2 — 0 PE 1887. Bonnerstag den 2. Zuni. M 64. Oberhessischer Anzeiger. N g . ö 9 ———— 10 0 ochher 11 Ccurg C A ad hessel * Fit 1 1 ——u— 22— — I Cl. der Res. befördert. ird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 2 34234 Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Inoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von 5 auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 0 Amtlicher Theil treffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1887. Friedberg den 31. Mai 1887 a e 8 85 f 0; 797 8. 5 Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commisston Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissarjat Wickstadt. f Mein Ausschreiben, das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1885 betreffend, vom 15. Mai 1885, Kreisblatt Nr. 59 de 1885, bringe ich hierdurch . genauesten Beachtung in Erinnerung. Dr. Braden. b 8 f Einladung. f Herr Direktor Dr. Tobisch beabsichtigt Freitag den 3. Juni einen die Landwirthe sehr interessirenden Vortrag über rationelle Vieh— Butzbach den 27. Mai 1887. erung in Butzbach um 3 Uhr Mittags im„Hessischen Hofe“ zu halten. Di j 0 0 9 7 5 j 5 5 1 Die Landwirthe der Umgegend u. s. w. werden daher hiermit zu recht zahlreichem Besuche ergebenst eingeladen. Einladung. Hechler, Steuerrath. — 55 b f 5 f 2 5 5. 5„ 51 Sonntag den 5. Juni, Nachmittags 3 Uhr, findet in dem Saale der Frau Gastwirth Korndörfer auf dem Ossenheimer Wäldchen eine owirthschaftliche Sectionsversammlung statt, wozu hiermit freundlichst eingeladen wird. Gegenstände der Tagesordnung sind: 1. Vortrag des Herrn Landwirthschaftslehrer Hannemann über Anwendung künstlicher Düngemittel. N 2. Besprechung über Vertilgung der Blutlaus. Soöͤdel am 28. Mai 1887. Reitz. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien in den Großherzoglichen Districts-Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen für die 2. Periode 1887/88 un 1. bis 25. Juni dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann- Großherzogliche Distriets Einnehmereilen Friedberg und Nieder-Wöllstadt. Friedberg am 31. Mai 1887. Weig el. Nieß. Deutsches Reich. Darmstadt, 28. Mai. Der Großfürst gan und die Großfürstin Elisabeth von Msland sind heute hier eingetroffen. — Der prov. Realgymnasiallehrer Stoltz zu Minz wurde zum definitiven Lehrer und der tͤrichter Dr. Scriba in Vilbel zum Ober— unsrichter in Herbstein ernannt. — Militärdienstnachrichten. v. Caprivi, Major *. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 115, wurde in des Inf.— Or. Inf.⸗Regt. Nr. 118, als Bat.⸗Comm. in A. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 115 versetzt. Frhr. Nassenbach, Major aggreg. dem 4. Gr. Juf.— et. Nr. 118 in dieses Regt. einrangirt. Der Assist.- Id 2. Kl. der Res. Dr. Brückner vom(. Bat. Dr. Landw.⸗Regts. Nr. 115 zum Assist.-Arzt Der Assist.⸗Arzt 2. Kl. n Landw. Dr. Büchner vom 1. Bat. 3. Gr. Idw.⸗Regts. Nr. 117 zum Assist.⸗Arzt 1. Kl. * Landw. befördert. Die Unterärzte der Res. gt vom 1. Bat. 4 Gr. Landw.-Regts. Nr. 118, Golz vom 2. Bat. 3. Gr. Landw.⸗Regts. . 117 zu Assist.