Dienstag den 8. Uovemher. J 132. Sberheffischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwo 1 5 5 ö 1 7 1 5 g 2 und freitag Abend ausgegeben. d Areisblatt für den Kreis Friedberg.(rscheint eee und Sündige g i N lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von re nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —.— Amtlicher Theil. betreffend: Den Rundgang der Wiesenvorstände im October 1887. Friedberg den 3. November 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir mern Sie 1 ö f 8 0 Fil S 0 Wir erinnern Sie an die alsbaldige Erledigung unserer Verfügung vom 12. September l. I., Kreisblatt Nr. 111. 1 4 J. BV., Ni f 8 f 5 s N Friedberg den 3. November 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. ö Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung unserer Verfügung vom 4. October l. J., Kreisblatt Nr. 118, noch im Rückstande sind verden an solche erinnert. e IJ. V.: Nebel. N detreffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernte-Ertrags im Jahr 1887 Friedberg den 4. November 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Soweit Sie die in rubricirter Angelegenheit vorzulegenden Tabellen noch nicht eingesandt haben, werden Sie an Vorlage binnen Tagen bei Meidung sofortigen disciplinarischen Einschreitens erinnert. Nei etreffend: Den Rundgang der Feldgeschworenen. J. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. 5 Ernaunt und verpflichtet wurden: Heinrich Aledter IV., Landwirth, und Heinrich Appel I., Landwirth, beide von Wölfersheim, als eldgeschworene. 1 N 1 . Ausschreiben. Philipp Velgen aus Burg⸗Solms, Kreis Wetzlar, hat den seither bei Oeconom Merz in Kloppenheim innegehabten Dienst am 31. v. Mts. heim⸗ ch verlassen und steht im Verdacht, die seinem Mitknecht Georg Wolf von Bönstadt damals abhanden gekommenen Gegenstände, als: zwei Paar englisch-lederne Hosen, e eine weiß, die ondere schwarz, zwet Stoffröcke, schwarz und blau und gelb und blau karrirt, zwei Stück leinene blau und roth gestreifte Hemden, ein Paar frisch sohlte Stiefeln, ein Paar Unterhosen, zwei Mützen, einen alten Hut, sowie eine Rohrpeitsche entwendet zu haben. g Um Recherchen nach dem Aufenthalt des Verdächtigen und den vorbezeichneten Gegenständen wird gebeten. Friedberg den 3. November 1887. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner. Bi a ü n m ach un g. Letreffend: Die Nachsuchung der Verechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse] während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten 2 le* ie Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen,[und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches fuͤr Zöglinge -a 1 0 verden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu von hoͤheren Schulen(Gymnasien. Realschulen, Progymnasien und * 0 eachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle roth. penteg liernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte 1 Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird 1 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission l ur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den 1 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht[Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, er vollendetem 7. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme es Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben. gleichgestellten 0. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum ein— Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien! und ihrigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April Realschulen J. Ordnung, sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz⸗ f ordnung(J. Theil der Wehrorduung vom 28. September 1875— esselben Jahres zu erbringen. 