latin l G — ubfurler A-Lollerie, 0 Beteins 1 Jultreien. 4%. 9s) v — 9 Uhr begaben sich die Höchsten Herrschaften mit Gefolge nach Jugenheim, um den Fürsten Alexander von Bulgarien nach seiner Rückkehr S. K. H. der Großherzog war von Straßburg geflaggt. Das welchem Kreisrath Ur. Braden den mit Be- 1886. Dienstag den 14. September. J 108. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. ö Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf kale Anzei Judsi 8 f. N. 8 ö zeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justi 85121 N Hir 9 J 1 1 1 8 S 1's Innern un i z hat der Hospizien-Commission für Arbeiter und Arbeiterinnen zu Offenbach a. M. die Erlaubniß e ee der Errichtung eines 5 jugendliche Fabrikarbeiter und Lehrjungen aller Confessionen zu Offenbach a. M. eine Verloosung von Kunst⸗ und 2 9 3 35 1 zu welcher nicht mehr als 12,000 Loose à 1 M. ausgegeben werden dürfen, muß spätestens innerhalb 3 Monaten, * N 88„ rgenommen werden und es muß der Werth der Gewinngegenstände mindestens 60% des Bruttoerlöses kb go ose 1 Der Vertrieb der Loose im Großherzogthum ist gestattet. f W ö f„ Betreffend: Die Revision der Brandoersicherungskapttalien.. Friedberg den 8. September 1886. 9 3 Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Verfügung vom 8. Januar l. J., Amtsblatt ohne Nummer, bringen wir bei den Säumigen in dringende Erinnerung. Dr. Braden. Betreffend: Unfallversicherungspflicht der Ziegeleibetriebe. Friedberg den 11. September 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 2 Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Verfügung vom 5. August— Kreisblatt Nr. 92— noch im Rückstande sind, werden hieran erinnert mit Frist von 3 Tagen bei Strafe. Dr. Braden. Betreffend: Die Kosten der Unfalluntersuchungen. Friedberg den 11. September 1886. 8 2„ 7 5* r 2. f„. f a Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. kachstehenden Erlaß Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz bringen wir andurch zur Kenntuißnahme und Darnachachtung. Dr. Braden. Zu Nr. M. J. 17688. Betreffend: Die Kosten der Unfalluntersuchungen. 25 Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter. Die Kosten, welche durch eine in Gemäßheit des§. 53 des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 von der Ortspolizeibehörde Wm Unfalluntersuchung entstehen, sind als Kosten der örtlichen Polizeiverwaltung zu betrachten und fallen als solche der Gemeindekasse zur Last. Die durch die Theilnahme der Genossenschaftsorgane in der Untersuchungsverhandlung, sowie der auf Autrag der Genossenschaft zugezogenen Zeugen und Sachverständigen und der Bevollmächtigten der Krankenkassen erwachsenden Kosten, werden nach§F§. 25, 54 Absatz 2 und 45 des Uunfallversicherungsgesetzes von der Genossenschaft übernommen. b 5 In Vertretung: v. Knorr. Darmstadt am 20. August 1886. e st. S Betreffend: Den Voranschlag des evang. Centralkirchenfonds für 1886/87, hier die auf die Lokalkirchen⸗ und milden Stiftungsfonds ausgeschlagenen Umlagen. — 1 1 7„ 3„ D 2 Arosa Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die evang. Kirchenvorstände des Kreises. 