L Den tung rnirten eth fit. Wit„er n— 7 kuchen 1 den. kient „Mülla, 1.1 0 tit dhe Aattent Betreffend: Vertilgung der Kleeseide. sogenannte Ständchen bringen. I ssi. Ponnerstag den 13. October. 121. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Kreisblatt für den Kreis Friedberg.„„ 1 Annoncen: die einspaltige 2 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. 0 Friedberg den 10. October 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach dem in rubricirter Angelegenheit für den Kreis bestehenden Reglement, abgedruckt im Kreisblatt Nr. 106 von 1886, soll während 1. 5 8 N f 2 Herbstmonate durch eine zu ernennende Commission ein Rundgang in der Gemarkung vorgenommen werden, um die Kleefelder auf das Vor⸗ 0 bandensein von Kleeseide zu untersuchen. Wir müssen annehmen, daß dieser Rundgang im laufenden Jahr nicht, oder nicht in der richtigen c Weise ausgeführt wurde, da wir in verschiedenen Gemarkungen die Kleeseide wahrgenommen haben. Deshalb ordnen wir an, daß noch im 8 Lauf des Oktober in jeder Gemarkung durch die betreffende Commission unter Zuziehung der Feldschützen ein Rundgang vorzunehmen ist. Wird bierbei Kleeseide gefunden, so sind die in§. 5 des Reglements vorgeschriebenen Vertilgungsmaßregeln anzuwenden, mit einfacher Aufforderung zur Vertilgung an den Grundbesitzer dürfen Sie sich nicht begnügen. Ihren Berichten, ob und in welchem Umfang die Kleeseide gefunden und ob dieselbe den Bestimmungen gemäß vertilgt wurde, sehen wir in den ersten Tagen des November entgegen. a Den Feldschützen wollen Sie eröffnen, daß schon mehreren Feldschützen des Kreises Strafen angesetzt worden sind, weil wir in den betreffenden Gemarkungen Kleeseide wahrgenommen haben und wir hierdurch die Ueberzeugung gewinnen mußten, daß die Schützen es an der nothigen ihnen schon mehrfach anbefohlenen Sorgfalt haben fehlen lassen. Dr. Braden. Betreffend: Das Umherziehen der Musikbanden an Kirchweihmontagen. Friedberg den 11. October 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir haben in Erfahrung gebracht, daß in vielen Orten des Kreises die Musikbanden an den Kirchweihmontagen umherziehen und f Solche Umzüge bedürfen als öffentliche Aufzüge polizeilicher Erlaubniß und sind, da mit ihnen doch nur bezweckt wird, Geld zu sammeln und dieses alsdann zu verjubeln, von Ihnen für die Zukunft nicht mehr zu gestatten. Dr. Braden. Betreffend: Vertilgung der Feldmäuse. Friedberg den 11. October 1887. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Die Feldmäuse haben sich in vielen Gemarkungen unseres Kreises während des laufenden Jahres in solcher Weise vermehrt, daß zu ihrer Vertilgung geschritten werden muß. Wir empfehlen deshalb denjenigen von Ihnen, für deren Gemarkungen dies erforderlich ist, sofort die nothwendigen Maßnahmen zu ergreifen und verweisen Sie hierbei auf die in Küchler, Band II. Seite 721, abgedruckten Bestimmungen. Wenn zu dem Vergiften der Maäuse geschritten werden soll, so ist nach Vernehmung des Gemeinderaths unsere Genehmigung einzuholen. Wir bemerken schon jetzt, daß bei dem Vergiften die größte Vorsicht zu üben ist, und daß wir unsere Genehmigung nur zu dem Vergiften mit Mehl, nicht mit Körnern ertheilen werden. Dr. Braden. ö Betreffend: Die Marschgebührnisse bei Einberufungen zum Dienst, sowie bel Entlassungen. Friedberg den 11. October 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Einige von Ihnen stehen noch mit Berichterstattung auf unsere Verfügung vom 30. v. Mts., Kreisblatt Nr. 117, im Ruͤckstande. Indem vir die Rückständigen an Einsendung des betreffenden Berichtes bis zum 18. l. Mts. unfehlbar erinnern, bemerken wir, daß wir für diejenigen Gemeinden, für welche bis dahin eine Bestellung nicht erfolgte, je ein Exemplar bestellen werden. Dr. Braden. N lestreffend: Gemeinschaftlicher Ankauf von Obstbäumen. Friedberg den 11. October 1887. 