Dienstag den 10. Mai. M 55. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 15 f und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere ni Iimnoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von ht Jahresconto bei uns haben), 1 0 welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. betreffend: Die Elnsendung der Todeszeugnisse und Sterbfallszählkarten. Auf Grund des Art. 31 des Feldstrafgesetzes wird mit Zustimmung des Kreis— esschusses und mit Ermächtigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz m 29. April 1887 zu Nr. M. J. 10541 hiermit für den Kreis Friedberg angeordnet: §. 1. Die Besitzer von Apfelbäumen, gleichviel ob dies Hochstämme, niedere Uimbäume oder veredelte und unveredelte Bäumchen in der Baumschule sind, sind pflichtet, dieselben sobald sich die Blutlaus an ihnen zeigt, gründlich von letzterer reinigen, und außerdem die Bäume, welche im Lauf des vorhergehenden Jahres en der Blutlaus befallen waren, während der Wintermonate durch geeignete, in Anleitung näher angegebene Desinfectionsmaßregeln gegen die Gefahr der Blut— Us zu schützen. Inhaber von Baumschulen sind besonders gehalten, auf ihre Panzungen achtsam zu sein. 1§. 2. In jeder Gemeinde ist eine Commission aus einer den Umständen ent— Fechenden Anzahl von Sachverständigen auf ein Jahr zu ernennen, welche die Auf⸗ ze hat, zweimal im Jahr, das erste Mal in der Zeit vom 1. bis 15. Mai, das eite Mal in der Zeit vom 20. August bis 10. Sepkember in Begleitung der Feld— fbätzen und Baumwärter die Gemarkung zu begehen und unter Zuziehung der be— kbäligten Grundbesitzer die Apfelbäume auf dle Blutlaus zu untersuchen, ebenso sind Feldschützen bezw. Baumwärter zu verpflichten, von Frühjahr bis Herbst die Eume der Gemarkung genau zu controliren, um in jedem Fall, wo sie die Blutlaus — 4 eee ö uneffen, sosort dem Burgermeister Anzeige zu machen. 1 fanden 13 Die Blutlaus oder wollt ragende Apfelbaum-Rindenlaus, Schizoneura(Aphis) kigera gehört zur Familie der Blattläuse(Aphidina), von welch“ letzteren sie fich ch sowohl durch andere Färbung als namentlich durch die langen, weißen, oder Th. bläulichen, wollartigen Fäden unterscheidet, mit welchen sie dicht bedeckt ist, poaß die darunter befindlichen, in größeren oder kleineren, dicht bevölkerten Colonien, 2 ammensitzenden Läuse meistens nicht geseben werden. Beim Zerrelben lassen die . bels dunklen, theils heller gefärbten röthlich braunen oder röthlich gelben Läuse f I hen bluthrothen Saft zurück, von dem sie den vulgären Namen Blutläuse erhalten 4 een. Wie dei allen Blattlausarten gibt es auch bei den Blutläusen geflügelte n ungeflügelte Thiere, erstere erscheinen aber erst gegen Herbst, während vorher — n ungeflügelte Exemplare vorhanden sind. blen 11 Die Vermehrung geschieht wie bei den anderen Aphis Arten durch Gebähren *„inder Jungen, die anfangs lebhaft bin- und berlaufen, sich dann an der Rinde * bl billigt augen und unter mehrmaligen Häutungen bald ihre volle Größe erreschen, um Dd f um ebenfalls, ohne vorherlge Befruchtung, lebende Junge zu gebähren. Von * Fi bjahr bis gegen Herbst werden auf diese Weise etwa 8 Generationen erzeugt, 0 Er el znurch die Vermehrung eine ganz eolossale ist und durch eine kleine Colonte in * zt langer Zeit ein großer Baum ganz überzogen werden kann. Die Verbreitung andere benachbarte oder auch entferntere Väume geschieht zum Theil durch die gen Herbst entstehenden geflügelten Exemplare, die auf kurze Entfernungen weiter en und bei windigem Wetter auch auf größere Entfernungen verschlagen werden dann neue Colonien gründen, oder z. Th. durch Vögel, welchen Flocken mit zeken an den Füßen hängen bleiben und in größere Entfernungen getragen eden können, wo sie dann manchmal günstigen Boden finden. Die weiteste Ver— ung in ganz entfernte Gegenden und Länder hat aber die Blutlaus wohl durch 1 Bezug von Apfelbäumen oder Edelreisern aus Gegenden, in welchen das Inseet r isch ist, von jeher gefunden. Wahrscheinlich verdanken wir die Blutlaus, wle ihre Verwandte, die Reblaus, ulka. Zuerst zeigte ste sich in Europa zu Anfang dieses Jahrhunderts in Eng— kam von da nach Frankreich und später nach Deutschland. Ueberall hat sie sehr rasch verbreitet und ist jetzt in ganz Frankreich, einem großen Theil von AJalschland(namentlich in Südwestdeutschland), in der Schwelz und in Tyrol zu die und bedroht in dlesen Ländern die Existenz der Apfelbäume. Sie lebt, wie Ne ihr Name, Apfelrindenlaus, andeutet, nur an Apfelbäumen; sie soll jedoch i zwar nur sehr selten, auf Birnbäumen und auf Quitten schon gefunden worden An den Apfelbäumen richtet sie dadurch großen Schaden an, daß sie an den eren Zweigen und an Wundrändern mit