pfe. 1 Fticdberg bien he saluß fat 18 S. Pol, bicttt tine du zu den Lage, ie ind dol⸗ „ Scitftellen, „ Fintigtunzen ge Theis hüte, der⸗ chuhe, ll. turen cl 74% 51 1 6 Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes. den einzelnen Beschuldigten, die sich mehrerer Frevel schuldig gemacht chronologisch aufgestellt, 1886. Famstag den 20. November. Oberhes Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. M 137. 6 er Anzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzei ördli i e 1 f. be 8 i lo zeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 5 Amtlicher Theil. Betreffend: Den Termin zur Einsendung der Gemeinderechnungen und Voranschläge. Friedberg den 16. November 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Verfügung vom 5. Juli l. J., Oberhessischer Anzeiger Nr. 80, bringen wir andurch für diejenigen von Ihnen, welche noch damit rückständig sind, wiederholt in Erinnerung. ese 5 N Friedberg den 18. November 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 2 Nach Mittheilung Großherzoglichen Kreisveterinäramts sind die in Gemäßheit unseres Ausschreibens vom 14. v. Mts., Kreisblatt Nr. 123, dieser Behörde einzusendenden Auszüge aus den Viehseuche-Tabellen über die Erkrankungen an Milzbrand höchst unregelmäßig eingelaufen, seitens einiger von Ihnen sogar ganz ausgeblieben. Diesen letzteren geben wir auf, die betreffenden Auszüge dem Großherzoglichen Kreisveterinäramt bei Meidung unangenehmer Verfügung binnen 24 Stunden vorzulegen, wobei wir bemerken, daß wir uns von dem Befolg überzeugen werden. f„Wir erinnern bei dieser Gelegenheit daran, daß für die Zukunft die fraglichen Auszüge spätestens bis zum 15. des ersten Monats eines Vierteljahres an das Kreisveterinäramt einzusenden sind. Aus den vorgelegten Auszügen geht hervor, daß die Viehseuche-Tabellen selbst vielfach sehr mangelhaft geführt werden. Von den meisten von Ihnen sind Todesfälle von Kleinvieh, besonders Schweinen und Schafen, gar nicht in die Tabellen aufgenommen worden. Dies muß aber schon deßhalb unbedingt geschehen, weil gerade bei Schafen und Schweinen der Milzbrand häufig vorkommt und darum bezüglich dieser Thiere die strengste Durchführung des Milzbrand-Reglements geboten ist. Wir werden den Großherzoglichen Kreisveterinärarzt ersuchen, sich bei gelegentlicher Auwesenheit in Ihren Orten von der Führung der Tabellen zu überzeugen und uns eventuell Anzeige von schlechter Führung zu erstatten. Daraus, daß Schafe und Schweine vielfach nicht in die Tabellen aufgenommen sind, ist zu schließen, daß mit gefallenen Thieren dieser Art auch nicht vorschriftsmäßig verfahren wird. Insbesondere die gründliche Verscharrung auf dem Wasenplatz ist aber deßhalb geboten, weil mangelhafte Verscharrung häufig die Ursache neuer Milzbrandausbrüche bei anderen Thiergattungen ist. In dieser Hinsicht wollen Sie besonders auf die Schafhirten ein wachsames Auge haben, welche, wie uns bekannt, die gefallenen Schafe fast saͤmmtlich auf dem Felde abledern und das Fleisch an ihre Hunde verfüttern. Wir behalten uns vor, zur Beseitigung dieses Uebelstandes demnächst weitere Bestimmungen zu treffen und geben Ihnen für jetzt auf, jede derartige Zuwiderhandlung eines Schäfers oder anderer Angehörigen Ihrer Gemeinde alsbald hierher zur Anzeige zu bringen. J. V.: Neben Betreffend: Die Einsendung der Rügeregister. Friedberg den 18. November 1886. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissarlat Wickstadt. Nach Mittheilung Großherzoglichen Amtsauwalts zu Friedberg unterlaufen bei Aufstellung und Einsendung der Feldrügeregister eine Reihe von Unregelmäßigkeiten, welche den Geschäftsgaug in ungünstiger Weise beeinflussen. Mißständig sind insbesondere folgende Punkte:— 1. Die vorbereiteten Rügeregister werden meist allein eingesandt, ohne daß die nach§. 2 der Verordnung vom 29. August 1879 durch den Feldschützen in der Regel schriftlich zu machenden Anzeigen angeschlossen werden. 2. Die Aufstellung der Rügeregister wird nicht dem§. 9 der genannten Verordnung entsprechend in alphabetischer Ordnung und bei sondern regelmäßig nur chronologisch, so daß eine Ueberweisung der erkannten Strafen und Nebenansätze einen unverhältnißmäßigen Mehraufwand von Zeit und Mühe erfordert. 3. Wenn Kinder als Frevler in Betracht kommen, wird sehr häufig das Alter nicht angegeben, so daß eine Unterlage dafür fehlt, um beurtheilen zu können, ob die Eltern auf Grund des Art. b des F.⸗St. G. für haftbar erklart werden können, oder ob sie nach Maßgabe des Gesetzes vom 31. August 1874 als Thäter zu bestrafen sind. Sie wollen bei Meidung disciplinarischen Einschreitens dafür besorgt sein, daß die bezeichneten Uuregelmäßigkeiten für die Zukunft unterbleiben. S N* N e b 1 J. V.: Nebel. Betreffend: Das Gesetz vom 14. Mat 1879 über den Verkehr mit Nahrungsmitteln und Gebrauchsgegenständen, Ni 8 No 8 886 hier insbesondere Auslegung der Bestimmungen in den§§. 10 u. ff. in der gerichtlichen Praxis. Friedberg den 18. November 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unser Ausschreiben vom 30 Juni l. I., Kreisblatt Nr. 77, wonach die in Gemäßheit des Nahrungsmittelgesetzes zu führenden Tabellen, soweit darin Einträge stattgefunden haben, oder Ihre Berichte, daß derartige Einträge nicht vollzogen wurden, spätestens bis zum 30. Dezember l. J. borlulegen sind, bringen wir hierdurch in Erinnerung. IJ: B. Nie bie Deutsches Reich. Vormittag den Besuch des Prinzen, welcher sich[ Vergehens gegen§ 129(Theilnahme an einer Darmstadt. Der Telegraphen-Inspektorsverabschiedete. Verbindung zur Verhinderung von Maßregeln bei den Oberhessischen Eisenbahnen Samm wurde ö ie Vi a auf Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Errichtung eines orientalischen Seminars in Berlin der Verwaltung, oder der Vollziehung von Ge— setzen durch ungesetzliche Mittel) des Strafge— setzbuches und wegen Verbreitung socialistischer Schriften, zu je einem Jahr, den Angeklagten — Dem Bundesrath ist die Vorlage betreffs Gesundheit und der Betriebscontroleur bei den wieder zugegangen. 9 — Die Rädelsführer bei den Spremberger Oberh. Eisenbahnen 0 suchen in den Ruhestand versetzt. Der Oberförster Hüter wurde von Dieburg nach Bessungen versetzt. l Berlin, 16. Nov. Der Kaiser leidet in Folge einer Erkältung an einer leichten Heiserkeit, wie sie bei dem greisen Monarchen sich bekannt— lich oͤfters zeigt. 1 dessen einige Schonung aufzuerlegen und verblieb während der gestrigen Abendstunden zu Hause. — 18. Nov. Prinz Ludwig von Bayern be⸗— gab sich gestern Vormittag in einer vierspännigen Hofequlpage nach Spandau, um daselbst die Festungswerke, die Militär-Justitute u. s. w. in Augenschein zu nehmen. Nachmittags kehrte derselbe nach Berlin zurück und entsprach dann einer Einladung des hiesigen bayerischen Ge— sandten zum Diner. Der Kaiser empfing heute Otto zu Gießen auf Nach- Der Kaiser hat sich in Folge Wede, wegen der gleichen Vergehen, zu einem Excessen werden, wie der„B. B. Ztg.