r— 1887. Bienstag den 20. Dezember. M 150. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzei 3 dl 1 e g 3 g r„lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets 8 Post nachgenommen. lessen. Verkauf 5. Seeder Deliatt um 8 n birfige 1 Sestist uit Wztes Bestreben eb det Ver A erdeltts qu suchen 1 8 7a. deen Haerusigueur Rasche K. 210, erz Ulritz, „ enbrtat“. 3 1 dt. nädchen * Jubt 100 Ae. 4 —7 stillen chachteln. - Pasten „ tert firm: Salzen unser Artes Mius 2781 ben elcidigung 1 Verloosung von Pferden und sonstigen Gegenständen verbunden wird. Amtlicher Theil. Großberzogliches Ministertum des Innern und der Justiz hat genehmigt, daß mit dem nächstjährigen Friedberger Frühjahrs- und Herbst-Pferdemarkt je eine Bet dem Frühjahrsmarkte dürfen höchstens 8000 Loose à 1 M. 50 Pf. ausgegeben und müssen 7920 M. zum Ankauf von Gewinngegenständen verwendet werdenz bel dem Herbstmarkte darf die Zahl von 10,000 Loosen(à 1 M. 50 Pf.) nicht überschritten werden und Friedberg den 16. Dezember 1887. * i M. Pf. M. Pf. Stammheim— 42 Bad Nauheim— 12 Steinfurth— 42 Ober Mörlen— 33 Wölfersheim— 42 Mark Griedel 2 10 Langenhain— 10 Butzbach 1 53 Dienstnachrichten Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen von der III. Perlode 1887/88. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. . Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden von der III. Periode 1887/88 zukommenden Forststrafen resp. Antheile an Holzwerth und Schadenersatz unter dem Auftrage mit, Einnahmedeeretur zu ertheilen und für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen. M. Pf. M. Pf. Gambach— 21 Burg Gräfenrode— 62 Nieder⸗Weisel 121 Heldenbergen 1 53 Münster— 60 Ilbenstadt 1 50 Bönstadt— 61 Nieder Florstadt 2 33 0 sind gc M. für den Ankauf von Gewinngegenständen zu verausgaben. Der Verkauf der Loose im Großherzogthum ist gestattet. Friedberg den 14. Dezember 1887. J. V.: Dr. Wallau. M. Pf. M. Pf. Rodheim v. d. H. 6 66 Vilbel 15 69 Büdes heim 147 Ober Eschbach 110 Groß⸗Karben 3 89 Klein-Karben— 98 aus dem Kreise Friedberg. Ernannt und verpflichtet wurde: August Väth von Bauernheim als Wiesenvorstandsmitglied. Ausschreiben. Um Auskunft über die Aufenthaltsorte 1. des Georg Wolf von Bönstadt, 2. des Peter Bauer von Vichtach(Baiern) wird ersucht. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner. Deutsches Reich. Folgendes Bulletin ist hier eingegangen: San Remo, 17. Dezember. Es zeigt sich jetzt in der Berlin. lunken Hälfte des Kehlkopfs Sr. kalserl. und königl. Ho heit des Kronprinzen eine kleine Wucherung, welche etwas höher aufwärts liegt, als die Ende Oetober aufgetretene Schwellung. Diese letztere, zum Theil benarbt, hat sich verkleinert. Das Befinden ist andauernd recht gut. Mackenzie. Schrader. Krause. Hovell. eL 15. Dez. Der Bundesrath stimmte den Ausschuß— anträgen, betreffend die Verlängerung des Soclalisten— gesetzes, sowie dem Gesetzentwurf über den Erlaß der Wittwen⸗ und Waisengeldbeiträge von Angehörigen der Civilverwaltung, des Reichsheeres und der Marine zu. — Auf Wunsch des Kaisers wird die Altersversorgungs— vorlage alsbald an den Bundesrath gelangen, so daß dieselbe noch in dieser Session vom Reichstag erledigt werden kann. — 16. Dez. Der Reichstag nahm in dritter Lesung den Handelsvertrag