Donnerstag den 30. April. 1885. Oberhess scher Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis kriedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. ffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 6. der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— .— 4 N Justap. 1492 1 * 1 b.— Betreffend: Wirthschaftseoneessionen. f Das Großherzogliche Kreisamt fedherg a ah lung antzstens drei Tagen. Der Taglöhner Philipp Martin, stahls, festzunehmen und Großherzoglichem Friedberg am 21. April 1885. Um Auskunft über den dermaligen von Büh Friedberg den 25. April 1885, Betreffend: Die Beschaffung und Unterhaltunt thierärztlicher Instrumente in den Gemeinden des Krelses. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Auflage vom 31. Maͤrz l. J.— Amtsblatt ohne Nr.— erwarten wir nunmehr längstens binnen 8 Tagen. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Friedberg an die Großherzoglichen Steckbrief. Amtsgericht Vilbel vorzuführen. Ausschreiben. lin Baden, zuletzt auf der Hohmann'schen Russensteinfabrik dahier wird ersucht. Wir erwarten nunmehr die Erledigung unserer Verfügung rubricirten Betreffs vom 15. April l. J Friedberg den 28. April 1885. Friedberg den 28. April 1885. Bürgermeistereien des Kreises. — Kreisblatt Nr. 46— binnen J. V.: Dr. v. Gemmingen. 38 Jahre alt, von Aßlar bei Wetzlar, ist auf Grund Haftbefehls im Betretungsfalle, wegen Dieb— Der Großherzogliche Amtsanwalt Wagner. Aufenthaltsort des Heinrich Michael Berlau von Hopfgarten, Kreis Alsfeld, und des Emil Scheidet Der Großherzogliche Amtsanwalt Wagner. Deutsches Reich. Darmstadt. Die erste Kammer tritt Dienstag den 5. Mai zu ihrer ersten Plenar— sitzung zusammen. e 28. April. Die zweite Kammer nahm heute ihre Berathungen wieder auf. Staats— minister Finger beantwortete die Interpellation Ohly's, betreffend die Mißbräuche bei den Wahlen des Bürgermeisters auf dem Lande, dahin, daß die Staatsregierung eine Revision der bezüglichen Gesetze in Erwägung ziehen werde. Ohly nennt das Verfahren, wie es jetzt bei den Wahlen geübt wird, einen Krebs— schaden. Unerlaubte Wahlbeeinflussungen träten zanz schamlos an die Oberflache. Redner führt eine Reihe von bedauerlichen Vorkommnissen bei den Bürgermeisterwahlen auf, die beweisen, daß dadurch jede Autorität der Behörde schwinden N. Setubel. D egen ut, span. ind Nayh⸗ neister- müsse. Es sei mit Freuden zu begrüßen, daß 0 45 f alle Verwaltungsbehörden sich für die Revision 4 7 der bestehenden Gesetze ausgesprochen haben. 60 Franck kann sich nicht für eine derartige 1 Revision aussprechen. Büchner glaubt, die beuftu, bestehenden Strafbestimmungen böten Garantie 15. genug gegen Mißbräuche bei den Wahlen. Schröder steht auf dem Boden der Ohly'schen Fbliest Ausführungen. Ulrich glaubt nicht, daß die vorkommenden Mißbräuche auf das directe Wahlrecht zurückzuführen seien. Arnold be— weist, daß die zunehmenden Rohheiten bei den Wahlen vielfach durch das jetzige Wahlsystem hervorgerufen worden sind, wogegen Metz— Darmstadt darauf hinweist, daß nach jeder Wahl Reclamationen von Seiten der unter— legenen Parteien vorgebracht werden, die sich bei näherem Zusehen als nichtig herausstellen. Was soll an Stelle des jetzigen Systems gesetzt werden, etwa wieder die Ernennung der Buͤrger— meister aus dem Gemeinderath? Redner ist für Beibehaltung des jetzigen Wahlsystems, doch bittet er um strengste Bestrafung Derfenigen, welche sich Wahlmißbräuche zu Schulden kommen lassen. Osann behauptet, nur Diejenigen, welche nicht in die Praxis bei der Wahlmache hineingesehen haben, wüßten nichts von dem „geradezu schamlosen Treiben in einzelnen Ge— meinden. Wir haben nicht zu prüfen, wie es früher war, sondern müssen den Uebelständen des gegenwärtig zu Recht bestehenden Systems energisch entgegentreten und sie auszurotten rnag el. 9* benkein II. Ker ten 4 2 suchen. Es kann kein Zweifel darüber obwalten, daß dem abgeholfen werden müsse. dieser Gegenstand verlassen, folgt die Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Ausübung des Hufbeschlaggewerbes. Die Kammer ge— nehmigte den Entwurf einstimmig nach den Vorschlaͤgen des Ausschusses. — Dem Schullehrer Schömbs zu Urberach wurde das allgemeine Ehrenzeichen mit der In— schrift:„Für laugjährige treue Dienste“ verliehen, der prov. Reallehrer Hauff aus Langen zum Lehrer an der Realschule zu Groß-Umstadt, der Gerichtsschreiberasp. Schmitt in Darmstadt zum Gehilfen des Staatsanwalts bei Großh. Landgericht der Prov. Starkenburg, der Gerichts schreiberasp. Stein in Gießen zum Gehilfen des Staatsanwalts bei Großh. Landgericht der Prov. Oberhessen und der Gerichtsschreiberasp. Probst in Mainz zum Gehilfen des Staatsanwalts bei Großh. Landgericht der Prov. Rheinhessen ernannt. Berlin, 27. April.