⸗Aerzten 2. Kl. der Reserve erdert. — An die Stände ist ein Gesetz, die Abänderung des Fels 84 der Verfassungsurkunde betreffend, gelangt. Aselbe lautet: An Stelle des Artikels 84 der Verfas W urkunde vom 17. Dezember 1820 treten die nach— len den gesetzlichen Bestimmungen: Mitglieder der Stände— anmlung können nach erfolgter Einberufung des Land— während der Dauer desselben und insolange er nach dzabe der Artikel 57 und 58 der Geschästsordnung lit vertagt, aufgelöst oder geschlossen ist, ohne Geneh— ung der Kammer, welcher sie angehören, nicht zur essuchung gezogen oder in Untersuchungshaft genom werden. Die Genehmigung der Kammer ist nicht kirserlich, wenn ein Mitglied der Ständeversammlung rischer That betroffen oder im Laufe des nächstfol— hm Tages ergriffen wird, in welchem Falle aber als h der Kammer, zu welcher der Verhaftete gehört, die hege des Vorfalls mit Entwickelung der Gründe ge neh werden soll. Gleiche Anzeige ist der Kammer so nach ihrem Wlederzusammentritt zu erstatten, wenn e Pitgtted derselben während der Vertagung des Land— i in Untersuchung gezogen oder in Untersuchungshaft hnmen worden sst. Auf Verlangen der Kammer wird egen ein Mitglied derselben eingeleitete Untersuchung ede Untersuchungs oder Ctvilhaft, sowelt in leßterer Hung trifft, für die Dauer des Landtags aufgehoben. 9 At. Nr. 99, Frhr. v. Rolshausen, Major vom 8 Hung nscht schon§ 786 der Elollprozeßordnung Ver- — Die Zweite Kammer wird Donnerstag den 2. Juni ihre Sitzungen wieder beginnen. Berlin, 26. Mai. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Plenarsitzung in der Haupt sache die Gesetze für Elsaß Lothringen, darunter auch, wie die„M. Ztg.“ meldet, den Entwurf über Ernennung und Besoldung der Bürger— meister und Beigeordneten, angenommen. — 28. Mai. Dr. Mackenzie hat sich bei seiner Abreise nach London vorgestern Abend wohl günstig über das Allgemeinbefinden des Kronprinzen ausgesprochen; doch verlautet, die in Aussicht gestellte Rückkehr des englischen Arztes sei dazu bestimmt, die Operation vorzu nehmen, da man nicht hoffe, daß die Heilung durch Beizungen so rasch, wie man wünscht, zum Ziele führen wird. Nach der ganzen Art der Geschwulst ist es noch die Frage, ob nicht der Kehl— kopfschnitt unumgänglich sein wird. Dr. Mackenzie hat die Hoffnung ausgesprochen, daß die Gene— sung des hohen Kranken in etwa sechs bis acht Wochen werde herbeigeführt werden. ö Leipzig. Am 13. Juni beginnen die Ver— handlungen gegen die wegen vorbereitender hoch verrätherischer Handlungen und Theilnahme an einer geheimen Verbindung angeklagten acht El sässer, den Fabrikanten Emil Köchlin-Claudon aus Mühlhausen und 7 Genossen, vor dem für Hoch- und Landesverrath bestellten Gerichtshofe des Reichsgerichts unter dem Vorsitz des Präsi— denten Drenkmann. Ausland. Belgien. Brüssel, 27. Mai. Die Streik— bewegung dehnt sich heute auf die neben den Cockerill'schen Werken gelegenen großen Eisen— werke Selessin und Ougrée aus. In Verviers beschlossen 1000 Tucharbeiter, die Arbeit einzu— stellen. Die Regierung hat zwei Jahrgänge der Reserve einberufen. Bei Hornu in der Nähe von Mons soll ein Zusammenstoß zwischen den Arbeitern und den Lauciers erfolgt sein, wobei 3 Laneiers verwundet wurden. ( 31. Mai. Der progressistische Congreß mit 317 gegen 127 Stimmen das all— lehnte gemeine Stimmrecht ab und nahm mit 379 gegen 45 Stimmen eine Resolution an, nach welcher das Stimmrecht allen