1 Wir beauftragen Sie, für baldige Auszahlung der in nachstehend abgedrucktem Auszuge genannten Beträge an den Rechner des evang. Centralkirchenfonds, Rechnungsrath Jost in Darmstadt, zu sorgen. Dr. Braden. Friedberg den 10. September 1886. . M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. Büdesheim 186 29 Florstadt 1080 43 Langenhain 26 90 Nieder Eschbach 36 15 Reichelsheim 156 86 Staden 221 17 Butzbach, Kugelhaus— Fried berg pia corpora 200— Münzenberg 6 16 Ober Eschbach 20— Rendel 239 92 Trais-Münzenberg 26 93 2 fonds 59 23 Groß Karben 84.61 Nauheim g 5 57 Ober Rosbach 40— Rodheim 4 69 Weckes heim 13 40 Fauerbach v. d. H. 22 70 Klein Karben 3 62 Nieder Erlenbach 130 24 Ostheim 7 05 Schwalheim 351 62 Wobnbach 135 85 Der diesjährige Herbstfaselmarkt soll, werden. Dieburg gewählte Commission gemustert. Viehschlag nicht verwandten Dieburg den 4. September 1886. Sämmtliche vorgeführte 1½ bis jährige Zuchtstiere werden durch eine vor . Die Besitzer der als preiswürdigst erkannten scheine) und zugleich kleinere Geldprämien, wofür die Summe von 70 Mark verwendet werden Racen abstammen, sowie solche, welche sür Gemeinden noch Dienste thun, Bekanntmachung. wie im Kalender angegeben, Samstag den 18. 8 0 der General-Versammlung des landw. Bezirksvereins Thiere erhalten kunstvoll gearbeitete Diplome(Prämien— September l. J. zu Groß- Umstadt abgehalten Bullen, welche von dem Odenwälder soll. sind von der Concurrenz ausgeschlossen. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Dieburg. Heß. Deutsches Reich. Friedberg, 12. Sept. Heute früh um zu begrüßen und kehrten am Abend hierher zurück. ebenfalls nach Jugenheim gekommen. Unsere Stadt hatte zu Ehren des Geburtstages reich Das Festessen im Hötel Trapp, bei geisterung aufgenommenen Toast auf S. K. H. ausbrachte, war sehr stark besucht, ebenso das am Abend auf Windeckers Felsenkeller statt⸗ gehabte Concert, Wahl einen Toast auf S. K. H. ausbrachte. bei welchem Seminarlehrer Darmstadt, 11. Sept. Die Ankunft des Fiürsten Alexander von Bulgarien erfolgte nach der Darmst. Zeitg. gestern Nachmittag 4 Uhr 10 Min, mit dem Schnellzug von Aschaffenburg. Lange vor 4 Uhr waren schon Tausende von Menschen auf den Plätzen vor beiden Bahn— höfen versammelt. Mit dem Füͤrsten kam dessen Bruder Franz Josef von Battenberg. Als der Fürst den Wagen verließ, wurde er zunächst von seinen hohen Verwandten in ergreifendster Weise begrüßt. Auf dem Perron der Hess. Ludwigsbahn bildete der Kriegerverein Spalier. Alsbald begaben sich die hohen Herrschaften nach dem Bahnhofe der Main-Neckar-Bahn, wo der englische Geschäftsträger, Provinzial Direktor v. Marquard, Oberbürgermeister Ohly und Beigeordneter Riedlinger, der Präsident der „Hassia“ und eine Reihe weiterer distinguirter Persönlichkeiten zur Begrüßung des Fürsten an— wesend waren. Von mehreren Damen wurden prachtvolle Kränze überreicht, während aus dem Publikum heraus eine Menge Blumensträuße zu seinen Füßen flogen. Oberbürgermeister Ohly hielt alsdann eine Ansprache an den Fürsten. Der Fürst erwiederte dankend, daß er sich herz— lich über den ihm gewordenen Empfang freue Hierauf brachte der Oberbürgermeister ein Hoch auf den Fürsten aus, in welches die unterdeß auf viele Tausende angeschwollene Menge be— geistert einstinmte. Der Fürst trat nun auf die Treppe hinaus und sprach auch hier in sichtlich gerührter Weise zu dem den weiten Platz vor den Bahnhöfen Kopf an Kopf anfuͤllenden Publi⸗ kum den Dank sür den ihm in der theueren Hei— math bereiteten Empfang aus. Nicht enden— wollende Hochs auf deu Fürsten begleiteten als⸗ dann denselben bis zur Abfahrt nach Jugenheim. — Der Amtsrichter Dr. Muller in Ober— Ingelheim wurde zum Oberamtsrichter und der Amtsrichter Gebhard in Worms zum Ober⸗ Amtsrichter ernannt. Anlaͤßlich des Geburts— tages des Großherzogs wurden viele Charakter— ertheilungen und Ehrenzeichen verliehen, in Friedberg das silberne Verdieustkreuz des Philipps— Ordens dem Oberlehrer Bitsch daselbst und dem Oberamtsrichter Sellheim daselbst das Ritter⸗ kreuz 1. Kl. des Philipps Ordens. Berlin, 10. Sept. Der Bundesrath er— theilte der Vorlage und dem Ausschußberichte, betreffend die Verlängerung des deutsch'spanischen Handels: und Schifffahrts-Vertrages seine Zustimmung. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ sagt, die Mächte hätten sich darauf beschräukt, dem Fürsten von Bul⸗ garien zu rathen, im Interesse der Ruhe des Landes keine Hinrichtungen vorzunehmen, und diesen Rath ausdrücklich mit dem Hinweis motivekt, daß sonst die Gefahr nahe läge, es möchten im Falle einer neuen politischen Umwälzung Gegen- Hinrichtungen vorgenommen werden. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bestreitet, daß Fürst Alexander Aussicht habe, nochmals den bulgarischen Thron zu besteigen. Selbst wenn er von der Sobranje wiedergewählt werde, so dürften die eurspäischen Mächte ihre Zustimmung kaum geben. Uebrigens sei eine Verständigung zwischen Rußland und England über die Frage der Wiederbesetzung des bulgarischen Thrones nicht so schnell zu erwarten. 11. Sept. Im Befinden des Reichs— kanzlers ist, wie man dem Fr. I. telegraphirt, einige Besserung eingetreten; der Kanzler konnte für kurze Zeit sich vom Sopha erheben und Gehversuche machen. Coburg, 11. Sept. Die Herzogin von Edinburg ist hier eingetroffen. Straßburg, 10. Sept. Der Koͤnig von Sachsen und die Großherzoge von Baden und Hessen, sowie der Prinz Leopold von Preußen und der Feldmarschall Graf Moltke sind um ½1 Uhr heute Nachmittag hier eingetroffen und wurden vom Statthalter, dem commandirenden General und den Spitzen der Behörden und der Generalität empfangen. Der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz von Deutschland und der Prinz Ludwig von Bayern trafen um 3 Uhr ein und wurden von den anwesenden Fürsten und einer aus nichtpreußischen Regimentern ge— bildeten Ehrenwache empfangen. Der Kaiser nahm auf dem Bahnhofsplatz den Vorbeimarsch ab, hielt dann nach dem Fr. J. mit dem Kron— prinzen in einer vierspännigen Equipage, welcher ein Stallmeister und ein Spitzenreiter vorritten, seinen Einzug durch das Spalier der Krieger— vereine und Schulen, vom Geläute der Glocken und einem unermeßlichen Jubel vieler Tausenden begrüßt. Im Palais wurde die Ehrenwache vom 4. bayrischen Infanterie- Regiment gestellt. Das Aussehen des Kaisers ist ausgezeichnet; eine Stunde nach dem Einzug machte der Kaiser, an seiner Seite der Kronprinz, eine Fahrt durch die festlich geschmückte Stadt. — 11. Sept. Die Kaiserparade nahm nach dem Fr. J. bei leicht bedecktem Himmel einen glänzenden Verlauf. Der Kaiser fuhr im Schritt die Fronten der beiden Treffen ab, die aus zu— sammen 36,000 Mann gebildet waren. Diese Frontfahrt dauerte allein 45 Minuten. Sodann nahm der Kaiser, im Wagen stehend, den ein— maligen Vorbeimarsch der Truppen ab. Die Jufanterie marschirte in Compagniefront, die Cavallerie in halber Schwadronenfront. Hier— nach verließ das kaiserliche Paar, überall mit stürmischem Jubel begrüßt, das Paradefeld. Um 5 Uhr fand ein großes Diner mit 333 Ge— decken statt. 12. Sept. Heute Vormittag fand in der protestantischen Thomaskirche Gottesdienst statt, welchem die Kaiserin, der Kronprinz, der Großherzog von Baden und andere Fürstlich— keiten beiwohnten. Auf Befehl des Kaisers, der sich ein wenig ermüdet fühlt und deßhalb auch gestern bei dem Galadiner sowie in der Theatervorstellung nicht erschienen war, ist der auf heute angesetzt gewesene Empfang des Ministeriums, der Geistlichkeit, des Staats— rathes, des Landesausschusses und des Ge— meinderathes auf einen der nächsten Tage ver— schoben worden. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die„Buda— pester Corr.“ meldet hochofficiös, Oesterreich habe dafür zu sorgen, daß nicht gegen seinen Willen ein Bulgarenfürst gewählt und die Ordnung gestört werde. Eine Occupation seitens Ruß R 1 0 — 11. Sept. Das„Wiener Tagblatt“ meldet: Der russische Militärbevollmächtigte in Wien, General Kaulbars, reiste in Folge einer telegraphischen Ordre des Zaren zu demselben nach Brest-Litewsk. Schweiz. Bern. Die Convention be⸗ treffend den Schutz des literarischen und künstler— ischen Eigenthums wurde am 9. Sept. unter⸗ zeichnet. Der Austausch der Ratificationen soll binnen Jahresfrist erfolgen. Belgien. Brüssel. Die Regierung nahm einen vollständigen Garnisonwechsel in Gent vor in Folge des dort herrschenden sozialistischen Einflusses. — General Vandersmissen wird sich nach dem Elsaß begeben, um den Kaiser Wilhelm im Namen des Königs von Belgien zu begrüßen. Großbritannien. London, 10. Sept. Das Unterhaus erledigte sämmtliche Positionen des Marine-Budgets. — 11. Sept. Das Unterhaus nahm die erste Lesung der Paruell'schen irischen Bodengesetzbill an und setzte die zweite Lesung auf Dienstag fest. Rumänien. Bukarest, 10. Sept.„Ro⸗ manul“ erhält aus Belgrad ernste Nachrichten. Die russophile Partei fühle sich darnach durch die Sofiaer Vorgänge ermuthigt und soll eine gleiche Inscenirung in Belgrad vorbereitet haben. Im Publikum herrsche große Unruhe, man fürchte alle Augenblicke den Eintritt von Ueber— raschungen. Wozu das Wolff'sche Bureau solche frivole Alarmgeschichten verbreitet, bemerkt das Fr. J. dazu, ist uns unerfindlich. Serbien, Belgrad,(0. Sep. Der König reiste heute zur Badekur nach Gleichen— berg in Steiermark ab und erließ eine Procla— mation, worin er diese Reise ankündigt und die Regentschaft dem Ministerrathe überträgt. Rußland. Petersburg. Das„Peters— burger Tagblatt“ und die„Nowoje Wremja“ bestreiten die Berechtigung Alexander's, eine Re— gentschaft zu ernennen; nur der Metropolit Clement könne Regent sein. Die jetzige Regeut— schaft gelte für Rußland nicht, es hoffe auf baldige Bildung einer, Petersburger Weisungen folgenden Regentschaft, die auch die Rechte Alexander's bezüglich Ostrumeliens erben werde. Das„Journal de St. Petersbourg“ sagt: Ruß land habe dem Fürsten Alexander gegenüber keinerlei Verpflichtungen übernehmen können, es wies aber seine Agenten in Bulgarien an, der Bevölkerung mitzutheilen, daß die Regierung ihren ganzen Einfluß aufzuwenden bereit sei, die Parteien mit einander auszusöhnen und die Ruhe wieder herzustellen, sowie die legaler Weise eingesetzte Regierung zu unterstützen. — 11. Sept. Das Kaiserpaar ist gestern Vormittag in Begleitung der Großfürsten in Brest-Litewsk eingetroffen. — Die„Nowoje Wremja“ erklärt, Rußland perhorrescire die von Alexander eingesetzte und aus Battenbergisten bestehende Regentschaft und werde dieselbe demnächst durch russenfreundliche Bulgaren und zumeist russische Staatsmänner besetzen. Ebenso sollen die höheren Commando— stellen mit russischen Offizieren besetzt werden. Aut Stadt und Lond. s. Friedberg. Bei dem hiesigen Standesamt sind in 1886 bis heute 95 Geburten und 61 Sterbefälle ein— getragen. Bedenkt man, daß von diesen 61 Sterbefällen 15 in dem Hospital vorkamen und zwar von solchen Personen, welche zum größten Theil der zur Stadt zählenden Bevölkerung nicht angehörten, so ist dies nicht allein ein sehr günstiges Zeichen für die Entwickelungs— fähigkeit unserer Stadt, sondern auch ein