ihrem Saugrüssel die junge Rinde sticht und aus dem Splint den Saft aussaugt. Hlerdurch entsteht nach diesen 14 en eln vermehrter Saftzudrang, in Folge dessen sich Zellwucherungen unter der Ine bilden, die schlleßlich bersten und grind- oder krebsartige Geschwüre erzeugen, ide den zugeführten Nahrungssaft absorblren und nach und nach das Absterben Iweige und schließlich der ganzen Bäume herbeiführen, wenn nicht rechtzeltig e die Läuse der Vertllgungskrieg geführt wird. Auch am Wurzelhals und den — — ae, um während strenger Kälte Schutz zu suchen. Die Vertresbung der Blutlaus ist nicht so leicht zu bewerkstelligen, sondern er⸗ 0 dat die größte Achtsamkeit und Energle, da, wenn auch nur wenkge Insecten zurück— n, dieselben durch ihre starke und rasche Vermehrung bald wleder vlele neue 1 eltungsheerde erzeugen. Das einmalige Anwenden von Zerstörungs mitteln st 1 heb selten von Erfolg, da dle kleinen Läuse zum Theil in den Knospen- und iwinkeln verborgen sitzen oder unter Rindenritzen und halbverdeckten Wundstellen, es oft dem Auge entgehen, oder wo mit den anzuwendenden Mitteln nicht gut ommen ii. Es find daher die von Blattläusen befallenen Bäume wiederholt wichen räumen von 14 Tagen bis 9 Wochen nachzusehen und, sowle sich einzelne 2 ——————* ———-—— Hechenden Wurzeln in der Erde kommen sie vor und gehen im Winter selbst tiefer Local- Reglement, 0 betreffend die Vertilgung der Blutlaus. Amtlicher Theil. Friedberg den 7. Mai 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit Einsendung der Todeszeugnisse und Sterbfallszählkarten für März und April noch im Rückstande ind, wollen dieselben binnen 24 Stunden bei Meidung der Zusendung eines Wartboten dem Großherzoglichen Kreisgesundheitsamte vorlegen. Dr. Braden. §. 3. Wird ein Besitzer von Apfelbäumen zur Anzeige gebracht, daß an einem der letzteren Blutläuse vorhanden sind, so wird er vom Bürgermeister aufge⸗ fordert, diese Bäume binnen sechs Tagen gründlich zu reinigen. Wird dieser Auf⸗ forderung nicht entsprochen, wovon sich jedesmal die Commission zu überzeugen hat, so tritt für jeden infieirten Baum eine Strafe von 1 Mark, für jedes Bäumchen in der Baumschule eine solche von 10 Pf. ein, wobei jedoch die Strafe für die Bäume ein und desselben Grundstücks nicht über 20 Mark steigen darf. Die bezüglichen Bäume werden auf Kosten des Besitzers gereinigt. §. 4. Außerdem werden die Besitzer blutlauskranker Apfelbäume durch den Bürgermeister aufgefordert, dieselben nach Maßgabe des§. 1 während der Winter⸗ monate zu desinfieiren. Wird dieser Aufforderung bis zum 15. März nicht ent— sprochen, wovon sich der Feldschütze zu überzeugen hat, so tritt die in§. 3 bemerkte Strafe und Vornahme der Desinfeetion auf Kosten des Besitzers ein. §. 5. Jedes Jahr im Monat November ist über das Resultat der von der erwählten Commission vorgenommenen Besichtigungen von Seiten der Bürgermeisterei Bericht an das Großherzogliche Kreisamt zu erstatten. §. 6. Dieses Reglement und die Anleitung zur Vertreibung der Blutlaus wird in jedem Jahr im Monat April in jeder Gemeinde ortsüblich öffentlich bekannt gemacht. Friedberg den 6. Mai 1887. Großh. Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Anleitung zur Vertreibung der Blutlaus. neue Colonien zeigen, diese sogleich wieder zu zerstören und mit den geeigneten Mitteln zu behandeln. Wenn auf diese Weise in kurzen Zwischenräumen wiederholt die Baume sorgfältig nachgesehen und gereinigt werden, dann wird es in den meisten Fällen möglich sein, im ersten oder wenigstens im nächsten Jahr dieselben von ihren Plagegeistern vollständig zu befreien. Die wliksamsten Zerstörungsmittel, die sich bis jetzt am besten bewährt haben, sind: 1) Schmierseife(grüne oder schwarze) ½ Kilo in 8 Liter Wasser aufgelsst, 2) starker Weingeist. Auch werden Carbolsäure(4 Theile mit 100 Theilen Wasserglas vermischt), Petroleum(1 Pfund mit 25 Pfund Wasser vermischt), sowie kaltflüssiges Baum⸗ wachs und Leinöl empfohlen; doch sind Carbolsäure und Petroleum den grünen Theilen der Bäume zu gefährlich und Baumwachs und Leinöl können überhaupt nur angewendet werden, um etwa in Rindenritzen oder Wundstellen sitzende Blut— läuse zu überkleben, damit sie von der Luft abgeschlossen werden und ersttcken müssen, dagegen können die befallenen jungen grünen Zweige nicht damit bedeckt werden. Bei jungen Bäumchen in der Baumschule, Zwergapfelbäumen und jungen Hoch— stämmen ist bet der Anwendung der Zerstörungsmittel auf folgende Weise zu ver— fahren: Alle kleineren, entbehrlichen von der Blutlaus befallenen Zweige sind sorg— fältig wegzuschneiden, zu sammeln und zu verbrennen; die noch verbleibenden be— hafteten Stellen sind sorgfältig zu zerreiben