— — — — — 12-0 — — An, 00. 7— 8 -Uereins 1 des dt eint Keise 0 1886. Dienstag den 30. November. 4 14. Oberhessischer Anzeige 9 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., — 38 8 lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei 115 Haben e 1 5 „Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 5 welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Annoncen von Großherzogliches Ministertum des Innern und der Großherzogthum Hessen nach Maßgabe der in dems in Feuer ⸗Versicherungsanstalten betref ertheilt, nachdem sich 2. Die Gesellschaft ist verpflichtet, zogthum als Klägerin und Beklagte vor den Großherzo des Versicherten entweder bei dem Gerichtsstand ihres Generalagenten für das Gro Gesellschaft diese Verpflichtung in jeder für einen Versicherten aus dem Groß . 3. Die Gesellschaft hat die Namen der Personen, welche st diesen Aufträgen eintritt, insbesondere auch das Erlöschen derselben, Dieselbe ist verpflichtet, über ihre Geschäftsverhältnisse jede in J. Der nach§. 9 der Verordnung vom 11. Dezember 1871 in der mögensübersicht(Verzeichniß der Activa und Passiva in der herkömmlichen Form während des letzten Jahres nach den üblichen Hauptrubriken(Gewinn- und V a zogthum Hessen betriebenen Geschäfte zu bestehen. alt fend und in der zur Vollziehung desselben 0 die Gesellschaft den nachstehenden Bedingungen unterworfen hat: 1. Von. dem Geschäfts betriebe der Gesellschaft im Großherzo Landes⸗Brandverficherungsanstalt versichert werden müssen, ausgeschlossen. in allen auf das Versicherungsgeschäft bezuͤglichen Streitigkeiten zwischen der Gesellschaft und Versicherten aus dem Großher— glichen Gerichten Recht zu nehmen und zwar, sofern die Gesellschaft als Beklagte erscheint, je nach dem Verlangen ßherzogthum, oder des Agenten, welcher die Versicherung vermittelt hat und hat die öherzogthum auszustellenden Versicherungspollee ausdrücklich auszusprechen. ie zur Besorgung von Geschäften im Großherzogthum beauftragt, sowie jede Veränderung, welche in binnen 14 Tagen in der Darmstädter Zeitung und in einem geeigneten Localblatt bekannt zu machen. Bezug auf die Interessen des Großherzogthums verlangt werdende Auskunft zu erthellen. Zeitung zu veröffentlichende Rechnungsabschluß hat jedenfalls in einer Ver— Generalbllanz; und einer Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben der Gesellschaft erlust Conto), sowie einer summartschen Darstellung der im verflossenen Jahre im Großher— Amtlicher Theil. Darmstädter Betreffend: Ausführung des Unfallversicherungsgesetzes, hler die Bekleidungsindustrie-Berufsgenossenschaft. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 5 Wir benachrichtigen Sie, daß zum Vertrauensmann rubricirter Berufsgenossenschaft für die Provinz Oberhessen Herr Gustav Patz, in Firma Koch& Patz zu Gießen ernannt worden ist. Dem Genannten bezw. dessen Stellvertreter, Herrn Robert Wegener, in Firma N. H. Dubbers er Justiz hat der Commerelal Unkon-Versicherungsgesellschaft zu Berlin die Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im elben bestehenden Vorschriften, insbesondere der in dem Gesetze vom 25. November 187, die Versicherung von Mobilien erlassenen Verordnung vom 11. Dezember 1871 ü getroffenen Vestimmungen auf Widerruf gthum ist die Versicherung von Immobilien, insoweit dieselben nach den bestehenden Gesetzen in der Friedberg den 26. November 1886. zu Blitzenrod bei Lauterbach ist von allen im Betrieb der Bekleidungsindustrie sich ereignenden Unfällen und daraufhin einzuleitenden Unter— suchungen Kenntniß zu geben. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Großherzog begab sich am 28. November zu einem Besuch des Fürsten vorigen Session beschlossenen Form. holten den Antrag auf Bestrafung von Wahlbe— einflussungen in der von der Commission in der Der Ge— von Schwarzburg-Rudolstadt nach Frankenhausenssetzentwurf über die Friedenspräsenzstärke des und kehrt am Donnerstag hierher zurück. — 26. Nov. In der gestrigen Festvorstell— ung im Theater zu Ehren des Erbgroßherzogs wurde demselben beim Betreten der großherzog- gerechnet sind. ö lichen Loge durch Oberbürgermeister Ohly ein Bataillone, die, Kavallerie adrons ausgebracht, in welches das die Feldartillerie in 364 Batterien, die Fuß— sartillerie in 31, die Pioniere in 19, der Train in 18 Bataillone formirt. auf die bedeutend größere Stärke und höheren dreifaches Hoch Publikum, sich erhebend, lebhaft einstimmte. Die Hofcapelle intonirte„Heil unserm Fürsten Heil!“ Der Erbgroßherzog residirt nunmehr im alten Palais am Luisenplatz und hat seinen eigenen, Hofstaat. 1„ — 25. Nov. Prinz Heinrich von Hessen ist vier aus der 15 am Mittwoch, vollständig hergestellt, Schweiz wieder hier eingetroffen und hat das Kommando der 25. Division wieder übernommen. Prinz Franz Joseph von Battenberg wurde zum Sekondelieutenant à lasuite der Infanterie ernannt. Dem Ober-Nechnungsrath Lorbacher wurde der Charakter als„Geheimer Ober— Rechnungsrath verliehen. — In den Ruhestand wurde der Gehilfe bei dem Kreisamt Bingen, Lautenbach, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, versetzt. Berlin, 28. Nov. Der Kronprinz begibt sich heute Abend nach Wernigerode zur Jagd. Berlin, 26. Nov. N auf Antrag des Abg. Windthorst die vorjährigen Präsidenten, v. Wedell⸗Piesdorf(Präsident), Frhr. v. Franckenstein(1. Vicepräsident) und Hoffmann(2. Vicepräsident), sowie die Schrift— führer der vorigen Session durch einfache Zu⸗ stimmung wieder und vertagte sich sodann bis Dienstag. An Vorlagen sind beim Reichstag bereits eingegangen der Etat und das Anleihe— gesetz nebst einer Reihe dazu gehöriger Ueber— sichten und Denkschristen, die Militärvorlage, die Servistarifvorlage. — Reichensperger beantragt im Reichstage eine Resolution: die Regierung möge der Ver⸗ mehrung des Duellunwesens entgegentreten, ferner einen Gesetzentwurf wegen Ergänzung des Strafgesetzbuches dahin, daß das amerikanische Duell bestraft wird(§. 210 a), Die Abgg. Rintelen(ultram,) und Munkel(freis.) wieder— Heeres stellt dieselbe vom 1. bis zum 31. März 1894 auf 468,409 Mann fest, wobei die Einjährig Freiwilligen nicht mit— Der Reichstag wählte April 1887 an Die Infanterie wird in 534 in 465 Eskadrons, Die Motive weisen Kosten der französischen und russischen Armee hin. Neuformirt werden: zwei Divisionsstäbe, Infanteriebrigadestäbe, 5 Regimenter und Bataillone Infanterie, 1 Jägerbataillon; ferner an Feldartillerie 21 Abtheilungsstäbe und 24 Batterien, an Eisenbahntruppen 3 Bataillons— stäbe und 9 Kompagnien, an Train 14 Kompagnien. Stuttgart, 27. Nov. Die zweite Kammer beschloß mit 74 gegen 9 Stimmen in die Be— rathung der Kirchengesetze einzutreten. Ausland. Oestereich-Ungarn. Wien. Der Lrussisch— officiöse) Brüsseler„Nord“ meldet, Oesterreich habe eine Erklärung nach Petersburg gerichtet, daß ihm jede russische Candidatur außer der des Fürsten von Montenegro oder der Peter Karageorgievitsch's genehm sei. Pest, 27. Nov. In der ungarischen Dele— gation interpellirte