Bürgern zu ver— leihen wäre, welche des Lesens und Schreibens kundig sind. Im Bassin Seraing läßt der Streik nach. Am Samstag standen dort noch 1300, heute nur noch 800 feiernde Arbeiter aus. Heute wurde in mehreren Kohlengruben in Borinage die Arbeit wieder aufgenommen. Frankreich. Paris, 27. Mai. Freyeinet zeigte gestern Abend dem Präsidenten Grevy an, daß er es nach der heutigen Conferenz im Elysée und in Folge der im Laufe des Tages auf Grevy's Verlangen eingezogenen Juforma— tionen für nicht möglich halte, den Auftrag zur Cabinetsbildung anzunehmen. In der darauf heute Vormittag mit Grevy stattgefundenen Zu— sammenkunft nahm Rouvier das Mandat an, ein neues Cabinet zu bilden, erbat sich jedoch, volle Actionsfreiheit. — 31. Mai. Das Cabinet Rouvier hat sich heute definitiv constituirt: Rouvier Präsidium, Finanzen, Posten und Telegraphen, Fallieres Inneres, Flourens Auswärtiges, Spuller Unter— richt, Mazeau Justiz, Ferron Krieg, Barbey Marine, Heredia öffentliche Arbeiten, d'Autresme Handel, Barbe Ackerbau. Vom Cabinet Goblet ist nur Einer geblieben, der Minister für die auswärtigen Angelegenheiten Flourens. Ein Tagesbefehl des neuen Kriegsministers General Ferron an die Armee besagt, er rechne auf un— bedingte Hingebung Aller und habe das Ver— trauen, daß die verschiedenen Theile der Armee in ihren Verbesserungen entschlossen fortfahren würden. Wie seine Vorgänger werde er ohne Rast die Reform unserer militärischen Zustände verfolgen und seine ganze Zeit werde der Ver— mehrung der defensiven Kräfte Frankreichs und der Republik gewidmet sein. Rußland. Petersburg. Nachricht von einer beabsichtigten Verlegung der kaiser lichen Residenz nach Moskau wird dementirt. Aus Stadt und Land. Ein mit Fahrpreisermäßigung aus— oder Ar- der Un Person Die o. Friedberg. gegebenes Retour, Rundreise., Abonnements beiter Wochenbillet, welches den Vermerk Abertragbarkelt auf eint andeve — e ä ů ͤ—— ä¾—R——ͤ—— — — ͤ— ¶ü—t —— enthält, ist nur für diejenige Person gültig, welche mit demselben die Reise begonnen hat, bezw. bei Abonnements— und Wochenbilleten, auf deren Namen das Billet ausge stellt ist. Zuwiderhandelnde werden nach den Bestimm— ungen des Betriebs-Reglements für die Eisenbabnen Deutschlands(§. 14) wle Reisende behandelt, welche ohne gültiges Fahrbillet betroffen werden und machen In letzterer sich außerdem wegen Betrugs strafbar. Hinsicht hat das Reichsgericht in seinem Urtheil vom 7. Februar 1887 bei Bestätigung des Urtheils der Vor— instanz, durch welches ein Reisender in Folge unberech— tigter Benutzung eines solchen Billets wegen Betruges mit 3 Monaten Gefängniß bestraft worden war, in den Gründen ausgeführt:„daß aus dem in einem Billet ent— haltenen Vermerk der Nichtübertragbarkett jeder Dritte den Ausschluß der Benutzung seinerseits entnehmen könne und müsse, daß bereits in dem Vorweisen des Billets an den eontroltrenden Schaffner— ohne daß dabei ein Wort gesprochen werde— die zur Strafbarkeit wegen Betruges erforderliche Täuschungshandlung liege, endlich daß die Vermögensbeschädigung der Eisenbahn bereits durch die Benutzung des von dem Täuschenden nicht ge— lösten Billets herbeigeführt werde.