duden. NU 887 t gesaczt bei F tener, 0 yocken L. Fritbric. 4 102. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch And. Feta Abend ans gegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Areisblatt für den Kreis Friedberg. e ö Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Uf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Mit dem 1. October 1886 beginnt ein neues Quartals-Abonnement auf den„Oberbessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt in seiner Eigenschaft als Kreisblatt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Marktberichte, Ver— loosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem gratis beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzaͤhlungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel; sodann monatlich ebenfalls gratis in dem praktischen Rathgeber für Landwirthe Auffätze und Notizen für die Landwirthschaft, in dem praktischen Rathgeber für's Haus interessante und belehrende Notizen für's Haus und die Familie. Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn vierteljährlich 1 Mark, durch die Post bezogen jedoch viertel— jährlich 1 Mark 50 Pfennig. selben für eigene Rechnung, per Quartal 1 Mark 40 Pfennig, vertreibt. Der If 5 j Amr N; Der„Oberhessische Anzeiger“ kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. In Bad⸗Nauheim kann der Anzeiger auch bei Herrn Heinrich Bernhard(Schnurstraße) bestellt werden, der den— Die Expedition. 4155 Deutsches Reich. Friedberg, 20. Sept. Christian von Schleswig ⸗Holstein war am 19. d. M. 8 Kaserne an. auch noch dessen Sohn, Prinz Albert, zum Besuche Person und verwundete mehrere schwer. Insultirung der Polizei verhafteten Gefangenen. fürstin Anastasia Michallowna.“ Derselbe ist Mit dem Prinzen Da dies verweigert wurde, griff der Pöbel die vermählt. Die Polizei feuerte, tödtete eine Nach- ernannte Generalmajor Baron Kaulbars, ein — Der zum russischen Agenten in Sofia des Großh. Hofes hier eingetroffen. Zum Vor- dem die Polizei verstärkt war, wurde die Ruhe Bruder des früheren bulgarischen Kriegsministers, trage hatte S. K. H. der Großherzog an diesem wieder hergestellt. Mehrere Verhaftungen fan- ist, wie das Fr. J. Tage den Geheimrath Dr. Becker und den Hof- den statt. jägermeister v. Werner empfangen. — 21. Sept. Spanien. Madrid, 20. Sept. Heute schreibt, mit den Verhält— nissen auf der Balkanhalbinsel wohl bekannt; 5 nach dem türkischen Kriege war er lange Zeit Heute früh begaben sich die Nacht sind hier tumultuarische Scenen vorge- in Montenegro, um die dortigen Grenzverhand— 5 A 9 zverh allerhöchsten Herrschaften zum Manöver zwischen kommen, bei denen der Ruf:„Es lebe die Re- lungen mit der Türkei zu leiten; nach dem Mel bach— Steinfurth— Münzenberg und besuch- ten Abends das Biwak bei Assenheim. — 22. Sept. Das heutige Schlußmanöver, zu dem sich ebenfalls die Herrschaften begaben, fand zwischen Assenheim— Dorheim— Melbach statt. Heute noch verlassen uns dis allerhöchsten Herr⸗ schaften und kehren sämmtlich nach Darmstadt zurück. Berlin, 20. Sept. Reichstag. Der deutsch— spauische Handelsvertrag wurde in der dritten Berathung ohne Discussion einstimmig genehmigt und die Session geschlossen. Metz, 20. Sept. Der Kronprinz ist mit dem Prinzen Wilhelm unter Glockengeläute und Geschützdonner um 11 Uhr hier eingetroffen; er hielt durch die prachtvolle via triumphalis seinen Einzug in die Stadt, von der Bevölker— ung mit begeisterten Zurufen begrüßt. Die Schulen und zahlreiche Vereine bildeten Spa— lier. Die Stadt ist überall reich geschmückt. Der Kronprinz ist auch auf der Fahrt nach Metz auf allen Bahnstationen von der zusammenge— strömten Bevölkerung mit stürmischem Jubel be— grüßt worden. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Ein kai⸗ serliches Handschreiben an Taaffe beruft den Reichsrath auf den 29. September ein. Budapest. Nachdem Oesterreich auf dem er— höhten Petroleumzoll beharrt, stellt Ungarn die Fortführung der Verhandlungen ein. Großbritannien. London. Die Blätter bringen eine amtliche Mittheilung, wonach die Meldung, Prinz Alexander von Battenberg werde die Königin besuchen, unbegründet ist. — Der„Standard“ sagt, England werde Egypten nicht räumen, selbst wenn seine Auf— gabe dort gelöst sei. Wenn Frankreich jetzt frage, wann England Egypten räume, werde eine solche Frage nur zur vollständigen Isolirung Frank— reichs führen. Die Antwort auf eine solche Frage set einleuchtend. England sei völlig bereit, die— selbe Frankreich und der ganzen Welt zu geben. Belfast, 20. Sept. ernste Ruhestörungen statt; eine große Menschen— menge rottete sich vor der Polizetkaserne zu— sammen und verlangte die Freilassung der wegen Gestern fanden wiederum publik!“ ausgestoßen wurde. Die aufständische Bewegung greift Truppentheilen der Garnison aus und einen militärischen Charakter. Die Gendarmerie beschlagnahmte in Sindavellas Waffen und Munition, angeblich karltstischen und nahmen mehrere Verhaftungen vor. Sa— gasta ist vertrauensvoll und verbürgt die Ruhe; doch wurde der Belagerungszustand vorsichts— halber über die Provinz Neucastilien verhängt. Gestern wurden hier 83 Militärs und 19 Civi— listen verhaftet. Bulgarien. Sofia, 20. Sept. Es voll ziehen sich russenfeindliche Bewegungen in Bul garien. In Philippopel fanden antirussische Excesse statt. In Rustschuck riß die Menge die russische Fahne vom russischen Consulat herab. — Heute fand die Vernichtung der Fahne der Cadettenschule statt. Ein Bataillon bildete ein Quarreé, inmitten dessen die Zöglinge der Cadetten— schule aufgestellt waren. Major Popoff hielt eine Ansprache an dieselben, in der er die in der Nacht vom 21. August von den Cadetten begangene Handlung brandmarkte. Darauf wurde die Fahne den Flammen übergeben; in Radomir wurde die Fahne des Regiments Strumski in gleicher Weise vernichtet.— Der russische Consul stellte der bulgarischen Regierung eine Note zu, worin verlangt wird, daß der Proceß gegen die wegen Theilnahme am Staatsstreich vom 21. August verhafteten Officiere und anderen Personen nicht eher stattfinde, als bis eine größere Beruhigung der Gemüther eingetreten sei. Rußland. Petersburg. Herzog Alexander von Oldenburg hat sich schon bereit erklärt, einem etwaigen Wunsche des Zaren Folge zu leisten und die Fürstenkrone Bulgariens zu über— nehmen. In Londoner offieiellen Kreisen verlautet, Rußland habe den Mächten den Herzog Con— stantin Peter von Oldenburg als Candidaten für den bulgarischen Fürstenthron vorgeschlagen. Herzog Const. Friedr. Peter, der jüngere Bruder des früher als russischer Candidat für den Thron Bulgariens vorgesehenen Herzogs Alexander von Oldenburg, ist am 9. Mai 1850 geboren, Oberst und Flügeladjutant des Zaren und Commandeur des Kosakenregiments„Groß— um sich; dieselbe geht von trägt Ursprungs, bulgarisch-serbischen Kriege war er der russische Vertreter in der europäischen Commission für die Friedensbedingungen, 1875 war er für einige Wochen nach Berlin commandirt und schrieb ein vortreffliches Werk über das preußische Officiercorps. Er ist, wie man der„K. Z.