K ulbsfeucl feln. 1 ed 15 rkauf slsaufgalt' u garnirten Kilb Inter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Friedtic 1 e re Und hre & MHülla, H 1 chkeiten, Drohungen u. s. Zettler und Landstreicher erfolgt. bverden wir bei Vertheilung der Remunerationen besonders berücksichtigen, 1 0 1 om 8. Juni Donnerstag den 10. November. J 143. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwo 5 und Freitag Abend—— 85 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. N Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. iunoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres; r Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. setreffend: Die Naturalverpflegungsstatlon zu Friedberg. Mit Beginn der Wintermonate wird sich die Zahl der arbeitslosen 8 eßhalb zu befürchten, daß auch die Belästigung der Bewohner des Kreis Amtlicher Theil. Bekanntmachung. umherziehenden Individuen zweifellos namhaft vermehren und ist es durch Bettler wieder zunimmt. Die Einrichtung der Ver— flegungsstationen hat sich seither als Mittel zur Vermeidung dieser Belästigungen trefflich bewährt und wird solche auch bei erhöhtem Andrange Jon Reisenden nicht versagen, wenn nur die richtige Unterstützung von Seiten des Publikums nicht fehlt. Hierzu gehört or Allem, wie wir bereits wiederholt hervorgehoben haben, daß die Verabreichung von Geld oder Lebensmitteln von Seiten ser Einwohner und die hierdurch verursachte Unterstützung des Hausbette lle Einwohner in den Gemeinden unseres Kreises dringend, 0 Anhalten, dieselben vielmehr in allen Fallen an die in Groß-Karben, Friedberg un erweisen. Friedberg den 8. November 1887. sich persönlich betreffend: Die Naturalverpflegungsstatton zu Friedberg. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen N 9 9 N 4= N 0 0. 5 1 A cf i Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Gemeinden ortsüblich veröffentlichen und breichung von Hausgeschenken unterbleibt. Hierbei ist es selbstverständlich geboten, daß dem Publikum w. seitens der Bettler zu Theil wird und daß die fofortige Festnahme und Vorführung der auf der That ergriffenen Diejenigen Polizeibediensteten, IJinschreiten veraulassen werden. Herr Dekan Meyer und Herr Amtmann Nebel Dem Herrn Kaufmann Gustav Schwarz zu Friedberg steht das Recht zu, Friedberg den 8. November 1887. Montag den 14. d. Mts., gellweise gut erhalten und zu Neubauten verwendbar. Friedberg den 8. November 1887. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Nacht im Frieden wird hiermit October 1887 sich folgendermaßen Friedberg den 7. November 1887. Dienstnachrichten aus dem Kre Ernannt und verpflichtet wurde: Philipp Kunz von Schwalheim Ischbach als Feldgeschworene. Vormittags um 10 Uhr, soll an der neuen zur öffentlichen für den Centner berechnen: Hafer M. 6.30, Heu M. welche sich durch Thätigkeit detreffend: Die Herberge„Zur Heimath“ zu Friedberg, hier Erwirkung Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß dur 1886 der Herberge„Zur Heimath“ in Friedberg Corporationsrechte ver ls gänzlich aufhört. während uns berechtigte Klagen über ch Allerhöchste Entschließung liehen worden Wir ersuchen daher der Unterstützung armer Reisender gänzlich zu d Butzbach errichteten Verpflegungsstationen zu Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau.. Friedberg den 8. November 1887. Bürgermeistereien des Kreises. möglichst darauf hinwirken, daß die Ver⸗ der genügende Schutz gegen Zudring— und Energie in dieser Beziehung auszeichnen, Lässigkeit zu unnachsichtlichem 9b. 2 0 J. V.: Dr. Wallau. Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs sind und daß die Mitglieder des Vorstandes, zu Friedberg, die Besugniß haben, gültig für die Herberge„Zur Heimath“ zu unterzeichnen. Bekanntmachung. Bedingungen öffentlich versteigert werden. Bekanntmachung als Feldschütze, ise Friedberg. Wilhelm Brüderle und Heinrich für die Herberge ur Heimath“ gültig zu quittiren. 5 9 7* 5 9 0 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau. Brücke bei Rockenberg das von der Nothbrücke herrührende, überflüssig gewordene Material Die Brücke war 15 m lang und 3,45 m breit; das Holz ist noch ches Kreisamt Friedberg. Großherzogli J. V.: Dr. Wallau. Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat 3.85, Stroh M. 2.75. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau. Best von Ober— Deutsches Reich. Darmstadt, 8. Nov. Der Großherzog ist geute Vormittag wieder aus Berlin eingetroffen. Oleichzeitig kamen auch Prinz Wilhelm von Preußen und die Erbprinzessin von Meiningen dier an. Letztere wird einige Zeit am hiesigen Hofe zu Besuche verweilen, während Prinz Wil⸗ zelm mit dem Gotthardschnellzug die Reise nach San Remo fortsetzte. Prinz Heinrich von Preußen vird heute Abend hier erwartet. — Dem Justizrath Diery zu Gießen wurde das Ritterkreuz 1. Klasse des Philipps-Ordens verliehen. — 7. Nov. Zu den Anträgen, welche die morgen zusammentretende evangelische Landes— ynode beschäftigen werden, gehört auch ein olcher der Synodalabgeordneten Pfarrer Diefen— vach⸗Schlitz und Oberamtsrichter Hempel, wel— cher dahin geht: das großherzogliche Ober⸗ onsistorium möge seine Geistlichen anweisen, Zeschen, welche verbrannt werden sollen, die Alnseguung und jegliche Assistenz zu versagen. Die Antragsteller bezeichnen die Leichenverbren— nung als heidnisch. Bekanntlich hat sich seiner Zeit die zweite Kammer aus Veranlassung eines vom Oberbürgermeister Ohly in Darmstadt ge— stellten Antrages mit großer Mehrheit für die staatliche Ermöglichung der Feuerbestattung aus— esprochen. 755 Die„K. Z.“ meldet: Berlin, 6. Nov. 8. Der russische Botschafter Graf Schuwalow hat nunmehr amtlich die bevorstehende Ankunft des Kaisers Alexander für Mitte dieses Monats angekündigt. Der Zar weiß noch nicht, an welchem Tage er hierselbst eintreffen wird; doch ist in Aussicht genommen, daß er Vormittags gegen 10 Uhr hier ankommen und vor Mitter⸗ nacht nach Petersburg weiter reisen wird. — 6. Nov. Prinz Wilhelm traf von der Hoffagd in Springe gestern Abend mittelst Ertra⸗ zuges wohlbehalten wieder in Berlin ein. Mit demselben zugleich waren auch der Großherzog von Hessen, die Prinzen Heinrich und Leopold und die anderen von Berlin aus geladenen Jagd— in Berlin angekommen. Prinz Wilhelm Leopold fuhren sofort nach Potsdam weiter, während sich der Großherzog von Hessen und der Prinz Heinrich zum Besuch beim Erbprinzen und der Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen nach dem Stadtschlosse zu Charlottenburg begaben. Der Prinz Friedrich von Sachsen-Meiningen und der Herzog Max Emanuel in Bayern sind in Hannover ver— blieben.— 7. November. Prinz Wilhelm kam heute Vormittag von Potsdam nach Berlin, um sich von dem Kaiser vor seiner Abreise nach San Remo zu verabschieden, woselbst eine Con— sultation mehrerer bedeutender Aerzte über eine fernere Behandlung des Kronprinzen stattfindet. Der Kaiser hat den Prinzen Wilhelm beauf⸗ tragt, ihm über den Verlauf der Consultationen nach seiner Rückkehr aus Italien mündlich ein— gehenden Bericht zu erstatten. Dr. Howell be— obachtete nämlich die Erneuerung der Kehlkopf— wucherung und erklärte eine abermalige Ope— ration für nothwendig. Mackenzie's Untersuch— gäste und Prinz Friedrich 1 1 N 1 0 ö f 0 60 4 1 N 3 . 