“ h. Friedberg. Am 26. Mai fand die Generalver— sammlung des Taunuseclub Wetterau bei Gastwirth König auf dem Johannisberg statt. Der Vorsitzende, Postmeister Foucar, leitete die Verhandlungen durch anregende Worte ein. Der Verein zählt 182 Mitglieder, nämlich 116 in Friedberg und 66 in Bad Nauheim. Die Jahresrechnung wurde richtig befunden und der Voranschlag für das neue Jahr genehmigt. Die Bauangelegenheit eines längst pro— jeetirten Thurmes auf dem Winterstein(Steinkopf) wurde besprochen und man darf hoffen, daß dieselbe bald zum Ziele kommt, um so mehr da dafür jetzt 1078 M. 92 Pf. vorhanden sind. Auf dem Forsthaus Winterstein soll eine gedeckte Halle errichtet werden und der Kostenbetrag da— für wurde verwilligt. Dem von Neuem gewählten seit— herigen Vorstand, verstärkt zu diesem Behufe, wurde das Weltere überlassen. Eine Commission für die Sommeraus— flüge, wofür man eine lebhaftere Betheiligung erhoffte, wurde bestellt. Die nächste Parthie soll ein Famtlienaus— flug auf den Johannisberg sein. Mit einem lebhaften Hoch auf den Taunusclub schloß die Versammlung. s. Friedberg. Auch in diesem Jahre ist wieder eine Nachweisung über diejenigen festen Rundreisebillets er— schienen, welche auf Stationen des Bezirks der Eisenbahn— Direetion Hannover aufliegen, oder welche durch Retour billets mit verlängerter Gültigkeitsdauer von den Han nover'schen Stationen, Main-Weser-Bahn ꝛc. zꝛc., aus nutzbar gemacht werden können. In derselben sind auch die Bestimmungen über die combinirbaren Rundreisebillets mit enthalten. Wir wollen nicht verfehlen, biermit im Interesse des reisenden Theils unserer Leser auf diese in Form eines Büchelchens herausgegebene Nachwelsung be— sonders aufmerksam zu machen und zu bemerken, daß dieselbe bei den Billet⸗Expeditionen zu dem mäßigen Preise von 20 Pf. käuflich ist. Bei dieser Gelegenheit wollen wir noch darauf hinweisen, daß Bestellungen auf com— binirte Rundreisebillets an die Billet Expedition der Ab— men. Außer den Bezirksvereinen sind auch noch andere Vereine der Nachbarschaft eingeladen. Auf den Festplatz werden Carroussels, Schießbuden u, dergl. zugelassen, und wäre es sehr zu wünschen, wenn Besitzer derartiger Buden wegen Erlangung eines Platzes jetzt schon mit dem Vorstand des hiesigen Kriegervereins in Unterhand— lung treten würden. Wird uns der Himmel am Festtage freundlich zulächeln, dann sind wir überzeugt, daß das Fest zur Zufriedenhelt der Besucher ausfallen wird. Allerlei. Berlin Die mit der Einrichtung einer wissenschaft— lichen Statton in Kamerun betraute Expeditlon wird unter Führung des bekannten Afrikareisenden, Premler— lieutenant Kundt, Anfangs Jull sich einschiffen. Preßburg. Am letzten Donnerstag Abend kam es hierselbst zu einem anttsemitischen Tumult. Ein Haufe von ungefähr 3000 Personen rottete sich vor dem Hause eines jüdischen Kaufmanns zusammen und schickte sich an, das Gewölbe zu demoliren. Die Sicherheits wache, dle die Ordnung herstellte, wurde angegriffen und ein Wach— inspektor durch einen Messerstich verwundet. Die Ursache des Auflaufs war das sich schnell als erfunden heraus— stellende Gerücht, daß der jüdische Kaufmann ein Chrlsten— mädchen abgeschlachtet habe. Paris, 30. Mai. Die Zahl der beim Brande der „Opera comique“ Umgekommenen wird amtlich bis jetzt auf 82 angegeben, es werden aber immer