und mit einem steifen Pinsel oder einer kleinen Bürste, wie man sie zum Auftragen der Sttefelwichse benutzt, mit den oben empfohlenen Flüssigkeiten einzureiben und dies volle 14 Tage bis 3 Wochen zu wlederholen, bis sich keine neuen Colonien mehr zeigen. Grindige und wunde Stellen sind glatt auszuschneiden und dann, nachdem sie mit den genannten Flüssig— keiten ausgewaschen sind, noch mit kaltflüssigem Baumwachs oder Leinöl zu bedecken; die ausgeschnittenen Theile sind zu sammeln und zu verbrennen. Bei befallenen älteren hochstämmigen Apfelbäumen mit schon ausgedehnten Kronen, bei welchen eine gründliche Reinigung der einzelnen Zweige nicht gut möglich ist, muß im Früh— jahr die Krone stark zurückgeschnitten werden, damit nur eine geringe Anzahl Zug— äste zurückbleibt, deren Zweige dann leichter auf die oben angegebene Weise gereinigt und behandelt werden können; zugleich ist die alte abgestorbene Rinde an den stehen bleibenden Aesten und am Stamm mit dem Rindenkratzer abzukratzen, grindige und wunde Stellen sind sorgfältig auszuschneiden und dann Stamm und Aeste mit Kalk— milch zu bestreichen. Ueberhaupt ist rathsam, letzteres bei allen Bäumen vor Winter anzuwenden. Die abgeschnittenen Aeste und Zweige, die abgekratzten Rindentheile und ausgeschnittenen Theile sind natürlich sorgfältig wegzuschaffen und zu verbrennen. Sind die starkbefallenen Bäume zum Verjüngen schon zu alt, so tritt die Noth— wendigkelt ein, dieselben umzuhauen und nur zu verbrennen, da sie doch nicht mehr zu retten sind und zur weiteren Verbreitung der Blutlaus beitragen würden. Ferner wird bel Hochstämmen als ein sehr wirksames Mittel gegen die Blutlaus das Kalken der Wurzeln empfohlen. Im Spätherbst oder Winter, wenn die Erde nicht gefroren ist, nimmt man etwa 1,25— 1,50 m im Durchmesser um den Stamm herum die Erde bis auf die Wurzeln hinweg und gießt je nach der Große des Baumes I bts 2 Gießkannen voll Kalkwasser auf die Wurzeln(auch Holzaschenlauge soll gut sein), schüttet dann eine etwa 3 em. hohe Schicht gebrannten, zerfallenen Kalk darauf und bedeckt dlesen mit der ausgeworfenen Erde. Die Blutläuse sollen hierauf sicher verschwinden und ist dieses Mittel zugleich für das Wachsthum und Gedelhen der Bäume sehr foͤrderltch. Da die Blutlaus, wie zu Anfang bemerkt, oft durch den Bezug von jungen Bäumen oder von Edelreisern aus Gegenden, in welchen sie beimtsch ist, verbreltet wird, so empfiehlt es sich, solche immer genau zu untersuchen und wenn sie irgend verdächtig sind, mit den empfohlenen Fluͤssigkeiten zu behandeln— Betreffend: Die Vertilgung der Blutlaus. Friedberg den 6 Mai 1887. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wicksta 1 Unter Bezugnahme auf das vorstehend abgedruckte Localreglement geben wir Ihnen auf, durch den Gemeinderath sofort die nach 9.2 zu ernennende Commission, welche aus mindestens drei Sachverständigen und in Gemarkungen mit bedeutenderem Obstbau aus einer entsprechen größeren Anzahl von Personen zu bestehen hat, beginnen. Gegen die den Bestimmungen des Wir fügen an, daß der Lehrer an der eine recht sorgfaltige Durchführung des Reglements an.“ Nachstehende Polizei-Verordnung für die Stadt Homburg v. d. H. bringen wir hiermit zur Kenntniß der Bewohner des Kreises. Großherzogliches Kreisamt Friedberg: Dr. Braden. Friedberg den 6. Mai 1887. Auf Grund der§8. 5 und 6 der Allerhöchsten Verordnung über die Poltzei⸗ Verwaltung vom 20. September 1867 wird— mit Zustimmung der eommunalstän— ständischen Bauinspeetion und im Einvernehmen mit dem Gemeindevorstande— für die Stadt Homburg verordnet, was folgt: . 1. In der Zeit vom 15. Mai bis 15. September jeden Jahres, von§. 3. Abends 9 bis Morgens 6 Uhr, dürfen die Straßen hiesiger Stadt— mit Aus— nahme des„Neuen Wegs“ und der„Straße vor dem Unterthor“— mit durch- gehendem Fuhrwerk nicht befahren werden; das letztere ist vielmehr über die ebenerwähnten Straßen und die Ferdinandsanlage(sog. Verschönerungsweg) zu leiten. Für leichtes Personenfuhrwerk ist auch der Weg durch und Ferdinandsstraße gestattet. wählen zu lassen und dieselbe anzuweisen, mit der Untersuchung der Apfelbäume alsbald g §. 3 zuwiderhandelnden Besitzer von Apfelbäumen ist Ihrerseits Polizeianzeige einzureichs, Welche Personen als Mitglieder der Commission gewählt worden sind, wollen Sie binnen 8 Tagen berichten.. 5 hiesigen Landwirthschaftsschule, Herr Hannemann, bereit ist, zur Untersuchung der Bäume näh— Anleitung zu geben, und daß außer den in der Anleitung angegebenen Zerstörungsmitteln auch Gaswasser recht wirksam ist. ö 1 Mit Rücksicht auf den bedeutenden Schaden, welchen die Blutlaus bei weiterer Verbreitung dem Obstbau zufügt, empfehlen wir Ihren Bekanntmachung. Polizei⸗ Verordnung. . recht erhalten. §. 