1885. Dunnerstag den 27. August. 4 10ʃ. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. ö Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere berechnet, bei größerem Tabellen nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. 5 1 e 1 9 U Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Deutsches Reich. Darmstadt, 24. Aug. D die Prinzessin Victoria von Battenberg, Tochter Alice, sowie die Prinzessinnen und Alix sind gestern Nachmittag aus England hier eingetroffen. Dieselben wurden am Bahn- hof von den Prinzen Heinrich und Wilhelm begrüßt und fuhren darauf nach dem Großher— zoglichen Schlosse, woselbst die Herrschaften ab— gestiegen sind. Der prov. Reallehrer Bingen wurde zum definitiven Anstalt ernannt. — Schluß des Regierungsblatts, Beilage Nr. VII. Ruhestandsversetzungen. Es wurde: Der Schul Falkenhagen Lehrer zu an dieser 22: 22 lehrer Eidmann zu Darmstadt auf Nachsuchen, der Schullehrer Büchler zu Lorsch auf Nachsuchen, der Schullehrer Lutz zu Erbes büdesheim auf Nachsuchen, der Schullehrer Metzler Nuß zu zu unter Anerkennung seiner Dienste, zu Hackenheim auf Nachsuchen, der Schullehrer Urberach auf Nachsuchen, der Schullehrer Klingel Hopfgarten auf Nachsuchen, der Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim Armbruster, auf Nachsuchen, der Gehilfe bei dem Kreisamt Mainz Thiery, der Schullehrer Schönherr zu Ober⸗ Roden auf Nachsuchen, der Schullehrer Horr zu Klein⸗Steinheim auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, der Bibliothekdiener Dorfeld in Mainz, unter Anerkennung seiner Dienste, auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. VIII. Konkurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die ev. Pfarrstelle zu Stockstadt. Eine Lehrerstelle zu Ober Ofleiden, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Hacken heim, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Nieder Mörlen, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Jüges heim, Gehalt 1200 M. IXx. Sterbefälle. Gestorben sind: Der ev. Pfarrer Hüffel zu Groß Linden; der Lehrer Dörsam zu Nieder Olm; der Reallehrer Simon zu Mainz; der Schullehrer Früauff zu Dornbeim; der ev. Pfarrer Jung zu Eich; der Oberkonsistorialsekretär Ackermann zu Darmstadt; der ev. Pfarrer Ritsert zu Rodheim; der Schullehrer Stork zu Alzey; der Schullehrer Schindel zu Queckborn; der Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Umpfenbach; der Gesanglehrer Weiß zu Bingen; der Ober-Rechnungs revisor Bausch zu Darmstadt: der Steuer-Kommissär Klingelhöffer zu Schotten; der ev. Pfarrer Moxter zu Wöllstein; der Justizrath Elwert zu Gießen; der Land— gerichts⸗Assessor Schmitt zu Darmstadt; der Forst er Großherzog, wird nebst ung aufmerksam gemacht, als die Spanier 1875 Irene die Karolinen-Inseln als spanisches Spanien ohne Gesetzeskraft sei. Schließlich auf eine deutsche und englische Verwahr— Eigenthum reclamirten. Gegen diese Verwahrung habe die spanische Regierung seit zehn Jahren keinerlei Widerspruch erhoben.— Wie der„K. Z.“ von zuverlässiger Seite telegraphirt wird, hat die deutsche Regierung vorgeschlagen, die Streitfrage wegen der Karolinen-Inseln dem Schiedsgericht einer befreundeten Macht zu unterbreiten. einheitlichen Tele — Außer der Annahme eines Tarifsystems wurde in der Sitzung der graphen-Conferenz am 22. August unter Anderem beschlossen, daß künftighin die Bezeichnung des Bestimmungsortes für ein Wort zu rechnen sei, auch wenn begleitende Zusätze zur näheren Be⸗ zeichnung erforderlich wären. — Aus Temesvar meldet man dem„Wiener Tageblatt“: Der Erbprinz Wilhelm von Nassau, der in Ungarisch-Weißkirch Oberst des Husaren-Regiments Nr.. in Garnison liegt, ist nach Berlin gereist. In Offizierskreisen verlaute, er sei für den Herzoglichen Thron n Braunschweig in Aussicht genommen. — Die Fuͤrstin Bismarck, welche am 20. August aus Homburg nach Berlin zurückgekommen war, begab sich am 21. August nach Varzin. — Offiziös wird dementirt, daß der eingetroffene außerordentliche persische Gesandte Gohsin Khan von seiner Regierung beauftragt sei, hier Offiziere und Civilbeamten für Persien zu engagiren. — Ein Gerücht will wissen, daß D land eine japanesische Insel besetzt habe. Eupen, 23. Aug. Heute Nachmittag be⸗ merkte ein am hiesigen Bahnhof postirter Grenz— aufseher einen wohlgekleideten Mann, der, von Belgien kommend, mit einem Packet in der Hand in die Stadt eilte. Der Beamte folgte dem Fremden bis zur Post, wo letzterer das Packet als — eutsch— Inspektor Löwer zu Nleder-Ramstadt; der Gerichts schreiber Steinacker zu Butzbach; der Forstwart Müller zu Groß-Gerau; der ev. Pfarrer Draudt zu Worms; der Lehrer Jung zu Gießen; der Schullehrer Reinig zu Bickenbach; der Notar Gaßner zu Masnz; der Medieinal— rath Ebel zu Darmstadt; der Schullehrer Roos zu Heppenheim. — Das Regierungsblatt Nr. 23 enthält: Bekannt⸗ machung, die Ausführung des Reichsgesetzes gegen den verbrecherischen und gemeingefährlichen Gebrauch von Sprengstoffen betr. Berlin. Das in Rom verbreitete Gerücht, der deutsche Kronprinz werde seine Gemahlin und die Prinzessinnen-Töchter in Baveno ab— holen und darauf dem italienischen Königspaare in Monza einen Besuch abstatten, erhält sich, wie man aus Rom meldet. Der Prinz Leopold und die verwittwete Prinzessin Friedrich Karl von Preußen sollen ebenfalls beabsichtigen, binnen Kurzem Italien zu bereisen. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bringt den Wortlaut einer Kundgebung des augenscheinlich von der spanischen Regierung beeinflußten Madrider Blattes„Correspondencia“, und macht dagegen auf die Thatsachen aufmerksam, daß das Factum der Entdeckung einer Insel bei weitem keinen Besitztitel ergebe; daß die miß— lungenen Versuche eines religiösen Ordens, heid— nische Bewohner zu evangelisiren, das Gegen— theil einer beabsichtigten Besitzergreifung bewiesen, und daß die vom Papst Alexander VI. decretirte „Theilung der Welt“ zwischen Portugal nach einer größeren deutschen Stadt aufgeben wollte. Auf Verlangen des Grenzbeamten wurde das Packet geöffnet; es enthielt, wie der„K. 3 geschrieben wird, eine Menge Exemplare der Julinummer des„Rebell, Organ der Auarchisten deutscher Sprache.