18 A Famstag den 23. Juli. . 86. f f N 8 due tt 1 be Oberhessischer Anzeiger. Sadat 1 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mitt; 1 2 4 und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. ffe nnoncen: die einspaltige 1 15 Pf., Lag 8 48( die i g lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Annoncen von tsprechenden Antrag unter Angabe der Beweismittel einreichen. 7 Fes achtung im Abdruck folgen. enhüten 1 Artikel 1. Wer nach Vollendung des sechsten und vor Vollendung des zwölften e e Mensjahres eine strafbare Handlung begeht, kann von Obrlgkeitswegen in eine ge⸗ 1„ ehiete Familie, oder in eine Erziehungs- oder Besserungs-Anstalt untergebracht den, wenn die Unterbringung mit Rücksicht auf die Beschaffenheit der strafbaren Adlung, auf die Persönlichkeit des Kindes, der Eltern oder sonstigen Erzieher des— gen und auf dessen übrige Lebensverhältnisse zur Verhütung weiterer sittlicher wahrlosung erforderlich ist. Dieselbe Maßregel kann von Obrigkeitswegen bei dern und jugendlichen Personen unter sechszehn Jahren getroffen werden: 1. wenn en von ihren Eltern in böslicher oder fahrlässiger Wesse forlfgesetzt die nöthige hrung oder Pflege entzogen wird, oder wenn sie fortgesetzt schweren Mißhand— Hutmach ffe 5 1 Den. Nünni losseln 2 goss Friedberg den 18. Juli 1887. Gegenwärtig: J. Der Vorsitzende des Kreistags, Großh. Kreisrath Dr. Braden; Oroßh. Amtmann Dr. Wallau; III. Dte Kreistags Abgeordneten, und zwar die ben: 1. Bürgermeister Steinhäußer, 2. Bergrath Jäger, 3. Bürgermeister Küchel, Georg Kalbhenn, 5. Justlzrath Dr. Geyger, 6. Carl Seitz, 7. Carl Friedrich helm Keller, 8. Friedrich Keil, 9. Heinrich Reif, 10. Kaspar Scherer, 1. Johann m, 12. Heinrich Ruppel, 13. Graf Oriola, 14. Bierbrauer Melchior, 15. Friedrich (Weitb, 16. Heinrich Schudt, 17. Freiherr v. Löw, 18. Ernst Windecker; IV. Die Sausschuß⸗ Mitglieder Jöckel und Bausch; V. Der Protokollführer Kretsamts ülfe Mahr. 0 Die Kreistags Abgeordneten Bürgermelster Herling, Johannes Diehl J. und Jdrich Wetz fehlen entschuldigt. Nach Eröffnung der heutigen Sitzung durch den Vorsitzenden und nachdem Urkundspersonen die Herren Bürgermeister Steinhäͤußer und Küchel bestimmt hen waren, kam, der Tagesordnung gemäß, zur Verhandlung: J. Wahl der Einschätzungs Commissionen für die Veranlagung der Einkommen— und Kapitalrentensteuer. 7227 Nach Anhörung der auf Einladung erschienenen Herren Steuercommissäre von oberg, Butzbach und Hungen werden per Acclamation gewählt: für den Steuercommsssariatsbezirk Frledberg zu Mitgliedern: 1. Heinrich Weith IV. zu Nieder Wöllstadt, 2. Peter Stoll II. zu Bad Nauheim, 3. Beige. ordneter Cuntz zu Ober-Rosbach, 4. Georg Steinhäußer zu Frtedberg, 5. Jo⸗ hannes Jacobi VIII. zu Rodheim v. d. H., 6. Carl Guth zu Vilbel; zu Er⸗ satzmitglied ern: 1. Wilhelm Buff zu Nieder-Wöllstadt, 2. Georg Philippi II. du Friedberg, 3. Bürgermeister Wörner zu Bad Rauhelm; f für den Steuercommissariatsbezirk Butzbach zu Mitgliedern: 1. Jacob Wießler zu Butzbach, 2. Johannes Diehl 1. zu Münzenberg, 3. Blerbrauer Melchior zu Bußbach, 4. Pachter Reif zu Steinfurth, 5. Johannes Möbs zu te Nieder⸗Mörlen; zu Ersatzmitgliebern: 1. Bürgermeister Jeckel zu Ober— Mörlen, 2. Bürgermelster Hahn zu Melbach; 5 für den Steuercommissartatsbezirk Büdingen als Mitglied Pachter Rullmann aeten un Stammheim, als Ersatzmitglled Martin Hammel zu Staden; 4 für den Steuercommissariatsbezirk Hungen als Mitglied Bürgermeister Heyer n Wölfersheim, als Ersatzmütglied Gemeinde Einnehmer Klein zu Wohnbach. 14 „II. Ergänzungswahl der Mitglieder der Pferdemusterungs-Commissionen. Als 22 e Ci werden per Acclamatlon gewählt:. 11 un Musterungsbezirk Friedberg als Ersatzmann Pachter Reif zu Dorheim(für Amtlicher Theil. etreffend: Die Unterbringung jugendlicher Uebelthäter und verwahrloster Kinder. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweis auf das in rubricirtem Betreff unterm 11. Juni l. J rauf aufmerksam, daß Sie zu denjenigen Behörden gehören, welche berechti stellen. Sie wollen deshalb, wenn Ihnen die gesetzlichen Vorauss Friedberg den 20. Juli 1887. erlassene Gesetz— Regierungsblatt Nr. 17— machen wir Sie gt sind, in geeigneten Fällen Antrag auf Unterbringung eines Kindes etzungen vorzuliegen scheinen, alsbald bei dem zuständigen Amtsgericht f Wir bemerken, daß die Kosten, welche durch Unterbringung eines Kindes an der Gemeinde zur Last fallen würden, durch Beschluß des Kreistags auf Artikel 1 enthält die Voraussetzungen, unter welchen die Unterbringung erfolgen kann. den Kreis übernommen worden sind. Wir lassen denselben nachstehend zur besonderen Dr. Braden. lungen von Seiten der Eltern oder eines Elterntheils ausgesetzt sind; 2. wenn Eltern in sonstiger Weise fortgesetzt böslich oder fahrlässig ihren Pflege- und Erziehungs- pflichten zuwiderhandeln oder dieselben verabsäumen; 3. wenn Kinder über sechs Jahre zwar noch keine strafbare Handlung begangen haben, aber doch bereits eine Verwahrlosung an den Tag legen, welche die erziehliche Einwirkung der Eltern oder anderer Erzieher und der Schule als unzureichend erscheinen läßt. In den Fällen unter 2 und 3 wird jedoch vorausgesetzt, daß mit Rücksicht auf die Persönlichkeit der Eltern und der Kinder, sowie nach Lage der sonstigen Verhältnisse der Familie die Fortdauer der elterlichen Pflege und Erziehung zum sittlichen Verderben der Kinder führen würde. Bekanntmachung. N Gemäß Art. 39 des Gesetzes vom 16. Juni 1874, die innere Verwal Ahr die öffentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Friedberg vom 16. l. Mts. nachstehend zur allgemeinen Kenntniß gebracht. tung der Kreise und Provinzen betreffend, wird das Protokoll Der Vorsitzende des Kreistags. Dr. Braden. Protokoll uber die außerordentliche öffentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Friedberg am 16. Juli 1887. 