* 1 auswärtigen Einsendern 1 8 1 ca daun. e Neußtin.„ ben bn z 5 1. 10 f umelster lege zauholz Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch eu, — 5* 4 1887. Hamstag den 2. April. M 40. berhessischer Anzeiger. und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstäg. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., — Letztere nicht Jahresconto bei uns haben) — lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von „ welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Das Großherzogliche Kreisamt Frievdberg Anzahl von Exemplaren durch die Post zugeben. können, von der Bekanntmachung keine Kenntniß gehabt zu haben. Betreffend: Die Frühjahrs⸗Controlversammlungen pro 1887 im Kreise Fried berg. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. 1 Die nachstehende Bekanntmachung Großherzoglichen Landwehrbezirks Commandos Friedberg wollen Sie in Ihren Gemeinden auf orts— übliche Weise publiciren lassen. Den Mannschaften des Beurlaubtenstandes, welche auf isolirt gelegenen Gehöften, Forsthäusern, Bergwerken ꝛc. wohnen, ist durch die betreffende Großherzogliche Bürgermeistetei von der nachstehenden Bekanntmachung entweder durch Sie selbst oder durch sonst eine verpflichtete Person(Poltzeidiener, Feldschütz ꝛc.) Kenntniß zu geben, damit sich dieselben, wenn sie bei der Controlversammlung fehlen, nicht darauf berufen 1 Amtlicher Theil. aglohn 1 Betreffend: Das Feldstrafgesetz und die Instruction für die Feldschützen. N N Friedberg den 31. März 1887. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. In den nächsten Tagen werden Ihnen„das Feldstrafgesetz und die Instruction für die Feldschützen“ in der von Ihnen benöthigten Sie haben hierfur Ihrem Rechner alsbald Anweisung zur Auszahlung von 50 Pf., für jedes Eremplor, an die Kreiskasse, welche die betreffenden Beträge vorgelegt hat, zu ertheilen. Ur. Braden. Friedberg den 17. Marz 1887. Dr. Braden. Zweiter Appell: am 4. April, Vormittags 11 ½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen 1 Bekanntmachung. lg. 1 Die Frühjahrs⸗Controlversammlungen pro 1887 im Kreise Fried— „ ee berg, 1. und 3. Compagnie des 2. Bataillons(Friedberg) 1. Groß— herzoglich Hessischen Landwehr-Regiments Nr. 115, werden in nach⸗ 0 Fehender Weise abgehalten: 0 A. In Butzbach, auf dem Viehmarkt. 6 Erster Appell: am 4. April, Vormittags 8 Uhr. dierbei haben zu erscheinen saͤmmtliche Neservisten und Landwehrleute, owie die zur Disposition der Truppentheile und Etsatzbehörden beur— ne Mannschaften aller Waffen, excl. derjenigen Wehrleute, welche im Herbst dieses Jahres zum Landsturm übergeführt werden, das sind 4 7 diejenigen Mannschaften, welche in der Zeit zwischen dem 1. April und 2 ———— 30. September 1875 in den Militärdienst eingetreten sind und bei der liesjährigen Herbst⸗Controlversammlung zu erscheinen haben, aus den Ortschaften Nieder⸗Weisel, Oppershofen, Ostheim, Rockenberg, Maibach, Münster, Münzenberg, Trais⸗Münzenberg, Pohl-Goöͤus. Zweiter Appell: am 4. April, Vormittags 9 ½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen us den Ortschaften Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-Weisel, Kirch-Goͤns, Langenhain mit Ziegenberg, Wohnbach. B. In Friedberg, im Hofe der Kloster-Kaserne. Erster Appell: am 4. April, Nachmittags 2½ Uhr. hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen dus den Ortschaften Bauernheim, Beienheim, Dorn-Assenheim, Melbach, Nieder⸗Mörlen, Ober⸗Mörlen, Ossenheim, Reichelsheim, Södel, Stein— furth, Weckesheim, Wölfersheim Zweiter Appell: am 4. April, Nachmittags 4 Uhr. bierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen is den Ortschaften Bad⸗Nauheim, Dorheim, Fauerbach b. Fr., Fried— berg, Ockstadt, Rödgen, Schwalheim, Wisselsheim. In Vilbel, auf der Frankfurter Chaussee, südliches Ende von Vilbel. ürster Appell: am 4. April, Vormittags 10 Uhr 20 Min. erbei haben zu erscheinen die Maunschaften vorgenannter Kategorieen us den Ortschaften Dortelweil, Harheim, Massenheim, Nieder-Erlen— 1 Friedberg den 30. März 1887. aus den Ortschaften Büdesheim, Groß-Karben, Heldenbergen, Klein— Karben, Ober-Erlenbach, Ober-Eschbach, Rendel. D. In Nieder⸗Wöllstadt, am Eisenbahn-Viaduct über der Friedberger Chaussee. Erster Appell: am 4. April, Nachmittags 2½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen aus den Ortschaften Holzhausen, Kloppenheim, Nieder-Rosbach, Nieder⸗ Woͤllstadt, Ober-Wöͤllstadt, Ober Rosbach, Okarben, Petterweil Rodheim v. d. H. Zweiter Appell: am 4. April, Nachmittags 4 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen aus den Ortschaften Assenheim, Boönstadt, Bruchenbrücken, Burg⸗ Graͤfenrode, Ilbenstadt, Kaichen, Nieder-⸗Florstadt, Ober⸗Florstadt, Staden, Stammheim, Wickstadt. 7 Es wird noch ausdrücklich bemerkt, daß die Leute pünktlich zu erscheinen und die in ihrem Besitz befindlichen Militärpapiere mit zur Stelle zu bringen haben. Sollten Mannschaften wegen häuslicher ꝛc. Verhältnisse Dispen⸗ sations⸗Gesuche von den Control-Versammlungen vorbringen wollen, so sind diese,— von der Ortsbehoͤrde beglaubigt— mindestens 8 Tage vor der Control⸗Versammlung dem zustaͤndigen Bezirksfeldwebel vorzu⸗ legen. Nur für außerordentliche Faͤlle ist eine kürzere Frist statthaft. Wer Dispensation von der Control-Versammlung erhält, hat sich spätestens 14 Tage nach der Control-Versammlung bei dem betreffenden Bezirksfeldwebel zur Nachcontrole zu melden. Außerdem werden die Großherzoglichen Buͤrgermeistereien ersucht, jeden Controlpflichtigen auf vorstehende Bekanntmachung und weiter darauf aufmerksam zu machen, daß keine besonderen Ordres zur Ge⸗ stellung ausgegeben werden. Schließlich werden die an den Controlversammlungen theilnehmen⸗ den Mannschaften hiermit noch darauf aufmerksam gemacht, daß sie für den ganzen Tag, an welchem sie zur Controlversammlung einberufen sind, zum activen Heere gehören und den Militärgesetzen unterworfen sind. Das Großherzogliche Bezirks Kommando Friedberg. 1 bach, Nieder-Eschbach, Vilbel. 1 Winter. Ausschreiben. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthallsort des Heinrich Christ von Nieder-Selbach, zuletzt in Hanau, wird ersucht. Der Großherzogliche Amtsauwalt. v. Biegeleben. Deutsches Reich. Darmstadt, 31. März. Der Großherzog, er Erbgroßherzog und Prinzeß Irene sind mit ee Kronprinzessin des deutschen Reichs und dem heinzen Heinrich von Preußen heute von Berlin u. einem kurzen Besuche nach Strelitz gereist. . 