— * aterl, — 1 5 1885. Donnerstag den 29. Januar. M. 3. Oberhe sischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. . Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf 1 8 Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden slets per Post nachgenommen. 4—— Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ kei 0 der Verlags-Cxpedition mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abonuirt werden. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Nachstehendes Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern und bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg den 24. Januar 1884. ꝛc. an die Direction der Militärdienst- und Aussteuer-Versicherungs-Gesellschaft für Auf die Eingabe vom 16. l. Mts. eröffnen wir Ihnen, daß wir der Militär dienst⸗ und Aussteuer⸗Versicherungs⸗Gesellschaft für Deutschland„Hannovera“ in Hannsver die nachgesuchte Erlaubniß zum Geschäftsbetriebe im Großherzogthum Hessen, nachdem sich die Gesellschaft durch die von Ihnen abgegebene Erklärung ven nachstehenden Bedingungen: 1. daß die Gesellschaft von jeder Veränderung der bei der Zulassung gültigen Statuten bei Verlust der Coneession dem Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz alsbald Anzeige macht, auch sich verpflichtet, über ihre Geschäfts verhältnisse jede in Bezug auf die Interessen des Großherzogthums verlangt wer dende Auskunft zu geben; 2. daß die Gesellschaft sich verpflichtet, einen Hauptagenten für das Großher zogthum Hessen, welcher in diesem Staate seinen Wohnsitz hat, zu bestellen und dem Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz namhaft zu machen, durch diesen, sowie die übrigen Agenten ordnungsmäßige Bücher f und Akten führen der Justiz vom 21. Januar 1885 zu Nr. M. J. 1638 Großberzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Deutschland„Hannovera“ in Hannover. ung vermittelt hat. Diese Verpflichtung hat dle Gesellschaft in jeder für einen Versicherten aus dem Großherzogthum auszustellenden Versicherungspolice aus⸗ drücklich auszusprechen; 4. daß die Gesellschaft die Verpflichtung übernimmt, die Namen der Personen, welche sie zur Besorgung von Geschäften für die Anstalt im Großherzogthum Hessen beauftragt, sowie jede Veränderung, welche in diesen Aufträgen eintritt, insbe⸗ sondere auch das Erlöschen derselben, binnen 14 Tagen in der Darmstädter Zeit⸗ ung bekannt zu machen, sowie auch alle wichtigeren Bekanntmachungen, ins beson⸗ dere den jährlichen Rechnungsabschluß in diese Zeitung einzurücken und zwar den rselbe jedenfalls aus einer Vermögensübersicht(Ver⸗ erkömmlichen Form, Generalbilanz) und letzteren so vollständig, daß J der b zeichniß der Activa und Passiva in einer Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben der Gesellschaft während des letzten Jahres nach den üblichen Hauptrubriken(Gewinn- und Verlustconto), sowie summarischen Darstellung der im verflossenen Jahr im Großherzogthum be— und solche den betreffenden höheren Polizeibehörden auf deren Verlangen jederzel zur Einsicht vorlegen zu lassen; 3. daß die Gesellschaft in allen auf das Rechtsstreitigkeiten zwischen der Gesellschaft und Versicherten aus thum Hessen als Beklagte vor den Großherzoglichen Gerichten Recht nimmt und zwar je nach dem Verlangen des Versicherten entweder bei dem Ger Generalagenten für das Großherzogthum oder des Agenten, welcher die Versicher Periode 1885. Betreffend: Das Feldgericht der 1. triebenen Geschäfte besteht; 5. daß die Gesellschaft ferner fich verpflichtet, jährlich den Verwaltungsbericht, anz der Gesellschaft, sowie eine Ueber⸗ Versicherungsgeschäft bezüglichen den Rechnungsabschluß und die Genera dem Großherzog sicht ihres Geschäftsbetriebs im Großherzogthum Hessen an das Großherzogliche Ministerium des Janern und der Justiz einzusenden; ichtsstand ihres unterworfen hat, auf Grund der vorgelegten Statuten ertheilt haben. Dr. Linß. Friedberg den 27. Januar 1885. Der Großherzogliche Amtsanwalt zu Friedberg an die Großberzoglichen Bürgermeistereien der Amtsgerichtsbezirke Friedberg, Bad⸗Nauheim, Butzbach, Vilbel Einsendung der Rügeregister der rubricirten Periode oder der Bescheinigungen, daß Diejenigen von Ihnen, welche mit der er Einsendung erinnert. nicht entstanden sind, noch im Rückstande sind, werden an deren umgehende 8 Feldfrevel Wagner. Deutsches Reich. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 1 Darmstadt. enthält: 1. Bekanntmachung, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 1I. Bekanntmachung, die von dem gerichtlichen Per sonal zu tragende Amtstracht betreffend. 