135 U eee ee — — — — Ne * ene * 1885. Dienstag den 29. September. M. 15. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Rreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, ö Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Den Rundgang der Wiesenvorstände im Oktober 1885. Friedberg den 25. September 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Artikel 7 der Wiesenpolizeiordnung ist im Monat October der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feld— schützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie deßhalb, dieselben hierzu baldigst aufzufordern und die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis längstens zum Ende dieses Monats anher vorzulegen. In diesen Protokollen haben die Wiesenvorstände, was Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) Ob die Anordnungen, welche Sie bei dem im Maͤrz laufenden Jahres vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht. 2) Welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitig— ung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von Ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen werden; hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos ꝛc.; auf die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be— und Entwässerungsgräben, auf die Verebnung der Maulwurfshügel und dergleichen und auf die Unterhaltung der Be- und Entwässerungs— gräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. 3) Verbesserungsvorschläge in Bezug auf größere Wiesenfluren, namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz vom 7. October 1830, Regierungsblatt Seite 365, Anwendung findet. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wiesenbesitzer speciell eröffnen wollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Wiesenvorstand zu bestimmen— den Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigen Herstell— ungen auf Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wiesenvor— standes weitere Anträge stellen. Jedenfalls sind die von Ihnen ge— troffenen Anordnungen in den von Ihnen einzusendenden Protokollen einstweilen zu erwähnen. Das Protokoll über den Rundgang ist von allen Theilnehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesen— vorstandes verhindert, am Rundgange Theil zu nehmen, so ist dies am Schlusse des Protokolls zu bemerken. Sollte der Wiesenvorstand, der außer dem Großh. Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortseinwohnern, welche Wiesen besitzen, oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, be— stehen soll, nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinde— rath wegen Ergänzung des Wiesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemeinderathes in besonderer Verhandlung vorlegen. Dr. Braden. Bekanntmachung. Es soll ein vollkommen arbeitsunfähiger Mann von 50 Jahren auf Kosten der Kreiskasse in Pflege gegeben werden. Personen, welche geneigt sind, den Hülfsbedürftigen bei sich aufzunehmen, wollen ihre Anmeldungen nebst Pflegegeldforderung bei den betreffenden Großherzog— lichen Bürgermeistereien einreichen. den Leumund, sowie die Familienverhältnisse des Anmeldenden an uns einsenden. Friedberg den 26. September 1885. Die Großherzoglichen Buͤrgermeistereien wollen die Anmeldungen mit Bericht über die Qualification und Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Landes⸗Baugewerkschule Darmstadt. Die Landes-Baugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren zehnten Jahres— Cursus am 16. November l. J., welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1886 andauert. Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und technischen Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern, Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Ent⸗ werfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Bau— gewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Bauaufsehern ze. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszeit er— theilt. Die Schule umfaßt 2 Klassen mit folgenden Unterrichtsgegenständen: Frei— hand⸗ und geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie leinschließlich Schatten⸗ construetionen und Perspecttve), Bauconstructionslehre leinschließlich Stabilitäts und Festigkeitsberechnungen), Elemente der Maschinenconstruetionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunde leinschließlich Planzeichnen), Materialienkunde, gewerbliche Buchführung, Theile der Bauführung mit Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grund— lehren der Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz ze. Die Unterrichtslokale befinden sich Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Bureau— lokalitäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Großherzoglichen Gewerbvereins, so daß die letzteren von den Schülern besucht und geeignet benutzt werden können. Betreffend: Das Feldgericht der V. Periode 1885. Bedingungen zur Aufnahme find: 1. Für die untere Abtheilung, die J. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. Von den Aufzunehmenden wird nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen. 2. Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung, sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit 30 M. und ist beim Beginn des Cursus vorauszubezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man mözlichst frühzeitig und längstens bis zum 31. Oetober l. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Bureau derselben— Neckarstraße 3 im III. Stock— bewirken. Darmstadt den 15. September 1885. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Busch. Friedberg den 28. September 1885. Der Großherzogliche Amtsanwalt zu Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Amtsgerichtsbezirke Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach und Vilbel. Diejenigey von Ihnen, welche mit der Einsendung der Rugeregister oder der Bescheinigungen, daß Feldfrevel in der rubrieirten Periode nicht vorgekommen sind, noch im Rückstande sind, werden an deren umgehende Einsendung erinnert. Ausschreiben. Wagner. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Johannes Christian Bach von Sichenhausen wird ersucht. Friedberg den 24. September 1885. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner. Deutsches Reich. Berlin, 25. Sept. Der Bundes rath nahm in seiner heutigen Sitzung die einjährige Ver— längerung des kleinen Belagerungszustandes über Hamburg-Altona an, feruer die Ausschußanträge zu den Anträgen Badens, betreffend die Zoll— behandlung der Mineralölfässer, und genehmigte stempelabgaben. außerdem die Ausschußanträge, betreffend die Anwendung des durch das Gesetz vom 29. Maisvom Beginne des Etatsjahres bis Ultimo August 1885 abgeänderten Gesetzes über die Reichs — Die Post- und Telegraphen-Verwaltung hat 68,111,471 M. vereinnahmt, 2,760,881 M. mehr als im gleichen Zeitraume des Vorjahres. — Der„Reichsanzeiger“ publieirt eine kaiser-[Die Reichseisenbahn-Verwaltung vereinnahmte liche Verordnung, wonach das Unfallgesetz in 19,644,000 M., um 181,195 M. weniger als vollem Umfange am 1. Okt. 1885 in Kraft tritt. im gleichen Zeitraume im Vorjahr. * * — — — ̃ ß 7˖7½,«§5§ r — Der Papst hat die ihm angebotene Ver⸗ mittelung zwischen Deutschland und Spanien angenommen, falls die zwischen beiden Regier— ungen schwebenden Verhandlungen zu einer Ver— ständigung nicht führen sollten. Vorläufig werden diese Verhandlungen fortgesetzt und es ist durch— aus nicht ausgeschlossen, daß die Regierungen durch directe Beziehungen zu einer Einigung gelangen. — Es bestätigt sich, daß sämmtliche Machte bestrebt sind, die durch den Füͤrsten Alexander hervorgerufenen Wirren in einer für den Welt— frieden ersprießlichen Weise zu ordnen, wobei allseitig die Mäßigung anerkannt wird, welche die Pforte an den Tag gelegt und Blutvergießen vermieden hat. Homburg, 24. Sept. Der Kronprinz traf gestern Abend in bestem Wohlsein hier ein. Baden-Baden, 23. Sept. Der Kaiser ist heute Abend in bestem Wohlsein hier einge— Delegirte für die Grenzeommission in Tonkin ernannte. Die Arbeiten der Commission be— ginnen am 