Gesellt schirne Lagasse — lulcchost nd 55 N. % inder gallen ö Bonnerstag den 22. Zuli. Mh. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Rreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Recl auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), amen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Die Vornahme der Feuervisitationen pro Amtlicher Theil. 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Die Erledigung unserer Verfugung vom 10. Mai 1886, Kreisblatt Nr. 56, bringen wir Dr. Braden. Betreffend: Ausführung des F. 8 Absatz 2 des Gesetzes, betreffend die Freizügigkeit vom 1. November 1867, und des§. 361 des Strafgesetzbuchs. Das Großherzogliche Kreisamt Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 20. Februar 1882, Oberhessis weiter eingesandten Transportkosten-Verzeichnisse an die Großherzoglichen cher Anzeiger Nr. sirt zur Friedberg an die betreffenden Bürgermeistereien vi Rreiskasse nunmehr Anweisung zur Auszahlung dieser Kosten erhalten hat. Friedberg den 30. Juni 1886. Bürgermeistereien des Kreises. bei den Rückständigen in Erinnerung. Friedberg den 19. Juli 1886. Bürgermeistereien des Kreises. 24, benachrichtigen wir Sie, daß die bis jetzt ckgesandt worden sind und daß der Rechner der Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Professor Marx wurde dom 1. September 1886 bis dahin 1887 zum Direktor der technischen Hochschule ernannt. — Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 21, enthält: 1. Bekanntmachung, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betr. II. und 111. Uebersicht der für 1886/87 in den isr. Religtonsgemeinden der Kreise Darmstadt und Groß— Gerau genehmigten Umlagen. IV. Bekanntmachung, den Steuerausschlag der Land— udenschaftskasse zu Darmstadt für 1886/87 betr. V. Ordensverleihungen. VI. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. VII. Namens veränderungen. VIII. Zulassung zur Rechts anwaltschaft. IX. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Der Rechtsanwalt Ludwig in Darmstadt hat die Zu— lassung zur Rechtsanwaltschaft beim Oberlandesgericht, der Rechtsanwalt Dr. Koch in Michelstadt die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft beim Amtsgericht Michelstadt und der Rechtsanwalt Dornseiff in Nidda die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Nidda aufgegeben. X. Ausschließung von der Rechtsanwaltschaft. (Schluß folgt.) — Militärdienstnachrichten. v. Naso, Major des 2. Brandenb. Drag.-Regts. Nr. 12 wurde zum Kommand. des 1. Gr. Drag.-Regts. Nr. 28 ernannt; Kroll, Major vom 4. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 118, zum Kommand. des Hess. Jägerbat. Nr. 11 ernaunt; Beckhaus, Major vom Juf—— Regt. Prinz der Niederlande Nr. 15, als Bat. Komm. in das 4. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 118 ver⸗ setzt, v. Klüber, Oberst des 1. Drag.-Regts. Nr. 23 zur Disp. gestellt. Berlin. Nach der„Nat.⸗Zeitung“ hätte der bisherige französische Botschafter am Ber— liner Hof, Baron Courcel, bei dem Präsidenten der Republik die Enthebung von seinem Posten beantragt. — Das Fr. Journ. schreibt: Die Handels— stockung in Kamerun ist beseitigt, nachdem die Eingeborenen sich mit den reducirten Preisen zufrieden gegeben. München, 19. Juli. Der Kaiser ist gestern Abend 8½ Uhr in Augsburg eingetroffen und wurde auf dem festlich geschmückten Bahnhofe von den Behörden, der Generalität, dem Bürgermeister und der preußischen Gesandschaft empfangen. Sodann begab sich der Kaiser in einem königlichen Galawagen unter stürmischem Jubel der dichtgedrängten Volksmenge durch die reichgeschmückten und illuminirten Straßen nach „ 3 der nach dem Bahnhof führenden Straße harren— den dichtest gedrängten Volksmassen durch die überaus reich mit Fahnen und Laubgewinden geschmückten Straßen, wo die Feuerwehr und die Kriegervereine Spalier bildeten, zum Bahn⸗ hof. Die Abreise erfolgte um 10 Uhr hierher. Der Kaiser traf um 11 Uhr 30 Minuten auf dem hiesigen reich geschmückten Bahnhofe ein, wo er von dem Prinz-Regenten und sämmtlichen Mitgliedern des Königshauses, den obersten Hofchargen und den Staatsministern empfangen wurde. Der Kaiser trug bayerische, Prinz Luit⸗ pold preußische Uniform. Der Kaiser nahm im Königssalon mit dem Prinz-Regenten und sämmt— lichen Prinzen und Prinzessinnen das Dejeuner ein und reiste um 1 Uhr nach Salzburg unter enthusistischer Begrüßung des Publikums weiter. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Salzburg, 20. Juli. Kasser Wilhelm ist gestern Nachmittag hier ein- getroffen und wurde von dem Prinzen und der Prinzessin Wilhelm von Preußen und den Spitzen der Behörden empfangen. Heute Vormittag ist der Kaiser nach herzlichster Verabschiedung von dem Prinzen und der Prinzessin Wilhelm unter lebhaften Kundgebungen des zahlreichen Publi- kums nach Lend weitergereist. Frankreich. Marseille, Juli. Wie Sonnabend und Sonntag, so fanden auch gestern Abend vor dem Redactionslocal des orleanistischen! „Soleil du midi“ Ruhestörungen statt, deren Bewältigung der Polizei erst nach ansehnlicher Verstärkung gegen Mitternacht gelang. Italien. Genua, 18. Juli. Die Ent⸗ hüllung des Denkmals Victor Emanuels hat heute in Anwesenheit des Königs, unter nicht enden wollenden Kundgebungen für den König und die Königin, stattgefunden. Großbritannien. London. Die„Mor— ning Post“ sagt, die britische Note wegen Batum befinde sich bereits in den Händen des russischen Ministers. —„Daily News“ meldet: Das Cabinet beschloß, sofort, vor dem Zusammentritt des Parlaments zu demissioniren. Rußland. Petersburg, 20. Juli. Ein heute veröffentlichtes Gesetz erhöht den Zoll auf Stein-, Torf- und Holzkohlen, auf Coaks und Torf, welcher in Hafen des Schwarzen Meeres und dem Hotel„Zu den drei Mohren“. In Folge nicht endender Hochrufe der Volksmassen erschien der Kaiser bald darauf auf dem Balkon, sich, nach allen Seiten dankend verneigend. Der faiser nahm heute Morgen zunächst verschiedene Vorträge entgegen und begab sich dann um 10 Uhr unter enthusiastischen Hochrufen der stundenlaug vor den„Drei Mohren“ und auf 1 1 des Asow'schen Meeres zur Einführung gelangt. Amerika. New⸗Pork, 20. Juli. Privat— meldungen aus Matamoras berichten von einem Zusammenstoß zwischen einer kleinen Schaar Aufständischer mit einer Truppenabtheilung, wo— wie wir unseren Lesern bereits mitgetheilt, Chicago, 17. Juli. In dem Anarchisten⸗ Prozeß enthüllte gestern einer der Angeklagten die Einzelnheiten der Verschwörung, die während der jüngsten Ruhestörungen den verhängnißvollen Angriff gegen die Polizei zur Folge hatte. Aus Stadt und Land. Friedberg, 21. Juli. Gestern Nachmittag um 3 Uhr ist S. K. H. der Großherzog, von Bad⸗Nauheim kommend, entgegen seiner früheren Absicht, doch hier eingetroffen, überzeugte sich persönlich von dem Fortgange der Restau⸗ rationsarbeiten im Schlosse, promemirte längere Zeit auf dem Burgwalle und reiste nach eingenommenem Im⸗ bisse mit dem Abend-Schnellzuge wieder nach Darmstadt. S. Friedberg, 19. Juli. Am 22. Juni beging, Forstmeister Herpel dahier sein 50jähriges Dienstjubtläum. Da der⸗ selbe an diesem Tage in Urlaub abwesend war, mußte eine beabsichtigte weitere Feierlichkeit auf den heutigen Tag verschoben werden. Auf ausdrücklichen Wunsch des Gefetlerten wurde von einer größeren Feier abgesehen und fand daher nur in engerem Kreise ein Festessen von ca. 25 Gedecken in dem festlich geschmückten Saale des Hotel Trapp statt. Den ersten Toast brachte Ministerial⸗ rath Dr. Draudt, der als Vertreter der Regierung er⸗ schlenen war, auf S. K. H. den Großherzog aus, welcher den Jubtlar durch Verleihung eines hohen Ordens aus— gezeichnet hatte. Nun folgten Toaste in ernster und heiterer Rede, die alle aufzuführen der Raum nicht ge⸗ stattet. Rühmend wurde in denselben der großen Ver⸗ dienste gedacht, die sich der Jubilar im Forstfach er⸗ worben, hervorgehoben wurde die Beliebtheit, deren er sich überall erfreut und der wie kaum ein anderer es verstanden hat, sich das allgemeine Wohlwollen nicht allein zu erwerben, sondern auch zu erhalten. Der Jubllar dankte in bewegten Worten. Von Selten der Oberförster des Forstes und solcher, die demselben früher angehört hatten, wurde dem Jubilar ein künstlerisch ausgestatteter silberner Pokal uͤberreicht. Von seinen n denen 4 kannten und Studlengenossen, vo. erhielt er ein prächtiges Album mit Das ganze Fest verlief in speziellen Be erschlenen waren, den Bildnissen der Stifter. würdiger Weise. f 2 Friedberg. Der hiesige ev. Stadtkirchen⸗ bauvereln hat bis jetzt 287 Mitglieder, darunter 259 Friedberger und 28 auswärtige, und ein Vermögen von etwas über 1800 M. Angesichts sowohl seiner großen Aufgabe als der Wichtigkeit seines Zwecks, hoffen wir fest auf elne beträchtliche Zunahme der ersteren wie des letzteren. Daß die Zahl der biesigen Mitglieder noch lange nicht dem berechtigten lokalpatriotischen Stolze der Stadtbewohner auf ihre schöne„Stadtkirche“ entspricht, ist zweifellos, und unsere Hoffnung auf noch zahlreichen Zutritt von Frledbergern darum gewiß begründet, zumal del dem Keinen bedrückenden Jahresbeitrage von 50 Pf. Zur