9 Muster, Lranz. zeiger. U 5 4 „ Posen 1 19³⁰ d, andtt 11 n den. 19* leidel urn l. 1170 68 1 e gerungen vorbehalten. A I 88. Dienstag den 18. Mai. M 58. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 P Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Be f., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. trag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Revision der Brandversicherungskapitallen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Die Erledigung unserer Verfügung vom 8. Januar 1886, Amtsblatt ohne Nr., bringen Dr. Braden. Friedberg den 10. Mai 1886. Bürgermeistereien des Kreises. wir bei den noch Säumigen in Erinnerung. Deutsches Reich. Berlin, 15. Mai. Ein an der Börse heute verbreitetes Gerücht von einem Unwohlsein des Kaisers ist vollständig unbegründet. Der Kaiser nahm im Laufe des Vormittags die gewöhnlichen Vorträge entgegen. — Die Kaiserin ist heute nach Baden-Baden abgereist. — Aus sicherer Quelle verlautet, daß der Khan von Khiwa demnächst eine längere Reise nach Europa zu unternehmen beabsichtigt, auf welcher er Berlin, Petersburg, Wien, Paris, die Schweiz und die wichtigsten Städte Italiens besuchen will. — 15. Mai. Der Bundesrath überwies die Vorlage, betreffend den Gesetzentwurf zur Aus— führung des internationalen Vertrags zum Schutze der unterseeischen Telegraphencabel, an die zu— ständigen Ausschüsse und stimmte den Gesetzent— würfen über die Branntweinbesteuerung und über den Ausschluß der Oeffentlichkeit bei Gerichts— verhandlungen zu. — 14. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm in dritter Lesung die einzelnen Paragraphen des Lehreranstellungs-Gesetzes für die Ostprovinzen nach den Beschlüssen zweiter Lesung an. Hier— auf folgte die erste Berathung des Gesetzent— wurfs, betreffend die Beseitigung der schweben— den Dreißig⸗Milionenschuld und wurde die Vor— lage an die Budget-⸗Commission überwiesen. — Die Commission zur Vorberathung des Entwurfes über die Communalbesteuerung der Officiere hat den Gesetzentwurf mit dem Amen— dement Huene angenommen. Kiel. S. M. Kanonenboot„Hyäne“, Com— mandant Corvetten-Capitän Langemak, ist am 12. Mai c. in Sansibar eingetroffen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Im Zoll⸗ ausschusse erklärte Sectionschef von Pußwald: Politische Motive konnten bei dem Abbrüche der Verhandlungen mit Rumänien umsoweniger in Betracht kommen, als nach einer von competen— lester Seite stammenden Erklärung die politischen Beziehungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Numänien vollkommen befriedigend sind und auch beiderseits der aufrichtige Wunsch besteht, die— selben vor einer Trübung zu bewahren. Schweiz. Bern, 14. Mai. Die interna— lonale Conferenz für technische Einheit des Eisen— bahnwesens unterzeichnet morgen den Conventions— entwurf und das Protokoll der Verhandlungen. — 16. Mai. Der gestern von der inter— nationalen Conferenz für die technische Einheit im Eisenbahnwesen unterzeichnete Entwurf der Convention betrifft die Vorschriften über die sichere Einrichtung der im internationalen Ver— lehr unter zollamtlichem Naumverschluß abzu— sertigenden Eisenbahnwagen und ferner die Punkte des Schlußprotokolls der internationalen Con— ferenz von 1882, welche in der Zwischenzeit be— apstandet worden sind. Die Ratification des Conventionsentwurfes ist den betreffenden Re— Großbritannien. London, 15. Mai. Im Unterhaus wurde der Antrag Jennings zu Gunsten der Einführung von Eingangszoͤllen auf fremde Fabrikate behufs Herabsetzung der Zölle auf Thee, Kaffee und Cacao nach sechsstündiger Debatte abgelehnt. Harcourt sprach sich gegen