Famstag den 28. Mai. M 63. Oberhessischer Anzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Vird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. NMoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Re 30 Pf.; ei f 0 1 ee 1 1 behbd 8 f., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets Nr Ben ae amen, Amtlicher Theil. 1 Die Beiträge zur Kreiskasse für 1887,88. Friedberg den 24. Mai 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach der auf Grund des von dem Kreistag des Kreises Friedberg genehmigten, in Nr. 151 des Oberhessischen Anzeigers von 1886 bboffentlichten Voranschlags für 1887/88 durch Großh. Steuercommissariat Friedberg erfolgten nachstehend abgedruckten Repartition der Beiträge Kreiskasse für 187/88 haben Ihre Gemeinden die nachstehend genannten Beträge zur Kreiskasse zu bezahlen. Sie werden Ihren resp. Arneinde⸗Einnehmern alsbald Zahlungsanweisung ertheilen und dafür besorgt sein, daß dieser Beiträge alsbald, ½ im October l. J. und Bei jeder Zahlung sind die nach unserem Ausschreiben vom Kreisstraßen aufzurechnen. Dr. Braden. Pf. M. Pf. M. 40 1747 60 996 im Januar 1888 an den Rechner der Kreiskasse, Kreuder dahier, gezahlt wird. März 1883, Oberhessischer Anzeiger Nr. 37, vorgelegten Kosten der Unterhaltung der M. Pf M. Pf 1454 1294 10 M. [Nieder Florstadt 1999 Fenheim Dortelweil(Kalchen Okarb St d Nauheim arben aden 10 . g 0 Fauerbach b. Fr. 2109 Von der Haide 29 10 Vom Birkensee 40 30 Oppershofen 1292 50 Stammheim 1508 50 1 uernheim Fauerbach v. d. H. 864 Von der Haide 21 20 Nleder Mörlen 1426 30 Ossenheim 1191 20 Vom besonderen enheim Friedberg 10951 90 Klein-Karben 1314 10 Nieder Rosbach 1300 70 Ostheim 1131— ö Distrlet 17 80 Adenrod Gambach 2038 Kloppenheim 1091 30 Nieder⸗Weisel 3079 60/ Wald 66 60 Steinfurth 1562 40 Bnstadt 8 3 Griedel 1756 Langenhain mit Nieder Wöllstadt 3518 30 Petterweil 1570 80 Straßheim 337 70 J chenbrücken 1457 Groß Karben 2273 Ziegenberg 70 Ober Erlenbach 1477 50 Pohl Göns 818 70 Trais⸗Münzenberg 535 60 Ame Bbdesbeim 2937 Harheim 1240— Maibach 90 Ober Eschbach 1353 80 Reichelsheim 2087 20 Vilbel 4534— urg Gräfenrode 984 Hausen 93 Massenheim 28 20 Ober Florstadt 457 90 Rendel 2036 80 Weckes heim 842 30 * Um Seif⸗ und Heldenbergen 2692 Melbach 32 80 Ober-Mörlen 3126— Rockenberg 2046 20 Wisselsheim 566— e Ortsguldenwald 28 Hoch Weisel 673 Münster 20 Ober-Rosbach 2245 60 Rodheim 371810 Wölfersheim 1978— J A. Sum bbach 5140 Holzhausen 1294 Münzenberg 30 Ober Wöͤllstadt 1527 70 Rödgen 368 80 Wohnbach 1383 3 . Dirheim i 1682 Ilbenstadt 2759 3 Nieder Erlenbach: 90 Ockstadt 2465 10 Schwalheim 1055 50 yochherh. Irn⸗Assenheim 1018 Kirch⸗Göns 1036 Nieder Eschbach 1692 30 Ses 22 90 Södel 990 20 0 6 — Bekanntmachung. — Nachstehende Polizei⸗Verordnung, für den Umfang des Stadtbezirkes Hanau gültig, bringen wir hiermit zur Kenntniß der Bewohner 8 ures Kreises. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. fall Friedberg den 23. Mai 1887. J. V.: Nebel. ö Freibankordnung. lichen Ladenpreis bleiben muß, wird durch Anschlag an der bierfür bestimmten Für den Verkauf minderwerthigen Fleisches auf der in dem städtischen Waage— Rude am Heumarkt(Neustadt) eingerichteten Freibank wird hiermit Folgendes 1 Mordnet: Netscher, 5§. 1. Dem Freibankverkaufe unterliegt alles Fleisch, a zbachthausverwalter(Thierarzt) als minderwerthig, aber der Gesundheit nicht mer, außerhalb des Freibanklokals angebrachten Tafel, sowie durch Anschlag auf einer solchen im Innern des Lokals bekannt gegeben. welches durch den§. 4. Der Verkauf des Fleisches auf der Freibank darf nur in Quantitäten von höchstens 5 Kilo stattfinden. An Wiederverkäufer darf das Fleisch nicht ver— kauft werden. §. 5. Für die Benutzung des Freibanklokals sind an Gebühren zu entrichten: für 1 Stück Großvieh M. 2., für 1 Stück Kleinvieh 75 Pf., für Fleischstücke pro Kilo 3 Pf. §. 6. Nach beendigtem Verkaufe hat der Verkäufer für die gründliche Reini— gung des Lokales und der Utensilten Sorge zu tragen, widrigenfalls die Reinigung auf seine Kosten erfolgt. §. 7. Die Veröffentlichung der Verkäufe erfolgt mittelst Anschlags an der Frelbank, sowie eventuell am vormaligen Altstädter Rathhause und an den Ezami— natorhäusern am Kanalthor, am Nürnbergerthor und an der Kinzigbrücke und sowelt möglich durch die hiesigen Blätter auf Kosten des Verkäufers. §. 8 Neben dseser Freibankordnung kommt die Schlachthaus ordnung gleich— mäßig zur Anwendung. F. 9. Diese Freibankordnung tritt sofort in Kraft. Hanau den 16. Mai 1887. Der Stadtrath: Rauch. menf leider 10 ich befunden wird. §. 2. Der Verkauf des Freibankfleisches findet unter Aufsicht des bestellten schbeschauers statt. Solange nicht von der Schlachthof- Verwaltung Personal für Aushauen und den Verkauf des Freibankfleisches bestellt wird, in welchem Falle igenthümer sich ausschließlich dieses Personals gegen die hierfür festzusetzenden hrensätze zu bedienen hat, ist von dem Eigenthümer selbst für Aushauer und ufer zu sorgen.