Beweis für deren gute Gesundheitsverhältnisse. Friedberg, 11. Sept. Heute früh fand man hier eine alte Frau namens Rausch, die seit zwei Tagen nicht ausgegangen war und deren Wohnung mit Gewalt geöffnet wurde, tobt vor ihrem Bette liegen. Ein Schlaganfall hatte ihrem Leben ein Ziel gesetzt. Bad⸗Nauheim. Die in dem Nebenbassin auf— gefundenen Gegenstände, das Portemonnaie, das Taschen⸗ tuch und die Eigarrenspitze erwiesen sich nach dem W. A. als Eigenthum des Musketiers Pacher; in dem Por- temonnaie befanden sich 6M. 40 Pf. und sein Quartier— billet. Bei der Leichenschau hatten sich keinerlei Ver— letzungen am Körper vorgefunden. Ein gewaltsames Ende ist somit positiv ausgeschlossen, es liegt entweder lands wird Oesterreich unbedingt nicht zugeben. Selbstmord oder unglücklicher Zufall vor. Allerlei. 8 Bremerhaven, 10. Sept. Der deutsche Schuner „Caroline“, Capitän Vehn, mit Petroleumladung nach Memel bestimmt, ist Nachts in Brand gerathen. Der Schuner wurde durch einen Schleppdampfer oberhalb Blexen an den Strand geschleppt, woselbst er total ab— gebrannt ist. Die Mannschaft wurde gerettet. Handel und Verkehr. Friedberg, 11. Sept. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.05— 1.30, Eier 1 Stück 6 Pf. Butzbach, 11. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.10— 1.20. Käse per Pfd. 45-46 Pf. Eier 2 St. 11 Pf. Gießen, 11. Sept. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.12— 1.20, Eier 1 St. 5—7 Pf., Käse per St. 5-9 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 9.60, Hühner per Stück M. 0.80— 1.00, Hahnen per Stück M. 0.50—0.80, Enten per Stück M. 1.30— 1.70, Ochsen⸗ fleisch per Pfund 62—64 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54 56 Pf., Schweinefleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 50-66 Pf., Kalbfleisch 46—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.506, Zwiebeln per Ctr. M. 4—6. Frankfurt, 10. Sept. Wochenmarkt. Butter geht fortwährend in die Höhe und wurde heute im Centner mit 90—95 Mark bezahlt, auch Eier haben angezogen und kostete das Hundert M. 5 6.50. Kartoffeln kommen reichlich an den Markt und kostet das Malter sehr schöner und guter Waare 4 M. Zwiebeln der Centner 5—7 M. Orangen das Hundert 15 M. Bohnen der Ctr. 6—8 M. Gurken zum Einmachen das Hundert M. 9.20 1.50, Essiggurken das Hundert 60-70 Pf., Blumenkohl das Hundert 36-60 M. Homburg, 11. Sept. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.00—5.00, per Geschelid 8—9 Pf. Eier per Stück 6 und 7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.30, 2. Qual. M. 1.25. Literarisches. Daheim. Nr. 50 enthält: Simson und Delila. Forts.— Theodor Fliedner, der Begründer von Kalsers⸗ werth. Von F. Fliedner.— Noch einmal Franz Liszt. Von K. Mit 2 Illustr.— Das Naumburger Kirschfest. Von F. Klien.— Neu-Pompeli. Von Th. Trede.— Am Familientisch: Die Wandgemälde von Knackfuß in der Empfangshalle des Straßburger Bahnhofs. Von A. Rosenberg.— Einzug Friedrich Barbarossas in Hagenau im Jahre 1167 und Ueberbringung der Reichs⸗ kleinodien in die Kapelle der Pfalz zu Hagenau.— In unserer Spielecke.— Mit 2 illustr. Beilagen. Wasserwärme der Usa: September Mittags: 180 Reaumur. September Mittags: 18 Reaumur. Walter. 12 13. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 14.: Silvana. Große Preise. Mittwoch den 15.: Trompeter von Säkkingen. Abonn. Große Preise. Donnerstag den 16.: Lohengrin. Große Preise. Freitag den 17.: Madame Tavart. Außer Abonn Kleine Preise. 