dat zum us durch Werke aus bergen. wann delt 3911 911 das Cemite. elt red Sädketei ders ein gutes 3910 el. E ile a nas, 1886. M 124. nzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Donnerstag den 21. Yckober. Oberhessisch Wird hier und in Bad⸗-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Gesetz, die Abänderung der Artikel 45—50 der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 betr. Vom 5. October 1886. Ludwig IV. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. ꝛc. verordnet und verordnen hiermit wie folgt: Artikel I. Der erste Absatz des Artikels 48 des Gesetzes vom 30. April 1881, die allgemeine Bauordnung betreffend, erhält nach— stehende Fassung: Bei einer geringeren Entfernung als 3 Meter von der Eigenthumsgrenze kann die Errichtung einer Brandmauer erlassen werden, entweder wenn angenommen werden kann, daß das angrenzende Grundstück bis zu dem erforderlichen Abstand von 3 Metern unüberbaut bleibt, oder mit Zustimmung des Eigenthümers des unüberbauten Grundstücks, in welch letzterem Fall die Kosten einer später zu errichtenden Brandmauer Mangels vorhergegangener Vereinbarung der Interessenten nach Maßgabe der Bestimmungen des Artikel 46 der allgemeinen Bau— ordnung vom 30. April 1881 aufzubringen sind. Artikel II. Dem Artikel 50 der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 wird nachstehender Artikel beigefügt: Artikel 50a. An der äußeren Brandmauer eines zu landwirthschaftlichen Zwecken dienenden Gebäudes kann die Anbringung von Oeffnungen, welche aus Gründen der Landwirthschaft nöthig sind, zugelassen werden. Solche Oeffnungen dürfen im Lichten höchstens ein und einhalb Quadratmeter Fläche ent— halten und müssen durch eine starke, fest versteifte, in allen Theilen eiserne Thüre, welche eine mindestens 6 Centimeter breite Steinfalze über— Wir haben mit Zustimmung unserer getreuen Stände deckt, dicht verschließbar gemacht werden. gesetzbuchs vorgesehenen Strafen verschlossen zu halten. von Fenstern gestattet werden. Sie sind, so lange nicht deren Offenhaltung nöthig ist, bei Vermeidung der im§. 368,8 des Straf— Nach Bedürfniß kann an Stelle von Oeffnungen mit eisernem Verschluß die Anbringung Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Balmoral den 5. October 1886. Ludwig. Betreffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahr 1886. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 21. April J. J., Kreisblatt Nr. 49, erinnern wir Sie daran, daß spätestens bis zum 1. November l. J. die Ihnen in rubricirtem Betreff zugegangenen J Nebel Finger. Friedberg den 18. October 1886. Formulare sorgfältig ausgefüllt an uns zurückzusenden sind. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Haub von Butzbach wurde als Feldgeschworener der Gemeinde Butzbach ernannt und verpflichtet. Der Rekrut des Reserve-Landwehrbataillons Bekanntmachung. (Frankfurt a. M.) Nr. 80, David Bendheim von Friedberg, wird durch kriegsgerichtliches Erkenntniß vom 28. September d. J., bestätigt am 1. October d. J., in contumaeiam für fahnenflüchtig erklärt und mit 160 Mark Geldstrafe belegt. Frankfurt a. M. den 4. October 1886 Königliches Gericht der 21. Division * 2„— 1 8. rämiirung selbstgezüchteter Fohlen elbstgezüch ohlen. Nachdem uns Seitens des Landespferdezuchtvereins zu Darmstadt wieder wie in früheren Jahren 100 M. zum Zwecke der Prämiirung selbstgezüchteter Fohlen zur Verfügung gestellt wurden, hat das Pferdemarkteomité beschlossen, eine namhafte Summe zum gleichen Zwecke zu verwilligen, um der Prämiirung eine größere Ausdehnung, auch auf Nichtmitglieder des Pferdezuchtvereins, geben zu können. Die Prämiirung findet Montag den 25. October auf der nördlichen Seite des Kirchenplatzes statt und werden hierzu alle Pferde— züchter der Provinz Oberhessen zur Betheiligung freundlichst eingeladen. Nähere Bestimmungen. 