1887. Famstag den 17. September. 110. n bberhessischer Anzeiger. 15 * 1 8. p 7 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwo n. 4 a ö 3;. pfelpe und Freitag Abend ausgegeben. a Areisblatt für den Kreis Friedberg. ien E e. **: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzei ördli i a g 7 dener oncen: die 8 5 f., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von 2 A—(sowen Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der ke 18 beigefügt ist,. stets ber Post eee i nz.—— Wine. P Amtlicher Theil. uli; ktteffend: Bestrelbung der Communalintraden, hier Einsendung der Mahn- und Pfandlisten üb 8; lien a erste und zweile Ziel Umlagen für 1887/88. n e e Friedberg den 14. September 1887. etgegen. — dem Im en Bürgermeisterei O Bekanntmachung. detreffend: Die Entwässerung der Fluren XIV und XVI in der Gemarkung Ober Erlenbach. . Die Zusammenstellung der durch rubrieirte Melioration entstandenen Kosten, sowie das Verzeichniß der Repartition derselben auf die Itheiligten Grundstücke liegt 14 Tage, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, auf dem Amtszimmer der Großherzog⸗ ieist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. * b bursche Friedberg den 6. September 1887. Erledigung. Erledigung. Friedberg den 13. September 1887. 7 Rudel Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir sehen binnen 14 Tagen der Einsendung der rubricirten Pfandbefehle oder Ihrem Bericht, warum die Vorlage verzögert wird, Dr. Braden. ber⸗Erlenbach offen und sind Einwendungen gegen die Hohe der Zuziehung, oder gegen solche überhaupt innerhalb dieser Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Ausschreiben. Um Auskunft über dermaligen Aufenthalt des Adolph Anklam von Nisreschin wird ersucht. Mein unterm 7. September d. J. erfolgtes Ausschrelben gegen Elisabethe Fath von Heimbuchenthal nehme sch als erledigt zurück. Mein Ausschreiben gegen Porth, Georg, von Eckenheim, ist durch Gendarmeriestation Bad Nauheim erledigt. Der Großberzogliche Amtsanwalt. Kolb. dun 8* erricht 20 be ben N— Deutsches Reich. 8„ Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Frhr. v. Esebeck, em. Lieut. vom 1. Gr. Inf. Regt. Nr. 115, wurde unter Lellung d la s. des Regts., als Adj. zur 55. Inf. Brig. ö knmandirt, Graf v. Bredow, Prem.⸗Licut. vom Garde⸗ 1 N iger Bat., in das 1. Gr. Inf. Regt. Nr. 115 versetzt. Berlin, 14. Sept. Der Kaiser gab wegen es Regenwetters die Theilnahme an den heutigen 1—eeldmansvern bei Stettin, zu welchen Prinz Wil— girme Elm und Feldmarschall Moltke hinansfuhren, auf, ö N ktheilte aber im Laufe des Vormittags mehrere N ludienzen. Die Prinzessin Wilhelm besuchte N Vormittags die Friedländer'sche Mädchenschule ud einige andere Schulanstalten. Heute Nach kittag fand bei dem Kaiser ein größeres Diner N satt, wozu die Spitzen der Civilbehörden von Stettin und der ganzen Provinz geladen waren. N zu dem nach dem Diner bei den Majestäten sattfindenden Kaffee waren auch die angesehensten Teber. Ait chenboh um. 1— n Nr aulit F erde 1& Müll Damen von hier und aus der Provinz geladen. ar morgen hat der Pasewalker Reitverein ein dennen auf dem hiesigen Neunplatze veranstaltet. L 15. Sept. Der Kaiser wohnt, wie der Nattonalztg.