“ meldet, eine kluge, gewissenhafte, sehr thatkräftige Persönlichkeit, steht in keiner Beziehung zur panslawistischen Partei, hat große Zuneigung zu Deutschland und ist beim Kaiser Frauz Joseph sehr gut angeschrieben. Egypten. Alexandrien, 18. Sept. Die Sträflinge hatten sich bei den Petroleumquellen bei Djebelzeit gestern zusammengerottet. Die Revolte wurde aber durch eine Abtheilung schwarzer Truppen schnell unterdrückt, aber erst, nachdem 24 Sträflinge erschossen waren.[J andere flohen in die Berge. Allerlei. Homburg, 21. Sept. Gestern kamen nach dem „Homb. Krbl.“ Präsident Hendel und Oberbaurath Vogel von der Eisenbahn-Direetion Frankfurt hier an und fuhren zur Besichtigung der projeetirten Eisenbahn über Röppern nach Usingen und über die Saalburg zurück. Soweit man in Erfahrung bringen konnte, ist die Linie nunmehr endgültig festgestellt und soll demnächst die Vorlage an das Ministerlum erfolgen. Die Zuͤge sollen in den hlesigen Bahnhof ein- und rückwärts wieder aus⸗ laufen. Das Projeet geht durch Gonzenheimer Ge— markung mit den Stationen Friedrichsdorf, Köppern, Niederroßbach und Oberroßbach. Wiesbaden. Die wegen Ermordung des Land- wirths Chr. Schneider zu Biebrich-Mosbach vom Schwurgerichte zum Tode verurtheilten Hrch. Andel aus Fehlheim, Kreis Bensheim, und Josef Wallmann aus Hirzenach, Kr. St. Goar, und der wegen Bethilfe zu diesem Verbrechen zu 10 Jahren Zuchthaus verurtheilte Franz Albrecht aus Castel hatten bei dem Reichsgericht die Revision dieses Urtheils beantragt. Das Reichsge— richt hat hierauf das ausgesprochene Urtheil bestätigt. Handel und Verkehr. Friedberg, 21. Sept. Fruchtpr. Waizen M. 16.25 bis 16.50, Korn M. 13.50 14.00, Gerste M. 1213. Hafer M. 12.50— 13.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 22. Sept. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.05— 1.30, Eier 1 Stück 6 Pf. Grünberg, 18. Sept. Fruchtpr. Welzen M. 16.70, Korn M. 14.40, Gerste M. 12.00, Hafer M. 11900, Erbsen M. 14.00, Linsen M. 26.00. Gießen, 21. Sept. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00— 1.10, Eier per St. 6 Pf. — Käse per St. 5—9 Pf. Tauben per Paar M. 0.50— 9.60, Hühner per Stück M. 0.85— 1.00, Hahnen per Stück M. 0.40 0.70, Enten per Stück M. 1.30— 1.70, Ochsen; fleisch per Pfund 62—64 Pf., Kuh, und Rinzfleisch 5456 Pf., Schweinefleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 5066 Pf., Kalbfleisch 46—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4—6, Zwiebeln per Ctr. M. 4—6. Gießen. Auf dem am 14. und 15. d. M. dahier abgehaltenen Viehmarkte waren angetrieben: 1774 Stück Rindvieh und 760 Stück Schweine. Der Handel bei ersteren war lebhaft, bei Schweinen war der Handel etwas gedrückt. Nächster Markt Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. October d. In, am letzten Tage auch Krämermarkt(Michaelimarkt). Die Krämerstände werden Morgens 8 Uhr verlesen. Frankfurt, 22. Sept. Viehmarkt. Angetrieben 335 Ochsen, 26 Bullen, 456 Kühe, Stiere und Rinder, 285 Kälber, 300 Hämmel, 132 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 67- 69., 2. Qual. M. 54 60., Bullen 1. Qual. M. 40—44., 2. Qual. M. 32—36., Kühe Stiere und Rinder 1. Qual. M. 54 56., 2. Qual. M. 42—50., Kälber pro 1 Pfd. Schlachtgewicht: 1. Qual. 60-65 Pf., 2. Qual. 50-55 Pf., Hämmel 1. Qual. 56— 57 Pf., 2. Qual. 40—45 Pf., Schweine 1. Qual. 55—57, 2. Qual. 54—55 Pf. Verloosung. Nassauisches 4% Staatsanlehen von 1859 Ziebung vom 4. Sept. 1886. Rückzohlbar per 1. Jan. 1887. Lit. A. Nr. 141 197 