jeden Antrag auf Einführung von Schutzzöllen aus, der Handel leide überall Noth, selbst in Deutschland, welches durch Geschicklichkeit und Fleiß seiner Bevölkerung der mächtigste Rivale Englands geworden sei. Die Arbeiterklassen hätten den unschätzbaren Werth des Freihandels erkannt und wünschten dessen Aufhebung nicht— — 14. Mai. Von Woolwich sind heute zwei Million Patronen und anderes Kriegsmaterial nach Dublin gesandt worden — Wie das Reuter'sche Bureau erfährt, hat die englische Regierung beschlossen, ihre Ein— willigung zu der Annection der neuen Hebriden durch Frankreich nicht zu geben. Bulgarien. Sofia. Fürst Alexander wird zwischen dem 13. und 19. Mat Jeni-Saghra, Eski⸗Saghra, Kasanlik, Haskiöj und Kanakiöj und über Varna nach Bukarest reisen, um den König Karl zu besuchen, wie er dies gewöhnlich thut, wenn er sich in der Nähe der rumänischen Grenze aufhält. In der Begleitung des Fuͤrsten wird Prinz Franz Joseph von Battenberg sich befinden. Von Bukarest kehrt Fuͤrst Alexander nach Sofia zur Eröffnung der Sobranje zurück. Griechenland. Athen. Ein Erlaß des Königs beruft die Kammer auf nächsten Mitt— woch den 19. d. Mts. ein. Rußland. Petersburg. Das„Journal de St. Petersburg“ dementirt in entschiedener Weise alle Nachrichten über eine Spannung zwischen Rußland und China aus Anlaß der Grenzregu— lirung im Ussurigebiete. — Die auswärts verbreitete Nachricht, daß das Cartell der russischen Bahnen mit den öster— reichischen und preußischen Bahnen von den ersteren gekündigt worden sei, wird von unterrichteter Seite als ganz unbegründet bezeichnet. Sebastopol, 15. Mai. Der Kaiser, die Kaiserin und die Großfürsten sind nebst Ge— folge Nachmittags hier eingetroffen und feierlich empfangen worden. Der Dampfer, auf welchem die Majestäten während ihres hiesigen Aufent— haltes verweilen, ankert gegenüber der Admira— lität, woselbst das Panzerschiff„Tschesme“ zum Stapellauf bereit liegt. Zahlreiche ehemalige Militärs, welche an den Kämpfen um Sebastopol theilgenommen hatten, sind hier eingetroffen. Jalta, 14. Mai. Der Gouverneur des Kau— kasus Dondukoff-Korsakoff ist hier eingetroffen. Amerika. New- Vork. Zu den Arbeiter— Unruhen und den anarchistischen Umtrieben in den Vereinigten Staaten gehen dem Fr. Journ. noch weitere Nachrichten zu. Danach hat die Chicagoer Polizei den Beweis erlangt, daß die Anarchisten den Plan geschmiedet hatten, eine möglichst große Pollzeimacht auf einen Punkt zu besuchen, Ende Mai in Burgas sich einschiffen Waffen zu vernichten. Wäre die Absicht ge⸗ lungen, so würde man darauf zu Brandstiftung und Plünderung geschritten sein. Nur das tapfere Verhalten der Polizei und einige wider Erwarten eingetretene Zufälle sollen den höllischen Plan vereitelt haben. Die Möglichkeit eines solchen Planes läßt sich recht wohl annehmen. — Most wurde nach Hinterlegung einer Caution von 1000 Dollars in Freiheit gesetzt. Aus Stadt und Land. Großkarben. Das schlechte Wetter mag es wohl gewesen sein, welches die Landwirthe von der Beschickung der am 13. d. Mts. programmmäßig auf dem Selzer— brunnen stattgehabten Prämiirung von Jungvieh abge— halten hat,— und verargen kann man es ihnen nicht, denn Stallvieh ist an derartige Witterungseinflüsse selten gewöhnt, ebensowenig wie an den richtigen Gebrauch seiner Muskeln, wenn es heißt, weitere Strecken maschiren. Trotzdem hatte der Viehzüchter Gelegenheit, unter den 44 Rindern auch gutes, sogar vereinzelt recht gutes Zucht⸗ material auszusuchen, während die 4 Bullen weniger den Platz zierten, daher auch nur einer mit dem Prädikat „passabel“ bedacht werden konnte. Das Urtheil der