urschen Silz. Sind. Samstag den 30. Yctaber. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, N Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzei ördli 0 5 5 e 8 8 1 lo zeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern Goweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Be ka n n em ach eulen. Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke in Theilen der Fluren 1 und II der Gemarkung Ober-Moͤrlen. In Gemäßheit des Art. 29 des Gesetzes vom 18. August 1871 und des§. 45 der Justruction vom 7. November 1876 bringen wir die nachfolgenden Actenstücke: a e das topographische Güterverzeichniß, 2. die Gütergeschosse(Formular 6 der Instruction), in welche die neuen Grundstücke nunmehr nach Klassenantheilen, Flächeninhalten und Geldwerthen eingetragen sind, 3. die Uebersichtskarte im Maßstab 1: 250 mit Einzeichnung der neuen Parzellen, ö 4. das Protokoll der Commission über die Zutheilung der neuen Parzellen nebst einem neuen topographischen Güterverzeichniß, a 5. die Hauptnachweisung über den alten und neuen Bestand des Consolidationsfeldes, 6. die Nachweisung über die Auslieferung der Ansprüche der Interessenten resp. das Geldausgleichungsverzeichniß, 7. das Begutachtungsprotokoll des Gemeinderaths und der Gesammt commission vom 28. October in der Zeit vom Samstag den 30. J. Mts. bis Freitag den 19. November l. J.(an den Werktagen von 12 bis 1 Uhr, an den Sonntagen von 12 bis 2 Uhr) auf dem Gemeindehause zu Ober-Mörlen zur Offenlegung und Einsicht der Interessenten. Wir bemerken hierbei, daß den einzelnen Betheiligten Abschriften der Originalgeschosse von dem Geometer gegen eine Vergütung von 6 Pf. für jede Parzelle ertheilt werden können. Innerhalb der vorerwähnten Frist, oder aber in dem Termine am Samstag den 20. November 1886, Vormittags von 10 bis 12 Uhr, sind etwaige Neclamationen gegen die offengelegten Arbeiten, insoweit über solche bis daher nicht bereits abgestimmt ist, um so gewisser vor— zutragen, als sonst Einverständniß mit den Beschlüssen der Commission unterstellt wird, und spätere Reclamationen, welche sich auf die nunmehr offen gelegten Arbeiten beziehen würden, nicht mehr zugelassen werden. Nach Art. 32 des Gesetzes vom 18. August 1871 ist Wiederein⸗ setzung in den vorigen Stand wegen Versäumniß der Reclamations— fristen ausgeschlossen. Friedberg den 28. October 1886. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau. Landesbaugewerkschule Darmstadt. Die Landesbaugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren elften Jahres eursus am 15. November l. J., welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1887 andauert. Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und technischen Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern, Ge legenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theore— tischen Kennenisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerk schule zur Ausbildung von Werkmetstern, Parlieren, Bauaufsehern ꝛc. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszett ertheilt. Die Schule umfaßt 2 Klassen mit folgenden Unterrichtsgegenständen: Frel-⸗ hand und geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie(einschließlich Schatten construkttonen und Perspeetive) Bauconstruettonslehre leinschließlich Stabilitäts und Festigkeitsberechnungen), Geometrie, Feldmeßkunst(einschließlich Trigonometrie und Planzeichnen), gewerbliche Buchführung, Theile der Bauführung, ins besondere Materialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik uͤnd Mechanik, Modelltren in Thon, Holz ze. Die Unterrichtslocale befinden sich Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Büreau localttäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Großherzoglichen Gewerbvereins, so daß die letzteren von den Schülern besucht und geeignet benutzt werden können. Elemente der Maschinen-Construetionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Bedingungen zur Aufnahme sind: 4. Für die untere Abtheilung, die J. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Be⸗ schäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hterven werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Auf⸗ zunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Ober⸗ klasse einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen, damit jedem strebsamen Hand— werker die Anstalt zugänglich werde. Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenenen Fertig⸗ keit in Freihand und geometrischen Zeichnen, sowte in der Lösung einfacher Auf⸗ gaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung, sich im Deutschen gehörig ö schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit 30 Mark und ist beim Beginn des Cursus voraus zu bezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möglichst frühzeitig und läng⸗ stens bis zum 31. Oktober l. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle, oder auch mündlich auf dem Bureau derselben— Neckarstraße 3 im III. Stock— be⸗ wirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vorhandenen Unter— richts-Localitäten erfolgen kann. Darmstadt den 20. September 886. 5 4 Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landes gewerbverein. Fink. Ein neuer mitteldeutscher Volkskalender, der, neben Idethite 0 lr N Allovell, „zu werden, erhielt sie sofort von dem Börsen— Ratenloose. Noch immer kommen Leute, der ärmeren Volks— klasse angehörig, durch den Ratenschwindel um ihr sauer erworbenes Geld. Während Agenten von Anlehensloosen in diesem Früh— jahre den Arbeitern solche Loose aufschwatzten, fiel in letzterer Zeit eine Wittwe vom Lande wieder diesem Schwindel zum Opfer. Dieselbe entnahm bei einem Frankfurter Börsengeschäfte eine Anzahl Loose, die im Curse 196 Mark standen. Weil dieselbe aber diese Summe nicht zur Verfügung hatte, so nahm sie dieselben auf Ratenzahlung, mußte aber dafür 325 Mark zahlen. Pünktlich zahlte sie allmonatlich den vereinbarten Betrag— nur im letzten Monate blieb sie damit im Rückstande. Anstatt gemahnt geschäfte einen Brief, in welchem zu lesen stand, daß, weil sie die bedungene Frist nicht einge⸗ halten habe, der Anspruch auf die Loose nicht nur erloschen, sondern auch das eingezahlte Geld für sie verloren sei. werthen Frau sollte diese Angelegenheit mit dem Borsengeschäfte ordnen. Dieser kam jedoch schlecht dortselbst an, denn kaum