l schelne tanttdeuterz, in * enger Nr. uten Cents 5 91.10. ein e. 0. das selbe rergezelgt Aierbunng abr ung Windeit. f kdti 2. Aschel. blithe 65 — 188d. gamstag den 8. Mai. 2 54. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Anweisung für die Polizei- und Gemeindebehörden zur Mitwirkung bei Ausübung der mllitärischen Controle. Friedberg den 6. Mai 1886. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und die Gendarmerie des Kreises. Auf Ersuchen Großherzoglichen Bezirkscommando's Friedberg sehen wir uns veranlaßt die in rubricirtem Betreffe erlassene Anweisung für die Polizei- und Gemeindebehörden, abgedruckt im Kreisblatt Nr. 130 vom 3. November 1885, zur gewissenhaften Darnachachtung in Er⸗ innerung zu bringen. Einladung. J. V.: Dr. Wallau. Donnerstag den 13. d. Mts. soll seitens des landw. Bezirksvereins Friedberg in der landw. Section Vilbel eine Prämiirung von Jungvieh auf dem Selzerbrunnen stattfinden. Selbstgezogene Thiere, sowohl Rinder wie Farren, von ½ bis 2½ Jahre alt, sind zur Prämlirung zulässig und müssen spätesteus Morgens 8½ Uhr aufgestellt sein. Kloppenheim den 5. Mai 1886. Zu recht zahlreicher Betheiligung wird hiermit höflichst eingeladen. Stahl. Her Landwirthschaftslehrer Hannemann von Friedberg beabsichtigt Sonntag den 9. l. Mts., Nachmittags 3 Uhr, im Saale des Gast⸗ wirths Engel in Ober-Rosbach einen Vortrag über Obstbau zu halten. Die Sterblichkeits- und Erkrankungsverhältnisse des Kreises Friedberg im Jahre 1885. Die Zahl der Todesfälle betrug 1231, also 202 mehr als im Vorjahr(1029); somit starben, bei Annahme einer Einwohnerzahl von 67,000, von je tausend Ver— sonen 18,4; von den Gestorbenen standen 214 im ersten Lebensjahre(im Vorjahre 171), 213 im Alter von 2 bis 15 Jahren(104), die übrigen 804 waren Er— wachsene(757). Sämmtliche Altersklassen zeigen daher eine Zunahme der Sterblich keit, am stärksten jedoch die jugendlichen Personen(427 gegen 335 im Vorjahre). Verglichen mit 1884 erscheint daher die Sterblichkeit ziemlich hoch. Dieses 1884 r Jahr war jedoch ein gerade günstiges; man muß daher, um zu einem richtigen Urtheile zu gelangen, vertzleichen mit der mittleren Sterblichkeitsziffer aus mehreren Jahrgänzen. Wir nehmen daher das Mittel aus den Jahrgängen 1880 bis 1885 einschließlich. Nach diesem beträgt: die Gesammtzahl der Todesfälle 1224, die Zahl der im 1. Lebensjahr Gestorbenen 211, die Zahl der im 2.— 15. Lebens jahr Gestorbenen 199, die Zahl der verstorbenen Erwachsenen SN Man sieht, daß nur die Zahl der verstorbenen Erwachsenen um ein Geringes hinter jener entsprechenden Mittelzahl zurücksteht(804 gegen 817), während die im jugendlichen Alter Verstorbenen soweit überwiegen, daß schließlich auch die Gesammt zahl die Mittelzahl übertrifft(Kinder im 1. Lebensjahr 214 gegen 21, im 2. bis 15. Lebensjahr Verstorbenen 213 gegen 199, Gesammtzahl 1231 gegen 1224). Führen wir diesen Vergleich auf einzelne der bedeutenderen Krankheitsformen fort, so ergibt sich ein besonders hoher Ueberschuß des Berichtsjahres 1885 für die Infeettonskrankheiten, die sozenannten ansteckenden Krankheiten(Blattern, Masern, Scharlach, Rose, Diphtherie, Keuchhusten, Typhus, Kindbettsieber, Eiter vergiftung und einige Andere). Das Mittel der Sterbefälle aus diesen Krank heiten beträgt 99, die Zahl aber der in 1885 durch sie herbeigeführten Todesfälle ist 124, also mehr 25. Ziemlich dem Mittelwerth(184) entsprechend ist die dießjährige Ziffer der Schwindsuchtstodesfälle(182). Geordnet nach der Zahl der Sterbefälle erscheinen die einzelnen Monate des Jahres in folgender Reihe: März 140, Februar 116, Januar 114, Mat 12, April 109, Juni 102, Juli 95, November 94, September 9, August und December je 89, Oetober 80. Am stärksten bedacht ist somit das erste Jahresviertel(370), ihm folgen das zweite(323), das dritte(275), das vierte(263). Nach Halbjahren überwiegt die Sterbezahl des ersten um 155(693 gegen 538). Diese Vertheilung auf die einzelnen Zeitabschnitte des Jahres kann im Ganzen als dem gewöhnlichen Verhalten entsprechend bezeichnet werden Ueber die