8d. Bienstag den 6. September. M 105, Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 3 725.. rschei g öchentli di und Freitag Abend ausgegeben. 0 Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. iunoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. An die Bewohner Friedbergs und der Umgegend. Zur Feier des Geburtstages S. K. Hoheit des Großherzogs wird Montag den 12. l. Mts., Nachmittags 1 Uhr, n Festessen im Hötel Trapp dahier stattfinden, zu welchem die Bewohner der Stadt Friedberg und der Umgegend hierdurch freundlichst geladen werden. Auswärtige, sowie sonstige hiesige Einwohner, welchen die in Umlauf gesegte Liste etwa aus Versehen nicht zukommen sollte, erden gebeten, bis zum 10. l. Mts. ihre Anmeldung im Hötel Trapp zu bethätigen. Die Bewohner der Stadt Friedberg werden ersucht, uch Schmücken ihrer Häuser zur Feier des Tages mitzuwirken. 5 Im Auftrag des Comité's: n Friedberg den 5. September 1887. Dr. Braden, Kreisrath. Ccrispnu *.. 0 1 N 1 Nchradt . In N 1 Amtlicher Theil. etreffend: Reblausangelegenheiten. Friedberg den 3. September 1887 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 6 Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie sofort in ortsüblicher Weise veröffentlichen. Dr. Braden. 125 f Bekanntmachung. Die vielen in Biebrsch gefundenen Reblausherde und die Fesistellung der Thatsache, daß durch Abgabe von Reben aus dem Schloßgarten, seien es bewurzelte her blinde gewesen, die Verbreitung stattgefunden hat, lassen die Möglichkeit zu, es könnten auch nach Hessen Einschleppungen stattgefunden haben. Ich fordere deßhalb alle Diejenigen, welche überhaupt fremde Reben in den letzten Jahrzehnten angepflanzt haben, namentlich aber Diejenigen, welche aus dem 55 L cbescher Schloßgarten, der Busse'schen Obstschule zu Cannstadt oder Simon'schen Anstalt zu Plantières bei Metz solche bezogen haben, auf, mir sofort Kenntniß davon etzen du geben. Die Untersuchung der Stöcke wird dann umgehend angeordnet werden. en rbrbeft, 14 Es bedarf wohl kaum eines Hinweises auf die große wirthschaftliche Bedeutung des Weinbaues für unser Land und die Gefahr, welche demselben durch Ver— beitung der Reblaus droht, um Jeden, der ein Herz für unseren Nationalwohlstand hat, zu veranlassen, seinerseits mitzuwirken, solche ganz abzuwenden, oder wenigstens 3 5 ert.! 81 lange binzuhalten als menschliche Kräfte es vermögen. t Sedier zz 5 Pfeddersheim den 29. August 1887. J. Möllinger, Reichs commissär. un trance V 7560 gl. Der Großherzogliche Kreisrath des Kreises Friedberg ehrt sich die Herren Bürgermeister der Gemeinden des Sparkassebezirks Friedberg-Butzbach mit Bezug auf§. 7 der Statuten des Mathilden- te in its auf Montag den 19. September 1887, Vormittags 9½ Uhr, in den Rathhaussaal zu Friedberg zur Erledigung zalle der Großherzogliche Bürgermeister verhindert sein sollte, ist der Beigeordnete und in dessen Verhinderung ein Gemeinderathsmitglied un Erscheinen einzuladen. 5 Friedberg den 19. September 1887. Dr. Braden. idehüten lgenden Gegenstandes der Tagesordnung einzuladen: Wahl von je drei Mitgliedern des Verwaltungsraths der beiden Kassenbezirke. Im 1 e web-m de 1. eeren, heeren, Einladung der auf Montag den 19. September 1887, Vormittags 10 Uhr, auf Grund des F. 9 der Statuten anberaumten General- ——.— des Mathildenstifts Friedberg-Butzbach. Die Versammlung findet in dem Rathhaussaale zu Friedberg statt und kommen in % örselben, mit Bezug auf F. 8 der Statuten zur Verhandlung: Birntugttüb, N 8 a N 1 e 5 75 ne Ari r 2. Erstattung des Verwaltungsberichts der Mathildenstiftung für verwahrloste Kinder zu Friedberg. 5 3. Festsetzung des Voranschlags für 1888. La r,. 4. Errichtung einer Landes-Creditkasse für das Großherzogthum Hessen. nanu A 5. Ergänzung des Vorstandes. * u recht zahlreichem Besuche ladet ein. 5 rolle f Pieds 7—. 9 1887. Der Präsident des Mathildenstifts Friedberg-Butzbach. 3 5 1 Dr. Braden. 6 . hen 5 5 b ele Bekanntmachung. 1 1 etreffend: Zusommenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Kloppenheim. 1 a a 3 N 6 illlle Bei der am 3. September l. J. stattgehabten Wahl der Ausführungscommission wurden gewählt: 1. Andreas Ullrich, 2. Heinrich 18 appel, 3. Tobias Harth II., als Commissionsmitglieder; 4. Verwalter Stahl, 5. Bernhard Ullrich, b. Karl Baßmann, 1 Ersatzmänner. 1 wird dieses Resultat mit dem Bemerken zur offentlichen Kenntniß gebracht, daß die Wahlakten 14 Tage lang auf dem Amtszimmer der 1 5 13 l isterei K f ˖ f i ändigkeit der Abstimmung innerhalb genannter Frist, vom tschel droßh. Bürgermeisterei Kloppenheim offen liegen und Einwendungen gegen die Rechtsbeständigkeit de 901 . Nelf ge des Eicheln dieser Bekanntmachung an gerechnet, bei dem Kreisausschusse des Kreises Friedberg vorzubringen sind. 37 f 3. S 87 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ö här Friedberg den 3. September 1887. n 0 Bekanntmachung. 