hatte er seine Vermittlungsrede beendet, so befahl der Chef des Borsengeschaͤftes, denselben vor die Thüre zu setzen. Ein Freund der bedauerns Mit 4 Illustr. Es kann nicht eindringlichst genug 42 Abr gewarnt werden, daß sich Leute von so ge⸗ wissenlosen Agenten bethören lassen. Verschledene derartige Börsengeschäfte haben in letzterer Zeit sogar Agenten gegen Provision aus Arbeiter— kreisen zu engagiren gesucht. Diese sollten in ihren Kreisen fuͤr den Vertrieb solcher Loose sorgen. Man sieht hieraus, daß diesen kein Mittel zu gering ist, um ihren Zweck zu erreichen. Möchte daher die Presse immer wieder vor dem Raten— schwindel warnen. Verloosung. Freiburg, Canton, 15 Franes Loose. Serien- Ziehung vom 15. Oetober 1886. Nr. 7 577 745 846 867 1147 1180 1249 1294 1409 1582 1583 2056 2136 2635 2819 2913 3186 3208 3497 3602 3740 3794 3872 4005 4066 4349 4356 4815 4831 4857 4938 5121 5168 5169 5277 5791 5948 6190 6246 6273 6298 6973 7094 7131 7143 7236 7258 732107657 7677 7815 7919 7933. Die Gewinnziehung findet am 15. November 1886 statt. Litergrisches. Daheim Nr. 4 enthält: Und dennoch! Forts.— Schlimme Gesellen. Forts.— Die Schlffsjungenabthei⸗ lung in Frtedrichsort. Von R. Werner. Mit neun Illustr. — Das Doppelheim für deutsche Erzieherinnen, deutsche Bonnen und Dlenstmädchen zu Paris Von Fr. Frisius. — Am Famttientisch: Zu unsern Bildern.— Unsere gelben Freunde aus dem Haus.— Gesundheltsrath— In unserer Spielecke.— Der Vergsturz in Rüdersdorf. —Naturwissenschaftlich technische Umschau. gesunder Unterhaltungslectüre, auch so manches Nützliche bringt, ist der„Gehörnte Siegfried“— 25 Pf.(Offen⸗ bach, Aug. Heß) herausgegeben von W. Mäller⸗Amorbach und Georg Volk. Diese beiden Dichter und Erzähler haben ihre Muse vorwiegend dem heimischen Odenwald gewidmet, dessen Mundart im„Siegfried“ zur literartschen Gestaltung gelangt, was bei dem Mangel mundartlicher Schriften gerade aus diesem Theil des Vaterlandes nicht ohne einen, über die Grenzen der Kalendersphäre hinaus— gehenden Werth ist. Was den reichen Inhalt betrifft, so bringt der„Siegfried“ bei jedem Monat einen Garten kalender und Wetternotizen. Ein Programmgedicht„Gruß an die Heimath“ von G. Volk leitet den literarischen Theil ein. Es folgt eine Geschichte„Das Goldkettlein“ von Müller⸗Amorbach und ein Gedicht„Mutter und Engel“ von L. Lautz, Naturgeschichtliches, Humoristisches, ein pfälzisches Gedicht von Decan Briegleb in Pfeddersheim, Wetterauer Gedichte von Geibel und Friedrich von Trals ze. Das Bedürfniß nach einer kurzen und praktischen Anleitung zur Erlernung der Buchhaltung und die immer noch wenkg verbreitete Kenntniß zur Führung der nöthigsten Geschäftsbücher haben den Seminarlehrer si. P. Köpp und den Krelsschulinspeetor Landmesser zu Bensheim veran⸗ laßt, eine„Praktische Anleitung zur einfachen Vuchführ— ung für Gewerbetreibende, nebst einem Anhange, ent⸗ haltend das Nöthigste über Wechsel“, zu verfassen. Das von zuständiger Seite, auch von der Großh. Centralstelle für die Gewerbe und das Gewerbewesen, gut beurtheilte und wirklich empfehlenswerthe Werkchen ist auf die Ver⸗ anlassung des Bensheimer Localgewerbevereins verfaßt worden. Vorzugswetse bestimmt ist es dazu, in den Fort⸗ bildungs- und Handwerkerschulen dem Unterrichte in der Buchführung zur Grundlage zu dienen; nicht minder aber soll es auch durch die Art der Behandlung des Stoffes dazu beitragen, den Gewerbetreibenden durch Selbstunter⸗ richt zu befähigen, seine Geschäftsbücher in der rechten Weise zu fübren. Der 72 Seiten starken, in der Bens⸗ heimer Lehrmittelanstalt erschienenen Schrift sind 4 Hefte: ein Journal, ein Hauptbuch, Cassabuch und Inventartum zum Gebrauche beigegeben. Der Preis für das hübsch ausgestattete Werkchen beträgt nur 80 Pf. Von der rühmlichst bekannten„Geschichte der neuesten Zeit von C. Bulle“ erscheint soeben im Verlage von Veit& Comp in Leipzig die zweite, umge— arbeitete und bis auf die Gegenwart fortgeführte Auflage in 2, Lieferungen à 1 M. die vier Bände bilden werden. Allen denen, welche sich über die politischen Ereignisse der letzten siebzig Jahre(1815-1885) zuverlässige Kennt⸗ niß verschaffen wollen, sei diese vorzügliche Darstellung warm empfohlen. Schon bel Erscheinen der ersten Auflage sind die Odjektwität, mit welcher der Verfasser die Ur— sachen und Wirkungen der Ereignisse schildert, und die klare, fließende Darstellungs weise allseitig hervorgehoben worden. Diese Vorzüge finden sich in erhöhtem Maße in der zweiten, sorgfältig revidtrten Auflage, die mit 1885 abschließen wird, während die erste mit dem Jahre 1871 endete. Aufruf zur deutschen Turnbauschule. Im vorigen Sommer begingen in der schönen Stadt Dresden 20,000 deutsche Turner die schöne Feier des 25 jährigen Bestehens der deutschen Turnerschaft. Seit— dem 1860 der„Ruf zur Sammlung“ die deutschen turnenden Jünglinge und Männer zu einem Bunde ver— esnigte, har sich unsere vaterländische Kunst der Leibes— übungen, das Turnen, mächtig weiter entwickelt, wenn auch nicht stetig Staat und städtische Gemeinden haben in Heer und Jugend das Turnen weiter verbreitet und gefördert, die deutsche Turnerschaft im Volke. Und doch, wenn wir all das, was in den 25 Jahren ge— schehen, überblicken, so müssen wir sagen: noch viel mebr bleibt zu thun, soll unser deutsches Turnen fũr die Kraft und Gesundung unseres Volkes das leisten, was es leisten könnte. Noch lange nicht nimmt in der Erziebung der Schuljugend das Turnen überall die Stelle ein, die ihm gebührt, noch weniger bei der großen Masse des Volkes, welche dem Schulalter entwachsen. Die Arbeit, welche in der deutschen Turnerschaft für unsere Sache geschehen ist, war eine große. Nachdem durch große festliche und berathende Zusammenkünfte die deutschen Turnvereine zu gemeinsomem Wirken dauernd geeinigt waren, galt es, durch planvolle Einthetlung in größere und kleinere Einheiten, in Kreis, Gau und Bezirk die turnerische Arbeit zu regeln, richtigen turnerischen Geist in allen Gliedern des großen Ganzen zu wecken. Damit kann aber die Aufgabe der deutschen Turnerschaft nicht erschöpft sein. Will sie weiter sich ausbreiten und erstarken, so darf sie ihren Gliedern nicht nur Anregung und Unterweisung schaffen, sondern muß ihnen auch thätige Unterstützung und Hülfe bieten können. Das wird ein neuer mächtiger Kitt sein, der uns Turner