1886. Donnerstag den 7. Januar. M3. Oberhessischer Anzeiger. 3 und Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Beitreibung der Communalintraden, hier Einsendung der Mahn- und Pfandltisten über das 3. 85* 2* 0 Umlagen pro 1885/86, fowie für die im Jahre 1885 füllig gewesenen und noch restirenden Communalgefälle. und 4. Ziel Friedberg den 2. Januar 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Der Einsendung der rubricirten Mahn- und Pfandbefehle sehen wir nunmehr längstens binnen acht Tagen bei Meidung von Straf— Verfügung entgegen. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler in 1886. Dr. Braden. Friedberg den 2. Januar 1885. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Mit nächster Post übersenden wir Ihnen die für Ihre Gemeinden muthmaßlich erforderliche Anzahl von Formularien für Verzeichnisse Den Mehrbedarf wollen Sie uns sofort anzeigen. Betreffend: Die Viehzählung am 10. Januar 1883. Scheine nach Maßgabe der voraussichtlich in 1886 zur Bedeckung kommenden Stuten. Dr. Braden. Friedberg am 4. Januar 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit nächster Post lassen wir Ihnen die bei Gelegenheit der am 10. Januar 1883 stattgehabten Viehzahlung aufgestellten Hauslisten, CTontrollisten der Zähler und Gemeindelisten mit dem Auftrag wieder zugehen, diese Nachweisungen über den Viehstand sorgfältig aufzubewahren und zu weiterer Benützung bereit zu halten. Betreffend: Das Militär⸗Ersatzgeschäft pro 1886. Dr. Braden. Friedberg den 31. Dezember 1885. Der Cioil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat zu Wickstadt. Bezugnehmend auf mein Ausschreiben vom 26. Dezember 5 1876 „Kreisblatt Nr. 153, das Reichsmilitärgesetz vom 2. Mai 1874 und die deutsche Wehrordnung vom 28. September 1875(Regierungsblatt Nr. 55) lade ich Sie ein, mit den Vorarbeiten zum Militärersatzgeschäft zu beginnen und dieselben so zu beschleunigen, daß zum 15. Februar 1886 bei mir eintreffen. Nach 8 Stammrolle Seitens der im Jabre 1866 geborenen die Stammrollen und Reclamationsprotokolle nebst dazu gehörigen Belegen bis längstens 23 der Ersatzordnung wollen Sie sofort bekannt machen lassen, daß die Anmeldung zur Militärpflichtigen, sowie derjenigen, welche dieses Alter bereits überschritten, sich jedoch zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der 1885er Musterung zurückgestellt worden sind, bezw. über welche überhaupt eine endgültige Entscheidung hinsichtlich der Dienstpflicht noch nicht getroffen worden ist, während der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar 1886 bei Meidung der in F. 23,10 der Ersatzordnung angedrohten Strafe bis zu 30 M. oder Haft von 3 Tagen zu erfolgen habe. Bei Aufstellen der Stammrollen wollen Sie sich genau nach der Ersatzordnung richten und nur vollstandige, deutlich geschriebene Stammrollen vorlegen, namentlich auch die alphabetische Ordnung mit den Zwischenräumen innehalten. Bei Leuten, von welchen ein Bruder zur Zeit noch dient oder gleichzeitig zur Vorstellung kommt, wollen Sie in der Stammrolle einen kurzen Vormerk:= 1 Br. dt. D, oder: = I Br. w. vorgest.