2. im Musterungsbezirk Groß-Karben als Mitglied Pachter Peters zu Nieder⸗ Erlenbach(für Bürgermeister Himmelreich von Ober Eschbach), als E Pachter Leonhardt zu Okarben(für Wilhelm Puth von Okarben); 3. im Aushebungsbezirk Friedberg als Ersatzmann Carl Friedrich Wilhelm Keller zu Ossenheim(für Pachter Heil zu Wickstadt). rsatzmann III. Neubau von Kreisstraßen. a. Von Nieder-Rosbach nach Rodheim. Nach Mittheilung aus den Aeten Seitens des Vorsitzenden und nach eingehender Berathung wird beschlossen, daß die zum Aus bau dieser Straße erforderlichen Voranschläge, Pläne ꝛc. fertig gestellt werden sollen, wonach weltere Vorlage und Beschlußfassung erfolgen soll. b. Von Dorheim— Bauernheim nach Fauerbach b. Fr. Auf Antrag des Kreis⸗ Ausschusses und nach entsprechender eingehender Berathung wird der Beschluß gefaßt, daß der alsbaldige Ausbau dleser Straße erfolgen soll. Gelegentlich dleser Beschlußfassung wurde zur Sprache gebracht, ob zu diesem Beschlusse ein⸗ fache Stimmenmehrheit oder gemäß§ 9, Absatz 3 der Geschäftsordnung eine Stimmenmehrheit von zwei Drittel der Abstimmenden erforderlich sei. Nach eingehender Diseussion wird für diesen Fall mit 12 Stimmen dahin ent⸗ schieden, daß der mit einfacher Stimmenmehrheit gefaßte Beschluß als gültig zu erachten sei. IV. Gesuch der Gemeinden Bodenrod und Maibach wegen Uebernahme der Kosten für Fahrbarmachung von Verkehrsstraßen bei Schneefall auf die Kreiskasse. Auf Antrag des Kretsausschusses werden die betreffenden Kosten auf die Kreiskasse übernommen und zwar insolange, bis der in Aussicht genommene Ausbau einer Krelsstraße erfolgt ist. V. Verschiedene Mitthetlungen, und zwar: 1. Die Beschaffung und Unterhaltung der Moblliar-Ausstattung für die Sitzungs⸗ zimmer zc. des Kreistags und Kreisausschusses. Außer den im Voranschlage pro 1887/8 bereits vorgesehenen Betrage von 450 M. für Anschaffung und Unterhaltung der Mobilien werden dem Krelsausschusse zur Ausstattung des Sitzungszimmers des Kreistags und Kretsausschusses in dem neuen Kreisamts⸗ Gebäude weiter 500 M. zur Verfügung gestellt. 2. Die Unterbringung jugendlicher Uebelthäter und verwahrloster Kinder, hier die Ausführung des Gesetzes vom 11. Junk 1887. Dem Antrage des Kreisaus— schusses gemäß werden die betreffenden Kosten übernommen. Nachdem die Gegenstände der Tagesordnung erschöpft, Weiteres auch nicht vorgebracht wurde, wurde das Protokoll verlesen und unterschrleben. Die Urkundspersonen: Steinhäußer. Küchel. Der Vorsitzende: Dr. Braden. Der Protokollführer: Mahr. Georg Fritzel von Schwal helm); % ab lis auf Weiteres verboten. ch ö Friedberg den 21. Juli 1887. 1 Bekanntmachung. 55 0 Mühlkanal bei Dorheim errichteten Nothbrücke wird hiermit für schweres Lastfuhrwerk vom 25. J. Mts. . e Fuhrwerk ist das Passiren der Brücke nur im Schritt gestattet. Andnungen werden auf Grund des Artikel 79 der Kreis- und Provinzial-Ordnung mit Geldstrafe bis zu 90 Mark bestraft. Zuwiderhandlungen gegen diese Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Ern ö 5 ig Kniß, Todtengräber von Friedberg als Feld- und Gartenschütz, A e 65 Bergmann von Beienheim als Polizeidiener. Bekanntmachung. Betreffend: Wahl der Einschätzungs Commissionen für die Veranlagung der Einkommensteuer und Capftalrentensteuer. Es wird hiermit zur Kenntniß der Kreisangehörigen gebracht,„Bierbrauer Melchior zu Butzbach, daß von dem Kreistag des Kreises Friedberg zu Mitgliedern und Er—„Pachter Reif zu Steinfurth, satzmännern der oben genannten Commission für den Kreis Friedberg Johannes Mobs zu Nieder-Mörlen; gewaͤhlt worden sind: zu Ersatzmitgliedern: a. für den Steuercommissariatsbezirk Friedberg zu Mitgliedern: 1. Bürgermeister Jeckel zu Ober-Mörlen, Heinrich Weith IV. zu Nieder-Wöllstadt, 2. Bürgermeister Hahn zu Melbach; Peter Stoll II. zu Bad Nauheim, c. für den Steuercommissariatsbezirk Büdingen als Mitglied „Beigeordneter Cuntz zu e Pachter Rullmann zu Stammheim, Georg Steinhäußer zu Friedberg, 4 i Johannes Jacob VIII. zu Rodheim v. d. H., Martin Hammel 5 1 mitglied Carl Guth eee d für den Steuercommissariatsbezirk Hungen als Mitglied i „Wilhelm Buff zu Nieder Wöllstadt, eee A Im 5 Georg Philippi II. zu Friedberg, als Ersatzmitglie 1 9 dene er er 5 11555 Gemeinde-Einnehmer Klein zu Wohnbach.. 0 de Bürgermeister Wörner zu Bad Nauheim; 9 0 uren, un, b. für den Steuercommissariatsbezirk Butzbach zu Mitgliedern: Friedberg den 18. Juli 1887. e e ee 1. Jacob Wießler zu Butzbach, Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 2. Johannes Diehl J. zu Münzenberg, Dr. Braden. Ausschreiben. 0 Um Auskunft über den Aufenthaltsort des Georg Porth von Eckenheim bei Frankfurt a. M., früher in Diensten bei Konrad Maier“ in Bad⸗Nauheim, wird ersucht.