N 2 3 e 4. 1 e IA IS.. Dienstag den 15. November. M 135. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, a Mittwo und Freitag Abend ausgegeben. 0 Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Unnoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Krei soweit Legtere nicht Jahresconto bei uns haben), auswärtigen Einsendern se 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Annoncen von 5 etreffend: Die Muͤllereiberufsgenossenschaft. Amtlicher Theil. Friedberg den 12. November 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie wollen ortsüblich veröffentlichen, daß die Müllereiberufsgenossensch gugust Vorbach in Holzhausen v. d. H. zum Stellvertreter desselben ernannt hat. 5 Gleichzeitig machen wir Sie darauf aufmerksam, kinleitung einer Untersuchung über die bei Mitgliedern bezw. dessen Stellvertreter zu richten ist. . Per sonen, bezüglich deren Aufenthaltsorte Auskunft begehrt wird: 1. Eichenauer, Konrad, von Wallenrod, Ebender, Friedrich, Wuütwe, von Usenborn, 4. Klein, Adam, von Battenberg, 5. Klein, Wilhelm, von Battenberg. aft den Carl Vorbach in Okarben zum Vertrauensmann und den daß die in§. 54 des Unfallversicherungsgesetzes vorgeschriebene Mittheilung von der der rubricirten Genossenschaft eingetretenen Unfälle an den genannten Vertrauensmann Nee 2. Lenz, Eugenius, von Lieblos, Schirmfllcker, i Ausschreiben. In der Nacht vom 3. zum 4. l. Mts. wurden dem Müller Johannes Schäfer auf der Schlappmühle bet Holzhausen entwendet: eine Bettdecke ud ein Kopfkissen, Ueberzug mit rothen und weißen Streifen und geblümt, mit Porzellanknöpfchen, ein Betttuch mit Naht, gez. roth M. S. 6, an dem einen Ende einen glichen Lappen eingesetzt, ein weißes Halstuch, gez. M. S. id dem Thäter wird ersucht. 12, und ein gestricktes weißes Halstuch mit Franzen. Um Recherchen nach dem Verbleib der Gegenstände Erledigung. Mein unterm 25. August d. J. gegen den Joseph Port von Schönberg erlassenes Ausschreiben ist durch Gendarm Krtieb in Friedberg erledigt. Friedberg den 12. November 1887. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner. Deutsches Reich. Darmstadt. Der provisorische Reallehrer . Willig, der prov. Reallehrer Kleinen zu Pichelstadt wurden zu definitiven Lehrern, der Intsgerichtsdiener Zotz in Nieder-Olm zum ntsgerichtsdiener in Vilbel und der Fußgendarm zurk zu Butzbach zum Amtsgerichts-Diener in Tppenheim ernannt. Berlin, 11. Nov. Der Kaiser, der sich ich heute bedeutend wohler fühlte und Mittags bim Aufziehen der Wachtparade abermals von iner vieltausendköpfigen Menge enthusiastisch grüßt wurde, hörte Mittags die regelmäßigen Torträge.— 13. Nov. Der Kaiser empfing ute die Prinzessin Wilhelm, den Erbprinzen nd die Erbprinzessin von Meiningen und den [einzen Heinrich, sowie später den Professor kergmann und den Dr. Schmidt aus Frank art a. M. Berlin, 11. Nov. Ein Bulletin aus San mo von gestern Nachmittag, unterzeichnet von Lackenzie, Schrötter, Schrader, Krause, Schmidt ud Hovel, meldet:„Die versammelten Aerzte unstatiren eine in den letzten Tagen eingetretene ichwellung im Kehlkopf des Kronprinzen, welche I ffentlich unter dem Gebrauche geeigneter Mittel I dem ausgezeichneten Verhalten des hohen latienten wieder zurückgehen wird.