30. März. Kammer Es folgte gestern loch die Fortsetzung der Debatte über den Au— ig der Abg. Theobald und Genossen, die Realschule ꝛc. zu Mainz, sowie den Mainzer Universitäts-Fonds betreffend, sowie über den Antrag Racké über denselben Gegenstand. Gegen die Anträge des Ausschusses sprachen die Abg. Metz-Darmstadt, Frank, Reinhardt, Racké, Jöst, indem fast saͤmmtliche Redner her— vorhoben, daß es nach Lage der Sache nicht angängig sei, in irgend einer Weise an den Be— stimmungen der Stiftungsurkunde zu rütteln. Für die Ausschußanträge sprachen die Abg. Ellenberger, Wolfskehl als Berichterstatter und beschließt die Kammer mit großer Masorität die Annahme der Ausschußanträge.— Es steht heute als erster Punkt der Tagesordnung der Gesetz— entwurf, die Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehs betr. zur Berathung. Hierzu bemerkt Kredel, daß der vorliegende Gesetzentwurf ein Mißtrauensvotum gegen die Gemeindevertre— tungen sei. Er halte die Vorlage für unnoͤthig, da man Seitens der Landwirthschaft bis jetzt noch keine Wünsche in dieser Richtung gehört habe. Für ihn sei ein solches Gesetz unannehm— bar. Ebenso sprachen gegen eine Annahme des Gesetzes Wolz und Schönberger. Für Annahme sprachen Vogt und Schade, indem letzterer aus⸗ führte, daß durch ein derartiges Gesetz Hessen in die Reihe der Staaten trete, welche seit langer Zeit als Muster für die Landwirthe hinsichtlich der Viehzucht gelten. Er empfehle entschieden die Annahme des Gesetzes. Nachdem noch von Ministerialrath Jaup die Annahme des Gesetz— entwurfes nach der Regicrungsvorlage empfohlen wurde, fand die Abstimmung über Artikel 1 des Gesetzes statt. Derselbe findet einstimmige Annahme des Hauses. Berlin, 30. März. Statthalter Fürst v. Hohenlohe ist heute nach Straßburg zurück— gereist. Der Gesetzentwurf über Elsaß Lothringen soll jedenfalls noch in der laufenden Reichstags— session vorgelegt werden; derselbe befindet sich zur Zeit noch im ersten Stadium der Vorbe— reitung. Es steht für denselben als Gesichts— punkt fest, daß die Verhältnisse wie vor 1879 wieder hergestellt werden, die Gesetzgebung für Elsaß⸗Lothringen wieder ganz auf den Reichstag übertragen wird, jede autonome Gesetzgebung durch den Landesausschuß und das Staatssecre— tariat fortfällt. Bei Herstellung einer Provin— zialverwaltung nach Analogie der preußischen Oberpräsidien bleibt es zweifelhaft, ob der Statt— halterposten bestehen bleibt oder an dessen Stelle ein Oberpräsident tritt. — 30. März. Der Kaiser hat sich von dem letzten Unwohlsein nahezu vollständig er— holt. Die Augenentzündung ist fast ganz ge— schwunden, das Allgemeinbefinden durchaus be— friedigend. Der Kaiser ist heute Morgen zu gewohnter Zeit aufgestanden und hat seine Ar— beiten wieder aufgenommen. — Die Beschickung der Pariser Weltaus— stellung wird zur Zeit von Seiten der deutschen Regierung nach jeder Richtung abgelehnt. — Das neue Branntweinsteuergesetz ist fertig. Finanzminister v. Scholz soll seinen neuen Entwurf dem Reichskanzler bereits vor— gelegt haben. Ems, 31. März. Der Kronprinz trifft am 15. April zu längerem Aufenthalt hier ein. Ein Adjutant und ein Hofbeamter sind heute bereits hier eingetroffen und haben Wohnung im Kurhaus bestellt. Wilhelmshafen, 31. März. Das Schulgeschwader ist aus Westindien kommend wohlbehalten auf hiesiger Rhede eingetroffen. Metz, 30. Marz. Bei einer Anzahl Ein— heimischer sind in der letzten Zeit wiederholt Haussuchungen vorgenommen worden. Eine solche bei dem ehemaligen Urmacher Humbert hat dringenden Verdacht ergeben, daß Humbert Gelder an die franzsͤsische Patriotenliga abge— liefert hat. Auf Grund dessen wurde heute die Verhaftung des Genannten angeordnet. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 31. Marz. Der König von Rumänien hatte gestern wichtige Unterredungen mit dem Kaiser und dem Grafen Kalnoky, welche die Sicherung der Integrität und Unabhängigkeit Rumäniens zum Gegenstand hatten. Ohne einen förmlichen Vertrag in Aus— sicht gestellt zu erhalten, empfing der König namentlich im Hinblick auf gewisse Eventualitäten durchaus beruhigende Versicherungen. Das Königspaar ist heute nach Bukarest abgereist. Unterwegs ist der Salonwagen in Brand ge— rathen, wurde jedoch alsbald gelöscht. Frankreich. Paris. Das Ministerium Goblet hat in der Pariser Deputirtenkammer in der Frage der Nachtragscredite einen glänzen— den Sieg erfochten. Finanzminister Dauphin stellte sein Portefeuille zur Verfügung, der Ministerpräsident Goblet erhob die Cabinets— frage und— mit 290 gegen 220 Stimmen nahm die Kammer die Credite an. Bei der Abstimmung über die gesammte Vorlage er— höhte sich die Majorität sogar auf 300 Stim— men gegen 204 Stimmen. Danemark. Kopenhagen, 30. März. Der Folkething-Präsident Berg erklärte in der heu— tigen Sitzung des Folkethings, er sehe sich aus politischen Gründen veranlaßt, sein Amt nieder— zulegen und werde die Wahl eines neuen Prä— sidenten auf die morgige Tagesordnung setzen. Bulgarien. Sosia, 29. März. Der Re⸗ gierung ist von einer Ansammlung aufrührerischer Banden in Reni bisher nichts gemeldet worden. Auch die Londoner Gerüchte von Putschversuchen, die in Varna und Burgas stattgefunden hätten, und von Truppensendungen, die dorthin gerichtet worden, sind falsch; in ganz Bulgarien herrscht vollständige Ruhe. Rußland. Petersburg. Attentate hört man von hier: burger Ober-Polizeimeister Geueral-Adjutant Gresser am 25. März in der Gesellschaft des gegen— wärtig in Petersburg weilenden Moskauer Ober— Polizeimeisters Generalmajor Jurkowski über die neue Linie des Wassiljewskiostrow-Quar— tiers fuhr, gab plötzlich ein Idividuum auf die beiden Polizeichefs in der Nähe des Hauses Ueber zwei neue Als der Peters Nr. 20 einige Revolverschüsse ab, ohne jedoch zu I treffen. Als die Polizeileute den Attentäter verhaften wollten, schoß dieser aus demselben A Revolver gegen seinen Kopf und stel auf der! Stelle todt zusammen. Der Attentäter scheint seinem Aeußeren nach kein Russe zu sein. So— dann kommt die Kunde von einem neuen Attentat gegen den Zaren. Die Nachricht wird von dem Reuter'schen Telegraphen-Bureau verbreitet, fand! aber bis jetzt noch keine Bestätigung. Diesmal? ist es aber nicht beim Mordplane geblieben; der Mordversuch wurde am 30. März ge⸗ macht. Das schwerwiegendste Moment der Mel dung liegt jedoch darin, daß das Attentat in Gatschina verübt wurde, in jenem durch Ge— heimpolizisten und großartige militärische Vor sichtsmaßregeln zur förmlichen Festung umge⸗“ wandelten Schlosse, welches der Zar als sicherste Zufluchtsstätte gegen die Nachstellungen der niht listischen Verschwoͤrer betrachtete. Welcher Art das Attentat war, ob wiederum Sprengstoffe] eine Rolle bei demselben spielten, oder ob auß der Umgebung des Zaren ein Angriff auf den Aue letzteren gemacht wurde, ist noch nicht bekannt. dn Der Zar wurde nicht verwundet. ten — Der Minister des Auswärtigen, v. Giers, 7 hat, wie der„K. Z.