in, 5 9 nz. 1 nt; N 1: dun. N f g * 1 1 0 1 4 4 1 11 1 5 f sarist. ode⸗ 0 Ja. derrn ein Rath⸗ oll ler. C 1887. Jamstag den 15. Januar. 1 7. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. — Rroi 6 3 71 scheint drei e u ar Diensta Areisblatt für den Kreis Friedberg.(eiche 9——— 1 lenstag⸗ Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern soweit Leytere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 1 Amtlicher Theil. Betreffend: Anweisung für die Polizei- und Gemeindebehörden zur Mitwirkung bel Ausübung der milttärtschen Controle. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Seitens des Großh. Bezirkscommandos ist wiederholt Beschwerde darüber geführt worden, daß Viele von Ihnen bei Erledigung von RNequisitionen, welche von dieser Behoͤrde an Sie gerichtet werden, nicht mit der nöthigen Pünktlichkeit und Gründlichkeit verfahren, und daß Vielen die Bestimmungen über die Mitwirkung der Polizei- und Gemeindebehörden bei Ausübung der militärischen Controle nicht genügend bekannt sind. Indem wir das hierüber erlassene Ausschreiben vom 31. October 1885— Kreisblatt Nr. 130— in Erinnerung bringen, erwarten wir, daß Sie sich mit den daselbst gegebenen Vorschriften vollständig vertraut machen und die von dem Bezirkscommando an Sie gelangenden Requisitionen immer schleunigst und gründlich erledigen. Gegen diejenigen von Ihnen, über welche das Bezirkscommando fernerhin zu Klagen D Anlaß hat, müssen wir mit Disciplinarstrafe vorgehen. J. V.; Nebel. i 9 0 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Johann Jacob Beier aus Kaichen wurde als Feldschütze dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Jäger Heinrich Rupp von Wickstadt wurde als Fleischbeschauer dieser Gemeinde ernannt und vexpflichtet. Deutsches Reich. Friedberg den 12. Januar 1887. sprochen, daß ich die Hoffnung hege, keine Partet werde; verliest der Reichskanzler verschiedene Artikel aus der Darmstadt. Ein der zweiten Kammer zugegangener dem Reich verweigern, was Noth thue. Diese Hoffnung„Freisinnigen Zeitung“ und der„Volkszeitung“. In der Gesezentwurf, die Bäche und die nicht ständig fließenden] begründete sich auf die Erklärung des Vertreters der] Sache seten ja diese Declamattonen gleichgiltig, aber es Gewässer betreffend, begreift im Ganzen 155 Artikel und größten Paxtet des Hauses, des Abg. Windthorst, der] set doch mit der Thatsache zu rechnen, daß die Maforität 6 Abschnitte. rüber erklärt hatte, den letzten Mann und den letzten] des Hauses solche Ap sichten hege und zu verbreiten suche. Berlin, 11. Januar. Reichstag.(Fortsetzung).] Groschen bewilligen zu wollen. Aber ich muß heute Dem kann man doch nicht unthbätig gegenüberstetzen! Hobrecht(natlib.) erklärt sich für seine Partet bereit,“ wieder betonen, die Bewilligung der Vorlage auf nur] Zu weiterer Illustration dieser Ausführung verliest der die Vorlage in einer der Regierung annehmbaren Gestalt ein oder auf drei Jahre kann uns nichts nüßen; ich] Reichskanzler noch Artikel der„Voss. Zig.“ uad der zum Beschluß zu erheben. Ich würde bei einer Wahl] muß wiederbotlen, daß der Vorthetl der neuen Cadres Cermanfa“. Da wird gar von uns verlangt, wir die Bewilligung auf 1 oder 3 Jahre der auf 1 Jahr serst im Laufe der Jahre eintreten kann, daß nur die Be- sollen unsere Soldaten dazu hergeden, um Rußland den den Vorzug geben, so aber stimmen wir für 7 Jahre.] willigung au te g Jahre uns nüßen kana, Weg nach Constantinopel zu verlegen. Daran bätte Wir wollen die Armee nicht des Vertrauens berauben, daß nur d tigk die sicherste