4. in Kraft. Homburg den 7. die Höhestraße, Promenade Die Bestimmungen der Polizeiverordnung vom 10. Februar 185, betreffend das allgemeine Verbot des Befahrens der Promenade, des Schwed. pfads und der Kisseleffstraße mit schwerem und Oeconomie-Fuhrwerk, bleiben aiß Dr. Braden. —9—7T222 0 Zuwiderhandlungen werden mit Geldbußen von 3 bis 9 Mark, in Falle des Unvermögens mit Haft bis zu drei Tagen geahndet. Gegenwärtige Poltzeiverordnung tritt einen Tag nach der Publikaton Juli 1885. Bürgermeisteramt. . Der Beigeordnete Lotz. Deutsches Reich. Darmstadt, 6. Mai. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wird die Berathung über den An trag Ohly betreffend Feuerbestattung zu Ende geführt. Büchner hatte gegen den Ausschußantrag redaetionelle Bedenken, er will die Regierung aufgefordert haben, nicht die Verbrennung zu ermöglichen, sondern ihr keine Hindernisse in den Weg zu legen. Schließlich werden der Ausschußantrag sowle der Antrag Büchner gegen 8 Stimmen angenommen.— 7. Mat. In der gestrigen Kammersitzung kann noch der Antrag, die Erhöhung der im Voranschlag für die Finanzperiode 1885/88 als Beitrag zur Erbauung von Kreisstraßen Verhandlung. Die Regierung b tigt, weitere Er mittelungen in dieser Richtung anzustellen und dann im nächsten Staatsvoranschlag ihr geeignet erscheinende Vor- Der Ausschuß erklärt sich hiermit einverstanden und schlägt der Kammer vor, damit den Antrag vorerst für erledigt zu erklären. Das Haus trat dem nach kurzer Debatte einstimmig bei. Den ersten schläge zu machen. Gegenstand der heutigen Tagesordnung bildete die Be— rathung über die Eingabe des Darmstädter Localvereins der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, betr. die Herstellung eines neuen Gebäudes zur Unterbringung der unter der Gesammtbezeichnung des Großh. Museums be— griffenen Kunstsammlungen. Hierzu sind noch zur Dis eussion gestellt: Die Eingabe des Ausschusses des Histo rischen Vereins für das Großherzogthum Hessen, betr Errichtung eines Gebäudes für die Sammlungen des Großh. Museums; ferner: mit der dermaligen Unterbringung und Aufstellung der Kunst⸗ und sonstigen Sammlungen im Großh. Residenz schlosse verbunden sind. Geh. Staatsrath Knorr gibt die Erklärung ab, daß die von Großh. Regierung be— rufene Commission zur Prüfung dieser Fragen sich dahin ausgesprochen habe, daß die dermaligen Räumlichkeiten zu ihrem Zweck durchaus unzweckmäßig selen, und doß diesem Uebelstand nur durch einen Neubau abgeholfen werden könne. Es habe sich nun eine Subeommission gebildet, welche die Raumbedürfnisse prüfen und womög— lich die Bauplatzfrage in Erwägung ziehen werde. Die Großh. Regierung habe aus verschtedenen Gründen An— stand genommen, dem gegenwärtigen Landtage noch eine diesbezügliche Vorlage zu machen. Die Regierung stehe dem Antrag Ohly und Heinzerling sympatisch gegenüber und werde dem Vorschlag der Gesammt Commission bei— stimmen. Der Ausschuß beantragt die Eingaben und den Artrag Ohly und Heinzerling hiernach für erledigt zu erklären und tritt die Kammer diesem Antrag einstimmig bei. Die Anträge Arnold, betr. Unterstützung der höheren Bürgerschulen von Seiten des Staats; Haas, betr. die Unterstützung der höheren Bürgerschulen zu Pfungstadt und Gernsheim; Theobald, betr. die Unterstützung der höheren Bürgerschule zu Hungen, und die Petktkon der Stadt Heppenheim, die Subventlontrung der höheren Bürgerschule daselbst zum Zwecke der Verwandlung der— selben in eine Realschule betr., beantragt der Ausschuß mit Rücksicht darauf, daß die durch die generellen An— träge Jöst⸗Ulrich und Lautz u. Gen. angeregten Ermitte— lungen noch nicht abgeschlossen sind und das Ende des Landtags herannaht, für vorläufig erledigt zu erklären. Nach kurzer Debatte und einem Schlußworte des Be— rschterstatters Ellenberger wird der Ausschußantrag gegen 1 Stimme angenommen. Das Haus tritt hierauf in die Berathung des Gesetzes über die Bäche und kleinen Flüsse des Landes ein. Art. 1 wird einstimmig ange— nommen. Art. 2, welcher bestimmt das Bachbett sei Staatselgenthum, beantragt der Ausschuß zn streichen. Die Regierung ist damit einverstanden. Der Antrag wird einstimmmig angenommen. Berlin, 6. Mai. Der Reichstag lehnte heute in der zweiten Berathung des Nachtragsetats die für den Neubau des Kasernements der Feld-Artillerte-Abtheilung eingestellten Summe von 60,000 M. auf 120,000 M. betr., zur der Antrag der Abgg. Hein⸗ zerling und Ohly auf Beseitigung der Mißstände, welche in Münster als erste Rate geforderten 47,000 Mk. nach kurzer Debatte ab. Die Forderung von 45,619,190 Mk. für die Steigerung der Operatlons- und Schlagfertigkeit des Heeres wurde mit allen gegen die Stimmen der Soclaldemokraten bewilligt. Ferner genehmigte der Reichs— tag den Rest des Etats nach unerheblicher Debatte, ebenso das Anlethegesetz und den Gesetzentwurf, betreffend die Rechtsverhältnisse der kaiserlichen Beamten in den Schutzgebieten.. 