9 1 . 2 derry 1 92 9 Seomen, zeichnen Uros eorg Gross hmacher. chub mac Carl uch. ö . R f. Man Frirdt. Sitten pskuchen 1 eilt ien üg . Den. kinn eben, 4 1 A ibsmla 1 1 bar 1 Ait vo! 1 v 1 L — negerle 1 cht 6 ge Ann, shnung, I eh isss. Dienstag den 30. Zuni. M 76. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz m Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betra it 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. g nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Mit dem 1. Juli 1885 beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, mein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, berichte, Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, besonders außerdem wöchentlich einmal Derselbe bringt in seiner Eigenschaft als Kreisblatt die kreisamtlichen Erlasse, sodann wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allge— Markt- und Cours⸗ in dem gratis beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel; sodann monatlich ebenfalls gratis in dem praktischen Rathgeber für Landwirthe Aufsätze und Notizen für die Landwirthschaft, in dem praktischen Rathgeber für's Haus interess ante und belehrende Notizen für's Haus und die Familie. Dias Abonnement beträgt bei der Verlags expedition ohne Bringerlohn vierteljährlich 1 Mark, durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 1 Mark 50 Pfennig. In Bad⸗Nauheim kann der Anzeiger auch bei Herrn Heinrich Bernhard(Schnurstraße) bestellt werden, der den— selben für eigene Rechnung, per Quartal 1 Mark 40 Pfennig, vertreibt. Der„Oberhessische Anzeiger“ kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch f drückliche Abbestellung erfolat. keine Unterbrechung eintritt. ür das kommende Halbjahr zusenden, wenn nicht aus— Die Expedition. Amtlicher Theil. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Wilhelm Klein, Georg Hahn und Hartmann Hieroenimus von Burg- Wilhelm Schenk zu Friedberg wurde als Stellvertreter des von Griedel wurden als Feldgeschworenen der Gemeinde Griedel ernannt und verpflichtet. und verpflichtet. Grieb II. und Georg Vissel IV. und Heinrich Bohn IV. von Wohnbach wurden Fleischbeschauers Hräfenrode wurden als Feldgeschworene dieser Gemeinde ernannt zu Friedberg ernannt und verpflichtet. Georg Ludwig Kraft III. zu Feldgeschworenen dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt, 28. Juni. Der Großherzog begab sich heute mit dem Erbgroßherzog und den Prinzessinnen Irene und Alix nach Offen— bach, um den Festzug der Schützen zu sehen, und hörte sodann, nach Darmstadt zurückgekehrt, das Concert des Kölner Männergesang-Vereins im hiesigen Saalbau mit an. — Der prakt. Veterinärarzt Köster zu Rüssels— heim wurde zum Kreisveterinärarzt in Reichels— heim, der Expeditor bei der Main-Neckar-Eisen⸗ bahn Funck zum Güterexpeditor in Darmstadt und der Telegraphist bei dieser Bahn Becker zum Expeditor, der Ministerialkalkulator 2. Kl. Seip und den Steuerassessor Nicklas aus Ober— Ofleiden zu Steuercontroleuren, sowie der Kreis— bauaufseher Bischoff in Grünberg zum Straßen— meister ernannt. Berlin, 27. Juni. Die Ausschüsse des Bundesraths haben den Vertrag des Reiches mit dem Norddeutschen Lloyd in Bremen über die Dampfersubvention angenommen. Der „Reichsanzeiger“ veröffentlicht die Beschlüsse des Bundesraths, betr. die Zolltarifsätze für die Ver— zollung verschiedener, nach dem Text des neure— digirten Zolltarifgesetzes bezeichneten Waaren. — 27. Juni. Eine heute abgehaltene Ge— neralversammlung der Steinträger und Bau— Arbeiter Berlins und der Umgegend beschloß, einen Bund der Steinträger zu begründen. Ferner wurde der bereits am 25. Juni be— schlossene Streik als gerechtfertigt anerkannt und beschlossen, sich dem Streik der Maurer anzu— schließen und die Arbeit überall niederzulegen. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erklärt gegen— über der von der„Nowosti“ reproducirten Nach— richt aus einem preußischen Provinzialblatt, daß Deutschland einen Hafen auf Quelpart an der güste von Korea oder vielleicht auch diese Insel in Besitz nehmen werde: nach guter Juformation sei in den amtlichen Kreisen Deutschlands nie— mals auch nur der Gedanke besprochen worden, Häfen, Inseln oder Land an den Meeren, von welchen Korea bespült ist, zu erwerben. Ems, 26. Juni. Der Kaiser nahm gestern Mittag das erste Bad; später fand ein Vortrag Albedyll's statt. Der Kaiser dinirte allein und machte Abends eine Spazierfahrt. Heute wurde die Trinkkur im Zizimer fortgesetzt, welcher