Betheiligung einzelner bedeutenderer Krankheitsgruppen an der Ge— staltung der Sterbeziffer des Berichtsjahres sind bereits oben einige Winke gegeben. Die ansteckenden Krankheiten, akuten Infeetionskrankheiten, haben, wie be reits oben erwähnt, im Berichtsjahre relativ viele Todesfälle herbeigeführt(124). Besonders stark betbeiligt waren Masern, in Gestalt starker Epidemien in einer großen Zahl von Orten auftretend(34 Todesfälle); in ganz gleichem Verhältniß wirkte als Todesursache Diphtherttis(ebenfalls 34). Die Zahl der Diphtherltis Sterbefälle war in den früheren Jahrgängen(1874: 80) constant erheblich stärker (1880 noch 61 Fälle), nahm dann bis 1883 auffallend ab(1881: 42, 1882: 32, 1883: 20), von de an aber wieder zu(1884: 26, 1880: 34). Die seit 1880 auf getauchte Hoffnung, daß der frühere bösartige Charakter dieser tücklschen Krankheit sich dauernd mildern werde, ist durch die Erfahrung der beiden letzten Jahrgänge einsgermaßen erschüttert. Auch der Keuchhusten, epldemieweise vielfach aufgetreten, forderte wieder viele Opfer(21), meist ganz kleine Kinder. Kindern in dem ersten Lebensjahr oder Halbjahr wird diese Krankheit sehr leicht gefährlich, und es ist unbegreiflich, daß ncht mehr Sorgfalt darauf verwendet wird, dieselben vor Ansteckung zu schützen. Scharlach hat 11 Todesfälle bewirkt. Diese Krankßeit ist im Berichts jahre an keinem Orte des Kreises als Epidemie(massenweise) aufgetreten. Die gleiche Zahl der Todesfälle ist durch Rose(Rothlauf) bewirkt worden. An Unterleibstyphus sind 3 Personen gestorben. Epidemien, mit einer kleinen Ausnahme am Jahresschlusse(Büdesheim, jedoch ohne Sterbefall) haben nicht bestanden. Dem Wochenbettfieber und dem Elterfieber sind je 5 Kranke erlegen Andere Infeetlonskrankhetten, Blattern, Flecktyphus, Ruhr und Cholera, sind nicht vorgekommen. Von nichtansteckender Krankhett ist vor Allem als häufige Todesursache dle Schwind sucht zu nennen. Es starben daran 182 VPersonen; dies ist lelder nicht nennenswerth weniger, als wir es zu sehen gewöhnt sind(Mittelzahl 184), immer hin elne für einen wesentlich ländlichen Bevölkerungskreis erstaunlich hohe Sterbe ziffer(fast jeder 6. Gestorbene), wie man sie sonst nur in großen Städten mit ihrem speeifischen Elend anzutreffen pflegt. Relativ groß ist die Zahl der durch akut- entzündliche Krankheiten der Athmungsorgane bedingten Todesfälle(159, Mittelzahl 145). Lungen⸗ Entzündung älterer Leute ist dabei wesentlich betheilitt. Schlagsluß, Kinderdiarrhöen und die große Zabl anderweiter ver⸗ schiedener Krankheiten, welche zu keiner größeren Gesammtgruppe sich vereinigen, sind Todesursache geworden in einem dem gewöhnlichen Vorkommen entsprechenden Verhältaiß. Todesfälle durch Verunglückung 16, durch Selbstmord 17(13 Mal Erhängen, 1 Mal Ertrinken), durch tödliche Körperverletzung und Mord je 1 Mal. 195 Kranke starben ohne daß ärztliche Hülfe gesucht war. Wie bereits im Rückblick auf das Jahr 1884 erwähnt wurde, gibt nun die Zahl der Todesfälle und die Art der dieselbe begründenden Krankheiten keineswegs unbevingt ein genaues Bild von der Summe und der Art der in der Bevölkerung innerhalb des betreffenden Zeitraumes startgehabten Erkrankungen. Die Todesfälle werden genau gezählt, die Zahl der Erkrankungen kann höchstens geschätzt werden. Der Schluß von einer hohen Sterbeziffer auf eine hobe Erkrankungsziffer hat also nur eine sehr bedingte Berechtigung. Gleichwohl werden wir nicht irren, wenn wir dem Jahre 1885 auch eine das gewöhnliche Mittelmaß entschieden über⸗ schreitende Zahl von Erkrankungen zurechnen Sehr häufig waren die akuten entzündlichen Erkrankungen der Athmungs⸗ organe, Brochialkartarrhe(sogen. Brust Entzündungen) und besonders die Lungen— Entzündungen. Sie herrschten während des ganzen Jahres und nur die wärmsten Sommermonate, Juli und August, zeigten erhebliche Ermäßigung. Am meisten jedoch war die Erkrankungszahl bedingt durch das häufige Auf— treten, epidemienweise und mehr vereinzelt, von ansteckenden Krankheiten. Mehrere Epidemien bestanden in 21 Orten des Kreises, solche von Keuchhusten