5 Kiel. Der Kaiser und Fürst Bismarck treffen zur Grundsteinlegung des Nordostseekanals am 5. Juni in Kiel ein. Karlsruhe, 7. Mai. Das erbgroßherzog— liche Paar hat Cannes heute verlassen und sich nach Gries in Tyrol begeben. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die öster⸗ reichisch-ungarische Zoll-Conferenz ist auf den 12. Mai einberufen worden, um die für die Durchführung der Zoll-Novelle erforderlichen Verordnungen festzustellen. Frankreich. Paris, 6. Mai. Gestern Abend zogen einige junge Leute und Gassen— buben nach dem Eden-Theater und lärmten und schrien dort. Die Polizei zerstreute dieselben, nachdem sie die lautesten Schreier verhaftet hatte. Großbritannien. London. Behauptungen der„Times“ über die Verbindungen der Par— nelliten mit den irisch-amerikanischen Dynamitar— den werden das Gericht beschäftigen, nachdem der Antrag Lewis, die Anschuldigungen des City— Blattes gegen Dillon von dem Unterhause selbst prüfen zu lassen, abgelehnt wurde. Der Antrag der Regierung, einen Staatsprozeß gegen die „Times“ wegen Verläumdung eines Mitgliedes des Unterhauses anzustrengen, ist zur Annahme gelangt. Man macht sich auf weitgehende Ent— hüllungen gefaßt und erwartet einen großen Scandalprozeß. Spanien. Madrid. Die Deputirtenkammer nahm mit 206 gegen 50 Stimmen die Einführ— ung der Geschworenengerichte an. Die Repu— blikaner und die Reformpariei stimmten für, die Conservativen gegen die Vorlage. Rußland. Petersburg, 7. Mai. Heute wurde das Gesetz veröffentlicht, wodurch der Ein— fuhrzoll auf Roheisen, Eisen, Stahl, Eisenfabri— kate und Stahlfabrikate erhöht wird. Aus Stadt und Land. . Friedbpeng, Am 26 n und d Jan d feiert unser Predigerseminar, wie allgemein bekannt, sein 50jähriges Bestehen. Diese Festlichkeit erweckt großes Interesse in der nächsten Umgebung und in weiteren Kreisen. Wie die Festfeter, für die sich ein größeres Comité gebildet hat, verlaufen wird, wollen wir in Kürze hier darstellen. Am 26. Jult Abends findet der Empfang und die Begrüßung der Festgäste statt und die Verab— folgung der Fest- und Wohnungskarten an dieselben. Um 7 Uhr ist liturgischer Gottesdienst in der Stadt— kirche, hiernach um 8 Uhr gesellige Zusammenkunft und Begrüßung im Hötel Trapp, wobei Instrumentalmusik stattfinden wird. Am Hauptfesttage, dem 27. Juli, Morgens halb zehn Uhr, ist der Festgottesdienst, ver—⸗ herrlicht durch den Gesang der Seminaristen und des Musikvereins, hiernach tritt eine Pause von einer Stunde ein zur Einnahme des Frühstücks im Hötel Trapp. In 1 Uhr wird die akademische Feier, die eigentliche. staltsfeter, einen kleineren sich namentlich für die tho retische oder wissenschaftliche Bedeutung des Predign seminars interessirenden Kreis von Festgenossen in ier, Burgkirche versammeln. Allgemeinere Theilnahme jedeh Der Abend wird die Festgenossen in einem Wirthschaft garten vereinigen, um den Gesängen und Musikstüc unseres Gesangvereins und des Dilettantenvereins lauschen; auch werden geeignete Ansprachen der Sli, mung Ausdruck geben. Am letzten Tage, dem 28. Jul Fest abschließen. Sicherlich hat unsere Stadt für diest Fest viele Gäste von auswärts zu erwarten, die 1 alle herzlich willkommen sein sollen. Die Bewohner dn Stadt Friedberg werden ihren alten guten Ruf Ag Gastfreundlichkeit bewähren; in erster Linie darf a Offerten bezüglich freier Wohnung für auswärtige Gü gewiß gerechnet werden. Von der Bedeutung des Predig, seminars und der höheren hiesigen Lehranstalten, Un haupt für die hervorragende Stellung, die unsere Stu unter den Städten unseres Vaterlandes ein nimm brauchen wir keine Worte zu machen, sie ist bekannt u darum ist auch als sicher anzunehmen, daß die Feier dos Predigerseminars eine allgemeinere, freiere und nicht nun eine solche unserer Stadt sein und werden wird. a. Ober ⸗Florstadt. der hiesige Lehrer und v. Löw'sche Rentmeister Bau der sich seither der allgemeinsten Achtung erfreute, weg Vergehens gegen den§ 174, 1 verhaftet, jedoch wien freigelassen, da das vorliegende Material nicht genüge erschlen. Nachdem aber nunmehr der Staatsanwaltsch genügendes und Bauer schwer belastendes Material zug gangen, außerdem eine Untersuchung wegen Unterschlagun Urkunden und Wechselfälschung gegen denselben eröff sich so der irdischen Gerechtigkeit entzogen. Allerlei. stehende Nidderthaler Sängerbund wird am 256. und Ort abhalten. Gleichzeitig wird der zu diesem Bu gehörende