“ Der Träger der anarchisti— schen Lectüre sitzt hinter Schloß und Riegel. Kiel. Von hier wird der„Voss. Ztg.“ unterm 20. d. geschrieben: Die Befürchtungen über das 1 — Schicksal der Kreuzerkorvette„Augusta“ sind fast zur Gewißheit geworden. Obwohl noch immer Notizen in den Blättern gebracht wer— den, daß das Schiff glücklich in Sidney einge— troffen sei oder daß es nur eine schwere Havarie erlitten habe, gilt die„Augusta“ in Marine— kreisen für verloren. Das Schiff wird der furcht— baren Gewalt des Cyklons zum Opfer gefallen und von den Wellen verschlungen worden sein. Der Verlust von 238 Mann, welche die Besatz ung bildeten, ist außerordentlich herb; er wird selbstverständlich zunächst von den Familien der Verunglückten auf das Schwerste empfunden, aber er drückt auch alle Kreise, die mit der Marine in Verbindung stehen, und das ganze Volk wird ihn betrauern.— Dagegen wird der „Nat.⸗Ztg.“ aus Kiel geschrieben: Seitens eines Marineoffiziers wird mir betreffs des Schicksals der„Augusta“ bemerkt, daß dieselbe moͤglicher— und! weise vertrieben und in Calmen(vollständig von hier windstille Regionen) gerathen sein kann. Schiffe, welche, wie die„Augusta“, mit einem kleinen Kohlenraum nur auf das Segeln angewiesen sind, müssen bis zum 40. Grad südlicher Breite gehen und dort die Passatwinde aufsuchen. Die „Augusta“ hat vielleicht Havarie gelitten und liegt irgendwo in einer entlegenen Bucht der Südseeinseln und zimmert. Sie ist übrigens ein vortrefflicher Segler und läuft je nach der Wind— stärke 8— 12 Knoten in der Stunde. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 24. Aug. Die Generalversammlung des Vereins der deut— schen Eisenbahnverwaltungen trat im Sitzungs— saal des Abgeordnetenhauses zusammen und wurde von dem Arbeitsminister Kemeny auf das wärmste Zum Präsidenten wurde einstimmig ctionspräsident Wex gewählt. Kremsier, 24. Aug. Das österreichische Kaiserpaar, der Kronprinz und deren Suite, darunter Graf Kalnoky, Popp, Nopsa mit Ge— mahlin, Graf Pejacsevich, Gräfin Goeß, Graf Nostitz, Fräulein Majlatb, haben heute Vormit⸗ tag mit Separathofzug die Reise von Wien hier— her angetreten. Ebenso wird die in der letzten Nacht erfolgte Abreise des Katsers und der Kal— serin von Rußland gemeldet, begleitet von dem dem Großfürsten Georg Alexau— drowitsch, sowie dem Großfürsten und der Groß⸗ fürstin Wladimir Alexandrowitsch. Anläßlich der Kaiserbegegnung sind bereits hier eingetroffen der Erzbischof von Olmütz, Cardinal von Fürsten— berg, der Ministerpräsident Graf Taaffe, die Grafen Pallavicini und Larisch, der Juntendant des Hoftheaters, der Landeshauptmann von Mähren, Graf Vetter, und der Corps Comman— dant Graf Stubenrauch. Heute früh zog mit klingendem Spiele die aus dem Alexander-Re— giment gebildete Ehrencompagnie und ein In— fanterie-Bataillon zum Wachtdieust ein. Ju der ersten Etage des Schlosses befinden sich die für die österreichischen und russischen Majestäten be— stimmten Wohnräume, über letzteren die Wohn— ung des Großfürsten und der Großfürstin Wla— dimir. Bisher sind 38 Berichterstatter einhei— mischer und ausländischer Blätter eingetroffen. Der Verkehr in der Stadt, abgesehen von den Schloßräumlichkeiten und deren nächster Umgeb— ung, wohin der Zutritt nicht mehr gestattet ist, ist ganz unbehindert. herrlichem Wetter erfolgte die Ankunft des österreichischen Kaiser⸗ paares. Nach kurzer Begrüßung am Bahnhofe durch die Grafen Taaffe und Schönborn und einige Generäle fuhr das Kaiserpaar rasch nach dem Schloß, von der dichtgedrängten Menschen⸗ menge mit donnernden Slavarufen begrüßt. Ein heftiger Gewitterregen verdarb den Eindruck des slavischen Festzuges, indem er die Lebendigkeit desselben vollständig zerstoͤrte. Die Zahl der Theilnehmer belief sich auf etwa 4000 Personen, welche zur Hälfte aus berittenen Fähnlein, zur Hälfte aus Turnvereinen, Veteranen, Feuer— wehren und Jungfrauen bestanden. In der Mitte bewegte sich ein farbenprächtiger hanak— ischer Hochzeitszug. Ueberall wurden boͤhmische begrüßt. der preußische Dir Thronfolger, Bei Fahnen und slawische Tricoloren geschwenkt. Die Deutschen hielten sich von der Feier sern.— 25. Aug. Kurz vor 10 Uhr heute früh traf das Der Kaiser Ver beide russische Kaiserpaar hier ein. Oesterreich und Kronprinz Rudolph, in russischer Uniform, waren dem Kaiserpaare gestern bis Hullein entgegengefahren. Die Be⸗ grüßung der beiden Monarchen war überaus freundschaftlich. Dieselben umarmten und küßten sich wiederholt. Am Bahnhofe erwartete Kaiseein Elisabeth die russischen Herrschaften und bewill— kommte dieselben herzlichst. Dänemark. Kopenhagen, 24. August. „Berlingske Tidende“ meldet, es verlaute, der König von Griechenland werde im Laufe dieser Woche hier eintreffen und bei dem Kronprinzen wohner. Belgien. Brüssel. Zahlreiche heftige An— griffe, welche von den verschiedensten Seiten gegen das Congo-Unternehmen und vor Allem gegen seine Leiter gerichtet werden, nehmen einen immer größeren Umfang an und bilden, wie man dem„Hamb. Corresp.