„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Als der Kaiser gestern Nachmit— tag vor der englischen Botschaft vorgefahren und ausgestiegen war, sprang ein vorübergehen— der junger Mensch auf den Wagentritt. Der— selbe wurde als ein 17jähriger taubstummer Porzellanmaler aus Berlin recognoscirt, der in einem vorübergehenden Anfall von Geistesschwäche gehandelt hatte. — 27. April. Reichstag. Bei fortgesetzler Berath— ung der Zollnovelle(Raps, Rübsaat, Oel, Fette) erklärt Staatssecretär Burchard: die Regierung habe zu den gestellten bezüglichen Anträgen noch keine Stellung ge— nommen. Eine weitgehende Erhöhung des Raps- und Rübsaatzolles sei bedenklich, well dieselbe höhere Oel— zölle zur Folge haben müsse, welch letztere bezüglich Italtens und Spansens durch Handelsverträge gebunden sind. Nach längerer Debatte werden alle Amendements abgelehnt. Die Anträge der Commission, nach welchen der Zoll für Raps und Rübsaat auf 2 M. erhöht, der Zoll für Oele aller Art in Flaschen und Krügen auf 20 M., für Speiseöle auf 8 M., für anderes Oel in Fässern auf 4 M., für festes Palm und Cocosnusöl auf 2 M. pro 100 Kilogramm festgesetzt wird, wird an 4 Die genommen. Baumwollsaat, sowie feste Rückstände von der Fabrikation fetter Oele bleiben zollfrei. für Wachs wird auf 15 M. festgesetzt, Stearinsäure, Palmltinsäure, Paraffin und Wallrath wird mit einem Zollsatz von 10 M. belegt. Der Antrag Racke's auf Herabsetzung des Petroleumzolls auf 3 M. wird abge lehnt. Die Anträge bezüglich der Fretlassung des Mineralöls zur Herstellung von Benzin u. s. w. werden im Wesentlichen genehmigt.— 28. April. tag genehmigte den Lichterzoll(18 M.), den 3 Cacgo(roher 35, gebrannter 45 M.), auf Cacaomg Der Reichs— oll auf 0 ö le a sse,Uschon die Regierung unter keinen Umständen den Nachdem]! Wien hier eingetroffen. Choecolade ze.(S0 M.) gemäß der Regierungsvorlage; ferner würden angenommen nach den Commisstonsan⸗ trägen die Erhöhunz des Kraftmehlzolles ze. auf 9, des Holles für Nudeln und Macaroni auf 10, des Reiszolles zu Sterkefabrikation) auf 3 M. per 100 Kilogramm. Zur Postklön Droguen wird der Commissionsantrag an⸗ genommen, wonach zwei neue Nrn., Superphosphate mit einem Zoll von 50 Pf. und Stronttanpräparate mit einem Joll von 2 M., einzustellen sind. Das Uebrige wird nach der Negierungsvorlage genehmigt. — Zu angeblichen Aeußerung des Kaisers von Rußland über das Sinken der Friedens— aussichten unserem Kaiser gegenüber, hört die „Nationalzeitung“, dem Kaiser Wilhelm sei in letzter Zeit weder ein Schreiben noch eine De— pesche des russischen Kaisers zugegangen. Dem euglisch-russischen Conflikte stehe Deutschland durchaus neutral gegenüber. Weder Rußland noch England habe Deutschlands Vermittelung nachgesucht. Karlsruhe, 27. April. Die offizielle Nach⸗ richt von der Verlobung unseres Erbgroßherzogs mit der Prinzessin Hilda von Nassau ist aus Das Schloß und die Staatsgebäude haben geflaggt. Stuttgart, 27. April. Der König und die Königin werden, wie die„Nordd. Ztg.“ meldet, Mitte Mai von Nizza hier zurückerwartet. Ausland. Belgien. Brüssel, 28. April. Das Re⸗ präsentantenhaus genehmigte einstimmig die Vor— lage, welche den König ermächtigt, den Titel „Souverän des Congostaates“ anzunehmen. Frankreich. Paris, 28. April. Den „Debats“ zufolge ist der Zwischenfall betreffs des„Bosphore egyptien“ durch die Vermittel— ung Englands auf folgenden Grundsaͤtzen beige— legt: Egypten wird dem französischen diploma— tischen Agenten sein Bedauern aussprechen, die Druckerei des„Bosphore“ wird wieder geöffnet, das Journal soll sofort wieder erscheinen konnen. Angesichts des Ausdrucks des Bedauerns Egyp— tens werde Frankreich auf die Amtsentsetzung Der Zoll] des Polizeiagenten, der sich einer Verletzung des Hausrechts schuldig gemacht, verzichten. Großbritannien. London, 27. April. Unterhaus. Gladstoue beantragt die Einzelbe rathung des Credits von 11 Million und be kämpft O'Connor's Unterantrag, den Credit zu theilen, da derselbe zusammengehöre, denn, ob— für Spezialvorbereitungen bestimmten Credit für den Sudan verwenden wird, könnte doch ein Theil des Sudancredits vielleicht für die Spezial— vorbereitungen verwendet werden. Nach kurzer Debatte wird O'Connors von der Opposition unter— stützter Unterantrag mit 229 gegen 186 Stimmen verworfen und der 11 Million-Credit abstimm— ungs- und debattelos einstimmig angenommen. — 27. April. Der„Times“ wird aus Petersburg gemeldet, England habe eine schieds— richterliche Entscheidung vorgeschlagen. Nach dem gestrigen Cabinetsrath wurde eine Depesche nach Petersburg telegraphirt, welche, wie gerücht— weise verlautet, das Verlangen einer militärischen Untersuchung wegen des Angriffs Komaroff's wiederholt.