mit Oesterreich Ungarn an. Bel der ersten Berathung der Wehrvorlage begründet der Kriegs— minister dieselbe mit der dringend nothwendigen Ver längerung der Wehrpflicht bis zum 45. Lebensjahre und der qualitativen Verstärkung durch die richtige Organi— satton des Landsturmes. Im Landsturme werde eine Sonderung zwischen den ausgebildeten und den nicht aus— gebildeten Mannschaften stattfinden Sämmtliche Redner, mit Ausnahme Bebel's, sprachen sich für die Vorlage und deren commissarische Berathung aus. Das Haus beschlleßt letztere. Der Reichstag genehmigte im weiteren Verlauf der Sitzung nach unerheblicher Debatte die Etats des Reichskanzlers, der Reichskanzlei und ves Auswär⸗ tigen Amtes.— Dem Reichstage ist der Rechenschafts— bericht über die Anordnungen der preußtschen Regierung, betreffend die Verhängung des kleinen Belagerungszu—⸗ standes über Frankfurt a. M., zugegangen. Danach sind bisher elwa 50 berufsmäßige einhelmische Agitatoren aus Frankfurt ausgewiesen, die geheime Organisatton der soelaldemokratischen Partet dadurch indessen nicht voll⸗ ständig zerstört. Von der Partetleitung ist die Stadt in 10 Bezirke mit je einem Vorsteher und Kassirer einge tbellt. Die Vorsteher versammeln sich an bestimmten Togen, die Mitglieder jeden Bezirks wöchentlich einmal. Von letzteren werden wöchentliche Beiträge von mindestens 10 Pf. erhoben. Die Zahl der nach Frankfurt gelangen den Gzemplare des„Soclaldemokrat“ ist auf über 400 zu schaͤzen. Einen Rückhalt findet die soelaldemokratische Bewegung an einer größeren Anzahl dort bestehender ge— ö werkschaftlicher Vereine und gewerblscher Hilfsfassen. Seit langerer Zelt hat in Frankfurt die revolutionäre Rich- tung der Soclaldemokrotle die Oberhand gewonnen. Auch 0 Genossen der anarchlstischen Gruppe befinden sich noch dort. — 17. Dez. Der Reichstag genehmigte in drltter Lesung die Getreidezollvorlage, und zwar, die Zölle für Weszen, Roggen, Buch weszen, Hülsenfrüchte und Gerste nach den Beschlüssen der zwesten Lesung, und nahm den Antrag, den Haferzoll auf 4 M. zu erhöhen, an. Die Hollsaße für Mals, Dari, Malz, Hefe, Krastmehl, Nudeln und Mühlenfabrikate wurden nach den Beschlüssen der zweiten Lesung, ebenso die Sperrbestimmung, mit dem 80 enehmigt, daß die Ansprüche auf die Anwendung 0 V Aeherigen Zollsäße für Gegenstände, welche in Folge ——— 2—ñ—b — —.——— 0 1 — 1 1 1 von vor dem 26 November abgeschlossenen Verträgen bis zum 15. Januar k. J. eingeführt werden, binnen vier Wochen bei Verlust des Rechts anzumelden sind und und fortgesetzten„Correeturen“ der tripolitanischen Grenze seitens der Franzosen in Tunis interpellirt. Crispi er⸗ wiederte, ehe er sich direet in der Sache an Frankreich die für den Fall der Erhöhung getroffenen Vereinbarungen gewendet, habe er bei der Pforte Erkundigung darüber schriftlich vorhanden sein müssen. wurde in der Endabstimmung mit 203 gegen 116 Stim- men angenommen. Das Haus vertagte sich darauf bis zum. 17. Januar k. J. — Der„National⸗Zeitung“ wird von vertrauens werther Seite mitgetheilt, die Instruetionen, welche der Botschafter General Schweinitz bei seiner Rückkehr aus Friedrichsruh nach Petersburg mitnimmt, seien durchaus friedliche und versöhnende. nach Oesterreich empfehlen militärische Stärkung unter Vermeidung jeder Provocation. Potsdam. Prinz Friedrich Leopold ist am gastrischen Fieber erkrankt. Kiel. Zum Schutze der Kieler Bucht werden zwei neue Forts angelegt; dem„Hamb. Fremdenblatt“ zufolge wird an denselben angestrengt gearbeitet. München. Ein Erlaß des Krlegsministers an die Amberger Gewehrfabrik ordnet die Einstellung der Fabri— kation von Gewehren kleinen Kalibers an, da deren Treff— sicherheit mangelhaft sei. Dafür wird die Herstellung von 32,000 Repetirgewehren älteren Musters angeordnet. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Daß man hier bei aller Bemühung, Maßregeln zu vermelden, welche den Schein einer Provokation tragen, den russischen Truppen⸗ ansammlungen gegenüber nicht die Hände in den Schooß legt, beweisen die fortdauernden militärischen Conferenzen. — Der„ester Lloyd“ meldet, es werde demnächst eine autorttative Widerlegung der militärtschen Angaben des„Russischen Invaliden“ erfolgen, die man nach der Aeußerung des„Journal de St. Petersbourg“ für weniger alarmirend betrachtet als früher. Die Diseussion werde möglicherweise eine Klärung der Lage herbeiführen. Pest. Die„Bud. Corr.“ dementlrt ein Gerücht vom Rücktritte des Handelsministers Grafen Szechenyt, und fügt hinzu:„Es liegt, falls die Gesundheit des Ministers gegen alle Erwartungen sich nicht verschlechtert, gar keine Ursache vor, die den Grafen Szechenyl zum Verlassen selnes Postens bewegen könnte.“ Belglen. Brüssel. Belgien hat bel Krupp 120 Kanonen bestellt. Das ist nur eine Zeile, aber welchen Inhalts. Belgien gehört zu den neutralen Staaten, aber Nlemand gibt einen Pfifferling für diese Neutralität, wenn sie nicht durch Soldaten, Festungen und Kanonen geschützt ist. — Die unter dem 16. d. der Congoreglerung zuge⸗ gangene Post vom Congo meldet, daß schon seit dem 28. Juni jede Nachricht von Stanley fehlt. Spanten. Madrid. Von ganz sicherer Seite er— fährt der„Hamb. Corr.“, daß die Königin-Regentin von Spanten bereits die Documente unterzeschnet hat, durch welche die spanischen Gesandtschaften in Berlin, Wien und Rom zum Range von Botschaften erhoben werden. In der Besetzung der Posten wird wahrscheinlich nur in Wlen ein Wechsel eintreten. Italten. Rom. Franchettl hatte den Ministerprä— sidenten Erispi in der Kammer über die stillschweigenden g Das ganze Gesetz eingezogen, ob irgend eine Convention den Franzosen das Recht zu ihrer afrikanischen Cxpansionspolitik gebe; als dies verneint ward, habe er in Paris angedeutet, man möge von solchen Attentaten auf die Türkei, d. h. auf das Gleichgewicht des Mittelmeeres künftig abstehen, denn Italien werde eine Störung des letzteren unter Die Rathschläge Bismarcks keinen Umständen gestatten. — 16. Dez. Die Kammer nahm mit 231 gegen 22 Stimmen den Handelsvertrag mit Oesterreich an und genehmigte eine Vorlage, wodurch die Regierung ermächtigt wird, auf Grund des bis 1. Juli 1888 anzuwendenden allge— meinen Tarifes mit Frankreich und Spanien eine neue Handels- und Schlifffahrts Conventton abzuschließen. — 16. Dez. Aus Massauah wird gemeldet, daß da⸗ selbst der Dampfer„Egitto“ mit den seitens Italien in England angekauften zerlegbaren Baracken, Wasserbehäl— tern und Futtervorräthen angekommen sei. Die Rebellen stehen zwei Stunden vor dem von den Engländern zur Vertheidigung von Suakin