111. Bekanntmachung, die Weyhers'sche Eleonoren Stiftung betreffend. Iv. Bekanntmachung, die Umlagen der Gemeinde Ober⸗Finkenbach für 1884/85 betreffend. V. Bekanntmachung, die Vergütung der Brandschäden in Aff olterbach, Hammelsbach, Mörlenbach und Steinbach betreffend. VI. Promotionen an der Landesuniversität. VII. Ordensverleihungen. VIII. Namens veränderungen. IX. Aufgabe der Zulassung zur Rechts anwaltschaft. X. Militärdienstnachricht. xI. Dienstnachrichten. Es wurde: Der auf die 2. evangelische Pfarrstelle zu Offenbach präs. Pfarrer Dr. Hager zu Erzhausen bestätigt; der H. Bonarius aus Groß⸗Buseck zum Fouragenmagazinswärter, die Saal— wärter Heeb und Schäfer zu Hoflaquaien ernannt; dem Pfarramts⸗Kand. Grünewald aus Roßdorf die evangel. Pfarrstelle zu Dieburg übertragen; dem Schullehrer Lanz zu Büdesheim eine Lehrerstelle zu Auerbach übertragen; dem Schulamtsasp. Bock aus Münzenbertz die 2. Lehrer— stelle zu Mittel- Gründau übertragen; der auf die 1. Lehrerstelle zu Rothenbertz präs Schulamtsasp. Emmerich aus Groß Unmstadt bestätigt; dem Schulamtsasp. Rau aus Mettenheim die Lehrerstelle zu Bechenheim über— tragen; der auf die Lehrerstelle zu Schöllenbach präs. Schulamtsasp. Hofmann aus Momart bestätigt; dem Schulamtsasp. Schuchmann aus Groß-Bieberau eine Lehrerstelle zu Nieder⸗Modau übertragen; der auf die Lehrerstelle zu Seckmauern präs. Schulamtsasp. Essel aus Weinsheim bestätigt. XII, Charakterverleihungen. XIII. Ruhestandsversetzungen. Der Schullehrer Goll zu Heppenheim a. W. wurde in den Ruhestand versetzt. XIV. Konturrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die 2. Lehrerstelle zu Neustadt, Geh. 900 M. Dem Fürsten von Löwenstein Wertheim Rosenberz und dem Präsentationsrecht 1200 M. nd: Der Schullehrer Pfarrer von Erbach⸗ Schönberg steht das zu. Eine Lehrerstelle Kastel, Geh. XV. Sterbefälle. Gestorben si Kredel zu Michelstadt; der evang. zu Bischofsheim; der Gymnasiallehrer Fritznmann zu Bens⸗ heim; der Bezirksgerichtsrath Lehne zu Wies baden; der Baurath Lindt zu Darmsladt; der Ober-Rechnungsrevisor Spamer zu Darmstadt; der Forstwart Richler zu Streben dorf; der Landeshospital⸗Direktor Dr. Sehrt zu Hofheim; Wahl der Distrietseinnehmer Schmidt zu Pfeddersheim; der evang. Pfarrer Geilfus zu Rimhorn. — 27. Jan. Peinz Heinrich von Batten berg reist heute nach Sofia zum Besuche seines Bruders. 5. 20. — Jan. In der heutigen Sizung der Zweiten Kammer erfolgte zunächst die Beantwortung der Inter pellationen der Abgg. Stephan:„die infolge der Ver legung des Mainzer Bahnhofs eingetretenen Betriebs und Tarifänderungen betr.“, Arnold:„die Erbauung einer Staatsstraße von Unter Abtsteinach über Ober Abtsteinach und Stedelsbrunn bis auf die Kreidacher Höhe betr.“, Wolz:„betr. die Regulierung des Main flusses bei Seligenstadt“ durch den Präsidenten des Mintisteriums der Finanzen und hierauf die Berathung über die Wahl der Abgeordneten für die Provinzial hauptstadt Mainz. Wahl wurde nach längerer Debatte, an welcher sich die Abgg. Wasserburg, Küchler, Pennrich, Franck, Osann, Metz Die und Heinzerling be thetligten, für ungiltig erklärt. Wahl eines Ab geordneten für den Wahlbezirk Butzbach Bad Nauheim wurde dem Ausschußantrag gemäß für ungiltig, alle übrigen Wahlen zur zweiten Kammer für giltig erklärt. Berlin, 26. Jan. Reichstag. Eingegangen ist die Vorlage über den Beitrag des Reichs zum Zollanschluß Bremens. Auf der Tagesordnung steht zunächst der Nach tragsetat(Botschaftshötel in Rom). Die Vorlage wird in erster und zweiter Berathung genehmigt. Es folgt Die Reichstage die Fortsetzung der zweiten Etats berathung Zölle). Nach— dem Referent v. Wedell Malchow die Annahme der Zollansätze der Regierung befürwortet, führt Graf Stol berg Wernlgerode aus, daß die Regierung an dem Hereinbrechen der Zuckerkrisis unschuldig sel. Hacke be Grafen fürworter folgende von ihm mit Unterstützung der Na tionalliberalen, Klerikalen, Freteonservativen und den polnischen Mitgliedern eingebrachte Nesolution: Die Re⸗ gierung zu ersuchen, für das Creditjahr 1884 85 die Frist zur Entrichtung der Rüben Zuckersteuer von sechs auf neun Monate zu verlängern. Minister Luetus bestreitet jede Mitschuld der Regierung am Niedergange der Zucker⸗ Im Jahre 1881 schlug die Regierung dem die Reduction der Exportbonifieation vor. Die Enguete wurde veranlaßt. Diese entschied sich mit 12 gegen 1 Stimme für die Beibehaltung des alten Steuersystems. Oechelhäuser hält die Krisis für eine vorübergehende, gleichwohl dürfe man die Zuckerindustrie nicht auf Selbsthilfe anweisen. Palliativmittel biete der Antrag Hacke, welchen er befürworte. Staatsseeretär Burchardt erklärt: Wenn das Gesetz über die Zucker⸗ steuer nicht verlängert werde, laufe dasselbe Anfangs August ab. Die Regierungen und das Haus würden aber die Wlederherstellung der alten Ausfuhrsätze nicht wünschen, sondern das Gesetz auf ein Jahr zu verlängern bereit sein. Im weiteren Verlaufe der Debatte sprlcht sich Minister Lueius gegen eine Fabrikatsteuer aus. Die Titel: Rübenzuckersteuer und Salzsteuer werden hierauf genehmigt. Der Antrag Hacke geht an die Budgeteommission. industrie. N. Jan. Fortsetzung der Berathung