1886. Dienstag den 9. November. Ober! Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch“ Froja lait kee den Guo rider, Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. f Donnerstag und Samstag. a Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Vertilgung der Kleeseide. Friedberg den 3. November 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir haben bei verschiedenen Reisen durch den Kreis die Wahrnehmung gemacht, daß trotz der durch unser Ausschreiben vom 7. Sep— tember l. J.(Kreisblatt Nr. 106) gegebenen Erinnerung nicht in allen Gemarkungen mit der nöthigen Energie gegen die Kleeseide vorgegangen worden ist. Indem wir deßhalb nochmals auf die Bestimmungen des Reglements gegen die Verbreitung der Kleeseide, abgedruckt in der be— zeichneten Nummer des Kreisblatts, verweisen, ordnen wir an, daß die vorgeschriebenen Rundgäuge durch die Commissionen unter Zuziehung der Feldschützen alsbald erfolgen und daß in den Gemarkungen, in welchen die Rundgänge bereits stattgefunden haben, die Feldschützen noch— mals innerhalb 14 Tagen gelegentlich alle Kleefelder und Wiesen besichtigen und Ihnen jedes Vorhandensein von Kleeseide zur Anzeige bringen. Sie wollen die Feldschützen hiernach unter dem Bemerken bedeuten, daß wir mit Disciplinarstrafen gegen dieselben vorgehen werden, wenn wir —9 51 nach Ablauf von 14 Tagen erfahren, daß noch Kleeseide vorhanden ist. Dr. Braden. Betreffend: Das Löschwesen. Friedberg den 4. November 1886. Das Großherzogliche Kreisamit Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Es ist schon vielfach als großer Mißstand erkannt worden, daß nicht ein Normalgewinde für Druckschläuche der Feuerspritzen eingeführt ist. Bei ausbrechenden Bränden kommen in der Regel eine große Anzahl von Spritzen zu den Brandstätten, von denen igdeß nur wenige in Thätigkeit gesetzt werden können, weil es an dem erforderlichen Wasser mangelt; will man die Spritzen, die dadurch nicht thätig werden können, dazu benutzen, den am Braudplatz gut postirten Spritzen statt des Eimerreichens, welches viele Leute erfordert und verhältnißmäßig nur wenig Wasser zur Spritze fördert, das Wasser zuzupumpen, so fehlt es meist an den nöthigen Schläuchen, weil wegen der verschiedenartigen Gewinde nicht eine Löschmannschaft der anderen mit Schläuchen auszuhelfen im Stande ist. 5 Diesem Uebelstand läßt sich mit geringen Kosten durch Einführung des Metz'schen Normalgewindes abhelfen. Wir beauftragen Sie deshalb in Zukunft bei Anschaffung neuer Feuerspritzen das Metz'sche Normalgewinde für Druckschläuche zu wählen und fur die bereits vorhandenen Spritzen, welche nicht das Metz'sche Gewinde besitzen, alsbald eine Uebergangsmutter in das Metz'sche Normalgewinde anzuschaffen und diese bei Bränden stets mitzuführen. Eine solche Uebergangskuppelung, mit Vater- und Muttergewinde, versehen verursacht nur eine Ausgabe von 5 bis 8 Mark und kann durch H. Schaffstädt in Gießen oder einen sonstigen Kupferschmied bezogen werden. g Wir sehen bis Ende l. J. Ihren Berichten entgegen, ob die Anschaffung des Metz'schen Gewindes für Ihre Spritzen erfolgt ist. Dr. Braden Betreffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahr 1886. Friedberg den 5. November 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir sehen der Einsendung der auszufüllenden Formulare seitens der noch Rückständigen binnen drei Tagen bei Meidung unangenehmer Verfügung entgegen. Dr. Braden. Betreffend: Den Rundgang der Feldgeschworenen. Friedberg den 5. November 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Soweit die Feldgeschworenen den diesjährigen Herbstrundgang noch nicht vorgenommen haben, ist derselbe alsbald auszuführen. Bei dem Gang sind nicht nur die Gemarkungs-, sondern auch die Flur- und Gewanngrenzsteine zu besichtigen. Einsendung der hierüber aufzu— N 2 J sygtestens i 1 Je 0 8 nehmenden Protokolle erwarten wir spätestens bis zum 1. Dezember 1. 5 5 a 1 f In denjenigen Gemarkungen, in welchen im laufenden Jahr eine Revision der Grenzpunkte durch einen von dem Großherzoglichen Katasteramt beauftragten Geometer stattgefunden hat, oder in welchen eine solche angekündigt ist, sowie in denjenigen, in welchen eine allgemeine Wiederherstellung der fehlerhaften Punkte durch einen Geometer im Gang ist, ebenso in denjenigen, in welchen in Folge von Consolidation im 7 8 5 1 0*** 7 Fur J 8 2 2 laufenden Jahr neu ausgesteint worden ist, oder in welcher eine Zusammenlegung nahe bevorsteht, hat der Grenzgang für dieses Jahr zu unter— bleiben. Wir erwarten jedoch in solchem Fall Ihren Bericht, daß und warum dies geschehen ist. Den Feldgeschworenen wollen Sie dieses Ausschreiben mittheilen. ri b 1 on 5 1„ 8 Betreffend: Den Schutz der in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Friedberg den 5. November 1886. 