Nai a K aun, 81 IsSsson. 8. deter 2 5 8 1 — — tüte; Preslat. De bert * 1 —— 1886. Dienstag den 2. März. N 20. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch B 67 6 583 17 5 Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Diensta und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. f f 1 4 Donnerstag und Samstag. 1 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 1 Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Zetreffend: Ausführung des Krankenversicherungsgesetzes, hier die Bildung einer gemeinschaftlichen Orts 1 0 4 28 0 4 8 0 1* 38 5 18 krankenkasse für die zum früheren Landgerichtsbezirke Butzbach gehörigen Gemeinden. Friedberg am 26. Februar 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen, Hoch— Pohl-Göns, Rockenberg, Trais-Münzenberg. Es besteht die Absicht für sammtliche rubricirten Orte, nach dem Vorbild der bereits bestehenden Bezirkskrankenkassen unseres Kreises ine gemeinschaftliche Ortskrankenkasse mit dem Sitz in Butzbach zu bilden, welche den Namen zu führen hätte:„Bezirkskrankenkasse für Butzbach and Umgegend.“— Indem wir Sie darauf hinweisen, daß die in Ihren Gemeinden bestehende Gemeindekrankenversicherung dem Willen und er Intention des Krankenversicherungsgesetzes nach nur ausnahmsweise beabsichtigt ist und nur da eintreten soll, wo eine andere zweckmäßigere nd vortheilhaftere Einrichtung den Verhältnissen nach nicht gut möglich ist, bemerken wir gleichzeitig, daß die bei uns bestehenden gemeinschaft— chen Ortskrankenkassen sich in jeder Hinsicht als zweckentsprechend und leistungsfaͤhig bewährt haben und allgemein als die einzig richtige und ormale Art der Kraukenversicherung angesehen werden.— Wir empfehlen Ihnen daher nach vorheriger Belehrung und geeignetem Hinweis uf die Vortheile des beabsichtigten Instituts, die insbesondere darin bestehen, daß in der aller Voraussicht nach starken Zahl der zum Beitritt erpflichteten Mitglieder eine Garantie für die Leistungsfaͤhigkeit der Kasse und damit eine Entlastung der Gemeinde zu erblicken ist,— den Hemeinderath darüber zu vernehmen, ob er der Errichtung einer gemeinschaftlichen Kasse zustimmt, und laden Sie ein, das erwachsene Protokoll zit Ihrem gutachtlichen Bericht binnen 4 Wochen vorzulegen. Dr. Braden. 3 1 4 f 8 5 a 4 2.— 55 [Weisel, Kirch-Göns, Langenhain, Maibach, Münster, Münzenberg, Nieder-Weisel, Oppershofen, Ostheim, 1 7 7 — detreffend: Die Errichtung von Hospitälern im Kreise Friedberg, bier in der Gemeinde Vilbel. Friedberg am 27. Februar 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg in die Großberzoglichen Bürgermeistereien Büdesheim, Burg⸗Graͤfenrede, Dortelweil, Groß-Karben, Harheim, Heldenbergen, Holzhausen, Kaichen, lein-Karben, Kloppenheim, Massenheim, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Ober-Erlenbach, Ober-Eschbach, Okarben, Petterweil, Rendel, Rodheim und Vilbel. Wir bringen andurch zu Ihrer Kenntniß, daß das Hospitalgebäude in der Gemeinde Vilbel nunmehr fertig gestellt ist und vom 1. k. Mts. 6 Kranke in demselben untergebracht werden können. Zugleich bemerken wir, daß Zufolge Vereinbarung die Gemeinde Vilbel