1886. 8 Hamstag den 6. März. M 28. Ann ate 3 a1 tn 10 2 etang 0 7 * 12 da 1 den * dq. 8 9 cher a 8 N 1 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 83 76* 5 Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Diensta 8 und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und 17 2 decetdig. ee ar- 2 5 f i. f Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 9 Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 10—ů—— igen. Amtlicher Theil. eee Großberzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Stadtrathe zu Baden-Baden die Erlaubniß ertheilt, die Loose der Ain 10 von demselben im laufenden Jahre zur Erhaltung der Baden-Iffezheimer Pferde-Wettrennen zu veranstaltenden Verloosungen von Industrie— 8 gegenständen im Großherzogthum zu vertreiben. Nach dem von Großherzoglich Badischen Ministerium des Innern genehmigten Gewinnplane N nn dürfen im Ganzen 255,000 Leose a 2 M. 10 Pf. ausgegeben und müssen 250,000 M. zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden. Ison I SDetreffend: Das Militär⸗Ersatzgeschäft pro 1886. 4 0 BK. ni — Das diesjährige Musterungsgeschaft wird für den diesseitigen Kreis zu Friedberg im Rathhaussaale in folgender Weise vorgenommen: Dianstag den 23. März 1 J., Vormittags 9 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Assenheim, Bad- Nauheim, Bauernheim, Beienheim, Bodenrod und Bönstadt. Mittwoch den 24. März l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Bruchenbrücken, Budesheim, Burg⸗Gräfenrode, Butzbach, Dorheim, Dorn-Assenheim, Dortelweil und Fauerbach b. Fr. Donnerstag den 25. März l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Fauerbach v. d. H. und Friedberg. Freitag den 26. März l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Gambach, Griedel, Groß-Karben, Harheim, Hausen mit Oes und Heldenbergen. Samstag den 27. März l. J, Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Hoch-Weisel, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Kirch-Göns, Klein-Karben, Kloppenheim, Langen— hain mit Ziegenberg, Maibach, Massenheim, Melbach, Münster und Münzenberg. Montag den 29. März l. J, Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Nieder-Erlenbach, Nieder Esch „ Aetunitllej ü n u en agase. Kaffee tunit. ctkinge me bir N 9 bach, Nieder⸗Florstadt, Nieder-Mörlen, Nieder-Rosbach, Nieder-Weisel N und Nieder-⸗Wöllstadt. 1 Dienstag den 30 März l. J, Vormittags 8 Uhr, Musterung der g. Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Ober Erlenbach, Ober Eschbach, Ober⸗Florstadt, Ober⸗Mörlen, Ober-Ros bach und Ober-Wöllstadt. Mittwoch den 31. März l. J., Vormittags Uhr, Musterung ithhaus, nit der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Ockstadt, Okarben, Oppers hofen, Ossenheim, Ostheim, Petterweil, Pohl-Göns, Reichelsheim, en Rendel, Rockenberg und Rodheim. g Donnerstag den 1. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung N der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Rödgen, Schwalheim, Söoͤdel, enhüte Staden, Stammheim, Steinfurth, Trais-Münzenberg und Vilbel aus „ Achnidt. der Gemeinde Vilbel jedoch nur die im Jahre 1864 und 1865 —leborenen Militärpflichtigen. Freitag den 2. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Vilbel— und zwar die im Jahre 1866 in dieser Gemeinde geborenen Militärpflichtigen—, serner sämmtliche Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Weckesheim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölfersheim und Wohnbach. Samstag den 3. April l. J., Vormittags 8 Uhr, im Nathhaussaale zu Friedberg Loosziehung sämmilicher Militärpflichtigen des Kreises Friedberg aus dem Jahrgang 1866. In den genannten Musterungs-Terminen haben sich sämmtliche Militärpflichtigen des Jahrgauzs 1866— mit Ausnahme der zum Iinjährig⸗sreiwilligen Dienst Berechtigten, falls nicht Reclamation er⸗ loben wird— sowie diejenigen Milstärpflichtigen der früheren Jahr— gänge, welche bis jetzt eine definitive Eutscheidung noch nicht erhalten laben, pünktlich, nüchtern und reinlich gekleidet einzufinden. Diejenigen Wilitärpflichtigen, welche zum zweiten oder dritten Male erscheinen, laben ihre Loosungsscheine mitzubringen. Für Mllitärpflichtige, welche * Wee Wige da F a. cee Pusch marius n Been. velche gestellungspflichtig sind, Ffünktlich zur Ausführung kommen. Kreise nur diejenigen Militäͤrpflichtigen zu laden sind, ju den Stammrollen der drei letzten Jahre 5 Friedberg am 4. März 1886. machung. durch Krankheit am Erscheinen verhindert sind, ist im Termin ein ärztliches Attest zu übergeben. Nach F. 65 der Ersatzordnung ist das Erscheinen der Loosungsberechtigten zum Loosen nicht erforderlich, es wird vielmehr in diesem Falle durch ein Mitglied der Ersatzcommission die Loosungsnummer für den einzelnen Militärpflichtigen gezogen. Die— jenigen dazegen, welche bei der Musterung unentschuldigt ausbleiben, verlieren das Recht, an der Loosung theilzunehmen und können keinen Anspruch auf Berücksichtigung aus Reclamationsgründen erheben. Außer— dem wird gegen dieselben das im§. 48 der Ersatzordnung angedeutete Strafverfahren eingeleitet. Die Großherzogl. Buͤrgermeistereien haben saͤmmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde ge— stellungspflichtigen Militärpflichtigen auf Grund der Ihnen kurzer Hand wieder zugehenden Stammrollen zu der Musterung vorzuladen und eine Bescheinigung über die erfolgte Vorladung der Stammrolle beizufügen. Körperliche Gebrechen der Militärpflichtigen, welche durch die vorzu— nehmende ärztliche Untersuchung nicht unbedingt constatirt werden konnen, wie Harthoͤrigkeit, Schwachsinnigkeit ꝛc., sind durch amtlich ausgestellte Zeugnisse des Geistlichen, Lehrers, Bürgermeisters ꝛc. nachzuweisen. an Epilepsie(Fallsucht) zu leiden behauptet, bat auf eigene Kosten zu stellen, welche das Vorhandensein eidlich zu erhärten haben. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts zu erbringen. Ist ein Militär— pflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig, so haben die Großherzogl. Bürgermeistereien hierauf aufmerksam zu machen und hierüber die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Die Verhandlungen über die Zurückstellungsgesuche sind, insoweit es noch nicht geschehen, sofort und längstens im Termin vorzulegen. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familien— angehörige sich selbst persönlich im Termine vor der Ersatzcommission einzufinden. Neclamatienen, welche der Ersatzeommission nicht vorge— legen haben, werden von der Großherzogl. Ober-Ersatzcommission un— nachsichtlich zuruͤckgewiesen und nur dann berücksichtigt, wenn die Ver— anlassung zu der Reclamation erst nach dem Kreisersatzgeschaft entstan— den ist. Mit dem Kreisersatzgeschäft ist die Classification der Reserve— und Landwehrmannschaften, sowie der Ersatzreservisten I. Classe ver— bunden. Nach Erledigung der Zurückstellungsgesuche findet an den oben bezeichneten Tagen die Classifieirung derselben rücksichtlich ihrer haͤus— lichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Di Wer drei Zeugen vor Gericht Es haben daher Diejenigen derselben, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung An— spruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Vor— mittags 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche, welche sofort bei dem Unterzeichneten einzureichen sind, näher zu begründen. Die Großherzogl. Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militär— pflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und dafür zu sorgen, daß die Letzteren zur bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungsgeschäfts ein anstän— diges und ruhiges Verhalten beobachten. Der Civilvorsitzende der Großh. Ersatzeommission des Kreises Friedberg. Dr. Braden. 1 Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg 1 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat Wickstadt. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen, die Militärpflichtigen, speziell darnach bedeuten und sich selbst darnach bemessen, auch dafür sorgen, daß die gegebenen Bestimmungen Ich mache zur genauen Befolgung wiederholt darauf aufmerksam, welche im hiesigen Kreise ihren ständigen Aufenthalt haben. daß zum Ersatzgeschaͤft im diesseltigen Die Geburtslisten (1884, 1885 und 1886) sind zum Ersatzgeschäft mitzubringen. Dr. Braden. ee eee eee eee Betreffend: Ueberwachung der gegen Entgelt in fremde Verpfletzung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzog die unseren Verfügungen vor Diejenigen von Ibnen, wir au Erledigung binnen 24 Stunden bei Meidung der Zusendung von Wartboten. Betreffend: Ausführung des Krankenversicherungsgesetzes, ven Krankenkassen zu liefernden Uebersichten und Rechnungsabschlüsse. Das Großherzogliche an die Vorstände der Gemeindekrankenversicherr Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben gleichen Betreffs vom 15. Januar Bezüglich d Einhaltung des festgesetzten Termins. M. Ministeriums des Innern und der Justiz, Nr. zustellen sind, selbstverständlich auch das Rechnungsja den Obstbaucursus Zur Ausbildung tüchtiger Obstbaumwärter 8 Wochen in Anspruch nehmen, von welchen 5 auf Halfte des August, fallen. Der Unterricht umfaßt: lehre, Obstkunde und praktische Uebungen. tischen Uebungen finden nach einem sorgfältig überlegten Plan in dem hierzu Privatobstbaumpflanzungen statt. Außerdem werden nommen. Der Unterricht ist unentgeltlich, für Kost n spätestens aber bis zum 27. März an den Vorsteher hier, einzureichen. Anmeldungen bei den landw. Be Friedberg den 2. März 1886. Betreffend: Den Obstbaumwärtereursus an den Ackerbauschule zu Friedberz pro 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung des publiciren lassen wollen— sowie unter Hinweis a Leute Ihrer Gemeinden, Ihnen erfolgende Anmeldungen alsbald an uns gelangen zu lassen. In Gemäßheit der Instruction vom 2. Sep Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, 1886 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Friedberg den 4. März 1886. Auf Grund des Reichsgesetzes gegen die gemeingefaͤhr Datum der Datum der Bekanntmachung Bekanntmachung des Verbots. Bezeichnung der Druckschrift. des Verbots. Bezeichnung des Vereins. 1885. 1885. 5 14. Oktober. 601. Die Druckschrift:„Wahlaufruf zur wähnten Flugblatt— unter Hinweglassung der Schluß Reichstazswahl“ mit der Unterschrift:„Die socta— listischen Arbeiter.“ Druck und Verlag von Wöoͤr⸗ lein& Co. in Nürnberg. 14. Oktober. 602. Die Druckschrift:„An die Wähler des 10. badischen Reichstags Wahlkreises mit der Unter⸗ 1 schrift:„Die Vertretung der deutschen Soclaldemo— kratie.“ Druck u. Verl. von J. H. W. Diez in Stuttgart. 15. Oktober. 603. Die Druckschrift:„Wahlaufruf zur Reichstagswahl. An die Wähler“, mit der Unter⸗ schrift:„Die soeclalistischen Arbeiter.“ Druck und Verlag von A. Vogel& Co. in Braunschweig. 15. Oktober. 604. Das Flugblatt mit der Ueberschrift:] 20. „An die Wähler des Reichstagswahlkreises Saar⸗ brücken“ und der Unterschrift:„Die Vertretung der deutschen Soctaldemokratle“, datirt im September 1884“, herausgegeben, gedruckt und verlegt von J. H. W. Dietz in Stuttgart. 20. 16. Oktober. 605. Die Flugblätter: a.„An die Wähler des Reichstagswahlkreises Apenrade- Flensburg!“ b.„An die Wähler des 3. schleswig⸗-holsteinischen Wahlkreises!“.„An die Wähler des 7. schleswig⸗ 20. holsteinischen Wahlkreises!“, sämmtlich unterzeichnet: „Im September 1884. Die Vertretung der deutschen Soctaldemokratie“, herausgegeben, gedruckt und ver⸗ legt von J. H. W. Dietz in Stuttgart. 20. 16. Oktober. 606. Das Flugblatt mit der Ueberschrift: „Wahlaufruf zur Reichstagswahl“:„An die Wähler!“ endend mit den Worten:„Wir schlagen Euch hiermit als Candidaten vor Zimmermann Friedrich Warncke in Celle“ und der Unterschrift:„Die soelalistischen 2 — Arbeiter.“ Druck und Verlag von A. Vogel& Co. in Braunschweig. 16. Oktober. 607. Das Flugblatt:„An die Wähler des ersten hamburgischen Reichstagswahlkreises!“ unter⸗ zeichnet von August Bebel, Plauen-Dres den, datlirt „Anfang Oktober 1884.“ 16. Oktober. 608. Das Flugblatt:„An die Wähler des 2 zweiten hamburtzzischen Reichstagswahlkreises!“ unter⸗ zeichnet von J. H. W. Dietz in Stuttgart, datirt „im Oktober 1884“. „Oktober. 609. Das bei Wörlein& Co. in Nürn⸗ berg erschienene Flugblatt zur Reichstagswahl, heraus⸗ gegeben vom Central⸗Wahleomité zur Erztelung volks⸗ 2 thümlicher Wahlen, unterzeichnet mit:„Im Auftrage des Central⸗Wahleomités zur Erzielung volksthüm⸗ licher Wahlen. J. Scherm.“ b. der mit dem er⸗ — 1 2 Er wird durch eine reiche Sammlung der be Oktober. er Gemeindekrankenversicherungen J. 4957 vom 26. Februar l. J., soll auch im laufenden die Zeit vom 29. Marz von ind W Verzeichniß X. lichen Bestrebungen der Socialdemskratie vom (Fortsezung aus Nr. 24.) sätze— gleichlautende, in derselben Druckerei er⸗ schtenene, mit„Wahlaufruf zur Reichstagswahl. An die Wähler“ überschriebene, mit„Die socialistischen Arbeiter“ unterzeichnete Wahlaufruf. Oktober. 