—„Reuter's Bureau“ meldet: Der Krieg zwischen England und Rußland wird als unvermeidlich betrachtet. Wie verlautet, wird der Zar heute nach Moskau abreisen und dort ein Manifest erlassen. — 28. April. Der Prinz und die Prin— zessin von Wales sind heute von Irland hier— her zurückgekehrt. — 28. April. Das Oberhaus nahm in dritter Lesung die egyptische Anleihebill an. — 28. April.„Standard“ sagt, im Falle eines Bruches mit Rußland wird derselbe sich zuerst auf die Suspendirung der diplomatischen Beziehungen beschränken. In officiellen Kreisen wird geglaubt, Rußland werde Komaroff den Befehl ertheilen, so schnell als möglich auf Herat vorzurücken, England werde darauf mit der Be— setzung zuerst Quettas, dann Kandahars ant— worten. Nach der„Times“ unterliege es keinem Zweifel, daß das englische Cabinet als letzte versöhnliche Anstrengung vorgeschlagen habe, die Frage, ob der Angriff Komaroff's unprovocirt war, einem unabhängigen Tribunale zu unter— breiten. Die Antwort Rußlands sei noch nicht eingegangen; einer Ablehnung der letzten Vor— schläge Englands werde der Abbruch der diplo— matischen Beziehungen folgen. Italien. Rom. Nach einer Meldung aus Massauah vom 24. d. besetzte eine Abtheilung italienischer Truppen am 21. d. Arkiko. Rußland. Petersburg, 28. April. Die gestrige Londoner Meldung, lautend:„Reuter's Bureau meldet, der Krieg sei unvermeidlich, der Zar wird heute nach Moskau reisen und dort ein Manifest erlassen,“ wird von maßgebender Stelle durchweg und in allen Punkten als un— richtig bezeichnet. — 28. April. Ueber einen von der„Inde— pendance belge“ gemeldeten neuen Zusammenstoß russischer mit afghanischen Truppen liegen hier keinerlei Nachrichten vor. Es handelt sich augen— scheinlich um eine völlig unbegründete Nachricht. Egypten. Kairo, 27. April. Der diplo⸗ matische Agent Frankreichs, Taillandier, hat Kairo verlassen und sich nach Alexandrien begeben. Trotz dieser Abreise ist ein Compromiß zwischen Frank— reich und Egypten noch immer sehr wahrscheinlich (siehe oben). Wie es heißt, hätte Essad Pascha in der Angelegenheit des„Bosphore egyptien“ Schritte bei Freycinet gethan. Letzterer habe sich in der Erwiederung durchaus rücksichts voll über die Rechte der Pforte ausgesprochen, aber bestimmt erklärt, er erachte, daß die Frage lediglich die Regierung des Khedive angehe, die nach den Firmans allein für die innere Verwaltung Egyp— tens verantwortlich sei. Asien. Simla, 27. April. Es ist noch kein Befehl zur Entsendung von Truppen nach der Grenze ergangen, aber die militärischen Vor— bereitungen werden beschleunigt. Amerika. New-Pork, 27. April. „Standard“ meldet aus Fort Quapelle von gestern: General Middleton schlug nach sieben— stündigem Gefecht bei Batoche die Mischlinge unter Riel in die Flucht. Die Aufständischen erlitten starke Verluste. Aus Stadt und Land. g. Friedberg, 29. April. Heute morgen verletzte sich ein Schüler des Obstbaueursus sehr bedeutend, indem er sich mit dem Okulirmesser die Pulsader durchschnitt. Da rasch ärztliche Hülfe zur Stelle war, so ist vorläufig für den jungen Mann wohl nichts zu fürchten. Der Allerlei. Wiesbaden, 28. April. Eine beim„Rheinischen Kurier“ hler eingetroffene Depesche von Rohlfs meldet: Die Expedition der Afrikareisenden Böhm und Reichardt set verunglückt. Böhm set todt, Reichardt aber gerettet und in Zanzibar angekommen. Berlin. Auf die Zusendungen, welche Fürst Bis— marck zum Gebutstage erhalten, erfolgten dieser Tage die letzten Antworten. Außer 560 Geschenken, abgesehen von 3 Ehrendoetordiplomen, 5 Ehrenbürgerbriefen und 23 Be⸗ grüßungen von Städten, deren Ehrenbürger Fürst Bis⸗ marck bereits gewesen, gingen demselben 175 Adressen von Corporationen und Vereinen, 2644 telegraphische und 2238 schriftliche Begrüßungen zu, die große Zahl der zu beantwortenden Kundgebungen(5643) läßt die Er⸗ wartung berechtigt erscheinen, daß die Verzögerung einzelner Antworten von den Empfängern nicht übel vermerkt werden wird. Die Erledigung konnte nach Maßgabe der überhaupt vorhandenen Arbeitskräfte nicht wohl früher bewirkt werden. Danzig, 27. April. Der Fleischermeister Behrendt wurde in Folge des Wahrspruchs der Geschworenen von der Anklage der Ermordung des Knaben Cybula freige— sprochen und sofort in Freiheit gesetzt. Königsberg, 27. April. Heute legten gegen 800 Tischlergesellen die Arbeit nieder. Rom. Das„Amtsblatt“ theilt mit, daß im Bezirke Bergamo am 22. d. Mts. ein alter Mann an sporadischer Cholera erkrankte. Der Opiumhandel mit China. Von Gottfried Stommel. Nach der Erledigung der Tonkinfrage dürfte es nicht uninteressant sein, eine Uebersicht zu gewinnen über die Entwickelung des wich— tigsten Handelsgegenstandes, welcher die euro— päischen