11 Bin treffend: Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Okarben. 2 0 Bei der am 3. September l. J. stattgehabten Wahl der Ausführungscommission wücden een 1. Georg 1 0 Heinrich U eur Schmiegel, 3. Wilhelm Hensel, als Commissionsmitglieder; 4. Andreas Ullrich, 5. Karl Klöppel, 6. Wilhelm Luther, als Ersatzmänner. 15 f* Es wird dieses Resultat mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Wahlakten 14 Tage lang auf dem Amtszimmer 1 er Großherzoglichen Bürgermeisterei Okarben offen liegen und Einwendungen gegen die Rechtsbeständigkeit der Abstimmung innerhalb genannter „ ln ift, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, bei dem Kreisausschusse des Kreises Friedberg vorzubringen sind. „ een ee t f 80 den 3. September 1887 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. — 1 15 6 Friedberg den 3. Septe. Dr. Byraden. 1 11 4 5 1 A 6 0 N 0 3 ist wegen Dlebstahls die Untersuchungshaft verhängt. Ich ersuche um dessen Verhaftung 2 Steckbrief. Gegen Wißner, Georg, aus Königsberg, Kreis Biedenkopf, e f N Der rose ctzogliche Amtsanwalt. 95— Ablieferung in das Haftlocal zu Friedberg. Kolb. Frledberg den 3. September 1887. 14 3— Deutsches Relch. Berlin, 2. Sept. Wie der„Reichsan⸗ zeiger offieiell meldet, fiel der Kaiser gestern während des Umganges nach dem Parade-Diner in Folge einer Unebenheit des Fußbodens auf die linke Hüfte und den linken Ellenbogen und zog sich hierdurch eine maͤßige Quetschung der genannten Theile zu, setzte aber hierauf die Unterhaltung mit verschiedenen Gaͤsten im Um— hergehen noch längere Zeit fort. Sein Schlaf in der Nacht war im Ganzen befriedigend. Der Kaiser ist heute kurz nach 9 Uhr aufgestanden.— 3. Sept. Wie der„Reichsanzeiger“ heute offi— ciell meldet, hat der Kaiser noch an den Folgen des Ausgleitens zu leiden und ist durch örtliche Schmerzen am Ellenbogen und an der Hüfte in der Nachtruhe beeinträchtigt worden. Der Kaiser hat daher zu seinem großen Leidwesen die Reise nach Königsberg aufgeben müssen.— 4. Sept. Der Kaiser verblieb am gestrigen Abend in seinem Arbeitszimmer. Morgen kehrt das Kaiserpaar nach Babelsberg zurück, wo es voraussichtlich die ganze nächste Woche verbleiben wird. Seit— dem es feststeht, daß der Kaiser nicht zu den Manövern geht, ist auch die Zusammenkunft mit dem Kaiser von Rußland als aufgegeben anzusehen. — Von zuverlässiger Seite wird mitgetheilt, daß innerhalb der Reichsregierung Erwägungen sowohl in Betreff der Erhöhung der Getreide— zölle als der Beseitigung des Identitätsnach— weises stattfinden, daß dieselben jedoch noch nicht zum Abschluß gelangt sind. Der Reichstag wird in diesem Herbste früher als sonst, jedenfalls für Anfang November berufen, um die Frage der Getreidezölle, wie die Handelsverträge zu be— rathen. Augenblicklich werden die diesbezüglichen Arbeiten eifrig gefördert. Wilhelmshaven, 3. Sept. Das ge sammte Manövergeschwader ist unter dem Be— fehl des Contre-Admiral Paschen auf hiesiger Rhede eingetroffen. Stuttgart. Ein königliches Rescript be— ruft den Landtag zur Berathung der Brannt— weinsteuervorlage zum 13. September ein. Straßburg. Die hiesige Bürgermeister— frage ist entgültig entschieden. Back bleibt und gibt seinen Posten als Unterstaatssecretär auf. Ausland. Oestereich-Ungarn. Wien. Die Her— zogin Thyra von Cumberland ist aus der Döb— linger Irrenanstalt nach Gmunden in die dortige Villa Hannover übergesiedelt, wo sie ihrer Ent— bindung entgegensieht. Der Gemüthszustand der Herzogin ist ein verhältnißmäßig günstiger, so daß eine völlige Heilung nicht ausgeschlossen erscheint. Konitz(Mähren), 3. Sept. Die Manöver fanden heute mit einer Revue aller Truppen vor dem Kaiser ihren Abschluß. Der Kaiser gab dem Offiziercorps und den Commandeuren der Truppen in einer Ansprache seine Zufrieden— heit zu erkennen und wird heute Abend abreisen. Holland. Amsterdam. In hiesiger Stadt sind bei den Wahlen zur zweiten Kammer sämmt— liche Candidaten der liberalen Partei mit großer Majorität gewählt worden. Belgien. Ostende, 2. Sept. Ein eng⸗ lisches Fischerboot lief heute in den hiesigen Hafen ein. Unter dem Schutze der Gendarmerie und der Polizei wurden die Fische ausgeladen und ver— kauft, ohne daß ein Zwischenfall vorgekommen ist. Frankreich. Paris, 4. Sept. Officiöse Depeschen aus Toulouse bezeichnen die Mobil— machung bis jetzt natürlich als vollkommen ge— lungen: die Mitwirkung des„Civilelements“ werde in der Armee sehr geschätzt und es herrscht zwischen Militär und Civilisten vollständige Ein— tracht. Bei der Requirirung der Pferde freilich sei man einem gewissen Widerstande bei den Be— sitzern von Luxuspferden begegnet, und in der Umgegend von Toulouse zahlten die Pferdebesitzer lieber Strafe. Großbritannien. London, 