15 ö er du n 28. Septer 0 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und Regierungsblatt Jer. 55 von 18750 ausgestellt sein müssen. l hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwenden. Im Uebrigen wird auf die Vestimmungen der§§. 88, 89, 90, 93 uch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. und 94 der angeführten Erfatordnung verwiesen.. 1 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts- Großherzo 911 ch 9 essische P r fun s: Commission ö Fugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormunds mit für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. iet er Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen Niles Deutsches Reich nach Darmstadt. Der Bureauassistent Uhrhan in Darm- der Untersuchung die Erlaubniß zu einer beschleu— 1 ü* stadt ist in den Ruhestand getreten. Gestorben ist der nigten Rückkehr des Kronprinzen nach Deutsch— i rn 5 pen wateie Head in Wege bent, j land, die bisher erst für das kommende Früh— it mit dem Prinzen Heinrich von Preußen heute in ders dan t beute e, eee 8 u 1 of N 5 f 1 jahr in Aussicht genommen war, abhängen. ur Theilnahme an der kaiserlichen Hofsagd nach beim Aufziehen der Wache wieder an dem be⸗ 1 eie Wen Springe(Hannover) abgereist. kannten Eckfenster erschienen, mit ungeheurem— 3. Nov. Prinz enen sich heute J' öpfi Zublikums begrüßt. zur Hubertusjagd von Potsdam aus zu Wagen — Der Landtag tritt nach der Darmst. Ztg.] Jubel des tausendköpfigen Publikums begrüßt. N 0 ö e le f stem Erfolge nach Jagdschloß Grünewald. Von Berlin aus am 24. November zusammen. Der Monarch hat heute mit bestem Erfolg e de eee — Die Landessynode tritt am 8. Novbr. mehrere Stunden außer dem Bette zugebracht. hatte sich N e Herbstwel er eine ganz bieder zusammen.— 5. Novbr. Die Reconvalescenz des Kaisers außerordentliche Menscheumenge in Grünewald — Der Lehrer an dem Schullehrerseminar sschreitet regelrecht fort; der Kräftezustand bessert erden, in dem farbenbunten Schauspiel Alzey Dr. Weckerle wurde auf Nachsuchen ssich langsam, macht aber noch größere Schonung der Jagd eee 8 155 5 N ans dem Staatsdienste entlassen und der Wagen⸗ nothwendig. Der Kronprinz ist gestern mit. 5. Nov. Petersburger Telegramme im härter bei der Main-Neckar⸗Eisenbahn Venuleth milie nach San Remo übergesiedelt. Von dort Brüsseler Nord signalisiren die Hlerhentundt des den Ruhestand versetzt hat heute, der„M. Z.“ zufolge, Dr. Mackenzie Zaren für den 16. d. Mts. Officiell ist hier — Post⸗Personalnachrichten. Versetzt sind der Tele- die telegraphische Aufforderung erhalten, hinzu— nichts Näheres über die Hierherkunft bekannt; gapphenditttor Kuß von Darmstapt nach Flensburg, des kommen. Er wird am Dienstag in San, Remo daß Giers kommen werde, wird allerseits bestritten. ö da e nach eintreffen. Nach dem„Berliner Tagebl.“ wird 8 Der Ertrag der Nachsteuer für Brannt⸗ eee ede Flad ven Kale Dr. Mackenzie auf Wunsch der Kronprinzessin wein wird auf 10 wiillon Mort geschah Rur. nsch Offenbach, der Postsekretär Fricke von Malnz nach nach San Remo kommen, um eine erneute Prü- von dürften 10 Million, die baar bezahlt sind, Lucslau, der Telegraphenamtsassistent Michel von Bingen fung der Stimmbänder des Kronprinzen vorzu— dem laufenden, die andern 8, da für 6 Monate 6. en ee e nehmen. Möglicherweise soll von dem Ergebniß sereditirt, dem Etat pro 1888/89 zu Gute kommen. Die Herauszahlungen an die Bundesstgaten be— laufen sich auf etwa 266 Million, wovon 180 Million auf die Branntweinsteuer, 20 Million auf die Stempelabgaben für Werthpapiere ꝛc., der Rest auf Zölle, Tabaksteuer und Aversen kommen. — Die jüngste Reise des Grafen Herbert