1885. JFamstag den 24. Januar. M II. Oberhessischer Anzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. 3 03 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 f.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenoemmen. 0—— ́—æ 22 Der Kaiser ist heute schon Regierung in Athen zu bewegen, die zwischen Italien und Griechenland bestehenden Streit— fragen im Sinne Italiens zu regeln. Das Dementi, welches die„Agencia Stefani“ den Meldungen betreffend die italienische N Absicht, Massa auch zu erwerben, entgegen— f setzte, findet wenig Glauben. — Die Regierung will ein zweites Batallion nach Assab senden. Die Minister des Kriegs und der Marine sollten noch eine größere Expedition vorbereiten. Rußland. Petersburg. In Shusha(Traus— f Heutsches Reich. 6 Jan. Darmstadt. Militärdienstnachricht. Winter, Vormittags aufgestanden und verweilte in seinem Major, aggr. dem 2. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 116, Arbeitszimmer. wurde zur Disp. gestellt. Braunschweig. Die„Post“ erfährt 3 5 ee 8 5 die—— sicherer Quelle, und zwar aus Darmstadt, Lesung des Wedell⸗Malchow'schen Boörsensteuer Entwurfs die Intestaterben des Herzogs Wilhelm vo de e 5 Herzog Lilhelm von nebst dem dazu gestellten Oechelhäuser' schen Antrag statt. n nämlich Pun e ee Die Entwürfe wurden einer Commission von 21 Mit-] De ö 9, N. Alex N 1 gliedern überwiesen.— 22. Jan. Der Reichstag nahm Hessen, die Herzogin von Hamilton, die Fürstin 4 den Handels und Schifffabrisvertraz mit Griechenland von Hohenzollern und die Herzogin Max in i L J g 2— 8 ae enge. 4b fel an en Baiern das angebliche Testament des Herzogs ö gegen den Entwurf. Die geplante Einrichtung vertrage angreifen. Es ist deshalb schon an die Gerichts— sich nicht mit der Organisation der Post als einheitlicher behörde ein Antrag ergangen und gegen das aus daß dorf L. Nobel. Verkehrsanstalt. Die bestehenden hätten ihrem Zweck vollständig entsprochen. Kalle ist der Ansicht, daß der gegenwärtige Moment besonders ge⸗ eignet sei, neue Einrichtungen zu schaffen, die dem Spar⸗ triebe der Bevölkerung dienen. Staatsseeretär Stephan kennzeichnet die Vorlage als den Ausfluß der in der kaiserlichen Botschaft niedergelegten Socialpolitik zum Wohle der untersten Klassen. Der Sparbetrieb, als Moment der staatserhaltenden Kraft, müsse mit allen möglichen Mitteln befördert werden. Durch die Einführ⸗ ung von Postsparkassen würde sich die Zabl der Spar⸗ kassen von 3000 auf 12,000 erhöhen. Von einer Pri⸗ vilegirung der Postspaxkassen, die an bestimmte Beträge und einen bestimmten Zinsfuß gebunden seien, könne nicht die Rede sein. Den bestehenden communalen Sparkassen werde kein Abbruch geschehen. — Im Abgeordnetenhause findet eben die erste Lefung des Etats statt. Besondere Zwischen— fälle, welche für unseren Leserkreis Interesse boͤten, ereigneten sich dabei nicht. — 21. Jan. Die Dampfersubventions Com- 1 Gemeindesparkassen bisherige Vorgehen Verwahrung eingelegt. Zweifel wird die endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit vom Reichsgerichte ausgehen rühren Letztere, welche nach der eigenen Angabe ihres wollen zum 18. Marz einen Anarchtstencongreß Ohne Ausland. Brüssel, 19. Jan. Socialisten und Auch hier Anarchisten. Belgien. sich die