ner II. f. Velailg, le e 1886. Jamstag den 22. Mai. 60. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 8 7„ Erscheint dreimal wöchentli d Di und Freitag Abend 9 8 5 2 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. ö e e e N 5 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Bildung der für das Jahr 1886/87 nöthigen Weinsteuer-Einschätzungs-Commissionen. Friedberg den 19. Mai 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 5 Zufolge Auftrags Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, Abtheilung für Steuerwesen, vom 14. dieses Monats und unter Hin⸗ weisung auf die Artikel 4, 6 und 7 des Gesetzes vom 9. Dezember 1876, die Besteuerung des Weines betreffend, laden wir Sie ein, für Ihre resp. Gemeinden, in welchen seither Comissionen behufs Abschätzung der Weinsteuerschuldigkeiten bestanden haben, die Wahl von 3 Commissions— mitgliedern und 2 Stellvertretern für das Jahr 1886/87 durch den Gemeinderath sofort vornehmen zu lassen und dem Großherzoglichen Hauptsteueramte Gießen unter Angabe der Gewählten Nachricht hiervon zu geben. Dr. Braden. U Betreffend: Die Wahl der Kreistagsabgeordneten für den Kreis Friedberg, insbes Seiten j i 5 n f R Friedberg den 20. Mai 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Einzelne von Ihnen stehen noch mit Erledigung unserer Verfügung obigen Betreffs vom 21. Januar l. J., Kreisblatt Nr. 10, zurück. Wir erwarten nunmehr deren Erledigung bis zum 30. l. Mts. unfehlbar bei Meidung der Abholung der Berichte durch Wartboten. Dr. Braden. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß vom 26. Mai l. J. ab die diesjährigen Schießübungen der Stammmann⸗ schaft des hiesigen Landwehr⸗Bataillons auf der Seewiese dahier beginnen. Die Uebungen werden stets jeden Montag, Mittwoch und Samstag in den Morgenstunden von 6 bis 10 Uhr abgehalten werden und wird Stunde und Dauer des Schießens durch eine auf der Schießmauer aufgehißte roth⸗weiße Flagge signalisirt werden. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der zunächst gelegenen Orte wollen Vorstehendes noch besonders durch die Schelle bekaunt machen lassen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 20. Mai 1886. Dr. Braden. Bekanntmachung. Seitens der Aachener und Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft sind dem landwirthschaftlichen Bezirksverein Friedberg zu Zwecken des Vereins für das Jahr 1885 M. 105.70 überwiesen worden, was ich hiermit zur Kenntniß der verehrlichen Mitglieder des landwirthschaft⸗ lichen Bezirksvereins Friedberg bringe. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Friedberg den 20. Mai 1886. Dr. Braden. Friedberg den 20. Mai 1886. 1. aus dem Bezirke Friedberg auf Freitag den 28. d. Mts., 2. aus dem Bezirke Butzbach auf Samstag den 29. d. Mts, 3. aus dem Bezirke Vilbel auf Montag den 31. d. Mts. Dieselben finden in den gewohnten Räumen statt und beginnen mit einer Probeunterrichtsstunde in einer Schulklasse des Conferenz⸗ ortes, für die letztere diesmal zu Groß-Karben. Die Herren Vorsitzenden im Schulvorstande und die Herren Bürgermeister ersuche ich ergebenst um Mittheilung dieser Einladung an die Lehrer. Schmidt, Schulrath. Betreffend: Die amtlichen Bezirksconferenzen der Lehrer des Kreises Friedberg. Zur nächsten Conferenz lade ich hiermit die Herren Lehrer ein: Bekanntmachung. Das Budget des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen pro 1886/87. Nachdem Großherzogliches Ministerium des Innern das vom Ausschusse des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen pro genehmigt hat, wird dasselbe hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. 