ein er mie tt eg: Donnerstag den 13. Januar. M6. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche auswärtigen Einsendern(soweit Leglere nicht Jahresconto bei uns haben), aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen welchen der Betrag nicht beigefügt ist, 30 Pf.; ein Veleg kostet 9 Pf. Annoncen werden stets per Post nachgenommen. von Betreffend: Beitreibung der Communalintraden. Amtlicher Theil. Friedberg den 10. Januar 1887 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Der Einsendung der Mahn- und Pfandbefe ehle über das 3. und 4. Ziel Umlagen pro 1886/87, und noch rückständigen Communalgefalle sehen wir binnen 8 Tagen entgegen. Ludwig Brenner von Pforzheim wurde wegen Bettels auf die Dauer von Betreffend: Das Vormundschaftswesen. im Jahr 1886 fällig gewesenen J. V.: Dr. Wallau. sowie über die Jahren aus dem Großherzogthum Hessen ausgewiesen. Friedberg den 3. Januar 1887. Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an die Vormünder und Curatoren im Amtsgerichtsbezirke. Wir sehen der Einreichung der Rechenschaftsberichte und des Nachweises der Einlagebüchlein, bis längstens 1. Februar l längstens bis zum 30. April l. J. einzureichen. J. entgegen. Die für das Jahr Nichteinhaltung dieser Fristen hat unnachsichtlich eine Ordnungsstrafe von 3 Sellheim Zinsenbeischreibung, unter Vorlage der 1886 zu stellenden Vormundschafts rechnungen siud 4 Mark zur Folge. Weber. Deutsches Reich. Darmstadt. Post⸗Personalnachrichten. Ver setzt ist der Postsecretär Lauer von Koln nach Offenbach. Ernannt ist der Postsekretär Kohler in Michelstadt zum Postmeister. — Der Kammerjunker, Flügeladjutant und Hauptmann Freih. von Senarclens-Grancy wurde zum Kammerherrn ernannt, und dem Chef des Hauses P. J. Valckenberg in Worms der Cha rakter als Geh. Kommerzienrath verliehen. Der Hypothekenbewahrer Justizrath Dr. Schmitt in Mainz wurde auf Nachsuchen in den Ruhe stand versetzt. Dem Hofrath Muther wurde das Ritterkreuz 1. Klasse des Philippsordens verliehen. — Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 1, enthält: I. Uebersicht der Rechnung der Landes-Waisenanstalt für 188586. II. Bekanntmachung, die Brandschäden in der Ge— meinde Eberstadt betr. III. Ordensverleihungen. sentaltonsrecht zu Die erste Lehrerstelle zu Weiten Gesäß, Gehalt 900 M. Dem Grafen zu Et 5 Fürstengu steht das Präsentaltonstecht zu. Die hrerstelle zu Hering, Gehalt 900 M. Gestorben find: 1 Schullehrer isen, Kr. Offenbach; Prästdent der gs kammer Hahn; der Schullehrer Stier n; der Pf Landgerich and meister tsdiener Nungässer zu Nieder Darm Pfarrer Frohnhäuser der evang ufseber Eb Ingelheim; der 3 zu statt; Offent ach; der astert zu u 9 der ter 1 det Werkmeister Storch zu Bad Nauheim; U Portier Zerfaß; der Steueragufseher Weides zu Worms; der Schullehrer Orschied zu Ssefers heim; der Hofkapellmeister Schlösser; [der Oymnasiallebrer Ur ltber zu Darmstadt; der Schullehrer Werner zu O der Schullehrer Rein machung, die IV. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. V. Exequatur Ertbeilung. VI. Erhebung eines Marktfleckens zut Stadt. VII. Dienstnachrichten. Es wurde: dem Schulver⸗ walter Holl zu Fürth eine Lehrerstelle zu Fürth, dem Schulamtsasp. Kaffenberger aus Unter Gersprenz dine Lehrerstelle zu Gundernhausen, dem Schulamts asp. Müller aus Gießen eine Lehrerstelle und der Schulamtsasptrantin Friedrich aus Zwingenberg eine Lehrerinnenstelle zu Gießen, der Schulamtsaspirantin Rautenbusch aus Gladenbach eine Lehrerinnenstelle zu Neu Isenburg, dem Schullebrer Michel zu Bobstadt eine Lehrerstelle zu Hausen, im Kr. Offenbach, Abertragen. VIII. Dienstentlos ssung. IX. Ruhestandsversetzungen. Es wurden: Der evang. Pfarrer Frank zu Ober- Lals auf Nachsuchen, der evang. Pfarrer Eich zu Geiß Nidda auf Nachsuchen, der evang. Pfarrer Uhrig zu Egelsbach auf Nachsuchen, unter An⸗ erkennung seiner Dienste, die Schullehrer zu Bad Nauheim Auffahrt und Quehl auf Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer Dienste, der Schullehrer Storck zu Schlierbach auf Nachsuchen, der Schullehrer Bassing zu