in noch mehreren, Scharlach und Diphtherie, allerdings mehr vereinzelt, fast in allen Waren schon die durch zahlreiche Todesfälle hinterlassenen Spuren dieser Krankheiten, wie bereits oben gesagt, traurig genug(Masern 34, Diphtherie 34, Keuchhusten 21), so war damit der durch dieselben angerichtete Schaden noch ent— fernt nicht erschöpft. Die Vorstellung von der Summe des durch Krankgeiten be— dingten Elendes erhält eine ganz andere Gestalt und einen ganz anderen Umfang, wenn man neben die Todesfälle auch die Reihe der Leidenstage, der Tage der Hulfslosigkeit und der Arbeitsunfähigkeit der Genesenen stellt. Nehmen wir ein Beispiel. Die Zahl der Typhustodesfälle betrug nur 3, die Zahl der Typhuserkrankungsfälle jedoch mindestens 60(dabei mit einer einzigen nicht sehr stark auftragenden Ausnahme keine Epidemie). Man rechnet die Durch⸗ schnittsdauer eines Typhus bis zur Wiederkehr der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit durchschnittlich auf 100 Tage. Die 60 Typhus fälle stellen also 6000 Tage vor, innerhalb deren die Befallenen für ihren Lebenszweck völlig nutzlos gelebt, der Er— reichung ihrer Lebensaufgaben sich nicht im Geringsten genähert und ihren Angehörigen mittelbar und unmittelbar große besondere Lasten auferlegt haben. Während der Krankheit entwickelt sich das Kind nicht, lernt der Schüler nicht, arbeitet der Arbeiter nicht; er bedarf vielmehr besonderer Pflegearbeit, Versorgung mit Arznei und Pflegemitteln. Die Rechnung also, vaß jeder Typhuskranke für jeden Krankheitstag einen speelfischen Kostenaufwand von 2 M. 50 Pf. bedingt, wird gewiß nicht an— gegriffen werden können. Die Bevölkerung des Kreises hat also für die 60 Typhuskranken 15000 Mark hingeben massen. Natürlich gilt die gleiche Rechnung für alle übrigen Erkrankungen, die anstecken⸗ den sowohl, als die nichtansteckenden. Die ganze Summe moralischen Leides, von Kummer und Sorge, die mit so vielen Erkrankungen verknüpft ist, lassen wir absichtlich außer Spiel, des kann nicht geschätzt und in Zahlenwerthen ausgedrückt werden. Wir richten aber an die Be— völkerung unseres Kreises die Frage: ist es denn wirklich unabwendbar nothwendig, eine solche große Krankheitssteuer widerstandslos zu ertragen? Für jeden Vernünftigen, der keine Wunder von heute auf morgen verlangt, kann guf dem heutigen Standpunkte sicheren Wissens diese Frage unbedingt ver; neint werden, und bei der hohen Achtung, die wir vor dem gesunden Sinne und der Intelligenz unserer Bevölkerung haben, zwelfeln wir nicht daran, daß diese Meinung auch bald die herrschende sein wird. Wir haben die Mittel, die Zahl der Erkrankungen auf elnen gewissen keineswegs zu unter⸗ schätzenden Grad herabzumindern Die Behörden des Kreises sind wahrlich weit davon entfernt, für hyglenische (durch die Gesundheitslehre geforderte) Zwecke, deren Berechtigung nicht absolut Als solche Moßregeln führen wir an: infeetlon), die Befreiung bezw. Freihaltung Untergrundes von Verunreintgungen, welche die geeignetste Brutstätte für die Weiterentwicklung von Krankbeitskeimen abgeben, endlich die möglichste Rein⸗ haltung der Luft und des Wassers, was mit zusammenhängt. erprobt ist, der Bevölkerung irgend welche Opfer anzusinnen. Für diejenigen Maß⸗ regeln jedoch, deren Wirksamkeit gar nicht mehr bezweifelt werden darf, wenn die⸗ selbe auch nicht in dem beschränkten Beobachtungskreise jedes Einzelnen sofort an die Erscheinung tritt, müssen und werden sie sich verpflichtet halten, das jentge Maaß correkter Durchführung zu erzwingen, welches auf die Dauer einen Erfolg verbürgt. die Isolirung der an an⸗ steckenden Krankheiten Leldenden, die sorgfältigste Aufsuchung und Zerstörung der von Kranken ausgehenden Krankheitskelme(Des⸗ In diesem Sinne sind im Berichtsjahre 3 Peltzei⸗ Reglements er⸗ lassen worden, eine die Errichtung der Privat⸗Schlachthäuser betreffende für den N des Erdbodens und so äußerst gering sind. es wird und muß gewahrt der des Bodens vielfach[der Bevölkerung. ganzen Kreis und zwei für einzelne Orte von umfass haben sämmtlich eine leider nur