* Nos Andetler Werth. rum cken triton. l Dienstag den 5. Zanuar. 7 6 n berhessischer Anzeiger. — Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bel größerem Tabellen- oder Zlffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf. Annoncer von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ein Beleg kostet 9 Pf. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Fübrung der Register über die Zuzüge und Wegzüge in 1885. Das Gr. Kreisamt fFriedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Januar 1878, Oberhessischer Anzeiger Nr. 8 Friedberg den 2. Januar 1886. „fordern wir Sie hiermit auf, die rubricirten Register bis zum 20. l. Mts. ordnungsmaͤßig abgeschlossen an uns einzusenden oder deßfallsige Negativbescheinigungen nach Maßgabe der Vorschrift unter Nr. 10 der Anleitung zur Führung der Register vorzulegen. Betreffend: Das Militär⸗Ersatzgeschäft pro 1886. 69 Dr. Braden. Friedberg den 31. Dezember 1885. Der Cioil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz- Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat zu Wickstadt. Bezugnehmend auf mein Ausschreiben vom 26. Dezember 1876 „Kreisblatt Nr. 158, das Reichsmilitärgesetz vom 2. Mai 1874 und die deutsche Wehrordnung vom 28. September 1875(Regierungsblatt Nr. 55) lade ich Sie ein, mit den Vorarbeiten zum Militärersatzgeschäft zu beginnen und dieselben so zu beschleunigen, daß die Stammrollen und Reclamationsprotokolle nebst dazu gehörigen Belegen bis zum 15. Februar 1886 bei mir eintreffen. Nach§. 23 der Ersatzordnung wollen Sie sofort bekannt machen lassen, daß die Anmeldung Stammrolle Seitens der im Jabre 1866 geborenen Militärpflichtigen, sowie derjenigen, welche Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der 1885er Musterung zurückgestellt worden sind, bezw. über welche überhaupt Entscheidung hinsichtlich der Dienstpflicht noch nicht getroffen worden ist, während der Zeit vom 15. ängstens zur dieses Alter bereits überschritten, sich jedoch zur ine endgültige Januar bis 1. Februar 1886 bei Meidung der in§ 23,10 der Ersatzordnung angedrohten Strafe bis zu 30 M. oder Haft von 3 Tagen zu erfolgen habe. N e 95 1 1 1 Haf gen z 8 1 i Bei Aufstellen der Stammrollen wollen Sie sich genau nach der Ersatzordnung richten und nur vollständige, deutlich geschriebene Stammrollen vorlegen, namentlich auch die alphabetische Ordnung mit den Zwischenräumen innehalten. zur Zeit noch dient oder gleichzeitig zur Vorstellung kommt, wollen Sie in = 1 Br. w. vorgest. sprechenden Vormerk: m. Pf. der Stammrolle Dezember 1883, K Stammrolle betreffend zur genauen Befolgung aufmerksam. 2 Betreffend: Das Militärersatzgeschäft pro 1886. Bei Leuten, von welchen ein Bruder einen kurzen Vormerk:— 1 Br. dt. oder: machen, ebenso bei Leuten, welche mit Pferden umzugehen verstehen, in der Rubrik:„Stand oder Gewerbe“ ent— aufnehmen. Schließlich mache ich Sie noch auf das Ausschreiben vom 31. Dezember 1879, Kreisblatt Nr. 2 de Namen unehelicher Söhne in der Stammrolle“ und dasjenige vom 31. „die Führung der Familien— reisblatt Nr. 2 de 1884:„die Anmeldung zur Dr. Braden. 1880: 9 Friedberg den 31. Dezember 1885. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizeicommissariat zu Wickstadt. Unter Bezugnahme auf F. 30 der Ersatzordnung bemerke ich Ihnen, daß Gesuche um Zurückstellung Militärpflichtiger genau zu pro— tokolliren und die Protekolle mit Beilagen bis längstens zum 15. Februar 1886 5anher einzusenden sind. N Frühere Reklamationen, welche pro 1886 ä erneuert werden sollen, wollen Sie einfordern und, wenn keine Veränderungen in den Ver— hältnissen eingetreten sind, dies auf Seite 4 des Protokolls bescheinigen, andernfalls die etwaigen Aenderungen genau angeben. Betreffend: Das Vormundschaftswesen. Das Großherzogliche Amtsgericht Dr. Braden. 0 Friedberg an die Vormünder und Friedberg den 2. Januar 1886. Curatoren im Amtsgerichtsbezirke. Wir sehen der Einreichung der Rechenschaftsberichte und des Nachweises der Zinsenbeischreibung, unter Vorlage der Einlagebüchlein, bis längstens 1. Februar l. längstens bis zum 30. April l. J einzureichen. J. entgegen. Die für das Jahr 1885 zu st Nichteinhaltung dieser Fristen hat unnachsichtlich eine Ordnungsstrafe von 3 Sellheim. Ausschreiben. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort der Elisabetha Koch, geborene Gilbert von Friedberg den 31. Dezember 1885. ellenden Vormundschafts rechnungen sind M. zur Folge. Weber. Lich, 46 Jahre alt, Tagloͤhnerin, wird ersucht. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner. Deutsches Reich. Friedberg, 3. Januar. Das preußische Volk und mit ihm das deutsche, welches ja nicht zurücksteht hinter jenem an Liebe zu dem Reichs— oberhaupt und tiefer Anhänglichkeit an die Person seines Heldenkaisers, begeht heute ein bedeu— tungsvolles Fest, das Fest des fünfundzwanzig— jährigen Regierungsjubiläums des Königs von Preußen.„Fünfundzwar zig Jahre sind uunmehr vergangen, schreibt die„N. A. Ztg.