1) Jeder Züchter hat sich mit seinem Fohlen längstens bis um 8½ Uhr Vormittags auf oben genanntem Platze einzufinden. 2) Als Nachweis der eigenen Züchtung genügt die Bescheinigung des betreffenden Ortsvorstandes. 3) Es werden Fohlen bis zu 2½ Jahren zur Prämiirung zugelassen. 8 n 4) Fohlen, welche schon einmal durch uns prämiirt worden sind, können nicht mitconcurriren. f Im Auftrag des Pferdemarkt-Comité's: 3923 8 8 1 Steinhäußer, Vorsitzender Deutsches Reich. lag, ist zur Zeit doch das Befinden derart be- der Schauplatz aufgeregter Scenen. Bei der Darmstadt. Der Ober-Rechnungspro-friedigend, daß er heute wieder eine Ausfahrt Berathung der Interpellation wegen der Un— bator 2. Kl. Ruch wurde zum Ober-Rechnungs- und einen Besuch unternehmen konnte. Der ruhen in Vierzon am 5. October schilderten probator 1. Kl. ernannt. — Militärdienstnachrichten. Oberst v. Herff, Flügeladjutant des Großherzogs, wurde in Ge— nehmigung seines Abschiedsgesuchs, zur Dispo⸗ sition gestellt; Oberstlieutenant Wernher, Flügel adjutant des Großherzogs, erhielt den Rang und die Competenzen des Regimentscomman— deurs; Hauptm. Frhr. von Grancy, Comp.⸗chef im 1. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 115, wurde zum Flügel— adjutant ernannt; Hauptmann v. Strzemieczuy, à la s. des 1. Gr. Juf.⸗Regts. Nr. 115, unter Entbindung von dem Commando als Adfutant bei der 58. Juf.⸗ Brigade, als Comp. ⸗chef in ieses Regiment einrangirt. . e 19. Det. Obgleich der Gesundheitszustand des Kaisers während der vorigen Woche mehrfachen Schwankungen unter— Kaiser wird morgen Abend Baden-Baden mittelst Extrazuges verlassen und über Gießen ꝛc. und Station Drewitz nach Berlin zurückkehren, um im Berliner Palais für den Winter Aufent— halt zu nehmen. Die Kaiserin wird noch kurze Zeit in Baden-Baden verbleiben und sich als— dann, wie alljährlich, von dort noch auf einige Wochen zum Besuch nach Koblenz begeben, be— vor dieselbe Ende November zum Winterauf— enthalte wieder in Berlin eintrifft. Stettin, 18. Oct. Heute fand auf der Werft des„Vulcan“ der Stapellauf des zweiten großen Reichspostdampfers, welcher„Batern“ getauft wurde, statt. Ausland. Paris, 18. Oct. Heute IJ. das Palais Bourbon Frankreich. war nach dem Fr. Maret und Basly die betreffenden Vorgänge, und griffen Freyeinet an. Die Minister des Innern Sarrien, und der Justiz Demole ver— theidigten die Regierung, welche die Freiheit der Arbeit schützen, dem Aufstande gegen die Behörden und Beamten wehren müsse. Minister Sarrien ersuchte schließlich die Kammer, klar und bestimmt seine Haltung in der Sache gut zu heißen. Nachdem mehrere Tagesordnungen gestellt waren, erklärte sich Sarrien für die— jenige, welche das Verfahren der Regierung gutheißt. Er fügte hinzu, er lehne den Ueber— gang zur einfachen Tagesordnung ab. Als trotzdem die Kammer den Uebergang zur ein— fachen Tagesordnung beschloß, entstand eine andauernde Bewegung, da dieser Beschluß als eine empfindliche Niederlage für die Regierung empfunden wurde.