ver— bindet, wenn wir allenthalben den bedrängten Gliedern unseres Bundes helfen, gemeinsam einstehen für das turnerische Dasein Aller. Denn ein gemeinsames Turnen ist nicht möglich ohne die geeignete Turnstätte. Eine geringe Anzahl von Vereinen nur besitzt ein eigenes Heim; eine größere Zahl, in den größeren und mittleren Städten namentlich, benutzt die in erster Linie für die Schule bestimmten Turneinrichtungen. Alle diese sind meist in leidlicher Lage. Aber die Mehrzahl der deutschen Turnvereine muß mühsam um ihr Dasein ringen. An den meisten Orten fehlen für Turnverein wie für Schule die geeigneten Turnräume. Man turnt in Wirthssäleu und bringt unsere Sache dadurch oft genug in unwürdige Abhängigkeit, oder man turnt in kümmerlich hergerichteten Stätten. Wie viele Vereine haben nicht versucht, im engeren Kreise die Mittel zu sammeln, um Abhülfe für sich zu schaffen— aber wie selten kommen sie zum Ziel. Denn es sind nicht die begütersten Volksschichten, welchen die Mehrheit der Turner angehört. Andere haben an die Opferwilligkeit der Turngenossen in dem weiten deutschen Land ihren Ruf zur Abhülfe ergehen lassen. Da werden tausende von Sendschreiben versandt, Glücks: spiele veranstaltet, alle möglichen Waaren, Cigarren, Schmucksachen, Uhren, Puppen und wer weiß was alles zum Verkauf angeboten. Eine riesige Summe an Arbeit, an Kosten wird so alljährlich, ja man kann sagen, ver schleudert, denn wie selten wird auf diese Weise das Ziel erreicht, meist bleibt von dem hoffnungsvollen Unter— nehmen nur ein Bodensatz von Enttäuschung und Ver— bitterung. So kann die Sache unmöglich weitergehen. Die deutsche Turnerschaft wäre nicht der feste, große, von hohen Zielen erfüllte Bund, als den sie sich ansieht, wollte sie nicht anfangen zu helfen, gemeinsam für alle Glieder einzustehen. Die Aufgabe ist groß, ungeheuer groß, aber rechter Turnersinn wägt nicht lange, sondern da muß es heißen: Bahn frei! Alle Mann mit angefaßt! Mit diesem Rufe wenden wir uns an die Turngenossen, daß sie alle mithelfen an der deutschen Turnbauschule, welche das hohe Ziel verfolgt, Geldmittel für die Festig— 7 des nächsten deutschen Turntages und des Aus schusses der deutschen Turnerschaft sein. Aber erst müssen Mittel da seln, ehe man ihre Verwendung berathen will. Das muß Ehrensache aller Turnvereine werden, zu sammeln, die Bausteine zu vertreiben in Turnkreisen, bei Ver⸗ wandten und Bekannten, bei allen Freunden des Turnens. Wenn da allenthalben angefaßt wird, so stehen Ende des IJihres unserm Ausschuß schon Tausende zur Ver⸗ fügung. Also heran und bestellt Baustelne bei dem Oberturnlehrer und Gauturnwart Fritz Schröder in Bonn. In Friedberg sind dieselben 8 0.30 Pf. das Stück von Carl Trapp zu beziehen. Bonn, 1886. Der Vorstand der Turnbauschule in Bonn. Eingesandt. Der Weg vom Kunstrade bis zu den Siedhäusern in Bad⸗Nauhelm ist jetzt gemacht und kann die betr. Behörde des Dankes aller zwischen Bad⸗Nauheim und Friedberg Verkehrenden sich versichert halten. Wollte man nun noch eine Wegwalze(und eine solche steht auf Anfrage bei Herrn Siesmeyer gewiß zu Diensten) darüber gehen lassen, so würde die Freude des promenirenden Publikums eine doppelte sein. Gestört wird die Freude aber sehr, sobald man in der Dunkelheit nach Bad⸗ Nauheim selbst kommt. Zwischen den Siedhäusern, an der Ecke der Salinenschmiede, und an dem ganz gefähr— lichen Punkte über das Brückchen an der Karlsquelle brennt nicht einmal eine Bad⸗ Bekanntmachung. In dem Orte Harheim wird am 1. November 1886 eine Posthülfstelle errichtet, deren Verwaltung dem Herrn Specereibändler August Brauburger übertragen worden ist. Darmstadt, 22. October 1886. Der Kaiserliche Ober-Postdireetor. Hagemann. ung unserer Turnsache durch Errichtung von Turnhallen zu gewinnen. Kommt alle her und gebt euer Scherflein. Behagt dem einen oder andern die Form nicht ganz, so sehe er nur auf die hohe, gute Sache. Denn unser End— ziel ist nur die Festigung, die Größe der deutschen Turnerschaft und der deutschen Turnsache. Hunderte von Vereinen haben eine rechte Turnstätte nöthig, für tausende und abertausende von Schülern, für welche das Turnen noch erst auf dem Papier steht, wird so mitgesorgt. Darum heran ihr deutschen Turner, kauft Bausteine und helft mit. Wo zuerst gebaut werden soll, nach welchem Plan die Gelder vertheslt werden sollen, das wird Sache Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 28. October 18886. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke. 46. 15 16 2 do. in ½2 16. 12 16. 19 Englische Sovereings 20. 36 20. 31 Russische Imperiales. 16. 73 16. 68 Durgt en 9. 8 „al marco 9. 62 9. 57 Dollars in Golde. 4. 20 4. 16 Pfänder-Versteigerung 1 zu Friedberg Mittwoch den 3. November el. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Rathhaus die bis zu diesem Termine die Verfallzeit erreicht habenden nicht eingelssten noch renovirten Pfänder, der biesigen Pfand- und Leih⸗ Anstalt gehörend, bestehend in Kleidern, Weiszeug, Bett— werk, Herren und Frauenkleidern, Taschenuhren U. s. w. öffentlich meistbietend versteigert werden Hierbei be— merken wir, daß die Auslösung und Renovation der Pfänder an den hierzu bestimmten Wochentagen geschehen kann, und daß das Pfandhaus vom 1. November bis zum Schlusse der Versteigerung geschlossen bleibt. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Friedberg werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Orts— angehörigen durch die Schelle bekannt machen zu lassen. Friedberg den 14. October 1886. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. 3929 Steinhänßer. Bekanntmachung. Samstag den 30. d. Mts., Vormittags 11½ Uhr, soll an den biesigen städtischen Pferdeställen eine Parthte Mist öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 29. October 1886. Großherzogliche Vürgermeisterei Friedberg. 4106 Steinhäußer. — 2 2,* 5 75 7 Pferch-Versteigerung. Montag den 1. November d. J, Vormittags 11 Uhr, sellen auf hiesigem Rathhaus 10—15 Schafpferche öffent lich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 28. October 1886. ro ü 1 8 —— G„ Friedberg. Große Auswahl in garnirten Damen- und Kinder- Hüten empfiehlt zu billigen Preisen 3922 M. Holler. 359 B. Becker in Seesen a. Harz hat Tausende von Anerkeunungsschreiben über seinen holländischen Tabak, 10 Pfund franco 8 Mark, erhalten, was öffent⸗ lich bestätigt ist.