Interessen mit China verbündet, dieser Handelsgegenstand ist das Opium. England und Frankreich haben durch die Gewalt der Waffen bisher die freie Einfuhr von Opium nach China erzwungen. In China wurde 1796 der Handel mit Opium durch ein Gesetz des Kaisers Kia-King untersagt. Trotzdem wurde dies gefährliche Gift fortwährend mit einer beispiellosen Frechheit eingeschmuggelt. Die Mandarinen selber, welche dem Gesetze zufolge die Uebertreter des Verbots hätten mit dem Tod bestrafen sollen, verschacherten die Erlaubniß des Schmuggels gegen hohe Bestechungssummen. Volk und Beamte rauchten in allen Theilen des Reichs, fast bis in den Umkreis des kaiserlichen Palastes; ja Ki-Ving, der Freund und Ver— wandte des Kaisers verheimlichte gar nicht, daß er Opium rauche, und der Souverain machte sich über ihn lustig. Dank der Lässigkeit seiner Regierung verfiel das chinesische Volk allmälig so weit dem entsetzlichen Laster, daß die härtesten Strafen erfolglos blieben und es sich gefallen ließ, in Kanton das Kilo Opium zehnmal höher zu bezahlen, als es in dem Produktionslande in Indien kostete. In einem Bericht der Ge— lehrten des himmlischen Reiches, welcher sich durch ein hohes Verständniß der merkantilen Seite auf Kosten der moralischen ausgezeichnet, wurden Vorschläge zur Besserung gemacht. Am Schlusse desselben heißt es:„Obgleich es Raucher gibt, welche ein gewisses Alter erreichen, so ist dies Alter doch niemals die Grenze der menschlichen Lebensdauer, aber es werden täglich Kinder in genügender Zahl geboren, um die Bevölkerung des Kaiserreichs mit Zuwachs zu versehen, andererseits ist es jedoch höchste Zeit, energische Maßregeln gegen die Erschöpfung der Finanzen Chinas zu ergreifen. Es ist unmög⸗ lich, unsere Häfen jedem Handel zu verschließen und da das Verbot der Opiumeinfuhr völlig wirkungslos geblieben ist, so erübrigt nur, zum alten System der freien Einfuhr durch die Bar— baren(5. h. die Europäer) zurückzukehren. In⸗ dessen muß ein Finanzzoll als Heilmittel erhoben werden, da derselbe weniger betragen kann, als der Aufwand für den Schmuggel, so werden die Barbaren in Zukunft den gesetzlichen Weg willig beschreiten.“ Allein der Kaiser Tao⸗Kouang nahm diese Vorschläge nicht an und befahl, mit der größten Strenge dem Schmuggel der Barbaren entgegenzutreten. Am 10. März 1839 zog ein Gesandter des Kaisers in Kanton ein und am 18. März verkündete ein Maueranschlag unter Androhung der Todesstrafe die sofortige Heraus— ö lion Mark beschlagnahmt und der englische Ober⸗Intendant des britischen Handels in Kanton verhaftet. England nahm für den Schmuggel Partei, erklärte den Krieg und China wurde leicht besiegt. In dem Frieden zu Nankin 1842 zahlte es 100 Million Mark Kriegskosten, trat die Insel Hongkong an England ab und ge— stattete den freien Eintritt in die Stadt Kanton, Die Einfuhr von Opium blieb indessen ver— boten. Der chinesische Bevollmächtigte rettete so die Eigenliebe seines Herrn, er hielt„das Antlitz des Sohnes des Himmels rein“. Der systematische Schmuggel ward von da ab natür— lich offener betrieben als je zuvor. Allmählig versuchten indessen die Chinesen wieder, sich des englischen Einflusses zu entziehen. Der Krim— krieg lenkte Englands Augen vom äußersten Osten ab und machte die Mandarinen immer kühner. Am 8. October 1856 wurde ein Schiff mit englischer Flagge, welches einem in Hongkong wohnenden Chinesen gehörte, öffentlich in Kanton mit Beschlag belegt, weil es Opium⸗Kontrebande enthielt. Die Flagge wurde vom Mast ge— waltsam entfernt und unter dem Zujauchzen des Pöbels in Fetzen gerissen. Am 25. März er⸗ schien Admiral Seymour vor Kanton, bombar⸗ dierte das vicekönigliche Stadtviertel, drang mit Gewalt in die Stadt und setzte sich dort fest. Die Nachricht des Bombardements hatte aber in England die Oppositionspartei im Parla— ment aufgebracht. Im Unterhause hielt man drei Nächte hindurch lange Reden gegen das Opiummonopol und für die nationale Sittlich⸗ keit und Moral. Cobden, Mitglied der Ge— sellschaft vom ewigen Frieden, errang mit 16 Stimmen einen Sieg über das Ministerium, welches den Krieg mit China begehrte. Palmerston zögerte nicht, nach dieser Niederlage die Kammern aufzulösen und der Erfolg war für ihn. Cobden und Bright“ wurden trotz ihrer Popularität nicht wieder gewählt. Das ge⸗ schäftliche Interesse hatte alle andere Erwäg⸗ ungen zurückgedrängt. Lord Elgin wurde nach Kanton entsandt und zwar in Begleitung des Barons Gros, des Vertreters von Frankreich, welches Palmerston zur Beihülfe zu überreden gewußt hatte. Inzwischen hatten die immer anmaßender gewordenen Chinesen die eng— lischen Magazine in Hongkong verbrannt. Am 14. Oktober 1857 erschien der Baron Gros mit dem französischen Geschwader