—— 1886. Dienstag den 9. März. 29. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen von der III. Perlode 1885/86. Friedberg den 5. März 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden von der III. Periode 1885/86 zukommenden Forststrafen resp. Antheile an Holzwerth und Schadenersatz unter dem Auftrage mit, Einnahmedecretur zu ertheilen und für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen. J. V.: Dr. Wallau. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. Stammheim 2 46 Ober-Mörlen— 21 Pohl⸗Goöns— 30 Ober Florstadt 3 59 Holzhausen 8 3 Nieder-Erlenbach 116 So del— 70 Mark Griedel— 42 Nieder-⸗Weisel— 44 Nieder⸗Florstadt 20 41 Rodheim 5 27 Vilbel 16 78 Wölfersheim 114 Butzbach 249 Ober Rosbach— 28 Nieder⸗Wöllstadt— 70 Klein-Karben— 46 Nieder⸗Mörlen— 45 Kirch Göns 72 Heldenbergen 5 30 Burg ⸗Gräfenrode 118 Groß⸗Karben— 42 Betreffend: Die Aufstellung einer Viebseuchenstatistik. Friedberg den 6. März 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir nachstehend das von Großherzoglichem Ministerlum des Innern und der Justiz, Abtheilung für öffentliche Gesundheits— pflege, an die Großherzoglichen Kreisveterinärämter gerichtete Ausschreiben zu Ihrer Kenntniß bringen, empfehlen wir Ihnen allen Ihnen von Seiten der Großherzoglichen Kreisveterinärämter zur Aufstellung der Viehseuchenstatistik zukommenden Requisitionen pünktlichst nachzukommen. Dr. Braden. 127. 1. N Innern und der Justiz, Abtheilung für öffentliche Gesundheitepflege. Darmstadt am 5. Februar 1886. des Amtsblatt des Großherzoglichen Ministeriums d Betreffend: Die Aufstellung einer Viehseuchenstatistik. An die Großherzoglichen Kreis⸗Veterinärämter. Vom 1. Januar 1886 ab sollen in allen Staaten des Deutschen Reiches Ermittelungen bezüglich der Wirksamkeit der auf das Reichs— gesez, betreffend Maßregeln gegen die Rinderpest, vom 7. April 1869, und das Reichsgesetz, betreffend die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, vom 23. Juni 1880, begründeten Maßregeln stattfinden und für die Zwecke der Reichsverwaltung Vierteljahresübersichten nach Anlage A. 1—9 angefertigt werden. Den Uebersichten ist am Schlusse eines jeden Jahres ein Begleitbericht in duplo beizufügen, in welchem zinsbesondere die in der Anlage B. enthaltenen Fragen zu beantworten sind. Die Vierteljahresübersichten sind im Laufe des ersten auf das Berichtsvierteljahr folgenden Monats, also zuerst im April 1886 an uns einzusenden. Bezüglich der statistischen Nachweise bei denjenigen Seuchen, bei deren Bekämpfung Ihre Mitwirkung nicht in der Weise vorgeschrieben ist, daß Sie aus eigenen Wahrnehmungen im Stande wären, die geforderten Angaben zu machen, wollen Sie sich jedesmal schriftlich an die betreffenden Bürgermeistereien wenden. In denjenigen Kreisen insbesondere, in welchen auf Grund des§ 15 Absatz 2 des Reichsviehseuchengesetzes von der jedesmaligen Zuziehung des beamteten Thierarztes bei Fällen von Milzbrand bezw. Milzbrandverdacht abgesehen worden ist, werden von den betreffenden Bürgermeistereien aus den von denselben laut der Bestimmungen der zur Unterdrückung des Milzbrandes erlassenen Lokalreglements zu führenden Listen über die Vieh— sterbfälle und unter Zuziehung des Wasenmeisters diejenigen Aufstellungen zu machen sein, welche Sie zur Ausfüllung der betreffenden statistischen Tabellen bedürfen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien wird durch die Großherzoglichen Kreisämter die Weisung zugehen, daß sie Ihnen n allen Fällen die nothwendigen Mittheilungen auf Ihr Nachsuchen pünktlich zu erstatten haben. Die Einsendung der monatlichen Seuchen berichte(Amtsblatt Nr. 164) wird durch gegenwärtige Verfügung nicht aufgehoben, hat also nach wie vor zu erfolgen. Jaup. Schaum. Fragen, welche in dem Begleitberichte zu beantworten sind. Anlage B. 1. Ist ein Seucheaus bruch und eventuell welcher durch Einschleppung aus oder einer mangelhaften Ausführung der Desinfeetion, und inwiefern war letztere dem Auslande veranlaßt; ist die Einschleppung durch seuchekranke Thiere bewirkt, mangelhaft ausgeführt? oder ist dieselbe durch Thiere, durch thierische Rohprodukte oder durch andere Gegen 8. Ist die Uebertragung der Seuche durch Ställe oder durch Eisenbahnwagen tände vermittelt, welche Träger des Ansteckungsstoffes waren; war damals die Ein vermittelt, welche vorschriftsmaßig desinfieirt waren, und welches Verfahren war in uhr von Thieren ꝛc., welche Träger des Ansteckungsstoffes sein können, verboten[ den betreffenden Fällen angewendet? »der beschränkt? 