“ gemeldet wird, eine Audieng alle beim Zaren erbeten, um den Kaiser zu bitten Anon er möge zwischen ihm(Giers) und Katkowf kaschgh wählen. Giers verlangt nichts Geringeres, als“ die Unterdrückung der„Moskauer Ztg.“ Katkow's.] zinge 1 35829 Kirchliche Anzeigen für Friedberg J. 0 Ebangelische Gemeinde. J Al. Sonntag Palmarum. 1 12018. 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Großherzogliche Direction der Realschule. 132⁴ Dr. Möller. 5 FCP Seltener Gelegenheitskauf. 8 Von heute an verkaufe ich circa SA 300 feine Vouxquin⸗Anzüge von 150 Confirmanden⸗Anzüge aus guten decatirten Stoffen 1 400 prachtvolle Knaben⸗Anzüge„ ferner einige Hundert BouxquinNeste, 8 13 Mark an, die neuesten und feinsten Sachen zu Herren- und Knaben-Anzüͤgen, Ueberziehern, Hosen zur Hälfte des Werthes. Die Herren- und Confirmanden-Anzüge stammen theils aus einer nun— mehr in Concurs befindlichen Herrenkleider- Fabrik. G. Schulhof. 00 Vorschuß und Credik⸗Verein e. G. zu Friedberg. Unsere Kasse ist von Montag den A. April an wieder des Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr offen. 1342 Vorschuß⸗ und Credit⸗Perein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Durch Beschluß der General⸗Versammlung vom 31. März l. J. ist die Dividende pro 1886 auf 8 Prozent festgesetzt. Dieselbe kann vom 6. April ab, an unserer Kasse unter Vorlegung der Geschäftsantheil— Bücher in Empfang genommen werden. Der Vorstand. Friedberg den 1. April 1887. 1341 Ermus. Hecht. Dörr. Die Holz- und Steinkohlen-Handlung von Jan Betz in Friedberg empfiehlt zu den billigsten Preisen Bretter, Stollen, Latten, prima For bacher Falz⸗ ziegel, Schwemmsteine, Sandstein⸗Platten, Krip⸗ pen, Tröge, Cement, hydr. Stück⸗ und Sackkalk, alle Sorten Kohlen u. s. w. unter Zusicherung promptester Bedienung. Filzhüte, neue Frühjahrsmode, in allen Farben, zu den billigsten Preisen Consirmandenhüte, e Gummi ⸗Wäsche Neuheiten empfiehlt billigst ier⸗C lis⸗ Tressen, sowie alle in dieses Fach einschlagende Artikel Eier⸗Gemüs Nudeln, in 7 Auswahl 55 sehr bilgen Preisen. W Ital. Macaronen, 1383 Geselnvister Scliloss. Türk. Zwetschen Eine Wohnung garnsturen, Knöpfen und Schließen, Spltzen, Rüschen, ieee 1271 Corsetten empfiehlt in größter Auswahl und beflfitzender Form 4 C. 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Carl Baner. 1„5 5 22 5 * Für Confirmanden empfehle zu äußerst billigen Preisen Hemden, Kragen, Mauschetten, Corsetten, Halsbinden, Hand⸗ schuhe, Hosenträger, Taschentücher, Krausen, Myrtenkränze. 1098 K. Friedrich. Schwaͤmme (Fensterschwämme), recht schön, schon zu 30 Pf., Fensterleder, Bürstenwaaren, Chürvorlagen, Läuferstoffe, Aufputztücher und Putzpomadt Adam Söllner II. 1235 Das Neuese in Sonnen- u. Regen⸗Schirmen empfiehlt C. Oberländer. Zwei Realschüler können bei dem Unterzeichneten Kost und Logis erhalten; auch ist bei demselben ein gutes Clapier, noch wenig gespielt, zu verkaufen. Näheres bei 1331 Friedberg. Heinrich Hanstein V. Confirmandenhüte, Regen- und Sonnenschirme, Kragen, Manschetten, Hals, binden und Glaeéhandschuhe dc. ꝛc. in einzig großer Auswahl bei 1346 Fritz Schmidt, Kaiserstraße. Seiden-Jammt und Seiden-Plüsch-Neste in allen Farben, per Meter M. 2., 2.50 und M. 3. 5 J. Hürth's Erben. Nundstäbe für Rosenzüchter bei 1330 Adam Söllner II. 1345 empfiehlt J. A. Windecker. hat zu vermtethen Emil Becker. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernage“. (Hierzu Unterhalt ungsblatt Nr. 14 und zwei Beilagen.) Gemüse-& Slumen-Sämereien Mot anfanger Asiilkt gemach 2 1 Aan AU aumelster den ban nander denten, Ann Ruüchet, Kraua PFriedrieh ö lle 0.. Charvorlam 10 Pitzpenn völner I Schirme K Cieliabet. uit Henin! denhül Erste Beilage. 2 40. Oeffentliche Aufforderung. Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nachlaß des Gastwirths Jakob Scheurich in Kloppenheim sind binnen 14 Tagen bei Meldung der Nichtberücksich— tigung bei der dermaligen Nachlaßregulkrung dahier an— zumelden. Vilbel am 29. März 1887. Großherzogliches Amtsgericht. 1323 Dr. Seriba. ——— 1 3. Holzversteigerung. Montag den 4. April d. J. werden in dem Domanlal— distrikt Frauenwald, Schlag V, IX und XVI, versteigert: 48 Eichen⸗ Stämme von 15—33 em Durchmesser und 1—8 m Länge= 10,15 fm; 14 Eichen⸗Derbstangen von 12— 14 em Durchmesser u. 4— 5 m Länge= 0 94 fm Wagnerholz); 56 Rm. Eichenscheiter; 13,8 Rm. Eichen⸗ Knüppel; 8589 Wellen Eichen ze. Reisig; 7 Rm. Eichen- Stöcke. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr am Schlag IX. Ober⸗Ros bach den 25. März 1887. Großherzogliche Oberfͤrsterei Ober-Rosbach. Strack. 33 5 Holz- Versteigerung in den Gräflich Solms⸗Nödel⸗ heim'schen Waldungen. Im Revier Bainhards, Distrikt Unterwald, werden versteigert: Dienstlag den 5. April, Vormittags 9 Uhr: 24 Eichen⸗Stämme von 23—36 em Durchmesser und 5—7 m Länge mit 8 ebm Inhalt, 42 Fichten⸗Stämme von 15— 28 em Durchmesser und 10— 15 m Länge mit 13 ebm Inhalt, 1200 Fichten⸗Derbstangen, zu Leiterbäumen, Baum- pfählen, Einfriedigungen, Latten u. s. w. brauchbar, 4 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, ö ö ö 74 5„ Prlügelholz, 8 K Nadel⸗ 7 30 5 Eichen Stockholz, 70 5„ Reisholz, 3500 Wellen Eichen⸗Durchforstungs- Reisholz, Back— 650„ Nadelbolz, holz. Zusammenkunft am Forsthaus Bainhards. Wickstadt den 28. März 1887. Der Gräfliche Revierförster Habich. 1299 Holzve 1 0 Holzversteigerung. Montag den 4. April d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in dem Langenhainer Gemeindewald, Distrikt Eichkopf, folgende Holzsortimente zur Versteige.“ rung kommen: 200 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz⸗Stämme, 1 Birken Stamm von 25 Centimeter Durchmesser und 4,2 Meter Länge, 21 Kubikmeter Inhalt, 10 Nadel Stämme, 9 Raummeter Eichen⸗Scheit⸗ und Knüppel, 22 1 Erlen⸗ 1„ 1 64„ Nadel⸗„ f„ 1100 Buchen⸗Wellen, 3870 Eichen⸗„ 1850 Erlen⸗ 5 2280 Nadel⸗„ 25 Raummeter Nadel-Stöcke. Bemerkt wird, daß mit dem Brennholz der Anfang zemacht wird, das Stammholz gegen 1 Uhr zur Ver⸗ teigerung kommt und nach demselben der Rest des Brenn Holzes. Zusammenkunft unterhalb der Usabrücke, an der Russensteinbrennerei. Ztegenberg am 29. März 1887. Großherzogliche Bürgermeisteret Langenhaln. 