— Für die Aufsicht bei dem Verkauf des Fleisches hat der llichbeschauer von dem Eigenthümer des Fleisches an Gebühren zu beanspruchen: h Stück Großvieh M., für 1 Stück Kleindieh 50 Pf., für Fleischtheile per 1 ½ Pf. Besorgt der Fleischbeschauer auch das Aus hauen, so hat er hierfür chalten; für 1 Stück Großvieh M. 1., für 1 Stück Kleinvieh 50 Pf., für flechtbeile per Kilo 12 Pf. 8. 3. Der Verkauf des Fleisches darf nur von Morgens 8 Uhr bis Abends Ur stattfinden. Der Tag des Verkaufes, sowie der Fleischpreis, welchen der athümer selbst zu bestimmen hat, der aber wenigstens/ unter dem gewöhn— Personen, bezüglich deren Aufenthaltsorte Auskunft begehrt wird: Haßler, Heinrich, von der Kröge bei Battenberg, 2. Vath, Elisabeth, von Hainbuchenthal, 3. Köhm, Karl, von Bechtheim bei Worms. Friedberg den 25. Mai 1887. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Jen Biesgelzben Schädigung der Fabrikanten eintrete, sei richtig, aber gehenden Arrae, Cognae, Rum, werden Zoll 125 Mark b. bel u. Len. li güte denbill scu 5 ane onen Ri! l Infle lech 1, Weser⸗ Bh del „erget 8“ ebberg⸗ 1 i Pier * 4 ö Darmstadt. Wie die N. H. V. mittheilen zen, hat die Großh. Regierung den dermalen 2 Ersten Kammer der Stände vorliegenden iges⸗Entwurf über die Ausdehnung der Miisteuer auf Private noch vor der Ausschuß— ben hung zurückgezogen. Deutsches Reich. — 25. Mai. Prinzessin Victoria hat eine gie Nacht gehabt. Das Fleber hat sich ver— tert. berlin, 25. Mal. Der Reichstag erledigte in dite vesung die internatlonalen Verträge zum Schutze d munterseesschen Telegraphenkabel, ebenso den Gesetzent— maf betr. Abänderung und Ergänzung des Gesetzent— wut über Quartlerlesstung und Naturallelstung für die mf nete Macht im Frieden. Bei der ersten Berathung r buckersteuervorlage führt Staatsseeretär Jacobi aus, ei der Vorlage die Unterschetdung zwischen den An jrihschaftlichen und finanzwirthschaftlichen Interessen Helle. Das Bedürfniß der Vorlage, bezw. der Zucker— eum eform sei wiederholt erörtert worden. Die Ursache elne i eständigen Rückganges im Zuckersteuerertrag liege] Preßhef e zu spät erkannten rapiden Steigerung der Zucker- dung. zie; daß durch Herabsetzung der Eyportprämie eine lautend: unvermeidbar. Die Herabsetzung der Exportprämte sei auch weit hinter den von anderer Seite verlauteten Wünschen zurückgeblieben. Nothwendig sei nur, daß das Gesetz mit einem Termine in Kraft trete, der mit dem Betriebsjahre zusammenfalle. Einzelne Bestim mungen seien am Besten in der Commission zu erörtern. Nach einer weiteren, wenig erheblichen Debatte wurde die Vorlage einer achtundzwanziggliedrigen Commission überwiesen. Bei der Berathung des Gesetzentwurfs, be— treffend die Postdampfschiffverbindungen mit überseeischen Ländern, stellte sich Beschlußunfählgkelt des Hauses heraus. Das Haus vertagt sich sodann bis zum 7. Juni. — 25. Mai. Die Branntweinsteuereommission hat heute die zweite Lesung des Gesetzes bis auf die Nach— steuer und den Einführungstermin des Gesetzes erledigt. Angenommen wurde der Antrag Buhl zu§ 59, wonach den gewerblichen Brennereten, welche vor dem 1. April 4887 bestanden und nicht mehr als 10,000 Liter Bottichraum an einem Tage bemaischen, für den Umfang des bis— herigen Betriebes eine Ermäßlgung des Zuschlages um 4 Pf. pro Liter reinen Alkohols, den gewerblichen Bren— nerelen, welche von 10,000 bis 20,000 Liter bemalschen, Ermäßlgung von 2 Pf gewährt werden kann; auf efabrlken findet diese Bestimmung keine Anwen— Zu§ 41 wurde ein Antrag Buhl angenommen, „Von dem vom Zollauslande in Fässern ein— pro 100 Kilo, von allem übrigen Branntwein 180 Mark pro 100 Kilo erhoben.“ Abgelehnt wurde der Antrag, die Communen zu berechtigen, Zuschläge zur Brannt— weinsteuer zu erheben. Die Commission nahm zuletzt noch eine Resolution an, welche durch eine Novelle zum Strafgesetzbuch die verschledenen im Branntweinsteuerge— setz vorkommenden Strafen mit der Strafgesetzgebung in Einklang gebracht zu sehen wünscht. — 26. Mai. Der Kaiser hielt heute, von dem Großherzog von Toskana, den Prinzen Wilhelm und Albrecht und einer glänzenden Suite gefolgt, die Frühjahrsparade über die Truppen der Berliner und Spandauer Garnison auf dem Tempelhofer Felde ab. Die Groß— herzogin von Baden und die Erbprinzessin von Meiningen folgten zu Wagen. Der Kaiser fuhr zunächst die Front der in zwei Treffen aufgestellten Truppen entlang und ließ dieselben dann in Parade vorübermarschiren. — 26. Mai. Der„Reichsanzeiger“ schreibt heute: Se. kaiserliche und königliche Hoheit, der Kronprinz, erkrankte im Januar dieses Jahres e W an einer Halsentzündung, welche in ihren äußeren Erscheinungen, einem geringen Husten und einer intensiven Heiserkeit, durch die bisher in ähn- lichen Fallen bei Sr. kaiserlichen Hoheit mit Erfolg angewendeten Mittel sich nicht beseitigen ließ. Auch eine mehrwöchentliche Kur in Ems, welche im Uebrigen auf das Allgemeinbefinden Sr. kaiserlichen Hoheit von bester Wirkung war, vermochte doch das örtliche Leiden nicht zu heben, so daß die im Laufe der Erkrankung neben dem behandelnden Leibarzt zugezogenen ärztlichen Autoritäten sich einverstanden damit erklärten, daß ein englischer Specialist für Hals— krankheiten, Dr. Morell Mackenzie aus London, mit seinem Urtheil gehört werde. Derselbe ist vor einigen Tagen hier eingetroffen und hat nach wiederholter