1886. Dienstag den 2. Jebruar. 14. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. — Amtlicher Theil. 1 An die Graßherzoglichen Bürgermeister des Kreises. a Behufs Besprechung über verschiedene Verwaltungs- Angelegenheiten, insbesondere Wasenmeistereien, Krankenkassen, Natural— * Verpflegungsstationen ꝛc. laden wir Sie ein, sich Samstag den 6. Februar laufenden Jahres, Vormittags 9 Uhr, in dem Nathhaussaale zu Friedberg einzufinden. Im Falle Ihrer Verhinderung wollen Sie den Großherzoglichen Bei— geordneten zum Erscheinen auffordern. Den Gemeinderathsmitgliedern ist die Beiwohnung anheimzustellen. Friedberg den 30. Januar 1886. Großberzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. * 2 2 Betreffend: Unterhaltung der Kreisstraßen. B E kanntma ch un g. Das Anliefern und Zerschlagen der Unterhaltungssteine für die Kreisstraßen pr. 1886/87 im IV. Baubezirk Vilbel(Bezirksbauaufseher Brod) soll an den nach— benannten Terminen und Orten unter den bei der Versteigerung bekannt gegebenen Bedingungen öffentlich in Accord gegeben werden. Mittwoch den 10. Februar, Vormittags 10½, Ubr, auf dem Selzerbrunnen bei Groß-Karben: Basaltsteine event. Quarzitsteine für die Straße Vilbel— Massenheim; Basaltsteine für die Straßen Vilbel— Gronau, Dortelweil— Staatsstraße, Okarben— Petterweil, Kloppenheim—Groß-Karben— Burg Gräfen rode—Klein⸗ Karben— Rendel— Büdesheim— Heldenbergen. Freitag den 12. Februar, Vormittags 9½ Uhr, in der Falkenstein'schen Wirthschaft zu Ober Erlenbach: Quarzitsteine für die Straßen Ober Erlenbach— Ober Eschbach—Ober Erlenbach— Nieder Eschbach bis zur Staatsstraße links und rechts, Ober Erlenbach— Nieder Erlenbach, Ober Erlenbach—Holzbausen— Friedrichsdorf— Rodheim, Ober⸗Erlenbach— Petterweil. Großberzogliches Kreisemt Friedberg. Friedberg den 29. Januar 1886. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Bekanntmachung. 4 Betreffend: Localstatut über den orts bürgerlichen Nutzen zu Nieder-Erlenbach. S caft Das nachstehende Localstatut über die Gemeindenutzuugen der Ortsbürger zu Nieder-Erlenbach wird andurch zur öffentlichen Kenutniß gebracht. 11. Ap Friedberg den 27. Januar 1886. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Der Lokalstatut über die Gemeindenutzungen der Ortsbürger zu Nieder-Erlenbach. det. Die Gemeindenutzungen der Ortsbürger zu Nieder Erlenbach bestehen aus geackert, oder mit Früchten eingesät war, eine einmalige Entschädigung von 3 M. 50 Pf. einzelnen, in 140 Loosen nutznießlich überlassenen Grund stücken mit einem Gesammt⸗ zu leisten. Die Erbebung jedes weiteren Entschädigungsanspruchs ist ausgeschlossen. flächengehalte von 63,000 O., aus dem im Hohenmarkwalde jährlich geschlagenen,§. 6. Die Nußnießer der Allmendgrunpstücke müssen dieselben in Dung und 8 in 158 Loosen zu vertheilenden, und aus dem alljährlich im Gemeindewalde gefällten, Besserung, wie ortsüblich, unterhalten, die Grenzen, Gräben, Raine und Steine in — Ueber die Theilnahme an diesen Nutzungen gutem Zustande erhalten und die Grundstücke vor allen belästigenden Gerechtsamen zur Austheilung gelangenden Loosholze. ncserg werden auf Grund der Gesetze vom 21. Juni 1852, 3. Juli 1858 und 3. April 1869, nach Vorschrift des Art. 8 der Landgemeindeordnung vom 15. Juni 1874 und nach schützen. Auch dürfen sie die Grundstücke weder abheben noch ausgraben. Von den auf den Grundstücken befindlichen Bäumen haben sie keinerlei Nutzen zu beziehen, sie dürfen diese Bäume weder umhauen noch beschädigen. Für allen aus etwaigen Zu 9 . Vollzug des vorgeschriebenen Verfahrens mit Genehmigung Großherzogl. Mintisteriums des Innern und der Justiz vom 6. Mai 1885 zu Nr. M. J. 10,910 folgende näheren Bestimmungen erlassen: l 1. Berechtigt zum Bezuge des ortsbürgerlichen Nutzens ist jeder Orts- bürger, welcher das fünfundzwanzigste Lebensjahr zurückgelegt hat, verheirathet ist und in der Gemeinde wohnt,— jedoch erst vom nächsten auf das Zusammentreffen dieser Voraus setzungen folgenden 1. Januar an. Die Wittwen verstorbener Orts⸗ bürger sind nach Maßgabe des Rechtes ihrer verstorbenen Ehemänner zur Theil nahme an den Gemeindenutzungen berechtigt, insolange sie sich nicht anderweitig ver ehelichen. Was in den nachfolgenden Paragraphen für die Ortsbürger festgestellt ist, gilt unter der erwähnten Voraussetzung auch für deren hinterlassene Wittwen. . 