1305 Rumpf. Holz⸗Versteigerung. Dienstag den 12. April l. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiherllch v. Rothschild'schen Walde Alten— berg bei Rodheim v. d. H. nachstehende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: 1850 Stück kurze Birken-⸗Wellen, 6450„„ gemischte Aus puß⸗Wellen, 1350„ lange dergl.(zu Bohnenstangen geeignet). Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs srist bis 1. September d. J. gestattet. Rodheim v. d. H. am 31. März 1887. In Verhinderung der Freih. Forstverwaltung: C. Will, Einnehmer. Bel Unter⸗ eichnetem sind zwei möblirte Zimmer zu vermiethen, auch werden zwei Pensionäre angenommen. 102 L. Hegar, Katserstraße, im Sick'schen Hause. 1328 Oberhessischer Anzeiger. Bekanntmachung. Wegen ungünstiger Witterung war der gestrige Faselmarkt schwach besucht, so daß der Ankauf von Rindern und Schweinen zur Verloosung nicht stattfinden kounte; es soll deßhalb die Berloosung, der Ankauf van Rindern und Schweinen, sowie die Prämiirung von Rindern am Ostermarkte, den 5. April, stattfinden. Butzbach den 18. Maͤrz 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küchel. Holz⸗Lager. Mit heutigem Tage habe ich Herrn Jean Betz in Friedberg den commissionsweisen Main⸗Floßholzes übertragen. Derselbe ist bereit, 1201 Verkauf meines alle weitere Auskunft zu ertheilen. Georg Müller. Holzhandlung, 1270 Hanau. O. Fritze's Bernstein Oel-Lackfarbe — zum Selhst-Lackiren von Fussböden in bekannter vorzüglicher Qualttät. Niederlage bei Wilm. Bernbeck. driedbera J. A. Pelisster, Hanau, 0 Tuch und Leinwand Handlung. 10 Große Auswahl.— Villige Preise. Neueste Pulverisir-Eggen. System„Keme“, Wiesen-Eggen, neueste Stahl- Wende- und Beet-Pflüge, Cam- bridge. Ringel- und Glattwalzen, Unkraut-Auslese- und Sortir-Maschinen empfehlen zur Frühjahrssaat Pl. MAYFARTIHH& Co. in FRANKFURT a. M. Solide Agenten werden angestellt, wo wir noch nicht vertreten sind Strohhüte JIum Gilligen Laden. Man kauft am billigsten, nur gegen Baarzahlung, feine weiße Herrenhemden in jeder Halswelte per Stück M. 2., 2.50, 3., 3.50, im halben Dutzend dilliger; Damenhemden in verschiedenen Qualitäten per Stück M. 1.35, 1.50, 1.60, 1.75, im halben Dutzend billiger; Confirmanden-Hemden mit feinem Einsatz per Stück M. 1.80 und M. 2.; Kinderbemden, Knaben- und Mädchenhemden von 35— 100 em groß kosten je nach der Größe per Stück 25, 30, 40, 50, 60, 75, 90, 100, 115, 130 Pf., im halben Dutzend billiger; Herrenkragen per ½ Dutzend M. 1.20, 1.50, Afach M. 1.80 bei Schuhwaaren, M. Netscher, auf das Reichhaltigste assortirt und offeriren wir 566 Hemdenfabrif. Neuheiten Confrmanden⸗Awüge in eleganten Damen-, Knopf- und Zu- Knaben Anzüge stilefeln mit Zierstepperel, Halh- von M. 4. an, Sommer-Ueberzieher stlefeln, Herreustlefeln, allen Sorten von M. 14. an, Coufrmanden⸗Sliefeln Buckskin Anzüge u. s. w. zu sehr billigen, aber streng festen 1232 Preisen. bis zu den hochfeinsten empfehlen in bekannter großartiger Auswahl Spier& Kupfer, J. Fürth's Erben. Strafanstalt Schuhmagazin. FE Ackerstraͤnge und Ackerleinen 1101 werden zum Färben und Fagoniren angenommen bei 0. Halbfleisch. 861 Für die Frühiahrosaison ist unser Lager in allen Arten 867 A 2 1 2 Teinture Schütz, von Fachleuten als das beste Mittel zum Reinigen und Aufpoliren der Möbel empfohlen. Leichte Anwendung. Angenehmer Geruch. Erhöht den Politur Glanz und verhindert den Ausschwitz. Verkauf per Flasche d M. 1. Zwetschenbäumchen, 50 bis 70 Stück, sind billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 1216 in bester Qualität bet bel Herrn Ad. Söllner II. in Friedberg, 1318 IB. Schund Jun. in Bad Nauheim. 1* Carl Bauer. .— 3 —— n „— Mobiliar-Versteigerung in Bad⸗Nauheim. Montag den 4. April 1887, Vormittags 8½ Uhr, werden auf freiwilliges Anstehen der Frau Kranz dahler, in der Apotheke zu Bad-Nauheim, nachstehende Mobilien versteigert und zwar: 1 Seeretär, 1 Causeuse, 2 Sopha's, 2 Sessel und 1 Sesselgestell, 1 polirter runder Tisch, 3 kleine polirte Tische, 3 gewöhnliche Tische, 3 Nachttische, 2 Com- moden, dreith. Kleiderschränke, 4 Bettladen mit Sprung- feder⸗Einsatz, mit gestepptem Strohsack, 1 Bettlade, 1 Thuͤre mit Spiegelglas, 1 Blumentisch, 1 Clavier⸗ bank, 1 Kuͤchenschrank, 1 Waschmange, 1 großer, mehrere kleine Spiegel, 1 große und 1 kleine Wasch buͤtte, 1 Petroleumherd, 3 Gartentische, 2 Bänke, Stühle, Bilder und verschledene andere Gegenstände. Bad⸗ Nauheim am 26. März 1887. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. 1272 Wörner. 5 8——— Holzversteigerung. Mittwoch den 6. April d. J. werden in dem Domanial⸗ walddistrikt Lohwald bei Ober⸗Erlenbach 28 Rm. Birken— Knüppel, 1805 Birken⸗Wellen, 6870 Weichholz-Wellen und 8,2 Rm. Birken-Stöcke versteigert. Zusammenkunft Vormittags 9 Ubr im Schlage bei Holznummer 1. Homburg v. d. H., 31. März 1887. Großherzogliche Oberförsterei Nieder-Eschbach. Schwarz Parthie Pferdemist wird Samstag den 2. April, Vormittags 11 Uhr, in den städtischen Pferdeställen versteigert. Friedberg, 21. März 1887. Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 1340 Steinhäußer. Geübte Steinschläger finden auf längere Zeit lohnende Beschäftigung. Nidda, 24. Marz 1887. Großherzogliche Baubehörde für Nebenbahnen. 1215 Stahl. 0000 8 Submission. Der Unterzeichnete beabsichtigt ein Wohnhaus zu erbauen und will die erforderlichen Arbeiten und Liefe⸗ rungen auf dem Submissionswege vergeben, nämlich: 1335 Eine Maurerarbeit, veranschlagt zu 1134 M., Steinhauerorbelt 464„ Zimmerarbeit 1640„ Dachdeckerarbeit 30 Schreinerarbeit E Schlosserarbeit 527„ Glaserarbeit N Spenglerarbeit 1 Weißbinderarbeit 606„ Tapezierarbeit 35 Pflasterarbeit 12„ Brechen und Anfahren von Mauersteinen 780„ Liefern von Russensteinen 1035„ 5„ Sand 250„ „„ hydr. Kalk 100„ —„ Weißkalk 160„ .„ Cement 56„ 5„ zugerichteten Pflastersteinen erster Sorte 30 Plan, Voranschlag und Submissionsbedingurgen liegen in meiner Wohnung zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten bis zum 13. April l. J., Mittags 12 Uhr, eingereicht werden können. . Bönstadt am 31. März 1887. 