Prämmitrungs Commission schleß sich eng an die vom landw. Verein für die Sektion Vilbel aufgestellten Zucht⸗ prinzipien in Bezug auf Race, welche dahin gehen, bier den combinkrten Leistungen fähigen Züchtungen den Vor⸗ zug zu geben. Und da zu diesem Zweck aus den bunte Thalland⸗Racen(Bos taurus frontosus) namentlich das Berner Vieh hervorleuchtet, so ist auch dieser Züchtung der erste Preis zuerkannt worden, während Bastarde, Gebirgsvieh und das an sich schöne, in einem Stück sogar sehr schöne Niederungsvieh(Bos taurus primigenius) weniger Beachtung fand. Das Resultat der gewissen⸗ haften und nicht leichten Thätigkeit der Prämtirungs— Commission bestand in der Zuerkennung von 14 Preisen und eine Anerkennung für einzelne Thiere und Collektionen. Die Anerkennung fiel Oekonom Georg Vorbach zu Okarben für die Aufstellung einer Berner Ferse zu, welche, un— zweifelhaft das schönste Stück, nur deshalb nicht prämtirt wurde, weil es keine eigene Züchtung; dem Schweizer aber werden die 5 Mark Trinkgeld hoffentlich ein Sporn sein, das Thier auch ferner so gut zu halten. Hervor— zuheben find weiter 2 Berner Rinder, dem Pachter Wendel-Balnhards gehörig, sie wurden mit dem ersten Preise bedacht. Von Berner Bastarden zeichneten sich die Colleetionen des Jacob Johann Geibel und Heinrich Bauer aus Klein-Karben aus, während die zwei ersten Preise für Niederungsvieh dem Pachter Hill zu Groß— Karben und Wilhelm Brückmann-Dögelmüͤhle zufielen. Namentlich unter den Thieren Brückmann's war eines, welches berechtigte Bewunderung hervorrief. Wie schon erwähnt, ist nur ein Bulle prämtirt worden, dessen Be— sitzer Pachter Schaar-Petterweil ist. Möge die Prämitrung ihre Frucht tragen und uns einen Schritt weiter bringen zu dem Endziel, welches uns fern, noch sehr fern liegt und nur mit gemeinsamer Kraft zu erreichen ist, das lehren uns die Maßnahmen der Viehzüchter anderer Gegenden, in denen die Viehzucht hervorragende Leistungen zu verzeichnen hat. f. Ockstadt, 16. Mai. Gestern hielt Landwirth schaftslehrer Hannemann von Friedberg hier einen Vor trag über Obstbaumzucht, der von ca. 150 Personen von hier besucht war, eine für unseren kleinen Ort sehr bedeutende Zahl. Lebhafter Beifall lohnte am Schlusse den Redner. Auf Vorschlag Hannemann's gründete man ein landwirthschaftliches Lokalkränzchen, dem sofort 50 Mitglieder beitraten. In gleicher Wetse wurde vor Kurzem in Griedel ein Lokalkränzchen gegründet, das bereits 84 Mitglieder zählt. Es verdient die Thätigkeit und die Rührigkeit, die Lehrer Hannemann im Interesse 9 unserer Wetterauer Landwirthe entwickelt, oͤffentliche An— erkennung. Moͤgen seine Bemühungen von Erfolg ge krönt sein; mögen aber auch unsere Wetterauer Land wirthe sich aus dem an vielen Orten noch bestehenden Schlendrian in einen gelinden Trab setzen lassen, ihr ziehen, um sie vermittelst Dynamit und anderer Schade wird es gewiß nicht sein Darmstadt. Das Mainthal-Sängerfest, welches am 26. und 27. Juni d. J. hier abgehalten werden wird, ist seltens der betr. Kommissionen in den Haupt zuͤgen berelts progrommmäßtig festgestellt. Am 28. Juni Nachmittags hält der Centralausschuß eine Sitzung ab; Abends Festkommers im Saalbau, wobei die hiesigen dem Bunde angehörigen Gesangvereine zu Ehren der auswärtigen Delegierten Gesangs Vorträge ausführen werden; am Sonntag Morgen Empfang der Gaäste, 10 Uhr Hauptprobe, dann Festzug u. s. w.; Abends festliche Beleuchtung des Saalbaugartens, Festball ꝛe. Das Fest verspricht nach den dazu getroffenen Vor⸗ bereitungen ein recht schönes zu werden. Allerlei. st. Frankfurt. Nachdem der Tenorist Perotti von seinem Unwohlsein hergestellt ist, wird er nunmehr in der zweiten Hälfte Mai sich in einigen Partieen von dem Frankfurter Publikum verabschieden. Der Kuͤnstler tritt zunächst Donnerstag den 20. noch einmal als Lyonel in der„Martha“ und Samstag den 22. als „Tannhäuser“ auf. In dieser letzteren Vorstellung singt Frau Schröder-Hanfstängl zum ersten Male in Frankfurt die Partie der Elisabeth. Die Abschieds Vorstellung Perotti's findet dann in der darauffolgenden Woche statt.