2. Das Recht auf Bezug des ortsbürgerlichen Nutzens wird beendigt durch Tod, Aufgabe des Domieils nach Maßgabe des Art. 1 Absatz 2 des Gesetzes vom 21. Juni 1852, oder nach Maßgabe des vorstehenden Paragraphen für Orts⸗ bürgerwittwen durch anderweitige Verehelichung und zwar mit Wirkung von dem auf das Eintreten dieser Umstände folgenden 1. Januar an. 1 § 3. Die Allmendgrundstücke sind in 140 Loose zu je 450 M. Flächen gehalt und in drei Klassen eingetheilt. Die erste Klasse besteht aus den mit Nr. 1— 123 leinschließlich) und Nr. 129— 136 leinschlleßlich) bezeichneten Grund⸗ stücken. Die zweite Klasse wird aus den Grundstücken geringerer Qualität, welche die Nr. 124, 125, 126, 127, 128, 137, 138 und 139 führen, gebildet. In die bvritte Klasse fällt nur ein und zwar das geringwerthigste, mit Nr. 140 bezeichnete Grundstück. Innerhalb der beiden ersten Klassen besteht kein Unterschied zwischen den einzelnen Grundstücken. Diese Grundstücke werden gleichmäßig unter die 140 ältesten Ortsbürger(bezw. deren Wittwen), welche nach§. 1 bezugs berechtigt sind, je nach der Reihenfolge des Datums, unter dem sie(bezw. deren Ehemänner) in die Bürgerliste als Ortsbürger eingetragen wurden und zwar mit der Maßgabe vertheilt, daß die nach dem Eintrag im Ortsbürgerregister Aeltesten die Grundstücke der ersten Klosse, die nächst jüngeren die Grundstücke der zweiten Klasse und der jüngste berechtigte und in den Genuß des orts bürgerlichen Nutzens einrückende Orts— bürger jedesmal das Grundstück der dritten Klasse erhält. Wird eines der vorge— nannten Allmendloose erster Klasse frei, so rückt der nach dem Eintrag im Bürger register älteste Ortsbürger, welcher bisher ein Grundstück zweiter Klasse besaß, in den Besitz des freigewordenen Looses ein und verbleibt, so lange er auf Allmend— nutzen Anspruch hat, im Besitze dieses Allmendlooses, ohne solches gegen ein anderes später einlösen zu können, dagegen verliert er sein bisher innegehabtes Allmendgrund stück zweiter Klasse an den jeweiligen Inhaber des Grundstücks Nr. 140. In dessen Besitz tritt sodann der nach dem Eintrag im Bürgerregister nächst älteste, nach§. 1 bezugs berechtigte Orts bürger ein. f 29. §. 4. Wer ein Allmendgrundstück in Nutznießung hat, muß alljährlich am 1. October den Betrag von 1 M. 71 Pf. zur Gemeindekasse entrichten. . 5. Wenn ein Orts bürger in eln freigewordenes Allmendloos elnxückt, so gat er dem früheren Besitzer oder dessen Erben, wenn das Grundstück bestellt, d. h. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien widerhandlungen erwachsenden Schaden bleibt der Allmendnutznießer verantwortlich. Dem Gemeinderathe kommt das Recht zu, falls er es für zweckmäßig erachten sollte, auf den Allmendzrundstücken Obstbäume in beliebigen Sorten zu pflanzen, oder die vorhandenen auszurotten, ohne daß dem Allmendgrundbesitzer ein Recht des Ein⸗ wandes oder ein Entschädigungsanspruch zusteht. Ebenso verhält sich mit den von dem Gemeinderath veranlaßten Culturveränderungen oder Verbesserungen. §. 7. Jeder Allmendbesitzer hat das Recht der weiteren nutznießlichen Ueber⸗ lassung des Grundstücks an einen Anderen gegen Entgelt oder unentgeltlich, er muß jedoch hiervon der Bürgermeisterei Anzeige machen und kann dem Dritten(der auch ein Nichtorts bürger sein kann) nicht mehr Rechte übertragen, als er selbst inhaltlich dieses Statuts hat, haftet auch für dessen Handlungen mit dem Grundstücke. Jede entgegenstehende Besttimmung oder Verabredung ist der Gemeinde gegenüber wirkungslos. §. 8. Die Vertheilung des Loosholzes aus dem Gemeindewald erfolgt nach Maßgade der gesetzlichen Bestimmungen gleichmäßig an sämmtliche zur Theilnabme an den Gemeindenutzungen berechtigte Ortsbürger und Wittwen von solchen.(Hierbei ist anzuführen, daß der jedesmalige Gemeindeforstwart, welcher ein Loos als Be⸗ soldung erhält, mitloost.) §. 9. Aus dem mit den Gemeinden Dortelweil, Bonames und Niederursel gemeinschaftlichen Hohenmarkwalde erhalten die 157 nach dem Datum des Eintrags in die Bürgerliste ältesten und bezugs berechtigten Ortsbürger bezw. deren Wittwen (ogl.§. 1 des Statuts) ein jedes die gleiche Quantität des in jedem Jahre zur Vertheilung gelangenden Loosholzes. Bemerkt wird, daß der für diesen Wald be— stellte Forstwart eln Loos ebenfalls zu beanspruchen hat, im Ganzen also 158 Loose aus diesem Walde zu empfangen und zu vertheilen sind. §. 10. Für die Beendigung des Rechtes zum Bezug der im F. 8 und F. 9 bezeichneten Nußungen gelten die Bestimmungen des§. 2. Die Geltendmachung irgend welchen Entschädigungsanspruchs wegen der in Gemäßheit dieser Vorschriften stattfindenden Beendigung des Bezugsrechtes ist ausgeschlossen §. 