um 9 Uhr eine Spazierfahrt und später ein Vor— trag Wilmowski's folgte. Braunschweig. Dem„Braunschweiger Tagblatt“ zufolge steht die Einberufung des braunschweigischen Landtags für den 30. Juni bevor. Das Blatt will wissen, der Zusammen⸗ tritt des Landtags sollte demselben Gelegenheit geben, seine Meinung über die mit dem Autrage Preußens zusammenhängenden Vorgänge in der braunschweigischen Frage zu äußern. Aurich, 26. Juni. Die Führer der von der„Pommerania“ aufgebrachten beiden eng— lischen Fischerfahrzeuge, Dosset und Wright aus Goalston, wurden von der hiesigen Strafkammer wegen unberechtigter Fischerei zu je sechswöchent— lichem Gefängniß unter Anrechnung der Unter⸗ suchungshaft und der Kosten verurtheilt und zu— gleich auf Einziehung der Fanggeräthe erkannt. Der Staatsanwalt hatte eine Gefängnißstrafe von zwei Monaten beantragt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 25. Juni. Der König und die Königin von Rumänien sind heute aus Neuwied hier eingetroffen. Dieselben wurden vom Erzherzog Albrecht am Bahnhofe begrüßt und sind mit dem hier weilenden Könige von Serbien zur Hoftafel nach Schönbrunn geladen. Schweiz. Bern, 27. Juni. Der Natio— nalrath und der Ständerath haben heute ihre Session geschlossen. Die Fortsetzung der Session findet am 7. Dezember statt. Frankreich. Paris. Einer Depesche aus Hanoi zufolge begibt sich Courcy mit einer starken Escorte nach Hüe, um sein Beglaubigungsschreiben zu überreichen. — 27. Juni. Die Deputirtenkammer nahm nach kurzer Debatte den Gesetzentwurf, betr. die freie Fabrikation von Kriegswaffen an, wobei der Artikel, nach welchem Privatleuten der Be— siz von Kriegswaffen gestattet ist, gestrichen wurde. Es wurde sodann die Berathung des Ausgabebudgets vorgenommen. Dem„Temps“ zufolge beabsichtigt die Regierung ein Gesetz ein— zubringen, wodurch sie ermächtigt wird, den Ein— gangszoll auf Producte derjenigen Länder, welche Frankreich nicht die Behandlung der meistbe— merer ernannt. günstigten Nation zugestehen wollen, um 500% zu erhöhen. Das Gesetz würde sofort auf Ru— mänien Anwendung finden, falls Rumänien in seiner Haltung beharrt. Lyon, 28. Juni. Gestern fand hier eine Versammlung von 10,000 Seidenwebern statt, das Comité derselben will sich morgen mit den Fabrikanten benehmen; man befürchtet Arbeits— einstellung. Großbritannien. London, 26. Juni. Lord Harris wurde zum Unterstaatssecretär für Indien, Lord Dunraven zum Unterstaatssecretär für die Colonien, Earl Lathom zum Oberkäm⸗ Zum Unterstaatssecretär des Aeußeren wurde Sir M. W. Ridley ernannt; die Ernennung des Unterstaatssecretärs der Co— lonien ist noch nicht erfolgt. Salisbury empfing im Auswärtigen Amte das diplomatische Corps. Unter den Erschienenen befanden sich Graf Münster, Nigra, Musurus und Staal. — 27. Juni. Gutem Vernehmen nach wer— den die afghanischen Grenzverhandlungen zwischen Salisbury und Staal unter Zuziehung Lessar's bald wieder aufgenommen. Man nimmt allge— mein an, daß die bereits unter Lord Granville erzielten Abmachungen keinerlei Aenderungen er— fahren werden. Die noch zu erledigenden Punkte dürften keine besonderen Schwierigkeiten mehr bieten. — Lord Salisbury hat dem französischen Botschafter Waddington gegenüber sehr freund— schaftlichen Versicherungen und dem lebhaften Wunsche Ausdruck gegeben, die schwebenden Fragen in Uebereinstimmung mit Frankreich zum Abschluß zu bringen. Italien. Rom. Die Journale melden, Depretis werde interimistisch das Auswaͤrtige Amt übernehmen. Spanien. Madrid. Canovas und Romero riefen in Murcia Hilfscomités in's Leben, denen sie 70,000 Fres. überwiesen. Rumänien. Bukarest. Der französische Gesandte Ordega hat für den Fall, daß die Re— gierung den bestehenden Handelsvertrag nicht verlängern sollte, die Anweisung erhalten, die Anwendung des franzoͤsisch-türkischen Vertrages von 1861 zu fordern; andernfalls würde Frank⸗ reich die rumänischen Producte mit Prohibitiv⸗ zöllen belegen. Afrika. Algier, 26. Juni. In Folge des Verbots zur Aufführung einer Operette in der Sabirsprache gibt sich hier seit zwei Tagen eine leichte Erregung kund. Gestern Abend durch— zogen 50 junge Leute lärmend die Straßen mit dem Rufe: Nieder mit den Juden! 