“ schreibt, das Tagesgespräch der politischen Kreise. Vieles ist übertrieben; daß aber nicht Alles in der Congo— Regierung klar und zweifellos ist, ist nicht zu bezweifeln. Die Congo-Regierung schweigt, bedenkt aber nicht, daß sie damit dem Werke selbst schadet. Diese Geheimnißthuerei ist ein großer Fehler. Heute ermannt sich ihr Organ, das„Mouvement géographique“, und fordert die Regierung auf, ihr Schweigen zu brechen, im Interesse der großen Sache Aufklärungen zu geben, damit nicht die systematischen Hetzereien und Verleumdungen gegen den Congostaat, seine Leiter und Agenten bei der leichtgläubigen Menge festen Boden fassen. Großbritannien. London. Die„Morning Post“ meldet: Das britische Cabinet empfing neue russische Vorschläge, wonach der Zulfikarpaß Afghanistan, und die Weideplätze Rußland ver— bleiben sollen. — Das Kriegs-Departement ordnete die Demobilisirung der Armee-Reserve an. Lord Salisbury conferirte gestern mit dem russischen Botschafter Staal und reiste zu einem längeren Landaufenthalt ab. Spanien. Madrid, 24. Aug. Die Ant— wort des deutschen Reichskanzlers wegen der Karolinen-Angelegenheit ist heute hier einge— troffen. Das Gerücht geht, Spanien werde 25,000 Mann nach den Philippinen schicken. Die Regierung erhielt zahlreiche Adressen, welche die Aufrechterhaltung der Unverletzbarkeit des Gebietes verlangen. Das in dem Minister— rathe unter Vorsitz des Königs verlesene Ber— liner Telegramm erklärt, die deutsche Regierung lege dem Zwischenfall betreffs der Karolinen— Juseln, welcher die guten Beziehungen zu Spanien nicht alteriren könne, keine Wichtigkeit bei; sie betrachte die Karolinen-Inseln bis zum Beweise des Gegentheils als Niemanden angehörig. Spanien habe dort keine Behörde eingesetzt. Eingehende Erklärungen würden durch Courier erfolgen. Auf dem Prado fand heute Nach— mittag eine Kundgebung von 150,000 Personen statt, welche mit etwa 60 Fahnen aufgezogen waren. Verschiedene Redner haranguirten die Menge. Die Demonstranten zogen vor dem Ministerrathshotel und dem Ministerium des Innern vorbei unter den Rufen:„Es lebe die Integrität Spaniens! Es lebe die Armee!“ Das deutsche Gesandtschaftspalais wurde in keiner Weise belästigt. Die Regierung hatte die nöthigen Maßregeln, um Ausschreitungen zu verhindern, getroffen. Es verlautet, daß die verabschiedeten Marine-Officiere wieder einbe— rufen worden seien. Rußland. Petersburg. Das Reichsbudget weist per 1. Juni 279,282,051 Rubel Ein⸗ nahmen auf, gegen 252,068,007 Rubel für den— selben Zeitraum des vorigen Jahres und 286,892,104 Rub. Ausgaben, gegen 266,531,291 Rubel im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Riga. Das Stadtoberhaupt von Riga, Büngner, und das Stadtoberhaupt von Reval, Greiffenhagen, wurden auf Befehl des Kaisers wegen Auflehnung gegen den Gebrauch der russischen Sprache im officiellen Verkehr ihres Amtes entsetzt. Egypten. Kairo, 24. Aug. Das kürzlich von dem„Bosphore Egypt.“ erwähnte Gerücht, daß auf Veranlassung Nubar Paschas Petitionen zu Gunsten eines englischen Protectorats in Um— lauf gesetzt seien, wird von offizieller Seite dementirt und als gänzlich erfunden bezeichnet. — Der Befehl zur Einschiffung von 4 Infanterie— Bataillonen von Alexandrien nach England wurde wieder zurückgenommen.— General Grenfell telegraphirt, Dongola sei von 4000 Derwischen besetzt, welche über 800 Gewehre und 7 Ge— schütze verfügten. Amerika. New⸗Vork. Es wird der Aus— bruch eines großen Strikes gemeldet. Der Voll— zugsausschuß des Verbands der sog.„Ritter der Arbeit“ hat an die bei der Wabash-Eisenbahn angestellten Mitglieder, deren Zahl sich auf 75,000 belaufen soll, die Weisung ergehen lassen, die Arbeit einzustellen. Aus Stadt und Land. Gießen. Als Geschworene für das 3. Quartal 1885 wurden ausgeloost: 1) Kaufmann, L., Fabrik. in Gießen. 2) Zöller, Fr., Lederh. in Gießen. 3) Carle, A. 11., Müller in Nieder-Ohmen. 4) Wetz, Balth. J., Landw in Holzheim. 5) Krämer, K., Landw. in Alten— Buseck. 6) Kolb, J. II., Bäckerm. in Büdingen. 7) Hörr, L. 111., Landw. in Heuchelheim. 8) Musch, J. C, in Ermenrod. 9) Reibeling, H. III., in Eifa. 10) Becker, L., Gastw. in Lollar. 11) v. Münchow, C, Buchdruckereibes. in Gießen. 12) Wallenfels, J. II., Wirth in Allendorf a. d. Lda. 13) Stritter, G. II., Müller in Ober-Ohmen. 14) Noll, Chr. F., Fabrik. in Gießen. 15) Weith, H. V., Landw. in Nleder-Wöllstadt. 16) Lenz, Ph., Beigeordn. in Albach. 17) Freiherr von der Ropp, G. Dr., Prof. in Gießen. 18) Plank, L., Kaufm. in Gießen. 19) Müller, Fr. IV., Kaufm. in Gießen. 20) Walter, Th. Dr., Gymnasiallehrer in Büdingen. 21) Hofmann, Oberf. in Storndorf. 22) Pfannstiel, K., in Angenrod. 23) Huber, E., Müller in Großen Buseck. 24) Hölscher, H. VI., Oekonom in Alsfeld. 25) Heineck, A., Geom. in Alsfeld. 26) Gatzert, P., Rentner in Friedberg. 27) Setpp, J. XI., Ackerm. in Lethgestern. 28) Koch, H. XIV., Oelmüller in Als— feld. 29) Krämer, L., Gemeindeeinn. in Ruttershausen. 30) Reuschling, L., Gemeindeeinn. in Steinbach. Allerlei. Frankfurt. Die 5 Engländer waren verhaftet worden, wegen ihrer Aehnlichkeit mit den muthmaßlichen Dieben, welche wegen des bei der Reichsbank in Ham— burg verübten Diebstahls von 200,000 Mark verfolgt werden und deren Spur hierher wies. Die Entlassung der Sistirten erfolgte jedoch noch am Abend desselben Tages, nachdem die sogleich angestellten Recherchen die völlige Unverdächtigkeit Aller ergeben hatten. Wiesbaden. Nachdem Erkrankungen am Typhus in den letzten Tagen nicht mehr vorgekommen sind, be— schloß die Regierung, daß die hier aufgetretene Epidemie als erloschen zu betrachten sei und die damit zusammen— hängenden Maßregeln einzustellen sind. Gelnhausen, 22. Aug. Heute fand auf dem un— teren Markte die feierliche Enthüllung des dem wirklichen Erfinder des Telephons, Philipp Reis, von seiner Vater— stadt errichteten Denkmals statt. Rüdesheim, 22. Aug. Aus Eihingen bei Rüdes— heim(von der Zahnrabbahn-Haltestelle in wenigen Minuten erreichbar) wird soeben ein großer Brand gemeldet. Die Feuerwehren von Rüdesheim und Umgegend wurden alarmirt. Morgens um ½10 Uhr fing es, bis jetzt auf noch unaufgeklärte Weise, in einem Hause an zu brennen und stand dasselbe nebst Scheuer bald ganz in Flammen. Da die erwachsenen Einwohner fast alle um diese Zeit auf dem Felde beschäftigt waren, so eilten die angster— füllten Kinder zu diesen hinaus. Ehe die Leute aber ordentlich an's Löschen kamen und weitere Hülfe von hier herbeteilen konnten, waren acht Häuser nebst Scheuern dem Feuer zum Opfer gefallen. Zum Glück sollen die meisten Betroffenen versichert sein. Heilbronn. Die hiesige Staatsanwaltschaft erließ einen Steckbrief, wonach