delurg der Ned ngiscd u. dn N daun. Ball. 177 der Lapelt l Ir. t ut letters gehen J. Ken K t kräftigt unt. Cuig bett eu. ichung. eder tnt 16. 10 Mus bin. 21 ä———ä— N lertt Belnthl; i. Stunde : tertelen, pet nit 1 1. Bindedet. ischaufsaß) 75. 18 Bamstag den 27. Zuni. 4 Betreffend: Die Ausführung des Unfallversicherungsgesetzes. Bekanntmachung. Oberhessischer Anzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Wird hier und in Bad⸗-Nauheim Montag, Mittwoch 5791 5. a und Freitag Abend ausgegeben. 5 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. ann cn g Betreffend: Entwässerung der Grundstücke in den Fluren 1 bis VII der Gemarkung Staden. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 14. April 1885— Oberhessischer Anzeiger Nr. 46— wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das offengelegte Projekt durch die Mehrzahl der Grundbesitzer Annahme gefunden hat. Von 77 stimmberechtigten Grundbesizern mit einem zugezogenen Flächengehalt von 1,657,332[ ZU-Meter haben sich 74 Grundbesitzer mit einer Fläche von 1,644,963 („Meter für die Ausführung und 3 Grundbesitzer mit einem Flächengehalt von 12,369[◻J⸗Meter gegen die Ausführung des Projekts erklärt. Wer Einwendungen gezen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Abstimmung, oder gegen das andurch bekannt gemachte RNesultat machen zu können glaubt, hat solche an den Kreisausschuß— einzureichen bei dem Großh. Kreisamt bei Meidung des Ausschlusses spätestens bis zum 15. Juli d. J.— geltend zu machen. Verzeichniß der zur Abstimmung Berechtigten und Abstimmungsprotokoll liegen von Mittwoch den 1. bis Freitag den 3. Juli einschließlich auf dem Gemeindehause zu Staden zur Einsicht der Interessenten offen. Friedberg den 23. Juni 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Durch das Reichsgesetz vom 28. Mai 1885 ist die Verpflichtung zur Unfallversicherung nach Maßgabe des Reichsgesetzes vom 6. Juli 1884 namentlich auf folgende Gewerbe ausgedehnt worden: 1. den gewerbsmäßigen Fuhrwerksbetrieb, den gewerbsmäßigen Speditions-, Speicher- und Kellereibetrieb, den Gewerbebetrieb der Güterpacker, Güterlader, Schaffer, Bracker, Wäger, Messer, Schauer und Stauer, den Gewerbebetrieb des Schiffziehens(Treidelei), endlich g auf die folgenden Betriebe: a. den Betrieb der Eisenbahn-Verwaltungen einschließlich der Bauten, welche von diesen Verwaltungen für eigene Rechnung ausgeführt werden, b. den Baggereibetrieb, 6. den Binnenschifffahrts-, Flößerei-, Prahm- und Fährbetrieb. In Gemäßheit der§§. 1 und 11 des Reichsgesetzes vom 28. Mai 1885 und des§. 11 des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 hat jeder Unternehmer eines der vorstehend bezeichneten Betriebe, den letzteren binnen einer von dem Reichsversicherungsamte durch Be— kanntmachung vom 5. Juni 1885 auf die Zeit bis zum 20. Juli 18885 einschließlich festgesetzten Frist, unter Angabe des Gegenstandes und der Art desselben, sowie der Zahl der durchschnittlich darin beschäftigten versicherungspflichtigen Personen bei den unteren Verwaltungsbehörden, als welche für das Großherzogthum die Kreisämter bezeichnet sind, anzumelden. Indem wir durch nachstehenden Abdruck die erwähnte Bekannt— machung des Reichsversicherunzsamtes nebst einer Anleitung für die Anmeldung zur öffentlichen Kenntuiß bringen, fordern wir jeden Unternehmer eines der oben bezeichneten Betriebe auf, die vorgeschriebene Anmeldung bis läͤngstens zum 20. Juli d. J. bei uns einzureichen. Für die An⸗ meldungen sind Formulare durch die Großherzoglichen Bürgermeistereien zu beziehen. Friedberg den 22. Juni 1885. * 1 80 0 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Biden Bekanntmachung, betreffend die Anmeldung unfallbersicherungspflichtiger Betriebe. Vom 5. Juni 1885. In Gemäßheit des§. 11 des Gesetzes über die Ausdehnung der Unfall- und J durchschnittlich darin beschäftigten versicherungspflichtigen Personen bei der unteren Krankenversicherung vom 28. Mai 1885(Reichsgesetzblatt Seite 159) in Verbindung[ Verwaltungsbehörde anzumelden. Die Frist für die Anmeldung wird hiermit auf mit§. 11 des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884(Reichsgesetzblatt Seite 69) die Zeit bis zum 20. Juli 1885 einschließlich festgesetzt. Welche Staats- oder Ge⸗ hat jeder Unternehmer eines unter den§. 1 des erstgenannten Gesetzes fallenden meindebehörden als untere Verwaltungsbehörden im Sinne der genannten, Gesetze Betriebes— mit Ausnahme des gesammten Betriebes der Post⸗ und Telegraphen⸗ anzusehen sind, ist von den Centralbehörden der Bundesstaaten in Gemäßheit des Verwaltungen, sowie der Betriebe der Marine— und Heeresverwaltungen, endlich der§. 