7 Verhaft⸗ ungen wurden vorgenommen. Der Zwischenfall hat keinerlei Bedeutung. In Folge des jüngsten Dekrets, welches den Commandirenden der mili⸗ tärischen Streitkräfte in Tunis dem Generalre— sidenten dorten unterordnet, verlangte General Boulanger vom Kriegsminister, zur Disposition gestellt zu werden. Amerika. New⸗Nork. Nach einer Depesche aus Lima sind die Truppen des Generals Ca— ceres entlassen. Aus Stadt und Land. H. Friedberg. Unsere Stadt wird demnächst um eine westere Zierde bereichert werden. Der Stadtkirch— thurm erhält nämlich eine neue Uhr mit 3 Zifferblättern, letztere werden einen Durchmesser von 3 Meter haben, mit weißem Anstrich, erhabenem Rand und deutlichen Zahlen versehen, demnach für ein gutes Auge weithin sichtbar. Hoffentlich wird uns dann der Erbauer der neuen Uhr nicht zu lange über die festgesetzte Zeit warten lassen. Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 25. Juni gegen Karl Hepper von Ober⸗Mörlen, wegen betrüglichen Bankerutts. Die Geschworenen verneinten die ihnen vorgelegte Schuldfrage und wurde der Angeklagte dem— gemäß von Strafe und Kosten freigesprochen.— Am 26. Juni gegen den Lehrer i. P. Michael Beyke von Ober-Mörlen, wegen Meineids. Die Geschworenen ver— neinten die ihnen vorgelegten Schuldfragen und wurde demgemäß Beyke von Strafe und Kosten freigesprochen. Allerlei. st. Frankfurt. Mittwoch den 1. Juli beginnt im Frankfurter Opernhause das Gastspiel des rühmlichst be— kannten Ensemble's des Münchener Gärtner-Theaters. Die Gäste werden neben denjenigen Stücken, mit denen sie bereits im vorigen Jahre große Erfolge erzielten (wie„Herrgottschnitzer“,„Prozeßhansl“,„Im Austrags— Stüberl“), auch Novitäten zur Darstellung bringen. So z. B.:„Der Schlagring“,„Der Geigenmacher von Mittenwald“,„Zwiderwurzen“ und„Der Protzenbauer“. Dieses Gastspiel dürfte auch für alle auswärtigen Theaterfreunde von Interesse sein. Daß diese Vorstell⸗ ungen in das neue Opernhaus verlegt worden sind, welches jetzt bei einer Hitze von 24 Grad ein kühler und angenehmer Aufenthaltsort bleibt, wird für dieses Gastspiel jedenfalls sehr günstig sein. Mannheim. Der muthmaßliche Mörder der Mar— garethe Ries soll, wie man aus zuverlässiger Quelle erfährt, verhaftet worden sein. Saarbrücken, 27. Juni. Gestern Nachmittag fand in der Grube Dudweiler eine Explosion schlagender Wetter statt. Von 37 Arbeitern wurden 17 getödtet und wird einer vermißt. Die übrigen Arbeiter wurden ge rettet. Der Betrieb der Grube ist nicht unterbrochen. Hattingen a. d. Ruhr, 26. Junt. Während eines heute hierselbst niedergegangenen schweren Gewitters schlug der Blitz in eine unweit von der Bahn auf der Weide befindliche Heerde und tödtete, wie der„Elberf. Ztg.“ berichtet wird, mit einem Schlage nicht weniger denn 15 Kühe. Auch sonst soll das Gewitter noch wei— teren Schaden angerichtet haben. Bremen. Die Rettungsstation Hooksiel der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphirt: Am 27. Juni von der holländischen Tjalk„Margarethe“, Capitän Spelmann, gestrandet beim Hooksieler Tief, sieben Personen gerettet durch das Rettungsboot der Station Hooksiel. Unter den Geretteten eine Frau und 3 Kinder. Starker Nordwind. Die Erfindung der künstlichen Soda. Da Nicolas Leblanc die künstliche Bereitung der Soda, dieser in der Industrie und für jede Haushaltung so unentbehrlichen Substanz, er— funden und sich damit zu einem Wohlthäter der Menschheit aufgeschwungen, hat man demselben eine Statue in seiner Geburtsstadt gesetzt. Wer in der industriellen Chemie nicht sehr be— wandert, fragt vielleicht ganz harmlos, was denn da Bewundernswerthes dabei sei. Indeß mögen einige Antecedentien den Werth dieser Erfindung klar legen. Vor ca. 100 Jahren setzte die Akademie in Paris einen Preis von 12,000 Francs für Denjenigen aus, der ein billiges Mittel fände, aus dem Seesalz die Soda zu extrahiren. Diese, nächst dem Kali wichligste Substanz unter den Alkalien kam von den Küsten Spaniens, aus Alicant und Malaga; man zog sie damals aus der Asche von Strandflanzen, deren besondere Gattungen man virte. Man erhielt aus der zurückbleibenden Asche(Pottasche genannt) die sogenannte rohe Soda. Sie war damals sehr theuer, und dieser hohe Preis drückte schwer auf die Industrie der Glas- und Seifenfabrikation. 