11. Die Gemeinde ist befugt die Allmendgrundstucke dem Berechtigten zu entzlehen und zu ihrem eigenen Vortheil zu verpachten: 1. wenn und insoweit die Gemeinde Forderungen an einen Allmendnußnießer zu erheben hat, deren Befrledig— ung im Administraklv- bezw. Civilrechtswege(wo dieser beschritten werden muß) nicht zu erlangen ist; 2. wenn ein Allmend berechtigter der Unterstützung der Ge meinde anheimgefallen ist, insoweit zum Ersatz der von Letzterer aufgewendeten Kosten erforderlich ist. In belden Fällen ist eine vom Allmendberechtigten oder gerichtlicher seits etwa vorgenommene Verpachtung oder sonstige Dispositton der Gemeinde gegen über wirkungslos. Unter gleichen Voraussetzungen und Wirkungen ist die Gemeinde auch befugt nach vorgaͤngiger Zustimmung der Forstbeboͤrde das Loosholz eines Bezugs berechtigten an sich zu ziehen und zur Deckung ihrer Forderungen zu veräußern. Frledberg den 27. Januar 1886. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. es in den Großherzoglichen Districts-Einnehmereien Friedberg und Nieder-Woͤllstadt Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen für dle 6. Periode 1885/86 dom 1. bis 25. Februar dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. Friebberg am J. Februar 1886. 1 Großherzogliche Distriets Einnehmereten Friedberg und Nieder-Woͤllstadt. Weigel. Nleß. ————„—„— —— ——— Deutsches Reich. Darmstadt. Der Kreisschul-Inspektor Dr. Seeger in Alzey wurde auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt und demselben das Ritter— kreuz 2. Klasse des Philipps Ordens verliehen, sowie dess Oberlehrer Kissinger zu Lampertheim zum Kreisschulinspektor in Alzey ernannt. — An die zweite Kammer ist ein Gesetzent— wurf, das Civildienerwittweninstitut betr., gelangt. — 30. Jan. Der Herzog von Edinburgh, welcher in den jüngsten Tagen mit dem Herzog von Coburg in Berlin anwesend war, ist heute früh hier eingetroffen und im Großherzoglichen Neuen Palais abgestiegen. Der Herzog wird morgen wieder abreisen und zwar, wie wir hören, direct zu dem englischen Mittelmeer— geschwader, dessen Commandeur der Herzog ist. Die Aussöhnung des Herzogs von Coburg— Gotha mit dem Herzog von Edinburgh kann jetzt als vollständig gelten, nachdem ersterer, der sonst im Winter in Gotha residirte, am 28. ds. in Coburg eintraf, als der Herzog von Edinburgh angekommen war. Berlin, 29. Januar. Der Reichstag lehnte die Commissionsberathung des Antrages Junggreen, be— treffend die Gleichstellung der dänischen Sprache vor den Schleswiger Gerichten ab, und beschloß die zweite Lesung im Plenum. Ferner erledigte der Reichstag eine Reihe von an die Büdgeteommission zurückverwiesenen Etatstiteln nach den Commissionsanträgen, ebenso das Etatsgesetz und das Anlethegesetz. Die rückständigen Titel des Etats der Justizverwaltung, der Reichsschuld, des Bankwesens und des Reichsschatzamtes wurden ohne Debatte nach den Vorschlägen der Commission erledigt. Zum Militäxetat lag noch der Antrag der Commision vor, welcher um einen Gesetzentwurf ersucht, der die Unterstützung der Familien der zur Uebung einberufenen Reservisten und Landwehrmänner regelt. Der Antrag wurde, nachdem sich alle Parteien für denselben aus— gesprochen, angenommen. Der ganze Rest des Etats sammt Anleihegesetz veranlaßte keine weitere Debatte. Damit ist die zweite Berathung des Etats erledigt.— 30. Jan. Abg. Ackermann begründet den Antrag wegen Abänderung der Gewerbeordnung bezüglich des Befähig ungsnachweises und der Bevorrechtung der Innungen. Abg. Lohren wendet sich Namens der Reichspartei gegen den ersten Theil des Antrages, ist aber für eine Stärkung der facultativen Innungen. Abg. Baumbach ist gegen den ganzen Antrag als der Gewerbefreiheit widerstrebend; facultative Innungen seien nur eine Vorstufe zu den Zwangsinnungen. Die Anträge wurden schließlich ge mäß dem Vorschlage Ackermann's einer Commission von 21 Mitgliedern überwiesen. — Dem Bundesrath ist eine Vorlage zu— gegangen, betreffend eine Abänderung des Münzen— gesetzes dahin, daß auch Nickelmünzen im Werthe von 20 Pfennig geprägt werden sollen. So— dann ist der Antrag auf Verlängerung der Geltungsdauer des Socialistengesetzes eingebracht worden. Aenderungen an dem Gesetze werden, mit Ausnahme der Bestimmung über die Geltungs— dauer, in dem Antrage nicht vorgeschlagen. — 29. Jan. Der Andrang zur heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses ist ebenso groß wie gestern. Die Tribünen sind dicht besetzt, die Plätze des Hauses voll. Der erste Redne, Pole Stablewski, versucht die vom Reichskanzler gestern erhobenen Anklagen gegen die Polen zu entkräften, muß aber zugeben, es hieße einer höheren Macht vorgreifen, wenn sie an einer Wiederherstellung Polens verzweifelten. Minister v. Puttkamer constatirt gegenüber Stablewski, welcher Repressivmaßregeln Rußlands in Aus— sicht stellte, daß es in Rußland keine deutsche Frage, in Preußen aber eine polnische Frage gebe; er hält die getroffenen Ausweisungsmaß⸗ regeln nicht für inhuman, da sie wahrscheinlichen inhumanen Consequenzen vorbeugen. Wer auf der Tribüne des Hauses sich für die Wiederher— stellung Polens aussprechen könne, beschreite einen Weg, der landesverrätherisch genannt werden müsse.