9. November. Großbritannien. London. Nach einem Telegramm der„Agence Havas“ hätte die eng— lische Regierung den Vorschlag Frankreichs an— genommen, bei Rumänken, Serbien und Griechen— land geeignete Schritte zu thun, um jeder Agi— tation in anderen Theilen des türkischen Reiches vorzubeugen, und werde angenommen, daß alle Mächte ihren bezüglichen Vertretern bereits ent— sprechende Instructionen haben zugehen lassen. Spanien. Madrid, 26. Sept. Deutsch⸗ land hat sich durch die von der spanischen Re— gierung wegen der Angriffe des Pöbels auf die deutsche Gesandtschaft abgegebene Erklärung für befriedigt erklärt.— Das Kriegsgericht in Madrid verurtheilte aus Anlaß der vor vier— zehn Tagen in der Madrider Kaserne vorgekom— troffen. Er wurde von den Spitzen der Behörden menen Vorgänge wegen Ungehorsam und Meuterei und dem Stadtrath in corpore empfangen und den Korporal zum Tode, die Soldaten zu vom Oberbürgermeister mit einer Anrede begrüßt. Zwangsarbeit. Karlsruhe, 25. Sept. Die Großherzogin und die Kronprinzessin von Schweden haben vorgestern die Kaiserin in Baden besucht. Gestern sind Prinz Nikolas von Nassau(Bruder des Herzogs) und die Fürstin-Mutter von Wied hier eingetroffen, um an den morgigen Ein— zugsfeierlichkeiten theilsunehmen. Die Prinzessin Wilhelm von Preußen traf Nachmittags hier ein. Der Kronprinz kommt heute Abend von Homburg, der Erbprinz von Nassau Morgen rüh hier an. Die Vorbereitungen in der Stadt sind großartig.— 26. Sept. Das Erbgroß— herzogliche Paar traf um 3 Uhr mit einem Extrazug von München hier ein; auf dem Bahn— hof wurden dieselben empfangen von dem Groß— herzog, der Großherzogin, den Ministern, der Generalität, den Behörden und einer Ehren— Compagnie. Nach der Begrüßung und Vor— stellung verließen der Großherzog und die Groß— herzogin den Bahnhof und kehrten durch Seiten— straßen in's Schloß zurück. Das erbgroßher— zogliche Paar durchfuhr die Hauptstraße in feierlichem Zuge; den Anfang und Schluß bildete Cavallerie. Die Glocken läuteten, Salutschüsse ertönten, eine riesige, jubelnde Menschenmenge bildete Spalier. Vor dem Rathhaus fand die Begrüßung seitens der Stadt statt, im Marmor— saale des Schlosses seitens des großherzoglichen Paares, der badischen und fremden Fürstlich— keiten und der Hofstaaten. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 25. Sept. Prinz Wilhelm von Preußen ist gestern Abend aus München eingetroffen. Er wurde vom Kaiser, vom Kronprinzen, den Mitgliedern der deutschen Botschaft und den zugetheilten Offizieren empfangen und vom Kronprinzen in die Hofburg geleitet. — 26. Sept. Die Thronrede sagt: Unsere Beziehungen zu den auswärtigen Mächten sind durchaus befriedigende und besteht volle Ein— müthigkeit in dem Bestreben nach der Erhaltung des Friedens, dessen Bedürfniß wir Alle empfin— den.„Es wird die unwandelbare Aufgabe der Regierung bleiben, unter Wahrung der Einheit und der Machtstellung des Reiches, alle meinen Ländern und Völkern die gleiche Pflege ihrer geistigen und wirthschaftlichen Interessen Theil werden zu lassen.“ Pest, 26. Sept. Beide Häuser des ungari— schen Reichstages sind heute ebenfalls eröffnet worden. Im Unterhaus brachte Iranyi eine Interpellation ein über die auswärtige Politik der Regierung, insbesondere mit Rücksicht auf die Kaiserbegegnung in Kremsier und die Ereig— nisse in Ostrumelien. Der Deputirte Helsy meldete eine Anfrage an die Regierung über den Besuch des Kaisers in Bosnisch-Brod an. Schweden. Stockholm. An Stelle Hoch— schilds wurde der Provinzial-Gouverneur Graf Ehrenswaerd zum Minister des Auswärtigen ernannt. Frankreich. Paris, 25. Sept. Eine Meld⸗ ung aus Peking besagt, daß China nunmehr Italien. Rom, 26. Sept. Der König ist gestern Abend von Monza nach Rom abgereist. — Der preußische Gesandte beim Vatikan, v. Schlözer, ist heute hier eingetroffen. Türkei. Constantinopel. Die„Times“ meldet von hier: Kiamil Pascha wurde an Stelle Said Paschas zum Großvezier ernannt. Der türkische Botschafter in Berlin, Said Pascha, wurde zum Minister des