9. In welchen Fallen war der Ausbruch des Milzbrandes die Folge einer 2. In welchen Fällen wurde die Seuche bei der thieräcztlichen Beaufsichtigung[ unzweckmäßigen Beseitigung von Milzbrandkadavern? ver Vieh⸗ und Pferdemärkte, der öffentlichen Auctionen, der Schlachthäuser oder der 10. In welchen Seuchefällen wurde die Inkubationsdauer sicher ermittelt? Koßschlächtereien oder auf offener Straße oder in einer Abdeckerei ermittelt? 11. In welchen Fällen ist bei der Maul- und Klauenseuche oder bei der 3. In welchen Fällen wurde der Seucheausbruch bei einer poltzellich ange— Lungenseuche die Impfung in Anwendung gebracht, und mit welchem Erfolge? ordneten Untersuchung aller durch die Seuche gefährdeten Thiere am Seucheorte 12. In welchen Fällen ist bet den Schafpocken die Präkautions-Impfung der in dessen Umgegend festtestellt? angeordnet? 5 g 2 4. In welchen Fällen waren die mit einer Seuche behaftet befundenen Thiere 13. In welchen Fällen hat bei der Räude eine Behandlung der kranken Thiere hestimmt oder doch wahrscheinlich schon erkrankt bezw. infieirt, als sie in den Besitz auf polizeiliche Anordnung stattgefunden, und mit welchem Erfolge? her betreffenden Eigenthümer gelangten? 14. Welchen Einfluß hat das etwa erlassene Verbot der Viehmärkte oder die 5. In welchen Fällen war die Verbreitung der Seuche die Folge unterlassener[ Ausschließung bestimmter Thierarten von den Märkten auf die Seuchetilgung und der mangelhafter Ausführung pollzeilich angeordneter Sperrmaßregeln? auf die wirthschaftlichen Verhältnisse gehabt?. f 6. Welche Umstände haben eine Verbreitung der Seuche bei vorschriftsmäßiger 15. In welchen Fällen wurde bei der Sektion der auf poltzeiliche Anordnung lus führung der Sperrmaßregeln vermittelt? ist die Seuche durch verdächtige Thiere getödteten Thiere das Vorhandensein der Seuche nicht festgestellt? ei erlaubter Benutzung der letzteren auf andere Thiere übertragen und in welchen Fällen? 16. In welchen Fällen wurde eine Uebertragung der Seuche auf Menschen 7. In welchen Fallen war der Scuchegusburch die Folge der Unterlassung beobachtet? * * N 1 Bekanntmachung. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Januar 886 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 6.90, Heu M. 3.50, Stroh M. 2.25. 11 Friedberg den 4. Marz 1886. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Wegen Bettels bestraft: Lorenz Brehm aus Waldaschaff. r f N 1 Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Lorenz Brehm aus Waldaschaff. Ausschreiben. Künster von Nleder-Mörlen wird ersucht Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Philipp Frlebberg am 1. März 1886. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner. Deutsches Rech. Berlin, 6. Maͤrz. Amtlich wird gemeldet: Der Kaiser ist durch anhaltende Heiserkeit ver— hindert, das Zimmer zu verlassen. Die Contustons— erscheinungen an der Hüfte sind in Rückbildung begriffen und veranlassen bei den Bewegungen weit— aus nicht mehr so lebhafte Schmerzen wie früher. Berlin, 5. Maͤrz. Reichstag. Fortseßz— ung der Berathung des Branntweinmonopols. Abg. Buhl befürchtet eine Reihe wirthschaft licher Schaͤden durch das Monopol: er be zweifelt die Richtigkeit der Berechnung über den finanziellen Ertrag. Wenn man auch für eine erhohte Besteuerung des Branntweins stimmen konne, so sei doch das Monopol für ihn und seine Freunde unannehmbar. Trotzdem sei er für eine Commissionsberathung; er hoffe auf eine Verstaͤndigung über eine andere Regelung der Branntwein Besteuerung. Finanzminister v. Scholz wendet sich gegen diese Ausführungen, spricht aber seine Freude über die Moͤglichkeit einer Verstaͤndigung aus. Die Bedenken gegen das Monopol seien keineswegs durchschlagend. Eine Steigerung des Consums sei durchaus nicht gleichbedeutend mit einer Vermehrung des Alkoholismus, da der Spiritus doch auch ander weite Verwendung finde.