242 272 339 43 469 493 562 636 729 850 898 à fl. 100. Lit B. Nr. 67 157 220 253 295 451 530 637 778 895 933 937 954 4 fl. 200. Lit. C. Nr. 159 161 177 205 272 489 4 fl. 300. Lit. D. Nr. 13 273 397 593 598 659 997 909 912 915 1039 1097 1163 1251 1286 1367 1387 1420 1437 1612 1656 1817 1863 1898 2097 299 à fl. 500. Lit. E Nr. 59 106 144 258 311 470 à fl. 1000 Rückzahlbar per 1. Juli 1887. Lit. A. Nr. 247 256 269 454 466 514 523 593 596 619 680 743 971 à fl. 100. Lit. B. Nr. 41 60 218 418 435 455 579 634 702 722 917 963 à fl. 200. Lit. C. Nr. 88 131 174 391 430 456 465 à fl. 300. Lit D. Nr. 15 299 314 358 424 452 464 676 723 752 822 952 1046 1084 1131 1205 1260 1274 1322 1540 1649 1777 1779 1832 1959 1987 2004 à fl. 500. Lit. E. Nr. 92 152 168 255 357 395 à fl. 1000. Literarisches. Die Kalender für das Jahr 1887 sind nunmehr bereits fast vollzählig wieder da und jeder Haus vater hält allgemach Ausschau nach seinem Lieblinge unter dieser Schaar papierner Einjähriger. Keiner dieser kurz— lebigen Gesellen wird aber wohl sehnlicher erwartet als der allbekannte„Lahrer Hinkende Bote“. Jetzt hegt dieser lustige Schalk und gemüthvolle Freund so mancher deutschen Familie in verjüngter Gestalt wiederum vor uns. Prächtig ist der Kalender diesmal wieder aus— gestattet, sowohl was äußere Erscheinung als was Wort und Bild in ihm anbelangt. Besonders erfreulich ist es, daß der Hinkende in größerem Umfange als in den letzten Jahren selber das Wort ergriffen hat. Auch sonstige lustige Sachen weiß der Hinkende im Ster außer seiner Standrede zu bieten; es braucht nur mitgetheilt zu werden, daß der Herr Kanzleirath drei Tage aus seinem Leben erzählt. An Mitarbeitern hat der Hinkende eine statt— liche Schaar um sich versammelt, lustiges und ernstes Volk, das insgesammt um die Wette eifert, dem Kalender seinen alten guten Ruf zu wahren. Auch die illustrative Seite ist vorzüglich bedacht. Zum Schlusse sei noch be— merkt, daß die große Ausgabe in steifem, kolorirten Pappeinbande mit Kalikorücken zu 1 Mk., die kleine zu 30 bezw. 40 Pf. zu haben ist, Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher⸗ zogthum Hassen während des Monats Juli 1886. Roßzkrankheit: In Osthofen, im Kreise Worms, steht ein Pferd als der Seuche verdächtig unter Stall— sperre und vier Pferde desselben Besitzers, sowie sechs Pferde und ein Esel eines weiteren Besitzers wegen Ver— dachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung. In Wolf, im Kreise Büdingen, steht ein Pferd als der Ansteckung verdächtig unter poltzeilicher Beobachtung. In Eppertshausen, im Kreise Dieburg, steht ein Pferd als der Seuche verdächtig unter Stallsperre. Als der Ansteckung verdächtig sind unter polizeiliche Beobachtung gestellt je ein Pferd in Groß-Umstadt und Lengfeld, im Kreise Dieburg, in Offenbach sowie in Ober-Ramstadt, im Kreise Darmstadt. Alle diese waren mit dem in Eppertshausen stehenden, der Seuche verdächtigen Pferde in Berührung. In Gießen wurden die über ein der Seuche und 3 der Ansteckung verdächtige Pferde verhängten Maß— nahmen wieder aufgehoben, weil sich die verdächtigen Erscheinungen bei jenem verloren hatten. In einem anderen Gehöfte in Gießen wurden am 12. Juli 3 der Seuche verdächtige Pferde entdeckt, von welchen eines am 21. Juli t getödtet, aber nicht mit der Seuche behaftet befunden wurde. Die zwei weiteren der Seuche ver— dächtigen Pferde stehen noch unter Stallsperre und 3 der Ansteckung verdächtige unter poltzeilicher Beobachtung. In Vilbel, im Kreise Friedberg, stehen