“ telegraphirt wird, dem heutigen jennen des Pasewalker Reitvereins bei Stettin ucht bei. Am Schlusse des gestrigen Diners dr Civilbehörden, nach der Vorstellung im lercle der Kaiserin, wurde der Kaiser plötzlich wohl. Es war ein leichter Ohnmachtsanfall, worgerufen durch die drückende Hitze. Der dalser entfernte sich, auf den Leib jäger gestützt. Uibarzt Professor Dr. Leuthold leistete Beistand. leute befindet sich der Kaiser wieder wohl, doch der Besuch des Rennplatzes wegen des sehr armen Wetters ausgeschlossen. Auf Ersuchen All auch das auf eine zweistündige Dauer ver⸗ Ischlagte Ständefest abgekürzt werden. Prinz Bilhelm und die ganze Hofgesellschaft werden on dem Rennen erwartet. Der Prinz und die lrinzessin Wilhelm, sowie Prinz Leopold be— ben sich heute Vormittag nach der Werft des Bulkan“, um dieselbe unker Fuͤhrung des Vor⸗ benden des Aufsichtsrathes der Gesellschaft, ommerzienrath Schlutow, zu besichtigen. Berlin, 14. Sept. Der General z. D. Iraf v. Werder ist gestern an seinem achtzigsten beburtstage zu Grüssow bei Belgard(Pommern) Istorben. — 15. Sept. Der deutsche Botschafter in ndon, Graf Hotzfeld, ist gestern Abend von det nach Wiesbaden abgereist. Stuttgart, 14. Sept. Die zweite Kammer . stimmte dem Eintritt Württembergs in die Brannt— weinsteuergemeinschaft mit 64 gegen 19 Stimmen zu. — 15. Sept. Nachdem auch die erste Kammer dem Brauntweinsteuergesetz zugestimmt hat, ward der Landtag vertagt. München, 14. Sept. Der bayerische Land— tag wurde heute durch den Prinzregenten Luit— pold mit einer Thronrede eröffnet. — 15. Sept. Kammer der Abgeordneten. Anuwesend 156 Mitglieder. Gewählt wird zum ersten Präsidenten v. Ow mit 155, zum Vice— präsidenten Alwens(lib.) mit 154 Stimmen. Finanzminister Riedel gibt sein Finanzezposs bekannt und erklärt, der Malzaufschlag könne für Bayern nie aufgegeben werden und müsse diesmal eine definitive Steuereinrichtung werden. Die Erübrigungen im bayerischen Staatshaus— halt belaufen sich diesmal auf 11,865,814 M., da das Vorjahr sehr gut abschloß. Der Matri— kularbeitrag beziffert sich auf 31,423,821 M. Bei Empfehlung des neuen Branntweinsteuer— gesetzes versichert der Finanzminister, die alte bayerische Steuer werde, weil sie den Landwirth schädige, nie mehr wiederkommen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 14. Sept. Der österreichische Minister des Auswärtigen, Graf Kalnoky, reist heute Abend zum Besuche des Fürsten Bismarck nach Friedrichsruh. — Hier beginnt man zu glauben, Oester⸗ reich werde den Rathschlägen Deutschlands folgen und dem Prinzen von Coburg die moralische Unterstützung entziehen, welcher somit gezwungen wäre, bald abzudanken. Prag, 14. Sept. Bei den heutigen Land⸗ tagswahlen im Großgrundbesitze erschienen die deutschliberalen Wähler nicht. Die Candidaten der conservativen Liste wurden einstimmig gewahlt. Dänemark. Kopenhagen, 14. Sept. Derou— lde reist heute, nachdem er verschiedentlich, aber stets vergeblich versuchte, bei dem Kaiser von Rußland zur Audienz zugelassen zu werden, von Kopenhagen nach Havre ab. Bulgarien. Sofia. Regierungsseitig be— hauptet man, daß der Prinz Ferdinand, als er sich nach den letzten Unruhen auf dem Balkon zeigte, von den Ordnungsstörungen nichts wußte und nur auf die seiner Person dargebrachte Hul— digung zu danken glaubte. In diesem Falle würde die Schuld einer Bloßstellung des Prinzen die Rathgeber desselben treffen, die dem Prinzen den wahren Sachverhalt verheimlichten. Es heißt, daß Karawelow sich mit sieben Personen, worunter der ehemalige Kriegsminister Nikiforow, im belagerten Hause befand und die Letzteren hinderte, auf die Angreifer zu schießen. Die Annahme, daß russisches Geld wieder sehr thätig ist in Sofia, daß solches auch bei den jüngsten Unruhen eine Rolle spielte, wird näher gerückt durch die Mittheilung der officlösen„Swoboda“, welche