5 0 g N a g„„ Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie wollen die Ueberwachungsbogen über die in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren bis zum 20. Dezember J vorlegen, oder berichten, daß derartige Kinder sich in Ihren Gemeinden, nicht befinden. Wenn solche Ruder im laufenden Jahr verzogen oder verstorben sind, oder das sechste Lebensjahr zurückgelegt haben, so ist dies in den hierfür vorgesehenen ub rien zu bemerken. Für rechtzeitige Einholung der seitens der Herren Geistlichen und Aerzte zu vollziehenden Einträge wollen Sie besorgt 120 ie e f Wir empfehlen Ihnen die sorgfältige Ausfüllung der Ueberwachungsbogen dringend an und werden Ihnen nicht richtig ausgefüllte auf 8 e Dr. Braden Ihre Kosten zur Umarbeitung zurücksenden. 1 Betreffend: Die Prüfung im Hufbeschlag. Bekanntmachung. 1 i. 5 e Unter Beziehung auf unsere Bekanntmachung vom 28. Oktober 1878— Oberhessischer Anzeiger Nr. 129— bringen wir zur allge⸗ meinen Kenntniß, daß Wilhelm Fatum von Wohnbach und Eberhard Petersohn von Södel einen Cursus in der Lehrschmiede zu Gottesaue 0 f 24 0 4 f J. 96 f. 3 110% 0 0 vom 1. Februar bis 31. Mai 1885 durchgemacht und hierbei die Prüfungen dortselbst mit dem Prädikat coli bestanden Wed i f 5 N 886 Hroßherzogliches Kreisamt Friedberg. rig den 5. November 1886. Großherzogliches 8 6 ee Dr. Braden. Bekanntmachung. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für 9 wee Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Keuntuiß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Ne. 85 0 155 1 1 N 1 g 5 MW 9375 Str MO 2 N Oclober 1886 sich folgendermaßen für den Centner berechnen: Hafer M. 6.25, Heu M. 2.75, Stroh M. 2.00. 1 5 r! era den 6. November 1886 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 6. Nove 886. e —.—— Das nachstehend abgedruckte Schreiben der Großherzoglichen(25.) Division vom 1. l. Mts. bringen wir Friedberg den 6. November 1886. Bekanntmachung. andurch zur öffentlichen Kenntniß. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. IJ V.: Dr, Wan Die Truppen der Division haben auch in diesem Jahre während der Herbstübungen sowohl in der Provinz Starkenburg, wie in der Provinz Oberhessen eine so freundliche Aufnahme gefunden, daß es der Division ein Beduͤrfuiß den einzelnen Bewohnern hierfür den wärmsten Dank auszusprechen. ist, den betheiligten Kreisen, Gemeinden sowie Indem das Großherzogliche Ministerium die Division bittet, der von der Einquartierung betroffenen Bevölkerung in geeignet erscheinen— der Weise hiervon Kenntniß geben zu wollen, benutzt sie die Gelegenheit, um dem Großherzoglichen Ministerium, den Provinzialdirectionen und Kreisaͤmtern für die entgegenkommende Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung der Darmstadt den 1. November 1886. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Liquidationen über die im Kreise entstandenen Flurschäden bei der Corpszahlungsstelle des 11. Friedberg den 6. November 1886. Manöver verbindlichst zu danken. Für den erkrankten Divisions-Commandeur: Bekanntmachung. gez. v. Werder, Generalmajor und Brigade-Commandeur. Friedberg bei den diesjährigen Herbstübungen Armeecorps zur Zahlung an die Interessenten angewiesen sind. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. IJ. V.; Ur Walen Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Der „N. Fr. Pr.“ zufolge fand in den letzten Tagen eine Annäherung zwischen Oesterreich und Eng— land statt. In Berlin glaube man, die Entente der Mächte dürfte sich dadurch manifestiren, daß man Rußland zu einer bestimmten Stellung— nahme in der bulgarischen Frage auffordere. Pest, 6. Nov. In Erwiederung der An— sprachen der Präsidenten der Delegationen dankte der Kaiser für die Versicherungen treuer Ergebenheit und sagte bezüglich der äußeren Lage Folgendes: Die bedauerlichen Verwickel— ungen in Bulgarien, welche im vorigen Jahre mit dem Umsturze der Regierung in Philippopel ihren Anfang genommen haben, geben neuer— dings Anlaß zu ernsten Besorgnissen. Zwar war es den vereinigten Bemühungen der Mächte gelungen, die Bewegung zu localisiren und die Wiederherstellung legaler Zustände anzubahnen, doch haben die jüngsten Ereignisse in Sofia eine neue gefährliche Krise hervorgerufen, deren Ent— wickelung und, wie ich hoffe, friedliche Lösung eben jetzt die volle Aufmerksamkeit meiner Re— gierung in Anspruch nimmt. Die Bemühungen derselben sind dahin gerichtet, daß bei der schließlichen Regelung der bulgarischen Frage, die unter der Mitwirkung der Mächte erfolgen muß, in dem autonomen Fürstenthume ein legaler Zustand geschaffen werde, welcher, den zulässigen Wünschen der Bulgaren Rechnung tragend, ebenso den bestehenden Verträgen wie den europäischen Interessen entspricht. Die vortrefflichen Bezieh⸗ ungen, in welchem wir mit allen Mächten stehen und die Versicherungen friedlicher Jutentionen, welche wir von allen Regierungen erhalten, lassen die Hoffnung bestehen, daß es trotz der schwierigen Lage im Orlent gelingen wird, unter der Wahrung der Interessen Oesterreich— Ungarns, der Monarchie und Europa die Seg⸗ nungen des Friedens zu erhalten. Belgien. Brüssel. Gutem Vernehmen nach ist die Regierung entschlossen, trotz des Wider— spruchs einiger klericalen Blätter, bei dem dem— nächstigen Zusammentritt der Kammer einen Ge— setzentwurf einzubringen, wonach die persönliche Mailitärdienstpflicht eingeführt werden soll. Großbritannien. London. Die social— demokratische Vereinigung macht bekannt, daß sie den am 9. November beabsichtigten Aufzug aufgegeben hat und ersucht die„Mitbürger“ an demselben Tage sich auf dem Trafalgarsquare zu versammeln. f — Lord Stanhope, Staatssecretär der Co— lonien, empfing eine Deputation, welche um die Annexion von Zululaud bat. Lord Stanhope erwiederte der Deputation, es sei zwischen dem Gouverneur Havelock von Natal und den Boers eine Vereinbarung getroffen worden, wonach England über den östlichen Theil von Zululand, Bulgarien. Sofia. Die„N. Z.