Eichloch auf Nachsuchen, der Schullehrer Wißmann zu Darmstadt auf eingegangenen Petitionen referlrt, Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, der Schul— lehrer Lehr zu Grebenau auf Nachsuchen, unter An— erkennung seiner Dienste, der Untversitäts diener in Gießen auf Nachsuchen, der Schullehrer Halsterbach auf Nachsuchen, der Schullehrer Nieder⸗Ingelheim auf Nachsuchen, Hotz Nahm selner Dienste, der Schullehrer Müller zu Heppenheim Festigkett ihrer O auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, der Kreisamts Gehllfe Lautenbach in Bingen, der Sprach— lehrer Knoll zu Bad Nauheim auf Nachsuchen, der Schul— lehrer Schlösser zu Nleder Saulheim auf Nachsuchen, unter e seiner Dieuste, der Schullehrer Deines Sie diese Vorlage zu Bersrod auf 9 X. Konkurrenzeröffnungen. Pfarrstelle zu Fürfeld. Dle zu Offen bach. von Isenburg Birstein zu. Nachsuchen, in den Ruhestand versetzt. Erledigt find: Die evang.“ zweite evang. Pfarrstelle Büdingen, Gehalt 900 M. und Wüdingen steht das Präsentatlonsrecht zu. Lehrerstelle zu Bersrod, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Nieder Wöllstadt, Dem Gemelnderath zu Nieder Wöllstadt steht das Prä 1 stehen vor dem Hause und Ssppel vernehmlich vom Platze aus. zu die Plätze und zu selbe schildert in unter Anerkennung Armee für alle übrigen Instituttonen und besonders die Das Präsentationsrecht steht dem Fürsten) willtgen, nur über die D Die fünfte Lehrerstelle zu Differenzen ob, dle jedoch nt cht auszugleichen seten. Wahrend Dem Fürsten zu Psenburg der Rede Ste uffenberg' stritt Fürst Bismarck in den Saal. Die Nach kurzer Geschaftsordnungsdebatte beschließt das Haus, erste die Debatte über die Paragraphen und Gehalt 900— 1000 M. Fürst Bismarck: Die heimer zu blatt Nr. 1 enthält: Bekannt lichen Bestimmungen für die Dampfstraßenb istadt Griesheim und Darm stadt⸗Eberstadt betreffen — Der Zweiten Kammer ist ein Gesetzentwurf, betr. die Besteuerung des Weines zugegangen. Berlin, 10 Reichstag. Die heutige äußerst schwach besuchte Sitz te kaum 15 Minuten. Es wurde nämlich ohne je Debatte die Tagesordnung einige inere Angelegenheiten der Geschäftsordnungs Commission und der Etat des Reichs schatzamtes er ledigt und darauf die nächste Sitzung auf morgen 12 Ubr angesetzt.— 11. Jan. Die Bewegung in und vor dem Reichstagsgebä ist nach einer Privatdepesche des Fr. J. eine kaum zu beschreibende. Seit vielen Jahren ist kein solcher Andrang erlebt worden, hunderte von Personen erwarten bekannte Abgeordnete, um durch deren Vermittelung doch Eintritt zu erlangen. Seit gestern ist aber keine Karte mehr dispontibel Der Verkehr war nahezu gehemmt, im Foyer des Reichstags standen die Abgeordneten in Gruppen und führten lebhafte Erörterungen. Das Haus selbst ist bis auf den letzten Platz gefüllt, die Tribünen sind überfüllt, man empfindet es als eine wahre Erleichterung, daß der Referent, v. Huene, sich kurz faßt, auch Buhl, welcher über die drängt seine Ausführ⸗ ungen auf ein nothwendigstes Maß zusammen, worauf [Graf Moltke das Wort ergreift. Er spricht laut und Viele Abgeordnete verlassen die Nähe des Redners. Der⸗ Worten die Bedeutung der treten in bewegten rganisatton für die Vermittlerrolle Deutschlands als des Horts des Friedens. Lebhafte Zu stimmung begleitet die Ausführungen des Redners. Ihren tiefen Eindruck selbst beim Cenkrum und in der frei— sinnigen Partei machte die Bemerkung Moltke's: Wenn ablehnen, so haben wir den Krieg Warm und bewegt klang der Appell an den Patrlotismus, womit Redner schloß. v. Stauffenberg tritt für seilne Anträge ein. Die Deutsch Freisinnigen wollten Alles be auer der Bewilllgung schwebten zu verbinden. Wehrkraft des Reiches, wie sie reicht nach der Ueberzeugung der verbündeten letzt it, 1 Regierungen nicht aus, um die Sicherheit des Reiches dauernd zu verbürgen. Dies ist die Ueberzeugung aller militärischen Autoritäten mit Ausnahme des deutschen Reichstags. Also alle militärische Autoritäten steben gegen⸗ über denjenigen der Herren Richter, Windthorst u. Grillen⸗ berger! Ich kann nur annehmen, daß die Herren