11 ö ö 1 1 0 6 9 „ 4 1117 1 164 115 0 1 1 1 1 N 10 1 1 ung ergab folgendes Resultat: Am Kehlkopf ist eine neue Entwickelung der Wucherung einen halben Zoll unter den Stimmbändern aufge— treten, die viel bösartiger als die bisher ent— fernte aussieht. Mackenzie erblickt keine augen— blickliche Gefahr, aber leider entwickelte sich un— erwartet und erst in den letzten Tagen die be— denkliche Wucherung. Mackenzie wird nach Ein— treffen von Krause und Bergmann aus Berlin Schroetter aus Wien und Schmidt aus Frank— furt eine Operation vornehmen. Es sei aber noch zweifelhaft, ob diese durch den Mund mög— lich ist, da die Wucherung tiefer liegt. Viel— leicht wird der Kehlkopfschnitt unvermeidlich sein. Das Allgemeinbefinden des Kronprinzen und dessen Stimmung ist gut. Anhaltend kann und darf derselbe nicht sprechen. König Humbert schickte dringende Anfragen nach dem Befinden des Kronprinzen. Die neu entstandene Wuche— rung hat sich erst in den letzten Tagen ganz unerwartet entwickelt; sie ist bösartiger als die frühere, weil sie tiefer liegt. — 8. Nov. Prinz Heinrich ist zur Kaiserin nach Coblenz gereist. — 8. Nov. Der Bruder des Zaren, Groß fürst Alexis, trifft am Freitag hier ein, um den Zaren zu erwarten. — Die Grundzüge zur Alters- und Inva lidenversorgung der Arbeiter haben die Geneh— migung des Kaisers gefunden. Zur Vorberath— ung wird der Volkswirthschaftsrath wahrschein— lich Mitte nächster Woche zusammentreten. Die Vorlage soll sich auf alle Arbeiter, circa 12 Millionen, erstrecken. Ob dem Staatsrath die Grundzüge oder der bereits ausgearbeitete Ge— setzentwurf vorgelegt wird, steht noch nicht fest. Breslau, 7. Nov. Heute Vormittag be— gann unter dem Ausschluß der Oeffentlichkeit im Saale des hiesigen Schwurgerichts die Ver— handlung gegen 38 Socialisten, die wegen socia— listischer Umtriebe angeklagt sind. Unter den Zeugen befindet sich auch der Reichstags-Abge— ordnete Singer. Leipzig. Das Reichsgericht hob das von dem Danziger Landgerichte gegen 20 Socialisten am 28. Mai gefällte Urtheil auf und verwies die Sache an das Landgericht Danzig zurück. Ausland. Schweiz. Bern. Wie der Berner„Land— bote“ berichtet, wären bei dem mehrerwähnten ehemaligen badischen Artilleriehauptman v. Ehren— berg Pläne der Festung Wesel nebst ausführ— licher Angabe der Angriffspunkte gefunden wor— den; diese Pläne habe er Frankreich verkaufen wollen. — Der Berner Bundesrath beschloß die Kündigung des Handelsvertrages mit Oester⸗ reich⸗Ungarn. Frankreich. Paris, 6. Nov. Die Ein— setzung einer parlamentarischen Untersuchungs— commission von 22 Mitgliedern, wie dieselbe gestern von der Deputirtenkammer votirt worden ist, entspricht nach dem Fr. J. keineswegs den Absichten, welche die Rechte und die äußerste Linke zum Einbringen und zur Annahme durch die Commission des Antrages d'Ornano veran— laßt hatten. Der Antrag war direct gegen Wilson und indirect gegen den Präsidenten der Republik gerichtet, während das von dem Mitgliede der radikalen Linken Colfavru(persönlicher Freund des Präsidenten der Republik) eingebrachte und von der Kammer angenommene Contreprojekt zum besonderen Zwecke hatte, dem Beschlusse der Einsetzung einer Untersuchungs-Commission die Bedeutung eines gegen das Elysse gerichteten feindseligen Aktes zu nehmen. — 7. Nov. Gestern Abend war in Douai eine Manifestation gegen den Unterrichtsminister Spuller wegen der Verlegung der Facultäten nach Lille beabsichtigt. Die Behörde besetzte da— her bei der Abreise Spuller's den Bahnhof und die Bahnzugänge mit Militär. Die Menge wurde durch einen Truppen⸗Cordon zurückge— halten, so daß