die Verpflichtung dernommen hat, auf Antrag der Großherzoglichen Bürgermeistereien saͤmmtliche Kranke aus Ihren Gemeinden, für deren Verpflegung der betreffende Ortsarmenverbaud definitiv oder auch nur vorläufig aufzukommen hat, jeder Zeit aufzunehmen, insoweit verfügbarer Raum vorhanden ü. Die Gemeinde hat für den Pflegetag des Erkrankten, daferne nicht in Ausnahmsfällen ein besonderes Wärterpersonal erforderlich wird, n Betrag von M. 1,40 zu entrichten, wogegen das Hospital die vollständige Behandlung, Verpflegung und Verköstigung, sowie Verabfolgung en Medicamenten nach Anordnung des behandelnden Arztes und weiter die Verabfolgung der erforderlichen Bettwäsche übernimmt.— Wir zapfehlen Ihnen daher, fortan saͤmmtliche Kranke, für deren Verpflegung der Ortsarmenverband Ihrer Gemeinden definitiv oder auch nur vor— d haltlich des Rückersatzes von dem verpflichteten Ortsarmenverbande bezw. Landarmenverbande aufzukommen hat, dem Hospitale zu Vilbel zuweisen. Zugleich wollen wir, einem diesbezüglichen Ersuchen der Hospital⸗Commission zu Vilbel entsprechend, Ihre Aufmerksamkeit darauf luken, daß diesem neugegründeten Hospitale, für dessen Bau und innere Einrichtung die Gemeinde Vilbel unter Beihülfe des Kreises verhält— ußmäßig recht bedeutende Opfer gebracht hat, dermalen noch keinerlei Fonds zur Bestreitung der nöthigen Ausgaben zur Verfügung steht. Die Aldung eines entsprechenden Betriebsfonds erscheint indessen nothwendig, damit das Hospital von vornherein den ihm obliegenden Verpflicht— ngen in ausreichender Weise nachzukommen vermag.— Wir empfehlen Ihnen daher, in Ihren Gemeinden, welchen diese wohlthätige Anstalt dich wesentlich zu Gute kommt, die Einsammlung von freiwilligen Gaben zur Bildung eines Betriebsfonds zu veranlassen. Auch werden wir wendungen, welche der Gemeinderath für besagten Zweck zu Lasten der Gemeindekasse etwa beschließen wollte, gerne unsere Genehmigung ertheilen. Dr. Braden. 7 betreffend: Definitorialprüfung der Schulamts-Aspiranten und Asplrantinnen im Frühjahr 1886. Friedberg am 26. Februar 1886. 1 Die Großherzogliche Kreisschulcommisston Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. 1 Sie wollen die Schulverwalter und Gehülfen, bezw. Schulverwalterinnen an Ihren Schulen, welche sich, nach einer zweijährigen Ver— bindung im öffentlichen Schuldienste, dieser Prüfung unterziehen können, auf die in der Darmstädter Zeitung Nr. 57 J. Blatt von diesem ehre erlassene Bekanntmachung der obersten Schulbehörde vom 12. d. Mts. anfmerksam machen. Darnach findet die betreffende Prüfung Dontag den 24. Mai l. J. statt und es sind die Gesuche um Zulassung zu derselben mit den vorgeschriebenen Anlagen bis spätestens zum . April zur Weiterbesörderung bei uns einzureichen. Dr. Braden. Bekanntmachung. Nachstehender Erlaß wird hiermit zur Keuntniß der Interessenten gebracht. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 0 Friedberg den 24. Februar 1886. J. V.: Dr. Wallau. Jtreffend: Die Befreiung von der Steuerpflicht der Viehversicherungsanstalten bel Nothschlachtungen. Darmstadt am 19. Februar 1886. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter. ö Im Anschluß an unsere Verfügung vom 17. November 1883 zu Nr. M. J. 26,088, Gesuch der Versicherungsanstalten verschiedener Umeinden des Kreises Offenbach um Befreiung von der Concessionspflicht nach§. 16 der Gewerbeordnung für Schlachtereien in Nothfaͤllen, er auch deren Steuerpflicht betreffend, theilen wir Ihnen nachträglich zur Kenntnißnahme und zur Bedeutung der Interessenten mit, daß nach zer in Uebereinstimmung mit uns ergangenen Verfügung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen vom 3. Juli 1884 bei Nothschlachtungen ot allein ven der Erfüllung der Verpflichtung zur Einholung polizeilicher Concession auf Grund des F. 16 der Gewerbeordnung, sondern lich bis auf Weiteres von einer gewerblichen Besteuerung der Viehversicherungsanstalten in Ansehung des Nothschlachtens abgesehen werden soll. N Finger. Schaum. (üreffend: Die Unterhaltung der Krelsstraßen, hier die Besetzung zweler Kreisstraßenwärterstellen. Die Stellen zweier Kreisstraßenwärter für die Kreisstraßen III, Straßenstrecke: Bruchenbrucken—Ilbenstadt Burg Graͤfeurode und I, raßenstrecke: Belenheim— Weckesheim— Dorn-Assenheim— Reichelsheim—Heuchelheim sind mit dem 1. April l. J. neu zu besetzen. Bewerber u diese Stellen wollen sich bis zum 6. März d. J. bei Bezirksbauaufseher Zörb II. zu Friedberg anmelden und ihr Gesuch mit Leumunds ugniß dort abgeben. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ö Friedberg den 26. Februar 1886. Dr. Braden. r Wegen Bettels bestraft: Georg Christian Bausch von Steina Ausgewiesen aus dem Großherzogthum bei Sonnenberg, Herzogthum Sachsen-Meiningen. Herr Landwirthschaftslehrer Hannemann will diese „Hessischen Hofe“ hier halten. Die Landwirthe geladen. Butzbach den 27. Februar 1886. 9. N auf Grund des F. 3 Bekanntmachung. von Butzbach und der Umgegend werden Beginn des Vortrags um 2½ Uhr Mittags. ch bei Sonnenberg, Herzonthum Sachsen⸗Meiniugen. Absatz 2 des Frelzügigkeitsgesetzes: Georg Christlan Woche und zwar Samstag 6. daher zu recht zahlreichem Besuche el N e J e *** Bausch aus Stein 0 Vortrag über Obstbaumzucht im März einen freundlichst ein Hechler. Deutsches Reich. Berlin. Dem Bundesrath ging der Handels- und Schifffahrtsvertrag Deutschlands mit San— sibar nebst Denkschrift zu; im Wesentlichen ein Meistbegünstigungsvertrag, sind darin doch noch besondere Vereinbarungen, die sich auf den Ver⸗ kehr in Ostafrika beziehen, enthalten.— Gene— ralconsul Travers, welcher Dr. Rohlfs in San— sibar abgelost hatte, ist jetzt in Sidney einge— troffen, wo er die Geschaͤfte des Generalcon— sulats übernommen hat. — Prinz Heinrich von Battenberg, der Schwiegersohn der Koͤnigin Victoria von Eng— land, wird demnächst in die koͤnigliche berittene Leibgarde dahier eintreten. Febr. Reichstag. Fortsetzung der Berathung des Viehseuchengesetzes. Der Reichs— tag lehnte schließlich alle Abänderungsanträge und die Regierungsvorlage ab und nahm eine Resolution au, den Reichskanzler zu Vorkehr— ungen zur Verbinderung des Schmuggels und zu Vorsichtsmaßregeln bei der Vieheinfuhr vom Auslande, sowie zur Anordnung von periodischer Desinfictrung der