— 19. Oct. Dem heutigen Ministerrathe wohnten sämmtliche Minister bei. Der Minister des Innern Sarrien zog sein Demissionsgesuch zurück, nachdem er darauf hin— gewiesen war, das gestrige Kammervotum be— rühre die Verantwortlichkeit des Gesammtcabinets. Der Finanzminister Sadi Carnot zog gleichfalls sein Demissionsgesuch zurück, da die bevor— stehenden Kammer- Verhandlungen Gelegenheit geben dürften, den Kammern gegenüber die Ansichten des Ministeriums in bestimmter Weise kundzugeben. Ministerpräsident Freyeinet setzt die Verhandlungen mit mehreren Majoritäts— milgliedern fort. — Der„M. A. Z.“ zufolge hat Präsident Grevy dem deutschen Botschafter, welcher ihm einen Besuch abstattete, sein lebhaftes Bedauern über die Hetzartikel gewisser Journale ausgedrückt. Italien. Rom, 18. Oct. Der Socialist Kerbs(Krebs?), preußischer Unterthan, wurde wegen Betheiligung an der jüngsten Arbeiterbe— wegung in Mailand aus Italien ausgewiesen. Bulgarien. Sofia, 18. Oct. Wiener Nachrichten von hier zufolge will die bulgarische Regierung Rußland eine Concession machen in— dem sie den Zusammentritt der großen Sobranje vertagt. Ebenso beschloß die Regierung eine Vertrauensperson behufs Unterhandlungen über die Person des künftigen Fürsten an den Sultan zu entsenden und zwar Grekoff oder Dimitrieff In Südbulgarien wurden Personen verhaftet, die Banden zum Angriff auf die Obrigkeiten organisirten. Das russische Consulat ist hierin verwickelt. — Das„Daily Chronicle“ bringt ein Pariser Telegramm, nach welchem ein in Paris wohnen— der reicher Amerikaner Bulgarien ein Darlehen von 10 Millionen Francs angeboten habe. Rußland. Petersburg. Eine„Temps“ Meldung von hier besagt, daß die Occupation Bulgariens definitiv aufgegeben sei.— Das Gerücht, daß Giers' Stellung erschüttert sei, hält an. Aus Stadt und Land. m. Friedberg. Die hiesige Herberge zur Heimath bestebt jezt 9 Monate. Sie bat sich unter Leitung des Hausvaters als eine zeitgemäße Einrichtung bewährt, die einem auch in unserer Stadt vorhandenen Bedürfniß abgeholfen bat. Seit dem 1. Januar haben 2374 wandernde Gesellen hier ihr Nachtquartier gefunden Sie haben sich ruhig und nüchtern verhalten und zur Unzufriedenheit keine besondere Veranlassung gegeben. Die vereinzelten Ruhestörungen, die in ihr vorgekommen sind, wurden muthwillig von Anderen, die ihn ihr nichts zu suchen hatten, hineingetragen. Als eine besonders günstige Erfahrung, die seit Gründung unserer Herberge gemacht wurde, ist hervorzuheben, daß eine bedeutend größere Anzahl von eigentlichen Handwerksgesellen hier angekommen ist und daß die jüngeren Gesellen von dem verglftenden Einfluß der alten Stromer freigeblieben sind. Da die Gesellen nur 25 Pf. als Stadtgeschenk von dem hiesigen Armenverein erhalten, was als ein großer Gewinn anzusehen ist, und eine Verpflegungs station in hiesiger Stadt noch nicht eingerichtet ist, so bleibt den mittellosen Wanderern, welche für 25 Pf. Nachtessen, Schlafstelle und Frühstück nicht erhalten können, oft nichts anderes übrig, als sich hier und da eine besondere Gabe zu erbitten. Von dem Vorstand der Herberge ist aber, um den Mißbrauch des Bettelns zu hindern, die Einrichtung getroffen worden, daß Die jenigen, welche um eine Gabe in Privathäusern nach— suchen, statt Geld eine Marke im Werthe