2. Septemb. Die königliche Nacht„Victoria und Albert“ wurde in Folge stürmischer Witterung an der Insel Wight zurückgehalten und kam erst gegen Abend mit der Kronprinzessin nebst deren Töchtern vor Sheerneß an. Die Pacht geht heute nach Port Victoria, und wird dort den Kronprinzen auf— nehmen, worauf die Abreise nach Vlissingen erfolgt. Türkei. Constantinopel. Einer Meldung des„Reuter'schen Bureaus“ aus Sosia zufolge hätte, nach einer offtciellen Mittheilung an die Regierung, die Pforte die Mission des russischen Generals Ernroth acceptirt. Bulgarien. Sofia, 2. Sept. Heute wurde das Cabinet definitiv gebildet. Stambulow wurde Präsident und Minister des Innern, Mutkurow Kriegsminister, Stoilow Justiz, Stransky Aeuße— res, Natschevitsch Finanzen, Zivkow Unterricht. — 3. Sept. Meldung der„Agence Havas“. Wie es heißt, herrschte in dem gestern abgehal— tenen Ministerrathe unter dem Vorsitze des Prinzen von Coburg die Anschauung vor, daß die Mission Ernroth's bulgarischerseits nicht zugelassen wer— den dürfe, selbst wenn die Mächte die Mission billigten. Der„Köln. Ztg.“ wird von hier tele— graphirt: Die Regierung ist entschlossen, keinen russischen Commissär über die Grenze zu lassen, falls dieser die Mission hätte,„gegen die bul— garischen Interessen“ zu wirken, oder falls dessen Entsendung nicht den Bestimmungen des Ber— liner Vertrages entspräche. Der„Nord“ sagt, materielle Schwierigkeiten verlängerten die Dauer der Unterhandlungen bezüglich Bulgariens. Es sei nicht die Rede davon, einen russischen Ge— neral nach Sofia zu entsenden; das könnte erst an dem Tage geschehen, wo es der Türkei ge— lungen sei, die gesetzmäßige Lage der Dinge gegenüber den Verletzungen des Berliner Ver— trags zur Geltung zu bringen.— 4. Sept. In dem heute abgehaltenen Ministerrathe ist, wie verlautet, beschlossen worden, die Wahlen zur Sobranje auf den 9. Oct. anzuberaumen und den Belagerungszustand am 8. Sept. aufzuheben. Rußland. Petersburg, 4. Sept. Eine Depesche des„Hamb. Corresp.“ aus Berlin be— stätigt, trotz des Dementis der„Kölner Ztg.“, die Nachricht, daß vor der Abreise des Zaren nach Dänemark ein Attentat auf denselben statt— gefunden habe. Der Zar erhielt einen Prell— schuß, der eine Quetschung des linken Armes verursachte. Trotzdem keine Blutung stattfand, ist die Verwundung doch schmerzvoll. Asien. Bombay, 2. Sept. Nach einer Reutermeldung wird aus Badakshan gemeldet, daß die russische Garnison in Kerki in der Rich— tung auf Herat abgezogen und neue russische Truppen nach Kerki zum Ersatze der bisherigen russischen Garnison gesandt seien.— Meldungen aus Kabul zufolge fand am 6. August bei Killai Katambator in der Nähe von Zulfikar zwischen russischen Soldaten und Soldaten aus Herat ein thätlicher Zusammenstoß statt. Aus Stadt und Land. ü. Friedberg. Auch ohne unseren bisherigen Fest— platz— der, trotz aller Bemühungen des Festeomités, leider nicht wieder verwendet werden konnte, weil die Bedingungen, unter welchen derselbe zur Verfügung ge— stellt wurde, für unsere Stadt geradezu unannehmbar waren— und trotzdem, daß der Himmel sich drohend mit Wolken umzogen hatte, ja sogar einmal seine Schleußen öffnete, um, wie sich ein Festredner ausdrückte: dem „Grummet auf der Seewiese“ einen erquickenden Sedans— regen zu spenden, damit wir dasselbe auch einmal in frischem Grün prangend sehen könnten— verlief unser diesjähriges Sedansfest durchaus in schönster und er— hebendster Weise. Eingeleitet wurde dasselbe durch einen Festgottesdienst in der Stadtkirche um ½10 Uhr, wo Dekan Meyer nach dem durch 3 Chöre, welche von dem Sängerchor unseres Schullehrer-Seminars präeis und sicher vorgetragen wurden, erweiterten und verschönerten Altardienst, die Festpredigt hielt, in welcher er, unter Zugrundelegung von Pf. 118, 15. 16, in erhebenden, von warmem Patriotismus durchdrungenen Worten redete von des deutschen Volkes Slegesfreude, Slegesdank und Siegeszuversicht. Ungeachtet des gegen Mittag eintreten: den Regens, welcher auch die nach dem Gottesdienst eiligst noch einmal zusammengetretene„Wettereommission“ des Festeomites nicht zu hindern vermochte, wurde hierauf um 1½ Uhr der Festzug am Südende der Stadt auf— gestellt und sich um 2 Uhr von da aus in Bewegung zu setzen— und siehe da— der Himmel, der uns bisher bei unserem Feste stets so gnädig gewesen, hatte auch diesmal ein Einsehen und hemmte seine Ergüsse, so daß ein Regenschirm nach dem anderen aus dem Zuge ver— schwand und derselbe ohne weiteren Unfall auf dem Fest— platze anlangte. Hier bestieg nach dem allgemeinen Ge— sang„Preis dem Vater“ Geh. Kirchenrath Dlrerte Dr. Diegel die Rednerbühne, um dle Festrede zu dale 0 die überaus resch an schönen und erhebenden Gedanke die Zuhörer, insbesondere die Jugend ermahnte, sich nich! wleder entreißen zu lassen, was in den Jahren 1870/¼J% ö