Aeußern ernannt. Ferner ist Edhem Pascha zum Botschafter in Paris, Essad Pascha zum Botschafter in Berlin ernannt worden. — 25. Sept. Die Türken besetzten zur Wahrung ihrer Rechte ein rumelisches Dorf unweit der Grenze, beabsichtigen aber, nicht vor Verständigung mit den Mächten in Rumelien weiter vorzugehen. Der Präsident der Mace— donischen Gesellschaft desavouirt die ohne sein Wissen veröffentlichte Proklamation, welche die macedonischen Bulgaren zur Erhebung auffordert. — Der Zusammentritt der Botschaftercon— ferenz in Constantinopel ist gesichert, allein es wird behauptet, daß sich die Mächte bereits über ihr Vorgehen geeinigt haben und daß die Con— ferenz nur der formelle Ausdruck dieser Einig— ung sein wird. Man nimmt an, daß die jetzigen Wirren so geordnet werden, daß Ostrumelien von der Pforte abhängig bleiben, aber in eine lebhaftere Verbindung mit Bulgarien gebracht werden wird. Näheres ist über die Abmach— ungen der Mächte nicht bekannt. — 27. Sept. Von der macedonischen Grenze wird ein Zusammenstoß türkischer Nizams und Arnauten bei Borani gemeldet, wobei die Nizams über 100 Tode verloren; der Verlust der Alba— nesen ist beträchtlich. Montenegro. Cettinje, 26. Sept. Es werden auch hier Vorkehrungen für eine event. Mobilisirung getroffen. Serbien. Belzrad, 25. Sept. Der Ber⸗ liner serbischen Gesandischaft ist der Befehl zu— gegangen, alle in Deutschland befindlichen, der ständigen Armee und dem zweiten Aufgebot an— gehörenden Serben zur sofortigen Stellung bei ihren Commandanten aufzufordern, widrigenfalls sie als Deserteure behandelt werden. Die Nach— richt von Unruhen im Zajcarer Kreise ist erfunden. — 26. Sept. In hiesigen politischen Kreisen macht sich die Ansicht geltend, daß eine Gebiets ausdehnung Bulgariens ohne Compensation für Serbien nicht zulässig sei. Zwischen Rumänien, Serbien und Griechenland soll ein vollständiges Einverständniß über ein gemeinschaftliches Vor— gehen bestehen. Gegenwärtig sind 22,000 Mann bereit, ins Feld zu ziehen. Die Effectivstärke der bei Nisch zusammengezogenen Truppen soll auf 4000 Mann gebracht werden. König Milan wird den Oberbefehl übernehmen. Bulgarien. Sofia, 25. Sept. Der Fürst von Bulgarien telegraphirte an den Zaren, daß, wenn die Abberufung der russischen Officiere gegen ihn gerichtet sei, er für das Wohl der bulgarischen Nation bereit sei, die Krone zu opfern, wenn Rußland die Union schütze.— Ueber den Inhalt der signalisirten Note des Fürsten Alexander von Bulgarien an die Mächte wird aus Philippopel telegraphisch berichtet: Das Document constatirt, daß in Folge des Sturzes der Regierung in Ostrumelien die Unjon zwischen Bulgarien und dieser Provinz proklamirt und Fürst Alexander von der ostrumelischen Bevölker⸗ ung zum Fürsten von Südbulgarken gewählt wurde. Diese Proklamation und Wahl habe die enthusiastische Zustimmung des ganzen Lan⸗ des gefunden und daß er in Folge dessen beiden Thatsachen zustimmte. Der Füͤrst erklärt, daß sein Beschluß keinen der Pforte feindlichen Zweck verfolge. Er anerkennt die Suzeränität der Pforte und verbürgt sich für die Aufrechthaltung der Ruhe. Er bittet die Mächte um deren Inter— vention, daß die Union als vollzogene Thatsache anerkannt werde. Andernfalls sei das bulgarische Volk entschlossen, Alles für die definitive Ver⸗ wirklichung der Union zu opfern. Der Fuͤrst richtete auch an den Sultan mit dem Ausdrucke der Ergebenheit die telegraphische Bitte, die vollzogene Thatsache anzuerkennen.