109 des Unfallversicherungsgesetzes seiner Zeit bestimmt und öffentlich bekannt vom Reich oder von einem Bundesstaate für Neichs bezw. Staatsrechnung verwal⸗[gemacht worden. Im Uebrigen wird wegen der Anmeldung auf die beigefügte An⸗ teten Eisenbahn-, Baggerei-, Binnenschifffahrts, Flößerei, Prahm- und Fährbetriebe leitung hingewiesen. enn 5 — binnen einer vom Reichs-Versicherungsamt zu bestimmenden Frist den versicher— Berlin den 5. Juni 1885. Das Reichs⸗Versicherungsamt. ungspflichtigen Betrieb unter Angabe des Gegenstandes des selben und der Zahl der Bödiker. Anleitung, betreffend die Anmeldung der versicherungspflichtigen Betriebe.(§. 1 des Gesetzes vom 28. Mai 1885 und 8. 11 des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884.) 1) Die Anmeldungspflicht erstreckt sich auf a. den gewerbsmäßigen Fuhrwerks⸗ ein selbstständiges Gewerbe gemacht wird, wie beim Dock⸗ und Packhofsbetriebe in betrieb; b. den gewerbsmäßigen Speditions-, Speicher⸗ und Kellereibetrieb; 6. den großen Städten, bei Aetsen⸗Speichern de., sei es, indem der übrige Gewerbebetrieb Gewerbebetrieb der Güterpacker, Güterlader, Schaffer, Bracker, Wäger, Messer, des Speicherei⸗ oder Kellereibesitzers so wesentlich mit dem Betriebe der Speicherei Schauer und Stauer; d. den Gewerbebetrieb des Schiffziehens(Treidelei); endlich oder Kellerei zusammenhängt, oder von diesem so sehr abhängt, daß der Speicheret⸗ auf die folgenden Betriebe, sofern deren Verwaltung nicht vom Reich oder von[oder Kellereibetrieb einen hervorstechenden Bestandtheil, wenn nicht den Hauptbestand⸗ einem Bundesstaat für Reichs- bezw. Staatsrechnung geführt wird: J. den Betrieb theil des Gesammtunternehmens bildet, wie bei den Kornspeichern der Getreidegroß⸗ der Eisenbahnverwaltungen einschließlich der Bauten, welche von diesen Verwalt- händler und den Kellereien der Weingroßhandlungen. Trifft keine dieser Voraussetz⸗ ungen für eigene Rechnung ausgeführt werden; II. den Baggerelbetrieb; III den ungen zu, so kann es sich wohl um einen im Besitze eines Gewerbetreibenden befind⸗ Binnenschifffahrts-, Flößerel⸗, Prahm⸗ und Fährbetrteb. lichen„Speicher“ oder„Keller“, nicht aber um einen gewerbsmäßigen„Speicher-“ 2) Gewerbsmäßig ist ein Fuhrwerks betrieb, wenn aus dem Betriebe des Fuhr⸗ oder„Kellereibetrieb“ handeln. Ins besondere fallen die gewöhnlichen Keller der werks ein Gewerbe gemacht wird, das Fuhrwerk also zu Zwecken des Erwerbs, als Krämer und Höker, der Gast⸗ und Bterwirthe nicht unter den Begriff der gewerbs- unmittelbare Einnahmequelle, für einige Dauer betrieben wird. Hierher gehören[mäßigen Kellerei, und die Lagerräume, wie sie die Manufaeturwaaren oder Colonial⸗ ins besondere die Betriebe der Droschken- und Omnibusinhaber, der 19 und eee besitzen pflegen, nicht unter den Begriff des gewerbsmäßigen leute, auch die sogenannten Hötelwagen welche gegen Entgelt die? eisen⸗ Speicherbetrlebs. 1 1 15 57 Bahnhöfen 4 95 185 Von 5 15 abholen. Ein 4) Der Begriff„Eisenbahn“ ist im weitesten Sinne zu verstehen. 5 Derselbe Fuhrwerk dagegen, welches von einem Gewerbetreibenden(Kaufmann, Arzt, Metzger, umfaßt alle zur Beförderung von Personen, oder Sachen auf Schienen mittelst ele⸗ Bäcker) zu Zwecken seines sonstigen Gewerbebetriebes verwandt wird und nicht als mentarer oder thierischer Kraft bestimmten Transportmittel, also nicht nur die Loeo— unmittelbare Einnahmequelle dient, ist nicht als gewerbmäßig betrieben im Sinne motivbahnen, sondern auch Pferde⸗ und eleetrischen Bahnen. Es ist nicht noth⸗ des Gesetzes aufzufassen. Ebensowenig gehören hierher die zum persönlichen Ge— wendig, daß die Eisenbahn dem öffentlichen Verkehr dient. Eisenbahnbetriebe, welche brauche dienenden Kutschfuhrwerke von Privatpersonen, sowie das Fuhrwerk eines wesentliche Bestandtheile eines nach dem Unfallversicherungsgesetz vom 6. Juli 1884 Landmanns, welcher gelegentlich gegen Entgelt Personen befördert oder etwa zur versicherungspflichtigen Betriebes sind(vergl.§. 1 Absatz 6 jenes Gesetzes) fallen Winterszeit seine für die Landwirthschaft entbehrlichen Gespanne vorübergehend zu nicht unter das neue Gesetz und sind daher nicht anzumelden. a 8 Steinfuhren für einen Chausseebau oder dergleichen gegen Entgelt darbietet, es sel 5 5) Zur Binnenschifffahrt gehört auch die zeweresmäßtge Kleinschifferei mittelst denn, daß er für einen solchen Erwerb besondere Einrichtungen trifft, aus denen sich[Käbnen und Gondeln. Das vorstehend zu Ziffer 4 Absatz 2 Gesagte gilt auch von die Krlterlen eines gewerbsmäßigen Fuhrwerksbetriebes ergeben. den Schifffahrt betrieben.. 