bingen, Frankfun und Offenbach, im Ganzen elrea 3000 Personen bethe!““ Mülne del * 8 ligten. Reden auf den Kaiser, die deutschen Fürsten, die 9 lutel wurden jubelnd aufgenommen. Zuletzt sprach 1 Dr. Miquel von Frankfurt und schloß mit och auf Bismarck. Es war ein erbebendes und 1. Fest, das allen Theilnehmern auf immer im Ge— f Lab in ß bleiben wird. reg Handel und Verkehr. bis 1.40, fleisch per Pfd. 62-64 Pf., Kuh; bis 56 Pf., Schweinefleisch 54— 60 Pf., Hammelfleisch 50 62 Pf., Kalbfleisch 4046 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5. 50—6 50, Kirschen per Pfund 18-25 Pf. Hühner per St. M. 0.90— 1.20, Hahnen per St. M. 0.90 Enten per Stück W. 1.50- 2.00, Ochsen⸗ und Rindfleisch 54 Zwiebeln per Cenkner M. 12.— 14., Friedberg, 28. Junl. Fruchtpr. 5 8 M. 20.00, Krn M. 14.00., Gerste M. 13—14., Hafer M. 11 bis 1150. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zäpfd. Friedberg, 29. Juni. pe Pfd. M. 0. 3 Scdießsta 3 N 0 Buttermarkt. Butter kostete Eier 1 St. 6 Pf. Ale, Grünberg, 25. Juni. Fruchtpr. Gerste M. 14.00, Hier M. 12.80, Kartoffeln M. 5.50. auf Gr Dießen, 28. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete 0.75— 0.85, Eier per St. 5 Pf., brter per Pfd. 15 „Tauben per Paar M. 0.70—0.85, Nüdg-, J e per St. 5 81 Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Brodpreise vom 1. bis 16. Juli. Nach eigener Angabe der Väcker. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeler vom 2. Juli 1887. Freitag Abends 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgens 8 Uhr, Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 9 Uhr 15 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 3. Juli an Morgens 6 Uhr, Abends 9 Uhr- Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. ö Bad⸗ Nauheim: Kalbfleisch 54 Pf. Wasserwärme der usa: 29. Junk Mittags: 170. C. Walter. Zuxkin und Nouveanté's für Herten⸗ und Knabenkleider, garantirt reine Wolle, nadelferlig, circa 140 em breit à Mark 2.35 per Meter, ver⸗ senden in einzelnen Metern, sowle ganzen Stücken porto frel in's Haus Oettinger& Co, Frank- furt a. M, Buxkin⸗Fabrik⸗Depot.— Directer Versandt an Private. Muster-Colletionen bereit willigst franeo. 1046 * 2 15 F . Bekanntmachung Forderungen und sonstige Ansprüche an den verlebten beer Johann August Bauer in Ober-Florstadt sind * e bien d Tagen dahier 3 als sonst sie bei der „enn Nulkrung dessen Nachlasses nicht berücksichtigt werden. 7 Dach Friedberg am 28. Jun! 1887. ta: Aut Großberzogliches Amtsgericht Friedberg. gut Herzberger. * Hol zversteigerung. Mittwoch den 6. Juli l. J., von Vormittags 10 Uhr werden im Freiherrlich v. Ritter'schen Walde bet Ir Haselheck versteigert: * 3,1 Raummeter Eichen⸗Schälknäppel, dean ndr 00 Wellen Eichen⸗Schälreisig, „ Der 1,6 Raummeter Eichen⸗Stöcke, 201 Stück Eichen⸗Stangen, zu Baumstützen geeignet. Die Zusammenkunft ist im Lohschlag riedberg den 28. Juni 1887. In Auftrag der Freiherrlich von Ritter'schen Guts— L n, r Rüd es heim: 288 Holzversteigerung. g Ja Dionnerstag den 30. des Nachmittags 2 Uhr die ge aiengend, sollen in 105 hiesige n Gemeindewald nächst une dn Isselwiese 5080 Eichen Schälwellen und 8 Raummeter desgl. Knüppel histbietend versteigert werden. Zusammenkunft beim Häuschen. Doch Weisel am 27. Juni 1887. Großherzogliche Bürgermeisterel Hoch Weisel. Alt Wörner. At — 14 1 B Mts., Du n Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von—4 1 nach 3 2 8 fahren e des Morddeulschen 2 du enn a ut en. 7 N nm Zäherez bel dem General-Agenten — Chr. Emil Derschov, Offenbach a. 