errichteten Laufgraben. Major Kitschener entsendete 600 angeworbene Eingeborene, um den Insurgenten Tokar zu entreißen. Allein ein Theil ergriff die Flucht, ein anderer ging zu den Rebellen über, der Rest wurde mit einem Verlust von 11 Mann zurück— geschlagen. Serbien. Belgrad. Der König machte dem leicht erkrankten Ministerpräsidenten Ristie einen längeren Besuch. Der Letztere wird in der nächsten Sitzung der Skupschtina die geforderten Erklärungen über das Verhältniß zwischen Serbien und Bulgarien abgeben. Bulgarlen. Sofia. Einer Meldung der„Agence Havas“ aus Bukarest zufolge sind Nachrichten von einer aufständischen Bewegung in Sofia unbegründet. Rußland. Petersburg. In hlesigen politischen Kreisen erhält sich das Gerücht vom bevorstehenden Rück⸗ tritte Wyschnegradski's von der Leitung des Finanzressorts. — Der Student Sinyawski, welcher den Inspeetor der Moskauer Universität thätlich insulttirte, wurde auf 3 Jahre dem militärischen Diseiplinarbataillon überwiesen. — 17. Dez. Der„Nord“ erklärt nochmals kate⸗ gorisch, in Rußland wolle Niemand den Krieg gegen Oesterreich; Rußland werde sich jedoch das Recht, seine Grenze militärssch zu besetzen, nicht nehmen lassen.— Der„Nord“ beschuldigt ferner die deutsche Presse, Oester⸗ reich gegen Rußland zu hetzen.— Es eireulkren Gerüchte über neue russische Truppentransporte in der Richtung gegen Galtzlen. Amerika. New⸗Nork, 9. Dez. Der„Tribüne“ wird aus Halifax(Neu⸗ Schottland) telegraphirt, daß ein Versuch gemacht worden sei, eines der großen Forts in jenem Hafen in die Luft zu sprengen. Obwohl der schändliche Plan in der beabsichtigten Ausdehnung miß— lungen sei, so hätten doch die Gebäude und Vorräthe beträchtlichen Schaden erlitten. Aus Stadt und Land. Friedberg. In den„Hess. Volksbl.“ finden wir folgende Notiz, an der uns nur wundert, daß man dle— selbe in ein auswärts erscheinendes Blatt lanelrt, * während unser Anzelger eine Lokal Auflage von sieben⸗ hundert Exemplaren hat, also doch für die interessirt er— scheinenden Kreise wohl das geeignetste Blatt gewesen wäre:„In dem zwischen Preußen und Hessen am 12. Jun 1868 zu Berlin abgeschlossenen Staatsvertrag über die Erbauung der Bahnen in der Provinz Ober⸗ hessen erklärte die Großherzogliche Regierung die Be— stimmungen des Gesetzes vom 14. August 1867, betr. Aufbringung der Kosten für das zur Erbauung der Eisen bahn erforderliche Gelände, auch auf die in hessischem Gebiet belegene Strecke der Hanau Frtedberger Bahn anwendbar. Die preußische Staats- Regierung fordert nunmehr, nach fast zwei Jahrzehnten, auf Grund dieses Staatsvertrages und des oben eitlrten Gesetzes von den verschiedenen durch letzteres betroffenen Gemeinden die Summe von etwa 290,000 M. Die preußische Staats Reglerung will sich jedoch mit zwei Drittel dieser be trächtlichen Summe begnügen, wenn gutwillig gezahlt wird. Von der Stadt Friedberg werden 9,000 Mark oder die auf 278 reduelrte Summe von 60,6662 Mark angefordert“ Gehelmerath Goldmann war in den letzten Tagen in dieser Angelegenheit hier anwesend Gießen, 17. Deebr. Schwurgericht. Dle Straf sache gegen die Handelsleute Jacob Steinhauer und Lieb— mann Katz, beide aus Hungen, wegen Meineids bezw. Verleitung hierzu, beschäftigte das Schwurgericht volle zwei Tage. Die umfangreiche