Bismarck nach Friedrichsruhe wird mit dem be— vorstehenden Besuch des Zaren in Berlin in Verbindung gebracht. Der Staatssecretär hatte vor seiner Abreise eine einstündige Unterredung mit dem russischen Botschafter Graf Schuwalow. — Der Finanzminister hat die Provinzial— Steuerdirectoren angewiesen, die unteren Organe der Steuerverwaltung dahin zu instruiren, daß sie bei Handhabung des Branntweinsteuergesetzes und Vollzug der Ausführungsbestimmungen nicht engherzig verfahren, sondern das thunlichste Ent— gegenkommen zeigen. Fulda, 4. Nov. Die Bischofswahl ist heute vollzogen worden. Zum Nachfolger Kopp's wurde Stadtpfarrer Weiland von Wiesbaden gewählt. Aachen. In der letzten Woche des Monats September ist, wie bereits mitgetheilt, ein an— geblicher Complice Lieske's, des Mörders des Frankfurter Polizeiraths Rumpf, hier verhaftet worden. Die Fr. Ztg. erfährt hierüber aus anscheinend zuverlässiger Quelle Folgendes, ohne jedoch für die Richtigkeit der Einzelheiten ein— stehen zu können. Der Verhaftete war seit kurzer Zeit in einer benachbarten belgischen Stadt als Aushilfskellner in Dienst und beabsichtigte seine noch in Deutschland weilende Frau nebst Kin— dern zu sich zu nehmen. Im Rausche soll er sich seinem Prinzipal offenbart haben, worauf letzterer die preußische Polizei in Aachen benach richtigte und mit derselben Verabredungen traf Der Kellner ließ sich verleiten, mit seinem Herrn eine Reise nach Aachen anzutreten,„um die dortigen Manöver zu besichtigen“. Bereits in Herbesthal, der preußischen Grenzstation, stiegen Polizisten in Civil zu den Beiden in den Zug und dann erfolgte die Verhaftung des angeb lichen Genossen Lieske's. Freiburg, 5. Nov. Vorgestern wurde hier durch den Staatsanwalt, den Untersuchungsrichter und einige Criminalschutzleute bei drei Social— demokraten Haussuchung gehalten. Das Ergeb— niß scheint ein für die Betreffenden gravirendes gewesen zu sein, denn die Soclaldemokraten wur— den in Haft genommen. Ein weiterer Gesin— nungsgenosse der Verhafteten wurde gestern ein— gezogen. Es handelt sich um die Verbreitung socialistischer Schriften, die dem Vernehmen nach den nunmehr unter Anklage Gestellten durch einen Bahnbediensteten aus der Schweiz ver— mittelt wurden. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. In hie— sigen diplomatischen Kreisen wird behauptet, daß in Fürst Bismarcks Auffassung der bulgarischen Frage ein Umschwung zu Gunsten der bestehen— den Regierung eingetreten sei. Der Kanzler soll die Befestigung der Dynastie Koburg begünstigen und entschieden jede gewaltsame Störung der dahinzielenden Bestrebungen mißbilligen. — 5. Nov. In einer vertraulichen Sitzung des ungarischen Delegations-Ausschusses wurde nach dem Fr. J. heute die äußere Lage erörtert. Auch Kalnoky war zugegen. Der Beucchterstatter Falck erklärte, die Lage sei klarer als jemals, Fragen daher eigentlich überflüssig. Falck gab im Namen der Mehrheit eine Vertrauenser— klärung für Kalnoky's Politik. Auch Apponyi und Andrassy schlossen sich der Vertrauenser— klärung au. Die wichtigste Bemerkung Kal— noky's geschah auf Anfrage Andrassy's ob nicht eine Lösung der bulgarischen Angelegenheit durch einen gemeinsamen Schritt oder durch einen Mehr— heitsbeschluß der Mächte möglich sei. Kalnoky antwortete, obwohl die Bestimmung des Ber— liner Vertrages nicht völlig klar erscheine, sei doch dafür zu halten, daß nicht ein Mehrheits— beschluß, sondern die Zustimmung aller Mächte erforderlich sei. Uebrigens fehle die Vorbe— dingung, daß die Pforte selber den Fürsten an— erkenne, auch sei nicht die bulgarische Frage das wichtigste, sondern die allgemeine Spannung der Lage. Der Gesammteindruckder Auseinandersetzung