Gewinnung auch neuer auswärtiger Mltglieder hat der Vorstand seine Vorbereitungen getroffen und hoffentlich sind auch diese Bemühungen von gutem Er folge gekrönt. Die statutenmäßige Generalversam m“ lung ist für dle zweite Hälfte des August, voraus: sichtlich den 16. August, in Aussicht genommen und starke Bethelligung daran ist erwünscht. Friedberg. Am letzten Sonntag feierte der Wetterauer Zweigverein der Gustav Adolf Stiftung sein vom Wetter ungemein begünstigtes Jahres fest zu Melbach. Die Gemeinde hatte den zahlreich herbelgestroͤmten Festgasten durch Ehrenpforten, reichliche bei die Aufständischen starke Verluste erlitten. Mehrere auf das amerikanische Gebiet gefluͤchtete Anfständischen wurden gefangen und erschossen. 1 Schmückung der Straßen, der Häuser und der großen, schönen Kirche, sowie durch Fahnen- und Flaggenschmuck einen sehr herzlichen Willkomm berestet und Alles auf geboten, um den Gästen einen schönen Tag zu schaffen; og man zur Kirche, in der der Ortsgeistliche, Pfarrer Velte, den Altardtenst, Pfarrer Kleberger von Lardenbach die erweckliche und herzliche Predigt über Römer 12 V. 13 hielt, in welcher Redner mahnte:„Nehmet euch der Heiligen Noth durft In felerlichem Zuge z an“, im Hinblick 1) auf den Grund für die Hilfe(den Nothschrei der bedrängten Glaubensgenossen), 2) auf ihre Kraft zum ewigen Leben). (die Liebe), 3) auf ihr Ziel(Hinführung An die gedankenresche Predigt schloß sich eine kurze, kräftige Ansprache des Präsidenten, Director Diegel, und der Rechenschaftsbericht an, den Professor Weiffenbach erstattete. Die reichliche Collecte ertrug ca. 50 M. und wurde für die evang. Gemeinde zu Pilsen, ein langjähriges Pflegkind des Wetterauer Zweig-⸗Vereins, bestimmt. Nach einer /4stün⸗ digen Pause fand auf dem benachbarten bewaldeten Haag, dem„Helienberg“, unter dem Schatten der Bäume eine sehr stark besuchte und äußerst gelungene Nachfeier statt, bei der verschiedene Ansprachen gehalten und Flug⸗ blätter vertheilt wurden. Prof. Weiffenbach berichtete den Versammelten von dem großartig-schönen Eisenacher Gustav⸗Adolf-Feste am 8— 10 September 1888, ins⸗ besondere von der erhebenden Wartburg⸗Feier am 11. September, bel der Prof. Dr. Fricke von Leipzig eine alle Hörer begeisternde und tief ergreifende Rede hielt. Auch auf die neuentstandene„Mainzer Dias⸗ pora“ lenkte Redner die Aufmerksamkeit und empfahl schließlich die mitgebrachten guten und ungemein billigen (10 Pf.) Gust.⸗ Ad. V. 8 Büchlein, die einen so reißenden Absatz fanden, daß leicht die 5fache Anzahl Abnebmer gefunden hätte. Cand. theol. Beckel erzählte in sehr geschickter und ansprechender Weise von Anton Court i 1760), dem Wiederhersteller des Protestantts⸗ mus in Frankreich, dem Prediger der„Kirche in der Wüste“. Director Dr. Diegel berichtete in herzbewegen— der Weise von der kürzlich erfolgten Sammlung einer evangelischen Gemeinde zu Serajewo, der Hauptstadt Bosniens Den Schluß machte ein kräftiger und sehr belfälig aufgenommener Appell des Ortsgeistlichen an die Treue im ev. Glauben und das protestantische Be— wußtsein. Erst in später Abendstunde trennten sich die Festbesucher von der gastlichen Gemeinde. Wir zweifeln nicht, daß Gott einen kräftige Segen von dem schönen Feste aus gehen lassen wird. Butzbach. Die biesige freiwillige Feuerwehr läßt es an Vorbereitungen nicht fehlen, um ibren zum 10. oberhessischen Feuerwebrtage am 25. Juli hieber kommen den Kameraden angenehme Stunden zu bereiten Nach der Delegirtenversammlung wird beim Mittagessen ein Theil der Kapelle des 118. Inf.-Regts. coneertiren und nach der Uebung der biesigen Wehr findet Concert und Tanzbelustigung statt. Die Speisewirthschaft ist bewährten Händen anvertraut. Feuerwehrleute in Uniform baben selbstverständlich zu dem Festplatz freien Zutritt und andere Personen können den Festplatz gegen Lösung von Karten besuchen. Allerlei. Kassel, 18. Jull. Ein geheminißvolles Attentat wurde der„K. Zig.“ zufolge auf den gestern Nachmittag hier einlaufenden durchgehenden Frankfurt- Berliner Schnellzug begangen. In der Näbe der Station Neu— stadt faßte sich der auf der Maschine stehende Locomotlo— führer Seebach von hier mit den Worten:„Nun, was ist denn das?