Verhandlung, in deren Verlauf auch die als Zeugen aufgetretenen Handelsleute Schiff und Simon wegen Verdachts des Meineids ver— baftet wurden, endigte gestern Abend nach 10 Uhr mit Verurthellung der beiden Angeklagten. Steinhauer wurde in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren 10 Monaten, Katz in eine solche von 1 Jahr 6 Monaten verurtheilt, beide unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenxechte auf die Dauer von 5 Jahren, sowie Verlust der Fählgkett, als Zeuge oder Sachverständige eldlich vernommen zu wer den. Gegen den seither auf freiem Fuß gewesenen Katz wurde sofort ein Haftbefehl erlassen. Allerlei. Bonames. Der Bursche, welcher vor einigen Tagen auf dem Wege von Bonames nach Homburg an einer 68jährigen Frau ein Verbrechen begangen hat, ist in] Samstag den 24.: Geschlossen. 1 Hoͤchst verhaftet worden. Sonntag den 25.: Nachmittags 31 Uhr zum ersten Male Zwelbrücken. Der vor 14 Tagen aus dem hiesigen Gefängniß ausgebrochene Schuster Jost aus Pirmasens, der wegen Erschießens des Gendarmen Bär zum Tode verurtheilt worden war, ist in Antwerpen verhaftet worden. Witten, 14. Dez. Hier unter den Kindern aus ge⸗ brochene Krankheiten, Masern und Diphtherltis, greifen mit erschreckender Heftigkeit um sich und der Tod hält unter den jungen, hoffnungsreichen Leben grausige Ernte. Im Ganzen sind gegen 450 der Kleinen erkrankt. Die Familie eines Lehrers verlor innerhalb einer Woche drei Kinder und das jüngste liegt auf den Tod darnleder, ebenso wle von elnem Maurermeistex alle drei Holzminden, 12. Deebr. Hier ist zunächst unter den Schülern eine granulöse(ezyptische) Augenkrankheit Abonn. mäßigte Preise, Montag den 26. Nachmittags 3½ Uhr. Hierauf: Kallf Storch. Abends 7 Uhr. Dienstag den 20.: Georgette. Mittwoch den 21.: Was ihr wollt. Donnerstag den 22.: Geschlossen. Montag den 26.: Was ihr wollt. Anfang 7 Uhr. wlederholt: Max und Moritz und Kalif Storch. Er⸗ Außer Abonn. Abends 7 Uhr Aldg. Max und Morig. Außer Trompeter von Säkkingen. Ermäßigte Preise. Schausplelhaus. Große Preise. Große Preise, Freitag den 23.: Postillon von Lonjumeau— Große Pr. Samstag den 24.: Geschlossen 1 Sonntag den 25.: Odette. Anfang 7 Uhr. Große Pr. in so ausgedehntem Maße ausgebrochen, daß das Gym⸗ nustum und sämmtliche Schulen geschlossen werden mußten. Es sind mehrere hundert Kinder und auch schon manche Erwachsene erkrankt. Handel und Verkehr. Friedberg, 17. Deebr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.10. Eier 1 St. 8 Pf. Repertoir⸗Entwurf Buxkin⸗Stoff, Wolle und nadelfertig, zu M. 7.75, Kammgarn⸗Stoff, reine Wolle, nadelfertsg zu einem ganzen Anzuge zu M. 18.95, Schwarzer Tuch⸗Stoff, reine Wolle, nadel⸗ fertig zu einem ganzen Anzuge zu M. 8.10 versenden direct an Private portoftel in's Haus Oettinger& Co., Frankfurt a. 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Zaubermärchen in 3 Akten.(Nach einigt sind. erhalten das neueste Blatt des Werkes Den Abonnenten Frankfurter Journal. d., Frankfurter Journals“ ist Gelegenheit geboten, sich im Laufe der Zeit auf billigste Weise in den Besitz des soeben erscheinen⸗ den großartigen Prachtwerkes von Kaspar Scheuren; „Der Rhein vom Fels zum Meer“ zu setzen. Sammlung von Kunstblättern, reproduzirt, hat der Meister gewissermaßen ein neues Genre allegortsch geschmückter, fein gezeichneter und duftig kolorirter Ansichten geschaffen, Figuren und Ornamentik Die Abonnenten für das nächste Quartal In dieser in Chromollthographle „Frankfurt am Hauf's gleichnamigen Märchen von C. Kramer.) Außer Main“ zum Ausnahmspreise von 1 Mark.