(Mag. a. 1262.) Far trocken und in Oel gerieben, sowie alle Arten billigsten Preisen 2098 Total⸗Au Da unsere Geschäfts⸗Lokalitäten bis zum 31. Dezem 4032 totstoffe, fertigen gegenüber Zwei große Nähmaschinen, ein fast neu Zuschneidetisch, sowie Ladeneinrichtung werden billigst bei ö 4074 Carl Damm, Usagasse. ö geräumt sein müssen, so verkaufen wir sämmtliche auf Lager habenden Tuche, Buckskins, Kammgarne, Pale⸗ Paletots, Hosen, Hosen und Westen s. zu jedem annehmbaren Preise. A. Spier& Söhne, 4031 ben, Lacke und Firnisse empfiehlt zu den Wilh. Bernbeck. Sverkauf. ber dieses Jahres Anzüge, Joppen, dem Rathhaus. er Bügelofen, ein großer Arbeitstisch, ein billig abgegeben. Garnirte Damenhüte von M. 3.80 und höher empfiehlt in großer Auswahl II. J. Stockhausen in Bad⸗Nauheim. — 1616 1643 1649 171¹ 1824 1829 1907 2004 283 2249 22⁵7 2349 24²⁰ 2428 2494 2499 2514 2571 2838 2900 2918 2935 2988 ben un — N n a 5 1*. „beet 2* 6* del— derer If.* Levenbet 1888 a den Herrn egen werden ist Friedberg den 27. October 1886. Friedberger Fohlen und Pferde ⸗Markt. 4082 Offizielle Berloosungs-Niste der Ziehung vom 27. October 1886. 3.. Gew. Nr. Loos Nr. Gew.⸗Nr. Loos⸗Nr. Gew.⸗Nr. Loos-Nr. Gew.⸗Nr. 32 1 d 45 3038 2 Heschäftsbücher 205 5914 1 schwarzen Koffer 172 8328 1 gelben Teppich 191 . Plüschvorlage 167 3059 1 Otzd. Messer u. Gabeln 116 5922 ½ Otzd. Christoffle⸗Löffel 64 8336/ Dtzd. Rohrstühle 69 8 wasserdichte Pferdedecke 126 3093 1 Angora-Vorlage 157 5940 1 Weckeruhr 214 8372 1 Couriertasche 241 4% 1 rothen Colter 99 31008 1 Dod. Küchenhandtücher 235 6033 1 Fohlen 7 8411 1 Fohlen 25 308 1 einsp. Chaisengeschirr 31¹ 3110 1 Feldstecher mit Etui b pei 2 2 2 3 31¹¹ 0 r mit 6038 1 Fahrpeitsche 217 8426 1 Fohlen 13 330 1 Fohlen 18 3131 1 dernen Schaufelpflug 32 6070 ¼ͤ„Dtzd. Fruchtsäcke 135 8493 1 Paar Bettdecken 59 339) Dtzd. Handtücher 7 3156 1 Dtzd. Handtücher 12 6083 1 gelben Pferdeteppich 161 8494 1 polirten Tisch 63 348 1 schwarz. led. Koffertasche 49 3201 ¼ů Dtzd. Strohstühle 71 6088 1 eidenen ease 3546 3 8 508 seidenen Regenschirm 84 8546 1 grauen Bettcolter 101 411 1 rothen Colter 124 3204 1 Küchenwaage 207 6149 1 gelben Pferdeteppich 162 8583 1 Gießkanne u. 1 Eimer 244 456 ¼ Dtzd. Messer u. Gabeln 160 3255 1 grauen Bettcolter 152 3168 1 sei N 8 5 b 5 g 8& 5 4985 85 8 2 6168 1 seidenen Regenschirim 144 8599 1 Garnitur Küchengeräthe 200 494 1 seidenen Regenschirm 60 3266 1 kupferne Kuchenform 113 47 8 85 j 81 5 5 9 d 6172 1 Bettvorlage 168 8648 1 Paar schwarze Trensen 91 503 1 rothen Colter 123 3411 1 grauen Betteolter 100 6177 1 Weckeruhr 213 8737 1 grauen Bettcolter. 149 516 1 zinnerne Wärmflasche 218 7 1 1 55 n eee k iges age 212 5764 1 Kleider- u. 1 Möbelbürste 179 524 2 lackirte Eimer 2 d. Wischtücher 209 7545 5 ee i s 637 1 gelben Teppich 190 3573 1 Geschäftsbuch 224 6925 1 Handtoffer mit Segeltuch 154 8776 1 Fohlen 11 5 3616 1 Paar Kuhdecker 176 6404 1 Paar doppelte Kreuz⸗ 8827 ½ Otzd. Messer u. Gabeln 159 641 Johlen 2 3629 1 seidene 9 15 35 riemen 5 54 8843 1 Angora⸗ Vorlage 142 703 1 Butterleierfaß 56 1 denen Regenschirm 85 6421 1 Fohlen 8956 1 rothen Colter 122 712 1 rothen Colter n. 9 8973 1 Fohlen 22 720 N 1 3661 1 TDtzd. Dessertteller und 6518 1 seidenen Regenschirm 114 2 8 5 732 1 Otzd. Wischtücher 210 N 9058 1 Otzd. D ller 8 1 legrnen Handkofßer 57„ 2 uchenteller 194 6618 1 Fohlen 10 2— 2 Dtzd. Dessertteller und 88ů 0 5 0 3691 1 Paar Bettvorlagen 246 6623 Dtzd. Messer u. Gabeln 197 ee 7 882 J roth u. blaue Kaffeedecke 180 4589 0 5 1 N 9145 1 Dtzd. Handtücher 175 3696 1 Spazierstock u. 1 Paar 6634 ¼ Dtzd. Weingläser 222 9135 1 5 2 910 1 Fohlen 12... 8 5 57 9168 1 feines Taschenmesser 231 8 a lederne Handschuhe 130 6717 ½ Dtzd. Handtücher 243 9956 Anti 2 927 1 Angora-Vorlage 156 3740 1 Regulator 36 6780 1 Paar Kuhdecken 127 35 1 Sanne 1 955 1 Fohlen 24 3819 1 Zimmerteppich 104 6781 1 grauen Bettcolter 78 8755 1 8 5 974 1 Spiegel 88 3885 1 gelben Pferdeteppich 164 6819 ¼ Dtzd. weiße Waschkörbe 226 5 e; 9 9% I gelben Teppich 182 3906 1 Fohlen 4 6897 1 Häufelpflug C 996 1 Dod. Handtücher 25— 3938 1 zinnerne Wärmflasche 219 6931 1 ODtzd. Handtücher 250 i eee 5 1026 1 grauen Bettcolter 79 3987 1 Kaffeedecke 202 6932 1 Gießkanne u. 1 Eimer 245 VVV 185 1104 1 Touristentasche 171 3991 1 Fohlen 17 6983 1 Paar Trensen 94 5 1 bunten Bettcolter 56 1132 1 grauen Bettcolter 148 50 a 37 6996 1 Paar braune Stallhalfter 155 3 8 8 5 4059 1 kupferne Kasserole 137 i ö 5 9675 1 grauen Faltenkoffer 43 1147 1 rothen Colter 96 W 55 6999 1 Paar Bettdecken 107 5 9 ene 4082 1 Geschäftsbuch 225 g 9739 ½ Dtzd. Me 3 8 2 7 schaf 700 973 2 Dtzd. Messer u. Gabeln 196 1265 1 Fohlen 30 2293 1 rothen Colter i e e eee 10 9844 1 seidenen Regenschirm 82 1267 1 Tischlampe 178 4396 ½ Dtzd. Messer u. Gabeln 199 7036 ½ Dtzd. Christoffle-Löffel 62 10027 5 enen Regenschirm 8 5 e. 0 e 0— 9— 25 5 ack. Gießkanne u.1 Eimer 228 1312 1 Baromet. u. Thermom. 90 4419 1 lederne Handtasche 169 7056 1 Johlen 3 10180 1 nußb. Pfeilerschränkchen 34 1349 ½ Dtzd. Fruchtsäcke 136 4513 1 Angora-Plüschvorlage 165 7066 1 Paar Trensen 93 10197 1 Rohrsessel 11⁵ 1887 1 Wanduhr 112 4557 1 seidenen Regenschim 74 7070 1 Schließkorb 239 10269 ½ Dyzd. Handtücher 238 1471 1 Tischlampe 221 4585 1 Fuchsstauchen 139 7078 1 Fohlen 27 10272 1 Fohlen 28 1485 1 Fohlen 15 4649 1 Couriertasche 141 7106 1 grauen Bettcolter 64 10274 1 feines Taschenmesser 230 1569 1 lederne Handtasche 140 4666 1 Otzd. Messer u. Gabeln 229 7177 1 Meyer Conversations— 10354 2 lackirte Eimer 215 1582 1 seidenen Regenschirm 143 4699 1 seidenen Schirm 173 Lexikon, 2 Bände 50 10356 1 Tischdecke 120 1616 1 Dad. Messer u. Gabeln 192 4762 1 Fohlen 14 7216 1 Dzd. Küchenhandtücher 236 10363 1 gelben Teppich 184 1643 1 lederne Handtasche 234 4772 1 Kasseeservice 248 7340 1 farbigen Colter 44 10437 1 Wanduhr 53 1649 1 grauen Bettcolter 153 4823 1 seidenen Regenschism 83 7347 1 Tischlampe 181 10483 ¼ Dtzd. Handtücher 242 1711 1 rothen Colter 121 4843 1 Zimmerteppich 46 7388 1 Fohlen 29 10496 1 Fohlen 1 1824 1 Vogelskäfig 220 4894 1 Paar Bettvorlagen 204 7391 1 Bigeleisen 233 10519 1 Pferdedecke 125 1829 1 Fohlen 6 4906 JQ gelben Teppich 186 7409 1 Rohrsessel 117 10537 1 Umhängetasche 240 1907 1 Paar Bettdecken 177 4923 J grauen Bettcolter 150 7443 1 Trittstuhl 118 10542 1 gelben Pferdeteppich 163 