5 10 3) Der Speicher- und Kellerelbetrieb muß gleich dem Speditionsbetrieb, mit 6) Nicht versicherungspflichtig und daher nicht anzumelden sind Betriebe aller Art, in welchen der Unternehmer allein und ohne Gehuͤlfen, Lehrlinge oder sonstige velch 1 ttelbaren Zusammenhang im Gesetz genannt wird, ebenfalls 1 1 n und o der sor 8 00 e der. zu dessen Anmeldung verpflichtet Arbeiter thätig ist. So ist ein Fuhrwerksbesitzer, welcher gewerbsmäßig Personen f 8 als 0 S ör icht zur Anmeldung seines Betriebes verpflichtet, wenn er 1 ll. A hler kommt es also darauf an, daß der Betrieb zu Zwecken des[oder Sachen befördert, n ng 8 N 0 l 1 abel e 0 sel 8 indem aus der Spescherei oder Kellerei J den Letzteren allein versieht und keinen Kutscher, Postillon, Knecht in demselben be 2 ö 1 0 3 schäftigt. Dagegen ist die Versicherungspflicht begründet, wenn ein Familienange⸗ hoͤriger des Unternehmers als Gehülfe, Lehrling oder sonstiger Arbeiter in dem Be⸗ triebe beschäftigt wird, mit Ausnahme der Beschäftigung der Ehefrau, welche niemals als eine von ihrem Ehemanne beschäftigte Arbeiterin gilt. Im Uebrigen ist die An⸗ meldungspflicht weder von der Zahl der in dem Betriebe beschäftigten Arbeiter, noch von der Art desselben(Handbetrieb, Motorenbetrieb ꝛc.) abhänglg. 7) Zur Anmeldung verpflichtet ist der Unternehmer des Betriebes oder sein gesetzlicher Vertreter. Als Unternehmer gilt derjenige, für dessen Rechnung der Be⸗ trieb erfolgt, demnach bei verpachteten Betrieben der Pächter, bei Betrieben, welche im Nießbrauch besessen werden, der Nießbraucher. Für die Anmeldungspflicht ist es einflußlos, ob der Betrieb im Besitze von physischen oder juristischen Personen des Reichs, eines Bundesstaates, eines Communalverbandes, oder einer Privatperson ist (vorbehaltlich der zu Ziffer 1 hinsichtlich der vom Reiche oder von einem Bundes— staate verwalteten Eisenbahnen ze. gemachten Ausnahme). 8) Die unter das neue Gesetz fallenden Betriebe sind auch dann anzumelden, wenn sie in Gemäßheit des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 schon früher angemeldet worden waren, z. B. Eisenbahn⸗Reparaturwerkstätten, mit Motoren be⸗ triebene Aufzuͤge in Speichern und Kellereten, Dampfkrahnbetriebe auf Packhöfen. In solchen Fällen ist in der neuen Anmeldung auf die frühere Anmeldung Bezug zu nehmen. 9) Bei der Anmeldung ist der Gegenstand des Betriebes genau zu bezeichnen. Umfaßt ein Betrieb wesentliche Bestandtbeile verschiedenartiger Gewerbezweige, z. B. Speditions- und Fuhrwerksbetrieb, so sind die sämmtlichen Bestandthelle anzugeben, dabei der Hauptbetrieb besonders hervorzuheben. 10) Die Zahl aller in dem Betriebe durchschnittlich beschäftigten versicher⸗ ungspflichtigen Personen muß in der Anmeldung angegeben werden, einerlei ob die⸗ selben Inländer oder Ausländer, männlichen oder weiblichen Geschlechts, ob sie er⸗ wachsene Arbeiter, junge Leute oder Lehrlinge mit oder ohne Lohn sind, ob sie dauernd oder vorübergehend beschäftigt werden. Beamte mit mehr als 2000 Mark Jahresverdienst sind nicht mitzuzählen. Tantiemen und Naturalbezüge, letztere nach Ortsdurchschnittspreisen berechnet, bilden einen Theil des Jahresverdtenstes. 11) Bei Betrieben, welche regelmäßig nur eine bestimmte Zett des Jahres arbeiten, ist die anzumeldende„durchschnittliche Arbeiterzahl diejenige, welche sich für die Zeit des regelmäßigen vollen Betriebes ergibt. 12) Als in dem Betriebe beschäftigt sind diejenigen anzumelden, welche in dem Betriebsdienste stehen und Arbeiten, welche zu dem Betriebe der Speicherel ꝛc. Betreffend: Die Ausführung des Unfallversicherungsgesetzes. gehören, zu verrichten haben, ohne Rücksicht darauf, ob dle Verrichtung innerhalb oder außerhalb der etwa vorhandenen Betriebsanlage(der Packhöfe ze.) erfolgt. 13) Für die Anmeldung wird die Benutzung des nachstehenden Formulars empfohlen. 125 Ist ein Unternehmer zweifelhaft, ob er seinen Betrieb anzumelden habe oder nicht, so wird derselbe gut thun, die Anmeldungsfrist nicht unbenutzt ver⸗ streichen zu lassen, wenn er sicher sein will, den aus der Nichtanmeldung eines ver; sicherungspflichtigen Betriebes sich ergebenden Nachtheslen zu entgehen. Hlerbet bleibt ihm unbenommen, in dem Formulare, Spalte„Bemerkungen“, die Gründe anzugeben, aus denen er die Anmeldungspflicht bezweifelt. 15) Schließlich werden die betheiligten Betriebsunternehmer noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn sie die vorgeschriebene Anmeldung nicht bis zum 20. Juli 1885 bewirken, sie hierzu durch Geldstrafen im Betrage bis zu ein— hundert Mark angehalten werden können. Formular für die Anmeldung. Sagt!!! Reglerungsbezirk 5 Kreis(Amt) Gemeinde-(Guts-) Bezirk Straße. 0 Anmeldung auf Grund des§. 