2805 885. ä Dienstag den 25. August. N 100. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 5 2. 5 0 1 Erschei 2 böche 5 zwar Dienst Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 0 rscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Vorstand des Gewerbhallevereins zu Darmstadt die Erlaubniß zur Abhaltung einer im§. 46 ihrer Statuten vorgesehenen Verloosung von Industriegegenständen im Monat Dezember d. J. auf Grund des vor— gelegten Verloosungsplans unter der Bedingung ertheilt, daß höchstens 12,000 Loose à 1 M. ausgegeben und mindestens 65% des Brutto— erlöses hieraus zum Ankauf von Gewiungegenständen verwendet werden. Der Vertrieb der Loose ist im Großherzogthum gestattet. Betreffend: Den Termin zur Einsendung der Gemeinderechnungen und Voranschläge. Friedberg am 18. August 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit Bezug auf unsere, nachstehend abgedruckte Verfugung vom 20. Juni d. J. bemerken wir Ihnen, daß wir bestimmt erwarten, daß die Aufstellung der Gemeinderechnungen rechtzeitig erfolgt, damit Sie mit der Aufstellung der Gemeinde-Voranschläge, welche nach unserem Amtsblatt Nr. 3 von 1881 im October von Ihnen zu bethätigen ist, nicht aufgehalten werden. Sie wollen die Gemeinde-Einnehmer hiernach entsprechend bedeuten und sich selbst darnach bemessen. Die Einsendung der Gemeinde- Voranschläge müssen wir bestimmt im Termin, 15. November, erwarten. Dr. Braden. 0 g 5.„ 5 1 N 35 Betreffend: Den Termin zur Einsendung der Gemeinderechnungen und Voranschläge. Friedberg den 20. Juni 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Mittheilung Großherzoglicher Ober-Rechnungskammer an Großherzogliches Ministerium wird der Termin für die Ablieferung der Gemeinderechnungen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, welcher nach unserem Amtsblatt Nr. 3 von 1881 auf den 30. September fest— gesetzt ist, haufig von den Gemeinde-Einnehmern nicht pünktlich eingehalten. Solche Unregelmäßigkeiten sind nicht nur für den Gemeindehaus— halt, die rechtzeitige Aufstellung und Prüfung der Gemeindebudgets, sondern auch für den geordneten Geschäftsbetrieb der betheiligten Behörden von nachtheiligem Einfluß. Um diesem Uebelstande mit Erfolg zu begegnen, hat Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz durch Verfügung vom 17. März 1885 angeordnet, daß von den Bürgermeistereien der Landgemeinden bis zum 1. October jeden Jahres Bericht über die erfolgte Abgabe der Gemeinderechnung Seitens der Gemeinderechner erstattet und gegen die säumigen Rechner nachdrücklich vorge— gangen werden soll. Sie wollen die Gemeindeeinnehmer von dieser Fristbestimmung ausdrücklich benachrichtigen und die erfolgte Abgabe der Rechnung an Sie, eventuell den Grund der Verzögerung bis 5. October anzeigen. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Entwässerung der Grundstücke in den Fluren II- VII in der Gemerkung Ossenheim. Auf Antrag des Gemeinderaths wird ein auf Grund des Gesetzes vom 2. Januar 1858 ausgearbeitetes Projekt und zwar: 4. vier Uebersichtskarten, 2. Kostenvoranschlag, 3. summarische Beschreibung, 4. alphabetischer Grundbuchsauszug, 5. drei Nivellementspläne, 6. Berech— nung des Röhrenbedarfs, vier Wochen lang und zwar von Dienstag den 29. September bis Montag den 26. October d. J. einschließlich auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Ossenheim offen gelegt. Die Abstimmung über das Projekt findet Mittwoch den 28. October dieses Jahres, Vormittags von 10 bis 12 Uhr, statt. Stimmberechtigt sind Diejenigen, welche im Grundbuche, bezw. in dem offen gelegten Ver— zeichnisse der Betheiligten, eingetragen sind, eventuell deren Erben. Etwaige Berichtigungen des Grundbuchs und der Stimmberechtigten-Liste muͤssen daher noch vor dem Termin bewirkt werden. Alle Diejenigen, welche glauben, daß ihnen durch die Ausführung ein Schaden entstehe oder welche es vorziehen, ihre Grundstücke ganz, oder zu dem zur Ausführung der Entwässerungsanstalt erforderlichen Theile abzutreten, oder welche ohne im Plane oder der Liste aufgefuͤhrt zu sein, sich noch anzuschließen wünschen, sowie überhaupt alle Diejenigen, welche zur Sache etwas vorzubringen haben, können ihre Erklärungen während der angegebenen vierwöchentlichen Frist durch schriftlichen Vortrag bei uns ein— reichen. Desfallsige Erklärungen sind spätestens, bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung, in dem oben gedachten Termin mündlich oder schriftlich vorzutragen. Von allen Denjenigen, welche in dem Termine weder in Selbstperson noch durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte abstimmen, wird angenommen, daß sie mit der Ausfuhrung des Unternehmens einverstanden sind und keine Ansprüche zu bilden haben. Wieder— einsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumniß der Frist ist ausgeschlossen. Es haben jedoch nur Diejenigen in dem Termin zu erscheinen, welche gegen das Projekt stimmen oder sonst etwas zur Sache vorbringen wollen und dies nicht schon vorher schriftlich gethan haben. Der Antheil des Einzelnen an den erwachsenden Kosten wird später nach Maßgabe des den zugezogenen Flachen erwachsenden Vortheils bestimmt werden und hierüber s. Z. noch Hebregister offen gelegt werden. — Friedberg den 20. August 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke in Theilen der Fluren 1 und II, Gemarkung Ober-Mörlen, hier die J. Offenlegung. Wir bringen in Gemaͤßheit der§§. 