— Im Reichstag wurde eine Resolution eingebracht, der Bundes— rath wolle in der naͤchsten Sesston einen Gesetzent— wurf über die Auspraͤgung von zweieinhalb Pfennigstücken vorlegen.— 6. Maͤrz. Vor Be— ginn der Tagesordnung theilt Schalscha mit, daß er von dem Untersuchungsrichter um Mit— theilung der Namen der beiden Berliner Firmen, die in der Schweiz Thaler prägen lassen, ersucht worden sei, daß er die Namensnennung indeß verweigert habe, obgleich ihm Zwangsmaßregeln in Aussicht gestellt worden seien. Er provocirt das Urtheil des Hauses darüber, ob ein Reichs— abgeordneter zur Zeugnißablegung herangezogen werden könne über Informationen, die ihm in seiner Eigenschaft als Reichstagsabgeordneter und aus Kreisen seiner Waͤhler gemacht werden. Ein darauf bezüglicher Antrag seitens Windt— horst's wird auf eine der nächsten Tagesordnungen gesetzt werden. Es folgt sodann die Fortsetzung der Berathung der Brauntweinmonopol-Vorlage. Staatssecretär v. Bötticher spricht Namens des Reichskanzlers dessen Bedauern aus, wegen seines Gesundheitszustandes der jetzigen Berathung nicht beiwohnen zu können. Der Reichskanzler hoffe, in der Commission, eventuell in der zweiten Lesung, den Standpunkt, der ihn zur Beantragung des Monopols geführt, klarzulegen. Zufolge eines weiteren Auftrags des Reichskanzlers habe er zu erklären, daß der Reichskanzler inzwischen in keiner Weise eine andere Stellung zum Monopol eingenommen habe. Die verbreiteten diesbezüglichen Gerüchte seien gaͤnzlich grundlos. Staatssecretär v. Bötticher hofft, die Zahl der Monopolfreunde werde bei der weiteren Be— rathung wachsen, sodaß das Monopol schließlich doch noch eine Annahme finde. Fürst Hatzfeldt spricht sich für das Monopol aus. Oechelhaͤuser ist gegen dasselbe; wolle man den Branntwein staͤrker heranziehen, so set nur die Form der Consumsteuer am Platze. — 5. März. Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ meldet: Der Reichskanzler leidet seit 3 Tagen an schmerzhaftem Muskelrheumatismus in Brust und Schultern. — 6. Maͤrz. Beide mit den Polengesetzen sich befassende Commissionen des Abgeordneten— hauses nahmen heute die grundletzenden Be— stimmungen der Gesetzentwürfe betr. die Coloni— sation und die Schulversaͤumnisse in den oͤstlichen Provinzen unverändert an. Karlsruhe, 5. Maͤrz. Der Erbgroßher— zog hatte eine unruhige, durch Athembeschwerden gestoͤrte Nacht. Heute Morgen war das Fieber geringer, die Athmung freier; der Zustand des Patienten ist sonst unverandert. Straßburg i. E. Hier herrscht große freudige Erregung über die Nachricht, daß der Kaiser in diesem Jahre das hiesige Armeecorps zu besichtigen gedenkt. Dem Vernehmen nach combinirende Cavallerie- soll eine zweite zu Das Oilviston an den Uebungen theilnehmen. Hauptquartier wird in hiesiger Stadt sein. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Pest, 4. Maͤrz. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses bezeichnete der Abgeordnete Mocsary den Fürsten Bismarck wegen seines Vorgehens gegen die Polen als einen der groͤßten Verbrecher in der Weltgeschichte. Er erhielt selbstredend einen Orduungsruf. Schweden. Stockholm, 4. Maͤrz. Die erste Kammer des Reichstags hat den Getreide— zoll mit 75 gegen 57 Stimmen abgelehnt. — 6. Marz. Die zweite Kammer des Reichstags genehmigte mit 105 gegen 99 Stimmen einen Einfuhrzoll von zwei Kronen per 100 Kilo— gramm Roggen, Weizen, Korn, Mais, Erbsen und Bohnen. Frankreich. Paris, 5. Maͤrz. Wie voraus— zusehen war, hat das Ministerium Freyeinet in der Frage der Ausweisung der Prinzen einen glaͤnzenden Sieg davongetragen, indem der An— trag auf Ausweisung verworfen wurde. — 6. Maͤrz. In einem heute abgehaltenen Ministerrathe kündigte der Kriegs- Minister, General Boulanger, an, daß er in Kurzem einen Gesetz-Entwurf zur Unterdrückung der Spionage vorlegen werde.