der Zölle und Verbrauchssteuern. Zu Titel„Branntweinsteuer“ bean⸗ tragt Uhden Verlangerung der Creditsrist für die Branntweinsteuer im laufenden Betriebs don 6 auf 9 Monate. Buhl verlangt die schleunigste Vorlegung eines Gesetzentwurfs, betreffend Erböͤhung der Brannt weinsteuer, unter besonderer Verücksichtigung der In teressen der kleinen landwirthschaftlichen Gewerbe. Der Titel selbst wird genehmigt. Ueber den Antrag Bubl, welcher nicht direct mit dem Titel zusammenhäͤͤngt, wird erst in dritter Lesung abgestimmt werden. Der Antrag Ubden wird an die Budget Commission verwiesen. Titel 6. Braustener und die Aversen werden ohne Debatte angenommen. Damit ist der Etat der zoͤlle und Verbrauchssteuern in zweiter Lesung erledigt. — 26. Jan. Die Börsenstener Commission begann ihre heutige erste Sitzung sofort mit der Erörterung von Prinzipienfragen. Auf eine An frage erklärte der Regierungscommissär Neumann, bei der Reichsbank bestaͤnden Bedeyfen gegen — r e 9 85 * das Prinzip einer procentualen Steuer. Oechel— haͤuser hielt in erster Linie die Ermittelung noth⸗ wendig, ob Arbitrage- und ahnliche große Ge— schaͤfte einen hohen procentualen Stempel tragen können und befürwortet die Zuziehung von Sach— verständigen zu der Commission, was Siemens unterstützte. Der Regierungscommissär Neumann meinte, die Bedenken gegen die procentualen Satze des Wedell'schen Entwurfs ließen sich für die Arbitrage sehr herabmindern.— 28. Jan, Die Dampfersubventions-Commission nahm die von der Subeommission aufgestellten Bestimm ungen, betreffeyd Fahrgeschwindigkeit, Prüfung der Dampfer durch Sachverständige, Bestrafung ungerechtfertigter Verzögerungen, Führung der deutschen Postflagge, Beginn regelmäßiger Fahrten, Sicherstellung der Erfüllung der Vertragsver— bindlichkeiten an. Ferner den Antrag des Cen⸗ trums, wonach die Regierung, wenn den Unter nehmern dauernd größere Gewinne erwachsen, befugt sein soll, denselben großere Leistungen aufzuerlegen, oder die Subventionssumme ent sprechend zu kürzen. 5 72 — 26. Jau. Die Eisenbahncommission des Abgeordnetenhauses genehmigte den Vertrag, betr. den Bau der Eisenbahnen Braunschweig-Hildes— heim und Braunschweig-Gifhorn und das gauze Gesetz über den Erwerb von Privatbahnen für den Staat. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Von be— vorstehenden Vorlagen wegen Einführung einer Börsensteuer, worüber auswärts Gerüchte um— liefen, ist an unterrichteter Stelle Nichts bekannt. Frankreich. Paris. Nach den definitiven Ergebnissen der Senatswahlen leinschließlich der im zweiten Wahlgange Gewaͤhlen) sind 67 Re⸗ publikaner und 20 Conservative gewählt worden. Die Republikaner haben 22 Sitze gewonnen. — 27. Jan. Die Kammer begann die Be— rathung des außerordentlichen Budgets und ge nehmigte dasjenige des Kriegsministertums. — Die„Times“ will wissen, daß zwischen Frankreich und Portugal ein Arrangement zu Stande gekommen sei, wonach Portugal die fran— zösische Oberhobeit über die nördliche Mündung des Congo anerkenne, während Frankreich den Anspruch Portugals auf die Küste bis zum Süd— ufer des Congo anerkenne. Großbritannien. London. Das Cabinet hat nicht nur den französischen Vorschlag, betr. die internationale Garantie des englischen An— lehens, angenommen, sondern auch die projectirte Enquete nicht zurückgewiesen. Doch soll diese Enquete erst nach Ablauf von zwei Jahren zu— sammentreten, um zu untersuchen, ob die Kürz— ung des Coupons noch für einen weiteren Zeit— raum erforderlich sei. Die Aufnahme der eng— lischen Antwort ist überall eine günstige. — 26. Jan. Ein am Samstag in der Um— gegend von London verhafteter, der Theilnahme an dem Dynamitattentat verdächtiger Mann wurde heute dem Polizeigericht zu Bowstreet vorgeführt. Er gab an, Gilbert zu heißen, 23 Jahre alt zu sein, und unter dem Namen Cunningham aus den Vereinigten Staaten her— über gekommen zu sein. Die Verhandlung wurde um 8 Tage verschoben. Nach von der Polizei eingezogenen Erkundigungen stammt der Ange— klagte aus der Grafschaft Kork, lebte 5 Jahre in Amerika und kehrte im letzten Herbst nach England zurück. — 27. Jan. In Folge wichtiger Enthüll— ungen, welche der im Tower Verhaftete den Behörden gemacht haben soll, begleiten Geheim— polizisten alle von London nach den Hafenstädten abfahrenden Züge. Die Polizeiwachen vor allen Regierungsgebäuden wurden vermehrt. Die Besichtigung des Schlosses Windsor ist vor— läufig untersagt. Italien. Rom, 26. Jan. Deputirten⸗— kammer. Berathung der Interpellation, betr. die Colonialpolitik. Derenzis und Camporeale sind gegen die Occupation von Assab und an— deren Punkten des Rothen Meeres, welche Ita— lien nur von dem Mittelmeere abziehe. Terenzo Wien. ist gegen jede Colonialpolitik. Italien entbehre der dazu erforderlichen finanziellen und mlli— lärischen Grundlage. Oliva will Auskunft haben, wie man die colonialen Interessen Italiens na— mentlich in Afrika zu schützen gedenke.