1331 Joseph Müller. Versteigerung von alten Bau⸗ materialien. S. Ballin⸗ Oppenheimer Daß die Faronia-Säemaschine von Siedersleben für unsere Gegend und für unsere Bodenverhältnisse die beste ist, welche es gibt, haben folgende Herren schriftlich und mündlich bestärigt: Herr Moritz Jehner, Schwalheim, „ R. Westernacher in Lindheim, „ Schindler auf Hof Eich bei Gelnhausen, „ Mayer in Mittelgründau, „ Rodrian auf Hühnerhof, „ Voß in Dauernheim, „ Schudt in Bönstadt, „ Weitzel in Kaichen, „ Schuch auf Schleifelderhof, „ Bürgermeister Moscherosch in Burg-Gräfenrode, 1 5 Väth in Bauernheim, „ Ludw. Kopp in Ossenheim, „ Gutsbesitzer Bender, Hofgut Griedel, „ G. Fleischhauer in Bad Nauheim, „ Wilh Schuch in Burg-Gräsenrode, „ Oekeonom Helfrich in Gießen, „ H. Bausch II. in Nieder Wöͤllstadt, Herren Gebr. Kalbhenn in Bergen, Herr Ockonom Kalbhenn in Vilbel, „ Müller May in Massenheim, „ Wenzel in Niederursel, „ Gutsbesitzer Brückmann in Groß-Karben, 5 5 auf der Dögelmühle, „ C. Lenhard in Usingen, „ Oekonom Schick in Homburg v. d. H., „ G. Adam in Bommersheim, „ Conrad Kleberger in Melbach, „ Jean Müller in Groß Karben, „ W. Fauerbach in Dortelweil. 892 Die neueste, absolnt gleichmäßig säende Maschine für coupirtes Terrain ist die von H. Lins construirte Autenwalzen⸗Drillmaschine. Dieselbe saͤet bei jeder Bodenneigung berg— Eine Parthie 5 hiesiger Gegend gezogene seidereine beste Kleesamen offerirt billigt Salomon Simon. Für Gärtner, Gartenhesttzer und Landwirthe. Die besten Gemüse⸗ und Blumensamen, besonders vorzüglichste Marktsorten, alle Sorten Gras, Feld- und Wald⸗, sowie seidefreie Kleesamen ꝛc. bezieht man in unübertrefflicher Qualität von der Samenhandlung Georg Andreas, Frankfurt a. II., Rebstock 5. Preisliste auf Wunsch kostenlos u. postfret zu Diensten. Sämmtliche Samen sind auch bei Herrn Theodor Andreas, Bad⸗Nauheim, zu haben. 865 Kleesamen in seidefreier Prima Waare bei 1277 Wilm. Bernbeck. Ein stolzer Schnurrbart, vollbart lowie üppiges Haupthaar wird durch Dros. Dürrbroock's weltberühmte Haar- u. Barttinctur(eines d. vorzüglichsten Mittel) ervorgebracht. Gegen das Ausfallen des Haares unübertroffen.(Tausendfach bewährt.) Für Erfolg, sowie Unschädlichkeit wird volle Garantie geleistet. Prs. p. Flag. nebst Gebr.⸗Anwsg. 2 Mk. Zu bez. allein echt d. d. Droguenhandlg. von Alfred slembel, Dresden, wilsdrußcrür, 96! Die Gräfliche Baumschule zu Assenheim i. d. W. offerirt: Apfel⸗ und Birnen-Hochstämme, Zwetschen⸗ und Mirabellen-Hochstämme, Zwerg⸗ Birnen und Zwerg-Aepfel, Ziersträucher und Rosen. Tapeten. Directer Versandt an Private zu Fabriupreisen von 12 Pf. an die Rolle, Goldtapeten von 30 Pf. an. Die geehrten Auftraggeber geniessen hierbei dureh 170 auf, bergab ganz gleichmäßig, ohne irgend eine Regulirung; ebenso bei jeder Fahrgeschwindigkeit. Die Maschine hat nur eine Säewelle und können alle Fruchtgattungen von Raps an bis zur dicken Bohne, Mais ꝛc. vermittelst einer handlichen Vorrichtung gesäet werden; ebenso ist die Entleerung eine bequeme, gründliche, sog. Selbstentleerung. Die Herren Oberamtmaun Schwarz, Baiersröderhof, Jacob Schuch und Jacob Zwier in Ilbenstadt sind im Besitz solcher Maschinen und geben be— reitwilligst jede Auskunft. Bestellungen beliebe man gefl. bei in Heldenbergen zu machen. 1286 Brennholz- u. Sauholz- Versteigerung. Montag den 4. April, Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt Herr Maurermeister Hottes vor dem abgebrochenen Versorgungshause sämmtliches Brennholz, Bauholz, Fenster, Thüren, Fußböden und Bretter gegen Baar— zahlung versteigern. Unterzeichneter läßt Mittwoch den 6. April cr., von Vormittags 10 Uhr ab, nachstehende, in theilweise sehr gutem Zustande befindlichen Gegenstände, als: 5 Hausthüren mit Futter, 12 Zimmerthüren mit Futter, 20 Fenster, 12 Paar Fensterläden, verschiedene Treppentheile, altes Bauholz, 1238 1 Buffet, 2 Glas verschläge, 1 eichenes Hofthor, 2,40 breit, 3,20 hoch, 1 Glasthüre, 3,10 breit, 2,85 hoch, öffentlich meistbietend versteigern. Die Verstelgerung findet in dem unteren Magazin der Saline, vis-A-vis dem Elisabethenhaus statt. Bad⸗ Nauheim. Ferd. Sprengel. N— Kleesamen, prima Pfälzer Rothklee, 4 Provencer Luzerne in doppelt gereinigten seidefreien Qualitäten bei In Auftrag: 1308 J. Butzbach, Auktionator. Ziehung: 27. April iss. Die beliebten Loose der Frankfurter Pferdemarktlotterie, 300 Gewinne im Werthe von 63,000 Mark, darunter S elegante Equipagen und 46 Pferde, sind à Drei Mark zu beziehen vom(H. 61480.) Secretariat des landwirthschaftlichen Vereins in Frankfurt a. M. 1261 Parquetboden-Wachs von J. Finsler in Zürich, sowie Stahlspähne, zum Reinigen der Böden, empfiehlt 1276 Wilm. Bernbeck. Glacchandschuhe, dene sd gene, 917 Willielm Fertscsi. Ersparung von Spesen und Provision an Reisende und Zwischenhändler selbst alle Vortheile eines directen Einkaufes und erhalten bei zuvorkom- mendster u. sorgfältigster Bedienung stets das Neueste und Beste zu aller billigsten Preisen. 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Vorgänge auf dem Gebiete der Fabrikation und des Handels der gemahlenen Thomas— schlacken machen es nothwendig, auf obige Frage noch einmal einzugehen, obgleich die „ Thbomasschlacken-Frage meinerseitis nach um— Fassenden Versuchen von Landwirthen der Pro— vinz Sachsen in diesen Mittheilungen schon ausführlich behandelt worden ist. Bei unseren Versuchen zeigte die Thomas— schlacke im großen Durchschnitt einen Wir— kungswerth von 56 pCt. einer gleichen Menge wasserlöslicher Phosphor-Säure der Super— obosphate; bei Wagner's Versuchen ergab sich dei staubfeiuer Pulverung eine Wirkung von 31 pCt., bei etwas weniger feiner Pulverung von 58 pCt., jedoch ist sowohl von mir als von Wagner ausdrücklich betont worden, daß diese verhältnißmäßig günstige Wirkung nur durch eine Thomasschlacke von außerordent— ich feiner Pulverung hervorgebracht werden könne. Die gemahlene Thomasschlacke, mit welcher ich experimentirte, hatte fast 95 pCt. —— Ell. rebrinprelen — H— läͤller. ‚Gesechäf.. 