Untersuchung Sr. kaiserlichen Hoheit den Zustand höchstdesselben nicht so Be. sorgniß erregend gefunden, daß er nicht hoffte, durch eine zweckentsprechende Behandlung das Uebel in nicht zu langer Zeit beseitigen zu können. — Der dem Bundesrathe zugegangene Ge— setzentwurf betr. die Einführung der Gewerbe— ordnung in Elsaß Lothringen, umfaßt 7 Para— graphen. — Wie das Fr. J. von hier hört, hat sich beim Reichskanzler wieder das alte Leiden ein— gestellt. Seit einigen Tagen wird Fürst Bis— marck von rheumatischen Muskelaffectionen heim— gesucht, in Folge deren ihm jede Bewegung heftige Schmerzen verursacht. Karlsruhe. Der Landtag ist auf den 7. Juni einberufen. Ausland. Oestereich-Ungarn. Pest, 26. Mai. Die Thronrede des Kaisers bei Schluß des Reichstags betont, die Opferwilligkeit des Landes, sowie die freundschaftliche Lösung der mit Oester— reich zu regeln gewesenen Fragen gewähre der Regierung eine mächtige Stütze, um in den Be ziehungen, in denen sie heute zu allen Mächten stehe, mit Erfolg uud zunehmender Hoffnung ihre Wirksamkeit dafür fortzusetzen, daß unter vollständiger Wahrung der Lebensinteressen der Monarchie der Friede auch ferner aufrechter halten werden könne. Schweiz. Bern. Die Bundesversammlung ist auf den 6. Juni einberufen. Belgien. Brüssel, 25. Mai. Der„Etoile belge“ meldet, die Behörden hätten Kenntniß von einem geplanten Handstreich der Streikenden auf die Stadt Charleroi erlangt. — 25. Mai. Der Streik wächst. Sehr schlimme Nachrichten kommen aus Seraing. Der Gouverneur von Lüttich verlangt dringend militärische Hilfe. Frankreich. Paris, 25 Mai. Floquet setzte die Besprechungen mit den Opportunisten fort, welche darauf bestanden, daß Boulanger dem Cabinet nicht angehöre; namentlich lehnte Rou— vier für diesen Fall die Uebernahme des Finanz— ministeriums ab. Nachdem Floquet sich mit den Opportunisten nicht einigen konnte, theilte er Grevy mit, daß er die Cabinetsbildung ab— lehnen müsse.— 26. Mai. Freycinet hat die 1 1 1 Bildung des neuen Cabinets nunmehr doch übernommen. Türkei. Constantinopel. Die„Polit. Corr.“ meldet aus Canea, die Pforte habe die Forderungen der christlichen Abgeordneten, die Zolleinkünfte betreffend, abgelehnt. Bulgarien. Sofia. Die bulgarische Re— gentschaft hat beschlossen, weder die große noch die ordentliche Sobranje einzuberufen. Nach den Municipahlwahlen in Bulgarien wird die Sobranje aufgelöst, da die dreijährige Dauer, für welche sie gewählt worden, verstrichen ist. Die Neuwahlen finden Anfangs Juli statt, wo— rauf die neue Kammer für ihre ordentliche Session im Oktober einberufen wird. Rußland. Petersburg. Das kaiserliche Paar geht zur Feier des Krönungstages am 6. Juni nach Moskau. Es werden dort große Festvorkehrungen zu seinem Empfang und für die Zeit seiner dortigen Auwesenheit getroffen. Die Blätter melden gerüchtweise, das griechische Königspaar und der Fürst von Mentenegro träfen demnächst in der Krim ein. Amerlka. Rio de Janeiro. Die hier erscheinende„Rio Post“ veröffentlicht folgende Warnung vor Auswanderung nach der Provinz S. Paulo in Brasilien: Die Regierung hat mit dem bekannten spekulativen Konselheiro Antonio Petro da Costa Pinto einen Kontrakt behufs Einführung von 5000 Einwanderern aus Nord— europa abgeschlossen. Da es sich diesmal haupt— sächlich um Verleitung Veutscher zur Auswande— rung als Arbeiter für Pflanzungen nach S. Paulo handelt, so machen wir sämmtliche deutschen, österreichischen und schweizerischen Behörden auf den Fall aufmerksam und lassen hier im Wort— laut den officiösen Bericht aus dem„Journal do Commercio“ in Uebersetzung folgen. Der— selbe lautet:„Der Kontrahent(Pinto) erhält von der Regierung 60 M. für jeden mehr als 12jährigen Einwanderer, 30 M. für jeden Ein— wanderer im Alter von 8— 12 Jahren und 15 M. für jeden von 3—8 Jahren, unter der Bedingung, daß er von den Einwanderern nicht mehr als eine gleiche Summe für ihren Trans— port bis zu einem der Häfen Rio de Janeiro oder Santos in der Provinz S. Paulo verlangt. Führt er Einwanderer ein, ohne diese nach Alter und Nationalität abgemessene Bedingung einzuhalten, so ist er verpflichtet, dieselben auf ihren Wunsch wieder in ihr Geburtsland zurück zuführen. Sodann hat der Kontrahent sich ver pflichtet, für den Preis von 120 M. für jede Person über 12 Jahre, 60 M. für jede solche von 8—12 Jahren und 30 M. für solche von 3—8 Jahren diejenigen Einwanderer einzu— führen, denen die Regierung Freipassage ge währt, in welchem Falle der Kontrahent von den Einwanderern keine Zahlung annehmen darf. Der Kontrakt kann mit Zustimmung der Regierung an irgendeine Transport-Gesellschaft übertragen werden. Uebertretungen der Klauseln werden mit Strafen von 1—3 Contos belegt, die im Wiederholungsfalle verdoppelt werden.