“ gemeldet Jahr und einem Monat und den Angeklagten wird, entsprechend der Unterscheidung, die in den 0 bisherigen Prozessen zwischen den Theilnehmern] Stein wegen Verbreitung socialistischer Schriften der Unruhen des 30. April und denen des! zu zwei Monaten Gefaͤnguiß. Es bestätigt sich 1. Mai gemacht worden ist, ebenfalls in 2 Ab- ferner, daß unlängst 2 Soldaten wegen socia— theilungen, und zwar vor dem hiesigen Schwur- listischer Umtriebe verhaftet wurden, einer in gericht, abgeurtheilt werden. Die Verhandlung Lubeck, einer in Hamburg.. f gegen 18 Angeklagte der ersten Serie wird am München, 17. Nov. Die deutsche Kron— 18. Nov., gegen die übrigen 6am 23. Nov. beginnen. prinzessin, die auf der Rückreise von Italien — Der deutsche Botschafter Prinz Reuß hier verweilt, entsprach gestern Nachmittag mit ist von dem ihm bewilligten Urlaube nach der Prinzessin Victoria einer Einladung des Wien zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Prinzregenten zur Tafel. dortigen Botschaft wieder übernommen. Altona. Die Strafkammer! des hiesigen Land- gerichts verurtheilte die Socialisten Saß, Tho- eich Un mas, Heidrich, Rassow, Knuth und Jensen, wegen! In dem Ausschusse für Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 17. auswärtige Angelegen— Nov. —— ———— r——— ————— heiten der ungarischen Delegation erklärte Graf Kalnoky, daß die wiederaufgenommenen Tarif— verhandlungen zwischen Oesterreich und der Türkei einen baldigen günstigen Abschluß erhoffen lassen. Hinsichtlich der Handelsbeziehungen zwischen Oesterreich und Rumänien erklärte Graf Kalnoky: Die gegenwärtigen vertraulichen Verbandlungen befinden sich in einem Stadium, welches bei den beiderseitig vorherrschenden guten Dispositionen Aussicht auf eine baldige Beendigung der bei— derseits unerwünschten gegenwärtigen Situation eröffnet. Schweiz Bern. Der Bundesrath be— schloß nach wiederholter Berathung der Landes— versammlung sehr erhebliche Zollerhöhungen auf Nutzholz, Schuhwaaren, Handschuhe, Butter, Fleischwaaren, Mehl, Kaffeesurrogate, fabrizirte Tabake, Bier, Wein in Fässern, Baumwoll— Woll und Leinengewebe, Confection, Vieh, Pelz werk und Quincaillerie vorzuschlagen und be— hält sich außerdem die Anwenduung des im Zollgesetz vorgesehenen Kampfzollartikels vor. Holland. Amsterdam, 18. Nov. Die Socialisten Fortyn und Vanderstadt sind zu je sechsmonatlicher Einzelhaft verurtheilt, weil sie aufrührerische Schriften verfaßten und bei den Arbeiterunruhen im Juli vertheilten. Frankreich. Paris. Nach dem„Boston Herald“ hat die französische Regierung bei ver— schiedenen amerikanischen Waffenfabriken für etwa eine halbe Million Dollars Gewehre mit Munition bestellt und sollen 500 jeden Tag abgeliefert werden. Bulgarien. Sofia, 17. Nov. Aus Varna wird gemeldet: Seit einigen Tagen ist eine Er— kaltung der russisch-türkischen Beziehungen einge— treten.