Parteiborstandes über 2000 Anhänger zaͤhlen, in ihrem auch von deutschen Socialisten frequen— tirten Locale: à la Croix de Fer, in der Rue des Bouchers veranstalten. Die Partei hierselbst zerfällt in vier parallele Gruppen: la Libertél, Union anarchiste, la Revendication und die flämische Gruppe Vryheidsbond — 22. Jan. Kammer. Dumont begründete kaukasten) sind von den armenisch-gregorianischen Einwohnern ernstliche Excesse gegen die arme— nischen Lutheraner verübt worden. Die An⸗ greifer drohten die Hauser der Lutheraner nie— derzubrennen und es wurde für noͤthig erachtet, eine Truppenabtheilung zur Aufrechthaltung der Ordnung herbeizurufen. Warschau, 21. Jan. Hiesigen Blättern wird aus Moskau telegraphirt, daß in der großen Baumwollenfabrik Wozniesien im Kreise Dmitrow unter den Arbeitern wegen geringen Lohnes eine Revolte ausgebrochen ist. Durch 200 vom Gouverneur entsandte Kosaken wurde die Ord— nung wieder hergestellt; ausländische Arbeiter, welche zu den Unruhstiftern gehoͤrten, sind aus⸗ gewiesen worden. Egypten. Kairo. Nach einer Reuter-Meld⸗ seinen Antrag auf Einführung von Eingaugs- ung aus Abuklei Wills vom 17. d. Mts. traf — mission beantragt, die Postdampfschiffs⸗Verbind⸗ zölle für Nahrungsmittel Ministerpräsideut die Colonne Stewart's am 16. Januar in der ungen auf den ostasiatischen, afrikanischen und Beernaert und Jacobs erklärten, sie würden den Nahe von Abuklei Wills ein und fand die australischen Linien deutschen Unternehmern im Antrag bekämpfen. Die Kammer beschloß, den Positionen von 10,000 Aufständischen besetzt. Submissionswege auf die Dauer bis zu fünf Antrag in Erwägung zu nehmen. Stewart rückte am 17. Januar, 1200 Mann zehn Jahren zu übertragen unter der Beding⸗ Frankreich. Paris, 21. Jan. Contre-stark, im Careé vor. Der Feind griff dasselbe ung, daß die Linie monatliche Fahrten einrichtetadmiral Rieunier wurde zum Commandanten plotzlich an und sprengte für einige Augenblicke und die Dampferschnelligkeit mindestens 11½ Knoten beträgt. — 21. Jan. In der gestrigen Sitzung der einer Flottendivision in den ostastatischen Ge— wässern, unter Courbet stehend, ernannt. — Aufsehen erregen hier Petersburger Be— das Carré. Die Engländer schlossen sich jedoch alsbald wieder zusammen und richteten ein ver— heerendes Feuer auf den Feind, welcher sich schließ⸗ 201 Conferenzcommission verlas der belgische Ver⸗ richte, welche das Eintreten einiger russischer lich mit großem Verlust zurückzog. Die Englän⸗— let V. treter, Lambermont, den Bericht über Punkt 3] Blätter für die Erwerbung der Insel Quelport der besetzten die Positionen des Feindes. Stewart des Conferenzprogramms, betr. die Formalitäten der Occupationen. Eine vollständige Einigung wurde noch nicht erzielt, da die englischen Ver— treter noch ohne ausreichende Instructionen waren. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bemerkt, in An⸗ knüpfung an die aus Australien eingegangene Meldung, daß Neuseeland eine Dampferverbind— ung zwischen Auckland und Samoa und der Tongagruppe herzustellen beabsichtige: Es solle versucht werden, der bis jetzt überwiegenden deutschen Concurrenz auf den Samoa- und Tonga⸗Inseln entgegenzutreten, um einen maß gebenden Einfluß in Samoa und Tonga zu ge⸗ winnen. Die Neuseeländer erwarten jedenfalls (in der Nähe von Kores gelegen) auf gouver nementale Quellen zurückführen. Großbritannien. London.