5 lceen 1 erktit! stantllen“ S 2 — en — feinstes Mehl unter 0,25 mm enthalten, und dei Waguer's Versuchen war der Feinheits— grad folgender gewesen: Wagner's Thomasschlacke Nr. 1 mit einem Wirkungswerth von 61 pCt. der wasserlös— ichen Phosphorsäure bestand nur aus Fein— mehl bis zu 0,1 mm Körnung, Nr. 2 ent⸗ bvielt 83 pCt. und 17 pCt. Mehl von 0,1 bis 0,2 mm(mit 9,2 mm meint Wagner das Sieb Nr. staubfeine Theile bis 0,51 mm 1090 don Amandus Kahl⸗ Hamburg). Die günstigen Resultate, welche mit der gemahlenen Thomasschlacke erzielt wurden, hat man daher bis jetzt nur bei außerordentlich einer Mahlung erhalten, und es ist mit Be— Aimmtheit zu erwarten, daß man bei gröberer Mahlung bei Weitem schlechtere Resultate er— „alten wird. Zweck der folgenden Zeilen ist nun, festzustellen, in welchem Umfange un— zefähr eine gröber gepulverte Thomasschlacke weniger werth ist als eine feiner gepulverte. Zu Wagner's Versuchen diente auch eine „robgemahlene Thomasschlacke, welche gar keine taubfeinen Theile, die absichtlich abgesiebt waren, enthielt: sie bestand zu 52 pCt. aus Mehl einer Körnung von 0,1 bis 0,2 mm und 418 pCt. 0,2 bis 0,4 win. lind welches war der Wirkungswerth dieser Thomas⸗ schlacke? 13 pt. der wasserlöslichen Phosphorsäure. Wenn nun eine gemahlene Thomasschlacke, welche immerhin noch 52 pCt. selativ feine durch das vereinbarte Normal— seb fallende Theile enthält, einen Wirkungs- berth von nur 13 pCt. besitzt, so kann man nit Recht fragen, welchen Wirkungswerth jene fröberen 48 pCt. 0,2 bis 0,4 mm Theilchen serselben Schlacke besitzen werden, oder noch weiter, wie groß der Wirkungswerth noch sröberer Theile sein wird. Wagner's Versuche assen uns hierüber nicht im Zweifel. Wenn an Mehl mit 52 pt. immerhin noch recht seinen Theilen nur 13 pCt. des Wirkungs— werthes der wasserlöslichen Phosphorsäure be— tzt, so können die gröberen Theile unmöglich einen irgendwie erheb— lichen Wirkungswerth besitzen; daß se absolut ohne Wirkung sein werden, ist nicht zu erwarten, aber welche Zahl man fur die— selben annehmen soll, ist vorläufig nicht zu lestimmen— keinenfalls kann man es der (andwirthschaft zumuthen, mit irgend einer lypothetischen Zahl hierbei zu rechnen. Im lebrigen wird der Wirkungswerth aber ein so „) Aus der Magdeburgischen Zeltung mit besonderer Erlaubnlß des Verfassers, kleiner sein, daß die gröberen Theile bein der Werthschätzung der Thomas schlacke so gut wie ganz in Fortfall kommen werden, und zwar sämmt— liche gröbere Theile, welche nicht durch das vereinbarte Normal-Sieb Nr. 100 fallen. Nach dieser Grundlage koͤnnen wir nun an eine Rechnung über den Werth gemahlener Thomasschlacken von verschiedener Feinheit gehen und hierbei haben wir zunächst eine N welche Wagner in seiner Broschüre „Die Thomasschlacke“, Verlag von Paul Parey, Berlin 1887, Seite 42 macht, richtig zu stellen. W. berechnet den Wirkungswerth einer ge— mahlenen Thomasschlacke, welche 20 Theile Grobmehl(gröber als 0,2 mm) und 80 Theile Feinmehl, durch das 0,2 mm Sieb fallend, enthält, folgendermaßen: 100 Theile Grobmehl kungswerth von 13 pCt. der wasserlöslichen Phosphorsäure, also 20 Theile 2,6; 100 Theile Feinmehl wirken zu 60 pCt. 80 Theile D 48,0 pCt.; also ist in Summa 50,6 pCt. der Wirkungswerth einer Thomasschlacke mit 80pCt. Feinmehl. Hiergegen wende ich Folgendes ein: 100 Theile Grobmehl wirkten nur dann zu 13 pCt., wenn in ihnen wie bei W.'s Ver— suchen 52 pCt. 0,1 bis 0,2 mm feine Theil— chen enthalten waren; hieraus zu folgern, daß Grobmehl, welches nur gröbere Theilchen als 60,2 mm enthält, auch 13 pCt. wirken soll, ist denn doch absolut unberechtigt: der Wirkungs— werth dieser groben Theile wird voraussicht— lich sehr klein sein, und es liegt kein Anhalt vor, sie mit irgend einem bestimmten Werthe in Rechnung zu setzen. Auch bezüglich des Feinmehls konnen wir W.'s Rechnung nicht ohne Monitum lassen; W. nimmt für das Feinmehl 60 pCt. Wirksamkeit an, während aus seinen eigenen Versuchen hervorgeht, daß die Thomasschlacke II., welche ganz aus kleineren als 0,2 mm Theilchen bestehend, einen Wirkungswerth von nur 58 pCt. hatte. Ich verstehe nicht, wie er sie danach mit 60 pCt. in Rechnung ziehen kann. Nun berechne ich den Wirkungswerth einer Thomasschlacke mit 80 pCt. Feinmehl folgen— dermaßen: 20 Theile Grobmehl haben keine zu be— stimmende Wirkung oder eine so kleine, daß sie nicht in's Gewicht fällt, 80 Theile Fein— mehl wirken(100 zu 58 pCt.), also ist der Wirkungswerth einer Thomasschlacke von obigem Feinheitsgrade 46,4 pCt. Dem Drängen der Fabrikanten der ge— mahlenen Thomasschlacken folgend, haben sich die Versuchsstationen, indem sie Kenntniß von den Schwierigkeiten der Herstellung einer ab— solut staubfeinen Thomasschlacke nahmen, bereit erklärt, eine Pulverung mit 75 pCt. Feinmehl als normale anzuerkennen und hierin liegt auch, wie gleich dargethan werden soll, noch eine gewisse Berechtigung. Die 25 pCt. Grobmehl rechnen wir wieder als unwirksam; 75 pCt. Feinmehl mit 58 pCt. Wirksamkeit(obgleich diese Zahl, wie aus den weiteren Ausführungen hervorgeht, etwas zu hochgegriffen ist), gibt einen Wirkungswerth von 43,5 pCt. der wasserlöslichen Phosphor— säure. Wenn ein Pfund(nach üblicher Aus— drucksweise 1 pCt.) Gesammtphosphorsäure in der Thomasschlacke 10 Pf. kostet, so stellt sich demnach der Preis von einem Pfunde wirk— samer Phosphorsäure auf 23,0 Pf., also noch haben einen Wir— etwas billiger als in den Superphosphaten (25—26 Pf.) Wir sehen übrigens, daß die wirksame Phosphorsäure in der Thomasschlacke bei einer Pulverung mit 75 pCt. Feinmehl so übermäßig billig gar nicht ist, aber immerhin ist sie noch etwas billiger als im Superphosphat. Nachdem man die Kenntniß gewonnen hat, daß der Werth der Thomasschlacke weit mehr von der Feinheit ihrer Pulverung als von einigen Procenten Phosphorsäure& abhängig ist, sollte man doch meinen, es hätte das Bestreben der Fabrikanten sein müssen, einen größeren Feinheitsgrad anzustreben und dadurch den Werth der Thomasschlacke zu erhöhen. Was ist aber nun in der letzten Zeit in dieser Beziehung geschehen? In einer Versammlung zu Köln am 29. Dezember v. J. haben die Hauptvertreter dieser Industrie sich geeinigt, die Garantie auf 67, sage siebenundsechzig Procent Feinmehl herabzusetzen und die Folgen davon machen sich auch sofort geltend. In der Zeit vom 1. September bis 31. Dezember v. J. wurden in Halle grade 25 pCt. der untersuchten Thomasschlacken mit einer gröberen Pulverung als 75 pCt. Feinmehl angetroffen, dagegen von den bis zum heutigen Tage vom 1. Januar ab untersuchten 62 pCt.; dieser Umstand dürfte doch kaum zufällig sein, er beweist vielmehr, daß die Fabrikanten von der unter sich vereinbarten Minimalgarantie von 67 pCt. Feinmehl ausgiebigen Gebrauch zu machen beginnen. Von mehreren Seiten war mir privatim mitgetheilt worden, man