mit sovtel Blut und Ruhm erworben wurde und. ihrem Theile durch Fleiß und Aus dauer, Treue und Tüchtigkeit mit dazu beizutragen, daß unsere starke un tapfere Armee, durch welche allein Deutschland sit schützen könne gegen die zahlreichen Feinde, die es vo allen Seiten bedrohen, erhalten bleibe. Schnell ent wickelte sich hierauf ein fröhliches, lebendiges Treiben das seinen Höhepunkt erreichte, als gegen 5 Uhr sic das Wetter so aufhellte, daß sogar die Sonne für einlg⸗ Zeit durch die Wolken brach, und erst seinen Abschluß fand, als um 6 Uhr ein Trompetensignal die überaus zahlreichen Festtheilnehmer um die Tribüne versammelte, Hier ergriff noch einmal Kaufmann Weis das Wort, um auf die Gebrüder von Helmolt, welche in so llebens würdiger und von echtem Patriotismus eingegebener Weise uns den Festplatz zur Verfügung gestellt hatten, eln Hoch auszubringen, in welches Alle begeistert ein— stimmten, überzeugt, daß Dank diesen Männern unsen diesjähriges Sedanfest in keiner Weise einem der früheren nachstand. Nachdem sich hierauf der Festzug auf's Neue geordnet und zum Rückmarsch in Bewegung gesetzt hatte, wurde derselbe vor dem Hause der Gebrüder v. Helmolt aufgelöst und damlt der offielelle Theil des Festes ab⸗ geschlossen. Viele Festtheilnehmer vereinigten sich jedoch noch am Abend auf den verschiedenen Felsenkellern zu einer, wie wir hören, nicht weniger begelsterten Nachfeler, sodaß das Fest eigentlich erst ziemlich spät sein fröoͤh⸗ liches Ende fand. a s. Friedberg. Trotz des regnerischen, stürmischen Wetters traf das Ehepaar Seeurlus die Vorbereitungen zu der Ballonauffahrt am 4. Sept. und wohnten schon frühzeitig unzählige Besucher der Füllung bel, welche durch die geschickte Einrichtung und den guten Druck der hlesigen Gasanstalt flott vorwärts schritt. Der Nach⸗ mittags heftig wehende Wind legte sich und repräsentirtt sich um 5 Uhr der Ballon in seiner schönen Form und Größe. Frau Seeurius, welche die ganze Füllung leitete knüpfte die Gondel an, Ballast wurde eingestellt, Anker angebunden, Feuerwehrleute hielten den Koloß, und als das Commando: 12 38 los! erscholl, da schwang sich das seidene Ungethüm unter lebhaftem Hurrah des Publikums kerzengrade, prachtvoll in die Höhe; Seeurius stand kühn auf dem Rande der Gondel und begrüßte das Publikum mit seiner Fahne. Nachdem der Ballon eine beträchtliche Höhe erreicht hatte, ankerte er durch die geschickte Füh⸗ rung seines Capftäns auf einer Wiese bei Bisses hinter Reichelsheim nach ½stündiger Fahrt. W. Nieder⸗Eschbach. Wie alljährlich, so wurde auch diesmal wieder in hiesiger Gemeinde der Erinner— ungstag der glorreichen Schlacht von Sedan in festlicher Welse begangen. Das Kriegerdenkmal prangte im Schmucke frischer Blumenkränze und prächtiger Guirlanden und die Einwohner hatten relchlich geflaggt. Anstatt Reveille und Zapfenstreich wurden Morgens und Abends die ortsüb— lichen„Katzenköpfe“ losgebrannt. Des Abends versam— melte sich der Kriegerverein unter reger Bethetligung der Feuerwehr und der Einwohner im Saale des Chrsstian Kester IV., um bei braunem Gerstensaft und den Klängen einer kleinen Musikkapelle den Abend festlich zu verbringen, Der Bürgermeister mit dem Ortsvorstande waren in cor— pere erschtenen und von den umliegenden Dörfern nahmen viele Gäste an der Feier Theil. Nachdem der Präsi⸗ dent des Kriegervereins in einigen Worten auf die Be— deutung des Tages und seiner Feier hingewiesen und auf den Kaiser, unseren obersten Kriegsherrn, ein dreifach donnerndes Hoch ausgebracht hatte, hielt Lehrer A. Wolf eine längere Festrede, die der Bedeutung des Tages für unser Deutschland und seiner politischen Entwicklung ge dachte und welche in Form und Inhalt gleich vorzüglich war. Brausender Applaus lohnte den Redner, der mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelms verbündete Fürsten schloß. So verlief in ungetrübter Fröhlichkeit unter Ge— sang von patriotischen Liedern und fröhlichen Tänzen der Abend und Jeder ging in gehobenster Stimmung nach Hause, nicht ahnend, daß die Festivität einen so tragischen Abschluß erhalten würde. Gegen ¼5 Uhr Morgens näm⸗ lich erscholl plötzlich der Schreckensruf:„Feuer!“ In hellen Flammen brannte derselbe Saal, in welchem die Feier stattgefunden hatte. Mit großer Mühe gelang es das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, lelder aber sind einige Unglücksfälle zu verzeichnen. Der Viee-Feuer⸗ wehrhauptmann fiel von einer berstenden Leiter, verletzte sich erheblich am Kopfe und brach beide Arme. Einem Nachbarn stieß eine Kuh, die er los binden wollte, zwei Rippen ein. Außerdem wurden noch einige Wehrleute durch herunterfallende Balken ꝛc. verletzt. Fast gar nichts konnte gerettet werden, was um so mehr zu bedauern ist, als der Geschädigte nur sehr gering versichert sein soll. Die Entstehung des Feuers ist bis zur Stunde noch nicht aufgeklärt. Allerlei. Magdeburg, 3. Sept. Die Neustädter Aktien brauerel, eine der größten Brauereien Deutschlands, sst niedergebrannt. Brodpreise vom 1. bis 16. September. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad- Nauheim und Butzbach unverändert, Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Sept. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. —— —— —— N. Du Anton L Ein Ecben b 5 Bet Au dabler Jufädt⸗ b. J un den im hinzug db unter d 0 b Lͤschu Ain Hand brledder, Scminarlehrer Friedrich Link. Kaum hat sich das Grab über unserem unvergeßlichen anes Wahl geschlossen, so müssen wir auf's Neue in schweren Verlust beklagen in Friedrich Link, dem eoderdlenten Musiklehrer an unseren beiden Seminaren. sel vergoͤnnt, uns in wenigen Zügen das Bild dieses ungegangenen Freundes noch einmal zu vergegenwär „ der mit dem musikalischen Leben unserer Stadt wir so manche edle eng verwachsen war und dem ende verdanken. Friedrich Philipp Link ward zu Obernhain im maligen Herzogthum Nassau am 1. Dezember 1841 Foren. Sein Vater Ludwig Link, der nun tiefgebeugt Sohne in's Grab blicken mußte, war daselbst Lehrer Organist. Der kleine Friedrich wurde von dem er schon frühe in der Musik unterrichtet und machte in so rasche Fortschritte, daß er schon als Knabe von Jahren im Stande war, den Vater im sonntäglichen etesdienst auf der Orgelbank zu vertreten. Da er sonst große Begabung zeigte, wurde er fur den ruf eines Volksschullehrers bestimmt und bezog 1857 Schullebrerseminar zu Usingen, das er mit tüchtigen utnissen im Jahre 1860 verließ. Vier Jahre wirkte nun in verdienstvoller Weise im praktischen Schuldienst Rüdesheim, Geisenheim und Friedrichsdorf. Aber mit unbezwinglicher Macht brach schon während her Zeit die Liebe zur Tonkunst hervor. Mtt eisernem Niß studirte der junge Lehrer in den Freistunden, dle sein Beruf gönnte, und die— weil er noch eine Inge Privatstunden gab— nahe zusammen gingen, Werke von Marx, Lobe, Richter, um sich eine genaue lichen Compositlonen für Pianoforte, Violoncello, Ge— sang, welche ihm einen geachteten Namen verschafften. Frische Erfindung, eln auch verwickeltere Formen klar und sicher aufbauender Formensinn und große Gewand— hett im Satze wurde ihm von Kennern nachgerühmt. Nach gjährigem Aufenthalt in der Schwetz erhlelt Link die Berufung an das Großherzoglich Hess. Schullehrer— Seminar zu Friedberg. Am 1. Juli 1875 wurde er als 1. Musiklehrer an demselben angestellt, am 1. Jan. 1876 wurde er zum außerordentlichen Lehrer am Prediger— seminar ernannt und ihm der kirchenmustkalische Unter— richt an demselben übertragen. Auch in dieser Stellung hat sich Link die volle Anerkennung seiner Vorgtsetzten und Schüler erworben. Er war mit Ernst bei der Sache und forderte daher ernste Arbeit auch von den Lernenden; die Musik war ihm nicht bloßes Spiel, sondern strenge Kunst und Wissenschaft: manchen erschien vielleicht die Aufgabe zu hoch gegriffen, wie er sie faßte. Es liegt in der Natur der Sache, daß von Seiten der jungen Theologen, da von denselben speeifisch musikalische Vor— bildung nicht gefordert wird, immer nur Einzelne das voll verwerthen konnten, was Link bot in Theorie und Geschichte. Alle aber ehrten und liebten in ihm, wie auch seine Schüler im Lehrerseminar den gewissenhaften Lehrer und liebenswerthen Freund. Seine Tüchtigkeit in Theorle und Praxis der Tonkunst wurde von maß— gebender Seite voll gewürdigt. Als im Herbste 1883 von dem Großh. Oberconsistorium eine Commission zur Her— stellung eines neuen Choralbuchs nach Darmstadt einberufen wurde, gehörte derselben Link nicht nur an, sondern er nahm innerhalb derselben eine tonangebende Stellung sel und beurlaubt werden müsse. Mit Bangen erfüllte alle Freunde das Fortschrelten der unheimlichen Krank heit. Eline Kur in Soden konnte die Krankheit lindern, aber nicht bannen. Zu der Erkrankung der Lunge trat noch solche der Nieren. Die treueste Pflege, welche ihm die nicht von seiner Seite weichende Gattin zu Theil werden ließ, konnte das Ende nicht aufhalten. Nur er selbst konnte— wie es diese traurige Krankheit mit sich zu bringen pflegt— noch an der Hoffnung der Genesung festhalten. Den Seinigen bangte schwer um ihn. Trotz— dem kam auch ihnen das Ende noch viel zu früh und unverhofft. Am 26. August hatte er noch mit ihnen bei Tische gesessen, dann, im Gefühl großer Ermüdung, sich niedergelegt. Um 7% Uhr Abends entschlief er stille, ohne Todeskampf. Ein stattlicher Zug von Leidtragenden gab ihm das Geleite am 29. August. Sowohl in der Rede des Geist— lichen, wie in den Ansprachen, unter welchen Kränze und Palmenzweige am Grabe niedergelegt wurden— von Seminarlehrer Dr. Heid Namens des Großh. Schul— lehrer-Seminars, von Geh. Kirchenrath Dr. Diegel Namens des Prediger-Seminars, von