(Lärm bei der Opposition.) Der Kriegsminister nimmt Anlaß zu erklären, daß er schärfer als bisher noch darüber wachen werde, daß die Soldaten polnischer Zunge vor der polnischen Agitation geschützt werden. Fürst Bismarck wendet sich zunächst gezen die gestrigen Ausführungen Windthorst's, den zu bekehren er nie wagen werde. Die Polen seien unsichere Unterthanen Preußens und Windthorst bevor— zuge diese vor den Deutschen. „zur Sache“ protestirt der Kanzler entschieden. tages denke er Auf den Ruf Er werde reden, was ihm beliebe; was er im Interresse des Staates für geboten halte, das könne er allein nur beurtheilen. Einen Vor— wurf habe er gegen die polnischen Frauen als solche nicht erhoben; sie seien sehr liebenswürdig, aber an der Regierung des preußischen Staates möchte er sie nicht theilnehmen lassen. Der polnische Bauer sei ein treuer Unterthan und wolle vom Königreich Polen nichts wissen, denn er wisse, wie seine Väter und Großväter vom polnischen Adel behandelt wurden. Richter habe gestern behauptet, der Kanzler drohe mit dem Staatsstreich, um das Branntwein-Monopol durchzubringen. Richter habe eine objective Un— wahrheit gesprochen; daß Richter jetzt an der Spitze der Schnapsschänker stehe, sei gefährlicher noch als ein Staatsstreich. Wenn der Reichs— tag das Monopol ablehne, so werde das sehr bedauerlich sein; man werde kein Geld haben, viele Bedürfnisse nicht befriedigen, den Com— munen nichts geben können, aber persönlich werde die Regierung nicht berührt werden. An einen Staatsstreich denke er deshalb doch nicht. Wenn die Obstructionspolitik im Reichstag fort— dauere, so würden die Regierungen sich eben ihren Landtagen mehr nähern und bei ihnen Deckung ihrer Bedürfnisse suchen; werde das Monopol abgelehnt, so werde er zu der Consum— Steuervorlage von vor 3 Jahren zurückkehren, aber unter sehr erhöhten Sätzen; das werde den Schankwirthen weit theuerer zu stehen kommen als das Monopol. Redner bespricht die Tactik der Opposition und versichert, daß er ihr gerne Gelegenheit geben würde, zu be— weisen, daß sie besser zu regieren verstehe. Er wäre überzeugt, Windthorst könne als Reichs— kanzler fungiren, zweifle aber, daß der Kaiser Vertrauen in die Zuverlässigkeit und Fahigkeit Windthorst's habe; wenigstens sei ein Sondiren nach dieser Richtung bei dem Kaiser erfolglos gewesen. Der Kaiser meine, er sei zu alt, um Experimente zu machen. Er(Bismarck) hoffe, Richter werde seine unwahre Behauptung vom Staatsstreich zurücknehmen und er wolle noch hinzufügen, auch an eine Auflösung des Reichs— nicht. Nach dem national— liberalen Abgeordneten Professor Enneccerus spricht der Centrumsführer Dr. Windthorst und reizt den Widerspruch des Hauses aufs Aeußerste durch die wiederholte Behauptung, daß die Polen ebenso wenig wie die Katholiken Ge— legenheit hatten, in der Armee wie im Civil— dienste Carridre zu machen. In Folge dessen entsteht ein außerordentlicher Lärm. Der Kriegs— minister erklärt dem Abg. Rickert gegenüber, daß die Frage der Verlegung des Cadetten— hauses von Kulm noch nicht entschieden sei. Er weist sodann nach, daß seit einer Reihe von Jahren im Kulmer Cadettenhause kein Zögling aus den polnischen adligen Familien des Groß— herzogthums Posen gewesen sei.(Hört, hört!) Hierauf spricht der Kriegsminister seine tiefe Entrüstung aus über Windhorst's Behauptung, daß die Katholiken im Officiersdienste und im Avancement zurückgesetzt seien; er erklärt dieselbe auf Ehre und Gewissen für unbegründet.„Werfen Sie den Culturkampf doch nicht noch in die Armee!“(Wiederholter stürmischer Beifall bei den Conservativen und den Nationalliberale.) v. Hammerstein(cons.) erklärt sich gegen die vom Reichskanzler gestreifte Expropriirung pol— nischer Gutsbesitzer, sowie gegen die geplante Immediat-Commission, und zwar aus con— stitutionellen Bedenken, Wilhelmshafen. Deutscherseits ist be— kanntlich das Panzerschiff„Friedrich Karl“ am Mittwoch nach den griechischen Gewaͤssern ab— gegangen, nachdem die Reparaturen an dem— selben unter Zuhilfenahme von Nachtarbeit bei elektrischer Beleuchtung beendet waren. Der Besatzung wurde mitgetheilt, daß das Schiff voraussichtlich auf die Dauer eines Jahres nach dem Mittelmeere gehe. Commandant ist Capitän zur See Stempel. München, 29. Jan. Die Kammer der Reichs räthe berieth den Antrag Kopp auf Ab— 5 e b N lehnung des russischen Auslieferungsvertrags. Der Referent Abg. Neumayer bestritt die Com- Graf Ortenburg ver⸗ petenz des Landtages. f theidigte das Recht der Besprechung und be 1 mängelte die Härten des Vertrags. Der Mi— 60 1 nister des Innern vertheidigte den Vertrag in f. Dae! seinen Einzelnheiten. Schließlich sprach sich die[ende 1 Kammer dem Ausschußantrage gemäß gegen die 1 Zuständigkeit des Landtages aus. 6 2 1 Ausland. 