1886/87 festgestellte Budget A. Einnahme. Staatsfonds. Vereinsfonds. B. Ausgabe. Staatsfonds. Vereinsfonds. M. M. M. M. 1. Ueberschüsse aus vorderen Jahren;— 597,91 1. Bureau, Kasse und Rechnungswesen— 1270 2. Zuschuß aus Großherzoglicher Hauptstaatskasse im 2. Unterstützung der landwirthschaftl. Bezirksvereine.— 2093 %%%%%mm ĩð v ̃ĩðv ĩͤ 6000— 3. Kosten der landwirthschaftlich n Zeitschrift.— 3000 35 Zuschuß aus derselben für Viehpreisverthellungszwecke 1000— 4. Gehalt des Wiesenbaumelsteeer?ns?s 2500— 4. Zuschuß aus derselben für Honortrung der Wander⸗ 5. Für die Ackerbauschulen zu Alsfeld, Büdingen und lehrerthätigkeit ʒñẽsẽ p 1000— e 2400— 5. Beitrag der Aachen⸗Münchener Feuerversicherungs— 6. Beitrag zu den Kosten des Deutschen Landwirth— nf ᷣͤ y ðͤ v9— 750 e 5 160 6. Beitrag des Landespferdezuchtverelns zur Provinzlal— 7. Zur Hebung der Rindviehzucht durch Preisvertheil— nd ĩ ᷣ ̃⁵⁵ ß— 200 ungen TFC 1000 600 7. Beiträge der Vereins mitglieder.„— 6286 8. Zur Unterstützung der Vereine für Züchtung des. Zusammen 8000 7779,91 reinen Vogelsberger Vlehes CCC 1000— 9. Zur Unterstützung der Provinztalfohlenweide— 100 100 Zur Bestrestung der Kosten der Wanderlehrerthätigkeit 1000— 11. Zur Unterstützung der chemischen Untersuchung von landwirthschaftl. Producten, Düngemitteln u. s. w. 100— 1 r— 250,91 f Zusammen 8000 7773,91 Bemerkungen zur Ausgabe. Subvention erhalten dle Ackerbauschulen zu Alsfeld und Friedberg je 1100 M., dlejenige zu Büdingen 200 M. pos. 7. Aus der Summe von 1600 M. müssen 1000 M. als Staatspreise zur Verwendung kommen. Der ganze Betrag wird dem landwirthschaftlichen Be⸗ zürksverein Alsfeld für Abhaltung einer Viehpreisvertheslung in 1886 unter der Bedingung zur Verfügung gestellt, daß auch aus der Kasse des Bezirksvereins eine ange⸗ messene Summe zu Preisen zur Verwendung kommt und daß die bezüglich der Pretsverthellung bestehenden Bestimmungen eingehalten werden. 5 8 pos. 8. Dieser Betrag wird zu gleichen Theilen den fünf in ver Provinz bestehenden Vogelsberger Viehzucht-Verelnen zur Verfügung gestellt, vorbehältlich des Nachweises der Verwendung. f g pos. 10. Diese 1000 M. werden den 6 Bezirksvereinen zur Abhaltung von Wandervorträgen zu gleichen Thellen zur Verfügung zestellt. pos. 11. Aus diesem Betrage soll Land wirthen, welche künstliche Düngemfttel landwirthschaftlicher Sämereien ze. bei der landwirthschaftlich-chemischen Versuchs suchung entstehenden Kosten ersetzt werden, insowelt der Betrag ausreicht und nach der Priorttaͤt statlon zu Darmstadt untersuchen lassen, die Hälfte der durch diese Unter 5 ö Der Prästdent des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen: der Anmeldungen. 5 Friedelhausen den 20. April 1886. Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. pos. 5. Aus dem Betrage von 2400 M. sollen als ä Deutsches Reich. Darmstadt, 19. Mai. Zweite Kammer. Nach Verkündigung neuer Einlaͤufe schritt das Haus zur Berathung über die Vorlage, das Civildiener-Wittwen-Institut betr., sowie den Antrag des Abg. Schroeder gleichen Betreffs und das Gesuch der Steueraufseher um Erhöh— ung der Wittwenpensionen. Der Präsident er— öffnete die Discussion über Art. 1. An der⸗ selben betheiligten sich Ministerialrath Rothe, sowie Tecklenburg, Vogt, Schroeder, Ellenberger, Wolfskehl und Franck; die Abstimmung ergab Annahme des Ausschußantrags. Die Anträge des Ausschusses zu Art. 2 und 3 wurden ohne Discussion angenommen. An der Discussion über Art. 4 betheiligte sich Vogt, welcher die Erhöhung der Beiträge von 3% auf 3 ¼% be— antragt; dagegen sprachen sich aus