1886. Famstag den 18. Dezember M149. Obberhessischer Anzeiger. erkaufen 111 sezten i Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch; 5 j; 5 ö f und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. e e Dienstag, Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf 9 5 f l 8 0 l zeile f., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf. Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von 1 auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets 1 Post 1 8 20 95 5 3 Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz h i i ˖ i ächstjähri ühjahrs i 2 85 0 5 1 z hat die Genehmigung zur Vornahme einer mit dem nächstjährigen Frühjahrsfaselmarkte in Butz⸗ 10 2 3 Verloosung von Faseln, Rindern, Schweinen und landwirthschaftlichen Geräthen unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 10,000 894 1 Ank ark ausgegeben werden dürfen und(abzüglich eines Betrags von 300 Mark zur Prämitrung) mindestens 70% des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Loose zum 200, nkauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet. i Betreffend: 8 3 8 e eee dazu dienen, die Gebäudeeigenthümer auf die hinsichtlich 3 der Feuergefährli elt der gewerblichem Betriebe dienenden Gebäude bei der Landes Brandver⸗ Frie 36 230, sicherungs Anstalt bestehenden Bestimmungen aufmerksam zu machen. N e 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Tamast, Das nachstehende Ausschreiben Großherzoglicher Brandversicherungs-Commission theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme und genauen Dame Nachachtung mit. Dr. Braden. men⸗] N. B. V. 6. 2449.* Darmstadt am 15. November 1886. 2 Betreffend: Die Ergreifung von Maßnahmen, welche dazu dienen, die Gebäudeeigenthümer auf die hinsichtlich der Feuergefährlichkelt der gewerblichem Betriebe dienen⸗ 4 den Gebäude bei der Landes-Brandversicherungs Anstalt bestehenden Bestimmungen aufmerksam zu machen. Teil 8 5 Die Großherzogliche Brandversicherungs-Commission an die Großherzoglichen Kreisämter. . Es ist zu unserer, Kenntniß gekommen, daß aus der von den Experten in die Brandversicherungs-Declarattonen aufgenommenen Beschreibung der Gebäude deren un Ute mit besonderer Feuergefährlichkeit verbundene Bestimmung bisher nicht immer zu erkennen gewesen ist und in Folge hiervon die Gebäudeeigenthümer auf die besondere 1 Feuergefährlichkeit ihrer, gewerblichem Betriebe dienenden und bezw. der mit dlesen in unmittelbarer Verbindung stehenden Gebäude nicht in allen Fällen hingewiesen und 425 auf die im Brandfalle, bei Festsetzung der Entschädigung, ihnen drohenden Nachtheile nicht besonders aufmerksam gemacht worden sind Da hierdurch den Versicherten t unter Umständen ein großer Vermoͤgensnachtheil verursacht, dieser aber durch eine, bei der Aufnahme ihrer Gebäude erfolgende Hinwetlsung auf die bestehenden Vorschriften 5 vermieden werden kann, so erachten wir für angezeigt, daß von den Experten, bei der neuen Aufnahme und Abschätzung von Gebäuden, die in der betreffenden Hofraithe — vorhandenen feuergefährlichen Gebäude in der Brandversicherungs-Deelaration genau bezeichnet und deren Eigenthümer von den Großherzoglichen Bürgermeisterelen alsdann protokollatisch darüber vernommen werden, ob sie, zur Sicherung vollständiger Entschädigung für den Brandfall, die zu den Versicherungskapitalien ihrer, unserer Anstalt gegenüber als feuergefährlich bezeichneten Gebäude erforderlichen Zuschläge in Anspruch nehmen wollen oder nicht. ö N Zu diesem Behufe hat das Formular zu Vrandversicherungs-Deelarationen auf der J. und 2. Seite mit Genehmigung Großherzoglichen Mintsteriums des Innern und der Justiz einen entsprechenden Vordruck erhalten. Nach Maßgabe desselben sind in der zum Eintrag von Bemerkungen auf Seite 1 der Declarationen bestimmten rie und die mit ersteren, wie auch mit feuergefährlichen Gebäuden Aberde f Spalte alle in der betreffenden Hofraithe befindlichen feuergefährlichen Gebäude erster und zweiter Katego erster Kategorie einer benachbarten Hofraithe ohne dazwischen befindliche Brandmauer in unmittelbarer Verbindung stehenden, weil unserer Anstalt gegenüber ebenfalls als besonders feuergefährlich erachteten Gebäude mit ihrer Bezeichnung in dem Brandkataster von den Experten für die Folge aufzuführen. Weiter hat an dieser Stelle auch 0 let die nottzliche Aufführung der zu einer benachbarten Hofraithe gehörigen, mit den feuergefährlichen Gebäuden erster Kategorie der Deelaranten in unmittelbarer Verbindung 8 stehenden Gebäude zu erfolgen. Im Falle in einer Hofraithe ausnahmsweise viele feuergefährlichen Gebäude vorhanden sind, wie dies bei größeren Fabrik⸗Etablissements ctpede beispielsweise vorkommt, so kann, wenn die Spalte„Bemerkungen“ den erforderlichen Raum hierzu nicht bietet, die Aufführung der feuergefährlichen Gebäude beider Kate⸗ 7. gorieen auf einer besonderen Anlage zu der Brandversicherungs-Deelaratlon erfolgen. Kommen in einer neu abgeschätzten Hofraithe weder feuergefährlichem Gewerbebetriebe ena dienende, noch auch an feuergefährliche Gebäude erster Kategorle einer benachbarten Hofraithe ohne dazwischen befindliche Brandmauer unmittelbar anstoßende Gebäude dn, 0 vor, so ist eine deßfallsige Bescheinigung in der vorerwähnten Spalte„Bemerkungen“ von den Epperten auszustellen. 