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Die trauernden Eltern: Jakob Hieronimus, Ling Hieronimus. 12380 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Theilnahme bei dem so raschen Hͤ. e unseres unvergeßlichen Gatten und Vaters, 3 des Großherzoglichen A. 2 1 Seminarlehrers J. Wahl, sowie für die bei der Beerdigung desselben allseitig, von nah und fern, in so überaus reichem Maaße durch Wort und That erwiesenen Ehren- und Liebesbezeugungen, die an dieser Stelle im einzelnen zu nennen man uns ge neigtest erlassen wolle, sagen wir schmerzerfüllt unseren wärmsten, innigsten Dank. Friedberg den 28. Juni 1887. 2371 Die trauernden Hinterbliebenen. 1 Geschüfts⸗Empfehlung. Der ergebenst Unterzeichnete, welcher schon nahe an 50 Jahre das Tapezier- und Polster⸗ geschäft zur Zufriedenheit der Kundschaft betrieben hat, unterstuͤßt von seinem Stiefsohne Heinrich Eller, in der Lage mit dem Bemerken, daß er, ist, allen Anforderungen der Neuzeit in diesem trägen entgegen. Friedberg im Juni 1887. 2132 empfiehlt sich dem geehrten Publikum Fache zu entsprechen und sieht gefälligen Auf— Prompte Bedienung wird zugesichert. Achtungsvoll Jean Roth& Sohn, Tapezierer. Vorschuß⸗ und Cteditverein zu Wohnbach(e. G.). Geschaͤftsbericht fur das Jahr 1886. ) nebersicht der Einnahmen und Ausgaben. Einnahme. Ausgabe. Mark. Pf. Mark. Pf. 10911 56 Kassebestand 12493 29 1078 60 Geschäftsantheile— 5 8 Reservefonds— 3 12915— Kapitaleinlagen 14128 66 9527[0 Spareinlagen 8874 10 377 24 Obligationen 1800— 32569 66 Vorschüsse 0 7829 69 Güterkaufschillinge 2031— 5 Werthpapiere 3613 55 —* Verwaltungtskosten 486 0 — 1 Dividenden aus 1885 1732 80 8 40 Deponirte Beträge 1 40 77879 40 77879 40 2) Bilanz am 31. Dezember 1886. Mark. Pf. Aettva. Passiva. Mark. Pf. 889814 22 Vorschüsse Kapitaleinlagen 91055 16 10600— Obligationen Spareinlagen 33896 16 35183 4 Kaufschlllinge Geschäftsantheile 13674 l 12493 25 Kassenvorrath Reservefonds 2692 1 93 1024— Werthpapiere Reingewinn 1707. 406 5 Mobllien Voraus erhobene Zinsen 931 205 75 80 Immobllten Deponirte Beträge 8 198 35 Ausstände—— T9 1 46965 1 Mitgliederzahl: 119. Wohnbach den 12. Mai 1887. Der Vorsitzende des Ausschusses: Der Vorstand: 2366 Ph. Pfeifer Er. G. Herget. Fatum. 5 Strohhüte Gebrüder Strauß, 8 1924 vis-A-vis der Post. Große Auswahl in umhängen, Paletots, Regenmänteln 8 zu enorm billigen 2 Preisen. (l. 63417.) 1 Piauino, kreuzsaitig, in Metallrahmen, von großem Ton, pracht— voller Bauart, abreisehalber billig zu verkaufen. Frankfurt a. M.„ Wöhlerstraße 20, parterre. 4000 Mark liegen im Ganzen oder getheilt gegen erste Hypothek in liegenden Gütern zum Ausleihen bereit. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 2363 200 Stück waschächte [Cati une, der Meter von 30 Pf. an. G. Schulhof. 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