— In Decazeville dauert die Arbeitsenthaltung fort. Großbritannien. London. Von gut unterrichteter Seite verlautet, Gladstone sei ent— schlossen, seinen Vorschlaͤgen bezüglich Irlands die Bildung einer eigenen irischen Regierung mit einem Parlamente in Dublin zu Grunde zu legen, da er hierin die einzige Loͤsung der trischen Frage erblicke. Man glaubt, Minister Trevelyan werde seine Entlassung nehmen, ebenso soll der Rücktritt Chamberlain's und einiger anderen Mitglieder des Cabinets boevorstehen. — 5. Maͤrz. Das Unterhaus mit 106 gegen 79 Stimmen in zweiter Lesung die Bill, be— treffend die Entschaͤdigung der Opfer der jüngsten Londoner Excesse, an. — 5. Maͤrz. Der Assisen-Gerichtshof hat heute gegen acht der der Ttheilnahme an den Ruhestoͤrungen vom 8. v. M. Angeklagten das Schuldig ausgesprochen und einen derselben zu öjaͤhriger, drei zu 1½jaͤhriger Zwangsarbeit, die übrigen zu Zmonatlicher bis kjaͤhriger Zwangs— arbeit verurtheilt. — 6. Maͤrz. Der Herzog von Edinburgh ist gestern in der Suda-Bay eingetroffen und übernahm den Befehl über das englische Ge— schwader. Bulgarien. Sofia, 6. Marz. Die bul— garische Regierung erließ gestern einen Befehl, die Demobilisirung der Arme betreffend. Griechenland. Athen, 5. Maͤrz. Das öͤsterreichische Kanonenboot„Kerka“ und die eng— Nacht„Sainte Marie“ sind von der Suda Bay im Piräus eingetroffen. — 5. Marz. Meldung der„Agence Ha— vas“: Es heißt, die griechische Regierung haͤtte, weil die Türkei ihre Truppen an der Grenze verstärkt habe, die Einberufung von zwei weiteren Reserveclassen beschlossen. Aus Stadt und Laub. b. Frledberg. Im Anschluß an die in Nr. 27 erschtenene Mittheilung über den ersten, der von dem evang. Verein veranstalteten Vorträge geben wir hier ein kurzes Referat über den zweiten Vortrag. Nachdem Pfarrer Wlener dargestellt, daß die Frau erst durch das Christenthum dle rechte, würdige und beglückende Lebens stellung und Lebensaufgabe erhalten, indem dasselbe die gegenseitige Liebe des Mannes und Weibes veredelte und vergeistigte, die Ehe als die unauflösliche Lebensgemein schaft Eines Mannes und Eines Welbes heiligte, dadurch ein wahres Familienleben ermöglichte und in demselben der Mutter den ihr gebührenden Antheil kan der Erztehung der Kinder anwies, stellte Stadtpfarrer Bauer von Frankfurt in einem anziehenden und fesselnden Vortrag über„Zwingli's Gattin und Familten⸗ leben“ uns ein chrlstliches Familienleben vor Augen. Im Alter von 40 Jahren schloß Zwingli 1524 den Bund der Ehe mit der wenige Jahre jüngeren Wittwe der aus altadeligem Geschlechte stammendem Hans Meyer von Knonau, Anna, geb. Reinhard. Von der Jungfrau wird gerühmt, daß sich in ihr mit seltener Anmuth des Körpers eine große Lebhaftigkelt des Gelstes, une ebl das ihr alle Herzen gewann; ihre Zeltgenossen zeugen von ihrer Frömmigkeit, Stittsamkelt, Treue, Sanftmuth und Herzlichkeit. Ste hatte als Wittwe selt sieben Jahren ehrbar, still und eingezogen ihren Kindern, einem Knaben und zwel Madchen, und ihrem Gott gelebt und hatte es für ihren Mutter- und Wlttwenberuf gehalten, ihre Kinder in der Zucht und Vermahnung zum Herrn zu erziehen. Schon ven Zwingli's erstem Auftreten an war Anng eine seiner treusten und aufmerksamsten Zuhörerinnen gewesen; ihre Froͤmmigkeit, Bescheldenhelt und Mutter⸗ treue konnten dem Seelsorger, in dessen Nähe sie wohnte, nicht verborgen bleiben, und einen Anlaß zu näherer Verbindung bot der frommen Wittwe ältester Sohn Gerold Meyer, der in der Schule Zwingli's Aufmerk— samkeit durch seinen Fleiß, seine