— Die Besetzung der nach vielen Jahren neu einstudirt zur Aufführung kommenden Oper„Templer und Jüdin“, Sonntag den 23., ist in den Hauptpartieen folgende: Rebecca: Fräulein Jäger, Rowena: Fräulein Pewny Wilfried: Menz, Guilbert: Grienauer, Beaumanoir: Niering, Tuck: Baumann.— Nachdem nunmehr die Vor— stellungen im Schiller Cyelus beendet sind, beginnt die Intendanz bereits in dieser Woche mit der Wiederholung der am meisten begehrten Vorstellungen. Somit findet Freitag den 21.(außer Abonnement und bei ermäßigten Preisen) die zweite Aufführung der„Jungfrau von Orleans“ statt. Liebenstein. Der Lehrer Schmidt in dem benach— barten Brachfeld hatte einen Schulknaben wegen unge⸗ bührlichen Betragens mit eintgen Hieben bestraft. Wenige Tage später begegnete der größere Bruder des Knaben dem Lehrer und rief ihm nach:„Du schlägst meinen Bruder nicht wieder, verfluchter H...!“ Der beleidigte Lehrer übergab die Sache der Staatsanwaltschaft und diese beantragte eine 8Stägige Gefängnißstrafe. Das Schöffengericht war jedoch der Ansicht, daß die Strafe angesichts der großen Frechheit zu gering sei, und erkannte auf 14 Tatze Gefängniß; es wies zugleich darauf hin, daß es noch ein höheres Strafmaß angenommen haben würde, wenn der Angeklagte nicht unter 18 Jahren ge— wesen wäre. Das Gericht sprach ferner aus, es fühle sich verpflichtet, gerade die Lehrer auf den Dörfern gegen die täglich zunehmende Robheit und Frechheit zu schützen. Berlin. Der Landstallmeister General v. Lüderitz hat für das Hauptgestüt Trakehnen in Ostpreußen zwei englische Vollbluthengste für 90,000 bezw. 66,000 M. in England selbst angekauft. Die Thiere sind bereits in Trakehnen eingetroffen. Frankfurt a. d. O., 15. Mai. Gestern Nach- mittag wurden durch eine furchtbare Windhose in Krossen große Verheerungen angerichtet. Häuser sind eingestürzt, fast sämmtliche Dächer und Scheiben sind beschäadigt, der Kirchthurm ist berabgestürzt und demolirte ein be— nachbarte's Haus. Militär und Feuerwehr räumen die Trümmer weg. Einige Personen sind schwer verletzt hervorgezogen, mehrere sind todt. Auf der Oder ver— sanken zwei Schiffe, wobei fünf Personen umgekommen sind. Der Schaden ist bedeutend. Innsbruck, 12. Mai. Eine Trienter Meldung von gestern besagt, daß ein Cholerafall in Avio(Tirol), süd— lich von Ala, vorgekommen sein soll. Avio(Bezirks⸗ hauptmannschaft Roveredo) ist Station der Südbahn und zählt mehr als 3000 Einwohner. Agram. Von hier wird unter dem 13. ds. be— richtet: Gestern um 11 Uhr Nachts wurde hier ein von rollendem Getöse begleitetes Erdbeben wahrgenommen. Brüssel, 14. Mai. Carlier, Abtheilungschef im Bautenministerium, wurde beute Morgen von einem Manne durch einen Revolverschuß in seinem Bureau ge⸗ tödtet. Der Mörder wurde sofort verhaftet; man hält Rache für das Motiv der That. London, 14. Mai. Starke Regengüsse richteten ungeheuere Verwüstungen in Sheffield und Rotherham an, unterbrachen den Betrieb von Eisen- und Staßhl⸗ werken, Papierfabriken und Mühlen und es wurden so mehrere hundert Arbelter beschäftigungslos. Der Eisenbahndienst erlitt Störungen. Auch aus anderen Gegenden Englands werden Ueberschwemmungen