Gasthofs-Viehställe und der Viehstaͤlle der Händler und Eisenbahn-Wagen auffordernd. Das Lissaboner Zusatzabkommen zum Weltpostvertrag wird in dritter Lesung ge— nehmigt. Der Gesetzentwurf über die Bürg— schaft des Reiches für die Zinsen der egyptischen Anleihe wurde in dritter Lesung genehmigt. Zu dem Antrag Reichensperger, betreffend die Wiedereinführung der Berufung, erklären der bayer. und der württemb Bundesrathsbevoll— mächtigte Kastner und Schmidt, der Bundes rath habe die Wiedereinführung der Berufung bereits früher abgelehnt; ihre Regierungen nähmen heute dazu noch die nämliche Stellung ein, Bundescommissär Leuthe spricht sich gleichfalls gegen den Antrag Reichensperger aus. Die Weiterberathung findet morgen statt.— 27. Febr. Der Reichstag setzte heute die Berathung des Antrages Reichensperger auf Wiedereinführung der Berufung fort und vertagte nach unerheb— licher Debatte die Weiterberathung abermals. — 27. Febr. Herrenhaus. Der Reichs— kanzler ist durch seinen Gesundheitszustand ver— hindert, der Sitzung beizuwohnen. Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Antrags Dernburg. Referent und Graf Stolberg empfeh— len die Annahme desselben als patriotische Pflicht. Die Ausweisungen seien eine durchaus gerecht— fertißte Maßregel, eine gründliche Reform des Schulwesens in den polnischen Provinzen sei nothwendig. Prof. Dr. Dernburg tritt wieder— holt für seinen Antrag ein. Fürst Ferdinand Radziwill begründet seinen Antraz auf Ueber— gang zur Tagesordnung. v. Bethmann-Hollweg ist für den Antrag Dernburg; er verlangt ener— gische Durchführung des Programms der Regier— ung. Kammerherr v. Zoltowski spricht für den Antrag Radziwill: Die Maßrezeln der Regier— ung seien eine Vergewaltigung der polnischen Bevölkerung. Kleist-Retzow tritt für den Antrag Dernburg ein, der mit dem Culturkampf nicht zusammenhaͤnge. Bischof Kopp betont, die Sicher— ung des gesammten Vaterlandes sei Pflicht jedes Unterthanen, insbesondere der Geistlichen; eine Rückkehr zum Culturkampf fürchte er nicht, hege vielmehr das Vertrauen, die Regierung werde den Schutz des Vaterlandes mit dem Schutz der Confessionen in Einklang zu bringen wissen. — 26. Febr. Die im Abgeordnetenhaus fortgesetzte Berathung der Impfvorlage verweist dieselbe schließlich nach unerheblicher Debatte an die gestern beschlossene Commission. Der Gesetz— entwurf, betreffend die Fortbildungsschulen in — 26 licher Debatte derselben Commission überwiesen. — 27. Febr. Erste Berathung der Secundär— bahnvorlage. 11 Redner sind für, 17 Redner gegen die Vorlage angemeldet. Im Laufe der Debatte erklaͤrte Minister Maybach, die Re— gierung erkenne an, daß noch lange nicht alle gerechtfertigten Wünsche erfüllt seien, obwohl eln schließlich der gegenwaͤrtigen Vorlage 4600 Kilo— meter Eisenbahnen für 600 Million Mark neu hergestellt sind. Die Regierung prüfe alle von den Rednern vorgebrachten Wünsche betreffs der Eisenbahnen gewissenhaft, um letztere nach Moglichkeit zur Ausführung vorzuschlagen. Das Abgeordnetenhaus überwies die Secundärbahn— vorlage schließlich an die Budget-Commission. Ausland. Frankreich. Paris, 25. Febr. In