der Verdacht, den Lustmord an der Rosine Keller aus Böchingen begangen zu haben, auf einem gewissen Michael Böhringer ruhte, der bisher Arbeiter in der chemischen Fabrik zu Heilbronn war. Böhringer wurde bereits beigebracht, ist aber an der Emordung unschuldig. Die Behörde sucht jetzt einen gewissen Georg Gog, Bäcker von Ehingen. Derselbe wurde am 17. d. M. aus dem Zuchthause in Ludwigs— burg entlassen, wo er wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit zum zweitenmale saß, und war am 18. Aug. dem Tage des Verbrechens, hier. Meiningen. Das Städtchen Lehesten ist in der Nacht vom Sonntag zum Montag wieder von einem größeren Feuer heimgesucht worden. An der Stelle, wo vor einigen Jahren der große Brand seine Grenze gefunden, hat der neue angefangen und in verhältnißmäßig kurzer Zeit 13 Wohnhäuser und ebenso viele Scheunen und Nebengebäude in Asche gelegt. Ueber die Entstehungs— ursache ist noch Nichts bekannt. Pest. In Tavarna(Zempliner Comitat) wurde am 17, b. M. um halb 7 Uhr Abends ein starkes, mehrere Sekunden währendes Erdbeben verspürt, welches große Verwüstungen anrichtete. Temes var. Von hier wird gemeldet, daß in den zwei Nachbarstädtchen Vinga und Csakowa die Postämter ausgeraubt wurden. Alles vorhandene Geld, die recom— mandirten Briefe und sonstigen Werthsachen wurden entwendet. g Madrid, 23. Aug. Gestern sind in ganz Spanien 5664 Erkrankungen und 1721 Todesfälle in Folge von Cholera vorgekommen. In der Umgebung von Madrid nimmt die Cholera zu. Algier, 22. Aug. Unweit Bone sind Waldbrände entstanden, welche augenblicklich 10 Kilometer umfassen. Man befürchtet, dieselben werden über das ganze Gebiet sich ausbreiten. Ein Taifun. Nach Mittheilung des„Reichsanz“ ist ein deutsches Kriegsschiff, die Kreuzercorvette„Augusta“, mit einem Talfun(der ostasiatische Name für Cyklon) in„Berühr— ung“ gekommen und von dem Verbleib der„Augusta“ bis jetzt noch Nichts bekannt. Unter diesen Umständen wiro die Schilderung eines solchen Unwetters von be— sonderem Interesse sein, welche ein deutscher Seemann an Bord der„Vineta“ in der„Voss. Z.“ gibt. Er berichtet über die Fahrt von Honolulu nach China; im Verlaufe seines Briefes schreibt er: Der 25. Mai, Himmelfahrtstag, verlief wieder in heiterem Sonnenschein. Trotzdem Wind nur wenig vor— handen war, war doch kein Dampf auf, und stellenweise trieben wir sogar in Stille. Wir befanden uns etwa auf 1260 östlicher Länge und 210 27 nördlicher Breite. Gegen 8 Uhr Abends begann eine starke Dünung aus SO. einzusetzen, das Schliff arbeitete sehr beträchtlich und in die Fenster der Cajüte schlug eine volle See in die dort sitzende Gesellschaft ein Ereigniß, das wir bisher noch nicht erlebt. Bald darauf fing es an, heftig zu wehen, Böe folgte auf Böe, zum Theil von sehr heftigen Regengüssen begleitet. Infolge dessen wurden zur Vorsicht noch Segel dicht gerefft. Ich ging in die Coje, konnte aber wegen des heftigen Schlingerns nicht schlafen. Bald wurde auch die Sache recht ungemüthlich. Die Wind— stärke nahm zu, es brauste und sauste in der Takelage, daß man die Commandostimme des Offiziers nicht mehr hören konnte. Das Sopha, der Tisch rissen sich los, die Stühle polterten umher; im Zwischendeck, in der Batterie und der Cadettenmesse flog Alles durcheinander. Es war ein wahres Höllengetöse. Auf einmal stürzte nach einem heftigen Krach eine volle See durch das Skylight in die Messe, eine zweite, dritte folgte, und innerhalb einer Viertelstunde stand der ganze Raum unter Wasser. Der Grund war sehr einfach. In der Cadetten— messe hatten sich der Tisch und mehrere Schränke los— gemacht, und all' dieses tobte darin umher, hatte die Pforte nach der einen und das Schott nach der anderen Seite eingestoßen, und nun floß Welle auf Welle un— gestört in den Schiffsraum. Zu gleicher Zeit schlug aber auch die tobende See über die Reeling und stürzte durch die Luken in die Batterie. Jetzt wurde uns doch etwas bänglich zu Muthe. Wir standen auf, bekleideten uns mit dem Regenrock, um das Schauspiel etwas näher zu besehen. Die Messe stand fußhoch unter Wasser und dieses stürzte bald in die Steuerbord-, bald in die Back— bordkammern. Das Verschließen nützt Nichts, denn bei dem stetig zunehmenden Schlingern, das sich bis zu 40 Grad steigerte, spritzte das Wasser oberhalb der Thüren durch die Grätings hindurch, also etwa zwei Meter hoch. Ein Stehen, ja ein Festhalten war ganz unmöglich. Beim unvorsichtigen Herumtasten wurde ich von der einen zur anderen Seite der Messe geschleudert und blieb, mit dem rechten Auge gegen das Clavier geworfen, eine Zeit lang besinnungslos liegen. Indessen, noch war der Humor nicht geschwunden, wir spaßten und freuten uns, endlich einmal einen kleinen Vorgeschmack von Seesturm zu er⸗ leben, noch dachte Niemand an eine wirklich ernsthafte Lage, am allerwenigsten an einen Taifun, zu einer für ibn ganz ungewohnten Jahreszeit. Aber bitter kam die Enttäuschung und die Ernüchterung. Schon beim Hinauf— gehen in die Batterie watete man in einem Chaos von umhergestreuten Sachen, die theils aus den Cojen heraus⸗ geschwemmt waren, theils in der Batterie sich losgerissen hatten. Da lagen Jacken, Hosen, Wäsche, Stiefel, Laternen, Bücher, Uhren in dichtem Gewirr durcheinander. Glücklicherweise hatte man die Geschütze noch rechtzeitig festgepurrt und damit das größte Unheil verhütet, die Verletzung der Bordwand durch die Kanonen. Endlich hatte ich an Deck an dem Eingang der Campagne festen Fuß gefaßt, und konnte von diesem Punkt aus das ganze Schiff übersehen, soweit es das Zwielicht oben gestattete. Wie lange ich dort oben gestanden, weiß ich nicht, doch sind es sicher Stunden gewesen, Stunden der tiefsten Resig⸗ nation. Keiner von uns(fast die meisten Offiziere hatten sich an demselben Platze eingefunden) sprach ein Wort, nur ab und zu nahm man einen Schluck Wein, um den sinkenden Muth aufrecht zu erhalten. Mit dicht gerefften Segeln sausten wir zwölf Seemeilen