gemeldet. Madrid, 18. Mai. Eln heftiger Wirbelwind richte hier und in der nächsten Umgebung große Verwüstungen an; zahlreiche Häuser wurden zerstört, der obere Theil des Thurmes der Kirche San Jeronimo stürzte ein. Dle Zahl der bet der Katastrophe Getödteten wird auf 50, die der Verwundeten auf 400 geschätzt. Tausende von Bäumen wurden entwurzelt. Verloosung. Kurhessisches Eisenbahn-Anlehen von 1863. Ziehung vom 20. April 1886. Heimzahlung am 1. No⸗ vember 1886. Lit. A. Nr. 11— 15 568 588— 592 628-632 975-979 1164-168 194 198 à 1000 Thlr. Lit. B. Nr. 1229—238 343-352 634-643 904-913 2897406 3586— 589 657-666 4118-127 785-794 5181-190 241-250 751-760 6391-400 681-690 7641-650 9351— 360 à 500 Thlr. Lit. C. Nr. 1077 bis 101 252 253 2379—403 4529—553 à 200 Thlr. Lit. D. Nr. 1851 900 5554603 7805-954 8005 bis 013 12909- 958 13709 758 17359408 à 100 Thlr. Handel und Verkehr. Friedberg, 15. Mai. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85— 1.00, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 9 Pf. Butzbach, 15. Mai. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.00, Käse per Pfd. 45— 46 Pf., Eier 1 Stück 5 Pf. Gießen, 15. Mat. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfund M. 0.80— 0.95, Eier 2 Stück 9 Pf., Käse per St. 5— 11 Pf., Tauben per Paar M. 0.65—0.80, Hühner per Stück M. 0.80— 1.2), Hahnen per Stück M. 1.30— 1.80, Enten per Stück M. 1.70— 2.20, Ochsen⸗ fleisch per Pfund 62—64 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 52— 56 Pf., Schweinefleisch 54— 60 Pf., Hammelfleisch 50-66 Pf., Kalbfleisch 40—48 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3 50— 4.50, Zwiebeln per Ctr. M. 7.50—8., Kirschen per Pfund M. 1. Homburg, 14. Mai. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.50—5, per Gescheid 9— 10 Pf., Eier per Stück 5—6 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Frankfurt, 14. Mai. Wochenmarkt. Spargeln das Pfund 20—40 Pf. Butter, der Centner 85 M. Eier das Hundert M. 4.— 5. Kirschen das Pfund 1 M. Kartoffeln 100 Kilo 4.— 5. M., Malteser 50 Kilo 15 M. Auf dem Heu- und Strohmarkt waren 29 Wagen ange⸗ e fahren. Heu kostete per 50 Kilo M. 3.30— 4., Stroh M. 2.— 2.40. Literarisches. Daheim. Nr. 33 enthält: Die Bräute von Moor— stätt. Forts.— Der Engel der Alaska. Eine Reise— erinnerung von A. v. Perfall.— Im grünen Rock des Könlgs. Von F. Klien.— Deutsche Musiker. I. Von H. Köstlin. Mlt Porträt.— Am Familientisch: Bel den Forellen. Mit Bild.— Ersehnter Frühling. Bild von F. Wittig.— Gute Freundschaft. Von A. Siegert.— In unserer Spielecke.— Mit 1 illustr. Beilage. Vor uns liegt ein Werk, das für uns Hessen eine be— sondere Bedeutung hat. Ist doch der Held des Buches Prinz Alexander von Battenberg, der jetzige Fürst der Bulgaren. Das Buch betitelt sich: Der Kampf der Bulgaren um ihre Nationaleinheit von A. von Huhn, dem Correspontenten der„Cölner Zeitung“ vom Bulgarischen Kriegsschauplatz. In dem Vorwort sagt der Verfasser:„Ich kam ohne Vereingenommenheit, als ein kalter, ruhlger Beobachter, und ich hätte sowohl für als gegen die Bulgaren Partei ergreifen können; daß ich Letzteres thun würde, war im Augenblicke meiner Abreise sogar wahrscheinlicher. Was ich nun aber dort gehört und gesehen, ließ mir keinen Zweifel darüber, daß die bulgarische Bewegung durch die von der internatlonalen Diplomatie angewandten Mittel nicht rückgängig gemacht werden könne, außerdem aber auch kein wirkliches euro— pälsches Interesse verletze. Ich konnte mich überzeugen, daß dte von Rußlands Agenten betriebene Politik un— würdig und im höchsten Grade verwerflich gewesen war, und deßhalb trete ich gegen