“— 12. No⸗ unber. Heute Vormittag 10 Uhr hat im kelsein aller Aerzte die entscheidende Unter— chung des Kronprinzen in der Villa Zirio ttgehabt. Nach den Nachrichten aus San emo ist nun leider kein Zweifel mehr darüber nöglich, daß das Leiden des Kronprinzen that— ählich krebsartiger Natur ist. Ueber die weitere behandlung wird eine zuverlässige Nachricht a dann möglich sein, nachdem der auf aller— ichsten Befehl nach San Remo geschickte 5. Moritz Schmidt hier mündlichen Bericht stattet haben wird. Der Kronprinz selbst hat üschieden, daß die Operation unterbleibe. Der iser ist von der schmerzlichen Kunde tief er— düttert, hat sie aber mit Fassung entgegen— mommen. Das Staatsministerium wurde von ie Sachlage gestern unterrichtet. Prinz Wil⸗ Um hat die Rückreise nach Berlin angetreten. de Rückkehr des Kronprinzen nach Berlin gilt uuch wie vor für sicher. Wie die„Voss. Ztg.“ Mährt, war von Seiten des kronprinzlichen hofsecretariats bereits Weisung in Berlin ein— 1 Sendungen für den Kronprinzen nicht 2. 9 „ N 4 . ihr nach San Remo, sondern in das Berliner Inlais zu leiten.— 13. Nov. Eine Meldung, die die„Köln. Ztg.“ aus San Remo erhalten, besagt, daß nach den Mittheilungen der Aerzte man die Tage des geliebten Kranken für gezählt ansehe, von einer Operation keine Heilung sich verspreche, daß aber eine unmittelbare Gefahr nicht vorliege. Hoffen wir, daß man in San Remo unter dem niederschlagenden Eindruck des ärztlichen Gutachtens zu düster gesehen. Es fehlt nicht an bewährten fachmännischen Stimmen, die behaupten, die Zeit sei noch nicht zu spät, und auf die außergewöhnliche körperliche Kraft des Kronprinzen darf man sicherlich im günstigen Sinne rechnen. Wahrscheinlich wird Professor von Bergmann das entscheidende Wort über die Aussichten, welche eine Operation noch bietet, abzugeben haben. — Der Hofbericht meldet: der Kaiser und die Kaiserin von Rußland werden, wie ver— lautet, voraussichtlich am 18. d. M. auf der Reise nach Petersburg hier eintreffen. Auch wird der Großfürst-Thronfolger von Rußland mit seinen erlauchten Eltern hier erwartet. Nähere Nachrichten über die Zeit der Ankunft der russischen Herrschaften sind noch nicht hier— her gelangt. — 12. Rov. Die„Nordd. Allg. Zeitung“ meldet, der Reichskanzler werde sich auf Be— fehl des Kaisers Anfangs nächster Woche in Berlin einfinden. — 12. Nov. In der heutigen Prozeßver— handlung gegen die am 16. Juli verhafteten Mitglieder des Berliner social-demokratischen Centralcomites, Feckel und Genossen, beschloß der Gerichtshof, die Verhandlung behufs Bei— bringung weiteren Beweismaterials seitens der Staatsanwaltschaft zu vertagen und die Ange— klagten gegen je 1000 Mark Caution aus der Haft zu entlassen. 13. Nov. Im„Reichsanzeiger“ wird heute die Verleihung des Schwarzen Adler— ordens an den Krouprinzen von Italien, Victor Emanuel, Prinzen von Neapel, bekannt gemacht. Der deutsche Botschafter Graf Solms in Rom hat gestern dem italienischen Kronprinzen an dessen Geburtstage den hohen Orden im Quirinal feierlich überreicht. Graf Solms wurde von sämmtlichen Mitgliedern der Botschaft begleitet, und von drei königlichen Galakutschen abgeholt. Außer dem Orden überreichte Graf Solms dem Kronprinzen ein Glückwunschschreiben des Kaisers. — 13. Nov. Der Reichstags-Abgeordnete Hasenclever ist, wie man der„Fr. Z.