aus verläßlicher Quelle erfahren haben will, daß der Führer der Zankowisten in Sofia eine erste Geldsendung von 15,000 Rubeln zu Agitationszwecken anläßlich der Wahlen aus Rußland erhalten hat. Von der ungarischen Südgrenze stammende Nachrichten wollen wissen, daß ein neuer Putsch der Russenpartei in Bul⸗ garien sich eben jetzt vorbereite. In letzter Zeit, so wird berichtet, zeigen sich in Belgrad und auch in Semlin zahlreiche bulgarische Emigran— ten, meist ehemalige bulgarische Offiziere, mit russischen Pässen versehen. Die Polizei diesseits und jenseits der Save und Donau ist sehr auf— meiksam auf diese Gäste. Amerika. New⸗ Vork, 12. Sept. Der Secretär des obersten Gerichtshofes in New— Vork hat ein Gesuch des Anarchisten Johann Most, worin dieser um Erlaubniß bittet, seine Ab— sicht, ein naturalisirter amerikanischer Unterthan zu werden, zu erklären, abschläglich beschieden. Chicago, 15. Sept. Der oberste Gerichts— hof von Illinois verwarf das Gesuch der ver— urtheilten Anarchisten um Einleitung eines neuen Processes und bestaͤtigte das erste Urtheil. Die Hinrichtung der zum Tode verurtheilten Auar— chisten soll am 11. November stattfinden. Die Anarchisten beabsichtigen jetzt, an das Obertri— bunal der Unkonstaaten zu appelliren. Allerlei. Hamburg, 13. Sept. Der Afrikaforscher Dr. Holub ist am Sonntag mit seiner Frau aus Afrika hler einge— troffen und reist am 15. d. nach selner Heimath Wien. Stuttgart, 15. Sept. Der Aesthettker Professor Friedrich Vischer ist gestern in Gmunden gestorben. Breslau. Vor einigen Tagen wurde hier einem Manne eine Anzahl Essenspliter aus der Stirne gezogen, die dersesbe am 16. August 1870 in der Schlacht von Mars la tour, also vor 17 Jahren, durch einen Granatk— schuß in den Kopf erhalten hatte. Parts. Hier wurde vor einigen Tagen ein Hand— lungsreisender wegen Heraus lockung von Wagren ver— haftet. Unter den Habseligkeiten des Mannes, der eine auffallend schöͤne Erscheinung besitzt, fand sich auch ein —— — Buch mit seltsamen Aufzeichnungen. Der Polltzeikom— missär, welcher irgend welche polltische Gehelmnisse da— hinter vermuthete, noͤthigte den Herrn, darüber Aufklä rung zu geben. Zur unaussprechlichen Belustigung der Gerschtspersonen erzählte derselbe nun, daß er in den verschiedenen Provinzen, dle er bereiste, 71 Bräute habe, und daß das erwähnte Buch kleine Angaben über dleselben enthalte, die ihn vor Irrthümern beschützen sollten. Rom. Die Cholera ist jetzt auch hier aufgetreten. Man meldet täglich etwa 20 Falle, gerade genug, um ungemuthlich zu werden. Warschau, 5. Sept. Nach dem amtlichen„Wilensky Westnik“ ist in Smorzont(Gouvernement Wilna) die sibtrische Pest augebrochen. Kairo, 13. Sept. Der Nil ist fortdauernd im Steigen begriffen und beginnt auch bei Wadi Halfa zu steigen New⸗Nork, 10. Sept. An der Küste von Neu fundland wüuthet seit zwei Tagen ein Wirbelsturm, der noch jetzt entsetzliche Verheerungen anrichtet. Die ganze, aus mehreren hunderten Schiffen bestehende Fischerflottille ist vernichtet, die Zahl der Personen, die ums Leben ge— kommen sind, beträgt nach den bisherkgen Berichten 58. Handel und Verkehr. Frankfurt, 14. Sept. Wochenmarkt. Butter M. 1.20 bis 1.40, Eler das Hundert M. 5.