“ Hierzu bemerkt die„Rio Post“ folgendes:„Die Strafen sind für den vorliegenden Fall voll— kommen bedeutungslos. Den Einwanderern mit theilweiser Freipassage wird im Rio- und San— tos⸗Hinterlande kein Kleingrundbesitz gewährt, weil dort noch keine Kolonieen nach deutschen Begriffen existiren. Volle Freipassage wird nur denen gewährt, welche Arbeitskontrakte eingehen. Letztere einzugehen muß eutschieden widerrathen werden, theilweise Passagierermäßigung kaun unter gewissen Vorsichtsmaßregeln von Personen, die bereits wissen, wie sie in Brasilien ihre Zukunft finden, angenommen werden, jedoch von Land— wirthen, die nach den drei Sudprovinzen wollen, nur bis zum Hafen Rio, weil nur von ihm aus eine Weiterbeförderung der Einwanderer nach Rio Grande do Sul, Santa Katharina oder Parana hinreichend gesichert ist. Zum Schluß machen wir darauf aufmerksam, daß die brasi— lianische Regierung bereits einen Agenten nach den deutschredenden Gebieten Europas abgesandt hat, der in deutschen Zeitungen für die Aus— wanderung nach der Provinz S. Paulo Pro— paganda machen soll.“ Aus Stadt und Vand. Friedberg, 27. Mai. Gestern Abend wurde unter großem Auflauf der Bevölkerung, begleitet von einem Poltzeicommissär und Schutzleuten von Hanau, eine größere Truppe Zigeuner hier eingebracht. Die Wagen, die nicht zum Wohnen eingerichtet sind, wurden polizeilich verschlossen, die Weiber und Kinder mußten in den Wohnwagen, den sie nicht verlassen durften, die Pferde wurden, als vor— läufig gepfändet, bei Gastwirth Zimmermann eingestellt und die 6 Männer fanden„in der Heck“ wohlwollende Aufnahme. Die Bande hatte vor Kurzem in Großen— Linden einen bedeutenden Dlebstahl verübt und war dann, die große Heerstraße vermeldend, nach Hanau gezogen. Da die Polizei nach allen Richtungen hin avisirt war, so wurde die Bande bei ihrem Eintreffen von der Hanauer Schutzmannschaft liebevoll empfangen und zunächst hier— her begleitet. Heute Morgen wurde sie unter Gendar— meriebegleitung von hier weiter nach Gießen transportlrt. Gießen. Liste der Geschworenen für das 11. Quart. 1887: 1) Kisselbach, L., Butzbach. 2) Möller, Fr., Eichel sachsen. 3) Bensel, H., Maar. 4) Klingelhoͤffer, L., Büdingen. 5) Schudt, Fr., Bönstadt. 6) Schneider, J. J, Ostheim. 7) Vogt, E., Butzbach. 8) Alter, J J., 5 Verstadt. 9) Bender, H., Griedel. 10) Scho Pohl-Göns. 11) Lamp, W., Vilbel. 12) Kor Schwabenrod. 13) Gonder, J. M., Feledberg, 14) G K., Lollar. 15) Gläser, K. M., Büdingen. 16) G 0 H. K., Setbertenrod. 17) Emilius, K., Laub 18) Reble, H., Eckartshausen. 19) Fletscher, J. K. v Ulfa. 20) Koch, G., Villingen. 21) Schneider, H. Alsfeld. 22) Schlunk, T., Gambach. 23) Weber, I, Bingenheim. 24) Frank, H., Großen-Buseck. 25) Leo hard, Chr., Okarben. 26) Heun, K., Melbach. 27) Römer J. III., Heuchelheim. 28) Meldes, G. Fr. K., Oberaa 29) Lung, H. IV., Wohnbach. 30) Schmidt, H vin, len Romrod. unt 5—,% Allerlei.% Augsburg, 26. Mal. In der Buntweberel von 5 Pfersee protestirten die deutschen Arbeiter gegen die Au, nahme böhmischer Acbeiter. Bei dem hlerbet entstan. denen Tumult kam es zu Thätlichkeiten; ein Czech“(Ege wurde mißhandelt. Die Gendarmerie schritt ein ung verhaftete 6 Rädelsführer. Parts, 25. Mai. In der Opera comique brach während der Vorstellung heute Abend Feuer aus. Das Alle 8 Feuer entstand nach den angestellten Ermittelungen In den Soffitengardinen des hinteren Bühnen raumes. 6 verlautet bis jetzt von einigen 60 Verwundeten und 0 19 Todten. Genauere Detalls können aber noch nich!“ e festgestellt werden. Die Rettungsarbeiten dauern fort Das Gebäude der Oper ist vollständig zerstört. Paris, 25. Mat. In Bergerac suchte die Bevölke⸗ age Aus wa rung einen Cireus anzuzünden, weil darin deutsche l Musiker angestellt waren. 1 a 75 161 f Verlousungen. 4 alice Ansbach-Gunzenhausener Elsen bahn 7 fl. ahr 0 M. Loose von 1856. Serienziehung am 16. Mal 1887 aach, joe S. 39 278 410 552 709 739 809 983 1290 1399 153 dhe sud fe 1571 1700 1794 1807 1981 2026 2036 2104 2158 en wer 2353 2391 2458 2658 2846 2981 3252 3294 34% 6% 3574 3689 3700 4056 4146 4203 4352 4460 4603 1 pal 4682 4691 4774 4872. Die Gewinnziehung findet am 15. Juni 1887 statt. 0 Brüsseler 100 Fr.⸗Loose von 1886. Serlen⸗ und Gewinnziehung vom 14. Mai 1887. Heimzahlung am 5. Januar 1888. Serien: Nr. 3061 4243 8360. 9366 11588 13213 15556 16831 21895 23782 27668 daß mein 29381 386 31936 39001 107 41374 43097 47779. 30413 50750 53776 54572 58527 59833 67449 66221 Th 79377 79585 81055 82107 88507 89959 90162 93410 624 787 96894 98378 100181 108970 113364 891 ed 115151. Gewinne: S. 113894 Nr. 1 100,000 Fres. S. 118891 Nr. 3 2500 Fres. S. 47773 Nr. 17 1000 Fes Aren, P S. 50413 Nr. 8, S. 59833 Nr. 25 3 500 Fre. l f S. 4143 Nr. 11, S. 11588 Nr. 21, S. 13213 Nr. 7 8 24, S. 29336 Nr. 8 15, S. 39001 Nr. 9, S. 504 Nr. 13, S. 5715 Nr. 13, S. 58725 Nr. 25, S. 67449 Nr. 3 9, S. 79377 Nr. 18, S. 81055 Nr. 18, S. 8850 Nr. 4, S. 89959 Nr. 13, S. 93894 Nr. 19, S. 9887 er. 1, S. 108970 Nr. 8 à 150 Fres. Auf alle übrigen in vorstehnden Serien enthaltenen und hier nicht au führten Nrn entfällt der geringste Gewinn von 110 F. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. Pfingstfest. Pfarramtswoche Herr Kirchenrath Baur. Pfingstsonntag. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 10½%ʒq Uhr: Herr Candidat Schaich. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach— Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Pfingstmontag. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Confirmation der Knaben und Abendmahl. Nachmittags 2 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlön. Mittwoch den 1. Juni. Stadtkirche, Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer 5 hf Dr. Weiffenbach. eee Prüfung der Confirmanden(Mädchen), — 1— e ligt statholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. An beiden Feiertagen Morgens 6 Uhr: Beicht; 3/47 Uhr: Austhellung der heil. Communton. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Vesper; nach derselben Gelegenheit zur Beicht. 7 Uhr: Rosenkranz. Jsraelitischer Gottesdienst. ö Sonntag den 29. und Montag den 30. Mak:% Lors Schebnoth⸗ oder Wochenfest. 1 Erster Festtag. N 8 Samstag Abends 8 Uhr 50 Min. N Sonntag Morgens 8 Uhr. 5 Sonntag Nachmittags 4 Uhr. n gun d Zweiter Festtag. N Sonntag Abends 8 Uhr 45 Min. A005. Montag Morgens 8 Uhr. f 1 Montag Nachmittags 4 Uhr. 1 Festes-Ausgang 8 Uhr 50 Min. 0 Wochengottesdienst von Dienstag den 31. Mai an Asen Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 40 Min. e 10 a Setzer e. 1 fenden 1 Fritdotrg Sensen, * nn— tu kt. b 1 Sicheln, 2001 8 0 Wetzsteine, 6? Sensenwürfe und f 1 Rechen . Theis. „ Zwei Wohnungen birthitz. 5 5 ent bu 3 und 4 Zimmern mit allem Zubehör, sofort oder s r beziehbar, sind zu vermiethen bei g 1 Obsthändler Werner Wittwe. Suben 1 W N 5 „ FEiserne Zugwaagen, l g.— 7 5 HbBerz. Stachel⸗Zaun⸗Draht 1 4 empfiehlt zean Huber. 1 Ein Lehrling, L115 1 7 7 Schmiedehandwerk erlernen will, W deo gesucht. 8 11, 0 karben. Wilh. Singhof. Des g a 5 2 Lehrlinge, f 1 ode die nöthigen Vorkenntnssse besitzen, können bei uns „ bett n ten. Ffrledberg den 12. Mai 1887. 1 1 Vorschuss-& Creditverein., 11.„ 180 regen Genossenschaft. 1 4 Ein tüchtiger % 2 b ch A Haus bursche l bei * 5 ö* 1 85* 0 obiliar⸗Versteigerung. Donnerstag den 2. Juni l. Js., Vormittags 9 Uhr dangend, werden in dem Hause des Herrn Scheibel (über Sleck'sches Haus) nachverzeichnete Mobilien gegen arzahlung versteigert: 4 vollständige Betten, 1 Sopha, salelderschrank,! Commode, 1 Pfellerschränkchen, großer ud 2 keine Tische, 4 Nähtisch,(Waschtisch, 3 Sessel, 1 Stühle, Spiegel, Bilder, Vorbänge und Bettvorlagen, Paar Messer und Gabeln, 1 Doppelflinte, 1 Parthie Jeellan, Küchengeräthschaften,! Letterwagen und sonstige Fushaltungsgegenstände. Sämmtliche Gegenstaände konnen auf Verlangen zu jter Tageszeit angeseben werden Friedberg den 27. Mal 1887. 5 J. A.: Franz Joseph Nees, 1 Auetionator. Trockene und in Oel geriebene Farben, Alle Sorten Oel und Spiritus Lacke, sowie alle Arten von f. 2 Pinseln mrößter Auswahl empfiehlt zu reellen und billigen Preisen 10 Win. 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Schulhol. 2 Pack Saͤcke sind vor einiger Zeit bei mir stehen geblieben und bitte ich den Eigenthümer dieselben abzuholen. Wilh. Wind. 1981 Neue italienische Kartoffeln, Matjes-Häringe, in großer Auswahl empfiehlt zu 1590 1877 5 1955 7 „ egyptische Zwiebeln 1935 bel Wilhelm Fertsch. Am ersten Feiertag ist mein Geschäft geschlossen. 1997 gernbeck. Am 1. Pfingstfeiertag bleibt mein Geschäft geschlossen. 1996 Pi. Dan. Hümmich. An den beiden Pfingst⸗ feiertagen ist mein Geschäft geschlossen. 1948 Vilhelm Fertsch. Das Neueste 1 in Sonnen⸗ und Negenschirmen debe Außer bing C. Oberländer. Velocipede für Knaben und Erwachsene, wenig gebraucht, sehr gut erhalten, äußerst billig bei Adan Söllner II. Regen-& Sonnenschirme, 1903 1999 Fritz Schmidt, Kaiserstraße. Mein Lager in Filz und Strohhüten, sowle Sonnen⸗ und Regenschirmen ist entschieden das größte und best⸗ sortirteste, dabei tadellose Waare und billige Preise. Empfehlung. 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Sprengel. 22062 85 5 50 jährige Jubiläumsfeier d ee des hiesigen euangelischen Predigerseninars.„e, e 197 Büdesheim 14 nn 5. an Den bugs 0 en dür, 10 6 aft! e antweder 1 15 gerchtsvor! 1 ban 10 e offen 10 in für U 5 müaen. J. dre, 0 ee 17 Ol Zu der auf den 26. Juli d. J. festgesetzten Feier können einige hundert Festgaste eintreffen, Pfingsten 1887. 1998 15 welchen die Stadt für etwa zwei Nächte passendes Unterkommen darbieten muß— a 5 Die Beschaffung dieser Wohnungen könnte ihre Schwierigkeit haben, wenn man nicht auf. db 0 0 die allbekaunte Gastfreundschaft der Einwohner Friedbergs vertrauen und erwarten könnte, die— Lit ergkl f Ino. selben würden es als eine Ehrenpflicht ansehen, diese Festgäste, unter denen Viele alte Bekannte und liebe Freunde erblicken werden, bei sich aufzunehmen. el Abend⸗ Unterhaltung Es ergeht darum hiermit jezt schon an die verehrten Einwohner Friedberg's freundliche e den 2. Juni, Abends 8 Uhr. Einladung, sich hierzu bereit zu erklären und einem der Unterzeichneten bis zum 6. Juni d. J. Der Vorstand. gefälligst mittheilen, dabei auch angeben zu wollen, wieviel Betten zur Verfügung stehen. Die Mitglieder des Wohnungs- und Empfangs-Comitsé's: indecker 5 Felsenkt kl. Schmidt, Schulrath. Wahl, Seminarlehrer. Dr. Schmid, Professor. Steinhäußer, Büuͤrgermeister. Reuß, Beigeordneter. Hieronimus, Am 1. Pfingstfeiertage Eröffnung Hofmaler. Dr. Becker, Arzt. L. Weis, Kaufmann. Schwarz, Se⸗ der Gartenwirthschaft. minarlehrer, sowie die Candidaten der Theologie: Dittmar, Christmann, Guten Mittagstisch, kalte und warme Speisen zu 1999 985 Für,* Köhler, Becken haub, Partenheimer. jeder Tageszeit, reingehaltene Weine und ein gutes —— Glas Bier, sowie reelle und billige Preise werden den geehrten Besuchern zugesichert. Billards. en eimer u cn. Ein gutes Pianino steht zur freien Benutzung im Lokal. Flaschenbter à 20 Pf. frei in's Haus. 1 Am 3. Pfingstfeiertage findet Marmonie- und Tanzmuslk att, wozu freund— lichst eingeladen wird. b. 1920 Bad Salzhausen. B 382( 0 N 1 11 192 In e 1 i nn. 1 Pfingstmontag den 30. Mai: Am zweiten Pfingstfeiertage findet in meinem l G 3 11 d Tanzmusik Grosser Bal. 3 I 1 Für reine Weine und gute Speisen ist bestens gesorgt. statt, wozu ich freundlichst einlade. N.. Fritz. Es ladet ergebenst ein 1965 J. Richarz. elzerbrunnen.