Rußland auf. Ich bin kein Russenfeind, ich habe russische Interessen oft genug ver— theivigt und werde es unter anderen Verhältnissen auch wohl wieder thun, aber in den bulgarischen Angelegen— heiten mit Rußland zu gehen, ist für einen unabhänglgen, aufrichtig denkenden und mit Rechtsgefühl begabten Mann einfach ein Ding der Unmöglichkeit. Auf der anderen Seite verdiente die Hingabe und Ausdauer, mit welcher das bulgarische Volk den Kampf um seine Frie⸗ te, die vollste Ane g und Sympa Haltung des Fürsten Alexander aber, der eln te 7 bedeutenter Mann ist, nöthigte Bewunderung ab. Ich auf Vereingenommenheit beruht, sondern aus überzeugen⸗ den Thatsachen seine Begründung Ae e. habe ich dies Buch geschrieben.“ Der Preis van M. 6. erscheint nicht zu hoch im Hinblick auf das Gebotene und die Ausstattung, Wir empfehlen das ch unseren Lesern auf das Angeletenklichste⸗. 85 Im Verlag von Robert Lutz in Stuttgart ristengeschschte von H. Bauer. M. 4.50 brosch. Die ersten Organe der Presse in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz empfehlen den„verzauberten Apfel“ als ein Meisterstück des Humors. Die Kölnische Zeitung schreibt z. B.: K. A. Kortüm hat allerlei Ernstes und Heiteres geschrieben, aber nur seine„Jobsiade, oder Leben, Wanderungen und Thaten von Hieronymus Jobs dem Kandidaten“ hat ihn den wenkgen Unsterblichen der derbkomischen deutschen Dichtung zugestellt. Seines⸗ gleichen hat er jetzt in H. Bauers Seminaristengeschichte gefunden. In gleichem Verlage erschlen: Kadetten lust, Kadettenleld. Humoristisches Tagebuch in Reimen von E. von Enzberg. M. 1.20 brosch. Der Staats- anzeiger(Württemb.) schreibt hierüber: Die tausend⸗ fachen komischen Verwicklungen, welche das Zusammen⸗ leben einer sprudelnden Juzend mit sich bringt und die zahlreichen Konflikte, in welche dieselbe mit der mili— tärischen Disziplin und der strengen Hausordnung geräth, sind hier in frischer und witziger Darstellung geschildert. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 18.: Silvana. Mittwoch den 19.; geschlossen. Donnerstag den 20.: Gastspiel Martha. Lyonel: Herr Perotti. Freltag den 21.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Jungfrau von Orleans. Außer Abonn. Samstag den 22.: Gastspiel des Herrn Perotti. Tann häuser. Tannhäuser: Herr Perottt. Sonntag den 23.: Neu einstudirt: Templer und Jüdin. Montag den 24.: 12. und letzte Vorstellung im Schiller⸗ Cyelus. Demetrius(Fragment). Die Glocke. Schauspielhaus. Dienstag den 18.: Laroche. Mittwoch den 19.: Fedora. Donnerstag den 20.: Pechschulze. Freitag den 21.: Der lustige Krleg. Samstag den 22.: In der Mark. Sonntag den 23.: Die Journalisten. Geld- Cours. Frankfurt am 15. Mai 1886. des Herrn Perotti. Außer Abonn. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke. 1 do. in ½. 21 1 Russische Imperiales. Ducgtenn 0 al mareo. 16 0 Englische Sovereings... 20. 39 20. 34 16 9 9 Dollars in Golde. 4 Jetzt, wo in der Natur neues Leben herrscht, wo Alles blüht und grünt, wird so mancher Zweig und manche Blume unnütz abgebrochen und dann wegge— worfen, sagt das„Fuldaer Tageblatt“. Es möge ein jeder Naturfreund das schoͤne Lied beherzigen: „Auch sag ich Euch,'s ist alles heilig jetzt, Und wer im Blühen einen Baum verletzt, Der schneldet ein, wie in ein Menschenherz; Und wer sich eine Blume pflückt zum Scherz Und sie dann von sich schleudert sorgenlos, Der reißt ein Kind von seiner Mutter Schoß; Und wer dem Vogel jetzt die Freiheit raubt, Der sündiget an eines Sängers Haupt; Und wer im Frühling bitter ist und hart, Vergeht sich wider Gott, der sichtbar ward.