5 Samstag den 18.: Königin von Saba. Große Preise. Sonntag den 19.: Oberon. Große Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 14.: Krieg im Frieden. Große Preise. Mittwoch den 15.: Ein Freund der Frauen. Große Preise Donnerstag den 16.: Geschlossen. 5 Freitag den 17.: Egmont. Große Preise. Samstag den 18.: Neu einstudirt: Die Geier-Wally. Große Preise. Große Preise. Sonntag den 19.: Die Geier-Wally. 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Ein zuverlässiger bel Schweizer Von wem? sagt die Exped. d. Anz. 3506 Todesanzeige& Danksagung. a Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß es Gott dem Allmäch— tigen gefallen hat, unsere innigstgellebte Groß- mutter und Schwiegermutter Kathatine Rausch, geb. Pfeffer,* nach kurzem Leiden im vollendeten 71. Lebensjahre! am 9. September in ein besseres Jenseits abzu- rufen, sogleich sagen wir allen Denen, welche sie F zur letzten Ruhestätte geleiteten, sowie für die reiche Blumenspende unseren innigsten Dank Frledberg den 13. September 1886. 3495 Die trauernden Hinterbliebenen. f Heute Abend verschied nach langem schwerem Leiden unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, N Großmutter, Schwester und Tante 5 Helene Briel, geb. Schimpf, im 80. Lebensjahre. 8 Die Beerdigung findet statt Dienstag Nach⸗ mittag 4 Uhr. Besondere Einladung erfolgt nicht. Friedberg und Frankfurt, 12. Spt. 1886. Die trauernden Famllien: Briel& Gönner. 3504 .——7—+r1 ² ˙1 ˙ L Neu! 1 1 Neu! e! Eine t bahnbrechende Erfindung Zweispulen-Nähmaschine ohne Schiff; oben und unten direct von der Garnrolle nähend. dolle ieinverkaul: II. III ndewald, Garantie Nün maschinen Luer und Reparatur- Werkstätte. Für die bevorstehende Gemeinderathswahl schlagen wir folgende Herren vor: Carl Trapp. Fritz Hecht. Heinr. Mondigler. WV. Bernbeck. Aug. Valentin. Gg. E. Hanstein. Dr. Heid. Peter Dietz. Erklärung Um den bisher im Weizenhandel eingerissenen Mißverständnissen in Bezug auf die präcise Bezeichnung der gehandelten und thatsächlich eingeschlichenen Unreellitäten in Betracht der wirk— lich gelieferten Qualitäten in Zukunft vorzubeugen, haben die unterzeichneten Mühlenfirmen sich dahin verständigt, daß von heute ab: Bei Weizeuabschlüssen, wenn eine andere Qualität nicht ausdrücklich benannt und vereinbart ist, stets nur der einheimische deutsche braune Grannen-, auch Kronen, Roth- oder Fuchsweizen genannt, verstanden und die Lie— ferung von anderen Qual litäten, oder von braunem Grannenweizen, welcher mit anderen Qualitäten vermischt ist, ausgeschlossen sein soll. Belspielsweise würde also unter der Bezeichnung von„Wetterauer Weizen“ nur der in der Wetterau gewachsene braune Grannenweizen stillschweigend zu verstehen und bei Käufen unter dieser Bezeichnung nur diese Weizensorte lieferbar sein. Da verschledene neu eingeführte Weizensorten dem hei— mischen braunen 2 ähnlich sehen und von diesen ein Muster nicht mit Sicherheit 5 werden kann, qual 1 91 aber demselben nachstehen und deshalb minderwerthig sind, so gilt es auch bei Käufen„nach Muster“ als stillschweigende Uebereinkunft, daß das Muster von heimischen braunen Grannenweizen genommen ist, wenn nicht eine andere Qualität aus— drücklich vom Verkäufer bezeichnet wird. Die unterzeichneten Mühlenfirmen haben sich verpflichtet, von Lieferauten nur dann zu kaufen, wenn sie sich ausdrücklich oder stillschweigend dieser Erklärung unterwerfen, da von anderen eine reelle Lieferung nicht mit Sicherheit erwartet werden kann. Aktien-Gesellschaft der Löhnberger Mühle(Karl Simon). mann in Groß-Karben. Heinr. Gregory in Höchst a. M. 3489 Viele Wähler. W. Brück⸗ J. F. Rees in Gelnhausen. Karl Koch, Mehl⸗ und Brodfabrik in Assenheim. Berner in Hausen. Gustav Ohl in 2 H. Schudt, Görbelheimer Mühle. Carl Vorbach in Okarben. e in Bonames. Eduard Wolschendorf in Eschersheim. Kar b Zim mer in Ober-Ursel. B. S. Ettinghausen. 