der Deputirtenkammer gab bei Eröffnung der Sitz— ung ein Individuum zwei Revolverschüsse von der Tribüne in die Luft und warf einen Brief in den Saal. In die Quästur geführt, erklärte derselbe an Clemenceau geschrieben zu haben, welcher wisse, was die Sache bedeute. Der Revolver war, obgleich in die Luft abgeschossen, geladen. Die Kugel wurde auf dem Boden des Saales im Halbrund aufgefunden. Das Indi— viduum heißt Pionnier, ist 35 Jahre alt und erklärte, daß er die Aufmerksamkeit der Regier— ung auf seinen Prozeß lenken wollte, welcher neue Einzelnheiten über die Capitulation von Metz und die Anwesenheit deutscher Spione in der Armee enthälle. — 27. Febr. In Decazeville ist ein neuer Streik ausgebrochen, welcher fast den ganzen Ort umfaßt. Die Streikenden verlangen die Entlassung des Ingenieurs Blazy und die Er— höhung der Löhne, und drohen im Weigerungs— falle, die Feuer auszulöschen. Truppen wurden abgesandt, um dies zu verhindern. Großbritannien. London, 26. Febr. Im Unterhause brachte Minister Trevelyan die schottische Kleinbauernbill ein. Dieselbe schlägt eine feste Pacht, Feststellung eines billigen Pacht⸗ zinses, Entschaͤdigung für vorgenommene Ver— besserungen und Erweiterung der Pachtgüter mittelst obligatorischer Verpachtung vor. Die Bill wurde in erster Lesung genehmigt. Birmingham, 26. Febr. In Smethwick, unweit Birmingham, stellten heute Morgen etwa 3000 in der Schraubenfabrik von Nettlefold be— schaͤftigte Arbeiter in Folge der Reduction ihres Lohnes um 10 Prozent die Arbeit ein. Die Streikenden richteten Steinwürfe gegen den Leiter der Fabrik und zertrümmerten sodann die Fenster der eigenen, sowie mehrerer anderen Schraubenfabriken. Schließlich setzten sich die inzwischen auf etwa 4000 Personen angewachsenen Streikenden in der Richtung auf Birmingham in Bewegung. Die hiesigen Polizeikraͤfte waren genug verstärkt worden, um den Ausschreitungen eutgegenzutreten. Spanien. Madrid. Das Decret, betr. Auflösung der Cortes, wird in der„Gazeta offi— zial“ am 8. Marz verkündigt werden; die Wahlen werden am 4. und 18. April stattfinden und die neuen Kammern werden am 10. Mai zu— sammentreten. Serbien. Belgrad, 26. Febr. Garaschanin erklärte dem türkischen Gesandten, Serbien könne den von der Pforte vorgeschlagenen Friedens— artikel nicht annehmen, weil von serbischer Seite bereits ein Vorschlag gemacht sei, welcher den Wünschen der Mächte nach baldigem Abschluß des Friedens entspreche, und weil man glaube aus Rücksicht auf die Machte, welchen der serb— Westpreußen und Posen wurde nach unerheb— ische Vorschlag mitgetheilt sei, keine Aenderung annehmen zu sollen, bevor die Mächte sich darüber ausgesprochen hatten.— Die Anschaffung eines neuen Trainparks für die serbischen Truppen wurde sistirt. 5 Febr. Es Rumänien. Bukarest, 25. heißt, daß in der heutigen offiziellen Sitzung der Friedensconferenz Madjid Pascha und Ge. schoff, gemäß von Konstantinopel resp. Sofia erhaltener Instructionen, eine Vertragsconvention für den Friedensschluß vorschbugen, welche einen einzigen Artikel euthält. dem serbischerseits vergeschlagenen Artikel nur wenig ab. Mifjatovie berichtete sofort an die serbische Regierung. In unterichteten Kreisen gilt der Abschluß des Friedens als nahe be⸗ vorstehend. Rußland. Petersburg, 26. Febr. Der Secretär des äußeren Amts Baggovout ist gestern nach Rom in einer Specialmission beim Papste abgereist. 