— 7, das Stück 68 Pf. Ganze Erbsen 12— 16 Pf., geschaͤlte 14—18 Pf., Linsen 18—28 Pf., weiße Bohnen 18—20 Pf., Grünekern 28 bis 34 Pf., Kartoffeln das Gescheld 12— 16 Pf., gelbe Rüben der Pack 6— 70 Pf., Spinat 5070 Pf., Rosen— kohl M. 1., Blumenkohl 4070 Pf., Gurken 3-20 Pf., Carotten 1012 Pf., Feldrübchen 12— 15 Pf., Einschnelde— bohnen 18— 20 Pf., Zuckerschoten 15— 20 Pf., kleine Zwiebelchen der Liter 30—40 Pf., Sellerie 20 Pf., Mäuse— kartoffeln per Pfd. 12 Pf, Wirsing 12— 15 Pf., Weiß kraut 156—20 Pf., Rothkraut 25—35 Pf., Romainsalat 30—40 Pf., Brockelbohnen 10— 20 Pf, Wachsbohnen 20— 25 Pf., Elnmachgurken das Hundert M. 1.50—2., Essiggurken 60—70 Pf, Zuckergurken 12— 20 Pf., Kohl— rab 3— 4 Pf, Kopfsalat 8— 10 Pf., Endivien 8 10 Pf. Hahn M. 0.70— 1.50, 1 Huhn M. 1.— 2.20, Welsche M. 10.—12., Gans per Pfd. 50—70 Pf., Ente M. 2. bis 3 50, Taube 35—60 Pf., Poularden M. 2.50 3.50, Capaun M. 3.50- 4.50. Es giebt kein Schiff, das nicht empfindlichen Schaden gelitten hätte. Vierzig Boote, die auf hoher See waren,! sind nicht mehr zurückgekehrt und werden als verloren betrachtet. Die französische Flottille ist vollständig zu Grunde gegangen. Ein anderer Bericht meldet, daß der Schooner„Nlagara“ im oberen See wahrend eines furchtbaren Sturmes gescheitert ist. Der Schooner „Ocean Pride“ wurde als Wrack auf See gefunden, als ein Spiel der Wellen. Die gesammte Mannschaft lag todt in der Kajüte. Kirchliche Anzeigen für Fritdberg Ebangelische Gemeinde. 15. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche Herr Kirchenrath Baur Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Festgottesdienst zur Feier des Ge— burtstags Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs: Gottesdienst in der Burgkirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer, Katechismuslehre. atholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; /7 Uhr: Aus theiluig der hl. Communkon. 10 Uhr: Hochamt und Preblst. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. g Js raelitische Gemeinde. Montag den 19. und Dienstag den 20. September Neuj ihrsfest 3648. f Erster Festtag. 9 Beginn: Sonntag Abends 5 Uhr 45 Min. Montag Morgens 5 Uhr 45 Min. Montag Nachmittags 3 Uhr 45 Min. 1 Zweiter Festtag. 1 Montag Abends 6 Uhr 45 Min. Dienstag Morgens 5 Uhr 45 Min Dlenstag Nachmittags 3 Uhr 45 Min, ö Festes Ausgang 6 Uhr 40 Min. 0 Wochengottesdienst von Mittwoch den 21. Septembx an Morgens 5 Uhr(Sellchoth) Fasten⸗Gedalja, Nach uittags 5 Uhr Mincha und Abendgebet.. NB. Der Abendgottesdtenst an den Wochentagen bis auf Widerruf eingestellt. 0 f age prakt. Arzt und Geburtshelfen, 51„ 0 C1 lach, Spezialarzt für Uaterleibs', Hau! 1 und Frauen⸗Krankh., Frankfurt a. M., Stiftsstr. 22 Herr Pfarrer Dr. Welffen bach. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Haacke. Sprechstunden tägl. von 10—1 und 3—5 Uhr. 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September findet bel gut besetzte 3199 1 20 Gottfried Rnöpp. Kirchweihfest zu Ossenheim. Sonntag den 18. und Montag den 19. d. M. findet in meinem Saale gut besetzte Tanzmusik statt, wozu ich freundlichst einlade. Ph. Heil. Muhidensift Dübel Generalversammlung. Die Berathung des allen Mitgliedern zugegangenen Statutenentwurfs soll Donnerstag den 29. September l. J, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause dahier vorgenommen werden. Bei der Wschtigkett des auf der Tages- Ordnung stehenden Gegenstandes werden alle Mitglieder um ihr Erscheinen dringend gebeten. Vilbel den 8. September 1887. Der Direktor des Mathildenstifts: J. C. Guth. Obstbäume. Apfelhochstämme, kräftig, hochkronig, A M. 1.50, Birnhochstämme, 5 5 4. 80, Apfel⸗ und Birnzwergstämme, zu Pyramiden geelgnet, 5150 85 Palmetten, Cordons zc., vorgebildet, schon tragbar, von 1-3 M. an, Stachelbeerstöcke(großfrüchtig) 100 Stück= 12 M., 5 2 Stück M. 2.80, Trauer ⸗Eschen, sehr hochkronig, stark, von 3 M. an. 3129 A. Lang, Niallehrer. 