— machen, ebenso bei Leuten, welche mit Pferden umzugehen verstehen, in der Rubrik:„Stand oder Gewerbe“ ent— sprechenden Vormerk: S m. Pf. aufnehmen. Schließlich mache ich Sie noch auf das Ausschreiben vom 31. Dezember 1879, Namen unehelicher Söhne in der Stammrolle“ und dasjenige vom 31. Stammrolle betreffend zur genauen Befolgung aufmerksam. Betreffend: Das Militärersatzgeschäft pro 1886. de 1880:„die Führung der Familien— Nr. 2 de 1884:„die Anmeldung zur Dr. Braden. reisblatt Nr. 2 3 K Dezember 1883, Kreisblatt J — Friedberg den 31. Dezember 1885. Der Cioil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und Großherzogliche Polizeicommissariat zu Wickstadt. Unter Bezugnahme auf F. 30 der Ersatzordnung bemerke ich Ihnen daß Gesuche um Zurückstellung Militärpflichtiger genau zu pro— okolliren und die Protekolle mit Beilagen bis längstens zum 15. Februar 1886 anber einzusenden sind. Frühere Reklamationen, welche pro 1886 erneuert werden sollen, wollen Sie einfordern und, wenn keine Veränderungen in den Ver— hältnissen eingetreten sind, dies auf Seite 4 des Protokolls bescheinigen, andernfalls die etwaigen Aenderungen genau angeben. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1886. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Frühjahr 1886 stattfindenden rubricirten Prüfung zu unterziehen, werden hier— durch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meid— ung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum l. Februar 1886 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der An— bringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 5 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse ange— zeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts zeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes, mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit und Fahigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; in diesem Attest darf die Erklärung des Vaters oder Vormundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen waͤhrend des ein— jährigen Dienstes unterhalten zu koͤnnen, nicht fehlen, auch muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein; c. ein Unbe— scholtenheitszeugniß, welches von der Polizeiobrigkeit oder der vorge— setzten Dienstbehoͤrde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(Franzoͤsisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits fruher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein⸗ gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten— heitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Ersatzordnung— J. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875— Regierungs- Blatt Nr. 55 von 1875) Aufsschluß. Bezuͤglich des Prüfungstermins, sowie des Locals in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt den 19. Dezember 1885. Großherzogliche Prüfungs Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort der Franz Geisel Ehefrau von Ober-Seemen wird ersucht. Friedberg den 4. Januar 1886. Ausschreiben. * Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner.— We An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Vogt, die Pfleggelder aus dem 2. Halbjahr 1885 gegen die vorschriftsmäßige Quit Friedberg den 5. Januar 1886. tung Mittwoch den 13. Januar d. J. auszahlen wird. Für den Vorstand der Mathildenstiftung: Meyer. ö—.