in der Stunde dahin, das Steuer war machtlos, die noch losen Segel festzumachen ging nicht mehr, denn in diesem Moment auch nur einen nach oben zu schicken, wäre sicherer Tod für ihn gewesen. Bereits war uns vor 12 Uhr Nachts die Gig weggeschlagen, mit Krachen folgte ihr der erste Kutter und darauf die zweite Jolle. Bald zerrissen nun auch Großsegel und Großmarssegel, oder vielmehr, sie wehten einfach von den Raagen weg. Ich führe diese Thatsachen hier nur an, um die un⸗ glaubliche Kraft der Windstöße und des Andranges der Sturzseen zu kennzeichnen. Es ist schwer, in ausführlicher Weise alle die furcht⸗ baren Momente zu schildern, die fast in derselben Zeit auf den machtlos und ohnmächtig dastehenden Zuschauer 8 einde. hoben tro Toppe brechen Muth rassele das wie n dern untettl Aber Die 6 an na surcht Messe ander ölh man. 1 Volg durch Oämte die S liche man fünfz aufth prall trocke wied. Com. schlag ling vier Boott und festen Plätz erwã CS gekon Abge daß vontt krach Spar oback wort seine 721, zerst. selbf es w e w Noc geht das zerrt half aber und wilt kon aber man Sch lich 8 bekleideten 1 eindrangen. In dem Halbdunkel, das uns Alle umhällte, hoben sich scharf die dusteren, schwarzen, von Regen strozenden Wolken ab, die so tief hingen, daß sie die Toppen zu erreichen schtenen. Mit jedem neu herein— brechenden Regenguß fuhr der Sturmwind mit neuer Wuth in die Takelage, es sauste und brauste, pfiff und rasselte, daß es den Ohren wehe that; angsterregend war das Zerreißen der Segel, mit einem mächtigen Knall, wie mit einem Büchsenschuß, zerriß eins nach dem an— dern in Fetzen; wüthend schlugen die Lappen umher, unrettbarx Jeden zermalmend, der sich ihnen genaht hätte. Aber auch dieses Opfer genügte dem Orkan noch nicht. Die Enden und Wanten, wie Saiten gesparnt, fingen an nachzugeben und zu reißen, ja, sie schnitten von dem furchtbaren Druck durch die Jungfern hindurch wie ein Messer durch die Butter. Eine Stange brach nach der andern, schließlich auch der Klüverbaum, wie Streich hölzchen flogen die mächtigen Hölzer über Bord; wo man hinsah, nur Fetzen und Splitter. Der Anblick wurde immer unheimlicher, je mehr der Morgen heranrückte. Die Sonne wollte nicht bindurch durch den bleigrauen düsteren Himmel; eine fürchterliche Dämmerung hüllte uns ein. Furchtbar tobte und rollte die See. Wie eine Nußschale tanzte und flog die statt— liche„Vineta“ hin und her, in jedem Moment glaubte man sie vergraben in den ungeheuren Wogen, die gegen fünfzig Fuß hoch fast senkrecht sich zu unseren Häuptern aufthürmten, und mächtige Ströme Wassers beim Zurück— prallen über und in das Schiff warfen. Nichts blieb trocken, nichts, was nicht verschraubt und vernagelt war, wiederstand der Gewalt; die festen Eichenbretter der Commandobrücke wurden durch eine von unten gegen— schlagende See herausgehoben und zersplittert, die Ree⸗ ling eingedrückt, der 70 Centner schwere Rüstanker um vier Fuß verschoben, die mittschiffs stehenden großen Boote gegen einander gequetscht. Von freiem Stehen und Gehen war keine Rede, mit Noth klimmte man an festen Gegenständen entlang, zu einem festen trockenen Plätzchen. Wie traurig es unten aussah, habe ich schon erwahnt. Unsere Stimmung kann ich nicht beschreiben. Es mögen wohl jedem seine eigenen ernsten Gedanken gekommen sein; das Endresultat bei mir war eine völlige Abgestumpftheit, abwechselnd mit einem festen Vertrauen, daß unser tüchtiges Schiff doch schließlich den Sieg da— vontragen werde, so sehr es auch in seinen Wanten krachte und stöhnte, und seine Fugen sich reckten. Mit Spannung wurde alle zehn Minuten das Barometer be⸗ obachtet:„Es fällt noch immer!“ lautete stets die Ant— wort. Von 7 bis 10 Uhr Vormittags hatte der Orkan seine höchste Wuth erreicht, das Barometer war auf 721, Millimeter gefallen. Aber er hatte nichts mehr zu zerstören, die Arbeit war schon vorher gethan und wir selbst empfanden die äußerste Steigerung nicht so sehr, es war doch wenigstens hell geworden, und vor Allem, es war möglich, Feuer anzumachen und Kaffee zu kochen. Noch nie hat mir ein Kaffee so gut geschmeckt. Die verschiedensten Manöver, dem Taifun zu ent gehen, wurden angewandt, doch lange ohne Erfolg, da das Schiff dem Steuer nicht mehr folgte und die Segel zerrissen waren; zum schließlichen Beiliegen und antreiben half uns unser Groß-Topsegel. Zwar zertiß es auch, aber glücklicherwelse fielen die Fetzen in die Leewanten und, fest gegen diese gepreßt, dienten sie dem Schiff als wirksamste Stütze, so daß wir nach Steuerbord wenden konnten. Von 10 Uhr an nahm der Sturm an Heftigkeit ab, aber die See wüthete noch welter. Um 12 Uhr versuchte man die Schraube zu fieren, und trotz der großen Schwierigkeiten kam sie glücklich hinunter; ebenso glück— lich hatte man Feuer in der Maschine gemacht, das Wasser im Heizraum war noch nicht genug, um die Feuerung zu erreichen. So war es denn endlich möglich geworden, nachdem man jetzt die Richtung der Bahn des Talfuns mit Bestimmtheit erkannt, ihm zu enkgehen; wir dampften nach SO., S. und schließlich nach SW. Es war aber auch hohe Zeit, denn um 10 Uhr Vormlttags waren wir nur noch etwa 20 Seemeilen von seinem Centrum entfernt. Wehe uns, wenn wir in dieses ge— rathen wären! Von Mittags 12 an stieg nun allmählig das Baro— meter, und dementsprechend stieg unsere Hoffnung und unsere Freude. Nach und nach ließ auch der hohe See— gang nach, man durfte sich wieder als Mensch fühlen, und auf ein warmes Mittagessen freuen. Nur einige sehr heftige Böen setzten noch ein, aber sie beunruhigten uns nicht mehr, da wir wußten, daß wir dem Schlimmsten entronnen waren. Die Schraube versagte den Dlenst, da ein Theil des Tauwerks und des Klüverbaums in sie gerathen waren; es war unmöglich sie frei zu be— kommen, und so mußten wir uns ganz dem Winde über— lassen und trieben nach Westen. Das Bild der Verwüstung, das sich unseren Blicken nach überstandenem Sturm bot, war entsetzlich. Am Deck