beab— sichtige durchans nicht eine Veränderung der bestehenden Verhältnisse, wolle nur gegen Zu— fälligkeiten geschützt sein, werde aber bestrebt sein, mit demselben Feinheitsgrade als früher zu liefern— nun, diese Hoffnungen scheinen sich nicht zu erfüllen. Was ist aber eine gemahlene Thomasschlacke mit 67 pCt. Feinmehl werth e Unsere bekannte Rechnung ergibt 67 zu 58 pCt Wirksamkeit gleich 38,86 Wirkungswerth gegenüber der wasserlöslichen Phosphorsäure gleich 100, oder es würde bei einem Preise der Gesammtphos— phorsäure der Thomasschlacke von 10 Pf. 1 pCt. wirksame Phosphorsäure 25,73 Pf. kosten, also eben so viel als im Superphosphat, und es läge, abgesehen von den im Boden ver⸗ bleibenden Resten der Thomasschlackendüngung, über deren Nachwirkung wir vorläufig noch nicht orientirt sind, bei dieser Sachlage nicht der geringste Grund vor, die altbewährten Superphosphate aufzugeben und zur Thomas— schlacke überzugehen. Aber obige Rechnung ist viel zu günstig, wir müssen vielmehr eine neue ausfuͤhren, zu welcher uns Wagner auf Seite 41 seiner Broschüre die noͤthigen Unterlagen liefert. Es liegt auf der Hand, daß, wenn ein Körper fein gepulvert wird, die kleineren Theile desselben viel feiner werden, als wenn ein Korper nur gröber gepulvert wird. Verwandle ich z. B. eine Thomasschlacke vollkommen und eine andere nur zu 67 pCt. in Feinmehl, so werden, da die Pulverung längere Zeit dauert, die feineren Theilchen im ersten Falle durch die Mühlen auch noch weiter zerkleinert werden und je mehr Feinmehl in einer Thomasschlacke enthalten ist, um so zarter und staubfeiner wird dasselbe sein. Wagner fuͤhrt hierüber Zahlen an, welche darthun, daß dem wirklich so ist, er erwähnt ferner Versuche aus dem Jahre 1885, bei welchen Feinmehl, welches bei einer unvollkommneren Mahlung erzielt worden war, nur einen Wirkungswerth von 47 Proc. besessen hatte, während bekanntlich das Feinmehl von der 1886er vollkommneren Mahlung einen Wirkungswerth von 61 gehabt hat. Hieraus folgt, daß die 67 Proc. Fein⸗ mehl der jetzt eingeführten gröberen Mahlung einen verhältnißmäßig niedrigeren Wirkungs— werth besitzen, als die 75 oder 80 Proc. Fein— mehl der feineren Mahlung und es ergibt sich daraus, daß 58 Proc. Wirkungswerth für die 75er Mahlung bei meiner obigen Rechnung auch zu hoch gegriffen ist. Doch rechnen wir, wie sich die Sache nach obigen Ausführungen für die 67er Mahlung gestaltet. Die Zahl 47 für den Wirkungswerth anzunehmen, wäre wohl etwas zu niedrig gegriffen, aber viel mehr als 50 Proc. wirkt das Feinmehl bei 67procentiger Mahlung gewist nicht und dies ergibt, daß eine Thomasschlacke mit 67 Proc. Feinmehl einen Wirkungs⸗ werth von nur 33,5 Proc. der wasser⸗ löslichen Phosphorsäure besitzt und daß demnach 1 Proc. wirksame Phos- phorsäure dei dieser Mahlung 30 Pf. kostet, also viel theurer ist als die wasserlösliche Phosphorsäure. Wenn in Zukunft seitens der Fabrikanten gemahlener Thomasschlacken keine feinere Pulverung ein— geführt wird, so kann man den Landwirthen nur den Rath geben, bei der bisher geübten Anwendung der Superphosphate getrost zu verbleiben, denn die wasserlösliche Phosphor— säure ist nach den bis jetzt vorliegenden Er— fahrungen billiger als die wirksame Phosphor- säure in einer 67 Proc. Feinmehl enthalten— den Thomasschlacke. Aus privaten Mittheilungen ist mir übrigens bekannt, daß einzelne Fabriken von gemahlenen Thomas-Schlacken ernstlich bestrebt sind, eine feinere Mahlung herzustellen und meine oben ausgesprochene Ansicht hierüber theilen. Ich möchte dringend den Rath aussprechen, daß die Gesammtheit diesen folgen möge, denn bei dem Beharren auf dem jetzigen Wege ist es unausbleiblich, daß eine Disereditirung der Thomasschlacke eintritt und durch falsche kurz— sichtige Maßregeln die an und für sich so aus— gezeichnete Sache, welche eine Verwerthung unserer eigenen Phosphorsäureschätze ange— bahnt hat, auf Abwege geräth. Den Verhandlungen der Fabrikanten ge— mahlener Thomasschlacke zu Köln haben laut dem mir vorliegenden Protokoll die Vertreter der Versuchsstation zu Bonn und Darmstadt beigewohnt. Die dort gefaßten Beschlüsse drehen sich hauptsächlich um die Festsetzung der Feinheitsgarantie zu 67 pCt. und eine Art der Entschädigung bei einer Minderlieferung von Feinmehl, auf welche wir nachher noch zurückkommen wollen. Man sollte meinen, die Vertreter landwirthschaftl. Versuchsstationen hätten sich über die vorliegende Frage in der Richtung klar sein müssen, welche ich oben versucht habe darzulegen; sie hätten meiner Ansicht nach ihrer Ueberzeugung, daß der Werth der Thomasschlacken mit der Feinheit der Pulverung steht und fällt, energisch Aus— druck geben, gegen die gefaßten Beschlüsse pro— testiren müssen. Jedoch was enthält das Pro— tololl jener Versammlung hierüber:„Hiermit (nämlich mit 67 pCt. Feinmehl) erklärten sich die Vertreter der Versuchsstationen einverstan— den, hoffen aber, daß die von ihnen ge⸗ wünschten 80 pCt. Feinmehl in einiger Zeit von den Firmen erreicht und garautirt werden können.“ Ich weiß nicht, ob Wagner und Stutzer, als Vertreter der landwirthschaftl. Versuchs— stationen Darmstadt und Bonn, durch diese Zustimmung zu dem mir unbegreiflichen Be— schluß der Fabrikanten, das Interesse der Land— wirthschaft, welches sie zu wahren berufen sind, so vertreten haben, wie man es bisher von den Vorstehern deutscher Versuchsstationen gewohnt gewesen ist. Ich bin der Meinung — nein, und weiß, daß die große Mehrzahl meiner Collegen derselben Ansicht ist— ich scheue mich nicht, dies einmal öffentlich aus zusprechen. Der platonische Wunsch, es möge den Herrn Fabrikanten gefallen,„in einiger Zeit“ die von den Vertretern der Versuchs⸗ stationen Darmstadt und Bonn gewünschten 80 pCt. Feinmehl zu erreichen, bietet kein Acquivalent für die Zustimmung zu dem noch gleich zu besprechenden Endschädigungsmodus bei Minderlieferung von Feinmehl. Die Consequenzen der koͤlner Beschlüsse be— ginnen sich auch schon weiter zu zeigen. Während ich diesen Artikel schreibe, geht mir eine Reclameschrift der Firma H.