“ plötzlich an den Hinterkopf und sank blut überströmt zu Boden. Bei der näheren Untersuchung ergab sich, daß S. eine schwere Verletzung am Kopfe er⸗ halten hatte, die von einem Schuß herzurühren scheint. Der Heizer führte den Zug langsam bis nach Treysa weiter, wo der Verletzte ärztlich verbunden wurde und bis auf Weiteres zurückgelassen werden mußte. Näheres über den geheimnißvollen Vorfall ist noch nicht bekannt und muß erst durch die Untersuchung klar gestellt werden. Jena, 16. Juli. Hier ist es in vergangener Nacht zwischen 20 Corpsstudenten und 100 Burschenschaftern auf dem Elchplatze zu einer ernsten Prügelei gekommen, wobei die Corpsstudenten sehr erhebliche Verletzungen an Kopf und Brust erlitten haben. Halle a. S., 17. Juli. Bei Deutschenbora, auf der Eisenbabhn Leipzig-Dresden, entgleiste gestern Abend ein Personenzug. Zwei Gepäckwagen stürzten über die Böschung, ein Wagen vierter Classe wurbe zertrümmert. Die Maschine fuhr tief in den Bahnkörper. Der Maschinen⸗ führer und ein Wagenwärter siand schwer verletzt. Berlin. Die Schulden der Stadt Berlin belaufen sich gegenwärtig auf 157,500,000 M., wovon in diesem Jahr 1½ Millson M. zur Amortisation gelangen werden. Auf den Kopf der Bevölkerung Berlins entfällt eine Schuldenlast von 111—112 M., während in Paris auf den Kopf 60, M. und in Wien 170 M. entfallen. Wien, 19. Juli. In Fiume sind in den letzten 24 Stunden 4 Cbolergerkrankungen und 2 Cholera— todesfälle vorgekommen, in Triest 2 Erkrankungen und 1 Todesfall. Aus der Berliner Verbrecher welt. Mit allen anderen Weltstädten, wie Paris und London, theilt Berlin das Schicksal, daß sich hier ein weitverzweigtes, unausrottbares Verbrecherthum organisirt hat, welches eine Welt für sich bildet, seinen eigenen Kodex besitzt, seine besondere Sprache redet und in seiner festgegliederten Gemeinschaft eine beständige Gefahr für alle Klassen der Gesellschaft re— präsentirt. Nur zuweilen gewinnt das Publikum aus sensationellen Gerichtsverhandlungen einen flüchtigen Einblick in das dunkle, unheimliche Getriebe dieser im ganz besonderen Sinne „ezelusiven“ Kreise. Daher mag es wohl kommen, daß Diejenigen, die es unternehmen, das Lesepublikum in das Labyrinth der Ver⸗ brecherwelt einzuführen, stets das lebhafteste Interesse finden werden. Ein Werk, das nicht nur durch den gewählten Stoff, sondern nament— lich durch die gründliche, ernste Behandlung desselben, durch die Klarheit und Uebersichtlich— keit der Darstellung ganz besondere Beachtung verdient, ist soeben unter dem Titel:„Die Verbrecherwelt von Berlin von O. 8.“ im Ver— lage von J. Guttentag(D. Collin) erschienen. Der Verfasser, anscheinend ein höherer Kriminal— oder Gefängniß-Verwaltungsbeamter, hat offen— bar aus Quellen geschöpft, die sehr wenigen zu Gebote stehen; die tiefste Sachkenntniß der einschlägigen Verhältnisse, das gewissenhafteste, langjährige Studium der geschilderten Kreise tritt auf jedem Blatte zu Tage. Auch in dem glatten, gedrungenen, jede überflüssige Ab— schweifung vermeidenden Stil liegt etwas von der Korrektheit des Beamten. Zudem hat das Werk den Vorzug, daß der Autor nicht nur den Finger an die wundesten Stellen des ge— sellschaftlichen Organismus legt, sondern auch mit praktischen Vorschlägen zu ihrer Heilung hervortritt. Die Quverture des Buches bildet gleichsam der Prozeß Dickhoff, der hier in geradezu meisterhafter Darstellung wieder vor Augen geführt wird. Im Weiteren erschließt der Verfasser die verborgensten Höhlen des Verbrecher- und Gaunerthums unseren Blicken, zeigt uns alle Abstufungen und Spezialitäten desselben, und es fehlen in dieser anmuthigen Galerie weder der gefährliche Einbrecher, der „schwere Junge“, noch der dandyhafte Bauern— fänger, der einen Zugereisten aus Treuenbrietzen beim Kümmelblättchen rupft, noch der Schwindel— Auktionator, der seine Tomback-Uhren,„die nie alle werden“, in die Tasche zu praktiziren weiß, und die Verlorene, die ihren Zuhälter im Kleiderschrank verbirgt. Einige Stellen, die wir aus dem inhaltreichen Buche herausgreifen, mögen hier Platz finden. Von den Unter— schlupfen, in welchen die Verbrecher ihre Zeit verbringen, ehe sie„auf Arbeit“ gehen, heißt es:„Die Verbrecherhöhlen sind fast ausnahms— los in Kellern belegen, die mit ihren Fenstern so wenig über das Niveau der Straße empor— ragen, als es die polizeilichen Vorschriften über die Räumlichkeiten der Schankwirthschaften nur irgend zulassen. Die Wirthe verschmähen es, große Schilder an der Front des Hauses anzubringen und Abends die buntfarbigen La— ternen anzustecken, welche sonst in Berlin dem Publikum zu verrathen pflegen, daß es hinter ihnen noch einen wachenden Wirth findet, der bereit ist, es zu erquicken. Nur ein matter Lichtschein dringt durch die Gardinen der Fenster, au dem der Uneingeweihte arglos vorübergeht, der aber genügt, um dem Stammgast zu be— weisen, daß er nicht fehlgeht. Es bedarf