Grundlage vielleicht England ein Interesse, aber wir haben nur die das sie bisher genossen hat. Windthorst: Wir ver der Armee sind. v. d. Decken(Welfe) spricht für den An⸗ schwere Aufgabe, den Frieden zu erhalten, und dauernd achten keineswegs die militärischen Autoritäten, gerade] trag Payer auf einjährige Bewilligung der ganzen Vorlage. zwischen den betheiligten und uns beiten n Mächten auf diese hin habe ich in der Commission erklärt: Wir Richter: Schon seit dem constituttenden Reichst zu itteln. Wenn d 1867 bei der bewilligen jeden Mann und jeden Groschen; die beurigen es heterogene Maforttäten. der Reichskanzler Frage nicht vermittelnd, sondern auch so Ausführungen des Reichskanzlers können meinen Ent schmäßt solche Majo bt, er nimmt Mehrheiten, wäte, wie hier verlangt wird, so bätte ich schluß nicht ändern. Die Regierung kann das, was sies wo er sie findet. Ich te, das Centrum stets 9 will, auf drei Jahre haben. Wir wollen dann wieder mit uns zu gef aber leider war icht ums erstüßzung des Cent prüfen, liegt die Sache wieder so, wie heute, so werden der Fall. Wir haben wir die Bewilligung verlängern Mit der Auflösungf nur, wenn es sich darum wenigstens ein gewisses des Reichstags sind wir einverstanden; dann mögen] Minimum von Rechter Der Reichskanzler die Wähler reden und wir sind nicht ängstlich. Fürst hat der unabhängigen Presse eine Beschimpfung der keinen Grund Bismarck: Diese Rede zeigt, wohin man kommt, wenn Regterung bet der Erörterung der bulgarischen Frage 5 zorlage a Herr Windthorst sich dem Grafen Moltke überl egen] vorgeworfen; das ist unrichtig. Was uns empörte, war, Habe die Presse die Politi aß glaubt; mir wäre es lieber, wenn die eine Partei, von] daß die ofsizts resse Beifall klatschte zu den Schurken so ließe sich ihr doch kein mala fide: D der er gesprochen, sich schon hier zeigte. Wir wollen süreichen von Sofla. Uns wiest man eine Verzögerung] Auslegung der Verfassung seitens des Reick 3 set bei der Auflösung durch den Appell an das Volk ent⸗[der Erlebt ze vor; in Frankrelch beschäftigt nicht richtig. Dem ü sei trecht scheiden, ob wir ein kaiserliches oder ein parlamentartsches] der Boulan; urf die Kammer seit 6 Monaten. unverkürzt gewahrt eonsti on Anfang an mit orst tutionelle Grundlage aber er habe sich der Nothwen:[Kriegs minister Redner Heer haben sollen.(Große Unruhe links.] Unsere Be ziebungen zu Oesterreich sind sehr freundschaftlich; aber alles bewill deßbalb brauchen die beiderseitigen Cabinete einander einer Majorität anzuschließen, welche] keiten in den Angaben N noch nicht dienstbar zu sein. Ich weiß nichts von elnem jeden Groschen zu bewilligen bereit ist. Militär zu widerlegen. Bismarck kommt auf seine Kriege mit Rußland, aber bis zu einer Unterstützung W kanzler gewollt härte, daß Ni be⸗ Auslegung der Verfassung zurck, welche einfach klar ders sprechen können, als] darlege, daß der Kaiser— Präsenzstand der Armee noch ein weiter Weg. Wenn durch den Widerspruch der gescheben. Bezüglich der rist und seiner Auffassung feststellt. Sollten vom Reichstage Mittel für das Heer, Oppositlon Frankreich einen vermehrten Anlaß zum Kriege] und Auslegung der Verfossung set die Rede des Reichs⸗[ wie wir sie brauchen, vicht bewilligt werden, so wu schöpft, so hat die Opposition einen Theil der Verant-] kanzlers widerspruchsvoll und nicht aufrecht zu erhalten. dem König von Preußen noch immer das Mittel bleiben, wortung zu tragen. Deutschland ist keineswegs ärmer] Die Streitfrage, wegen welcher der Deutsche Reichstag sich vertrauensvoll an den preußtschen Landtag zu wenden geworden; die Sparkasseneinlagen sind von 1385 Milllonenaufgelöst werden soll, ist, ob nach 3 Jahren die Anzahl] der dann wohl die Mittel bewilligen werde. 