1 Amerika. Washington, 26. Febr. Im Senat brachte Edmunds eine Bill ein, welche verlangt, daß das zur Ausfuhr bestimmte Fleisch untersucht und die Einfuhr verfälschter Lebens- mittel und Getränke verboten und der Präsident ermächtigt werde, sofern er überzeugt sei, daß andere Staaten amerikanischen Erzeugnissen eine ausnahmsweise unbillige Behandlung zu Theil werden lassen, die Einfuhr aus diesen Landern zu suspendiren. Aus Stadt und Land. 1 l. Bad⸗Nauhelm, 28. Febr. Gestern starb in Franfurt a. M. an einem typhösen Fleber der ältere der Gebrüder Schott, die jeden Sommer als Badeärzte hier thätig sind. Sein Hingang ist ein schwerer Verlust für unser Bad. f. Bad Nauhelm Gestern schloß Ingenieur Gruner von Basel, ein bekannter Wasserwerkstechniker, mit der blesigen Stadt wegen der Anlage und des Betriebs einer Quellwasserleitung einen Vertrag ab, der für die Stadt sehr günstige Bedingungen enthält. 55 Mainz, 27. Febr. Der„M. A.“ schrelbt: Die Hinrichtung des Moͤrders Herbst scheint nun bestimmt in aller Kürze erfolgen zu sollen, da vorgestern bereits die nöthigen Vorkehrungen getroffen wurden. Die Maschine mit dem Fallbeil wurde nämlich durch Zimmermeister 1 Gerster vollständig in Ordnung gebracht, theilweise auf- und dann wieder abgeschlagen, und das Fallbeil zum Schleifen gegeben. Ebenso wurde der Lauf des Fallbeils probirt und der Platz im Gerichtshof, direet vor dem Eingang in das Gefängniß, zum Aufschlagen der Gulllo⸗ tine bereit gemacht. Heute Morgen wurde dem zum Tode verurtheilten Doppelmorder Herbst von einem Ge— richtsvollzteher das abwelsende Revisions-Urthell des Reichsgerichts in Leipzig zugestellt. Den Empfang des Urtheils mußte Herbst unkerschreiben und that er dles mit der von ihm stets zur Schau getragenen Gleich!“ giltigkeit.— Heute Nacht wurde in dem Gold: und Silberwaarengeschäft des Herrn P. auf der Ludwigs straße ein frecher Einbruch verübt. Die Spitzbuben hoben den Rollladen des Schaufenstees in die Hohe, drückten daselbst die Scheiben ein und stahlen so vel Schmuckgegenstände, als sie mit den Händen von der Straße aus erwischen konnten. Im Ganzen wurden 213 Schmuckgegenstände, als Armbänder, Medaillons, Halsketten, Ohrringe de., sowte eine Parthie Granat“ schmuck entwendet. Bis jezt hat man von den Ver brechern keine Spur— 5 Hammelbach, 24. Febr. Gestern Abend 10 Min. nach 10 Uhr wurde hier ein heftiger Erdstoß wahrgenommen, Die Bewegung war von Süd-West nach Nord-Hst. Allerlei. Berlin. Prinz Wilhelm, der einige Tage beim Fürsten Radziwill auf der Jagd war, brachte von seinem Jagdausfluge in Polen drei junge Bären mit. Die beiden jüngsten Thiere hatte der Prinz mit in seinen Derselbe weicht von 2 Schlafwagen genommen, während das ältere und größere im Packwagen untergebracht war. Das ältere Exemplar ist dem Zoologischen Garten in Berlin als Geschenk. überwlesen worden. Augsburg, 