— Stirtz, Wilhelmine, von Stammheim ist auf Grund richterlichen Haftbefehls wegen Bettelns festzu nehmen. Um Nachricht vor Zuführung wird ersucht. Gegen Johannes Ulrich, Taglöhner aus Groß-Erda bei Wetzlar, zuletzt in Griedel, welcher am 14. April d. J. zu Griedel einen tuchenen Herrenoberrock, eine alte Hose und einen auf den Namen Ludwig Jung lautenden von der 1. Compagnie des Infanterie-Regimen Nr. 88 ausgestellten Militärpaß dem Jung gestohlen hat, wurde von Großherzoglichem Amtsgericht Butzbach Haftbefehl erlassen. Ich bitte um Fahndung und Nachricht vor Zuführung. Ulrich treibt sich auch unter dem falschen Namen„Brück“ herum. Friedberg den 20 Juli 1887. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Kolb. ——...—Xs— SO 0— Offerten ur . O Allerlei. arbeiten der Pioniere herumtrieb und dort auch einen Wasserwärme der Usa: l 85 Gefreiten über die Truppenstärke in den Hauptforts 0 Mannheim, 19. Juli. Gestern Abend wurde ein 5. 95 22. Jult Mittags: 170. C. Walter. Conducteur der e ben beim Ueberschreiten der u. s. w. auszuforschen versuchte Dem Gefreiten, Krämer 5 del mir in die a 2[mit Namen, wurde wegen seiner bei der Verhaftung! f 1 7 Geleise im Bahnhof Friedrichsfeld von dem Baseler pieses verdächtigen Individuums bewlesenen Umsicht am Kirchliche Anzeigen für Friedberg Nachtschnellzug überfahren und sofort getödtet. Sonntag in Gegenwart sämmtlicher Offiziere des Ebangelische Gemeinde.. Kassel. Ein furchtbares Brandunglück hat den in 14. Pionierbatatllons im Kasernenhof dahter eine Velo⸗ 7. Sonntag nach Trinitatis. ö serjacken der Rhoͤn gelegenen Marktflecken Oberelsbach bel Bischofs⸗ bung ertheilt. Anscheinend hat man es hier mit einem Pfarramtswoche Herr Kirchenrath Baur. 0 heim am 13. ds. heimgesucht. Es wird darüber dem französischen Spion zu thun. Näheres aber kann zur 0 di in der Stadtki Strüm „Rhein. Cur.“ Folgendes zuverlässig mitgetheilt: Das Zeit nicht angegeben werden. ottesdienst in der Stadtkirche. 1 N Feuer brach gegen Mittag in einem dem Georg Joseph[“ M 6 zi ö Vormittags 10 Uhr: Herr Candidat Christman g. etope gegen 3 ir 9 Metz, 19. Juli. Auf den französischen Polizei Nachmittags 11 b dab 3 Hergenhahn gehörigen Holzschuppen auf bis jetzt noch Commissär Ritter, den Nachfolger von Schnäbele, wurde achmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Pabst. 8 5 unaufgeklärte Weise aus, theilte sich sofort, vom Wiade heute im Zollrevisionssaal in Pagny ein Attentat verübt. Gottesdienst in der Burgkirche. 4 Jrima begünstigt, den übrigen Wirthschaftsgebäuden und dann Ein von Paris angekommener Reisender, der sich Zungerle Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. ee dem Wohnhause mit, die bei der großen Hitze wie Zunder nennt und bei Trier geboren sein will, zog ohne Veran- Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. en billigte Dae brannten. Dann, vom Winde gepeitscht, verbreitete sich lassung den Revolver und schoß dreimal. Die Verwun⸗ Katechismuslehre. ö e Elsenb das furchtbare Element mit rasender Schnelligkeit in öst? dungen, die der Commissär am Arm und Körper davon— 8 an diger licher Richtung weiter und in kaum einer Stunde standen getragen hat, siad ungefährlich. Das Motiv der That ioß⸗Karben über 200 Gebäude in Flammen. Vergeblich war es zufsist unbekannt; Zangerle ist geistesgestört. Katholische Gemeinde. 1 löschen und zu retten, rathlos und thatlos standen die Brüssel. Dem Büreau Reuter wird aus Sanet] Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. 4 400 wenigen im Dorfe anwesenden Bewohner der Macht des Thomas vom 20. d. Mts. gemeldet, die dortige Tele- Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; 3/7 Uhr: Austheilung Feuers gegenüber und vermochten seiner verheerenden graphenstatlon der Westafrikansschen Gesellschaft habe die der heil. Communion. n gaz ot. Wirkung keinen Einhalt zu thun, denn die sämmtlichen Nachricht erholten, Stanley sei in einem mit den Ein 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. een gi 5 wehrhaften Männer waren auf der Rhön, um Futter zu geborenen um die Lebensmittel entbrannten Kampfe ge-] 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. 3 4 16 5 eben 8 55. den] tödtet worden; die Nachricht komme von einem Missionär N 5— e e kene n keiten, Fa mumand hal vernsin Makadi. Ein direkter Boe der Stanseh schen Expe⸗ 5 rakt. Arzt u. Geburtshelfen, 90 sichert. Ueber 400 Personen sind obdachlos. dition hatte bis zum 6. Jult die Küste 1 a Dr 0 crlach Spestalarz für 5 J dastllen k Kehl, 19. Juli. Am verflossenen Samstag wurde Pest. Es sind hier ein paar choleraverdächtige Fälle 5 d 9 Uaterleibskrankh., Fron Staate zwischen Straßburg und der Rheinlust ein Fremder ver- vorgekommen, welche die Behörden zu besondern Vor— furt a. M., Stiftsstr. 22. Sprechstunde tägl. von 10 bai 0 haftet, welcher sich auf verdächtige Weise bel den Erd- sichtsmaßregeln genöthigt haben. 1 u. 3—5 Uhr. Auswärts w. a. briefl.(8716.) 21A abe 4 f dene e shereng. e Zn verkaufen Anzeige. sollen auf hlesigem Rathhause die zur Herstellung der Um vielseitt . a 5 b 1 0 0 N 5. 1 0 gen Wünschen zu entsprechen, habe ö i der Weesen 5 ee e ee aus freier Hand ein zweistöckiges fasts mit dem Verzapf von Bier ꝛc. 85 in 1995 Bann der„Galgenschlinke“, sowle der Herstellung einer Kanal- sneues Wohnhaus mit großem Hennen 0 2 6 überfahrt von der Chaussee im„Langen Feld“ der Ge⸗ Garten und Seitenbau(Waschküche 2 arl Walter 10 markung Butzbach erforderlichen Arbeiten und Stein— und Hol stall) ich Alleinbe⸗ Außer einem stets frischen Glas Lagerbier, offerilk 10 11 anfuhr ꝛc., sämmtlich veranschlagt zu 65 Mark 67 Pf., 2 8 125 au zum einbe⸗sich von heute an E bi in großen! 