von 5— 10 Pf. erhalten, welche sie nur für Nahrungsmittel in der Herberge verwenden können. Auch diese Einrichtung hat sich bewährt und in den Privathäusern, wo man sich solcher Marken zum Verschenken bediente, hat kaum Elner um eine Gabe gebeten, der sie nicht nöthig gehabt hätte Solche Marken sind von dem Rechner der Anstalt, Kaufmann Schwarz dahier, zu beziehen. Castel, 18. Oet. In der Nähe der Station Curve legte sich gestern Nacht ein junger Mann auf die Elsen— bahnschienen und ließ sich von dem herannahenden Zuge todtfahren. Die Persönlichkeit ist noch nicht erkannt. Allerlei. Karlsruhe, 17. Oct. Die Leiche der Gräfin Arnim wurde gestern in der Murg bei Weißenbach (zwischen Gernsbach und Forbach) gefunden. Da sich bei ihr alle Schmuckgegenstände und sonstige Werthsachen vorfanden, liegt kein Verbrechen vor, sondern es hat die unglückliche Frau den Tod in den Wellen gesucht und gefunden. Die Entfernung vom Plättig bis Weißenbach beträgt eiwa 3 Stunden. Wien, 18. Oet. Cholerabericht. In Trlest 9 Er— krankungen, 1 Todesfall; in Pest 23 Erkrankungen, 22 Todesfälle; in Szegedin 19 Erkrankungen, 7 Todesfälle. Petersburg. Wie von hier berichtet wird, sind so ziemlich alle von Professor Pasteur in Paris gegen die Tollwuth gelmpfte Russen unter schrecklichen Schmerzen bei ihrer Rückkehr in die Heimath verschteden. New⸗York, 15. Oet. In Texas und Loulsiana hat ein furchtbarer Sturm gewüthet. Eine Depesche aus Orange, Texas, meldet, daß am Dienstag Abend elne Stadt am Sabine-Paß durch das Austreten des Flusses Sabine vollständig zerstört wurde. Der Orkan trieb das Wasser aus dem Golf in den Paß. Es gingen dabei 56 Menschenleben zu Grunde. Ein Hötel, das sog. Porter-House, mit 20 Insassen wurde von den Gewässern fortgerissen und in die Bai geschwemmt, wobei sämmtliche Insassen ertranken Verwaltungsbericht des Bürgermeisters der Stadt Friedberg über den Er— trag des Wasserwerks für die Zeit vom 1. April 1885 bis 31. März 1886. Einnahme. M. Pf. 1. Für an Private abgegebenes Wasser n. 17245 34 2. Für Anbohrungen und Messingsauger von neuen Auschlüsse n 40— 3. Für Wassermessermlethe und Ersatz der Kosten für Grabenarbeiten bei Anlage eines neuen Anschlusses. 1 7 43 17292 77 Ausgabe. M. Pf. 1. An Kapitalzinsen aus 200,000 M.. 8000— 2. An Verwaltungskosten und Besoldungen. 2300— 3. An Materialien zur Förderung des Wassers für Kohlen, 262) Ctr. à 80 und 70 Pf. 1834 53 4. Bettrag zum Dampfkessel-Ueberwachungs— Drei 52— 5. Für Petroleum, Talg, Schmieröl, Putz EUUmeenn 8 109 63 6. Für Anschaffung von Wassermessern und Theilen zur Versetzung. 592— 7. Für Anschaffung einer Feldschmiede und Maschtinentheile 118— 22 Für Unterhaltung der Wasserleitung und Brunnen inel, der noch bestehenden Pumpen 428 70 13434 86 Demnach verbleibt Ueberschuß 3857 91 Erläuterungen zur Einnahme. ad 1. Im Betriebsjahr 1884/85 bestanden 317 An— schluͤsse an die Wasserleitung, pro 1885/86 bestanden 342 Anschlüsse, die Vermehrung von 25 neuen Anschlüssen ist theils aus vorigem und theils aus dem diesjährigen Betrieosjahre zu verzeichnen Die 342 Anschlüsse wurden von 545 Familien be— nutzt, worunter auch das Reservoir der Maln-Weser-Bahn mit 12821 obm enthalten ist. 10 Anschlüsse eonsumirten je mehr als 300 ebm und zwar von 312 bis zu 2762 cbm, zusammen 10,976 ebm. Ferner consumirten 12 Anschlüsse je über 200 ebm und zwar zusammen 2971 ebm