dem Musiklehrer des Seminars zu Bensheim Namens des dortigen Seminars, von Oberlehrer Dörr Namens der Lehrer von Stadt und Umgegend, von Fabrikant C. Trapp Namens des hlesigen Musik Vereins,— kam zum Ausdruck, was der Entschlafene als Mensch, Lehrer und Künstler uns gewesen ist. Ergreifende Gesänge des Sängerchors des Schullehrer Seminars umschlossen die ernste Feier. Mit Wehmuth gedenken wir der schönen Stunden, welche die kunstgeübte Hand des so früh Entrissenen uns (Gsccht in das Wesen der Musik und eine allseitige] ein. Die Ausarbeitung des Melodienbuchs wurde seiner bereitet hat. Er hütete zwar seine Kunst fast ängstlich Wersicht über das gesammte Gebiet dieser vlelverzweigten Hand anvertraut. Als in diesem Sommer, nachdem vor profaner Berührung. Wo er aber auf wirkliche st zu verschaffen. So kam er, als er nun 1865 die das Melodienbuch eine eingehende, zum Theil scharfe Empfänglichkeit rechnen konnte, da ließ er sich gerne Ich die Erinnerung an Fellz Mendelssohn⸗ Bartholdy] und einschneidende, zum Theil sehr anerkennende Kritik bereit finden. Unvergeßlich wird uns seine Mitwirkung eihte Kunststätte, das Conservatortum zu Leipzig, auf durchlaufen batte, an Link die Anfrage erging, ob er bei den letzten Aufführungen des Musikvereins sein; es war, te, wohl ausgerüstet und tüchtig vorbereitet in die die Harmonisi rung übernehmen und das Werk in thun- als wollte er noch einmal sein Bestes geben zum„Elias“ gule der Meisterschaft. Im Clavierspiel waren Moscheles, lichster Bälde vollenden könne, mußte er— leider von 855 zu jenem todessehnsüchtigen Lied der Liebe„Der necke und Wenzel seine Lehrer, im Orgelspiel unter der tückischen Krankheit erfaßt vorläufig ablehnen iete ihn Richter, in Compositionslehre u. s. f., außer letztgenannten und Richter, retiker Morstz Hauptmann. Daneben bildete sich Link in Violin⸗ und Violoncellospiel weiter aus. Seine It war somit völlig ausgefüllt und es bedurfte der pannung aller Kraft, um den Ansprüchen des viel— igen Unterrichts zu genügen. Gleichwohl erhielt Link hn nach einem Jahr(1866) das Reife-Zeugniß und gte einem Rufe als Lehrer des Clavier, und Orgel— els an das Schullehrerseminar in Wettingen in der ehweiz. Von der Schule war er ausgegangen, zur gule kehrte der junge Künstler zurück, denn er sollte ne künstlerische Kraft von nun an im Dienste der banwachsenden Lehrerwelt verwerthen. In Wettingen hat br elne sonnige Zeit verlebt und stets mit Behagen von Jahren des ersten Ebeglücks erzählt, das ihm dort an 1 g Seite seiner jungen Gattin Anna, geb. Braun, erblühte. f de Ehe wurde mit einem Sohne gesegnet. Link fand in mer Berufsstellung Zeit und inneren Drang zu erfreu der berühmteste Musik⸗ der Behörde in zweiter Linie und es gereicht ihm zu hoher Ehre, daß man seitens neben ihm nur an eine der ersten Autoritäten des Faches gedacht hat, ein Be— weis, in welcher Linie man Link rangitte. Eine zweite Aufgabe, die Link mit wahrem Herzensinteresse angefaßt hat, konnte er zu Ende führen. Es war ihm von Gleßen der ehrenvolle Auftrag geworden, die Disposition zu einer neuen Orgel für die dortige Stadtkirche zu ent werfen. Es war eine wahre Freude, zu beobachten, mit welcher Sorgfalt und peinlichen Gewissenhaftigkeit er diese Aufgabe löste. Ehe er für den betr. Orgelbauer eintrat, machte er eigens eine„Orgel-Reise“ nach Süd deutschland, um auf den verschiedenen Orgelbänken sich über dessen Leistungsfähigkeit persönlich zu orientsren. Das Werk, auf dessen Klang er sich kindlich gefreut hat, zu hören, war ihm nicht mehr vergönnt. Es wurde am 31. Juli eingeweiht. Als wir im Mai 1887 in das traten, überraschte uns die Kunde, neue daß Semester Link ein erkrankt! Rose Pilgerfahrt“. Die Hand, deren von lichter Klar— heit durchflossenes Spiel uns damals entzückte, ist er— kaltet. Geblieben sind uns seine Compositionen, neben den obengenannten noch Präludien für die Orgel und vor allem ein interessant aufgebautes, schwungvolles Trio für Planoforte, Violine und Vloloncello, das her, wie in Frankfurt a. M. im Tonkünstlerverein, hohe An⸗ erkennung fand, aber leider zum Drucke noch nicht ge— lar gt ist. Bleiben aber wird in unseren Herzen das Bild des liebenswerthen Collegen und Freundes, dessen hervorstechendste Züge Verläßlichkeit und Klarheit des Charakters, Bestimmtheit und Gewandtheit in Wesen und Auftreten, gewissenhafte Abwägung von Wort und That bei sich selbst und Andern gewesen sein dürften. Von dem reichen Maße der Liebe und Hingebung, deren sein Herz bedürftig und fähig war, wissen die Seinigen zu erzählen, denen er ein treuer Gatte und Vater ge⸗ wesen ist. Möge ihnen die Liebe, die ihm gegolten hat, reichlich erhalten bleiben! Seinem Andenken Ehre! Bekanntmachung. Die Anton Vorbach Wittwe und Johannes Vorbach J. Ettwe Erben beabsichtigen auf dem in der Gemarkung nedberg, Flur II. Nr. 186, gelegenen Grundstück eine lefsiederei zu errichten. Pläne und Beschreibung der usektirten Anlage liegen 14 Tage lang, vom Tage i Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, auf iitrer Schrelbstube offen und sind Einwendungen während 18 Frist bei dem Kreisausschusse des Kreises Pedberg vorzubringen. Friedberg den 29. August 1887. Großherzogliches Kreisamt Frledberg. 