— Aus Odessa meldet man: Dem hie— sigen panslavistischen Organ zufolge reist Kaul— bars nächster Tage nach Petersburg ab, um über das Ergebniß seiner Mission zu berichten. — Der Fürst von Mingrelien wurde nach dem Fe. J. von den Mächten mit Ausnahme von Oesterreich-Ungarn acceptirt. Es gilt nunmehr als gewiß, daß Rußland Bulgarien nicht occupirt. Ein Mitarbeiter der„W. A. Ztg.“, der den bulgarischen Throncandidaten, den Fürsten Nikolaus von Mingrelien 1867 in Homburg v. d. H. kennen gelernt hatte, scheint damals keine glänzenden Hoffnungen auf den Prinzen gesetzt zu haben. Er berichtet:„Das Studium der Offenbach'schen Musik, der Besuch der kleinen Theater, in welche ihn der zweifel— hafte Graf Gabrieli pilotirte, der Umgang mit leichter weiblicher Waare, wie sie in Paris stets in hellen Haufen zu finden ist, füllten seine ganze Zeit aus. Eines Tages sah ich ihn in komischer Verzweiflung; der junge Herr war auf eine spröde Schönheit gestoßen.„Ich weiß nicht,“ rief er erbost aus,„warum in diesem dummen Lande so viel Aufhebens mit den Frauenzimmern gemacht wird. In Mingrelien, wenn mir ein Mädchen gefällt, befehle ich einfach ihrem Vater, sie mir aufs Schloß zu schicken. Der Alte be— dankt sich und die Sache ist erledigt.“ Dies ist der Nachfolger eines Alexander! Glückliches Bulgarien!— Die große Sobranje hat sich ver— tagt, ohne den Zeitpunkt des Wiederzusammen— trittes festzustellen. — 18. Nov. General Kaulbars erhielt die kategorische Weisung, sammt allen Consulats— Beamten unbedingt Bulgarien zu verlassen, falls die Regierung die letzten Forderungen des Generals nicht erfüllt. Falls Kaulbars abreist, werden die russischen Archiwe und Unterthanen unter deutschen Schutz gestellt. Griechenland. Athen, 17. Nov. In der gestrigen Kammersitzung verlangten mehrere Deputirte der Oppositionspartei die Vorlage der Correspondenz betreffs der Vorgänge an der Grenze während der über Griechenland verhängten Blokade. Ministerpräsident Tricupis verweigerte die Vorlage und stellte die Cabinetsfrage. Die Opposition verließ darauf die Sitzung; die Ab— stimmung wurde vertagt. Rußland. Petersburg. Kaiser Alexander III. ist ein schwerer„Nervenkranker“, das ist kein Gerücht mehr, sondern eine Thatsache, die um so schwerer wiegt, als er die auswärtige Politik, namentlich in Bulgarien, persönlich leitet. Des— halb müssen nicht nur seine Leibärzte und Minister, sondern auch die Botschafter und Gesandten der auswärtigen Mächte, die auf seine Entschlüsse wirken wollen, leise und behutsam auftreten, damit nicht das Unerwartetste und Unerwünschteste plötzlich zum Vorschein kommt. Nur so ist es zu erklären, daß des kranken Mannes Diener und Vollstrecker ein Kaulbars sein kann und darf. Die Kaiserin wird den Winter mit dem Thronfolger in Nizza oder Cannes zubringen. Wenngleich von einer augenblicklichen Gefahr für den Großfürsten nicht die Rede ist, so ver— langen die Aerzte doch einen längeren Aufent— halt in warmem Klima. — Giers erklärte auf eine Anfrage über die Befehle zur Mobilmachung in der Krim, der Kriegsminister mache augenblicklich an ver— schledenen Punkten des Reiches Mobilmachungs— versuche; es handele sich also um einfache periodisch wiederkehrende Manöver. Egypten. Kairo, 15. Nov. Einer hier eingegangenen amtlichen Meldung zufolge erschien ein etwa 500 Mann starker Rebellenhaufen plötz— lich auf einer Anhöhe 12 Meilen oberhalb Wady Halfa und begann das Eisenbahngeleise und andere Werke daselbst zu zerstören. Es wurde sofort ein gepanzerter Zug