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Damit nun die Gemeindegesängt frisch und lebendig gehen und an den Festtagen den Gästen, die von weither kommen, um in unserem schönen Gotteshause sich Erbauung zu holen, auch ein voll strömender, harmontscher Herzenston im Gemein delle entgegenschalle, wird die evangelische Gemeinde freundlich eingeladen, an der Probe sich zahlreich zu betheiligen und die allgemeinen Gesänge kräftig mitzusingen.(Daß Gesangbuch bittet man mitzunehmen). Für den musik.⸗lit. Festaus schuß: 2605 Der Obmann: Köstlin. Die Tischkarten zum Festessen bei dem Jubiläum des Predigerseminait für dle sich betbeiligenden biesigen Einwohner und bereits anwesenden Fremden sind Montag den 25. Juli, Nach, mittags von 4 bis 6 Uhr, im Lokale(rechts) des Herrn Heinrich Waltz am Bahnhof gegen Zahlung von M. 3. zu lösen. 2607 Der Festausschuß. Liederkranz Friedberg. Sonntag den 24. Juli, Nachmittags 5 Uhr beginnend; Gesangsvorträge und Tanz im Gartenlokale des Herrn G. Steinhäußer. Die verehrl. Mitglieder werden hiermit freundlichst eingeladen. 2612 Der Vorstand. Dem Berschüönerungsverein würde man sehr dankbar sein, wenn er Jemanden anstellte, welcher Aufsicht über zeitweise ordnungsmäßige Plaeirung der Bänke auf den Promenaden, insbesondere aber üben Sauberkeit der Ruheplätze, Wege am Vieereichenplaßz halten muß. 2610 Mehrere Mitglieder. Taubstummen⸗ Verein. Sonntag den 24. Juli, Abends 8 Uhr, Versammlung bel Herrn E. Müller. 2629 Der Vorstand. FTrucht⸗Neffe, Sensen, Sicheln, Wetzsteine u. s. w. 2622 bei Jean Nuber. Warme Bäder jeden Tag. 2131 C. Walter. Ituchtreffe und Sensen 2571 empfiehlt buzz.: Thel Photogr. Atelier Schrader 8 5 Friedberg, bene 1 24 zu bedeutend herabgesetzten Preisen bei J. HKoob, Kaiserstraße, vis-l-vis der Poe Fruchtreffe 2578 bei „ Möbelmagain in Friedberg nächst dem Bahnhofe, Billigste Preise, reellste Bedienung. 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Ei geit der Unt de vom Poste ht, weil bei Aden worden Thnlläch einer! n„Vereinsloc ur Löhrgasse An sie franzöf berhaupt nu den Wirth mug vorgenomn shhen, detlin, 19. fa inter dem H. 1 Abends w fi celer Em shüer Graf und der Or f dachlosse Na cc den Ka f pn. D en er K. Tale, N bald. Die Aae. 8 fit sude an c du gdwesfeth e s Age ble fan denn 0 ud p. Bil 1 Ahn * Il. f ale, Juli. geilage. Oberhessischer Anzei Deutsches Reich. Friedberg. Das Ergebniß bei der rännerwahl in Alzey ist, daß die ganze von en Natlonalliberalen aufgestellte Liste(11 Wahl— känner) mit einer Stimmenzahl von 324 bis 7 durchgegangen ist. Von den von der deutsch— geisiunigen Partei aufgestellten Namen erhielt br Hoͤchstbestimmte nur 283 Stimmen. Nach n bisher bekannten Wahlergebnissen ist die Viederwahl Römer's(nat.- lib.) im 2. rhein— Issischen Wahlkreis, Bürgermeisters Möhn im rheinhessischen Wahlkreis und Dr. Osann's 14. starkenburgischen Wahlkreis gesichert. 1 Bensheim siegte die nationalliberale Liste ir Heinzerling. Darmstadt. Der Hauptsteueramtskon— olleur Kleyer zu Darmstadt wurde zum Haupt⸗ ueramtsrendanten in Gießen ernannt. Mainz. In der Kaserne des 87. Infan— tzie⸗-Regiments zu Castel, woselbst sich einige Echringer befinden, wurde am letzten Sonntag E bprankvisitation durch militärische Gerichtsper— en abgehalten, in Folge deren vier Elsässer das Militärgefängniß abgeführt wurden. ber die Verhaftung erfährt man Folgendes: u Ganzen sind acht Soldaten in die Untersuchung . 0 wickelt, darunter auch ein Soldat der 4. Com— psznie des 118. Jufanterie-Regiments, ebenfalls Elsässer. Bei demselben wurden mehrere dächtige Briefe gefunden und confiscirt. Die N rankrevisionen haben bei allen Regimentern lutgefunden. Ein elsässischer Soldat, welcher h Zeit der Untersuchung auf Posten stand, nede vom Posten hinweg ins Gefängniß ab— ihrt, weil bei ihm verdaͤchtige Schriftstücke hden worden waren. Die Soldaten sollen amtlich einer Verbindung angehört haben, n„Vereinslocal“ sich in einer Wirthschaft der Löhrgasse befunden haben soll. Dort zen sie französische Lieder und unterhielten überhaupt nur in französischer Sprache. dem Wirth wurde ebenfalls eine Haus— ung vorgenommen, jedoch nichts Verdächtiges Zatsen 7j spre ine u. l n Huber der b S nden. 8 0 Berlin, 19. Juli. Aus Bad Gastein Del unter dem Heutigen gemeldet: Kaiser Wil— en ist Abends wohlbehalten hier eingetroffen. Mofficieller Empfang war verbeten, nur der thalter Graf Thun, Bürgermeister Strau— ger und der Ortspfarrer waren im Vestibule h Badeschlosses zur Begrüßung anwesend. ein ist festlich geschmückt. Die Kurgäste emhingen den Kaiser mit enthusiastischen Kund— huigen. Der Kaiser erschien wiederholt am b. Thel ehrte 0 Die Conferenz der preußischen höfe findet am 10. August in Fulda statt. Ausland. — 1 fe Frankreich. Paris, 19. Juli. Depu⸗ 5 cr 5 f f Lea, Uh fammer. Delisse bringt einen Antrag ein, „ Doeghegierung zu ermächtigen, während der Ab— . U kel heit der Deputirten alle zum Schutze der 1 eite mischen Industrie gegen die Einführung * eutschem Alkohol nothwendigen Maßregeln Netzen i seffen. Die Dringlichkeit wird erklärt und 1% de antrag an die Zollcommission überwiesen. . Juli. Senat. Ferron legte die Vor— betreffend die versuchsweise Mobilistrung kund beantragt die Dringlichkeit. Nachdem zwei— mit zweifelhaftem Resultate abgestimmt, u die Dringlichkeit mit 137 gegen 92 Stim— erklärt. Die beiden bereits von den Depu— 1 1 tn angenommenen Gesetzentwürfe Ferron's, ef end die Bildung neuer Kavallerie-Negi— her und Reorgantsation der Infanterie wer— 6 augenommen. . 