(Der Laden⸗ ö Abonnement. Ermäßlgte Preise. Anfang 6¼ Uhr. preis beträgt 7 Mark 50 Pf.). Lieferung von Inventarstücken. Die Anlieferung nachverzeichneter Gegenstände, nam lich von Leinenwaaren: 800 Trockentücher, 800 Handtücher, 100 Wannencücher, 200 Teppichtücher; Badeteppichen: 800 Stück von Wollenfilz; Mobeln: 36 Rohrsessel, 4 gepolsterte Sessel, 48 Rohr— stühle, 42 Tische, 40 Waschttsche, 16 gepolsterte Chaise longues, 8 Handtuchgestelle, 42 Kleiderhalter, 36 Stlefel knechte, 36 Besengestelle, 43 Spiegel; Gartenbäuken: 50 Stück; Vorlagen und Tischdecken: 57 Stück; Vorhängen und Roulcaux: 50 Stück; Läufern und Matten: 5 Stück Cocosläufer, 42 Cocos matten; Linoleumläufern: 44 Quadratmeter; Uhren und Thermomcetern: 38 Uhren, 12 Thermometer; Porzellan und Glas: 48 Wasserflaschen, 48 Wassergläser, 48 Flaschenteller von lackirtem Blech, 48 Waschschüsseln mit Kannen, 48 Spucknäpfe, 48 Na scttöpfe; Bürstenwaaren: 12 Bodenbesen, 12 Handbesen, 8 Schrub— ber, 12 Lambriebürsten, 6 Möbelbürsten, 6 Nachttopf bürsten, 2 Spinnenksöpfe, soll Donnerstag den 5. Januar 1888 auf dem Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. Die Angebote sind schrlstlich, verstiegelt und fret, sowle mit der Aufschrift„Lieferung betreffend“ versehen, unter unserer Adresse längstens bis Vormittags 10 Uhr ge— nannten Tages auf unserem Büreau abzugeben; die Eröffnung derselben geschseht in Gegenwart der erschienenen Submittenten. Die Bedingungen liegen von heute ab zur Einsicht offen und können Abschriften derselben gegen Einsendung des Betrags von 50 Pf. in Briefmarken bezogen werden. Bad-Nauheim den 15. Dezember 1887. Großherzogliche Vadedirektton Bad-Nauhelm. 4339 Jäger Ankauf eines Zucht-Ebers. ieh Die Gemeinde Wohnbach beabsichtigt einen ca. 6 Monate alten Zucht Eber, englischer Race, anzuschaffen. Besitzer solcher Thiere wollen ihre Offerten an die unterzeichnete Stelle baldigst einsenden. Wohnbach am 16. Dezember 1887. Großherzogliche Bürgermeisterel Wohnbach. 4336 Fatum. Versteigerung eines Fasel⸗Ebers. Mitiwoch den 21. d. Mts., Morgens 10 Uhr, wird auf dem Rathhaus zu Wohnbach ein abgängiger Eber meistbietend versteigert werden Wohnbach am 16. Dezember 1887. Großherzogliche Bürgermeistereil Wohnbach— 4342 Fatum. Negenschirme von den billigsten bis zu den hochfeinsten, Schirm⸗Neparaturen 3201 bel C. Kalbfleisch. Pelzwaaren 3935 Gemischtes Laubholz: 136 rm Knüppel und 635 rm Astreiser, 51 Eichen- und Rüsterstämme mit 11,86 fm(Wagnerholz), 41 Hainbuchen-Stämme mit 8,25 fm, 26 Ahorn Stämme, 410 m lang, 1648 em dick, mit 8,77 fm, 26 Erlen-Stämme, 5— 12 m lang, 2286 em dick, mit 13,84 fm, 31 Eschen Stämme, 5—10 m lang, 19-37 em dick, mit 7,92 fw, 5 gemeine Kiefern- Stämme, 1 Fichten- und 1 Lärchen-Stamm, 8 Eichen- und 10 Fichten⸗Derbstangen. Ferner daselbst: 18 Rothbuchen-Stämme, 2— lagern und nicht vorgezeigt werden. in Gedern ertheilt nähere Auskunft. Gedern den 15. Dezember 1887. 