11 des Gesetzes vom 28. Mal 1885 in Verbindung mit F. 11 des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884. Zahl der durchschnittlich beschäftigten versicher⸗ Bemerk⸗ ungspflichtigen Per⸗ ungen“““). sonen. Nr. Name des[ Gegenstand Unternehmers des (Firma). Betriebes*). 1 1 8 8 n 5 de Art. des Betriebes““). 103 1885 (Unterschrift des zur Anmeldung Verpflichteten). *) Z. B. Speditions- und Fuhrwerksbetrieb. Bei mehreren Betriebszweigen ist der Hauptbetrieb zu unterstreichen. *) Z. B. Betrieb mit Dampfkraft, Gasmotoren. e) Z. B. Bereits angemeldet auf Grund des Gesetzes vom 6. Juli 1884. Friedberg am 22. Juni 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, die vorstehenden Bekanntmachungen alsbald in ortsüblicher Weise publiciren zu lassen. Sodann wollen Sie längstens in 3 Tagen auf Grund sorgfältiger Ermittelungen berichten, wie viele versicherungspflichtige Betriebe der in unserer Bekanntmachung unter 1—5 bezeichneten Art in Ihrer Gemeinde vorhanden sind, damit wir Ihnen die erforderliche Anzahl von Anmeldeformularien für die Unternehmer zustellen können. wir namentlich auf die Pos. 6— 8 der vorstehend abgedruckten Anleitung. fraglichen Art vorhanden, so erwarten wir gleichfalls binnen 3 Tagen Negativbericht. In den Landgemeinden sind die Namen der Unternehmer und die Art des Betriebes anzugeben und verweisen Sind in einer Gemeinde keine versicherungspflichtigen Betriebe der Dr. Braden. Ausschreiben. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Ishannes Groh von Egelsbach, Kreis Darmstadt, wird ersucht. Erledigung. Mein Ausschreiben vom 2. Juni d. J. Alsfeld, ziehe ich als erledigt zurück. gegen Konrad Weißbeck und Ludwig Weißbeck, beide von Storndorf, Kreis Der Großherzogliche Amtsanwalt. Friedberg den 23. Juni 1885. Wagner. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 12, enthält: 1. II. und III. Uebersicht der für 1885/86 ge— nehmigten Umlagen der Gemeinden der Kreise Friedberg und Gießen, sowie der israelitischen Religtonsgemeinden des Kreises Alzey. — Der Prälat Dr. Schmitt zu Mainz wurde auf Nachsuchen von der Würde eines Prälaten enthoben und dem Superintendenten Dr. Habicht die Würde eines Prälaten verliehen, sowie dem Prälaten Dr. Schmitt zu Mainz das Komthurkreuz 1. Klasse des Philipps-Ordens verliehen. Berlin. Seitens der Neuguinea-Gesell— schaft verläßt am Montag eine Expedition Berlin, um für die Errichtung von Stationen auf Neu— guinea vorbereitende Einrichtungen zu treffen. Die Expedition wird sich in Marseille zunächst nach Batavia einschiffen, um dort für ihre Zwecke eine Anzahl malayischer Arbeiter an— zuwerben. Ems, 24. Juni. Der Kaiser setzte heute nach sehr gut verbrachter Nacht die Trinkkur im Zimmer fort und unternahm dann eine ein— stündige Spazierfahrt im offenen Wagen. Ausland. Schweiz. Bern, 24. Juni. Der Natio— nalrath beschloß einstimmig, den Bundesrath aufzufordern, zu untersuchen, ob der Handels— vertrag mit Deutschland zu kündigen und in der Türkei eine eigene diplomatische oder eine consularische Vertretung zu errichten sei. Frankreich. Paris. Die definitive Con⸗ stituirung des Ministeriums Salisbury hat in hiesigen offiziellen Kreisen ersichtlich verstimmt, um so mehr, als bis gestern der französische Botschafter in London an der Hoffnung festge— halten hatte, daß das liberale Cabinet unter Verstärkung seines franzosenfreundlichen radikalen Theils reconstruirt werden würde. — Das„Journal officiel“ veröffentlicht ein Decret, welches die Befugnisse des französischen Ministerresidenten in Tunis erweitert und dem— selben den Titel eines Generalresidenten beilegt. Derselbe wird zum Vertreter der Vollmachten der Republik in der Regentschaft ernannt, in— dem seinem Befehle die Commandanten der Truppen zu Lande und zu Wasser, sowie alle Verwaltungszweige unterstellt werden. — 25. Juni. Kammer. Bei Fortsetzung der Berathung der Vorlage, betreffend die Emission von Obligationen im Betrage von 319 Million Franes für die Schule und die Vicinalwege, nimmt die Kammer den Gesetz— entwurf an. Großbritannien. London, 24. Juni. In dem heute unter dem Vorsitz der Königin stattgehabten Geheimrath überreichten die alten Minister der Königin die Siegel der verschie— denen Ministerien. Die Königin übergab die— selben den neuen Ministern. Hartdyke wurde zum Obersecretär für Irland und Plunkatt zum Minister der öffentlichen Arbeiten ernannt. Die „Morning Post“ meldet, Drummond Wolff gehe als außerordentlicher Gesandter und bevollmäch— tigter Minister Großbritanniens nach Egypten. — Unterhaus. Gladstone verlas den Schrift— wechsel zwischen ihm und Salisbury, woraus hervorgeht, daß Gladstone allgemeine Versicher— ungen gegeben, aber im einzelnen bestimmte Zu— sagen bis zuletzt versagte. Für die durch die