“, seit Kaiser Wilhelm den preußischen Königthron bestiegen, seit er die Leitung der Geschicke der ange— stammten Monarchie in seine Hand genommen und dem ernsten und schweren Beruf gefolgt ist, zu dem ihn die Vorsehung auserkoren. In be— geisterter Dankbarkeit und Verehrung blickt heute, an der Schwelle des neuen Jahres, ganz Deutsch— land zu der ehrwürden Heldengestalt empor, welche wir mit Stolz unseren Kaiser und König nennen, in dem die ganze Nation den festen Hort aller Wohlfahrt des Landes, ganz Europa den Schirm und Schutz des Friedens, die ganze gebildete Welt den Traͤzer und Hüter der Macht und Größe seines engeren und weiteren Vater— landes anerkennt.“ Das deutsche Volk fühlt sich glücklich, diesem Füͤrsten des Ruhmes und des Friedens in unbegrenzter Liebe und Verehrung ergeben zu sein. Wenn jemals in der Welt— geschichte, so„concentriren sich hier alle Lebens— äußerungen eines Volkes in einer einzigen her— vorragenden Persönlichkeit, so daß in ihrem Thun und Sein sich der Charakter und das wirkende Leben der Gesammtheit abspiegelt, und die Volksgeschichte eine biographische Natur an— nimmt. Solche Persönlichkeiten,“ sagt Georg Weber,„die wie sonnenerleuchtete Gipfel über die unübersehbare Mannigfaltigkeit ähnlicher und doch verschiedener Erscheinungen emporragen, bilden die großen Heldengestalten, an welche die Geschichte ihren endlosen Faden anknüpft, in ihrem mühsamen, kampfbewegten Lauf eine kurze Ruhestätte findend.“ Der erste Kaiser des Reiches,— wie ware sonst auch die Wieder geburt Deutschlands zu erklären— er ist eine solche, alles überragende und Alles, was an Tüchtigkeit im deutschen Volke durch die Jahr— hunderte zur Entfaltung gekommen ist, in sich zusammenfassende Heldengestalt. Gott sei mit ihm, sein Volk sei allezeit für ihn! Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 28, enthält: 1. Uebersicht der Umlagen in Höͤchst 11. Ermaͤchtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. III. Namens veränderung. IV. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Der Gerichts assessor Ziegler in Mainz wurde bel dem Amtsgericht Alzey, der Gerichtsassessor Jaͤger in Bad Nauheim bei dem Amtsgericht Lorsch, der Gerichtsassessor Reh in Darmstadt bei dem Amtsgericht Alsfeld, Gerichts assessor Ur. Jourdan in Mainz bei dem Odberlandes- gericht und dem Landesgericht der Prov. Mheinhessen, der Gerichtsassessor Ur. Schmidt in der Kammer für Handelssachen in Worms zugelassen V. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwoltschaft. VI. Dienstnachrichten. Es wurde: Dem Schullehrer Krauß müller zu Oppenrod und Schulamtsasp. Schaͤfer aus Flonheim Lehrerstellen zu Ste tragen; der auf die 1. Lütze prä. Schulamtsasp Gras pro 1885/86. der Worms bei dem Lehrerstelle zu Steinmann aus bestätigt; dem Schullehrer Fehr zu Falken. Gesäß die Lehrerstelle zu Wünschenmoos-Jahmen, dem Schulamtsasp. Delp aus Ober Modau eine Lehrerstelle zu Ruͤsselsheim übertragen; der auf die 1. Lebrerstelle zu Langen Brombach präs Schulamtsasp. Schmidt aus Groß Zimmern be— staͤtigt; dem Schulamtsasp. Herpel aus Eberstadt eine Lehrerstelle zu Kelsterbach, dem Schulamtsasp. Metzler aus Hackenheim eine Lehrerstelle zu Hackenbeim über⸗ tragen; der Hilfslehrer an der Taubstummenanstalt zu Bensheim Platz zum Lehrer, die Gefangenwärterin am Landeszuchthause zu Marienschloß Schwindt zur Ober— aufseherin ernannt; der auf die Lehrerstelle zu Alt- Wiedermus präs. Schullehrer Ackermann zu Langen— bergheim bestätigt; dem Maurer aus Lindenfels das Patent als Geometer 2. Kl. für den Kr. Bensheim er— theilt; dem Schulamtsasp. Boßler aus Heuchelheim eine Lehrerstelle zu Ruppertenrod, der Schulamtsaspirantin Filedrich aus Merlau die Lehrerinnenstelle zu Pfungstadt übertragen. VII. Ertheilung eines Diploms als Konsolidations— Geometer. VIII. Charakterverleihungen. IX. Dienstentlassung. Der Schullebrer Maul zu Bruchendrücken wurde vom Dienste entlassen. X. Ruhestandsversetzungen. Der evang. Pfarrer Dr. Müller zu Petterweil wurde auf Nachsuchen, der Kanzleidiener Bormet in Darmstadt auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, der Diener an der techn. Hochschule Göckel, der Kanzleiwärter Debus, der Schullehrer Stumpf zu Wattenheim auf Nachsuchen, unter Anerkannung seiner Dienste, der Schullehrer Amend zu Harbach auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, der Schullehrer Kunz zu Ostheim auf Nach suchen, der Turnlehrer Schleidt zu Worms, der Schul- lehrer Georgen zu Sörgenloch auf Nachsuchen,, unter Anerkennung seiner Dienste, der Schullehrer Schaaf zu Hörgenau auf Nachsuchen, der Schullehrer Schmuck zu Kostheim auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt. XI. Konkurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die evang. Pfarrstelle zu Wölfersheim. Dem Fürsten zu Solms-Braunfels steht das Präsentattons recht zu. Eine Lehrerstelle zu Geiß-Nidda, Geh. 900 M. Eine