610. Das im Wahlkreise Kronach ver— breitete Flugblatt:„Wahlaufruf zur Reichstagswahl“, mit den Worten beginnend:„An die Wähler. Am 28. Oktober finden die Neuwahlen zum Reichstage statt“, mit der Unterschrift:„Die soclalistischen Ar— beiter.“ Druck und Verlag von Wörlein& Co. in Nürnberg. Oktober. 611. Der im Verlage von E. J. Zschiesche, gen. Gerhardt, in Großenhain erschienene, bei J. E. Göhler daselbst gedruckte Wahlaufruf:„An die Wähler des 20. sächsischen Wahlkreises, unterzeichnet:„Viele Wähler des 20. sächsischen Wahlkreises.“ Oktober. 612. Das Flugblatt mit der Aufschrift: „Wahlaufruf zur Reichstagswahl. An die Wähler!“ mit der Unterschrift:„Die soclalistischen Arbeiter.“ Druck und Verlag von Wörlein& Co. in Nürnberg. Oktober. 613. Das Flugblatt:„Zur Reichstags wahl 1884! An die Wähler des 3. hamburgischen Reichstags wahlkreises“, datirt:„Hamburg im Ok— tober 1884“. Oktober. 614. Die Druckschrift:„Ein Wort an unsere Brüder“, beginnend mit den Worten:„Den Kampf, welchen wir gegen die maßlose Willkürherr— schaft aller Despoten und Volksausbeuter führen“, ohne Angabe von Herausgeber, Drucker und Verleger. 615. Das„An die Wähler Deutschlands“ gerichtete und mit den Worten:„In wenigen Wochen werdet Ihr an die Wahlurne zu treten haben“ be⸗ ginnende, anläßlich der bevorstehenden Reichstags⸗ wahlen fertiggestellte soetaldemokratische Manifest, ohne Unterschrift und Datum, herausgegeben, gedruckt und verlegt von J. H. W. Dietz in Stuttgart. „Oktober. 616. Die Druckschrift überschrieben mit: „Wähler des 19. sächsischen Wahlkreises“, unterzeichnet mit:„Das Wahlcomité der Arbeiterpartet“, auf welcher als Verleger August Lorenz jun. in Tannen⸗ berg, als Druckort die Vereinsdruckerei Zürich— Hottingen angegeben ist. Oktober. 617. Das Flugblatt mit der Ueberschrift: „Wähler des 14. Reichstagswahlkreises“ und der Unter⸗ lichen Bürgermeistereien des Kreises. Friedberg den 3. März 1886. 21. October 1878 sind ferner verboten worden: Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1885. 22. Oktober. 618. Die Druckschrift:„An die Wähler des 7. sächsischen Wahlkreises“ mit der Unterschrift; „Viele Wähler“, verlegt von E. J. Zschlesche, gen. Gerhardt, Großenhain, gedruckt von J. Emil Göhler, Großenhain. 23. Oktober. 619. Der mit der Ueberschrift:„An die 1 Wähler des 8. hannover'schen Wahlkreises“ versehene Bezeichnung der Druckschrift. siege! Hoch lebe die Soeialdemokratie“, schließende, anläßlich der bevorstehenden Reichstagswahlen zur Veröffentlichung fertiggestellte soetaldemokratische Wahl⸗ 1 aufruf, gedruckt von Conzett& Co. in Hottingen⸗Zürlch. 23. Oktober. 620. Das Flugblatt mit der Ueberschrift: „An die Wähler Deutschlands“, beginnend mit den Worten:„In wenigen Wochen werdet Ihr an die Wablurne zu treten haben“, gedruckt und verlegt von J. H. W. Dietz in Stuttgart. 1 24. Oktober. 621. Das Flugblatt mit der Ueberschrift: „An die werkthätigen Wähler des vierten hannover⸗ schen Wahlkreises“ und der Unterschrift:„Mehrere Wähler“, gedruckt von Meinders& Elstermann in Osnabrück. 24. Oktober. 622. Der Wahlaufruf mit der Ueberschrift: „An die Wähler des 6. und 8. schleswig holsteinischen Wahlkreises, Arbeiter in Stadt und Land, Hand⸗ werker und Kleinbauern!“ unterzeichnet:„Altona, im Oktober, mehrere Arbeiter, Halle a. S., im October 1884, Wilhelm Hasenelever.“ 1 25. Oktober. 623. Das Flugblatt, welches mit den Worten:„An die Wähler des Wahlkreises Meiningen II. Arbelter, Landleute! Kleinbürger, Subalternbeamte!“ beginnt und mit den Worten:„Das Arbelter⸗Central? Wahlcomits für den II. Meininger Wahlkreis. J. A.: K. L. Behringer, Pösneck“ schließt. 1 26. Oktober. 624. Das mit der Ueberschrift:„Wähler des 10. hannover'schen Reichstags-Wahlkreises“ ver⸗ sehene, im Verlage von Carl Hahnhausen in Hildes⸗ heim erschienene und von A. Vogel& Co. in Braun- ö schweig gedruckte, die Wahl des Cigarrenarbeiters 26. Oktober. dle Wähler in Stadt und Land!“ und mit der Unter 1 schrift:„Das Arbeiter Wahleomits“, Druck und Ver⸗ lag von J. H. W. Dietz in Stuttgart. schrift:„Das Arbeiter-Wahleomité, P. Suchandtke in Celle“, gedruckt von W. Großgebauer in Celle. 26. Oktober. 626. Die Druckschrift mit der Ueberschrift: „Auf zur Reichstagswahl! Organ für das arbeitende a und mit:„Glück auf zur Wahlschlacht, zum Wahl⸗ Carl Bertram empfehlende Flugblatt. J 625. Das Wahlflugblatt mit der Ueber- schrift:„Reichstagswahlkreis Reuß ältere Linte, an E 1 1850., n 6. Januar, 12. und 19. Februar bis jetzt noch nicht nachgekommen sind, mahnen 10 Dr. Braden.* 4. hier die von den Gemeindekrankenversicherungen und Friedberg den 3. März 1886.„ 110 1 0 1 Kreisamt Friedberg. inzen, der gemeinschaftlichen Ortskrankenkassen, sowie der eingeschriebenen Hülfskassen. 1 bung d. J., Kreisblatt Nr. 8, empfehlen wir Ihnen pünktlichste. bemerken wir, daß nach Verfügung Großherzoglichen— da die rubr. Nachweisungen nach dem Kalenderjahr auf⸗ 1. Ot. hr diesem Zeitraum zu entsprechen hat. Dr. Braden. 17 f Bekanntmachung, 5 an der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1888 betreffend. 1 8 Jahre ein Obstbaucursus hier abgehalten werden. Derselbe wird— bis 5. Mal, 3 auf den Spätsommer, beginnend in der zweiten J. Ol. Geschäfts aufsätze und geschäftliche Berechnungen, Grundzüge des Pflanzenlebens, Obstbau⸗ Nac sten Lehrmittel und Werkzeuze unterstützt. Die prak⸗ 25 bestimmten pomologischen Garten hiesiger Ackerbauschule und an 900 Zeit zu Zeit Excursionen nach benachbarten Baumanlagen und Baumschulen unter⸗ 2 Obe ohnung haben die Schüler dagegen selbst zu sorgen. Anmeldungen sind baldmöglichst, 1 des pomologischen Gartens und Obstbaucursus, Herrn Landwirthschaftslehrer Hannemann 57 zirksvereinen und Großh. Bürgermeistereien bitten wir, uns gefälligst übermitteln zu wollen. 10 Dias Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. been Friedberg den 4. März 1886. 1 die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 0 0 Curatoriums der Ackerbauschule dahier— welche Sie auf ortsübliche Weise!— uf unser Ausschreiben vom 26. Februar 1881, Kreisblatt Nr. 26, empfehlen wir Ihnen, de welche sich zur Ausbildung als Obstbaumwärter eignen, zum Eintritt in den Cursus zu veranlassen und etwa bei 1 Dr. Braden. habe Bekanntmachung. f tember 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Januar Hafer M. 6.90, Heu M. 3.50, Stroh M. 2.25. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ih Dr. Braden. 101 1 1 1 124 14 ches.. dt ben thut 1 Jenn erg 1* ö 5„ rn 4.— N e ** 6 1 E 1 810. t e nel ee . be ebe Bekanntmachung des Verbots. Bezeichnung der Druckschrift. 