Anlagen, sein einnehmendes Aeußere und seine feine Sitte auf sich lenkte, so daß Zwingli sich dessen geistige Ausbildung besonders an⸗ gelegen sein lich. Sett 1523 war in der Schwelz die Ebe der Geistlichen, welche bis zur Zelt Gregor's XII. in der roͤmischen Kirche Geltung gehabt, von der evan— gelisch erneuerten Kirche wieder aufgenommen worden. Zwingli hatte die Ehe in ihrer tiefen Bedeutung, als „ein hochheiliges Vündniß“ erkannt und hatte gesehen, wle Anna als Tochter, Gattin und Mutter, auch in schwieriger Lage, sich auszelchnete, und wie in ihren Kindern bereits edle Früchte einer ächt christlichen Kinder— zucht heranreiftenz er konnte nicht zwelfeln, durch die Verbindung mit ihr ein evangelisches Vorbild welter für seine Heerde zu geben, und nachdem er sie an der Hand der Schrift dem ernsten Berufe der Pfarrfrau elnkge Jahre hindurch näher zugeblldet batte, ließ er sich am 2. April 1524 mit ihr ehelich elnsegnen.— Für den Reformator begann mit seiner Verehelichung ein neues Leben. denn Freud und Leid theilte Anna mit ihm. Ste be— trachtete sich nur als Gehülfin ihres Mannes und erlelch⸗ terte ihm seine mannigfaltigen Berufspflichten, seine schriftstellerischen Arbeiten, selnen ausgebreiteten Brief— wechsel. In trüben Stunden erheiterke sie ihn. Ihr verständiges und unbefangenes Urtheil diente ihm nicht selten als gewichtiger Rath, und bei dem allgemeinen Vertrauen, das sie genoß, und bei dem reichen Schatze ihres ganz für Gott und den Nächsten schagenden Herzens tröstete und beruhlgte sie, wenn der Gatte von Geschaͤften überladen sich nicht jedem der vielen Besuche nach Wunsch widmen konnte, manches des Trostes und Rathes be— dürftige Gemüth durch ihr thellnehmendes Wort. Die Züricher Rathsherren, die Prediger und übrigen Ge— lehrten, die sich haufig bei Zwingli einfanden, waren für die vernünftige Hausfrau und ihr immer bescheldenes und richtiges Benehmen voll Achtung. Sie war nicht nur die alle Hausgeschäfte pünktlich besorgende Martha, sondern die anmuthlge Gesellschafterin, welche die Gäste (sogar lehrreich unterhielt, bis der Gatte erschten und das Gespräch fortsetzte, bei dem er sie gern behlelt, wenn sie Zeit hatte. Auch den Genuß neuer literarischer Erschelnungen theilte er mit ihr. Durch ihre Besuche bel den Nonnen am Oetenbach und bei den Stiftsfrauen zum Münster trug sie zur schnelleren Bekehrung derselben vom Papstthum zum Evangellum bei. Das wichtitste Buch war ihr die heilige Schrift, von welcher 1525— 29 unter Zwingli's Mitwirkung eine Uebersetzung in Zürich erschten, die durch Annas Empfehlung auch in den Haͤusern der Bürger rasch Eingang fand. Zwingli predigte und wirkte eifrig für die Gründung wohlthaͤtiger Anstalten; da er aber mit Arbeit überladen war, be— suchte Anna um so eifriger Arme und Kranke. Auch gegen Fremde, besonders gegen solche, die um des Evangellums willen vertrteben waren und in Zürich Schutz und Unterkommen suchten, bewies sie ihre Freund; lichkelt und Woblthätigkeit. Wie in dem Hause Luthers, finden wir auch in dem Hause Zwingli's neben der gegen settigen Liebe der Ehegatten und einer schristlichen Kinder zucht die Pflege der Musik und der Gastfreundschaft zu ernster und heiterer Unterhaltung. Aber auch in Ge— fahren und Kämpfen stand Anng ihrem Gatten mit festem und heiterem Gemüth als Gehülfin zur Seite. Er hatte viele Gefahren und Kämpfe zu bestehen, bis zu dem Kampfe, aus welchem er nicht zurückkehrte. Dle fünf katholischen Orte: Luzern, Url, Schwyz, Unterwalden und Zug zogen gegen Zürich zum Kampfe aus, welches den Feinden nur eine kleine Schaar entgegenstellen konnte. Auf dle Auf— forderung des Rathes begleitete Zwingli das Banner. Mit dem geliebten Gatten sah Anna ihren Sohn Gerold Meyer und andere ihrer nächsten Angehoͤrigen in dem kleinen Häuflein wegzieben, und übergab sich und sie in Hand ithres Gottes. Die kleine Schaar unterlag bei Kappel der feindlichen Uebermacht. Mit Zwingli fielen fünfundzwanzig