„Daily News“ schreibt: Der Colonialsecretär der Fidji. Inseln wurde von Lord Derby nach London berufen und ist bereits hier eingetroffen.— Dem„Reuter'- schen Bureau“ wird aus Melbourne gemeldet, daß auf den Louisiaden⸗, Woodlack, Huon- und Eutrecarteaux-Inseln die britische Flagge auf gehißt wurde. — 22. Jan. Die„Pall Mall Gazette“ schreibt, in dem gestrigen Cabinetsrathe sei be— schlossen worden, die franzoͤsischen Vorschlaͤge in der egyptischen Finanzfrage als Basis fur die wird unverweilt bis Metammeh vorrücken. Amerika. New Pork. Der amerikanische Kriegsdampfer„Tennessee“ ist in Eile nach Cap West entsendet worden, wo, wie es heißt, eine neue Freibeuter-Expedition nach Cuba ausge— rüstet wird. Valparaiso, 20. Jan. Am letzten Samstag Abend wurde der Versuch gemacht, den Praäsi— denten Chilis mittelst einer Hoͤllenmaschine zu toͤdten. Der Versuch mißlang. Aus Stadt und Land. y. Klein⸗-Karben, 21. Jan. Heute Nachmittag vergnügte sich unsere Schuljugend auf der sog. Nothbach, einem Arm der Nidda, mit Schlittschuhlaufen und eine Ausdehnung der englischen Herrschaft auff weiteren Verhandlungen unter der Bedingung Schlittenfahren, wobel ein talahriger Knabe beinahe sein dem östlichen Theil der Südsee. zu accepttren, daß irgendwelche mehrseitige Con- Leben verloren hätte. Trotz Warnung und Verbot hatte trole nicht er sich zu weit gewagt; wo Nidda und Notbbach sich — Der„Germania“ gegenüber erklärt die „Nordd. Allg. Ztg.“ in der Frage der posen'schen Sedisvakanz, die Regierung habe niemals die Absicht gehegt oder kundgegeben, den erzbischoͤf— lichen Stuhl zu Zwecken der Germanisirung zu gebrauchen. Die Behauptung der„Germania“ sei also unwahr. — 22. Jan. Der Bundesrath überwies die Voylage, betreffend die Bildung von Berufsge— nossenschaften auf Grund des Unfallversicherungs— Gesetzes und die Vorlage, betreffend Ergaͤnzung des Entwurfs des Reichshaushalts-Etats für 1885/86 den zuständigen Ausschüssen und ge— nehmigte den Gesetzentwurf wegen des Beitrags des stattfinde. Anstatt einer Zinsre duction solle die Besteuerung der Coupons ein— treten, in der Schuldenkasse sollten Deutschland und Rußland durch besondere Mitglieder ver— treten sein, die Befugnisse der Schuldenkasse dürften aber nicht erweitert werden. England erbiete sich, eine Anleihe von 9 Mill. Pf. St. zu übernehmen, sei aber bereit, auch über eine internationale Garantie zu discuttren, die jedoch nur mit Zustimmung aller Maͤchte eintreten könnte. Italien. Rom. Admiral Bertelli, welcher auf dem„Prineipe Amadeo“ die Truppen nach wieder vereinigen, war in der Mitte eine offene Stelle und in raschem Schlittschuhlauf schoß der genannte Knade in das ihm als spiegelglatte Eisfläche erscheinende Wasser hinein. Da dort die Nidda sehr tief ist, so wäre er unrettbar verloren gewesen, wenn nicht ein gleichalteriger Mitschüler, Heinrich Wilhelm Geibel von bler, ihm sofort zu Hülfe gekommen wäre. Der Verunglückte stützte sich zwar mit beiden Armen auf das Eis, konnte sich aber nicht aus dem Wasser herausarbeiten. RNasch entschlossen brach der Knabe Geibel ein neben auf dem Damm stehen— des Zwetschenbäumchen ab, betrat