18 und 29 der Instruction vom 7. November 1876 die nachfolgenden Actenstücke: 1. Das topographische Guͤterverzeichniß(Formular 4. der In— struction). 2. Die Guͤtergeschosse zur Feststellung und Wahrung der Rechts— verhältnisse. 3. Das Verzeichniß der Berechtigten. 4. Die zum Zwecke der Klassenvertheilung nach der Abschätzung aufgestellten Gütergeschosse(Formular 6 der Instruction). 5. Die Uebersichtskarte 1.250 mit Einzeichnung der Bonitätsgrenzen. 6. Das Protokoll der Commission über die Bestimmung der Boni— tätsklassen und deren Werthe. 7. Das Protokoll über die vorübergehenden Werthserhöhungen und Verminderungen. 8. Das Protokoll der Commission über Errichtung und Einzieh— ung von Wegen und die Bestimmung des Abzuges für Massegrundstücke. 9. Das Begutachtungsprotokoll des Gemeinderaths und der Ge— sammteommission vom 14. August 1885 während 14 Tagen und zwar von Montag den 14. bis Sonntag den 27. September 1885, täglich Nachmittags von 12 bis 1 Uhr auf dem Gemeindehaus zu Ober-Mörlen zur Offenlegung und Einsicht der Interessenten. Wir bemerken hierbei, daß alle Betheiligten Auszüge aus dem topographischen Güterverzeichniß, den Geschossen und dem Verzeichnisse der Berechtigten gegen eine Gebühr von 10 Pf. für die erste und 6 Pf. für jede weitere Parzelle verlangen können. Reelamationen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der oben zu, 2 und 3 genannten Acten sind so gewiß innerhalb der gedachten Frist bei der Commission vorzubringen, als die Verzeichnisse sonst für richtig und vollständig an— genommen und der Zusammenlegung zu Grunde gelegt werden. g Waͤhrend der gedachten Frist, oder aber in dem Termine Montag den 28. September d. J., Vormittags von 10 bis 12 Uhr, können ferner Reclamationen gegen die sub 4 bis 9 erwahnten Urkunden er hoben werden, und wird von denjenigen Betheiligten, welche nicht spätestens in diesem Termine Reclamationen erheben, Einverstaͤndniß mit den Beschlüssen der Commission angenommen werden. Spaͤtere Reclamationen, welche sich auf die nunmehr offen gelegten Arbeiten beziehen, sind nicht mehr zulässig. Nach Art. 32 des Gesetzes vom 18. August 1871 ist Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versaumniß der Reclamations- und Recursfristen ausgeschlossen. Friedberg den 14. August 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg J. V.: Dr. v. Gemmingen. — f * a 3 0 2 e ee eee ——— —— Deutsches Reich. Darmstadt, 22. Aug. Der Großherzog und die Großherzogliche Familie werden morgen die Ruckreise von London nach Darmstadt über Calais und Köln antreten. Die Ankunft in Darmstadt ist Sonntag Nachmittag zu erwarten. — Die Wabl des Beigeordneten Dr. Oechsner in Mainz zum Bürgermeister daselbst wurde be— stätigt. Berlin. In Bezug auf eine von dem „Frankf. Journ.“ hinsichtlich der deutschen Corvette „Augusta“ gebrachte Notiz, welche geeignet ist, die ernstesten Befürchtungen wegen dieses Schiffes wachzurufen, erhält der„Hamb. Corresp.“ von sachkundiger Seite nachstehende Mittheilung: Aus der von einem Passagier des Dampfers „Kaisar-i-Hind“ gebrachten Meldung, daß die „Augusta“ im Indischen Ocean die volle Kraft eines Cyclon auszuhalten gehabt habe, läßt sich noch keineswegs mit Gewißheit annehmen, daß das Schiff deßhalb verloren sei. Der schwerste Cyclon wird von einem guten Schiffe ausgehalten, wenn dasselbe nur auf dem rich— tigen Bug am Winde liegt, d. h. wenn es so liegt, daß der Wind, welcher in einem Cyclon bekanntlich mehr oder weniger die ganze Wind— rose regelrecht durchläuft, bei seiner Drehung sich stets mehr nach der Seite hin wendet, von wo der Wind das Schiff trifft; letzteres, am Winde liegend, liegt dann stets mit dem Kopf gerade gegen die Wogen und kann außerordent— lich viel aushalten. Liegt das Schiff freilich auf dem verkehrten Bug, d. h. so, daß der Wind bei seiner Drehung mehr nach dem Kopfe des Schiffes dreht, d. h. abschraalt oder abbricht, wie der Seemann sagt, dann kommt das Schiff quer in die Wogen zu liegen, und ist dann frei— lich in einem wirklich schweren Wirbelsturm fast stets verloren. Da aber bei genauer Beobacht— ung von Barometer, Wind und Wetter ein Wirbelsturm sich stets vorhersagen läßt, außer— dem aber der Verlauf dieser gefährlichen Stürme bekannten Regeln unterworfen ist, so ist nicht anzunehmen, daß die„Augusta“ auf dem ver— kehrten Bug in den Sturm hineingerathen ist. Wahrscheinlicher ist, daß das Schiff entmastet ist, und entweder noch im indischen Ocean treibt, was freilich bei der starken Besatzung bedenklich genug wäre, oder dasselbe ist an einer der vielen Inseln des indischen Oceans gelandet, welche außerhalb des Bereiches der bestehenden Post— verbindungen liegen. Daß selbst ältere Schiffe schwere