drei der An— steckung verdächtige Pferde unter polizeilicher Beobachtung. Alsfeld am 23. Jult bet je einem krepirten Rinde und in Berstadt, im Kreise Büdingen, am 31. Jult, bei einem krepirten Pferde. Lungenseuche: In Burkhards, im Kreise Schotten, wurden die Maßnahmen wegen Verdachts der Lungen— seuche wieder aufgehoben, well sich innerhalb 6 Monaten nach dem vorgekommenen Verdachtsfall keine weiteren der Seuche verdächtigen Erscheinungen in dem betreffen den Viehstande mehr gezeigt hatten. In Rendel, im Kreise Friedberg, wurde am 15. Juli in einem Bestande von 7 Stück Rindvieh die Lungen⸗ seuche durch die Obduktlon festgestellt. Am 24. Juli geschah dies auch in dem mit zwei Kühen bestellten Nachbargehöfte. Von diesen 9 Stück wurden 3 in Rendel getödtet und 6 zum Schlachten ausgeführt. Am 28. Juli wurde in drei weiteren Gehöften in Rendel die Seuche festgestellt, indem aus jedem derselben ein verdächtiges Thier getödtet und mit der Seuche behaftet befunden wurde. Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh in Maulbach und Billertshausen, im Kreise Alsfeld, sowie in Geiß⸗Nidda, im Kreise Büdingen, ist erloschen. Die Seuche besteht noch fort in Reiskirchen und Staufenberg, im Kreise Gießen. Festgestellt wurde die Seuche in Ober-Schmitten, im Kreise Schotten, am 18., in Klein-Karben und Nendel, im Kreise Friedberg, am 16., und in Heuchelheim, im Kreise Büdingen, am 20. Juli. Die Räude gilt noch als vorhanden unter den Schafen in Kirtorf, im Kreise Alsfeld, in Leidhecken, Echzell und Bingenheim, im Kreise Büdingen, in Trais—⸗ Horloff und Langd, im Kreise Gießen, und in Ilbes— hausen, im Kreise Lauterbach. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 25. September 1886. Beginn: Freitag Abends 5 Uhr 20 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathaus gang 6 Uhr 40 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 26. September an: Sonntag und Mittwoch Morgens 4 Uhr 30 Min, Montag und Dienstag Morgens 5 Uhr(Seltlchoth), Abends 6 Uhr 20 Min. Donnerstag den 30. Sept. und Frestag den 1. October: Nenjahrsfest 5647 Ein praktischer Reisebegleiter ist der berühmte Aachener Magenbehagen von August Widtfeldt, kalt mit oder ohne Wasser zu genießen. Niederlage bei W. Bernbeck. 3607 5 1 5 f 1 1 Bekanntmachung. Wilhelm Staudt zu Bad- Nauheim ist aus der mit seinem Bruder Adam Staudt unter der Firma„Gebrüder Staudt“ daselbst gemeinschaftlich betriebenen Spezerei und Manufakturwaarenhandlung ausgetreten. Adam Staudt betreibt das Geschäft unter der näm— lichen Firma auf eigene Rechnung für sich allein weiter. Derselbe hat seiner Ehefrau Bertha Staudt Procura ertheilt. Bad⸗ Nauheim den 21. September 1886. 3616 Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Oeffentliche Aufforderung. 3615 Auf Antrag von Werner Offermanns zu Kalk, vertreten durch Rechtsanwalt Seyd in Friedberg, und Barthel Offermanns zu Köln, vertreten durch Rechtsanwalt Windecker in Friedberg, welche behaupten, die nächsten Intestaterben des Joh. Heinrich Joseph Danz aus Bingen am Rhein zu sein und die Auslieferung eines bei dem unterzeichneten Gerichte für denselben hinterlegten Betrags von etwa 4000 Mark je zur Hälfte verlangen, ergeht unter Mittheilung der Sachlage nach— folgende öffentliche Aufforderung: Andreas Danz, Grenzaufseher zu Bingen am Rhein, verheirathete sich 1798 daselbst mit Katharina Josepha geborene Frank aus Düren. Es wurde denselben in Bingen am 30. Mat 1799 ein Sohn Johann Heinrich Joseph Danz geboren. Die Familie wohnte dann abwechselnd in Düren und Rheinberg. Am letzteren Orte ist am 2. October 1804 ein zweiter Sohn Franz Danz geboren. Dieser ist nun über 40 Jahre verschollen, sein letzter bekannter Aufenthalt war Neersen bei Crefeld. Im Jahre 1813 starb Andreas Danz als Gerichts- vollzieher in Düren und verhetirathete sich seine Wittwe mit Johann Peter Daniel Offermanns daselbst. Beide sind verstorben und haben aus dieser Ehe zwei Söhne hinterlassen: . 