noch andere Gründe bezüglich der Vorlage bei den verbündeten Regierungen voraussetzen, als 8 ärische. Indessen die Vorausseßung, als ob es uns um Gufaßen ng neuer Steuern zu thun sei, ist gerade so 3* enn wir bei der Opposition voraussetzen wollten, es! r daran, in der That die Sicherheit Deutschlands fährden Nach glücklichem Krieg und langem Frieden sei es ge⸗ boten, dem Welttheil die Segnungen des 12 auch ferner zu erhalten. Dazu dedarf es dor starken Heeres. Unsere Beziehungen zu allen seten die besten; auch Rußland gegenüber seien unsere guten Beziebu den über jeden Zweifel erhaben. Uns beseelt wahrlich e Rauflust, und schwerlich lä tine solche von Nu ßland besorgen: unsererseits wird ganz sicher kein Krieg mit Rußland begonnen werden. Die⸗ selbe Presse, welche die Vorl Monaten Alles daran gesetzt, uns in Rußland zu verwickeln, indem sie von uns für Bulgarien mit Rußland in Krieg Ich bätte mir Landesverrath vorwerfen müssen, mir nut einen Augenblick eingefallen wäre, mich diese Dummheiten einzulassen. Was ist uns Bul garten? Es ist uns völlig gleich, wer in Bul regiert. Die Freundschaft mit Rußland ist uns wicht wie die mit Bulgarien. Auch zu Frankreich ste in guten Beziehungen, nur ist deren Erhaltung sah weil sich hier noch ein langer bistorischer Prozeß age dekaͤmpft, hat vor wenigen einen Krieg mit un iger, hen wir twieriger, zu voll⸗ ziehen hat, bevor sich alle Reste der Vergangenheit de⸗ ruhigt haben, bevor alle Zwistigkeiten versöhnt sind. Es kann keine Rede davon sein, daß wir Frankreich an greifen, allein wir müssen doch uns auch gegen Angriffe vorsebhen. Unter keinen Umständen werden wir Frankreich angreifen, aber wir werden stets gendthigt sein, uns so zu rüsten, daß wir einem Wiederausbruch des Krieges gewachsen sind. Dies Ziel stellt sich die Vorloge. Ich babe sestes Vertrauen zur friedlichen Gesinnung der fran zösischen Regterung und eines Theiles des franzoͤsischen Volkes, trotz alledem lehrt uns die Vergangenheit, daß wir auf die Dauer nicht auf Frieden mit Frankreich rechnen können, daß plotzlich dort eine Regierung an's Ruder kommen kann, die uns den Krieg bringt. Damit ist zu rechnen, wenn wir nicht Vorkehrungen treffen. Wer die Moglichkeit eines unglücklichen Krieges und die Verantwortung dafür übernehmen will, moge es thun, die verbündeten Retzlerungen wollen es nicht, deßhalb legen sie Ihnen dieses Geseß vor. wollen eine dauernd genügende Zabl ausgebildeter Soldaten im Reiche haben, wir wählten die Ziffer von 7 Jahren, weil sie die Grundlage des früheren Ce romisses war, und weil sich das constituttonelle Leben ar ompromissen zusammensetzt. Der Bundesrath that das äußerste, in Wir dem er dleser Grenze von 7 Jahren er batte dabel nur das Interesse und die Sicherheit des Reiches, das Wohl des Vaterlandes im Auge. Wir dalten un bedingt am vollen Septennat fest und weichen kein Haar Se unmoglich n jahre noch ke, dem er die der Schoͤpfung breit davon ab. Vom Kaiser konnen erwarten, daß er in seinem neunzigsten Le an der Zersetzung seines Werkes mit letzten 30 Jahre seines Lebens gewidmet, des deutschen Heeres und des deutschen Reiches. Wir werden uns auf keine Verhandlungen mehr mit Ibnen einlassen, sondern die Gefahr, in die wir das deutsche können, wird uns oder aber Volk durch die zwingen, darüber Verzoͤgerung setzen bald Gewißheit zu haben * e e eee eee ee mit anderen Leuten zu reden, die dlese Gewißheit ge— währen. Fürst Bismarck bemerkt bezüglich der Frage, warum der Ablauf des bisherigen Septennats nicht ab⸗ gewartet worden, man habe jetzt die Ueberzeugung ge— wonnen, daß die bisherige Bewachung der Grenzen einer Verbesserung bedürfe. Der Kanzler weist ferner auf die Gventualität hin, daß irgendwo, also besonders in Frankreich, der Krieg gewissermaßen als Sicherheitsventil gegen Zustaͤnde im Innern diene, als Mittel, die Re⸗ gierung im Innern zu befestigen. Auch darauf müßten wir uns einrichten; darauf also, daß eine Regierung in Frankreich zum Kriege schreitet, wenn sie sich sonst im Innnern nicht halten kann. Wir waren gar nicht darauf gefaßt, im