damit die etwa 3 Meter breite Et fläche und reichte dem in böchster Lebensgefahr schwebenden Knaben das Baumstämmchen, an welchem sich derselbe festhielt, wahrend Geibel mit der andern Assab begleitet, soll dann mit noch anderen Reichs zu den Kosten des Zollanschlusses Bremens. Kriegsschiffen einen Hafen von Grlechenland an- gereicht wurde. laufen, Zwecks einer Demonstration, um die] decke nicht, guf welcher der wackere Junge stand, und 08 Hand seinen eigenen Schlitten erfaßte, der ihm dom Ufer aus vurch herzuellende Kameraden an einem Seil dar Glücklicher Weise brach die dünne Eis. ——— mm— ———ů— 5„ —— —— —ů 2—ů— 5— 8 3 e . ——— 8 1 1 2 227 1 N * * gelang ihm, auf diese Weise den Mitschuͤler zu retten. Für diese mit eigener Lebensgefahr verbundene Rettung eines Menschenlebens gebührt dem muthigen Knaben Ehre und Anerkennung. Vorstehende Thatsache möge aber auch für unsere eislustige Jugend eine Mahnung zu der groͤßten Vorsicht sein. Offenbach, 20. Jan. Die Offenbacher Schiffbrücke ist heute infolge Treibeises abgefahren worden. Allerlei. Homburg. Wie von Berlin berichtet wird, hat der Kaiser für die Renovirungs- resp. Erhaltungsarbeiten an der Saalburg einen Betrag bis zu 16,400 Mark bewilligt. Hamburg, 21. Jan. In dem großen Speicher von P. A. Großmann und Comp., Alter Waldrahm, entstand vermuthlich durch Selbstentzündung von Baum— wolle Nachts ein großes Feuer, welches noch fortbrennt, aber für die Nebenspeicher gefahrlos ist. Der Schaden an verbrannten Waaren und der durch Wasser verursachte Schaden ist noch unberechenbar, beträgt aber weit über eine Million. Rom, 21. Jan. In der Gemeinde Frassinere bei Susa wurden 15 Häuser durch Schueelawinen verschüttet und 11 Personen getödtet. Zwischen Majola(Provinz Cuneo) und Demonte wurden 3 Arbeiter verschüͤttet. In Frassino(Cuneo) wurden 30 Leichen aus dem Schnee gezogen und 10 verschüttete Personen gerettet. Gegen 40 Personen sind noch verschüttet, zu deren Rettung wenig Hoffnung vorhanden ist.— In Gignod(Aostathal) sind zwei Personen durch eine Schneelawine verschüttet worden. Eingesandt. Theater in Friedberg. Der sonstigen Gewohn— heit entgegen, werden wir in diesem Jahre schon in den ersten Tagen des Februar Herrn Director Herrmann mit seiner Gesellschaft in unserer Stadt begrüßen können. Wie wohl der Mehrzahl unserer werthen Leserinnen und Leser bekannt sein dürfte, hat Herr Herrmann die Diree— tion des Gießener Theaters übernommen und wird nun — nach Ablauf der Saison in Gießen— auch wieder bei uns einen Cyklus von Theater-Vorstellungen veran— stalten. Es dürfte dies den Wünschen sehr vieler Theater freunde entsprechen: Während uns im April, in welchem Monat wir meistens den Besuch der Schauspielgesellschaft erhielten— warmer Sonnenschein oft schon mit un⸗ widerstehlicher Gewalt in's Freie lockt, und„ein unbe— greiflich boldes Sehnen uns treibt durch Wald und Wiesen hinzugehen“, so empfinden wir jetzt mehr Sehn⸗ sucht nach einem schön geheizten Zimmer.