7 21. Juli. Das brasilianische Kaiserpaar ru A, ite eingetroffen. 1 0 Die„Daily roßbritannien. London. es meldet aus Petersburg: Die afghanische 1 7 Wahl⸗ l 86. . —...... gelöst. den Flüssen Ruschk und Murghab, Pendjeh-Turkmenen durch absteckung genommen worden tirt Rußland die Grenzlinie an Oxus und ver⸗ zichtet auf die Districte, worauf es laut dem Abkommen von 1873 Anspruch hatte. Meruchak verbleibt mithin bei Afghanistan. welches den die jüngste Grenz— ist; dagegen accep— Aus Stadt und Land. 1 Frledberg. Die mannigfachen, mit so freund lichem und hingebendem Elfer begleiteten Vorbereitungen zu der Jubiläum unseres Predigerseminars schreiten rüstig voran und nahen sich immer mehr khrem Ende. Die verschtedenen Programme, Festordnungen und drgl. sind bereits gedruckt oder befinden sich unter der Presse, nachdem die unter Assistenz des Prälaten Dr. Habicht am 18. Juli stattgehabte letzte Sitzung des Gesammt Festausschusses alle wesentlichen Punkte nochmals durchgesprochen und endgiltig geregelt hatte. U. a. ist in dieser Sitzung auch beschlossen worden, daß bel der Festfeier nur die Professoren der Anstalt und die beiden anderen hiesigen Stadtgeist lichen im Ornate erschelnen sollen. Die Haupt— betheiligung der Gemeinde wird sich in der Haupt— sache naturgemäß auf die liturgische Vorfeier, den Fest— gottesdtenst, die freie gesellige Vereinigung im Stein- häuß er'schen Biergarten und die Nachfeler am Donnerstag erstrecken, während es sich am Dienstag Abend im Hötel Trapp im Wesentlichen um eine erstmalige Zu— sammenkunft und Begrüßung der Festgäste handeln, auch bei dem offleiellen Festacet in der Burgkirche der eng bemessene Raum in erster Linie den Ve— hörden, den Deputirten, den Festgästen und den An— gehörigen des Prediger-Seminars zu überlassen kleinen Festsaal des Prediger Seminars) im engsten Krei stattfinden muß.— Verleiht Gott fröhliche Herzen und gutes Wetter, so dürfen wir hoffen, einer gesegneten und schönen Festfeier entgegen zu gehen. ? Frledberg. Die Bewohner hiesiger Stadt und der Umgegend wird die Mittheilung interessiren und freuen, daß das bei den drei Gottesdiensten (Liturgischer- und Fest⸗Gottesdlenst in der Stadt- und Offieleller Festact in der Burgkirche) eingehende Kürchen— opfer nach der auf eine Eingabe des betreffenden Vor— standes ertheilten Genehmigung des Oberconsistoriums in die Kasse des hiesigen evang. Stadtkirchenbauvereins fließen soll. k. Friedberg. Wie unseren Lesern bekannt, besteht die kirchliche Feier des herannahenden Jubiläums unseres Landes-Predigerseminars in zwei liturgisch und musikalisch reich ausgestatteten Gottesdiensten, welche nicht blos bei dieser außerordentlichen Gelegenheit außergewöhnlichen Festschmuck darbieten, sondern der Gemeinde zur An— schauung bringen möchten, wie lebensvoll der evangellsche Gottes dienst sich ausgestalten läßt, ohne die Grundform desselben zu zerbrechen. Der Gottes dienst am Vorabend lehnt sich an die uralte und urevangelische Form der Vesper an, deren Zweck ist, der Gemeinde das Wort Gottes mehr in fester, gebundener Form vorzuführen und auf die Seele zu legen; theils in der urspruͤnglichen Unmittelbarkeit der Bibelleetton, thells in der volks— thümlichen Form des in der Schrift wurzelnden, aus ihr Nahrung und Gedanken zlehenden Kirchenlieds, theils im Goldgeschmelde des mehrstimmigen Chorgesanges. Die Aus legung des Worts(die freie Rede des Pfarrers) fehlt nicht ganz, aber sie tritt hinter dem Wort sel bst zurück: die Kirche des Worts darf auch solche Gottes dienste pflegen, darin sie des Gottesworts als solchen sich freut. In die Formen nun des Eingangs, der Schriftlesung, des Hymnus, des Gebets sind die Stimmungen gefaßt, die bei solchem Anlaß uns bewegen; die Schriftworte sind so gewählt, daß sie durch sich selbst predigen sollen. — Der Festgottes dienst lehnt sich in freier Welse an die alte, in Hessen übliche Form des Hauptgottesdlenstes an. Hler zielt Alles auf's verkündigte Wort, aller liturgische und musikalische Schmuck will hier nur angesehen sein gleichsam als der kostbare Rahmen, in den das Wort ge— faßt ist. Der Musikverein, der Sänger-Chor des Groß— herzoglichen Schullehrerseminars haben zur allgemeinen Freude ihre längst bewährte künstlerische Kraft unter Leitung des Seminarlehrers Schmidt zur Verherrlichung der Gottesdienste geltehen. An den Höhepunkten, so im ersten Gottesdtenst beim Hymnus, der im Wechselgesang gesungen wird, und im zweiten Gottes dienst beim Te Deum („Nun danket Alle Gott“) wird der Gemeindegesang durch die Dllettantenkapelle verstärkt. Die letztere wird in dankenswerther Weise dem Festtage durch Choralmusik vom Thurme der Burgkirche die Morgenweihe geben. Die Choräle dabei bilden zugleich dle Hauptlleder in den zwei Gottesdlensten, so daß dlese Frühmusik gleichsam das Band zwischen Abend und Festtag knüpft und die Haupt- tonsrt. 90 1— ad⸗Nauheim. Kommenden Montag den 25. ds. Abends 8 Uhr wird im großen Conzertsaal des Kur— hauses ein Konzert zum Besten, des hlesigen, Kinder— hospitals„Ellsabethhaus“ stattfinden. Dabei werden se Rußland empfängt das Gebiet zwischen 5 sein wird, und die Uebergabe der Orgel endlich(in dem —.