3480 Landwirth. Ausstellung zu Offenbach a. M. am 18., 19. und 26. September, verbunden mit einer Verloosung. Gesammtwerth der Gewinne Mk. 6000.—. Loose à 1 Mk. zu beziehen durch die General-Agentur 2. F. Ohnacker, Darmstadt und sämmt— lichen Looseverkaufsstellen. 3410 Mitb 29 0 b Als befles und sichersles Reinigungsmittel für itbürger! 2 2 Bierpressionen Wem das Wohl der Stadt am Herzen liegt, der N N gebe bei der Gemeinderathswahl seine Stimme nach empfiehlt Aetznatron stehenden Herren: 2 J. Raumeister. 1. Seminarlehrer Wahl. vorzüglichen Weißwein 120 0 J. 0 2. Geon 85 K alck. empfiehlt à 80 Pfg. per Flasche ohne Glas „ Fritz Hecht. 3497 Pla. Dan. Eibach. „Ernst Häberle. Prod-Iklelis und Abfall- Sucher, Wilhe luz: Bernbecl. 3502 billigster Preis, empfiehlt „Karl Gross. J. A. Windecker. 15 Wilh. Iveuter III. Neue Linsen, Ernst Windecker. Prima-Waare, empfiehlt Civis. 8473 Nil. ernbeck. 3492 Lebrer Heinrich Müller zeigen blermst ergebenst an 3508 Fritz Söllner und Frau. Musikverein. Eli zs-Probe Dienstag, 14. Sept. Die Merkliste wird von jetzt ab geführt. Der Vorst and. Wouühler! Wer das Herz auf dem rechten Flecke hat, wer einen offenen, biederen und braven Charakter hochschätzt, wer das Gefühl der A noch kennt, wer die vollste Wahrung der Interessen unserer Stadt nach Innen und nach Außen wünscht, wer einen Zusager und Kopfnscker verabscheut, wer einen in jeder Hinsicht erfahrenen, mitten im Volke stehenden, mit dem Volke fühlenden und leben⸗ den Mann als Vertreter der Stadt verlangt, der lasse sich durch gewisse lichtscheue Verdächtigungen nicht beirren und nicht beeinflussen. Er gehe Dienstag den 14. l. M. getrosten Muthes zur Urne und wähle Herrn Seminarlehrer Johannes Wahl 05 3 des Gemeinderaths unserer Stadt e 5 Vorschlag zur Gemeinderathswahl. Christian Bender. Ernst Engel. Fritz Hecht. Gg. Falck. Louis Theobald. Ludwig Weis. Johannes Bieler Dr. Becker. 3494 Mehrere Wähler. Mitbürger! Lasset Euch durch fingirte Wahlzettel nicht irre führen! Sie werden von der Gegenpartek nur gemacht, um eine Stimmenzersplitterung herbetzuführen. 3501 Ein alter Bürger. Für die bevorstehende Gemeinderathswahl erlaubt man sich folgende Herren vorzuschlagen: Johannes Wahl, Seminarlehrer. Eduard Ruths. Jean Huber. Hof-⸗Apotheker Görtz. Fritz Hecht. Georg Falck, Müller. Karl Berg, Maurer. Erust Windecker, Bierbrauer. 3488 Viele Wäh ler 2 1 5 Zur Gemeinderaths⸗Wahl. Kann man Wahlvorschlägen zustimmen, in welchen Männer, die schon seit Jahren als tüchtige Glieder des Gemeinderaths sich bewährt haben, mit Stillschweigen übergangen sind?— Man sollte doch erfahrene Kräfte nicht so ohne Weiteres bei Seite schieben, insbesondere, wenn nian nichts Besseres an deren Stelle zu setzen vermag— 3493 Planz. Das Wahlrecht bei Gemeinderathswahlen kann jeder Bürger, der die bis zur Zeit der Wahl fälligen Com⸗ munalsteuern entrichtet hat, ausüben. 3491 Brauerei Binzel. Bei Gelegenheit der Gemelnderathswahl bringe ich mein bekanntes Prima Wahtbier in empfehlende Erinnerung. 3505 3 V. RBinzel. 5 für Herren Damen und Kinder, Hemden, billigt bei“ g. Frievrich. Eine Parthie In Limburger Käse empfiehlt bei Abnahme von ganzen 15 per Pfd. 30 Pf. Fr. Hilbrecht Nu. Verantw. Rev.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernasss. 3475 Die Verlobung 1 Tochter Marie mit bern N