— Deutsches Reich. Darmstadt. Der Straßenmeister Sahl— feld zu Grünberg wurde zum Kreisbauaufseher ernannt, der Stationsvorsteher Pfannemüller in Zwingenberg auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt und demselben das silberne Kreuz des Philippsordens verliehen, der Ober-Medieinalrath Dr. Lorenz, unter Enthebung von seiner Stelle als Kreis— Veterinärarzt zu Offenbach, zum Landgestüts— Veterinärarzt ernannt. Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bringt einen Erlaß des Kaisers an den Reichskanzler, worin es, anknüpfend an die Regierungsjubelfeier, heißt: Was mich besonders erhebt, ist das un— erschütterliche Vertrauen, die Treue und unwandel— bare Liebe des Volks. Der Kaiser dankt für die ungemein zahlreichen Kundgebungen der Anhaͤng— lichkeit und Verehrung, welche ihm aus der Monarchie, aus dem ganzen deutschen Vater— lande und weit über dessen Grenzen hinaus, so weit die deutsche Zunge klingt, zugegangen seien. Der Erlaß schließt: Gott sei auch ferner mit unserem deutschen Vaterlande! — Dem Reichstag wird außer dem Weiß— buch über die Karolinen Angelegenheit auch das Protocoll über die Verständigung mit Frankreich, welche neulich bezüglich der westafrikanischen Besitzungen erzielt worden, vorgelegt werden. Das Protocoll bezüglich der Karolinen ist sehr umfangreich und ähnlich wie das seiner Zeit über den Sulu-⸗Archipel publicirte. — Der„Reichsanzeiger“ publicirt die Be— rufung des Landtags auf den 14. Januar. — Wie der„Hamburger Börsenhalle“ aus Rom mitgetheilt wird, hat der Papst dem Fürsten Bismarck den höchsten Orden, den Christusorden mit Diamanten, verliehen. — Das Fr. Journ. schreibt: Das Reich und Preußen beabsichtigen nicht etwa mit größeren Emissionen von dreieinhalbprocentigen Consols vorzugehen, sondern nur die gesetzlich bereits bewilligten Credite, sofern selbe für Deckung der Ausgaben in Anspruch genommen werden, in 3½ proc. Consols flüssig zu machen. — In gut unterrichteten Kreisen verlautet, die Regierung sei entschieden gegen den Wollzoll. Potsdam, 3. Januar. Prinz Wilhelm hat wieder die erste Ausfahrt gemacht. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die„Neue Freie Presse“ meldet aus Rom: Der Wieder— zusammentritt der Conferenz auf Grund eines festen Programms, worin auch Maßnahmen zur Beruhigung Gricchenlands enthalten sind, wurde offiziell angeregt Frankreich. Paris, 4. Jan. Freycinet hat den Auftrag zur Bildung des Cabinets nunmehr übernommen. — 5. Jan. Es wird versichert, daß Frey— cinet mit dem Chef der Radicalen ein Abkom— men getroffen, wonach die verschiedenen Fragen, welche die Opportunisten und die Radicalen spalten, bis zur Herbstsession vertagt werden sollen. Dagegen habe Freycinet zugesagt, in allen Zweigen der Verwaltung gründlich mit den reactionen Beamten aufzuräumen und be— züglich Tonkins sofort den General v. Courcy abzuberufen und die oberste Leitung der politi— tischen Angelegenheiten in Tonkin und Annam einem Civilbeamten zu übergeben. Clemenceau soll dagegen Freyeinet die volle Unterstützung der Nadicalen zugesichert haben. Italien. Rom. Hier geht das Gerücht, daß die italienische Mission in Abessinien von einem englischen Officier begleitet sein soll, welcher Träger eines Briefes der Königin Victoria ist. Die Mission sollte bekanntlich ein Bündniß mit König Johannes abzuschließen suchen behufs der militärischen Operationen in