“ selbst schreibt: Der Hauptmann Nabakoff hat sich am 4. ds. mit Hilfe einer Bande von Griechen und Montenegrinern, welche er in den umliegen— den Dörfern zusammengebracht hatte, der wich— tigen Hafenstadt Burgas bemächtigt, während drei russische Kriegsschiffe die zweite bulgarische Seestadt Varna mit ihren Geschützen bedrohen. Der Augenblick für die Ausführung dieser offen— bar seit langer Zeit sorgfältig vorbereiteten Ver— schwörung war sehr schlau gewählt. Ein Be— richterstatter, der vor läugerer Zeit unsere Auf— merksamkeit auf die Anzeichen einer in Burgas, Varna und Sliwno geplanten Erhebung gelenkt hatte, telegraphirte uns just vor dem Ausbruch der Verschwörung, daß Ostrumelien jetzt, nach— dem die Soldaten, welche zwei Jahre gedient haben, verabschiedet worden sind, in diesem Augenblick nur über 3500 Mann Jufanterie, 300 Mann Kavallerie und 300 Mann Artillerie ver— fügt. Die in Aidos und Jamboli stehenden Truppen sind beordert worden, die Erhebung niederzuschlagen.— 5. Nov. Die Regierungs— halten truppen augenblicklich Burgas einge— schlossen. Der Commandant und drei Offiztere wurden von den Aufständischen gefangen ge— nommen. Ersterer ist mit einer Compagnie ent— kommen.— 7. Nov. Wie aus Burgas gemeldet wird, ist die Wiederherstellung der Ordnung daselbst ohne jedes Blutvergießen erfolgt. Tirnowa, 6. Nov. In der heute Abend stattgehabten geheimen Sitzung stellte die So— brauje die Antwort auf die Throurede der Regent— schaft fest, sie spricht derselben für die bisherige Leitung der Geschäfte ihren Dank aus und er— klärt, daß sie nunmehr zur Wahl eines Fülsten schreiten werde.— Der Finanzminister Geschow soll seine Entlassung zu nehmen beabsichtigen. Rußland. Petersburg. Das Cabinet beab— sichtigt angeblich, einem russischen Würdenträger die Leitung der bulgarischen Verwaltung zu über— tragen, bis eine neue Fürstenwahh thunlich erscheint. Amerika. New-PVork, 5. Nov. Einem Telegramm der„Times“ aus Philadelphia zu— folge wählten die Socialisten in Chicago durch Coalition mit den Demokraten drei Richter. Die„Times“ meint, hierdurch könnten die zum Tode verurtheilten Anarchisten möglicherweise ge— rettet werden. — Hier eingegangenen Nachrichten zufolge melden mexikanische Journale, daß General Garcia de la Cadena wegen Hochverraths er— schossen worden ist. Handel und Verkehr. Friedberg, 6. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90— 0.00, Eier 1 Stück 89 Pf. Butz bach, 6. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 90 Pf. Käse per Pfd. 45— 46 Pf. Eser! Stück 8 Pf. Gießen, 6. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.901, Eier per St. 7—8 Pf., Käse per St. 59 Pf., Tauben per Paar M. 0.50—0.60, welcher den Zulus vorbehalten bleibe, die Schutz herrschaft übernehmen und die neue Boereu— Republik den westlichen Theil von Zululand behalten werde. g Serbien. Belgrad, 5. Nov. Nach einer Depesche von hier demissionirte Mijatovic. 1 50—66 Hühner per St. M. 0.90 1.30, Hahnen per St. M. 0.50 bis 1.00, Enten ver Stück M. 1.40 2.00, Ochsen⸗ fleisch per Pfund 62—64 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Schweinefleisch 56—60 Pf., Hammelfleisch Pf., Kalbfleisch 46—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50 5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 3.50—4. per Malter M. 4.50—5.00, per Gescheid 9— 10 Pf. Eier per Stück 7 und 8 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M 1.00. Frankfurt, 5. Nov. Die Butter ist heute im Ctr. um 5 M. in die Höhe gegangen und kostet M. 85 bis 90. Sauerkraut der Ctr. M. 8—10., Welßkraut der Ctr. M. 4— 4.50, Kartoffeln M. 5—5.75 das Malter, Blumenkohl 100 Stück M. 25—50., Eier das Hundert M. 5.50— 8.00. Dieselben werden in nächster Zeit noch mehr steigen. Heu 100 Ko. M. 5 6.40, Stroh M. 4.80 bis 5.60. Frankfurt, 6. Nov. Wochenmarkt. Gänse per Pfd. 60 Pf., Hasen M. 3.50, Rehschlegel M. 4.50, Rehziemer M. 8. Kartoffeln das Malter M. 55.70, das Gescheld 10 Pf., Weißkraut der Ctr. M. 46, das Stück 10—12 Pf., Rothkraut 20—25 Pf., Romain⸗ salat 20 Pf., Zwiebeln 50 Kilo M. 10-12, das Ge⸗ scheid 25 Pf., Blumenkohl 20—40 Pf., Eskarol 6-8 Pf., Kopfsalat 12 Pf., Kohlrabi 3 Pf., Weißerüben das Hundert M. 1.— Hahn 80 Pf. bis M. 1.50, Huhn M. 1— 2, Taube 4060 Pf., Poularde M. 3, Capaun M. 2.50—3, Feldhuhn M. 1— 1.50. Verloosungen. Oldenburg, 1. Nov. Gewinnziehung der Olden— burger 40 Thaler Loose. 30,000 Mark fielen auf Nr. 105,753, 1500 M. auf Nr. 34,456, je 600 M. auf Nr. 24,621 75,070 und 102,375, je 300 M. auf 180 M. auf Nr. 4607 24,276 24,663 29,202 34,914 56,473 63,766 80,396 81,633 und 99,689. Gotha, 1. Nov. Ziehung der Bukarester 20 Fr.