1880. Volk: Kleinbauern, Gewerbetreibende, Handwerker und Arbeiter. Reichstagswahl 1884“, herausgegeben von Jacob Willig in Mannhelm, W. Dietz in Stuttgart. Datum der Druck von J. H Datum der Vekanntmachung des Verbots. Bezeichnung der Druckschrlft. 1885. Kleinbauern haben wiederum ihre Stimme abzugeben an der Wahlurne“, unterschrieben:„Das Arbelter— wahleomtté.“ Druck und Verlag von J. H. W. Dietz in Stuttgart. b. An die Reichstagswähler in Stadt 28. und 27. Oktober. 627. Die Flugblätter: à. mit der und Land, beginnend mit den Worten:„Auf zur Ueberschrift:„Zur Reichstagswahl 1884!“ Dritter Wahl“ und der Unterschrift:„Das Arbeiterwahl— Mahnruf der Socialdemokratie an die Wähler im comité“, angeblich im Verlage der Schweizertschen 3. hamburgischen Reichstagswablkreise“, datirt:„Ham Genossenschafts druckerei Hottingen Zürich. burg im Oktober 1884“, b. mit der Ueberschrift: 27. Oktober. 632. Der mit der Ueberschrift:„An die „Wähler des ersten und zweiten Wablkreises von Wähler des Wahlkreises Mülhausen“ versehene und Hamburg“, und mit der Unterschrist:„Mehrere Ax mit den Worten:„Wir erwarten überbaupt von b 9 schlenene Flugblatt, Wähler die Reichstagswablkreises u b Wahl! Erfurt, im Oktober 1884, das Arbeiter-! Wahl Comité.“ 27. Oktober 629. Das von Dietzel und Schwenk Moinzer Nachrichten] gedruckte, an die Wähler des Wahl 28 kreises Wiesbaden gerichtete und den Schreiner und Holzschneider Franz Joͤst zu Mainz als Kanditaten zur, diesjährigen Reichstazswabl empfehlende Flugblatt 27. Oktober 630. Die Druckschrift:„An die Wäbler! des Wahlkreises Mainz Oppenheim. Mitbürger! Wäbler!“ überschrieben, beginnend mit den Worten: „Nächsten Dienstag den 28. Oktober“ u. s. w, unter zeichnet von dem Wahlausschusse der socialdemoktatt-“ schen Partei, Druck von Dietzel& Schwenk 2. Oktober. 631. Die Flugblätter: a. An die Wäbler d Gummersbach, n Oktober. und 2. Wablkreises“ 628. Das zu Halberstadt bei Franz Fischer edruckte, im Verlage von G. Dunker zu Erfurt er welches mit den Worten:„An die Erfurt⸗Schleusingen nd Ziegenrück, Bürger, Arbeiter in Stadt und Land!“ 2 eginnt und mit den Worten schlleßt:„Also auf zur eiter des 1. 1 1 1 Wipperfürth, Worten: es Reichstagswahlkteises Mülheim, beginnend mit den Arbeiter, * 17 N 4 och etliche die Handwerker und Tage und 28 jedem Freunde unserer Sache, daß er das Mögliche zum Siege unseres Kanditaten beiträge“ schließende, die Reichstagswahlen betreffende soctaldemokrattsche Wablaufruf, gedruckt in der Schweizerischen Ge— nossenschaftsdruckerei Hottingen-Zürsch. Oktober. 633. Das Flugblatt mit der Ueberschrift: „Noch einmal.“„Wähler des 14. hannover'schen Wablkreises!“ und mit der Unterschrift:„Das Ar— beiterwableomité.“ P. Suchandtke in Celle, gedruckt von W. Großgebauer in Celle Oktober. 634. Das Flugblatt mit der Ueberschrift: „An die Wähler Württembergs.“ beginnend mit den Worten:„Nur noch wenige Tage trennen uns zc.“ und mit den Schlußworten:„Viele soeialistische Wäbler. J. A.: Karl Aichhorn“, Verlag von Karl Aichhorn, Druck von J. H W. Dletz in Stuttgart. Oktober. 635. Die Druckschriften: a.„Ferdinand Lasalle's gesammelte Reden und Schriften“, New Vork, Verlag von Wolff& Höhne 386 E itbe Str. und resp. 386 Ost 4 St. Buchdruckerei von Schärr& Frantz, 133, 3 Str. New Vork,— Liefer ung 20-27, b.„Hepner's Deutsch Amertkanische Ar— beiter-Library“, Heft 1, enthaltend: A. Bebel, die ziele der Arbeiterbewegung(mit dem Bildniß des Datum der Vekanntmachung des Verbots. 1885. Verfassers), New⸗ Pork, 183, A. D. Hepner, Publi⸗ sher 139 Chatam Str., als soclalistischen Tendenzen in einer den öffentlichen Frieden und die Eintracht der Bevölkerungsklassen gefährdenden Weise dienend. Oktober. 636. Der:„Das Centralwahleomité der Arbeiter-Partel“ unterzeichnete, vom Oktober 1884 datitte, mit den Worten:„Nur noch eine kurze Spanne Zeit trennt uns noch von dem Tage“ dc. a und von Heinrich Oehme in Bremen ver— legte, von A. Vogel& Cle. in Braunschweig gedruckte Wahlaufruf:„An die Wäbler des 2. hannover'schen und 2. oldenburgischen Reichstags wahlkreises.“ Oktober. 637. Der Wahlaufruf mit der Ueberschrist: „An die Wähler Württembergs!“ und unterzeichnet: „Viele soctalistische Wähler. J. A.: Karl Aichhorn“, Verlag von Karl Aichhorn. Druck von J. H. W̃ Dietz in Stuttgart. Oktober. 638. Die Druckschrift überschriebeu: bürger! Wähler!“, beginnend mit den Worten: bessischen Wehörden haben ꝛc.“, unterzeichnet: soctalistische Wahlcomité“, Druck von Dietzel Schwenk(Meinzer Nachrichten). Oktober. 639. Das im Verlag von H. Beckemeyer in Herford erschienene, bei M. Ernst in München druckte Flugblatt:„An die Wähler des Wahlkreises Herford Halle Wähler! Arbelter in Stadt und Land!“, unterzeichnet:„Wähler aus dem arbeitenden Volke des Wablkreises Herford-Halle.“ 30. Oktober. 640. Der Wahlaufruf mit der Ueberschrift: schrift:„An die Wähler des 7. schleswig holsteinischen Wahlkreises! Arbeiter und Ihr kleine Leute in Stadt und Land!“, unterzeichnet:„Im Oktober 1884. Viele Arbeiter in Stadt und Land.“ Druck und Verlag von Conzett& Ebner, Chur (Fortsetzung folgt.) Bezeichnung der Druckschrift. 28. „Mit⸗ „Die „Das und 29. S habe ich mit Heutigem meine Agentur für Oberhessen inel. Wetterau üb Eichen- Bau- und Eine Lehrlingsstelle ist zu 693 errn Meier Arnstein für den Maschinen- Bei eintretendem Bedarf bitte sich gefl. an denselben wenden zu wollen und wird Herr M. Arnstein alsdann gerne mit Preis⸗Courant und N an die Hand gehen. ., 1. Dezember 1 ertragen. Offenbach a. in Friedberg i. d. W. Artikel iemen 393 1885 ih. Jac. 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Gemeinde Hundstidt, Distrikt 16. 17a. 20, Gierauerberg und Apfelberg: Samstag den 13. März, Vormittags 10 Uhr, Zusammenkunft im Gierauerberg: Schneide⸗Stämme von 85 km, außerdem 40 Buchen, Rüstern und Eschen von 25 tm. Brandoberndorf den 2. März 18886. 968 Königliche Oberförsterei. Zusammenkunft im Streitwald(2 Uhr im Sank⸗ Zusammenkunft im Gebranntehag(nahe dem Brand— 64 Eichen⸗Bau- und CA A0 Sor Ulk ö öellcle Oba 11 Kaltflüssiges Baumwachs in bester Qualität, per 1 1 40 Pf., empfiehlt 917 Berubeek. Strümpfe 50 Socken 51 für Erwachsene und Kinder billigst bet K. Friedrich. Packkisten in verschiedenen Größen sind billig abzugeben bei 888 Mayer J. Hirsch. 3 Halsbinden& Shlips 4 gente. F Eine Parthie extra schwere wollene ferdedecken zu sehr billigen Preisen. . Schulhof. Anzeige. Ich habe am hiesigen Platze ein Bretter— Lager errichtet. Bitte deßhalb bei vor— kommendem Bedarf aller Sorten Dielen, Latten und Stollen um geneigten Zuspruch. 