Cyclone, ohne jede Havarie zu erleiden, glücklich überstehen, hat Schreiber dieses in den chinesischen Gewässern mehrfach selbst erlebt, und glaubt derselbe somit, daß wezen der„Augusta“ noch keineswegs alle Hoffnung aufgegeben zu wer— den braucht. Für Unkundige noch der Hinweis, daß ein Schiff in einem Sturm stets so manöv— rirt wird, daß es mit dem Kopf so viel wie möglich gegen Wind und Wogen gehalten wird— — 22. Aug. In der heutigen fünfstündigen Plenarsitzung der Telegraphen-Conferenz wurde, nachdem Fribourg(Frankreich) die ganzen, sehr verwickelten Commissionsverhandlungen mit großer Klarheit und Präcision dargelegt, die Annahme des einheitlichen Tarifsystems beschlossen. Von 25 Staaten stimmten 21 mit Ja, 4 enthielten sich wegen noch nicht eingetroffener Instruction der Abstimmung. Eine verneinende Stimme wurde überhaupt nicht abgegeben. Oesterreich— Ungarn, Rußland, England, Frankreich, über— haupt alle europäischen Staaten, ausgenommen obige vier Stimmenenthaltungen, stimmten mit Deutschland. In etwa acht Tagen findet die zweite Lesung statt. — Die„Nationalzeitung“ meldet aus Posen, daß die Nachricht über die Ausweisung des Rittergutsbesitzers und Reserveoffiziers v. Pot⸗ worowski unzutreffend sei. Königstein(im Taunus), 20. Aug. Der König und die Königin von Rumänien sind zum Kurgebrauch hier eingetroffen. Hamburg. In einem Wirthschaftskeller am Steindamm wurde eine Spielbank aufgehoben, deren Entrepreneurs zwei Maurergesellen waren. Wie die„H. N.“ berichten, wurden im Besitze des Einen derselben socialdemokratische Schriften, als auch auf anarchistische Umtriebe und Aehn— liches deutende Zeitungsausschnitte beschlagnahmt und der Staatsanwaltschaft überliefert. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die hohen und höchsten Persönlichkeiten des russischen Hofes, welche an der Kaiserzusammenkunft in Kremsier theilnehmen werden, sind nun bekannt. Kaiser Alexander von Rußland wird begleitet sein von der Kaiserin Maria Fedorowna, von seinen zwei ältesten Söhnen, dem Thronfolger Nikolaus und dem Großfürsten Georg, und von seinem ältesten Bruder, dem Großfuͤrsten Wladimir, sammt dessen Gemahlin, der Großfürstin Maria Pau— lowna, geborenen Prinzessin von Mecklenburg. Von österreichischer Seite nehmen an der Kaiser— Entrevue Theil: das österreichische Kaiserpaar, der Kronprinz, Erzherzog Karl Lupwig, Minister Kalnoky, Sectionschef Szögyenyi, zwei Hofsecre— täre, Ministerpräsident Taaffe mit zwei Functio— nären, Minister Orczy und Botschafter Wolken— stein. Frankreich. Paris. Mit großer Be— harrlichkeit veröffentlichen die französischen Blätter alle Artikel spanischer Zeitungen, die sich gegen die deutsche Besitzergreifung der Karo— linen richten. Viele geben sich Mühe, den Spaniern einzureden, daß Deutschland nicht nur das spanische, sondern auch das Völkerrecht ver— letzt habe. Was die Meldung des„Standard“ anlangt, die meisten Länder würden gegen die deutsche Besitzergreifung Verwahrung einlegen, so hält man sie in bestunterrichteten Kreisen für durchaus unrichtig. Ein spanischer Protest ist wahrscheinlich, aber es dürften sich keine anderen Mächte anschließen. Großbritannien. London, 21. Aug. Der Prinz von Wales tritt heute über Aberdeen eine Reise nach Skandinavien an— Dublin. Die„Mondscheinbanden“ beginnen wieder ihr Wesen zu treiben. Besonders unsicher ist die Grafschaft Clare, wo in einer Nacht nicht weniger als 4 Pachthöfe von bewaffneten Män— nern, deren Gesichter unkenntlich gemacht waren, heimgesucht und geplündert wurden. Die Pächter selbst wurden aus den Betten gezerrt, geprügelt und gefesselt; dann ließ man die Unglücklichen liegen. Auch die niederträchtigste aller Rachearten, Verstümmelung von Pferden und Nindern, ist wieder an der Tagesordnung und die Polizei ist in fieberhafter Thätigkeit, um die„Mond— scheinler“ aufzugreifen. Leider wissen diese sich den Händen der Polizei stets zu entziehen. Türkei. Constantinopel, 20. Aug. Drum— mond Wolff ist heute hier angekommen, muß aber in Kavak bis Sonnabend Quarantäne halten. Rußland. Petersburg. Der„Herold“ er— fährt aus guter Quelle, die russische Regierung! habe, nachdem sie kürzlich eine topographisch auf— genommene Spezialkarte der afghanischen Grenze erhalten, sich entschlossen, nicht weiter auf die Einverleibung der als Zulfikarpaß bezeichneten Grenzgegend zu bestehen. Der„Herold“ theilt ferner mit, daß die Nachricht, Korea habe sich unter russische Oberhoheit gestellt, vollständig erfunden sei. Egypten. Kairo, 20. Aug. Eine Batterie Artillerie, eine Compagnie Genietruppen, drei Bataillone Linien-Infanterie und drei Bataillone Garde-⸗Infanterie kehren direct nach England zu— rück; ein Bataillon schottischer Infanterie geht nach Malta.— Die Besetzung Debbeh's und Abbu Gusis von Seiten der Insurgenten wird bestätigt. Dieselben rücken gegenwärtig auf Neu-Dongola vor.— Die Garnison von Kas— sala traf bereits am 30. Juli, da sie sich nicht mehr halten konnte, ein Abkommen mit den feindlichen Tribus. — Nach einer der„Polit. Corresp.