1926 Frankreich. Paris. Die französische 4 legten Fregatte„Venus“ erhielt in Syra Befehl, J zal den sofort nach dem Pyräeus zu dampfen. ung Großbritannien. London, 29. Januar. 75— Die Königin hat das von Lord Salisbury J dug übergebene Eutlassungsgesuch des Cabinets an- Sbeleun genommen, Gladstone zu sich berufen und ihm[ Dae 1 die Cabinetsbildung übertragen. Es ist ein[ Einverständniß zwischen Lord Hartington und U ö Gladstone erzielt. Bulgarien. Sofia. Wie die„Pol. Corr.“ berichtet, wird hier ein Kurier aus Petersburg mit einem Schreiben des Zar erwartet. Die Officiere Paprikow und Benderew gingen nach Philippopel, um die Errichtung der zwei rume— lischen Brigaden durchzuführen. f Griechenland. Athen, 29. Jan. Die Meldung der„Agence Havas“ über das Ein— betzeichnif Forderun! uber die! tetmin 4 90 Uhr, elt bes lenken Griechenlands in friedliche Bahnen ist Di! verfrüht. Wie die„Polit. Corresp.“ meldet, 18 sollen die Geschwader und Schiffe der euro- 105 päischen Mächte von morgen ab in der Suda— dad bucht vor Kreta eintreffen. Das britische Cabinet ö habe seinerseits die bezüglichen Weisungen bereits J Gut ergehen lassen und sei von den Cabineten ver- 6 ständigt worden, daß auch sie die betreffenden Ordres ectheilt hätten. Die europäische Flotte Mi werde ungefähr 20 Schiffe umfassen. 1 97 Rußland. Peiersburg. Das„Journal[ 2 g. de St. Petersbourg“ dementirt die Zeitungs- messtle berichte über das Auffinden von Revolvern und I daten Bomben, sowie einer geheimen Druckerei und. as aut bezeichnet alle Gerüchte von Comploten als reine 1 Erfindung. 1 Amerika. Newyork, 29. Jan. Bei einem Zusammenstoß der amerikanischen mit den mepi— B kanischen Truppen auf mexikanischem Gebiete g wurden auch ein mexikanischer Kapitän und vier 0 mexikanische Soldaten getödtet. Jui Aus Stadt und Land. Mn h. Friedberg Die Abendunterhaltung des Gesang—„ vereins Frohsinn am 30. Januar d. J. war sehr schön 6 6 Chöre gingen alle präeis und gut, besonders eindrucks— voll wirkte Der Marsch, Chor mit Orchesterbegleitung und Mein Heimathland, Chor mit Solo. Die und fand von allen Anwesenden verdienten Beifall. Die 40 0 Instrumentalmusik leistete ebenfalls nur Gutes, auch Fräulein Chastenier von Frankfurt trug die schönen Solos 60 gesänge so anmuthig und in Folge ihrer guten Stimm 1400 mittel prächtig vor. Ein Lustspiel„Liebesmahl“ in dem 20⁰ alle Mitwirkenden gut spielten, schloß den ersten Theil 1 700 der Abendunterhaltung würdig ab und fand großen Beis“ fall. Es war ein schöner, angenehmer Abend, den uns 6 der gedachte Verein bereitet hat. 9 h Friedberg. Wir haben die Freude zu melden, 18 daß uns nächsten Freitagabend halb acht Uhr Stadt- 5 pfarrer Bauer von Frankfurt einen Vortrag über Jusan „Zwingli's Frau und Familienleben“ auf dem Rathhause Ilbe öffentlich halten wird. Auch dieser Vortrag wird sich, wie der vorigjährige, den er hier über den großen Reformator 9 Zwingli gehalten, durch Gelst und schöne präelse Dar—— stellung auszeichnen, das sind wir überzeugt. J h. Friedberg. Von unserem„Feierabend“ können ö wir berichten, daß auch in diesem Winter ein frisches Dirt Leben darin herrscht. Die jugendliche Schaar von durch— Domu schnittlich 5060 Lehrlingen und anwesende Mitglieder 185 des evangelsschen Vereins lauschen den Erzählungen über zusamm Reiseerlebnisse mit gespannter Aufmerksamkeit und Erstere urchm singen unter sachverständiger Leitung Volkslieder und„7G Im gesellige Lieder, daß es eine wahre Lust ist; dazu kommen die bereits bekannten Unterhaltungen und Beschäftigungen. So dürfte sich immer mehr bei den jungen Leuten der Geschmack für ein richtiges geselliges Zusammensein heraus bilden. Nan Gießen. Von der philosophischen Fakultät ist Die! August Baur aus Friedberg zum Doetor promovirt tat worden. deld Offenbach, 27. Jan. Heute wurde endlich mit den Vorarbeiten zu dem Bau unserer neuen Brücke be⸗ gonnen und zu diesem Behufe eine größere Anzahl Ar— beiter angenommen. Darmstadt, 29. Jan. Der lange gesuchte zweite Thellnehmer an dem Fach'schen Raubmord, Wilh. Olden dorf aus Wersau, ist gestern in Aschaffenburg wegen Landstreicherel angehalten, von elnem binzukommenden bayerischen Gendarmen verhaftet und von diesem wie einem hiesigen Criminalschutzmann hler eingebracht worden. Oldendorf soll seine Betheiligung an dem Verbrechen 1 haben, während sein Compliee Kern noch mmer bei seinem Leugnen verharrt, was natürlich an— gesichts der vorliegenden Beweise von keiner Bedeutung ist. Die beiden Verbrecher sind übrigens erst einige Tage vor der That aus einer bayertschen Strafanstalt entlassen worden. Der in Neu- Isenburg verhaftete Goth. Kern gibt vor, den daselbst zum Verkaufe angebotenen Rock in einem bei Langen gelegenen Orte gestohlen zu haben. Es ertzing daher in denselben mittelst Bekanntmachung durch a e 8 Ar 41 78 4 —. 