Reichstage irgend welchen Widerstand bel dieser mäßigen Forderung zu finden; bätten wir dles vorber wissen können, so hätten wir besser vorher die Wähler gefragt: Wollt Ibr dem Deutschen Reich seinen bisherigen Besitz erhalten oder nicht? Jetzt muͤssen wir auf unserer Forderung bestehen. Bra unschweig. Das Untersuchungsver— fahren gegen den welfischen Rechtsanwalt Dedekind ist durch Gerichts-Beschluß gänzlich eingestellt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die in den Grenzfestungen getroffenen Vorkehrungen sind zwar weit davon entfernt, den Krieg zu bedeuten, aber man verfolgt doch die russischen Rüstungen in Bessarabien, Podolien und Vol— hynien, sowie die Rüstungen Montenegros mit Aufmerksamkeit. Die letzteren rufen hier mehr Besorgniß hervor als die russischen Truppen— concentrirungen. Man argwöhnt, daß Mon tenegro thatsächlich etwas im Schilde führt, ob gegen Serbien oder gegen die Herzegowina, weiß man nicht. Auch in dem ersteren Falle würde Oesterreich entschieden gegen Mon— tenegrs vorgehen. Pest. Eine Meldung des„P. Ll.“ besagt: Schuwalow, welcher dem Kaiser Wilhelm einen eigenhändigen Brief des Zaren übergab, hat die Aufgabe, für Rußland eine gewisse Actions— freiheit auszuwirken, falls eine bulgarische Occu pation nothwendig wäre. Der Zar sei ent schlossen, der bulgarischen Frage ein Ende zu machen. Bismarck solle in Action treten und Oesterreich veranlassen, Rußland unter der Ga— rantie baldiger Räumung Bulgariens gewähren zu lassen. Szapary hat nach der„Neuen Fr. Presse“ demmissionirt, bleibt jedoch provisorisch im Amte. Belgien. Brüssel. Mehrere Blätter melden nach dem Fr. J übereinstimmend, daß die belgischen Militärbehörden angesichts der zweifelhaften europälschen Lage militärische Vor kehrungen treffen. Außer der Verstärkung der Antwerpener Festungsbatterien wird im belgischen Kriegsministerium eifrig an einem neuen Mobili— sirungsplan gearbeitet. Frankreich. Paris. Die bulgarische De— putation hat nunmehr auch in Paris ihr Glück versucht, ohne aber von Flourens einen andern Rath als den der Aussöhnung mit Rußland zu erhalten Jedenfalls war die Deputation von vornherein auf diese Antwort gefaßt, und ihr Eischeinen war kaum mehr als ein Anstands— besuch. Trotzdem gestaltete sich derselbe zu einem hochpolitischen Acte, da der französsische Minister des Auswärtigen die Gelegenheit be— nützte, um die Solidarität der Interessen Frank— reichs mit denen Europas, d. h. des Friedens zu constatiren. Italien. Rom. Der Zustand des Car⸗ dinals Jacobini verschlimmert sich der„Germ.“ zufolge mehr und mehr. Eine Operation, welcher er sich unterzogen, war zwar glücklich gelungen, allein am zweiten Tage darauf hat sich Fieber eingestellt, und in den letzten Tagen haben sich sehr beunruhigende Gerüchte über ihn in Rom verbreitet. Großbritannien. London. Der De— putirte Henry Holland(conservativ) ist zum Staats-⸗Secretär für die Colonien ernannt worden. Türkei. Counstantinopel. Die Pforte nahm auf die Initiative des deutschen Bot— schafters, v. Radowitz hin, nach dem Fr. J. die Vermittelung zwischen Rußland und Bulgarien auf. Unter Zustimmung des bulgarischen Agenten in Constantinopel, Vulkowitsch, wurde Zankow von dem Großvezier nach Constautinopel be— rufen, um mit der Pforte über die Eventualität der von ihr beabsichtigten Ernennung einer neuen provisorischen Regierung in Sofia zu ver— handeln. Der eventuelle Verzicht Rußlands auf die Installirung des Mingrelier's als Fürsten von Bulgarien ist wahrscheinlich. Bulgarien. Sofia, 9. Jan. Heute ist Zankow nach Constantinopel abgereist, gestern verlangte und erhielt er den nöthigen Reisepaß durch den Polizeipräfekten. Zankow hat in brieflichem Verkehr mit Nelidow gestanden. In Folge dessen erhielt er vorgestern Nachts ein Telegramm direkt vom Großvezir, der ihn nach Constantinopel einlud. Gestern fand eine ge— heime Berathung der Vertrauensmänner seiner Partei bei Zankow statt. Es handelt sich da— rum, die Bedingungen eines Ministeriums Zankow nach Rücktritt der gegenwärtigen Re— gerung festzustellen. Zankow hält jede Regent— schaft für verfassungswidrig. Aus Stadt und Land. C. T. Friedberg. Gemeinderathssitzung vom 10. Jan. Die Uebernahme des Defieits von M. 114. 