auch keiner besonderen Anlockungsmittel, denn wer hier gern gesehen ist, der findet den Weg von selbst, und wer zu diesen nicht zählt, der soll eben ferngehalten werden. Man steigt einige Stufen hinab und findet ein, auch zwei niedrige Zimmer mit verräucherten Decken, roh getünchten Wänden und einem armseligen Mobiliar. An kleinen Tischen sitzt da gruppenweise von einander getrennt eine Anzahl Menschen, an denen weiter nichts Auffallendes ist, als daß man sie vielleicht als eine bunte Gesellschaft bezeichnen könnte. Denn haben da den einen Tisch gänzlich zer— lumpte und reduzirte Gesellen inne, so macht sich dicht daneben ein Kleeblatt breit, das ge— schniegelt und gebügelt, mit dem Monocle im Auge, tadelloser Wäsche und feinem Cylinder— hut auf dem Kopfe in diese Umgebung schlecht zu passen scheint, und an einem dritten Tisch haben sich ein paar Individuen placirt, die nach Kleidung und resolutem Auftreten dem Handwerkerstande anzugehören scheinen. Auch 0 7 5 das Verbrecherthum hat eben seine Varietäten. Während jene dem nächtlichen angehören, sind die anderen apler und Bauernfänger, und diese thatkräftige Einbrecher. Auch das weibliche Element fehlt nicht, aus- nahmslos Damen, welche sich hier von ihren nächtlichen Spaziergängen und Abenteuern er⸗ holen, auch wohl von ihren Zuhältern eine Rolle in irgend einem auszuführenden Ver⸗ sonderliches. Sie rauchen, trinken Schnaps trolchthume 1 brecherstück zugetheilt erhalten. Das Benehmen aller dieser Leute bietet äußerlich nichts Ab. und Bier, unterhalten sich und spielen Karten. N Sobald ein nicht zu ihnen Gehöriger das Lokal betreten hat, wird er beim besten Willen und 95 bei der größten Aufmerksamkeit Nichts entdecken, was ihn auf den Gedanken bringen könnte, 1 daß er es hier mit lauter Verbrechern zu thun habe. Aber sobald der Eindringling den Rücken gekehrt hat, ändert sich die Szene. einer einen Beutel mit Geld aus der Tasche und vertheilt den Inhalt an seine Komplicen von der letzten That, dort steckt man die Köpfe zusammen und beräth eifrig die Pläne für die nächste; Streit kommt dabei nur selten vor, und ist er entstanden, so wird er bald durch das eindringliche Zureden eines besonders An⸗ gesehenen geschlichtet. Jetzt betreten durch die Hinterthür vom Hofe aus eiligst zwei neue Gesellen den Raum, sie reißen sich falsche Bärte ab und werfen sie in's Feuer, dann tragen sie schleunigst ein Bündel in die Privatwohnung des Wirths, wo sie es verbergen, tauschen mit— einander die Kleider, und im nächsten Augen— blick sitzen sie mit der größten Seelenruhe an einem der Tische und trinken ihr Glas Bier, als ob sie da schon stundenlang gesessen hätten. Die Vorderthür öffnet sich, ein Kopf wird in der Spalte sichtbar und ruft nur das einzige Wort:„Lampen!“, um alsbald wieder zu ver— schwinden. Im Nu ist das Lokal wie aus— gefegt. Durch Vorder- und Hinterthür hat sich Alles hinausgestürzt, der Wirth trägt die stehen gebliebenen Gläser zusammen, setzt sich hinter seinen Ladentisch und nimmt ein so sauertöpfisches Gesicht an, als wollte er Jedem, der nun eintritt, ein Lied über die schlechten Zeiten vorsingen. Denn wer nun eintritt, ist die Polizei, aber— sie findet das Nest leer. Der Wirth weiß von gar nichts; er hat den ganzen Abend über nur zwei Gäste gehabt, und die sind schon längst gegangen. Er ist überhaupt in jeder Beziehung ein Prachtstück. Schweigend steht er Stunde für Stunde hinter seinem Ladentisch und verkauft seine Speisen und Getränke gegen klingende Münze. Es ist ihm anscheinend gleich, was Jemand verzehrt, ob vlel oder wenig. Er duldet die ganze Nacht hindurch einen Menschen, der für fünf Pfennig Schnaps genießt, ja er weist ihn nicht hinaus, wenn er gar Nichts zu sich nimmt. Weiß er doch, daß es auch manchmal anders kommt, daß dieselben Menschen, die jetzt keinen Nickel in der Tasche haben, ein andermal die Taschen f voll Goldstücke haben, daß dann um Mitter⸗ nacht die Thüren und Fensterläden fest ver— schlossen werden, und im Hinterzimmer eine wilde Orgie beginnt, die bis zum frühen Morgen andauert, und bei der selbst der Champagner Nur von einem will er nie etwas wissen, und das ist ein nicht unbekanntes Getränk ist. das Creditgeben, denn er ist sich sehr wohl be— wußt, daß alle seine Gäste morgen für eine 0 lange Reihe von Jahren in's Zuchthaus wandern Hie . Die Hier zieht 1 1 Eäuerlin 0 Reauheln Jol. mit ind eine ab für wege vel den 9. 4 baum. Itankirt bachtung n Gegen dunen egteten e erfolgte hoben. Bad 5 Die fangen spig, v 3 617¹ 400 40 Lal Ob können, und daß es dann mit Bezahlung der Zechschulden gute Wege hat.