24. Febr. Gestern und vorgestern Abends wurden, nach Schluß der Ardeitsstunden, vor sämmtlichen Fabelk-Gtablissements dahier, mehrere tausend sonlallstische Flugblätter unter die Arbelter verthellt. Vis die Pollzei von diesem Treiben Kenntniß erhlelt und einschretten wollte, waren die mit der Verthellung vertrauten Personen bereits verschwunden. soll auf dem Sub misstonswege erfolgen. termin 3 den 15. März l. 9 Uhr. Submission auf Straßen-Laternen. Die Vergebung von 35 Stück neuen Straßenlaternen für Gas beleuchtung in Gußeisen oder haͤmmerbarem Guß Submissions⸗ J., Vormittags Offerten nebst Zeichnungen erbilten wir uns verschlossen mit der Aufschrift„Laternen“. Bad Nauheim den 26. Februar 1886. Großherzogliche Bürgermeisterel Bad-Nauhetm. 912 Wörner. Bekanntmachung. Die unterm 16. d. Mts. stattgebabte Versteigerung bezüglich der Drainröhren hat die Genehmigung nicht erhalten und werden solche Mittwoch den 3. März, Vor— mittags 10 Uhr, auf hiesigem Rathhause nochmals ver 901 ——— 1 10 1 delche eint deicht ve Umikel nu, reise nabe 5 — N 1 ester m Pipft 7 N N — 2288 weicht Ileus * Tot ten Li 1 3 17 Fakt 1 1* f 5 1 d de Neige Antrmt 2 ent un 4 den* A dei deem vet u ber 0 werdet 1 ts % 10.* 0 144 * N aun a„ * e, — 62— 1 Zßt Jacob Franz Wittwe zu Dortelweil fol steigert und zwar folgende Loose: I. 10700 1% zöll. II. 28800 1½zöll. 4800 2½„ 3000 1%„ 4050 3„ Ne s„ 2000 2½„ 2050 5½„ 1000,53„ 1350 3½„ 1350 4* 900 4½„ 800 5 Buß bach, 25. Februar 1886. l Großherzogliche Bürgermeisteret Butzbach. Küchel. Holz⸗Versteigerung. Donnerstag den 4. und Freitag den 5. März l. J 7 ledesmal von Vormittags 10 Uhr ab, sollen in dem Gemeindewald zu Selters nachstehende Holzsortimente wverstelgert werden: 22 Raummeter Buchen Scheiter, 10 5 Eichen⸗ 1 12 1 Buchen⸗Knüppel, 52 5 Eichen⸗ 5 20 9 Kiefern-„ 10 5 Buchen⸗Stöcke, 22 4 Eichen 4 28 8 Buchen Reisig, 96 5 Eichen-„ 136 1 Kiefern-„ 168 Buchen⸗Stamm Reisig, 155 Eichen Stämme von 15—56 Centimeter Durch— messer und 3— 14 Meter Länge, Buchen-Stamm von und 5 Meter Länge, 1 1 Hainbuchen⸗Stamm von 32 Centlimeter Durch— messer und 6 Meter Länge, 4 Kiefern Stämme von 22— 34 Centimeter Durch messer und 6— 12 Meter Länge, Eichen⸗Derbstangen von 11— 14 Centimeter messer und 5— 10 Meter Länge. Hierbei wird bemerkt, daß das Werkholz am ersten Tag und das Brennholz am zweiten Tag versteigert wird. Die Zusammenkunft ist im Ort. Selters am 22. Februar 1886. Großherzogliche r 49 Ru p p Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 4. März 1886, Vormittags ½10 Uhr, gende 193 Durch Selters. Indwirthschaftliche Gegenstände versteigern: 1 trächtige Kuh, 1 vollständigen Oekonomiewagen, für ein— spännige Bespannung eingerichtet, kleineren Leiterwagen, einspänniges Pferde-, Fahr- und Ackergeschirr, Paar vollständige Kuhgeschirre, neuen Schaufelpflug, schmiedeisernen Vorderpflug, Egge, Fruchtfegemühle, Dickwurzmühle, Häckselmaschine, neue Deelmalwaage, 1 großen Vorrathskasten, elne Parthle Heu und Grummet, eine Parthte Korn-, Waizen-, Hafer, und Sante Gerstenstroh, J d. sch eine Parthie Spreu, 0 rusch, eine größere Parthie Dickwurz, sowie sonstige Oekonomlegeräthschaften. Dortelweil den 24. Februar 1885. Hensel, Großherzoglicher Ortsgerichtsvorsteher. Versteigerung. 