4343 Morgen von vorzüglicher Qualität in Eigenthum. Münzenberg den 12. Dezember 1887. Milch. Gute reine Vollmilch kauft stets Frankfurter Dampf⸗Molkerei, Schweizerstraße 35/87, 4026 Sachsenhausen Frankfurt a. M. Eine wasserdichte Pferdedecke wurde auf dem Wege von Friedberg nach Dorheim verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen guten Lohn abzu— geben bel Adam Rausch II. in Friedberg. 4352 Holz⸗Versteigerung im Gräflich Stolberg'schen Forstrevier Gedern. Dienstag den 3. Januar 1888 sollen in dem Distrikt Loosstrauch an Ort und Stelle versteigert werden: Scheiter: 45 rm Buchen, 34 erm Ahorn, 9 erm Obstbaum, 7 rm Eichen, 50 rm Linden und 5 rm Nadelholz, Mühlen Verkauf. Dienstag den 27. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die Junkermühle mit allem gegenwärtigen Zubehör einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Dieselbe liegt unmittelbar an der Kreis- bezw. Provinzialstraße Münzenberg Butzbach— Lich, an der Wetter, hat bedeutendes Wassergefaͤll, 3 Mahlgänge, fast neue Mühlen⸗ und Ockonomiegebäude, Garten, Wiesen und Aecker mit einem Flächeninhalt von etwa 25 Normal⸗ Außerdem hatte der seitherige Eigenthümer etwa 60 Morgen Pachtgelände um entsprechend billigen Preis, welche eventuell mit übernommen werden können. In sehr leichter Weise kann weiteres Eigethum, wie Pachtgelaͤnde in der Ge markung erworben werden und eignet sich die ganze Besitzung in Folge ihrer außergewöhnlich günstigen Lage ebenso zum Betriebe der Müllerei, wie Oekonomie und jedwelcher Fabrikanlage. Mühlwerk stets im Gange und kann jeden Tag eingesehen werden. Bei entsprechendem Gebote kann alsbaldige Genehmigung erfolgen. Ein braves tüchtiges aller Art billigst bei C. Kalbfleisch, . 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Caramellen Statt besonderer Anzeige Ar i. 1 0 D des nur in Beuteln(niemals lose) à 30 u, 50 Pf. Nur* its I bachen. Ferner fahren Dampfer de ächt, wenn auf jeder Flasche und jedem Beute!“ Zeute e verschled nach kurzem schweren N 2 Leiden unser liebes Kind 5 diese Schutzmarke steht. Karl 4856 1 ö im Alter von 3 Jahren. rem. Jah 0 Bremen eee e- em. dee Um stille Theilnahme bitten 1 N N 5 3 r Dorheim den 1. Dezember 1887. 4 Familie Reif und Heil. 5 ume 4 Norddeullchen Lloyd „ Abbause di Bezogen de von uns in Friedberg W. Bern- beck, in Bad- Nauheim J. Pfeffer. Anerkennung. Als ieb im Jahre 18840 an einem sehr lästigen Husten zu leiden hatte, nahm ich meine Zuflucht zu Ibrem Malz-Extract, 0 Schutzmarke(Huste. Nicht), worauf ich nach Ver-“ brauch von einer Flasche von diesem bösen Uebel“ befreit wurde. Jetzt nach drei Jahren hatte ich Australien — Näheres bei dem General ⸗ Agenten Todes Anzeige. Verwandten und Freunden machen wir hlermit die traurige Mittheilung, daß es dem Allmächtigen K gefallen hat, unseren knnsgstgeltebten Gatten, Vater, * M. Ahraham, 467 mir infolge Verkältung abermals einen starken Mainz, f 5 Husten zugezogen, der aber nach Verbrauch von“ Bruder, Schwiegervater und Großvater der dessen Agenten einer halben Flasche Ihres Malz Extractes ganz 1 Hermann Vogt, verschwunden ist, weshalb ich allen Brust- und N Johannes Möbs III., . Rad-Nauh eim. Halsleidenden Ihr Fabrikat nur bestens empfehlen Großherzoglicher Bürgermeister a, 1* 1 N tist kann. nach schweerm Leiden, oͤfters gestärkt durch den 9 Empfang der