Lehrer- stelle zu Heimersheim, Geh. 900 M. Eine Lebrerstelle zu Nieder⸗Ramstadt, Geh. 900 M. Eine Lehrerstelle zu Bubenheim, Geh. 900 M. Eine Lehrerstelle zu Astheim, Geh. 900 M. Die Lehrerstelle zu Billertshausen, Ge— halt 900 M. Die Lehrerstelle zu Weickartshain, Ge— balt 930 M. Die evang. Pfarrstelle zu Klein-Karben. Das Präsentationsrecht steht dem Freih. von Leonhardi zu Darmstadt zu. Vier Lehrerstellen an der Volksschule zu Darmstodt, Anfangsgehalte je 1350 M. Eine Lehrerinnenstelle an der Volksschule zu Darmstadt, An— fangsgehalt 1200 M. XVII. Sterbefälle. Gestorben sind: Der Ministerial⸗ Registrator Bitsch zu Darmstadt; der Forstwart Fröhlich zu Arnshain; der Schullehrer Ploch zu Reibertenrod; der Schullehrer Heilmann zu Beerfelden; der Schullehrer Groh zu Oppenbeim; der Gerichtsschreiber Groß zu Laubach; der Landgerichtsrath Hirsch zu Gießen; der evang. Pfarrer Engelbach zu Butzbach; der Dom kapitular Dr. Hirschel zu Mainz; der Forstmeister Nievergelder zu Mörfelden; der Lehrer Wagner zu Worms; der Schullehrer Heddäus zu Alsheim; der evang. Pfarrer Heddäus zu Albig; der Bezirksstraf⸗ gerichts⸗ Director Stein zu Gießen; der Forstwart Schneider zu Eschersheim; der Obersteuerrath Giller zu Hannover; der Forstwart Steuernagel zu Eifa; der Gym⸗ nasiallehrer Kunkel zu Dieburg; der evang. Pfarrer Daudt zu Kirchbrombach; der General-⸗Staatsprokurator Dr. Schalck zu Mainz; der Kanzleidiener Schickedanz zu Darmstadt; der Notar Walther zu Ober-Ingelheim; die Lehrerin Rödler zu Mainz; der Oberlehrer Sauerwein zu Darmstadt; der Lehrer Zink zu Els heim; der Steuer⸗ kommissär Lich zu Michelstadt; der Obersteuerrevisor Bender zu Darmstadt; der Haushofmeister Fleck zu Darmstadt; der Schullehrer Scholl zu Bubenheim; der evang. Pfarrer Porth zu Zotzenheim. — Postpersonalnachrichten. Ernannt sind: der Ober⸗ Postdirectionsseeretär Kobelt in Darmstadt zum Post— kassirer, die Postsecretäre Ubrich in Grünberg, Nappolt in Lauterbach und Danzinger in Nidda zu Postmeistern. Angestellt ist der Postanwärter Mayer in Gießen als Postassistent. Berlin, 2. Jan. Das Großherzogliche Paar und Prinz Ludwig von Baden sind heute hier eingetroffen und wurden auf dem Bahnhofe vom Prinzen Heinrich und der Prinzessin Victoria empfangen. — 2. Jau. Der Kronprinz mit dem Prinzen Heinrich besuchte gestern den Reichskanzler, ebenso Prinz Leopold. — 3. Jan. Zur Feier des Königsjubiläums war die Stadt aufs reichste beflaggt, die Straßen von einer festlich bewegten Menge belebt. Die Feier wurde durch Choralmusik eingeleitet, welche durch das Trompetercorps des Garde— Ulanenregiments auf der Kuppel der Schloß— kapelle geblasen wurde. Sodaun fand Gottes— dienst für die Garnison in der Garnisonkirche und der Michaelskirche, später große Parole— ausgabe unter gleichzeitiger Lösung von 101 — Das Directorium des Centralverbandes deutscher Industrieller hat beschlossen eine Petition an den Minister Maybach wegen Einführung eiserner Schwellen zu richten und dem Reichs— kanzler eine Petition gegen den Wollzoll zu überreichen. — Nachdem über das Branntweinmonopol— Projekt, das schon seit Jahresfrist von der Ne⸗ gierung erörtert ist, eine Verständigung zwischen dem Reichsschatzamt, dem preußischen Finanz— ministerium und dem Reichskanzler erzielt wor— den, hat sich Minister v. Scholz nach München, Stuttgart und Karlsruhe begeben, wo das Ein⸗ vernehmen hergestellt ist; die Wünsche der Süd— deutschen haben die weiteste Berücksichtigung ge— funden. Dann wurde mit Sachsen verhandelt, wozu v. Scholz in Dresden gewesen. Jetzt wird an der Fertigstellung des Entwurfs gearbeitet, der den Regierungen mitgetheilt und dann als Antrag Preußens im Bundesrath eingebracht werden soll. Die nunmehr abgeschlossenen Verhand— lungen zwischen Deutschland und der Türkei, betreffend die künstigen türkischen Eingangszölle, haben zu einem befriedigenden Ergebnisse geführt. Potsdam, 3. Jan. Nach dem heute aus— gegebenen Bulletin ist die Prinzessin Wilhelm, welche ebenfalls an den Masern erkrankt ist, beute nach einer ziemlich guten Nacht vollständig fieberfrei und sind sämmtliche Masernerschein— ungen in der Rückbildung. Leipzig, 30. Dez. Vor dem Forum des vereinigten zweiten und dritten Strafsenats des kaiserlichen Reichsgerichts hat sich heute der Conditorgehülfe Johann Scupin wegen vorberei— tender Handlungen zum Hochverrath zu verant— worten. Scupin wohnte in Verviers und hatte von dem anarchistischen Centralcomité den Auf— trag, die in London erscheinende Zeitung„Der Rebell“ in Deutschland zu verbreiten. Er wurde mit 2 Jahren und 1 Monat Zuchthaus, 3 Jahren Ehrverlust bestraft und ihm die Kosten des Verfahrens zur Last gelegt. Stuttgart. Der württembergische Landtag ist zum 19. Januar einberufen worden. München, 30. Dez. Wie die„Allgem. Ztg.“ meldet, hat sich der Generaladjutant, General Freih. v. Horn, im Auftrage des Königs nach Berlin begeben, um dem Kaiser Wilhelm ein Gratulationsschreiben des Königs zur Feier des Regierungsjubiläums zu überreichen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 30. Dez. Der„Polit. Corresp.