Arnold und Schroeder, welche den Antrag des Ausschusses empfehlen. Durch die Abstimmung wurde der Antrag Vogts abgelehnt und der Ausschußan— trag angenommen. Die Art. 5—9 wurden nach den Ausschußanträgen unverändert angenommen. Zu Art. 10 erhob sich über das Waisengeld der Doppelwaisen eine lebhafte Debatte. Wolfs: kehl stellte den Antrag, bei Vorhandensein eines Doppel⸗Waisenkindes(diejenigen, welche beide Eltern verloren haben) ¼, von 2 Doppelwaisen— kindern ½ für jedes, von 3 und mehr ¼ des vollen Wittwengehaltes als Waisengeld anzusetzen. Es befürworteten diesen Antrag Arnold, Tecklen— burg, Hanstein, Osann, Hechler, Heinzerling, Jöckel und Ulrich. Schade und Schroeder bringen neue Auträge hierzu ein und befürworten sie. Schließ— lich wurde der Antrag des Abg. Wolfskehl an— genommen. Die Art. 11—13 werden nicht be— anstandet, dagegen wenden sich Wasserburg und Jöst gegen den Art. 14, welcher der Wittwe keinen Anspruch auf Wittwengeld zugesteht, wenn die Ehe mit dem verstorbenen Beamten inner— halb dreier Monate vor seinem Ableben ge— schlossen und die Eheschließung zu dem Zwecke erfolgt ist, um der Wittwe den Bezug des Wittwengeldes zu verschaffen. Böhm, Metz, Ministerialrath Rode, Hanstein und Osann plai— diren für Beibehaltung des Artikels, welcher von dem Hause mit allen gegen 3 Stimmen ange— nommen wird. Die Kammer erledigte ferner die Art. 15—17 der Vorlage durch Annahme derselben nach dem Wortlaut des Entwurfs. Zu Art. 18 beantragt die Ausschußmehrheit den Absatz 2 des Artikels so zu fassen:„für jede Waise außerdem mit dem Ablauf des Monats, in welchem sie das 18. Lebensjahr vollendet“; die Abstimmung ergab Annahme des Majoritäts— antrages. Schließlich wurde das ganze Gesetz einstimmig angenommen; einem von dem Aus— schuß beantragten Ersuchen an die Regierung: „die Verwaltung des Vermögens des Civil— dienerwittweninstituts möglichst zu vereinfachen und späterhin dessen Auflösung in Erwägung zu ziehen“, wurde zugestimmt.— 20. Mai. Die Kammer berieth heute Morgen den Gesetz— entwurf, die Erziehung der verwahrlosten Kinder betr. Die Abgg. Wasserburg und Ulrich sprechen gegen, Abg Schroeder und Staatsminister Finger für das Gesetz. — 20. Mai. Die„Darmst. Z.“ meldet: Gestern fand bei Staatsminister Finger ein Abendessen statt, zu welchem auch Abgeordnete der zweiten Kammer geladen waren. Bei dem auf den Großherzog ausgebrachten Toaste er— klärte der Minister bezüglich der Rücktritts gerüchte, er glaube gerade jetzt auf seinem Posten ausharren zu müssen, und werde, in dem Be— wußlsein das Vertrauen des Großherzogs zu genießen und da ihm die Unterstützung der Stände nicht fehle, sich den bevorstehenden schwierigen Aufgaben, und namentlich der Auf— gabe, den Friedensschluß mit der katholischen Kirche herbeizuführen, unterziehen. Dementirt wird ebenfalls von hier aus das zuerst von dem „Frankf. J.“ mitgetheilte Gerücht, es ständen im Schulministerium Aenderungen bevor und ein Mainzer Schulmann werde in dasselbe berufen. — Das Regierungsblatt Nr. 13 enthält: Verordnung, die Anwendung des Gesetzes über die Enteignung von Grundeigenthum für Er— werbung des zu dem Bau der schmalspurigen Eisenbahnen von Darmstadt nach Griesheim und von Darmstadt nach Cberstadt erforder— lichen Grundeigenthums betreffend. Berlin, 20. Mai. Ein Antrag Preußens betreffend Verhängung des kleinen Belagerungs— zustandes über Spremberg ist heute vom Bundes— rathe angenommen worden. Ebenso ist beschlossen worden, die im laufenden Monate fällig werden— den Rübenzuckersteuer-Credite auf Antrag der Creditnehmer um 3 Monate zu verlängern. — 20. Mai. Der