1789 gelang es Nicolas Leblanc die von der Akademie gestellte Aufgabe zur Zufrieden: beit zu lösen; er zersetzte das Seesalz durch Schwefelsäure, erhitzte den mit Kreide oder Kalk vermischten Schwefel und erhielt auf diesem Wege die künstliche Soda zu bedeutend billigerem Preise. Diese Erfindung war der Ausgangspunkt einer vollständigen Revolution in der Fabrikation chemischer Producte, und der Einfluß, der da durch auf die Judustrie ausgeübt wurde, war so groß, daß man sein Verdienst neben das von Walt, dem Verbesserer der Dampfmaschinen und Erfinder des Kondensators, stellte. Heute be⸗ läuft sich der jährliche Verbrauch der Soda in Eurepa und den Vereinigten Staaten auf 700-800 Million Francs. Dieselbe wird vor⸗ herrschend zur Fabrikation des Glases, der Seife, des Papiers und zum Bleichen der Ge⸗ webe aller Art verbraucht. Somit leistet uns die Soda ganz außerordentliche Dienste, und könnte man sie heutigen Tages nicht mehr ent— behren. Das Verfahren Leblanc's hatte noch andere nicht minder bedeutende Erfolge; denn es regte zur Auffindung eines billigeren Mittels der Fabrikation der Schwefelsäure an; man fand dasselbe nach und nach, ebenso fand man auf chemischem Wege die Chlorsäure und den Chlorkalk. Nach Maßabe der dadurch billiger werdenden Substanzen ermäßigten sich auch die Preise für Hanf und Flachsleinen und Gewebe der Baumwollenstoffe, deren Bleichung früher mehr gekostet hatte. Die Erfindung ist aber dabei nicht stehen geblieben, die Konkurrenz wurde so groß, daß der Fabrikant bei der Darstell⸗ ung der Soda Nichts mehr gewann; er fand seinen Vortheil erst wieder in der Chlorsäure, einem Unterprodukt seiner Industrie; dann kam der Tag, wo wiederum die Säure Nichts mehr einbrachte, sondern der Chlorkalk den Verdienst abwarf. Noch einen Schritt weiter— und der Fabrikant griff nach dem Schwefel, dann nach dem Braunstein. Der Schwefel und der Braunstein hatten ihre Zeit gedauert; es war schließlich der kupferhaltige Kies, von dem man den Lohn forderte. Derselbe ist aber auch schon ein überwundener Standpunkt. Die Kohle war es, die man zur Erhitzung der Mischung von Schwefel und Kreide verwandte; die Kohle kostete fast Nichts. Die Produkte, die sie er⸗ zeugte, bezahlte sie reichlich durch Essenzen, durch das Oel und die Farbstoffe, welche ihr Rück— stand darbietet. Als Dumas England besuchte, war er über— rascht, die Verdienste Leblanc's dadurch aner— kannt zu sehen, daß ihm zu Ehren in den ver⸗ schiedenen Fabriken aus den chemischen Stoffen kleine Monumente aufgestellt waren. Dumas votirte, als er heimgekehrt war, in der Akademie der Wissenschaften, dem Erfinder der künstlichen Soda in seiner Issoudun als Anerkenntniß seiner Verdienste, eine Statue zu setzen, was sofort allgemeine Zustimmung fand. Das Vorkommen von Viehsenchen im Großher⸗ zogthum Hessen während des Monats Mai 1885. Rotzkrankheit: Infolge früherer Feststellungen der Seuche stehen noch als der Ansteckung verdächtig unter polizeilicher Beobachtung: 7 Pferde in Gießen, 3 Pferde eines Besitzers in Seligenstadt und 2 Pferde eines Be— sitzers in Klein-Krotzenburg, im Kreise Offenbach. Am 8. Mai wurde in Bürgel, im Kreise Offenbach, der Rotz bei einem Pferde constatirt. Dasselbe wurde am 11. Mai auf polizeiliche Anordnung getödtet; das andere Pferd sogar zu diesem Zwecke in einigen Gegenden kulti— desselben Besitzers wurde als der Seuche verdächtig unter Stallsperre gestellt. Im Zusammenhang mit dem Seuchen⸗ ausbruch in Bürgel wurden ferner als der Ansteckung verdächtig unter polizeiliche Beobachtung gestellt in Offen⸗ bach 4 Pferde, von welchen je 2 einem Besitzer gehören burg veräußert und, bevor es nach Bürgel verkauft wurde, mit den 4 Pferden in Offenbach in Berührung gewesen ist.— In Hainstadt, im Kreise Offenbach, wurde 1 0 übrigen beiden Pferde desselben Besitzers stehen als der Ansteckung verdächtig unter polizeilicher Beobachtung. Milzbrand wurde festgestellt: im Kreise Friedberg am 1. Mat in Schwalheim, am 15. und 24. Mal in Wisselsheim, am 16. Mat in Fauerbach und am 18. Mai in Oppershofen; im Kreise Gießen am 5. Mai in Gießen und am 22. Mai in Lich; im Kreise Alsfeld am 21. Mal in Eulersdorf; im Kreise Lauterbach am 14. Mai in Maar; im Kreise Büdingen am 12. Mai in Hirzenhain und am 18. in Schwickartshausen. Der letztangeführte Seuchenfall wurde an einem krepierten Schwein constatirt, sämmtliche übrigen an je einem krepixten Rindvtehstück, Lungenseuche: Infolge früherer Constatirung standen zu Beginn des Monats Mat noch unter Sperre, bezw. polizeilicher Ueberwachung in Kelsterbach, im Kreise Groß⸗ Gerau, 1 Stück Rindvieh als der Seuche, in demselben Stalle noch 3 und in einem weiteren Stalle eines als der Ansteckung verdächtig unter polizeilicher Beobachtung. Das der Seuche verdächtige Thier wurde am 15. Mal auf polizeiliche Anordnung getödtet. Die übrigen sind den angeordneten Maßnahmen noch unterworfen. Die Maul- und Klanenseuche in Stadecken, im Kreise Mainz, wo sie am 14. April, und in Rüsselsheim, im