noch neue Leichen aufgefunden. Die meisten Todten sind junge Damen in feiner Tollette. Viele Leichen sind sehr ent— stellt und nur an den Schmuckgegenständen erkennbar. Der„Voltaire“ schätzt die noch unter den Trümmern Begrabenen auf 120. Caleutta. Ein Cyelon hat am 25. und 26. Mai die Gegend von Sangri verheert. Der Schaden soll unermeßlich sein. Mehrere Schiffbrüche werden gemeldet, u. A. soll ein Dampfboot mit 750 Personen an Bord untergegangen sein. Handel und Verkehr. Friedberg, 1. Juni. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90 0.95. Eier 2 St. 9 Pf. Literarisches. Daheim Nr. 33 und 34 enthält: Der Hexenrichter von Paderborn. Forts.— August der Starke. Skizze aus dem neuen Berlin. Von P. v Szezepanski.— Deutsche Musiker. VIII. Mit Portrait Robert Franz'. Von H. Köstlin.— Noch einmal die deutschen Blbel— übersetzungen vor Luther. Von L. Witte.— Waldrand. Bild.— Orientgrüße im deutschen Helm. Von W. Anthony— — Am Familientisch: Stammbuchblätter.— Eine Con— certanzeige.— Gesundheitsrath.— In unserer Spfelecke. Mit Preisaufgabe.— Der Fehdebrief. Gemalt von Leisten. Frischer Anstich. Zeichnung von Beckmann.— Mutter— gangsstation zu richten sind. Etwaige dieserhalb an an— dere Dienststellen gerichtete Bestellungen müssen von diesen. an die Aus gabestelle abgegeben werden, wodurch selbst⸗ verständlich eine Verzögerung eintritt, die unter Umständen das rechtzeitige Eintreffen der Billets bei der Abnahme- stelle verhindern kann. J. Rendel. Das Jahresfest der Kriegervereine des Bezirks Vilbel word am 19. Juni d. J. dahier abge⸗ halten, wozu ca. 20 bis 25 Vereine eingeladen sind. Der Festplatz befindet sich auf der Nachtweide, an der Straße zwischen Rendel und Nieder-Dorfelden gelegen. Die pflichten. Gemalt von M. Schneldt.— Portrait des Professors O. Piltz.— Vorbereitung zum Pfingstfest. Von O. Piltz.— Westfälische Dorfbraut. Von J. v. Pritzel⸗ witz— Pfingstmaie. Von C. Koch.— Spritzmalerei. Erste Beilage: Aus der Zeit— fur die Zeit.— Zweite Beilage: Frauen-Daheim. Mit Preisfrage. Sonntag den 5.: Stumme von Porkici. Mittel Montag den 6: 6. Vorstellung im Göthe⸗Cyelus 1. Theil. Eemäßigte Preise. Schauspielhaus, Donnerstag den 2. geschlossen. Freitag den 8. geschlossen. Samstag den 4.: Gastspiel des Frl. Eichenberg. Schulreiterin. Luele: Fräul. Eichenberg. Heere Freund Fritz. Susel: Frl. Eichenberg. Große Pu Sonntag den 5.: Gastspiel des Herrn Felix Schme hofer. Zum ersten Male: Unser Doetor. Volks mit Gesang in vier Akten von Leon Treptow a L. Herrmann. Lebrecht: Herr Felix Schweigheish. Große Preise. Bekanntmachung. Vom 1. Junt ab erfolgt der Abgang der Persone von hier nach Homburg v. d. H. um 7 Uhr 35 Morgens. Frledberg, 31. Mai 1887. Kaiserliches Postamt, W st. Bekanntmachung. 0 Vom 1. Juni ab wird der Ort Oppershofen Nonnenmühle vom Bestellbezirke der Postagentur Rockenberg abgezweigt und dem Landbestell bezirke Postamts in Bad-Nauheim zugetheilt. Gleichzeitig wird die zwischen Bad-Nauheim 1 Steinfurth verkehrende Landpost bis Oppershofen a gedehnt. Für die Landpost werden demnächst folge Kurszeiten festgesetzt: 1 ch o Fanto⸗ faglo⸗ sal⸗ che b I. Fahrt. 11. Fahrt. I. Fahrt II. Fah 750 630 ab Bad Nauheim an 730 55 2 6%„ 6„ Bhf. ab 75 58 110 825 725„ Steinfurth ab 640 4% f . 