vor Kanton. Am 28. Dez. wurde das Bombardement begonnen und am 29. die Stadt erobert. Das Erste, was die Engländer thaten, war, Kanton für die Opium— einfuhr geöffnet zu erklären. Das nannten sie die Revision des Vertrages von Nankin vom Jahre 1842, welcher noch das Verbot des „indischen Medikaments“ enthalten hatte. Der Abschluß der Friedensverhandlungen lag den Engländern sehr am Herzen, denn er betraf die Opiumfrage, welche für sie größere Bedeutung hatte, als die Erlaubniß, die christliche Glaubens— lehre unter der chinesischen Bevölkerung ver— breiten zu dürfen, was eine Hauptbedingung des französischen Kabinets gewesen war. Indeß die schlauen Chinesen wußten abermals die Ver⸗ handlungen in's Unendliche zu verzögern. Der englische Admiral Hope mußte denn auch endlich mit Bruce, dem Nachfolger von Lord Elgin, zu der Ueberzeugung kommen, daß nicht daran zu denken sei, den Vertrag gutwillig zu Stande zu bringen. Dies wurde die Veranlassung zu dem blutigen Drama von Pei-Ho. Am 25. Junt 1859 versuchte das Geschwader, unter welchem sich auch eine französische Corvette befand, Truppen zu landen und die chinesischen Erd⸗ werke zu stürmen. Der Feind, in sicherer Stell— ung überschüttete die Angreifer mit einem wohl— gezielten Kugelregen und zwang sie zum Rück— zug. Es war eine vollständige Niederlage. Die Engländer verloren von 1500 Mann 464. Die französische Corvette Duschayla büßte von ihrer Besatzung, welche aus drei Offizieren und gabe aller Opiumvorräthe. Zugleich wurden 58 Matrosen bestand, 16 Mann ein. Dadurch kam Frankreich, welches seine„Politik der — Juvllie 22,000 Kisten Opium im Werthe von 30 Mil andel Alangen müͤssen, Dieset nahme Somm in Fol Aus dri sation Eins bestim Zoll“ 660% dürfe. ein en wie d fürchte großen wo ha Malw⸗ mit M 200,00 nach C trug— — erhe im W. fiel daß 49 700,00 der tragen Regier betrug schnitt Im Opiu für 3 Man Disti wonn, aber an, wi oöffentli besenre bund Otigt Ner 27 Adlauchzen de B. Mz 5 domba nel d. Hel, drang ig N Alrbeitshemden Zivilisation“ mit der englischen„Politik des Handels“ verbunden hatte, in die Lage, einen langen und kostspieligen Krieg unternehmen zu müssen, um die Schmach seiner Flagge zu rächen. Dieser Krieg endete bekanntlich mit der Ein— nahme von Peking, mit der Verbrennug des Sommerpalasts und mit dem Vertrage von 1860, in Folge dessen England endlich— nach dem Ausdruck seiner Diplomaten„die Legali⸗ sation des Opiumhandels“ erreichte. Artikel Eins der Konvention vom 25. Oktober 1860 bestimmte, daß die„indische Drogue“ außer einem Zoll vou etwa 200 M.(30 Taels) pro Pikul (60½ Kile) frei in China eingeführt werden dürfe. Seitdem hat der Opiumhandel— den ein englisches Blatt eine ebenso große Schmach wie den Sklavenhandel genannt hat— einen fürchterlichen Aufschwung genommen. Die drei großen Distrikte in den englischen Kolonien Indiens, wo hauptsächlich der Mohn gebaut wird, sind Malwa, Patna und Benares. Man schätzt die mit Mohn bedeckte Fläche gegenwärtig auf über 200,000 Hektar. Die Ausfuhr von Opium nach China, welche 1818 nur 4000 Kisten be— trug— die Kiste etwa 50—60 Kilo enthaltend — erhob sich im Jahre 1836 auf 26,000 Kisten im Werthe von ca. 36 Mill. Mark. Ein offizielles Aktenstück vom Jahre 1843 gibt an, daß 4965 Kisten: 6, 970,075 Rupien, also etwa 700,000 Pfd. St. eingebracht haben, während der Herstellungspreis 200,000 Pfd. St. be- tragen hatte. Netto Gewinn für die englische Regierung 500,000 Pfd. St. Im Jahre 1873 betrug die Ausfuhr 53,000 Kisten zum Durch- schnittspreise von etwa 2600 M. für die Kiste. Im Jahre 1880 wurde für 32½ Mill. Taels Opium nach China ausgeführt, im Jahre 1881 für 37½ Mill. Taels oder etwa 220 Mill. M. Man hat auch in China begonnen, in einzelnen Distrikten Mohn zu bauen. Das daraus ge- wonnene Opium ist von geringerer Qualität, aber auch bedeutend niedriger im Preise, als das„indische Medikament“. Diese Konkurrenz, so klein sie noch ist, bedroht früher oder später den indischen Absatzmarkt und die enormen Ge— winne, welche das„großmüthige“ England auf Kosten der Zivilisation und der Moral aus dem Lebensmarke eines einst mächtigen Cultur— volkes saugt. M. 5.— 5.25, Weizenkleie M. 4.50 per 50 Kilo. im Detail M. 60. Stimmung fest. Mainz, 26. April. Fruchtmarkt. Weizen M. 19.10 bis 19.75. Korn hiesiges M. 17.00— 17.20, fremdes M. 16.10 16.50. Gerste, pfälzer M. 18.50— 18.75, fränkische M. 18.60-18.75. Hafer M. 16.20— 17.00, Kohlsamen M. 27.25— 27.75. Rapskuchen M. 150.—152., Leinöl M. 24.— 24.50. Mohnöl M. 54.— 58. Rüböl, rohes M. 27.25— 27.40, gereinigtes M. 28.25- 28.75. Rüböl Handel und Verkehr. Friedberg, 28. April. Fruchtber. Walzen M. 19.00, Korn M. 16.50, Gerste M. 17.00, Hafer M. 15.