“ von hier zugehenden Meldung arbeitet der Minister des Krieges und des Innern, Abd- el Kader Pascha, einst General-Gouverneur des Sudan, gegenwärtig mit Hilfe eines dortigen Literaten an einem Manifest, in dem er die Nothwendig— keit betont, den Sudan für Egypten zurückzuge— winnen. Abdsel Kader Pascha erklärt, es auf sich zu nehmen, ohne jede fremde Hilfe den Sudan wieder zu erobern, wenn man ihm freie Hand läßt und die hierzu erforderlichen Mittel gewährt. Es heißt, daß dieses Elaborat in Druck gelegt und unter der arabischen Be— völkerung verbreitet werden soll, um für diese Idee Stimmung zu machen. — 23. Aug. Der egyptischen Regierung ist die telegraphische Nachricht zugegangen, daß es in Berber zu blutigen Zusammenstößen ge— kommen ist und daß die Bevölkerung, welche dem heftigsten Mangel an Lebensmitteln ausgesetzt ist, sich der öffentlichen Kassen bemächtigt habe. Indien. Bombay. Der neue euglische Gesandte traf in Kabul am 9. August ein, wo er mit großem Pomp empfangen wurde. Auß Stadt und Land. J. Friedberg. Die Feser des fünfzigjährigen Be— stehens des Liederkranzes verlief in prachtvoller Weise. Samstag Nachmittag langten die Gäste aus den ver— schiedensten Richtungen an und wurden am Bahnhofe von Mitgliedern des Jubelvereins empfangen und in ihre Quarttere geleitet. Am Abend vereinigten sich im großen Saale des Hötel Trapp die Gäste, Freunde und Mitglieder des Vereins in so großer Anzahl, daß es den später Kommenden schwer hielt ein Plätzchen zu er— langen. Der Ehrenpräsident des Liederkranzes, Seminar— lehrer Wahl, eröffnete die Feier mit einer schwungvollen Begrüßungsrede, der Verein sang:„Das deutsche Lied“ von Kaliwoda, worauf der Ehrenpräsident die eigentliche Festrede hielt. Es wechselten nun verschtedene Chöre mit Ansprachen ab. Die Frauen des Jubelvereins ließen durch 4 Mädchen dem Verein Lorbeerkranz und Schleife, dem Dirigenten, Seminarlehrer Schmidt, ein hüuͤbsches Geschenk und den noch lebenden 5 Gründern des Vereins und mehreren älteren Mitgliedern Erinnerungszeichen in sinnigen Ansprachen überreichen. Hierauf folgte die Ueber— gabe der Ehrengeschenke an den Liederkranz; den Reigen eröffnete der Präsident der vereinigten Gesangvereine Hanau, K. Paul, der in zündender, mit Jubel aufge— nommer Ansprache die hohe Sache des Männergesangs feierte. Ihm folgten in gleicher Weise die Vertreter der Vereine von Offenbach, Darmstadt und Friedberg. Kreisrath Dr. Braden feierte in herzlicher Weise den Verein Liederkranz, und brachte sein Hoch dem Ehren— präsidenten Wahl, dem tüchtigsten und rührigsten Ver⸗ treter des deutschen Männergesanges in Friedberg. Bei— geordneter Reuß, als Stellvertreter des Bürgermeisters, begrüßte ebenso herzlich den Jubelverein Namens der Stadt Friedberg. Telegramme wurden an den Kaiser, den Großherzog und den Fürsten Bismarck abgesandt. Vom Großherzog traf Montag ein Dankestelegramm ein. Der Vereins dirigent sprach den Dank des Vereins an alle Festtheilnehmer aus. Ein fröhlicher Tanz hielt die zahlreich Versammelten bis zur frühen Morgenstunde beisammen.— Der Sonntag Morgen war ernsten Ver— handlungen in Angelegenheiten des Mainthalsängerbundes gewidmet, aus welchen wir als besonders bemerkenswerth hervorheben, daß an Stelle des ausscheidenden Sekretärs, Goßmann aus Aschaffenburg, der Dirigent des Lieder- kranzes Friedberg, Seminarlehrer Schmidt, einstimmig gewählt wurde. An Stelle der zurückgetretenen Central— Aus schußmitglieder Klein—Darmstadt wurde Leonhardt— Darmstadt, an Stelle Weißbrod— Hanau, Paul Hanau einstimmig gewählt. Der von Hanau angeregten Revision der Statuten wurde stattgegeben und wird in Kurzem ein Delegirtentag in Hanau darüber endgültig beschließen. Beim Festmahle fanden sich die Sänger und Freunde in überaus zahlreicher Weise ein und wurde das Mahl gewürzt durch die herzliche Ansprache des Bundespräsi⸗ denten Wahl. Paul— Hanau brachte den Dank der Hanauer in begeisterten Worten dar, indem er sagte: „Den Geleitsbrief haben uns die Liederkränzer Friedbergs selbst ausgestellt, das Pergament ist der Gesang, die Tinte ist der gute Ton, das Insiegel die Freundschaft.“ Diesen Worten stimmten sämmtliche anwesende Gäste jubelnd zu. Die Vertreter der übrigen Vereine folgten, besonders animirte der Toast auf die Frauen von dem Junggesellen Güth aus Offenbach mit folgenden Wo ten ausgebracht: Frisch auf! Es sei nach Luthers Lehr' Gesang und Wein und Weib die Ehr Vergeßt die schweren Zeiten. Singt! Trinkt! Und pflegt der heitern Kunst, Bewahrt den Frauen treue Gunst, Genießt des Daseins Freuden. Mit„Ende gut, Alles gut“ toastete Paul— Hanau auf den Bundespräsidenten Wahl, den Mann ihrer Wahl. Ein gemüthliches Zusammensein in Steinhäußer's Bier⸗ garten beschloß die Feier und mit den bverschiedenen Bahnzügen enteilten uns die Gäste mit dem Rufe:„Auf Wiedersehen“. b. Friedberg. Wir wollen die Glieder unserer evangelischen Kirchengemeinde noch einmal auf die Mitt— woch am 26. August hier stattfindende Dekanatssynode aufmerksam machen und wünschen und bitten, derselben doch durch Besuch und Antheilnahme am Gottesdtenst und den wichtigen Verhandlungen Interesse entgegen zu bringen. Der Kernpunkt unserer immer noch neuen ** Ne Aanzzure! 