1. Werner Offermanns, geboren 1815 zu Düren, dermalen zu Kalk bet Köln wohnhaft; 2. Heinrich Offermanns, geboren 1819 zu Oberelvenich, gestorben 1862 zu Düren. Derselbe war verheirathet in erster Ehe mit Maria Sybilla geborene Esser, geboren 1816, verheirathet 1842, gestorben? Kinder waren aus dieser Ehe Maria Josepha Henriette Offermanns, geboren 1842 zu Düren, gestorben 1843 daselbst, Moritz Offermanns, geboren 1844 zu Siegburg, gestorben 1880(ledigen Standes) zu Düren, Karl Heinrich Offermanns, geboren 1848 zu Oberkassel, gestorben 1848 zu Düren. In zweiter Ehe war Heinrich Offermanns mit Susanna Maubach verheirathet, 1849, angeblich zu Ober—⸗ kassel bel Bonn wohnhaft. Die Kinder aus zweiter Ehe waren: ein im jugendlichen Alter verstorbenes Mädchen und Barthel Offermanns, geboren 1850 zu Bonn. Im Jahre 1837 fiel dem Eingangs erwähnten Johann Heinrich Joseph Danz aus dem Nachlasse des Pfarrers Danz zu Ober-Mörlen ein Vermächtniß von 900 fl. zu. Der Vermächtnißnehmer lebte damals zu Fernambuco in Brasilien, es wurde ihm ein Theil ausgeltefert und als dann der Restbetrag ausbezahlt werden sollte, war sein Aufenthaltsort nicht zu ermitteln; der betreffende Betrag blieb daher seitdem in gerichtlicher Verwaltung und ist auf etwa 4000 Mark angewachsen. Es ergab sich, daß Johann Heinrich Joseph Danz in der Nacht vom 18.) 9. Januar 1845 auf der Insel St. Aleixo bei Fernambuco(2) verstorben ist und zwar ohne letztwillige Verfügung und ledigen Standes ohne Leibeserben. Auf Grund des Eingangs erwähnten Antrags und der hier gegebenen Darstellung des Sachverhaltes, wie er bis jetzt ermittelt wurde, ergeht an alle diejenigen, welche der Auslieferung des vorerwähnten gerichtlich ver— walteten Betrags widersprechen und bessere Rechte hierauf geltend machen wollen, die Aufforderung, binnen 4 Mo— naten vom ersten Erscheinen Dieses in den öffentlichen Blättern an gerechnet, ihre besseren Rechte gegen die Antragsteller durch förmliche Klage geltend zu machen und darüber bei dem unterzeichneten Gerichte den Nach— weis zu liefern, andernfalls die Auslieferung an die Antragsteller stattfinden werde. Bad-Nauherm den 18. September 1886. Großherzogliches Amtsgericht Bad Nauheim. Bauer. Schütz Mobiliar⸗Versteigerung September 1886. 5ßfherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhänf f;; Aepfel⸗Versteigerung. Montag den 27. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen die der Gemeinde Maibach zustehenden Aepfel, eirca 10 bis 12 Malter, öffentlich versteigert werden. Malbach den 20. September 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Maibach. 3601 Saltenberger. 0 0 fei billigster Quali⸗ Hosenträger Late e ue 5 empfiehlt billigst 9 K. Friedrich. Betanntmachung. 