Von 111 Anschlüssen wurden überhaupt über die fest— gesetzte Taxe mehr eonsumirt, während alle übrigen einen Wenigerverbrauch hatten, 5234,85 ebm. ad 2. Das Anbohren mit Lleferung eines Messing— saugers inel. Arbeitslohn ist für jeden Anschluß auf 5 M. festgesetzt. N ad 3. Die Wassermesser, welche in Gärten ze. gesetzt werden, werden den Consumenten zum Selbstkostenpreis abgegeben. ad 4. Die Miethe für Wassermesser beträgt pro Stück und Jahr 4 M. 50 Pf. Erläuterungen zur Ausgabe. ad 1. Die Kapitalzinsen von 200,000 M. sind hier wieder voll in Ansatz gebracht. ad 2. Desgleichen die Verwaltungskosten, da eine Ver— änderung erst im Jahr 1886/87 eintritt. ad 3. Zur Förderung von 93,772 ebm Wasser waren 2620 Ctr. Kohlen erforderlich, es stellen sich also die Förderungskosten etwas billiger, wie im Jahre vorher. Während auf den ebm gefördertes Wasser 1500 f Kohlen kamen, wurden in diesem Jahre nur 1897 g gebraucht. Die übrigen Ausgaben sind solche, welche mit Aus nahme von einigen kleinen Posten, wie für Feldschmiede, Wassermesser ꝛc., in jedem Jahre sich wiederholen werden. Gefördert wurden im Ganzen 93,772 ebm. Hiervon wurden verkauft 56,880 ebm, es stellt sich demnach der ebm verkauften Wassers auf 30,18 134 Pf., während der— selbe im vorigen Jahre sich auf 37,40 Pf. stellte. Der Preisrückgang ist durch die Eisenbahn entstanden, da die— selbe bei einer Entnahme von 1000 ebm pro Monat nur 18 Pf. bezahlt. Der Ueberschuß von 3857 M. 91 Pf. darf jedoch Niemand zu der Annahme verleiten, als sei derselbe wirk— lich vorhanden. Es wurde die Restsumme auf die Wassermesser im Betrage von 1451 M. 20 Pf. aus dem noch vorhandenen Capltalstock gezahlt und dadurch die vorhandene Summe auf 3619 M. 53 Pf. redueirt, so daß die Summe für die Anschaffung eines neuen Dampfkessels nicht genügen wird. Außerdem ist aber noch Nichts auf Maschinen abgeschrleben, wie dies in einem kausmännisch geführten Geschäfte geschieht, und wird erst in diesem Jahre mit der Capitalbildung zu einem Erneuerungsfonds begonnen, obgleich das Werk schon 4 Jahre im Gange ist und höhere Abschreibungen als 10 0% gemacht werden müssen, um parate Mittel zu besitzen, ohne an der geplanten Amortisatton von 1892 an gehindert zu sein. Da von der geförderten Wassermenge von dem be— zahlten Wasser nochmals 5254 ebm als nicht verbraucht und überhaupt nicht bezahlten Wasser immer noch Wasserwerk zu elnem rentablen Unternehmen zu gestalten. Im nächstfolgenden Jahre, in welchem eine Speztal— rechnung für Gas und Wasserwerk gestellt werden muß, wird ein viel eingehenderer Verwaltungsbericht erstattet werden können, Handel und Verkehr. Friedberg, 13. Oet. Fruchtpr. Waizen M. 16.50, Korn M. 13.50, Gerste M. 14, Hafer M. 1112.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfd. Friedberg, 16. Oet. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80—0.90, Eiter 1 Stück 7 Pf. Grünberg, 16. Oet. Fruchtpr. Weizen M. 16.80, Korn M. 13.60, Gerste M. 12.80, Hafer M. 10.60, Erösen M. 14.30, Linsen M. 26.30. Gießen, 19. Oet. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. Me. 0.85- 0.86, Eier per St. 7 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 0.60, Hühner per Stück M. 0.85— 1.00, Hahnen per Stück N. 0.50— 1.20, Enten per Stück M. 1.30— 2.00, Ochsen⸗ fleisch per Pfund 62—64 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54 56 Pf., Schweinefleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 50—66 Pf., Kalbfleisch 46—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.40— 5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 3.00— 3.50, Zwetschen M. 4.50 5.00. Homburg, 19. Oet. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.50—5.00, per Gescheid 9— 10 Pf. Eier per Stück 7 und 8 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.00, 2. Qual. M 0 90. Frankfurt, 18. Oet. Fruchtbericht. Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 31.50—32, Nr. 1 M. 27— 28, Nr. 2 M. 25—26, Nr. 3 M. 28— 24, Nr. 4 M. 17 bis 17.50, Nr. 5 M. 15—16, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 49—52, norddeutsches und westphällsches Weizenmehl Nr. 00 M. 21.50-21.75. Roggenmehl (hies.) Nr. 0 M. 22.50- 23.50, Nr. 0/1 M. 21.50 bis 22.50, Nr. 1 M. 18—19, Nr. 2 M. 1616.50. Weizen ab unserer Umgegend M. 16.50— 16.75, frei Bahnhof hier M. 16.75 17.25, fremder nach Qual. M. 16.50 bis 19. Roggen hiesiger M. 13.50— 13.75, russischer je nach Qual. M. 13.25— 13.75. Gerste, Brauerwaare M. 13.50— 16, do. zu Mahlzwecken M. 11.50. Hafer, mittel M. 12, prima M. 12.50 13. Raps M. 21.75 bis 22.25. Mais(mixed) M. 11.50, geschrotener M. 13. Heu per Ctr. M. 2.50— 2.75, Stroh M. 2— 2.25. Erbsen M. 18. Wicken M. 14.50—15. Roggenkleie M. 4.50, Welzenkleie M. 3.80— 4(bel Abnahme von 200 Ctr. an). Malzkeime M. 4.20. Moostorfstreu M. 1.30. Spelzenspreu M. 1.20. Sesamkuchen M. 5.40, Rapskuchen M. 66.25. Chilisalpeter per Februar 1887 9.50— 10. Rüböl im Detail M. 49. Aepfel(Kelterobst) M. 11.512. Frankfurt, 18. Oktober. Viehmarkt. Auf dem heutigen Markt waren angetrieben 358 Ochsen, 19 Bullen, 401 Kühe, Stiere und Rinder, 263 Kälber, 693 Hämmel, 73 Schweine. Die Preise stellen sich pro 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 66 68, 2. Qual. M. 5662, Bullen 1. Qual. M. 40—45, 2. Qual. M. 36-38, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 53 55, 2. Qual. M. 4046, Kälber pro 1 Pfd. Schlachtgewicht: 1. Qual, 66-72 Pf., 2. Qual. 60 bis 64 Pf., Hämmel 1. Qual. 52—55 Pf., 2. Qual. 40—42 Pf., Schweine 1. Qual. 54-56, 2. Qual. 52-54 Pf. Schiffsbewegung der Postdampfschiffe der Hamburg⸗ Amerikanischen Packetfahrt Actien-Gesellschaft.„Lessing“, 9. Oct. von Newyork nach Hamburg;„Rhenania“, 9 Oet. von St. Thomas nach Hamburg;„Bavaria“, 21. Sept. von Hamburg, 10. Oet. in St. Thomas angekommen; „Hammonia“, 30. Sept. von New-Vork, 11. Oct. in Hamburg angekommen;„Sorrento“, 18. Oct. von Ham⸗ burg nach New-Vork;„Borussia“, 13. October von St. Thomas nach Hamburg;„Wieland“, 14. Oct. von Rewyork nach Hamburg;„Thuringia“, 26. Sept. von St. Thomas, 15. Oekober in Hamburg angekommen; „Amalfi“, ab Hamburg, 9. Oct. in Newyork angekommen; „Westphalia“, 30. Sept. vou Hamburg, 11. Oet. in Newyork angekommen;„Gellert“, 3. Oek. von Hamburg, 16. Oet. in Newyork angekommen. Für den verunglückten Weißbinder Philipp Schutt in Wölfersheim sind bei den Unterzeichneten bis heute folgende Gaben eingegangen und werden mit herzlichem Danke bescheinigt: Otto Fulda, Offenbach 3 M.; Dr. v. Fr., Frankfurt a. M. 5 M.; Moritz E. Goldschmidt, Frank— furt a. M. 10 M.; Pfarrer Wahl, Wieseck 2 M.; Pfarrer Heberer, Allendorf 3 M.; Pfarrer Blumhof, Wohnbach 1 M.; Gemeinde Einnehmer Scherrer, Wölfersheim 2 M.; A. 3, Worms 25 M.; Oberamtsrichter Schuchard, Gerns⸗ heim 5 M.; Pfarrer Sch. in S. 2 M.; Wilkens, Schwetz⸗ ingen 10 M.; zusammen 68 M. 5 Wir bitten herzlichst um weitere Gaben. Wölfersheim den 18. Oetober 1886. Schmidt, Pfarrer zu Södel. Heyer, Bürgermeister. Joraclitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 28. October 1886. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 35 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 40 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 24. Oetober an Morgens 6 Uhr 30 Min., Nachmiktags 4 Uhr 30 Min. Freitag den 29. und Samstag den 30. Oetober 1886: Neumond ⸗Marcheschwan. in Abzug kommen, bleiben für die öffentlichen Brunnen 42126 ebm, eine Summe, welche zwar geringer als im Vorjahr esst, aber immer noch viel zu groß dasteht, um das 10 Nr ö eingese! 1 96 Die elne T. Mörlen der eben 16. Le aus Nit eringst bed und ge 900 M. bruder Klaus auf Bes ort in nicht zu in Oben Klaus gebote! Dienst um so waltete Empfan und ih brüder die der scheid Die und R. unter 3 1 Ba 1 6 3289 7 85— : 2— r 57 2——* 1 4 Bekanntmachung. 3966 Die zur Erbauung der Kreisstraße Gettenau— Ludwigshoffnung bis Kreisgrenze Büdi— . Arbeiten, nämlich: g ä Chaussirarbeiten, 18010 qm, veran- M. Pf. schlagt zu 3908— 2. Das Zerschlagen von 968 ebm Deck— steinen, veranschlagt zu 3678 40 3. Das Anliefern von 285,60 ebm Sand, zur Ueberdeckung der Fahrbahn, ver— anschlagt zu 899 60 kommen Samsiag, 30. 10 Uhr, im Rathhaussaa Vergebung. Näbere Auskunft ertheilt Bezirksbauaufseher Kraft October d. J., Vormittags le zu Gettenau zur öffentlichen in Nidda, bet u dem auch Voranschlag und Bedingnißheft eingesehen werden konnen. Büdingen, 15. October 1886. Großherzogliches Kreisamt Büdingen. Khietsch. Aufgebot. Die am 11. Dezember 1821 geborene Katharina Klaus, eine Tochter des verlebten Konrad Klaus von Ober Mörlen(Großherzogthum Hessen) aus seiner Ehe mit der i verlebten Margaretha Laux, ging in ihrem 16. Lebensjahr, vermuthlich mit Fliegelwedelhändlern aus Nieder Weisel, nach England und ist seitdem nicht das geringste Lebenszelchen von ihr bekannt geworden. Das aus dem elterlichen Nachlasse ihr zugefallene und gerichtlich verwaltete Vermögen beziffert sich auf 900 M. Als ihre gesetzlichen Erben erscheinen ihre Stief— brüder Johannes Klaus in Ober-Mörlen und Nicolaus Klaus in England. Letzterer war vor einigen Jahren auf Besuch in seiner Heimath, sein jetziger Aufenthalts ort in England ist jedoch selbst auf diplomatischem Wege Antrag des Johannes Klaus in Ober-Mörlen ergeht an die obenerwähnte Katharina Aufforderung im Auf- nicht zu ermitteln. Auf Klaus in England die öffentliche gebotstermin Dienstag den 2. November 1886, Vorm. 10 Uhr, um so gewisser ihre Erbansprüche an ihr dahier ver waltetes Vermögen geltend zu machen und dasselbe in Empfang zu nehmen, als sie sonst für verschollen erklärt obenerwähnten Stief beziehungsweise N und ihr Vermögen ihren beiden brüdern, jedem zur Hälfte überwiesen, die dem Nicolaus Klaus in England scheid gerichtlich weiter verwaltet würde. Dieselbe Aufforderung ergeht an etwaige Leibeserben und Rechtsnachfolger der erwähnten Katharina unter Androhung des gleichen Nachtheils. Bad⸗ Nauheim den 23. August 1886. Großherzogliches 1 1 Bad-Nauheim. 