1082 18882 Sirmagg Culet e Arbeiter gelektet. gegangen beseitigen mauer be Theilt d gelebnter Stelle d während Stärke auf den des Mau des Bez zahl tüc nach zw Anwend Mauerw wieder donnerd des Ma v. U gehabten geordnet seine d 31 Si Fr. trat ge in das der Ta angebli, kaner s. ie sin in den men wi ihnen nicht 90 englisch ausfüh fährt, ö 1 Vet Bei⸗ zeisters, der Kirchenverfassung liegt darin, den Laien eine größere Mitwirkung dei den kirchlichen Angelegenheiten zu geben. Man mache doch dieses schöne und heilsame Recht praktisch zum Besten unserer theuren evangelischen Kirche, das ist für die Gemeinschaft derer, die in Hinsicht des Glaubens auf dem großen Werke der Reformation als ihrem Fundamente stehen und es zu erhalten bestrebt sind. Der den Verhandlungen voraus gebende kurze Gottes- dienst um ½40 Uhr wird durch eine Gesangesleistung unseres gemischten Chors verherrlicht werden. Es ist uns daran etwas gelegen, daß der Dekanatssynode gerade am Sitze des Dekanats großes Interesse entgegengebracht werden möge. p. Frledberg. Das Feuer im Hause des Gerichts vollzieher König war von dem Dienstmädchen Königs angelegt worden. Das Mädchen befindet sich bereits im Gefängniß und soll gestanden baben. Butz bach, 18. Autz. Der„W. B.“ schreibt: Am Samstag Nachmittag gegen 6 Uhr wurde die hiesige Einwohnerschaft in Aufregung versetzt. Der Rettungs ruf unserer stets hülfsbereiten Feuerwehr erscholl. Alles eilte der Korngasse entlang nach dem Viehmarktplatze, woselbst ein an die Stadtmauer gelehntes, als baufällig erklärtes, städtisches Haus abgerissen werden sollte, aber während des Abbruchs eingestürzt eist, einen halben Bogen der Stadtmauer mit sich reißend. Eine dichte Staub— wolke verdunkelte den Platz und ließ nicht sofort er— kennen, ob die an demselben beschäftigten Arbeiter ver unglückt seien. Glücklicherweise war dies nicht der Fall; außer einer leichten Kopfeontusion, die Zimmermeister Euler erlitt, sind Unfälle nicht zu verzeichnen. Die Arbeiter batten sich durch einen raschen Seitensprung gerettet. War nun dieser Einsturz glücklich vorüber— gegangen, so blieb doch noch eine drohende Gefahr zu beseitigen. Die noch stehen gebliebene Hälfte des Stadt— mauerbogens war im Laufe der Jahre in ihrem unteren Theile durch die Bewohner des s. 3. an die Mauer an— gelebnten Hauses so geschwächt worden, daß an dieser Stelle die Dicke der Mauer kaum noch einen Fuß betrug, während der obere Theil der Mauer seine ursprüngliche Stärke(ca. 4 Fuß) batte und so einen colossalen Druck auf den jetzt jeder Verbindung mangelnden unteren Theil des Mauerwerks ausübte. Unter der umsichtigen Leitung des Bezirksbauaufsehers Metzgers wurde von einer An— zahl tüchtiger Maurer und Zimmerleute diese Gefahr nach zweistündiger Arbeit beseitigt, indem man durch Anwendung von starken Winden und Sprießen das Mauerwerk so erschütterte, daß, nachdem die Winden wieder etwas nachgelassen waren, gegen 8 Uhr unter donnerähnlichem Geräusch die noch stehen gebliebene Hälfte des Mauerbogens zusammenbrach. v. Bönstadt, 21. Aug. Bei der heute dahier statt gehabten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bet— geordnete Ad. Hofmann IV. mit 66 Stimmen gewählt, seine beiden Gegen-Candidaten erhielten zusammen 34 Stimmen. Allerlei. Frankfurt, 23. August. Ein Criminaleommissarius trat gestern Mittag in Begleitung einer Anzahl Detectivs in das„Café Casino“ ein, zog eine Photographie aus der Tasche und verglich damit eine Gesellschaft von 6 angeblichen Engländern und einer Engländerin(Ameri kaner sollen es in der That sein). Auf die Bemerkung „sie sinds“ wurde zu deren Verhaftung und Abführung in den Clesernhof geschritten. Die anscheinenden Gentle men wollten zuerst noch ihre Rechnung begleichen, was ihnen mit der Bemerkung„es ist Alles in Ordnung“ nicht gestattet wurde. Einer derselben rief nach dem englischen Generalconsul. Unter den die Verhaftung ausführenden Beamten sollen sich, wie der„Beob.“ er— fährt, auch auswärtige Deteetivs befunden haben. Mannheim. In Sandhausen wurde dem„M. A.“ zufolge ein Mann aus„den besten Kreisen“ verhaftet, weil er einem blinden Mädchen Gewalt angethan hatte. Der Betreffende ist bereits 73 Jahre alt. Oberreifenberg. Hier befindet sich ein kleines Naturwunder in der Person des Sohnes des Schneiders Müller dahter. Der Junge ist 13 Jahre alt, wiegt nur 20 Pfund und ist 85 Ctm. hoch. Er rechnet gut und ist der Zweite in seiner Classe; das kleine Gehirn scheint demnach seine Funktionen normal zu verrichten. Der Besitzer des Coͤlner Panoptikums soll mit dem Vater des Knaben in Unterhandlung getreten sein, um ihn für seine Anstalt zu gewinnen. Heilbronn, 19. Aug. Eine Frau aus Böchingen wurde gestern Abend auf dem Rückwege von hier nach ihrem Wohnort geschändet und ermordet. Kreuznach, 19. Aug. Gestern Abend 11 Uhr fuhren in der Nähe des hiesigen Stadtbahnhofs ein Güterzug und ein rangirender leerer Personenzug mit voller Wucht gegeneinander. Ein Kohlenwagen ist