3625 Es wurde in das hlesige Genossenschaftsregister folgende Genossenschaft eingetragen: Firma: Landwirthschaftlicher Consumverein zu Wohn⸗ bach, eingetragene Genossenschaft, mit dem Sitz zu Wohnbach, laut Gesellschaftsvertrag vom 30. Mas l. J. und dem Oesellschaftszweck gemeinschaftlicher, billigster Beschaffung von Bedürfnissen der Haus- und Landwirth⸗ schaft in bester Qualität, sowie des gemeinschaftlichen Verkaufs von Produkten aus dem landwirthschaftlichen Betrieb. Die dermaligen Vorstandsmitglieder sind: Heinrich Eichelmann II., Direktor, Johannes Heeb und Ludwig Kraft III., sämmtlich zu Wohnbach. Der Vorstand zeichnet durch Namensunterschrift des Direktors oder seines Stellvertreters und eines weiteren Vorstandsmitgliedes unter der Firma des Vereins. ö Die Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen unter der Firma des Vereins, sind durch den Direktor oder dessen Stellvertreter und dem zweiten Beisitzer zu unterzeichnen und werden in dem„Fortschritt?, Organ der landwirthschaftlichen Genossenschaften, veröffentlicht. Das Verzeichniß der Genossenschafter kann jederzeit dahier eingesehen werden. Hungen den 20. September 1886. Großherzogliches Amtsgericht Hungen. . Mey Submission. Die Lieferung von 500 Centner steinfreien melirten Steinkohlen, mindestens 50% Stücke enthaltend, ist zu vergeben. Offerten wolle man vor dem 28. d. Mts. schriftlich bet uns einreichen. Friedberg am 22. September 1886. Großherzogliche Direktion des Schullehrer-Seminars. 3606 Schäfer. Obst Versteigerung in Bad⸗Nauheim. Nächsten Freitag den 24. d. Mis, Vormittags 8 Uhr, werden von der Gemeinde in unserem Büreau eirca 40 Malter Schüttel⸗Aepfel und um 8½ Uhr an Ort und Stelle eirea 35 Malter Tafel-Aepfel und ½ũ Malter Birnen versteigert. Bad⸗ Nauheim, 22. September 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. 3626 Wörner. 5 3 w E ·˖ sch E n 6. g age, n Vilbel. Milzbrand wurde festgestellt: im Kreise Friedberg in Wohnbach am 4. und in Bad Nauheim om 5., in mache — 8 Markt Verlegung. Wegen der jüdischen Feiertage wird der auf den Michaelstag, den 29. d. Mts., dahier abzuhaltende Krämermarkt auf Dienslag den 28. und Mittwoch den 29. Sept. d. J. hiermit verlegt. Homburg v. d. H. den 20. September 1886. Bürgermeister-Amt. A. Schleußner. Aepfel⸗Versteigerung. Dienstag den 28. September d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde und den Gräflich Rantzau' schen Pächtern zustehenden Aepfel, elrca 25 bis 30 Malter, öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft unterhalb Ziegenberg an der Chaussee. Ziegenberg den 20. September 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Langenhain. Rumpf. A- pfel-Versteigerung. Freitag den 24. d. Mts, Vormittags 10 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustel henden Aepfel versteigert werden. Münster den 21. September 18886. Großherzogliche Bürgermeisterei Muͤnster. 3608 Ludwig. Obst- Ver steigerung. Montag den 27. l. Mts., Vormittags 10 Uhr an— fangend, soll das der Gemeinde Fauerbach v. d. H. ge— hörige Obst, bestehend in ea, 80 bis 100 Malter Aepfeln, 1 Baum Birnen und etlichen Bäumen Zwetschen, auf 3 Ort und Stelle in einzelnen Abthellungen meistbietend versteigert werden. Fauerbach v. d. H. den 21. September 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach v. d. H. Dilges. Faselochs-Versteigerung. Freitag den 24. September, Vormittags 11 Uhr, soll ein der Gemeinde Assenheim gebörender Faselochs, zum Schlachten geeignet, auf dem Rathhause meistbietend ver— steigert werden. Assenheim den 21. September 1886. Großherzogliche Bürgermetisterei Assenheim. 