Falk den Minister des Aus— wärtigen, ob es wahr sei, daß er schon vor dem 21. August wußte, daß Rußland den Prinzen von Battenberg vom bulgarischen Thron zu entfernen beabsichtige, und daß diesbezüglich eine Vereinbarung in Kissingen getroffen wurde. Der Sectionschef Szögyeny antwortet unter Hinweis auf die seiner Zeit gegebene Erklarung Tisza's, daß Kalnoky von der Vertreibung des Fürsten von Bulgarien keine Kenntniß hatte und daß diesbezüglich kein Uebereinkommen erfolgt sei. Szögyeny kann demnach kurz und entschieden anworten, daß diesbezuͤgliche Enthüllungen unwahr seien. Die Antwort wird einstimmig zur Kenntniß genommen. Die Deligaton votirte ohne Debatte einstimmig den Credit für Repetirgewehre und nahm so— dann die Vorlage in Betreff des Heeresbudgets und des Occupationscredits an. Frankreich. Paris, 26. Nov. Der heutige „Matin“ bespricht in sehr reservirter Form die Möglichkeit einer Kammerauflösung. Großbritannien. London, 26. Nov. Die Abendblätter melden, die Regierung Irlands träfe Vorbereitungen, Truppen an mehrere Punkte Irlands zu senden, um Agitationen zur Verhinderug der Pachtzahlungen wirksam ent— gegenzutreten. Dublin, 27. Nov. Der oberste Gerichts— hof lud den Deputirten Dillon auf nächsten Dienstag vor unter Anschuldigung, in zwei Versammlungen vor den Pächtern Reden gehalten zu haben zum Zwecke der Einschüchterung und Aufreizung zum Widerstande gegen die Gesetze. Türkei. Constantinopel. Nach Wiener Nach— richten wird die gewünschte vorherige Regelung der ostrumelischen Unionfrage von der Pforte bekämpft, welche den russischen Standpunkt unterstützt. Die Pforte begründet ihren Widerstand mit dem Hin— weis auf die Nothwendigkeit des Rücktritts der bulgarischen Regentschaft und der Einberufung einer neuen Sobrauje behufs rascher Fürstenwahl. Es liegen Anzeichen vor, daß Deutschland diese russisch⸗türkische Anschauung unterstützt. Bulgarien. Sofia, 26. Nov. Der deutsche Generalconsul zeigt der bulgarischen Regierung an, daß er Auftrag erhalten habe, die Ver— tretung der russischen Schutzbefolhlenen in Bul— garten zu übernehmen. — Bezüglich des von den Cadetten geplanten Attentates auf die Regentschaft verlautet, daß der Leiter des Planes der Professor der Militär— schule Tepavitscharoff war, der mehrere Cadetten, welche an dem Staatsstreiche vom 21. August be— theiligt waren, aber begnadigt wurden, bearbeitete, eiue Emeute in Scene zu setzen. Der Plan wurde von anderen Cadetten verrathen. Der Platz— commandant ließ Tepavitscharoff verhaften, die Cadetten entwaffnen und eine strenge Untersuch— ung einleiten. Der Putsch sollte in der Nacht vom 25. ds. ausgeführt werden. — Eine Deputation der Regentschaft wird den Mächten erklären, der Fürst von Mingrelien werde nicht angenommen. Rumänien. Bukarest, 27. Nov. Thronrede zur Eröffnung der Kammer bezeichnet Die * 8 die Beziehungen zu allen Mächten als ausge— zeichnet; die politischen Ereignisse, welche sich an den Grenzen abspielten, bildeten wohl für einen Moment einen Gegenstand der Besorgniß, berührten gleichwohl aber das Land nicht. Die im Laufe des Jahres erloschenen Handelsverträge hofft der König durch die begonnenen Verhand— lungen zu einem guten Resultate zu führen. Die Thronrede zaͤhlt die Arbeiten und Ver— besserungen auf, die im Laufe des Finanzjahres getroffen wurden, kündigt Gesetzentwürfe betreffs einer Reform des Handelsgesetzbuchs und Er— richtung eines Staatsrathes an und betont die Nothwendigkeit von Opfern für die Armee, welche in