total zertrümmert, die beiden Loeomotiven und fünf Personen— wagen sind mehr oder weniger bedeutend beschädigt— Corbach. Bei dem Brande dahier sind 13 Gebäude mit allen Nebengebäuden, Stallungen und allem Zubehör mit der großen Menge von Vorräthen aller Art und von jüngst eingeerndteten Früchten vernichtet. Im Ganzen sind 14 Haushaltungen mit zusammen 48 Köpfen(ohne das Dienstpersonal) obdachlos geworden. Einige hatten auch nicht versichert. Wie die„Wildunger Zeitung“ mit— theilt, wird die Schuld an dem schrecklichen Brand— unglücke verbrechertscher Absicht zugeschrieben; die Unter— suchung ist im Gange. Bonn, 20. Aug. Peter Dahlhausen, der Moͤrder der Frau Carstanjen, wurde heute früh 6 Uhr im Ge— fängnißhof mittelst der Guillotine hingerichtet. Gestern Morgen war dem Verbrecher die Mittheilung gemacht worden, daß der Kaiser von dem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch machen wolle, sondern der Gerechtigkeit freien Lauf lasse. Dahlhausen empfing darauf die Tröst— ungen der Religion und benahm sich reumüthig und gefaßt, auch heute Morgen auf dem Gange zum Schaffot, wohin er von dem Geistlichen und dem Scharfrichter Lersch geführt wurde. Seine letzten Worte waren:„Ich bitte Alle um Verzeihung“, worauf die Exekution sehr schnell vor sich ging. Cöln. Auf der internationalen Industrie-Ausstellung in Amsterdam wurde der Firma Gebr. Stollwerck hier für vorzügliche Fabrikation das große Ehren Diplom, die böchste Aus zeichnung und in der Branche die alleinige für Deutschland, zuerkannt, gewiß eine ehrende Hervor— hebung deutscher Industrle. Dortmund, 21. August. Heute früh Lustmörder Wilhelm Sauerbrei hingerichtet. Bergeborbeck, 19. August. Auf der Zeche Carolus Magnus(alter Schacht) ereignete sich heute Vormittag um 10 Uhr ein trauriger Unglücksfall. Es verunglückten dort infolge Erstickung auf dem Flötze Dickebaak drei Bergleute von hier. Außerdem waren noch drei Berg— leute dort beschäftigt, die sich aber rechtzeitig entfernt hatten. Leipzig, 17. Aug. Heute erst ist der officielle Aus bang im Reichsgericht erschtenen, demzufolge die Ferien— senatsitzung in der Revision Lieske auf Mittwoch den 26. August angesetzt worden ist. Genf, 17. Aug. Seit heute Mittag stebt der allen Besuchern Genf's bekannte Bergeoloß, der große Salere, in Flammen. Der Anblick dieses viele Hectar bereits bedeckenden Berg- resp. Waldbrandes ist von hier(5 Kllo— meter Luftlinie) wirklich großartig. Tausende von Menschen steben in den Straßen und an den Quais, um dieses Schauspiel zu bewundern. Zweifellos ist der Brand durch einen leichtsinnigen Berzzsteiger(welche Sonntags nach Hunderten zählen) veranlaßt. Denn es bedarf bei der sett Monaten herrschenden Trockenheit nur eines Funkens, um Gras, Gebüsch und Wald zu entflammen. Man fürchtet für die auf der Hohe liegenden Chalets (Landhäuser), sowie für den schönen, auf dem Ostabhange liegenden Fichtenwald. Glücklicherweise haben wir bis jetzt keinen Wind. Landeck(Tyrol), 21. August. Unsere Stadt, die zur Zeit von Fremden überfüllt ist, wurde am 20. August Nachts 3 Uhr von einer Feuersbrunst heimgesucht. Das Feuer brach in der Apotheke gegenüber der Post aus und verzehrte etwa 20 Firste. Morgens 6 Uhr brennt es noch, doch ist den„N. N.“ zufolge die Gefahr der * 5 wurde der Weiterverbreitung durch die Thätigkeit der Feuerwehren glücklich beseitigt, Marseille, 22. August. Gestern(Freitag) gab es hier 69 Choleratodte, in Toulon Freitag 2 Choleratodte. Madrid, 19. August. Gestern sind in Spanien 4758 Erkrankungen und 1365 Todesfälle in Folge von Cholera vorgekommen. Hievon entfallen 33 Erkrankungen und 26 Todesfälle auf Madrid. In Barcelona wurde der Ausbruch der Cholera offielell constatirt; es kommen daselbst täglich 30 bis 40 Sterbefälle vor. Algier, 22. August. Unweit Bone sind Waldbrände entstanden, welche augenblicklich 10 Kilometer umfassen. Man befürchtet, dieselben werden über das ganze Gebiet sich aus breiten. Handel und Verkehr. Friedberg, 22. Aug. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.10, Eier 1 St. 6 Pf. Gießen, 22. August. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.85— 0.95, Eier 1 St. 5-6 Pf., Käse per St. 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 0.75, Hühner per Stück M. 0.90— 1.5), Hahnen per Stück M. 0.45— 0.75, Enten per Stück M. 1.20— 1.60, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel⸗ fleisch 64-70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5—6., Zwiebeln per Ctr. M. 7. Homburg, 22. August. Marktpreise. Kartoffeln per Malter(neue) M. 5—6, per Gescheid(neue) 8—9 Pf., Eler per Stück 6—7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 140% 2. Qual, W. 105 Frankfurt, 21. Aug. Auf dem Heu- und Stroh⸗ markt waren 34 Wagen zugefahren. Heu kostete 100 Ko. M. 5.40— 6.30, Stroh M. 4 4.60. Eingesandt. Irrthümlich sagt man in Elsaß-Lothringen,„die preußische Regierung begünstige die Verbreitung des Schnapses“ aus fiskalischen Rücksichten. Es war aber von jeher preußische Tradition, den Branntweingenuß einzuschränken. Schon Friedrich der Große schrieb an den Rand einer Bittschrift um Concession zur Eröffnung einer Rum⸗Fabrik:„Ich will's den Teufel thun. Ich wünsche, daß das giftige garstige Zeug gar nicht da wäre.