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 29. April. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85 0.95, Eier 1 St. 5 Pf. Butzbach, 25. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.95, Käse per Pfund 45—46 Pf. Eier 1 Stück 5 Pf. Gießen, 28. April. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eler 1 Stück 4—5 Pf., Käse per St. 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 0.80, Hühner per Stück M. 1.00— 1.50, Hahnen per Stück M. 1.40—1.80, Enten per Stück M. 2.00—2.30, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 64—70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00—5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6. Grünberg, 25. April. Fruchtpreise. Welzen M. 18.60, Korn M. 17.10, Gerste M. 16.50, Hafer M. 14.90, Erbsen M. 17.60, Kartoffeln M. 4.40, Wicken M. 16.80. Homburg, 28. April. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 3.50—4, per Gescheid 8—9 Pf., Eier per Stück 5, 6 und 7 Pf., Butter per Pfund 1. Qualttät M. 1.00, 2. Qualität M. 0.90. Frankfurt, 27. April. Fruchtmarkt. Hiesiges Mehl Nr. 0 M. 33.50— 34.50, Nr. 1 M. 28.— 29., Nr. 2 M. 26.50— 27.50, Nr. 3 M. 24.50— 25.50, Nr. 4 M. 18.—19., Nr. 5 M. 17.—18., Milchbrod- und Brod⸗ mehl im Verband M. 53.—54., norddeutsches und west⸗ fälisches Weizenmehl 00 M. 24.— 24.50, Roggenmehl Nr. 0(Berl. Marke) M. 25.— 25.50, do. 0/1 do. M. 22.75 bis 23.75, do. 1 do. M. 21.25—21.75, do. 2 do. M. 17.50— 18.25, Weizen ab unserer Umgegend M. 19. bis 19.25, do. frei ab Bahnhof hier M. 19.25— 19.50, do, fremder je nach Qual. M. 18.—20. Roggen hies. M. 16.75, do. französischer M. 16.75—17., do. Königs— berger M. 16.50, Nicolajeff M. 16.25-16.50, Galatz— Odessa M. 16.— 16.25, Gerste, Brauerwaare M. 17.—19., do. zu Mahlzwecken M. 13.— 13.50, Hafer je nach Qual. M. 15.50— 16.75, Raps M. 26.50—27., Mais, buntes (miged) M. 12.25— 12.50, Wicken M. 16.— 17.(Alles per 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Kilo.) Roggenkleie Brodpreise vom 1. bis 16. Mai. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Mai. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Gelb ⸗Cvnurs. Frankfurt, am 28. April 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗-Frankenstücke 10 r ˖ do. in /. 16. 13 16. 09 Englische Sovereings 20. 11 Russische Impertales.„18. 3 Dußg zer?! „ ieee Dollars in I!; Der Restbetrag der für die Verunglückten von St. Johann bei uns gesammelten Gaben mit M. 84.82 wurde heute an das Comité nach Saarbrücken abgesandt. Postquittung kann bei uns eingeseben werden. Die Exped. des Oberhess. Anzeigers. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 2. Mai 1885. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 45 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 10 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 3. Mai an Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr.(Omergebet.) Sonntag den 3. Mai 1885: Lag B' Omer. 1469 Halbverdeck⸗ Wagen, leicht, solid, elegant, vreiswürdig. Abbildung gratis. J. G. Rumpf, Eis. Hand 18, Frankfurt a. M.(7922.) Holz⸗Versteigerung. Montag den 4. Mai l. J., von Morgens 10 Uhr an, werden im Domanialwald Burgwald, Schlag XII, öffentlich meistbietend versteigert: 100 Wellen Birken— besenreisig; 6629 Weichlaubholz-Reisig und 1239 Ge— bund Pfriemen. Ober⸗Rosbach am 28. April 1885. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strack. Arbeits-Vergebung. Freitag den 1. Mai, Nachmittags 6 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Schwalheim nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden: 1615 M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 33— Schreinerarbeit 110— Schlosserarbeit 35— Weißbinderarbeit 80— Kalklieferung(hydraulisch) 7 120 Chaussirsteinbrechen 30— Anfahren 30— Zerschlagen 60— Friedberg den 28. April 1885. Zörb, 1610 n Mobilien-Verstei Mobilien-Versteigerung. Montag den 4. Mai a. b. und die folgenden Tage, jedesmal von Nachmittags 2 Uhr an, werden im großen Saal des Wenzels Garten zu Gießen die zur Coneurs— masse gehörenden Mobilten(Hotelmöbel) bestehend aus: einer größeren Anzahl Herrschafts- und Gesinde— betten, 2 Spiegel-Schränken, diversen Spiegeln, darunter 3 große Spiegel mit Trumeaux, Sophas, dabel mehrere Garnituren mit je 6 Stühlen, Wasch— kommoden, Waschservicen, Tischen, Nachttischen, Kofferböcken, Kleidergestellen, Kleiderschränken, Bil— dern, Vorhängen, Rouleaux, Zimmerteppichen, Bett— vorlagen, Bettweißzeugen, Handtüchern, Gläsern, Flaschen, Lampen, 1 Tafelelavier ꝛc. ꝛc. gegen Baarzahlung versteigert. Die Gegenstände sind größtentheils neu und sehr gut erhalten. Die Besichtigung der Gegenstände kann von Samstag Nachmittag an stattfinden. Gleßen, 28. April 1885. A. v. Jungenfeld, Concursver walter. bllligst bet K. Friedrich neben der Post Nr. 77. 