die Manifestation verhindert wurde. Nach Abfahrt des Zuges zog ein Volks— haufen zur Unterpräfectkur und warf dort die Fenster ein, wurde aber schließlich durch Gen— darmen zerstreut. Großbritannien. London. Die inter— nationale Conferenz zur Berathung über die Zuckerpraͤmie wird am 24. November c. die erste Sitzung abhalten. — Der Polizeichef Warren untersagte für den Lordmayorstag(9. November) alle Aufzüge und Kundgebungen in den Straßen. Dublin, 8. Nov. Eine Bande Mondscheinler drang heute früh in die Wohnung eines Pächters in Kirby bei Pralee ein, riß denselben aus seinem Bette und tödtete ihn durch Flintenschüsse in Gegenwart seiner Familie. Italien. Rom. Der Botschafter in Lon— don, Corti, wurde in Disponiblität versetzt. — 8. Nov. In Livorno wurde gestern ein Dynamit-Attentat gegen das Gebäude der Polizei— direction ausgefuhrt. Ebenso glücklicher wie wun— derbarer Weise wurde Niemand dabei getödtet. Es wurden viele Verhaftungen vorgenommen. Türkei. Constantinopel. Die Pforte ist geneigt das Suezeanal-Uebereinkommen zu be— stätigen; Bedingung ist, daß die Souveränetäts— rechte des Sultans darin bestaͤtigt werden. Die „Correspondance de l'Est“ meldet von hier, die Stellung des Großveziers sei erschüttert wegen der ablehnenden Haltung desselben zu der Suez convention. Als präsumtiver Nachfolger des Großveziers wird Dschevdet Jaui Pascha genannt. — 7. Nov. Der heutige Pariser„Temps“ bemerkt betreffs der Anspielung Kalnoky's auf die Wichtigkeit der türkischen Anerkennung des Prinzen Ferdinand, Kalnoky ersttrebe die Aner— kennung oder habe sie vielleicht schon erlangt. Bulgarien. Sofia, 7. Novbr. Unruhen in Eski⸗Sagra gelten für ernst; es wurden rume— liotische Truppen dorthin geschickt. Die Orts— miliz und die Gendarmen hatten mit den Auf— ständischen ein mehrstündiges Gefecht. — Von hier wird gemeldet, die Regierung habe Schritte bei Rumänien, Griechenland und Serbien wegen Anerkennung des Prinzen Fer dinand als Fürsten von Bulgarien gethan, da diese Königreiche den Berliner Vertrag nicht unterzeichneten und folglich keine Verantwortung für eine solche Anerkennung hätten. Hierauf sei die übereinstimmende Antwort erfolgt, daß diese Staaten in erster Linie an der Aufrechterhaltung des Berliner Vertrags interessitt seien. Rußland. Petersburg, 7. Nov. In Folge neuer Entdeckungen wurden in den letzten Tagen hierselbst zwei Offiziere und drei Buchdrucker verhaftet; mau fand bei dieser Gelegenheit Dyna— mit und aufrührerische Aufrufe vor. — Von hier wird der Rücktritt Giers' von der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten und derjenige Wischnegradski's von der Leitung der Finanzen signalisirt. Vorsicht ist jedoch diesen Nachrichten gegenüber sehr geboten. Amerika. Chicago, 7. Nov. Bei einer Untersuchung der Zellen der verurtheilten Anar— chisten wurden in Lingg's Zelle sechs gefüllte Bomben unter Zeitungen verborgen gefunden. Es wurden daher strengere Maßregeln bezüglich des Verkehrs mit den Gefangenen getroffen. Die Bomben bestanden aus mit stärkstem Dyna⸗ mit gefüllten Gasleitungsröhren. Lingg erhielt dieselben in Delicatessenbüchsen mit doppeltem Boden. Es gilt als zweifellos, daß man das Gefängniß in die Luft sprengen wollte. Der Referent des Obergerichts in Illinois hat den Repräsentanten der„Union“ und der größeren Zeitungen Europas den Text der Verhandlungen des Anarchistenprocesses zugestellt, um das Ver— fahren des Gerichtshofes darzulegen. Asien. Rangoon. Nach in Petersburg eingelangten Berichten aus Herat hat am 26. v. Mts. der erste bewaffnete Zusammenstoß zwischen den Anhängern Achmed Ejub's und den Truppen