8 . Dell, Mit der Aufforderung zur Anerkennung der Nichtigkeit der Feststellung der Versicherungsanschläge der Gebäude haben die Großherzoglichen Bürgermeistereien * Casentr, deren Eigenthümer für die Folge noch weiter zur Aeußerung darüber aufzufordern, ob sie wegen der in der Deelaration als feuergefährlich bezeichneten Gebäude die zur Neerltkaitr, Erlangung voller Entschädigung im Falle eines Brandes nach§. 4 der Brandasseeurations Ordnung vom 18. November 1816 erforderlichen Zusätze zu den Versicherungs— 8 gung Anbetracht der Wichtigkeit, welche ihnen in vermögensrechtlicher Hinsicht Anschlägen derselben in Anspruch nehmen wollen. Die hierauf abgegebenen Erklärungen sind in 2 0. 0 r dem hierfür freigelassenen Raum der 2. Seite der Brandversicherungs⸗Declarationen von den Großherzoglichen Bürgermeistereien zu Protokoll beigemessen werden muß, auf N. te elare f i 5. zu nehmen und diese Protokolle, welche unter allen Umständen bezüglich sämmtlicher feuergefährlichen Gebäude des Anwesens die erforderliche Auskunft geben müssen, so klar und deutlich abzufassen, daß daraus mit Sicherheit entnommen werden kann, ob und für welche unserer Anstalt gegenüber als feuergesährlich erachteten Gebäude der Versicherte, dessen Unterschrift unter Beifügung des“ Dlenstsiegels zu beglaubigen ist, die erforderlichen Zusätze in Anspruch nehmen will oder nicht. f 5 0 Befinden sich in einer benachbarten Hofraithe Gebäude, welche an die feuergefährlichen Gebäude erster Kategorie der Declaranten ohne zwischenbesindliche Brand⸗ mauer direct angebaut und aus dlesem Grunde nach Obigem in der für die Aufnahme von Bemerkungen vorgesehenen Spalte der 1. Seite der Brandversicherungs⸗ Declarationen notizlich vorzumerken sind, so sind deren Eigenthümer ebenfalls darüber zu Protokoll zu nehmen, ob sie, behufs ihrer Sicherung vollständiger Entschädigung für den Brandfall, die erforderlichen Zusätze zu den Versicherungskapttalten dieser Gebäude in Anspruch nehmen wollen oder nicht und die bezüglichen protokollarischen Erklärungen als besondere Anlagen den Deelarationen von den Großherzoglichen Bürgermeisteresen anzuschließen. 8 8 5 i.. 14 Zur Beurtheilung, ob die gewerblichem Betriebe dienenden und mit besonderen Feuerungsanlagen hierzu versehenen Gebäude der ersten oder zweiten Kategorie der feuergefährlichen Gebäude einzureihen sind, haben die mit unserem Aus schreiben vom 24. November 1884 ad Nr. B. V. C. 2958 Ihnen mitgetheilten Verzeichnisse der feuergefährlichen Gewerbebetriebe im Allgemeinen als Anhalt zu dienen. Sollten bei den Experten jedoch Zweifel darüber bestehen, welcher Kategorie ein derartiges Gebäude einzureihen ist, so haben dieselben eine Verhandlung hierüber aufzunehmen und diese der Brandversicherungs Declaration anzuschlteßen. Dasselbe hat auch von den Groß⸗ ö herzoglichen Bürgermeistereien zu geschehen, wenn die Gebäudeeigenthümer. bei Abgabe ihrer Erklärung wegen der Inanspruchnahme der erforderlichen Zusätze zu den Ver⸗ sicherungskapitalien der feuergefährlichem Gewerbebetrieb dienenden Gebäude, mi t der Einreihung dieser durch die Experten sich nicht einverstanden erklären und deßhalb bei f ü ei Antrag auf Einholun unserer Entscheidung hinsichtlich dieser Einreihung stellen. 5 5 1718 Graßhenzog lache Sraade zu feln, in e Fällen die, den Wien des Bestimmungen entsprechenden, Einreihungen baldmöglichst vornehmen zu können, empfiehlt es sich, die bei Ihnen einlaufenden Brandversicherungs-Deelarationen, welche zu Beanstandungen Seitens der Experten oder der Gebäudeeigenthümer in gedachter Hinsicht „ uklich anlassun eben, nach Vormerkung des Tags des Einlaufs auf denselben, uns direet mitzuthellen. Wir werden alsdann die einschlägigen Verhällnisse in Erwägung Aezan asse W Falls das Gutachten des Brandversicherungs-Inspectors einholen, hierauf wegen der Einreihung der feuergefährlichen Gebäude Entscheidung treffen „* 1 Wiederanschluß der betreffenden Brandversicherungs-Declarationen und deren Anlagen, hiervon Mittheilung machen. Es erübrigt dann nur noch, daß * ent 15 hu ur Aeußerung darüber, ob sie die zur Sicherung voller Entschädigung für den Brandfall von uns erforderlich erachteten Zusätze in Anspruch ende gefordert 6 ngen der Eintrag in das