4— 1 * 05 r 3 Ni. „eite in Ned 8 a dic die 5 dezen die 5 An P oGesehl Der 435 abwesenden Georg Fleischhauer vi. die Schelle die Aufforderung, von einer derartigen in der letzten Zeit vorgekommenen Entwendung der Orts polizei Kenntniß zu geben Durch die Seligenstädter Gen— darmerie wurde heute Nacht ein etwa zwanzigjähriger Bursche Namens Aug. Sauerteig aus Hitzkirchen in dem dortigen Amtsgerichtshaftslokale eingeliefert, welcher im dringenden Verdachte steht, bei dem an den Fach'schen Eheleuten verübten Raubmorde betheiligt gewesen zu sein. wegen Landstreicherei steckbrieflich verfolgte Mensch hielt sich erwiesenermaßen zur Zeit der blutigen That in Darmstadt auf und will sich nur deshalb daselbst bald darauf entfernt haben, weil man leicht in den Verdacht der Thäterschaft gelangen konne. Das Weitere dürfte dle Untersuchung aufhellen. Allerlei. b. Erbstadt, 31. Jan. Heute Morgen fand man einen hiesigen Wagnermeister an einem Baume erhängt. Zerrüttete Verhältnisse sollen das Motiv des Selbst— mordes sein Biebrich, 28. Jan. Heinrich Andel von Fehlheim, der Theilnahme an dem an Heinrich Schneider in Mosbach begangenen Raubmorde überführt, wurde heute in Fehl heim bei Bensheim verhaftet und der Staatsanwaltschaft in Wiesbaden zugeführt Nach einer beute bei der Staatsanwaltschaft in Wiesbaden eingetroffenen Depesche ist der vlerte der Mörder ebenfalls in Darmstadt fest genommen worden. Die bereits in Haft befindlichen drei Männer haben ein umfassendes Geständniß abge legt, so daß man jetzt sagen kann, die ganze Bande ist in den Händen der Behörde. Trarbach a. Mosel, 27. Jan. Die Mosel bringt selt gestern große Wassermassen mit und steigt rapide. Der Pegel in Trler zeigte am Montag Abend 4 Fuß“ am Dienstag Morgen 8 Fuß, Dienstag Abend 10½ Fu und heute Nachmittag 4 Uhr 13 Fuß. Von der Ober⸗ mosel wird weiteres Steigen gemeldet. Wilen, 28. Jan. Der Wasserstand des Marosflusses im Arader Comitat ist in raschem 8 begriffen. Die Gefahr ist von den schwer bedrohte ytten Lippa und Radna abgewendet. Die Bewohner kehren zurück. Paris, 27. Jan. In Avignon wurde gestern der muthmaßliche Mörder des Präfekten Barröme verhaftet. Paris, 28. Jan. Die Arbeiter in Decazeville nahmen in allen Mienen die Arbeit ohne Lohnerhöhung wieder auf, Mailand, 25. Jan. In ganz Oberitalien hat es greßen Schneefall gegeben. Hier liegt der Schnee zwei Fuß hoch und der Verkehr, sogar die Telegraphen- und Telephon Leitung, ist vielfach unterbrochen — New Vork. Das Armenhaus in Jackson(Michigan) ist durch— Feuersbrunst gänzlich zerstört worden. Vierzig Bewohner, darunter Blinde, Geisteskranke und Taubstumme, sind in den Flammen umgekommen; andere stürzten sich aus den Fenstern und zogen sich schwere Verletzungen zu. Konkurs-Verfahren. In dem Konkursverfabren über das Vermögen des von Bad Nauheim ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schluß verzeichniß der bei der Vertheilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger uber die nicht verwerthbaren Vermögensstücke der Schluß— termin auf Montag den 1. März 1886, Vormittags 9½, Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgerichte hier sel bf bestimmt. Die Verwaltungsrechnung und das Verzeichniß der bei der Schluß vertheilung zu berücksichtigenden Forder ungen sind auf der Gerichtsschreiberel zur Einsicht offen N gelegt. 9240 ͤ Gebund Ginstern.. Bad⸗Nauheim den 27. Januar 1886. Zusammenkunft jeden Tag am Maibacher Feld, wo Schütz, der Fußpfad von Maibach nach Wernborn führt. en deteuts Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Ztegenberg den 30. Januar 1886. 0 en ver⸗ 2 1 9 1 1 7 a 7 Großherzogliche n Langenhain. 2) 2* 8 „ Garten-Versteigerung. e trance Mittwoch den 3. Februar, Vormittags 11 Uhr, Holzversteigerung. soll auf hlesigem Rathbaus der Garten der Frau Major 5 0. 1 8 1 Bichmann hinter dem Schützenrain, Flur J. Nr. 109. Im Gemeindewald Nieder-Rosbach, Distrikt Wasser⸗ 8= 697[OKlafter haltend, in 3 Abtbeilungen öffentlich doll, kommen Mittwoch den Februar folgende Holz⸗ — meistbletend versteigert werden. Bemerkt wird, daß der sorten zur öffentlichen Verstelgerung: A und Garten sowohl an die durchgehende breite Schützenstraße, 245 Stück Eichen Stämme von 15 1 Centimeter Zetet und als auch an die durchgehende Rothe Thurmstraße stoßt 5 Durchmesser, 4 78,63 Festm Inhalt, 48 und daher als zukünftiger Bauplatz nach 2 Richtungen 3 St 9 im 10-15 Meter Länge, 12 verwendet werden kann. 0 1,05 Festmeter Inhalt, J. A.: 12 Stück Eichen⸗Stangen, Bei einen Großherzogliches Ortsgericht Friedberg 11 Raummeter Buchen Scheiter, 9 434 Stein häußer. 