— 27. Jan. Mancini erklärte, Italien könne im Kampfe der Clvilisation gegen die Barbarei nicht unthätig bleiben; die Regierung sei eutschlossen, innerhalb bescheidener Grenzen coloniale Politik zu be— treiben, vorausgesetzt, daß dieselbe für die öko nomische und politische Entwickelung nützlich sei. Die Regierung würde die bestehenden Rechte anderer Nationen respeetiren, rechne auf die thaͤtige Miwirkung des Handelsstandes und die Versuche würden durchaus im Verhältniß zu den Kräften Italiens stehen. Der Minister wies auf die hohe Wichtigkeit des Rothen Meeres für Italien hin, namentlich mit Ruͤcksicht auf die Behauptung der Stellung Italiens am Mittel— meer und Erhaltung des Gleichgewichts daselbst. Jede Störung desselben wurde Italien entschie— den ablehnen. Der Minister widerlegte die An— nahme, daß Italien eine gefährliche Eifersucht Englands hervorrufen könne. Das Cabinet habe, ohne der Allianz mit den Centralmächten untreu zu werden, und ohne großes Risiko zu über— nehmen, es verstanden, die Freundschaft mit Eng— land herzustellen, die sich auf einer Gemeinsam— keit der Anschauungen und Action im gegensei— tigen Juteresse stütze. Die Congocxpedition sei für einige Wochen aufgeschoben. Die Regierung bedürfe der warmen Unterstützung der Kammer, andernfalls würde sie entgegengesetzten Beschlüssen sich zu fügen wissen. Der Kriegsminister glaubt, die erste Expedition werde genügen. Sollte eine Expedition ins Innere nothwendig werden, so würde noch ein Bataillon nach Assab geschickt. — Der Nichtanschluß Italiens an die in London gemachten Schritte der anderen Cabinete in der egyptischen Angelegenheit wird hier da— durch erklärt, daß die italienische Regierung über die bezüglichen Verhandlungen der Cabinete unter— einander von Frankreich nicht genügend au fait gehalten worden sei. —„Agenzia Stefani“ meldet aus Perun vom 26. d., daß am Tage zuvor ein Detache— ment des Panzerschiffes„Castelsiderdo“ in Beilul landete, den Ort besetzte und die italienische Flagge aufhißte. Die Häuptlinge der Einge— borenen empfingen die Abtheilung freundlich. Einige in Beilul zurückgebliebene egyptische Sol— daten werden sich morgen auf dem italienischen Dampfer„Corsica“ nach Massauah einschiffen. Rumänien. Bukarest. Der Justizminister Woinow demissionirte. Rußland. Petersburg. In Pultawa feuerten am 18. d. M. zwei Individuen, Namens Pischelinzew und Leonow, auf den Polizeichef Kollert, aber ohne ihn zu treffen. Die Attentäter sind verhaftet. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Mordversuch ein Racheact der Nihi— listen war. Kiew, 27. Jan. Die Universität wurde gestern wieder eröffnet. Der Curator des Lehrbezirks hielt eine Ansprache, die Vorfälle bedauernd, welche die Schließung hervorriefen, dabei die Hoffnung aussprechend, die Männer der Wissenschaft würden sich künftighin aus— schließlich den Interessen der Weissenschaft hin— geben und mit diesen Interessen Ordnung und Ruhe in der Universität einbürgern. Egypten. Kairo, 27. Januar. General Wolseley meldet aus Korti von heute: Ich erhielt gestern einen Bericht von Earl, wonach der Marsch der Truppen den Nil stromaufwäris glücklich von Statten geht. Amerika. New Pork, 26. Jan. Bei einer gestern in Chicago stattgehabten Socialistenver— sammlung wurden die jüngsten Dynamitattentate in London von mehreren Rednern gepriesen und der Gebrauch des Dynamits gegen die besitzen— den Klassen anempfohlen. — 27. Jan. In den Legislaturen der Staaten New-Vork und Pensylvanien sind An— träge auf Regelung der Anfertigung und des Verkaufs von Dynamit eingebracht worden. 1* Aus Stadt und Land. Friedberg. Unsere Leser dürfte es ünteressixen, daß Fürst Bismarck, bekanntlich Ehrenbürger der Stadt Worms, sich auf Ansuchen bereit erklärt hat, bei dem jüngsten Söhnchen des Bürgermelsters Küchler in Worms, früheren Kretsassessors dahler, Pathenstelle zu versehen. b. Friedberg. Der Veteranen und Millitärverein hlelt am 24. d Mts. seine Generalversammlung im Ver⸗ einslocale in der Reichskrone ab. Nach Eröffnung der— selben und Verlesen der Mitglieder durch den Präsidenten, erstattete der Kassier Rechnungsablage über das ver— flossene Jahr, aus welcher hervorging: Die Einnahmen bellefen sich in's Gesammt auf M. 732.22, die Aus⸗ gaben auf M. 669.85, wonach ein Ueberschuß von M. 72.41 verblteb, welcher mit dem Bestand des Vor jahres ein Vereinsvermögen von M. 1497.41 ergibt. Der Inventarwerth beträgt M. 515. An Unterstützungen, Kranken- und Sterbegelder wurden im verflossenen Jahre M. 162., seit Bestehen des Vereins die Summe von M. 1050. bezahlt. Die Zahl der Mitglieder ist 125. Verstorben sind im letzten Jahre 4 Mitglieder, neu einge— treten 10. Nachdem durch den Präsidenten eine Ueber— sicht über das Gesammtvereinswesen gegeben war, wurde zu den statutengemäßen Neuwahlen geschritten. Dleselben erstreckten sich auf Präsident, Vieeprästdent, Schriftführer, Kassier und drei Belsitzer des Vorstandes, Prüfungs- Commission für die Rechnung, Ehrengericht bel Streitig keiten, bestehend aus Richter mit drei Beisitzenden und zwei Ersatzmännern, Fahnenträger, Fahnenjunker und Capitain d'armes, sowle Bestimmung der Mannschaft für's Ehrenfeuer bei Beerdigungen. blicken kann, noch recht vieler, gleich günstiger Jahres— abschlüsse sich erfreuen, zum Besten seiner Mitglieder, zur Förderung des deutschen Patrlotismusses, zur Be— festigung der kameradschaftlichen Werkthätigkeit, treu seinem Wahlspruche:„In Treue fest, im Sturme treu!