2 1878 auf 2500 Milllonen 1885 gesttegen. Die Com[der Dispositionsurlauber größer oder geringer sein soll.]erbalten, Sie wollen erobern, wir halten om alten Ju⸗ misslonen sind nur Marterkammern für die Regierungs Hlexüber wollen wir nicht einmal jetzt die Entscheidung stande fest, Ste wollen neuen Besig, neues Recht er vertreter, dahin will ich nicht kommen; nur was ich hier] herbeigeführt wissen, sondern erst nach 3 Jahren. Die] obern, welches Sie nicht haben. Bezüglich der ban⸗ sage, ist zuverlässig. Die Berathung wird auf morgen] Auflösung des Reichstages heute bedeutet Mißtrauen] noverschen Frage, auf welche man immer wieder zurück vertagt.— 12. Januar. Der Präsident theilt die Nach- gegen das eigene Volk. Als der Reichskanzler im Herbsts konmt, werde ich die geforderten Dokumente vorlegen, richt von dem Ableben des Abg. Dirichlet mit; das 1866 im Reichstag die deutsche Politik aufnahm, wußtef man werde dann sehen, wie die Dinge ständen. Haus erhebt sich zu Ehren des Verstorbenen. Daraufsser, daß dies Element eine innere Nothwendigkeit sel für v. K ardorff spricht für unbeschränkte Bewilligung der wird die Berathung der Wilitär⸗Vorlage fortgesetzt. die deutsche Einheit. So ganz freiwillig, so lediglich. Vorlage. Bamberger ist für die dreijährige Bewillig v. Helldorf⸗Bedra tritt für die unverkürzte Annahme aus Gnade, wie gestern dargestellt wurde, ist der Reichstag ung. Wenn die Regierung den Reichstag auflöse, thue der Reglerungs vorlage ein. Während der Rede tritt] nicht entstanden. Der Reschskanzler will die Volksver⸗sie dies mit Unterstützung der Rechten, lediglich um eine der Reichskanzler ein. Hasenelever spricht gegen die] vertretung nur, um der Regierunc die Verantwortlichkeits gute Wahlparole zu daben. Ein Vertagungsantrag auf Votlage. Der Kriegsmintster erklärt, in der gestrigen abzunehmen, um neue Steuern zu bewilligen, aber ohne morgen wird A unseter Macht durch russische Truppen ist doch immer] willigt würde, hätte er nicht Debatte sei kein richtiges Bild der Comissionsberathungenf jede Selb eaten, Käme ein solcher Reichs tag, so— Die Verhandlungen mit der Curie nehmen gegeben worden; dort hätte die Regierung ausgeführt,] würden alle abgelehnten Monopole wieder vorgelegt und nach dem Fr. J. einen glatten 7 Die Werfe 0 aß— N daß die Milltärverwaltung die Ueberzeugung gewonnen] die Verfassung revidirt werden, so daß für immer der Thronrede am Samstag wird eine kirchenpolitische habe, die jetzige Friedenspräsenzstärke resche nicht mehr] Reichstag nur als Consortlum zur Steuer bewillsgung. n K— 2 aus, es sei eine Vermehrung, wie sie die Vorlage an- erscheinen würde. B ahl spricht für die Bewilligung der Vorlage ankündigen. Weitgehende Congestonen strebe, unerläßlich. Bezüglich der Ziffern habe die Re- Vorlage in vollem Umfünge. Fürst Bismarck: Richter sollen auch in der Ordensfrage gemacht sein. n D 1 der* 1755 in seiner Rede, die. 8 Altona, 12. Jan. Von Norden kommend, misston darüber genaue und zutreffende Angaben gema hören verhindert gewesen, bestritten, daß die fretsinnige be. 3,6. Auch bezüglich 12 Dienstzeit und der Ausblloung der Presse des Kanzlers Politik in Bulgarten angegriffen. passirten gestern siebzig Waggon Ladungen Mannschaften habe die Regierung Alles wohl erwogen; Er wolle zunächst constattren, daß die ganze Einmischung daͤnischer Pferde, für die franzoͤsische