Cabinetsbildung erledigten Wahlsitze wurden Neuwahlen ausgeschrieben und das Haus bis morgen vertagt. — 25. Juni. Robert Bourke wurde zum Unterstaatssecretär des Auswärtigen, Ritchie zum Secretär der Admiralität ernannt. Die Königin verlieh dem bisherigen Minister für Indien, Lord Kimberley, den Hosenbandorden. Italien. Rom, 24. Juni. Die Kammer genehmigte das Budget der öffentlichen Arbeiten und das Einnahmebudget. Die Opposition nahm an der Abstimmung Theil. Depretis theilte mit, daß der König ihn beauftragt habe, ein neues Cabinet zu bilden und er den Auftrag ange— nommen habe. — 25. Juni. Die Deputirtenkammer hat fich vertagt, tritt jedoch wieder in einigen Tagen zusammen, um die Mittheilung von der Bildung des neuen Cabinets entgegenzunehmen. a Spanien. Madrid, 24. Juni. Canovas und Romero sind heute unch Murcia abgereist. — 25. Juni. Deputirtenkammer. Minister Romero setzte gestern die Ereignisse vom 20. Juni auseinander. Als die Opposttion über das Ver— halten Romero's debattiren wollte, erklärte der Minister, er werde der Debatte nach der Rück— kehr aus Murcia, wohin er mit Canovas zur Besichtigung der von'der Cholera inficirten Orte gehe, entgegensehen. Rumänien. Bukarest. Der französische Gesandte erneuerte den Protest seiner Regierung gegen die Weigerung der rumänischen Regierung, das seit mehreren Jahren Frankreich gegenüber bestehende Handelsregime fortzusetzen. Asien. Simla. Die indische Regierung schlug vor, in Kaschgar eine regelrechte Consular— agentur zu errichten. Die chinesische Regierung soll hiermit einverstanden sein. Handel und Verkehr. Butzbach, 24. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.85, Käse per Pfund 45—46 Pf., Eier 1 Stück 5 Pf. Homburg, 25. Juni. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.50—5, per Gescheid 9—10 Pf., Eier per Stück 6 und 7 Pf., Butter per Pfund 1. Qualität M. 0.00, 2. Qualität M. 0.90. Frankfurt, 24. Juni. Wochenmarkt. Neue Kar. toffeln das Pfd. 10— 12 Pf. der Ctr. 9— 10 M⸗ Meerretig das Hundert M. 20, Orangen das Hundert M. 18—20, Citronen das Hundert M. 8—9, Salat⸗ gurken das Hundert M. 10-15, der Ctr. Erbsen M. 12. bis M. 18., das Pfd. 15— 25 Pf. Zuckerschoten das Pfd. 20—30 Pf. Das Pfd. französische Erdbeeren 50 — — — — 2 — 2 8 5 2 — Aufgabe nchtende 4 20 N och 4. ann zu werden. Lulgarle in Vege Jostanwt ag vom Anzugebe Frar Nußbau von der sellen v Seegra Zw verkauf stauner Fe in ver und b Anwel Al lie für Ge empfleh 2855 Me werden Prelser 2843 25 J schlld, a Apfeh 90 is 70 Pf. Sachsenhäuser 30—60 Pf. Blumenkohl 30 is 40 Pf. Kopfsalat im Großen 3, im Detall 5 Pf. as St. Rettig 4—6 Pf., Schwarzwurzel 30—50 das fd. Kohlrabi 3—5 Pf. Zwiebeln der Ctr. M. 14— 16, as Viertelhundert Steckzwiebeln 60—80 6g Bohnen bas Pfd. 40— 50, gelbe Rüben der Pack 6—8 Pf. Ge— ügel: Gans 4—7 M., Taube 60—70 Pf., Poularde N. 2.50— 3.50, Huhn M. 1.50—2, Hahn M. 1.20 a is 1.50. Butter im Ctr. 75—85 Pf., im Detail 90 Pf. dach dei 18 1.10, Tafelbutter M. 1.2030. Eier 4—5 M. Heldelbeeren das Liter 18 Pf. Kirschen im Ctr. 10— 12, in Detail 15—20 Pf. Aprikosen das St. 20 Pf. Schneidbohnen 100 St. M. 1.40, Spargel 20— 50 Pf. das Pfund. * Vom 1. Jult ab können aus Deutschland nach Adria— „ppohpel und Philippopel, sowie umgekehrt, Zahlungen bis um Betrage von 500 Franken im Wege der Postanweis⸗ Aünbee, ang bewirkt werden. In Deutschland erfolgt die Ein⸗ 9. ahlung— wie nach Salonlchi, Beirut und Smyrna— nter Anwendung des für den internationalen Verkehr orgeschriebenen Postanweisungsformulars. Der auszu⸗ ahlende Betrag ist auf dem Formular in der Franken⸗ Hährung anzugeben; die Umrechnung auf den in der MNarkwährung einzuzahlenden Betrag wird durch die lufgabe⸗Postanstalt besorgt. Die im Voraus zu ent— ichtende Postanweisungstgebühr beträgt 20 Pfennig für e 20 Mark oder einen Theil von 20 Mark, mindestens edoch 40 Pfennig. Der Abschnitt der Postanweisung ann zu schriftlichen Mittheilungen jeder Art benutzt verden.— Vom 1. Juli ab können ferner auch nach Zulgarten Zahlungen bis zum Betrage von 500 Franken „ Betriegz in Wege der Postanweisung vermittelt werden. Auf den 5* Gostanweisungen ist der dem Empfänger zu zahlende Be— bag vom Absender ebenfalls in Franken und Centimen —— — für je 20 Mark, mindestens jedoch 40 Pfenn. Der Ab- schnitt der Postanweisung darf nur die Angabe des Zahlungsbetrages, die Bezeichnung des Absenders und das Datum der Einzahlung enthalten. Schiffsbewegung der Postdampfschiffe der Hamburg— Amerikanischen Packetfahrt-Aetien-Gesellschaft.