“ 5. Friedberg. Seit dem 1. Januar d. J. ist auf Möge der Verein, der mit Befriedigung auf sein letztes Vereinsjahr zurück! der Strecke Friedberg— Hanau Vollbahn Betrieb zur Ein führung gekommen, welche Einrichtung vom relsenden Publikum mit Freude begrüßt wird. Statt den früheren gemischten Zuͤgen, verkehren auf genannter Strecke bin und zurück 8 Omnibuszüge und 2 gemischte Züge. Die Omnibuszüge, nur aus Locomolive ohne Kohlenwagen und 3 comfortable eingerichteten Personenwagen bestehend, legen die Strecke von Friedberg bis Hanau-Ost in ca. 1 Stunde zurück, während die beiden gemischten Züge (Hanau ab 6.0 Vm., Friedberg 8.4 Nm.) wie seither fast 2 Stunden Fahrzeit gebrauchen. fänglich der Befürchtung hingeben, daß die Omnibuszüge nur schwach besetzt sein würden, vor allem in der Winter— zett, so darf bereits eonstatirt werden, daß, trotzdem dle neue Elnrichtung noch nicht allseits bekannt geworden ist, von solcher doch bereits im durchgehenden Verkehr hin⸗ länglich Gebrauch gemacht wird, da für die Reisenden aus Bayern und Württemberg und umgekehrt für die aus dem Norden kommenden, durch die Friedberg Hanauer⸗Eisen⸗ bahnstrecke— im Anschluß nach Aschaffenburg und Eberbach hin— eben der Umweg über Frankfurt gespart wird. Sollten die betr. Eisenbahn-Directionen sich entschließen konnen, fern von jeglicher Nebenrücksicht einheitlich vor— zugehen und einen günstsgen Anschluß nach genannten Richtungen stets im Auge zu behalten, dann dürfte die, wenn auch kurze Strecke Friedberg— Hanau sich nicht als eine Linie„untergeordneter Bedeutung“, sondern als ein verbindendes Glied im Verkehr zwischen Nord und Süd unseres Vaterlandes erweisen, wie bei⸗ sptelsweise ein Blick auf die Karte uns über folgende direete Verbindung zwischen Nordsee und Bodensee be— Mochte man sich an⸗ ——— 1 1 seltde Hanz, U knapp Die! u. liitete lehrt: Bremen— FCassel— Friedberg— Hanau— Eberbach— Heilbronn— Stuttgart— Horb— Rott- weil— Immendingen— Singen— Zürich und Constanz. Friedberg. Wie in vor. Nummer des Anzeigers schon mitgetheilt wurde, gedenkt der„Evang. Verein“ auch in diesem Winter wieder einige Vorträge religlös⸗ ktrchlichen Charakters in dem gütlgst zur Verfügung gestellten Rathhaussaale zu veranstalten. Den ersten der— selben, der gerade für unsere Provinz ein ganz besonderes Interesse hat, wird unser Superin⸗ tendent, Ober Consistortalrath Dr, Habicht von Darm— stadt am 30. lauf. Mts.(Freitag) über„Zinzendorf und die Herrnhuter in Oberhessen“ balten. Hierauf soll am 6. Februar der Vortrag von Stadt— pfarrer Dr. Bauer(nicht Bruner) von Frankfurt a. M. über„Urrich Zwingli“, also ein sehr erfreuliches und dankenswerthes Seitenstück zu den 1888er Lutber⸗ Vorträgen, folgen. ein Vortrag von Ober ⸗Consistorlalrath Ur. Sell aus Und den Beschluß wird am 7. Febr. Darmstadt(wahrscheinlich) über E. M. Arndt bilden, also über ein Thema, dem gerade in unseren natkonal tlef bewegten Tagen ein allgemeines Interesse entgegen⸗ kommen dürfte. Der„Evangelische Verein“ üst den Genannten für ihre Bemühung und ihre bereitwillig entgegenkommende Freundlichkeit aufrichtig dankbar und hofft, daß dieselbe durch einen eifrigen Besuch der Vor- träge seitens der Evangelischen nicht nur, sondern aller für religiös kirchliche Fragen sich interessirenden Be⸗ wohner Friedbergs auch äußerlich Anerkennung finden werde. vorerst Abstand genommen werden; dagegen werden an den Thuͤren Teller aufgestellt sein, in welche die Aus— gebenden freiwillige Gaben zum Besten des zu Von Erhebung eines Eintrittsgeldes soll gründenden evang. Stadtkirchenbauvereins eins zulegen freundlichst gebeten werden. An Mitglieder des„Evang. Vererns“ werden auf Wunsch Karten zu reservirten Plätzen(bet Seminardlener Haber) unent⸗ geltlich abgegeben. N N 1 9 3 n r r —— fp —————— die n K—--—üi 4 in leitete den Schlauch in das Parkett 17 beseltigte rasch hielt sich musterhaft. am 9. Dezember 1884. Nr. Korn M. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo ver Pfd. M. 0.80 0.85, Käse per Pfd. 45—46 Pf. Käse per Stück 4— 8 Pf., Tauben per Paar M. 1.00, Hühner per Stück M. 130— 1.5), Habnen per Stück M. 1.50 2.40, Enten per Stück M. 2.00— 2.50, Gänse per Pfd. 50—60 Pf., Welsche M. 0.00 00.00, s. Friedberg. Am letzten Freitag, Abends 9 Uhr, wurde die Wittwe des verstorbenen Thürmers Hofmann, die den Dienst ihres verstorbenen Mannes versieht, beim Verlassen des Thurmes der Stadtkirche von einem Ver— mummten überfallen und in brutalster Weise geschlagen. Man vermuthet einen Racheakt und das Gericht hat bereits eine Untersuchung eingeleitet. Bubenheim. In mehreren Blättern finden wir die Nachricht, daß zwischen hier und Engelstadt ein Reisender, der eine Vaarschaft von 1200 Mark bet sich getragen habe, von zwei Strolchen ermordet und beraubt worden sei. Nach zuverlässigen Erkundigungen ist die ganze Geschichte rein aus der Luft gegriffen. Allerlei. Der Bruder des in Hockenheim Ver daß dieser der Mörder Frankfurt. hafteten hat N bekannt, des Poltzeiraths Rumpff set. Der Verhaftete beißt Julius Lieske und stammt aus Zossen in der Mark Brandenburg. Er ist Schuhmacher und war schon seit drei Jahren von der Heimath fern. Er kam von der Schweiz, wohin er auch jetzt zu Fuß wieder zurück wollte. Die That geschah im anarchistischen Auftrag. Geißlingen, 26. Jan. Heute flog eine Rottweiler Pulvermühle auf, wobei, soweit bis jetzt bekannt, drei Personen getödtet wurden. Hamburg, 26. Jan. Die Polizei N am Freitag eine Denunctation, die Börse solle mittelst Dyna⸗ mit in die Luft gesprengt werden. Die Poltgel läßt seitdem die Börse bewachen. Wahrscheinlich ist das Ganze ein boshafter Scherz. Wien, 27. Jan. Im Wiedener knapp vor der Eröffnung der Vorstellnng Feuerlärm. Die Holzverkleidung der Wärmerohre im 1 begann Folge Ueberheizung zu glimmen. Die Jeuerbcba die nur momentane Beklemmung. Das Publikum ver Der Negiffeur beruhigte dasselbe in einer Ansprache. 8 Malta, 25. Jan. Das italienische Panzerschiff „Prinz Amadeo“ ist auf der Rhede von Port Said auf den Grund gerathen. g Verloosungen. e D Neapel, Stadt, 150 Lire Loose von 1868. Ziehung Heimzahlung am 1. Mai 1885. Lire. Nr. 156201 1000 Lire. à 500 Lire. Nr. 73646 87872 Nr. 28060 56257 74597 90423 2 Nr. 137753 35,000 13847 161581 189087 à 400 Lire. 2 2 und Gewinn Ziehung am 15. Januar 1885. am 15. April 1885. Gezogene Serien: 968 1331 1827 2339 2367 2599 3195 4010 4012. D Gewinne: Serie 968 Nr. 50 100,000 fl. Serie 968 Nr. 77 4500 fl. Serie 4012 Nr. 50, Serte 2599 Nr. 14 28 57 à 1000 fl. a Handel und Verkehr. f Friedberg, 27. Jan. Fruchtber. Waizen M. 16. 25, 16.50, Gerste M. 15—16, Hafer M. 13.00, — 200 Zollpfund. Friedberg, 28. Jan. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70— 0.80, Eier 1 Stück 8 Pf. Butzbach, 24. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete Eier Heimzahlung Nr. 73 858 1 Stück 8 Pf. Gießen, 2. Butter per Pfd. Jan. Auf dem heutigen Markt kostete M. 0.80 0.90, Eier 1 Stück 7 8 Pf., Ochsenfleisch per Pfd. 66—68 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ im Detail M. Theater entstand] ea Serien⸗ 8 1 8 fleisch 54—60 Pf., Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel⸗ fleisch 6068 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., startoffeln per 100 Kilo M. 3.50— 4.50, Zwiebeln per Ctr. M. 4, Weißkraut per Stück 4— 7 Pf Homburg, 27. Jan. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4— 4.50, per Gescheid 9—10 Pf., Eier per Stück 7, 8 und 9 Pf., Butter per Pfund 1. Qualttät M. 1.00, 2. Qualität M. Frankfurt, 26. Januar. Fruchtmarkt. Mehl O M. 32½- 33½, Nr. 1 M. 26—27, Nr. 2 M. 25— 26, Nr. 3 M. 28— 24, Nr. 4 M. 17, Nr. 5 M. 14½— 15, Milchbrod- und Brodmehl im Ver— band M. 48— 52, norddeutsches und westfälisches Weizen— mehl 00 M. 23 ½½— 24½, Süuppengries je nach Qual. M.—.—, Roggenmehl Nr. 0(Berliner Marke) M. 25— 26½½, do. 0/1 do. M. 23—24½, do. 1 do. M. 21— 22, do. 2 do. M. 18, Weizen ab unserer Umgegend M. 17- ½, do. frei ab Bahnhof hier M. 17½⁰2— 7/4, do. fremder je nach Qual. M. 17— 19. Roggen bies. M. 158/— 16½, do. franz. M. 16½, do. Königsberger M. 16, Nieolajeff M. 15½—/⁰ ß‚Odessa M. 15— 0 Gerste, 1 16- 19, do. zu Mahlzwecken M. 12½2— 13. Hafer je nach Qual. M. 133/15. Raps M. 26½ bis 2 27½. Mais, buntes(mixed) per April-Mai M. 13. Roggenkleie M. 5— ¼. Wetzenklele M. 4½— 02. Rüböl 69. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Ktlo. Nr. Frankfurt, 26. Jan. Viehmarkt. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren: 326 Ochsen, ca. 15 Bullen, ca. 266 Kühe und Rinder, 258 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 66- 68, 2. Qual. M. 60—64, Kühe und Rinder 1. Qual. M. 55— 58, 2. Qual. M. 45— 50, Kälber 1. Qual. M. 65, 2. Qual. M. 50—55 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Mehrfach darum gebeten, bringen wir in Nachstehendem den Prolog zu der Wohlthättgkeits— Vorstellunz im letzten Herbst. Die Redaction. Prolog. Seid uns gegrüßt! Wir heißen Euch willkommen, ie Ihr zu schöͤner Feier Euch vereint. Wie unsern Ruf Ihr freundlich aufgenommen, So herzlich auch ist unser Gruß gemeint. Wir sorgten noch und fragten uns beklommen, Ob unserm Werk des Glückes Sonne scheint: Da wogt und drängt schon— wie in buntem Traume— Der Gäste Zahl im lichterfüllten Raume. 