— Aber die Abende sind gar lang und wer den Tag über„im feind— lichen Leben“ gerungen und gestrebt, dem ist Abends eine angenehme Zerstreuung und Erheiterung sehr erwünscht und wo fände man eine solche erheiternde Zerstreuung angenehmer und für Herz und Seele erquickender als im Theater,„da werden Winternächte hold und schön, ein selig Leben wärmet alle Glieder..., gewiß wün⸗ schenswerth bei so und so viel Grad Kälte! Wir zweifeln nicht, daß sich das Unternehmen des Herrn Herrmann in diesem Jahre, der günstigeren Zeit wegen, einer noch bedeutend regeren Betheiligung erfreuen wird, als sonst. 25 Einladung. In allen Gauen Deutschlands regt sich's bereits, um Vorbereitungen zu treffen zur würdigen feierlichen Be⸗ gehung des 70jährigen Geburtstages unseres Reichs⸗ kanzlers, des Fürsten Bismarck. Die Stadt Friedberg will im Hinblick auf ihre Vergangenheit ihren Ruf als echt nationale Stadt bewahren und als solche Theil nehmen an den großen allgemeinen Bestrebungen. Wir laden daher alle Bewohner Friedbergs ohne Unterschied des Berufs oder der Parteirichtung freundlichst ein, in einer Versammlung auf dem hies. Rathhause Montag den 26. d. Mts. Abends 8 Uhr zu erscheinen, in welcher die Angelegenheit besprochen und event. ein Comite ge— bildet werden soll, das zur Führung der Geschäfte noth— wendig erscheint. Steinhäußer, Bürgermeister. Für die durch die Erdbeben Verunglückten in Spanien sind bei der Expedition eingegangen: Von Pfarrer Bornagius in Fauerbach 3 M.; Domänenrath Stolz 5 M.; Hch. Diehl 1 M.; R. Zeugengebühren 60 Pf. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. 3. Sonntag nach Epiphanias. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Sottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Storck. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Katholische Gemeinde. Samstag 5 Uhr: Betcht. Sonntag 6 Uhr: Beicht. 3/7 Uhr: Austheilung der heil. Communlon. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Rohen sowie gebrannten Kaffee 73 empfiehlt in guter Qualität Bekanntmachung. In der am 20. Dezember 1884 abgehaltenen außer— ordentlichen Generalversammlung des Spar- und Vor— schuß Vereins(eingetragene Genossenschaft) zu Bad⸗ Nauheim wurde eine Statuten- Veränderung dahin be— schlossen: Dier F. 54 der Statuten erhält einen zweiten Absatz folgenden Wortlautes: „Jedes Mitglied ist berechtigt, zwet Stamm⸗ Antheile von je M. 240. zu erwerben, die Ein⸗ zahlung des weiten Stamm Antheils kann eben⸗ falls alsbald erfolgen, oder durch Nachzahlungen von mindestens 1 Mark monatlich ergänzt werden.“ Der F. 55 erhält ebenfalls einen zweiten Absatz fol— genden Wortlauts: „Bezüglich des zweiten Geschäfts-Antheils eines jeden Mitgliedes bleiben die vorherigen Bestimm⸗ ungen wie bei dem ersten Stamm-Antheile in Kraft.“ In Gemäßheit der gesetzlichen Vorschrift wird dies öffentlich bekannt gemacht. Bad⸗ Nauheim den 8. Januar 1885. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Bauer. 326 Schü ttz. Oeffentliche Gläubiger⸗ Aufforderung. Forderungen und Ansprüche jeder Art an das Ver— mögen des Heinrich Schüßler, früher in Bad-Nauheim, jetzt in Buffalo, sowie an den Nachlaß seiner am 28. Nov. 1884 dahler verlebten Ehefrau Johanna Valentine Schüßler, geb. Sattler, sind um so gewisser bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sie sonst bei der eingeleiteten Regultrung der Vermöͤgenshältnisse keine Brücksichtigung inden. f Bad-Nauheim den 15. Januar 1885. Großherzogliches Amtsgericht Bad Nauheim. Bauer. Schutz. Holzversteigerung 