(Fortsetzung folgt.) Handel und Verkehr. Friedberg, 20. Juli. Fruchtpr. Waizen M. 18.00 bis 18.25, Korn M. 14.50— 14.75, Gerste M. 12— 18 50., Hafer M. 13.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko. 200 Zollpfund. Friedberg, 21. Juli. Buttermarkt. Butter kostete N per Pfd. M. 0.85—0.95, Eier 1 Stück 6 Pf. Grünberg, 17. Juli. Fruchtpr. Weizen M. 17.30, 0 Korn M. 13.70, Gerste M. 11.60, Hafer M. 12.40, Samen M. 20., Kartoffeln M. 3.40. Gießen, 20. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. Pe. 0.75 0.90, Eier 2 Stück 11 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.45 0.70, 10 1 H 9 falsche Bärti u ktagen sie wohnung l ganze „ für fünf on nicht Weiß ers komm, u Nickel in Taschen Mitter fest vel⸗ mer eine Morgen rum 0.60 1.30, Enten per Stück M. 1.20- 1.70, Och 66, Pf., Kalbfleisch 46—50 Pf., 50 Kilo M. 4.00— 7.00, Zwiebeln per Ctr. Arschen per Pfund 1418 Pf. Frankfurt, 19. Juli. Fruchtbericht. 15 5 M. 31.50-33.50, Nr. 1 M. 27 bis 35.50, Nr. 2 M. 25— 26.50, Nr. 3 M. 2324.50, Ir. 1 M. 1785 Nr. 5 M. 15- 16.50, Milch brod. ind Brodmehl im Verband M. 49 52, norddeutsches und westfällsches Welzenmehl Nr. 00 M. 23— 24. Roggen ehl(bies.) Nr. 0 M. 23.50— 24.50, Nr. 0/1 M. 21.50 8 22.50, Nr. 1 M. 19.50— 20.50, Nr. 2 M. 17. Beizen ab unserer Umgegend M. 18.25— 18.50, frei kahnhof hier M. 18.25-18.75, fremder nach Qualität 17.50— 19.25. Roggen hiesiger M. 1425— 14.50, znigsberger M. 14.25, Nicolajeff M. 13.75, Bulgansscher N. 13.75. Gerste, Brauerwaare M. 13.50— 14.50, o. zu Mahlzwecken M. 11.50. Hafer, stark beregnel it Gerucht M. 12, do mittel M. 13.25— 14.25, prima R. 14— 14.50. Raps M. 21— 21.75. Mais, bunter iged) M. 11.50, geschrotener, bestes Pferdefutter, hner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen per Stück M. 13. Heu per Ctr. M. 3.20— 4, Stroh M. 2.20 bis sen- 2.50. Erbsen M. lusch per Pfund 62—64 Pf., Kuh- und Rindfleisch kleie M. 4.50—4.75, Weilzenkleie M. 4.30 per Ctr.(bei 56 Pf., Schweinefleisch 54—60 Pf., Hammelfleisch Abnahme von 200 ECtr. Kartoffeln per Moostorfstreu prima M. M. 6—8., Rüböl im Detail M. 49.— Börsenusanee. April Mal 1887 M. Hiesiges M. 18. Wicken M. 14.50— 15. Roggen⸗ an). Malzkeime M. 4.20, 1.30, Spelzenspreu M. 1.60, Welzen per 15 85, Roggen per April⸗Mat 1887 13.45, Roggenmehl M. 18.40. Frankfurt, 19. Juli. Viehmarkt. Angetrieben waren 322 Ochsen, 31 Bullen, 440 Kühe, Sttere und Rinder, 202 Kälber, 41 Hämmel und 163 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfd. Ochsen 1. Bullen 1. Kühe, 2. Qual. gewicht 1. Hämmel 1. Schweine 1. Schlachtgewicht: Qual. M. 66—68, 2. Qual. M. 58-62, Qual. M. 38— 42, 2. Qual. M. 32—36, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 56—52, M. 40—45, Kaͤlber pro 1 Pfd. Schlacht⸗ Qual. 60 65 Pf., 2. Qual. 40 50 Pf., Qual. 58—60 Pf., 2. Qual. 43—50 Pf., Qual. 52—51 Pf., 2. Qual. 50—52 Pf. Wasserwärme der Usa: 20 Juli Mittags: 21. Juli Mittags: 180 Reaumur. Walter. Morgens 6 Uhr, Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 20. Juli 1886. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 18 16. 14 do. in ½́2 18. 1 Englische Sovereings 20. 33 20. 28 Russische e 16. 72 16. 68 Ducaten. 1 9, 46 9. 41 „ al marco. 9.58 Dollars in Gold. 4.19 5 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeiler vom 24. Juli 1886. Beginn: Freitag Abends 7 Uhr 5 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 25. Juli an Abends 8 Uhr 35 Min. Mineralbrunnen-Verpachtung Der Schwalbeimer Mineralbrunnen, alt rennomirter e eine halbe Stunde von Friedberg und Bad— auheim, Stationen der Main⸗ Weser⸗Eisenbahn gelegen, tu mit Wohn-, Betriebs- und Wirthschaftsgebäuden und einem Areal von 11750 OMeter Inhalt von jetzt ts für die Dauer von 15 Jahren auf dem Submissions⸗ tege verpachtet werden. Termin hierzu ist auf Montag sen 9. August d. J., Vormittags 10 Uhr, dahier anbe— mumt. Die Offerten sind bis zu dieser Zeit versiegelt, sankirt und mit der Aufschrift„Mineralbrunnen-Ver— 1 versehen, zu übergeben, ibre Eröffnung findet Gegenwart der n Submittenten statt. Die Pachtobjecte, sowie die Submissionsbedingungen bnnen von jetzt ab eingesehen werden; Abschrift von lsteren wird gegen Einsendung von 1 M. Copfalgebühren nitgetheilt. Bad⸗Nauhelm am 19. Juli 1886. Croßberzogliches Salinen und Bergamt Bad⸗Nauheim. 2795 Jäger. Konkurs⸗Verfahren. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Fabri— lunten Heinrich Rönkendorff von Bad- Nauheim wird nach e folgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufge loben. Bad⸗Nauheim den 17. Juli 1886. 