Reichstag nahm heute das Zuckersteuergesetz in zweiter Lesung durchweg in der Fassung der Regierungsvorlage an, wo nach der Steuersatz M. 1.70 pro Doppelcentner Rüben und Exportvergütung bis zum 30. Sep tember 1887 18 M., später M. 17,25 pro Doppelcentner Zucker beträgt. — 20. Mal. Der Reichskanzler begab sich heute für kurze Zeit nach Friedrichsruh. München, 20. Mai. Wie in Abgeord— netenkreisen verlautet, wird der Landtag am Samstag vertagt, um in kurzer Frist zu einer neuen Session einberufen zu werden, in welcher die Cabinetscassenfrage entschieden werden solle. Ausland. Schweiz. Bern. Nach dem vom Bundes— rathe durchberathenen Landsturmgesetze sind alle nicht im Militärdienst angestellten und nicht in— folge ihres Amtes dienstfrei erklärten Schweizer Bürger vom 17. bis vollendeten 50. Lebens: jahr landsturm-dienstpflichtig. Das Aufgebot des Landsturms erfolgt, sobald die Grenzen durch den Feind bedroht oder überschritten sind. In Friedenszeiten ist der Landstuem zu keinem Dienst heranzuziehen. Frankreich. Paris. Die meisten repub— likanischen Zeitungen fordern neuerdings eine Ausweisung der Prinzen. Großbritannien. London, 19. Mai. Aus Cape Coast-Castle über Liverpool einge— laufene Nachrichten vom 22. April melden von erbitterten Kämpfen zwischen den Stämmen der Adansies und Becquahs(an der Nordgrenze der britischen Besitzungen an der Goldküste). Von den Letzteren sollen 45 deutsche Händler gefangen genommen und grausam getödtet worden sein. Griechenland. Athen. Wie in parla— mentarischen Kreisen verlautet, erscheint eine Auf lösung der Kammer, da die Mehrheit derselben noch aus Anhängern Delyannis' besteht, wahr— scheinlich. Rußland. Petersburg. Der„Regier— ungsanzeiger“ veröffentlicht einen kaiserlichen Befehl an die Flotte des schwarzen Meeres, welcher besagt, der Wille des Kaisers sei auf eine friedliche Entwicklung des Volkswohls ge— richtet. Der Kaiser rechne aber im Nothfalle auf die Ergebenheit und Standhaftigkeit, welche die Flotte ehemals im schwarzen Meere bewiesen. Amerika. Washington. Das Cabinet be— rieth neuerdings über die Wegnahme amerika— nischer Fischerschiffe in canadischen Gewässern. Aus Stadt und Land. 2. Friedberg, 20. Mal. Gestern trafen 5 Großh. Ingenieure hier ein, um die Vermessungsarbeiten der Seecundärbahn von Hungen über Echzell— Reichelsheim— Bauernhelm hierher vorzunehmen. Dle Hauptschwierigkeit wird darin bestehen, wie man von der Thalsohle der Usa zu der Bahnhofshöhe heraufkommt und ist es nicht aus— geschlossen, daß die Bahn um den Burgberg herum auf der Westseite der Stadt her geführt wird, um am Mainzerthor in die projektlrte Homburger Bahn zu münden.(Der Junggesellenverein, der sich sehr für letzteres Projekt interessirt, soll beretts Schritte gethan haben, damit eine Haltestelle beim Binzel'schen Garten errichtet wird. Anmerkung des Setzers). e. Bad⸗Nauheim, 21. Mai. Nach einer heute hier eingetroffenen Depesche wird der Erbgroßherzog von Baden zur Kur dahier eintreffen. r. Bad⸗Nauhelm. Sonntag Nachmittag(23. Mal) findet das erste„Volksconeert“ der hiestgen Kurcapelle statt. Zur Aufführung kommen die beltebtesten Musik⸗ stücke für Orchester, unter anderm zum ersten Male: „Der Tausendkünstler oder Geschwindigkeit ist keine Hexeret“, Solo für drei Pauken, vier kleine und eine große Trommel mit Becken. Ferner Soli für eine und zwei Trompeten, Clarinette u. s. w. Da der Ein⸗ tritt zur Terrasse frei ist und die Lelstungen der Kur⸗ capelle allseltig bekannt sind, so beschränken wir uns darauf, unsere Leser auf dies Concert hlex aufmerksam zu machen. d. Ustngen. Durch Beschluß des