3631 Best. * 1 1* V 1 st 2 Mobiliar-Vers eigerung g Montag den 27. September l. J., Vormittags 9½,ʒ ẽUhr anfangend, wird der Nachlaß der verstorbenen Katharina Rausch Wittwe in der Behausung des Spengler— meisters Friedrich Frick(Kaiserstraße), bestehend in: 1 Commode, Kleiderschrank, Tischen, Stühlen, 1 runder Tisch, Spiegeln, Kleidungsstücken, Weiß zeug, Haus— und Küchengeräthschaften u. dgl. m 3622 öffentlich gegen Baarzahlung meistbietend versteigert. Friedberg am 22. September 1886. In Auftrag: 3 1 9 Dostarater. 1——— 4 emen. 1 Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika 1 1 9 Tage machen. Näheres bei dem General-Agenten I. Abraham, Mainz, 305 und dessen Agenten Hermann Vogt, Bu d- Nauheim, Wohnung zu vermiethen. 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Tendenz und Haltung unseres Blattes, das in seiner Unabhängigkeit ledig— lich und allein auf sich selbst und die Gunst seiner Leser angewlesen ist, bleibt unverändert dieselbe, so daß wir uns der zuversichtlichen Hoffnung hingeben dürfen, nicht nur die alten Leser fortzuerhalten, sondern immer mehr neue zu gewinnen. Local Nachrichten aus Hessen bringen wir durch unsere in allen Theilen des Landes thätigen Correspondenten so vollständig und rasch, wie dies nur immer möglich und wenden wir denselben unsere größte Sorgfalt zu. Dem Feuilettan widmen wir ganz besondere Aufmerksamkett und haben für das nächste Quartal wieder einige höchst spannende Erzählungen beliebter Autoren erworben. Der bis Ende dieses Monats erscheinende Theil des höchst fesselnden Romans„Durch Wolken“ der bei unseren geehrten Lesern so bellebten Schriftstellerin Warie Widdern wird neu hinzutretenden Abonnenten, soweit der vorgesehene Vorrath reicht, gratis und franeo nachgeliefert. Der Abonnemtspreis beträgt für Darmstadt und Bessungen 2 M. 20 Pf., auswärts mit dem entsprechenden Postaufschlag. Inserate finden bei der großen Auflage der Neuen Hessischen Volksblätter(Hessische Landeszeitung-Volksblätter) die weiteste und wirksamste Verbreitung. Gleichzeitig ersuchen wir die geehrten auswärtigen Abonnenten, damit wir vollständige Exemplare liefern können und da die Post für Bestellungen nach dem 27. d. Mts einen Portozuschlag von 10 Pfennig erhebt, ihre ge— fälligen Bestellungen rechtzeitig und womöglich bis zum 27. September machen zu wollen. Wir werden auch im kommenden Quartale wiederum, sofort nach Feststellung der Winter Fahrpläne, einen generellen Eisenbahn-Fahr— plan aller in Hessen bestehenden Bahnen mit den Anschlüssen, auf großem Format, alle einzelnen Stationen mit Ankunfts⸗ und Abgangszekten der Züge enthaltend, übersichtlich zusammengest⸗lüt, anfertigen lassen und als Gratis- Beilage unseren geehrten Abonnenten zustellen. Darmstadt im September 1886. Die Expedition der Neuen Hess. Volksblätter. Hessische Landeszeitung ⸗Volksblätter. Wer eine Stelle sucht oder zu vergeben hat, etwas kaufen oder verkaufen will, überhaupt zweckentsprechend inseriren will, resp. Inserate in augenfälltigster Form in für den betreffenden Zweck 7 1 geeignetsten Zeitungen oder Zeitschriften zu erlassen wünscht, erhält nur objectiven Rath, gewissenbafteste und billigste Bedienung durch die älteste im Jahre 1855 gegründete Annoncen-Expedition Haasemstein& Vogler Zeil 0. Frankfurt a. M. zeu 60. Die neuesten Zeitungs- Verzeichnisse, sowie Kosten- Anschläge stehen den verehrlichen Inserenten gratis und 3 5 franco zu Diensten. Gratis-Annahme der Offertbriefe, welche auf Wunsch täglich 2mal an die Auftraggeber abgesandt werden. 191 3402 Darmstädler Pserdeloose zu haben in der Expedition des Anzeigers. Neue russische Sardinen, „ marinirte Vollhäringe, in stets feinster Qualität bei 3602 Wilheln Fertsh. 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