Gesangverein„Eintracht“ dahier die Welle der neugestifteten Vereinsfahne festlich begehen. D Festwirthschaft ist dem Gastwirth Anton Thuy von Vilbel übertragen worden. Frankfurt, 8. Mal. Ein mörderlscher Ueberfel ist heute Vormittag um 11 Uhr von einem Stromer uuf begangen worden. Zeit eine Anzahl Gäste in dem Schanklokal, als eine werden sollte, das Haus zu verlassen und insultirte den stellbertretenden Wirth mit den gröbsten Schimpfredes, Der Letztere wollte nun Gewalt anwenden. In dlesen Augenblicke zog der Bursche einen scharf geschliffene „Schusterknelp“ aus der Tasche und bohrte ihn die Wirth zweimal in die Brust. Der schwer Verwund taumelte blutüberströmt zurück, worauf der Mörder ihn das Messer noch einmal in den Rücken stieß. Pest, 7. Mal. Aus Eperies wird ein großer Bran gemeldet, hunderte von Häusern, worunter meistens öffen liche Gebäude, sind eingeäschert worden, vlele Persone 0 namentlich Kinder sind verbrannt.— In Nagykaril) sind 200 Häuser abgebrannt, darunter ein Nebengebäu des Schlosses des Grafen Karolyl, wurde mit äußerster Anstrengung gerettet. wird um 3 Uhr das Festessen im Hötel Trapp find n. wird eine gesellige Vereinigung und Ausflüge(aufs Ossenheimer Wäldchen und nach Bad-Nauheim) d. Vor etwa 14 Tagen wur werden sollte, hat Bauer sich heute Nacht erschossen und n h. Roßdorf. Der zur Zeit aus 15 Vereinen k 27. Juni sein dlesjähriges Bundessängerfest in unseren den stellvertretenden Wirth der„Herberge zur Helma“ Dort befanden sich um die genannt derselben, ein achtzehnjähriger Bursche, absichtlich, win“ der Berichterstatter des Fr. J. meldet, ein Bierglas ge brach. Von dem Stellvertreter des Wirthes aufgeforden das zerbrochene Seidel zu bezahlen, wurde der Exced an ausfallend, weigerte sich, als er aus dem Lokal entfenn e f be J. 70 15 gag . oe ge 11 bol i bot bist 11 1 b I A, dtlel Gußher 110 Das Schloß seln“ 3 D ten starken Gewitter am 3. Mai beobachtet. Das darauf folgende von äußerst 2 Uhr schlen die Stadt Castlecomer in eine dichte 1 17 * e 1 r. 170 und 171 einen Dompfkessel zu errichten. d Zeichnungen liegen 14 Tage auf unserer Schreib— übe offen und sind Einwendungen gegen die projektirte mlage bei Meidung des Ausschlusses innerhalb genannter elst, vom Tage der Bekanntmachung an gerechnet, bei eee * 5 Stoßherzogliche Dire 7 1 * N E 1 4 Itgen den Johannes Ludwig Scherer von Nieder Swarze Wolke gehüllt. und die Hunde liefen wie in balbem Wahnsinn herum. warze Flecken auf der Leinwand verursachte. und es bildeten sich große Staubwolken. ö„Gerichtsschrelber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Die Thlere waren erschrocken um 7 Uhr 50 Minuten siel dicker schwarzer Regen, welcher Das Jasser der Bäche und Brunnen färbte sich und konnte elfach nicht zu häuslichen Zwecken benutzt werden. New⸗ Jork. Seit dem 3. d. Mts finden in den dwestlichen Staaten der Union heftige Erdstöße statt, zelche sich bis zur Paelfie Küste ausdehnen. Von dem verge Catalina in Arizona lösten sich große Theile ab Auf einem gerge, 20 Meilen von Benson(Arizona), bildete sich ein mater. Auch im Jose Gebirge(Mexiko) soll ein vul⸗ nischer Ausbruch erfolgt sein. Menschen sind nicht ungekommen. ub lin, Ein seltenes atmosphärisches Phänomen urde in Gastlecomer und der Umgegend während der Etwa nach New⸗ in 4 Ubr Nachmittags bedeckte sich der Himmel mit Asteren Wolken. a f urkem Regenfall begleitete Gewitter dauerte bis gegen 5 Uhr. Dann fing es wieder an zu blitzen und um New⸗Nork, 7. Mal. Das Packetboot„Champagne“ Transatlantischen Gesellschaft, welches heute früh Vork ausgelaufen ist, ist auf See von dem „Villederio“ angerannt worden und, da es selne Relse nicht fortsetzen konnte, bei Aromanche auf den Strand gelaufen. Bet dem Zusammenstoß sollen drei Matrosen und gegen 50 Auswanderer den Tod in den Wellen ge funden haben; von den Passagieren und der Schiffs- mannschaft des„Villederio“ ist Niemand zu Schaden gekommen. der Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 10.: Gasptel des Herrn Sieglitz. Martha. Plumket: Herr Sieglitz. Mittelpreise. Mittwoch den 11.