vorfährkgen Delegirtentages zu Mittelbuchen ist die Abhaltung des diesjährigen Kriegerfestes des Verbandes„Hessen⸗ Nassau“, dem Kriegerverein Usingen übertragen worden. Als Festtag wurde der 11. Juli l J. bestimmt. Da Usingen, welches schon durch seine schöne Lage in dem waldreichen Obertaunus einen Anziehungspunkt bietet, Alles aufbleten wird, um den eintreffenden Gästen den Aufenthalt angenehm zu machen, so läßt sich, da bewährte Vereinskräfte beim Arrangement thätitz sind, eine herrliche Festfeler voraussagen, wenn das Wetter nur einigermaßen günstig ist. Büdingen, 18. Mai. Heute verschied nach langem Leiden die Prinzessin Mathilde zu Psenburg und Büdingen im 75, Lebensjahre. Allerlei. Frankfurt. Die Allgemeine Missionsconferenz für Hessen und Hessen-Nassau findet am 26. Maß in Frankfurt im Saale der Rosenau statt. Dr. Fabri spricht über das Thema: Welche Aufgaben stellen die neuen deutschen Colonlalerwerbungen der evangelischen Missions arbeit. Frankfurt, 20. Mat. Aus Anlaß einer sogenannten Rempelei, an der auch Frauenzimmer betheiligt waren, wurde in der verflossenen Nacht um 2 Uhr ein Barbier von Darmstadt durch einen Stich in das Genick, der mit einem im Griff feststehenden Dolchmesser ausgeführt wurde, getödtet. Sechs bekannte Zuhälter lüderlicher Dirnen sind in Folge der Affatre verhaftet. Wiesbaden, 19. Mal. Heute traf von der General⸗ Intendanz in Berlin die Welsung hier ein, Hofcapell⸗ meister Reiß, welcher sich bekanntlich hier sehr mißliebig gemacht, sei sofort zu beurlauben. Lübeck, 19. Mai. Vier gefährliche Verbrecher brachen gestern aus dem Zuchthause aus; zwei davon find in der Richtung auf Hamburg entkommen. Wien, 17. Mat. Gestern wurden auf der Ring⸗ straße vor dem Parlamentsgebäude zwei Sprengkörper, je drei Zoll im Durchmesser, von einem unbekannten Thäter auf die Schienen der Pferdebahn gelegt; ein Sprengkörper explodirte unter den Rädern, beschädigte den Waggon und hob denselben einen Fuß hoch, richtete aber sonst kein Unheil an. 8 Rom, 19. Mal. Von gestern Mittag bis heute Mittag kamen in Venedig 7 Choleraerkrankungen und 1 Todesfälle, in Bari 10 Erkrankungen und 7 Todes⸗ fälle vor; in Ostunt erkrankten vom 17. Mittags bis zum 19. Mittags 3 Personen an der Cholera, 4 starben. Catanta, 18. Mai. Der Aetna ist seit 11 Uhr Vormittags in Eruption; auf der Westseite des Central⸗ kraters findet sehr starke Dampfentwicklung und Aschen⸗ regen statt. Wasserwärme der Usa: 21. Mai 180 Reaumur. Walter. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. Cantate. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 10½ Uhr: Herr Candidat Jäger. Nachmittags 1¼ Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Abendmahl. statholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag 3/7 Uhr: Austheilung der heil. Communton. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. 7 Uhr: Mal-Andacht mit Predigt durch Herrn Dekan Thaler aus Sauer- Schwabenheim. Tür Confirmanden empfehle ich mein reichhaltiges Lager feiner Bijouterie-Maaren, eignes Fabrikat, und übernehme ich jede Garantie für den Feingehalt des Goldes und für die Aechtheit und das Gewicht der Steine. Medaillons, Broschen, Kreuze, Ohrringe, Colliers u. Ketten in Matt⸗, Glanz u. Rothgold, goldene und silberne Herren-& Damenuhren (nur mit feinen Werken) und Musik werke zu den billigsten Preisen. AGcorg Heimburg. Bestellungen und Reparaturen werden umgehend besorgt. Für Bienenzüchter * 0 X . 7 8 1 W 5 empfehle mein Lager in weißen Honig Gläsern in allen Größen zu Engros-Preisen. 1958 Friedberg. 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