Brandkataster von Ihnen verfügt, hierauf die Declaration nebst 6 ordert und auf Grund der hlerauf abgegebenen Erkläru a . Elen tat zur Wahrung des Erforderlichen in dem Brandkataster abgegeben wird. Uabtel— 1 eee Bettersce Vofbuchbrucere noch einen großen Vorrath des bisherigen Formulars zu Brandversicherungs-Deelaratlonen besißt, so soll dieser in der Weise — — — —— — * —— * 7 4 Formular bis auf Weiteres noch zur Aufnahme der Abschätzungsverhandlungen von Hofraithen, in welchen feuergefährliche Gebäude sich Aiclte aalgeregude v Henendag del e und insolange dies geschteht, haben die Experten in der Spalte„Bemerkungen“ auf der 1. Seite dieses Formulars jedoch von ä nicht befin 8 schelnigun 13 in der betreffenden Hofraithe ein feuergefährliches Gebäude nicht vorhanden ist, aufzustellen. f 5 a nun an 7 5' 1 5 35 das sehr ergebene Ersuchen an Sie zu richten, die Großherzoglichen Bürgermeistereien, wie auch die Experten in Brandversicherungs-Angelegen— steuss. N 1 5 g hlernach baldgefälligst verseten, bei Prüfung der an Sle gelangenden Brandversicherungs⸗Deelaratsonen von der pünktlichen Befolgung vorstehender 5 heiten mit Weisung bmen und im Falle etwa entdeckter Mängel für die Berichtigung und Vervollständigung der betreffenden Deelarationen Sorge tragen zu 8 K fälligen Amtshandlung hier anschlleßen, glauben wir schließlich 0 Bestimmungen Ueberzeugung n N 11 8 g 1 G lare des neuen Formulars zu Brandverstcherungs-Deelaratlonen zur ge e muck, 2*. daß der Großherzoglich Brandversicherungs-Inspeetor Weisung erhalten hat, den Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Experten in Gch doersicherungs Angelegenheiten jede gewünscht werdende Auskunft bereitwillsgst zu ertheilen und bei sich darblelender Gelegenheit die erforderliche Anleitung zur sach⸗ 0 1 g ü 8 1 7 lars eben Ct gemäßen Verwendung und Ausfüllung des neuen Formular zu g 9, ee Petry. 17 5 N — Bekanntmachung. Friedb Ende d. J. abgelaufen ist, sind auf en f blperiode der gewählten Mitglieder der Großh. Kreisschul-Commission Friedberg mit Ende d J abgedanhen ie 1 * d machden gedes Volkeschulgesehee vom Kreisausschusse auf die Dauer von sechs Jahren, VVV 555 15 Seminardirector Schäfer und 2. Rechtsanwalt Jockel von hier, 3. Decan Kalbheun zu Burg-Gräfenrode asse. tali i a orden, was wir hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringen. 8 15 i 72 Tan, als unsere Mütgtiede 3 18 1886 f. Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg. ee, Frledberg den 11. a Dr. Braden. Wegen Bettels bestraft: Peter Richberg aus Romrod, Johann Thomas Hofmann aus Lauterbach. 1 0 1 Bekanntmachung. Betreffend: Offenlegung des Grundbuchs und der Paxeellenkarten der Gemarkung Friedberg. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Fried- berg nebst den dazu gehörigen Pareellenkarten auf dem Bureau des Großherzoglichen Ortsgerichtsvorstebers zu Friedberg offen gelegt worden ist. Die Betbeiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Local einzuseben, auch gegen Entrichtung der vorschriftsmäßigen Gebühren von dem genannten Ortsgerichtsvorsteher Grundbuchsauszüge zu verlangen.— Auch werden sie von demselben auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden.— Allen Denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes und der Größen⸗ angaben für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre An⸗ stände entweder auf gütlichem Wege bei dem Großherzogl. Ortsgerichtsvorsteber zu Friedberg, vor welchen sie ihren etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen oder insofern dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bet dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, innerhalb der obigen Frist die Anzeige zu machen. Die⸗ selbe Anzeige liegt ihnen innerbalb derselben Frist als: dann ob, wenn sie bereits vor Offenlegung des Grund— buchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitz⸗ klage angestellt haben.— Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und die Groͤßenangaben im allen denjenigen Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gericht liche Beseitigung bei dem genannten Ortsgerichtsvorsteher zu Protocoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deßhalb erhoben und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist.— Zugleich werden alle Diejenigen, welche die in Ge mäßbeit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 — betreffend: die Erwerbung des Grundeigenthums ze. — beigefügten Erwerbtitel berichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der fest gesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen,— und, wenn dieses ein anderes als das unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. — Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 30. Juni 1887 zu Ende. Friedberg den 14. Dezember 1886. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 4751 Herzberger. Holzversteigerung. Mittwoch den 22. Dezember l. J. wird loosweise versteigert: Vormittags 10 Uhr auf der Seewiese, an dem Pfad nach Ockstadt beginnend: Das Kopfholz von 57 Weidenbäumen, das Ausputzholz am Burgberg und Nachmittags 2 Uhr auf der Markwiese das Kopfholz von den längs der Wetter stebenden Weiden bäumen. Ober⸗Rosbach, 15. Dezember 1886. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. 4726 Strack. * 2 N— 1 1 Güter⸗Versteigerung. Montag den 27. Dezember l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Ratbhause die Grundstücke des Konrad Reuß 11. einer zweiten und letzten Versteigerung aus gesetzt werden. Hierbei bemerken wir, daß die Genehmigung sofort ertheilt werden soll. Friedberg den 16. Dezember 1886. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 4753 Stein häußer. 5 Bekanntmachung. Dienstag den 21. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Büreau Großh. Ortsgerichts Dorheim elf in den Gemarkungen Dorheim und Schwalheim belegene, zur Concursmasse des A. Schimmelbusch auf dem Schwalheimer Mineralbrunnen gehörige Parzellen einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt. . Bemerkt wird, daß auf der einen Parzelle eine Mineralquelle sich befindet. Friedberg den 16. Dezember 1886. Der Concursverwalter. L. Seyd, 4761 Rechtsanwalt. N 2 0* . Kapitalausleihung. i Bei der Gemeindekasse zu Dortelweil liegen bis Ende Dezember 1886 1200 Mark Stiftungskapitalien gegen vorschriftsmäßige hypothekarische Sicherheit ander— weit zum Ausleihen bereit und nehmen Anmeldungen hierauf entgegen 5 Die Großherzogliche Gürgermeisterei Dortelweil und Gemeinde⸗Einnehmer Rlesinger zu Vilbel. 4749 Erbsen, Bohnen, Linsen empfiehlt in gutkochender Waare 4425 Gemeinschaftliche Orts-Kranken-Kasse für Reichelsheim und Umgegend. Die auf heute anberaumte General-Versammlung soll nunmehr am 2. Weihnachtsfeiertage, Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaus„Zur Post“ abgehalten werden. Tages⸗ Ordnung: Statutenänderung, betr. land- und forstwirthschaftliche Arbeiter. Reichelsheim, 15. Dezember 1886. Für den Vorstand: 4725 Fz. Conrad. Orts-AKrankenkasse für Groß-Karben und Umgegend. Sonntag den 19. l. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, findet die diesjährige statutengemäße General⸗Versammlung auf dem Rathhause zu Groß-Karben statt und werden hierzu sämmtliche Kassenmitglieder und Arbeitgeber eingeladen. Tages- Ordnung: 1) Wahl des Ausschusses für die Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres. 2) Abänderung der Statuten. 3) Besprechung über sonstige Kassen-Angelegenheiten. 1698 Zahlreiche Betheiligung sehr erwünscht. Der Vorstand. Groß Karben den 12 Dezember 1886. 3 0 7. 7 7710 Billiger wie über lauft man im großen Ausbersiuuf von G. Schulhof. 70 feine Herren-Ueberzieher.. 12 Mark, 300„ Herren A 200„ Herren-Hosen, reine Wolle, 5˙½„ 90„ Damen-Winter-Mäntel. 6„ 100„ Regen MNän te!!! Preise sind ein Drittel billiger wie in jedem Geschaͤft ueavogß ue Jpihong nx leg qun nau qui Die Herren-Kleiderstoffe 20 Pf., doppelbreite Lamas 55 Pf., Hemden— flanelle 25 Pf., Bouxquin, breit M. 1.50, sowie sämmtliche andere Waaren, sehr billig, im großen Ausverkauf G. 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Zusammenkunft an der Verbinduugsstraße nach Hoch— Weisel, zunächst dem alten Kalk Nieder Weisel den 14. Dezember 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Weisel. Krausgrill. Zur Beachtung. Alle Sorten Därme in Prima-Waare sind stets zu haben bei Reichelsheim i. d. 4689 4727 4763 Wilhelm Vogt III., Metzger. unseres Lagers wird 5 zur Hälfte des reellen Werthes verkauft. A. Spier& Söhne, gegenüber dem Rathhaus. 4711 * 8 3 3 Ungar- Weine 9 selbstgekeltert, garantirt rein, Erlauer M. 1. per Flasche mit Glas, Carlowitzer„ 1.35„ 65 Ungar. Burgunder, besonders empfehlen, M. 1.35, Ruster Ausbruch(Früßhst.- u. Gesundheitswein) à M. 1.65, Medieinal⸗Tokayer ½ Original-Flasche à M. 1.65, 5 5 172 75 60* 90 Pf. Ungarische Weingroßhandlung von (F. à 60/12.) J. Lencht mann, 79 Wien-Nußdorf und Frankfurt a. M. Niederlage in Friedberg bei Ph. Dan. 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Den Ständen ist ein Gesetz entwurf, betreffend die Anschaffung und Unter— haltung des Faselviehs, zugegangen. — Der Gymnasial-Lehrer Dr. Stöpler zu Büdingen wurde auf Nachsuchen bis zur Wieder herstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 28, enthält: 1. und 11. Oeffeneliche Anerkennung von blen Thaten. 111. Bekanntmachung, die Arznei Taxe für die Apo theken des Großherzogthums betreffend. IV. Uebersicht der für 1886 genehmigten Umlagen in den israel. Rel. Gem. des Kr. Heppenheim. 