“ zufolge begab sich anläß lich des Regierungsjubiläums des Kaisers Wilhelm der General der Cavallerie, Frhr. v. Koller, mit einem eigenhändigen Glückwunschschreiben des Kaisers von Oesterreich nach Berlin. Dänemark. Kopenhagen. Der König hat seinen Adjutanten, Kapitän Paulsen, nach Berlin entsendet, um dem Kaiser Wilhelm anläßlich seines Regierungsjubiläums ein Glüͤckwunsch— schreiben des Königs zu überreichen. Belgien. Brüssel. Die Generale Van— dersmissen und Boyaert überbrachten im Namen des Königs ein eigenhändiges Glückwunschschreiben an den Kaiser Wilhelm. Frankreich. Paris, 29. Dez. Nach Votirung verschiedener Credite und kleinerer Ge— setzentwürfe wurde die Session in der Depu— tirtenkammer und im Senate geschlossen. Die Neuwahlen in den Departements, deren Wahlen für ungültig erklärt wurden, sind auf den 17. Januar festgesetzt worden. — Die„Agence Havas“ meldet über die Ministerkrisis, Freycinet neige zu dem Entschlusse, den Auftrag zur Cabinetsbildung abzulehnen, nachdem er in seinen Unterredungen mit mehreren politischen Persönlichkeiten die Ueberzeugung ge— wonnen, daß es fast unmöglich sei, eine Verein— barung unter den parlamentarischen Fractionen, dereu Mitwirkung zur Bildung einer ständigen Majorität er als unabweislich erachte, herzustellen; ein endgültiger Eutschluß liege jedoch noch nicht vor. Großbritannien. London, 30. Dez. Salutschüssen statt. e araber ist problematischer Natur. Die Rebellen vollziehen einen Flankenmarsch. Da sich heraus— stellte, daß den Arabern des Sudans auf dem Seewege durch das rothe Meer Waffenlieferungen zugehen, erhielten die dort stationirten englischen Kriegsschiffe den Befehl, die Küste zu blokiren. — Der General-Adjutant, General Lord Wolseley, hat sich anläßlich der Regierungsjubel— feier des Kaisers Wilhelm im Auftrage der Königin nach Berlin begeben. — 3. Jan. Der türkische Botschafter Musurus Pascha, der nach dem gestern abgehaltenen Ca— binetsrathe einen längeren Besuch im Auswär— tigen Amte abstattete, wird sich dem Vernehmen nach an einem der nächsten Tage nach Constan— tinopel begeben. Spanien. Madrid, 31. Dez. Die Eides⸗ leistung der Königin als Regentin fand gestern statt. Die Königin wurde lebhaft begrüßt. — Ueber die Vorgange im Kreise der köͤnigl. Familie, die wir bereits erwähnt haben, macht der hiesige Correspondent der„Kr. Ztg.“ seinem Blatte folgende Mittheilung: Vorgestern in später Stunde hieß es allenthalben, es sei eine bedeu— tende Verschwörung entdeckt worden. Es sei die Absicht gewesen, die Dynastie Don Alsonso's zu entthronen und Don Luis de Braganza, König von Portugal, zum Souverän Spaniens zu pro— clamiren. Hochgestellte Personen sollen den ver— wegenen Plan begünstigt haben. Nicht in Madrid, sondern in Lissabon sei der Mittelpunkt der Ver— schwörung. Die spanische Regierung soll von diesem Umstande schon Kenntniß haben und dem— selben große Bedeutung beilegen. Türkei. Constantinopel. Die„N. Fr. Pr.“ meldet von hier: Die Pforte wurde benachrichtigk, daß die Mächte entschlossen sind, die Personal— Union anzunehmen. Die Pforte protestirt gegen die Zulassung von Bulgarien in die Waffen⸗ stillstands-Commission. Madjid Pascha telegra— phirt, daß die Friedensunterhandlungen nun erustlich beginnen werden. — Ueber die Auffassung der Balkanlage in höheren türkischen Kreisen Constantinopels ver— lautet, daß in erster Linie die Haltung Griechen lands fortgesetzt die größte Besorgniß verursacht. In einem unter dem Vorsitz des Großveziers abgehaltenen Conseil wurde beschlossen, daß die türkischen Truppen an der griechischen Grenze auf der Defensive bleiben sollen und daß 10000 Mann Truppen nach der montenegrinischen Grenze geschickt werden sollen.— Die meisten Mächte haben die jüngste Note der Pforte dahin beant— wortet, daß sofort Anstrengungen gemacht werden würden, den Frieden zwischen Bulgarien und Serbien herzustellen und die rumelische Frage zu lösen. Rußland, Oesterreich und Deutsch⸗ land fügten hinzu, letztere Frage sei eine von Europa und nicht nur von der Pforte allein zu behandelnde.