0 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Bezugnehmend auf unsere Verfügung vom 29. v. Mts., Kreisblatt Nr. 116, fordern wir andurch die Rückständigen auf, bis zum 18. I. Mis. uns entsprechende Vorlage zu machen, da später einlaufende Bestellungen keine Berücksichtigung mehr finden können. ö a Dr. Braden. getreffend: Nachforschungen nach einer zu Karlsruhe aufgegriffenen unbekannten taubstummen Frauensperson. Friedberg den 11. October 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. g Unter Hinweis auf das nachstehend abgedruckte, im Süddeutschen Polizeitelegraphen enthaltene Ausschreiben sehen wir baldigem Bericht utgegen, falls die darin beschriebene Taubstumme einer der Gemeinden des Kreises angehören sollte. Dr. Braden. Unbekannte Taubstumme. Signalement: Größe: 1,65 m, Farbe der Haare: dunkelblond, Augen- Buchstaben ohne Sinn und Zusammenhang schrelben kann. Fgren Aemtern bezw. den einzelnen Gemeinden ihres Bezirks durch Umfrage erheben us drücklich, daß die aufgegriffene Person, die am 12. ach der Beschaffenhelt ihrer Kleidung ꝛc. nicht sehr lange, so 11 Tage unterwegs war, deshalb nicht allzuweit von hier zu Hause 5 Fsuchen um gefällige Uebermittelung jeglichen, auf den Fall möglicherweise Bezug bermittelt werden wird. rbeiten 14 Tage lang, mit fen li neisterei Ober⸗Florstadt zu Jedermanns Einsicht offen liegen. (Nr. 37679.) Am 12. März l. J. wurde dahier eine etwa 36—40 Jahre Ate Frauensperson aufgegriffen, welche nur unartikulirte Laute ausstößt und einzelne Sie scheint blödsinnig und zugleich taubstumm zu seln. Wir ersuchen die Bezirksbehörden gefälligst in assen zu wollen, ob nicht eine taubstumme Person, auf welche das unten angegebene Signalement paßt, in einer Gemeinde ihres Bezirks vermißt wird. Wir bemerken März l. J. dahler ankam, sondern vielleicht 1 bis sein kann. Wir abenden Vorkommnisses mit dem Anfügen, daß auf Anfrage alsbald Photographie Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, lei uns vorzubringen Friedberg den 11. October 1887. brauen: blond und schwach, Augen: blau(hell), Gesichtsform: länglich, Gesichts— farbe: gesund, Stirne: nieder, Nase und Mund: gewöhnlich, Zähne: oben auf der rechten und unten auf der linken Seite keine Zähne mehr, Kinn: rund; hat einen schleichenden nach vorne gebeugten Gang. Kleidung: graubraune weite Jacke mit 4 schwarzen Hornknöpfen, blau und weiß gestreifte Untertallle, blau und welß gestreifter Oberrock, graues Oberkleid mit schwarz und grunen Streifen, roth und schwarz gestreifter, gefütterter Unterrock, roth und blau gestreiftes baumwollenes Hemd, hellbraune gewobene Unterjacke, dunkelblaue Strümpfe, genagelte Schnür— schuhe, blaue, mit rothen Streifen durchzogene leinene Schürze, schwarzes Halstuch und ein schwarz und weiß carrirtes Kopftuch. Karlsruhe den 9. September 1887. Gr. Bad. Bezirksamt: Frech. Bekanntmachung. wetreffend: Entwässerung der Grundstücke in der Gemarkung Ober Florstadt, hier Repartltton der Kosten. daß die Verzeichnisse über Vertheilung der Kosten der rubrieirten Entwaͤsserungs— vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürger— g Reklamationen sind innerhalb der genannten Frist bei Meidung des Ausschlusses Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Im V. Wild schadensbezirk wurde der Jäger Rupp zu Wickstadt zum Ersatzmann des Technikers ernannt und verpflichtet. 1 Bekanntmachung. Generalbersammlung des landw. Vereins von Oberhessen pro 1887 betr. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung des landw. Vereins von Oberhessen soll am Samstag den 29. October l. J., von Vormittags 11½ Uhr an, im Gasthaus„Zum Einhorn“ in Gießen abgehalten werden. Verhandlungen werden sein: 1. Rechenschaftsablage. 2. Die Revision der Wiesenpolizekordnung. 3. Die Errichtung einer landw. Versuchsstation resp. einer Filiale der Darm⸗ städter landw. Versuchsstatlon in Gießen. 4. Die Errichtung einer Lehranstalt im Hauswesen für junge Bauernmädchen. 