2 Bezirks⸗Bauaufseher. 1608 Holzversteigerung. Montag den 4. Mai l. J., von Vormittags 10 Uhr an, sollen in den Centralstudtenfondswaldungen des Schutz— bezirks Obernhain nachbeschriebene Hölzer ausgeboten werden: 4 Raummeter Laubholz⸗Scheit- und Knüppelholz, 315 Stück Laubholz⸗Wellen, 5 Nadelholz-Stämme von 0,66 Festmeter Inhalt, 115 Nadelholz⸗Stangen r Classe, 260* 1 2r* 955 7 5 8 850 5 1 r 87⁰*** 5r„ 75 6r 130 Raummeter Nadelbolz-Scheit- und Knüppelholz, 15190 Stück Nadelholz-Wellen, 480 Raummeter Nadelholz-Schichthaufen. Die Zusammenkunft ist bei dem Forsthaus vor Obern— hain. Das Stangenholz lagert im Distrikt Weise— stein 7e, woselbst es zum Ausgebot kommt; sämmtltiche andere Hölzer werden auf einer Stelle versteigert. Bei ungünstiger Witterung findet die Versteigerung sämmt— licher Hölzer bet Wirth Kolaß in Obernhain statt. Usingen den 18. April 1885. 1581 Königl. Dom.-Rentamt. Veilchen-Abfall-Seife, KRKosen-Abfall-Seife 5 in vorzüglicher Qualität empfiehlt à Packet(3 Stück) 40 Pf. Hofapotheker Görtz. Ladenmädchen für ein Spezerei- und Delieatessen-Geschäft in Hanau gesucht. 1502 Eintritt sofort event. in einigen Wochen. Offerten unter K. 21 befördert die Exped. d. Anz. Zu verkaufen 1 Welßzeugschrank(sog. Brandkiste, zweithürig), 1 Küchen⸗ schrank von Eichenholz mit Glasaufsatz, 1 Deeimal— waage, worauf bis zu 50 Pfund gewogen werden kann, elrea 6 Dutzend Blerseidel mit Deckeln. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1488 Ein junger Mann, der den Buchhandel mit allen Nebenzweigen gründlich erlernen will, kann zu Pfingsten in meine Buchhandlung eintreten. Carl REindernagel. Arbeits-Vergebung. Samstag den 2. Mai, Nachmittags um 1 Uhr, sollen im Gasthaus zur„Burg Münzenberg“ zu Münzenberg die bei Renovirung einer Hofraithe vorkommenden Bau- arbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord gegeben werden: M. 2 Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 672 70 Steinhauerarbeit 1— Dachdeckerarbeit 34 10 Schreinerarbeit 465 50 Glaserarbeit 107— Schlosserarbeit 92 30 Weißbinderarbeit 188— Pflasterarbeit 298 60 Brechen von Mauersteinen 117— Anfahren derselben 36— Lieferung von Kalk 168— 17 U Sand 153 5 1„ Russensteinen 468— 5„ Tuffsteinen 105— 8„ Cement 91 5„ Plattziegeln 110— 0„ Latten 11 50 1„ Sandsteinplatten N Brechen von Pflastersteinen 9 Anfahren derselben 48— Lieferung von Pflastersand 135— Münzenberg den 25. April 1885. 1611 Johannes Diehl III. Sämmtliche Draht⸗Geflechte, Patent⸗Stachelzaundraht. Preis⸗Courant gratis und franeo von 10⁵⁵ S. Rumpf, 7030.) Draht⸗Weberei und Geflechte⸗Fabrik, Frankfurt a. M. Kechter rother 8 Medicinul- Tokaer aus der Tokayerwein-Großhandlung Franz Schiemann in Frankfurt a. M. wird ärztlicherseits als wirksamstes Stärkungsmittel für schwächliche Kinder, Frauen und Reconvalescenten verordnet. Erhältlich in Friedberg in ½́, ½ und ½ Originalflaschen A M. 3., M. 1.59 und 75 Pf. bei Herrn M. Scheibel. 815 Apotheker Bergmann's Hühneraugenmittel. 1498 Dieses unübertroffens Präparat beseitigt sicher, gefahr- und schmerzlos auch das hartnäckigste Hühner auge, indem es nicht nur die Hornhaut, sondern auch die Wurzel derselben vollständig zerstört. Zu haben: Büchse 60 Pf., bei Hof-Apotheker Lühn. Wirthschafts-Eröffnung. Dem geehrten Publikum Friedbergs und der Umgegend die ergebene Mittheilung, daß ich von heute an die Gartenwirthschaft auf Windecker's Felsenkeller übernommen habe. Für gute Speisen und Getränke, sowie prompte Bedienung ist bestens gesorgt. Zugleich empfehle ich ein gutes Billard. Friedberg. Achtungsvoll Konrad Stenger. NB. Die Wirthschaft ist den ganzen Tag geöffnet. Grab- Denkmale in ächt belgischem Granit, . weiße Marmorkrenze, n rothe und grüne Sandsteinkreuze mit schöner rn Vildhauerarbeit, a 0 Familienbegräbniß-Einfassungen nach Vorschrift der Friedhofs-Commission. Dauerhafte Einrahmungen für Grabstätten halte stets vorräthig zu äußerst billigen Preisen. Friedberg. Melchior Boll. Steinmetzmeister. Werkstätte und Lagerplatz am Usathor. Schlußrechnung der Spar⸗, Leih- und Creditvereinskasse„Frühling“ zu Nieder⸗-Eschbasch, Casino. Die erste diesjährige Sommer Parthie findet Donners⸗ tag den 30. April nach dem 8 Teichhause Für die Sommermonate ist für jeden letzten Donners tag eines Monats eine Damenparthie in Aussicht ge⸗ nommen. 1612 Der Vorstand. Diletlunten- Verein. Bei günsilger Witterung. 