Oberegypten. Türkei. Konstantinopel. Wie verlautet, meldete Mukhtar Pascha, daß die Pacification des Sudan ohne Mitwirkung türkischer Truppen unmöglich sei. Serbien. Belgrad. General Horvatovic wird demnächst sämmtliche Truppen im Innern des Landes inspiciren. Bezüglich des Ortes der Friedensverhandlungen ist noch keine Einigung erzielt. Rußland. Petersburg. Der Gouverneur von Archangel, Paschtschenko, wurde zum Gou— verneur von Kurland ernannt. Egypten. Kairo, 4. Jan. Eine amtliche Depesche aus Abri sagt: General Butler meldet aus Erane, 20 Meilen südlich von Abri, der Verlust des Feindes sei viel größer, als Anfangs angenommen. Er schätze ihn jetzt auf 600 Todte. Der Feind flieht durch Kaibar in der Richtung auf Dongola. Aus Stadt und Land. e. Ilbenstadt, 4. Januar. Die Gräfin Olga zu Alt⸗Leiningen Westerburg wurde heute glücklich von einer gesunden Tochter entbunden. Allerlei. Bis jetzt ist hier kein weiterer Triest, 3. Januar. Cholerafall vorgekommen. Handel und Verkehr. Friedberg, 5. Jan. Fruchtber. Waizen M. 16.50, Korn M. 14.50— 14.75, Gerste M. 14.00— 15.50, Hafer M. 12.50—13. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko. 200 Zollpfund. Friedberg, 6. Jan. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70 0.85, Eier 1 St. 7—8 Pf. Gießen, 5. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80- 1.05, Eier 1 St. 7-8 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 0.60, Hühner per Stück M. 0.80— 1.00, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.40, Enten per Stück M. 1.30— 1.40, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 54—56 Pf., Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel: fleisch 50—62 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.—3.50, Zwiebeln per Ctr. M. 4—5, Weißkraut per Stück 5—8 Pf. Homburg, 5. Januar. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 3.50—4s% per Gescheid 8—9 Pf., Eier per Stück 8—9 Pf., Y per Pfd. 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Frankfurt, 4. Jan. Wochenmarkt. Butter im Großen das Pfd. 90—95 Pf., im Detail M. 1.10— 1.20. Weißkraut der Centner M. 3—4, Kartoffeln 100 Kilo M. 3.80—5, das Gescheid 8 Pf., Gelberüben der Ctr. M. 4—5, der Pack 6 Pf. Eier das Hundert, deutsche M. 6.50—8, italienische M. 9. Zwiebeln 50 Kilo M. 5 bis 6.— Fleischpreise: Ochsenfleisch 60— 70 Pf., Kuh— und Rindfleisch 50-60 Pf., Kalbfleisch 40-60 Pf, Hammelfleisch 45—70 Pf., Schweinefleisch 70—75 Pf. Has M. 2.60—3, Gans M. 510, Hahn 70 Pf. eis M. 1.50, Huhn M. 1—2, Taube 40-60 Pf., Capaun M. 2.50—3, Poularde M. 3, Ente M. 2.50—3. Frankfurt, 4. Jan. Fruchtmarkt. Hiesiges Weizen mehl Nr. 0 M. 31—32, Nr. 1 M. 26—27, Nr. 2 M. 24—25, Nr. 3 M. 22—23, Nr. 4 M. 16—17, Nr. 5 M. 15—16, Milchbrod- und Brodmehl im Ver— band M. 49— 51, norddeutsches und westfälisches Weizen— mehl Nr. 00 M. 23, Roggenmehl Nr. 0 hlesiges M. 23 bis 23.50, do. Nr. 0/1 M. 21— 21.50, do. Nr. 1 M. 19 bis 19.50, do. Nr. 2 M. 17, Weizen ab unserer Um— gegend M. 16.50— 16.75, frei ab Bahnhof hier M. 17 bis 17.15. do. fremder je nach Qual M. 17.25— 18.50, Roggen hiesiger M. 14.75— 15. Gerste, Brauerwaare M. 15.50— 19, do. zu Mahlzwecken M. 12, Hafer stark beregnet mit Geruch M. 11.50— 12, do. mittel M. 13 bis 13.25, do. prima M. 14 14.25, Raps M. 28, Mais, bunter(mixed) M. 12— 12.25.