Kreise Groß-Gerau, wo sie am 22. April festgestellt worden war, ist wieder erloschen. Constatirt wurde die Seuche im Kreise Dieburg in Lengfeld am 12. und in Ratbach am 20. Mai. Der Bläschenausschlag des Rindbiehs in Alsfeld und Leusel, im Kreise Alsfeld, wo er am 24. bezw. 29. April festgestellt worden war, ist noch nicht erloschen. Von Neuem constatirt wurde die Seuche im Kreise Als⸗ feld in Reimenrod am 10. Mai, in Angenrod am 23. Mat und in Schwabenrod am 31. Mal; im Kreise Gießen in Queckborn am 12. Mai und in Reinhardshain am 18. Mai. Die Rände gilt als noch vorhanden unter den Schafen in Ringelshausen und Villingen, im Kreise Gießen, in den Orten Wenings, Dauernheim, Bergheim, Wallern— hausen, Ranstadt, Eckartsborn, Mittelgründau und Lor⸗ bach, im Kreise Büdingen, in Eulersdorf, Eudorf, Rup⸗ pertenrod und Merlau, im Kreise Alsfeld, in Maar und Hörgenau, im Kreise Lauterbach, und in Ulrichstein, Michelbach und Burkhards, im Kreise Schotten. Handel und Verkehr. Friedberg, N. Juni. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75— 0.90, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pf. Gießen, 27. Junt. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. Ne. 0.70 0.80, Eier per St. 5—6 Pf., Käse per St. 59 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0.80, Hühner per Stück M. 0 801.20, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.00, Enten per Stuck M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50-60 Pf., Hammel⸗ fleisch 64— 70 Pf., Kalbfleisch 46—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4., Zwiebeln per Ctr. M. 9— 10, Kirschen per Pfd. 12— 20 Pf. Gießen, 26. Juni. Auf dem am 23. Juni abge⸗ haltenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 1355 Stück Rindvieh und 573 Stück Schweine. Es zeigte sich durch den lebhaften Handel große Kauflust. Nächster Markt Dienstag den 7. und Mittwoch den 8. Juli d. J.; an letzterem Tage auch Krämermarkt(Kirschenmarkt). Frankfurt, 27. Junt. Wochenmarkt. Auf dem heutigen Markte kostete Butter en gros 70-80 M., im Detall 9) Pf. bis M. 1.10, Tafelbutter M. 1.20, Eier das Hundert 4—5 M. Bohnen das Pfd. 40-60 Pf., Hundert Schneidbohnen M. 1.20— 40. Weißkraut und Wirsing 18—25 Pf., Gurken 10— 15 M. das Hundert, das Stück 12— 18 Pf., gelbe Rüben 4—7 Pf., Kohlrabi 4—5 Pf. per Stück, Salat 2—4 Pf., Kirschen en gros 6— 10 Pf. das Pfund, im Detail 12— 25 Pf. Fast 100 Centner Kirschen wurden verwogen und gingen nach dem Norden.— Fleisch- u. Geflügelpreise sind unverändert. Frankfurt, 26. Juni. Auf dem Heu- und Sroh⸗ markt waren 37 Wagen zugefahren. Heu kostete 100 Ko. M. 5.40 6.40, Stroh M. 4.— 5.40. Packetverkehr mit Spanien und Portugal. Vom 1. Juli ab tritt Spanien dem Uebereinkommen des Vaterstadt Weltpostvereins in Betreff des Austausches von Post⸗ packeten bei. Die Postanstalten in Deutschland nehmen demgemäß von diesem Tage ab Postpackete(kleine Packete ohne Werthangabe bis 3 Kilogramm) zur Beförderung nach Spanien gegen das vorauszubezahlende Porto von M. 1.40 an. Vom gleichen Zeitpunkte ab werden auch schwerere Packete, sowie Packete mit Werthangabe, nach Spanten und im Durchgange durch Spanien, nach Por tugal zur Beförderung als Päckereisendungen der ge⸗ woͤhnlichen Art auf dem Wege über Frankreich bei den Postanstalten wieder zugelassen, jedoch müssen solche Packete an einen Commissär in den an der französisch-spanischen Grenze belegenen Orten Hendaye bezw. Cerbere, zur Ver⸗ mittelung der Weiterbeförderung nach Spanien ꝛc., ad res⸗ sirt werden. Ueber das Nähere ertheilen die Postan⸗ stalten Auskunft. Literarisches. Daheim. Nr. 39 enthält: Souverän.(Schluß.) — Im Leipziger Rosenthal vor 100 Jahren. Von B. Stübel. Mit Bild.— Die Spritzfahrt nach Kleve. und in Klein⸗Krotzenburg 2 Pferde eines Besitzers. Hier⸗JEine heitere Erinnerung aus der Fähnrichszett von zu wird bemerkt, daß das fragliche rotzkranke Pferd] Ferschke.— Ein Vogelschießen in einer Irrenanstalt. Ende Februar von einem Leinreiter aus Klein⸗Krotzen⸗] Von E. Keßler.— Seehase und Hummer. Mit Blld. ein Pferd eines Leinreiters bei der angeordneten Revsston verdächtig befunden und unter Stallsperre gestellt. Die — Aus der Südsee. Von Aly, Marinepfarrer.— Die Geschichte der Congostaatgründung.— Am Familten⸗ Herr Montag — ö 0 Don fallen i 120 2070 66 verstelge 900 5. * Mit 3 Illustr.— In unserer Spielecke.— Mit zwei lustr. Beilagen. 8 g f 0 Mittwoch den 1. Juli: Außer Abonnement. Der Herr— Arx. 26 enthält:„Helfet dem Handwerker“.