⸗ Loose. Gezogene Serien: 83 568 606 690 837 892 1074 1184 1188 1401 1472 1588 1771 1901 2003 2009 2040 2137 2251 2514 2581 2657 2817 3014 3214 3275 3331 3479 3535 3551 3614 3840 4368 4428 4451 45024647 5376 5515 5649 5680 5687 6160 6213 6278 6464 6509 6517 6578 6583 7004 7013 7342 7352 7448. 100,0 0 Fres. fielen auf Nr. 50 Serie 1771, 25,000 Fres. auf Nr. 76 S. 3535, 5000 Fres. auf Nr. 72 S. 2514. Braunschweig, 1. Nov. Ziehung der Braun⸗ schweiger 20 Thlr.-Loose. Serien: 162 176 179 290 499 737 747 818 954 1042 1141 1519 1562 1736 1880 2170 2385 2823 3216 3447 3603 3771 3914 3994 4066 4421 4716 4777 4889 4903 4948 5072 5156 5555 5779 6000 6288 6414 6801 7046 7061 7113 7150 7262 7344 7454 7635 7865 7924 7933 5080 8157 8494 8498 8589 8616 8770 9019 9115 9215 9229 9494 9868. Brüsseler 3proc. 100 Fr.⸗Loose von 1879. Ziehung am 25. Oetober 1886.— Heimzahlung am 15. Juni 1887. Nr. 85987 à Fr. 100000. Nr. 454580 à Fr. 5000. Nr. 107647 à Fr. 2500. Nr. 17583 514296 à Fr. 500. Nr. 14416 181156 218869 244442 31806 389153 580513 590822 592290 596137 à Fr. 150. Oesterr. 500 fl.⸗Loose vom Jahre 1860. Ziehung am 2. November 1886. Auszahlung am 1. Februar 1887. Hauptpreise: Serie 6878 Nr. 3 à 300,000 fl., S. 8413 Nr. 18 à 50,000 fl. S. 11685 Nr. 4 à 25,000 fl. S. 13971 Nr. 14, S. 544 Nr. 12 à 100,000 fl. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 9.: Zum ersten Male wiederholt: Wlener Walzer. Vorher: Der Troubadour. Große Preise. Mittwoch den 10.: Erstes Gasisplel von M. D' Oyly Carte's englischer Opern⸗Gesellschaft. Der Mikado. Vorher: Zum ersten Male: Im Schwurgericht. Außer Abonn. Große Preise. Donnerstag den b.: Zweites und letztes Gastspiel von M. D' Dyly Carte's engl. Opern⸗Gesellschaft. Der Mikado. Vorher: Zum ersten Male wiederholt: Im Schwurgericht. Außer Abonn. Große Preise. Freitag den 12.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Wilhelm Tell. Schauspiel. Samstag den 13.: Wiener Walzer. Vorher: Entführung aus dem Serail. Mittel- Preise. Sonntag den 14.: Zum ersten Male: Junker Heinz. Oper Homburg, 6. Nov. Marktpreise. Kartoffeln in 3 Akten von C. von Perfall. Große Preise. Nr. 50,567 57,797 86,969 95,759 und 116,2, je 4736 4992 5144 5190 5305 Heensag den dig bal Mlwec 11 nd Ultb Donnerstag 5 Abons. 5 Für der 0 Wolfer — Niede 4090 FPeiins sofort sosii f nun Catao 44 U 4 per 490 enpf 1 ä— — udungen 4 5-370 Schauspielhaus. Dienstag den 9.: Sie weiß etwas. Vorher: Der moderne Barbar. Große Preise. Mittwoch den 10.: Zu Schillers Geburtstag. Kabale und Liebe Große Preise. Donnerstag den 11: Der schwarze Schleier. Außer Abonn. Große Preise. Freitag den 12.: geschlossen. Samstag den 13.: Zum ersten Male: Alfred. Lustsplel in 4 Akten von G. v. Moser. Große Preise. Sonntag den 14.: Zum ersten Male wiederholt: Alfred Große Preise. Montag den 15.: Flotte Bursche. Vorher: Das Recht der Frau. Große Prelise. Für den verunglückten Weißbinder Philipp Schutt in Wölfersheim sind bei den Unterzeichneten weiter ein— — gegangen und werden mit herzlichem Danke beschefnigt: Pfarrer Velte in Melbach 3 M.; Lehrer Loos in Södel 1 M.; Gebrüder Löb in Friedberg 1 M.; Kaufmann Groß in Friedberg 1 M.; Dekan Wahl in Trais Horloff 1 M. 50 Pf.; M. Sl., Poststempel Frankfurt— Deutz: 2 M.; Adam Glaum in Wölfersheim 1 M.; Johannes Schiffmann, Grube Wölfersheim M 50 Pf.; Lehrer Hahn in Wölfersheim 2 M.; Lehrer Schulthels daselbst 2 M. In der Gemeinde Weckes helm gesammelt, 13 M. 25 Pf.; Kri⸗gerverein daselbst 3 M.; Ungenannt, Poststempel Heilbronn— Frankfurt M.; Gutsbesitzer Philipp Keller in Melbach 2 M durch den„Deutschen Volksfreund“ 16 M. 75 Pf.; von zwet Geschwistern in Darmstadt„am Geburtstag ihres vor 53 Jahren ver storbenen Vaters, der selbst unbemittelt und mlt Nahrungs: sorgen zu kämpfen hatte, und doch die Noth Anderer, soweit in seinen Kräften stand, zu lindern suchte“: M 5 4 gesammelt in der Gemeinde Dorheim, dem Geburtsort des Philipp Schutt: 31 M. 71 Pf.; Comberger in Darmstadt 10 M. Die Lage der Familie hat sich da durch noch verschlimmert, daß nun auch noch zwei von den fünf Knaben erkrankt sind und zwar der eine von ihnen an einem Nervenleiden, verbunden mit Wassersuche, Der Zustand des Vaters ist immer noch ein sehr bebenklicher Wölfersheim den 6. November 1886 Schmidt, Pfarrer in Södel. Heyer, Bürgermeister— Berichtigung: Die in Nr. 131 des Anzeigers aufgeführte! Mark ist nicht von mir gegeben, da ein anderer Betrag von mir bereits früher quittirt wurd Schmidt, Pfarrer. Sächs. Tuchschuhe und Cordschuhe 3 m. holzgenagelten festen Tuchschl. f. Franen H. 39455. Dutzend 11 Mark. hel grörscrer Abnahme biluger liefert G. Engelhardt. Zeitz. 3007 Preisliste frel. 4203 bei 14 4108 Die besten und billigsten Hüte und Schirme kauft man bei 4211 Fritz Schmidt, Kaiserstraße. Erklarung. Ich, der Unterzeichnete, nehme hiermit die gegen Anton itz IV. am 15. October l. J. gethanene Beleidigung als unwahr zurück. Nieder⸗Ros bach am 4. November 1886. 41909 i Jacob Blecher. Feinstes präparirtes Cacao-Pulver, sofort löslich, nur aufzubrühen, per/ Pfd.⸗Dose 70 Pf., Beste Familien-Chocolade, fein Catao und Zucker, in 1 Pfd. und ½ Pfd.⸗Riegel à 1 Mark, Feinste Vanille-Chocelade, per Pfund M. 1.20, M. 1.60, M. 2., empfiehlt J. 