70 an Oppershofen ab 625 1 100 Darmstadt, 29. Mal 1887. 10 Der Küserliche Ober-Postdireetor Hagemann. Brodpreise vom 1. bis 16. Juni. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg unverändert. 0 In Bad-⸗Nauheim kosten 2 Kilo Brod erste Som 52 Pf., zweite Sorte 2 Ko. 45 Pf., dritte Sorte 2 Ko. 400, In Butzbach kosten 2 Kilo Brod J. Sorte 54„ 2 Kilo Brod II. Sorte 44 Pf. 1 Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Juni. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändan 9 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 4. Juni 1887. 0 Freitag Abends 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 9 Uhr. 11 Wochengottesdienst von Sonntag den 5. Jun w. Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 50 Min- U 0 1 Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Donnerstag den 2.: Undine. Mittelpreise. Freitag den 3.: 5. Vorstellung im Göthe-Cyelus: Götz von Berlichingen. Ermäßigte Preise. Samstag den 4.: Der Wlderspänstigen Zähmung. Mittel— n Buxkin, Cheviot für Herren- und Knabenkleiden“ garantirt reine Wolle, nadelfertig, ca. 140 Centl meter breit a Mark 2 35 per Meter, versenden 1 einzelnen Metern, sowie ganzen Stücken portrofte⸗ in's Haus Dettinger& Co., Frank- furt a. M., Buxkin⸗Fabrik⸗Depot.— Dire cken Versandt an Private. Muster⸗Collectionen bereil⸗ selo⸗ e 5 1Uů 5 b 400 Conte bin- Cor Corren Cotten Einlage n Cont Hadenden: C und N⸗Cont stand p. 2.20 53.49 W 6 bon Festwirthschaft hat Gastwirth Reck von Vilbel übernom. Preise. 1 1. Konkurs⸗Verfahren Be. sverstei b s 5 Bekanntmachung. wangsversteigerung. Das Konkursverfahren über das Vermögen des D stag d A 5 85 Donnerstag den 2. Juni, Nachmsttags 6 Uhr, werd 10 Jacob Hahn J. von Ober⸗Mörlen wird nach erfolgter 1 ongersag den 9. Juni l. J. Abends 8 Uhr, sollen n Schulhause zu Ober-Florstadt 7 aner Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. 5 50 Wiethschaft des Konrad Bingel dahser nach- 1 Harmonium, N 8 Bad⸗Nauheim den 27. Mal 1887. stehende, in der Gemarkung Dorheim gelegenen Grund— 1 Sopha, Ir 2008 Das Großherzogliche Amtsgericht. stücke, den Heinrich Iffland Eheleuten von Friedberg 1 Commode —— 5 gehörend, öffentlich zwangswetse versteigert werden. 2 Kleiderschränke ol ver ei erun Bemerkt wird, daß dem Höchstgebot ohne Rücksicht 1 Waschtisch 1 7 bon 9 g. auf die Taxation der Zuschlag ertheilt wird. 1 Nachttischchen 775 5 f Montag den 6. Juni, Vormittags 9 Uhr anfangend, 1 905 5 7 55 1 Bücherschrank mit verschiedenen Büchern, soll im hiesigen Stadtwald, Distrikt Schrenzer, Skruth vii 180. 237. 3 gepolsterte Stühle, ö und Jungwald, folgendes Holz meistbietend verstetgert VIII 287. 97 1 Taschen⸗Uhr mit Kette und werden, als: IX 105 2355 1 goldene Brille 199 Raummeter Buchen Scheiter, R. 295 10 796. 5 gegen Baarzahlung versteigert. 72„„ Knüppel 0„ Herget 8„ und Nabel-Knüppel und 110 101 1755 2012 Kreisbote zu Vilbel. 5000 Wellen Buchen- und Nadel-Reisig, sowie XVI. 220. 5 Mobisiar 7 ö 25 Stämme Buchen-Bau- und Nutzhol 11 1. 505 M 0 V 9 „ een Men 1 11 15 Mob tar⸗ er eigerung, ähh 150 Stück Nadel⸗Derbstangen und f 5 e Donnerstag den 2. Juni l. Is., Vormittags 9 Uhl 8 65„ Nadel Reisstangen.. 39 icht Dorhel anfangend, rden in an 2 des Herrn: Schelbe Chr Die Zusammenkunft ist am Kisselberg. 