— Aus der gottschnstzer. Mittelpreise. Welt.— Für die Werkstatt: Elne Schutzgemeinschafe Donnerstag den 2.: Außer Abonnement. Prozeßhansl. gegen das Borgen.— Nutzen der Krankenkasse.— Dit Mittelpreise. Aaänfte in Rußland.— Gebt uns Handwerker Kammern. Freitag den 3.: Außer Abonn. Im Aus tragstübchen. — Ein Innungsstreit wegen zu vieler Brödchen.— Un⸗ Mittelpreise. ische: Zu den Bildern: Alter Krieger und Eine Herz; glück in einer Papierfabrik.— Auf Glas und Porzellan zu schreiben.— Schaukästen an den Straßen ⸗Ecken.— Auflösung einer Innung.— Allerhand Nüßliches für sollen im Holzhauser Gemeindewald, Distrikt Spieß: versteigert werden. 0 N N Dienstag den 30.: Letzte Vorstellung vor den Opernfersen. Das Gloöcklein des Eremiten. Mittelpreise. Gesammt⸗Gastspiel der Mitglieder des königl. Theaters am Gärtnerplatz, unter Leitung des königl. bayerischen Hofschausplelers Herrn M. Hofpauer. närkung.— Haus: und landwirthschaftliche Umschau. „Die Werkstatt.“ Meister Konrads Wochenzeitung. Samstag den 4.: Zum Erstenmale: Außer Abonn.: Der Schlagring. Volksstück aus den bayer. Bergen mit Gesang und Tanz in 4 Aeten, nach der Erzählung von Messerer von Hans Neuert. Mittelpreise. Brodpreise vom 1. bis 16. Juli. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preisc vom 1. bis 16. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Wasserwärme der Usa. 28. Junt Abends 19 Grad Reaumur. 29. Juni Mittags 19 Grad Reaumur. Walter. den Handwerker.— Für den Abendschoppen: Wie die Reglerung über die Innungen denkt.— Stoff für die Dewerbevereinsabende.— Noch ein Geburtstags-Geschenk Sonntag den 5.: Außer Abonn. Der Herrgottschnitzer. Mittelpreise. Leise Anfrage. Wo bleibt denn eigentlich jener anonyme Leichenwagen⸗ Donnerstag den 2. Juli 1885, Vormittags 9 Uhr, 120 Raummeter Eichen⸗Schälknüppel, 2570 Stück Schälwellen, 66 Eichen⸗Stangen Holzhausen den 28. Juni 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzhausen. 2377 Rled. Grassamen-Versteigerung. Donnerstag den 2. Jult d. J., Nachmittags 1 Uhr, wird der Grassamen in den hiesigen Gemeindewaldungen auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert. Büdesheim den 29. Juni 1885. 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E. zweimal, ist das geeigneteste Publikations-Organ für alle im deutschen Reiche vorkommenden öffentlichen Arbeiten und enthält alle Ausschreibungen über Submissionen, Lieferungen und Verkäufe der Eisenbahn, 5 Arbeiten, Mittheilungen auf dem Gebiete der Industrie, des Verkehrswesens und der Statistik und ver⸗ öffentlicht alle Submissions⸗Ergebnisse, welche für den Leserkreis Interesse bieten, soweit solche erbältlich sind. g Die Holz- und Lohrinden-Versteigerungen, von allgemeinem Interesse, sind im„Submissions-An⸗ Man abonnirt bei jeder Postanstalt des deutschen Reichs oder bei der Expedition in Straßburg im Elsaß, Finkmattstaden Nr. 2.— Insertionsaufträge nimmt an Carl Bindernagel in Friedberg. W. Bernbeck. -Kaffeebrennerei] und Mischung nur 0 liches Produkt, das allen anderen Sorten gegen- men- und Rinder-Schürzen für den Fürsten Bismarck.— Wenn einer Durst hat.— Montag den 6.: Zum Erstenmale wiederholt: Außer Berichterstatter? Er möge mit seinem Namen nur Farbe Für Haus und Herd: Bel Zeiten gewarnt.— Kirschen⸗ Abonn.: Der Schlagring. Mittelprelse. bekennen, vielleicht vereinigen sich unsere Wünsche. H. polster.— Klein Trudchen beim Essen.— Spruch.— 5 5 Noch ein Frühjahrsessen.— Formkuchen.— Geschirre Geld⸗ Cours. Herr Johann Maria Farina Zuszuspülen.— Weißblechgeschirre wieder wie neu zuf Frankfurt, am 27. Juni 1885.. 175 5 2 machen.— Für den Feierabend: Doktor und Apotheker.“ 0 Geber. Nehmer gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln g Pf. M. Pf. hat uns den Debit des Repertoir⸗Entwurf 20⸗Frankenstücke 5 15 16 11 5 1 ilni der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. 5 5 ee 6. 9 6 allein ächten Cölnischen Wassere Opernhaus. Englische Sovereings... 20. 33 20. 28 übertragen und empfehlen wir dasselbe Sonntag den 28.: Abschieds⸗Vorstellung des Herrn Joseph] Russische Imperiales. 16. 74 16. 70 per Glas zu M. 1.50, Beck. Trompeter von Säkkingen. Werner Kirchbof:] Dukaten. 9. 55 9. 50„ ½ Dutzend„„ 8.50, Herr Beck. Große Preise. al wand„„Dutzend„„ 16.75. Montag den 29.: Geschlossen. Dollarß in Hold. i Die Expedition des Anzeigers Holzversteigerung. 