Artillerie dieselbe könne von ihren Forderungen nicht abgehen. der diesseltigen Regierung darauf gerichtet war, den bestimmt, unsere Stadt. Ebenso verhalte es sich bezüglich des Septennats. Bei Hinrichtungen von Verschwörern vorzubeugen, um die Bemessung dleses Zeitraumes sei man von rein praktischen Erhaltung des Friedens nicht zu erschweren oder zu ver Ausland. Gesichtspunkten ausgegangen; auch habe man die für hindern. er Reichskanzler verliest eine Reihe von Frankreich. Paris, 12. Jan. Gestern die Aus bildung der Mannschaften erforderliche Zeit, die Documenten zur Bestätlgung dieser Behauptung. Ich Ka 2 3 d Dispositlonen der Compagnieführer ze. im Auge gehabt. könnte die Reihe dieser Documente noch wester fortsetzen traten die franzoͤsischen Kammern zur orden Graf Moltke: Ich habe in meiner letzten Rede ausge— zum Vewelse der Angriffe gegen die deutsche Polltikl lichen Session für 1887 zusammen eee 8 in Folge eines wiederholten Schlaganfalls der hiesige — Der Kriegsminister theilte im Minister— rath einen Bericht über die in Tongkin zu An⸗ fang Januar vorgekommenen Ereignisse mit. Hiernach batte sich eine zahlreiche Abtheilung Rebellen in Than-Hoa angesammelt und stark verschanzt. Zwei gegen diese Befestigung ge— richtete Angriffe blieben erfolglos; hierbei wurden 4 Offiziere verwundet und 5 europaische und 8 tongakinesische Soldaten getödtet und 15 europaische und 27 tongkinesische Soldaten verwundet. Unter Befehl des Obersten Beissand wurden alsbald Verstärkungen an Artillerie und Infanterie nach Than-Hoa gesandt. l — Dem„Journal des Debats“ zufolge er⸗ klärte Graf Peter Schuwaloff dem französischen Botschafter Herbette in Berlin, die Annaherung zwischen Deutschland und Rußland sei keines— wegs Frankreich feindselig. Serbien. Belgrad. Eine Meldung der „Pol. Corr.“ von hier von competenter Seite stellt aufs entschiedenste in Abrede, daß die serbische Regierung in Folge angeblicher mon— tenegrinischer Rüstungen Truppen an die Süd— grenze habe abgehen lassen. Alle hierauf be⸗ züglichen Meldungen seien lediglich Erfindungen. Türkei. Constantinopel, 12. Jan. Der Gouverneur von Creta, Savas Pascha demis— sionirte, weil ihm die Absendung der von ihm zur Steuerung der Agitationen verlangten Ver⸗ stärkungen verweigert wurde. Bulgarien. Sofia, 11. Jan. Als Zankow heute Morgen in Philippopel den Eisenbahnzug nach Constantinopel besteigen wollte, wurde er von einer großen Volksmenge mit Verwünsch ungen nnd den Rufen„Nieder mit dem Ver⸗ räther!“ empfangen. Rußland. Petersburg Wyschnegradski wurde zum Verweser des Finanzministeriums, Bunge zum Präsidenten des Ministercomités ernannt. Amerika. New⸗Pork, 12. Jan. 800 Schiffs- Auflader, welche am Chesapeake-Ohiocanal in Newport gearbeitet hatten und die Arbeit ein— stellten, verhinderten 3000 andere Arbeiter da— ran, ihre Arbeit fortzusetzen. Vier Compagnien Miliztruppen sind zur Wiederherstellung der Ruhe nach Newport entsandt. Aus Stadt und Land. Friedberg, 12. Jan. Die Maschine des um 12 Uhr Mittags von hier nach Gleßen abgehenden Eil— güterzugs erhielt gleich hinter dem Viaduete einen Achsen— bruch, so daß der Zug nicht weiter fahren konnte. Die Züge mußten solange das andere Geleise benutzen, bis der Zug in den Bahnhof durch Hülfsmaschinen zurück- gebracht war. Friedberg, 14. Jan. Heute früh 5 Ubr verschled Bezirkscommandeur Major Römheld. Wie selten ein Mann hat es der Verblichene verstanden, sich die Achtung und Liebe seiner Mitbürger in hohem Grade zu erwerben. Die Bestürzung und Trauer in der Stadt ist eine all— gemeine. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Ubr statt. Ehre seinem Andenken und Friede seiner Asche! k. Friedberg, 14. Januar. Schmerzliche Beweg⸗ ung geht durch unsere Stadt, denn ganz unerwartet kommt wohl den Meisten die Kunde von dem Hinscheiden des Majors Roͤmheld. Was er in den Kämpfen des unseres warm und innig verehrten Bezirks⸗Commandeurs, engeren und weiteren Vaterlands in den Jahren 1866 und 1870 seinem Fürsten gewesen, ist weithin bekannt; in den Herzen seiner Soldaten steht er angeschrieben mit dem Ehrentttel eines Vater's: wie er sie tapfer geführt, wle er für sie selbstlos bis zur Selbstvergessenhelt ge— sorgt hat— Jedem ist's unvergessen. Gott schenke solche Männner unserem Vaterland in dieser Zeit! Wie er trotz mannigfacher leiblicher Beschwerden— den Folgen selner Verwundung in der Schlacht— dennoch überall willig und bereit war, zu dienen, hat er durch Ueber— nahme verschiedener Aemter im Privatleben mehrfach bewiesen. Durch die Herzen der NRameraden und Feld, zugsgenossen aber zuckt es wehmüthig und schmerzlich: „Kann“ Bir die Hand nimmer geben— bleib Du im ew'gen Leben mein guter Kamerad!“ C. T. Friedberg. Ueber die Gemeinderathssitzung vom 3. Januar set u hler Folgendes mitgetheilt, Die neu eingetretenen Gemeinderäthe Berg, Görtz, Trapp, Wahl werden von dem Bürgermeister verpflichtet. Der in vorausgegangenen Sitzungen berathene städtische Vor— anschlag für 1887/88, welcher sich in Einnahme und, Ausgabe auf M. 178394.40 beziffert, gelangt nochmals zur Vorlesung. Die verschledenen Commisstonen werden wie folgt gebildet: Flnanz⸗Commisston(Hecht, Hirsch, Ruths, Trapp),— Markt Commisston(Hirsch, Huber, Görtz, Pfeffer, Waas),— Land werthschaftliche Commission(Falck, Phillppt, F. Reuß, K. Reuß),— Einquartterungs Comm.(Görtz, Koob, F. Reuß), — Bau Commission(Berg, Falck, Hieronimus, Pfeffer, Ruths),— Gas, und Wasser⸗Commission(Falck, Hleronimus, Jockel, Ruths, Trapp),— Friedhofs⸗ Commission(Hecht, Hieronimus, Pfeffer, Ruths, Wahl, Pferdemarkt⸗Commission(Falck, Hecht, Hirsch, Koob und außerdem die Bürger Ph. Billau, Gg. v. Helmolt, G. Preußer, C. F. Schleuning, Chr. Stier, Chr. Ulrich I) — In dem Bericht letzter Nr. ist gesagt, daß die Sitz⸗ ungen auch ferner in der Regel Montags von 5—7 Uhr abgehalten werden sollen. Diese letzte Angabe(Beginn und Dauer der Slitzung) beruht auf einem Irrthum. h. Friedberg. Das Comité für die Stiftung eines Ehren ⸗Gedächtnisses für P. Müller hat den Decan Buchhold in Ossenhelm, den Direktor i. P. Dr. Matthlas und den Lehrer i. P. J. Ramspeck dahier zu Ehren— mitgliedern ernannt. w. Frledberg, 14. Jan. Unter zahlreicher Be— theiligung unserer Bürgerschaft fand vortzestern in den dichtbesetzten Räumen des Windecker'schen Felsenkellers eine Versammlung unserer biesigen natlonal⸗Uberalen Parteigenossen statt. Der Vorsitzende, Rechtsanwalt Jockel, eroͤffnete die Versammlung und legte in ein— gehendster Begründung dar, wie nothwendig es sei, eine einige Organksatton der Partet in unserem Wahlkreis zu schaffen. Aufgabe des heutigen Abends sei es zunächst für Friedberg dies zu thun, um dann die Organisation des ganzen Wahlkreises in Fluß zu bringen. In gleichem Sinne sprach sich Rechtsanwalt Windecker aus, der be— tonte, daß die schleunigste Inangriffnahme der Organi⸗ satlon um so gebotener sei, als die Auflösung des Reichs tags vor der Thüre stehe und im demnächstigen Wahl— kampfe das innigste Zusammenschließen aller Partei— genossen unerläßliche Bedingung set, um unserer nattonal— Üüberalen Partel zum Stege zu