1603 Sonntag den 3. Mai: Ausflug nach Ockstadt in das Lokal des Herrn Gastwirths Hermes. Abmarsch um 2 Uhr Nachmittags von der Turnhalle. Jur Einweihung meiner neuerbauten Kegelbahn und Gartenhalle findet Sonntag den 3. Mai, Nachmittags 3 Uhr, großes Instrumental⸗Concert statt. Für gute Speisen und Getränke ist auf's Vor⸗ trefflichste gesorgt. Entrée frei. Hierzu ladet freundlichst ein Rodheim v. d. Höhe. HK. Rullmann, 1613 Gastwirth zum„Deutschen Haus“. Deutscher Hof. Bad-Nauheim. (Ferd. Sprengel.) Vorzügliches, lichtes Sslon-Tafelbier aus der ersten Aetien⸗Export⸗Brauerei in Kulmbach. eingetragene Genossenschaft, vom Jahr 1884. —— Direkt bezogen. 1609 Einnahme.„ Ausgabe. 6 Verloren. M. Pf. M. Pf. Eine runde schwarze Steinbrosche wurde am Samstag 0 verloren. Dem Wiederbringer eine gute Belohnung. Tilgungskapitalien. 22242 49 Wöchentliche Einlagen. 10485 92 Gefl. abzugeben bei der Exped. d. Anz. 1596 Standkapitalien.. 2 Außerordentliche Einlagen 048 5 Taufschillin ggg 11651 79 Reservefond az 9 3, Erweiterte Handwerkerschule, Vorgelegte Kosten 5 88 2 2—— e 194 8⁵ unterstützt durch Großh. Centralstelle für die Gewerbe und Werth der Mobilien 13140 den Landesgewerbverein, ausgestattet mit reichlichen Unter⸗ eee 2040 341 richtsmitteln, verbunden mit einem offenen Zeichensaal. Summa 58393 49 Summa 583938 49 Unterricht im Freihand- und Ornamentzeichnen, kunst⸗ Mitgliederzahl: 88. Nieder⸗Eschbach den 26. April 1885. 125 N Für den Ausschuß: J. Fahz, Vereinsvorsteher. 1 Jacob Heßß L. A. Pelisser, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung. „ Große Auswahl.— Billige Preise. tima Portlaud-Cement ae ge nach Nauheim zu fahren, habe ich an den e 5 ben. B kt wird, d iesel 22 w. neebe& Gotha n ofenag da Bebi 9er, bös l v v. Atcng b.. 1499 empfiehlt an den Platz geliefert sein müssen. 4 F. Theis. Bad⸗ Nauheim. Richard Wörner. 616 Bergmann's„ f Original allein ächte Zahnseife Leber⸗& Blutwurst a Pfd. 4 Pf. ist das vor 40 Jahren von Dr. Bergmann erfundene Schwartenmagen a 76 60 77 allein von Bergmann& Co., Frankfurt a. M. sabrizirte]; f a fl vorzügliche Zahn- Reinigungs- Mittel, welches einen e e e e Wilh. Hanstein * 7 nächst dem Rathhaus. europäischen Ruf erworben. Zu haben bei Hof- 1579 2 N 2 J. A. Windecker Apotheker Lülen. 1497 empfiehlt Holländischen Tabak von vorzüglichem Geschmack, per Packet 25 Pf 1605 Zwei Realschüler Das seither von Herrn Kreis-Ingenieur Limpert bewohnte Logis in meinem neuen Hause ist versetzungs⸗ halber vom 1. August ab anderweit zu vermiethen. E Friedrich Netz. Kautschukstempel unter Garantie empfehle zu Fabrikpreisen. 729 Heinr. Diehl, Usagasse. können in einer hiesigen Lehrerfamilie Pension, sowte N 2 I sorgfältige Ueberwachung und Anleitung bei Anfertigung Erklärung. der häuslichen Aufgaben erhalten. Wo? zu erfragen Die am 19. d. Mts. gegen die Frau Jakob Schimpf bei der Exped. d. Anz. 1 ä 3 1618 Wittwe dahier gethanene Beleidigung nehme ich hiermit 1189 Nach ärztlicher Vorschrift angefertigte Eisen⸗ zurück. 5 l 4 Chocolade von Franz Schulz, Hoflieferant in Berlin. Bad⸗Nauheim den 27. April 1885. Depot in der Mohrenapotheke in Friedberg.(H. 11344.) 1598 5 B. Stoll II. Es kann Kost und Logis er⸗ 55 45 Realschüler d deb Zu vermiethen i 6. mig, Alete der mittlere Stock des Werner'schen Hauses vom 1594 Die gegen Philipp Harth ausgesprochene Beleidig⸗ 1. Juli oder 1. August an. ung widerrufe ich hiermit. Näheres bei Reallehrer Klein. 1617 Kloppenheim. Rückert. gewerbl. Zeichnen, Linearzeichnen, darstell. Geometrie, Schattenlehre, Bauconstruktionslehre, Fachzeichnen für sämmtliche Gewerbe, Geometrie, gewerbl. Rechen-Unter⸗ richt ꝛe. Das Unterrichtsgeld beträgt nur 50 Pf. pro Monat. Nähere Auskunft durch den Vorstand des Lokal—⸗ gewerbvereins. 20 Futter 8 Mais, 1 amerikanischer, keimfähigster Qualität, empfiehlt 1614 J. Herrmann. Eine Grube guten Ziegenmist A Hauptstraße Nr. 16, Bad-Nauheim. 1595 Weißen bir genischen Pferdezahn- Saatmais, besonders ergiebige, bis ea. 2¼ Meter hohe Grünfutter— pflanze, bei 1607 J. Baumeister. — 57 empfiehlt sich Dina Im Bügeln Böhmer in der Burg. 1604 8 Nemite i feinen Hemdeinsätzen, Hemden, Kragen u. Manschetten empflehlt K. Friedrich. Ausverkauf. Wegen Aufgabe meines Eisengeschäfts wird der ganze Vorrath an Eisen⸗ und Gußwaaren innerhalb 3 Wochen sehr billig aus der Hand verkauft. Groß⸗Karben den 28. April 1885. Moritz May. P. S. Der Vorrath an Koch- und Füllsfen wird unter dem Fabrikpreis abgegeben. 1600 Ein kleines Logis hat zu vermiethen Schlosser Lotz, 1597 Metzgergasse. Ein Realschüler findet Kost und Logis. Wo? sagt die Exped. d. Anz. Zwei Realschüler können Kost und Wohnung erhalten. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 1556 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Vindernagel. enntn. Betref uhr gufgelö Nidda Bellmu mit Ho hausen, hausen, Weiß⸗ heim a Unter⸗ berg u Buikh hausel Herch setzes! setzung die W sich ei der 6 Debal welche Bezah! oder ersucht klärunt Staat' angebl Wahl Wolf Wahl! stimm dem s erläute und G beseitg Sieuet