war jedoch nach allgemeinem Urtheil friedlich. Prag. Auf die beschlagnahmte ezechische Hetz— schrift wurden auch in Petersburg größere Be— stellungen gemacht, die natürlich wegen der Be— schlagnahme nicht ausgefuhrt werden konnten; als der Staatsanwalt einschritt, waren indeß schon 1000 Stück vergriffen. Holland. Haag. Auch Holland lehnte die Theilnahme an der Pariser Weltausstellung ab. — 5. Nov. Die Erste Kammer nahm in der zweiten Lesung die Aenderung der Verfas— sung vollständig an. Die neuen Kammern wer— den im Frühjahr 1888 auf der Grundlage des neuen Wahlrechts gewählt werden. Belgien. Brüssel, 4. Nov. In Produits sous Fleuu nahmen sämmtliche Grubenarbeiter die Arbeit wieder auf. In Quaregnon und Paturages feiern noch 420 Arbeiter. — Nach längerer Ruhe machen sich die bel— gischen Anarchisten wieder bemerkbar. Mit Todten— köpfen geschmückte Anschläge fordern zur Theil— nahme an einem großen Meeting auf, in dem gegen die Hinrichtung der Anarchisten in Chi— gago protestirt werden soll. An den sattsam bekannten Brandreden wird es dabei nicht fehlen. Irgend welche Beachtung sinden aber die Er— güsse der Anarchisten auch in Brüssel in keiner Weise. Frankreich. Paris, 4. Nov. Das fran— zösische Ministerium hat gestern in der Frage der Rentenconversion einen Sieg errungen. Das Princip der Conversion wurde mit 239 gegen 223 Stimmen angenommen, worauf das ganze Gesetz mit 276 Stimmen gegen 161 zur An— nahme gelangte. Großbritannien. London, 4. Nov. Auf Trafalgar-Square fand heute wiederum eine Versammlung der Beschäftigungslosen statt. Als socialistische Führer aufrührische Reden an die Menge begonnen hatten, schritt die Polizei ein, verhaftete zwei Redner, Namens Webb und All— mann, und trieb die Menge auseinander; die rothen Fahnen wurden weggenommen. Auf dem Polizeibureau wurde Allmann freigelassen, Webb jedoch in Haft behalten. — 5. Nov. Nach einem Telegramm aus Durban erschien Undabuko gestern vor dem Gouverneur von Natal in Ekowe, bestritt den Schutz der Boers gegen die Engländer angerufen zu haben, und entschuldigte sich wegen einer früheren Weigerung zu erscheinen. Dinizulu ist bisher nicht erschienen Dublin. Die Regierung wird gegen die Theilnehmer an der letzten verbotenen nächtlichen Versammlung in Woodromd, in der die Pro— klamation des Vicekönigs verbrannt wurde, ge— richtlich vorgehen. Unter den Theilnehmern be— finden sich auch die Parlamentsmitglieder Row— lands, Gill Sheehy und der Seecretär des Dubliner Lordmayors, Denehy. Spanien. Madrid, 4. Nov. Im Prozeß gegen den des Attentats auf den Marschall Bazaine angeklagten Hillairand erklärten die Aerzte, derselbe habe zwar mit Bewußtsein ge— handelt, aber unter dem Eindruck zeitweiliger Geistesstörung. Italien. Neapel, 2. Nov. Trotz ziemlich stürmischen Wetters gingen heute die Transport— damfer„Polcevra“,„Sumatra“,„Gottardo“ und „Archimede“ mit 115 Offizieren, 2991 Mann, 478 Mauleseln und Pferden nach Massauah ab. Rom. Aus London wird gemeldet, daß der dortige italienische Botschafter Graf Corti bald nach seiner Rückkehr von seinem Urlaub plötzlich aus unbekannten Gründen abberufen worden ist, man vermuthet, infolge einer persönlichen Ver— stimmung zwischen ihm und Crispi. Bulgarien. Sofia. Der bulgarische Exarch in Constantinopel wies den Metropoliten Clement telegraphisch an, dem Befehle der bul— garischen Regierung, nach Tirnowa zu gehen, zu trotzen, in Sofia zu verbleiben und sein Amt 1 als Stell⸗Vertreter des Exarchen auch ferner auszuüben. N Rußland. Petersburg. Vor einigen Tagen ist man hier in einem Hause am Jekaterinenhofer Prospekte, in der Nähe des Katherinen-Canals, welches einem Apotheker Namens Schuppe ge⸗ hört, neuen nihilistischen