Geistliche in der Schlacht, auch sein Stiefsohn Gerold fand den Heldentod, und außer dem Gatten und dem Sohn verlor Anna einen Bruder, einen Schwiegersohn und einen Schwager. Die Freunde suchten die schmerzenreiche Mutter mündlich und schrift⸗ lich zu trösten. Hatte sie schon früher jedem ge— räuschvollen Lebensgenuß entsagt und in dem Berufe der Gattin, Mutter und barmherzigen Schwester ihre Freuden gefunden, so verkehrte sie jetzt nach diesem schweren Schlage fast nur noch mit tren nächsten Angehsrigen. Alle ihre Sorge widmete sie ihren jetzt verwaisten Kindern, sowle ihren belden Toͤchtern aus erster Ebe und der ebenfalls von drei Waisen umgebenen Schwlegertochter. Elin edler Freund ihres Mannes, der treffliche Oberpfarrer Bullinger, nahm sich der Wittwe und ihren Waisen treulich an. Die wenigen Nachrichten, die von dleser Zelt uͤber die fromme Dulderin auf uns gekommen sind, sprechen nur davon, wie sie Gott diente feinfühlende Seele und ein kindliches Gemüth verband, Er arbettete noch einmal so munter und leichk, ping 5 blech der Pot in den gersagen Wollen leben al ugeben Abhilfe turtenz Der de der Vo 22 2 2 1 werden 1 leute in Hofrat 1 1 N 99 dle Naͤchsten lietzte. Von einer schweren Nrankhelt efallen, starb sie am 6. Dez. 1538 stille und sanft, wie sie gelebt.„Sie löschte sanft aus, wie ein mildes Licht“— schrelbt Bullinger—„fund schwebte, anbetend und uns alle Gott empfehlend, hinüber, belm zum Herrn.“ Haben die Hörer den gehaltvollen und anztehenden Vortratz dankbar aufgenommen, so glaubten wir den Lesern d. Anz. erte 5 N 26 nn da * tat Stisuft 1 em n rice e mn 4 4 21 4 K. 1 3 17 1 1 9 * lassen it u. A. zugeben, daß die Postsparkasse hier — Schteiter, 81 — einen Dienst zu leisten, wenn wir ihnen den Inhalt des— selben in kürzerer Fassung noch einmal darbieten. 56. Bad Naubelm. In der bereits erwähnten Petitlon an den Reichskanzler zu Gunsten der Postspar— gesagt: Die ablehnende Haltung des Reichstags auf unsere Eingabe von vorigem Jahre ent— springt wohl nur der Besorgniß, die in Deutschland jablreichen Sparkassen würden in der Concurrenz mit der Postsparkasse Noth leiden. Die Erfahrung in anderen Ländern, welche die Postsparkassen sett Jahren haben, beweist aber, daß dieselben das Sparen ganz außer ordentlich fördern. In Deutschland wird es ebenso kommen. Denn trotz der vielen Sparkassen fehlt bei uns noch das volksthümliche, das alle Volksschichten durchdringende Sparen. Einige Besserung, aber auch eine Enthüllung der Lücken in unserem e baben hierin die Pfennigsparkassen gebracht. Letztere müssen in den meisten Orten unterbleiben, weil selbst für diese geringen Kassengeschäfte das nothwendige Können und Wollen oft fehlt. Alle Diejenigen, welche das Volks leben auf dem Lande kennen, müssen dieses und weiter ö einzig und allein Abhilfe gewähren kann. Die dadurch vermehrte Con eurrenz kann den alten Sparkassen nicht schädlich sein. Der dem Relchstage vorgelegene Gesetzes Entwurf will der Postsparkasse ja auch nur die geringen Sparbeträge, die großeren Sparsummen dagegen den alten Sparkassen zuweisen. Selbst mit dieser Beschränkung wird die Post N un einem Umfange, welcher auf andere Weise nicht zu erreichen. sparkasse in ganz Deutschland heimisch und allem Volke zugänglich werden für Kapital Ansammlung, Uebertragung und Rückerhebung, und mit diesen ihren besten Leistungen tvird die Postsparkasse ein Verbindungs- und Ver nittelungsglied unter den Sparkassen des Reichs werden, Außer der wirthschaftlichen Bedeutung der Postsparkasse, bat dieselbe aber auch eine soectal politische; denn die Versicherungen gegen Krankheit, Unfälle, In— validität, Sterbefälle ꝛc. erhalten und behalten erst dann bren vollen Werth, wenn die Sparsamkeit dabei ist. Dieraus ergibt sich für das Volksleben eine allgemeine Sparpflicht. Dieser kann am besten durch die Postspar asse gedient werden, weil nur bei dieser alle Volks— schichten Gelegenhelt haben, das Sparen