5. Die Lebensversicherung im Dtenste der Landwirthschaft, insbesondere den Abschluß eines bezüglichen Vertrages für den landw. Verein von Oberhessen mit der allgemeinen Versorgungsanstalt in Karlsruhe. 6. Die Frage der Gründung von Landes- resp. Provinzial-Viehzucht⸗Verelnen. Nach§. 32 der Statuten muß jedes Mitglied, welches in der Versammlung Gegenstände der Der auf den 29. d. von Oberhessen soll um 10 Uhr eine Ausschußsitzung vorangehen. Friedelhausen den 1. October 1887. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen: Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. elnen Vortrag zu halten wünscht, diese Absicht vor Beginn der Versammlung dem Präsidium zu erkennen geben; schriftliche Mittheilungen müssen wenligstens einige Tage vor der Versammlung bei demselben eingereicht werden. ladet hiermit alle Vereinsmitglieder, wie auch alle Freunde der Landwirthschaft zu dieser Versammlung hiermit ergebenst ein. Friedelhausen den 1. October 1887. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen: Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Der Unterzeichnete M. anberaumten Generalversammlung des landw. Vereins Sonntag den 16. October a. c. findet zu Melbach im Saale des Herrn Philippi eine landwirthschaftliche Versammlung statt. Tagesordnung: m) Kann die Gründung von Zuchtvereinen zur Hebung unserer Rindviehzucht beitragen? 2) Duͤngung der Winterhalmfrüchte. Referent Landwirthschaftslehrer Hannemann. Um zahlreiche Betheiligung bittet Reitz, Bürgermeister. Deutsches Reich. Darmstadt. Prinz Heinrich von Preußen wird nach seiner Rückkehr von Baveno, woselbst er zum Geburtstage seines Vaters, des Kron— prinzen(18. October), einzutreffen gedenkt, noch bis Ende November d. Is. am Großherzoglichen Hofe dahier verweilen und dann erst von hier sich wieder nach Kiel begeben. Ueber den Zeit— punkt der Vermählung des Prinzen mit der Prinzessin Irene verlautet jetzt mit ziemlicher Bestimmtheit, daß dieselbe erst im Herbst des Jahres 18888 stattfinden solle. — 10. Oct. Fürst Alexander ist mit seinem Bruder Franz Joseph von Battenberg gestern Mittag nach England gereist.— Ihre Großh. Hoh. Prinzessin Victoria begibt sich demnächst nach Malta zu ihrem Gemahl, dem Prinzen Ludwig von Battenberg, welcher daselbst beim englischen Mittelmeergeschwader stationirt ist. Mainz, 10. Oct. Durch einen Erlaß des großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, d. d. 7. October, wird das bischöfliche Klerikal— Seminar als Ersatz der theologischen Studien an einer staatlichen Universität anerkannt. Das Seminar soll am 25. d. M. wieder eröffnet werden. Berlin. Der Reichskanzler beantragt beim Bundesrath den Zollanschluß von Geestemünde zu derselben Zeit zu verwirklichen, wenn Bremen mit Bremerhaven angeschlosse wird. Leipzig, 10. Oct. Das Leipziger Reichs— gericht verurtheilte Neve zu fünfzehnjährigem Zuchthause und 10 Jahre Verlust der Ehren— rechte wegen vorbereitender Handlungen und Aufforderungen zum Hochverrath, Zuwiderhand— lungen gegen das Sprengstoffgesetz, Verbreitung verbotener Druckschriften und Meineid. München, 10. Oct. Die Abgeordneten— kammer lehnte mit allen gegen zwei Stimmen die dauernde Feststellung des Malzaufschlages, sowie die von Diehl und Sartorius zu Gunsten der Kleinbauern gestellten Anträge auf Steuer— abstufung ab, und nahm mit 135 gegen 2 Stimmen die von der Commission beantragte zweijährige Weiterbewilligung des Malzaufschlags an. Baden⸗Baden, 10. Oct. Der Kaiser ging gestern Vormittag nicht aus, er arbeitete in seinem Cabinet und empfing den Besuch der Großherzogin, auch das Dejeuner nahm derselbe zu Hause ein. Nachmittags nach 3 Uhr machte der Kaiser eine Spazierfahrt, nahm um 5½ Uhr das Diner mit der Großherzogin und den Prinzen Hermann, Gustav und Alexander von Weimar, dem Fürsten und den Prinzen von Hohenzollern und Statthalter Fürsten Hohenlohe ein. Straßburg. Für die durch den Rücktritt des bisherigen Vertreters des Westcantons der Stadt Straßburg nothwendig gewordene Neuwahl eines Mitglieds des unterelsässischen Bezirkstags, ist von Elsässern und altdeutschen Mitgliedern des Gemeinderaths, Bürgermeister Back als Can— didat aufgestellt. . Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die Wiener „Allgem. Ztg.“ erhielt eine Pariser Depesche, nach welcher Großfürst Nicolaus seine äußerste Entrüstung über seinen angeblichen Toast bekunde. Der„Figaro“ habe seine Worte stark übertrieben. — 9. Oct. Der König von Griechenland 2 ist heute nach Gmunden abgereist. von Serbien machte heute dem Minsterpräsi— denten Grafen Taaffe einen Besuch. — 11. Oct. Der Reichsrath nahm heute wieder die Sitzungen auf.— Im Abgeordneten— hause legte die Regierung einen Gesetzentwurf, betreffend den Schutz des fremden Eigenthums gegen Gefährdung durch Bergbau und Ersatz— leistung für Bergschaͤden vor. Abg. Polak brachte eine Interpellation ein wegen der Zuckersteuer— vorlage, Abg. Rieger eine solche an die Gesammt— regierung wegen des die Mittelschulen betreffenden Erlasses des Unterrichtsministers v. Gautsch. Belgien. Brüssel. Aus guter Quelle wird gemeldet, daß der eben hier weilende Kaiser Dom Pedro die Regierung Brasiliens nicht mehr übernehmen werde. Seine Abdankung zu Gunsten seiner ältesten Tochter, der Gräfin von Eu, dürfte Eude dieses Jahres erfolgen. Frankreich. Paris, 10. Oct. Den Nach— richten aus Tanger zufolge ordnete der Sultan von Marocco, dessen Befinden wieder besser ist, wegen der Ermordung des französischen Com— mandanten Schmitt an, eine Entschädigung von 100,000 Frances zu zahlen. Das Panzerschiff „Courbet“ ist heute früh von Toulon nach Tanger abgegangen. — Das„Journ. des Debats“ meldet, die Regierung habe in Folge mehrerer in den De— partements allzu leichtfertig und ohne Grund für den Verdacht der Spionage vorgenommenen Verhaftung von Ausländern den Departements— behörden anempfohlen, bei der Anwendung des Spionagegesetzes künftig mit großer Umsicht zu Werke zu gehen und keinerlei Maßregeln zu ergreifen, die der freien Bewegung der Aus— länder auf französischem Gebiete entgegenständen, es sei denn, daß sehr ernste Gründe für eine Schuld der betreffenden Personen vorlägen. — Gestern wurde der General Caffarel aus dem Gefängniß der Rue du Cherche Midi nach seiner Wohnung gebracht, um hier einer Haus— suchung beizuwohnen. Er vermochte kaum die vier Treppen hinaufzusteigen und ließ sich, oben angelangt, in einen Lehnstuhl sinken, wo er, ohne ein Wort zu sagen, mit erloschenem Blick den Operationen der Polizei folgte. Diese be— mächtigte sich einer Menge Briefschaften, welche in große blecherne Büchsen gepackt und nach der Präfektur geschafft wurden. Italien. Rom, 10. Oct. Die Eröffnung des Parlaments findet am 16. d. statt.— Die „Ag. Stefani“ erklärt gegenüber einer Depesche aus Varna, worin behauptet wird, daß bei der Zusammenkunft in Friedrichsruh auch die Frage einer Gebietserweiterung zu Gunsten Italiens und zum Nachtheile der Türkei erörtert worden sei, diese aus russischer Quelle stammende Nach— richt verfolge den Zweck, bei der Pforte Miß— trauen gegenüber dem Einfluß Italiens im Con— cert der europäischen Großmächte zu erwecken. Die Behauptung, man habe in Friedrichsruh über territoriale Compensationen verhandelt, sei eine völlig willkürliche, indem auch Italien seit 1877 die Achtung vor den Verträgen vertheidigt und sich gegen jede Theilnahme seitens der Großmächte an einem Ländererwerb auf der Balkanhalbinsel erklärt habe. Der König Bulgarien. Sofia, 10. Oct. Die Wahlen zur Sobranje wurden in Sofia und größten— theils auch in der Provinz ruhig vollzogen. In Sofia beobachtete die oppositionelle Partei Zankoff-Karaveloff Wahlenthaltung. Die vier Regierungscandidaten, darunter Stambuloff und Stranski wurden hier fast einstimmig gewahlt. In Plewna und Rahowa kam es zu blutigen Cravallen der Regierungs-Anhänger mit den Zankofftsten, wobei mehrere Personen todt blieben. Das Gesammt-Resultat der Wahlen wird un— gefähr 250 Anhänger der Regierung und 40 Mit— glieder der Opposition aufweisen. Afghanistan. Kabul. Nach einer dem „Russ. Inv.