— Die Pforte fürchtet den Ausbruch einer Revolution in Kreta und hat folglich Kriegsschiffe nach der Insel gesandt. Rußland. Petersburg, 29. Dez. Der Generaladjutant Graf Adlerberg ist als Ver— treter des Kaisers von Rußland zu dem Re⸗ gierungsjubiläum des Kaisers Wilhelm nach Berlin abgereist. — Von der russisch-persischen Grenze wird durch das amtliche Blatt„Kaspi“ gemeldet, daß seit dem 26. Nov. alten Stils persische Nomaden— stämme in Stärke von 5000 Mann die russische Grenze überschritten und auf russischem Gebiete Weideplätze einnahmen. Am 1. Dezember fand ein Zusammenstoß zwischen den berittenen No⸗ maden und der russischen Grenzwache statt. In den letzten Jahren hatten die Perser die bezüg— lichen Verträge genau geachtet. Indien. Rangun, 31. Dez. Die eng⸗ lischen Behörden wurden benachrichtigt, daß in Folge Widerstandes einiger Häuptlinge gegen die britische Occupation Ober-Birmas von einer Anzahl kleiner Staaten von Shan eine Verbind— ung geplant wird, um die Engländer anzu— greifen. Die Behörden bereiten deshalb Truppen⸗ sendungen vor, um die Bewegung zu unter— General Stephensons Sieg über die Sudan— drücken. auf bauf Plaz wort. sujn die Saͤn Jah abet wirt Mo Eln als b feler des beste Ges. dare mit recht daß hat. Oed 6 W. vor gehe Erm sehr schu Put ezpl. Sch . N 0 1 1 0 Aus Stadt und Land. r. Frledberg, 4. Januar. Zur Feier des fünf⸗ undzwanzigjährigen Reglerungsjubiläums des Kalsers als Koͤnig von Preußen war gestern Abend die Ostfront der hlesigen Klosterkaserne brillant illuminirt. Vom Viadukt aus geseben gewährte die erleuchtete, breite Fagade einen herrlichen Anblick. st. Friedberg. Im Jahre 1885 haben in unserer Stadt: 35 Trauungen, 116 Geburten(darunter 7 Todtgeborene), 108 Sterbefälle,(davon 27 im Hospital) stattgefunden. F. Friedberg, 2. Jan. Im Anschluß an den Be richt in Nr. 155 des Anzeigers von 1885 über die Auf führung des Gesangvereins Frohsinn zum Besten des Stadtkirchenbauvereins machen wir noch die Mitthetlung, daß die Bruttoelinnahme 323 M. 50 Pf. betrug und die Kosten sich auf 46 M. 55 Pf. berechneten, so daß als Nettoertrag 276 N. 95 Pf. an den Präsidenten des Stadtkirchenbauvereins abgeliefert werden konnten. Hier— det sei anerkennend erwähnt, daß Hofmaler Hieronimus und Hof Instrumentenmacher Glück, sowte das Hötel Trapp, die Gasanstalt und die Expedition des Oberhess. Anzeigers auf Bezahlung der entstandenen Kosten ganz oder theilweise verzichteten. Den bei dieser Gelegenhelt gesprochenen Prolog bringen wir auf vielseitigen Wunsch an anderer Stelle unseres Anzeigers. B. Bad⸗Nauhelm, 31. Dez. Für die Unter⸗ stützungskasse für bedürftige Pfleglinge der Gr. Landes irtenanstalt zu Heppenheim und des Gr. Landes hospitals zu Hof beim haben aus den zum Amtsgerichts bezirk Bad, Naubeim gebörigen Landorten beigesteuert: die Gemeinden Rödgen, Steinfurth, Schwalheim und Ober Mörlen je 5 M., die Gemeinde Wisselsheim 4 M. 60 Pf., die Gemeinde Dorheim 3 M., die Privaten von Wissels heim 5 M. 40 Pf., die Privaten von Nieder Mörlen 3 M. 70 Pf., aus Ober Mörlen 1 M. r. Bad⸗Nauheim, 3. Jan. Heute Nacht wurden die Bewohner der Karlsstraße plötzlich durch ein donner ähnliches Getöse aus tiefem Schlafe geweckt. Bei Tages anbruch zeigte es sich, daß ein Theil der vor elrea 31 Jahren neuerbauten J. Schimpf'schen Scheuer zu sammengestürzt war und zwar mit einer solchen Vehemenz, daß die aus Sandstein bestebende Fensterbank des gegen über stehenden neuerbauten Malson König vollständig zer splittert wurde. Nur dem energischen Eingreifen des Zim mermann Schmidt nebst seinen Leuten ist es zu verdanken, daß der übrige Theil der Scheuer noch gerettet wurde. Der Besitzer obiger Hofraithe ist um so mehr zu be— dauern, als demselben erst im vorigen Jahr eine Scheuer abgebrannt ist. s Ober ⸗Ros bach, 29. Dez. Gestern Abend brannte auf einem freien Platze vor dem Orte ein großer Strol haufen nieder, nachdem erst vor Kurzem auf demselben Platz ein großer Haufen Wellen in Flammen aufgegangen war. Man geht wobl nicht febl, wenn man Brand stiftung in beiden Fällen annimmt. W. Nieder⸗Wöllstadt. Nach den Statuten soll die regelmäßige General- Versammlung des Wetterauer Sängerbundes in einem der dret letzten Monate des Jahres sein. Eingetretener Hindernisse wegen konnte aber die Versammlunz bisher noch nicht stattfinden und wird dieselbe nun an einem der nächsten Sonntage des Monats Januar zu Groß Karben abgehalten werden. Einladung hierzu erfolgt sowohl im Oberhess. Anzeiger, als auch durch besondere Einladungsschretben. h. Rendel. Sonntag den 27. Dezember v. J. feierte der hiesige Gesangverein„Liederkranz“ im Saale des Gastwirths Leonhardt sein 10 jähriges Stiftungsfest, bestehend in Ansprachen, Christbaum Verloosung und Gesangsvorträgen ernsten und komischen Inhalts mit darauffolgendem Tanz. Sämmtliche Vorträge wurden mit Beifall aufgenommen. Der ganze Abend ist in recht gemüthlicher Weise verlaufen und glauben wir, daß derselbe die Zwecke des Vereins wesentlich gefördert bat. Wünschen wir auch ferner dem Verein fröhliches Gedeihen. Butzbach, 31. Dez. Einen Vubenstreich hat der W. B. zu verzeschnen. Am Dienstag Nachmittag, kurz vor dem um 5½ Uhr von bier nach Frankfurt ab- gehenden Personenzug wurde von einem bis jetzt nicht Ermittelten ein Explostonsstoff(wohl nur ein allerdings sehr am unxechten Orte losgelassener verfrühter Neujabhrs schwärmer) zwischen das zahlreich am Bahnhof anwesende Publikum geschleudert. Allem Anschein nach war die ezplodirte Masse Pulver, die glücklicherweise keinen Schaden verursachte. Gießen, 31. Dez. Ueberfahren wurde gestern Nacht belm Ueberschreiten des Bahnhofs von elner leergehenden Maschine eln auf