804 Großherzogliches Amtsgericht. Holzversteigerung. Dienstag den 27. d. Mts., Vormittags 9 Uhr an— fungend, soll im hiesigen Gemelndewalde, Distrikt Birken⸗ ppitz, nachbezeichnetes Gehölze versteigert werden: 93 Raummeter Schäleichen-Knüppel, 178 Stück Schäleichen-Wellen, 450„ Birken Wellen, 40 Raummeter Eichen⸗Stöcke. Zahlungstermin: Martinitag l. J. Ober-Mörlen am 20. Juli 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. Jecke“ 810 versendet Anwessung zur Rettung von Ttunksucht. letztere beseitigt nach der berühmten Methode des Dr. „„ Brühl, mit auch ohne Vorwissen, M. Falkenberg, perlin NO., Friedenstr. 105. Täglich eingehende, sowie Dote zerichtl. geprüfte Dankschr. bezeugen die Wieder⸗ bhr des häuslichen Glückes.( 336/7 B.) Aus der Liquidatlonsmasse einer großen Cigarren⸗ Mille Cigarren, Unentgeltlich .—. 1000 babana— Aus schuß, die einen rellen Kaufwerth von 60 M. laben, zu dem billigen Preise von 45 M. pr. Mille verkauft werden. Ebenso 200 Mille reine Farben im Haufwerth von 80 M. zu 60 M. pr. Mille. ad aus den besten brasilianischen, ost- und westindischen dabaken rein und gut gearbeitet. Post-Packete von 510 zu 23 und 30½ M., ½1j0 zu 5 und 6½ M. ver⸗ indet franco gegen Cassa oder Nachnahme Der Llquidator C. A. Dormeyer in Detmold. Veilchen- Seife, Rosen- Seife iu vorzüglicher Qualität empfiehlt à Packet(3 Stück) 40 Pf. Apotheker Lülen. 2300 2776 % Der An- und Verkauf von Staatspapieren, Loosen& Coupons ird bestens, billigst und diseret besorzt von G. Schulhof in Frledberg. Dieselben ö 180 Reaumur. Dehnbares Original i 118 5 Gesundheits- Corselt nach Prof. Dr. Bock, magenleidenden Damen besonders sehr zu empfehlen, zu habei bei Heinr. Diehl, Usagasse. Ein großer Posten schwerer elsässer Cretonne zu Hemden und Bettwäsche kostet bei Abnahme von 25 Meter per Meter nur 40 Pf. 2655 g M. Netscher. Größere schriftliche Arbeiten jeder Art, sowie Vervielfältigungen in's Haus zu über— nehmen gesucht. Ausführung schnell in correeter schöner Canzleischrift. e bel der 2 d. Anz. 2576 903 8 Schuhnagchn Spier& Kupfer, gegenüber dem Nathhaus, ist auf das Reichhaltigste assortirt und hält sich für die Sommer-Saison bestens empfohlen. N [g Tage. 1122 u 305 Bremen. 5 Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd Engl. Waschpulver kann man die Reise von Bremen nach Amerika In 9 agen Näheres bet dem General-⸗Agenten M. Abraham,, Mainz, und dessen Agenten Hermann Vogt, IB a d- Nauheim. Fruchtreffe, sowle dazu passende Sensen empfiehlt bllligst 2664 PF. Theis. machen. Neue Grünkerne Wilhelm Fertsch. Neue Hall. ollhäringe 2707 bei Wilhelm Fertsch. I. Neue Kartoffeln verkauft per Ge escheld 12 Pf., bel größerem Quantum 8 5 ate 2737 Herten Dauer. 2666 Kinderhenden empfehlen in größter Auswahl billigst J. Fürth's Erben. Leinene Lumpen werden mit 20 Pf. pro Pfund bezahlt. Von wem? sagt die Exped. d. Anz. Ein kräftiger Junge kann die Bäckerei erlernen bei 2731 Wittwe Eugel. la feinst weisse Kernseife per Pfd. 27 Pf., bei mehr 26 Pf., Beste Reis- u. Waizenstärke pr. Pfd. 28 Pf., Soda Dr. Link's Fettlaugenmehl 2741 „ „Pack. 06„ Bernh. Schuab jun., 118 Bad⸗ Nauhelm, untere Parkstraße 356. Neue hol. Vollhringe eingetroffen bel 281⁵ Ph. Dan. Kümmich. Himbeer Saft, reine Gebsrgswaare, empfiehlt 2818 W. Be rubeck. Neue Holl. Vollhäringe 2799 empfiehlt J. A. Windecker. 1 Tren 7 Limburger Käse, feinste la Waare, empfiehlt in ganzen Kasen d 95 Pf. per Pfund 2816 Ph. Dan. Rümmisch. In Karl Köhler Carl Binde Jupp, 10 (alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubere 17 Anhang vom Einmachen der Früchte.— 19. unveränderte Auflage mit einem Stahl— rnagel in Friedberg und Bad⸗Nauheim zu haben: 80. Fein geb. in englische Leinwand 2 Mark 50 Pf. 10 d er Verkauf von 100,000 Exemplaren in kurzer Zeit M ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. 's Verlag in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von Gemül' und Kleisch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leichtverständliche Anweisung iten.— Nebst einem Fruchtreffe, per Stück M. 1.05, bei werden in dem von mir gepachteten, sehr fischreichen 3 Revier ausgestellt. 2781 9 Carl Damm. Usagass. 1 Friedberg. C. Wolter. Gothaer Cervelatwurst empfange ich täg 2671 Jolle Garantie dafür, dass die gespielten Instrumente gut hergerichtet ind; die Reparaturen erfolgen in eigener Werkstätte. Alle übrigen Musikinstrumente u. Bestandtheile Violinen 6 bis 500 ¼, Zithern 16 bis 400 ¼¼, Celli, Bässe, Guitarren, Holz- und Blechblasinstrumente, Flöten, Clarinetten, Trompeten etc., [Bögen, Etuis und vorzügliche Saiten, Trommeln und Signalinstrumente, Pat.