“ berichtet, heute hier geisteskrank geworden und in eine Anstalt gebracht worden. München, 12. Nov. Die Kammer hat den Etat des königlichen Hauses mit dem Zu— schuß von 100,000 M. zu den Kosten des Unter— halts des Prinz-Regenten und mit der Position von 342,857 M. Dispositionsfonds fur den Prinz-Regenten einstimmig und ohne Erörterung angenommen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die„Wiener Zeit.“ publicirt ein kaiserliches Patent, welches sämmtliche Landtage auf den 24. d. Mts. einberuft. Schweiz. Bern. Der Bundesrath hat bei der Kündigung des Handelsvertrages mit Oesterreich-Ungarn auf den 9. November 1888 seine Bereitwilligkeit zu Unterhandlungen über einen neuen Handelsvertrag erklärt. — Laut Beschlusses des Bundesraths findet für Qualitäts⸗Spirituosen, welche vom 1. Dez. an in die Schweiz eingeführt werden, keinerlei Rückvergütung der Monopolgebühr mehr statt. Frankreich. Paris, 10. Nov. Der Mi⸗ nisterrath beschäftigte sich heute mit inneren Fragen und Zwischenfällen, die bei dem Be— gräbniß Potier's vorgekommen sind. Die Wahlen für die Erneuerung des Senats sind auf den 5. Januar 18888 festgesetzt. Die Municipalräthe werden die Delegirten am 4. Decbr. wählen. — 11. November. Die ganz unerwartete Wendung, welche der Prozeß Caffarel genom— men hat, muß um so mehr Aufsehen erregen, als der bisherige Verlauf der Gerichtsverhand— lungen zu der Annahme berechtigt hatte, daß kein weiterer Skandal zu befürchten und daß außer Caffarel und Andlau keine andere poli— tische Persönlichkeit in dieser schmutzigen Be— trugs- und Schwindelaffaire ernstlich compro— mittirt sei Nun stellte es sich aber heraus, daß die Polizei zwei Briefe, welche Wilson im höchsten Grade compromittirten, aus den Akten entfernte und sie demselben einhändigte. Die Enthüllung bezüglich der beiden Briefe Wilson's an die Frau Limousin ist ein Ereigniß von un— berechenbarer politischer Tragweite, da daraus beinahe unvermeidlich eine gouvernementale Krisis entstehen muß. Es ist bewiesen worden, daß, als die Limousin diese Briefe unter den ihr von dem Untersuchungsrichter vorgelegten, bei ihr saisirten Papieren vermißt und in Folge dessen der Richter dieserhalb bei der Polizei reelamirt hatte, Wilson dieselben aufs Neue geschrieben hat, worauf sie von der Polizei als die Origi— —— nalbriefe zu den Prozeßacten gegeben worden sind. Es muß natürlich erscheinen, daß diese Enthüllung eine große Aufregung hervorgerufen und daß die Deputirtenkammer sich sofort der Sache bemaͤchtigt hat. Auf die Interpellation des Pariser Deputirten Douville Maillefeu hat der Minister erklart, daß er sofort dem General— procurator den Befehl ertheilt habe, bezuglich dieser Briefgeschichte eine gerichtliche Untersuch— ung einzuleiten, so daß also erwartet werden muß, daß der Generalprocurator in den nächsten Tagen von der Kammer die Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung des Deputirten Wilson verlangen wird. Dadurch wird aber auch der Präsident der Republik in Mitleidenschaft ge— zogen. Die Aufregung in allen politischen Kreisen hat einen hohen Grad erreicht. Bezüglich der Absichten Grevy's sind widersprechende Nach— richten im Umlauf, aber meistens wird ange— nommen, daß Grevy demissiontren müsse, falls morgen die Kammer die gerichtliche Verfolgung Wilson's beschließt. Andererseits wird behauptet Grevy habe das von der Regierung und