8 Expeditions⸗Büreau: Finkmattstaden 2. Insertion: 30 Pf. die 4gespaltene Petitzeile.. wöchentlich F emeindebehörden ꝛc. Derselbe berichtet in zuverlässiger! „enthält Originalberichte über öffentliche Bauten und tt eine weitgehende erfolgreiche Verbreitung. Prima Nepskuchen stets frisch von der Mühle empfiehlt äußerst billig 20 bb. Dan. Kümig. Hochwild, Hirsche und Rehböcke kauft zu jeder Zeit 2365 Friedberg. Fr. Gunderloch. empfiehlt sich Dina 1604 Im Bügeln Bühmer in der Burg. Gesucht . zum sofortigen Eintritt eine gesunde, kräftige Amme. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 2316 Im Reinigen von Bettfedern empfiehlt sich Frau Möbs, 88 wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorbause. Im Rohrsitzflechten auf Stühle aller Arten empfiehlt sich und bittet, da ihm seiner Blindheit wegen kein anderer Verdienst möglich, um Zuwendung von Arbeit Friedberg. Jacob Brack, Stuhlflechter, 126 Haagkstraße. A* 27. Juni, Morgens 7 Ubr, starb nach kurzem Kranksein unser innigstgeltebtes Töchterchen Emi im noch zarten Alter von 5½ Jahren. Ver— wandten, Freunden und Bekannten diese schmerz— liche Mittheilung widmend, sagen wir zugleich für die Beweise der Theilnahme bei dem Tode und bel der Beerdigung, sowie für die Blumen⸗ spende tiefgefühlten Dank. Friedberg. Die trauernden Eltern: Wilhelm Bechstein, Elise Bechstein, 2876 geb. Engel. Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, in Friedberg durch Carl Bindernagel: Alles mit Gott! Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest- und Feiertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Mus eulus, Habermann, Arnd, Seriver, Lassenius, Spener, Neum an n, Arnold, Franke, Schmolk, Stark, Tersteegen, Storr, Roos und vielen andern Gottesmännern. * Einundvierzigste verbesserte Auflage. 416 Seiten. Oktav. Mil einem Stahlstiche. Eleg. geb. M. 2.60. Eleg. geb. mit Goldschnitt und reicher Goldverzierung Preis M. 2.80. Pracht⸗Ausgabe auf Velin in feinstem Lederband M. 5.50. Pracht-Ausgabe auf Velin in feinstem Leinwandband M. 3.60. Eine verhältnißmäßig kurze Zeit ist seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als hundertundfünfzigtausend Exemplaren über alle Länder deutscher Zunge verbreitet.— Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kerngebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, so daß in demselben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Verlagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches — dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— gerzustellen und ist es ihr gelungen, diesem Andachtsbuche eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest- und Communiongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— 1595 Vorschuß- und Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft. 2378 Vom 1. bis 31. Juli bleibt unsere Kasse des halb⸗ jährigen Abschlusses wegen an den Nachmittagen geschlossen. Abonnements-Einladung. Mit dem 1. Juli 1885 beginnt der im großen Zeitungsformat erscheinende Wetterauer Bote nebst Illustrirtem Sonntagsblatt ein neues Quartal. Der Inhalt des Blattes, die interessantesten Vorkommnisse des In- und Auslandes umfassend, besteht u. A. aus allgemein verständlichen Politischen Uebersichten, Leitartikeln, Mittheilungen aus dem Großherzog— thum, Markt, Cours⸗ und Verloosungsnachrichten, Abschnitten eines spannenden Romans zc. ꝛc. Durch den Abdruck der in den Kreisen Friedberg, Gießen und dem Königl. Amt Usingen erlassenen amtlichen Bekanntmachungen, sowie durch die Veröffentlichung aller neu in Kraft tretenden wichtigen Gesetze ꝛe. wird der Inhalt des„Wetterauer Boten“ wesentlich bereichert. Durch rascheste und möglichst ausführliche Berichterstattung erfreut sich der „Wetterauer Bote“ in der Provinz Oberhessen und dem Königl. Amt Usingen einer großen mit jedem neuen Quartal stets sich vermehrenden Abonnentenzahl. Viele Behörden und Private benutzen deßhalb das Blatt zur Veröffentlichung ihrer resp. Bekanntmachungen. Die kleine Inseratzeile kostet 12 Pf., bei Wiederholung desselben Inserats wird hoher Rabatt bewilligt. Die Ausgabe des„Wetterauer Boten“ erfolgt Dienstags, Donnerstags und Samstags. Bestellungen auf den„Wetterauer Boten“ nebst 8 Seiten großem„Illustrirtem Sonntagsblatt“ nehmen sämmtliche Kaiserl. Postämter, die Posthülfsstellenverwalter, die Briefträger, unsere Privatboten und die unterzeichnete Expedition zum Preise von 1 M. 50 Pf. pro Quartal, jedesmal frei ins Haus geliefert, jederzeit entgegen. Wünscht man das Blatt regelmäßig an dem Postschalter oder bei den Posthülfsstellenverwaltern seines resp. Wohnorts abzuholen, so kostet der„Wetterauer Bote“ einschließlich Sonntagsblatt nur 1. M. 25 Pf. pro Quartal— Butz bach. Die Expedition des„Wetterauer Boten“. = Das Neueste in . 