widerwillige und unvollständige Befe Man will, um nur bet der Schlachthäuserverordnung zu bleiben, schlechterdings nicht einsehen, was doch so unendlich nohellegt, daß eine Oertlichkeit, wo regelmäßlg alle 2 bts 3 Tage auch nur ein einziges Viertelliter Blut vergossen wird, um in den Erdboden oder in den nächsten Kanal zu gelangen, um sich dort mit dem Schlamm zu mischen, mit der Zeit eine Bodenvergiftung bedingen muß, und daß der öffentliche Vorthel dagegen gewahrt werden muß, zumal die geforderten Opfer * N enderer Bedeut lesels Das öffentliche Gesundheitsinterssse ist aber ein ungemein hochwertiges, und werden— hoffentlich mit Zustimmung und Unterstützung Großherzogliches Kreis-Gesundheitsamt Friedberg. Dr. Lorenz. Dentsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 10, enthält: 0 1. Bekanntmachung, die Aufbringung des Bedürfnssses der Landes ⸗Brandversicherungs Anstalt für 1885 betr. II., Ill. und IV. Uebersicht der für 1886/87 in den israel. Rellgions gemeinden des Kr. Offenbach, in den politischen Gemeinden des Kr. Bingen und in den israel. Religionsgemeinden des Kr. Friedberg genehmigten Umlagen. V. Ordensverleihungen. vi. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. VII. Namens veränderungen. VIII. Zulassung zur Kechtsanwaltschaft. IX. Dienstnachrichten. X. Ruhestandsversetzungen. XI. Konkurrenzeröffnung. Erledigt ist: Die Lehrer⸗ stelle zu Ober-Moos, Geh. 900 M. — Der Zusammentritt der zweiten Kammer ist neuerdings auf den 18. Mai festgesetzt. Berlin, 5. Mai. Abgeordnetenhaus. Das Haus lehnte es ab, die Kirchenvorlage einer Commission zu überweisen. Für die Ueberweis— ung stimmten nur die Nationalliberalen und ein Theil der Freisinnigen. Die zweite Lesung findet demnach im Plenum statt. — Die vom Centralverband deutscher In— dustrieller veranstaltete Enquete über unsere Währungsverhältnisse hat eine totale Niederlage der Bimetallisten ergeben. Karlsruhe, 5. Mai. Der Erbgroßherzog hat heute zum ersten Male seit seiner schweren Erkrankung das Bett verlassen und sich einige Zeit auf der Chaiselongue aufgehalten. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Der Ab— bruch der Verhandlungen zwischen Oesterreich— Ungarn und Rumänien ist wahrscheinlich, da, nach der„National-Zeitung“, die Regelung der Meistbegünstigungs- und Viehseuchenfrage auf große Schwierigkeiten stößt. Belgien. Brüssel, 4. Mai. Der Finanz⸗ minister und Conseilspräsident Bernaert deponirte heute in der Kammer den Gesetzentwurf bezüg— lich Ratification der zwischen Belgien und dem Norddeutschen Lloyd geschlossenen Convention.— 5. Mai. Deputirten-Kammer. Der Finanz— minister gab ein ausführliches Epposé der Finanz⸗ lage, nach welchem das Deficit 700,000 Fres. nicht überschreiten werde, und erklärte, die Re— gierung beabsichtige, eine Anleihevorlage über 43 Million Francs für öffentliche Arbeiten pro 1886 einzubringen, um so zahlreichen Arbeitern Beschäftigung zu geben. Charleroi, 5. Mai. Der Streik der Stein— brucharbeiter in der Umgegend von Felny, den man schon beendet glaubte, ist gestern von neuem ausgebrochen. Dänemark. Kopenhagen. Das Finanz⸗ ministerium hat die hiesige Landmandsbank in den Stand gesetzt, bis zu 5 Million Kronen in Beträgen von 200 bis 8000 Kronen als Be— triebsanleihe an Ackerbauer auszuleihen. Die Verzinsung ist eine 5procentige, die Darlehens— empfänger treten als Selbstschuldner ein und müssen die Schuld bis zum October 1887 tilgen. Rumelien. Philippopel, 4. Mai. Heute traf Fürst Alexander in Begleitung Karaveloffs auf seiner Nundreise zu Pferde hier ein. In allen bisher von ihm besuchten Orten war der Empfang des Fürsten ein äußerst enthusiastischer. Alle Versuche, feindselige Kundgebungen in Scene zu setzen, wurden von der Bevölkerung auf der Stelle unterdrückt, und brauchte die letztere in einigen Fällen sogar Gewalt, um die Oppo— Großbritannien. London, 5. Mai. Das Unterhaus nahm ohne Abstimmung in zweiter Lesung die Bill an, durch welche die irischen Municipalwahlen ähnlich wie die englischen ein— gerichtet werden sollen. Wie die„Daily News“ erfahren, gab