“ zugegangenen amtlichen Nachricht ist Eyub Khan in Ghusni, einer der bedeutendsten Städte der Provinz Kabul, eingetroffen. Aus Stadt und Land. C. T. Friedberg. Gemeinderathssitzung vom 10. Oet. Die Vorlegung der Realschul Rechnung für 1886/87 gibt keinen Anlaß zu Bemerkungen.(Folgende Hauptbeträge seien aus dieser Rechnung hier angeführt: fester Beitrag der Stadt 8600 M., Staatsbeitrag 16,718 M., Schul⸗ geld 13,054 M.). Die Gas Commission hat Einsicht genommen von der Führung der Bücher durch den Gas— Verwalter Brucker und sprscht sich hierüber, sowie über die techntsche Seite seiner Thätigkeit lobend aus. Dem Gesuch von D. Loeb in Bad-Nauheim um Aufstellung einer automatischen Personenwaage in die Allee soll Statt gegeben werden; 7½¼0 o der Einnahme fließen in die Stadtkasse. Zum Schlusse macht der Vorsitzende die Mittheilung, daß Gartenschütze Briel gekündigt hat und seit dem 5. d. Mts. den Dienst nicht mehr versieht. Neu⸗ Ausschreiben der Stelle bleibt vorbehalten. Friedberg. In den Landesausschuß für die Ein⸗ kommensteuer auf 1888/91 hat der oberhessische Pro— vinzialausschuß als Mitglieder gewählt die Herren Stadt⸗ verordneter Vogt-Gießen, Bürgermeister Bopp-Bellers⸗ beim, Georg Steinhäußer Friedberg; als Ersatzmitglieder die Herren Bürgermeister Stöpler Lauterbach und Mühlen⸗ besitzer W. Erk Nidda. Butzbach. Die Kartoffel Ernte, schreibt der W. B, die sich ihrem Ende zuneigt, hat alle Erwartungen über⸗ troffen. Sowohl in Güte als in Menge muß dieselbe als eine vorzügliche bezeichnet werden. Knollen von 2 Pfund Gewicht sind keine Seltenheit. Der Preis ist deßhalb ein billiger, das Malter(200 Pfund) Kartoffeln kostet 3 Mark bis 3 Mark 50 Pf. Dortelweil. Montag Nacht ¼ Uhr brach in der Scheuer des Pächters Rupp Feuer aus, welches sämmtliche Frucht und Futter, was in großer Menge vorhanden war, gänzlich einäscherte. Durch die reich⸗ haltige Nahrung griff das Feuer noch weitere 4 Scheuern an, welche auch in kürzester Zest ein Raub der Flammen wurden. Von Vieh wurde alles gerettet bis auf 2 Rinder und ca. 12 Schweine, die in den Flammen umgekommen sind. Zwei Arbeiter werden vermißt und ist noch nicht festgestellt, ob sie in den Flammen umgekommen oder sich entfernt haben. Entstehungsursache ist bis jetzt noch unbekannt. H. Wickstadt. Das landw. Casino zu Friedberg veranstaltet jetzt fachliche Vorträge, zu denen der Zutritt auch Nichtmitgliedern frei steht. Der Vorsitzende des Casino's, Landw. ⸗Lehrer Dr. Toblisch, hat zunächst am vorletzten Sonntag im Hötel Trapp eine Reihe zu⸗ sammenhängender Vorträge über das Leben der Cultur pflanzen begonnen. Derselbe führte aus, daß es viele landw. Fragen gäbe, welche sich in einem Elnzelvortrage nicht ordentlich behandeln ließen, weil es der Zuhörer⸗ schaft großenthells an den nöthigen Vorkenntnissen fehle, daß es demnach wünschenswerth sei, derartige Gegen: stände in einer Reihe zusammenhängender Vorträge zu besprechen, machte aufmerksam, daß nur ein möͤglichst tiefer Einblick in das Leben der Culturpflanzen gestakte, die thunlichste Rentabilität des Pflanzenbaues zu erzielen, und zeigte, daß zur Gewinnung genannter Kennkniß die landw. Praxis nicht ausreiche, hierzu vielmehr die Chemie und Pflanzenanatomte herangezogen werden müsse. Hler⸗ auf erläuterte der Vortragende die allgemeinen chemischen der c Bt 1 en ihtet Bt d das! 0 öthalt an 0 1 1 e beändeiungen ner bob be sebnngen auch se a einen der de! J iemente bezeic hl man eine n müsse. Au int nit dem Aalnenge W 13 l unzusetzen e inmer ein N udtbeil end Hersteig Au abzängigen dae mer den k tenden Bedin gut chstget werden U „Dunnersiag de inder Straßt en 40 St usser von 50 Aan Nr 143 0 diele den 1. i Sbaße 3 b 176, 1 Ac 167— ngefunft 0 Mledberg de n ebe ln b, Dara dan hein 0 Juen