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Eine Lehrerstelle zu Mörselden, Gehalt 1000— 1250 M. Die erste Lehrerstelle zu Muschenheim, Geh. 900 Mark. Dem Füͤͤrsten zu Selms Braunfels steht das Präsen⸗ tationsrecht zu. Eine Lehrerstelle an der Musterschule zu Friedberg, Gehalt 1000 Mark. Eine Lehrerstelle zu Angenrob, Gehalt 900 Mark. Die Lehrerstelle zu Olfen, Geh. 900 Mark. Dem Grafen von Erbach Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Sieben Lehrerstellen an der Votksschule zu Mainz, Anfangsgehalt je 1300 M., vier Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Mainz, je 1200 M. Eine Lehrerstelle zu Horchheim, Gehalt 900 M. Die erste Lebrerstelle zu Ilbenstadt, Geh. 900 M. Dem Grafen zu Leiningen⸗Westerburg steht das Präsen tatlonsrecht zu. Die zweite Lehrerstelle zu Nieder Mörlen, Geh. 900 Mark. — Der Hilfsgerichtsschreiber Formhals in Büdingen wurde zum Hilfsgerichtsschreiber in Friedberg ernannt. Gerichtsassessor Bierau aus Echzell, seither in Friedberg, wurde zur Rechts anwaltschaft beim Amtsgericht Grünberg zugelassen. — Militärdienst⸗ Nachrichten. Dr. Görtz, Afs.⸗Arzt 2. Kl. der Nes. vom 1. Bat. 4. Gr andwehr⸗Agts. Nr. 118, wurde zum Ass.-Arzt 1. Kl. der Res. befördert; Welf, Assi— 79 0 4 vom J. Gr. Drag.⸗Regt. Nr. 23, Ueber tritt zu den W itsoff. der Res 5* Bats. Gr. Landw ⸗Regts. Nr. 115, ist aus dem aktiven Sanitätskorps ausgeschieden. Berlin, 4. März Der Bundesrath stimmte heute dem Ausschußbericht über den Ge setzentwurf wegen Abänderung der Gewerbe ordnung zu. Berlin, 3. März. Reichstag. Bei Be thung der Petitionen, welche zur Erörterung m u als nicht geeignet erachtet wurden, beklagt Abg. Kayser das summarische Verfahren in der Behandlung der Petitionen. Die ubgg. v. Köller, Bernuth und Meyer(Halle) wide sprechen, da das Verfahren durchaus geschaͤfts ordnungsmäßig sei. Der Reichstag nahm na merheblicher weiterer Debatte Gesetzent wurf, betreffend die Ausprägung von Zwanzig ofennigstücken in Nickellegirung, in erster und zweiter Lesung an und erledigte sodann Wahlprüf den ngen.— 4. März. Berathung des Branntwein— nonopols. Finanzminister v. Scholz begründet Vorlage unter Hinweis auf die Finanzlage der Einzelstaaten und des en sowie auf das Beispiel Frankreichs, Englands, Rußlands ind Amerikas, welche Hunderte von Millionen die zus der Branntweinsteuer schöpften. An Aender— ingen von Einzelheiten des Entwurfs werde ein Widerspruch geknüpft werden. Er⸗ veiterung der Machtsphäre der Regierung sei mur gering; das Geldbewilligungsrecht der Parlamente erfahre keine Einbuße. Eine bloße Steuererhöhung in anderer als in der Monopol— orm habe große Bedenken, die wirthschaftlichen Vortheile seien unermeßliche, selbst dann noch wenn die Consumverminderung als 20 pCt. betrage. Der Minister chließt mit der Aufforderung zu gegenseitiger lchtung der Ansichten und einträchtigem Zu ammenwirken. Abg. von Huene erklärt sich Namens des Centrums gegen die Vorlage, aber ür eine Commissions Berathung, wobei sich lelleicht für die Zukunft ein Weg zur Ver— tändigung finden lasse. Nach Huene sprach nichter gegen das Monopol, worauf die Sitzung vertagt wurde. Kiel. Ein Telegramm aus Sidney meldet e daselbst am 28. Februar erfolgte Ankunft s deutschen Geschwaders von Sansibar unter Befehle des Admirals Knorr. In der Prohl'schen Landesverraths— nhelt wird der„K. Z.“ geschrieben, Ingelege ch selen von hier aus in der Hauptsache dem Aus⸗ lande verrathen: die Flaggensignale der kaiser— lichen Marine, die Minenlegungen unseres Reichskriegshafens und der Landbefestigungsplan. In wie weit Prohl die Hand hierbei im Spiele und welche Mitschuldige er gehabt hat, daß er solche haben muß, steht fest, sonst wäre ihm das erforderliche Material nicht zugängig ge— wesen,— werden voraussichtlich die noch rege fortgesetzten Untersuchungen ergeben. Ausland. Großbritannien. London. Die socia— listischen Führer Hyndmann und Genosseu sind von dem Polizeigericht vor die Assisen ver— wiesen und gegen Caution auf freiem Fuße be lassen worden. Dublin. 10 4 ie Nothlage im westlichen D * hat während der letzten vierzehn Tage bedeutend zugenommen. Viele Haushaltungen haben ihren ganzen Vorrath von Saatkartoffeln aufgezehrt und stehen jetzt mittellos da. In Mulranny Grafschaft Mayo, ist bereits eine Frau dem Hungertyphus erlegen, während in Erslecka, Doobeg und Mulranny ein ausgebrochen ist, dem unvermeidlich eine große hi Anzahl von Menschen zum Opfer fallen muß, wenn nicht schleunige Hilfe geleistet wird. Bulgarien. Sofia. Rußland hat in Konstantinopel vertraulich vortzeschlagen, daß die Türkei selbst eine n der betreffende beiden. N 8 türkisch⸗ 199755 Abkommens dahin vor N daß der Fü t von Bulgarien alle fünf 31 mit Einwilligung der Mächte von neuem zum Gouverneur von Ostrumelien t und daß die Arbeit der Commission fü Aenderung des organische Statuts der Billigung der Mächte unterbreitet werde Der Vorschlag Rußlands scheint vor g ten empfol ind aue t ihm günstig gesi sein; die Ansicht des Sultans ist noch r⸗ bekannt. Serbien. Belgrad, 4. März. Ein des Königs befiehlt die— zobilisirung d [Felde stehenden Aktivarme sowie des Aufgebots. Der Kriegsminister erließ b die erforderliche Anordnung. en. Rum äni Bukarest, 2. März. In der Sitzung der Deligirten für uͤber saͤmmtliche Fragen heutigen officiellen die Friedenscoferenz wurde ein Einvernehmen erzielt. Amerika. Washington. Dem Congresse ist eine Botschaft Cleveland's zugegangen mit einer Correspondenz zwischen der Regierung und dem chinesischen Gesandten anläßlich der jüngsten Ausschreitungen gegen Chinesen. Der chinesische Gesandte hat eine Geldentschädigung gefordert und sich darauf berufen, daß China bei früheren ähnlichen Anlässen gegenüber Amerikanern ent— sprechend verfahren wäre. Deßhalb sei er be— rechtigt, eine gleiche Verpflichtung der ameri kanischen Regierung zu fordern. Cleveland er— klärt, das nothwendige Vorhandensein einer Verantwortlichkeit der Unionsstaaten entschieden abzulehnen, stellt aber die Angelegenheit der Erwägung des Congresses anheim. 