Chamberlain dem Cabinet zu ver— stehen, er werde bei der zweiten Lesung die Homerule-Bill unterstützen, falls die Regierung die Vertretung Irlands im Reichsparlament im Prinzipe zugestehe. Morgen findet behufs Er— örterung dieser Frage ein Cabinetsrath statt. Es verlautet, daß der Oberst-Kämmerer Lord Kenmare demissionirte. — 5. Mai. Die Situation in Birma ver⸗ schlimmert sich für die Engländer immer mehr. Die Dakoits haben auf's Neue die Stadt Man— dalay in Brand gesteckt, 4000 Häuser, darunter die chinesischen und siamesischen Bazars sind ein Raub der Flammen geworden. Falls die Ver— stärkungen der englischen Truppen nicht recht— zeitig eintreffen, wird eine Katastrophe befürchtet, da die Truppen den vermehrten Rebellenhaufen kaum gewachsen sein durften. Griechenland. Athen, 6. Mai. Die Vertreter der fünf Großmächte überreichten Delyannis eine Note, in welcher weitere Er— klärungen gefordert werden. Delyannis berief sofort den Ministerrath zusammen— Rußland. Petersburg, 4. Mai. Es geht hier das Gerücht, daß der Zar in einigen Tagen nach Petersburg zurückkehren, also seinen Aufent— valt in Livadia bedeutend abkürzen würde. Die Motive dieser unerwartet schnellen Rückkehr des Zaren sind unbekannt. Zunächst soll der Zar nach Moskau gehen. Egypten. Kairo. Der Khedive empfing aus Korosko ein Telegramm, wonach der Stell⸗ vertreter des Mahdi in Berber sämmtliche von Khartum kommenden Mannschaften eiligst nach Dongola dirigire und selbst mit den letzten Truppen dorthin abgehen werde. — 6. Mai. Die Aufständischen besetzten Akasheh und zerstörten auf einer Strecke von einer Meile die Eisenbahn zwischen Akasheh und Ambigol. Amerika. Chicago, 5. Mai. Die Strei— kenden griffen gestern Nachmittag die Polizei mit Steinwürfen und Gewehrschüssen an; ein Polizeibeamter wurde getödtet, ein anderer tödt— lich verwundet. Mehrere der Ruhestörer wur— den niedergeschossen, verschiedene andere ver— haftet. Das Arsenal wird von der Miliz be— wacht, um einem Angriff der Ruhestörer zu be— gegnen. Gestern Abend kam es hier zu einem weiteren erbitterten Kampfe der Polizei mit den Socialisten. Letztere waren versammelt in der Stärke von etwa 15,000 Mann. Nach Mil— waukee sind Verstärkungen der Polizeimann— schaften abgegangen. Auch heute fanden hier Nuhestörungen statt. Eine Menge von 8000 Per— sonen griff Mittags mehrere Läden an und plünderte dieselben. Die Polizei zerstreute die Unruhestifter. 25 im Büreau der„Arbeiter— zeitung“ beschaftigte Buchdrucker wurden unter der Anschuldigung böswilliger Beschädigung ver— haftet, auch wurden zwei hervorragende Anar— chisten verhaftet. Die Polizei fand in den Büreaus der„Arbeiterzeitung“ und an anderen von Anarchisten besuchten Orten gegen 40 Dy— namitbomben. Die am 4. Mai unter die Po— lizei geworfenen Dynamitbomben soll ein Führer der Anarchisten Namens Michael Schwab ge— worfen haben. Nachmittags wurde die Polizei sition zum Schweigen zu bringen. abermals von einer größeren Menge angegriffen; dieselbe schoß mit Revolvern und trieb die Meuterer dadurch auseinander. Es geht das Gerücht von der Existenz eines Complots zur Anzündung der Holzlagerplätze.— In Mil— waukee kam es wiederum zu einem Zusammen⸗ stoß der bewaffneten Macht mit den Socialisten, wobei die Miliz und die Polizei schossen; mehrere Socialisten wurden verwundet und getödtet. Die Menge, worunter viele Polen waren, griff eine Brauerei an und plünderte dieselbe. Schließ— lich gelang es der Polizei, die Meuterer zu zerstreuen. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die diesjährigen Manöver der Groß herzoglich Hessischen(25.) Division werden in den Kreisen Friedberg und Büdingen abgehalten werden. Friedberg. Binnen wenigen Tagen wird der Goldregen(Cytisus laburuum) seine gelben Blüthen⸗ trauben entfalten und dürfte es daher am Plaz sein, auf diesen Baum, der ein ungemein scharfes, tödtliches Gift enthält, aufmerksam zu machen. Nach Ch. Cornevin, welcher vor Kurzem der Pariser Akademie eingehende Untersuchungen über die Wirksamkeit des Goldregen⸗ giftes unterbreitete, ist dasselbe in allen Theilen der Pflanze enthalten, doch sind die Rinde, besonders die der Wurzel, die Blüthen und Samen am ziftigsten. Aus den Blättern und Hülsen verschwindet das Gift mit der Zeit, um sich mit der Entwickelung der Samen in diesen anzubäufen. Im Mai enthalten die Blätter 6mal mehr von dem Gift als im Juli und 10mal mehr als im October. Dle junge gruͤne Hülse ist äußerst giftig, in Herbst aber, wo sie schwarz und hart wird, enthält sie nur noch Spuren des Giftstoffes. Durch Austrocknung eines Pflanzentheiles wird seine Giftigkeit nicht vermindert. Der Mensch und alle Hausthlere sind gegen die Wirkung dieses Stoffes äußerst empfindlich. Das Gift wirft sich auf das Centralnervensystem. Der Tod tritt ein durch Stillstand der Athmung und des Herzens. Die Aufgabe des Arztes bei Vergiftungsfällen ist, das Erbrechen und die Thätigkeit der Nieren zu befördern. Alsfeld, 3. Mai. Der Großherzog, der sich schon zweimal vergeblich hierher zur Auerhahnbalz begeben hatte, schoß gestern früh im Grebenauer Wald ein Prachk⸗ (xemplar von einem Auerhahn. Darmstadt. Für die Dampfstraßenbahn Darm⸗ stadt-Eberstadt und Darmstadt-Grieshelm ist die Con⸗ cesston erthellt worden. Das Consortium besteht aus der Bank für Handel und Industrie und Hermann Bachstein in Berlin. Allerlei. München. Cabinetsseeretär Schneider befindet sich eben hier zu Conferenzen mit dem Ministerium. Man hofft, daß die Schwierigkeiten auf dem Privatweg zu heben seien, da die Schulden nur 13½ Million be⸗ tragen, wovon die 7½ Million Bankschulden planmäßig verzinst und getilgt werden, 6 Million wären noch abzu⸗ zahlen, was der Cabinetskasse ohne Anleihe durch raten⸗ weise Zahlung der Gläubiger möglich ist. Die Kronrente beträgt 4½ Millton. Berlin. Der Unterrichtsmintster beabsichtigt, an allen preußischen Universitäten zahnärztliche Instltute, ähnlich wie in Berlin, einzurichten. Nächstens soll ein solches in Breslau in's Leben treten. Portsmouth, 4. Mal. Als das neue Panzerschiff „Collingwood“ heute zum ersten Mal den Hafen verließ, um seine Kanonen und Maschinen zu erproben, sprengte ein Hinterladergeschütz von 43 Tons den Thurm, worauf sich dasselbe befand, in die Luft. Der Schaden ist be⸗ deutend, jedoch Niemand verlegt. Handel und Verkehr. Bußbach, 5. Mai. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90— 0.95, Käse per Pfd. 45— 46 Pf., Eier 1 Stück 5 Pf. Frankfurt, 5. Mal. Der Centner Spargzel kostet 50 M, das Pfd. 50—70 Pf., franz. Bohnen das Pfd. M. 1.20, franz. Kopfsalat das Stück 12 Pf., Blumen⸗ kohl 100 Stück 30—40 M., im Stuck 30— 70 Pf.“ Zwiebeln der Centner M. 5.—6.50, das Gescheid 30 Pf., Kartoffeln das Malter M. 4.—6., das Gescheid 8 10 Pf., Maltheser 50 Kilo M. 15. Spinat die Portion 30—80 Pf., Orangen das Hundert M. 6., Blutorangen M. 12.—15. das Hundert, Radieschen der Pack 8—5 Pf., Meerrettig das Hundert M. 12.— 15., das Stück 20 Pf., Lattig 30 Pf.— Eler das Hundert deutsche M. 4.50—5., ital. M. 6.50.— Fleischpreise: Ochsenflelsch das/ Kilo 65 Pf., Kuh- und Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 55 Pf., Hammel⸗ ng. lgung gefunden. Achtigt, an „Jiustitute, 10 ol ein bensersch f Arn vetließ . tente n, beta t den id be dels 65 Pf., Schwelneflesch 65—75 Vf.— Geslägel: 9 1 Hahn M. 0.70 1.80, 1 Huhn M. 1.—2., Poularde M. 2.50—3., Ente M. J., Welsche M. 5.— 10.— Auf dem Hen und Strohmarkt waren 72 Wagen angefahren. Der Centner Heu kostete M. 3.50— 4.10, Stroh M. 2.30 — 2.30. Butter M. 90.— 92. der Centner, das Pfund M. 1.10— 1.30. Frankfurt, 6. Mal. Fruchtberlcht. Hiesiges Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 31.50— 33.50, Nr. 1 M. 27.— 28.50, Nr. 2 M. 25.— 26.50, Nr. 3 M. 23.— 24.50, Nr. 4 M. 17.— 18., Nr. 5 M. 15.— 16.50. Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 49.—53. Norddeutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 23.— 24. Roggen⸗ mehl Nr. 0 blesiges M. 23.50— 24.50, Nr. 0/1 M. 21.50 — 22.50 Cours, Nr. 1 M. 19 50— 20.50, Nr. 2 M. 17. Roggenkleie M. 4.50— 4.75, Weizenkleie M. 4.40 bel Abnahme von 200 Ctrn. an. Nüböl im Detail M. 52. Verlossungen. Gotha, 1. Mal.