Anschlaͤgen auf die Spur gekommen. Es wurden Dynamitbomben und andere compromittirende Materialien mit Beschlag belegt und Verhaftungen vorgenommen. Amerika. New ⸗Pork, 5. Novbr. Nach⸗ richten aus Chicago zufolge wird das Gefängniß, worin die zum Tode verurtheilten Anarchisten sich befinden, stark bewacht. Zwei Compagnien Polizeisoldaten, bewaffnet mit Bajonnetgewehren und Revolvern, sind im Innern des Gefängnisses, eine andere Compagnie außerhalb aufgestellt und weitere Abtheilungen in Bereitschaft gehalten. Die Anarchisten Tielden, Schwab und Spieß wandten sich an den Gouverneur mit der Bitte, das Ur— theil abzuändern. Aus allen Landestheilen gehen dem Gouverneur von Illinois Petitionen zu, welche um Milde bitten. Aus Stadt und Land. Ober⸗Ramstadt. In der hiesigen Gemeinde treten Masern und Scharlach, besonders unter den Kindern, in schreckenerregender Weise auf. Innerhalb 11 Tagen haben 23 Sterbfälle stattgefunden. Allerlei. München, 5. Nov. Der Prinz⸗Regent hat das vom Schwurgerscht Bayreuth über den Zuchthaussträfling Wild gefällte Todesurthell bestätigt, da Gründe zur Begnadigung nicht vorlagen. Wie bekannt, hat Wlld in dem Zuchthause Plassenburg einen Gefängnißaufseher ermordet. London, 2. Nov. Der Sonntagssturm ist gestern mit erneuter Heftigkeit zurückgekehrt, hat ganz Großbri⸗ tannien mit Regengüssen überschwemmt und die Küsten mit Strandgut bedeckt. Im St. Georgs⸗Canal zwischen England und Irland kobte er am wüthendsten, gefährdete die Postdampfer und riß in der Nachbarschaft der Lan— dungsstation Holyhead den Eisenbahndamm halb weg. In Mersey trieb er losgersssene Schuner gegen die Brücken; bei Cardiff zerstörte er eine Menge kohlenbeladener Küsten⸗ schiffe; vor Plymouth entankerte er das Panzer ⸗ Schiff Conqueror und unterwühlte den Eisenbahndamm. Von allen Selten laufen ähnliche Berichte ein, namentlich aber aus Belgien. Handel und Verkehr. Friedberg, 5. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80—0.90. Eier 1 St. 8 Pf. Butzbach, 5. Novbr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.95— 0.00. Käse per Pfd. 45—46 Pf., Eler 1 Stück 8 Pf. Homburg, 5. Nov. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.—4.50, per Gescheid 8—9 Pf., Eier per Stück 6 und 7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.00, 2. Qual. M. 0.90. Gießen, 2. Nov. Auf dem heute und gestern ab— gehaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 994 Stück Rindvieh und 1835 Schweine. Die Preise bei ersterem standen dem letzten Markte gleich, während bei letzteren ein Rückgang bemerkbar war. Nächster Markt Dienstag den 22. und Mittwoch den 23. d. Mts. Gießen, 5. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.95 1.00., Eier per St. 7 Pf., Käse per St. 4—7 Pf., Tauben per Paar 40—50 Pf., Hühner per St. M. 0.85— 1.00, Hahnen per St. M. 0.50 bis 0.80, Enten per St. M. 1.40— 1.80, Gänse per Pfd. 40— 50 Pf., Ochsenfleisch per Pfd. 58— 60 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 45— 50 Pf., Schweinefleisch 54 bis 60 Pf., Hammelfleisch 4060 Pf., Kalbfleisch 4046 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50— 4.50, Zwiebeln per Ctr. M. 6.90—7.00., Weißkraut per Stück 4—9 Pf. Frankfurt, J. Nov. Der Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete 100 Kilo M. 6.60— 7.60, Stroh M. 4.40— 4.80. Anf dem Kartoffelmarkte waren 31 Wagen mit 350 Malter Kartoffeln zugefahren. Die Preise waren gefallen und wurde 100 Kilo mit M. 3.40 bis M. 3.80 bezahlt. Butter 50 Kilo M. 90-93, Eier das Hundert M. 5.80— 7.50, Erbsen 100 Kilo M. 18 bis M. 21.50, geschälte Erbsen M. 2080, Linsen M. 28—45, Bohnen M. 21—24, Weißkraut 50 Kilo M. 3—5, Zwiebeln 50 Kilo M. 6—8, Mohrrüben M. 6—8, Kastanten der Ctr. M. 15, Maronen M. 18, Citronen 100 Stück M. 8, Orangen 100 Stück M. 10 bis M. 12, Mäusekartoffeln 50 Kilo M. 10. Hammel⸗ fleisch ist um 5 Pf. abgeschlagen. Frankfurt, 5. Nov. Wochenmarkt. Ganze Erbsen per Pfund 12—16 Pf., geschälte Erbsen 14— 18 Pf., Linsen 18—28 Pf., weiße Bohnen 1820 Pf.