3. März. Repräsentantenhaus. In Be— antwortung der Resolution Kommen, betreffs der Silberpolitik, erklärt Schatzseeretär Manning, die Regierung müsse baldmöglichst zu einer bimetallischen Einheit zurückkommen. Das einzige Mittel, dem Silber das frühere Werthverhältniß wiederzugeben, wäre eine internationale Ver— ständigung. Eine Verständigung zwischen Europa und Amerika sei so lange unmöglich, als Amerika fortfahre, Silber auszuprägen. Aus 0 Stadt und Land des Musik r. Friedberg. Für das nächste Concert vereins mit dem Programm„Elias“, Oratorium von es Mendelssohn, war der 21. März in Aussicht genommen; N 2 Irland ansteckendes Fieber leber! st burch die Erkrankung des Dirigenten, Seminar⸗ lehrers Schmidt, die Verschlebung des Concerts zur Nothwendigkelt geworden m. Friedberg. Am l. im Bürger-Hospftal geöffnet und fanden sich 19 M. in derselben vor. f. Friedberg, 5. März. Vergangene bei Wirth Wind an der Eisenbahn Dieb öffnete mit einem Schürhaken die Kasse, mußte levoch mit langer Nase abziehen, da sie vor dem Schlafen [gehen entleert worden war. Von da begab sich der Dieb auf den Betz'schen Holzplatz, und brach in das Comptoir ein; auch hier war das Geschäft nicht lohnend, denn er fand nur wenige Pfennige, da die Hauptkasse ebenfalls geborgen war. Der auf dem Holzplatz schlafende Knecht wurde durch das Geräusch, das der Dieb verursachte, munter, rief einten Eisenbahnarbeitern zu und mit ver— einten Kräften wurde der Gauner gefesselt und dem in— zwischen herbeigeeilten Poltzeidiener Fourter übergeben, März wurde die Haus büchse 6 Pf. Nacht wurde eingebrochen; der der den gut gekleideten, noch jugendlichen Menschen in Nr Sicher brachte. Ober Rosbach. Die„N. Hess. Volks blätter“ und die„Kl. Presse“ enthalten einen Artikel von hier, der einen hier kaum beachteten Vorfall ganz entstellt wiedergibt; wir bitten Sie deßhalb um fnahme des Folgen Ein Knecht eines hiesigen Occonomen hatte sich neulich betrunken und äußerte, er wolle sich erbängen. [Nach Hause geführt, begab er sich die Scheuer und nahm mit. Die anderen Knechte gingen ihm ihn das Seil zweimal um den oben auf einer Leiter. Nachdem man ihn losgemacht hatte, kam der Eigenthü der Scheuer ö jagte die ganze Gesellschaft mit Prügeln b. n Retter und den Geretteten mit. In der Site packte er aber auch noch einen Unbetheiligten an sund da entspann sich dann zwischen diesen Beiden eine regelrechte Prügelei, die in weiterer Folge eine Klage wegen thätlicher Beleidigung veranlaßte. Diese Klage wurd jedoch zurückgezogen unter Zahlung der ent— standenen Kosten; das ist der ganze Sachverhal r. Mel back ie in Ihrem Anzei Linladung fand am 21. Februar ir l dahier eine landwirthschaftliche stat ieselbe war von Freu zus Melba D bach sehr sta Directors des rath Dr. Bra zur erstenma erschienenen L cht, in welcher zu verbessern ist, t und ung finden Der hierauf 16f Begründung gestellte A des Kreis 1 Kreisbaumschule Nachdem unauf Braden„in eine zustimmung. raths Friedberg zu errichten“ allgemeine nun noch Landwirthschaftslehrer Hannemann [gefordert versprach, jederzeit seine Kräfte dem landw. Bezirksverein und der Ackerbauschule in Friedberg zu widmen, wurde ihm der verdiente Dank von dem Vor sitzenden mit Zustimmunz der Versammlung ausgesprochen. Wie verlautet, werden dieser Versammlung noch mehrere Sections versammlungen folgen, was im Interesse Landwirthschaft sehr zu wünschen wäre. Selzerbrunnen. Die am 28. Februar dabier abgehaltene Versammlung des landw. Bezirks-Vereins, Vilbel, war trotz des Schneewetters ziemlich einer kurzen Begrüßung des Vorsitzenden, Landwirthschaftslehrer Hannemann von fand landw. unserer Seetion besucht verbreitete Nach sich Friedberg in einem ebenso umfassenden, wie gediegenen Vortrag uber Obstbaumzucht. Zunächst nahm er Ver— anlassung einen in Nr. 9 der Zettschrift für die landw. Vereine des Großh. Hessen von Baron v. Molsberg zu Langenau verfaßten Aufsatz über Obstbau einer Krttik zu unterwerfen und einige Widersprüche in demselben nachzuwetsen. Hierauf folgte ein Vergleich der Obst— produetton der benachbarten Länder mit derfenigen unseres lieben Deutschland, aus welchem ersichtlich, daß wir viel Geld dem Auslande fur Obst und dessen Pro duete zahlen, das besser im Lande bleiben Die ferneren eigentlich technischen Ausführungen konnen wir nur andeuten. Wichtigkeit der Obstkunde, richtige Be nennung(Nomenelatur) der Obstsorten, die günstige Lage der Wetterau für Obstbau, Feststellung der Baubezirke für die passendsten d. h. einträglichsten Sorten, Warnung vor dem Ankauf zu rasch gezogener Bäume. Bel dem Kapitel über Pflanzung junger Bäume wurd erörtert der Wurzel- und Kronenschnitt, besondere Schonung der Faserwurzeln, Weite und Tiefe der Pflanzlöcher, normale Hügel und Grubenpflanzung, Zeit der Pflanzung, Ent fernung der Baume von einander, Nothwendigkeit der Baumpfähle, Angießen der jungen Pflanzung, dann die fernere Pflege durch einen rationellen Baumschn [Reinigung durch Baumscharren und Drahtbürsten, das 82 chroͤpfen der vollsaftigen Bäume Die nothwendigen und praktischen Instrumente wurden vorgezeigt. Hlerauf sprach Referent uber das Umpfropfen der Bäume, über eee n * ee eee eee eee eee Duͤngung, über Anlage von Formbäumen an Mauern und Wänden, dann über die Feinde des Obstaues, be sonders die Blutlaus, deren große Schädlichkeit und über die Mittel zur Vertilgung. Natürliche Feinde der Baum— schädlinge sind: die Florfliege,(ein Exemplar wurde vorgezeigt), die Spinnen und unsere inseetenfressenden Singvögel, darum: Schutz den Vögeln, unseren natür lichen Freunden! Das Verbinden oder Anstreichen der Bäume gegen Hasenfraß und die Zeit der Ernte— Warnung vor zu früher gewaltsamer Aberntung— bildeten den Schluß des technischen Theiles des Vortrages. Es felgte sodann ein kurzer Rückblick über die Geschichte des Obstvaues. Der Vortrag wurde durch die mitge— brachten Muster, Werkzeuge und die vorgenommenen Demonstrationen an Wildlingen wesentlich unterstützt. Redner knüpfte zum Schlusse an die Hoffnung, wieder einmal das Interesse für Obstbau angeregt zu haben, das Versprechen, noch öfter in unseren landw. Versamm— lungen zu erscheinen, um dadurch eine regere Wechsel— beziehung zwischen den Landwirthen des Kreises und der Acker bauschule anzubabhnen und hierdurch eine bessere Theilnabme an den Lehrkursen zu erzielen. Ein allge— meines„Bravo“ bekundete die Zufriedenheit der An⸗ wesenden mit dem bochinteressanten Vortrag. Der Vor sitzende eröffnete nun die Diseussion über denselben. Oberlehrer Schmalenbach zu Vilbel war der Ansicht, daß in der Volks- und Fortbildungsschule Vieles ge— schehen könnte, um die so wichtige Benennung der Obst⸗ sorten zu fördern, besonders, wenn man über so schöne Muster verfügen könne und knüpfte noch daran einige Bemerkungen über Aufzucht der