325 bei Villingen. Montag den 26. d. Mts., Morgens 10 Uhr, kommen 15,32 Festmeter Eichen u. Stangenholz(Wagnerholz), 14 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 245 4„ Prügelyholz, 13*„ Stockholz, 518 5 eiser N zum öffentlichen Verkauf. Nach Schluß dieser Versteigerung sollen im Fürstlichen Schloßgarten zu Hungen eirca 64 Raummeter trockenes Buchenscheitholz 1. Classe zum Ausgebot gelangen. Hungen den 26. Januar 1885. Fürstliches Rentamt. Demme. Holzversteigerung in den Gräflich Solms-Rödelheim''schen Waldungen. Im Revier Wickstadt, Distrikt Ameisenkopf, sollen versteigert werden: Donnerstag den 29. Januar, Vormittags 9½ Uhr: 3 Stück Halnbuchenstämme von 24—40 em Durch⸗ messer und 3—5 m Länge mit 0,91 ebm Inhalt, Stück Eichenstämme von 16—29 em Durchmesser und 4— 18 m Länge mit 9,33 ebm Inhalt, Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 25 210 96 1 Buchen-Prügelholz, 10 4 Eichen⸗Prügelholz, 68 5 Gemischt⸗Prügelholz, 100 1 Buchen⸗Stockholz, 73 8 Gemischt⸗Stockholz, 250* Buchen Reisholz, 150 5 Gemischt⸗Reisholz. Zusammenkunft im Distrikt Ameisenkopf bei Holz⸗ nummer 1. Wickstadt den 22. Januar 1885. Der Gräfliche Revierförster Habich. Holzversteigerung. Die am 14. d. Mts. im Münsterer Gemeindewald, Distrikt Schweinzel, anberaumte Holzversteigerung konnte wegen ungünstiger Witterung nicht abgehalten werden und sollen nun Dienstag den 27. d. Mts. öffentlich meistbietend versteigert werden: 162 Stück Nadelstämme von 33,07 Festm. Inhalt, 32„% Nadel⸗Derbstagen„ 1,47„ 24 Raummeter Nadel⸗Scheiter, 55,4 1 Nadel-Knüppel, 1450 Wellen Nadel⸗Reisig, 30,6 Raummeter Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist in Münster, Vormittags 9½ Uhr. Münster am 21. Januar 1885. 319 0 im Fürstlichen Herrngarten und Dietrichsberg 32 In der Privatklagesache gegen den Jacob Wilhelm Leonhard Wenzel II., Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großh. Schöffengericht zu Friedberg am 13. Januar 1885 für Recht erkannt: Der Angeklagte Jacob Wilhelm Leonhard Wenzel II. von Ober Rosbach, 30 Jahre alt, Schuhmacher, wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 15 Mark, eventuell in 3 Tage Gefängniß, sowte in die Kosten des Verfahrers und in die dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt. Zugleich wird dem Beleldigten die Befugniß zugesprochen, den Urtheilstenor innerhalb 14 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, einmal auf Kosten des Angeklagten im Oberh., Anzelger zu veröffentlichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel würd beglaubigt und die Vollstreckbarbeit des Urtheils be⸗ scheinigt. Friedberg den 21. Januar 1885. Weber, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. B. de Der Rechtsanwalt 317 Breutano. Holzversteigerung. Mittwoch den 28. Januar d. J., Morgens 10 uhr anfangend, sollen in dem Nieder⸗Erlenbacher Gemeinde⸗ wald folgende Holzsortimente öffentlich meistbletend ver⸗ steigert werden, als: 163 Naummeter Nadel Scheiter, 40 1 Nadel Knüppel, 1150 Stück Buchen Wellen, 1400„ Eichen Wellen, 2180„ Nadel Wellen 102 Raummeter Nadel Erdstöcke, 15 Stück Nadelstämme von 22— 36 Centlmeter Durchmesser und 6—11 Meter Länge. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zaslungs⸗ frist bis 1. September l. J. gestattet. Die Zusammenkunft ist oberhalb Friedrichsdorf, am Wehrhelmerweg. Nieder⸗Erlenbach den 22. Januar 1885. Großherzogliche Bürgermeisterel Nieder-Erlenbach. 8 Kötter. Holzversteigerung. Mittwoch den 28. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, kommen im Köpperner Gemeindewald, Distrikt Steinernwand und Fuchslöcher, folgende Holzsortimente zur öffentlichen Versteigerung: 16 Stück Eichenstämme von 17,44 Festm. Inhalt, 7„ Buchen⸗Werkholzstämme von 5,90 Festm. 21 N 0 Sch aummeter hen⸗Scheit⸗ und Prügel 315 Stück Eichen Wellen, Nene 329 Raummeter Buchen-Scheit⸗ 4800 Stück Buchen Wellen, 217 Raummeter Buchen⸗Stockholz. Ferner kommen Donnerstag den 29. d. Mts., Vor⸗ mittags 10 Uhr anfangend, im Niederwald, Schlag Nr. 5, zur Versteigerung: 25 55 Eichen⸗Werkholz⸗Stämme von 9,84 Festm. nhalt, 102 Stück Fichten⸗Werkholz⸗Stämme von 32,40 Fest⸗ meter Inhalt, 180 Stück Lärchen Werkholz⸗Stämme von 35,53 Fest⸗ meter Inhalt, Stück Fichten⸗Derbstangen, 55„ Lerchen⸗ 9 Raummeter Eichen⸗Schelt⸗ und Prügelhol, Stück Eichen Well e Raummeter Buchen⸗ und Birken⸗Prügelholz, 7 15 en e e aummeter Nadel-Scheit- und Prügel Stück Nabel⸗Wellen, ae Raummeter Elchen⸗ und Nadel⸗Stockholz. Die Zusammenkunft am ersten Tag ist im Schiff weg und am zweiten Tag auf der Rodhelmer Grenzschneise. Köppern, 22. Januar 1885. Der Bürgermeister 334 Stamm. Holzversteigerung. Montag den 26. Januar l. J., Vormittags 11 Uhr anfangend, werden in dem Kalcher Gemeindewäld nächst der Naumburg versteigert: 155 und Prügel holz, 46 Centimeter Durchmesser, 60 Festm. enthaltend 23 Kiefernstämme, 5— 12 Meter lang mit 90 25 Centimeter Durchmesser und 13 Festmeter Inhalt. Der Sammelplatz ist an der Hainmühle bet der Naumburg. Katichen am 21. Januar 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Katchen. 316 a Weitzel. 970 Schube und Stiefel zu den billigsten Preisen bei 0 Usagasse. i Fr. Gunderloch. Großherzogliche Bürgermeisterei Münster. 314 Ludwig. 5 Jos. Butzbach. des Heinrich Halberstadt von Ober Rosbach, Privatklägers, 92 Eichenstämme von 3— 11 Meter Länge und 25 bis f mittelbe und kat Die werder zeichne shre sc Ob ride ö — ——— garant 19. rr rr Venen nd ber „ ett urge 20— clas liefe 1 4 .——————— — —— Jagd⸗ Verpachtung. Mittwoch den 4. Februar l. J., Nachmittags 1 Uhr, soll in hiesigem Schulsaale 1 der Gemeinde Ober Erlenbach zustehende Jagd in dem im Taunus, oberhalb Friedrichsdorf gelegenen und 179,06 Heetare haltenden Gemeindewald, sowie die eirea 722 Heetare baltende Feldjagd unter den im Versteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf 6 Jahre meistbtetend verpachtet werden. Ober ⸗Erlenbach am 22 Großherzogliche Bürgermeisterei O 336 Weitb. Holzversteigerung. Mittwoch den 28. Januar l. I., von Morgens 9 Uhr an, kommen im Altenstädter Gemeindewald, Distrikt Haab, zur Versteigerung!: ö 93 Stämme Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz von 14 bis 33 Centim. mittler. Durchmesser und 6— 12 Meter Länge mit 21, 54 Kubikmeter Inhalt, 58 Fichten Stämme von 14— 31 Centimeter mittler. Durchmesser und 10— 18 Meter Länge mit 26,28 Kubikmeter Inhalt, 66 Raummeter Buchen Scheitholz 1. 