“ Friedrich Wilhelm IV. sagte:„Ich würde es als den größten Segen Meiner Regierung ansehen, wenn die Brennst euer auf Null redueirt würde.“ Kaiser Wilhelm ordnete den Ersatz der Branntwein-Portion durch den Kaffee für die Armee an und sagte neulich bei der Duͤsseldorfer Ausstellung:„Ich wünsche jedem Meiner Landes kinder eine Tasse Stollwerk'sche Chocolade zum Sonntag“. 2931 Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 25. August: RNigoletto. Mittwoch den 26. August: Lohengrin. Donnerstag den 27. August: Lakme. Freitag den 28. August: Trompeter Außer Abonn. Samstag den 29. August: Afda. Sonntag den 30. August: Abschieds⸗Vorstellung des Fräulein Walter. Die Meistersinger. Eva: Fräu⸗ lein Walter. Außer Abonn. von Säkkingen. Schauspielhaus. Dienstag den 28. August: Gastspiel des Fräul. G. Giers. Fedora. Fedora: Frl. Giers. Mittwoch den 26. August: Die Leibrente. Donnerstag den 27. August: Geschlossen. Freitag den 28. August: Zu Gothes Geburtstag. Clavigo. Vorher: Die Geschwister. Samstag den 29. August: Gastspiel des Frl. G. Giers. Neu einstudirt: Esther, die Schauspielerin. Esther und Françoise Dumesnil: Frl. Giers. Sonntag den 30. August: In der Mark. Für die Brandbeschädigten in Appenrod gingen ferner ein: Von H. Schudt a. d. Görbelheimer⸗ Mühle 12 M.; durch Lehrer Schultheis gesammelt bei der ersten Comitésitzung des Jugendfestes 5.20 M.; von 21 Zöglingen der Großh. Blinden- Anstalt 4.89 M.; Carl Trapp 20 M.; S. Breidenstein 5 M.; Pfarrer Bornagius in Fauerback 3 M.; Forstmeister Herpel 8 M.; H. F. 1 M.; C. M. 2 M.; G. B. 50 Pf.; Professor Dr. Köstlin 3 M. Die Expedition des Oberh. Anzeigers. 4 Submission auf 2 Schach tpfäble. Die Schachtpfähle⸗Lieferung für die Fürstlichen Braun— kohlengruben der Wetterau pro 1886, 4000 Stück für Wölfersheim und 16000 Stück für Weckesheim und Dorn⸗Assenheim, soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Lleferungsbedingungen sind die früheren und liegen auf dem Büreau der Bergverwaltung zu Weckes⸗ heim zur Einsicht offen. Die Eröffnung der Offerten erfolgt am 3. September, Vormittags 10 Uhr, auf dem hlesigen Verwaltungs-Büreau. Grube Weckes helm den 21. August 1885. 2910 Die Fürstliche Bergverwaltung. Faselochs⸗Versteigerung. Dienstag den 25. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs öffentlich meistbletend dahter versteigert werden. Bodenrod den 21. August 1885. Großherzogliche Bürgermelsterel Bodenrod. Wiss 2071 1. Grummetgras-Versteigerung. Das der Gemeinde Ober- Rosbach gehörige Grummet— gras wird Donnerstag den 27. August d. J., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, im Gemeindehaus daselbst in Abtheilungen öffentlich meistbietend versteigert. Ober⸗Rosbach am 22. August 1885. Großherzogliche Bürgermeisterel Ober-Rosbach. 2915 Blecher. Grummetgras-Versteigerung. Donnerstag den 27. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras, etrea 50 Morgen, in einzelnen Abthellungen auf hiesigem Rathhaus versteigert werden. Okarben den 23. August 1885. Großherzogliche Bürgermeisteret Okarben. Fauerbach. Ein Logis in meinem Hinterhaus, bestehend aus 2 Zimmern, nebst, Zubehör und den 1. Oetober beziehbar, hat zu vermiethen 2914 Ph. Ad. Ritzel. 2980 Bekanntmachung. Herr Pachter Hegar zu Hof Dauernheim läßt durch den Unterzeichneten Montag den 31. d. Mts., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, in der Gemarkung Hof Dauernheim das Grummetgras von eirea 50 Morgen Wiesen, sowie elreg 30 Morgen Kartoffeln und 2 Morgen Dickwurz, Alles in gutem Bestand, in Loosabtheilungen versteigern. Gegen Buͤrgschaft wird Zahlungsfrtst gestattet. Zusammenkunft zu Hof Dauernheim. Dauernheim am 23. August 1885. 2922 Eckhardt, Buͤrgermeister. 2 0 Cordpantodel A Duttend aar, für n 1 W. custsek lebter dure W ehe M. As emit imiurt. Loe M 5. m. hofsgenagolter tester Tueieohle M. d. 78. G Tuchachuhe m. hol ageltor tester Tuchschle M. 11 „erer Kbnahme viel bilitger Uetert G. Engelhardt. Zeitz Zu verkaufen eine 1½pferd. stehende Dampfmaschine, ein Reservolr, eine Saug- und Druckpumpe und ein Kupferrohr, 39,5 Pfund wiegend, sämmtliche Stücke sind in sehr gutem Zustande. C. Walter. — Landwirthschaftliches Fest der Provinz Oberhessen zu Hungen Em 26 und Große Verloos ung von Vieh, landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthen. Bei Ausgabe von 10,000 Loosen& Is Stück Ninder, landwirthschaftliche Maschinen und Geräthe, im Gesammtwerthe von circa Mark 6000. Bei Abnahme von 50 Loosen werden 10 pCt. Rabatt bewilligt. der Loose haben wir dem Herrn Louis Buch übertragen. Den Verkauf . 1885. Mark kommen zur Verloosung 8 Stück Hämmel, Das FVerloosungs- Comilé. Herzogl. Baugewerkschule Hol zminden, Mühlenbau- u. Müllerschule. damit verbunden Maschinen, Winters. 3. Vor. Vorunt.“? 5. Oct. beginnt einen neuen Jadrgn g und aden neue und alte Freunde zur Beteiligung am Abont Jede Buchhandlung und jedes Postamt nimmt Bestellungen an.