34 Dr. Braden. Bekanntmachung. N Das dahler unter der Firma„P. Theis, vormals 9 Haustädt“ betriebene Geschäft wird sett dem 15. August . von dem bis dahin alleinigen Inhaber P. Theis und dem hinzugetretenen Kaufmann Wilhelm Müller aus Asseld unter der Firma„Theis& Müller“ fortgeführt, ßhalb Löschung der alten Firma und Eintrag der inen im Handels register angeordnet wurde. ö Friedberg, 3. September 1887. 1 Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 681 Süffert. 5 Immobilien⸗Versteigerung. Samslag den 10. September, Vormittags 10 ½ Uhr, ben die Immobilien der Andreas Graubert's Erben, tehend in Hofraithe und Güterstücken, nochmals öffent⸗ i meisibletend versteigert werden. Friedberg den 5. September 1887. J. A.: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Anzeige. 080 Versteigerungs Mittwoch den 7. September, Nachmittags 2 Uhr, eine in dem Garten des Großherzoglichen Rentamts u Friedberg stehende, daselbst entbehrlich gewordene bdieße elserne Pumpe mit 21 m langem gußelsernen Seugrohr an den Melstbletenden verstelgert werden. Frsebberg den 2. September 1887. Großherzogliches Kreis bauamt Friedberg. Kranz. Grummetgras-Versteigerung. Mittwoch den 7. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll das Gemeinde-Grummetgras auf hlesigem Rathhaus ver— steigert werden. Schwalheim den 2. Oetober 1887. Großherzogliche Bürgermeisterel Schwalheim. 3074 Hensel. Grummetgras-Versteigerung. Nächsten Mittwoch, den 7. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr anfangend, kommt das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras im alten Schulsaale zur Ver— steigerung. 0 Stammheim den 3. September 1887. Großherzogliche Bürgermeisterel Stammheim. Thaler. Uegen-Mänte neuester Mode in großer Auswahl. An— fertigung nach Maaß. 3084 G. Schulhof. 100,000 Säcke, ür Kar⸗ roß, ganz und flark, nur einmal gebraucht, für K 9 Kohlen und Getreide, pro Stück nur 25 Pf. Probe-Colli à 25 Stück versendet unter Nachnahme und bittet Angabe der Bahnstation (54600.) Max Mendershausen, 2575 Cötben i. A. Gummiwäsche, Cravatten-Automat = J Binden zu 1 Mark 50 Pf. bel. Fritz Schmidt, Kaiserstraße. Obiger Aukomat klefert binnen einer Minute die schönste Cravatte. 2959 3075 Schirmreparaturen werden in kürzester Frist ausgeführt bei 2871 C. Kalbfleisch. Jüngere Knaben oder Mädchen finden in einer Familie Darmstadt's freundl. Aufnahme. Sorgsame körperliche Pflege und gewissenhafte Ueber— wachung der Schularbeiten wird zugesichert. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3043 Die Obstbaum⸗Schulen von Karl Umber, Laubenheim bei Mainz, empfehlen bedeutende Vorräthe von kräftigen und gutbe⸗ wurzelten Obsthochstämmen u. Zwergobstbäumen. 8 Catalog gratis und franco. 2791 Treis— N Prelsgekrönter Nehve“ aramatischer Magen-Bitter (Prämlirt Leipzig 1883— Klel 1880), ein auf wissenschaftlicher Basis unter Controlle von Dr. Schulte in Kiel gewissenhaft bereiteter Magen- Bitter(Tafelliqueur), bestebend aus Vegetabilien, welche Appetit erregend, magenstärkend und daher blut reinigend sind. Der Bitter ist vermischt mit einer Auflösung von reinstem Pepsin, welcher bekanntlich die Ber dauung befördert.(80) N. Anerkannt durch Atteste als der beste aller Magen-Bitter. Preis pr. Flasche 4 1,30. Nur echt mit nebenstehender Schutzmarke in nachbenannten Döpöts zu haben. In Friedberg bei J. A. Windecker und Ph. Dan. stü mmich. 2632 Ein junger Mensch mit schöner Handschrift findet auf einem Büreau bel so⸗ fortigem Eintritt dauernde Beschäftlgung. Bei wem? zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 3068 Reise⸗, Wasch⸗& Handlürbe 3028 bel Carl Damm. Usagasse. Steinfurth findet Sonntag den 11. Geschaͤftsbericht. * des Vorstandes. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinns. 4. Ergänzungswahl des Ausschusses. Nach dem Statut treten aus dem Ausschusse die Herren Heinrich Reif IV. und Johannes 5 Laux und sind dieselben wieder wählbar. Steinfurth den 5. September 1887. prachtvolle nur garantirt reine Qualitäten, empfiehlt 55 3078 Ileinr. Ph. Schmidt'sche Academie für Tonkunst zu Darmstadt, Elisabethenstraße 36. Proteetor S. Das Wintersemester beginnt am 17. October. Flöte, Fagott, Horn, Trompete ꝛc. Streich Q lehre, Harmonielehre, Compositlonslehre. unterricht für Dilettanten bewährter e Schläuche, Preisgekrönt: Seit 2 Jahren 15 Spritzen nach Oberhessen geliefert. Tüchtige Vertreter gegen hohe Wohnungs-Peränderung. Zeige hlermit meinen geehrten Kunden ganz ergebenst an, daß ich von heute ab bei Frau Wittwe Werner, Kleine Augustiner-Schulgasse Nr. 374, vis-A- vis der neuen Stadtschule und Klosterkaserne wohne und bitte, wie bisher, um geneigten Zuspruch. Friedberg den 18. August 1887. 