Wildlinge und das Be⸗ schneiden der Bäume in der Baumschule, damit der Käufer von versetzbaren Bäumen nicht durch verkehrten Schnitt Schaden nähme. Lehrer Hannemann glaubte das Interesse und Verständniß der Volksschullehrer für Obst dau besonders durch Theilnabme an einem Obstbaueursus, etwa in der nahegelegenen Anstalt zu Geisenheim wesent— lich und mit geringen Kosten fördern zu können und schloß sich den übrigen Aus führungen des Vorredners an. Es wurde nun der Vorschlag gemacht, im nächsten Herbste eine Obst-Ausstellung(nur Kernobst) in der Section Vilbel zu veranstalten, wobei außer mehreren Exemplaren jeder Sorte schriftliche Mittheilungen über Standort, Form, Tragbarkeit und etwaige Krankheiten der Bäume gemacht würden. Mit diesem allgemein an— genommenen Vorschlage war der erste Theil der Tages- ordnung genügend erschöpft. Der zweite Theil derselben „über Ort und Zeit für die im Frübjahre stattfindende Prämitrung“ wurde dahin erledigt, daß als Ort der Selzerbrunnen und als Zeit die zweite Woche des Monats Mai bestimmt wurde. In die Prämiirungs— Commission wurden gewählt: Kreistbierarzt Gebb zu Friedberg, Pachter Fendt zu Ober⸗Erlenbach, Pachter Leonhardt zu Okarben und Oekonom Ruppel zu Kloppen heim. Oberlehrer Schmalenbach zu Vilbel wünschte, daß mit dieser Rindvieb-Ausstellung auch eine Bienen-Aus⸗ stellung verbunden werde. Dies mußte jedoch in An— betracht mangelnder Mittel abgelehnt werden. Zum Schlusse machte der Vorsitzende noch die Mittbellnng, daß er von verschiedenen Mitgliedern ersucht worden set, landw. Versammlungen abzuhalten, um die von Großh. Regierung dem Landtage zur Berathung unterbreiteten Verbesserungen zu dem Consolidationsgesetze, jetzt Feld— bereinigungsgesetz benannt, einer Besprechung zu unter⸗ ziehen, um auf Grund derselben, sowohl der Reglerung, wie auch den Land ständen, die Ansichten der Landwirthe zu vermitteln und stellte die Anfrage, ob die Anwesenden solche Versammlungen für zweckmäßig erachteten. E wurde hierauf der Wunsch ausgesprochen, eine Versamm— lung auf dem Selzerbrunnen zur zründlichen Erörterung dieser Frage abzuhalten und ebenso auf Wunsch auch an anderen Orten. e. Helden bergen. Wie wir bören, wäre Decan Brentano von bier für den Mainzer Bischofsstuhl in Aussicht genommen. So sehr wir uns auf der einen Seite freuen würden, wenn sich dieses Gerücht bewahr— heiten sollte, so sehr würden wir seinen Weggang von hier bedauern. Seine Gelehrsamkeit und sein unentwegtes Festhalten, an dem, was er als Recht erkannt, auf der einen Seite, seine Milde, Toleranz, Leutseligkeit und sprüchwörtliche Freundlichkeit auf der anderen Seite, lassen ihn allerdings für den schwierigen und verantwort⸗ die Hinrichtung des wegen Mords verurthellten Herbst statt, nachdem Staatsanwalt Ewald das Erkenntniß und die Allerhöchste Erklärung verlesen, daß von dem Be— gnadigungs recht kein Gebrauch gemacht werde. Allerlei. b. Berlin. Die deutschen Behörden und namentlich das Auswärtige Amt in Berlin erhalten aus den ver— schtedensten Theilen des Reichs und auch aus dem Aus— lande fortgesetzt zahlreiche Gesuche um Anstellung, Ver wendung und Ansiedelung in den unter deutschem Schutze stehenden überseelschen Gebleten, um kostenfrete Beförder— ung nach denselben, um Zulassung zum Militärdtenst da— selbst, sowle um Belehrung und Auskunftsertheilung über die dortigen Verhältnisse. Es ist daher wiederholt da— rauf aufmerksam zu machen, daß das Reich Stellen in den Schutzgebieten nicht mehr zu vergeden hat und daß Unterstützungen an Auswanderer um so wenkger gewährt werden können, als überhaupt nicht die Absicht besteht, eine Auswanderung nach jenen Gebieten zu lenken. Auch steht in den Kolonien kein Militär und bietet sich da— her auch keine Gelegenheit, daselbst der Militärpflicht zu genügen. Die Behörden befinden sich somit nicht in der Lage, den Gesuchen der erwähnten Art irgend welche Folge zu geben und können sich auch nicht auf eine Korrespondenz mit den zahlreichen Gesuchstellern einlassen. Landau, l. März. Die beiden Mörder der Pfand— verleiherin, Wittwe Schopp, in Düsseldorf sind in der Nähe von Offenbach am Glan verhaftet worden. Sie boten einem Bauern in einem Steinbruch bei Medard aus ihrem Raube herrührende Gold- und Sülbersachen zum Verkaufe an; dieser machte einem Schumann Mit⸗ thetlung. Es gelang demselben mit Hilfe eines Kame— raden aus Lauterecken, die Mörder dingfest zu machen und sie nach Grumbach zu führen. Köln, 2. März. Der Zug, welcher heute früh 5 Uhr 25 Min. von Frankfurt kommend hier eintreffen sollte, blieb an der Pantaleonsweiche im Schnee stecken. Die Passagtere sind gegen 7 Uhr mit einem Hülfszuge nach dem Centralbahnbof befördert worden. Der um 7 Uhr 40 Min. fällige Zug erlitt große Verspätung. Paderborn. Der im Dienst des Grafen v. Wrede stehende Förster Julius Krahe wurde am Abend des 27. September v. Is. von einem Wilderer erschossen, und zwar an derselben Stelle, an welcher vor Jahres— frist schon einmal zwei Föͤrster erschossen worden sind. Der Verdacht, der Urbeber des Krahe'schen Mordes zu sein, lenkte sich auf den Steinhauer Bernhard Vozt in Kleinenberg. Derselbe wurde alsbald flüchtig, der Staat setzte auf seine Habhaftwerdung 300 Mk. Belohn⸗ ung. Durch einen Zufall ist Vogt in Liverpool kurz vor Abgang eines Dampfers nach Amerika entdeckt und verhaftet worden. Auf Vermittelung des deutschen Bot— schafters ist Vogt ausgeliefert worden. Bremen, 2. März. Bei dem eingetretenen Schnee— wetter ist der Betrieb auf mehreren Bahnen vollständig gestört. Nach Köln ist keine direkte Verbindung mehr, der letzte Zug von dort ist heute Morgen 6 Uhr ber angekommen; auch nach Hamburg ist die Verbindung unterbrochen, dagegen ist vorläufig die Linie Hannover noch frei und so welt möglich werden die Posten nach Köln und Hamburg über Hannover befördert. Kopenhagen, 2. März. Die Dampfschifffahrt zwischen Korsör und Kiel ist vorläufig eingestellt. Paris. Nach einer Meldung des„Cri du Peuple“ gibt es gegenwärtig in Paris über 200,000 Brodlose, welche der Armen verwaltung zum großen Theil zur Last fallen. Riga. In dem ganzen Ostseegebiete herrscht strenge Kälte. Die Rhede von Riga ist stundenweit mit starkem Eis bedeckt und aus Gothenburg wird dem„Hamb. C.