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Czaar und Zimmermann. Außer Abonnement. Donnerstag den 12.: Gastspiel des Herrn Stieglitz. Lustige Welber von Windsor. Falstaff: Herr Steglitz. Mittelpr. Freitag den 13. Geschlossen. Samstag den 14.: Fliegende Holländer. Mittelpreise. Sonntag den 15.: Auf Begehren: Nachmittags 3½ Uhr. Der Hofnarr. Kleine Preise. Abends 7 Ubr. Neu einstudirt: Hernanl. Hierauf: Zum ersten Male: Der Teufel im Salon. Fantastisches Ballet Divertissemen von Borre. Mittelpreise. Schauspielhaus. Dienstag den 10.: Gastspiel des Herrn Schönfeld. Neu einstudtrt: Viel Lärm um Nichts. Benedikt: Herr Schön— feld. Große Preise. Mittwoch den 11.: Gastpiel des Herrn Schönfeld. Fedora. Ipanow: Herr Schönfeld. Große Preise. Donnerstag den 12.: Geschlossen. Freitag den 13.: Nanon. Große Preise. Samstag den 14.: Die Geierwally. Große Preise. Sonntag den 15.: Doctor Klaus Montag den 16.: Zum ersten Male: Herzog Ulrich. Trauerspiel in 5 Akten von Emil Drach. Große Preise. f Denkmal für P. Müller. ö Lehrer Bangel in Dittelsheim in Rheinhessen 2 M. Lehrer Weiffenbach in Schornsbeim 2 M. 0 Für das Comité: Wahl, Vors. Heidt, Rechner. Bekanntmachung. Die Eduard Camp Söhne zu Vilbel beabsichtigen II. Pläne uf ihrem zu Vilbel gelegenen Grundstück Flur dis vorzubringen. Friedberg am 3. Mai 1887. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 71 J. V.: Nebel. 12 Submission. Die Lieferung von 60 Raummetern Buchen-Scheit— iz J. Klasse ist zu vergeben. um 20. d. Mts. schriftlich bei uns einreichen. Friedberg am 9. Mai 1887. ktion des Schullehrer-Seminars. Schäfer. 1 det des Heinrich Konrad Alt von Nieder ⸗Florstadt, Privatklägers, Florstadt, Angeklagten, egen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen— micht zu Friedberg am 26. April 1887 für Recht er⸗ kunt: Der Angeklagte wird wegen Beleidigung in eine (eldstrafe von 10 Mark, eventuell in 2 Tage Gefängniß, wie in die Kosten des Verfahrens und in die dem Pivatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen ver— urheilt. Zugleich wird dem Beleidigten das Recht zu— e annt, den Urtheilstenor innerhalb 14 Tagen, von der stellung an gerechnet, einmal auf Kosten des Ange 41 im Oberhessischen Anzeiger bekannt machen zu ssen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird iglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils be— steinigt. Friedberg den 7. Mai 1887. Weber, 1766 Eisenbahn-Direktions-Sezirk Hannover. Eisenbahn-Betriebs-Amt Cassel. (Main⸗Weser⸗Bahn.) Die Gras⸗ und Klee Erndte auf den Bahnböschungen l auf 3 Jahre wie folgt verpachtet werden: . auf der Strecke Friedberg— Butzbach Montag den 16. Mai er., Vormittags 7 Uhr, an der Fried— berg—Schwalheimer Grenze beginnend; auf der Strecke Frtedberg— Nieder Wöllstadt Dienstag den 17. Mal er., Vormittags 7 Uhr, an der Fried— berg Schwalheimer Grenze beginnend; auf der Strecke Nieder-Wöllstadt— Vilbel Montag den 16. Mai er., Vormittags 7 Uhr beginnend, am Bahnhofe zu Vilbel beginnend. „Frankfurt a, M. den 7. Mat 1887. 2 Königliche Eisenbahnbau-Inspektton. Holzversteigerung. Melttwoch den 11. Mal werden in den Frelherrlich E Franckensteln'schen Walddistrikten Klentzeschlag und mmerhang versteigert: 2850 Elchen⸗Birken-Wellen, 6500 Eichen Wellen(Backholz), 67⁵ Gebund Besenpfriemen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf dem Neuen Weg 1 Distrikt Klentzeschlag. Ockstadt den 5. Mal 1887. Der Freihl. von Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1741 Ob Straße Friedberg— Homburg Abth. Offerten wolle man vor Ossenheimer 8 15 bis Reichelsheim Abth. Jribatklagesache bi Ein kräftiger Hund, ettenfänger, 4—5 Jahre alk, kann abgegeben werden. Grasversteigerung. Die Grasnutzung von den Graben und Böschungen der nachbenannten Straßen soll für das Jahr 1887 verpachtet werden und zwar: 1) Donnerstag den 12. Mai, Vormittags 10 Uhr, bei Gastwirth Vogt zu Bad-Nauheim von der Straße Gießen— Frankfurt Abth. 76— 129 und der Straße Nieder-Mörlen—Usingen Ahth. 104— 138,3 2) Freitag den 8. 13. Mat, Vormittags 10 Uhr, zu Melbach in der Wirthschaft von Philippi, von der [Straße Berstadt— Friedberg Abth. 122— 167,54 und der Bergwerkstraße Abth. 0— 5,06. 3) Samstag den 14. Mai, Vormittags 9 Uhr, zu er⸗Wöllstadt im Saale des Ph. Feuerbach, von der 137,10— 168,82 und der Straße Gießen— Frankfurt Abth. 129- 132 und 136- 166. 4) Montag den 16. Forsthaus, Mai, Vormittags 9 Uhr, am von der Straße Bingenheim 146,77- 151,8, Straße Fried— berg— Staden Abth. 0— 46 und von der Straße Ilben stadt— Reichelsheim Abth. 178— 214,03 und Mittags 1 Uhr zu Staden in der Wirthschaft von Bingmer von der Straße Friedberg—Staden Abth. 46— 52,76, Straße Ranstadt—Staden Abth. 206— 214,54 und von der Straße Schwalheimerhof— Nonnenstümpfen Abth. 162— 183,52 5) Dienstag den 17. Mal, Vormittags 9 Uhr, am Chausseehaus zu Ilbenstadt, von der Straße Ilbenstadt s Reichelsheim Abth. 167,68— 178 und der Straße Nieder⸗Wöllstadt— Hanau Abth. 161 206,48 und Mittags 2 Uhr auf dem Gemeindehaus zu Bönstadt, von der Straße Ilbenstadt— Büches Abth. 175,16—203. 6) Mittwoch den 18. Mal, Vormittags 9 Uhr, auf dem Selzerbrunnen bei Okarben, von der Straße Gießen bis Frankfurt Abth. 166-200 und Mittags 1 Uhr zu Vilbel in der Wirthschaft von Thuy, von der Straße Gießen— Frankfurt Abth. 200— 222,33 und Vilbel bis Offenbach Abth. 219— 222,7. 