— Heu M. 3, Roggenstroh M. 2 per Ctr. Roggenkleie M. 4.75, Weizenklete M. 4 per Ctr.(Die Preise verstehen sich bei Abnahme von mindestens 200 Ctr.) Rüböl im Detail M. 52. Stimmung ruhig. Frankfurt, 4. Jan. Viehmarkt. Angetrieben waren 314 Ochsen, 10 Bullen, 413 Kühe, Stiere und Rinder, 233 Kälber, 81 Hämmel und 272 Schweine. Die Preise. stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 6466, 2. Qual. M. 56 bis 60, Bullen 1. Qual. M. 48—50, 2. Qual. M. 40 bis 45, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 56—57, 2. Qual. M. 50—55, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 6065 Pf., 2. Qual. 40—48 Pf., Hämmel 1. Qual. 55—57 Pf., 2. Qual. 40— 45 Pf., Schweine 5456 Pf. Literarisches. Daheim. Nr. 11 enthält: Dem Kaiser und Könige zum 2. Januar. Von R. Kögel.— Sphinx. Roman von D. v. Spaettgen.— Aus dem Reiche des Sultan von Sansibar. Briefe von L. Rohlfs.— Der Kupfer⸗ stecher G. Fr. Schmidt. Mit 3 Illustr.— Am Familien; tisch: Der Heiland in der Kinderbewahranstalt. Mit Bild.— Eingang des Dogenpalastes in Venedig. Mit Bild. Baggesen und Schiller.— Rechtsrath.— In unserer Spielecke.— Mit! illustr. Beilage. Die Werkstatt 1886, Nr. 14 enthält: Zum Jahreswechsel ein herrliches Gedicht von dem berühmten Handwerker-Poet, dem Drechslermeister Carl Weise, ferner: Für die Werkstatt: Allgemeine Handwerkerschulen in Oesterreich.— Die Krankheit der Perlmutterdrechsler. — Ein Kohlenstaub Motor.— Amerikantsches Cypressen⸗ holz.— Rost an Eisen und Stahl zu entfernen.— Allerlei Nützliches für den Handwerker.— Für den Abendschoppen: Mein Sonntag hat eine Seele.— Der deutsche Kronprinz ein Tischler.— Allerlei Neues und Merkwürdiges.— Für Haus und Herd: Eine praktische. Schule.— Gegen die Sprünge in eisernen Oefen.— Für den Feierabend: Meister Lorenz. Ein Bild aus dem Handwerkerleben. Von Carl Weise. Wieder hat„Was Ihr wollt!“ einen Band vollendet, der eine Relchhaltigkeit des Inhaltes aufweist, wie sie in Zeitschriften ähnlichen und stärkeren Umfangs wohl schwerlich gefunden werden dürfte. Wenn unsere Leser, jetzt vor dem Jahreswechsel sich die Frage vorlegen: „Was wollen wir lesen?“ So möchten wir ihnen dringend rathen, einmal auf„Was Ihr wollt!“ zu abonniren. Das kostet das ganze Vierteljahr nur ein Mark, was am Ende Jeder spenden kann. Wir sind überzeugt, daß, wer einmal unserem Rath gefolgt, uns dafür dankbar und ein treuer Leser des Blattes sein wird, das, wie kein zweites, so echt und recht, „für's deutsche Haus“ bestimmt ist. Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher⸗ zogthum Hassen während des Monats November 1885. Rotzkrankheit: Das in Gießen wegen Verdachts der Ansteckung seither unter polizeilicher Beobachtung ge⸗ haltene Pferd wurde, da sich inzwischen keine verdäch⸗ tigen Erscheinungen mehr bel demselben gezeigt, freigegeben. Milzbrand wurde festgestellt: im Kreise Gießen in Langsdorf am 4. und in Neuhof am 14. und 26.; im Kreise Friedberg in Steinfurth am 6.; in Friedberg am 7., in Ossenheim am 8., in Fauerbach am 14. und am 25.; im Kreise Büdingen in Hitzkirchen am 19., in Glau⸗ berg am 26.; im Kreise Alsfeld in Eifa am 12. und im Kreise Lauterbach in Eisenbach am 4. November, in allen Fällen bei je einem krepirten Rindviehstücke, Lungenseuche: In Kelsterbach, im