Menschaften der ersteren stellten die Resultirende 9 4 arlffe, welche zum Verständniß des Pflanzenlebens noth— padig find, definirte den Gegenstand der Chemie, den off, als das Raumerfüllende, erörterte, daß aller Stoff Pderstand leiste und wägbar sel, hob als wichtiges Fun⸗ enentalgesetz der Chemie das der Unveränderlichkeit in ündete dasselbe. Redner wles ferner nach, daß es ver— ssedene Stoffe gebe und gruppirte dieselben zunächst in „welche dem Auge völlig gleichartig erschelnen und e, in denen man stofflich verschiedene Thelle neben— ander liegend sehen kann. Letztere wurden als Ge— unge bezeichnet, ihre stofflich verschtedenen Theile als mengthelle. Weiter wurde dargelegt, daß in den stedene Theile nachweisen lassen, oder nicht. g ö Stoffe Itterer Art würden als Grundstoffe oder Eleme nte be⸗ Redner führt dabel an, B. alle Metalle, der Schwefel, der Phosphor, Sauerstoff und der Wasserstoff zu den Elementen ölen. Die zusammengesetzten Stoffe wurden weiter ein- eilt in Mischungen und chemische Verbindungen. Die aus en ihrer Bestandtheile dar, und die Verbindungsweise eee e eee 1 Art(qualitative A.), oder auch die Menge der Be— kenden Bedingungen an den Meistbietenden öffentlich dgelgert werden und zwar: r drselben lasse ein wechselndes Mengenverhältniß zu, die Genschaften der chemischen Verbindungen dagegen seien i denen ihrer Bestandtheile in der Regel gänzlich ab uschend, und das Mengenverhaͤltniß der letzteren ein ganz immtes. Die chemische Analyse, welche entweder nur dtheile(quantitative A.) ermittele, sel entweder auf Gehalt an chemischen Verbindungen, oder auf den Elementen gerichtet, und nur den Gehalt an diesen den Stoffgruppen verstehe man unter„chemischen Be— Aüdtheilen.“ Hlerauf wurden die sog, chemischen Prozesse ohr chemischen Umsetzungen erläutert, d. h. die dauern— Veränderungen, welche die Stoffe erleiden können, Redner hob bervor, daß, so mannigfach diese Ver- ierungen auch seien, es doch noch niemals gelungen be, einen der beinahe 70 einfachen Stoffe, welche man al Elemente bezeichnet, in den anderen umzuwandeln, mb halb man eine derartige Umsetzung für unmöglich buen müsse. Aus der Zusammenfassung dieser An ume mit dem Satz von der Unveränderlichkeit der Ge- sumtmenge wägbarer Substanz folge, daß auch die Auge eines jeden Elementes im Weltall unveränderlich Schließlich wurden die für die Lehre vom Pflanzen- In wichtigen drel Gruppen chemischer Verbindungen brochen, welche man mit den Namen Salze, Säuren Basen bezelchnet. Der Vortragende definirte Säuren i chemische Verbindungen, welche stets Wasserstoff ent en, den sie unter Bildung fester Substanzen gegen hall umzusetzen vermögen, Salze als feste Stoffe, Ihe immer ein Metall, oder doch einen metallähnlichen Wandtbeil enthalten und aufgefaßt werden können als Gesammtmenge wägbarer Materle hervor und be⸗ schartig erscheinenden Substanzen sich entweder ver- etwa 1½ Stunde. Sauren, von Wass dungen, bilden stets welche einen gewissen Gegensatz zu den Säuren „emtt denselben zusammengebracht Salze geben und Wasserstoff, Sauer metallischen Bestandthell enthalten, und gab an, daß man die Salze entweder nach der Säure, aus welcher man sich dieselben entstanden denken könne, oder nach dem metallischen Bestandtheil, welchen sie enthalten, einthelle, so daß man z. B. einersetts von schwefelsauren, phos— phorsauren, salpetersauren ze., andererseits von Eisen-, Kupfer„Blei- ze. Salzen spreche. Der ganze Vortrag einschließlich der zahlreich eingestreuten Versuche dauerte Die Fortsetzung desselben soll nach kurzer Wlederholung der Ergebnisse des ersten Vortrages von den Nährstoffen der Culturpflanzen, gleichfalls mit Experimenten und Demonstrationen, handeln. Büdingen. Eine Rethe größerer Oekonomen aus dem Kreise Büdingen haben die Firma Heuke in Hausneindorf bel Alt⸗Gackersleben bestimmt, diesen Herbst einen ihrer Dampfpflüge zur Probe auf ihren Feldern arbeiten zu lassen; für den