zur Verfolgung der Rebellen ausgesandt und nach einem ziemlich scharfen Feuer zogen sich letztere mit Zurücklass— ung vieler Todten zurück. Zwei Scheichs, die gefangen genommen wurden, erklärten, daß der Verstoß lediglich wegen Mangel an Lebensmitteln erfolgte; sie fügten jedoch hinzu daß eine größere und gutbewaffnete Streitmacht sich den Nil weiter hinauf ansammele. Amerika. New- Pork. In den hiesigen Arbeitervereinen circuliren Petitionen zu Gunsten der Einleitung eines neuen Processes für die verurtheilten Anarchisten in Chicago; dieselben finden zahlreiche Unterschriften. Aus Stadt und Land. Gießen. Als Geschworene für das IV. Quartal wurden gezogen: 1. Herber, Fr. Chr, Landw. in Angers— bach. 2. Streng, Dr. A, Prof. in Gießen. 3. Georgi, Fr., Rentner in Gießen. 4. Hartmann, J. III., Landw. in Heuchelheim. 5. Schirmer, B., Kaufm. in Alsfeld. 6. Heß, G., Brauereibesitzer in Gießen. 7. Buͤcking, H. VII., Kaufm. in Alsfeld. 8. Emmerich, Fr. A; in Petterweil. 9. Kalbfleisch, K., Landw. in Altenburg. 10. Rahn, J. V., Landw. in Altenhain. 11. Planz, Fr., Bäcker in Alsfeld. 12. Feldmann, H., Buͤrgerm. in Lauter. 13. Thylmann, H, Landwirth in Altenstadt. 14. Georg, K., Landw. in Eifa. 15. Emmel, J. III., Landw. in Nieder-Mockstadt. 16. Leopard. G., Landw. in Melbach. 17. Grüninger, W. A., Leimsieder in Butzbach. 18. Will, A., Kaufm. in Gießen. 19. Sack, E, Rentner in Gießen. 20. Wimmenauer, Forstrath in Lich. 21. Schäfer, P. Ph., Landw. in Höchst a. d. N. 22. König, J, Müller in Lindheim. 23. Haberkorn, A., Oberförster in Wind— hausen. 24. Schüßler, M., Landw. in Großfelda. 25. Schäfer, L. I., Beigeordneter in Daubringen 26. Winter, Ph. I., in Büdesheim. 27. Sack, G., Renkner in Gießen 28. Wallenfels, J. II., Wirth in Allen— 30. Jockel, H. I., Bäcker in Grünberg. Pfungstadt. Die erste Pfarrstelle dahier ist dem seithertgen Hofprediger des Fürsten von Bulgaren Dr. Koch übertragen worden. Bingen, 16. Nov. Am Sonntag Abend kurz nach 7 Uhr wurde ein hiesiger Einwohner, welcher spazierend auf- und abging, ganz in der Nähe der stets von Passanten belebten Eisenbahnbrücke nach Bingerbrück von 2 Strolchen überfallen und seiner Uhr, sowie seiner Baarschaft im Betrage von 5 Mk. beraubt. Allerlei. Usingen. Das hiesige Kreisbl. bringt folgende kostbare Notiz:„Sicherem Vernehmen nach hat Herr Dr. Dietz dahier ein Engagement an die Redaktion des „Taunusboten“ in Homburg angenommen und wird schon in nächster Woche daselbst in Thätigkeit treten. Die von demselben bisher betriebenen Geschäfte, wie Flaschen⸗ bierhandlung ꝛc. werden in derselben Weise wie bisher von demselben fortgeführt werden.“(Prosit, Herr„College!“ In dem„staubigen“ Homburg dürfte sich als Nebenver⸗ dienst für den Sommer auch noch„Glanzwichse“ em⸗ pfehlen. Die Red.) Heilbronn. Bahnwärter Glück fand am Samstag N früh 5¼ Uhr in der Nähe des Controleeingangs gegen Großgartach zwet starke Baumpfähle quer über beide Schlenenstränge liegen und davor zwei große Steine im Geleise selbst. Außerdem war noch in einiger Entfernung eln Heetometerpflock, der gewaltsam von seinem Orte ent fernt worden war, in's Geleise gelegt. Von dem Thäter hat man bis jetzt keine Spur. Kreuznach, 16. Nov. Bei der Ausfahrt des Guͤter⸗ zuges Nr. 841 in der Richtung auf Münster am Stein entgleiste heute die Maschine an der Ausfahrtsweiche des hiesigen Bahnhofes. In Folge dessen war das eine Ge— leise zwischen 11 und 2 Uhr gesperrt und die Personen⸗ zuͤge erlitten namhafte Verspätung. Sonstiger Schaden ist nicht entstanden. Dresden, 16. Nov. Beim heutigen Auftreten Hans». Bülow's im Niecode'schen Philharmontschen Concert erhob sich minutenlanges Zischen und Pfeifen; Rufe:„Czeche Hanusch'raus, wir sind Deutsche!