6 5 Birken Scheiter, * 7 2 5 f g 39* Eichen⸗Scheiter, 5 2 4* Buchen Knüppel, 4 ud diet Holzversteigerung. 61 1 Eichen Knüppel, Freitag den 5. Februar 1886, Vormittags 9 Uhr, 517 Stück Buchen, 1800 Eichen. und 95 Nade —— werden in dem Gräflich Leiningen Westerburglischen Wald⸗ a Wellen, 72 ö distrikte„Eicherecke“ öffentlich versteigert: 4 Raummeter Buchen Stöcke sang 2 Raummeter Buchen⸗Scheiter, 55 2„Eichen Stöcke. * 6 3 Eichen Scheiter, Anfang und Zusammenkunft Vormittags 9½ Uhr Tie 40 4 Buchen Knüppel, auf dem Steinbruchsweg am Bainl ardswald. N 3 69 5 Eichen Knüppel, f Bemerkt wird, daß sich das Stammbolz besonders er, 14 7 Ahorn Knüppel, zu Wagnerholz und auch ein Theil zu Schnittholz eignet. ver 10 1 Kirschen Knüppel, 1 Nieder-Rosbach am 28 Januar 1881 5 10 7 Buchen⸗Stöcke, Großherzogliche Bürgermetsterei Nieder-Rosbach. 4 60 N Eichen⸗Stöcke, 397 Grob. at. 1400 Stück Buchen Wellen, 1 Nö„ Eichen Wellen, Holz versteigerung 5— 700„ Ahorn Wellen, 9 8. 14 Sichen⸗Stämme von 4—8 Meter Länge und 23 im Gambacher Gemeindewald 5 2—„ 1. Mittwoch den 3. Februar. 1 Birken⸗Stamm von? Meter Länge und 23 Centim. Brenn holz mara, mittlerem Durchmesser— 0,29 Kubikm. Inhalt 1 93 u 0= 0,2. Inhalt.** S4 1 * 1 Zusammenkunft am sog Kalbsbrunnen. 66 Raummeter Buchen Scheit, 1 Ilbenstadt den 26. Januar 1886 50„ Eichen-„ 1 Gräfliche Rentkammer. 20„ Nadel* 5394 Blerau. 74 5 Buchen Knüppel, r 1 8 17 70 5 dar 5 5. Nadel- 1 Holzverf steigerung. 150 2 Buchen-, Eichen und Nadel- Stöcke, „ finzen Dienstag den 9. Februar sollen im Erbstädter 4275 Stück Buchen-, Eichen- und Nadel-Wellen. 4 0 Fer versteigert werden: 9. von 2. Donn erat den 4. Februar. 21— 55 em Durchmesser und bis zu 14 m Länge von 0 17 e zusammen 6,97 fm; 5 Fichtenstämme von 1319 em Bauholz. „ t Durchmesser und bis zu 13 m Länge von zusammen 91 Eichen Stämme von 15— 48 em Durchmesser, gaben 3,76 fm; 70 Fichten Derbstangen; 320 Fichten Reisstangen. 8-14 m Länge= 78,23 fm Inhalt, 5 enen— Scheiter: 77 Rm. Buchen; 39 Rm. Eichen; 19 Rm. 8 Buchen-Stämme von 15— 42 em Durchmesser, ae tiefern.— Knüppel: 8 Rm. Buchen; 16 Rm. Eichen; 6-12 m Länge= 8,27 tm Inhalt, 36 Rm. Kiefern; 8 Rm. Erlen.— Wellen: 4600 Buchen; 112 Nadel Stämme von 15— 56 em Durchmesser, nen 380 Eichen; 380 Nadelholz.— Stöcke: 34 Rm. Buchen; 10-15 m Länge= 54,38 sm Inhalt, ren 17 Rm. Eichen 36 Raummeter Nadel-Scheit von 2½ und 3 m 1 Die Zusammenkunft ist Morgens 9½ Uhr auf der Länge. it 1 Staatsstraße im Erbstädter Domantalwald. Zusammenkunft jeden Tag Vormittags 9 Uhr* t cri Heldenbergen den 29. Januar 1886[Pohl Gonser Weg, nächst dem Etsenbahnübergang. Großherzogliche 333 Altenstadt. Gambach den 28. Januar 1886. e Großherzogliche Bürgermeisterei Gambach. 764, 10 7 439 Reuhl. f 1˙— 8 0 5 9 * Einen Lehrling 250 Centner Gras- und Kleehen 07 7 sucht J. stissel, Stellmacher und Wagenbauer, hat zu verkaufen 377 g Oh Friedberg, Bismarckstraße. Bauernheim. Frau Bürgermeister Walther Ww. 123 Holzversteigerung. Montag den 8. und Dienstag den 9. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in dem Langenhainer Gemeindewald, Distrikte Bernhard und Filzhard, folgende Holzsortimente öffentlich versteigert werden: Montag den 8. Februar: 70 Wellen Buchen Nutzreiser, 268 Fichten und Kiefern-Stämme, 58 subikm. Inhalt, 10 Stück Derbstangen und tück Reisstangen. [Dienstag den 9. Februar Brennholz und zwar: 80 Raummeter Nadel Scheit und Knüppelbolz, 60 1 Nadel⸗Stöcke, 7670 Stück Weichholz und Nadel⸗Wellen, 200 S Holzversteigerung. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr in dem Gräflich zu Rantzau'schen Ziegenberg versteigert werden: 7— 13 m Länge und 16 bis Samstag den 6. anfangend, sollen Schneiderwald bei 90 Fichten⸗Stämme von 36 om Durchmesser, 320 Fichten Derbstangen. Zlegenberg den 31. Januar 1886. Die Gräfliche Verwaltung. 453 Sommerlad. Holz⸗Versteigerung. Donnerstag den 4. Februar 1886, Vormittags 10 Uhr, werden in dem Burg⸗Gräfenroder Gemeindewald, Distrikt Hochholz, öffentlich meistbietend versteigert: 30 Raummeter Eichen Knappel, 6 Buchen Stockholz, 2000 Stück Buchen Wellen. Zusammenkunft auf dem Weg und Kaichen. Burg Gräfenrode den 30. Januar 18886. Großherzogliche 4 7 germeisterei Burg Gräfenrode. Loscherosch Jagd Verpachtung. Montag den Februar, Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem hiesigen Ratbhaus die der Gemeinde zustebende zwischen Groß Karben 448 2 Feld⸗ und Waldjagd auf mehrere Jahre meistbietend verpachtet werden. Hoch⸗Weisel am 28. Januar 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch-Weisel. 