2064 1 braunen Teppich 189 2085 1 Küchenwaage 206 7462 1 Fohlen 26 10565 1 braunen Faltenkoffer 2183 1 Kaffeedecke 201 5040 1 seidenen Regenschirm 73 7506 1 Schließkorb 211 mit gelben Ecken 52 2249 1 Weckeruhr 192 5071 1 Paar Stallhalfter 92 7529 1 seidenen Regenschim 146 10571 1 Tischlampe 86 2257 1 Dtzd. Messer u. Gabeln 106 5132 J braunen Teppich 188 7557 1 seidenen Regenschism 145 10636 1 Weckeruhr 58 2349 1 polirten Tisch 42 5246 1 Fohlen 21 7607 1 gelben Teppich 183 10645 1 Barometer 158 2420 1 Spiegel 87 5249 1 Fohlen 20 7714 1 Fuchsstauchen 138 10700 1 Angora-Vorlage 81 2428 1 Zimmerbesen u. 1 Möbel— 5291 ½¼ Dtzd. Fruchtsäcke 131 7858 1 Kästches-Pflug 35 10720 1 silberne Remontoir-Uhr 40 dürster 5 147 5313 1 Spazierstock u. 1 Paar 7927 1 Fohlen 5 10754 1 Faltenkoffer 89 2494 ½ Dtzd. Fruchtsäcke 132 lederne Handschuhe 129 7942 1 Schuppenstauchen 111 10770 1 lederne Handtasche 170 2499 1 Fohlen 19 Paar Fahrhalter 66 7963 1 gelben Teppich 185 10843 1 seidenen Schirm 75 2514 1 silberne Remontoir-Uhr 39 Regulateur 37 7996 1 Butterleierfaß 47 10853% Dßzd. Messer u. Gabeln 198 2571 1 Zimmerteppich 105 Fohlen 16 8092 1 gelben Teppich 187 10896 1 Fohlen 9 2838 1 Paar Bettvorlagen 247/ Dtzd. Fruchtsäcke 133 8101 1 Bügeleisen 232 10898 1 Röder⸗Kochheerd 33 2900 1 Plüschvorlage 166 1 Rehfell-Vorlage 108 8168 1 Regulator 48 10902 1 Regulator 38 2918 1 grauen Bettcolter 65 1 Fußsack 110 8178 1 Sessel 70 11206 1 Fohlen 23 2935 ¼ Dtzd. Rohrstühle 68 5699 1 Angora Vorlage 95 8223 1 Fahr- und Reitpeitsche 103 11255 1 zinnerne Wärmflasche 227 2988 1 Tischlampe 119 5780 ½ Dtzd. Fruchtsäcke 134 8260 1 Paar Fahrhalter 55 11263 1 Weckeruhr 193 Das Comité. Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 4. November l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, wollen die Erben der verstorbenen Adam Rahn Eheleute zu Holzhausen nachfolgende Gegen slände, als: 50 Centner verschiedenes Stroh, 10 15 Dickwurz, 1 Wagen, 3 Pflüge, Egge, 1 Dickwurzmühle, l 1 Kuh, 3 Steigleitern, 15 Malter Kartoffel,! Pfuhl— faß, 20 Ceniner Heu, 5 Hühner und verschledene sonstige Geräthschaften versteigern lassen. Holzhausen den 28. Oetober 1886. Der Vorsteher Großherzoglichen Ortsgerichts Holzhausen: Helschwiler Schah i ster⸗ empfehlen ihr reichhaltiges Lager in angef. und mu fertigen Schuhen, Hosenträgern, Kissen, Decken, Bürsten⸗ und Bett Taschen, Haussegen, gehäkelten Börsen, Tuch und Atlaszelchnungen, sowle Holzschnitzereien und Korb waaren zu sehr billigen Pretsen, 4091 3978 Oefen. Größte Auswahl, b lligste Preise. David Groedel Sühne. Amertkan. Oefen für mittel-. große Wohnräume zu M. 45. CCC Ein Logis in meinem Hinterhause, bestehend aus 2 Zimmern, nebst allem Zubehör, am 1. Dezember beziehbar, ist zu ver- miethen. Ph. Ad. Ritzel. 110 Den ächten Holländ. Rauchtahal, dessen tausendfaches Lob notariell beglaubigt ist, erhält man nur bel B. Becker in Seesen a. H. Ein 10 Pfund⸗ Beutel franeo 8 Mark.(Maga 1469.) Ueuheiten Regen- ⸗Wintermüntelu empfehlen in großer Aus⸗ wahl zu billigsten Preisen J. Fürth Erben.) 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Starck II., Graf zu Stolberg⸗Stolberg, Sec.-Lts. vom 2. Gr. Drag.⸗Regt. Nr. 24, à la s. des Regts. gestellt; v. Malachowski, Major vom großen General— stabe, von dem Commando als Generalstabs— offizier bei dem Gouvernement zu Mainz ent— bunden; Mierzinsky, Pr.⸗Lt. à la s. des 8. Westf. Inf.⸗Regts. Nr. 57, unter Belassung in seinem Commando bei dem Gouvernement von Mainz, zum 6. Ostpr. Inf.⸗Regt. Nr. 43, à la s. des⸗ selben versetzt; Buderus, Vicewachtm. vom 1. Bat. 2. Nass. Landw.⸗Regts. Nr. 88 zum Sec. Lt. der Res. des J. Gr. Drag. ⸗Regts. Nr. 23, Hof— mann, Kotzenberg, Vicewachtm. vom 2. Bat. 2. Nass. Landw. ⸗Regts. Nr. 88 zu Sec.-Lts. der Res. des 1. Gr. Drag.-Regts. Nr. 23, Weyell, Vicefeldw. vom 2. Bat. 4. Gr. Landw.-Regts. Nr. 118 zum Sec.⸗Lt. der Res. des 2. Nass. Inf.-Regts. Nr. 88, Schneider, Vicefeldw. von dems. Bat. zum Sec.⸗Lt. der Res. des Inf. Regts. Nr. 97, Joseph, Sec.⸗Lt. der Feldart. des 1. Bats. 3. Gr. Landw.⸗Regts. Nr. 117, Wallau I., Sec.⸗Lt. der Feldart. des 1. Bats. 4. Gr. Landw.⸗Regts. Nr. 118 zu Pr.⸗Lts. be⸗ fördert; Schmidt, pens. Bezirksfeldw., bisher beim 2. Bat. 3. Gr. Landw.⸗Regts. Nr. 117, der Char. als Sec.⸗Lt. verliehen; Kutsch, Sec.— Lt. der Res. des 2. Gr. Juf.-Regts. Nr. 116 der Abschied bewilligt. — Dem Unteroffizier Brückmann wurde die Stelle des Pedellen an dem Gymnasium zu Worms übertragen und der Gefangenwärter Dern in Marienschloß zum Gefangenaufseher am Landeszuchthause ernannt. Berlin. Unterstaatssecretär Herrfurth hat die Uebernahme des Staatssecretariats des Reichs— schatzamts abgelehnt; gegenwärtig sind Verhand— lungen mit dem Vertreter Badens im Bundes— rath, v. Marschall, der Bimetallist ist, im Gange. — Auf Grund des Socialistengesetzes ist hier ein österreichischer Arbeiter-Kalender fur 1887 verboten worden. — 28. Oct. Am Montag werden, unter Vorsitz des Staatssecretärs v. Bötticher, die Verhandlungen über den deutsch-schweizerischen Handelsvertrag beginnen. Kiel. Durch Verfügung des Chefs der Admiralität, General-Lieutenant v. Caprivi, ist zum 1. November die Formirung von je einem Torpedo-Detachement zu Kiel und Wilhelms— haven angeordnet worden. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 28. Oct. Im Herrenhaus beantragte Schmerling die Ein— setzung einer neungliedrigen Commission zur Prüf— ung des Sprachenerlasses des Justizministers Prazak. Der Antrag wird geschäftsordnungs— mäßig behandelt werden. — Der„Pester Lloyd“ dementirt energisch die Nachricht einer Militär-Convention mit Deutschland. Frankreich. Paris. Dem Fr. J. tele— graphirt man: Es ist ungenau, daß Waddington Instruction erhielt, von England die Fixirung des Zeitpunktes der Beendigung der Occupation Egyptens zu verlangen. Die einzige gegen— wärtig schwebende Frage betrifft die Ausführung betreffs Neutralisirung des Waddington soll gelegentlich den 1 englischen Ministern freundschaftlich und pri— vatim die Räumung Egyptens nahelegen, damit das Einvernehmen beider Regierungen betreffs der egyptischen Frage erleichtert wird. N — Laboulaye wurde zum Botschafter in Petersburg, Cambon zum Botschafter in Madrid ernannt. Oberhessischer Anzeiger. Italien. Rom, 28. Oct. Der heutige Ministerrath beschloß nach lebhafter Debatte, sich