ein Chaos von Tauwerk, zerrissenen Segeln und Splittern; die Masten hülflos wie entlaubte, winterliche Stämme in die Luft ragend; in der Batterle, dem Zu— fluchtsort der ganzen Mannschaft während des Orkans, eln wüstes Durcheinander von Ueberresten von Tischen, Stühlen, Kleidern aller Art, Büchern, Tauwerk, Geschirr, Alles in großen Haufen zusammengekehrt und reif zum Ueberbordwerfen. Lelder war auch unsere hübsche Bibliothek zu Grunde gegangen, die Bücher waren ein— schließlich der Deckel durch das Hin- und Herschleudern im Wasser zu einem Urbrel verarbeitet. Doch alle dlese Müstenel, sie machte keinen Elndruck mehr; durch die 16 Stunden, die wir in steter Aufregung mitten im Cyklon zugebracht, war der Geist so abgespannt, der Körper so angegriffen, das man mühsam die Cofe er— reichte, um sich halbtodt und um eine Lebenserfahrung reicher zur Ruhe zu legen, der Erfahrung, wie machtlos doch der Mensch mit all' seiner Kraft und seinem Witz den entfesselten Elementen gegenüber ist. Musterhaft und über alles Lob erhaben war das Verhalten unserer Mannschaften während des Sturmes gewesen, besonders derer, die voller Todesmuth und mit Freudigkeit und Hingebung sondergleichen auf Deck aus— halten mußten; fürwahr, der Kampf mit den Elementen erfordert nicht geringeren Muth, als der Kampf mit dem Gegner in der Schlacht. Die„Vineta“ war also wrack, und doch waren wir Alle recht froh, daß sie nicht noch schlimmer aussah; nahe daran waren wir gewesen, auch noch den Großmast zu verlteren. Die nächsten Tage wurden benutzt, um einigermaßen aufzuräumen in dem Augiasstall, die Schraube wieder klar zu machen und die Schäden in der Takelage nothdürftig auszubessern. Noch mehrere Tage blieb das Wetter stürmisch, ja, am 29. Mai wurde es wieder so arg, daß wir mit Angst und Schrecken an einen neuen Tatfun dachten; doch brachte die folgende Nacht wieder ruhigeres Wetter. Dabei beobachteten wir allabendlich eine wunderbare Färbung der Wolken, die vom tiefsten Blau durch alle Farbennüancen hindurch schließlich in grau und braun überging, ja, oft konnte man in vem Colorit der neben einander geballten, dicken Passatwolken und der dazwischen liegenden freien Stellen fast sämmtliche Farben des Spectrum in ausgezeichneter Schärfe nebeneinander sehen. Noch fünf Tage segelten wir in diesem desolaten Zustande durch das chinesische Meer, bis endlich am 31. Mat Land in Sicht kam, und zwar mehrere der unzähligen, die größere Insel Honkon umgebenden Eilande. Wir hißten unser Lootsensignal und trafen nach kurzer Zeit auch ein chinesisches Lootsenboot. Der erste Chinese, leibhaft, mit wirklichem Zopf, kam an Bord. Er sah ziemlich schmutzig und verkommen aus, erregte aber dadurch um so mehr unsere Aufmerksamkeit. Ebenso fand das hinten nachschwimmende chinesische Boot mit seiner originellen Bauart und dem eigenthümlichen fächer artigen Segel vielfache Bewunderung. Um 4 Uhr Nach- mittags ließen wir auf der Rhede von Victoria die Anker fallen. Handel und Verkehr. Friedberg, 25. Aug. Fruchtbericht. Waizen M. 16.75 bis 17., Korn M. 14.75—15., Gerste M. 15.— 16., Hafer M. 12.50— 13.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko.= 200 Zollpfund. Friedberg, 26. Aug. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90— 1.10, Eier 1 St. 6 Pf. Butzbach, 22. August. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.95— 1.00, Käse per Pfd. 45—46 Pf., Eier 2 Stück 11 Pf. Homburg, 25. August. Marktpreise. Kartoffeln per Malter(neue) M. 5—6, per Gescheid(neue) 8—9 Pf., Eier per Stück 6 und 7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual M. 1.05. Grünberg, 22. Aug. Fruchtpreise. Walzen M. 16.50, Korn M. 14.20, Gerste M. 13.90, Hafer M. 12.10, Samen M. 20.90. Gießen, 25. August. Auf dem beutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.85— 0.95, Eier 1 St. 5—6 Pf., Käse per St. 4 8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50—0.75, Hühner per Stück M. 0 90— 1.5), Hahnen per Stück M. 0.45 0.75, Enten per Stück M. 1.20— 1.60, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 64 70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5—6., Zwiebeln per Ctr. M. 7. Frankfurt, 24. Aug. Fruchtbericht. Hiesiges Mehl Nr. 0 M. 32.—33., Nr. 1 M. 26.50— 27.50, Nr. 2 M. 25.—26., Nr. 3 M. 23.—24., Nr. 4. M. 16.50 bis 17.50, Nr. 5 M. 15.50— 16.50. Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 50.— 52. Norddeutsches und westfälisches Waizenmehl 00 M. 23.— 23.25. Roggen— mehl Nr. 0(Berliner Marke) M. 24.— 24.50, do. 0/ M. 22.— 22.50, do. 1 do. M. 20.50— 21., do. 2 do. M. 17.25—50. Walzen ab unserer Umgegend M. 16.75 bis 17., do. frei ab Bahnhof hier M. 17., do. fremder je nach Qualität M. 17.75— 18.50. Roggen, hiesiger neuer M. 14.75— 15. Gerste, Brauerwaare neue M. 15.50 bis 17.50, do. zu Mahlzwecken M. 12. Hafer, je nach Qualität, neuer M. 13.— 13.50. Raps per Oetober M 22.75—23. Mais, bunter(mixed) M. 12. RKoggen— kleie M. 5.—5.25, Waizenkleie M. 4.25— 50. Rüböl im Detail M. 52.— 53. Stimmung flau. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 100 Ko. Frankfurt, 24. Aug. Viehmarkt. Der heutige Viehmarkt war mit 414 Ochsen, 28 Bullen, 345 Kühen, Stieren und Rindern, 305 Kälbern, 18 Hämmeln und 164 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 66.—68., 2. Qual. M. 63.—65., Bullen 1. Qual. M. 48.—50., 2. Qual. M. 40.—42., Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 54.—56., 2. Qual. M. 46.—50., Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 55—60 Pf., 2. Qual. 45 50 Pf., Hämmel 1. Qual. 52—51 Pf., 2. Qual. 48 50 Pf., Schweine, inländische 62—64 Pf. Schiffsbewegung der Postdampfschiffe der Hamburg⸗ Amerikanischen Packetfahrt-Actien⸗Gesellschaft.