4 Eichen⸗Scheiter, . Januar 1885. Ober⸗Erlenbach. Klasse, 14 5 Buchen⸗Knüppel, 42 1 Gichen Knüppel, 81* Buchen⸗Relsig, 60 5 Eichen Reisig, 48 5 Fichten Reisig, 26 Buchen⸗Stöcke, 19 5 Eichen⸗Stöcke, 11 Fichten Stöcke. Das Gichen⸗ und Fichten⸗Stammholz lagert in un⸗ mittelbarer Nahe der Staatsstraße Il benstadt— Büches und kann jederzeit gut abgefahren werden. Die Zusammenkunft ist an der Staatsstraße Ilben⸗ stadt— Büches, an dem Engeltbaler Fußpfad. Altenstadt den 22. Januar 1885. Großberzogliche Bürgermetsterei Altenstadt. Wagner. 339 von circa 50000 Stück Das! Anfahren Pflastersteinen von Bruch Nödgen auf Bahnhof Vad Nauheim soll vergeben werden. Nähere Auskunft hierüber ertheilt der Unter— zeichnete und wollen nur qualiftieirte Unternehmer shre schriftlichen Offerten an denselben gelangen lassen. Oberursel den 18. Januar 1885. 284 Joh. Val. Wagner. Mädchen finden in anständiger Familie gute Penston, per Monat, bei W. Philipp, 288 Zeil Nr. 21 in Frankfurt a. RBergmann's 2 147 Cheerschwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerseife, 998 et sie unbe⸗ dingt alle Arten Haut ⸗Unreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. Vorräthig d Stück 50 Pf. bei Apotheker Lülan. Elin broves und fleißiges Dienstmädchen wird auf Petritag gesucht. Wo? sagt die Expedition des Anzeigers. 273 Schaftenstiefel empfehlen in großer Auswahl zu Fabtikpreisen Spier& Kupfer, Strafanstalt⸗Schuh Magazin, gegenüber dem Rathhause. Erbsen, Bohnen, Linsen, garantirt gutkochend, empfiehlt M. 60.— 70. M. 227 PF. Theis, 137 vormals G. Haustädt. Prim a Getreide. Pleßhese empfiehlt C. 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Hierdurch erlaube ich mir, einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich in diesem Jahre schon in den ersten Tagen des Februar mit meiner Gesellschaft nach Friedberg kommen werde, um daselbst einen Cyklus von etwa 14 Theater-Vorstellungen Montag den 26. d. Mts. bin ich in Friedberg, Hötel Trapp zu sprechen. G. W. Koch, 128 Zahnarzt aus Gießen. Einladung des Volksbildungs-Vereins zu Friedberg zu geben. Gestützt auf das Vertrauen und das Wohlwollen, welches mir das verehrl. Publikum Friedbergs schon so oft in so überaus liebenswürdiger Weise entgegengebracht hat, hoffe ich, auch in diesem Jahre auf eine freundliche Unterstützung und empfehle die bereits in Umlauf gesetzte Abonnementsliste zur gefl. Einzeichnung gewünschter Abennementskarten. Hochachtungsvoll „ Josef Herrmann. PH. MATFARTH; Co., Fyanlesurt dq. M., Maschinenfahrik und Eisengiesserei, Maschinen jeder Grösse zu billig- fabriciren als Specialität in neuster Con- 1 1 9 0 1 N 1 sten Preisen. 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Betheilig— 3 320 Einl sämmtliche Meister und Gesellen hiermit höflichst ein. 233 Das Comité. e Schlitten, Schlittschuhe, Eissporn in großer Auswahl empfiehlt —2⁴⁰ Jenn Huber. Frische Schellfische 1 und Sonntag erwartend. Kinderwagen 77 GA. VI. Reuss. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Ober-Wöllstabt. 322 bei Jacob Breidenbach. 327 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 4. Ph. Dan. Rümmich. 0 Result die Zuf zum e zu tht schafte den Je haͤus li visten Landw Resert katego die 3 wei dienze folgen einzige seinesz zu bet die de Ruin berufu besitzer den 90 bei de e. wer eignete Lande Mann wegen Fällen solgen Ersatz Gesuc