„Ockstadtt. 5 5 Tanzmusik fle wozu ich freundlichst einlade. Montag den 30. d. Mts., als am 2. Pfingstf eiertage,. wozu e 1971 H. Peter- * Reeller Ausverkauf. 2 3 Die Pfingstfelertage übergebe ich meine neu erbaute Wegen Aufgabe meines Geschäftes verkaufe sch meine sämmtlichen nachstehend verzeichneten Waaren Tln„Bordkegelbahn“ einem werthen interessirten Publikum und unter Selbstkosten⸗ zur gefälligen Benutzung. Bei dleser Einweihung werde Preis: Das Neueste in Garnirten Damen⸗ und e ich ein vorzügliches Glas Exportbier à 10 Pf. und Mabel à 12 Pf. verzapfen. Sonnen und b. 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Ur einen Knaben, der Schlosser oder Mechaniker werden möchte, wird ein ugleich bringe ich ine Gartenwirt t t Einen A cker Gr us e in de eee e 1952 1 50 Aug Die Verwaltung des Versorgungshauses. mit Klee untermischt hat zu verkaufen 5 6 für Herren, Damen und Kinder Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 1978 M. Philippi. 85 Hemden, z. Einkaufspr. bei R. Friedrich. ruck und Verlag von Carl Bindernagel. Der Pfingstfeiertage wegen erscheint Dienstag den 31. Mai keine Nummer des Anzeigers. 8 (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 22 und eine Beilage.) uch Ablauf I onundbuch e ud die e A chüg enger A ce zung sell gige Alcten und erfo che zur Anz Juglach werd n unnstec e dun 18 slledberg LJußhen dle In an h. No 0 er Mörlen 0 Ill. lune N Ialel ge Etoffun thschaft. 11 N 1214 Beilage. — Oberhessischer Anzeiger. M 63. Bekanntmachung. Es wird biermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht ß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Frled k beberg offen gelegt worden ist. ö 5 keffenden Fehler aufmerksam gemacht werden.— machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das kerzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres gescheben, erhalb der obigen Frist die Anzeige zu machen. Die e Anzeige liegt ihnen innerhalb derselben Frist als n ob, wenn sie bereits vor Offenlegung des Grund— hs gegen den daselbst eingetragenen Vesitzer elne Besitz— the angestellt haben.— Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn (Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Aer und die Größenangaben in allen denjenigen Fällen richtig angenommen, in welchen weder eine gericht⸗ * Besettigung bei dem genannten Ortsgerichtsvorsteher rotoecoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deßhalb ben und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gichte zur Anzeige gebracht worden ist.— Zugleich werden alle Diejenigen, welche die in Ge— ai heit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 betreffend: die Erwerbung des Grundeigenthums ze. beigefügten Erwerbtitel berichtigt zu sehen wünschen, diß efordert, die erforderlichen Anträge binnen der fest— Asten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Hechte zu stellen,— und, wenn dieses ein anderes als I unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit u 30. Juni 1887 zu Ende. Friedberg den 14. Dezember 1886. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Aufgebots- verfahren. 955 am 5. November 1828 geborene Jakob König XII. n Ober⸗Mörlen, ein Sohn der Anton König V. Ehe⸗ h daselbst, wanderte im Mai 1850 als Zimmergeselle a Amerika aus und soll von dort, entweder aus ius Vork oder Mexico, in der ersten Hälfte der 50er be zweimal an seine jetzt verlebten Eltern geschrieben An. Seitdem ist kein weiteres Lebens zeichen mehr ehuhm vernommen worden. Unverbürgten Nachrichten age soll er Ende der 50er Jahre in New⸗Nork in ih eines Elsen bahnunglücks eines tragischen Todes erben sein. zus dem Nachlaß seiner Eltern ist ihm Vermögen gallen, das curatorisch verwaltet wird und jetzt auf 2500 Mark angewachsen ist. zuf Antrag des Johannes König XXXIV. für sich als Bevollmächtigter der Ehefrau des Johannes VI., weiter auf Antrag des Anton König XIV., Nartin König V., der Kaspar Krebs II. Wittwe zer Kinder des verlebten Wilhelm König III. von 1 Mör en als gesetzliche Erben des erwähnten un— t wo? abwesenden Jakob König XII. von Ober— ln wird derselbe aufgefordert, im Aufgebotstermin koch den 13. Juli 1887, Vormittags 10 Uhr, . gewisser bei dem unterzeichneten Gerichte selne niche an das fragliche Vermögen anzumelden und ee in Empfang zu nehmen, als im Schwelgefall e bleben unterstellt, er für verschollen erklärt und Fagliche Erbschaft den Antragstellern als nächsten ndten und gesetzlichen Erben vorerst gegen Cautlon delefert wird. Deselbe Aufforderung ergeht unter demselben Nach— an die etwaigen Leibeserben und sonstigen Rechts- clcger des Vermißten. d⸗Nauhelm den 8. Mai 1887. SGroßherzogliches Amtsgericht Bad⸗Nauhelm. 