den Kammern eingeschlagene Verfahren bezüglich des Zwischenfalls Wilson gebilligt und keineswegs von seiner Demission gesprochen. Als Candi— daten für die Nachfolgerschaft kommen eventuell Jules Ferry und Henri Brisson hauptsächlich in Betracht. — 12. Nov. Die„Agence Havas“ bringt folgende Mittheilung:„Der Präsident der Re— publik, der bei seiner Ansicht verharrt, daß sein Schwiegersohn das Opfer niederträchtiger Verläumdungen sei, hat nicht, wie man befürchten konnte, den Entschluß gefaßt, zurückzutreten. Er soll im Gegentheil erklärt haben, daß er auf seinem Posten verbleiben werde.“— Eine gestern stattgehabte öffentliche Versammlung von 2000 Intransigenten beschloß die Bildung eines Barri— kaden⸗Comités für den Fall, daß Ferry zum Präsidenten der Republik gewählt würde. Italien. Rom. In hiesigen, mit den politischen Verhältnissen bestens vertrauten Kreisen wird an der baldigen Ernennung eines Ministers des Aeußern gezweifelt. Man hält es allerdings für wahrscheinlich, daß selbst Crispi's außer— ordentliche Begabung und Arbeitslust auf die Dauer der gewaltigen Aufgabe, das Minister— präsidium mit den Portefeuilles des Aeußeren und des Inneren zu vereinen, nicht Stand halten könne und er sich genöthigt sehen werde, eines der letzteren abzugeben. Auf welches von beiden seine Wahlen fallen wird, ist aber heute voll— ständig unbestimmbar und es gilt in diesem Augenblicke als wahrscheinlich, daß Crispi das Portefeuille des Aeußeren dauernd behalten, als daß er zu einer Neubesetzung desselben schreiten wird. Rumänien. Bukarest. Die Kammern sind zur ordentlichen Session auf den 27. d. Mts. einberufen. Persien. Teheran. Einem Telegramm des Reuter'schen Bureaus von hier zufolge fand die Selbstauslieferung Eyub Khan's, der sich seit geraumer Zeit unweit Khaf versteckt hielt, an den britischen Agenten in Mesched statt. Amerika. Chicago, 11. Nov. Die zum Tode verurtheilten Anarchisten Schwab und Fiel— den wurden zu lebenslänglichem Gefängniß be— gnadigt. Die anderen drei Anarchisten wurden heute hingerichtet. Liugg tödtete sich gestern im Gefängniß mittelst einer Explosionskapsel, welche er in den Mund gesteckt und mit einem in der Zelle brennenden Licht entzündet hatte. Aus Stadt und Land. Friedberg. Den geehrten Lesern des Anzeigers diene zur Nachricht, daß morgen, Dienstag (15. November) zu Frankfurt a. M. im Gasthofe „Zur Rosenau“ eine Generalversammlung behufs Grün— dung eines Zweigvereins des„Evangelischen Bun-— des“ für das Großherzogthum Hessen stattfinden wird. Alle Freunde der ev. Kirche sind dabet herzlich willkommen. 9 Friedberg. In Kürze soll die diesjährige General— Versammlung des hiesigen Stadtkirchenbauvereins stattfinden, wobei über das verflossene Jahr Bericht er— stattet und über die weiter zu thuenden Schritte berathen werden soll. Friedberg. Als unerhört! rügt es die„Staats— bürger⸗Zeitung“ mit Recht, daß, wie aus einem Jahres- bericht des großen Partser Geschäftshauses„Au bon marché“ erhellt, dieses Exporthaus seinen zweltbesten Absatz(nächst Frankresch) in Deutschland hat, wohin es jährlich für 18 Million Mark verkauft! Es ist grotesk und traurig zugleich, daß sich so etwas ereignen kann zu einer Zeit, in der Frankreich die heftigste Feindschaft gegen uns öffentlich zur Schau trägt; es ist aber auch zugleich ein Beweis dafür, wie nothwendig es ist, auf die Hebung unseres Nationalgefühls hinzuarbeiten. Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen nehmen Montag den 12. Dezember, Vormittags 9 Uhr, unter dem Vorsitze des Landgerichts raths Hofmann ihren Anfang. Michelstadt, 9. Noob. Am Montag wurde zwischen Weltengesäß und Michelstadt ein Händler von 2 Männern angefallen, seines Geldes und seiner Uhr beraubt und, im Falle er Lärm mache, mit dem Tode bedroht. Allerlei. Mannheim, 11. Nov. Bereits seit dem 16. Oktober wird ein hiesiger Kaufmann Namens Maier Wüurzweiler! vermißt; ein Selbstmord ist ausgeschlossen, da der Ver- mißte in geordneten Verhältnissen lebte. Vor ea. vier zehn Tagen setzte die großh. Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 300 M. aus für den, welcher genaue Angaben über den Verbleib des Mannes machen kann.“ Heute erhöht die Staatsanwaltschaft die Belohnung auf 500 M.; man glaubt allgemein, daß ein Verbrechen vorliegt. Bayreuth, 10. Nov. Der Delinquent Wild wurde heute früh halb 8 Uhr hingerichtet; er starb standhaft, aber unbußfertig. Er wieß jede Annäherung des Geist— lichen ab und verzehrte während des gestrigen Tages und noch heute Nachts mit Behagen elferlei Speisen, er trank auch Wein. Festen Schrittes, ohne Zucken eines Muskels, that er den letzten Gang und musterte frech die bei dem traurigen Akt Anwesenden. Die Zeitdauer des ganzen Aktes betrug knapp vier Minuten- Essen, 11. Nov. Ein Güterzug, von Steele kom— mend, ist entgleist. Sechs Wagen sind zertrümmert, ein Bremser verunglückt. Der Verkehr nach Duͤsseldorf und Holland ist gesperrt. Rom, 10. Nov. Gestern wurde in Forli um 1½ʒ*Uhr Morgens ein langanhaltendes Erdbeben verspürt. Zu derselben Stunde wurde ein solches auch in Imola wahr— genommen, dasselbe dauerte 15 Sekunden. Handel und Verkehr. Friedberg, 12. Nov. Buttermarkt. per Pfd. M. 0.85 0.90. Eier 1 St. 8 Pf. Gleßen, 12. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.95 1.00., Eier per St. 7 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per Paar 40-50 Pf., Hühner per St. M. 0.85— 1.00, Hahnen per St. M. 0.50 bis 0.80, Enten per St. M. 1.40— 1.70, Gänse per Pfd. 38— 52 Pf., Ochsenfleisch per Pfd. 58— 60 Pf., Butter kostete * Kuh⸗ und Rindfleisch 45—50 Pf., Schwesneflelsch 54 60 0 60 Pf. Hammelfleisch 40690 Pf., Kalsstessch 40.46 f Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50— 5.00, Weißkraut Stig 5 6—9 Pf., Zwiebeln per Ctr. M. 6.90— 7.00, Frankfurt, 11. Noobr. Heu⸗ und Strohmarkt, Heu kostete 100 Kilo M. 5.60—6.80, Stroh M. 4.60 bis 5.— Vletualtenmarkt. Butter 50 Kilo M. 90 bis 93., Eter das Hundert M. 5.508.— Gänse, bedeuten Zufuhr, das Pfd. 50—65 Pf., letzterer Preis für sehn fette Gänse.— Erbsen 100 Kilo M. 18.—22., geschält⸗ Erbsen M. 20. 30., Linsen M. 28.—46., Bohnen M. c bis 23., grüne Erbsen M. 15.— 18., Mohrrüben M. 6 bis 8., Weißkraut 50 Kilo M. 3.—5., Kastanlen M. 1 bis 14., Maronen M. 16.—18., Trauben M. 20.— 40, Nüsse 100 Stück 60 Pf. Kartoffelmarkt. Angefahrim waren 17 Wagen, es kosteten 100 Kilo M. 3.704, Krautmarkt, 18 Wagen, der Centner M. 3.