8 V. Ordensverleihungen. VI. Ermächtigungen zur Annahme und zum fremder Orden VII. Namensveränderungen. VIII. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. IX. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. X. Militärdienstnachrichten Berlin, 13. Dec. Im Reichstag fand heute die Verhandlung über den Antrag Reichensperger, betr. das Duellwesen statt. Reichensperger motivirt den Antrag, welcher einer beständigen systematischen Verletzung der Gesetze ein Ende bereiten soll. Es sei vor Allem zu bedauern, daß die Armeeverwaltung das Duellwesen be günstige. Die Studentenmensuren seien nichts als grundsatzlose Raufereien. Die Rechtsprech ung sei dem Duell gegenüber zu lax. Auf das amerikanische Duell übergehend, befürwortet Redner den von ihm beantragten Gesetzentwurf, weil diese Art des Duells jetzt straflos sei. Der Antrag geht an eine Commission.— 15. Dez. Der Antrag Kayser, betr. die Coalitionsfreiheit der Ar beiter, wurde einer einundzwanziggliedrigen Com mission überwiesen und zwar nach wenig erheblicher Debatte, an welcher die Abgg. Kayser, Lieber für den Antrag, Ackermann dagegen, Schrader Tragen und Struckmann für Commissionsüberweis ung sprachen. — 16. Dezember. In der Militär-Commission brachte Huene(Centrum) heute einen Antrag ein, wonach die Dauer des Gesetzes eine dreijährige sein soll; für die Infanterie sollen statt der verlangten 534 nur 518 Bataillone bewilligt werden; auch soll die Bestimmung über die Dienstbefreiung der Theologen dem Gesetze an gefügt werden. Huene erklärt, diesen Antrag nur per sönlich, nicht Namens der Centrumspartei einzubringen Der Kriegsmintister bezeichnet den Antrag als unan nehmbar und besteht auf der siebenjährigen Gesetzes dauer. Huene erklärt, das Centrum wolle ausnahms welse die Vermehrung der Infantertle auf eln Jahr be willigen. v. Stauffenberg beantragt: statt 534 nur 518 Bataillone Infanterie zu bewilligen, außerdem sollen vom 1. April bis 1. April 1890 15 Bataillone formirt werden. Bis zur Einführung der zweljährigen Dienstzeit soll die Rekruteneinstellung bei der Infanterte erst im Januar erfolgen, wofern nicht bel der Etats festsetzung ein früherer Termin vereinbart ist; die Ein jährig-Fretwilligen sollen auf die Frtedenspräsenzstärke eingerechnet werden. Der Kriegs minister erklärt sich auf das Entschtedenste gegen die zweijährige Dienstzett und bezeichnet den Antrag Stauffenberg ebenfalls für unan nehmbar. In der weiteren Sitzung wurden zunächst die Abänderungsanträge abgelehnt, hlerauf§. 2 der Re— gierungsvorlage über die Formatkon der Armee vom 1. April 1887 ab mit 16 gegen 12 Stimmen, ebenfalls abgelehnt. Die Commission machte sodann eine Pause, well die Deutsch Frelsinnigen neue Anträge formultren wollten. Nach Wlederaufnahme der Berathungen wurden schließlich mit 16 gegen 12 Stimmen statt der in 8. 0 der Vor lage(Friedenspräsenzstärke) geforderten 468,409 Mann nur 450,000 und zwar auf 3 Jahre bewilligt. ö — 16. Dez. Die Budgeteommisston berieth gestern Abend den Etat des Auswärtigen Amtes, genehmigte die Einnahmen debattelos, ebeuso den Gehalt des Staatssecretärs, des Unter— staatssecretärs, der Directoren, der vortragenden Raͤthe, der Hilfsarbelter, sowie die Neueinstellung für zwei Beamte des Chiffrürbureaus. Bei dem 1887 Capitel„Gesandtschaften, Consulate, Schutzge— blete“ theilte Graf Bismarck mit, daß mit Eng ⸗ land und Frankreich volles Einverständniß be— züglich des Verhaͤltnisses zum ebenso sibar herrsche, über den mit diesem Sultan von San— seitens des Deutschen Reichs Ende October abgeschlossenen Vertrag. Auf verschiedene An— fragen theilte Staatsseecretär Bismarck mit, daß eine baldige günstige Erledigung der Rhein— Maascanal-Angelegenheit zu erwarten sei. Das Aulegen der Reichspostdampfer in Antwerpen sei vorläufig nur als ein Versuch für bestimmte Zeit in Aussicht genommen. Ob eine Ver— längerung des Vertrages eintreten werde, könne er noch nicht bestimmt sagen. 3 Die Neuguinea Compagnie hat nach dem Fr. J. um einen Schutzbrief für den Theil der Salomons-Inseln nachgesucht, welcher im Ver— trage zwischen Deutschland und England vom 6. April 1885 dem deutschen Reiche zugesprochen worden ist. Der Kaiser hat das Gesuch ge— nehmigt und ist bereits die deutsche Flagge ge⸗ hißt worden. 15. Dez. Das Kreuzergeschwader unter Contreadmiral Knorr, zu welchem die Kreuzer corvette Sophie gestoßen ist, traf gestern in Zauzibar ein. — Wiener Nachrichten wollen wissen, Kaiser Wilhelm habe an den Zaren geschrieben, er möge die im Interesse des Friedens sehr conventable Candidatur des Prinzen von Coburg acceptiren. Frankfurt. Ein Privattelegramm, das dem Fr. J. von besonderer Seite aus Berlin zugeht, bringt den kleinen Belagerungszustand für Frankfurt a. M. in Sicht. Antrag der preußischen Regierung, so heißt es, liege dem Bundesrath bereits vor und stehe auf der Der Tages-Ordnung der morgen stattfindenden Plenarsitzung. Karlsruhe. Von hier kommt die Nach richt, daß ein französischer Offizier, verhaftet worden sei, bei welchem man Zeichnungen und Pläne der Festung Rastatt und der Umgebung von Karlsruhe vorgefunden habe. Die Ver— haftung soll am 14. Dez. in der Wohnung des Offiziers erfolgt sein. Näheres ist natürlich nicht zu erfahren. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Dem Fr. . J. telegraphirt man von hier: So sympathisch die Candidatur des Prinzen Ferdinand von Co burg für den bulgarischen Fürstenthron maßgeb lichen Ortes hier auch begrüßt würde,(s. u. Sofia) so gibt man sich doch hier keiner Täusch— ung darüber hin, daß der russische Kaiser schwerlich seine Zustimmung zu derselben geben werde. Trotz der mysteriösen Vermittelung der fraglichen Candidatur, welche auf nach Peters burg reichende Fäden hinweist, und welche dem Glauben Vorschub leistet, daß die russische Zu— stimmung zu erwarten sei, ist schon heute mit Sicherheit anzunehmen, daß Rußland die Can— didatur des Prinzen von Coburg ablehnen werde. Frankreich. Paris, 16. Dezbr. Der italienische Botschafter überreichte der fran— zösischen Regierung heute die Kündigung des französisch-italienischen Handelsvertrags. Schweiz. Bern, 16. Dez. Der National— rath ermächtigte den Bundesrath, das für 1888 und 1889 vorgesehene neue Kriegsmaterial schon im Jahre 1887 anzuschaffen, in der Erwartung, daß der Bundesrath Alles rechtzeitig vorkehre, was zur Wahrung der Integrität und Unab hängigkeit der Schweiz im Falle kriegerischer Verwickelungen der Nachbarstaaten erforderlich sei. Großbritannien. Dublin. Der Abgeord— nete Dillon hat einen Plan ausgeführt, wonach die Pächter eine Organisatlon bilden sollen, um die Zahlung des Pachtzinses ganz von ihrem Belieben abhängig zu machen. Dieser Plan wird seitens der englischen Regierung für ungesetzlich und die Reden Dillon's für sehr geeignet erklärt, eine Verletzung der Verträge und öffentliche Un ordnung herbeizuführen. Dillon wurde in An— klagezustand versetzt. 8 Serbien. Belgrad, 15. Dez. Der Konig ist gestern aus Nisch hierher zurückgekehrt. 2——— Bulgarien. Sofia. Der„Times“ wird aus Wien gemeldet: Die bulgarische Deputation trug dem Prinzen Ferdinand von Coburg die bulgarische Fürstenkrone an. Der Prinz er— wiederte, er müsse zunächst den österreichischen Kaiser consultiren, er habe jedoch Grund für die Annahme, der österreichische Kaiser, sowie der Zar würden seine Candidatur billigen. Rußland. Petersburg. Der„Reglerungs— Anzeiger“ schreibt: Rußland, welches mit dem benachbarten Deutschland durch vitale Interessen verknüpft ist, wodurch die beiderseitigen Bezieh— ungen sich consolidirt und mehrfache Proben be— standen haben, müsse die langjährige Fortdauer dieser Beziehungen wünschen. Die russische Re— gierung habe die feste Absicht, speziell die deutschen Interessen mit gebührender Rücksicht zu pflegen und habe Grund anzunehmen, daß sich auch Deutschland Actionen enthalte, die Rußlands Wurde oder dessen Interessen bezüg— lich der östlichen Glaubensgenossen berühren, so— wie daß Deutschland lediglich die Erhaltung des Friedens anstrebt, die auch der russische Kaiser und das russische Volk sehr lebhaft wünschen. Aus Stadt und Land. t. Friedberg. In den letzten Wochen machte sich durch Aufrufe, öffentliche Versammlungen, Bildung eines vorbereitenden Comlté's, publieistische Verichterstattung ze. das Bestreben bemerklich, eine Vereinigung von Land— wirthen der Wetterau zu Stande zu bringen. Hierbei waren unseres Erachtens zwei berechtigte Tendenzen im Spiele, und mengten sich außerdem unberechtigte Stroͤm— ungen dazwischen. Erstere anlangend liegt einmal der gewiß wohlbegründete Wunsch der großen und mittel— großen Wetterauer Landwirthe vor, sich durch geselligen Verkehr persönlich näher zu treten, anderseits wurde das sicherlich nicht minder dringende Bedürfniß gefühlt, zur Vertretung der Standesinteressen und gegenseitiger plan— mäßiger Belehrung öfter in bestimmter Vereinigung zu— sammen zu kommen. Diese beiden Bestrebungen treten offenbar zum Theil persönlich vereinigt, zum Theil ge— sondert auf. Ob und inwieweit es gelingen wird, sie zu vereinigen und von unlauteren Tendenzen frel zu halten, muß die Zukunft lehren. In der vergangenen Sonntag behufs Bildung einer landwirthschaftlichen Ver— einigung abgehaltenen Versammlung wurde ein Statuten— entwurf berathen. Derselbe ging von dem Grundge— danken aus, die fachlichen Zusammenkünfte in den Vor— dergrund, dle geselligen in den Hintergrund zu stellen. Der diesbezüglich ausschlaggebende Paragraph wurde jedoch von der Versammlung in umgekehrtem Stane ab— geändert. In Folge dessen traten Vorsitzender und Schrist— führer zurück. Die Versammlung constttuirte sich jedoch alsbald wieder unter einem neuen Vorsitzenden, berieth [den Entwurf durch, und viele der Anwesenden gaben ihrer Bereitwilligkeit, einer auf Grundlage des abge— änderten Entwurfs gebildeten Vereinigung beizutreten, durch Unterzeichnung desselben Ausdruck. Weitere Schritte in fraglicher Angelegenheit werden vorbereitet, hoffen wir, daß dieselben zum rechten Ziele führen. Stockheim, 16. Dez. Die Zuckerfabrik beendigte dem B.