verhelfen. Der lebhafte Beifall, den beide Redner fanden, bewies den eifrigen Willen der Versammlung so rasch wie möglich zu handeln. So wurde dann sofort eln nattonal⸗ltberaler Verein gegründet, sämmtliche Anwesenden erklärten fast ohne Ausnahme durch schriftliche Erklärung ihren Beitritt; die Annahme der vorgeschlagenen Statuten erfolgte ein— stimmig. Zur Führung der Geschäfte wurde ein Vorstand, aus zwanzig Personen bestehend, durch Acclamatfon ge wählt. Auf Vorschlag von W. Schmidt wurde dem Vorstand die Ermächtigung ertheilt, die weiteren Schritte zu thun, um sämmtliche Vertrauens männer im Wahlkreise Friedberg— Büdingen demnächst zu einer Versammlung zusammen zu berufen. In dieser soll dann über die Organksatson der Partei im ganzen Wahlkrels Beschluß 49 i g gefaßt werden. Nachdem noch Assessor Seriba dem Vor⸗ sißzenden Rechtsanwalt Jöckel unter 8 Beifall der Versammlung für seine bisherige Thätigkeit, ins⸗ besondere auch während des leßten Wahlkampfes, mit warmen Worten gedankt hatte, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem begzelstert aufgenommenen Hoch auf das unser geliebtes deutsches Vaterland. Wir begrüßen aufs freudigste die Gründung dleses Vereins und sprechen hier den Wunsch aus, daß unsere aus⸗ wärtigen Vertrauensmänner in der demnächstigen Ver⸗ sammlung, die in aller Kürze stattfinden wird, recht zahlreich erscheinen mochten. r. Bad Nauheim. Der Milttärverein„Hassia“ hielt am 8. d. Mts. auf dem Teich bause seine 10. ordent⸗ liche Generalversammlung ab. Der Vereins rechner legte die Rechnung für das Jahr 1886 vor. Das Ergebniß ist ein sehr günstiges. Das Vereinsvermögen beträgt baar: 1423 M. 63 Pf., in Utensillen: 544 M. 80 Pf. An Unterstützungen wurden 1886 115 M., seit Bestehen des Vereins 900 M. gezahlt. Die Mitgliederzahl ist 122, nämlich: 2 Ehrenmitglieder, 114 wirkliche und 6 außer⸗ ordentliche Mitglieder. Unter dem Vorsitze des Vlee⸗ prästdenten, Postsekretär Leister, wurde sodann die Prä⸗ sidentenwahl vollsogen. Wie nicht anders zu erwarten war, wurde Bürgermeister Wörner einstimmig wieder⸗ gewählt, Auf Vorschlag des Kameraden Leister bekundeten die Kameraden dem zum neunten Male wledergewählten Präsidenten ihren Dank fur das energlsche, daher auch erfolgreiche Wirken an der Spitze des Vereins durch eln drelfaches donnerndes Hurrah. Präsident Wörner dankte und trank sein Glas auf das Gedeihen des Verelns, sowie auf das Wohl aller Mitglieder. Bei der Wahl des Gesammtvorstandes wurden die seitherigen Mitglieder wiedergewählt. n. Groß⸗Karben. Bei der vor einigen Tagen in der näheren Umgebung unseres Ortes abgehaltenen Trelb jagd wurden 300 Stück Hasen erlegt. Allerlei. Mannheim, 13. Jan. Die Gummi- und Kautschuk⸗ Fabrik vnn Hutchinson hier ist heute abgebrannt. Iserlohn, 10. Jan. Zwischen dem Iserlohner Ost und Westbahnhof fand gestern Abend kurz vor acht Uhr ein großer Felssturz in dem Augenblicke statt, als der fällige Personenzug herankam. Mit einem furchtbaren Krach prasselten die herabstürzenden Felsmassen auf das Bahngeleise und die Lokomotive, die letztere vollständig verschüttend und zertrümmernd. Der Zug stand sofort still, was in Verbindung mit der furchtbaren Erschütterung die Passagsere mit pantschem Schrecken erfuͤllte. Es ist ein wahres Wunder, daß größeres Unheil verhütet wurde. Die Strecke ist auf mehrere Tage gesperrt. London, 12. Jan. Lord Iddesleigh erkrankte Nach⸗ mittags plötzlich in der Amtswohnung Saltsbury's; zwei Doctoren und sein Sohn wurden schnell herbei; gerufen; Iddesleigh verschied nach wenigen Minuten. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. 2. Sonntag nach Epiph. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtlirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Illert. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Abends 5 Uhr: Herr Missionär Thumm. statholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; ¾7 Uhr: Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. 197 Vergleichen Sie Widtfeldt's Magenbehagen mit den berühmtesten ausländischen Liqueuren und kaufen Sie dann, was Ihnen am besten mundet und bekommt. Niederlage u. A. bei W. Bernbeck. 11 78 ot Güter⸗Versteigerung. Montag den 17. Januar, Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus die zum Nachlaß der Elisabethe Preußer gehörenden Güterstücke öffentlich meistbietend versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Flur VI. Nr. 57= 311 Meter Grabgarten am Schlag, neben Jos. Oberländer, Flur VII. Nr. 152 1992 Ometer Acker Rechts der Frankfurter Straße, neben Heinr. M. Falck und Sarl Emmrich Frick, Flur XII. Nr. 62 2715 QOMeter Acker Ober der Steinrutsch, neben Philipp Windecker und Phil. Altmannsperger, Flur XIV. Nr. 93= 2098[Meter Acker auf der Platte, neben Georg Ulrich und Heinrich Lochmann. Gemarkung Ockstadt. Flur XXVI. Nr. 86= 62 UHUMeter Gewann im Ried, neben Heinrich Fisch von Bad-Nauhelm. Der Kaufschilling ist in 10 Terminen, verzinslich vom 1. April d. J. an mit 4½0/, zu entrichten. a Frledberg den 12. Januar 1887. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 225 Stein häußer. 57 Seit Jahren in gleicher Güte: Holländ. Taba 10 Pfund franeo 8 Mark. B. Becker in Seesen a. Harz.(Maga 1469.) Versteigerungs-Anzeige. 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Mobiliar⸗Versteigerung. Dlenstag den 18. Januar, von Vormittags 10 Uhr an, läßt Curator Heinrich Jost in der Behausung des H. Anton Grob dahier folgende Gegenstände: Kuh, zweispännigen Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Dickwurzmühle, 6 Centner Stroh, 4„ Oeu, 30 1 Dickwurz, 4 Malter Kartoffeln und sonstige Haus und Oekonomiegeräthschaften gegen Baarzablung meisthletend versteigern. Nieder Rosbach am 12. Januar 1887. Großherzogliche Bürgermetsteret Nieder Rosbach. 19 Groh. 2 stel 8⸗Anzei Versteigerungs-Anzeige. Wittwoch den 2. und Donnerstag den 3. Februar l. J, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Hofrattbe des Herrn Oekonomen Heimburg zu Altensladt(Kreis Büdingen) auf freiwilligen Antrag wegzugs halber folgende Oegenstände, als: 9 Pferde, darunter 1 Reitpferd, 25 Stüc Rindvieh, verschiedene schweine, einige Springer, eirea 35 Stück Hübner, 4 verschledene Oekonomiewagen mit Zubehoͤr, saͤmmtliche Pflüge und Eggen, 2 Futter⸗Schneidmaschinen, 1 Malz maschinen, 9—— Wagen und Ackergeschirre, 1 zweispänniges und 1 einspänniges Chalsengeschirr, 1 zweispannige Chaise, 1 Dockgare, Hacken, Schippen u dergl. m.; ferner mehrere Gesindebetten, Haus u. Küchengerätbe, Schränke, verschiedene Weschbütten, 1 Dampfkessel von Kupfer, sowie 2 kupferne Waschkessel unter den bei der Versteigerung bekannt gegebenen Be dingungen öffentlich meistbietend versteigert werden. NB. Bemerkt wird noch, daß der Anfang der Ver steigerung jedesmal mit Pferden und Rindpieh beginnt. Friedberg den 13. Januar 1887. In Auftrag: Schwarz, Großh. Hoftaxator. 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Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Binder nag“ 129 (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 3 und Praktischer Rathgeber für Landwirthe Nr. 12.) un un