2007 herz Reuß 1 55 e(früher Sieck'sches Haus) nachverzeichnete Moblllen gegen 0 0 Butzbach am 28. Mai 1887. ö 555 5 fee e e Baarzahlung versteigert: 4 vollständige Betten, 1 Sopha) ben 8 Großherzogliche Bürgermeisteret Butzbach. 2 L U 1 1 Klelderschrank, 1 Commode, 1 Pfeilerschränkchen, 1 große Mdldor 2010 e eee 4 ehr inge, 2 Stuber Sn, Hablsc e Welck isen e fee J pie Ei 5 3. 2 ü Spi a 0 rla 2 Ein 5 ee nöthigen Vorkenntnisse besitzen, können bei uns 910 Pens koester uud Gebete, 1 Wee Auxus 7 Friedberg den 12. Wal 1887 5 Küchengeräthschaften, 1 Leiterwagen und sonstigt! 0 a 6 5 5 8 8 aushaltungsgegenstände. b 1 I Ig 18 Vorschuss-& Creditverein, Sämmtliche Gegenstände können auf Verlangen Zu fa das e 5 f 1845⁵ Lingetragene Genossenschaft.— ijeder Tageszeit angesehen werden. 1 Nas mit de ötht Vorkenntnissen k i ter i 5 70 2 ied 15 i 1887. korg n nöthigen r. Iko. 815 en l Ein Mädchen Friedberg den 27. Mai 1887 3.85 luden n E. 98s Dach, von 14 Jahren wird zu einem Kinde gesucht. Franz Joseph Nees, 0 i 2018 Lackfabrik. Bad-Nauheim, Kurstraße 394, 20251988 Auctionator.. l ae Eingetragene Genossenschaft. urschub& Credit-Verein zu Friedberg. 1 Ausweis pro Monat Mai 1887. 106 f 203 Einnahme. El. J Cage, vassebestand pro 1. Mai 1887 M. 27535. 07 a Bechsel-Conto 45958. 26 Depositen„ 27580.— Tonto-Corrente A. 50415. 50 Tonto⸗Corrente B. Spar⸗Einlagen- Conto o „ 53610. 26 nlehen⸗Conto 4 150 Jank⸗Conto 5 D ffeeten⸗Conto„ 40038. 35 fennig Sparkassen⸗Conto 8 113. 10 dee, luswärtige Correspondenten 1 80.— „ Stammantbeil⸗Conto 5 1 08 aufschillings Conto 5 280. laufschillings⸗Zinsen- Conto 5 262. 10 es. Zechsel-⸗Zinsen Conto 8 838. 80 * i depositen⸗Zinsen⸗Conto f 419. 80 inkosten-Conto 1 26. M. 300993. 7 a 0e Ausgabe. 5 0 deer Sechsel-Conto 9 9282.29 tube Depositen-Conto„ 13730.— lonto⸗Corrente A.„ iin 5 lonto⸗Corrente B. Ie e kpar⸗Einlagen⸗Conto n Act e; lehen⸗Conto 8 2 70 Jonk⸗Conto„ 21069. 88 f 1 feeten Conto iin Auswärtige Correspondenten 5 1182. 50 Lividenden⸗Conto 8 e 0 obilien und Utensilien 4 9. 60 5 Pechsel Zinsen Conto 5 3. 10 inkosten⸗Conto 5 1513. 64 d Assebestand pro 1. Juni 1887* 4 48 . Ungang. 5 232824. 75 Wechsel⸗Conto⸗Corrent A. M. 16222. 88 rrent B. 4802. 3470. 10 Wechsel Conto Co 0 77 „ 26566. 56 Wechsel-Bank-Conto. 5 16772. 29 0 Giro 8 onto„ 18958. 1 9353. 13 Wechsel⸗Auswärtige Corresp.„ 235. 12 8 11109. 15 Effekten-Conto 7 55 N79. 58 f i er. u Mit den neuen Schnelldampfern bes e Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika aen. Ferner fahren Dampfer des Amden Lloyd .— kheres bei dem 2 5 T Chr. Emil Derschov, Oflenbach a. NMI., 1701 ug essen Agenten dor Schulhof, Friedberg, NM. Spiegelberger in Butzbach, gust Hralt in Butzbach. Ein Lehrling, Wil das Schmiedehandwerk erlernen will, wird auf se e gesucht. 1980 darben. Wilh. 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Mts. erlassen hat, fühle ich mich veranlaßt, als dasjenige Mitglied des Ausschusses, das die dunklen Vorgänge aus dem letzten Jahre zur Veröffentlichung brachte, etwas näher zu beleuchten, was schon früher geschehen, wenn ich nicht eben erst von einem Kurgebrauch in Karlsbad zurückgekommen wäre. Es wird mir der Vorwurf gemacht, in Ermangelung jedes sonst stichhaltigen Einwandes, daß ich gegen den§. 