88921 134981 144024 146536 148620 150673 152199 153074 155163 à 250 Lire. Die weiteren Nummern] Ihr wißt es All', warum wir Euch geladen— können auf unserem Bureau ingeseben werden Scherzbaftem Spiele gilt es nicht allein. Theiß⸗Regulirungs 100 fl. Loose von 1880. zu hoben, heiligernsten Liebesthaten, Zu schönem Opfer luden wir Euch ein. Sen unser Werk zu rechtem Ziel gerathen, ann heißt es schaffen rüstig im Verein: Se sind wir bittend vor Euch hingetreten Und wußten, daß wir nicht umsonst gebeten. Bleibt doch Zeiten Das Recht dem Herzen ewig unverwehrt, Mit einzustehn bei seines Bruder's Leiden Und Lieb' zu üben, wo man sein begehrt. Doch unser Thun will Höb'res noch erstreiten— Das größte Ziel ist's, das uns Alle ehrt: Gilt es ein Werk doch zu des Höͤchsten Ruhme, Ein Werk zum Schmucke seinem Heiligthume. Nein nicht umsonst! * im Drang der Dank Euch! Wohl wird mit schönrer Ehrenkrone Im eignen Herzen Euer Thun geschmückt! Und doch— dem Edlen wird's zu reichem Lohne, Wenn dankend ihm die Hand der Bruder drückt. Und wenn Euch heut' von frisch erbautem Throne Auch Göttin Kunst den Dank entgegenblickt: Nehmt's freundlich hin— so wie wir es gegeben, Aus frohem Sinn— in freudig ernstem Streben. Literarisches. Daheim Nr. 17 enthält: Herrn Fortungtus Braut- fahrt.(Forts.)— Verrechnet(Forts.)— Hans Lassen Martensen. Pon L. Witte. Mit Bild. Tegettboff bei Lissa. Bon R. Werner. Mit Illustr.— Am Familientisch: Zu unsern Bildern: Konkurrenz. Von E. Bosch.—„Der Winter.“ Von F. Bartolozzi.— Hinterindische Vegetartaner.— In unserer Sptelecke. Mit zwei illustr. Beilagen. Kundgebung aus dem Publikum. h. Zu den großartigen Erfolgen, die der Straßburger und Kölner Männergesangverein in Berlin errungen haben, ist noch das Verdienst, die Sänger Berlins aus ihrer Gleichgiltigkeit gerüttelt zu haben, hinzuzurechnen. Man hat ersehen, daß nur solche Chöre, wie vorgenannte Vereine sie aufführen, für die Oeffentlichkeit Bedeutung haben. Zwelfellos hat auch Berlin Stimmmaterial genug, und doch nimmt es bei Weitem nicht den Nang ein in der Sängerwelt, der ihm gebührt, weil eben die Kräfte zu sehr vertheilt sind inkleine„Vereinchen“ die so gut wie Nichts bedeuten. Eine dankens⸗ werthe Aufgabe ist es daher, dieselben möglichst zu⸗ sammenzubringen zu größeren Chören, und man darf annehmen, daß die Sache im besten Gange ist, gefunden haben. weiterer Verein die da schon mehrere Vereinigungen dieser Art statt⸗ Wie wir hören, ergreift hierzu ein Initiative, indem er freundlichst ein⸗ ladet, Sänger und Sangesfreunde(vpassive Mitglieder) sowie ganze Vereine, sich ihm anzuschließen. Der Verein besteht seit 1860 und meist aus langjährigen Mitgliedern, er ist in Sängerkreisen wohlrenommirt, wie auch sein Dirigent als tüchtig bekannt ist. Die Nutzanwendung für Friedberg mag sich Jeder selber„Das Alte stürzt, es ändern sich die Zeiten Leben blüht aus den Ruinen!“ Geld Cours. Frankfurt, am 7. Januar 1885 Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 19 10, 18 do. in /. 16. 18 16. 14 Englische Sovereings 20. 41 20. 36 Kussische Imperiales. 16. 75 16. 70 Ducaten. 9. 63 9. 58 „ al mare 9, 1 Dollars in Geld 1 Gedenket der Vöglein im Schnee! Der Frost und Hunger thun weh. Verwahret Feuer und Licht, Damit kein Schaden geschicht! Mitgliedskarten, 30 Pfennig pro zu der Generalfechtschule des Reichswaisenhauses sind bei der Expedition des Anzeigers zu haben. a Jahr, in Lahr Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, „ ½ Dutzend E „ Dutzend 5 Die Exvedition des Anzeigers. Bekanntmachung. Donnerstag den 5. Februar l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen vor hlesigem Nathhause zwangsweise fol— gende Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert werden: 5 Kühe, 1 Rind, 3 Mutterschweine, 7 Springer, etrea 100 Centner Heu, eirea 50 Centner Stroh, 2 Kleiderschränke, 1 Häckselmaschine. Frledberg den 26. Januar 1885. Fey, 75 Gerichtsvollzieher. Jagd Verpachtung. * 571 Die 9 Gemeinde Nieder-Erlenbach gehörige Feld will 1 jagd, 825,7 Heetare groß, sowie die oberhalb Friedrichs— „ e e dorf gelegene Waldjagd, 171, Heetare groß, sollen nen Samstag den 7. Februar l. J., Nachmitkags 2 Uhr, 94— alt 1 auf hlesigem Gemeindehause auf weitere 6 Jahre ver 0 3 8˙ 1 pachtet werden, wozu wir Pachtliebhaber einladen. „een Nieder-Erlenbach den 27. Januar 1885. n 70 fel 1 Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder Erlenbach. eee 1 2 Kötter. — 4 J Sin braves und fleißiges rtl Deienstmäd 72 ienstmädchen f 1. 1 75 9 wird auf Petritag gesucht. Wo? sagt die Expedition des Anzelgers. 