2 Sonnen-& negenschirmen empfiehlt zu den billigsten Preisen Einladung zum Abonnement auf die Neuen Hessischen Volksblätter. Hessische Landeszeitung-Volkblätter. 5 Mit dem 1. Juli 1885 eröffnen die„Neuen Hessischen Volksblätter“(Hessische Landeszeitung-Volks blätter) ein neues Abonnement. Tendenz und Haltung unseres Blattes, das in seiner Unabhängigkeit lediglich und allein auf sich selbst und die Gunst seiner Leser angewiesen ist, bletbt unverändert dieselbe, so daß wir uns der zuver⸗ sichtlichen Hoffnung hingeben dürfen, nicht nur die alten Leser fortzuerhalten, sondern auch immer mehr neue zu gewinnen.— Local⸗Nachrichten aus Hessen bringen wir durch unsere in allen Theilen des Landes thätigen Corre— spondenten so vollständig und rasch, wies dies nur immer möglich und wenden wir denselben unsere größte Sorgfalt zu.— Dem Feutlleton widmen wir ganz besonders Aufmerksamkeit und werden wir in den nächsten Tagen mit dem Abdruck der höchste spannendn Novelle„Der Huttenstein“ von der so beliebten Schriftstellerin Marie Widdern beginnen. Neu hinzutretenden Abonnenten wird der noch im Laufe des Monats Juni erscheinende Theil der Novelle auf Wunsch gratis und franco nachgeliefert.— Trotz des vergrößerten Formats beträgt der Abonne— mentspreis auch ferner für Darmstadt und Bessungen 2 M. 20 Pf., auswärts mit dem entsprechenden Postaufschlag. 8 Inserate finden bei der großen Auflage der„Neuen Hessischen Volksblätter“(Hessische Landeszeitung-Volks⸗ blätter) die weiteste und wirksamste Verbreitung.— Gleichzeitig ersuchen wir die geehrten auswärtigen Abonnenten, damit wir vollständige Exemplare liefern können und da die Post für Bestellungen nach dem 27. d. Mts. eineu ene von 10 Pf. erhebt, ihre gefälligen Bestellungen rechtzeichtig und womöglich bis zum 27. Juni machen zu wollen. Darmstadt im Juni 1885. HK. Friedrich, Kaiserstraße Nr. 77 neben der Post. Die Expedition der Neuen Hessischen Volksblätter. Hessische Landeszeitung⸗Volksblätter. Dismarckstraße. 2362 Der obree Stock meines Neubaues mit allen Be⸗ quemlichkeiten, Gärtchen und schönem Trockenspeicher, ist noch zu vermiethen und alsbald zu beziehen. 2202 J. Kissel. Eine Monatsfrau gesucht. Zu erfragen bei der Epped. d. Anz. 2356 25 feinster u. billigster Quali⸗ Hosenträger ze Polens empfiehlt billigst 2380 K. Friedrich. Zwetschen-Honig, Apfel-Gelée, Holl. Syrup, Bienen-Honig empfiehlt billigst 8 W. Bernbeck. Ein Dienstmädchen sucht zum baldigen Eintritt 2290 M. Scheibel. Sonntagsschuse für Handwerker und Lehrlinge Unterricht im Freihandzeichnen, geometrischen Zeichnen darstellende Geometrie und Fachzeichnen für sämmtlicht Gewerbe. 9 Zeichenschule für Schüler von 10 bis 14 Jahren; Unterricht im Freihand- und geometrischen Zeichnen am Samstag Nachmittag. Sonntag früh 8 Uhr im Unterrichtslokale auf dem Rath⸗ hause zu Vilbel, oder beim Vorstande des dortigen Lokal gewerbvereins. Rosbacher Brunnen. Mit Gegenwärtigem benachrichtigen wir unsere ge⸗ ehrten Abnehmer, daß wir den Verschleiß unseres Wassers für Friedberg und Umgegend dem Herrn Apotheker Görz an denselben zu wenden. Herren Wiederverkäufern und größeren Consumenten die 100 Stück zum alten Preis von 18 Mark und liefern dieselben bei Abnahme von 50 Stück in der Stadt frei in's Haus. 25 2373 C. Görtz. 5 9 Wohnungs Anzeige. Meine Wohnung befindet sich im Hause des Herrn Schreinermeisters Seip, Frankfurterstraße(gegenüber dem goldenen Engel). Sprechstunde von 7 bis 9 Uhr Morgens. Vilbel, Juni 1885. Dr. med. Tassius, 2331 Arzt. can; leichte Unterjacken u. Unterhosen in allen Größen und Weiten bei 23770 Heinr. Diehl, Usagasse. Zwei noch wenig gebrauchte 2345 Badewannen können täglich billig verliehen oder auch käuflich abge⸗ geben werden. Näheres bei der Exped. des Anzeigers. Schließ-, Wasch-& Handkörbe zu außerordentlich billigen Preisen bei 2375 Carl Damm, Usagasse. 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(Hierzu Praktischer Rathgeber für Landwirthe Rr. 5 und 6.) Dandwerkerschule zu Vilbel. Anmeldungen: Samstag Nachmittag 2 Uhr und 2372 in Friedberg übergeben haben und bitten, sich bei Bedarf Auf obige Mittheilung Bezug nehmend, offertre den 6885 1 Dienstaf eine kur mein be berichte interessa Aufsaze sihtlic, selben f drücklich 3 heranschl. feine, vef bon 226 Ogzirks be 9. Juli, Hosmar Be in ein den 2 wenn Mapit sind werde bau be wird die wo Preuß