9 Bauer. 1 Sch ü tz. Holzabfahrten. . Holzabfahrten aus und durch den hlesigen Ge— wald sind bis auf Welteres bel Strafe verboten. er Mörlen am 24. Mal 1887. N 1 9 ö * betreffend: Offenlegung des Grundbuchs und der Pareellenkarten der Gemarkung Friedberg ung nebst den dazu gehörigen Pareellenkarten auf dem Jarcau des Großherzoglichen Ortsgerichtsvorstehers zu Die Betheiligten sind befugt, dasselbe während der zit der Offenlegung in diesem Local einzusehen, auch zen Entrichtung der vorschriftsmäßigen Gebühren von m genannten Ortsgerichtsvorsteher Grundbuchsauszüge verlangen.— Auch werden sie von demselben auf lik! U Nach! d von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie Allen Denjenigen, welche sich bei den Angaben des Eundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes und der Größen— zaben für beschwert erachten, steht es frei, binnen ler unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre An— Ude entweder auf gütlichem Wege bei dem Großberzogl. i8gerichtsvorsteher zu Friedberg, vor welchen sie ihren algen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen ter insofern dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche „ dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Gerichte geltend TTT 5 7 Jur Gedächtnißweihe des Tondichters Peter Müller. Lass' einen Kranz dir binden, Des„Heimwehs“ Sehnsuchtsklage Und aus dem Walde dringet Dir Sänger kindlich rein, Beschleicht uns heimlich-leis, Der Jager lauter Chor, Um delne Stirne winden, And weckt im Lärm der Tage Der„Schall der Hörner“ klinget „ Verklärt wie Sonnenschein. Die Helmathliebe heiß. Im„Wiederhall“ hervor. Von Christenliebe golden Und von des„Taunus Höhen“„O, daß die Liebe bliebe!“ Umstrahlt im Friedensglanz, Herab in Au' und Flur So klagst du, Sänger, bang;— Weckt sie die lieblich holden Schwebt's wie ein helteres Wehen Es bleibt und lebt die Liebe, Erinnerungen ganz. Der helmischen Natur. Du weckst sie im Gesang! Es weh'n vie Kirchen⸗Malen Die„gold'ne Aehre“ wallet Sie lebt und tönet wieder, Der seeligen Pfingstenzeit, Sanftwogend in dem Ried, Ererbt von Mund zu Mund, Es flöten die Schalmesen er„Trost der Nacht“ erschallet Im Zauber deiner Lieder Aus trauter Ländlichkeit. Wie Nachtigallenlted. Auf weitem Erdenrund. „Durch stille Felder ziehet„Die Wiesenquelle rinnet“ Wo deutsche Zungen klingen, Sonntagsgeläute fern, Noch wie zu Höͤlty's Zett, Auch an dem fernsten Ort, Der e Schäfer kn! + 5 a 4 i Der fromme Schäfer knicet Das Turteltäubchen minnet Da klingen und da singen „Das ist der Tag des Herrn!“ Sich deine Wetsen fort. 2 In Waldes einsamkeit. Du schufst das ideale, Das Lied voll Innigkeit, Verklärt vom Himmelsstrahle Tönt's über Grab und Zeit. Mit dem 1. Mai wurde meine Buchhandlung in Bad⸗Nauheim im Hause des Herrn B. Schwab, Parkstraße Nr. 356, wieder eroͤffnet und empfehle ich dieselbe den geehrten Einwohnern Bad-Nauheims und der Umgegend mit dem Bemerken, daß die während der Saison in Bad-Nauheim befindliche Leihbibliothek mit den neuesten deutschen, französischen und englischen Werken von Bedeutung ergänzt worden ist. Schulbücher. Großes Lager in Schreib- und Zeichen- Materialen. Annoncen-Expedition. 2 Aufträge Verden in sauberster Buchdruckerei.* Ausführung vasch hergestellt. De pot des allein ächten Kälnischen Wassers von Johann Maria Farina, gegenüber dem Jülichs platz. Carl Dindernagel. Vorddeutsche Hagel-Versicherungs- Gesellschaft. Geschüstsstand im Jahre 1886: 60692 Mitglieder mit 403 229 130 MM. Versicherungssumme. Diese bei weitem größte aller bestehenden Hagelversicherungs-Gesellschaften empfiehlt sich unter Hinweis auf nachstehende besondere Vortheile zum Abschluß von Versicherungen: 1. Vergütung des Schadens von(% ab. i a 2. Gerechte Prämitrung auf Grund der Statistik und Entlastung der nicht verhagelten Mitglieder durch den mit C0% beginnenden bis 50% steigenden Rabatt. 3. Gewährurg eines Rabattes von 50 0 für 5᷑jährige Versicherung. 4. Desgleichen von 20% für Verzicht auf die Schäden unter 120⁰ů—0 ¼8). 5. 5. Abschätzung der Schäden nnter Mitwirkung der von den Mitgliedern in den Bezirks- Versammlungen ge— 1 To ratoren. 5 2. 6. Wabrung 170 Brier der Interessen der Mitglieder durch die Bezirksvereine und die von diesen gewählten Delegirten zur Generalversammlung. Dtese bei keiner anderen Gesellschaft bestehende Einrichtung hat in der jüngsten Sitzung des deutschen Landwirthschaftsraths besondere Anerkennu ng gefunden. i Zur Aufnahme von Anträgen, sowle zur Ertheilung jeder näheren Auskunft sind die Unterzeichneten jeder— zeit gern bereit. 3 8 „ K Wolf& Thomas, 1 General Agenten in Mainz, und die Agenten: Ph. Dillenberger, Södel, L. Müller III., Bellersheim, N. Spiegelberger, Dutzbache 4 Joh. Tob. Bommersheim, Dorn-Assenheim, F. Weitz, Heuchelhelm, Lud w. Lotz, Hungen, Jul. Kornemann, Gießen, Aug. Jensch, Nidda, Carl Zimmer, Lich. decht Liebig Compauy's Fleisch- EX tract (Fray Bentos) 1* f 1 un* 8 8 5 3 tsch/ G. Groß, haben in Frledberg in den beiden Apotheken, sowie bei den Herren W Fer 1 W. Bernbeck, J. VBaumeister, in Bad Nauheim in der Apotheke und bei den Herren Ph. J.. Richard Wörner, Bernhard Schwab. 