& E. Albert in Biebrich zu, welche wegen ihrer Harmlosigkeit zum Lachen reizen könnte, wenn sie nicht beuihren, gegen das Interesse der Landwirthschaft gerich— teten Bestrebungen etwas sehr Bedenkliches hätte. In dieser Schrift finden wir zunächst an den verschiedensten Stellen hervorgehoben, daß die feine Mahlung der Thomasschlacke ein Haupterforderniß für ihre Wirkung sei, es wird sowohl die Untersuchung von P. Wagner, wie auch mein Ausspruch, daß die feinste Mah— lung der Thomasschlacke absolutes Erforderniß sei, citirt, und um diesen gerechten Anspruch zu erfüllen, biete man nach Uebereinkom⸗ men mit den Versuchsstationen ein Thomasphosphatmehl, welches mindestens 67 pCt. Feinmehl enthalte. Hierbei drängen sich nun drei Bemerkungen auf: 1) Nach Uebe reinkommen mit den Versuchsstationen, so steht es wört— lich auf Seite 19 der Albert'schen Schrift, und Niemand kann doch an etwas Anderes denken, als daß damit alle Versuchs— stationen gemeint seien; während die Leser aus meinen Darlegungen erfahren haben, daß nur die Versuchsstation Bonn und Darmstadt dem Beschluß der Fabri kanten zugestimmt haben können. Von der großen Mehrzahl der deutschen Ver— suchsstationen weiß ich aber bestimmt, daß sie diesen Beschluß strengstens mißbilligen und nicht entfernt daran denken, zuzu— stimmen. Früher war es Sitte, daß der— artige wichtige Principienfragen auf Ver— sammlungen, wo alle deutschen Bersuchs— stationen vertreten waren, verhandelt und sorgfältig erwogen wurden; man faßte bindende Beschlüsse erst nach sorgfältigster Prüfung und stets unter Zustimmung aller Betheiligten. Jetzt wird ein anderes Ver— fahren beliebt; einzelne Versuchsstationen gehen, losgelöst vou der Gesammtheit, für sich allein vor und einigen sich mit den Fabrikanten über die Köpfe der übrigen Versuchsstationen hinweg. Collegialisch kann man ein solches Verfahren gerade nicht nennen. Das Thomasphosphatmehl soll mit min de— stens 67 pCt. Feinmehl geliefert werden; man könnte hieraus möglicher Weise ent— nehmen, daß die Fabrikanten bestrebt sein würden, in Zukunft bedeutend mehr als die Mineralgarantie zu liefern. Was aber für die Landwirthe zu erwarten steht, habe ich oben dargelegt, indem ich anführte, daß in diesem Jahr bereits 62 pCt. der untersuchten Thomasschlacken bedeutend weniger Feinmehl als früher enthalten hätten. Wenn einmal eine Minimal— garantie von 67 pCt. festgesetzt ist, so wird man schwerlich erwarten dürfen, daß mehr geliefert wird. Was endlich eine Garantie von 67 pCt. Feinmehl besagt, wissen wir. Herr Albert thut gewissermaßen so, als brächte er diese 67 pCt. als Geschenk der Landwirthschaft dar— eine Thomasschlacke von dieser Be— schaffenheit ist aber, wie ich nachgewiesen habe, ein sehr geringwerthiges und ver— hältnißmäßig theures Düngemittel. Nun kommt aber Herr Albert zu folgen— dem Schluß:„Setzt man den Duͤngewerth im 4 Superphosphat= 100, so ergiebt sich Phosphorsäure im Thomas phosphatmehl 67 pCt. Feinmehl ein Düngewerth von 50% Herr Albert! wirklich von 50 pCt. bei 67 pet Feinmehls Ich kann aus Wagner's Schrift nut herauslesen, daß Thomasschlacke mit 80 per Feinmehl einen Düngerwerth von 50,6 pCt., der! sich übrigens nach meiner Rechnung auf 46,4 pet. reducirt, besitzt, nicht aber eine Schlacke mit 67 pCt. Feinmehl, deren Werth sich zu 33,5 berechnet. Ich weiß nicht, wie ich dies Ver, fahren nennen soll; ein geschickter Interpret wissenschaftlicher Untersuchungen und ein guter Geschäftsmann sind Sie, Herr Albert, aber von den Thatsachen entfernen Sie sich meilenweit! Also, was die Albert'sche Schrift bietet, ist theils unrichtig, das Interesse der Landwirthschaft gerichtet. Endlich komme ich noch zu dem Entschä⸗ digungsanspruch, wenn in der Thomasschlacke weniger Feinmehl, als die Garantie besagt, Das kölner Protokoll spricht geliefert wird. sich hierüber folgendermaßen aus: zur Erweckung falscher Vorstellungen geeignet und im Princip gegen 1 1 „Bei Mindergehalt von Feinmehl soll der Ersatz wie folgt bemessen werden. Garantirt 67 pCt., Preis 300 M. per Waggon: geliefert 63 pCt. Feinmehl, also weniger 4 pCt., davon die Hälfte= 2 pCt. oder in obigem Fall 6 M. zu vergüten.“ Bei einem Mindergehalt an Feinmehl soll demnach nur die Hälfte als Werthverminderung berechnet werden, dies wäre berechtigt, wenn das Grobmehl die Hälfte der Wirksamkeit des Feinmehls besäße. 9 gde ha ul niht Igel dit impsdre Ie nen ö ac nicht 5 Nun fand aber Wagner, daß Grobmehl nur 13 pCt., Feinmehl aber e 58 pCt. Wirksamkeit besaß; also 4,5 mal so stark als Grobmehl. In dem Wagner'schen sogenannten Grobmehl, welches 13 pCt. Wirksamkeit besaß, waren aber 52 pt, feinere Bestandtheile, angenommene Normalsieb als Feinmehl bestimmt Feinheit wirkt welche durch das jetzt worden, enthalten und es unterliegt doch keinem f Zweifel, daß der größere Antheil der 13proc. Wirksamkeit diesen feineren Theilen zuzuschreiben ist. Das Grobmehl, welches nicht durch das Normalsieb fällt, hat eine sehr geringe Wirk Wagner's Versuchen zur samkeit, wie aus Evidenz hervorgeht; es mit der Hälfte der Wirksamkeit des Feinmehls in Rechnung zu stellen, ist einfach absurd und gänzlich unbe— rechtigt. Es liegt nach den bis jetzt gewon— nenen Erfahrungen eher eine Veranlassung vor, das Grobmehl gar nicht, als mit irgend einem noch so geringen Werthe einzuschätzen, jeden— falls aber nicht mit der Hälfte des Werthes, wie es seitens der Fabrikanten beansprucht wird. Wo waren die Vertreter der Verxsuchs⸗ stationen Darmstadt und Bonn, als dieser Beschluß gefaßt wurde? Ihnen mußten die Verhältnisse doch vollkommen klar sein; auf Grund von Wagner's Zahlen habe ich ja den Nachweis von der Werthlosigkeit der groben Theile der Thomasschlacke gefuhrt. Das Kölner Protokoll enthält nur die lakonischen Worte: „Hiermit erklärten sich die Vertreter der Ver? suchsstationen einverstanden.“ Ich frage noch⸗ mals„haben jene Versuchsstationen in diesem Falle das Interesse der Landwirthschaft wahr⸗ genommen?“ Mir ist seitens der Fabrikanten bei dem Verkehr über obige Fragen entgegengehalten worden,„die Versuchsstationen seien nicht be— rufen, den Fabrikanten Vorschriften zu machen, was sie liefern sollten“. Dem stimme ich voll⸗ kommen zu; auderseits müssen sich aber die Versuchsstationen als Berather der Landwirth— schaft das Recht wahren, ihre Stimme zu er— heben, wenn es sich um eine Schädigung der Landwirthschaft handelt. Diese Schädigung liegt jetzt in der Thomasschlackenfrage vor und ich glaube mit den vorstehenden Mitthei⸗ lungen nur mein Recht in Anspruch genommen und meine Pflicht erfüllt zu haben.— ö M. Maercker. eile f Friel 1 heute sußherze deren n hiesig, Aileen den sic egtath d Mili chung f 0 begrüf Aan Hoch Arusende Publikum Fug, vo 0 dank 0 die Punzen 0 Maander, e e ei Ihre I O armen 1 5 00