Hectar zu pflügen werden 34-36 Mark bezahlt. Der Pflug arbeitet schon einige Zeit zur größten Zufriedenheit der betheiligten Oekonomen 3 besonders die Vortheile für die Tiefkuktur sind unver— kennbar. Die Preise stellen sich niedriger, als beim Gespannpflügen. Der Preis eines solchen Dampspflugs ist 45,000 Mark. Es ist vorgeschlagen, einen solchen Pflug auf Actsen oder in einer Genossenschaft sich zu beschaffen. Offenbach, 7. Oct. Nur der Geistesgegenwart des betreffenden Zugführers des heute morgens um 6 Uhr 45 Min. hier abgehenden Zuges der Lokalbahn ist es zu danken, daß der Zug mit seinen Insassen einer großen Gefahr entgangen ist. Am Uebergang der elektrischen Bahn bei Sachsenhausen stand nämlich ein eiserner, mit Baumaterfalien beladener Stoßkarren dicht an den Schienen; dadurch, daß der Lokomotivführer zeitig genug Contre— dampf gab, wurde der Axprall so gemäßigt, daß der Karren allerdings in Trümmern bei Seite geschleudert wurde, dem Zug weiter nichts passirte. Die Passaglere kamen mit dem nicht geringen Schrecken davon. Allerlei. Frankfurt, 10. Oet. Der Schwlwmmlehrer Loh— fink, durch dessen Fahrlässigkeit am 16. Juni d. J. ein Knabe in der Kleeblatt'schen Schwimmanstalt ertrank, wurde heute von der Strafkammer zu einer drelwöchlgen Gefängnißstrafe verurtheilt. Rom. Zum Priesterjublläum des Papstes hat die Königin Carola von Sachsen durch den Münchener Nun— tius Fürsten Ruffo Seilla ein kunstvoll gearbeitetes Weih wasserbecken von Melßner Porzellan, welches eine Spende von 5000 Fres. in Gold enthielt, überreichen lassen. Der Katser ließ dem Papst bekanntlich schon vor geraumer Zeit eine reich mit Edelsteinen besetzte Mitra im Werth in denen ein metallischer Bestandtheil an Stelle erstoff getreten ist, Basen als chemische Verbin⸗ stoff oder Schwefel und einen von 20,000 Fres, direkt zugeben, während Kalserin Augusta dem Papst durch den deutschen Gesandten v. Schlözer eln prachtvolles Meßornat im Werthe von 30,000 Fres. überreschen ließ. Der Prinz Regent Luitpold von Bayern ließ durch selnen Minister des Auswärtigen Amtes, Frhrn. von Crailsheim, dem heiligen Vater zu seinem Jubiläum ein Handschreiben zugehen, während das kost⸗ bare Geschenk des Verwesers des Königreichs Bayern, zwel brillante Glasfenster, welche die Päpste Gregor und Leo Magnus darstellet, erst am 31. Dezember 1887 über⸗ reicht werden sollen. Suez, 11. Oet. Der Eingang des Canals ist seit heute Morgen 8 Uhr durch das Auflaufen eines deutschen Dampfers versperrt. Handel und Verkehr. Friedberg, 11. Oct. Fruchtpr. Walzen M. 16.50, Korn M. 12.75— 13.00, Gerste M. 15.00, Hafer M. 11. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfd. Friedberg, 12. Octbr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85 0.95. Eier 1 St. 8 Pf. Eingesandt. Friedberg. Wir machen die freundlichen Leser auf die am nächsten Sonntag im Casino dahter stattfindenden Vorstellungen des Illustontsten Agoston aufmerksam. Wer läßt fich nicht gerne dann und wann von kundiger Hand aus der prosaischen Wirklichkeit in die freundlichen, er— beiternden Sphären der Illusion entführen? Wer freut sich nicht an den Ueberraschungen des Nekromantikers, besonders, wenn es ein so renommirter ist, wie Herr Agoston. Nach dem uns vorliegenden Programm sind in den Vorstellungen sehr originelle Ueberraschungen zu erwarten, so dle spiritistische Schiefertafel, die spiritistischen Klopfgeister(die Todtenhand), der Teufel als Agostons Bundesgenosse ze. Auch als Gedankenleser wird sich Herr Agoston produztren. Ueberhaupt sind sensationelle Plecen zu erwarten. Auch wird Herr Agoston speziell für unsere Jugend am Sonntag Nachmittag 4 Ubr eine Vorstellung geben, worin ein besonders lehrreiches und interessantes Programm figurirt und deren Besuch wir auf's Wärmste empfehlen. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 15. Oetober 1887. Sabbath ⸗Bereschith. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 45 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Miu. Sabbathausgang 6 Uhr. Wochengottesdienst von Sonntag den 16. Oetober an Morgens 6 Uhr 30 Min, Nachmittags 4 Uhr 55 Min. Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. Oetober: Neumond Marcheschwan. Lersteigerungs⸗ Anzeige. Die abgängigen Bäume an nachbenannten Straßen 1 8 unter den bei der Verstelgerung bekannt gemacht Donnerstag den 13. October, Vormittags 9 Uhr, an der Straße Gießen— Frankfurt, Abth 143— 175, elrea 40 Stück Pappeln und 2 Eschen im Durch- messer von 50 em. Zusammenkunft am Abthellungs⸗ stein Nr 143(Gemarkung Friedberg). Freitag den 14. October, Vormittags 9 Uhr, an der Straße Nieder Wöllstadt— Hanau, Abth. 164 1 bis 176, und der Straße Ilbenstadt-Bingenheim, Abth. 167— 175, eirea 50 Stück Kirschbäume. Zu— sammenkunft am Chausstehaus bei Ilbenstadt. Frledberg den 6. October 1887. 5 Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. K Arbeit. Arbeit. Die Umdeckung der nördlichen Dachfläche des Rent tgebäudes zu Frledberg im Betrage von M. 1099.50 vergeben werden. Die Unterlagen zum Verding n zur Einsicht auf unserem Büreau offen und sind Angebote bis zum 15. October, Vormittags 11 Uhr, rei einzureichen. Friedberg den 10. Oetober 1887. 1 Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Kranz. Ankauf eines Faselochsen. blesige Gemeinde beabsichtigt einen zur Zucht taug— e 1½ jährigen Faselochsen, rein Simmenthaler Race, Akaufen. Darauf reflektirende Besitzer solcher Thlere 5 bel unterzelchneter Stelle diesbezügliche Anzeige en. Stammheim den 11. Oetober 1887. Großherzogliche Bürgermelsterel Stammheim. lere Oel-& Weinsässet, 0 Geurꝗ Gross. *——-— ö Ein Mädchen eine Stelle als Schenkamme. Zu erfragen bel unes Wolf I. in Rödgen. 3530 1 1 A 4 3 11* 9 0* n der Privatklagesache der Franziska Grix, geb. Hild, von Heldenbergen, Privatklägerin, gegen die Ehefrau des Alexander Hild III., Gertrude, geb. Reinhardt, von Heldenbergen, wegen Beleidigung, hat Großh. Schöffengericht zu Fried berg am 27. September 1887 für Recht erkannt: Die Angeklagte, Getrude, Ehefrau des Alexander Hild III., geb. Reinhardt, von Heldenbergen, 31 Jahre alt, kath., wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 10 M., eventuell 2 Tage Gefängniß, sowie in die Kosten des Verfahrens und in die der Privatklägerin erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt. Zugleich wird der Beleidigten das Recht zuerkannt, den Urtheilstenor inner— halb 14 Tagen, von der Rechtskraft an gerechnet, einmal auf Kosten der Angeklagten im Oberhessischen Anzeiger zu veröffentlichen. a Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils beschelnigt. Friedberg den 5. Oetober 1887. Weber, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Für die Richtigkeit der Abschrift: Brentano, 3532 Rechtsanwalt. Mobiliarversteigerung zu Vilbel. Donnerstag den 13. October l. 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Mts. ab hierselbst täglich während der Stunden von 8 bis 12 Ubr Vor⸗ mittags auf dem Mainquai zwischen Metzgerthor und Fahrthor stattfindet. Der Verkauf von Katoffeln vom Wagen an anderen Orten, sowie das Aufstellen der Wagen, welche mit Kartoffeln beladen sind, auf anderen Straßen und Plätzen, namentlich auch vor den ehemaligen Thoren der Stadt, ist verboten. Das Nähere ergibt die bezügliche Bekanntmachung vom 8. l. Mts.(städtisches Anzeigeblatt vom 9. l. Mts.). Frankfurt a. M. den 8. Oetober 1887. 3513 Städtisches Polizei- und Verkehrs- Amt. g igerungs-Anzei Versteigerungs-Anzeige. Montag den 17. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Trais⸗-Münzenberg die An⸗ fertigung von esrea 25,000 Ufd. Meter Draingraben mit Rohrlegen und Zufüllen der Graben an den Wenigst— nehmenden vergeben werden. Dorheimer Bergwerk den 6. October 1887. 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Red.: Carl NN dat. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. ide Sy —