schwierigen Tagen ein Wall für die Ehre und die Sicherheit der Stellung des Königsreichs sein werde. Amerika. New- Vork. Dem Gesuch um Hinausschiebung der Hinrichtung der sieben Anarchisten in Chicago wurde stattgegeben. Die Hinrichtung wird so lange verschoben, bis sich der höchste Gerichtshof des Staates Illinois in seiner Plenarsitzung über die Rechtsfragen, welche zu Gunsten eines neuen Prozesses geltend ge— macht werden, ausgesprochen hat. Aus Stadt und Land. Friedberg, 29. Nov. Das gestrige Concert des Musikvereins war sehr stark besucht und fiel über Er— warten gut aus. Einen nach Schluß der Redaetion uns zugekommenen ausführlichen Bericht mußten wir für die nächste Nummer zurückstellen. Friedberg. Am 25. war am Feldberg und Alt— könsg wahres Winterwetter; der mit eiskaltem Regen untermischte Schnee hatte durch den niedrigen Temperatur— grad Glatteis im Gefolge, so daß die Reifenberger Post mit stundenlanger Verspätung in Königstein anlangte. Auf dem Feldberg und dem Altkönig liegt jetzt Schnee. l. Friedberg. Die Relbe der Vorträge, welche der Verein für Volks bildung, dessen Leitung für unausgesetzte, selbstlose Thätigkeit alles Lob verdient, allwinterlich ver— anstaltet, eröffnete Freitag den 26. d. M. Pfarrer Rasch aus Dorheim. Als Fortsetzung seines Vortrags von letztem Winter über Neapel und den Vesuv, die er auf seiner Reise nach Italien im Frühjahr 1884 gesehen, hatte er diesmal eine Schilderung Roms gewählt. Aus allem leuchtete klar und deutlich hervor, daß Redner nicht zur Klasse der Bädekertragenden Reisenden gehört: er hat in weiser Beschränkung nur des Sehenswertheste sich zum Betrachten gewählt, letzteres aber mit offenen Augen und, was die Wiedergabe seiner Eindrücke besonders würzte, mit heiterem Gesichte gethan. Auf diese Weise nur konnte ein so abgerundetes, in verständlicher, humordurchwehter Sprache gegebenes Bild der ewigen Roma entstehen, von der wegen ihres Reichthums an welt- und kunstgeschicht— lichen Denkmälern Thorwaldsen mit Recht sagen konnte: „Ich kenne sie noch zu wenig, ich bin erst 42 Jahre hier.“ Redner belehrte uns, daß nur ein so rauhes Volk, wie die kampfgesinnten Römer, eine solche Stätte als Heim hätten wählen können, denn die Umgebung Roms, die Campagna, ist eine ungesunde Wüste. Der Römer zieht also auch vor, die schlimmsten Monate des Sommers im waldigen Albanergebirge zu verleben. Trotzdem hat das Feldgeschrei ganz Italiens: Roma ò morte seine Berechtig⸗ ung. Die Pracht der römischen Villen, der Wald von Kuppeln, Obelisken, prächtigen Brunnen ꝛc., den man von den einzelnen Hügeln in immer neuem Bilde erblickt, die auf Schritt und Tritt uns entgegentretenden antiken Bauten, die eine eindringliche Sprache von vergangener Größe sprechen, und an die sich unzählige Prachtbauten aus der Zeit der Renaissance(freilich auch Hütten der Armuth) anschließen, machen einen geradezu überwältigen— den, sinnverwirrenden Eindruck. Eingehender wurden zwei Meisterwerke des menschlichen Geistes, die Peters— kirche und der Vatikan, besprochen. Eine Schilderung der von Raphaels Meisterhand geschmückten Stanzen im Vatikan(Vertreibung des Heltodor) schloß den in mehr— facher Hinsicht interessanten Vortrag, für den die Zu hörer in lebhafter Weise dankten. §. Friedberg, 28. Nov. Eingeladen von einem provisorischen Comité fanden sich heute eine Anzahl Landwirthe und Freunde der Landwirthschaft Nachmittags im Hötel Trapp zusammen, um die Gründung eines landw. Kasinos, wie es in der Einladung