hell. Sakramente, in selnem 70. Lebens jahre am 17. d. Mts. in ein besseres Jenseits abzurufen. Wir bitten um stille Theilnahme. ee 11. Liepke; 2. März 15 6 ee. 54 n n—— . Ciesporen 5 e Eine sehr gute Senfmühle hen 1nd. 00 266 empfiehlt„Dan. Külmmich. Nieder-Mörlen den 17. Dezember 1887. hat unter düngen Bedingungen zu verkaufen 43410 Die trauernden Hinterbliebenen. . nee vnsths Mehl, ern a ge e 5 1 e eerdigung finde nächsten Dienstag, Mit! w- Kinderwagen und Jelocipede 8e 44 übe bai, 10 0 i N 7 Abnahme von 5 Pfund à 48 Pf., empfiehlt 0 806 1* J. A. Windecker. 13962 bel G. M. Reuß. 1 3 79 Brauerei zum steinernen Haus Zu Friedberg i. II. Einem geehrten Publikum von Friedberg und Umgegend zeige ich hierdurch ergebenst an, daß ich die seither gepachtete Brauerei mit Wirthschaft zum steinernen Haus dahier— ebenso die Georg Philippi'sche Gartenwirthschaft mit Kegelbahn in hiesiger Stadt— käuflich übernommen habe. Ich werde stets bemüht sein, die mich mit ihrem Besuche Beehrenden mit einem Glase guten ff. Lagerbier, sowie mit guten Speisen und Getränken bestens zu bedienen. Meinen werthen hiesigen und auswärtigen Geschaͤftskunden werde ich nach wie vor gutes Lagerbier liefern und kann vorzügliches Flaschenbier aus meiner Brauerei bezogen werden. Für das mir bisher geschenkte Vertrauen und Wohlwollen bestens dankend, bitte ich mir dasselbe fernerhin bewahren zu wollen und zeichne Hochachtungsvoll Friedberg den 24. November 1887. PAH. Nudlelius. N Jum billigen Laden! Weihnachtsverkauf von heute an bis Neujahr zu herabgesetzten Preisen, somit ist Jedermann Gelegenheit geboten einmal recht billige und praktische Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Die Preise sind gegen Baarzahlung ohne jeden Abzug: Bettzeuge, ächt türkischroth, ¼ breit, per Darmstädter Bettdecken in allen Farben zu M. 1.50—6., Elle 18, 25, 30 Pf., extra schweres Hausmacher 36 Pf., Tischtücher M. 1 10, 1.30, 1.65, 1,85, Bettbarchent 40, 50 Pf., üniroth 60, 70 Pf., extra feinen Servietten per 12 Osd. M. 2.50, 3., 3.50, Attlasbarchent 80 Pf., feine weiße Herrenhemden mit dreifach leinenem Einsatz, 8 0 0 glatt und gestickt, M. 2.50, 3., 3.50,. 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Dezember, als am 2. feiertage, findet im Saale des Herrn August Becker hterselbst 83 f Sängerball statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Anfang präeis 7 Uhr. Nleder Wöllstadt den 19. Dezember 1887. 4347 Der Vorstand des Gesangvereins Frohsinn. 3992 Ein Gang in das hiesige Hut-, Schirm⸗ 5 und Pelzwaaren⸗Geschäft von Fritz Schmidt, Kaiserstr., wird Jedermann überzeugen, daß dasselbe in Großartigkeit der Auswahl, Billigkeit der Preise und Schönheit der Waaren unübertroffen dasteht. Matiblumen, Hyaenthen, Alpen⸗ veilchen, Primeln empfiehlt 8. Bergner. 4355 1 Weihnachten. Als passende Geschenke empfehle in großer Auswahl; Kaputzen, Handschuhe, Halstücher, Jagdwesten, Gamaschen, wollene Damenkragen, Corsetten, Schürzen, Taschentücher, wollene Kinderkleldchen, Röckchen, Höschen, sowie alle in dieses Fach einschlagende Artikel zu sehr billig gestellten Preisen. Portefeuillewaaren in größter 1. 0. 1 4236 Heinr. Diehl, Usagasse. Alpen⸗Veilchen, Primeln, Drazenen u. s. w. bel C. 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