“ er— tönte von den Gallerien. Der Lärm wiederholte sich nach jedem Abgange und Wiedererscheinen des Cla— vierspielers. Köln, 18. Nod. Gestern stürzte gegen 3 Uhr Nach— mitttags in der Roonstraße(Neustadt) ein vierstöckltzer Neubau ein und begrub vierzehn darin beschäftigte Leute unter seinen Trümmern. In der Nähe beschäftigte Ar— beiter brachten die erste Hülfe, die sehr bald eintreffende Feuerwehr nahm dann die Rettungsarbeiten in die Hand. Gegen halb 4 Uhr wurden drei Schwerverletzte hervor— geholt sowie zwei Todte. Etwas später fand man noch zwei Verletzte. Die übrigen Verschütteten hatten sich mit Hülfe der herbeigeeilten Retter glücklich herausgearbeitet; einzelne hatten nur unerhebliche Verletzungen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Ebangelische Gemeinde. 22. Sonntag nach Trinitatis. Todtenfest. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Schick. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9½ Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Am 1. Advent Abendmahl in der Burgkirche. statholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; ¼7 Uhr: Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. 7 Uhr: Jubiläums Andacht. 4315 Als feinster und zuträglichster Tafel Liqueur wird heute bereits Widifeldt's bellebter Magenbehagen allseitig anerkannt. Niederlage u. A. bei W. Bernbeck. Vogelsverger Höhen-AKräuter-Magenbitter von Jos. 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Auf besonderen Wunsch der Verstorbenen ver- bittet man sich allen Schmuck an Blumen und! Kränzen. Besondere Einladung erfolgt nicht. Friedberg den 19. November 1886. 4354 Die trauernden Hinterbliebenen. Todes-Anzeige 0 82 Ie. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren innigstgellebten Gatten, Vater, Schwiegervater und! Großvater Heinrich Jacob Meuhardt nach kurzem aber schweren Leiden heute Nacht um / Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen Klein⸗Kalrben den 19. November 1886. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag um 1½¼8 Uhr statt. Besondere Einladung erfolgt nicht. Nachmittag 4338 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Theilnahme bei den langen und schweren Lelden meiner innigstgellebten Frau Maria Huber, geb. Kriegck, sowie für die große Begleitung zu ihrer letzten Ruhe— stätte, sagt hiermit Allen tiefgefühlten Dank Wisselsheim am 18. November 1886. Namens der Familie Huber und Krlegck: Der trauernde Gatte 4327 Peinrich Huber. — Musikverein in Friedberg. Concert Sonntag den 28. November 1886, Abends 7½ Uhr im Trapp'schen S Aaale. Zut Aufführung kommt das Oratorium „Elias“ von F. Mendelssohn-Bartholdy. Unter gütlger Mitwirkung von Fräulein E. Nachtigall(Sopran), königl. Hofopernsäugerin in Wiesbaden, Fräulein Anng Göring(Alt), Concertsängerin in Darmstadt, Herrn Sigm. Krauß(Tenor) in Darmstadt, Herrn Adolf Müller(Baß), Lehrer am Raff-Conservatorlum in Frankfurt a. Wa Herrn Seminarlehrer Fr. Link dahler. Große Weihnachts- Ausstellung aller Arten von Spielwaaren in reicher Auswahl, sowie Puppen und Puppen Wagen zu festen und billigen Preisen bei Jos. Hoffmann an Rathhaus. War Neparaturen an Wachspuppen werden schnellstens ausgeführt. 