der Post aus hilfsweise beschäftigter hiesiger Einwohner, Namens Keßler. Derselbe war sofort todt, indem ihm der Kopf abgefahren wurde. Der Verunglückte hatte erst um 9 Ubr seinen Dlenst angetreten und war kurz vorher 13 Wochen lang an einem Armbruch arbeitsunfähig gewesen. Er hinterläßt Frau und Kinder. Allerlei. Leipzig, 30. Dez. Ober-Reichsanwalt v. Secken⸗ dorff ist gestorben. Dingolfing, 1 Januar. Der Mörder des Gendarm Hiltner von hier ist erulrt. Derselbe wurde von der Polizei der Stadt Lalbach(Krain, Oesterrelch) wegen Arbeits und Mittellosigkeit aufgegriffen und ist seine baldige Auslieferung zu erwarten. Stuer(Mecklenburg), 31. Dez. Seit Mitternacht wüthet hier ein großer Moorbrand. Auf dem Hovldemoor, dicht an der Eisenbahn Skive-Vinderup, brennen gegen— wärtig zwei Million Torfstücke. Die Lagerschuppen und die Arbeiterhäuser sind zerstört, eine weitere Ausbreitung des Brandes wird befürchtet, da heftiger Südweststurm berrscht. Die Eisenbahnzüge werden wahrscheinlich unter— brochen. Cadix, 2. Jan. Die Cholera ist in Algesiras zum Ausbruch gekommen, am ersten Tage kamen 16 Todes fälle vor. New⸗Nork, 31. Dez. Nach einem Telegramm aus Philadelphia hat am Sonntag ein heftiger Ausbruch des Vulkans Colima in Mexleo an der Küste des Stillen Oceans stattgefunden; die Flammen schossen aus dem Krater hervor und Lava bedeckte die Abhänge des Berges. (Derselbe ist 10,000 Fuß hoch, der westlichste Vulkan Mexlcos.) Handel und Verkehr. Gleßen, 2. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.05- 1.10, Eiter 1 St. 7—8 Pf., stäse per St. 58 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 0.60, Hühner per Stück M. 0.80— 1.00, Hahnen ver Stück M. 0.60— 1.40, Enten per Stück M. 1.30— 1.40, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 Pf., Kuh- und Rind fleisch 54—56 Pf., Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel⸗ fleisch 50—62 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50- 3.90, Zwiebeln per Ctr. M. 4.50, Weißkraut per ück 5—8 Pf. Nr. 179466 23460, je 2000 fl. auf Nr. 114558 140776 176573 269675, je 1000 fl. fielen auf Nr. 74151 98064 185179 205695 213171 234612 257346 307796 313844 328701 362031 und 386185. Braunschwelg, 31. Dez. Gewinnzlehung der 20 Thaler⸗Loose. 60,000 M. fielen auf Serle 5936 Nr. 15, 10,800 M. auf Serie 296 Nr. 1, 6000 M. auf Serie 8816 Nr. 39, je 1800 M. auf Serie 849 Nr. 14, Serte 1735 Nr. 29, je 300 M. auf Serie 49 Nr. 47, Serie 406 Nr. 35, Serie 1418 Nr. 37, Serle 1855 Nr. 50, Serie 2731 Nr. 41, Serie 4184 Nr. 33, Serie 4638 Nr. 20, Serle 5895 Nr. 45, Serie 6043 Nr. 25, Serie 8542 Nr. 32, je 225 M. auf Serie 100 Nr. 42, Serie 134 Nr. 21, Serte 1395 Nr. 19, Serie 2188 Nr. 14 und Serie 7463 Nr. 30. Prolog, gesprochen bet der Abendunterhaltung des„Frohsinn“ zum Besten des Stadtkirchenbau-Vereins. Des Menschen Geist schweift oft in weite Fernen, Der Thaten Frucht gehört erst dunkler Zukunft an; Indeß— geschrieben steht es in den Sternen: „Das Edle bleibt der Nachwelt doch, das Wahre bricht sich Bahn.“ Das Saatkorn treibt! Steck' nur ein Reis zur Erde, Einst werden Enkel in des Baumes kühlem Schatten ruh'n. Die ganze Schöpfung ist ein ew'ges„Werde“, Such', Erdensohn, den Besten deiner Zelt genug zu thun! Zwar Menschenwerk fällt einmal doch in Trümmer, er Brücke Bogen, fest gebaut, sie stürzen endlich ein, es Domes Säulen sich'rer Halt ist Schimmer, Der Zahn der Zeit ist scharf, er nagt an Erz, er schont nicht Stein. 588 0 Doch ehren wir der grauen Vorzeit Walten Und auch uns selbst— denn Lehrerin ist die Ver gangenheit— Wenn wir das Schöne, das sie schuf, er⸗ halten, Wenn pflegen wir das Gute, das sie ausgestreut. D'rum auch begrüß' ich dankend Euer Kommen, Dem würd'gen Gotteshaus, dem Kunst⸗ gebäude gilt es doch; Vereinigt handeln wir zu seinem Frommen, Daß es erhalten bleibe unsern Kindeskindern noch. Die Zierde uns'rer Stadt, sie darf nicht schwinden, Homburg, 2. Januar. Marktpreise. Kartoffeln per[Jabrhunderte bat sie ein gut Geschick beschützt, bewahrt, 3.50—4, per Gescheid 8—9 Pf., Eiter per In neuer Pracht wird man sie wiederfinden, Stück Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.20, Wenn stets, wie heut', der Sinn für Kunst mit milder 2. Qual. M. 1.10 Hand sich paart. G. W. Verloosungen. Repertoir⸗Entwurf Nassauisches Apt. Staats Anleben von] der vereinigten Stadt- Theater in Frankfurt. 1862. Ziehung vom 4. Dezember 1885. Heimzahl⸗ 423 OQOperr baus. 2 ung am J. April 1886. Lit. N. Nr. 111 132 221 308] Dienstog den 5. 3½ Uhr: Prinzessin Goldhaar. Außer 455 732 766 805 886 1551 662 934 944 979 2210 Abonn. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Der 284 401 585 892 929 3046 469 479 658 668 894 Troubadour. Manrico: Herr Perotti a. G. 1073 119 123 128 858 860 868 999 5543 565 798] Mittwoch den 6. 3½ Uhr: Prinzessin Goldhaar. Außer 808 857 à 100 fl. Lit. O. Nr. 141 639 685 695 848 Abonn. Ermäßigte Preise. 