zu lernen und üben. m. Ober⸗Rosbach. Auf dem benachbarten Bain hards und zwar im Unterbainhards, we schon selt Jahren ein Fuchsbau sich befindet, hat Revlerjäger Stein— brenner, da die Fuͤchse sich in letzter Zett sehr unange⸗ nehm bemerkbar machten, ein Fuchsgraben veranstaltet und die ganze Gesellschaft erwüscht. Es befanden sich im Bau: Vater Reinecke mit 2, sage zwei Weibern, von denen die eine 4, die andere 7 Junge hatte, ein gewiß seltener Fall, der der Aufzeichnung im„Anzeiger“ werth sein durfte. o. Buüdesheim, 4. Marz. Ein huͤbsches Fest wurde gestern hier gefetert. Die Gemeinde Büdes heim hatte zu Ehren des seit 25 Jahren in ihrer Mitte wirken den Pfarrers Hellwig ein Jubtläumsfest veranstaltet, das ein beredtes Zeugniß davon ablegte, wie bellebt der Jubilar bei der Gemeinde ist. Nachdem im Laufe des Tages Gratulatlonen von hlesigen Einwohnern, von Freunden von nah und fern, stattgefunden, fand am Abend bei Gastwirth Lenz ein Festmahl von 50 Gedecken statt. Bei selnem Eintritt in den Festsaal wurde der Jubilar durch einen Festgesang der Schulkinder begrüßt, von Lehrer Mörschel aufs herzlichste beglückwünscht und ibm von Bürgermeister Otto Namens der Gemelnde eln Sissel als Andenken überreicht. Toaste und Ansprachen der mannigfachsten Art wechselten mit den Vorträgen des hiesigen Gesangvereins Frobsinn und der Büdes heimer Kapelle. Letder konnte der Patronatsherr, Graf v. Oriola, der erst am Festtage von einer Reise zurückkehrte, das Fest nicht besuchen, da er keine Kenntniß von demselben harte, was derselbe tief bedauerte. Erst in früber Morgenstunde ging die Festversammlung mit dem Be— wußtsein auseinander, selten solch schöͤne und gemüth⸗ liche Stunden verlebt zu haben. Hervorgehoben verdlent noch zu werden, daß der Verlauf des ganzen Festes auf den unbefangenen Beobachter nur den Eindruck machen konnte, daß hier zwischen Gemeinde und Pfarrer ein Verhältniß herrschen müsse, das der kirchlichen und bürgerlichen Gemeinde nur zum Besten gereichen kann. Allerlei. Heidelberg, 3. März. Der gestern Nacht wüthende Schneesturm hatte zur Folge, daß mehrere von hier ab gelassene Elsenbahnzüge im Schnee stecken blieben. Cassel, 5. März. Es fand eine Zugentgleisung zwischen Biendorf und statt. Es entstand er⸗ beblicher Maferialschaden und Betriebsstsrung. Personen sind unverletzt. Die Verkehrssperrung erstreckt sich nach zu Köthen Güsten, Halle und Aschersleben. Wegen Schyeefalls ist die Linle Gotha Leinefelde gesperrt. Lübeck, 3. März. Die Travemünder Bucht ist in⸗ folge der durch den Sturm erzeugten Anstauungen auf Meilen welt ein einziges Eisgebirge, auf dessen Gipfeln Schiffe feststtzen. Es droht die Gefahr, vaß einzelne dleser Schiffe verloren gehen. Das Ganze bietet ein schaurlg-schönes Schauspiel. Man glaubt sich an den Nordpol versetzt. Die Schiffahrt stockt. Paris, 5. März. Gegen Schluß der Börse feuerte eln Unbekannter von der inneren Vörsengallerie herab mehrere Revolverschüsse auf die Börsenbesucher im Vörsen— saale ab; einer wurde ganz leicht verwundet. Der Thäter verweigerte die Angabe seines Namens und er— klärte, er seil Anarchist und wolle die Capitaltsten be— strafen, welche das Volk ausbeuteten. Handel und Verkehr. Friedberg, 6. März. Buttermarkt. per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier 1 St. 5 Pf. Frankfurt, 5. März. Auf dem heutigen Heu— und Strohmarkt waren 35 Wagen angefahren. Heu kostete per 100 Kilo M. 78.20, Stroh M. 4.80— 5.20. — ier das Hundert M. 4.50—6, italienische M. 7—8. Kartoffeln das Malter M. 46.50. Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Mittwoch den 10.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Gastsplel d. Frl. Perony v. Stadttheater in Hamburg Butter kostete und des Herrn Nachbaur. Margarethe. Margarethe: Frl. Perony. Faust: Herr Nachbaur Außer Abonn. Donnerstag den 11.: Silvana. Freitag den 12.: Geschlossen [Samstag den 13.: Neu einstudirt: Johann von Paris, Hierauf: Zum erstenmale: Uriella.