——— andere anwesende Kurgäste, einige Mitglieder der Kur⸗ kapelle mitwirken. Wie segensresch die genannte Anstalt ist und welch großem Bedürfniß sie entspricht— es können, obwohl sie stets stark besetzt ist bei weitem nicht alle Anmeldungen armer kranker Kinder berücksichtigt werden—, ist wohl allgemein bekannt und ist deshalb dem Eonzert, bei dem tüchtige Kräfte sich betheiligen, gewiß ein guter Erfolg zu wünschen. E. Okarben. Am 10. und 11. des 6. Wetterauer Sängerbundes, Fahnenweihe des Gesangvereins Frohsinn dahier auf der alten Wlese bei Okarben statt. Obgleich der Himmel am frühen Morgen den Festthetlnehmern einen großen Schrecken einjagte, so lichteten sich die Wolken am Nach⸗ mittag wieder. Der Empfang der Vereine zog sich etwas länger als nach dem Programm vorgesehen, hinaus, in— folge dessen auch der Zug mit einer Stunde Verspätung 75 dem Festplatz ankam. Nach Enthüllung der neuen Fahne ergriff Lehrer Volk von Bönstadt das Wort und hielt im Namen des Bundes die Begrüßungsrede, wie sie noch von keinem Vorgänger besser gehalten wurde. Er gedachte zunächst Deutschlands früherer Lage und be— rührte dann die jetzige Machtstellung desselben. Sodann bob er in warmen Worten die Thätigkeit der Frauen und Jungfrauen hervor, und dankte jedem milden Spender für die Gaben, welche sie zu dieser neuen Fahne des Bruder⸗Vereins gespendet und empfahl dem Verein Froh⸗ sinn treu zu seiner Fahne zu halten und mit aller Kraft den guten Ruf und die Ehre des Wetterauer Sänger⸗ bundes auf alle Zeiten hochzuhalten. Mit einem Hoch auf die Gemeinde Okarben schloß die begeisterte und von Ueberzeugungstreue erfüllte Rede. Möge Lehrer Volk dem Bunde noch lange Jahre erhalten bleiben. R. Kloppenheim. In der am 16. Juli abge⸗ haltenen engeren Wahl, wurde A. Katser zum Beigeord— neten hiesiger Gemeinde gewählt. w. Stammheim, 20. Juli. gehabten Wahlmännerwahl erhielt O Juli fand die Feier verbunden mit der Bei der heute statt⸗ ekonom A. Rullmann von hier von 40 abgegebenen Stimmen 24. Die ver— hältnismäßig sehr starke Betheiligung rührte daher, daß es gelang, noch in elfter Stunde einer Partei, die ganz im stillen zu arbeiten glaubte, in die Karten zu sehen, so daß sie nur 14 Stimmen auf ihren Candidaten ver— einigen konnte. 2 weitere Stimmen waren zersplittert. Mainz. Ende dieses Monats werden hier interes— sante militärische Exereitien vorgenommen. Es wird ein Detachement der Luftschiffer Compagnie von 15 Mann aus Berlin hier eintreffen und in den Festungswerken Exereitten vornehmen. Die Luftschiffer-Compagnie be⸗ steht nur aus 35 Mann, ausgewählt aus den verschie⸗ densten Regimentern Deutschlands und wurden am 1. April neu informirt und dem Eisenbahn-Bataillon zu⸗ getheilt. Die Leistungen dieser Compagnie, die aus den intelligentesten jungen Männern der Armee gebildet ist, sind wahrhaft großartige zu nennen. In neuester Zeit werden die Ballons auch bei Nacht aufgelassen und so⸗ bald sie die nötbige Höhe erreicht haben, wird das an den Ballon befindliche eleetrische Licht angezündet und so durch die grelle Lichtwirkung die Erde beleuchtet. Venedig. Die Hauptstadt der gleichnamigen italieni— schen Provinz Venedig liegt am adriatischen Meere zwischen den Lagunen von Venedig auf 118 Juseln. Die Stadt zaͤhlt gegenwärtig 140,650 Einwohner und ist von 157 Kanälen durchzogen, die von 378 Bruͤcken überspannt sind. Außerdem hat die Stadt zahlreiche Plätze, viele Paläste, 99 Kirchen, Bibliothek, Arsenal, Schiffswerfte, Gemäldesammlungen ꝛc. Der Name der Stadt rührt von den alten, hier seßhaften Venedern her. Nach der Zerstörung Aquileja's im Jahre 452 nach Christus durch den Hunnenkönig Atilla flüchteten viele Römer anf die Insel der Lagunen und gründeten dort eine neue Ansiedlung. Dieselbe blieb Jahr— hunderte lang eine Republik von Fischern und Seefahrern, welche unter gewählten Obrigkeiten (Tribunen) lebte, und die Oberherrlichkeit der Beherrscher Oberitaliens nur dem Namen nach anerkannte. Im Jahre 697 wurde ein Doge (Dux) an die Spitze des Staates gestellt und die richterliche Gewalt den vornehmsten Fami— lien anvertraut. So schwankte Venedig lange zwischen Monarchie, Aristokratie und Demo— kratie. Unterdessen aber wuchs es zu einer bedeutenden Seemacht heran, säuberte im zehnten Jahrhundert das adriatische Meer von See⸗ räubern und nahm die dalmatinischen Städte in seinen Schutz. 1172 wurde die Macht der Dogen beschränkt und die Leitung der Staats— angelegenheiten dem Adel(Nobili) übertragen, jedoch so, daß die Entscheidung in deu wichtig— Frl. Anng Rau, Conzertsängerin aus Darmstadt, Sani— age wurde gestern in befriedigender Weise tätsrath Pr. med. Oldenburg aus Schwerin, einige sten Dingen der Gemeinde verblieb. 