909 946 1055 273 358 378 517 799 à 200 fl. Lit. P.] Donnerstag den 7.: Neu einstudirt: Der Rattenfänger Nr. 65 206 236 425 513 513 734 833 903 1387 407 von Hameln. Anfang 6½½ Uhr. 619 853 2260 273 283 293 709 959 997 3014 024 Freitag den 8.: Geschlossen. 302 546 4440 775 809 929 5024 034 041 467 876[ Samstag den 9. 3½ Uhr: Prinzessin Goldbaar. Außer 6007 034 461 639 796 882 7109 136 146 177 187 Abonn. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Lakms. 228 237 240 250 260 310 451 461 650 à 500 fl.[Sonntag den 10 3½ Uhr: Prinzessin Goldhaar. Außer Lit. Q. Nr. 387 397 407 1053 160 161 295 483 666 Abonn. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Die 676 686 693 778 788* 1000 fl. Heimzahlung am Jüdin. Eleazar: Herr Perotti als Gast. 1. Oktober 1886. Lit. N. Nr 57 67 77 230 1459 954 Schauspielbaus. 964 980 988 2000 033 215 294 493 939 3004 039 J Dienstag den 5. 7 Uhr: Fedora. 071 102 127 157 163 190 290 810 845 4230 236 240 Mittwoch den 6.: Anfang 1½7 Uhr. 250 366 643 667 863 889 5533 561 752 766 776 786 [Donnerstag den 7.: Ein Tropfen Gift. Anf. ½7 Ubr. Bekanntmachung. Die Firma„J. A. Naubeim Nachfolger“ zu Frled— berg ist im Firmenregister des unterzelchneten Gerichts gelöscht worden. Der seitherige Inhaber jener Fma Joseph Fürth betreibt die fortbestehende Firma„J. Fürth's Erben“ unverändert welter. 0 Friedberg am 28. Dezember 1885. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. 54 Weber. Ankauf eines Faselochsen. Die Gemeinde Assenheim beabsichtigt elnen 1½ bis 1½ Jährigen Faselochsen anzukaufen. Besiher solcher Thlere werden ersucht, ihre Offerten bel der unterzeichneten Stelle bald einreichen zu wollen. Assenhelm den 4. Januar 1886. Großherzogliche Bürgermelsterel Assenheim. e st. 935& 100 fl. Lit. O. Nr. 3 189 694 844 982 1063 Freitag den 8.: Hamlet. Anfang ½7 Uhr. 269 604 670 691 701 893 903 958 à 200 fl. Lit. P.[Samstag den 9.: Denise. Anfang 7 Ubr. Nr. 226 336 623 783 793 808 1026 149 159 169 512 Sonntag den 10.: Zum ersten Male: Schulröschen. Lustspiel 517 863 922 952 2015 047 057 201 438 713 828 in 5 Aufzügen von R. v. Gottschall. Anfang 7 Uhr. 3055 4298 5200 457 491 567 708 712 722 6301 310 3 50 i 8 798 851 957 7096 173 203 204 270 280 309 338 387] Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. 408 434 653 663 798 949 959 à 500 fl. Lit 2. Donnerstag den 7. Januar 1886: Nr. 378 742 912 1372 385 442 559 643 653 724 7 Neumond Schebath. 896 912 2004 011 à 1000 fl. Beginn: Karlsruhe, 30. Dez. Gewinnztehung der Mittwoch Nachmittags 3 Uhr 45 Min. Badischen 35 fl.⸗Loose. 40,000 fl. fielen auf Donnerstag Morgens 7 Uhr. Nr. 373625, 15,000 fl. auf Nr. 68183, je 4090 fl. auf Donnerstag Nachmittags 3 Ubr 45 Win. 5 Arbeits-Verste 9 Bekanntmachung. Arbeits- Versteigerung. Johann Jakob Moll von Betenheim ist wegen Ver— schwendung unter Curatel gestellt worden und können gültige Geschaͤfte mit demselben nicht mehr abgeschlossen werden. Frledberg am 31. Dezember 1885. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. 55 Weber. 2—— 77 1* Einen Schäfer sucht die Gemeinde Dorn Assenheim gegen guten Lohn und freie Wohnung. Bewerber wollen sich alsbald an unterzeichnete Stelle wenden. Dorn-⸗Assen heim den 2. Januar 1886. Großherzogliche Bürgermelsterei Dorn-Ussenheim. 59 Nack. Nachstehend veranschlagte Arbeiten und Lieferungen Herstellung von Pflaster an der Ortsstraße zu Leidhecken sollen Freitag den 15. Januar d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, auf dem Ratbhause dahier öffentlich versteigert werden: Pflasterarbeit, veranschlagt zu zur 175 Mark, Anfahren von Steinen 2 Aufsetzen der Steine 1 Anfahren von Sand 8 Voranschlag und Bedingungen koͤnnen auf Großber⸗ zoglicher Bürgermetsteret ueingeseben werden. Leld becken den 1. Jannar 1886. Großberzogliche Buͤrgermelsterel Leidhecken. 58 Selzam. Den so lieb gewordenen Hollaͤndischen Melange-Tabak empfehle ich in 1 Pfund Pack d M. 1.20. villigst bet R. Frledrich. 92 Hemden, für Herren, Damen und Kinder, 67 Alleinige Niederlage bet J. A. Windecker. Den Restbestand unsrer Winter Waaren verkaufen wir, um vollständig zu räumen, zu 13 des reellen. J. Fürth's Erben. Vorschuß- und 12 Verein e. G. Friedberg. Die Zinsen auf Spar-Einlagen werden vom 11. Januar 1886 an, 74 9 8** N N. 10 100 K 5 N 5 Gefunden töschen und 1 Belische, blubolen bel n 1 0 Friedberg. 57 teinhäußer. / Jahr i Bastard⸗ Zucht⸗ Eber, steht zu verkaufen bel Mel bach. W. Betz, e — 10 B. Becker in Seesen a. H. versendet als Speztalttät e. s. Jahren als angenehm u. Id. mild bewährt. holl. Rauchtabak 10 Pfd. freo. M. 77 8 M. Garantle: Zurücknahme.(Nag. a. 1262.) Tilz- und Heidenhüte, Liltrir- 1 und Filz-Sohlen billigst bei ßvritz Schmidt, ne, 22 in„ am Main, Bethmannstr. 12, am Kaiserplatz, neu 1 pracht v. Neubau, elvile Preise.(4658.) 60 J. Illauer. N 2 Ungar- Weine, selbstgekeltert, garantirt rein, Erlauer M. 1. per Flasche mit Glas, Carlowitzer„ 1.35„ Ungar. Burgunder, beson ders für Magenleidende zu empfehlen, M. 1.35, Ruster Aus bruch(Frühst.