— Bad⸗Nauheim und Umgegend wird die Buchhandlung von Carl Bindernage Für Friedberg, als Bezugsquelle empfoblen. Submission. Die Erd- und Transport-Arbeiten bei der Erbauung eines Fluthkanals und der Verfüllung einer alten Nidda— strecke in der Gemarkung Ilbenstadt, veranschlagt zu 12000 Mark, sollen auf dem Submiffionswege vergeben werden. Pläne, Kostenanschläge und Bedingungen liegen bis zum 14. September d. J. auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten offen, bis zu welchem Tage Offerten mit ent— sprechender Aufschrift und frankirt eingereicht werden können. Friedberg am 24. August 1885. Müller, 2927 Geometer I. Kl lasse. Versteigerung. Dienstag den 1. September, Morgens 9 Uhr, läßt Unterzeichnete wegen Aufgabe ihrer Oekonomie in ihrer Behausung öffentlich gegen gleich baare Zahlung ver— steigern: gute Arbeitspferde, Kühe(hochträchtig), Rinder, wovon das eine trächtig, vollständige Oekonomiewagen, kleines Wägelchen, große neue Häckselmaschine, Paar Pferdegeschirre, steinernen Futterkasten, große Wagentücher und eine Parthie Säcke und S282 See noch sonstige Oekonomie-, Haus- und Scheuer⸗ geräthschaften. Bemerkt wird, daß Alles in gutem Zustande sich befindet. Stammheim den 24. August 1885. 2929 Tobias Thaler IV. Wittwe. Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß wir eine Niederlage unserer Weine bei Herrn Friedrich Weith in Nieder⸗Wöllstadt errichtet haben; auch ist derselbe gerne bereit, direete Be— stellungen für uns in Empfang zu nehmen. Ausführliche Preis-Listen stehen gerne zu Diensten. Schulz& Wagner, königl. österr. Hoflieferanten kd Besitzer der altdeutschen Weinstube „lum Prinzen von W Frankfurt a. M. Prima Nepskuchen stets frisch von der Mühle empfiehlt äußerst billig 280 Ph. Dan. scümmich. kaiserl. 2631 hat zu vermiethen. Abnahme von Stück 25. billiger und franco. Ein kleines Logis Banmann Wittwe, billigst bei 2856 8 5 nächst dem Bahnhofe. (Ho. 5529.) Feusionat. Dir.: 6. Haarmann. Auch allen Inserenten wegen s. großen Verbreit tung empfohlen! 2869 Patronenhülsen. 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Heflügelhof Rarl Raiß, Mörfelden(Hessen) verkauft importirte, fast ausgewachsene, große, schwarze und bunte Italiener-Hühner à M. 1.60, do. mit gelben Füßen à„ 1.75, halbgewachsene 8„„ 5 2920 Halsbinden& Shlips a. iebric. Friedberger Casino. Donnerstag den 27. August: Damenparthie mit Musik auf den Selzerbrunnen. Bei ungünstiger Witterung Abends 7 Uhr gesellige Zusammenkunft im Casinosaale, wo Wein und Bler ver— abreicht werden wird. 2918 Der Vorstand. Verloren einen goldenen Ring mit Stein auf dem Wege von Nauheim nach e durch die Burg. Abzugeben bei der Exped. d. Anz. 1 2882 Eine Werkstatt hat zu vermiethen Wagner Ruppel Wittwe. Das seither von Herrn Controleur Balzer be⸗ wohnte Logis im Kreis baumeister Reuß'schen Hause ist wegzugshalber anderweit zu vermiethen. Es kann der dritte Stock mitgemtethet werden. Letzterer wird auch selbstständig vermlethet. Alles Nähere auf dem Büreau des Rechtsanwalts Brentano. 2912 Rosen- Abfall- Seife in ganz vorzüglicher Qualität per Packet(3 Stück) 40 Pf. bei 1 Görtz. 2913 J. A. Windecker empfiehlt A 25 ele in 3 25186 2925 Heute Morgen 61¼ Uhr starb unser innigst⸗ Schwiegervater F b geliebter Gatte, und Großvater Josef Hoffmann im 60. Jahre seines Lebens. Theilnehmenden f Verwandten, Freunden und Bekannten diese Trauer⸗“ nachricht widmend, bitten wir zugleich um stille Theilnahme. Friedberg, 24. August 1885. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt Mittwoch den 26. August, Nachmittags 5 Uhr. 2926 Besondere Einladung erfolgt nicht. Vater, Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unsere inniggeliebte Gattin, Mutter, Schwester und Schwägerin Frau Dorothea Aehle, geb. Völker, nach kurzem Leiden Sonntag, 23. August, sanft dem Herrn entschlafen ist. 5 Wickstadt und Ossenheim den 23. August 1885. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Aehle und Völker. Die Beerdigung findet Dienstag den 25. d., Nachmittags 4 Uhr statt. Besondere Einladung erfolgt nicht. 2916 Danksagung. Allen Denjenigen, die uns während der Krankheit unserer so früh dahingeschiedenen Gattin, Mutter und Tochter so hülfreich und tröstend zur Seite standen und derselben das letzte Ehrengeleite gaben, sowie Denjenigen, die ihre Theilnahme durch Spenden von Kränzen und Blumen bekundeten, sagen tiefgefühlten Dank Friedberg den 23. August 1885. Die trauernden Hinterbliebenen: 2919 L. Buß und Familie. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher und aufrichtiger Theilnahme während der Krankheit und bei der Be— erdigung unseres innigstgeltebten und unvergeßlichen Kirchendieners Karl Schneider, sowie für die reichen Blumenspenden, und insbesondere dem Herrn Kirchenrath Baur für seine tröstende Grabes— rede, sagt seinen innigsten Dank Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: 2928 G. Schneider, Briefträger. EEEPC TTT Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel, (Hierzu Praktischer Rathgeber für's Haus Nr. 7 und 8.) 188 — rath