“ Gern unterschreib ich hiervon jedes Wort, Beherzigt sei es fort und fort. Gläubiger-Aufforderung. Alle an dem Erlöse der Zwangsvollstreckung in das Immobiliarvermögen des Georg Draudt II. zu L idhecken bethetligten Gläubiger werden, bei Meidung Ausschlusses von der Masse, aufgefordert, ihre Ansprüche binnen Monatsfrist, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung an, der Gerichtsschreiberei anzumelden. Friedberg am 11. Mat 1886. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 1976 Süffert. Fenster, 12 Stück, in gutem Zustande, Höhe 1,85, Breite 0,95, abzugeben. Eduard Grödel. Herrenkragen„ * 0 7 Versteigerung. Mittwoch den 2. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, sol in hiesigem Rathhaus der nachstehende, dem Georg Hartmann Freundlieb gehörende Garten, vor dem Fauer— bacher Thor gelegen, welcher als Ausladeplatz benutzt werden kann, an den Meistbietenden versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Flur I. Nr. 117 Meter 814 Grabgarten an der Fauer— 118 bacher Straße. Friedberg den 17. Mai 18886. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 2032 Steinhäußer. Bei 1000 M. Gehalt sucht solide Leute zum Kaffee-Verkauf in Posteolli an (H. opt. 733/5.) Wilh Volckmann, Hamburg. Private 2028 Arbeits-Vergebung. Donnerstag den 20. d. Mts., Nachmittags um 3 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen in der Wirth öffentlich vergeben werden: Maurerarbelt, veranschlagt zu 42 Mark, Zimmerarbeit 88 Schrelnerarbeit 60⁹⁰⁰⁰ Weiß binderarbeit 186 Pflasterarbeit 228 Pflastersteinlieferung, ungerichtet 8 Pflastersteinlieferung, gerichtet n Anfahren der Pflastersteine 7 Lieferung von Pflastersand o „ Dachziezeln 427 Friedberg den 14. Mai 1886. Zoͤrb, 2025 Bezirks bauaufseher. uger Staatsmann, ein tapferer Soldat, ein in jeder Bezsehung 1 möchte welteren Kreisen zeigen, daß dieses Urthell nicht erschien: Der verzauberte Apfel. Elne. Semina- — schaft des Heinrich Rosenbecker II. zu Steinfurth . — Dl. Blinde onschla mission und Be sind die Vormstt Subm 0 Fri ö 2018 Ver Die Treppei nöthige Mar 9 laßt bieten * * * — Die Versteigerung von Kreis— straßen- Bauarbeiten. Betreffend: Die Erbauung der Kreisstraße Gettenau— Ludwigshoffnung, Kreisgrenze Büdingen— Friedberg. Zur Erbauung der rubr. Kreisstraße kommen Samfiag den 22. Mal l. J, Vormittags 10 Uhr, im Rath⸗ haussaale zu Gettenan die Plankrarbeiten, veranschlatzt zu 4531 Mark 50 Pf., die Anlage von Kanälen, ver⸗ anschlagt zu 369 Mark 6 Pf., das Brechen von Roll— und Decksteinen, veranschlagt zu 2906 Mark 40 Pf., und das Brechen von Wandsteinen, veranschlagt zu 526 Mark 50 Pf., zur öffentlichen Vergebung. Pläne, Voranschläge und Bedingnißheft können bei Bezirks Bauaufseher Kraft zu Nidda elngesehen werden. Büdingen den 14. Mai 18886. Großherzogliches Kreisamt Büdingen. TTT!. 5 Maurerarbeit. Die zur Herstellung einer Regen Cisterne in der Blinden⸗Anstalt zu Friedberg nöthige Maurerarbeit, ver— anschlagt zu 388 Mark 67 Pf., soll auf dem Sub— missionswege vergeben werden. Zeichnungen, Voranschlag und Bedingungen liegen bei uns zur Ensicht offen und sind die Offerten spätestens bis zum 22. Mai 18886, Vormittags 11 Uhr, versiegelt und mit der Aufschrift „Submissionsofferte“ versehen, portofrei einzureichen. Friedberg den 15. Mai 1886. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. : 2018 Walter, Baurath. E. 5 8 5 Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Instandstellung der Fachwerkswand nebst Treppenaufgang des vorderen Burgthors zu Friedverg nöthigen Arbeiten, bestehend in: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 244 18 Steinbauerarbelt 117— Zimmexrarbeit 313 Schreinerarbeit 39— Schlosserarbeit 81 80 sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Zeichnungen, Voranschlag und Bedinzungen liegen zur Einsicht auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle offen, an welche auch die Offerten spätestens bis zum 22. Mai, Vormittags 11 Uhr, versiegelt und mit der Aufschrift „Submissionsofferte“ portofrei einzusenden sind. Friedberg den 15. Mai 1886. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. J.. Walter, Baurath. Mobiliar-Versteigerung. 2020 Montag den 24. Mai 1886, Vormittags 10 Uhr, läßt Unterzeichneter folgende Gegenstände öffentlich meist bietend gegen Baarzahlung verstetgern: 1 gutes Zugpferd, 1 einspännigen Wagen mit sämmtlichem Zubehör, sämmt— liche Ackergeräthe, 2 Schiebkarren,! Fruchtwaage, Kleider schränke, Commode mit Schreibpult, Bettstellen,! Küchen⸗ schrank mit Glas aufsatz, 1 förmliche Spezerei⸗Efnrichtung, 1 großen Mehlkasten, Tische, Stühle, Weißzeug, Por⸗ zellan, eine große Parthie Brennholz, 3 Gänse, 10 Hühner, sowie noch sonstige Haus- und Küchengeräthschaften. Schwalheim. Johannes Nikolaus. 9* 4 5 Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 25. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr vnfangend, werden auf Antrag der Frl. Auguste Schimpff in deren Wohnung bei Ernst Philippi zu Friedberg (Vorstadt) nachverzeichnete Mobilien gegen Baarzahlung versteigert: 1 Sopha, 1 Commode, l runder und andere Tische, 1 Sessel, mehrere Stühle, 2 vollständige Betten, 2 Kleiderschränke, 1 Brandkiste,! Waschtisch, 1 Kuchen⸗ schrank, 1 Fliegenschrank, eine Parthie Weißzeug und Kleidungsstücke, mehrere Spiegel, Lampen, Bilder und Bücher, eine Parthte Porzellan und Nippsachen, sämmt⸗ liches Küchengerätbe und Haus haltungsgegenstände, Kohlen, Holz, Fässer und Bütten ꝛc. ze. Bemerkt wird, daß sämmtliche Sachen sich in gutem Zustande befinden. Friedberg den 13. Mai 1886. In Auftrag: Franz Joseph Nees, Auktionator. 2017 2008 0 b. Beeht's 1 g Wagen ⸗Fabrik, Mainz, Carmelitenstraße 12 und 14, empfiehlt ihr stets reichhalt. Lager aller, Arten Luxuswagen bester Qualität, sowie eine Anzahl gebrauchter Wagen. Silberne Medaille Amsterdam 1883. Antwerpen 1885. II. von Gimhorn, chemische Fabrik in Emmerich a. Rh. und 8˙Heerenberg(Holland). Geruchloses Fleckwasser à 30, 70 Pf., M. 1.20, Putzpomade 10, 15 und 25 Pf., Maschinenöl 25 und 40 Pf., Anilinfarben per Päckchen 15 Pf. bei 203 J. A. Windecker, Friedberg. 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Lebensjahre sanft entschlafen ist. Groß⸗Karben und Friedberg den 17. Mai 1886. Die tief betrübten Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet in Friedberg Mittwoch den 19. Mat, Nachmittags 3 Uhr, vom elterlichen Haus aus statt. Besondere Einladung erfolgt nicht 2026 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Thellnahme bei dem Tode und der Beerdigung unserer treuen Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau Elisabetha Leonhardt, geb. Schultheiß, sowie für die reiche Blumenspende sagen tiefgefühlten Dank Die tlefbetrübten Hinterbliebenen. Okarben den 16. Mai 1886. 20388 Ossenheimer Wäldchen. Evangelischer Verein. 1 g 2 Vereint im Saale des Windecker'schen Felsenkellers Sonntag den 23. Mai finden dahier Gesangsvorträge mehrerer Wetterauer wol auch die Banten freundlich diageleben ib. 2034 Gesanavereine und Tanzveranügen fiat, wol freundlichst enngeloden wird.. 20% CNN enn MN 1 1 Kommet!!! Kommet!! Kommet!! 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Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 18 8 (Hierzu Praktischer Rathgeber für Landwirthe Nr. 2.)