85 von der vorjährigen Sedanfeler wird beschlossen. Nach einem älteren Gemeinderathsbeschluß soll in Zukunft die Tages— ordnung der Gemeinderathssitzung durch Aushängen der— selben in dem Veröffentlichungen dienenden Kasten am Rathhause und— wenn möglich— durch den Oberhes⸗ sischen Anzeiger bekannt gemacht werden. Ebenso soll die Mittheilung der in öffentlicher Sitzung gefaßten Beschlüsse durch den Oberhessischen Anzeiger geschehen. Die Sitz⸗ ungen sollen auch ferner in der Regel Montags von 5 bis 7 Uhr abgehalten werden. Der Voranschlag 87/88 des Augustiner Schulfonds, welcher sich in Einnahme und Ausgabe auf M. 8179. 75 stellt, wurde durch Unterschrei⸗ ben gutgeheißen. Dem Gesuche von Franz Meisinger in Bad Naubhelm um Herabsetzung des Zinsfußes von 5 auf 4½0% für ein aus dem Augustiner Schulfonds ge⸗ liehenes Kapital wurde zugestimmt. Bei Großherzoglichem Kreisamte soll der Antrag auf Aufhebung der städtlschen Schäferei ab 1. Januar 1888 gestellt werden. a. Friedberg, 11. Jan. Als Beweis dafür, wie jehr der Wildstand auch auf einzelnen Jagdgebleten in unserer Gegend in den letzten Jahren abgenommen hat, mag die heutige Treibjagd in der Gemarkung Schwal— heim dienen. Früher eine der besten Jagden in der Um— gegend, lieferte dieselbe bei dem heutigen Treiben das enorme Resultat von— einem Hasen. Ob aus Zorn oder langer Weile lassen wir dahingestellt sein, schoß einer der Jäger, um wenigstens etwas zu schleßen, nach einer Maus, schoß ihr jedoch nur das Schwänzlein ab, welche Jagdtrophäe Abends bei dem„beliebten Dunkeln“ herumgezeigt worden sein soll. k. Friedberg. Gegenwärtig kann man den Bernard— Hartwig'schen Kometen mit bloßem Auge bei günstiger Abend⸗Witterung wahrnehmen. Derselbe ist zwischen 5 und 7 Uhr Abends am Westhimmel im Sternbild des Adlers leicht sichtbar. n. Münzenberg. Nächsten Sonntag Nachmittag wird Landwirthschaftslehrer Hannemann von Friedberg im Saale des„Gasthauses zur Burg Münzenberg“ dahier einen Vortrag über den Standpunkt der modernen rationellen Landwirthschaft halten. Gießen, 10. Jan. Gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr wurde auf dem Oberhessischen Bahnhof in einem Geleise die Leiche des Wagenrevisors Hertwig aufzefun— den. Der Kopf des Unglücklichen war vom Rumpfe ge— trennt und lag außerhalb des Geleises, während der Körper in demselben lag. Wie das Unglück entstanden, ist bis jetzt noch nicht festgestellt. Der Verlebte, eln bereits bejahrter Mann, hinterläßt eine Frau und 4 Kinder. Groß-Gerau. Die Zuckerfabrik zu Groß-Gerau, welche am 21. Sept. die Campagne begann, beendigte dieselbe am 5. Januar und verarbeitete während dieser Zeit 568,425 Ctr., wofür die Steuer 483,157 M. beträgt. Malnz. Als ein besonderes Friedenssymptom wird man wohl schwerlich ansehen können, daß auf Anordnung der Geniedirektlon nächster Tage die Thore, welche in einem Krlegsfalle dazu bestimmt sind, die beiderseitigen Zugänge zu der neuen Rheinbrücke abzuschließen, ange— schlagen werden. Allerlei. Göttingen, 11m. Jan. Das Stadttheater ist in verggangener Nacht gegen 12 Uhr, zwei Stunden nach Schluß der Vorstellung, vollständig niedergebrannt. Es ist kein Verlust an Menschenleben zu beklagen. Augsburg. In Oettingen wurde in der Nacht zum 9. d. die Gärtnerswittwe Anna Huber, welche mit ihren zwei betagten Schwägern und einer alten Magd ein im Entengraben befindliches Haus bewohnte, ermordet. Noch am Vormittag des 9. d. wurde ein Individuum Namens Christian Ullmann gefänglich eingezogen und in ihm ein oft bestrafter Einbrecher erkannt. Der Mann leugnet, doch passen seine Stiefel vollkommen in die in der Gartenerde hinterlassenen Spuren. Breslau, 10. Jan. Die„Breslauer Zeitung“ meldet aus Zabrze: Der gestern Abend 8 Uhr einge troffene Personenzug stieß mit einem Rangirzuge zu⸗ sammen, dessen Maschine, sowie drei Wagen entgleisten Der Locomotivführer und der Helzer des Rangirzuges sind schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt; dle Passagtere des Personenzuges blieben unverletzt. 