273 Holzversteigerung. Montag den 2. Februar el J. werden im Gemeinde wald Nieder Nos bach, Distrikt Wasserdöll, versteigert: 23 Stück Eichen Stämme, 4 10 Meter Länge, von 15-bis 26 Centimeter Durchmesser, 3,46 Fest⸗ meter enthaltend, 227 Stuck Fichten-Stämme, 10—19 Meter Lange und von 15—37 Centimeter Durchmesser, 100,46 Festmeter enthaltend, 8 Stück Eichen⸗Derbstangen von 6—8 Meter Länge, 28 Stück Fichten-Derbstangen von 9- 14 Meter Länge, 9— 14 Centimeter Durchmesser, 2 Raummeter Buchen Scheiter, 6 0 Eichen-Schetter, 1 4 Nadel Schelter, 51 5 Buchen Knüppelholz, 36 85 Eichen Knüppelholz, 12 Nadel-Knüppelholz, 1094 Stück Buchen Wellen, 347„ Etcichen⸗Wellen, 2041 Nadel-Wellen, 19 Raummeter Buchen Elchen-Stöͤcke, 90 1 Nabdel-Eschen-Stöcke. Zusammenkunft zunächst dem Steinbruch, Vormittags 9½ Uhr. Sämmtliche Fichtenstämme eignen sich be— sonders zu Bauholz. Nleder Rosbach den 26. Januar 1885. Großhrzogliche Bürgermetsterel Nieder Rosbach. 373 Groh. Installations-Arbeiten. Die bei Veränderung der Röͤhrenleitungen in Bad— baus J dahier vorkommenden Arbeiten und Lieferungen, veranschlagt im Ganzen zu 1273 M. 74 Pf., sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Beding⸗ ungen liegen vom 2. bis 7. Februar d. J. auf dem Bureau der unterzeichneten Behoͤrde zur Einsicht offen und Angebote sind längstens bis zum 7. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, versiegelt, frankirt und mit der Aufschrift„Installations Arbeiten“ versehe inzureichen. Die Eroͤffnungen der eingelaufenen Offerten findet im Termin in Gegenwart der erschtenenen Submittenten statt. Bad Nauheim den N. Januar 1885. Großherzogliche Badedtreetton Bad Nauheim. 388 Jäger. Kapitalgesuch. Die Gemeinde Leidhecken beabsichtigt ein Kapital von 3257 Mark aufzunehmen. Wer dieses Kapital im Ein⸗ zelnen oder Ganzen zu 40% darleihen will, kann sich bei der unterzeichneten Bürgermeisteret melden. Leldhecken den 27. Januar 1885. Großherzogliche Buürgermeisterel Leldhecken. 380 Selzam. Vaseline-Cold-Cream- Seife Vorräthig à Packet gegen rauhe und spröde Haut. 0 50 Pt. bei Apotheker Lühn. 0 (3 Stück) —— ö 0 1 . ä— 9 14 64 0 2— 2 ——— . — 7 Submission. Die Lieferung und Aufstellung einer eisernen Wasser⸗ pumpe in einen ca. 7 m tiefen Brunnen für die Ge⸗ meinde Ober⸗Woͤllstadt soll auf dem Submissions⸗ wege vergeben werden. Voranschlag und Submisstons⸗ bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten mit Be⸗ schreibung bis zum 9. Februar d. J. einzureichen sind. Friedberg den 27. Januar 1885. Zörb, deen Holzversteigerung. Freitag den 30. Januar d. J. wird im Ober⸗Ros⸗ bacher Gemeindewald, Distrtikt Große Johannesbecke und Loosholzschlag, folgendes Holz öffentlich meistbletend versteigert: 5,9 Raummeter Buchen-Scheiter, Nadel Scheiter, „* 29 0 Buchen Knüppel, 107 5 Eichen-Knüppel, 8 0 Nadel-Knüppel, 6* Buchen⸗Stöcke, 18 1 Eichen⸗Stöcke, 1247 Wellen Buchen-Reiser, 5433„ Eichen⸗Reiser, 492„ Nadel⸗Reiser, 28 Eichenstämme von 15— 26 Centimeter Durch⸗ messer und 5— 10 Meter Länge, 22 Eichen⸗Derbstangen, zu Wagnerholz geeignet. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr in Große Johannes— hecke in der Nähe vom dicken Eichbaum. Ober-Ros bach am 24. Januar 1885. Großherzogliche Bürgermetsterei Ober Rosbach. Blecher. Holzversteigerung. Montag den 2. und Dienstag den 3. Februar kommen im Wohnbacher Gemeindewald, Distrikt Vorder- und Hinterwald, jedesmal von 9½¼ Uhr anfangend, zur Versteigerung: Montag den 2. Februar: 92 Eichen⸗Werk⸗ und Baustämme von 15— 50 Centi⸗ meter Durchmesser und 5— 16 Meter Länge, 17 Buchenstämme von 25— 50 Centimeter Durch⸗ messer und 1—6 Meter Länge, 98 Eichen⸗Derbstangen, 19 Buchen ⸗Derbstangen, sämmtlich zu Wagnerholz geeignet. Nach beendigter Baubolz-Versteigerung kommt noch Brennholz der Nummer⸗Folge zur Versteigerung. Dienstag den 3. Februar: 346 Naummeter Buchen-Scheiter, 364 202 2 Buchen Knüppel, 537 1 Buchen ⸗Reiser, 210 1 Buchen⸗Stöcke, 12— Eichen-Scheiter, 2⁴* Eichen-Knüppel, 20 5 Eichen-Reisig, 24 1 Eichen Stöcke. Die Zusammenkunft ist jedesmal auf der hohen Straße. Wohn bach am 27. Januar 1885, Großherzogliche Vürgermeisterei Wohnbach. Fatum. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag den 2. Februar, von Morgens 10 Uhr an, sollen im„Fuchsstrauch“, zunächst der Oberhessischen Eisenbahn, versteigert werden: 34 Raummeter Eichen⸗Werk⸗Scheitholz, 378 90 1 Buchen- und Eichen-Scheitholz, 174 1 1 1„ Prügelholz, 115„ Stockholz, 5„* 3910 Wellen Buchen- und Cichen-Reisholz, darunter 1700 Buchen-Durchforstungs-Wellen. Lich am 26. Januar 1885. Wimmenauer, Forstrath. Im Rohrsitzflechten auf Stühle aller Arten empfiehlt sich und bittet, da ihm seiner Blindheit wegen kein anderer Verdlenst möglich, um Zuwendung von Arbeit 387 . Friedberg. Jacob Brack, Stuhlflechter, 126 Haagkstraße. 5 Erbsen, Bohnen, Linsen, garantirt gutkochend, empfiehlt P. Theis, im 2. Stock, bestehend in 6 ineinandergehenden Zimmern, und eine kleinere im 3. 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