1202 eroberte der Doge Enrico Dandolo mit einem fränkischen Kreuzheere Konstantinopel; Venedig waͤhlte für sich die jonischen Inseln und die Juseln des Archipels aus, bemaͤchtigte sich des ägyptisch— ostindischen Handels, errang endlich das Ueber— gewicht über Genua und schwang sich zu der blühendsten und mächtigsten Republik Europa's empor. Die Kaufleute waren den Parteikämpfen der oberitalienischen Republiken abhold und unterstützten die Ausbildung der Oligarchie(d. h. die Herrschaft Weniger), welche 1297 unter dem Dogen Gradenigo in den Formen zu Stande kam, die bis 1798, also volle 500 Jahre, fort— dauerten. Alle Gewalt kam in die Hände der Nobili(Vornehmen, Adeligen), die 1200 Fami— lien stark waren. Alle Nobili, die 25 Jahr alt waren, bildeten den großen Nath, dem die Sanktion der Gesetze, die Besteuerung, die Wahl der Kollegien und einzelner Magistrate, sowie die Verleihung des Bürger- und Adelsrechtes oblag. Der Doge wurde durch einen Aus— schuß des großen Rathes gewählt; er repäsen— tirte den Staat, und ihm war die Signoria beigegeben, ein Rath von 6 Mitgliedern, und diesen 16 Savy, welche von dem Senate er— wählt wurden und mit der Signoria den ge— heimen Rath, die eigentliche Regierung bildeten. Der große Rath ernannte den Senat von 300 Mitgliedern, der über Krieg und Frieden, Bünd— nisse und Anleihen beschloß und die Verwalt— ung, das Finanz— und Kriegswesen kontrolirte. Die Rechtspflege wurde von 4 Tribunalen ver⸗ waltet; das Kriminalgericht über die Nobili übte der Nath der Zehn; derselbe vereinigte seine Gewalt in der geheimen Staatsinquisition, die an Nichts gebunden war als an ihre Sentenzen. Eine wohlorganisirte geheime Polizei überwachte Alles, doch sorgte die Oligarchie für das Volks⸗ wohl, für wohlfeile Lebensmittel, Gesundheits— pflege, öffentliche Sicherheit, Theater und Lust— barkeiten. Die Politik gegen das Ausland wurde musterhaft geleitet; die venetianische Diplomatie galt Jahrhunderte lang als die ausgezeichneteste; so wurden seit 1402 Vicenza, Verona, Bassano, Feltre, Belluno und Padua erworben, 1421 Friaul, 1428 Bergamo, Brescia und Arema, 1489 die Insel Cypern. Mit Klugheit und Kraft rettete sich Venedig 1508 gegen die Liga in Cambrai(d. h. das Bündniß zwischen Pabst, Kaiser, Frankreich und Spanien), aber die Entdeckung des Seewegs nach Ost— indien um das Kap gab dem Welthandel einen anderen Weg; von dem levantischen Besitz rissen andere Nationen ihren Antheil an sich: die Türken nahmen Creta und Cypern(letztere Insel ist bekanntlich infolge des Berliner Frie— dens an England gefallen), 1718 wurde auch Morea und Athen verloren, das 1686 Morosini erobert hatte, und der Verfall brach herein. Im Jahre 1797 konnte Venedig sein Gebiet auf dem Festlande weder den österreichischen noch den französischen Heeren verschließen; Bonaparte nahm die Inselstadt ohne Kampf weg. 1797 dankte der letzte, der 120. Doge, Luigi Manin ab. Im Frieden von Campo Formio erhielt Oesterreich das Venetianische diesseits der Etsch sammt Venedig, 1805 fiel es an Italien, 1815 ver— einigte es Oesterreich als Gubernium Venedig mit der Lombardei zum lombardisch-venetiani⸗ schen Königreiche. 1848 kam die Stadt durch die Unentschlossenheit des Kommandanten in die Gewalt der Revolutionäre, die unter Manin eine Republik improvisirten; nach mühseliger Belagerung zogen am 23. August 1849 die Oesterreicher wieder ein. Am 4. Juli 1866 über— ließ Oesterreich Venetien an Napoleon III., der es an Italien schenkte und am 4. November nahm es Viktor Emanuel in Besitz. Dies ist mit kurzen Worten die Geschichte der einst so stolzen und mächtigen Republik. Die Stadt hat, wie Eingangs erwähnt, aus der Zeit ihrer Glanz-Periode eine stattliche Zahl herrlicher Bauten. Neben der weltberühmten Markuskirche ist besonders der Dogenpalast, die einstige Resi— denz der Dogen, erwähnenswerth. Derselbe wurde im Jahre 1424 im maurisch-gothischen Stile erbaut, ist von Außen mit kleineren Vierecken von rothem und weißem Marmor be— legt und ist im Westen und Süden mit einem Bogengang von doppelter Säulenstellung um— geben. Im Jahre 1858 wurde dieser Pracht— bau renovirt. Zu demselben führt im Hofe eine Riesentreppe, die auf dem obersten Absatze mit kolossalen Bildsäulen des Neptun und Mars (Wasser⸗ und Kriegsgott), den Symbolen von Venedigs Macht zu Wasser und zu Land, ge— schmückt ist. Im Hofe besinden sich zwei Brunnen aus Erzguß. Im Palaste selbst, dessen Außen— seite und Portal durch zahlreiche Skulp⸗ turen und Statuen geziert sind, öffnen sich glänzende Säle, wo die in das goldene Buch eingeschriebenen Nobili ihre Versammlungen hielten, mit den Portraits von 76 Dogen und herrlichen Gemälden. Hier befindet sich auch die 1362 von Petrarca gegründete Markus— bibliothek, die jetzt 130,000 Bände und gegen 10,000 Manufkripte zählt. Aus dem ersten Stock des Dogenpalastes führt die Seufzerbrüͤcke nach dem ehemaligen Staatsgefängniß, unter dessen sonst mit Bleiplatten bedecktem Dach die Bleikammern und in den Kellerräumen die unter dem Wasserspiegel liegenden Kerker sich 8 befinden.(Hier schmachtete u. A. auch der eh Dichter Silvio Pellico.) Es würde zu w führen, wollten wir all die Herrlichkeiten Ven digs auch nur flüchtig berühren; heute hat de Stadt nur den Ruhm, einst berühmt gewesch zu sein, wie so manche andere Stadt auc, Sie ist ein redender Zeuge mittelalterlichg. Kraft und Größe, eine unerschöpfliche Fundgrule für Künstler und das Ziel aller Reisenden, de Geld und Zeit haben, nach dem schönen Sidn ee ihre Schrüte zu lenken. e Frei . g N. 0 Handel und Verkehr. 