des Emirs Abdurrhaman bei der Stadt Kaleh-i-Nan im Gurigebirge stattgefunden. Erstere waren nur 460 Mann stark, während letztere aus zwei Bataillonen bestanden. Da die Ejubiten noch keine Geschütze besitzen, so Unterstützungen abzuwarten. Aus Stadt und Land. r. Friedberg, 6. Nov. Gestern Abend beging der Verein„Concordia“ dahier im Saale des Windecker Felsenkeller seinen ersten Vereinsabend in diesem Winter und können wir nur Günstiges über denselben berichten, Das Programm wurde mit den Chorlledern:„Herr, deine Güte reicht so wett“ und„Der Abend sinkt“ er“ öffnet und zeigten die Mitglieder in der Wiedergabe dleser Tonschöpfungen, welch' merkliche Fortschritte sie selt den ö vergangenen Jahr gemacht haben. Auch die Solovorträge waren gut und gefielen allgemein. Möge der Vereln in der bisherigen Wetse fortschreiten und sich noch recht lange des segens reichen Wirkens seines verdienstvollen Dirigenten, des Taubst. Lehrers Schneider, erfreuen, denn nur seiner Energie, Ausdauer und Hingebung ver— dankt die Concordia die ehrenvolle Stelle, die sie in dem Vereinsleben unserer Stadt einnimmt. Friedberg. In dem Fr. J. finden wir folgende uns Friedberger im höchsten Grade berührende und über— raschende Nachricht:„Die Vorarbeiten für die Elsenbahn— strecke Homburg-Usingen sind augenblicklich in vollem Gange und darf die Ausführung dieser Bahnstrecke sel— tens der preußischen Staatsbahnverwaltung mit Sscher— heit erwartet werden. Voraussichtlich wird dem preu— ßischen Landtage schon in der bevorstehenden Session eine bezügliche Vorlage gemacht werden. Dagegen ist die Weiterführung der Bahn von Homburg nach Friedberg einst⸗ wellen aufgegeben, weil bezüglich dieses Projeetes erheb— liche Verwaltungsschwierigkelten hindernd zu Tage getreten find.“ Es wäre iateressant, etwas Näheres uber diese Verwaltungs schwierigkeiten zu vernehmen. r. Bad Nauheim. Nachdem bereits am Samstag Abend die 25jährige Jubiläumsfeier des Vereins Concordia durch einen großen Commers im Hötel Sprengel einge⸗ leitet wurde, wozu Einladungen an die nicht mehr dem Vereine angehörenden ehemaligen Gründer desselben er— gangen waren, findet nunmehr die eigentliche Feter nächsten Samstag und Sonntag in den festlich geschmückten Räum— lichkeiten des Hötel Sprengel statt. Wie sich aus den vielfachen Vorbereitungen schließen läßt, verspricht das zur Ausführung kommende Programm ein in jeder Beziehung wohlgelungenes zu werden. Nachdem am Samstag Abend ein größeres Theaterstück, sowie verschiedene auf die Feier des Tages passende Gesänge im Hötel Sprengel aufge⸗ führt werden, wird dann am Sonntag Nachmittag ein Ausflug auf den Johannisberg stattfinden. Als Fest⸗ musik ist eine der größeren, bestreuommirten Kapellen der Wetterau engagirt worden. Allerlei. Stuttgart, 5. Nov. Dle Kindes mörderin Fran— ziska Langheinz, welche aus Habsucht ihre Sjährige Stlef⸗ tochter mit Spiritus und Erdöl begossen und verbrannt hatte, wurde heute früh in Tübingen durch den Scharf⸗ richter Schwarz mittelst Fallbeils hingerichtet. Die De— linquentin starb reumüthtg. Basel. Dieser Tage wurde am badischen Rangir⸗ Bahnhof ein Bremser verhaftet, da ermittelt worden war, daß er einen großen Pack sozialistischer Schriften in selnem Wagenschlag verborgen hatte. Am Tage vorher ließ der Zollinspektor unweit Freiburg einen Bahnzug mitten im freien Felde anhalten, um denselben nach Kontrebande zu durchsuchen, was aber ohne Erfolg blieb. Sofia, 6. Novbr. Heute traf hier die erste Loko— motive auf dem hiesigen Bahnhof ein. Prinz Ferdinand wohnte dem aus diesem Anlasse veranstalteten Bankette von 400 Personen bei. Handel und Verkehr. Frledberg, 8. Nov. Fruchtpr. Waizen M. 16.50, Korn M. 13., Gerste M. 15., Hafer M. 11.50— 12. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfd. Friedberg, 9. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80—0.90. Eier 1 St. 8 Pf. Grünberg, 5. Nov. Fruchtpr. Welzen M. 16.90, Korn M. 13.40, Gerste M. 13.60, Hafer M. 11.10, Erbsen M. 14.30, Linsen M. 23.50, Lein M. 24.00. Gießen, 8. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00—0.00., Eier per St. 7 Pf., Käse per St. 4—7 Pf., Tauben per Paar 40-50 Pf., Hühner per St. M. 0.85— 1.00, Hahnen per St. M. 0.50 bis 0.80, Enten per St. M. 1.40— 1.80, Gänse per Pfd. 35— 46 Pf., Ochsenfleisch per Pfd. 58— 60 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 45— 50 Pf., Schweinefleisch 54 bis 60 Pf., Hammelfleisch 4060 Pf., Kalbfleisch 40— 46 Pf., Kartoffeln per 100 Nilo M. 3.50—4.50, Zwiebeln per Ctr. M 6.90—7.00., Weißkraut per Stück 3—9 Pf. Frankfurt, 7. Nov. Fruchtber. Hiesiges Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 30.00 32.00, Nr. 1 M. 27.00— 28.50, Nr. 2 M. 24.00- 26.00, Nr. 3 M. 22.50— 24.00, Nr. 4 M. 18.00— 19.00, Nr. 5 M. 14.50— 15.50, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 49.00— 52.00, nord⸗ deutsches und westfällsches Weizenmehl Nr. 00 M. 22.50 bis 23.50, Roggenmehl(hies.) Nr. 0 M. 21.50-23.00, Nr. 0/1 M. 19.50— 21.00, Nr. 1 M. 17.50 18.50, Nr. 2 M. 14.50— 15.50, Weizen neuer ab unserer Umgegend M. 16.75— 17, frei Bahnhof hier M. 17.25 17.50, fremder nach Qual. M. 16.— 18.50, Roggen hlesiger neu M. 18.25 bis 13.50, Gerste, Brauerwaare M. 15.00— 17.00, do. zu Mahlzwecken M. 11.00, Hafer, prima M. 1813.50, mittel M. 11.25 12.25, Raps M. 22.75— 23.25, Mals La Plata M. 12.50, Erbsen M. 14 19, Linsen M. 20-88, „ kämpften sie mit der blanken Waffe, mußten 110 aber schließlich der Uebermacht weichen, worauf sie sich nach Kalehi-Nau zurückzogen, um dort aäub zuktrunzen ebenen Stoßberzog Hütet dualag den üntücke d bunt, St seilg⸗biee aug de Jurchl J der agen d Iiledber, 0 ir. an. Räböl im Detail M. 53. 3 g en M. 12.00, Heu per Ctr. M. 3.25, Stroh helme M. 3.50—3.75, Woostorfstreu prima M. 1.30, elzenspreu M. 1.20, Sesamkuchen M. 5. 5.25, Raps chen M. 5.75, Mohnkuchen M. 3.75—4., Relsmehl mit zrantirt 22— 24% Fett, und Protsingehalt M. 4.50 bis 75, Chillsalpeter per Frühjahr 1888 M. 8.60, ab Rotter im oder Harburg. Sämmtliche Artikel bei Abnahme von 100 ö Frankfurt, 30. Octbr. Viebmarkt. Zugeführt waren 50.—54. pro 100 Pfund Schlachtgewicht, Bullen — Vietualtenmarkt. ick b Schweine 1. 58— 250, Roggenklele M. 4.25— 4.50, Weilzenkleie M. 3.80, den d ane e W Frankfurt, 8. Nov. kostete 100 Kilo M. 5.20— 7.20, Stroh M. 4.40 4.70. 5 Erbsen 100 Kilo M. 18.— 21.50, geschälte Erbsen M. 20.—30., Linsen M. 28.—45., Bohnen M. 21.—24., Weißkraut 50 Kilo M. 3.— 5, Kartoffeln Kilo M. 3.30— 3.60. Zwiebeln 50 Kilo M. 6.— 8. Mohrrüben M. 6.—8.— Butter 50 Kilo M. 90.— 93., . Eler das Hundert M. 5.50— 7.50.— Orangen 100 St. 2 Ochsen, 17 Bullen, 374 Kühe, Stiere und Rinder, M. 10.—12., Citronen 100 St. M. 8., Mäusekartoffeln Kälber, 1024 Hämmel und Schafe und 253 Schweine. 50 Kilo M. 10., Blumenkohl 100 St. M. 30.— 40., „ rzablt wurden Ochsen 1. Qual W. 58.—60., 2. Qual. Knoblauch 100 St. M. 1.80. 1 0 tgewich In Betreff der Briefsendungen an Soldaten, welche Qual. M. 38.—39., 2. Qual. M. 34.— 36., Kühe, Stiere im getlven Dlenste stehen, ist eine neue Einrichtung ge⸗ diner 1. Qual. M. 52. 54., 2. Qual. M. 44.— 46., troffen worden. ber 1. Qual. 55— 58 Pf., 2. Qual. 50— 53 Pf., datenbrief. 