0 Aeltestes, größtes und billigstes Mübelmagazin in Friedberg von J. Pfeffer& Metzendorf, vor 50 Jahren unter der Firma J. 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Für bas mir in so reichem Maße geschenkte Wohlwollen bestens dankend, bitte ich dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Achtungvollst K Friedrich. Bezugnehmend auf Obige empfehle ich die Wirth— schaft zur Wetterau bestens und wird es meln eifriges, Bestreben seln, dleselbe in der bisherigen Welse bet prompter unb reeller Bedtenung und Verabreschung von nur prima Speisen und Getränke fortzuführen. 1Bindings⸗Bier! Achtungsvollst Andzens Flohr. 40 20 Windecker's Felsenkeller. Samstag und Sonntag Schellfisch und Gäusebraten. Achtungsvoll HG. Senger. Tanz⸗Unterricht. Erlaube mir dle Anzeige zu machen, daß ich gesonnen bin, Montag den 22. November einen Tanz Cursus in Ober Rosbach zu eröffnen. Alle daran Thellnehmenden werden 11 sich Montag Abend 8 Uhr im Saale der Wlithschaft„Zum grünen Baum“ anzumelden. Homburg v. d. H. Achtungsvoll 4340 Hermann Dannhof, Tanzlehrer. Nachmarkt Okarben. Sonntag den 21. d. Mis, finder bet mir Tanzmusik bel gut besetztem Orchester statt, wozu ich höflichst esnlade. Okarben den 18. November 1886. 4318 Jos. Betzold. Lebkuchen Fr. Reuß. Der Unterzelchnete empflehlt den Herren Vürger⸗ eee,“ Metz schen Normal⸗ 1330 1332 empfiehlt Gewinde für Spr'tzenschläuche werner des Herrn H. Sechaffstädt in Gießen für die be— Frledberg. Goltfried Mondigler, 4302 Kupferschmled. Müffe, Kragen, Baretts verkaufe, um mein großes Lager zu verkleinern, zu allen Prelsen. 4317 Fritz Schmidt, Kaiserstr. kannten Preise. a Im Anfertigen von Herren— * und Damenwaͤsche in und auser dem Hause empfiehlt sich Frledberg. Frau Murg. Petri, hagesse Lebkuchen Chr. Weißenbach. Auf Diebe 4319 empfiehlt N vorstehende Weihnachtszeit empfehle ich mich dem tit. Publikum auf's Angelegentllchste. Witterung. NB. Momentaufnahmen für Kinder Erfolg garantlrt. Ad. Schrader, Photograph, 4269 Friedberg, Kalserstraße 58. Damen- und Ainder⸗Schürzen 80 z. den blluigsten P Preisen bei Friedrich . Verantw. Ned. 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Der Inhaber derselben wolle deßhalb deren Betrag zur Ver— fallzeit an unserer Gemeindekasse erheben, da vom Ver— falltage ab Zinsen nicht weiter vergütet werden. Kaichen am 17. November 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Kaichen. 4337 Weitzel. Verkauf alter Inventarien und Materialien. 4351 Montag den 22. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, werden im Badehaus J. dahier abgängige Matertalien und Inventarstücke, darunter eine Parthie Leinen und Zeitungspapier, sowie 20 Tische, 52 Stühle, 20 Wasch⸗ tische, 6 Nachttische, 6 Kleiderhänger und 4 Fahrstühle, sowie mehrere alte Röhren meistbietend gegen Baar zahlung versteigert. Bad⸗Nauheim am 16. November 1886. Großherzogliche Badedirektion Bad-Nauheim. Jäger. Versteigerung von fertigen Kleidern. Mittwoch den 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, lassen die Herren A. 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