80 Mittwoch den 3. März läßt die Unterzelchnete in rer Wohnung zu Ober- Mörlen ca. 13 Fuder ver iedene Arten Stroh, eine Partbie Grummet, Spreu, Frennholz, sowse geschnsttenes Eichen Bauholz, einen lachten Oteonomle⸗ Wagen und sonstige Gegenstände gegen Vaarzahlung verstelgern. Lehrer Jakob König Wittwe. und zwei ——— 8— 850 71 Centimeter Durchmesser Holz Versteigerung. Freitag den 5. März l. J., Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, kommt in dem Mschelbacher Gemeindewald, Distrikt Buchenhardt, Leimenkaut und Seterwies, nach— stehendes Gehölz zur Verstelgerung: 21 Eichen-Stämme von 25 Festmeter, 58 Raummeter Eichen-Scheit- und Knüppelholz, 134 1 Buchen⸗ 1* 2000 Buchen Wellen, 1 12 Nadel⸗Stämme von 2,05 Festmeter, 1400 Nadelholzstangen 1, 2., 3. und 4. Klasse. Anfang im Distrikt Seterwies mit dem Nadelholz. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Ve— kanntmachung in ihren Gemeinden ersucht. ö Michelbach den 27. Februar 1886. 903 Philtppi, Bürgermeister. Holz⸗ Versteigerung. Donnerstag den 4. März J., Vormittags um 10 Uhr anfangend, sollen im. 8 Gemeindewald, Distrikt Dreispitz, meistbletend versteigert werden: 44 Kiefern Stämme, „ Dernbstangen, 10 Raummeter Kiefern-Knüppel, 7„„ Stockholz, 650 Nadel Wellen. Oppershofen am 27. Februar Großherzogliche Bürgermeisterei Oppershofen. 1886. 1 g 96 907 Schmidt. 8— 3 An⸗ und Verkauf eines Faselochsen. Freitag den 5. März, Vormittags 10 Uhr, soll in der theft des Philipp Feuerbach VII. dahier ein der hiesigen Gemeinde gehöriger Faselochs öffentlich meistbletend versteigert werden „ Zuzleich beabsichtigt die Gemeinde einen 1½jäbriten, jungen, zur Zucht tauglichen Faselochsen anzukaufen ö Darauf reflektirende Besitzer solcher Thiere wollen sich bei der unterzeichneten Stelle melden. Ober⸗Wöllstadt den Y. Februar 1886. . Großherzogliche Bürgermetsterei Ober-Wöllstadt. 65 Feuerbach. g Holzversteigerung. 1 ö Freitag den 5. Oekonomie⸗ Versteigerung. Donnerstag den 4. März, Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, läßt Frau Müller Vorbach Wittwe, wegen Aufgabe ihrer Oekonomie, sämmtliches todtes und lebendes Inventar gegen Vaarzahlung versteigern, bestehend aus: 3 guten Arbeitspferden mit sämmtlichen Pferde— geschirr, 8 Kühen, 6 verschiedenen Wagen, 6 ver⸗ schledenen Pflügen, 2 Eggen, 2 neuen Walzen, 2 Zuckerrübenaushebe- Pflügen, 2 Pfuhlfässern, 1 Putzmühle, 1 Häckselmaschine, 1 eisernen Kiste, 2 Trummsägen, 6 Fuder Kornstroh, eirca 50 Centner Dickwurz, sowie sonst verschiedene Oekonomte- und Haus haltungsgegenstände. Friedberg. 906 In Auftrag: 3 Butzbach, Aucttonator. 5 7 N Vaseline-Cold-Cream-Seife egen rauhe und spröde Haut. 3 Stück 50 Pf. bei Apotheker Lünn. Mein großes Luger Hoden(Floßholz, Meßholz in allen Dimensionen, in ausgezeichnet schönen Stämmen, sowie alle Bretter- und Diel⸗Sorten bringe hiermit in empfeblende Erinnerung. Die Preise sind auf's billigste gestellt. Ed. Lejeune, 8. Frankfurt a. M., Schäfer gasse 15. 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