3289 Material-Lieferung. Dienstag den 256. Mets. von 10 Festmeter Eichenstammholz, 4000 Stück Pfählen von Eichenholz und 700 Liter Rüböl für die Grube Ludwigs hoffnung bei Melbach auf dem Submisionswege vergeben zufallende Halb— werden. Die Anerbietungen sind versiegelt, frankirt mit der Aufschrift„Materiallieferung“ versehen, längstens! Vormittags 10 Uhr an genanntem Loge auf unserem Büreau dahier abzugeben. folgt in Gegenwart der erschienenen Submittenten. Die Lieferungs bedingungen können vom 20. d. an bei uns eingesehen werden. Bad⸗Nauheim den 18. October 1886. Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad Nauheim Jäger. 3981 Faselochsen-Versteigerung. Dienstag den 26. d. Mts, Nachmittags 2 Uhr, sollen zwei der Gemeinde gehörig ge, zum Schlachten geeignete Faselochsen öffentlich dahter versteigert werden Ober-Mörlen am 20. Oktober 1886. Großherzogliche Bürgermetsterel Ober-Moͤrlen. Jeckel. 98⁵ Diensimädchen— Hesuch. Eine Familie im Elsaß bei Straßburg sucht für Anfang November ein anständiges, tüchtiges Mädchen, evang., nicht unter 20 Jahren. Dasselbe muß im Kochen und den übrigen Hausgeschäften wohl erfahren sein. Lohn für den Anfang M. 160. bis 200 M. steigend, nebst Reiseentschädigung— Offerten befördert unter B. B. 1001 die Exped. des Anzeigers,. oselbst die Mädchen sich persönlich vorzu stellen haben. 3970 10 B. Becker in Seesen a. H. versendet als 8 Spezialität e s. Jahren als 8 u. * 5 67711 holl. Rauchtabak 10 Pfd. freo. MI. 8 M. Garantie: Zurücknahme.(Mag. a. 1262.) Zuckerrüben ab Statlon Friedberg, Nauheim, Butzbach, Hungen zu kaufen gesucht. 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Frischen Laberdan 30983 bei Wilhelm Fertsch. Erklärung. Von einigen Seiten, und besonders von einer, an⸗ maßend nach unten, kriechend nach oben, wird die Nach— richt verbreitet, ich sei der Verfasser von Artikeln in der „Hess. Volkszeltung“, dem Nephut'schen Blatte in Gießen. Diese Nachrichten sind ebenso unverfroren als un— [wahr. Noch nie habe ich in beregtes Blatt eine Silbe geschrieben, oder auch nur veranlaßt. Ich halte das Blatt nicht, ich lese es nicht und habe absolut Den Empfang der Modell-Hule und sonstigen Neuheiten für die bevorstehende Saison zeige ich hiermit ergebenst an. Gleichzeitig bringe ich mein reichhaltiges Lager in Wolle⸗ und Weißwaaren, Regenschirmen, Schürzen, Corsetten, Handschuhen, Krausen und allen in das Fach einschlagenden Artikeln zu den bllligsten Preisen in empfehlende Erinnerung. Pelzkappen von den billigsten bis zu den feinsten. Putzarbeiten werden rasch und geschmackvoll aus— geführt. Dorothea Barnas, vormals D. Falck, 3 3834 vis-à-vis dem Hötel Trapp. Am 9. September wurde zwischen Friedberg und Ilbenstadt eine auf Leinen gezogene Karte des Regierungs— Bezirks Wiesbaden verloren. Der Finder wird gebeten, dieselbe gegen Belohnung in der Exped. des Anzeigers abzugeben. 3965 Frisch entleerte Salatölfässer, zum Krauteinmachen, empfiehlt 3976 J. A. Windecker. N2 7 22 Filzhüte neuester Herbstmode, 2942 Herren-& Damen-Vegenschirme, Kappen jeder Art empfiehlt in größter Auswahl zu billigen Preisen 2 E a7 Heinr. Diehl, Usagasse. Verantw. Red.: Carl N Druck und Verlag von Carl Bindernages. zeichneten bei gut besetzter Tanzmusik statt, wozu ergebenst Karten sind zu haben bei den Herren Gebr. Löb Aufnal Hochsw 1 Betrt! 0 Tagen 1 j j— De in Mat rath ve zum E vom E im Fe B hat de ung ei versich die„ mit un die nun 3 8 Uhr und w manda denten Raiser Ankun Goube gemelde fund daf durch 3 5 land in mund 8 mit 1 einer J worden 40,000 nimmt =— S — — 2 —