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Nn und Bekannten hierdurch, statt be— 8 sonderer Anzeige, die traurige Nachricht, daß F unser lieber Sohn und Bruder Wilhelm nach kurzem, aber schwerem Leiden heute Nach— mittag 3 Uhr dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Echzell den 4. November 1886. 4189 Wittwe Poths und Kinder. 7 6 eines 1 ganzen Fabriklagers in Herren. 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Lehrer stelle zu zu Falke Erbach⸗ 1. Lehre Fursten Grafen zi zu. Die! Die Lehre telle zu 7 XIII. lehrer Las helm; der der Po Posen stelle,! von Olk nahme Raab be behufs l der Poff nach M wurde j Cisenbas zum 15. EI 2 un.. 2%, * 4 zu Altenstadt, dem Schulamtsasp. ev. Pfarrstelle zu Nieder-Saulheim. 900 M 900- 1000 M. ——— zu. Die Lebrerstelle zu Lindenfels, Gehalt 900 2 Beilage. berhesiicher Anzeiger 2 132. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 27, enthält: J. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. II. Bekanntmachung, die Errichtung eines Familien— Fideieommisses durch Karl Kempff zu Gießen betr. III. Bekanntmachung, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betr. IV. Bekanntmachung, die Organisation der Unfall— versicherung betr. . Ordensverleihungen. VI. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. VII. Namensveränderungen. VIII. Abwesenheitserklärung. IX. Diensinachrichten. Es wurde: dem ev. Pfarrer Mencke zu Stumpertenrod die Pfarrstelle zu Wölfersheim und vem ev. Pfarrer Uhrig zu Groß-Umstadt die Pfarr stelle zu Altenstadt übertragen; den Schulamtsasp. Weif fenbach aus Badenheim, Frleß aus Harxheim, Weber aus IJ benstadt, Schöpp aus Urberach und Zimmermann aus Gau Bischofsheim, dem Schullehrer Pfaff zu Weisenau und dem Oberlehrer Rieth zu Biblis Lehrerstellen, ferner den Schulamtsaspirantinnen Acker aus Bodenheim, Diehl aus Kastel, Weyer aus Mainz, sowie der Lehrerin Marck— wardt aus Kostheim Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Mainz, dem Schulamtsasp. Maul aus Ensheim die 2. Lehrerstelle zu Walldorf übertragen; dem Finanzasp. Fornoff aus Ober Kinzig das Patent als Geometer 2. Kl. für den Kreis Erbach ertheilt; dem Schulamtsasp. Schmidt aus Ober-Schönmattenwag die Lehrerstelle zu Groß Hausen, dem Schulamtsasp. Hoffmann aus Mainz die Lehrerstelle zu Sonderbach, dem Schulamtsasp. Schäfer aus Langsdorf eine Lehrerstelle zu Londorf übertragen; der Dompfarrer Thomas zu Mainz und der Dom— präbendat Dr. Holzhammer zu Domkapitularen ernannt; der Schulamtsaspirantin Reich aus Offenbach eine Lehrer— innenstelle zu Bad⸗-Nauheim, dem Schulamtsasp. Lengfelder aus Semd eine Lebrerstelle zu Nieder-Beerbach, dem Schulamtsasp. Roth aus Brauerschwend eine Lehrerstelle Dörsam aus Unter Schönmattenwag eine Lehrerstelle zu Löhrbach übertragen. X. Charaktererthellung. XI. Ruhestandsversetzungen. XII. Konkurrenz-Eröffnungen. Die Erledigt sind: Die ev. Pfarrstelle zu Groß-Buseck. Die 2. ev. Pfarrstelle zu Büdingen Die Präsentation steht dem Fürsten zu Bsenburg-Büdingen zu. Die Lehrerstelle zu Lichtenberg-Obernhausen, Gehalt Die 1. Lehrerstelle zu Dreieichenhain, Gehalt Dem ev. Geistlichen und dem Gemeinde rath daselbst steht das Präsentationsrecht zu. Die erste Lehrerstelle zu Hetzbach, Gehalt 800 M. Dem Grafen zu Erbach Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Die 2. Lehrerstelle zu Langsdorf, Gehalt 900 M. Die Lehrer- stelle zu Lauerbach, Gehalt 900 M. Die 1. Lehrerstelle zu Falken⸗Gesäß, Gehalt 900 M. Dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentatkonsrecht zu. Die 1. Lehrerstelle zu Sandbach, Gehalt 900 M. Dem Fuͤrsten zu Löwenstein⸗Wertheim-Rosenberg und dem Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentationsrecht 1600 M. Die Lehrerstelle zu Radheim, Gehalt 900 M. Eine Lehrer— stelle zu Dexheim, Gehalt 900 M. XIII. Sterbefälle. Gestorben sind: der Gymnasial lehrer Laserre zu Büdingen; der Rendant Kraft in Oppen heim; der Kirchenrath Müller in Pfungstadt. — Post⸗Personalnachrichten. Versetzt sind der Postkassirer Kobelt von Darmstadt nach Posen behufs Uebernahme einer Postinspektor— stelle, der Ober-Postdirectoussekretär Freytag von Oldenburg nach Darmstadt behufs Ueber— nahme einer Postkassirerstelle, der Postsekretär Naab von Darmstadt nach Mülhausen(Elsaß) behufs Uebernahme einer Ober-Postsekretärstelle, der Postsekretär Grosser von Friedberg(Hessen) nach Mainz, die Post-Verwalter Stork von Herbstein nach Wörrstadt und Quaeck von Grebenhain nach Reinheim Gestorben ist der Postsekretär Kopp in Offenbach. — Der Hilfswärter Heßler aus Groß Lumda wurde zum Bahnwäxrter bei den Oberhessischen Eisenbahnen ernannt. Mainz, 7. Nov. Die heutige Socialisten— Versammlung, welche wegen Besprechung der zum 15. d. M. ausgeschriebenen Stabtvordneten— wahlen einberufen war und in welcher der Land tagsabgeordnete Joest sprach, wurde aufgelöst. Berlin, 7. Nov. Der Kaiser hatte die Absicht, gestern die Jagden in Springe mitzu— machen. Er hat jedoch die Reise dahin aufge— geben und ließ sich durch den Prinzen Heinrich vertreten. e Nov. Prinz Wilhelm ist von seinem Ohrenleiben wenigstens soweit wieder hergestellt, daß er gestern zum ersten Male das Zimmer verlassen und heute wenigstens auf kurze Zeit hierher fahren konnte, um seinen kaiserlichen Großvater zu begrüßen, dem er nach der Rück— kehr von den Sommerreisen noch nicht hatte seine Aufwartung machen können. Prinz Heinrich wird am 9. November Berlin verlassen, um nach Kiel zurückzukehren. — Prinz Luitpold von Bayern wird nach dem„Fr. J.