betreffs der russischen Note über die Occu— pation, welche dieselbe als temporär bis zur Vornahme neuer Wahlen hinstellt, mit den anderen Mächten ins Einvernehmen zu setzen. Serbien. Nisch. In der serbisch-bul— garischen Vereinbarung wurde Folgendes fest— gestellt: Bulgarien räumt Bregova, welches bis zur Lösung der Frage durch eine gemischte Com— mission neutral bleibt. Sollte die Commission das streitige Territorrium Serbien zuerkennen, so gibt Serbien principiell seine Zustimmung, dasselbe gegen ein entsprechendes anderweitiges Grenzgebiet an Bulgarien abzutreten. Längstens in zwei Monaten erfolgt die Entsendung einer gemischten Commission zur Prüfung der beider— seitigen Handelsbeziehungen. In sechs Monaten findet der Abschluß des Handelsvertrages statt; auch sollen bis dahin die gegenseitigen Handels— interessen nach Möhlichkeit gefördert werden. Bulgarien verbietet den serbischen Emigranten, und Serbien den bulgarischen Emigranten sich innerhalb 60 Kilometer von der Grenze anzu— siedeln. Beide verpflichten sich gegenseitig, jede gegen das Nachbarland seitens der Emigranten gerichtete Aktion zu vereiteln, Bulgarien baut die Eisenbahn Wockarel⸗Sofia-Zaribrod bis zum Zeitpunkte der Vollendung der serbischen Bahn— strecke aus. Diese Vereinbarung tritt sofort in Kraft. Bulgarien. Sofia, 28. Oct. Die bul— garische Regierung will in Allem Rußland nach— geben und sogar alle noch verhafteten Offiziere freilassen, besteht jedoch auf der Anerkennung der Legitimität der Wahlen und der Sobranje. Tirnowa, 28. Oct. Gestern Abend fand eine Versammlung der Mitglieder der Sobranje statt, wobei Stambulow die gegenwärtige Lage darlegte und betonte, daß, da die Wiederwahl des Fürsten Alexander unmöglich sei, die So branje einen Throncandidaten wählen müsse, welcher Rußland genehm sei. In Sofia wurde der Belagerungszustand proclamirt. Rustschuk, 27. Oct. Eine Note Kaulbars an die russischen Consuln in Bulgarien betont, Rußland könne die Beschlüsse der Sobranje nicht berücksichtigen, selbst wenn sie die Wahl eines Rußland genehmen Fürsten betreffen, oder sich auf die Entsendung einer Deputation an den russischen Kaiser erstrecken würden. Es heißt trotzdem, die Sobranje werde sofort nach ihrer Constituirung eine Deputation an den russischen Kaiser entsen— den, und diesbezügliche Schritte bei dem Metro— politen Klement, der sich an die Spitze der Deputation stellen solle, seien bereits geschehen. Türkei. Constantinopel. Die Sendungen von türkischen Truppen und Geschützmaterial nach Adrianopel dauern ungeschwächt fort. In den letzten Tagen sind daselbst drei Batterien Feld— geschütze eingetroffen und von den dortigen Truppen in Empfang genommen worden, und für die nächste Zeit wird das Eintreffen von 16 Infanterie-Bataillonen behufs Verstärkung der Militärmacht des Vilajets signalisirt. — England verlangte freie Passage für zwei Kriegsschiffe, doch lehute die Türkei, auf die inter— nationalen Verträge gestützt, den Antrag ab. Rußland. Petersburg. Gegenüber den Meldungen Lemberger Blätter, in welchen die Reise des Generalgouverneurs von Warschau, General Gurko, nach Petersburg mit den bul— garischen Angelegenheiten in Verbindung gebracht wurde, wird offielös aus Warschau berichtet, daß General Gurko am 19. l. Mts. lediglich zu dem Zwecke nach Petersburg gereist ist, um an der feierlichen Enthüllung des Monuments für die im letzten orientalischen Feldzuge Ge— fallenen theilzunehmen und daß seine Reise sich über die für diesen Zweck erforderliche Zeit nicht ausdehnen werde. MN 128. Aus Stadt und Lond. Friedberg, 28. Oct. Im Locale der„Rosenau“ in Frankfurt a. M. wurde am 25. October die alle drei Jahre stattfindende Generalversammlung der Vertrauens- männer der Unterstützungskasse für bedürftige Pfleglinge der beiden hessischen Landestrrenanstalten Hofheim und Heppenheim abgehalten, die zahlreich aus allen Landes- thetlen besucht war. Der Vorsitzende Irrenhaus-Director Geh. Medieinalrath Dr. Ludwig aus Heppenheim er— stattete den statutenmäßigen Geschäftsbericht, aus dem wir entnehmen, daß die Einnahmen im letzten Jahre 9885 M. betrugen, darunter ein Beitrag der Staatsregierung im Betrag von 1000 M. Die seit der letzten Generalver— sammlung durchgeführte Vereinigung der beiden Hülfs⸗ kassen wurde genehmigt und dem vorgelegten Statuten— entwurf mit unerheblichen Modifikationen die Zustimmung der Versammlung ertheilt. In das Curatorkum wurden folgende Vertrauensmänner deputirt: Ober-Bürger⸗ meister Ohly(Darmstadt), Regierungsrath v. Zangen (Mainz), Bürgermeister Bramm(Gießen), Fabrikant Rohde(Bessungen), Kreisrath Heß(Dieburg), Schul⸗ inspeetlor Dosch(Worms), Bürgermeister Mahler(Herins⸗ heim), Dr Conrady(Wöllstein), Lehrer Hof(Echzell), Oberamtsrichter Bauer(Bad-Nauheim), Domänenrath Stoltz(Friedberg) und Medielnalrath Dr. Köhler(Gießen). Eine vom Vorsitzenden verfaßte Broschüre in Betreff der Ueberfüllung der beiden Landesirrenanstalten, ihre Ur— sachen und Folgen und die Mittel zur Abhülfe, gelangte zur Vertheilung. r. Friedberg. Der 28. November(Sonntag) ist für das nächste Concert des Musikvereins in Aussicht genommen; das Programm desselben bildet Mendelsohn's großes Oratorium„Elias.“ Friedberg. Nach dem Homb. Krbl. haben in Erwägung der Wichtigkeit der projeetirten Eisenbahn Homburg-Friedberg für den Verkehr Köpperns die dortigen Fabrikanten und sonstigen Interessenten noch— mals eine Versammlung abgehalten, in welcher beschlossen wurde, den neben der unentgeltlichen Abgabe von Ge— meindegelände für den Bahnbau zu letistenden Baar— zuschuß von Seiten der Gemeinde auf 6000 Mark zu erhöhen; von Seiten der Fabrikanten wurde eine Summe von 2150 Mark gezeichnet. Darmstadt. Oberbürgermeister Ohlß ist nunmehr lebenslänglich als Bürgermeister wiedergewählt. Bieber, 22. Oet. In unserer Gemeinde ist am letzten Dienstag einem Manne ein Glück zu Theil ge— worden, das nur wenig Menschen beschieden ist. Der Erwähnte, Martin Herzing mit Namen, ist im Alter von 93 Jahren Ur Urgroßvater geworden. Der Greis, der sich einer seltenen Rüstigkeit und Frische erfreut, hat 3 Kinder, 10 Enkel, 35 Urenkel und 1 Ur Urenkel. Eberstadt, 26. Oet. Schwer verletzt wurde heute früh zwischen hier und Bickenbach ein Handwerks bursche aufgefunden, der alsbald seinen Verletzungen erlag. Ob hier ein Unglücksfall oder ein Verbrechen vorliegt, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. Mainz. Betreffs der bereits gemeldeten Erschleßung eines jungen Mannes hat es sich nun herausgestellt, daß der Thäter in frivoler Weise provoeirt worden ist. Mainz, 28. Oct. Das Großh. Kreisamt hat heute folgende Bekanntmachung erlassen:„Wir bringen hier— mit zur allgemeinen Kenntniß, daß Fälle von cholera asiatica im Kreis Mainz nicht vorgekommen und nament— lich in Finthen und Gonsenheim nicht constatirt worden sind. Insbesondere hat bei einem auf cholera asiatica verdächtigen Sterbefalle in Finthen der Leichenbefund nach dem Resultate der von der Medizinalbehörde vor— genommenen Sektion keinerlei Anhalt für diese Krank— heit ergeben.