—4. Frankfurt, 12. Nov. Wochenmarkt. preise unverändert. Hahn 0.70— 1.80, Huhn M. 1—9, Welsche M. 12, Ente M. 2—3, Taube 40—60 Pf. Poularden M. 2.50—3.50, Capaun M. 3 50—5, Gänse nach Qualität per Pfd. 50— 65 Pf., Kartoffeln das Gescheid 10 Pf., Gelberüben der Pack 10— 12 Pf, Carotten 12— 15 Pf., Rosenkobl 60 80 Pf., Blume kohl 30—60 Pf., Kopfsalat 8— 10 Pf., Endivien 8 bis Butter das Pfd. M. 1.10— 1.30, Eier das Stück 6—8 Pf. Fe, 10 Pf., Eskarol 10—12 Pf., Feldsalat 12—20 Pf Feldrübchen 12— 15 Pf., Schwarzwurzel 50— 70 Pf kleine Zwiebeln per Liter 30 Pf., Zwiebeln das Geschele 20 Pf., Sellerie 5— 25 Pf., Meerrettig das Stück 20 Pf Mauskartoffeln das Gescheid 20 Pf., Wirsing 10— 15 Pee Rothkraut 20—25 Pf., Weißkraut 10— 20 Pf., Kastansen per Pfd. 12— 16 Pf., Maronen 20 Pf., Römischkohll die Portion 20— 30 Pf., Romainsalat 15— 80 Pf, Teltower Rübchen das Pf. 25— 30 Pf., Perl zwiebeln das Pfd. 60 Pf., Zuckergurken 12—20 Pf., Kohlralß Headenf sredrich. Füufersto leide ste Doppelb. ll U. 3—4 Pf.„ Geld⸗ Cours. 1 Frankfurt am 12. November 1887, 4 Geber. Nehmer. W. Pf. M. Ul. 20⸗Frankenstü cke 186. 15 do. in% 16, 1 Englische Sovereiggns. 20. 34 20. 29 Russische Imper tales. 16. 74 16. 69 Ducateennnnsn „ al mars Dollars n Godtd 4. 16 IJsraelitischer Gottesdienfl in Friedberg, Donnerstag den 17. November 1887. Neumond Kislev. Beginn: Mittwoch Nachmittags 4 Uhr. Donnerstag Morgens 6 Uhr 45 Min. 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Wir bringen dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß Einwendungen gegen die Anlage innerhalb 14 Tagen bel Meidung des Ausschlusses bei uns vor⸗— zubringen sind und die Pläne nebst Beschreibung während 75 gleichen Zeitdauer auf unserer Schreibstube offen egen. Frledberg den 1. November 1887. Großherzogliches 1 Friedberg. 2930 Nebel. Dickwurzmühlen in allen Größen zu haben bel 3848 Friedberg. G. Schudt. der Partial-Obltgationen hlesiger Gemeinde zur Rück— Bekanntmachung. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 17. Juli d. Js. ist der settherige Vorstand der Spar und Leih— kasse zu Ober Rosbach, eingetragene Genossenschaft, wieder gewählt worden mit Ausnahme des Stellvertreters des Direktors, an dessen Stelle der Landwirth und Bäcker Philipp Schütz V. gewählt wurde. Friedberg den 8. November 1887. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 3915 Suͤffert. Obligations⸗Verloosung. In heutiger Gemeinderathsitzung wurde die Nr. 165 zahlung bis 1. Februar 1888 gezogen und hört deren Verzinsung mit diesem Tage auf. Der Inhaber dieser Obligatlon kann den Betrag hierfür bis zum 1. Februar 1888 bel der Gemeindekasse in Empfang nehmen. Rockenberg den 12. November 1887. 5 Großherzogliche Bürgermeisterel Rockenberg. 9929 Wolf. Holzversteigerung. Mittwoch den 16. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll eine Parthie abgängiger Obstbäume und Weidenholz öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft am Rathhaustreppchen. Friedberg den 14. November 1887. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. 3924 Steinhäußer. 1 5 Freitag den 18. November, Nachmittags 2 Uhr, soll an Ort und Stelle die diesjährige Korbweiden⸗Ernte versteigert werden. Im Anschluß an diese Verstelgerung werden mehrere abhängige Obsibäume in der Feld⸗ gemarkung versteigert. 15 Friedberg den 14. November 1887. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Steinhäußer. Negenschirme von den billigsten bis zu den hochfeinsten, Schirm⸗Neparaturen C. 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