“ den Kaiser am 13. d. Mts. zur Jagd nach Letzlingen begleiten und nach der Jagd noch einige Tage in Berlin verweilen. — Einem Telegramm aus Sansibar vom 30. October zufolge erwarb Jühlke für die Ost— afrikanische Gesellschaft das Makdischugebiet süd— wärts bis Witu hin. Dasselbe enthält speziell einen ausgezeichneten Hafen in Dunford an der Wubuschimündung. In diesen Küstenstrich fällt auch die Jubmündung, welche den Zugang zu dem Hochland der Gallas eröffnet. In Dun— fordport legte Jühlke eine Station an. Witu wird durch diese Neuerwerbung davor bewahrt, nach Norden hin durch eine fremde Macht ab— geschnitten zu werden. 9 Die„Nat.⸗Ztg.“ schreibt: Bezüglich der Rückkunft des Fürsten Bismarck nach Berlin scheinen feste Bestimmungen noch nicht getroffen, zunächst ist eine Uebersiedelung nach Friedrichs— ruh in das Auge gefaßt. Das Befinden der Fürstin Bismarck ist nicht befriedigend und empfehlen die Aerzte dringend einen Winter— aufenthalt im Süden. — Zu den Vorlagen, welche den Reichstag in erster Linie beschäftigen werden, gehört das Militärrelictengesetz. Dasselbe hat bekanntlich die Zustimmung des Bundesraths gefunden und bedarf daher weiterer Vorbereitungen nicht. Wie man sich aus früheren Mittheilungen des Fr. J. erinnern wird, besteht der Versuch, in der Vor— lage eine Vermittelung zwischen den verschiedenen Meinungen über die Beitragsleistungen der Hauptleute 2. Classe und der Lieutenants, an denen seiner Zeit die erste Vorlage scheiterte, dahin herbeizuführen, daß die volle Beitrags— pflicht auch für diese Offiziere principiell aner— kannt wird, die Durchführung des Princips aber so lange ausgesetzt bleibt, bis sich eine entsprechende Erhöhung der Gehälter herbeiführen läßt. Chemnitz, 4. Nov. Gestern wurde hier ein Arbeiter wegen anarchistischer Umtriebe ver— haftet. Derselbe versuchte nach einer Mittheil— ung der hiesigen Behörde drei Soldaten für seine Ideen zu gewinnen und gegen ihre Vor— gesetzten aufzuhetzen. Die Soldaten— die Scene spielte vor einer Jahrmarktbude— holten einen Schutzmann und ließen den Arbeiter verhaften. Weimar, 4. Nov. Der deutsche Kron— prinz traf heute zu den Vermählungsfeierlichkeiten hier ein. Derselbe wurde bei seiner Einfahrt in die Stadt von der zahlreich versammelten Bevölkerung, sowie von den Vereinen und Schulen, die Spalier bildeten, mit jubelnden Hochrufen begrüßt.— 6. Nov. Heute Nach— mittag fand die kirchliche Trauung des Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg und der Prin⸗ zessin Elisabeth statt. Hieran schloß sich eine Cour und sodann Galatafel. Bei dieser brachte der Kronprinz das Wohl der Neuvermählten aus. Merseburg, 7. Nov. Der deutsche Kron- prinz traf, vom Cultus minister v. Goßler be— gleitet, heute Vormittag unter dem Geläute aller Glocken hier ein. Um 10 Uhr begann die Feier im Dom, zu welcher sich der Kron— prinz mit allen Festtheilnehmern, die Geistlich— keit voran, in feierlichem Zuge begab. Die Ein weihung des Domes erfolgte durch den General— superintendenten Möller aus Magdeburg. ö Sigmaringen, 6. Nov. Fuürst Leopold von Hohenzollern ist mit seinem zweitältesten Sohne(dem muthmaßlichen Nachfolger seines Oheims, des König Karl von Rumänien), dem Prinzen Ferdinand, nach Rumänien gereist. b Aus Stobt und Lanb. h. Friedberg. Unser Stadtkirchenbauverein hat seit dem 1. October das erste Jahr seines Bestehens hinter sich. Die erste Jahres rechnung ist gestellt, sie ergibt einen Vorrath von 1864 M. 8 Pfennig, welcher verzinslich angelegt(st. Die Mitgliederzahl beträgt 345, nämlich 300 Einheimische und 45 Auswärtige. Aus diesen Zahlenverhältnissen ist klar, daß dem Verein nicht nur die Beiträge der Mitglieder regelmäßig, sondern außerdem reichliche Gaben zugewendet worden sind, die im Laufe des Jahres im Oberhessischen Anzeiger ver— öffentlicht wurden und wofür man wiederholt herzlich dankt. Aus dem Kreis der Geistlichen des Landes mehren sich die Beitritte immer mehr. So wünschenswerth es ist, daß unser Stadtkirchenbauverein immer mehr wächst, so sicher ist, daß wir auf diesem Wege die zur Herstellung der Stadtkirche nothwendigen Mittel nicht alle aufbringen können. Unsere Staatsbehörde und die Landstände müssen sich überzeugen, daß wir zwar unseren Kräften gemäß thun, was wir können, daß wir aber die zur Erhaltung und baulichen Instandsetzung der Stadtkirche nach der Meinung Sachverständiger nothwendige Summe nicht für uns allein und nicht zum größten Theil aufbringen können; die bauliche Herstellung eines solchen Baues und wle sie hier vorliegt, ist doch auch zugleich Sache des Staates. Die nöthigen Schritte zur Erwirkung eines namhaften Staatszuschusses sind von berufener Seite bereits ge— than worden. h. Friedberg. Der„Feierabend für Lehrlinge“ hat am letzten Sonntag wieder unter zahlreicher Be— theiligung