1 Ammel. Qual. 48— 52 Pf., 2. Qual. 30— 40 Pf., welche die portofreie Beförderung der Sendung vers! Heu und Strohmarkt. Die bisher übliche Bezeichnung:„Sol— Eigene Angelegenhelten des Empfängers“, anlaßte, fällt weg. Statt dessen werden Soldatenbriefe mit Briefmarken von gelber Farbe beklebt, die an die Soldaten verthellt und von diesen an ihren Angehörigen, resp an Personen, mit denen sie in Briefverkehr stehen, verschickt werden. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 12. November 1887. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 5 Min., Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 10 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 13. November an Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 4 Uhr. Montag den 14. November: Selichoth. Donnerstag den 17. November: Neumond Cislev. Oeffentliche Glaubiger-Aufforderung. is verstorbenen Landwirths Heinrich Reitz II. von Stein— irth sind— insoweit sie nicht bereits bei den Anterbliebenen in spezifizirten Rechnungen ugemeldet sind— bel Meidung der Nichtberück 3534 sgtigung bei Regulirung des Nachlasses binnen einer Loche bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden. Bad⸗Naubeim den 8 November 1887. Großherzogliches Amtsgericht Bad Nauheim. 3449 ö Bauer. 564 Schütz. *— er⸗Versteiger Güͤter⸗Versteigerung. Freltag den 11. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen se Güterstücke der Johannes Zimmermann's Erben einer ten Versteigerung ausgesetzt werden mit dem Bemerken, ß mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt wird. Frledberg den 8. November 1887. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 571 Stein häußer. Für Aerzte. Die Stelle des hiesigen Gemeinde-Arztes, verbunden t einem jährlichen Gehalte von 1200 Mark, nebst freier desoldungswohnung, ist anderwelt zu besetzen. Reflectanten wollen sich baldgefälligst bei unterzeich— rter Stelle melden. Münzenberg den 3. November 1887. Großherzogliche Bürgermelsterel Münzenberg. 556 Jager. Arbeits-Vergebung. Samstag den 12. d. Mts., Vormittags um 10½ Uhr, len auf dem Rathhause zu Melbach nachstehende Ar— kiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden: Maurerarbeit, veranschlagt zu M. 45. 00 Steinhauerarbeit 5 Zimmerarbeit„ 124. 00 Schreinerarbeit„„ Schlosserarbeit 10, 0 Glaserarbeit„ 21. 00 Spenglerarbeit„ 55. 00 Welßbinderarbelt 33 Chaussitarbelt„ Cement⸗, Schwarzkalk-, Sand- und Russen— stein⸗Lteferung. 09 Lieferung der Chaussirsteine„50 Zerschlagen der Chaussirsteine„ 14 08 Friedberg den 8. November 1887. H. Zörb, 969 Bezirks Bauaufseher. Arbeits-Vergebung. Freltag den 11. d. Mis., Nachmittags um 2 Uhr, sidlen in der Wolf'schen Wirthschaft zu Steinfurth die z Herstellung eines eisernen Thores nöthigen Arbeiten, mmlich: Schlosserarbelt, veranschlagt zu M. 108. 00 Weiß binderarbeit„ 1. 00 entlich vergeben und das vorhandene hölzerne Thor r Verstelgerung gebracht werden. Friedberg den 8. November 1887. H. Zörb, 3 68 Bezirks bauaufseher. Reichs bote M.—.40 Familtenkalender. Landkalender„ 20 —— durchschossen„ 20 Spinnstube„ 1.30 Daheimkalender„ 150 Lahrer Bote 1—.90 Slegfried Kalender—.25 bonsthig bei Carl Bindernagel. Ein junger Mann La ein möblirtes Zimmer. Gesl. schrlftl. Offerten ait Preisangabe an die Exped. d. Anz. erbeten. 3854 39860 Kalender fuͤr 1888. Bettfedern Lager William Lübeck in Altona versendet zollfrei gegen Nachnahme(nicht unter Jagd ⸗Westen, d N er l wollene und halbwollene Hemden, Unterhosen, Unter⸗ Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nachlaß jacken kauft man immer am billigsten bei 0 M. Netscher, 8 zum billigen Laden. 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