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M. finde N zur Feier der Kirchweihe in meinem Saale gut besezn Kirchweihfest Tanzmusik, ausgeführt durch die berühmte Kapel!““ Mahl, das Kirchweihfest statt, wozu freundlichst einlade““ t Stel In Lerdienste Adu; dear l ihfest aid tei bumohg. 941 1770 N * 1 vas Jahr 1887 erhoben werden. Smpfehlung erscheint für die Vewohner Friedbergs und 55 Beilage. erhessisher Anzeiger M 110. Aus Stadt und Land. w. Friedberg. Bei der Decanats⸗Synode in Butz— ach kam auch ein kurzer Bericht über die Herberge zur Helmath in Friedberg zur Sprache. Aus demselben er— zab sich, daß vom 1. Juli 1886 bis 30. Juni 1887 im Janzen 4221 Personen in der Herberge einlehrten, von velchen 3170 daselbst übernachteten. Vereinzelte Aus- nahmen abgerechnet haben sich die Wanderer hier gesittet etragen, und besonders erfreulich war es, daß fast Alle br Gepäck und ihren ordentlichen Auswets hatten, wo und wie lange sie vor ihrer Ankunft in Friedberg gear beitet hatten. Eigentliche Stromer waren nur sehr wenige n der Herberge eingekehrt, und auch diese, die sich oft o unmanierlich in den Wirths häusern benehmen, haben ich hier stil verhalten. Seit der Einführung der Natu ralverpflegung vom 1. April d. J. an hat der Verkehr der Herberge vielleicht um ein Kleines abgenommen. Für die Wanderer ist aber diese Einrichtung ein rechter Segen geworden. Beklagten sich auch einzelne alte Stromer über die Arbeit, die sie thun mußten und über die Polizei, die sie am Betteln hinderte; die Besseren haben es doch als ehrenvoller angesehen, durch die zugewiesene Arbeit Abendbrod, Nachtlager und Frühstück zu verdienen, als olches durch Betteln sich zu verschaffen. Hoffentlich hat zuch manche gute Ermahnung, die die Gäste in der Her; zerge bekommen baben, guten Boden in ihren Herzen gefunden, wenn auch hier und da Einige waren, denen nan es wohl abmerkte, wie die Erinnerung an die ir dische Heimath und so manches Andere, was Christen nuch zum täglichen Brod zählen, ihnen keine rechte Freude mehr machen wollte. Schließlich bemerkte Einsender noch, vaß an die Stelle des verstorbenen Seminarlehrers Wahl bzissen Verdienste um die Herberge, wir hier noch einmal rnerkennen wollen, Amtmann Nebel von der Synode als Steretär in den Vorstand gewählt worden ist, welcher le Wahl auch mit dankenswertber Bereltwilligkeit an— genommen hat. 7 Friedberg. Beiträge zum ev. In den nächsten Tagen sollen die Stadtkirchenbau- Verein für Ein Wort besonderer der näheren Umgebung kaum mehr nöthig, seitdem in mmer weiteren Kreisen das Interesse und das Verständ⸗ Aiß für unsere so schöne und kunstgeschichtlich bedeutende Stadtkirche sich zu regen und zu bekunden beginnt, und eitdem sehr hohe und einflußreiche Persönlichkeiten in Darmstadt sich so freundlich⸗ wohlwollend über vas Werk und Unternehmen unseres jungen Vereins aus Fesprochen haben. Die Bewohner der Stadt werden sich a doch gewiß nicht an Eifer und Theilnahme fur die kute Sache von den Auswärtigen beschämen, über⸗ N 1 N N N ö N 1 1 4 neffen und in den Schatten stellen lassen wollen. Wir eschränken uns daher auf eine kurze herzliche und tingende Empfehlung der nun beginnenden diesjährigen Sammlung und geben uns der angenehmen Hoffnung in, daß bald keine Familie mehr in Friedberg sein Lerde, von der nicht das Haupt oder ein Glied dem Stadtkirchenbau⸗Verein als Mitglied beigetreten wäre. 7 Friedberg. An Stelle unseres leider so früh eimgegangenen unvergeßlichen