(Serten⸗Ztehung der Bukarester Prämienanleibe.) Nr. 61 89 124 139 256 280 339 352 404 428 480 609 620 634 638 728 814 839 936 945 979 1066 1205 1233 1296 13111318 1329 1415 1474 1516 1547 1658 1685 18311954 2013 2046 2083 2181 2346 2384 2747 3068 3100 3280 3281 3299 3446 3466 3557 3604 3629 36813711 3763 3795 3847 3873 3918 3919 3961 424 4741 4785 4829 5032 5061510 5125 5198 5199 5221 5266 5284 5646 5841 600 6030 60 46 6180 6508 6551 6534 6766 6768 6787 6798 7038 714571827312 7433 7461. 50,000 Fr. S. 3747 Nr. 14, 10,000 Fr. S. 609 Nr. 1, 5000 Fr. S. 936 Nr. 68. Balerische 100 Thaler⸗Losse vom Jahre 1866. Ziehunz am 1. Mal 1886. Hauptpreise: Nr. 65009 120,000 M., Nr. 156912 36,000 M., Nr. 156147 18,000 M., Nr. 15368 4800 M., Nr. 15381 15387 49020 108972 à 2400 M. Wien, 1. Mai. Ziehung der österreichischen Credlt— Loose von 1858. Der Haupttreffer fiel auf Serie 3809 Nr. 7, 30,000 fl. auf Serie 2384 Nr. 19, 45,000 fl. auf Serie 3413 Nr. 74, je 5000 fl. auf Serte 4141 Nr. 75 und Serie 1726 Nr. 1. Außerdem wurden noch folgende Serien gezogen: 110 212 377 624 670 805 1526 1723 2368 2392 2788 2933 3309 3313. Oesterr. Rothe⸗Kreuz Loose vom Jahre 1882. Ziehung am 1. Mal. Auszablung am 4. Mai 1886. Hauptpreise: Serie 4172 Nr. 17 50,000 fl. S. 11221 Nr. 6 1000 fl. Finnländische 10 Thaler⸗Loose vom Jahre 1868. Ziehung am 1. Mat. Auszahlung am 1. August 1886. Hauptpreise: Serie 9506 Nr. 7 15,000 Thlr., S. 9817 Nr. 4 2000 Thlr., S. 854 Nr. 10, S. 6376 Nr. 18, S. 7299 Nr. 13, S. 7967 Nr. 11 je 600 Thlr., S. 179 Nr. 2, S. 3864 Nr. 12, S. 7184 Nr. 10, S. 7438 Nr. 15, S. 9358 Nr. 9, S. 11126 Nr. 1 je 300 Thlr., S. 179 Nr. 3, S. 1856 Nr. 15, S. 5089 Nr. 20, S. 5275 Nr. 18, S. 5894 Nr. 15, S. 8621 Nr. 12, S. 9817 Nr. 3, S. 10156 Nr. 17 je 80 Thlr Für die Wittwe Holler in Echzell gingen ferner ein: Von Domänenralh Stolz 2 M., Neallehrer Opel M., C. B. 1 M., E. Th. 3 M. Mayer, Hofuhrmacher. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Ebangelische Gemeinde. Miserteordias. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½% Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Kirchenrath Baur. statholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag ¼7 Uhr: Austheilung der heil. Communton. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. 7 Uhr: Mai- Andacht mit kurzer Ansprache. Da bereus Nachahmungen des Magenbehagen existtren, — so verlanzen Sie den ächten v. Aug. Widtfeldt in Aachen. Arbeits-Vergebung. Dienstag den 11. d. Mts., Nachmittags um 1½ ͤ Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Wölfersheim nach— stehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden: M. Pf. Maurerarbeit veranschlagt zu 161— Zimmerarbelt 86— Schreinerarbelt 1 Glaserarbeit 36— Weißbinderarbeit 231— Chaussir- und Handarbelt 92— Ziegellieferung 24— Lieferung von Chaussir⸗ und Pflastersteinen (loco Wölfersheimer Brüche) 118— Kies⸗ und Sandlleferung 78 50 Lieferung von Schwarzkalk 10 80 Anfahren von Chaussir- und Pflastersteinen 58 50 Zerschlagen von Chaussirsteinen 90— Friedberg den 7. Mai 1886. Zörb, 1911 Bezirks bauaufseher. 1879 Salieyl- 8 92 weissblätter Schweisshlätter, anerkannt gute Qualität bei sehr billigen Preisen, zu haben bei Helnr. Diehl. 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Bei dieser Gelegenheit wird ein gefüllter Schweinskopf auszekegelt, wobei Vorsdorfer Apfel⸗ wein und Märzenbier in Zapf genommen wird. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Ilbenstadt. F. Nia hl, Metzger. Entrée frei. Milchkur. Täglich Morgens von 6—8 und Abends von 6 bis 7 Uhr wird vorzügliche Milch(Vogelsberger Kühe), ins Glas gemolken, abgegeben im Hanau'schen Gartenhaus bei 1886 M. Blum. bei 1901 1891 i Prima Bindings Flaschenbier liefert billigst ins Haus Andreas Flohr NB. Bestellungen werden auch bei Karl Friedrich „Zur Wetterau“ angenommen. 1877 8 0 5* „ Möbelmagazin von J. Pfeffer& Metzendorf in Friedberg nächst dem Bahnhofe, große Auswahl aller feineren und gewöhnl. Möbel. Billigste Preise, reellste Bedienung. Preis⸗Verzeichnisse gratis und franco. Ganze Zimmerelnrichtungen, in schwarz eingelegt, berechnen sich nicht tbeurer wie feine Nußbaum Möbel. 