derselben begonnen. Die Erfahrung hat ge— lehrt, daß diese Veranstaltung auf die betreffende Jugend eine große Anztehungskraft ausübt, ein Beweis, daß dem noch jungen, unverdorbenen Menschen eine Unterhaltung, wie sie der Feierabend bietet, auch wohlgefällt. Die Beschäftigungen: Schreiben(insbesondere Briefschreiben), Lesen, geeignete Spiele, Erzählungen, kleinere populäre Vorträge, Singen und Zeichnen, mit der nöthigen freien Bewegung, so daß der Charakter der Schule nicht oder möglichst wenig hervortritt, aber die Hilfeleistung ge— eigneter Männer doch nicht fehlt, das muß einen guten Einfluß auf Forterziehung und Selbsterziehung der jungen Leute haben. Der Feierabend bildet einen Uebergang von der Schule zum Leben. Wir geben den Lesern des Anzeigers und unsern Mitbürgern gerne von Zeit zu Zeit Nachricht von dieser wohlthätigen Einrichtung und dürfen gewiß hoffen, daß zu den alten Freunden unserer Sache neue hinzukommen. Rendel. Der hiesige Frhrl. v. Holzhausen'sche Jagdverwalter Moxter hatte vor einigen Tagen das Gluck, eine Doublette auf Fischottern zu machen, indem derselbe am Nidderufer ein altes und ein etwa halb— jähriges Exemplar erlegte. Lich, 4. November. Gestern Abend mit Eintritt der Dunkelheit wurde die Einwohnerschaft durch plötzlichen Feuerlärm erschreckt. Es stellte sich heraus, daß das Feuer glücklicherweise nicht im Orte selbst ausgekommen, sondern daß es ein etwa eine Viertelstunde von Lich entfernt, im Felde, nächst der Straße Lich-Laubach, sitzender Strohhaufen war, welcher brannte. Hinsichtlich der Entstehungsursache des Feuers herrscht die Ver— muthung vor, daß eine absichtliche Brandstiftung vorliege. Allerlei. Halle a. S., 4. Nov. Der heute Nachmittag 5 Uhr hier eintreffende Magdeburger Schnellzug hat in Köthen einen Bierwagen überfahren. Beide Pferde desselben und zwel Personen sind todt. Die Geleise und die Maschine sind beschädigt. zwei Stunden Verspätung. Potsdam, 6. Nov. Im Marmorpalais war heute Morgen eine Balkenlage des Dachstuhls in Brand ge rathen. Das Feuer wurde alsbald gelöscht. Wien, 5. Noo. Aufsehen erregt ein auf offener Straße begangener Mord; gestern Abend nach 10 Uhr wurde in der inneren Stadt auf der Wollzeile der Buch— druckereibesitzer Schloßberg von einem unbekannten jungen Manne erstochen. Da Schloßberg nicht beraubt ward, ist das Motiv der That räthselhaft. Marseille, 5. Nov. Gestern ist nahe bei Oran an dem Zuge, der von Pelizane nach Oran fuhr, die Lokomotive explodirt. Lokomotivführer und Heizer wurden getödtet und dreizehn Güterwagen zertrümmert Die Reisenden sind unversehrt. Genua, 2. Nov. In der Nähe der Statton Reeeo entgleiste ein Zug. Fünf Waggons wurden zertrümmert, zahlreiche Personen wurden verwundet. Genua Depeschen von hier melden, daß durch— Der Zug hatte in Folge dessen schnittlich fünfzehn Cholerafälle auf den Tag vorkommen. Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher⸗ zogthum Hessen während des Monats August 1886. Rotzkrankheit: In Osthofen, im Kreise Worms, wurde die über einen Bestand von 6 Pferden und einem Esel wegen Verdachts der Ansteckung verhängte poltzeiliche Beobachtung wieder aufgehoben In einem anderen Ge hoͤfte steht noch ein Pferd als der Seuche verdächtig unter Sperre und vier Pferde als der Ansteckung ver dächtlig unter polizeilicher Beobachtung. In Wolf, im Kreise Büdingen, steht ein Pferd wegen Verdachts der Ansteckung unter polltzellicher Beobachtung. In Epperts— hausen, im Kreise Dieburg, steht ein Pferd als der Seuche verdächtig unter Sperre. Als der Ansteckung verdächtig stehen unter poltzeilicher Beobachtung je ein Pferd in Groß Umstadt und Lengfeld, im Kreise Dieburg, und ein Pferd in Offenbach. In Ober Ramstadt, im Kreise Darmstadt, wurde die über ein Pferd verhängte polizeiliche Beobachtung wieder aufgehoben. In Gießen steht ein Pferd wegen Seuchenverdachts unter Stallsperre und ein Pferd wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung. In Vilbel, im Kreise Fried— berg, stehen drei der Ansteckung verdächtige Pferde unter polizeilicher Beobachtung. Wuthkrankheit: In Wolfsheim, im Kreise Oppen— heim, wurde am 17. August ein wuthverdächtiger Hund getödtet. Milzbrand wurde festgestellt in Rodheim, im Kreise Friedberg, am 6. August bei einem krepirten Rind, in Ossenheim, in demselben Kreise, am 24. August bei einem geschlachteten Ochsen, in Himbach, im Kreise Büdingen, in Steinbach, im Kreise Erbach, am 22. August bei je einem krepirten Rindviehstücke. Lungenseuche: Im Laufe des Monats August wurde in Rendel, im Kreise Friedberg, die Seuche in 9 Gehöften festgestellt und zwar am 7 August in 4, am 16. in 3, am 23. und 27. August in je einem Gehöfte. Als seuchekrank wurden im Laufe des Monats in Rendel 10 Stück Rindvieh getödtet. Eines ist krepirt. Als der Ansteckung verdächtig wurden zum Schlachten ausgeführt 38 Stück Rindvieh einschließlich der in 3 Gehöften be— 8 7 1 9 und Langd, im Krelse Gleßen, in Echzell, im Kreise Büdingen, und in Ilbeshausen, im Kreise Lauterbach, Während des Monats September 1886. Rotzkrankheit: In Osthofen, im Kreise Worms, steht ein Pferd wegen Seuchenverdachts unter Sperre und vier Pferde wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung. In Wolf, im Kreise Büdingen, wurde die über ein Pferd wegen Verdachts der Ansteck ung verhängte pollzeiliche Beobachtung wieder aufgehoben. In Gießen steht ein Pferd als der Seuche verdächtig unter Sperre und vier Pferde als der Ansteckung ver— dächtig unter polszetlicher Beobachtung. In Vilbel, im Kreise Friedberg, stehen drei der Ansteckung verdächtige Pferde unter polizeilicher Beobachtung. Milzbrand wurde festgestellt im Kreise Friedberg in Wölfersheim am 26., in Friedberg am 27. und 29., im Kreise Büdingen in Himbach am 2. und 6., in Echzell am 26., im Kresfe Gießen in Obernhofen am 2. und in Bettenhausen am 27. September bei je einem krepirten Rindviehstücke. Lungenseuche: In Rendel, im Kreise Friedberg, wurden im Laufe des Monats September 15 der An— steckung verdächtige Thiere aus 3 Gehöften, in denen die Seuche zu Ende des Monats August festgestellt worden war, zum Schlachten ausgeführt. Von neuem festgestellt wurde die Seuche am 22. September in einem Gehöft bei Nals seuchekrank getödteten Thieren. In demselben Gehöfte blelben 5 Stück Rindvieh als der Ansteckung verdächtig unter Sperre. Die Sperre des Ortes Rendel findlichen Bestände, unter welchen die Seuche am 28. Juli festgestellt worden war. Am Schluß des Monats August standen noch 15 Stück Rindvieh in 3 Gehöften unter Sperre, der ganze Ort Rendel wurde gegen die Ausfuhr gegen die Ausfuhr von Rindvieh besteht fort. Der Bläschenausschlag in Heuchelheim, Im Kreise Büdingen, ist erloschen. Festgestellt wurde die Seuche in Nieder Klingen, im Kreise Dieburg, am f 2 23 ö Misstonsgesellschaft. Von G. Warneck.— Graf T Von G Egelhaaf. ihrer erziehenden Bedeutung für das Leben des Volkes Von R. Kögel.— Ein Jagdmaler und die Jagd dez vorigen Jahrhunderts. Mit 5 Illustr.— Am Familien- tisch: Zu unsern Bildern: Ste will hekrathen. Abend frieden.— Feine Zurechtweisung.— Zu unsern Bildern: Im sechsten Stock. Gemalt von Schlabitz. Frieden. Gemalt von Lins.— Ein Buchfinkennest von Menschenhand.— Universal Zimmerturnapparat. Verhältnisse.— Die staatlich unterstützten Splelecke.— Die tausendste Auflage in der Canstein'schen Bibelanstalt. Landen.— Hafen von New Pork— General v. Werder. Stadtkirchenbau⸗ Verein. Mit herzlichem Danke werden folgende Gaben quiltirt: G. Franck 1 M. 50 Pf.; Director Dr. Diegel 10 M.; Auguste Engel 1 M.; Dr. Schmid M.; Sellin 2 M.; Rentmeister Engel, Ilbenstadt, 5 M. 50 Pf.; Deean Stock in Stockhausen 1 M.; Lehrer Harnischfeger in Frankfurt 2 M.; von Geistlichen des Deeanats Nieder— Ingelheim 3 M.; Decan Kalbhenn 2 M.; Pfarrer Schmidt in Rodenbach 1 M.; von Geistlichen des Deeanats Büdingen 13 M.; Superintendent Dr. Köhler in Mainz 5 M. Dr. Weiffen bach. Wahl. Geld- Cours. Frankfurt am 6. November 1886. e de 7. September. Geber. Nehmer. von Rin e 5 4550 Die Räude gilt noch als vorhanden unter den M. Pf. M. Pf. e e e ee en ele een und Schafen in Kirkorf, iin Kreise tee in Lungd, in 20⸗Frankenstücke. 186 7 16,13 Staufenberg, im: Kreise Gießen, in 18 Karben und Kreise Gleßen, in Echzell, im Kreise Büdingen, und in do. II;,! Rendel, im Kreise Friedberg, sowie in Ober⸗Schmitten, Ilbeshausen, im Kreise Lauterbach. Englische Sovereings... 20. 38 20. 33 im Kreise Schotten, ist erloschen. Die Seuche besteht 5 8 Russische Imperlales 16. 73 16. 68 noch fort in Heuchelheim, im Kreise Büdingen. Literarisches. Ducaten VVV Die Räude gilt noch als vorhanden unter den Daheim Nr. 5 und 6 enthalten: Und dennoch! al marenrsns Schafen in Kirtorf, im Kreise Alsfeld, in Trats-Horloff Forts.— Schlimme Gesellen.„Schluß.— Die Baseler] Dollars in Gold.. 4. 20 9 1 5 77 9 2 8 1 Bekanntmachung. g 5»Im Aufertigen von Damen⸗ und 5 5 1 8 i 5 ofiehlt sich Marie Petri 4195 In dem Firmenregister des unterzeichneten Amts 0 f ma men empfieh Mo 5 gerichts wurde heute folgender Eintrag vollzogen: 8 N S minderkleidern wohnhaft bei Wittwe Sehrt. Levi Reiß zu Bad Nauheim betreibt daselbst seit[ Z aus der bestrenommirtesten Fabrik von Seydel 8 8 Anfang Oetober d. J. ein Manufacturwaaren- 2 und Naumann, Dresden, bei 2 geschäft unter der Firma L. Reiß für alleinige! Ss 3746. 5 7 Rechnung. Bad⸗Nauheim den 4. November 1886. Großherzogliches Amtsgericht Bad Nauheim. 2 Korbweiden⸗Versteigerung. Die Korbweiden-Ernte soll Montag den 15. November, Nachmittags 1 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Das Ausgebot erfolgt erst in Abtheilungen pro Ctr. und dann im Ganzen auf dem Stand. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 4188 Stein häußer. Bremen. 2 Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika % 4 m 8 n in 9 Tagen Näheres bei 7805. 5 f General⸗Agenten Chr. Emil Derschow, Offenbach. M., und dessen Agenten Isidor Schulhof, Friedberg, N. Spiegelberger in Butzbach. Aufforderung. Wer noch an die Reichelshelmer Ziegelei etwas zu bezahlen hat, muß es binnen 14 Tagen berichtigen, andernfalls gerichtliches Verfahren gegen die Säumsgen eingeleitet wird. 4131 Fich& Wagner. machen. 1231 in empfehlende Erinnerung. I. gebr. Java⸗Kaffee a M. 1.60 per II. do. do. 50 Pfund guter gebr. 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