Vorstands- Mitgliedes und fechners Wahl, der im Leben mit solchem Feuer-Eifer für den Stadtkirchenbauverein eintrat und wirkte, at Kirchen rechner Heldt die Mühe des Rechner⸗ Amtes übernommen. Seine allbekannte Tüchtigkeit und Oflichttreue kann für unseren Verein nur gute Früchte tragen. da. Friedberg. Das bel den Metzgern beltebte Ver⸗ ahren, einem unansehnlichen schlaffen Fleische durch Eln⸗ lasen von Luft das Aussehen eines straffen, kernigen Hleisches zu verschaffen, eine besonders bel Kalbfleisch an zewendete Prozedur, ist vom Reichsgericht als ein Ver⸗ noß gegen 8 367 Nr. 7 des Relchsstrafgesetzbuches er annt worden. D. Steinfurth, 11. Sept. Heute fand in dem Saale von H. Wolf III. hler die diesjährige General: ersammlung des hiesigen Spar⸗ und Vorschuß Vereins G., unter dem Vorsitz des Lehrers Huber statt. Nach em Geschäfts bericht standen der Versammlung M. 1121.51 Zewinn zur Verfügung, der folgende Vertheilung fand: N. 690 Dividende an 69 Mitglieder à M. 10 gleich 4,660 0 der eingezahlten Stamm-Anthelle, M. 140.70 guthellung zur Speclal⸗Reserve, M. 290.81 Vortrag uf neue Rechnung. Die Reserven des Vereins haben e beträchtliche Höhe von M. 13,300 erreicht. Die nach em Stalut ausgetretenen Ausschußmitglieder H. Reif and Johs. Lauß wurden fast einstimmig wiedergewählt. Literarisches. Daheim Nr. 48 und 49 enthalten; Zum Tage von Sedan. Von R. Kögel.— Der letzte Gast. Forts.— Die letzten Freiherren von Hohenschwangau. Von K. von K.— Der Spreewaldstephan. Mit zwei Illustr.— Die pro- testantischen Gemeinden in Kärnten. Von A. B. Wies— ner.— Im Traum. Gedicht von H. Wolff.— Ein Blick in die Werkstätte Raphaels. Mit sieben Illustr.— Das Autodafee von Madrid im Jahre 1680. Von R. Brehm in Madrid.— Das astrophysikalische Observa— torium zu Potsdam. Mit Illustr.— Das preußische Staatsschuldbuch als Bankier. Von A. O. Klaußmann.— Ein Flußübergang in der Regenzeit in Deutsch Ostafrika. Mit Illustr.— Medaille des Sultan Muhammed II. Mit zwel Illustrationen.— Napoleon als Feldherr.— Am Familientisch: Thüringer Waldidylle. Bild.— Die größten Tiefen.— Die Citatenwuth.— Gesundheitsrath. — Aus der Redaktion.— Erntesegen. Bild. Die Dampfkraft auf dem Meere. Von Th. Schwartze.— In unserer Spielecke.— Aus ver Zeit— für die Zeit.— Frauen-Daheim. Die deutsche Kalender-Literatur ist zwar sehr aus gedehnt, sie zeichnet sich aber im Allgemeinen nicht durch hervorragenden Werth aus; nur einkge ihrer Erschei— nungen bieten wahrhaft Volksthümliches; die Melsten verwechseln dieses aber mit dichterischen oder schriftstelle— rischen Beiträgen, die aus dem Volke selbst hervorgingen und daher kommt es, daß die sogenannten Volkskalender in der Regel ein Sammelplatz hͤͤchst zweifelhafter Geistes erzeugnisse sind. Jedes Streben nach besseren Zielen in dieser Richtung ist daher willkommen zu heißen und so begrüßen wir denn auch den neuen Jahrgang des von W. Müller⸗ Amorbach und Georg Volk herausgegebenen Kalenders„Der gehörnte Siegfried“(Offenbach a. M., Aug. Heß) Preis 25 Pfennig, mit aufrichtiger Freude. Zunächst fällt uns bei der Durchsicht des für den billigen Preis sehr gut ausgestatteten Heftes der erfreuliche Um— stand auf, daß die Herausgeber dem Grundsatze zu hul— digen scheinen„Nur das Beste ist gut genug für das Volk“, und so haben sie sich der Mitarbelterschaft eines Felix Dahn, P. K. Rosegger, Karl Gerok, eines Adolf und Karl Müller, eines Oskar v. Redwitz u. a. treff— licher und bekannter Dichter versichert, um etwas wirk⸗ lich Gediegenes zu liefern. Kernige