Kreise Groß⸗ Gerau, wurden die angeordneten Maßregeln wieder auf— gehoben. Die Maul- und Klauenseuche unter den auf dem Mainzer Viehhofe untergebrachten Schweinen ist, nachdem die bezüglichen Stallungen evaeuirt wurden, erloschen. Der Bläschenausschlag in Leusel, im Kreise Alsfeld, ist erloschen. Festgestellt wurde die Seuche in Weckesheim, im Kreise Friedberg, am 9. November bei 1 Zuchtbullen und 3 weiblichen Rindern, und in Nidda, im Krelse Bündingen, am 30. November bei einem Bullen und zwei weiblichen Rindern. Die Räude gilt noch als vorhanden unter den Schafen im Kreise Gießen in Inheiden und Trats-Hor⸗ loff; im Kreise Alsfeld in Heidelbach, Appenrod und Erbenhausen; im Kreise Büdingen in den Orten Wenings, Dauernheim, Bergheim, Wallernhausen, Nanstadt, Lohr bach, Eckartsborn, Leid hecken und Berstadt. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: 26. Dez. Der Maurer Georg Heinrich Johann Wagner von Schwalheim mit Dorothea Völker von Sterzhausen. Geboren: 4. Dez. Dem Kappenmacher Adam Joseph Steinbach 1 Sohn. 9 ö 1 1 7 52 1 ee eee E —————— 5. Dez. Dem Stadtrechner Karl Melchtor 1 Sohn. 10.„ Dem Direktor der Gr. Taubstummen Anstalt Theodor Ludwig Richard Wodaege 1 Sohn. 8 1 5 Rathsdiener Heinr. Wagner II. Zwillings— tochter. 13.„ Dem Reallehrer Joseph Luley 1 Sohn. 13.„ Dem Handarbeiter Jakob Müller 1 Tochter. 16.„ Dem Gastwirth August Albert Burck 1 Tochter. 19.„ Dem Handarbeiter Georg Wetzstein 1 Sohn. 23.„ Dem Dienstknecht Konrad Löffler 1 Tochter. 26.„ Dem Bäcker Johann Georg Windisch 1 Tochter. Gestorben: 8. Dez. Wilbelmine Eltsabethe Waas, Töchterchen des Landwirths Johann Heinrich Waas IV., 8 Jahr alt. 12.„ Wilbelmine Eleonore Müller, Ehefrau des Kauf— manns Wilhelm August Müller, 59 Jahr alt. 3 Hermann Eichler, Söhnchen des Eisenbahn arbeiters Valentin Georg Eichler, 3 Jahr 11 Monat alt. 19.„ Louise Häusel, Ehefrau des Krelsbauaufseher Aspirants Reinhard Haͤusel, 30 J. 11 Mon. alt. 20.„ Eltsabethe Kolm, Toͤchterchen des Bierbrauers Philipp Kolm, 9 Monat alt. 21.„ Der Diener Friedrich Jacob Lenhard von Petterweil, 36 Jahr alt. 26. Dez. Der Rechtsanwalt Justizrath Gustav Hermann Franz Trapp II., 84 Jahr alt. Stadtkirchenbau⸗ Verein. W. Phslippt in England 5 M., F. W. Reuß jun. in England 5 M., Frl. Michel in England 5 M., Pfarrer Boll in Ober⸗ Eschbach 3 M., Ectrag des vom„Frobsinn⸗ veranstalteten Concerts 276 M. 95 Pf. Angelegt sind 1300 Mark. Dr. Weiffenbach. Herberge zur Heimath. Bis heute gingen ferner ein: durch Küirchencolleete in Ober Rosbach 3 M. 20 Pf.; Erlös von Predigten durch Pfarre Ober Rosbach 1 M.; Ungenannt 10 M.; Pro⸗ fessor Ur. Weiffenbach hier als 2. Gabe 3 M.; Un⸗ Fern als Gabe für eine glüchlich überstandene Operation 5 M.; Jae. Burk hier 65 M.; Jac. Heck hier 3 M.; Pfarrer Bornagius in Fauerbach als Darlehen 100 M.; Becker& Engel hler 3 Paar Unterhosen; Seminarlehrer 19 hier eine größere Parthle Kaffeetassen; Philtpp Daniel Kümmich hier 5 Paquet gebrannten Kaffee, was wir mit bestem Danke bescheinsgen. Wir bitten um weitere Gaben und sind uns, da die Herberge eröffnet, Naturalien sehr erwünscht. Friedberg den 4. Januar 1886. Der Vorstand. J. V.: Dekan Meyer, Vorsitzender. G. Schwarz, Rechner. Wahl. Für unsere Armen Anstalten sind seit dem 18. De— zember 1885 folgende Gaben eingegangen, deren Empfang mit dem Ausdruck 1 freundlichsten Dankes hier— durch bescheinigt wird.. Für das Versorgungs haus: Mit bestem Danke bescheinigen wir den Empfang der weiteren Gaben: Von Actuar Nau 5 M. und jährlich][ Kaufm. Ungenannt 40 biblische der zur Chrtstbescheerung. B. Für die Stadtarmen: N. N. 2 M. C. Für das Burger Hospital: Frl. Kritter 3 Flaschen Burgunder, Müller 2 Federkissen, Medieinalrath Dr. Lorenz genannt 5 M., Frau Bechthold 3 M., Frl. Philipp. 