“ von gestern gemeldet, daß die Schifffahrt in den Scheeren und Buchten längs der Westküste Schwedens geschlossen ist. Das Hafengebiet von Gothenburg wird mittelst Efs— brechers offen gehalten. New⸗Nork, 1. März. Der Orkan, welcher seit Donnerstag die östlichen und mittleren Staaten heimge— sucht hat, kam von Nordwesten und die Schnelligkeit des— selben betrug 75 Km., in New Vork sogar 126 Km. die Stunde. Viele Gebäude wurden entdacht und der tele— graphische Verkehr ist allgemein unterbrochen. Die hier zum Auslaufen fertigen Dampfer wurden durch den Sturm zurückgehalten und sind erst heute in See gegangen. lichen Posten als die geeignetste Persönlichkeit erschesnen. Malnz, 4. März. Heute früh um ½7 Uhr fand in Anwesenbeit der kommittirten Mitglieder des Gerichts und einer Anzahl mit Einlaßkarten versehener Personen Handel und Verkehr. „Butzbach, 3. März. Wochenmarkt. Butter kostete pr. Pfd. M. 0.85—1., Käse pr. Pfd. 45—46 Pf., Eier! Stück 6 Pf. Frankfurt, 3. Marz. Wochen Markt. Bukter 1. Qual. im Ctr. M. 90, 2. Qual. M. 85, im Pfd. M. 1. 101.40, Eier das Hundert M. 4.50— 6, stalte⸗ nische M 7, das Slück frische Eier 6—7 Pf. Kartoffeln das Gescheid 6—8 Pf., das Malter M. 4— 5.50, Spargeln das Pfd. M. 4, franz. Bohnen das Pfd. M. 1.50—2, Weißkraut 50 Kilo M. 56, Blumenkohl 100 Stück M. 30, im Detall 3060 Pf., Rüben der Ctr. M. 6—7, franz. Kopfsalat 20 Pf., Endivien 25 Pf., neuer Lattig 40 Pf., Zwiebeln die 50 Kilo M. 5-6, das Gescheid 1520 Pf.— Fleischpreise bis auf Ochsen— fleisch, welches im Pfd. um 5 Pf. abschlug und nun 65 Pf. kostet, unverändert.— Geflügel: 1 Hahn 70 Pf, bis M. 1.80, 1 Huhn M. 12.20, Poularde M. 3, Capaun M. 33.50, Taube 4060 Pf., Ente M. 3, Welsche M. 5— 12. Fankfurt, 4. März. Fruchtbericht. Hiesiges Welzen⸗ mehl Nr. 0 M. 31.00 32.50, Nr. 1 M. 26.00— 27.50, Nr. 2 M. 24— 25.50, Nr. 3 M. 22— 23.50, Nr. 4 M. 16 17.50, Nr. 5 M. 15— 16.50, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 49—52, Roggenmehl 0/ ab Berlin M. 18.50—19.50, Null allein M. 1.50 darüber, schwarze Sorten kein Handel, Roggenkleie M. 4.50— 4.75, Wetzenkleie M. 4.25 4.50.(Die Preise verstehen sich bei Abnahme von mindestens 200 Ctr.) Rüböl im Detail M. 51. Frankfurt, 4. März. Auf dem heutigen Kälber markt waren 339 Kälber, darunter wunderschön schwere Simmenthaler Race, angefahren und kostete das Pfd. je nach Qual. 45—62 Pf. Außerdem standen noch 40 Ochsen zum Verkauf zu 5564 M. der Centner Schlachtgewicht. Für unsere Volksküche sind seit dem 27. Februar d. J. folgende Gaben einge gangen, welche mit dem tiefgefuͤhltesten Dank bescheinigt werden: von Domänerath Stoltz 5 M., Ungenannt 10 M., Karl Staubi, Stadtrath Waas, Georg Magnus je 1 Korb- Nartoffeln, N. N. 1 Korb Kartoffeln, Fr. B. 1 Korb Kartoffeln, Verwalter Lüdke Grünes und Zwiebeln, Bei⸗ geordneter Reuß 31 Wecke, G. E. Hanstein 15 Pfund Fett, zweite Gabe, Karl Müller, Stadtrath Koob je Korb Kartoffeln, Kaufmann Groß 22 Pfund Erbsen und 1 Korb Kartoffeln, D. S. 3 M., Ungenannt zweite Gabe 3 M., Heidt zweite Gabe 2 M., vom Hülfsverein 20 M., ein Freund der Armen 20 M., dritte Gabe, Fabrikant Roßbach 5 M., zweite Gabe, Uhrmacher Hanau zweite Gabe 2 M., Prof. Thurn vierte Gabe 2 M., Forstmeister Herpel 10 M., N. N. 1 Sack Kartoffeln, Kaufmann Bernbeck 10 Pfund Erbsen, Dr. Kös. zweite Gabe 10 M. Friedberg den 4. März 1886. Für die Armen-Commission: Meyer, Pfarrer. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Ebangelische Gemeinde. Estomihi. Pfarramtswoche Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1¼ Uhr: Herr Candidat Götz. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9½ Uhr: Herr Prof. Dr. Köstlin. Abends 5½ Uhr: Herr Prof. Dr. Diegel. stcatholische Hemeinde. Samstag 4 Uhr: Beicht. Am Sonntag: Großes Gebet. Eröffnung desselben um 7 Uhr, darauf gleich Austheilung der hl. Communion. 10 Uhr: Heil. Messe. 4— 5 Uhr: Letzte Betstunde. in der Kirche und Te Deum. Israelitische Gemeinde. Sonntag den 7. sowie Montaz den 8. März: Neumond Adar II. Beginn: Samstag Abends 6 Uhr 30 Min. Sonntag Morgens 6 Uhr 30 Min. Sonntaß Nachmittags 5 Uhr. Montag Morgens 6 Uhr 30 Min. Montag Nachmittags 5/5 Uhr. 984 Der köstl. u. gesündeste Erfrischungstrank ist kohlen; saures Wasser mit/ Magenbehagen v. Widtfeldt in Aachen Konkurs-Verfahren“ In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Firma„Schwalheimer Brunnen“, Inhaberin„M. Schimmelbusch“, und der gedachten Inhaberin Minna Schimmelbusch, Ehefrau des Alfred Schimmelbusch auf dem Schwalheimer Brunnen bei Schwalheim, ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Er— hebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichniß der bei der Vertheilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nscht verwerthbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf Mittwoch den 31. März 1886, Vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzogl. Amtsgericht hierselbst bestimmt. Bad⸗ Nauheim den 2. März 1886. Schütz, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Ein wachsamer Hofhund, zugleich Zughund, ist billig zu verkaufen. Bad⸗Nauheim, Teichhaus. 957 N Konkurs- Verfahren. 958 Das Konkursverfahren über das Vermögen des abwesenden Georg Fleischhauer VI. von Bad-Nauheim wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hlier— durch aufgehoben. Bad⸗Nauheim den 2. März 1886. Schütz, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Faaselochs-Versteigerung. Dienstag den 9. März d. J., Nachmittags 1 Uhr, wird ein schlachtbarer Faselochs im Gemeindehaus zu Ober Rosbach öffentlich meistbietend versteigert. ö Ober-⸗Rosbach am 3. März 1886. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober⸗Rosbach. Blecher. Frische Schellfische“ eingetroffen. Ph. Dan. Küm mich. . 2 ö 2 Holz⸗Versteigerung. Montag den 8. März wird der Rest des fiseallschen Loosholzes im Rockenberger Markwald, Distrikt Elsen⸗ zahl versteigert und zwar: Buchen 1 Classe: 195 Rm. Scheiter, 22 Rm. Knüppel, 3100 Wellen. Zusammen⸗ kunft Vormittags 9 Uhr am Forsthäuschen. Butzbach, N. Februar 1886. Großherzogliche Oberförsterei Butzbach. 959 Reuß. Die gegen den Kirchenvorstand und Großh. Beigeord— neten Johannes Datt II. gethanene Beleidigung nehme ich als unwahr zurück und erkläre, daß ich denselben noch nicht anders als wie einen Ehrenmann gekannt habe. Heldenbergen den 2. März 1886. 939 Joh. Karl Zwier. — Anw. z. Rttg. v. Trunk: Umsonst sucht ohne Wissen. 900 W. Falkenberg in Reinickendorf, Provinzstr. 22.(H. 1106.) etre 5 Antheil Stanm! Södel Wölfert Nieder- Betreff N pflege, Seiten Betref Fseß, Viehse Anlage nabeso Bericht Seuchen wären, Kreisen Thierar von der sterbfäll Tabelle in allen berichte Schluß mit Prozession den Aut oder ü lande v suhr vi oder be der i Koßschl