Gedichte und Ge— schichten in Mundart sind ebenfalls zahlreich vertreten, und dem volksthümlichen Charakter des Werkchens ent— spricht es vollauf, wenn auch einige derbe Streiche dem „Wucher auf dem Lande“ gelten, wenn dem ländlichen Leser warnend gezeigt wird, wo Gefahren für Hab und Gut auf ihn lauern. Das Vorkommen von Viechseuchen im Großber⸗ zogthnm Hessen während des Monats Juni 1887. Milzbrand wurde festgestellt: im Kreise Friedberg, in Nieder⸗Wöllstadt am 1., in Rendel am 8., in Dor⸗ heim am 9. und in Ober⸗Wöllstadt am 19. Juni, in Alsfeld am 2. Juni, in Gedern, im Kreise Schotten, am 15. Jun, in Ilbes hausen, im Kreise Lauterbach, am 28. Jun und in Bensheim ebenfalls am 28. Juni, jedesmal bei einem krepirten Rinde. N i Lungenseuche: In Rendel, im Kreise Friedberg, ist die Seuche, da während 6 Monaten, nachdem die letzten der Ansteckung verdächtigen Thlere evacuirt worden sind, kein neuer Erkrankungsfall mehr vorgekommen war, als erloschen erklärt und dle Sperre des Orts gegen die Ausfuhr von Rindvieh aufgehoben worden. In Maul⸗ bach, im Kreise Alsfeld, stehen in einem Gehöft 10 der An⸗ steckung verdächtige Rinder unter polizeilicher Beobachtung. Der Bläschenausschlag des Rindviehs in Schaf heim, im Kreise Dieburg, und in Sellnrod, im Kreise Schotten, ist erloschen. Die Seuche besteht fort in Hain stadt, im Kreise Offenbach. Festgestellt wurde sie in Ettingshausen, im Kreise Gießen, am 10. und in Schöllen⸗ bach, im Kreise Erbach, am 29. Juni. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Harbach, im Kreise Gießen, in Echzell und Nidda, im Kreise Büdingen, in Ilbeshausen, im Kreise Lauterbach, in Michelbach, im Kreise Schotten, in den Orten des Kreises Alsfeld Elpenrod, Bleidenrod, Elben rod, Alten— burg, Ober- Breidenbach, Rülfenrod, Eudorf, Zell, Vocken⸗ rod und Relbertenrod, und in den Orten des Kreises Frledberg Ilbenstadt, Heldenbergen, Büdesheim und Burg Gräfenrode. Während des Monats Juli 1887. Milzbrand wurde festgestellt in Mittel⸗Gründau, im Kreise Büdingen, am 7. in Lamperthelm, im Kreise Bensheim, am 3., und in Klein Gerau, im Kreise Groß— 0 arg 19. Jult bei je einem nothgeschlachteten Rinde, ferner in Lampertheim am 20. Juli, und in den Orten ——— des Kreises Friedberg Rodheim am 10. und 28., Reichels— heim am 24. und in Nieder Weisel am 31. Juli bei je einem krepirten Rinde. Rotz: In Wimpfen, im Kreise Heppenheim, wurde am 21. Jult ein Pferd als der Seuche verdächtlg erklärt. Det Besitzer hat keine wetteren Pferde. Lungenseuche: In Maulbach, im Kreise Alsfeld, stehen in einem Gehöft 10 der Ansteckung verdächtige Rinder unter polizeilicher Beobachtung. In Dirlammen, im Kreise Lauterbach, wurde am 7. Jult eine nothge— schlachtete Kuh für lungenscuchekrank erklärt. In dem betr. Gehöfte befinden sich noch 6 Rindpfehstücke, welche unter polizeiliche Beobachtung gestellt wurden Der Bläschenausschlag des Rindpiehs in Schöl⸗ lenbach, im Kreise Erbach, ist erloschen. In Hainstadt, im Kreise Offenbach, und in Ettingshausen, im Kreise Gießen, herrscht die Seuche fort. Festgestellt wurde die⸗ selbe am 3. Juli in Heblos, im Kreise Lauterbach, und am 7. Juli in Stammheim, im Kreise Friedberg. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Harbach, im Kreise Gießen, in den Orten des Kreises Alsfeld: Altenburg, Ober- Breidenbach, Rülfenrod, Eu⸗ dorf, Zell, Vockenrod, Reibertenrod, Elbenrod, Elpen— rod, Bleidenrod, Strebendorf, Romrod, Schwabenrod, Leusel, Renzendorf, Hopfgarten, Hergersdorf, Unter-Sorg, Ober⸗Sorg, Brauerschwend, Rasnrod, Heidelbach, Fisch— bach, Seibelsdorf, Eifa, Schwarz, Eulersdorf und Wind⸗ hausen; in den Orten des Kreises Büdingen: Nidda, Wallernhausen, Fauerbach, Schwickartshausen, Lißberg, Eckartsborn, Altenstadt, Rodenbach, Blofeld, Nieder- Mockstadt-Leidhecken, Ortenberg und Lindheim; in den Orten des Kreises Friedberg; Ilbenstadt, Heldenbergen, Büdesheim und Burg-Gräfenrode; in den Orten des Kreises Lauterbach: Rixfeld, Weid- Moos, Nösberts, Altenschlirf, Frischborn, Herbstein und Freiensteinau, in den Orten des Kreises Schotten: Rudingshein, Ober— Semen, Mittel-Seemen, Nieder-Seemen, Bobenhausen und Wohnfeld. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Geboren: 29. Juli. Dem Lehrer Heinrich Ehrmann 1 Sohn. 3„ Handelsmann David Steinhardt 1 Sohn. 1„ Meßzger August Neuhof 1 Tochter. 4. Aug.„ Eisenbahnarbeiter Fr. Gehbert 1 Sohn. 3„ Schreiner Wilh. Franz Jordis! Tochter. *„ Photographen Wilhelm Friedrich Eduard Heinrich Schrader 1 Tochter. 1„ Kaufmann Isidor Schulhof 1 Tochter. 8„ Bierbrauer Karl Joh. Krause 1 Sohn. 1„ Posthülfsboten Philipp Steitz Zwillinge. 9„ Handarbeiter Karl Fr. Bischoff 1 Sohn. Getraut: 2. Aug. Der Lederhändler Gustav Arnstein in Laubach mit Theodore Bendheim von Friedberg. 22.„ Der Pfarrer Emil Simon in Wohnbach mit Franziska Marie Antonie Schwabe v. Friedberg. E Der Pfarrer Heinrich Barth in Kettenheim mit Elisabetha Sophte Philippi von Frledberg. 28.„ Der Zimmermann Joh. Ludw. Zöll in Fried⸗ berg mit Eva Maria Haub in Friedberg. Gestorben: 6. Aug. Der Kaufmann Levi Sießel von Ober-Mock— stadt 61 Jahre alt. 99 Katharina Louise Christiane Schmidt, Ebefrau des Großherzogl. Kretsschulinspeetors Schul— rath Schmidt, 59 Jahre alt. 8 Ludwig Finkernagel, Sohn des Postschaffners Karl Friedrich August Finkernagel, 5 Monate alt. 17.„ Dorthea Maria Bommersheim, Tochter des Kreisboten Heinrich Bommersheim V. von Dor— heim 5 Jahre alt. 18 Johannes Bauschmann, Sohn des Bergmanns Heinrich Bauschmann von Dorheim, 1 Jahr 10 Monate alt. 26.„ Der Großherzogl. Musik-Seminarlehrer Fried— rich Phtlipp Link, 45 Jahre alt. 9. Katharina Köhler, Wittwe des verstorbenen Handarbeiters Johs. Köhler V., 57 Jahre alt. Stadtkirchenbau⸗Verein. An Beiträgen gingen weiter ein: von Fabrikant Müller- meister in Aachen M. 1., Postmeister Cronenberg von Castel 50 Pf., Eduard Hoffmann von Friedberg 50 Pf., Pfarrer Weber zu Münster 60 Pf., was wir mit herz⸗ lichem Danke bescheinigen. Für den Vorstand: Prof. Dr. Weiffen bach. Heidt Rechner. Aepfel⸗Versteigerung. Montag den 26. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen e der hlesigen Gemeinde zustehenden Aepfel, elrea 20 s 25 Malter, öffentlich versteigert werden. Malbach den 15. September 1887. 1 Großherzogliche Bürgermeisterel Malbach. 200 Saltenberger. Von Tausenden wird der Holländ. Tuba den Nn. Reeker in Seesen 4. Harz, 10 Pfund zanee 8 Mark, geraucht und empfohlen. Dies ist notarkell Aglaubigt.(Maga 1469.) 1125 zum Selhs Niederlage bei Altes Gußeisen kaufen wir bel sofortiger LKeferung in größeren Parthlen 175 erbitten Offerten franed Waggon der Versandtstatlon gellefert. 3168 Minerba s Hütte in Haiger. D. Fritze s Bernstein⸗Oel⸗Lackfarbe t-Lackiren von Fussböden in bekaunter vorzüglicher Wilh. Bernbheck, di — N I Ualität. edberg. Ein Vekonomie- Verwalter mit guten Zeugnissen sucht Stellung. Näheres bei der Exped, des Anzeigers. 3178 4 ür Herren, Damen und Kinder, Hemden, f a z. Elnkaufspr. bei K. Friedrich. . ⁵-Ä ²⁵— Fabrik- Niederlage echten Normal. 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