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Slun. enbier us Floht Ariedris a 3 UI tendorf abel Ned franco. 20 70 geleg, Hanau, caschranf * e ö CK — — — Ansprüche an den Nachlaß der Philipp Göbel Eheleute in Ober⸗Wöllstadt, welche bei der Nachlaß regultrung berücksichtigt werden sollen, sind binnen 8 Tagen der Gerichtsschreiberei schiiftlich anzumelden. Friedberg am 3. Mai 1886. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süßffert. Holzversteigerung. f Im Domansalwalddistrikt Burgwald, Schläge II und XIII, werden Dienstag den 11. Mai l. J.: 1100 Gichen⸗ Birken Wellen, worunter 100 Wellen Besenreisig, 16737 Weichlaubholz⸗ ꝛc. Wellen versteigert. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Usinger Straße am Burgwald Schlag III. Ober⸗Rosbach am 5. Mal 1886. Großherzogliche Oberförsterel Ober Rosbach. St 1915 1884 rack — 0 0 Holz⸗Versteigerung. Montag den 10. Mal werden in dem Freiherrlich v. Franckenstein'schen Distrikt Dietzenberg versteigert: 10140 Stück Eichen⸗Wellen(Backholz), 100 Gebund Besenpfriemen. Zusammenkunft Morgens halb 10 Uhr auf dem Neuen-Wez im Distrikt Dietzenberg. Ockstadt den 4. Mai 1886. Der Frhrl. v. Franckenstein'sche Oberförster 1870 Rumpf. 8 * Hofraithe ant Backofen zu verkaufen. Durch den Unterzeichneten kann eine zu Nleder⸗ Florstadt sehr günstig gelege Hofraithe, bestehend in Wohnhaus mit einem gut gebauten Backofen, Scheuer und Stall nebst einem kleinen Gärtchen, unter günstigen Bedingungen aus der Hand verkauft werden. Ober⸗Flerstadt am 1. Mai 1886. Freiherrl. v. Löw'sche Renteiverwaltung. Bauer. Pferch⸗Versteigerung. Montag den 10. Mal d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiefigem Rathhause 10— 15 Schafpferche öffent— lich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 7. Mai 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer. Arbeits⸗Vergebung. Dienstag den 11. d. Mts., Nachmittags um 3, Uhr, sollen nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen auf dem Nathhause zu Nieder⸗Florstadt öffentlich Pf. 1868 1921 vergeben werden: M. Maurerarbelt, veranschlatzt zu 123— Zimmerarbeit 9— Schreinerarbeit 83 Pflasterarbelt 180 Chaussirarbeit 17 Handarbeiten 100— Lieferung von hydr. Kalk 48 5„ 0,40 m lichte Weite Kamin⸗ röhren 42 50 75„ Wangensteinen 12 15„ Cement 11— 5„ Sand 26— Anfahren von Mauer-, Chaussir- und Pflastersteinen 44— Friedberg den 7. Mai 1886. Zörb II., 1895 Bezirks bauaufseher. Jagd Verpachtung. 1885 Dienstag den 11. d. M., Vormittags 10½ Uhr, soll die hiesige Feldjagd auf weltere 6 Jahre im Rath— hause dahier meistbietend verpachtet werden. Die Jagd umfaßt einen Flächengehalt von ea. 4000 Morgen= 1000 Hectaren. Es wird noch bemerkt, daß der Jagdbezirk nur 1 Stunde von Friedberg und ¼ Stunde von Bahn— statlon Bad⸗Nauheim entfernt ist. Melbach am 4. Mai 1886. Großherzogliche Bürgermelsterei Melbach. Hahn. Tapeten. Meln auf das Reichhaltlgste assortirte Tapetenlager bringe ich in empfehlende Erinnerung. Musterkarten stehen zu Diensten. Groß Anmeldungen zum Eintritt in die Realschule und das Progymnafium wolle man unter Beibringung von Schul-Zeugnissen, Geburts- und Impfscheinen(bei 12 jährigen Schülern auch über die Wiederimpfung) Mittwoch, den 12. Mai, im Schulgebäude bei der unterzeichneten Behörde vorbringen.— Das neue Schuljahr beginnt Donnerstag, den 13. Mat, und zwar finden Morgens 8 Uhr die Aufnahmeprüfungen statt.— Das Reifezeugniß berechtigt alle Schüler zum einjährig-freiwilligen Militärdienst. Großherzogliche Direction der Realschule. Dr. Möller. Braunkohlen⸗Verkauf. Mat d. J. beginnt der Verkauf neu geformter Kohlenklötze. Der Centner= 14 Stück kostet gegen Baar 40 Pf. und gegen Credit 42 Pf. Der gemessene Centner grobe Holzkohlen kostet 40 Pf. Gleichzeitig beginnt eine neue Creditperlode. Für die bis zu Ende des Jahres gegen neu eingelegte Bürgscheine bezogenen Kohlen wird Credit zur Zahlung bis Ende März 1887 gewährt. 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