1 1 Madrid, 10. Jan. In dem Aleazar don Toled brach in vergangener Nacht elne Feuersbrunst aus, Tunis, 7. Jan. Gestern Nachmittag gegen 4 Uhr wurden zu Mahadsa zwel leichte Erdstäße verspürt; in Diemal, einem Dorfe von 5000, Einwohnern, fand da⸗ gegen eine starke Erschütterung statt, infolge deren mehrere Häuser einstürzten und steben Menschen um's Leben kamen, sowie viele Personen verletzt wurden. Madras. Nach dem amtlichen Pollzelbericht sind bei der kürzlichen Feuersbrunst auf dem Jahrmarkt 40⁵ Personen umgekommen. a Sydney, 7. Jan. Von 6 fungen Leuten, die un; längst zum Tode verurtheilt worden waren, weil sie in elner Vorstadt Sydney's einem Mädchen Gewalt angethan batten, wurden heute 4 gehängt, die beiden anderen aber zurückgestellt. Verloosungen. Meininnger 4proe. Prämien⸗Pfandbrlefe von 1871. Gewinnziehung vom 1. Januar 1887.— Heimzahlung am 1. Febr. 1887. Serte 3953 Nr. 25 à M. 105000. S. 3686 Nr. 6 à M. 30000. S. 241 Nr. 6, S. 404 Nr. 20, S. 2513 Nr. 3, S. 3315 Nr. 4, 12 à M. 3000. S. 232 Nr. 14, S. 865 Nr. 13, S. 1676 Nr. 5 16 18, S. 2649 Nr. 8 17, S. 2769 Nr. 8, S. 2879 Nr. 19, S. 3953 Nr. 18 4 M. 1500. 171 Nr. 5 8 22 25, S. 241 Nr. 23, S. 398 Nr. 23, 617 Nr. 4 18, S. 701 Nr. 15, S. 865 Nr. 18, 1132 Nr. 22, S. 1310 Nr. 1116, S. 1572 Nr. 20, 1680 Nr. 21, S. 1756 Nr. 21, S. 1825 Nr. 18, 2278 Nr. 17, S. 2513 Nr. 17, S. 2533 Nr. 24, 2547 Nr. 14, S. 2769 Nr. 7, S. 2879 Nr. 6, 2936 Nr. 6, S. 3315 Nr. 20, S. 3443 Nr. 5, 3505 Nr. 16, S. 3579 Nr. 13, S. 3686 Nr. 14, 3708 Nr. 8 à 600 M. Auf alle übrigen in den am Dezember 1886 gezogenen Serien enthaltenen und hler nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von M. 303. Hamburger 3pCt. 50 Thlr.⸗Loose von 1866. Ziebung vom 3. Januar 1887.— Heimzahlung am 1. März 1887. Serie 96 138 173 218 264 391 405 406 434 453 488 521 670 683 850 873 1038 120 128 137 184 264 311 397 517 926 2037 043 046 067 092 192 429 484 485 551 552 566 571 614 679 708 734 735 860 922 943 947 3019 023 087 181 217 258 261 271 355 367 545 565 684 692 718 785 809 853 862 901 jedes Loos 60 Thaler. Oesterr. Credit 100 fl.⸗Loose von 1858. Serien- und Gewinnzlehung vom 3. Januar 1887.— Heimzahlung am 1. März 1887. Serien: 433 1127 172 403 698 924 2151 206 331 466 532 580 3029 126 304 522 3788 4101 126. Gewinne: S. 1403 Nr. 27 à fl. 150000. S. 1403 Nr. 53 à fl. 30000. S. 1403 Nr. 61 à fl. 15000. S. 3029 Nr. 76, S. 4126 Nr. 73 à fl. 5000. S. 1924 Nr. 3, S. 3126 Nr. 29 ä fl. 2000. S. 3522 Nr. 48, S. 2466 Nr. 97 à fl. 1500. S. 1127 Nr. 12, S. 3788 Nr. 5159, S. 2331 Nr. 37 à fl. 1000. S. 433 Nr. 12 26, S. 1127 Nr. 57 67 90, S. 1172 Nr. 68, S. 1698 Nr. 56 61, S. 1924 Nr. 16 28, S. 2151 Nr. 19 56, S. 2580 Nr. 4 35 39 85, S. 3029 Nr. 42 89, S. 3304 Nr. 9 35 70, S. 3522 Nr. 98, S. 4101 Nr. 19 44 49, S. 4126 Nr. 28, S. 2206 Nr. 77, S. 2331 Nr. 56 64 66 96, S. 2466 Nr. 17 29 49 63, S. 2532 Nr. 67 à fl. 400. Auf alle übrigen in obigen Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je fl. 200. Handel und Verkehr. Friedberg, 11. Jan. Fruchtpr. Watzen M. 17.50, Korn M. 14.00 000, Gerste M. 14.50— 15., Hafer M. 11.50—12. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo — 200 Zollpfd. Friedberg, 12. Jan. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70—0.75, Eier 1 Stück 8 Pf. Grünberg, 8. Januar. Fruchtpr. Weizen M. 17.00, Korn M. 13.30, Hafer M. 11.40, Erbsen M. 14.00. Gießen, 11. Jan. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.75 0.80, Eier per St. 7-8 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.70 0.90, Hühner per St. M. 0.80— 1.00, Hahnen per St. M. 70 bis 1.20, Enten per Stück M. 1.40 2.00, Gänse per Pfd. 50—65 Pf., Ochsenfleisch per Pfd. 62— 64 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Schweinefleisch 56 bis 60 Pf., Hammelfleisch 5066 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00—4.50., Zwiebeln per Ctr. M. 5.00, Homburg, 11. Januar. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.50—5.00, per Geschelid 9-10 Pf. Fier per Stück 7 und 8 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.00, 2. Qual. M 0.90. Frankfurt, 10. Jan. Fruchtber. Hiesiges Welzen⸗ mehl Nr. 0 M. 31.50 32.00, Nr. 1 M. 27.00- 28.00, Nr. 2 M. 25.00— 26.00, Nr. 3 M. 23.00— 24.00, Nr. 4 M. 17.00— 17.50, Nr. 5 M. 15.00 16.00, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 49.50— 52.50, nord⸗ deutsches und westfälisches Weizenmehl Nr. 00 M. 28.25 bis 24.25, Roggenmehl(hies.) Nr. 0 23.00 24.00, Nr. 0/ M. 22.00-23.00, Nr. 1 M. 18.50 19.50, Nr. 2 M. 16.00 16,50, Weizen ab unserer Umgegend M. 17.40 17.80, frei Bahnhof hier M. 17.75— 18.00, fremder nach Qual. M. 17.50— 20.50, Roggen hlesiger M. 14.00, russischer je nach Qual. M. 13.75— 14.00, Gerste, Brauerwaare M. 15.00— 18.00, do. zu Mahl- zwecken M. 11.50, Hafer, mittel M. 11.75- 12.00, prima M. 12.50-13.00, Raps M. 23.50— 24.00, Mais M. 12.00 bis 12.25, Heu per Ctr. M. 2.50— 8.00, Stroh M. 2 50 bis 2.75, Erbsen M. 14.00— 21.00, Linsen M. 20.00 bis 38.00, Wicken M. 13.00, Roggenkleie M. 4.50, ggg — — — Wezenklele M. 3.80(bet Abnahme von 200 Gtr. Walzkelme M. 4.00, Webgeschirre mit engl. Stahl-Mallons, sowle an). Moostorfstreu M. 1.30, Spelzen eu M. 130, Sesamkuchen M. 5.25, Rapskuchen „ 5.75, Chilisalpeter per Februar 9.75— 10.00, Rüböl im Detail M. 52.00, Reismehl, 22— 24% Fett- und Protsin Gehalt, M. 4.50. Frankfurt, 10. Januar. Viehmarkt. Angetrieben waten 385 Ochsen, 21 Bullen, 464 Kübe, Stiere und Rinder, 336 Kälder, 140 Haͤmmel, 213 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 ufd. Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 61 66., 2. Qual. 56—60., Bullen 1. Qual. M. 44—46., 2. Oual. M. 38- 40, Küͤͤhe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 54—656., 2. Qual. M. 44 46., Kälber pro 1 Pfd. Schlachtgewicht: 1. Qual. 65 68 Pf., 2. Qual. 55— 60 Pf., Hämmel 1. Qual 50—52 Pf., 2. Qual. 34— 40 Pf., Schweine 1. Qual. 52-84 Pf., 2. Qual. 50—52 Pf. —— Das Vorkommen von Viehseuchen im Großber⸗ zogthum Hessen während des Monats Oktober 1886. Roßkrankhelt: In Osthofen, im Kreise Worms, wurde das unter Stallsperre gehaltene der Seuche ver— dachtige Pferd am 7. October getoͤdtet und mit der Seuche behaftet befunden. Die uber 4 der Ansteckung verdächtige Pferde verhängte polizetliche Beobachtung wurde, da dieselben während der vorgeschriebenen Beob achtungs zeit keine verdächtigen Erscheinungen gezeigt hatten, wieder aufgehoben und die Seuche für erloschen erklärt. In Gießen steht noch ein Pferd wegen Verdachts der Seucde unter Stallsperre und 4 Pferde wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung. In Vilbel, im Kreise Friedberg, stehen 3 Pferde wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung. In Mainz wurde am 9. October bei einem geschlachteten aus dem Auslande stammenden Pferde Lungenrotz constatirt. Milzbrand wurde festgestellt im Kreise Friedberg in Rockenberg am 5. October bet einem, in Friedberg am 16. October bei zwei, in Heldenbergen am 20. October bei zwel, in Wisselsheim am 47. October und in Münzen, berg am 28. October bei je einem krepirten Rinde, ferner in Himbach, im Kreise Büdingen, am 25. October bel einem krepirten Rinde. Lungenseuche: In Rendel, im Kreise Friedberg, befanden sich bel Veginn des Monats Octorer in aanem Gehöfte noch 5 der Ansteckung verdächtige Thiere. Eines derselben wurde als seuchenkrank in Rendel getodet. Fest gestellt wurde die Seuche im Laufe des Monats in 4 Ge— höften bei je einem erkrankten und getödeten Rindvieh, evakulrt und“ stücke. Die verseuchten Viebstände wurden von den auswärts unter polizeilicher Controle geschlach teten Thieren, 40 an der Zabl, noch 8 mit der Seuche behaftet befunden. Die Sperre des Orts Rendel gegen die Ausfubr von Rindvieh besteht fort. Die Raude glit als noch vorhanden unter den Schafen in Grünberg, in Kirtorf und Üdenhausen, im Rretse Alsfeld, in Ilbetbausen, im Kreise Lauterbach, und in Ech zell, im Kreise Büdingen. Während des Monats November. Roßkrankhelt: In Gleßen besteht die über eln der Seuche verdächtiges Pferd verhaͤngte Sperre und über 4 der