432 Wörner. Eber-Versteigerung Vormittags 10 Uhr, soll Wirtbschaft des 3 Mittwoch den 3. Februar, ein der Gemeinde gebriger Eber in der Simon Schütz öffentlich meistbietend versteigert werden. Ober⸗Wöllstadt den 29. Januar 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei W̃ Ober Wöͤllstadt. 135 Feuerbach. Steinbruch-Verpachtung. Donnerstag den 11. Februar, Vormittags dei 10 Uhr, Gastwirth Winter dabier soll der Herrschaftliche Basalt Steinbruch im Distrikt Hohederg unter den im Termin bekannt zu gebenden Bedingungen öffentlich an den Weistbietenden verpachtet werden. Zu vorheriger Auskunftsertheilung erklärt sich die unterzeschnete Stelle bereit. Bingenbeim, 30. Januar 1886. Großherzogliche Oberföͤrsterei Bingenheim. 436 Daab. Bekanntmachung. Es wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der Vieinalweg in der Gemarkung Nieder Erlenbach bis an die Nieder-Eschbacher Grenze in Folge der Consolidation in Wegfall kommt und nicht mebr fahrbar ist. Nieder-Erlenbach den 30. Januar Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Erlenbach. Kötter. 1886. 437 Immobilien-Versteigerung. Montag den 8. Februar d. J, Vormittags 10 Ubr, werden die zum Nachlaß des Zieglers Konrad Knaf dahter gehoͤrigen Immobilien, als: Hofraitbe, bestehend in neu erbautem Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Ziegelofen mit Trockenbau, sowie elreg 25 Morgen Gelände, zum Letzten mal auf hiesigem Gemeindehause verstelgert. Rodbeim v. d. H. am 30. Januar 1886. Großherzogliches Ortsgericht Rodheim v. d. H. J acobi. 138 Der An und Verkauf von Staalspapieren, Loosen& Coupons wird bestens, billigst 5 diseret besorgt von 11 Schulhof in Friedberg. 1 1 . 2 c. 7 e — —— r Hosapotheke zum Engel. 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Halde-Scheibenhonig, Pfund 85 Pf., zwette Waare 55 Pf., Leckhonig 9 1 Seim⸗(Speise⸗) Honig Pfund 40 Pf., Futterhontg 40 Pf., in Scheiben 55 Pf. Posteolli gegen Nachnahme, en 19 0 billiger. Nichtpassendes nehme umgehend franeo zuruck. Soltau, Lüneburger Haide.(A 645/ 1 A.) 445 E. Dransfeld's Imkereien. Volksbildungs- Verein. Das Lesezimmer ist täglich von 11 Uhr Vormittags bis Abends 10 Uhr für Jedermann geöffnet. Die Ausgabe von Büchern aus der Bibliothek findet jeden Mittwoch, Nachmittags von 1½ bis 2 Uhr statt. Auch Nichtmitglieder können auf Namen von Mit⸗ gliedern Bücher erhalten. Aufträge können täglich im Lesezimmer abgegeben werden. 433 Casino. Bis auf Weiteres: regelmäßig Speierer Bier, Mittwochs Hackerbräu. Musikverein. Dienstag und Freitag Elias-Probe. Jeden 0 Die Mitwirkung bei dem Concert hat regelmäßigen Besuch der Proben zur Voraussetzung (§. 7, 2 d. der Statuten). 451 Der Vorstan d. Turnverein. Jux-Abend Sonntag, 21. Februar im Hotel Trapp. Beginn 7¼ Uhr. 450 Der Vorstan d. Glanzbügel⸗Cursus⸗Exöffuung. Den geehrten Damen von Friedberg und Umgegend zur gefälligen Nachricht, daß der Unterricht Mittwoch den 3. Februar in meiner Wohnung bei Frau Renlamts⸗ diener Jung betinnt. Um Mitbringen der Wäsche wird gebeten. Honorar 10 Mark. Anmeldungen werden daselbst entgegengenommen. Achtungsvoll A. Kaiser. Frische Schellfische e Wilh. Fertsch. Strümpfe und Socken, Unterjacken, Unterhosen und Hemden zu den dilligsten Preisen bei 355 Heinr. Diehl, Usagasse. d Regenschirme, Waschleder-Handschuhe und Cravatten empfihlt billigst 327 Fritz Schmidt, Kaiserstraße. Carl Damm, Usagasse, empfiehlt das Neueste in 352 Küchen⸗Geräthschaften. Todes-Anzeige.“ 0 Verwandten und Freunden hiermit die schmerz⸗ liche Mittheilung, daß unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante b Elise Engel beute plötzlich in ihrem 49. Lebensjahre ver— schieden ist. Um stille Theilnahme bitten Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. [Die Beerdigung findet statt Mittwoch den 3. Februar, Nachmittags 3 Uhr. Besondere Einladung erfolgt nicht. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unseres unvergeß— lichen, innigstgeliebten Vaters, Schwiegersohns, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Stadtrath Bernhard Schimpf, sowie für die reichen Blumenspenden sagen wir hiermit Allen, ins besondere dem verehrlichen Stadtvorstand und den verehrlichen Vereinen, unseren tiefgefühltesten Dank. Bad⸗Nauheim den 31. Januar 1886. 449 Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindemagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. ——— ird h — Die einsp Anno 12 Genera ergeben Betref D Einlage laͤngste — D. Diebun akadem Verleil mann“ Alzey Mädche liösen A llscher infolge großen Großbe jüngere Es wir Sachset großere die den ungünst der let um das Unter dem jut wieder Sitzung vorigen und An schüsse 1 Ju Vepfan meu,. Aug enze Mu daß die Instruk sind Ul Anliege bezu. 9