7) Freitag den 20. Mal, Vormittags 9 Uhr, zu Ober Eschbach im Darmstädter Hof, von der Straße Bonames— Homburg Abth. 0— 16,7. Friedberg den 5. Mai 1887. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Kranz. Arbeits-Versteigerung. Donnerstag den 12. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Wohnbach nachstehende 1753 Arbeiten öffentlich in Aceord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 158 60 Steinhauerarbelt 325 20 Schlosserarbeit 412 50 Weißbinderarbeit 14 40 Planirarbeit 29— Pflasterarbeit 175 20 Chaussiarbeit 92 80 Lieferung von Kalk 45 50 5„ Mauersand 51 50 5„ Cement 22— 7„ Kies 82 50 8„ Schichtpflastersteinen 480— 5„ Pflastersand 48— 1„ Grenzsteinen 20 50 Chausseebausteine zu brechen 10— Stelnfahren 10— Stelnaufsetzen und den Sand zu messen 22 20 Butzbach den 7. Mai 1887. Metzger, 1768 Bezirks⸗Bauaufseher. Die Tapeten-Fabrik von . Hochstätter& Söhne in Darmfladt empfiehlt ihr reichhaltiges Lager aller Sorten Tapeten zu festen billigen Preisen. 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Atteste als der beste aller bite Auteuiate Nur 1777 Die trauernden Hinterbliebenen. 1 9 Mit dem 1. Mai wurde meine Buchhandlung in Bad⸗Nauheim im Hause des Herrn B. Schwab, Parkstraße Nr. 356, wieder eröffnet und empfehle ich dieselbe den geehrten Einwohnern Bad Nauheims und der Umgegend mit dem Bemerken, daß die während der Saison in Bad-Nanheim befindliche 7 5 7 ö tit den neuesten deutschen, französischen und Leihbibliothek englifepen Werken von Bedeutung ergänzt worden ist. Schulbücher. Großes Lager in Schreib- und Zeichen- Materialen. Annoncen Expedition. 2 Aufträge werden in sauberster Buchdruckerei. Ausfährung rasch hergestellt. Depot des allein ächten Kölnischen Wassers von Johann Maria Farina, gegenüber dem Jülichs platz. Carl Bindernagel. . Das Großh. Taubstummen⸗Institut feiert am 21. Mai d. Is. sein 50jähriges Jubilaum. Voraussichtlich kommt zu diesem Feste von Auswärts eine größere Anzahl von erwachsenen Taubstummen; im Hinblick auf diese Gäste richten wir an die Bewohner Friedbergs, deren Wohlthätigkeitssinn so rühmlich bekannt ist, die ergebenste Bitte, daß sie Taubstummen für ein oder zwei Nächte(20. und 21. Mai) ein Obdach gewähren möchten. Sehr gef. Aner⸗ bietungen erbitten wir an die Herren Lehrer der Anstalt oder an uns abgeben zu wollen. Ebenso haben Herr Burgermeister Steinhäußer, Herr Hofmaler Gg. Hieronimus, Herr Seminar- Lehrer Wahl, Herr C. C. Weis, Herr Director der Blinden-Anstalt Schäfer, ihre freund— 5 liche Mitwirkung in dieser Angelegenheit erklärt. Das Festprogramm wird spaͤter noch bekannt gegeben. Friedberg den 8. Mai 1887. Großherzogliche Direction der Taubstummen⸗Anstalt. Wodaege. Gebrüder Strauß vis-A-vis der Post empfehlen doppelt breite, schwarze und farbige Cachemire per Meter M. 1., 1.20, 1.50 und hoͤher, doppelt breite, schönste bemusterte Kleiderstoffe per Meter 80 Pf. und höher, waschächte feinste und neueste Bett- und Kleiderkattune per Meter 40 und 50 Pf., Damen⸗Paletots, Umhänge und Regenmäntel per Stück von M. 5. an, Vorhänge, Tisch⸗ und Bettdecken, Teppiche ꝛc. ꝛc, alles in größter Auswahl zu enorm billigen festen Preisen. 1614 Chilisalpete, frisch eingetroffen, empfehlen billigst Gebr. Nothschild. i— 75 17 5 6273 Anzeige. Dem Wunsche mehrerer Interessenten entsprechend, werde ich in einigen Tagen die Prüfung von Blitzableitern auf ihre Leistungs- und Widerstandsfähigkeit vornehmen. 5 Diejenigen Besitzer von Blitzableitungsanlagen, welche sich dieser Prüfung anzuschließen wünschen, werden gebeten, bis zum 15. d. Mts. Anmeldung zu machen. Friedberg, 5. Mai 1887. Friedr. Fuendeling. Wir bringen hiermit zur gefälligen menntnißnahme, RS rr e e uc, Vieh⸗ 15 Gewerbesalz) 8. 5 Bettzeuge, Barchente U. Zwilch, I sowie fertige Betttücher und 5 Strohsäcke noch ausdrücklich hinzu, daß wir nur Siedesalze, kein 5 kauft man immer am besten und billigsten bei Steinsalz produziren.— Salzungen, 23. April 1887. Achtungsvollst Saline und Soolbad Salzungen. M. Netscher. Zum billigen Laden. 1383 2 Hauck. Ein ä Schreinerges elle 5 Schreinermeister Kohlas 1780 in e 50 Centner Weizen u. Haferstroh, Feinsten gebrannten 8 Kaffee sowte 40 Malter cartosfel sind noch abzugeben Kur- empfiehlt von M. 1.20 an per Pfund von G. M. Reuss Lager, Polstermöbel u. complete Betten eigenen Fabriiaz Zimmer- Elnrichtungen in Renaissanee-Styl, Sate Kartoffeln 1787 verkauft starl Mulch. Confirmanden⸗Auzüge von guten Stoffen, selbstgearbeitet, G. Schulhof. Kräftige, 5 gruene Pensée⸗ Pflanzen, das Stück 3 Pf., empfiehlt 1663 H. Bergner, Handelsgärtuer. 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