12 f: 0 en virthen 1 Butzbach, 20. Juli. Wochenmarkt. per Pfund M. 0.00—0.95. Käse per Pfd. 44— 45 P, Eier 2 St. 11 Pf. ö Frankfurt, 20. Jult. Auf dem heutigen Mast kostete Butter das Pfd. 90 Pf. dis M. 1.10, Eier d Stück 5—6 Pf., neue Kartoffeln per Pfd. 10—12 Pie Malteser 12— 15 Pf., Gelberüben der Pack 6 10 Pi, Spinat 30—40 Pf., Blumenkohl 30—60 Pf., Kopfsalst ga 24 Pf., Gurken 10 Pf., Carotten 1220 Pf., Fa e rübchen 12— 15 Pf., rotbe Rüben die Portion 15 bh e bann 2 20 Pf., Schneidbohnen per Pfund 25—30 Pf., nee engen Bohnen per Pfd. 18—25 Pf., dicke Bohnen 20 Pf Zuckerschoten 25 Pf. per Pfd., Zwiebeln das Geschi g 20 Pf., Sellerie 10—20 Pf., Meerrettig 1020 P. U oncktssand lt Kohlrabi das Stück 5—6 Pf., Kirschen per Pfund i ech ir enen Lusic bis 12 Pf., Mäusekartoffeln 15— 18 Pf. per Pfuns, men det Persor Römischkobl 20— 30 Pf., Romainsalat 15—20 Pf., neus n tilt, susbese Weißkraut 25 Pf., Wirsing 2025 Pf., Erdbeeren pit andere den ja Pfd. 50 Pf., Erbsen ganze per Pfd 16—20 Pf., 4 aß der Ae. schälte 18— 25 Pf., Linsen 2030 Pf., Bohnen 16 b t nach den ut 22 Pf.— 1 Hahn 70 Pf. bis M. 1.60, 1 Huhn M. ie besteht, ö. d bis 2.50, Welsche M. 10—12., Gans per Pfd. 50 bf hc Ins Gesch 70 Pf., Ente M. 2.—3.50, Capaun M. 3.—5., Poulaf e enlegten Statu den M. 2503.50, Taube 40—60 Pf., Krebse 5-8 F. Frankfurt, 21. Juli. Fruchtbericht. Weizenmel Nr. 0 M. 32.50— 34.50, Nr. 1 M. 28.50— 300, Nr. 2 M. 26— 27, Nr. 3 M. 24— 26, Nr. 4 M. 1920.5 Nr. 5 M. 16— 17.50, Milchbrod- und Brodmehl im———— band M. 54—57, norddeutsche und westfälische Welgal⸗ De mehle Nr. 00 M. 26.50— 27.50, Roggenmehl hiestgeh dormstad Rr. 0 M. 22.75— 23.75, Nr. 0/1 M. 20.75—21.75, Nr eine M. 1819.25, Nr. 2 M. 15.50— 16.50, Heu per J ih wurde zun M. 2.75— 3.25, Stroh M. 2.50— 0.00, Roggenklel Mainz. Am M. 4.25— 4.50, Weizenkleie M. 3.80, Malzkeime M. Jh ghet der bis 3.75, Moostorfstreu prima M. 1.30, Spelzenspen 6 U, 9 M. 1.20, Rapskuchen M. 5.75, Sesamkuchen M. 5—5c0 hd ber L Mohnkuchen M. 3.75— 4.00. Reismehl mit garage Zahlmeiste 22 bis 240% Fett- und Protéin⸗Gehalt M. 4.50— 4.% e Dautschlands (Sämmtliche Artskel bei Abnahme von 200 Cenkner mah babe liege Rüböl im Detail M. 51—55. Raps Offerten aß e gel Butter koste erwünscht. n eingelelte deilin. Die Geld ⸗ Cours. iber der Mob Frankfurt am 21. Juli 1887. i Deutschland Geber. Nehm i dindesten som M. Pf. M. f ian Zwichenf 20⸗Frankenstücke 16. lu Agde gerüst do. in 1/⸗ 72„16. 1. 1 Englische Sovereign... 20. 31 0. A* 1 Ae Nachr Russische Imperlaless. 16. 70 14. U benen Ducaten.. 9 ö be. „ al ma reo 9. 59 ichen. Dollars in Gold 4. 20 4,1 0 5 an goßen 8 Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffenklichen Kennkniß gebracht, daß dem Großh. Semjinarlehrer Dr. Heid dahier die Verwaltung unserer Seminarkasse übertragen worden ist und daß derselbe seinen Dlenst bereits angetreten hat. Friedberg am 21. Jult 1887. Großherzogliche Direktion des Schullehrer-Seminars. 2614 Schaefer. Vergebung. b Die Lieferung von Petroleum pro 1887/88, das nach Bedarf von den Seminar-Pedellen abgeholt wird, ist zu vergeben. Offerten wolle man vor dem 26. d. Mts. schriftlich bei uns einreichen. Friedberg am 22. Juli 1887. [Großherzogliche Direetion des Schullehrer⸗Seminars. 2624 Schaefer. Submission. ubmission. 855 Die zur Erbauung eines eisernen Steges über die Usa in der Gemarkung Fauerbach b. Fr. erforderlichen Arbeiten, nämlich: Schlosserarbeit, veranschlagt zu 164 Mark, „ Zimmerarbeit 7„ 2 Weißbinderarbeit 0„ sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen Dienstag den 26. d. Mts., Vormittags, auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten offen, woselbst auch die Offerten bis zum 28. d. Mts., Mittags 12 Uhr, einzureichen sind. Friedberg den 21. Juli 1887. Zörb II., 2611 Bezirks bauaufseher. Holzversteigerung in Bad⸗Nauheim. In hiesigem Stadtwalde kommen folgende Holzsorti— mente zur Versteigerung und zwar: Mittwoch den 27. Juli l. J., von Vormittags 8 Uhr ab, 17337 Stück Wellen Schäl-Eichen-Relsig, 58 Raummeter*„ Knüppel, 18 75 Stöcke(Hauspäne), 124 Stück Derbstangen von 7— 11 Ctm. Durch- messer und von 4—7 Meter Länge; 500 Stück Reisstangen(Baumstüßzen) von 3—6 Ctm. Durchmesser und von 4—7 Meter Länge. Donnerstag den 28. Juli 1887, von Vorm. 8 Uhr ab, 69 Stück Eichen-Stämme von 12— 20 Ctm. Durch⸗ messer und 3— 7 Meter Länge= 8,45 Fest— meter Inhalt. Die Zusammenkunft ist an der Waldwirthschaft. Bad-Nauheim den 21. Juni 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. 2618 Wörner. 2 9 * Holzversteigerung. Dienstag den 26. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, wird im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Strecker 28, nachverzeichnetes Gehölz öffentlich versteigert: 42 Naummeter Elchen-Lohholz, Nutzholz, 140 6 1 1 Scheit und Knüppel, 7970 Stück 0 g Wellen. Wehrheim den 19. Juli 1887. Der Buürgermelster 1 R 5 Feine Hemdeinsätze Feen hren und Manschetten z. Selbstkostenpreise bel K. Friedrich. 5 l 0 4 0 Ae weg Holzversteig erung. Dienstag den 26. Juli l. J., des Vormittags 10 ae lin, 23. wird in dem Cleeberger Gemeindewald, Distrikt Gaul! 7 des„Vulkan kopf, nachstehendes Holz öffentlich versteigert: lch d 30 Stück Eichenstangen 2. Klasse, zu Baumslüßeh un nd g, om 3800„ 0 9 geeignet, e elch; 11835„ Eichen⸗-Schälwellen, n auf 8825„ gemischte Wellen. veel, a0 Die Zusammenkunft ist bel Nr. 1. h ve d Cleeberg den 14. Juli 1887. ee die Der Bürgermelstel; h Aung de * 0 Montag d d i d 00 ak de er A Conditor Fritz in Bad⸗Nauheim.— 95 Von Tausenden wird der IIolländ. 1 von IB. Beeker in Seesen a. N olaf 81 franeo 8 Mark, geraucht und empfohlen.(ge 8 dh, Ain sucht ein möbl. Zimmer oder eine gute Salo Ein junger Mann 0 Wat Off. unter W. 108 an die Epped. des Anz.