3 W. D. Für die Volksküche: Ungenannt 3 M., Professor Dr. Weiffen bach 10 M., Ungenannt 3 M., H. St in Fr. 10 M., N. N. 20 W., Rentier Hill 3 M., Neal lehrer Klein“ 3 M., Bäcker Trumpfheller 10 Pfd. Mehl und 50 Wecke. Ungenannt 2 Körbe Gemüse, Kaufmann Schwarz 5 Ctr. Koblen, Geschwister Schmidt 1 Sack Kartoffeln, Ungenannt 1 Sack Kartoffeln. Um weitere Gaben für die Volksküche wird freunblichst gebeten. Friedberg den 4. Januar 1886. Für die Armen-Commission: Meyer, Pfarrer. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 5. Januar 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstüc kee 16. 16 16. 12 do.„„1. 14 0 Englische Sovereingg gs... 20. 31 20. 27 Russische Imperiales. 16. 74 16. 70 Men N J 9, 6 9. 59 Dollars in Gold„ Jsraelitischer Sonlcsdien in Friedberg. Sabbathfeier vom 9. Januar 1886. Beginn: Freitag Abends 3 Uhr 55 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathaus gang 5 Uhr 5 Min. 2 M., Notar Dr. Weiffenbach 1 M., F. W. Reuß in 8 Flaschen Wein, Taubstummenlehrer Heyland 1 Sessel, Wochengottesdienst von Sonntag den 10. Januar England 15 M., Georg Rausch in England 10 M., Rentier Grödel 10 M, Kaufmann Heck Spielwaaren, Un-san Morgens 7 Uhr, Nachmittags 39% Uhr. Güterverpachtung. Montag den 11. Januar 1886, sollen in dem Darmstädter Hof zu Ober-Erlenbach circa 21 Hektar fiscalische Grundstücke in der Gemarkung Ober Erlenbach zuerst in einzelnen Loosen, sodann im Gesammten auf weitere 9 Jabre verpachtet werden. Homburg». d H., Januar 1886. Großherzogliche O 7 warz. Holz. Versteigerung in Bad⸗Nauheim. Montag den 11. Januar l. J., 9 Uhr ab, werden in dem hiefigen Stadtwalde, Donners⸗ und Wolfsgraben, solgende öffentlich meistbietend versteigert: 14 Raummeter Eichen ⸗Scheiter, 2„ Knüppel, 12 Stöcke, 1815 Wellen Eichen Reisbolz, 4141 9 Weichlaubholz, sog. Backwellen, und 1230 Dorn-Wellen. Die Versteigerung beginnt am Donnersgraben. Bad Nauheim den 5. Januar 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. 101 Wörner. Arbeits- Vergebung. Freitag den 15. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Rleder Erlenbach die infolge der Consolidation der Grundstücke in der Gemarkung Nieder-Erlenbach erforderlich werdenden Meliorations arbeiten öffentlich vergeben werden: 1. Erd⸗ und Transportarbeiten zur Aus- füllung von Hohlwegen, Abtragung von Rainen, Plantrung von Gewann— wegen zꝛc, zusammen veranschlagt zu M. 2. Drainagearbeiten und zwar: a. Anfertigung von ca. 4990 m Gräben, inel Legen der Röhren und Zufüllen der Gräben M. b. Lieferung von ca. 17970 Stück Drainziegelröhren von 44—137 von Vormittags Distrikt Holzsortimente 12²62,64 1137,60 mm Lichtweite M. 1052,89 c. Transport der Röhren, ca. 1027 Centner M. 410,80 Die Bedingungen ze Unterzeichneten offen. Vilbel den 4. Januar 1886. Der Consolidatlonsgeometer 97 Bergauer. Der An- und Verkauf von Stkaalspapieren, Loosen& Coupons! 