Ansteckung verdächtige Pferde verhängte polt— zeitliche Beobachtung noch fort. Die in Vilbel, im Kreise Friedberg, wegen Verdachts der Ansteckung unter poltzetliche gestellten Pferde wurden wieder freigegeben, desgleichen wurde die über je ein Pferd in Eppertshausen, Lengfeld und Groß-Umstadt, im Kreise Dieburg, verhängte poltzeiliche Beobachtung bezw. Sperre wieder aufgehoben, weil der Verdacht in⸗ zwischen behoben war. In einer Mühle bei Lauter, im Kreise Gießen, wurde m 24. November ein der Seuche verdächtiges Pferd er⸗ mittelt und unter Stallsperre gestellt. Milzbrand wurde festgestellt in Gedern, im Kreise Schotten, am 1. November und in Himbach, im Kreise Büdingen, am 2. November, bet je einem krepirten Rinde, in Echzell, im Kreise Büdingen, am 14. November bei einem geschlachteten Schweine und am 12. November in Müblbeim, im Kreise Offenbach, bel einer krepirten Kuh. Lungenseuche: In Rendel, im Kreise Friedberg, sind während des Monats November keine neuen Seuchen⸗ fälle vorgekommen. Die Sperre des Orts gegen die Ausfuhr von Rindvieh besteht noch fort. Die Räude gilt als noch vorhanden unter den Schafen in Kirtorf und Udenhausen, im Kreise Alsfeld, in Ildeshausen und Maar, im Kreise Lauterbach, und in Echzell, im Kreise Büdingen. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: 26. Dez. Der Kaufmann Karl Rudolf Moritz Gauff von Hanau mit Karoline Josephine Mazimiltane Ermus von Friedberg ö Geboren: 2. Dez. Dem Maler Job. Jacob Hieronimus 1 Tochter. 13.„ Dem Schmiede Friedr. Wilh. Hansteln 1 Sohn. 14.„ Dem Verwalter Friedr. Wilh. Adolf Runstler 1 Tochter. 26.„ Dem Handelsmann Nathan Löw 1 Sohn. 26.„ Dem Faͤrber Heinrich Adam Wilhelm Bechstein 1 Tochter. Dem Schreiner Joh. Christoph Cordes 1 Sohn. Gestorben: 11. Dez. Die Haushälterin Bertha Witte von Alten⸗ stadt, 54 Jahre alt. 16.„ Ein todtgeborenes Söhnchen des Handels, 18. 20. 26. 30. 91. Die Handerb. Agnes von der Lehr, 62 Jahre alt, „ Patharina Philtprt, Eberau des Gerbers Erust Philipp Philippi, 53 Jahre alt „ Der Spengler Wilh. Chetist. Söllner,“ „ Elisabetba Rauch, Wittwe des. Rauch, Jahre alt „ Margeretha Stadelmann, Stadelmann, Jahre Schlossers 55 Wittwe des Sellers 80 Jahre alt. Stablkicchenban- Berein. Wir quittiren dankbar den Empfang von 12 M. von Frau Hill sen Prof. Dr. Welffen bach. Wahl, Seminarlehrer. Geld⸗ Cours. Frankfurtam 11. Januar 1887. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 14 16. 10 do. in ½ 16. 11 16. 07 Englische Sovereings 20. 34 20. 29 Russische Imperiales. 16. 68 16. 63 Ducaten 5 9. 66 9. 60 8 Aahhrntses, Dall.„ Gedenket der Voͤglein im Schnee! Der Frost und Hunger thun weh. Verwahret Feuer und Licht, Damit kein Schaden geschicht! 3 Beginn: Mo eraclitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 15. Januar 1887. Freitag Abends 4 Uhr. Samstag Morgens d Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 15 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 15 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 16 rgens 7 Uhr, Nachmittags 4 Ubr. Januat an dah ——*———— Hebung des Stosswechsels und der Ernährung, er auch allgemeine Kräftigung ist durch den Ge⸗ brauch der Sodener Mincral⸗Pastillen nicht minder als dur die dies rech ch die Kur in Soden selbst zu erlangen, wofern nur entsprechende Gebrauchswelse eingehalten wird. Hat e Pastillenkur einmal die Verdauung wiever in's te Geleise gebracht, dann ist es auch leichter mit ihrer Hülfe den katarrhalischen Affectionen des Rackens, des ehlkopfs und der Lungen entgegen [Schleim zu mildern Sanitätsraths Dr. W̃ zu wirken, die bsonderung zu erleichtern und die Hustenanfälle Unter sorgfältiger Aufsicht des königlichen Söltzing bereitet, sind die Sodener Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh in Nieder mannes Eltas Kahn Pastillen in den besten Apotheken 4 85 Pfennig per Klingen, im Kreise Dieburg, ist erloschen. 117„ Der Kaufmann Engelh. Bechstein, 72 Jahre alt. Schachtel erhältlich 181 zwerstetge Zu den billiaste eise veilchen- Seife Holzversteigerung. 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