“ Groß⸗ Steinheim, 26. Oet. In der Nähe unseres Ortes wurde gestern der Einwohner Peter Bauer von Klein-Auheim ermordet aufgefunden. Details sind noch nicht bekannt. Dem vermuthlichen Thäter soll man auf der Spur sein. Allerlei. * Frankfurt. Der erste Jahresbericht über die Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein wird in diesen Tagen verbreitet. Das Vereinsjahr beginnt mit dem 1. Juli 1885 und endet mit dem 30. Juni 1886. In diesem Jahre hatten 314 Arbeitsuchende Aufnahme auf der Kolonie gefunden! War der Anfang gemacht mit 6 Mann, so stieg die Zahl im Januar 1886 auf 100. In den Sommermonaten war dieselbe von etwa 35 be— sucht.— Für die Rechnung ist ein Durchschnitt von 70 Mann per Monat angenommen. Woher kamen die Leute? 100 aus dem Großherzogthum Hessen, 31 aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden(mit Frank— furt), 48 aus dem Regierungsbezirk Cassel, aus anderen preußischen Provinzen 89, die übrigen aus anderen deut— schen Gebieten, 5 aus dem Auslande. Wie viele gingen ab? 279, für 52 sorgte die Kolonie für Unter⸗ kunft.— Es ist selbstverständlich, daß die Herrichtung der Gebäude für die Zwecke der Kolonie viel Geld kostet und zwar 19,026 M. Für das Mobiltar wur⸗ den ausgegeben 12,500 M. Der Betrieb der Kolonie erforderte einen Zuschuß von 14,650 M. Ueber alle diese Zahlen, die Einnahmequellen, die Zuschüsse von Seiten der Communallandtage in Wiesbaden und Cassel, wie der Großherzoglichen Regierung gibt der Bericht eingehend Auskunft und sel darauf hiermlt ver⸗ wiesen. Wir koͤnnen es uns nicht versagen, den Lesern dieser Blätter mitzutheilen, daß durch die Kolonisten selbst ein großer Theil des Mobiliars(Tische, Bänke ꝛc.) angefertigt wurde, daß die Magazine einen schönen Vorrath von Kleidern und Schuhen aufweisen, daß fort— während die Werkstätten von Kolontsten bedient werden. Zugewandert waren z. B. 21 Schneider, 20 Schlosser, 18 Schuhmacher, 18 Bäcker u s. f.— An Arbeit fehlt es nicht, weder im Sommer noch im Winter. Die Anlage eines Gemüsegartens, einer O bst⸗ pflanzung, einer Weidenpflanzung sind außer⸗ ordentliche Zugaben zu den Beschäftigungen im Freien, die auch im Winter mit ganz geringen Unterbrechungen stattgefunden haben, durch Anlagen von Drainagen und Meltorationen, deren wohlthätige Wirkung schon dieses Jahr zu verspüren war. Rasch gewöhnen sich die Handwerker, für welche keine Werkstätte vorhanden ist, an die Feldarbeit. Bei dem erfreulichen Gesund⸗ heitszustand der Kolonisten ist die verfügbare Mann⸗ schaft stets in Beschäftigung, wie denn seit 1885 Tag⸗ lohn nicht mehr ausgegeben wurde.— Es ist für Sonntagsfeler gesorgt; je nach der Religion ziehen die Kolonisten in den katbolischen oder evan— gelischen Gottesdienst der Nachbargemeinden, deren Geistlichen die Kolonie zugewiesen ist. Diese nehmen sich der Kolonisten an und besuchen die Kolonie. Auch den Israeltten ist Gelegenheit gegeben, die nächstgelegene Synagoge zu besuchen, so wie auch für deren rituelle Verpflegung gesorgt ist. Mit dem Einüben guter Volks lieder und patrfotischer Gesänge, worin der Inspektor von musikkundigen Kolonisten unterstützt wird, wird die Liebe zum Vaterlande gekräftigt. Der Vorstand hat über die Fübrung der Kolonisten, die in auswärtiger Arbeit leihweise stehen, gute Zeugnisse aufzuweisen; auch ein Bruchtheil derjenigen, welche durch die Kolonie Stellen erhielten, führt sich gut. Viele unterliegen der Verfübrung und Versuchung, wenn sie sich frei fühlen, insbesondere verfallen sie wieder der Trunk— sucht, genährt in ausbeutenden Herbergen. Zum Schlusse theilen wir den Lesern mit, daß die Generalver sammlung des Vereins am 25. d. M. in Frankfurt stattgefunden bat. Die bereits geprüfte Rechnung wurde durch 3 gewäblte Revisoren für richtig befunden und Decharge ertheilt. Die Voranschläge für den Verein, die Kolonie und Wirthschaft wurden unverändert ange— nommen. Die 10 ausgetretenen Mitglieder wurden wieder gewäblt und der Vorstand durch Neuwahl ergänzt. Die Versammlung sprach dem Verwaltungs rath den Dank für die Verwaltung aus; sie betonte die Nothwendigkeit der Errichtung von Natralverpflegungsstationen für Oberbessen und Hessen Nassau; Starken⸗ burg und Rbeinbessen haben dieselbe auf Provinzial bezw Kreiskosten durchgeführt. Die Generalversammlung spricht die Crwartung aus, daß die Bewohner des Ver— eins gebletes in Stadt und Land in Dankbarkeit für die durch die Kolonie und die Stationen geleisteten Dienste und Wohlthaten in der Bekämpfung der Vaga— bondage und in der positiven Fürsorge für Arbeitlose forfahren werden, der Kolonie Unterstützungen zuzuwenden und dem verderblichen Bettel dadurch steuern zu helfen, daß sie die bettelnden Arbeits losen nicht direet unterstützen, sondern auf die Natural— verpflegungsstationen verweisen, wo gegen Arbeits— leistung Verköstigung und Quaxtier zu erhalten ist und mit welchen Arbeits nachweisebureaus verbunden sind, selbstverständlich ebenso auf die Kolonie verweisen. Triberg, 25. Oet. Heute früh 2 Uhr brannte das am Bahnhofe befindliche Susset'sche Sägewerk voll⸗ ständig ab. Die darin wohnende Familie von 7 Per— sonen kam in den Flammen um. Bis 8 Uhr Morgens hat man 6 verkohlte Leichen aus der Gluthmasse hervor— gegraben. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. Unter den Verbrannten befinden sich 4 Kinder von 4— 10 Jahren. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle, konnte aber nichts mehr zur Rettung beitragen, indem in einem Momente das ganze Gebäude in Flammen stand. Hannover. Die Scharlach- und Diphtheritisepi— demie greift hier in entsetzlicher Weise um sich. Die Zahl der täglichen Erkrankungen ist auf 30 gestiegen, und etwa 300 Kinder, auch viele Erwachsene, sind den außerordentlich bösartig auftretenden Krankheiten er— legen. Oft ist der Tod schon am zweiten Tage der Er— krankung eingetreten. Viele Familten haben alle ihre Kinder verloren, darunter auch schon Erwachsene im Alter von 20—25 Jahren. Berlin. General-Feldmarschall Graf Moltke voll— endete am 26. Oet. sein 86. Lebensjahr. Seinen Ge— burtstag verlebte derselbe auf seiner Besitzung Kreisau in Schlesien. Berlin. Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ constatirt, daß durch Maßregeln gegen die Reblaus die Krankheit der Reben weit zurückgedrängt worden ist. Im Jahre 1885 gab es noch 88 Ansteckungsherde mit 27183 kranken Reben, 1886 nur 37 Herde mit 275 kranken Reben; zu hoffen ist, daß unter der Mitwirkung des Winzerstandes das Uebel wirksam zu bekämpfen sein wird. Handel und Verkehr. Butzbach, 26. Oet. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90 0.00. Käse per Pfd. 45— 46 Pf. Eter 1 Stück 7 Pf. Homburg, 28. Oct. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.50—5.00, per Gescheid 9— 10 Pf. Eier per Stück 7 und 8 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.00, 2. Qual. M 0.90. Frankfurt, 27. Oct. Wochenmarkt. 30 Wagen Kraut und 20 Wagen Kartoffeln waren angefahren. Der Centner Kraut kostete M. 4.—5., das Malter Kartoffeln M. 4.— 5., Butter M. 85.—88., im Detail M. 1.10— 1.20, Eier das Hundert M. 4.50—7., das Stück 6-7 Pf., Zwiebeln 50 Ko. M. 10.— 12., Sauerkraut 50 Ko. M. 10., Blumenkohl 100 Stück M. 25.—50., Weißkraut das Stück 10 12 Pf., Rothkraut 20— 25 Pf., Spinat 50 Pf., Romainsalat 20 Pf. Heu 100 Ko. M. 4.80— 6.20, Stroh M. 4.60—5.60. Frankfurt, 28. Oet. Fruchtbericht. Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 31.50-32.50, Nr. 1 M. 27— 28, Nr. 2 M. 25—26, Nr. 3 M. 23— 24, Nr. 4 M. 17 bis 17.50, Nr. 5 M. 15—16, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 49— 52, norddeutsche und westphälische Welzenmehle Nr. 00 M. 22.75— 73.75. Roggenmehl (bies.) Nr. 0 M. 22.50— 23.50, Nr. 0/1 M. 21.50 bis 22.50, Nr. 1 M. 18-19, Nr. 2 M. 16— 16.50. Mais bunter(mixed) etwas beschädigt M. 11, geschrotener e M. 13, Roggenkleie M. 4.50, Welzenkleie M. 3.80,(bei Abnahme von 200 Ctr. an). Malzkeime M. 4.20, Heu M. 2.502 75, Stroh M. 2.00— 2.25, per Ctr. Erbsen M. 18, Wicken M. M. 1.30, Spelzenspreu M. 1.20, Sesamkuchen M. 5.40, Rapskuchen M. 5.75, Mohnkuchen M. 3.50, Rüböl im Detall M. 50, Chilisalpeter per Februar 1887 stark weichend M. 9- 9.50. Brodpreise vom 1. bis 16. November. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Novbr. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Bad⸗Nauheim kostet das fleisch 40 Pf. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. 19. Sonntag nach Trinitatis. Resormationsfest. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffen bach. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abendmahl. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Herr Candidat H. Loos. Gottesdienst in der Burglirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Am 20. Sonntag nach Trin. Erntefest und Abend⸗ mahl in der Stadtkirche. / Kilo Hammel⸗ statholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; 9/7 Uhr: Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. zur heil. Beicht. 7 Uhr: Jubiläums-Andacht. Montag: Fest Aller⸗Heiligen. Morgens 6 Uhr: Beicht; ¼7 Uhr: Austhellung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Feierliche Vesper und gleich darauf Andacht für die armen Seelen, dann Beicht. 7 Uhr: Jubiläums-Andacht. Dienstag: Gedächtniß Aller⸗Scelen. 7¼ Uhr: Ein Seelen Amt für alle Abgestorbenen, darunter Austheilung der heil. Communion 5 Uhr: Allerseelen Andacht. Nach Tisch ein Gläschen Widtfeldt's Magenbehagen ist das angenehmste und sicherste Verdauungs- Mittel. Niederlage u. A, bei Wilhelm Bernbeck. 4100 Darauf Gelegenheit 9— 1 1 Bekanntmachung. Samstag den 30. Oetober d. J. sollen in der Ge— markung Ilbenstadt verschiedene Erdarbeiten, veran— schlagt zu eirea 2000 Mark, öffentlich in Accord ver geben werden. Die Zusammenkunft ist Nachmittags 2 Uhr an Großherzoglicher Bürgermeisterei Ilbenstadt. Friedberg den 27. Oetober 1886. Müller, 4064 Geometer J. Klasse. Vergebung von Drainage⸗Arbeiten. Dienstag den 2. November d. J., Nachmittags 1 Uhr, sollen im Rathhause zu Ossenheim die bei Drainirung der Fluren III und IV daselbst vorkommenden Graben— arbeiten, inel. des Röhrenlegens ꝛc. mit 18,158 lfd. m, veranschlagt zu 2542 M. 12 Pf., an die Wenigstnehmen— den in Accord gegeben werden. Friedberg am 27. Oetober 1886. Greb, 4073 Provinzial-Wiesenbaumeister. Oeffentliche Aufforderung. Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nachlaß der Wittwe des Anton König XIII. von Ober-Mörlen, Elisabetha, geb Scheibel, sind binnen 14 Tagen bei unterzeschnetem Gerichte anzumelden, sonst finden sie bei der Nachlaßregultrung keine Berücksichtigung. Bad-Nauheim den 26. October 1886. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. 1 Bauer. 408 Die Obstbaumschule von Erust Lüttich in Oberursel am Taunus empfiehlt in großer Auswahl kräftige, gutbewurzelte Obst Hochstämme und Zwergobst-Stämme in allen Formen. Verschiedene erste Preise in Frankfurt a. M. 1884 und Berlin 1885. 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November 1886 Abends präcls 7½ Uhr beginnend, im Saale des Hötel Trapp. 4054 Der Vorstand. Conc ert Casino und Bahnrestauration Samstag und Sonntag 4107 um Saale des Hötel Trapp. Bayrisch Bier. Programm n den 31. October I. Tneil. II. Tneil. G d ui n se b r a t en 1. Fürst Alexander⸗Marsch. F. Reinhard. 6. Marsch: König Johann.. Hauschild. bei Conrad Hess, kf M. Wagner. 7. Lied:„Mir träumt ich ruhte e 4084 Zur Windeck 3. Lied:„Du hörst wie dur wieder C. Berg jun. S 9 2 die. 5 5 8 Marie v. Loeben. Duett für Piston und Horn. Im Anfertigen von Herren⸗ 4. Große Concert. Polka:„Ein 8. Der Liebestraum, große Con⸗ und Damenwäsche Hause empfiehlt sich Gruß dem Liebchen“.. Sommerlad. cert⸗ 00 Piston Hoch. Frledberg. Frau Marg. Petri, Usagasse. Solo für Piston. olo für Piston, 5 5. Waldandacht, Quartett. Fr. Abt. vorgetr. v. Herrn F Reinhard.. Arbeitshemden 9. Hochzeitstänze, Walzer.. Gärtner. empfiehlt billigt C. Oberländer. 1091 10. Lieder⸗ Potpourri... Gräfe. 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