„Frisia“, 17. Juni von Hamburg nach New- Vork;„Rugta“, 18. Juni von New Vork nach Hamburg;„Suevia“, 6. Juni von New⸗Nork, 19. Junt in Hamburg ange— kommen;„Rhenania“, 2. Juni von St. Thomas, 22. Juni in Hambucg angekommen;„Allemanta“, 5 Juni von St. Thomas nach Hamburg;„Wieland“, Junt von New⸗Nork, 23. Juni in Hamburg ene ee 50 285 Juni von Hamburg nach Westindten;„Bohemia“, 13. Juni von New-Vork nach Hamburg;„Thuringia“, 30. Mat von Hamburg nach Mexiko;„Silesia“, 21. Juni von Hamburg nach Westindien;„Suevia“, 24. Juni von Hamburg nach„New⸗Vork.„Moravia“, 10. Juni von Hamburg, 23. Juni in New-Vork angekommen. Geld- Cours. Frankfurt, am 25. Juni 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke*. 20 16.10 do. W%%% Englische Sovereinggs.. 20. 33 20. 28 Russische 0„„ Ducatenn 65²o'ẽ F ee ae r Literarisches. Ein„Führer durch den Taunus“ ist soeben schlenen. Derselbe ist vom Taunuselub beraus gegeben und enthält außer der Angabe von 49 Routen Mit⸗ theilungen über die Geologie, Meteorologie, Pflanzen— Phänologie, Standort der Pflanzen, Fauna und Archäo⸗ logie des Taunus. Einige Abbildungen und eine gute Karte mit eingetragenen Routen, die dem Werkchen bei⸗ gegeben sind, erhöhen den Werth desselben. Wir können es allen Interessenten empfehlen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Eyangelische Gemeinde. 4. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 10½½ Uhr: Herr Candidat Noack. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Burglirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abendmahl. 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Danksagung. 2367 Allen lieben Freunden und Bekannten, welche unsern theuren Gatten und Vater C. W. Altmannsperger, welcher ganz plötzlich in Wiesbaden am Sonntag den 21. d. Mts., Morgens 8¼ Uhr, in die ewige Heimath abgerufen worden ist, zur Ruhestätte hier begleiteten, sowie für die reichen Blumenspenden unsern innigsten Dank. Reichelsheim. Die trauernden Hinterbliebenen. Musikverein Friedberg. Kirchen-Concert Sonntag den 28. Juni, Nachmittags 3 Unr, in der Stadtkirche, unter gefl. Mitwirkung von Frl. Ottilie Hartung(Alt) aus Hanau, Herrn F. Küchler(Violine) aus Frankfurt und einer Abtheilung des Seminaristen-Chors. Freier Eintritt für Jedermann. Wetterauer Sängerbund. 4. Sängerfest am 5. u. 6. Juliin Bruchenbrücken. Sonntag. Von 11—12½ Uhr: Empfang der Vereine. 1 Uhr: Probe im Schulhof. 1½ Uhr: Aufstellung des Festzuges an der Straße nach Friedberg. 2 Uhr: Zug durch das Ort auf den Festplatz. Das Weitere besagen die Programme. Montag. 2 Uhr: Zug auf den Festplatz, weitere Belustigung daselbst. Das Comité. Selzerbrunnen. Sonntag den 28. d. Mts. macht der Cäeilienverein von Vilbel einen gemeinschaft⸗ lichen Ausflug in den schönen, schattigen Park dahier, worauf ich alle Freunde des Gesangs aufmerksam zu machen mir erlaube und wozu ich ergebenst einlade. P. Weitzel Wittwe. 3 Die seit Jahren von mir betriebene Anfertigung diebs⸗ sicherer feuerfester Kassaschränke(auf Verlangen mit Stahl panzer versehen) bringe in empfehlende Erinnerung. Schränke schon von 175 M. an, alle Arten Kassetten und Sicherheitsschlösser in bekannter solider und sauberer Ausführung. Carl Berg. 1627 Schlosser und Mechaniker Das Neuste mene Sonnen und Regen Schirmen, somie in garnirten Damen- und Rinderhüten empfiehlt zu den billigsten Preisen, K. Friedrich. 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Lokalgewerbverein Friedberg. Generalversammlung Samstag den 27. Jun, Abends 8 Uhr, bel G. Ulrich. Tagesordnung: Wahl des Vorsitzenden. 2311 Der Vorstand. Friedberg. Samstag den 27. Juni er., Abends 8 ½ Uhr, General-Versammlung im Vereinslocal. Tagesordnung: Decharche-Ertheilung der Rechnung pro 1884. Diesjährtges Stiftungsfest u. Grave lotte- Feier. §. 31 des Statuts ist zu beachten. 2320 Der Präsident. Bad Salzhausen. 2317 Sonntag den 28. Juni: Grosser Ball. Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 116 aus Gießen. Für gute Speisen und reine Weine ist bestens gesorgt. Es ladet ergebenst ein J. Richarz. Bauernheim. Der hiesige Gesangverein veranstaltet Sonntag den 28. d. Mts. in dem Garten des Urtas Höres ein Sommerfest mit Tanzvergnügen, wozu freundlichst einladet Der Vorstanb, Entrée à Person 50 Pf. 8 2890 Einweihung des Krieger— 3 denkmals zu Erbstadt. Sonntag den 28. d. Mts. findet die Einweihung unseres Kriegerdenkmals mit den entsprechenden Feier lichkeiten statt, wozu Jedermann ergebenst eingeladen wird von dem Fest⸗Comté. Mathildenstift. Die diesjährige Generalversammlung des Mathilden— stifts soll Donnerstag den 2. Juli J. J., Vormittags 10½ Uhr, im Saale des hiesigen Rathhauses staltfinden und werden die verehrlichen Mitglieder des Vereins hiermit ergebenst eingeladen. Vilbel am 20. Juni 1885. Der Director des Verwaltungsraths: 2281 J. C. Guth. Warme Bäder von heute ab jeden Tag. Carl Walter. Korbwaaren und Taschen, worunter die seltensten Neuheiten, Adam Söllner II. ild, Hochwi N Hirsche und Rehböcke kauft zu jeder Zelt 2365 Friedberg. Fr. Gunderloch. Strohhüte wegen vorgerückter Saison bedeutend billiger bei 2347 Heinr. Diehl, Usagasse. ( ie beliebten Schützenhüte von 50 Pf. an.) Nulssico-Ansats 2353 empfiehlt Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 2000 2340 bei Ausstellung bei Herrn H. Diehl, Usagasse. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterh N altungsblatt Nr. 26 und eine Beilage.) b gel Veteranen- und Militärverein J. Baumeister. — 2 1. al suskverei flags ot 578190 Mir glaub In Intete Wolke zug ürdigt. Poterlant deinem Volks füt Lonkun Schcchten IHesittung Atun! We edenket! Freude u spätlich fl 9 durch as Gebe Alla solch Iand imm Mein, auch Volke zug Aplikt wie Aber den Sorge fü Fausende Athen mü e Viele, ganz weg Ansere& ben Besu das Geft m. Airchenet rl. Ott surt, u lassen, Aus bild in dem — 7 0 Mon uf der Uelbach zu Sti macht Ba! Großher 3832 Die Somm mittag gräber anwesen 9338 o 4 Mor dle Kir Melstht Anf Fri 2806 1116 g 2 BN ö ech A Jam Saftenziftk u. bm 00 . Juni: der dt U uu ecgnügn Bäder Cet! Balttl. daren ten ener 1 ild, 1 „ 72 anbei Volke zugänglich zu machen, allseitig verstanden und ge— ircheneconcert unseres Musikvereins mitwirkenden Soltsten Art, welche sich Beide zum ersten Male bei uns hören 9 Beilage. beer Aus Stadt und Land. Friedberg. Bei dem nächsten Concerte des au welches Sonntag den 28. d. Mits., Nach— ittags 3 Uhr, in der Stadtkirche stattfindet, wird kein (üntrittsgeld erhoben werden. Jedermann wird nentgeltlichen. Zutritt zu dem Coneerte haben. Atr glauben, daß dieses Vorgehen des Vereins⸗Vorstandes n Interesse der guten Sache, d. i. gute Musik allem rürdigt werden wird.„Muß nicht jeder Freund des Laterlandes wünschen“, so schreibt Lehrer Schäublin in inem lesenswerthen Buche: Ueber die Bildung des golks für Musik und durch Musik,„die Segnungen der donkunst möchten sich überall hin verbreiten, in alle Schichten des Volks eindringen und so Bildung und besittung fördern? Und doch wie Vieles ist da noch zu Hun! Wohlan, ihr musikalisch Reichen und Bevorzugten, zedenket der ärmeren Brüder, denen dieser Quell der freude und des edelsten Genusses gar nicht oder nur Härlich fließt; theilet aus eurer Fülle mit und bereitet „durch das Schöne dem Guten Bahn! Hier macht gas Geben nicht ärmer und der Dank für eine Wohl⸗— Hat solch reiner Art wird auch wohlthun und die gebende and immer weiter öffnen. Denn nicht nur die Brosamen, zein, auch die hoheren Schätze der Tonkunst sollten dem golke zugänglicher werden. Das Anhören guter Musik boirkt wie ein erfrischendes Bad, es erhebt den Geist ber den Staub des materiellen Lebens und über die Sorge für das tägliche Brod. Darum sollten nicht Fausende genießen, während Hunderttausende draußen ehen muͤssen.“ Das Eintrittsgeld, der Hemmschuh für „ Viele, fällt bei dem nächsten Musikvereins-Coneerte ganz weg; es braucht daher Niemand draußen zu stehen. Insere Stadtkirche hat Platz für Tausende, möge in en Besuchern des Concerts durch das gebotene Schöne! as Gefühl wahrer Erhebung lebendig werden. m.„. Friedberg. Ueber die in dem nächsten erl. Ottilie Hartung von Hanau und F. Küchler, Frank⸗ ussen, sei so viel gesagt, daß erstere ihre musikalische Uusbildung im Raff'schen, der letztgenannte die seinige dem Hoch'schen Conservatorium empfangen hat. Wir! — hören, daß Frl. Hartung über eine sehr ansprechende, wohlgeschulte Altstimme verfügt und daß Küchler's (Violine) Spiel und Vortrag Zeugniß von flelßigem Studium und einem nicht gewöhnlichen Grad techntscher Fertigkeit ablegt. Bei den Chören(Mendelssohn, Kiel, Meinardus, Palestrina, Weber ze.) wird eine Abtheilung der Seminaristen mitwirken. Da der Eintritt frei ist, so darf wohl auf einen lebhaften Besuch des Con— certs gerechnet werden. d. Friedberg. Am 19. Juni fand auf dem Windecker'schen Felsenkeller die Generalversamm⸗ lung des hlesigen Vereins zur Verbreitung von Volksbildung statt. Der Vorsitzende, Real— lehrer Blickhahn, eröffnete dieselbe mit elnem Hinweis auf die Veränderungen, die sich im Laufe des letzten Jahres in der Gesellschaft für Verbreitung von Volks⸗ bildung, deren Glied der hiesige Verein ist, vollzogen haben. An Stelle des seitherigen General-Sekretärs Lippert ist der seitherige Wanderlehrer des Vereins, Ur. Wislicenus, und an Stelle des seitherigen Schatzmeisters, Hammacher, der Admiralttätsrath a. D. Dr. Abegz getreten. Hterauf verlas der Schriftführer Dr. Heid den Rechenschaftsbericht für das abgelaufene Vereinsjahr, dem wir das Nachfolgende entnehmen. Der