— Butter das Pfd. M. 1.— 1.30, Eier das Stück 6—8 Pf.— Hammelfleisch ist um 5 Pfennig per Pfund abgeschlagen, die übrigen Flelschpreise unverändert.— Hahn M. 0.70 bis 1.80, Huhn M 1.— 2.20, Welsche M. 10.—12., Gänse bei 600 Stück auf dem Markt per Pfd. 65 bis 70 Pf., Ente M. 2.—3.50, Taube 4060 Pf., Pou⸗ larden M. 2.50— 3.50, Capaun M. 3.50 5.— Kar⸗ toffeln das Gescheid 1015 Pf., Gelberuͤben 8 10 Pf., lt den l! N t Pf., Kastansen per Pfund N ö f * ö 1 1 1 Näheres bel dem General⸗Agenten MN. N Donnerstag den 10. d. Mts., % ebm Qu rotten 12—15 Pf., Spinat 40—50 10 f., Blumenkobl 40-80 Pf., 9 Pf., Endivien 8— 15 Pf, Eskarol 12 12 Pf., weiße ben— 1 Pf., Romainsalat 1530 Pf., 1 1 re die Portton 20-25 Pf, Schwarz- igel 50—80 Pf., kleine Zwiebeln der Liter 30 bis Pf, neue Zwiebeln der Ctr. M. 7. 8., das Gescheld . Sellerie 10 20 Pf., Meerretlig das Stück J Pf., Mäusekartoffeln das Gescheid 20— 25 Pf., Wirsing 20 Pf., Weißkraut 10—15 Pf., Rotbkraut 20 bis 15—18 5 Pf., Römischkohl die Portion 2030 W, n 5 bchen das Pfd. 25— 30 Pf., Perlzwlebeln das Pfund 5 Pf., Zuckergurken 12— 20 bf, Kohlrabi 34 Pf. Repertoir⸗ Entwurf der bereinigten Stadt Theater in Frankfurt. Opernhaus. Lenstag den 8. Gastspfel des Herrn Friedrich Haa Naxelß. Erhöhte Eintrittspreise. 0 itwoch den 9: Die Fledermaus. Große Preise. nnerstag den 10 Gastspiel des Herrn Friedrich Haase Neu einstudirt: Der Probepfell. Erhöhte Eintritts— prelise. Außer Abonnement deltag den 11.: Die Räuber Große Preise. Samstag den 12. Vorletztes Gastspiel des Herrn Friedri 2 5 Im Vorzimmer Sr. Exeellenz. Hiesl: 15 November. Sodann: Kleine Gefälligketten. Zum 5 Eine Partie Piquet. Erhöhte Eintrittspreise. Bel aufgehobenem Abonnement, Sonntag den 13 Letztes Gastspiel des Herrn Haase. Zum letzten Male: Richeltue oder: schwoͤrung. Schauspiel in 5 Aeten von L. Erhöhte Eintrittspreise. N Schauspielhaus. enstag den 8.: Der Wildschütz. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 9. Zu Schillers Geburtstag. Vorstellung bei ermäßigten Preisen: Don Carlos. Außer Abonn. Donnerstag den 10.: Cid. Gewöhnliche Preise. Freitag den 11. Geschlossen Samstag den 12. Idomeneo. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 13.: Prolog. Lebendes Bild. Hlerauf: Don Juan. Gewöhnliche Preise. Elterarisches. Dahelm. Nr. 5 enthält: Eulen und Krebse. Forts. — Der König überall. Von B. Rogge. Mit Illustr. (— Auf der Hirschbrunst in den bayrischen Bergen. A. von Perfall. Mit Illustr.— Allerseelen Fr. Reiß.— Der Stammhalter. Mit Bild. Friedrich die Ver⸗ Bulwer. Von Bild von Die Grab schrift eines Knappen.— Der jüngste Kalser. Von Th. Trede.— Schwarz Roth-Gold.— In unserer Spielecke. — Aus der Zelt— für die Zeit.— Frauen-Dahelm. Geld- Cours. Frankfurt am 5. November 1887. Geber. M. Pf. 16. 15 16. 14 20. 34 16. 74 9. 62 . 62 4. 20 Rehmer. M. Pf. 16. 12 16. 11 20. 29 16. 69 9. 58 9. 58 4. 16 20⸗-Frankenstücke do. in ½ Englische Sovereigns Russische— Ducaten. 8 5 al mareo 1 Dollars in Golde. Buxkin, Kammgarne für Herren- und Knaben⸗ kleider, garantirt reine Wolle, nadelfertig, circa 140 em breit à Mark 2.35 per Meter, versenden direkt an Private in einzelnen Metern, sowie ganzen Stücken portofrei in's Haus Oettinger und Co., Frankfurt am Main, Buxpkin⸗ Fabrik⸗Depot.— Muster⸗Collektionen bereitwilligst fraveo 2695 Arbeits-Vergebung. 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