-Klavierlampen, Vereinsabzeichen f. Sänger ete. etc. Musik- Geschenke) 0 0 15 0 Pianinos, Flügel u. Tafelklaviere. Vorzüglichste Fabrikate Deutschlands in bedeutender, sorgfältig getroffener Auswahl von über 100 Instrumenten, vom einfachsten bis zum hochfeinsten Concertpiano, nur neueste Systeme in Eisenconstruction. Preise: 450, 480, 500, 530, 560, 600 bis 2500 4 5jährige Garantie. Franco-Lieferung. Ratenzahlung. Gespielte Pianos stets in grosser Auswahl zu den verschiedensten Preisen von 50-700 Aarmoiuns u. amerikanische ötey-Cottagr- Orbe für Kirche, Schule und Haus zu 120 bis 2000 von der billigsten bis zur allerbesten Qualität, in überraschend grosser Auswahl. Harmonikas(Zug- und Mund-) 10 5 bis 70 /, bedeutendstes Lager; selbstspielende Musikwerke, Spieldosen, Phantasie-Artikel m. Musik; zum Drehen: Aristons, Herophons, Melodions etc. ete., ferner Stimmgabeln, Tonangeber, Ocarinas, Holz- u. Strohinstrumente, Tactirstäbe, Metronome, Notenpulte in Holz u. Eisen, Notenetageères, Klavierstühle, aller Art. Kinderinstrumente. Musikalien-Sortiment und Leihanstalt. Musikalien-Lagerkataloge, Abonnements-Prospecte gratis u. franco. IIlustrirte Preiskataloge gratis und franco. Thatsächlich billigste Preise. Umtausch nicht convenirender Waaren gerne gestattet. Wilh. Rudolph in Giessen, Musik-Instrumenten-Eabrik und Versandgeschäft. Feinste lich in frischer Sommerwaare. Wilhelm Fertsch. in großer Auswahl bei 2820 Bür ste findet auf hohen 2786 Ein tüchtiger umacher⸗ Geselle Eiserne Bettstellen Lohn Arbeit bei und Gartenmöbel empfiehlt billigst Theobald Steinel. 2817 Bürstenmacher. nkegenschirme in größter Auswahl billigst bei 2775 Fritz schmidt, Kaiserstraße. Neue 2819 bei Gestelle für Frauenkleider in großer Auswahl bei hol. Vollhäringe 5 Adam Söliner II. . Bernbeck. 1022 Fischerei- Erlaubnihscheine Steinerne Krüge, Einmachtöpfe, Rahmlöpfe W. Berubeck. Ph. Dan. Kümmich. Neue Grünkerne aufm ann Stern. Im Reinigen van Vettfedern empfiehlt sich Frau Möbs, 88 wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorhause. Feinsten Einmach- hein-Essig, per Liter 24 Pf., empfiehlt 2813 Fr. Hübrecht Ww. Ganz leichte Anterjacken e Anterhosen zu billigsten Preisen bei 2641 K. Friedrich. . Kinder⸗Pelocipede in solidem Fabrikat äußerst billig bei 2791 Carl Damm. Usagasse. Ein Dienstmädchen Neue Kartoffeln gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 2808 1 2 Philippine Netz, Eduard Grossmann,„ 0 Vece ee 0 n 0 0 Friedberg Frankfurt g 00 1. 3. in Wodvbin f 2807 im Juli 1886. Meere 4% Nochfr Annen Fohlenfleischh von einem geschlachteten, von Herrn Oekonom! Lein 11 in Wisselsheim gekauften 2jährlgen Foßlen, Pet Pfußt 25 Pf., hat zu verkaufen Pp. Simiermd un. Neue Kartoffeln und Gemüse, als: Wirsing, Bohnen, gelbe Rüben, Glaskohlrabi, sowie Kopfsalat, verkauft in jedem Quantum 2801 Ph. Ad. Ritzel. Zum Einmachen empfehle: Krystall-, Hut- u. Abfallzucker, Extrafeinen Essig, Cognac, Arrac, Kornbranntwein, Gewürze. 8. Bernbh. Schwab jun., Bad⸗Nauhelm, untere Parkstraße 356. Kindervelocipede (zwei- und dreiräderige) sind wieder in jeder Größe eingetroffen. Auskunft über Behandlung, sowie Anleitung zum Erlernen gratis. 2805 Adam Söllner II. . 5 se* 9 Baden-Badener Totterie-Toose zur ersten Ziehung am 2. August M. 2.10, Voll Loose, für alle drei Ziehungen gültig, M. 6.30. 2814 Ph. Dau. Kümmich. Rh⸗& Strohhüte, Herren- iK Damen-Sonnenschirme, Regenschirme, Kappen jeder Art in größter Auswahl zu billigen Preisen. C. Kalbfleisch. Ein tüchtiges Dienstmaͤdchen gesucht bei 2730 Wittwe Engel. Neue Kartoffeln, 9 f. 2809 Gendarm Krieb(Gartenhaus), Neue Essig- und Salz⸗Gurken, Neue Grüne-Kern 2819 empfiehlt i Fr. Hilbrecht VM. 2 Todes-Anzeige. 1 Es hat dem Herrn gefallen, unsere geliebte Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Adelheid Strack, * eb. Willenbücher, heute nach vollendetem 71. Lebensjahre zu sich zu rufen. 12 Lang⸗Göns den 19. Juli 1886. ö Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 2803 Dr. Carl Strack, Kirchenrath. e Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 2802 verkauft Michael Hottes. von Ih Betreff Fläche Besipern erklären spruchen molgen ausgew. haben, dem Ni hessen! und He — Bei Salzbut hatte, po er ttelst ssezte. Am 65 10 Gast Straub ahm machte! Achtet weuaf kinizen den de ziehun bee Aufseh em 9 Jugeni Al der Wäg Au eine Er eine Gezog Gabten wurde Theil f 4 heben, Druck und Verlag von Carl Bindernagel. . a 0