7 Bilanz der OGber⸗Erlenbacher Darlehenskase pro 1886. B. Passiva. 1895 A. Acliva. fsenbestan? i M. 429. 79 Geschaͤftsantheile der Mitglieder. M. 3,783. 11 Darlehen an Mitglieder..„ 10,520. 25 Anlehen von Privaten 8 51189. 20 Ausstände bei h anderen Kassen..„ 18,06. 03 anden F 3 70 Ausstände von Kaufschillingen..„ 4,102. 95 Reservefenes. N 3 Rückständige Zinsen. 05 37 Reingewinn. 8 215. 58 Fe a M. Gade M. 34,027. 39 Mitgliederzahl: 29. Ober⸗Erlenbach am 26. Mai 1887. 1975 Stöhr, Vorstebher. Haas, Rechner, 1 O. Fritze's Bernstein-Oel-Lackfarbe zum Selhst-Lackiren von Fussböden in bekannter vorzüglicher Qualität. Großherzogliche Bürgermetsteret Ober-Mörlen. Jeckel. 5 Nis derlage bei Wilh. Bernbeck. Friedberg. —ů—ů— In der Privatklagesache des Feldschützen Wilhelm Volp von Steinfurth, Privatkläger, gegen den Heinrich Alban III. in Steinfurth, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat Großherzogliches Schöffengericht zu Bad⸗Rauheim am 12. Mai 1887 für Recht erkannt, daß Heinrich Alban III. von Steinfurth, evangelisch, verheirathet, Landwirth, wegen Beleidigung in eine Geld strafe von 10 Mark, die im Falle der Uneinbringlichkeit in zwei Tage Haft verwandelt wird, sowie in die Kosten und Auslagen, mit Elnschluß der dem Privatkläger ent— standenen nothwendigen Auslagen zu verurthellen sei. Zugleich wird dem Beletdigten die Befugniß zuge sprochen, den entscheldenden Theil dieses Erkenntnisses binnen 14 Tagen nach 8 Rechtskraft auf Kosten des Angeklagten im Oberhessischen Anzeiger einmal zu veröffentlichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urthellsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkelt des Urtheils bescheinigt. Bad⸗Nauheim den 13. Mai 1887. Schütz, 1995 Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amlsgerichts. Arbeits⸗Vergebung. Mittwoch den 1. Junk, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Ober-Mörlen nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden, nämlich: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 3 Steinbauerarbeit(Rockenberger Stelne) 9 Chaussirarbeit 7— Steinbrechen 32— Anfahren von Steinen 18— Kieslieferung 12 50 Cementröhrenlieferung 102 16 Schwarzkalklieferung* 10 Mauerkieslieferung 7— Russensteinlieferung 11— Planirarbeit 30 Friedberg den 26. Mai 1887. H. Zörb, 1987 Bezirks Bauaufseher. Bekanntmachung. Dienstag den 31. d. Mts., Vormittags 9 Uhr an— fangend, kommen in der Hofraithe des verlebten Adam Kling in der Nonnenmühle zu Oppershofen die zu dessen Nachlaß gehörigen nachverzeichneten Gegenstände meistbletend zur Versteigerung: 2 Pferde, 4 Kühe, wovon 1 frischmilchend, 1 2 fett sind, 2 Rinder, 1 Faselochs(1 Jahr alt), 8 Springer, 27 Hühner, 1 Haha, eirea 6 Centner Hafer, hochträchtig und „ 3„ Korn, 5 1 9 Wicken, „ 10„ Kartoffel, 3 30„ Heu, 5 30„ Kleeheu und Grummet, 559 5 Kornstroh, 5„ Weizenstroh, 53„ Gerstenstroh, 30 Haferstroh, 27 Fuder Strohseile, 1 Parthie Spreu und 1 Kaute Mist. Oppershofen am 24. Mai 1887. Großherzogliches Ortsgericht Oppershofen. S 1969 5 chmidt. 5 Die Gräfliche Hofgärtnerei 1917 zu Assenheim offerirt blühende Topspflanzen, als: Pelargomien, Fuchsien, Betonien, e Verbenen ꝛc. i Stük f„M. 0 Sommerflor pro 100 Stück 900 Sellerie und Lauchpflanzen pro 100 Stück„ o Hochrothe ForbacherFalzziegel, Hydraulischen Weißkalk, Hainstädter Plattziegel, 1898 sowie Kamin⸗ und Tuffsteine liefert stets in besten Qualltäten zu reellen und billigen Preisen. J. Gruner 1. Nein⸗Karbe Karben. FVorzügl. bei Diarrhöe, Heide! 2 cer-Hagen- u. Darmkatarrh Gezundhelts- ete., per Fl. 3,4 Liter Inhalt à M. 1. bei Herrn 5 Wein. Wilhelm Bernbeck Ein möblirtes Zimmer in Friedberg.(H. 8597.) ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exp. d. Anz. 1953 Fpar- und Leihkasse e. G. Ober-Erlenbach. Bilanz ür 1886. Eingetroffen. Eine neue Sendung der elegantesten Frühjahr⸗Jaquettes, Umhängen, RNegen⸗ u. Promenade-Mänteln zu billigen Preisen. J. Fürth's Erben. Ist der Nutzen Actiga. M. 5 Pf. 5 Passiva. M. Pf. Ausgellehene Kapitalien 61996 60 Einlagen. 3 117908 19 Nückständige Zinsen von denselben 2130 88 Geschäftsantheile. e 7250— Güterkaufschillinge n. 40351 92 Reservesonds. A 259 43 Rücksländige Zinsen von denselben 954 01e Reingewinn 168 20 Steinkohlen-Vorrath und Ausstände 3040 29 Vorgelegte Gerichtskosten... 94 N Mobisii ß,, 350 p— Obligationen... 7000— Rückständige Zinsen von benselben 61 28 Kassen Einen, 5 7500— Kassen-Vorrathe. 2106 67 125585 82 125585 82 Mitgliederzahl= 68. 1960 Veith, Direktor Schieler, Ausschußvorsteher. per Stück M. 1 in der der Umsatz ein. ben M. Nelsc Knaben-Anzüge Hetren-Anzüge per Stück M. A. Friedberger Verrenkleider- Fabrik 85 1677 u o ou her. pod se zuulag Gebrüder Surf, 1924 vis-A-vis der Post. Große Auswahl in Umhängen, Paletots, Regenmänteln zu enorm billigen festen Preisen. DD eee Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. 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