(Ballet.) [Sonntag den 14.: Mignon. Schauspielhaus. Dlenstag den 9.: Das Recht der Frau. Bunde der Drtltte. Mittwoch den 10.: Gustel von Blasewitz. Der zerbrochene Krug. Man sucht einen Erzieher. Donnerstag den 11.: Geschlossen. Freitag, 12.: Zum erstenm. wiederholt: Dret Paar Schuhe. Samstag den 13.: Maria Stuart. Sonntag den 14.: Zum erstenmale: Alfred's Briefe. Schwank in 4 Aufzügen von Oskar Klaußmann und Fritz Brentano. Vorher: Im Holz ⸗Versteigerung. Freitag den 12. März werden in dem Domansal Salddistrikt Eichelberg 4 Rm. Buchen-, 6 Rm. Eichen Rm. Buchen-, 62 Am. Eichen Knüppel, 59 Rm. Buchen, 64 Rm. Eichen Reiser, 35 Rm. Buchen-, 5 Am. Eichen⸗Stöcke versteigert. Zusammenkunft Vor nittags 9 Uhr im Schlage. An demselben Tage werden in dem Domanial valddistrikt Dauernheimer Hofwald 2 Fichten sämme= 0,43 ebm, Fichten Derbstangen= 2,64 ebm, bdann 24 Rm Buchen-, 2 Rm. Eichen Knüppel, 28 Rm. Fuchen, 139 Rm. Eichen, srößtentheils in Schichten) und 5 dkersteigert. bofe. Bingenbeim, 5. Marz 18886. Großherzogliche Oberförsterei Bingenheim. Rm. Buchen Stöcke Zusammenkunft Nachmittags 2 Uhr am 29 Daab. 2— Versteigerung. 9 Dienstag den 9. März l. J., Vormittags 11 Uhr, berden folgende, zur Coneursmasse der Adam Eß Ehe— leite in Dorn-Assenheim gehörigen Gegenstände in deren bofralthe meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 2 Pony, 1 Kub, 3 Schweine(Springer), 1 Schaf mit Lamm, 12 Hühner, 5 Enten, 7 Kanartenvögel mit Käfig, elne Parthie Dickwurz. Friedberg am 4. März 1886. König, 7 8 Gerichtsvollzieher. Unent eltlich n zur Trunksucht. tstere beseltigt nach der berühmten Methode des Dr. Hrübl, mit auch ohne Vorwissen, M. Falkenberg, lin NO., Friedenstr. 105. Täglich eingehende, sowie (te gzerichtl. gepruͤfte Dankschr. bezeugen die Wieder r des häuslichen Glückes. 6 142½ B.) Verkaufs Anzeige. Donnerstag den 11. März, Vormittags 9 Uhr, werden igen Aufgabe der Schäferel in der Hofralthe des Merzeichneten 44 Stück Schafe nebst 25 Lämmern entlich meistbletend gegen gleich baare Zahlung ver— aft 1 1 Ilbenstadt, 2. März 1886. 1 J. A.: Zwier. 102 Rm. Nadel Retser(letztere Submission. Die zur Herstellung des Pfarrhauses zu Bruchen brücken nöthigen Arbeiten und Lieferungen, nämlich: Maurerarbeit, veranschlagt zu 125 M., Zimmerarbeit 3 Dachdeckerarbeit 8 Schlosserarbeit 84 Schreinerarbelt 9 Glaserarbeit 18 Spenglerarbeit 1 Weißbinberarbelt. Die Lieferung von Russensteinen 80„ 2„ Tuffsteinen 8 1 5„ Sand 88„ 5 g„ hydr. Kalk 3 * a„ Weißkalk 92 5„ Asphaltdachpappe 1 * a„ Cement 8 1 8„ Kamintuffsteinen 999 1„ einer doppelten Schorn steinplatte 8 sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Vor— anschlag und Bedingungen liegen Dienstag den 9. und Mittwoch den 10. März, Vormittags von 8—11 Uhr, auf dem Büreau des Bezirksbaufseher Zörb II. zu Friedberg zur Einsicht offen. Offerten mit gehöriger Aufschrift versehen, sind verschlossen und frankirt bei dem Vorsitzenden des Klrchenvorstandes bis spätestens zum 15. März einzureichen. Der Kirchen vorstand. In vorstehender Annonee ist die ursprüngliche, in der Samstags nummer geänderte Unterschrift wieder her gestellt. 995 Der Kirchen vorstand. gregenschirme, — 2 Schirm⸗ Reparaturen 776 bel C. Kalhfleisch. 369 B. Becker in Seesen a. Harz hat Tausende von Anerkennungsschreiben über seinen holländischen Tabak, 10 Pfund franeo 8 Mark, erhalten, was öͤffent— lich bestätigt ist.(Mag. a. 1262.) 50,000 Mark werden gegen erste hypothekarssche Sicherheit auf längere Zelt zu leihen gesucht. Offerten an die Exped. d. Anz. sub W. W. zu nichten. 994 Ein flottes 907 Colonialwaaren-Geschaͤft zu mlethen oder zu kaufen gesucht. 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Baumeister in Friedberg. 1011 988 — — 0 der! Baue Ader Burg Ilbe hain Mun Mili bach, und Mil Obe der ofen Nend der J Stad er gebor Mili Jahr ferner Wich im 9 Milit Milt tinjil hoben Hänge Haben Mili Haben Welche unk resse Nn de