Verein entfaltete seine Thätigkeit nach drei Richt— ungen, in der Unterhaltung eines öffentlichen Lesezimmers, in der Ausgabe von Büchern und in der Veranstaltung von öffentlichen Vorträgen. Da die Entnahme von Büchern in den letzten Jahren in Abnahme begriffen ist, so hat der Vorstand mehr Bücher in dem stets gut be⸗ suchten und in bestem Zustande befindlichen Lesezimmer zum Lesen und Nachschlagen aufgestellt. Die Zahl der Vorträge war im abgelaufenen Jahre etwas geringer als früher, da der Gewerbeverein und der evangellsche Verein ebenfalls Vortragsabende veranstalteten, die mit denen des Volksbildungsvereins, um eine Häufung solcher Abende zu vermeiden, abwechselnd gelegt wurden. Der Vortrag des Amtsrichters Herzberger wurde dem Drucke übergeben und an die Mitglieder vertheilt. Die Zahl der Mitglieder beträgt 107. Sodann erfolgte von Seiten des Schatzmeisters, Seminarlehrer Wahl, Bericht über die Finanzverhältnisse im abgelaufenen Jahre, worauf ihm, da die von den hlerzu bestellten Revisoren geprüfte Rechnung als richtig befunden worden war, Entlastung fand. Allen Personen und Corporationen, die dem Verein zur Erreichung seiner Ziele behilflich waren, wurde von Seiten des Vorstandes der gebührende Dank entgegengebracht. Die bezüglich der Portragsabende geäußerten Wünsche wird der Ausschuß in Erwägung ziehen. Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 22. Junk gegen Anton Schwarz von Vilbel, wegen Meineids. Die Geschworenen erkannten den Angeklagten für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren und zum Verluste der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren verurtheilt, ihm auch die Befugniß abgesprochen, je wieder als Zeuge oder Sach— verständiger eldlich vernommen zu werden. Schwurge— richtsverhandlung am 23. Juni gegen Wilhelm Theodor Wittlich, Kaufmann zu Gießen, wegen betrüglichen Bankerrutts und Meineids. Die Geschworenen erkannten den Angeklagten wegen betrüglichen Bankerutts und Mein— eids für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten, sowte zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren verurtheilt, ihm auch die Befugniß abge— sprochen, je wieder als Zeuge oder Sachverständiger eidlich vernommen zu werden. Schwurgerichtsverhand— lung am 24. Juni gegen 1) Heinrich Heß von Nleder⸗ Wöllstadt, 2) Adam Weil von da 3) Heinrich Reifschneider von Ober⸗Mockstadt wegen Verbrechens gegen die Sitt⸗ lichkeit. Die Geschworenen erklärten die drei Angeklagten des ibnen zur Last gelegten Verbrechens für schuldig, verneinten jedoch die bezüglich der Zurechnungsfähig— keit des Adam Weil an sie gerichtete Nebenfrage und bewilligten den beiden anderen Angeklagten mildernde Umstände. Der Gerichtshof erkannte hierauf bezüglich des Weil auf Freisprechung, während er die beiden anderen Angeklagten in eine Gefängnißstrafe von je 6 Monaten nahm. Wasserwärme der Usa. 5. Juni Abends 18 Grad Reaumur. 6. Juni Mittags 19 Grad Reaumur— Walter. 2 2 —— 2* * Steinlieferung. Montag den 29. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll uf dem Braunkohlenbergwerk Ludwigs hoffnung bei Nel bach die Anlieferung von 45 Cubikmeter Basaltsteinen ur Straßenunterhaltung öffentlich unter den bekannt emacht werdenden Bedingungen vergeben werden. Bad⸗ Nauheim am 24. Juni 1885. Hroßherzogliches Salinen- und Bergamt Bad Nauheim. 332 Js ger Bekanntmachung. Die kleine Friedhofsthüre wird für die Folge in den Sommermonaten Vormittags von 7—11 Uhr und Nach⸗ nittags von 4—8 Uhr geöffnet sein und sind die Todten— räber verpflichtet, während dieser Zeit auf dem Friedhof unwesend zu sein. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Steinhäußer. 336 2 4 5 U* 1 0 2 Rirschenversleigerung. Montag den 29. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen le Kirschen von mehreren städtischen Bäumen an den Neistbietenden versteigert werden. Anfang am Kapellenweg. Friedberg den 26. Juni 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Stein häußer. Bekannt Bekanntmachung. Donnerstag den 2. Juli 1885, Nachmittags 3 Uhr, ollen loco Fauerbach b. Fr. folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung vor dem Rathhause vaselbst zwangsweise versteigert werden: 3 neue Pflüge ohne Gestell, 1 Break, 1 Rangenmühle, 1 Biegmaschine, 6 Stangen Hufstahl. Die Versteigerung findet ganz bestimmt statt. Friedberg den 20. Juni 1885. Fey, 2358 Gerichtsvollzieher. —— 3 3 Bergmann's Schuppen-Pomade deseltigt schon nach dreimaligem Gebrauch alle lästigen Fopfschinnen und wird für den Erfolg garantirt à Fl. . 1. bei Apotheker Lühn. 1526 Ein Dienstmädchen cht zum baldigen Eintritt 2290 M. 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