1 bestens, Fitta und dis eretbesorgt von G. Schulhof in Friedberg. liegen auf dem Büreau des Ein lüchliges Mädchen, in der Küche und Hausarbeit erfahren, wird auf Petritag gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 19 Zu vermiethen Oroße Köhlergasse 417 eine Wohnung von 2 Zimmern, Geräthekammer, Küche, Keller, Holzplatz und Wasser an für eine kleine Haushaltung wird auf sofort gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Anz. 89 eine ruhige Familie, beziehbar am 1. März. 90 Nachmittags 1 Uhr, 1 Nieder Eschbach. f 2 schwere, hochträchtige Mutterschweine, deutscher Race, 2 junge, Herrn Meier Agentur für Oberhessen inel. übertragen. Bei eintretendem Bedarf bitte sich Herr M. Arnstein alsdann gerne mit Preis— Offenbach a. M., 1. Dezember 1885. 3& Credit-Verein Zu tritdberg. Hosapolhähe zum Engel. Eing n Genossenschaft. lusweis pro Dezember 1885. 100 Einnahme. Kassebestand pro 1. Dezember 1885 M. 45505. 91 Wechsel 9 68307. 97 Depositen„ 17870.— Conto-Corrente A. 19027. 7 Conto-Corrente B. 6 992— Spar⸗Einlagen-Conto„ 38719. 57 Anlehen Conto 5 1190.— Bank⸗Conto* 468. Pfennig ⸗Sparkasse 3 119. 60 Effeeten Conto„ 19535.— Stammantheil Conto„ 15152.— Reservefonds* 96.— Wechsel-Zinsen Conto 7 1470. 55 Depositen-Zinsen Conto 5 595. 60 Effecten-Zinsen⸗Conto 5 798.— Unkosten 7. M. 333198. 71 Ausgabe. Wechsel M. 38666. 97 Depositen Conto-Corrente 4. Conto-Corrente B. 3 „ 912654. 75 „ 10370. 95 Spar Einlagen Conto„ 57997. 35 Anlehen Conto 3 3240. 35 Bank⸗Conto 45808. 77 Effecten-Conto 5 5727. 35 Auswärtige Correspondenten 5 1322. 60 Giro Conto* 5000.— Mobilien- und Utensilien-Conto 1 17. 50 Hausreparaturen-Conto* 1 65 Unkosten- Conto 1928. 15 Kassebestand pro 1. Januar 18868„ 27293. 32 M. 333198. 71 Eingang. Ausgang. M. 598g8. 35 Wechsel-Conto-Corrent A. M. 33512. 56 „ 1128. 45 Wechsel-Conto⸗Corrent B. 16725. 20 39133. 40 „ 11809. 72 Wechsel-Bank-Conto Wechsel-Giro-Conto 29084. 90 „11158. 74 „ 7921. 28 Wechsel⸗Auswärtige Corresp.„ 10. 3307.77 Effekten-Conto„ 380. 64 M. 129188. 97 M. 94427. 04 Bet Unterzeichnetem sind zu verkaufen: 98 2 trächtige engl. 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Dampfkessel, Vormalschbottich und Malschmaschine von 2509 Liter; Malzquetsche; kupferner Destillir⸗Apparat, ca. 80 lfd. Meter Transmission mit Scheiben und Rollen; 8 Gährbottiche von 980— 1635 Liter; 45 Spritfässer, diverse Pumpen von Eisen, Kupfer und Holz, Ständer, 2 Futter⸗ und Häcksel⸗Schneidmaschinen für Kraft⸗ und Handbetrieb; 1 completer Mahlgang und sonstige Gebrauchsgegenstände. Die Brennerei ist bis 18. Januar im Betrieb zu sehen, von da an auch alles Andere. Die Versteigerung beginnt an jedem Steigtage Morgens 9 Uhr im Hofe und kommt Donnerstag den 28., Freitag den 29. und Samstag den 30. Januar zuerst das Rindvieh(den 28. Januar), Brennerei, Transmission, Eisen, diverse Maschinen und die Schweine, Dienstag den 2., Mittwoch den g., Donnerstag den 4. Februar und an welteren Tagen zuerst die Pferde(den 2. Februar), Geschirre, Wagen, Maschinen, Pflüge und das übritze Inventar zur Versteigerung. Hof Schleifeld den 1. Januar 1886. och. Ein freundliches Familienlogi? 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