“ zufolge ihre diesjährige Campagne am Mittwoch voriger Woche. Es wurden fast täglich 5000 Ctr. Rüben verarbeitet und ist während der Campagne keine Stockung der Fabrik vorgekommen, noch ist ein Unfall zu verzeichnen. Nach und nach schwindet das Miß trauen mancher Oekonomen gegen Ruͤbenzucht und Zucker— fabrikatton immer mehr, da sie einsehen, daß nicht allein die Ruben so hoch wie nur möglich bezahlt werden, sondern daß sie auch bedeutende Vortheile durch die Schnitzel haben. Die Anmeldungen zur Rübenzucht für nächstes Jahr sollen sich erfreulicher Weise gegen voriges Jahr bedeutend vermehrt haben. Gleßen, 14. Dez. Schwurgericht. heutige Verhandlung gegen Jacob Becker von Boͤnstadt, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkelt geführt. Die Geschworenen sprachen das Schuldig uͤber den Angeklagten und wurde er dem gemäß in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren, unter Ab⸗ erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren, sowie in die Kosten des Verfahrens verurthellt.— 15. Dez. Eln schon mehrfach mit Zucht— haus- und Gefängnißstrafen belegtes Subfeet, der Tag- löhner Ph. Dietrich von Kleinkarben steht heute unter der Anklage der Brandstlftung vor den Schranken des Ge— richts. Nachdem die Geschworenen den Angeklagten schuldig gesprochen hatten, verurthellte ihn das Gericht in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 6 Jahren und Ausspruch der Zulässigkeit von Poltzetaufsicht. Offenbach. Die Arbelten an der neuen Brucke sind in den letzten 14 Tagen sehr rasch gefördert worden. W̃ W. N Die Auch der letzte mittlere Bogen wird wohl im Laufe dieser Woche vollendet werden. Malnz, 15. Dezbr. Die Gefahr elner Rhein überschwemmung krttt immer drohender auf. Vom SG derben 55 rd Lon des Ahe gemeldet. gen Otten ein Lasches Steigen In wannbem ist das Wasser in 0 Fentim bees ger wachsen. Hle des Nachmittags ein Steigen von 25 Centimeter be⸗ obachtet worden und zeigt der Pegel eben— 7 Uhr Abends— eine Wasserhoͤhe von 10 Fuß und 10 Zoll. In den Niederungen unterhalb Mainz ist an einzelnen Stellen der Rhein bereits aus seinen Ufern getreten. Allerlei. Erfurt, Dez Der Frankfurt-Verliner Schnell; zug, welcher Na ere 3 Uhr hier einlaufen soll, traf am Freitag um eine halbe Stunde verspätet ein. Auf freier Strecke stand nämlich ein mit Baumwolle beladener Wagen eines Güterzuges in hellen Flammen. Der Schnellzug durfte die gefährliche Stelle nicht eher passiren, bis das Feuer gelöscht war. Berlin. In einer hiesigen Kneipe gabs Prügelel und der sie ausgetheilt hatte, ein Arbeiter, kam vor Gericht. Er erzählte:„Ich war mit meiner Frau in der Kneipe und sie trug eine Tournüre. Da gabs Hänselel und zuletzt hefteten sie meiner Frau einen Zettel an: „Tonhalle.“ So kam's zur Prügelei.“ Der Richter mußte lachen, es kam in die Zeitungen und anderen Tages waren in vielen Kneipen alle„Tonhallen“ ver schwunden. Nur Damen, die„vornehm sein wollen“, tragen dieselben noch, sogar über die Straße. Paris, 15. Dez. Der Faster Merlatti hat heute Abend das Ziel seiner 50tägigen Fastenzeit glücklich erreicht und wird heute dem Bankett im Grand Hötel vorsitzen, für welches auf den Boulevards eine riesige Reklame ge— macht wird. London, 15. Dez. Das Dampfboot„Withe“ verbrannte auf der Reise von Vicksburg nach New— Orleans. Fünfzig Personen, zumeist Frauen und Kinder, kamen um. Bukarest, 10. Dez. Heute Morgen kurz nach 3 Uhr wurde die Bevölkerung durch eine fürchterliche, einem lang anhaltenden dröhnenden Donnerschlage ähn— liche Erschütterung aus dem Schlafe geweckt. Ein unweit der königl. Sommerresidenz Cotroeeni befindliches Dynamitmagazin des Genieregiments war in die Luft geflogen. Allem Anschein nach ist der Unglücksfall auf die Unvorsichtigkeit eines Soldaten zurückzuführen, welcher sich unbefugterweise— vielleicht um Dynamit oder Pulver zu entwenden— in das Magazin ein— geschlichen hatte. Handel und Verkehr. Butzbach, 15. Dez. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 1.10 Pf. Käse per Pfd. 45— 46 Pf. Eier 1 Stück 8 Pf. Homburg, 16. Nov. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.50—5.00, per Gescheid 9— 10 Pf. Eier per Stück 8 und 9 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.15, 2. Qual. M 1.10. Frankfurt, 15. Dezbr. Wochenmarkt. Auf dem heutigen Markte kostete Weißkraut der Ctr. M. 5—6., » ist im Laufe das Stück 10—12 Pf., Rothkraut 2025 Pf., e kraut 8— 10 Pf., Zwiebeln der Ctr. M. 0-1, Gescheid 20 Pf., Komainsalat o Pf, Meerreilig 20— 25 Pf., Knoblauch 100 Stück M. 2.50, franz. Kopfsalat 12-15 Pf., Feldsalat 12—20 Pf., Carotten 10— 12 Pf., Kohlrabi 3—4 Pf., Gelberüben der Pack 10 Pf., Sellerte 20 Pf., Rosenkohl 30—50 Pf., Sauerkraut der Ctr. M. 8., Kastantken 10— 14 Pf., Maronen 15— 18 Pf., Kartoffeln das Malter M. 5 5.50, das Ge⸗ scheld 8 10 Pf., Mäusekartoffeln das Gescheid 20— 25 Pf.— Butter 50 Kilo M. 90—92., das Pfund 1.10— 1.25, Handkäse das Pfd. 45—50 Pf.— Gans das Pfd. 45 60 Pf., 1 Huhn M. 1— 2.50, 1 Hahn 70 Pf. bis M. 1.80, Ente M. 2—3,, Taube 40— 60 Pf., 1 Hahn M. 5— 12., Poularde M. 3— 4., Capaun M. 3—5., Haas M. 3.50, Reh 70-80 Pf.— Heu 100 Kilo M. 5.80— 7.20, Stroh M. 4.80 5.50. Frankfurt, 16. Dez. Fruchtber. Hlesiges Weizen— mehl Nr. 0 M. 31.50-32.50, Nr. 1 M. 27—28, Nr. 2 M. 25— 26, Nr. 3 M. 23— 24, Nr. 4 M. 17—17.50, Nr. 5 M. 15— 16, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 49.50— 52.50, norddeutsche und westfälische Weizen— mehle Nr. 00 M. 23.25— 24.25, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 23—24, Nr. 0/1 M. 22— 23, Nr. 1 M. 18.50— 19.25, Nr. 2 M. 16 16.50, Heu M. 2.50 bis 3.00, Stroh M. 2.50— 2.75 per Ctr., Roggenkleie M. 4 50 und Weizenkleie M. 3.80(bei Abnahme von 200 Etr. an). Malzkeime M. 4, Moostorfstreu prima M. 1.30, Spelzenspreu M. 1.30, Sesamkuchen M. 5.25, Rapskuchen M. 5.75, Mohnkuchen M. 3.50. Rüböl im Detail M. 51. Chtlisalpeter per Februar 1887 M. 9.25 bis 9.50. Die Getreidefracht per Schiff Rotterdam— Frankfurt a. M. beträgt ungefähr 35 Pf. per Centner. Verloosung. Freiburg Kanton Fr. 15 Loose. Gewinn⸗ Ziehung am 15. November 1886.— Heimzahlung am 15. Februar 1887. S. 7933 Nr. 29 à Fr. 35,000. S. 5277 Nr. 32 à Fr. 4000. S. 3602 Nr. 50 à Fr. 1000. S. 2056 Nr. 42, 4815 Nr. 29, S. 7131 Nr., S. 7687 rr, S er. 37 à Fr. 250. S. 1180 Nr. 3, S. 1249 Nr. 39 42, S. 1582 Nr. 37, S. 2635 Nr. 41, S. 3208 Nr. 49, S. 3497 Nr. 3872 Nr. 45, S. 4356 Nr. 37, S S S Nr gg S. 4815 Nr. 5121 Nr. 41, S. 5168 Nr. 35, 5277 Nr. 37, S. 7258 Nr. 42, S. 7657 Nr. 36, 7919 Nr. 32 à Fr. 125. S. 7 Nr. 25, S. 745 36 41 47, S. 867 Nr. 2, S. 1180 Nr. 42, S. 2635 Nr. 30, S. 2819 Nr. 12, S. 3208 Nr. 19 45, S. 3497 Nr. 34, S. 3794 Nr. 8, S. 3872 Nr. 4 36, S. 4815 3, S. 4831 Nr. 41, S. 4938 Nr. 22, S. 5169 Nr. 50, 5791 Nr. 23, S. 5948 Nr. 9, S. 6246 Nr. 34, 7131 Nr. 42, S. 7143 Nr. 6, S. 7236 Nr. 1 13, 7258 Nr. 23 31, S. 7321 Nr. 21 37, S. 7815 48 à Fr. 75. S. 745 Nr. 2 31, S. 846 Nr. 26, 1147 Nr. 4, S. 1249 Nr. 29, S. 1294 Nr. 3 14 18 31, S. 1583 Nr. 21 37, S. 2635 Nr. 26, S. 2819 Nr. 30 3 46, S. 2913 Nr.[1 28 33, S. 3186 Nr. 3, ae 3497. Nr. 1 14 41, S. 3602 Nr, 2, 8. 07 h e e e 33, 8 S. 2816 Nr. 38, 8. 4831 Nr. 29, S. 4857 Nr. 35 43, S. 5169 Nr. 11 S. 5277 Nr. 29, S. 5791 Nr. 3 42, S. 5948 Nr. 11, S. 6273 Nr. 11 34, S. 6298 Nr. 50, S. 7143 Nr. 915 S. 7657 Nr. 23 29, S. 7677 Nr. 37, S. 7815 Nr. 4, S. 7933 Nr. 3 48 à Fr. 50. Auf alle übrigen in den am 15. October 1886 gezogenen Serken enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von Fr. 20. Bekanntmachung. In dem Orte Massenheim wird am 15. Dez. 1886 eine Posthülstelle errichtet, deren Verwaltung dem Herrn Bürgermeister Schmidt übertragen worden ist. Darmstadt, 9. Dezember 1886. Der Kaiserliche Ober-Postdiereetor. Hagemann. Am Sonntag den 19. Dezember wird der Packetschalter wie an den Wochentagen offen gehalten. Kaiserliches Postamt Wuͤst. Die Christbescheerung der Friedberger Kleinkinderschule findet Sonntag 4. Advent im Rathaussaale Nach- mittags 4 Uhr statt. Erwachsene zahlen 20 Pf., Kinder 10 Pf. Eintrittsgeld. Rirchliche Anzeigen für Friedberg, Ebangelische Gemeinde. 4. Ad vent. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Burgtirche. Vormittags 9½½,ũ P Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abends 5 Uhr: Herr Candidat Appel. Am zweiten Weihnachtsfesttage Abendmahl in der Burgkirche, Beichte nach dem Vormittagsgottesdienst des ersten Festtags. scatholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; ⅝7 Uhr: Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 2 Uhr: Chrtstenlehre und Andacht. 7 Uhr: Jubiläums Andacht. 4735 Ein stets passendes Weihnachtsgeschenk ist der sich allgemeiner Beltebheit erfreuende Widtfeldt'sche Tafel— Liqueur Magenbehagen. Niederl. u. A. b. W. Bernbeck. Das Mäöbel-Lager G. M. Reuss, ktaiserstraße, vis-à-vis der Post, stets auf's Reichhaltigste ausgestattet, bietet eine große Auswahl der einfachsten bis zu den 3 Möbeln. Reelle 5 Bedienung. 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