- u. Gesundheitswein) à M. 1.65, Medieinal-Tokayer ¼ Original-Flasche a 1 1 0 Pf. a 77 72 Ungarische Weingroßhandlung von Vormittags von 9 bis 12 Uhr, ausbezahlt oder gutgeschrieben, die auf g. 4 60/12. J. Leuchtmanm, Anlehen(Schuldscheine) werden nur ausbezahlt. 879 Wlen Nußdorf und Frankfurt a. M. Dee 3 g— Niederlage in Friedberg bei Ph. Dan. Küm mich. Geschäfts- Eröffnung. Ich theile hierdurch mit, daß ich das von den Herren Schünberg& Strauß 575 betriebene — Kohlengeschäft vom 1. Januar 1886 an übernehme. Es wird mein Bestreben sein, durch nur gute Waare die Zufriedenheit meiner Abnehmer in jeder Beziehung zu erlangen und bitte um geneigten Zuspruch. Nieder⸗Wöllstadt. Hochachtungsvoll 26 Lud Wig Bernbhardt. Holzversteigerung. Ein Logis von 4—5 Zimmern ist zu vermiethen und kann am Donnerstag 19 2 7. und Freitag den 8. d. M. kommt in dem Hoch⸗Weiseler Gemeindewald, Distrikt Bomroder- 1. Jebruar 1886 bezogen werden. schloß, Langscheid u. Großer Hausberg, zur Versteigerung: 75 163 Eichen⸗Stämme, 33 Festmeter, 15 Eschen⸗ 1 2 7 165 Fichten⸗„ 50 3 40 Eschen⸗Derbstangen 2. 1500 Fichten⸗ 5 46 800„ Reisstangen 5 ö 85 Raummeter Eichen Knüppel, 1 24 2 Nadel⸗Knüppel, 1 6400 Eichen⸗Wellen, 5 Chr. Ulrich II. Zum halben bisherigen Preis empfehle 140 Centimeter breite Tüll- und Zwirn- Gardinen, per Elle à 30 Pf. 90 G. 5 3820 Nadel⸗Wellen, 400 Erlen⸗Wellen, 46 Raummeter Nadel⸗Stöcke. Bemerkt wird, daß bei dem Stammholz verschiedene schöne Stämme über 1 Festmeter haltend sind. Das Stamm- und Stangzenholz kommt am ersten Tag zur Versteigerung, der Rest am zweiten Tag und dann das Brennholz. Der Anfang ist Vormittags 9½ Uhr am ersten Tag an der Issel beim Häuschen, am zweiten Tag am Ein⸗ f i 8 ö Albeiterschube& Fliefel gang des Waldes an den 3 Hohlen. empfehlen Hoch⸗Weisel am 2. Januar 1886. e 8 Hoch-Weisel. 2 0 Spier& Kupfer, gegenüber dem Rathhause. 65⁵ Wörner. Eile mit Weile sagt das Sprichwort; Eile ahne Weile Holzversteigerung. Montag den 11. d. Mts., Vormittags 10 Uhr an⸗ fangend, sollen in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Steinfurtswiese, 77 Stück Kiefern-, Birken- und Erlen⸗ Stämme von 19—41 Centimeter Durchmesser und 5 bis 14 Meter Länge meistbletend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist beim Holz. Gettenau den 4. Januar 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Gettenau. 62 Ein tüchtiges Dienstmädchen sucht auf Petritag f Frau Bergrentmeister Hüffell, 76 Grube Weckes heim. Haarbalsam für das Wachsthum der Haare und gegen das e derselben in Flac. à 60 Pf. und M. 1.2 Eau de 1 à 70 Pf. und M. 1.40. Haarfärbemittel 15 blauen Flaschen für 1 Jahr 8 2 M. 1 bei J. A. Windecker, Friedberg. Flechtrohr, das Pfund von 55 Pf. an, bei 80 Carl Damm. Usagasse. Verloren. Auf dem Wege von Nieder- Wöllstadt nach Vilbel wurde ein Wagentuch verloren. Der redliche Finder wird i dasselbe bei Wirth Bausch gegen eine gute Belohuung abzugeben. 53 Verloren wurde ein rothseidenes Tuch zwischen Friedberg und Ober⸗Rosbach. Dem Finder eine Belohnung bei Abgabe in der Exped. d. Anz. 52 Ein braves Dienstmädchen wird auf Petritag zu miethen gesucht. 21 Fr. Gunderloch. Ein möblirtes Zimmer 7 vermiethen bei Wu. e Brauerei Windecker. ein tüchtiger Fahrkuecht wird d gesucht. Ein lüchliges Mädchen, in der Küche und Hausarbeit erfahren, wird auf Petritag gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. Der obere Stock im Sieck schen Hause ist anderweitig 16 vermiethen. 5 aber heißt es für Denjenigen, der sich noch in! 75 den Besitz von Nürnberger Loosen à 1 J. setzen will, da deren 59 05 unabänderlich 6⁴ Mut h. Verkauf eines fetten Fasel⸗Ochsen. N 17 7 Kleeheuverkauf. 9 Einige 100 Centner gutes Kleeheu sind zu wertung 5 8 wem? sagt dle Exped. d. Anz. Das von Herrn Kegler seither bewohnte Logis 1 BDonnerstag, 2 Januar März anderweitig zu vermlethen. Nächsten Dienstag den 5. Januar, Nachmittags 1 Uhr,. stattfindet, Loose bei dem Hauptdebit— dem 35 S. Neuhof, Kaiserstraße. wind ein der biesgen Gemeinde gehörüger, zum Schlachten Bankhaus Ludw. Müller& Co. in Nürnberg„ geeigneter Faselochs auf dem Rathhaus dahier öffentlich E meistbietend versteigert. Burg⸗ Gräfenrode den 29. Dezember 1885. Großherzogliche Bürgermeistexret Burg Gräfenrode. Moscherosch. ausverkauft— und hier nur noch, so lange Vorrath, bei Ph. Dan. Kümmich zu haben 10 sowie anderen bekannten Verkaufsstellen. 5 sind, 1 Verantw. Red.: Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet it zu vermiethen. Näheres bei der Exp. d. Anz. 72 Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Binder nage L N 2 A 1 Betreffen Contro und zu De 1 liste we! Betreffen 2 die deutsch zu beginn, un 15. f Stammroll Musterung Entscheidun der in 85 B Stammrol zur 3 181 en! Br. sprechendet Namen 8 Un Stammrol Betressen tokolliren hältnssen Velrisse 1886 uch Di statt aufg ung des bei de bringing 5 N U 9 mur dann essen sei