— Die Mo— hamedaner nehmen an den fortgesetzten, dem Fürsten dargebrachten Huldigungen Theil. Das türkische Blatt„Hilal“ erkennt den Fürsten als Souverän an, lobt dessen Haltung gegenüber den Mohamedanern und appellirt an den Sultan, die Union zu sanctioniren. Der Artilleriehaupt⸗ mann Nikifowo wurde zum Kriegsminister er— nannt. Cantacuzeno bleibt als russischer Mili⸗ tärattache in Sofia. Die Sobranje genehmigte einen außerordentlichen Credit von 10 Million für einen Kriegsfall, nahm ferner das Budget für dieses und für das nächste Jahr an, und ermächtigte die Regierung, falls nothwendig, die für die übrigen Ministerien votirten Credite für die Bedürfnisse des Kriegsministeriums zu ver— wenden. Die Sobranje wurde nach Votirung des Creditbudgets noch am gestrigen Tage ge— schlossen. Ministerpräsident Karaweloff geht nach Philippopel zurück. — Fürst Alexander ist am 25. d. von der an der Südgrenze übernommenen Inspections⸗ reise wieder in Philippopel eingetroffen. Er traf alle Truppentheile in den ihnen vorge— schriebenen Positionen und wurde von ihnen sowohl als von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. Griechenland. Athen, 25. Sept. Der „Standard“ meldet von hier: Die Regierung beschloß, die Kammern einzuberufen und die Re— serve zu mobilisiren. Unter den Griechen in den türkischen Provinzen herrscht große Aufreg— ung, und es verlautet, daß Kreta Vorbereitungen trifft, um seine Unabhängigkeit zu erklären. — In Griechenland schreiten die Rüstungen fort. Der Marineminister hat die Armirung aller Schiffe der Flotte, einschließlich der Torpedo⸗ boote, angeordnet. Die Truppen der Garni⸗ sonen im Peloponnes sind feldmäßig ausgerüstet worden und werden nach den Grenzen befördert werden. Rußland. Petersburg, 25. Sept. Ein heute veröffentlichter Beschluß des Minister— comité's verlängert die über mehrere Orte Ruß— lands verhängte verschärfte Sicherheitsaufsicht. — 26. Sept. Der Botschafter Graf Paul Schuwaloff ist heute nach Berlin abgereist. Indien. Simla, 26. Sept. Die Ver⸗ ordnung, nach welcher das erste Armeecorps zu activem Dienste bereit gehalten werden mußte, ist aufgehoben worden. Aus Stadt und Land. Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 24. Sept. gegen 1) Johann Balthaser Peppel aus Ober-Seemen, wegen Nothzucht, Raubs und Mordversuchs und 2) gegen dessen Ehefrau, wegen Anstiftung ihres Mannes zu den belden letztgenannten Verbrechen. Die beiden Angeklagten waren beschuldigt und zwar: 1) Joh. Balth. Peppel: a. daß er sich in der Nacht vom 28. zum 29. Mai l. J. im Walde zwischen Bönstadt und Altenstadt an der Jakob Kegels Ehefrau von Lorsch eines Sittlichkeitsverbrechens schuldig gemacht habe, b. daß er zu der vorstehend ange— gebenen Zeit und an dem vorstehend erwähnten Orte durch eine und dieselbe Handlung aa. den Entschluß, ein Verbrechen zu begehen, nämlich die Jakob Kegels Ehe— frau zu tödten, durch vorsätzliche, mit Ueberlegung aus⸗ n enemoedx A o — 12222 von Polizeiau gegen de Melnelds. ür nichts Strafe uf 28. l. wegen ra! kannten d demgemäß 5 Monater rechte auf — Cöln. gegen Tln Stockhausen berurtheilte, elegter Rer Verhandlun Dresd einer Mitth von Braun Million Mo Bres! tragen, geh Sonntag, g Hotel, Hint Dame, die ein Zimmer die Rechnun sofort beglie das Hotel, Portier sag Um 8 Ubr zimmer, in wecken. 31 Mädchen, einer Blutl, uächtet, m der Ermer rekognoszi — Stad 1866. 3 15. Dezem 960 4400 945 34 JU 1174 4570 20 3189 7325 2324 1920 3213 65 4313 7 6027 5495 9019 823 2858 5445 4560 112 7100 Ade 4844 528 Ni. 61, 6 fielen 20 no mon su st unmnnsee 19 — dars geführte Handlungen, welche einen Anfang der Aus— führung jenes Verbrechens enthalten, bethätigt habe, bb. der Jakob Kegels Ehefrau verschiedene, derselben gehörige bewegliche Sachen, insbesondere Kleidungsstücke, Galantertewaaren und ein Portemonnale mit Geld, mittels Gewalt gegen ihre Person und unter Benutzung von Waffen, die er bei sich geführt, in der Absicht rechts— widriger Zueignung weggenommen habe; 2) die Ehefrau Peppel: daß sie ihren Ehemann zur Begehung der vor— stebend sub b. bezeichneten Verbrechen durch Ueberredung und Drohungen vorsätzlich bestimmt habe. Die Ge— schworenen erkannten beide Angeschuldigten für schuldig und wurden demgemäß Balthaser Peppel in eine Zucht⸗ hausstrafe von 12 Jahren, dessen Ehefrau in eine des— gleichen von 9 Jahren verurtheilt. Gleichzeitig wurden denselben die bürgerllchen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren abgesprochen und auf Zullässigkeit der Polizeiaufsicht erkannt.