hieß, zu be— rathen. Oeconom Breidenbach Dorheilm, von der Ver— sammlung zum Vorsitzenden gewählt, eröffnete die Sitzung und forderte zur weiteren Aeußerung auf Kaufmann L. Weis von bier führte nun aus, daß es vor allen Dingen darauf ankomme, bei derartigen Zusammenkünften die landw. Interessen vertretung oben zu halten und die geselligen Zusammenkünfte als den Genuß nach der Arbeit zu betrachten. Dieselbe Ansicht vertritt Müller G. Falck Friedberg, der der Versammlung das Danieder— liegen unseres landwirthschaftlichen Vereinsleben und die wenig fördernde Fachzeitschrift schildert. Redner em— pfiehlt daher die Gründung einer landw. Vereinigung, die es sich zur Hauptaufgabe stellt: landwirthschaftliche spezielle und allgemeine Interessen zu vertreten. Dieser Plan wurde schlteßlich auch von der Versammlung als der gesündeste erkannt und auf Vorschlag von L. Weis eine Commtssion von 9 Mitgliedern ernannt, welche Mittwoch die erste Versammlung im Hötel Trapp Nach— mittags 5 Uhr behufs Statutenberathung und Ein— berufung der ersten o dentlichen Versammlung abhält. Die Landwirthe in der Umgegend wollen wir nochmals auf das Unternehmen aufmerksam gemacht haben, sie bittend, sich daran zu betheiligen, denn:„Einigkeit macht stark.“ W. Nieder⸗Mörlen. Bei der vorige Woche hier stattgehabten Beigeordnetenwahl siegte die Partei des jetzigen Bürgermeisters Cremer. Es wurde nämlich L. Dey mit 60 Stimmen gewählt, sein Gegenkandidat P. Möbs, Sohn des früheren Bürgermeisters, erhtelt nur 40 Stimmen. Wahlberechtigt waren 131 Personen. 3 Allerlei. Frankfurt, 27. Nov. Verwichene Nacht wurde an dem Nadelwehr die Leiche eines Frauenzimmers, welches als die erst aus dem Correctionshaus gekommene Ott aus Hausen bei Offenbach identifielrt wurde, ge— ländet. Die Ott hatte 17 Monate verbüßt und es be— fanden sich in ihrer Tasche noch zwei Mark. Dieser Um— stand und andere aus der Legalseetlon sich ergebene An— haltspunkte ließen die Annahme entstehen, daß die Ott nicht den Tod durch einen Sprung von der Brücke, wie erzählt wurde, gesucht und gefunden, sondern daß andere Ursachen ihren Tod bewirkt haben, weßhalb nun eine Untersuchung eingeleitet ist, welche über den bis jetzt noch geheimnißvollen Vorgang das erforderliche Licht verbreiten soll. Hamburg. Der bekannte Afrikareisende, Lieutenant Israel, ist wegen Schwindeleten heute zu 1 Jahr Ge— fängniß und 1 Jahr Ehrverlust verurtheilt worden. Brüssel, 28. Nov. Der„Independanece belge“ zufolge, wurde gestern Morgen in Verviers die Briefpost beraubt und enthielt dieselbe namentlich 40 Packete mit Diamanten, welche in New-Nork aufgeliefert worven waren. Man schätzt den Schaden, welcher dem für die gestohlenen Werthsachen verantwortlichen Belgischen Staate aus dem Diebstahl erwächst, auf 1 Mill. Fres. Konstantinopel, 27. Nov. Heute Vormittag wurden in Smyrna, Tschesme und auf der Insel Chios heftige Erdstöße wahrgenommen Verloosnug. Brüsseler Zproe 100 Frs. ⸗Loose von 1879 Verloosung, welche am 24. Dezember 1886 statthaben sollte. Aus zahlung vom 15. Juni 1887. Nr. 496186 à 25000 Fe. Nr. 649491 à 2500 Fr. Nr. 83085 a 500 Fr. Nr. 8396 272159 à 250 Fr. Nr. 16521 126766 189879 210152 211899 24236 255204 257195 376517 623849 à 150 Fr. Verloofung, welche am 25. Februar 1887 statthaben sollte. Auszahlung vom 15. Juni 1887 ab. Nr. 44668 à 50,000 Fr. Nr. 637649 à 2500 Fr. Nr. 202434 à 500 Fr. Nr. 14209 331809 à 250 Fr. Nr. 4779 74209 80935 145510 202985 225652 299383 357651 411951 544169 à 150 Fr. Verlosung, welche am 25. April 1887 stattbaben sollte. Auszahlung vom 15. Juni 1887 ab. Nr. 402724 à 25,000 Fr. Nr. 52706 à 2500 Fr. Nr. 255459 à 500 Fr. Nr. 75486 188097 à 250 Fr. Nr. 104154 254722 290869 355577 380318 452194 515065 571441 622034 644641 à 150 Fr. Die übrigen Nummern können auf unserem Bureau eingesehen werden. Handel und Verkehr. Friedberg, 27. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90— 1.00, ier 1 Stück 7—8 Pf. Butz bach, 27. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 1.00 Pf. Käse per Pfd. 45— 46 Pf. Eier 1 Stück 8 Pf. Gießen, 27. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00— 1.10, Eler 2 St. 13— 15 Pf., Käse per St. 5—9 Bf., Tauben ver Paar M. 0.50 0.60, Hühner per St. M. 0.85— 1.10, Hahnen per St. M. 0.80 bis 1.40, Enten per Stück Me. 1.20 1.70, Ochsen⸗ fleisch per Pfund 62-64 Pf., Kuh- und Rind fleisch 54 56 Pf., Schweinefleisch 56 60 Pf., Hamme fleisch 5066 Pf., Kalbfleisch 4650 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4—5., Zwiebeln per Ctr. M. 3.50 4.50. Gießen. Der Auftrieb zu dem am 23, und 24. d. dahier abgehaltenen Viehmarkt war bedeutend, an Rind— getrieben. Bei Rindvieh machte sich eine Aenderung in höher bezahlt Nächster Markt Dienstag den 7. 8. Dezember d. J,, am letzteren Tage auch Krämermarkt. Homburg, 27. Nov. Marktpreise. M. 1.10, 2. Qual. M 1.00. Frankfurt, 27. Nov. Wochenmarkt. das Malter M. 4—5., Stroh M. 4.80- 5.60, Heu M. 5—7., Ochsenfleisch 45—70 Pf., Rindfleisch 45 bis 60 Pf., Kuhfleisch 45 60 Pf., Kalbfleisch 4065 Pf., Hammelfleisch 50— 70 Pf., Schweinefleisch 65—75 Pf., Eler das Hundert M. 5—7., Butter M. 95—100., das Pfund M. 1.20— 1.40., Spinat per Portion 50—70 Pf., Eskarol 8—10 Pf., Zwiebeln 50 Kg. M. 4—5,, das Gescheld 18—20 Pf., Meerrettig 1520 Pf., Nomainsalat 20—30 Pf., franz. Kopfsalat 1216 Pf., Bohnen 1 Pfd. 50-60 Pf., Kohlrabi das Stück 3 bis 4 Pf., Gelberüben der Pack 10 Pf., Sellerle 5—20 Pf., Rosenkohl 30—40 Pf., Blumenkohl 3050 Pf., Welß⸗ kraut 8— 15 Pf., Rothkraut 15— 20 Pf., Wirsing 10 bis 15 Pf., Maronen 15— 18 Pf., Kastanien 12— 15 Pf., Citronen 100 Stück 7 M., Orangen 100 Stück 15 M. 1 Huhn M. 1— 2.50, 1 Hahn 70 Pf. bis M. 1.80, Ente M. 2—3., Gans das Pfund 50—75 Pf., Taube 40 bis 70 Pf., Feldhuhn M. 1— 1.50, Reh das Pfund 70-80 Pf., Haase M. 2.50—3, Poularde M. 3., Capaun M. 3—4., Welsche M. 5— 12. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dlenstag den 30.: Linda von Chamounix. Wiener Walzer. Große Preise. Mittwoch den 1. Dec.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Zum 1. Male: Prinzessin Irmia. Märchen in 5 Akten von E. Böcker. Musik von G. v. Rößler. Außer Abonnement. Donnerstag den 2.: Walküre. Große Preise. Mittelpreise Freitag den 3.: Geschlossen. Samstag den 4.: Undine. Sonntag den 5.: Nachmittags 3½ Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Zum ersten Male wiederholt: Prinzessin Irmia. Außer Abonnement. Abends 7 Uhr. Die Hugenotten. Große Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 30.: Zum ersten Male wiederholt: Die Hanni weint, der Hansi lacht. Vorher: Das Recht der Frau. Große Preise. Mittwoch den 1. Dee.: Das Nachtlager in Granada. Vorher: Er experimentirt. Große Preise. Donnerstag den 2.: Geschlossen. Freitag den 3.: Alfred. Große Preise. Samstag den 4.: Neu einstudirt: Der Richter von Za⸗ lamea. Große Preise. Sonntag den 5.: Drei Paar Schuhe. Anfang 7 Uhr. Große Preise. Montag den 6.: Der schwarze Schleier. Große Preise. Kauft am Platze. Die