2913 Wilhelm Weber, Schneidermeister. Zum Einmachen empfehle alle Sorten Gelée⸗ und Obstgläser, Bienhonig⸗ gläser, steinerne Töpfe ꝛc. zu den billigsten Prelsen. Geo Gross. Hegenmäntel, das Neueste für den Herbst, b in großer Auswahl zu bllligsten Preisen bel Gebruder Strauss, 3018 A adler Pont, n nN 5 2 Dienstmädchen. Gisuch. Ein ordentliches Mädchen, das selbstständig kochen kann, wird gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz 3076 Damen- und Rinder- Schürzen 485 unter Selbstkostenpreis bet K. Friedrich par- und Porschuß-Verein e. G. Steinfurth. General-Versammlung. Die diesjaͤhrige ordentliche General-Versammlung des Spar- und Vorschuß-Vereins e. G. September d. J., Nachmittags 3 Uhr, Heinrich Wolf III. hier statt, wozu wir unsere Mitglieder ergebenst einladen. Tages-Ordnung. Strick olle angekommen in größter Auswahl zu ting Preisen, 5 luartett, Orchestersplel, Völlige Ausbildung für Coneertspiel und Lehrfach— Gute Pensionen können nachgewiesen werden. Andreas Hartmann, Groß-Vieberau, Hessen, Feuerspritzen- Fabrik, empfiehlt Feuerspritzen jeder Art und Größe, nach licher Ausführung. Illustrirte Preiscourante gratis und franko. Weltausstellung Wien 1873, Darmstadt 1882 ꝛc. e Provision gesucht. im Saale des Herrn 8 Bericht des Ausschusses über die Prüfung der Bilanz pro 30. Juni 1887 und Entlastung Für den Ausschuß: Lehrer Huber, erster Vorsitzender. neue Muster Diehl. Usagasse. 3066 Hoheit Prinz Alexander von Hessen und bei Rhein. Clavier, Vloline, Violoneell, Clarinette, Oboe Ensemblespiel auf mehreren Planos, Mustk— Klassen- und Einzel⸗ Prospekt gratis.(1404.) igener Construktion, in anerkannt vorzüg— Fertige een Saug- und Hanf— Jeuereimer stets auf Lager. 2425 Möbelmagazin von G. M. Reuss empfiehlt alle Sorten feinere und gewöhnliche Möbel auf Lager, Polstermöbel u. complete Bekten eigenen Fabrikats. Zimmer- Einrichtungen in Renaissanee-Styl, Stutt garter Fabrikat, zu den billigsten Preisen.— 194 Ueuheiten Damen-& Kinderregen.⸗ Mlünkeln, Kleiderstoffen, Herren—⸗ und Knaben⸗ Anzügen in großer Auswahl billigst Furth 9 Ethen. 3045 Mufikverein. Mittwoch, 14. September. Der Vorstand can Anlenicht. Der 1250 Unterzeichnete be— ehrt sich hierdurch die höfliche Mit— theilung zu machen, daß er auch in diesem Jahre wieder auf Wunsch Unterricht im Salontanz und der Anstandslehre an Erwachsene und Kinder ertheilt. Die allgemeine Zufriedenheit, so— wie das ihm geschenkte Vertrauen während seiner zweijährigen hiesigen Thätigkeit bürgen genugsam für Erfolg. Hochachtungsvoll Georg Grünert, 3079 DNN NN * N ens N — N 5 8 Justituts Tanzlehrer aus Fankfurt a. M. 5 272 Liste zur Thellnahme am Unterricht liegt, 88 8 wle bisher, bei Herrn Hofmann offen. 825 073 eee Mülenheber mit Stiel, Nübengabeln un Messer billigst bei Theis& Müller. Filz hüte, neueste Herbstmode, 2785. Negenschirme 80 größter Auswahl C. Kalbfleisch. Fruchtsäcke kauft man am besten und billigsten bel 2638 M. Netscher. Lehrlingsgesuch. Ein junger Mann mit tüchtigen Vorkenntnissen kann sofort bei mir in die Lehre treten. 3072 Wilnelm Fertsch. Die unterzeichneten beabsichtigen einen Schafbock, Jährling, auch starkwüchsiges Lamm, schwarz, engl Bastard, anzukaufen. Besitzer solcher Thiere wollen sich bei uns melden. Ockstadt. Johs. Georg II., H. Klein XIII. Ein Mädchen, welches auf Singer⸗Nähmaschinen bewandert ist, wird in ein Mützengeschäft sofort gesucht. Näheres bei der Epped. des Anzeigers.— 30⁵7 Gesucht empfiehlt billigst ein tüchtiger und gesetzter(darf auch verhelrathet seln) Oekonom, welcher selbst mitarbeitet. Offerten nebst Zeugnissen und Gehaltsansprüͤchen so⸗ fort einzusenden poste restante Nieder-Wöllstadt. 3065 luce Dienstmädchen f auf sofort nach Butzbach gesucht. g 3067 Tobies, Probiant⸗ Amts Rendant. Ich suche auf den 15. September oder 1. October ein Mädchen für's ganze Jahr, welches gut kochen kann. Bad-Nauheim. Marie Ditfurth, Pension Vietorka. 5 Thee, schwarz, 0 in kräftiger Qualität, per Pfund 3 Mark,%% 2998 165 e J. A. Windecker. 5 Ein kräftiger braver Bursche als Zapfjunge wird gesucht bet Heim& Jaumin. Verantw. Red.; Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel— Ausflug in den Wald und nach bene 2 Ahne 1 bt . deßher 30 U Pott verwel 1, n Darmst em Abend sülgckehtt. * Det Büdingen kulgerichtsd snsleidiener Inhessen e ingniß in mung sein - Post⸗ Per uf von Ma detlin ant Rückre en— d öporaussi enden M — Die, ilhrechische alben Nach laschen un! Aihnnd die asrgtwöhn g lesen cel einer in Zaren en der 9 dern nicht 1 sicht au ah hug ei e die