25 der Statuten, der den Mitgliedern des Vorstandes und Ausschusses„unverbrüchliches Schweigen“ auferlegt, gesündigt haben soll. Dem ist aber nicht so; dieses Stillschweigen be— zieht sich nur auf die Geschäftsangelegenheiten, insoweit sie die Geheimhaltung der Inanspruch— nahme von Credit, Bürgschaft ꝛc. ꝛc. berühren. Wenn sich jedoch im letzten Jahre ver— schiedene Male Kassenmancos, die sich am Ende vorigen Jahres bis zu dem Betrag von M. 4130 gesteigert haben, welche auf sieben Mal in abgerundeten Beträgen räthselhaft verschwunden sind, herausgestellt hatten, so fühlte ich mich um so weniger veranlaßt, diesen Sachverhalt zu ver— schweigen, als ich, nachdem schon so und so viele Ausschußsitzungen darüber hingegangen waren, keine ernstlichen Anstalten sah, daß demselben auf den Grund nachgespürt werden solle und die Herren Ausschußmitglieder in Folge einer deßfallsigen Interpellation hin in der letzten Sitzung, der ich vor meiner Abreise beiwohnte, sogar einer nach dem andern das Sitzungszimmer ver— ließen, ohne mich nur einer Antwort zu würdigen. Ein Mitglied, das mir beipflichtete, hielt auch dafür, daß kein Grund vorliege, die Sache länger zu verschweigen, trotzdem hat dasselbe doch später die„unaufgeklärte“ Erklärung mitunterschrieben. Für den Fragefall ist die Bezug— nahme auf den F§. 25 ganz und gar hinfällig. Daß der Kassier, Herr Hecht, den Verein durch den Ersatz des Defieits entschädigt hat, habe ich ebenfalls öffentlich Dritten gegenüber mitgetheilt, darin aber keinen Abhaltungsgrund gefunden, die genaueste Prüfung des Sachverhalts zu be— antragen und wiederholt in Erinnerung zu bringen. Ich halte die Pflichten eines Ausschuß— mitgliedes mit der Uebung von Nachsicht oder gar Vertuschung unvereinbarlich, denn nur durch offenes Auftreten kann der Verein vor Verlusten bewahrt werden, deren er sich aus früheren Jahren nur noch zu gut zu erinnern wissen wird, abgesehen von den großen Vermögensschädig— ungen, die nicht wenigen unserer hiesigen Bürger als Bürgen zur gewaltigen Last fielen. Für die 860 dergleichen unliebsamen Erörterungen überhoben zu sein, lege ich hierdurch mein Mandat al Ausschußmitgt ied des hiesigen Vorschuß- und Creditvereins nieder. 0 28. Mai 1887. 8 Ernst Windecker, Bierbrauer. „Die Materburgy- Henionloir c Taschenuli 5 bis 1 Mark. Nur in ganz ausser Genau gehend, zuverlässig, gewöhnlichen Fällen erreichen die dauerhaft. Reparaturen ein Maximum von Gehäuse aus vernickeltem Neusilber. Mark 2.50. Einige sonstige Vorzüge dieser ameri- Dieser Vortheil der Waterbury kanischen Taschen-Uhr sind: 2 2 Taschen- Uhr ist besonders auch bei N hren, die v jun 1. Ist dieselbe selten reparatur- 5 U 8 0 75 1 W 3 an bedürftig. 2 wenig bemittelten Personen getragen —. werden, ein ganz ernormer. 5 21 2. Ist es die einzige Uhr, deren E N. 1 5 ö Uebernimmt nicht nur jede 2 85 einzelne Verkaufstelle, sondern auch F die Fabrik selbst volle Garantie für obige Angaben. Jede Uhr ist mit der Firma der Waterbury- Taschen- Uhren-Fabrik gestempelt, deren Kapi- tal inel. Reserve über 3 Millionen Mark beträgt. Reparaturen kaum 15 derer sämmt—- ö lieber anderen Uhren koste en. Während D 2. B. 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