„Alle mannta“, 23. Juli von Hamburg nach Westindten, 15. Aug. in Cap Haytt angekommen;„Rugta“, 6. Aug. von New⸗ Mork, 19. August in Hamburg angekommen;„Lessing“ 19. Aug. von Hamburg nach New Vork;„Saxonta“, von Westindien kommend, 20. Aug, in Hamburg eingetroffen; „Suevia“, 20. Aug. von New Vork nach Hamburg; „Rhaetia“, 8. Aug, von New Pork, 21. Aug. in Hamburg angekommen;„Moravia“, 22. Aug, von New⸗Vork nach Hamburg;„Bavaria“, 23. Aug. von St. Thomas nac Hamburg;„Hammonia“, 13. Aug. von New. Pork, 24. Aug. in Hamburg angekommen;„Frisia“, 12. Aug. von Ham⸗ burg, 24. Aug. in New⸗Vork angekommen. Literarisches. Vor uns liegt der 75. Jahrgang(1886) von Leske's Schreib und Geschäftskalender. Sicherlich ist er der älteste von seinen vielen Concurrenten, und zeugt sein drei— viertelhundertjähriges Bestehen dafür, daß er seinen zahl⸗ reichen Abnehmern stets ein treuer, gewissenhafter Mentor im geschäftlichen Leben gewesen: Durch seinen reichen, vielseitigen Inbalt verdient er im vollsten Maße den Beifall, der ihm geworden. Außer einem Notlzenkalender mit der Einrichtung zur Berechnung der Zinsen auf den Tag, einem Kalender der Juden, einem Kassenbuch, bietet er in übersichtlichster, praktischster Weise die Interessen⸗ Rechnung nach der deutschen Reichswährung zu 3, 3½, 4, 4½, 5 und 6 Procent auf 1 Jahr, 1 Monat und 1 Tag, Tabellen zu allen in unserem Geschäftsleben vor⸗ kommenden Umrechnungen(auch zur enzlischen und ame— rikanischen Währung), sowie wohl zu verwenthende statistische Notizen, einen Verloosungs-Kalender, Post⸗ und Telegraphen-Tarif, und schließlich u. A. eine aus⸗ führliche Genealogie der Regenten und fürstlichen Häuser. Das Büchlein, handlichsten Formats und über 20 Bogen stark, ist solid gebunden und kann von jeder Buch- und Papierhandlung zu dem Preis von M. 1,25 bezogen werden. Daheim Nr. 47 enthält: Der Schatz des Fräuleins von Itzleben.(Forts.) Aus dem Leben der Bergführer. J. Wie einer ein Bergführer wird. Von G. Wymann. — Dr. Ferran und die Choleraimpfung. Von Dr. Dyren⸗ furth. Mit Illustr.— Das tiefe Geheimnis. Novellette von Zos von Reuß.— Zwei Bilder von der ehemaligen und jetzigen württembergischen Armee von R. Knötel.— Am Familtentisch: Im Reichswald. Von W. Schmitz. — Künstleruneigennützigkeit.— Ein vierfüßiges Modell. Mit Bild.— In unserer Spielecke. Mit einer illustr. Beilage. Zum 2. September. Auch in diesem Jahre kommen wir zum bevorstehenden Natlonalfest vom 2. September wieder mit der Bitte um Gaben für die Inbaliden und die Hinterbliebenen gefallener Soldaten des Krieges 1870/71. Ueberall, wo man an jenem Tag, in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen, dieses Fest feiert und sich dessen erinnert, was vor fünfzehn Jahren geschah, möge man auch jener Opfer des Krieges dankend gedenken und durch Gaben je nach Vermögen dazu beitragen, daß ihr Loos auch weiterhin verbessert werde. Wir bitten insbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarrämter und Kirchen⸗ vorstände, gemäß der ihnen von Großherzoglichem Ober⸗ Consistorium ertheilten Erlaubniß, bei den betr. Fest⸗ gottesdiensten Colleceten für jenen Zweck zu erheben. Unsere Zweigvereine ersuchen wir, wie seither möglichst für Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. Alle, welche uns demnächst die Erträgnisse von Sammlungen zu übermitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatzmeister, Herrn Brandversicherungsseeretär Hechler dahier, einzusenden. Darmstadt am 14. August 1885. Der Vorstand des Hülfsvereins für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde. Für die Brandbeschädigten in Appenrod gingen ferner ein: Von Fräulein E. G., Friedberg 10 M.; V. 1 M.; Landgerichtsaetuar Nau 5 M.; Kreisschul⸗ inspektor Schmidt 2 M.; C. H. Trumpfheller 2 M. Geld- Cours. Frankfurt, am 25. August 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke.. 16. 20 16. 16 do. r% ee Englische Sovereings... 20. 30 20. 26 Russische Imperiale es... 16. 72 16. 68 Ducaten.„ 9. 60 9. 55 8 al ares Dollars in Gold 4. 10 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 29. August 1885. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 5 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 7 Uhr 40 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 30. August an Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr 15 Min. Grummetgrasversteigerung. Freitag den 28. August, Vormittags 9 Uhr, soll das der Gemeinde Bönstadt gehörige Grummetgras auf dem Rathhaus zu Bönstadt meistbietend versteigert werden. Bonstadt den 24. August 1885. Großherzogliche Bürgermeisteret Boͤnstadt. J. E. d. B.: Hofmann, Beigeordneter. 2038 11 — Nur noch bis Im Zoologischen Garten zu? rankfurt a. M. bis 12 Uhr und Nachmittags von Zoologischen Gartens): Carl Hagenbeck's 3 8 1ISSser Ceylon⸗ Expedition. 51 Singhalesen, Männer, Frauen und Kinder. 2 Vormittags von 9 2 singhalesische Zwerge von Industrie— Sonntag den 30. August Eintrittspreis für den Zoologisch 1 I 57 7 Sonntag Schluß der Singhalesen⸗Ausstellung. Kein Gebeimmittel! S Eisen⸗Chocolade von Franz Schulz, Berlin, und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet. Depot ˖ * Submission auf Schach tpfähle. Die Schachtpfähle-Lieferung für die Fürstlichen Braun⸗ kohlengruben der Wetterau pro 1886, 4000 Stück für Wölfersheim und 16000 Stück für Weckesheim und Dorn⸗Assenheim, soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungs bedingungen sind die früheren und liegen auf dem Büreau der Bergverwaltung zu Weckes— richt ꝛe. Das Unterrichtsgeld beträgt nur 50 Pf. pro heim zur Einsicht offen. Die Eröffnung der Offerten Monat. 5 5 erfolgt am 3. September, Vormittags 10 Uhr, auf dem Nähere Auskunft durch den Vorstand des 5 hiesigen Verwaltungs-Büreau. gewerbvereins. 2 Grube Weckes heim den 21. August 1885. 2910 Die Fürstliche Bergverwaltung. Bekanntmachung. Donnerstag den 27. August l. J., Nachmittags 3 Uhr, sollen folgende Gegenstände vor dem Rathhause dahter öffentlich meistbietend zwangsweise versteigert werden: 2 Kühe, 1 Wagen, 2 Gänse, 1 Ziege, 15 Hühner, 2 Springer, 1 Schwein. Friedberg den 15. August 1885. Fey, D Gerichtsvollzieher. Bekannt Bekanntmachung. Herr Pachter Hegar zu Hof Dauernheim läßt durch den Unterzeichneten Montag den 31. d. Mts., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, in der Gemarkung Hof Dauernheim das Grummetgras von eirea 50 Morgen Wiesen, sowle eirea 30 Morgen Kartoffeln und 2 Morgen Dickwurz, Alles in gutem Bestand, in Loosabtheilungen versteigern. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist gestattet. Zusammenkunft zu Hof Dauernheim. Dauernheim am 23. August 1885. 2922 Eckhardt, Bürgermeister. A 9 Verst Versteigerung. Dienstag den 1. September, Morgens 9 Uhr, läßt Unterzeichnete wegen Aufgabe ihrer Oekonomie in ihrer Behausung öffentlich gegen gleich baare Zahlung ver- steigern: 2 gute Arbeitspferde, 3 Kühe(hochträchtig), 4 Rinder, wovon das eine trächtig, 2 vollständige Oekonomiewagen, 1 kleines Wägelchen, 1 große neue Häckselmaschine, 2 Paar Pferdegeschirre, 1 steinernen Futterkasten, 2 große Wagentücher und eine Parthie Säcke und noch sonstige Oekonomie, Haus⸗ und Scheuer— geräthschaften. Bemerkt wird, daß Alles in gutem Zustande sich befindet. Stammheim den 24. August 1885. 2929 Tobias Thaler IV. Wittwe. Hessügelhof Rarl Raiß, Mörfelden(Hessen) 1 fast ausgewachsene, große, schwarze Italiener-Hühner à M. 1.60, do. mit gelben Füßen a„ 1.75, halbgewachsene, 2920 Zauberkünstler, Teufelstänzer, 12 Arbeits⸗Elephanten. Großartige Sammlung und Landes-Produkten. Eintrittspreis für den Zoologischen Garten wie immer. Singhalesen 20 Pf. extra. das Aquarium 5 die Singhalesen-Ausstellung 20 Pf. Erweiterte Handwerkerschule, unterstützt durch Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landes gewerbverein, ausgestat 1 richtsmitteln, verbunden mit einem offenen gewerbl. Zeichnen, Linearzeichnen, Schattenlehre, Bauconstruktionslehre, sümmtliche Gewerbe, Geometrie, gewerbl. — hat zu vermiethen 30. August. 2 bis 7 Uhr(für die Besucher des — 2 Buddhapriester. Schauspieler ꝛc. Zebu-Ninder ze. (während des ganzen Tages): en Garten 50 Pf.(Kinder 25 Pf.), 2941 bei Friedberger Casino. Donnerstag den 27. August: Damenparthie mit Musik auf den Seelzerbrunnen. Bei ungünstiger Witterung Abends 7 Uhr gesellige Zusammenkunft im Casinosaale, wo Wein und Bier ver⸗ abreicht werden wird. 8 eee Pad Salzhausen. Sonntag den 30. August: Ludwigsball, wozu ergebenst einladet 2945 5 4.. Joh. e Süßen Apfelwein en ee 20 P., 2997 (UH. 12384.) Hoflieferant. Von den Aerzten gegen Bleichsucht n der Mohren-Apotheke zu Friedberg(Hessen). tet mit reichlichen Unter⸗ Zeichensaal. und Ornamentzeichnen, kunst⸗ darstell. Geometrie, Fuchzeichnen für Rechen-Unter⸗ Unterricht im Freihand Neue holl. Vollhäringe Fr. Gunderloch, empfiehlt e Usagasse. 2745 Oelfarben. Lacke& Pinsel. sowie Niederlage von Carbolineum Avenarius 2653 bei. Bad⸗Nauheim. Richard Wörner. Central-& Lefaucheux-Hülsen, sowie Schrot und Pulver empfiehlt billigst P. Theis, 2867 vormals G. Haustädt. 5 Feinsten Bienenhonig, garantirt rein, per Pfund 80 Pf., bei 2921 Assenheim. Apotheker Süffert. Eine Werkstatt 27 5 Wagner Ruppel Wittwe. 2 hei ü d ohne Wi Trunksucht anne bewährtes Mittel und sende gerichtlich geprüfte und eidlich 2815 erhärtete Zeugnisse gratis zu. 1 Droguist A. Vollmann, Berlin, N. Kesselstr. 35. N 2 Pee „Lilienmilchseife beseitigt sofort alle Sommersprossen, erzeugt einen wunderbar weissen Teint und ist von höchts angenehmem Wohlgeruch. Preis à Stück 50 Pfennig. Zu haben bei Apotheker Görtz. 2875 Silberne Mebaille Amsterdam 1883. Hv. Gimborn, Chem. Fabrik, Emmerich a. Rh. Gallus⸗, Aleppo⸗, Kaiser⸗, Salon⸗, Alizarin, rothe, blaue ꝛc. Tinten, Stempelfarben, flüssiger Leim vorräthig in den bekannten Depots und in allen Buchhandlungen. 2306 i 5 Corsetlen F in bestsitzenden Fagons und guten Oualitäten, sowie Patent-Uhrfeder-Corsetts empfehle in großer Auswahl zu den billigsten Preisen. 2386 Heinr. Diehl, Usagasse. 5 Ein braves Dienstmädchen, das etwas kochen kann und Hausarbeit versteht, zu sofor⸗ vorräthig bei Rohen, sowie gebrannten Kaffee Abend: A Qualltät empfiehlt Reise-, Wasch-& Handkörbe, sowie Luxustaschen billigst bei 2944 Fr. Gunderloch, Usagasse. Car! Damm. Usagasse. Pergamentpapier Carl B. ndernagel, Friedberg Bad-Nauheim. 2 Spreu, Flegeldrusch, eine Fuhr, wegen Mangel an Raum, verkauft Friedberg. t. Mulch. J. A. Windecker empfiehlt Puddingspulver in Cartons à 25 Pf., Wiener Badpulver per Packet 10„ „ Backmehl per Pfund 35„ in vorzüglicher Qualität. 2942 Von heute an kann gekeltert werden bei Karl Friedrich, 2940 Metzger. Alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an Jacob Hahn J. in Ober⸗Mörlen zu machen haben, werden hierdurch aufgefordert, dieselben innerhalb 14 Tagen an den Unterzeichneten zu leisten. Bad-⸗Nauheim den 24. August 1885. Der Konkursverwalter: Richard Wörner. N Stelleusuchende jeden Berufs placirt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Reit⸗ bahnstraße 25. 2934 2938 2932 Vorräthig in der Buchhandlung von Carl Finder nägel in Friedberg und Bad⸗Nauheim: Der erfahrene Rathgeber beim Einmachen von Früchten und Gemüsen und bei der Bereitung von Fruchtsäften, Gelse's ꝛc. von Lovica von Pröpper. Zweite Auflage. Preis 50 Pf. (Verlag von Jul. Püttmann in Köln a. Rh.) CCC Todes⸗Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß es dem Allmäch⸗ tigen gefallen hat, unser innigstgeliebtes Kind Karl nach langem, schwerem Leiden im kaum vollendeten zweiten Lebensjahre heute Mittag 12 Uhr zu sich zu rufen. Um stille Theinahme bitten Frledberg, 25. August 1885. Die trauernden Eltern: Friedr. Streckfuß, 2939 Elisabethe Streckfuß, geb. Römig. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 2936 tigem Eintritt gesucht. Zu erfragen bei der Exp. d. Anz. bei Abnahme von Stück 25. billiger und franeo. Druck und Verlag von Carl Bindernagel, ständen benachl der je Bewoh überw Bette arbeite auszug einschl Projek beziehr Grund durch Anstal überh⸗ Frist oben geböri Auspr jenige vorhe Flach Mop Gem Grof Mün Diej. Etwa welch führu schlie geben Naht in S einvef Cs 6 wolle des!