— Verhandlung am 25. Sept. gegen Johann Wilhelm Dörr von Reichelsheim, wegen Meineids. Die Geschworenen erkannten den Angeklagten für nichtschuldig und wurde derselbe demgemaͤß von Strafe und Kosten freigesprochen.— Verhandlung am 26. l. M. gegen Heinr. Bauernfeind von Bers rod, wegen räuberischer Erpressung. Die Geschworenen er— kannten den Angeklagten für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Gefängnißstcafe von 1 Jahr und 5 Monaten verurtheilt, ihm auch die bürgerlichen Ehren— rechte auf die Dauer von 2 Jahren aberkannt. Allerlei. Cöln. Das Urtheil des Cölner Schwurgerichts gegen Tilman Hans, welches den letzteren wegen des Slockhausen'schen Mordes zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilte, wurde heute vom Reichsgericht in Folge ein— gelegter Revision verworfen und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht in Aachen verwiesen. Dresden. König Albert von Sachsen hat nach einer Mittheilung der„Schles. Zeitung“ die vom Herzog von Braunschweig ererbte Herrschaft Medzibor für zwei Million Mark an den Landrath v. Buddenbrock verkauft. Breslau. Ueber einen Mord, der sich hler zuge— tragen, geht der„Bresl. Ztg.“ folgende Mittheilung zu: Sonntag, gegen Mitternacht erschien in dem Mischock'schen Hotel, Hintermarkt Nr. 2, ein Herr in Begleitung einer Dame, die er als seine Braut bezeichnete, und ließ sich ein Zimmer anweisen. Gleichzeitig verlangte der Fremde die Rechnung über die zu entrichtende Miethe, die er sofort beglich. Montag früh 5 Uhr verließ der Unbekannte das Hotel, seine angebliche Braut, von der er dem Portier sagte, sie schlafe noch, im Hotel zurücklassend. Um 8 Uhr begab sich der Portier in das Fremden- zimmer, in dem die Fremde schlief, um dieselbe zu wecken. Zu seinem größten Schrecken fand er das Mädchen, nur mit Hemd und Strümpfen begleitet, in einer Blutlache liegend, den Kopf nach dem Fenster ge— richtet, mit durchschnittenem Halse als Leiche vor. In der Ermordeten wurde die unverehelichte Anna Lerche rekognoszirt. Verloosung. Stadt Mailand 10 Fr.⸗Loose vom Jahre 18 66. Ziehung am 15. September. Auszahlung am 15. Dezember 1885. Gezogene Serien: Nr. 6568 1370 560 4410 3787 3142 4775 4424 414 3299 5784 3871 945 3441 7443 4173 3498 3499 1898 1543 2200 3431 1174 4570 1563 3158 6894 4923 468 3607 776 4286 20 3189 1145534 384 4861 3510 5115 6045 6589 7325 2324 5893 5734 4152 3564 676 6012 1983 1678 1926 3213 2089 3535 6831 1535 4403 2892 1223 65 4313 7267 5467 6184 4122 7157 2268 541 4133 6027 5495 7167 7005 5042 5862 5417 6645 58 2971 3049 823 5954 3523 1054 6363 3204 6683 5466 2858 2568 5445 1922 2500 956 4182 2469 4221 1008 5727 4660 1122 1426 3837 10 1278 2993 3362 957 4307 7120 2164 7247 4411 4869 360 37 4590 3181 568 4814 5233 5987 2526 1757 4764 1376 1222. Haupt- preise: S. 1426 Nr. 89 50,000 Fr. S. 5233 Nr. 7 1000 Fr. S. 3871 Nr. 1 500 Fr. S. 1757 Nr. 71, S. 1922 Nr. 57, S. 1983 Nr. 93, S. 2892 Nr. 88, S. 9182 Nr. 29 à 100 Fr. S. 1008 Nr. 65, S. 7443 Nr. 5, 37, S. 65 Nr. 83, S. 4173 Nr. 47, S. 29 Nr. 22, S. 6363 Nr. 81, S. 2971 Nr. 57, S. 7325 Nr. 64, S. 6589 Nr. 9 à 50 Fr. Auf die übrigen Nr. fielen 20 Fr. Handel und Verkehr. Friedberg, 26. Sept. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.05— 1.20, Eier 1 St. 7 Pf., 2 St. 13 Pf. Gießen, 26. Sept. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M 1.00— 1.12, Eier 1 St. 6 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 0.60, Hühner per Stück M. 0.85— 1.30, Hahnen per Stück M. 0.50— 1.00, Enten per Stuͤck M. 1.40— 1.70, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 64—70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kllo M. 3—4.50, Zwiebeln per Ctr. M. 4—6. Frankfurt, 26. Sept. Wochenmarkt. Butter im Großen M. 90—95, im Detail M. 1.10— 1.30. Eier das Hundert M. 5.606. Weißkraut das Stück 10 bis 12 Pf., Kohlkraut 8 Pf., Rothkraut 15—25 Pf., 100 Einmachgurken 60 Pf. bis M. 1, Meerrettig das Stück 20 Pf., Teltower Rübchen das Pfd. 25— 30 Pf., Rosenkohl die Portion 50—70 Pf., Kartoffeln das Malter M. 3.50—4.50, Perlzwlebel der Liter 30 Pf., Kohlrabt 3—5 Pf., Mäusekartoffeln per Hescheld 25 bis 30 Pf., Orangen 100 Stück M. 18, 1 Stück 20 Pf., Citronen 7-10 Pf., Pfürsiche 60 Pf. per Pfd., Meloneu per Stück M. 1—4, franz. Trauben 40 60 Pf. per Pfo., hiesige Trauben 25—30 Pf., Zwetschen das Hundert 12 Pf., Blumenkohl 40—60 Pf., Romainsalat 10 bis 20 Pf., Kopfsalat 5—6 Pf., Endivien und Eskarol 6 bis 8 Pf., Carotten das Gebund 1012 Pf., Spinat 50—70 Pf., frische Erbsen 15—25 Pf. per Pfd.