Weihnachtszeit naht und viele Hände regen sich, um sie würdig zu empfangen. Dazu gehört zunächst eine sorgfältige Auswahl der unseren Lieben zu machenden Geschenke, eine angenebme Arbeit, der man nicht früh genug obliegen kann. Den Kaͤufern aber sei bei ihrem löblichen Beginnen in ihrem eigenen Interesse, und in dem einer gediegenen Wahl wiederholt die Mahnung an's Herz gelegt: Kauft am Platze, denn da habt Ihr die Gewähr, daß der Verkäufer, um seinen geschäft⸗ lichen Ruf zu erhalten, Euch nur sollde Waare liefern muß, während der auswärtige Lieferant um jeden Preis seine Sachen losschlägt und wenig danach fragt, ob er Euch auch das nächste Jahr als Kunden erhält. Abge⸗ sehen von diesem Punkte, erscheint es uns auch als eine humane Pflicht, in erster Linie unseren Mitbürgern etwas zu verdienen zu geben. Machen unsere Kaufleute und Händler u. s. w Geschäfte, so kommt das indireet der ganzen Stadt zu gut und damit jedem einzelnen Be— wohner. Darum„Kauft am Platz!“ Brodpreise vom 1. bis 16. Dezember. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Dezember. Nach eigener Angabe der Metzger. vieh waren 1536 Stück und Schweine 1089 Stück auf; Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Versteigerung. Freitag den 3. Dezember, Morgens 8½ Uhr, sollen i der Behausung des verstorbenen eee 8 Wickstadt folgende Gegenstände meistbietend gegen Vaar— zahlung versteigert werden, als: 2 Kühe, 1 Rind 2 Springer, sowie Jagdgerälhschaften, Möbel, Kleider, Weißzeug, Haus- und Oekonomsegerälhschaften; ferner Kartoffeln, Heu, Grummet, Stroh, Dickwurz u s. w. 2„ Der Großherzogliche Ortsgerichtsvorsteher zu Assenheim Ewald. 4461 E eee Husten Schutzmarke die 444A AALAIAAAA RA 2 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 aus den Sal zen = VVVVVY 0 gl.“ Sanitätsraths Herrn Dr. Stöltzing. dutzen anwendbar: bei allen chronischen Catarrhen des Rachens, des Kehl.[ 2 kopfs und der Lungen; sie wirken in hohem Grade schleimlösend, erleichtern hierdurch den ost so qualvollen— 8 und führen Heilung herbei. Aeußerst wohlthätig ist ihr Einfluß bei den verschiedenen E S Cataxrhen Tuberkuloser, ber chronfschen Catarrhen des Magens und des Darms, 5 — — 2 v r ll r leeren den Preisen nicht bemerkbar, dagegen wurden Schweine als auf den vorhergehenden Märkten. und Mittwoch den Kartoffeln per Malter M. 4.50—5.00, per Gescheid 9-10 Pf. Eier per Stück 7 und 8 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. ö Kartoffeln N —— — — Roth zu O und Beleldi tventuell in Verfahrens vendigen A. leldigten da hilt 1 Ta auf Kosten zu veröffent! Die Rich beglaubigt schtinigt. FPriedb Gerlchtssc 1455 Verf 4423 Mit wollen die theilungshe unter den dingungen, 2 KNub. wagen, Heu, S noch ve Rendel * Fü nichtig. D dessen nat beiten det Spracharz Gus g Me Sinnen. drenffurt. tt Balzer. ler Preisen. nm Bekanntmachung. Der Jobannes Margraf III. zu Dortelweil beabsichtigt auf dem Grundstücke Flur J. Nr. 58 Flächengehalt 30 Rth. 60 Schuh, Gemarkung Dortelweil, eine Schlächterel zu betreiben. Pläne und Beschreibungen dieser Anlage liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieser Bekannt— machung in der Darmstädter Zeitung an gerechnet, auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Binnen gleicher Frist sind etwaige Einwendungen bei Meidung des Ausschlusses uns vorzutragen. Friedberg am 16. November 1886. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 0 V 0 4452 Ne b. In der Privatklagesache der Emilie Schultheis von Ober-Florstadt, Privatklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Windecker, gegen den Konrad Karl Roth von Ober Florstadt, Ange— klagten, vertreten durch Rechtsanwalt Brentano, wegen Beleidigung und Körperverletzung, hat Großher— zogliches Schöffengericht zu een am 16. November 1886 für Recht erkannt: Der Angeklagte Konrad Karl Roth zu Ober Florstadt wird wegen Körperverletzung und Beleldigung in eine Gesammtgeldstrafe von 20 M. eventuell in 4 Tage Gefängniß, sowie in die Kosten des Verfahrens und die der Privatklägerin erwachsenen noth wendigen Auslagen verurtheilt Zugleich wird der Be leldigten das Recht zuerkannt, den Urtheilstenor inner halb 14 Tagen, von der Zustelung an gerechnet, einmal auf Kosten des Angeklagten im Oberhessischen Anzeiger zu veröffentlichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils be— scheinigt. Friedberg den 24. November 1886. Weber, Gerichtsschreiber des Großberzoglichen Amtsgerichts. Für die Richtigkeit der Abschrift. Der Vertreter der Privatklägerin: Windecker, Rechtsanwalt. 9 st.„ 5 A 701 Versteigernngs-Anzeige. 4423 Mittwoch den 1. k. M., Vormittags 10 Uhr, wollen die Ludwig Bauscher Erben dahier erbver— theilungs halber folgende Gegenstände in ihrer Behausung, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be— dingungen, öffentlich versteigern lassen: 4455 2 Kühe, 2 Schweine, 1 vollständiger Oekonomie— wagen, 1 kleines Wägelchen, 2 Pflüge, 1 Egge, Heu, Strob, Grummet, Kartoffel, Dickwurz, sowie noch verschtedene Gegenstände. Rendel, 25. November 1886. J. A.: Großherzogliches Ortsgericht Rendel. Herling. Für Stotternde? S wichtig. Die Ursachen des Stotterübels und dessen naturgemäße Heilung; nebst dle Krank heiten der Sprache und ihre Heilung von Spracharzt Werdts, Bingen am Rhein. (Preis 3 Mark.)(3545.) DBremen. Mit den neuen 8 des Norddeutschen Lloyd kann man die Retise von Bremen nach Amerika in 9 Tagen Näheres bei bem General-Agenten Car. Emil Derschov, Offenbach a. V., und dessen Agenten Isidor Schulhof, Friedberg, N. Spiegelbherger in Iutz bach. 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Fantasiestoff; 62/337 5) Teppiche, Vorhänge: 1 Smyrna-Teppich, 1 Smyrna-Teppich, 5 verschiedene Brüsseler Teppiche, 3 202/280 6 Blatt feine weiße Schweizer-Vorhänge, 1 Stoffvorhang mit Ueberwurf; 6) Diverse: 1 Nähmaschine, 3 große Servirbretter, 2 Regulatoren, Vorplatzampel, 3 Spinnenköpfe, 2 Trüm⸗ meaux, runder Tisch mit Marmorplatte, 3 Wandteller in euivre poli, 1 eis. Kinderbettstelle mit Seegras— matratze, 1 Wiener Schaukelsessel, 1 Mahagont Consol mit Marmorplatte, 12 Stühle mit amerik. Holzsitzen, 2 japanesische Vasen mit Makartbouquets, 1 Klappsessel mit Stickerei, 1 Thonvase mit Bouquet, 1 Rauchttsch; 7) lackirte Möbel: Nacht-, Wosch- und Klelderschränke; 8 Oelgemälde von E. Barbarini, L. Bernaro, P. Luiggi u. M. Sander. Die Versteigerung findet bestimmt statt u. können die Gegenstände Tags zuvor besichtigt werden. 4459 Weitzel, Gerichtsvollzieher. % Diebe vorstehende Weihnachtszeit empfehle ich mich dem tit. Publikum auf's Angelegentlichste. Aufnahmen bei jeder Witterung. NB. 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Anweisung Arbeitsbüc 5. 138 de A ind, werd b 1 1 Erhebung Anstalten. und solch den Bett berichts, Arbeiter, unfehlbar Gilbert N Berli voraussicht wieder ver dort nach Wilhelm u ung der ladung de auf einige an Jagden den Prim Aüneburg schweig be Braunschw während Berlin kor 0 die erste Jutobi g. nahmen ö nabres, sos für 1887 —— —