— Fleischpreise unverändert.— Geflügel: 1 Hahn 70 Pf. bis M. 1.50, 1 Huhn M. 1.20—2, Poularde M. 2.50, Capaun M. 3, Gans M. 5—8, Welsche M. 5-10, Ente M. 2—8, Taube 40-60 Pf., Feldhuhn 70 Pf. bis M. 1.30.— Reh per Pfd. 90 Pf., Haase M. 3. Die combinirbaren Rund⸗Reise⸗Billets werden nach neuerem Beschluß während des ganzen Jahres zur Ausgabe gelangen und die Guͤltigkeits— dauer derselben bet Rundreisen von mindestens 600 Kllo— meter auf 45 Tage und bei Rundreisen von über 2000 Kilometer auf 60 Tage ausgedehnt. Wir machen von dieser Erwelterung der fraglichen Verkehrs⸗Elnrichtung im Interesse unserer Leser aufmerksam und weisen wleder— holt darauf hin, daß die Bestellungen auf dergleichen Billets zwar von sämmtlichen Billet-Expeditionen ent— glegengenommen, jedoch nur von der Ausgabestelle für combintrbare Rundreisebillets in Hannover aus— gefertigt werden, weßhalb die Bestellungen so früh zeitig gemacht werden müssen,— wenn mit Stcherheit auf Eingang des Billets gerechnet werden soll,— daß neben der für Uebersendung der Bestellung und der Zu⸗ sendung des Billets zwischen Billetexpedition und Aus— gabestelle erforderlichen Zeit letzterer Stelle für die Ausfertigung des Billets 6 Geschäftsstunden verbleiben. Schiffspewegung der Postdampfschiffe der Hamburg⸗ Amerikanischen Packetfahrt⸗Actien-Gesellschaft.„Mora via“, 16. Sept. von Hamburg nach New-Vork;„Wieland“, 17. Sept. von New⸗Nork nach Hamburg;„Rhaetia“, 19. Sept. von New-Vork nach Hamburg;„Lessing“, 10. Sept. von New⸗Nork, 21. Sept. in Hamburg ange kommen;„Albingia“, 22. Sept. von St. Thomas nach Hamburg;„Teutonia“, 22. Sept. von St. Thomas nach Hamburg;„Westphalia“, 23. Sept. von Hamburg nach New Vork;„Hammonia“, 6. Sept. v. Hamburg, 19. Sept. in New⸗Nork angekommen und„Suevia“, 9. Sept. von Hamburg, 23. Sept. in New Nork angekommen. Bekanntmachung. Vom 1. October ab wird zwischen Berstadt und Friedberg täglich eine zweite Personenpost verkehren. Die Posten erhalten folgenden Gang: 5 früh, 315 Nmechab Berstadt Fan 110 Vorm., 84 Nm. 64%„ 50 Nm. Fan Friedbergsssab 915 Vorm., 70 Nm. Friedberg, 25. September 1885. Kaiserliches Postamt. Wü st. Bekanntmachung. Bel der Kaiserlichen Postagentur in Rodheim v. d. H. wird am 1. Oktober eine Telegraphenbetriebsstelle mit beschränktem Tages dienst eröffnet. Darmstadt, 25. September 1885. Der Kalserliche Ober-Postdirector. In Vertretung: Plaz. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 29.: Die Jüdin. Eleazar: Herr Roth als Gast. Mittwoch den 30.: Carmen. Außer Abonn. Donnerstag den 1. Okt.: Die Afrikanerln. Freitag den 2.: Gasparone. Außer Abonn. Samstag den 3.: Tannhäuser. Sonntag den 4.: Herodias. Schauspielhaus. Dienstag den 49.: Esther. Ein vornehmer Schwiegersohn. Mittwoch den 30.: Vorletztes Auftreten des Herrn Lobe. Die Geschwister. Er muß aufs Land. Rath Presser: Herr Lobe. Donnerstag den 1. Okt.: Abschtedsvorstellung des Herrn Lobe. Neu einstudirt: Die Tochter des Herrn Fabrietus. Fabricius: Herr Lobe. Freitag den 2.: Don Carlos. Samstag den 3.: Neu einstud.: Der Gesandschafts⸗Attache. Sonntag den 4.: Unsere guten Freunde. Geld- Cours. Frankfurt am 26. September 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke. 16. 18 16. 14 do. in ½/2. 18. 17 10. Englische Sovereings 20. 31 20. 27 Russische Imperiales. 16. 74 16. 69 Huclen 9. 60 N r Dollars in Gold 4. 19 s Berichtigung. In dem in der Beilage zu Nr. 114 veröffentlichten Fahrplane der Main⸗ Weser⸗Bahn hat sich ein unliebsamer Fehler eingeschlichen. Der Omnibus⸗ zug um 5 Uhr 45 geht nicht Morgens, sondern Abends. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Donnerstag den 1. October 1885. Schlußfest. Beginn: Mittwoch Abends 5 Uhr 20 Min. Donnerstag Morgens 8 Uhr. Donnerstag Nachmittags 3 Uhr 30 Win. Freitag den 2. Oetober 1885. Thorafreudenfest. Beginn: Donnerstag Abends 6 Uhr 20 Min. Freitag Morgens 8 Uhr. Arbeits-Vergebung. Freitag den 2. Oetober, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Rathhaussaal zu Butzbach die beim Umbau eines Hauses zu drei Lehrerwobnungen vorkommenden Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, It. Kostenüberschlag 516 32 Steinhauerarbeit 105 60 Zimmerarbeit 770— Dachdeckerarbeit 27 50 Schreinerarbeit 800— Glaserarbeit 75— Schlosserarbeit 310 50 Gußlieferung, Träger, Röhren ze. ze. 47 40 Weißbinderarbeit 1079 50 Spenglerarbeit 147 20 Lieferung von Russensteinen 340— 5„ Kalk 120— 5„ Sand 100 1„ Tuffsteinen 90— 5„ Cement 18— 5„ geschliffenen Sandsteinplatten 105 Buß bach den 25. September 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. 3347 uche Versteigerungs-Anzeige. Mittwoch den 30. September l. J., Nachmittags 2 Uhr, werden ca. 2000 veredelte Rosen, ca. 18,000 wilde Rosen(rosa canina) gegen Baarzahlung versteigert. Kaufllebhaber wollen sich am hlesigen Rathhause einfinden. Friedberg, 26. September 1885. König, 3356 Gerichtsvollzieher zu Friedberg. Apotheker Bergmann's Hühneraugenmittel. Dieses unübertroffene Präparat beseitigt sicher, ge- fahr- und schmerzlos auch das hartnäckigste Hühner— auge, indem es nicht nur die Hornhaut, sondern auch die Wurzel derselben vollständig zerstört. Zu haben Büchse 60 Pf. bei Apotheker Lulu. 325238 Bekanntmachung. Nächsten Freitag den 2. October d. J., Vormittags 10 Uhr, soll die Ausführung der bei der Zusammen⸗ legung der Grundstücke in der Gemarkung Assenheim vor⸗ kommenden Erd, Transporte, Planirungs“, Chausstrungs⸗, Pflaster⸗ und Mauer-Arbeiten und Materiallieferungen an Ort und Stelle in Accord gegeben werden. Zu⸗ sammenkunft im Rathhaus zu Assenheim b M. Pf. Erd⸗, Transport- und Planirungsarbeiten, veranschlagt zu 2100 Cbaussirungsarbeiten 592— Pflasterarbeit 57— Mauerarbeit 90— Anlieferung von 45 lfd. m Cementmuffen⸗ röhren von 30 em Lichtweite 229 5 Lieferung von Basaltsteinen für Mauerwerk, Chaussirung und Pflasterung 460— Lieferung von Canaldeckplatten 21— Anfahren der Steine, des Steingerölles, des Kieses und der Stirnstücke 395— Aufsetzen der Steine, Messen des Sandes und Gerölles 58— Assenheim den 26. September 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. Best. Zwangsversteigerung. Dienstag den 6. Oetober, Nachmittags 2 Uhr, werden vor dem Rathhause zu Friedberg nachstehende, von Ober- und Nieder Florstadt kommende Pfandobjekte öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 4 Kuͤhe, 1 Mutterschwein, 3 Ziegen, sowie Haus mobilien durch alle Rubriken. Vilbel den 28. September 1885. 3355 Herget, Krelsbote. 4 Bienenvölker, in 2 Strohkörben, 2 in Ständerbauten, sog. Echzeller Maß, sämmtlich winternährig, verkauft 53 Taubst. Lehrer Billasch. 3357 unserer beiden Waaren⸗Lager, und verkaufen wir, um rasch zu räumen, den ganzen Waarenbestand bedeutend unter Einkaufspreis. J. Fürth's er 3194 ben. J. A. Nauheim nacholger. dan naue Kaputzen, Kopfshawls, Pelerines, gestrlerten wollenen Halstüchern „Mohair⸗ und Cvenilletüchern, Damenwesten, gestrickten Kinderkleidern, Jäckchen, Röckchen, Kindergamaschen und Schuhen, sowie Unterjacken, Unterhosen, Socken und Strümpfe. zu den billigsten Preisen Friedrich, 3362 42 0 7076 neben der Post in Friedberg. Junge Leute, welche mit dem Hobel umgehen können, Schreiner ꝛc. ꝛc. finden Beschäftigung bei R. Reibstein, 3308 Schiefertafelfabrik, Friedberg. Kein Geheimmitte! 58 7 2 von Franz Schulz Eisen⸗ Chocolade nn, Hoflieferant. Von den Aerzten gegen Bleichsucht und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet; pro Packet 75 Pf. mit Gebrauchs-Anweisung. Depot in der Molten patbeke in in Friedberg(Hessen). 5 H 1495 Steinerne Töpfe in großer Auswahl wieder vorräthig bei 3338 W. Bernbeck. 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